DIE
HANDSCHRIFTEN-VERZEICHNISSE
DER
KÖNIGLICHEN BIBLIOTHEK
zu BERLIN.
SECHSTER BAND.
VERZEICIJNISS
DER
TÜRKISCHEN HANDSCHRIFTEN
VON
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WILHELM PERTSCH.
BERLIN.
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1889.
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DIE
HANDSCPIRIFTEN-VERZEICHNISSE
DER
KÖNIGLICHEN BIBLIOTHEK
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DER
TÜRKISCHEN HANDSCHRIFTEN
VON
WILHELM PERTSCH.
BERLIN.
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1889.
VERZEICHNISS
DER
TÜRKISCHEN HANDSCHRIFTEN
DER
KÖNIGLICHEN BIBLIOTHEK
ZU BERLIN
VON
WILHELM PERTSCH.
BERLIN.
-A.. -A-SKEIl <fe CO.
1889.
143—147
148—154
155U.156
Inlialt.
Seite Nr.
Vorwort IX
I. Handschriften vermischten Inhalts i i— 55
IL Encyklopädie und Bibliographie »5 56u. 56*
ITI. Grammatik, Metrik und Lexikographie ... 97 57—90
IV. Glauben und Recht 117 91-U2
V. Mystik (Sufismus) 158
VI. Philosophie i«'
VII. Sprichwörter i'S
VIII. Geheime Wissenschaften lU 157-162
IX. Künste und Fertigkeiten 183 I6:j-166
X. Mathematik, Astronomie (nebst Kalenderkunde)
und Astrologie is' 166*-176
XL Kosmographie und Geographie 197 177—189
XII. Geschichte und Biographie 21 6 i89*-248
1. Einleitung und Äioä'ü 216 189* u. 190
2. Allgemeine Geschichte 218 191—200
3. Urgeschichte des Islam 226 201 u. 202
4. Geschichte der Türken, bes. der Osmanen . 227 203—224
5. Syrien 252
225 u. 226
VI INHALT.
Seit« Nr.
6. Persien 254 227 u. 228
7. Das Abendland 256 229 u. 230
8. Städtegeschichte 257 231 u. 232
9. Prophetengeschichte 259 233
10. Biographie 260 234—246
a) Sammehverke 260 234—238
b) Der Prüpliet Slunammad 266 239 u. 240
c) Verschiedene Personen 268 241—246
11. Genealogie 272 247 u. 248
XI JJ. Fürstenethik, Politik, Statistik 275 249-275
XIV. Medicin 292 276-289
sLJI |JU 301 286 u. 287
Veterinärwissenschaft 302 288—289
XV. Botanik (Gärtnei-ei) 304 290—293
XVI. Dicliterbiographie und Anthologik 307 294—296*
XVIT. Poesie 315 297—436*
1. Sammelhandschriften 315 297 — 357
2. Einzelne Werke 359 358—435
3. Gesänge der Kirghisen r 430 43G
Uighurische Handschrift 432 436'
*
XVJII. Erzählungen 433 437—487
XIX. Ehetorik und Poetik 467 488 u. 489
XX. Stylistik und Epistolographik 469 490—510
XXI. ChristHche Theologie 484 511—513
Register 489
I. Concordanz der alten und neuen Nunniiern 491
II. Register der Titel und der titellosen Schriften 495
III. Verfasser 527
IV. Schreiber 548
V. Personennamen aufser denen der Verfasser
und der Schreiber 550
INHALT. VH
Seite
VI. Ätisäb 5g2
VII. Geogi-aphische Namen 557
VIII. Chronologisches Verzeichnis der datierten
, Handschriften 577
IX. Siegelstempel, Bilder, Verzierungen, be-
merkenswerthe Einbände, Verfasser -Auto-
graphen 579
Einige Nachträge und Verbesserungen ... 580
Dem Verzeichnisse der in der Könlgl. Bibliothek zu Berlin aufbe-
wahrten türkischen Handschriften, welches ich liierniit der Oeft'entlichkeit
übergebe, habe ich nur wenige Worte vorauszuschicken. Die Geschichte
der Sammlung ist dieselbe wie die der Sammlung persischer Handschriften,
und auch die Art, in welcher die Handschriften beschrieben sind, ist hier
dieselbe wie dort; nur dafs Handschriften anderer Bibliotheken, da ich
einen Index über die türkische Litteratur besitze, hier wieder mit mög-
lichster Vollständigkeit angegeben sind. Auch sind die Register ein wenig
anders eingerichtet.
Aus denselben Gründen, wie im Kataloge der pei'sischen Handschriften,
habe ich mich auch hi der vorliegenden Arbeit der von Richard Lep-
sius erfundenen Umschrift (Standard Alphabet p. 215) bedient. Die vor-
kommenden arabischen und persischen Wörter habe ich etymologisch (die
letzteren sogar meist mit Berücksiclitigung der i/f7^/;öZ- Aussprache), nicht
phonetisch, d. h. nicht nach der Aussprache, welche sie im Türkischen haben,
umgeschrieben; also (jlaiizl (nicht Gewzl), Krunil (niclit K'änul), DariceS (nicht
Derwis), liösam (nicht EüSenl), u. dgl. m. Ähnlich verfahren wir ja im
Deutschen, wenn wir z, B. „Lieutenant" schreiben, aber „Leutnant" sprechen.
Von Vorarbeiten, welche ich habe bemitzen können, ist vor allen
Dhigen der Katalog zu nennen, in welchem Diez seine eigenen Hand-
X VORWORT.
Schriften beschrieben hat. Dieser Katalog ist zwar etwas redselig, aber
doch sehr gut, mit Fleifs, Gewissenhaftigkeit und Sachkenntnis gearbeitet.
Er ist mir von grofsem Nutzen gewesen. Aufserdem habe ich ein dünnes
Heft in Folio (bezeichnet als „Catal. 4 85") zur Verfügung gehabt, in
welchem der vor kurzem verstoi'bene W. Schott ungefähr sechzig zumeist
türkische Handschriften beschrieben hat. Dafs auch dieser Katalog gut
und brauchbar ist, bedarf bei der Gelehrsamkeit und Gewissenhaftigkeit
des Vei'fassers kaum der Erwähnung.
Die gedruckte Litteratur zu benutzen, soweit ich dieselbe ei-reichen
konnte, habe ich mir angelegen sein lassen. Von zusammenfassenden Werken
habe ich, wie billig, vor allem die betreffenden Arbeiten von Hammer'},
ferner Thomas Chabert's auszugsweise Uebersetzung zweier türkischer
Dichterbiographen ^) , und die „Ottoman Poems" von E. J. W. Gibb
') Also hauptsächlich die Geschichten des osmanischen Reiclies und der osmanischen
Dichtkunst. Wenn ich die cretere ohne weiteren Beisatz eitlere, ist stets die Ausgabe in
zehn Bänden gemeint; wo nach der Ausgabe in vier Bänden citiert wird, ist dies ausdrück-
lich bemerkt.
') „Latifi, oder Biographische Nachrichten von vorzüglichen türkischen Dichtern, nebst
einer Blumenlese aus ihren Werken. Aus dem Türkischen des Monla Abdul latifi und des
Aschik Hassan Tschelebi übersetzt von Thomas Chabert. Zürich 1800." K1.-8". (Fehlt bei
Zenker).
Das Buch von Ed. Servan de Sugny „La Muse Ottomane, ou Chefs-d'oeuvre de la
po^sie turque, traduits pour la premiere fois en vers franijais" (Paris 1853. 8") habe ich
unberücksichtigt gelassen, da ein Verfasser, welcher p. 51 ^iOljÄ statt ^iclj^j p. 191, 209
und 229 Os^ statt jlwc, p. 217 ^-i"Lu/ statt ^'lö , p. 245 Lx»L> statt ^jjd oder Lai ,
p. 253 (^jlj v^£ statt ^«Aut. ^J'^A, p. 311 ^tX.*„ statt ^i'jXo u. dgl. m. schreibt, ohne
Kenntniss des Türkischen nur aus abgeleiteten Quellen (Hammer) geschöpft haben kann.
Wenn in dem Buche trotzdem einzelne Gedichte in türkischer Sprache und Schrift, abge-
sehen von wenigen Druckfehlern, richtig mitgethoilt werden, so dürfte dies nur beweisen,
dafs dem Verfasser hier sachverständiger Beirath (vgl. Pr^face p. XIX) zur Seite ge-
standen hat.
VORWORT. XI
(London and Glasgow 1882. 8") citiert. Zu meiner besonderen Freude
habe ich noch während eines Theiles des Druckes und für die Nachträge
Charles Rieu's ausgezeichneten „Catalogue of the Tnrkish Manuscripts
in the British Museum" (Ijondon 1888. Fol.) benutzen können.
Von den meisten Bogen hat Herr Professor Thorbecke in Halle,
von einigen Herr Professor Nöldeke in Strafsburg eine Correctur zu
lesen die Güte gehabt, und Herr Professor L. Stern in Berlin hat die
vielen Fragen über Lesarten der Handschriften u. dgl., welche ich wäh-
rend des Druckes an ihn richtete, mit stets gleicher Gefälligkeit beant-
wortet. Den genannten Hen'en sage ich hiermit aufrichtigen Dank.
Schliefslich bitte ich, bei Beurtheilung meiner Arbeit zu bedenken, dafs
ich die beschriebene Sammlung niemals in ihrer Gesammtheit, sondern
imr stückweise (und zwar in Gruppen von Handschriften ohne inneren
Zusammenhang) in Händen gehabt habe. Dafs es einer derartigen Arbeit
aber in nicht geringem Grade zugute kommen nmfs, wenn der Verfasser
mit der Sammlung, welche er beschreibt, Jahre lang und noch während
des Dnickes täglicli so zu sagen verkehren kann, wird kein Sachverstän-
diger in Abrede stellen,
Gotha, im Juni 1889.
"W. Pertsch.
I. Haiidseliriftcn vermischten Inhalts.
1, [Petermaini II, 7.]
Diese Handschrift enthält viele kurze Aufsätze, deren nicht ganz voll-
ständiges Vei'zeichnifs auf Fol. l'' aufgeschrieben ist; nämlich:
1. Fol. 2°: ein Stück aus IiCu'i(Ji Xahfalis Chronologischen Tafeln
(.^vjJ-jJI |vjJü), p. 11—24 der Ausgabe von Konstantinopel 1146.
Anfang: ^1 i g^ ' j V>
2. Fol. 12'': einen Aufsatz ohne Titel und ohne Angabe eines Verfassers
über heilige Männer, welche in Konstantinopel begraben liegen, und deren
Gräbei-, welche von fronnnen Pilgern besucht zu werden pflegen. In dem
erwähnten Inhaltsverzeichnisse wird dieser Aufsatz ndt den Worten ö^Syns
«.AjLiiÄiiv^is" ^ \yi^:> rtJ» \j^>ö^'^ «.jLäOI angeführt.
Anfang: XaJLc jLxJ' xJlJI ^^.^ xAJt J^^^ '^y^.z^ v_;Lä?l Ks\^ ScXJ^Läa«! ä^+Ä»
^^>^A.gj. {Xj^jj* t^aXJ' |aJ\4/j' >>..^Jrl ijtX.4.L*u.
3. Fol. 22'': einige Erzählungen von iÄll, iüinar, lU6män, Nösirwän
(ijl^Jl (ji^j) u. a. Im Iidialtsverzeichnisse nicht aufgeführt.
Anfang: '^^^Cslj^ (' xÄ.w.;a. &ää nXiS ^/ä> ^^>Ä cyj..<äi. ^jy^ o ojK^
4. Fol. 27'': s.jvL>l kw^jcsp ^^b', eine kurze Geschichte von Adrianopel
unter türkischer Herrschaft. Dieser Aufsatz, welcher in dem Inhaltsverzeich-
nisse als ÄJxOi ^i v>Jsl.J aufgeführt wird, beginnt nnt einer Anekdote von
einem bei'ühmten Arzte zu Iconium namens JiaMr Cclebi. — Angeschlossen
ist eine kurze Erzählung auf Fol. 38''.
Anfang: (^'3U». ^— ^^yJ» y- äc>lAjj.i' j^*:; ts^*-?. »tXjLi.^. ^^^ 5.J>.ä-Lv «5' >t>J-äJ
5. Fol. 30'': eine Geschichte von Konstantinopel, von der Erbauung
') Bio! 1. ^tÄ*y^.
Türkische Uandecbriften.
•i Türkisclie Handschriften 1. Vermiscliten Inhalts.
der Stadt, welche einem gewissen Yamjö ihn Madyän zugeschrieben wird,
und von welcher bis zur Eroberung der Stadt dui'cli SuJtän MuRnviinud II
2 288 Jahre verflossen sein sollen, bis zum Jahre 886 d. Fl. (beg. 2. März
1481). Dasselbe Schriftchen scheint in der Bibliothek der Orientalischen
Akademie zu Wien vorhanden zu sein (Krafft p. 104 Nr. CCLXXV).
Anfang: tX^.a? ^JJiaL^ |»lj ijtXJp^l i>I.aäj (sie) XAiaÄla*,^ y^ ij^.'^^ ^j~> C }^.
^jIavJCw )5-^^-' '^^ i5^"' ****' '^'^'^•^ ^s^■'.<^'*~'} J>-^ ^'r* (j^i^-^ ^J~?
6. Fol. 5 7'': Dieselbe Biographie des MaJhnüd PaSa lAdant, welche
auch in den Handschriften Nr. 20,9 und 24 5 enthalten ist. Man s. dort.
Die Ueberschrift lautet hier: vi5»xjyij'vAäi. Lib li^.a? ^y^y'^ :^-)^T^'
Anfang : VJhs. cjJv« «^.Lä 'kjJSye iäS,jLcilj öy.^^ ^y^T" ^^^ )'^ '-'5' ^*^^^
sLj (sie) i^ü
7. Fol. 67*': einige Abschnitte über die Ei-bauung Konstautinopels und
der Aya Sofia, die Eroberung Konstantluopels und Aegyptens; einer Be-
merkung auf Fol. 67" zufolge dem Geschichtswerk und der Sohtqzädcdi
entnommen (s. Hammer, Osman. Geschichte, grofse Ausgabe I, p. XXXVIII
nr. 36).
Anfang: sLioL ii.jJ.h.xh.^'i (sie) ^Lü vttXÄil jj^.iwS' ^^ «X»^? ^UaA.«; cj^^^öa»
Am Ende dieses Abschnittes nennt sich als Sclireiber ein gewisser al HCi<)i]
Mustafa ihn cd Hcn](j hliäq; auf Fol. 0 7" ist ein Siegel mit der Inschrift
^hKfOjn ö^'J.aäJ yksS ^ks. i_jb ij.^ ^>o L abgedruckt (vgl. Ileinaud, Monu-
ments du Duc de Blacas 11, 27 0).
8. Fol. so'': alleriiand fabelhaftes Gerede zur angeblichen Geschichte
Konstantinopels; überschrieben Ä*k,jj.^sJI &jaiaÄJa*vwä j^j^Lj Ij^ und beginnend
mit den Worten: y-LsJkJ-jl <^-'}y) >^.y^ ' i^'-J v*"-^} 'ij^l- '"'-»^j )'7^' ij^'^^
y. Fol. 88'': eine Abhandlung über den Mahdi, von Mustafa nbü 'J
ilßviat al-NuqSbaruh nach folgenden drei Schriften bearbeitet: 1. u^xi^'
jjLoJI y-^\ i$i>~^ ci-'U^lfi ^ 'u'-^' ^"^'^ ungenanntem Verfasser, welche
Schrift ihrerseits wieder mit Wey-lassung der asänid nach den Abhand-
') 80 stellt hier wiederholt ganz deutlicli, nicht „Benk'o", wia Krafft neben „Jenk'o"
zu lesfcu olieu liifst.
Türkische Handsohriften 1. Vermischten Inlialtr,. 3
langen a) ^iX^\ ^Lj^l 3 '^^'^p^-'' o^-c von al-SwjiVj (//. '/. IV, 19 7, 8 117),
1)) JaXiJI icJ^^JI sLa-.! ,5 ';;'^^' '^■** ^'*" Fw.sv//' ?'/;». Yalvjä nl Maqdt'si,
und o) JtiÄÄjl (^iX^JI (' »cjiU. ^j 'j.^ääJI J^i' von /S'^■Ää?> a/-Jm ÄUmad ihn
6ajar al HaiGaml zusammengestellt ist. — 2. nXsn ü^jl-^ ^^^^ 'i_ä^X3l i^jli^
oijSil £h\ von al-Suyan (s. Gotha Nr. 721, Band 11, 50); — und 3. ^yä
JLo^ll r-5-^ ti 'li^-^l von Alimad ihn iAll nl-Ncihl. — Die vorliegende türkische
Abhandlung zerfällt in folgende vier Fasl: l) ääj,.^ i_**«*j *£vÄJtX^ üis..«1=>.
»(>.jl (jLaj ^ijJxÄJy.ci '»•*:^^ — 2) jjkÄ;!,! ;^tX.«Äi' i^ÄAui^ÄtJ ii(.ÄJ(Xg-« >::-'ja^~>
yO »tXJuLo cjLoiLe i3^!^;i — 4) «.^^j ÄJJ'Uxi ^cUi»j>.i> ^ttXÄj' ^2JC»J4Xg^ iiy».ö.=>
)J ^JkÄjLsJ vj-xil ;3=.«J.1. — Am Rande, sind sehr häufig arabische Stellen
aus mehreren der oben genannten Werke (besonders aus dem (jAxi^i"
i^LuJI und dem i_ft*ijC'l ober), so wie aus einem noch nicht genannten,
(sie) (»jLAaAjl \ö betitelten und von Husain ihn Kmnül verfafsten (s. Fol. 89")
Werke auso-eschrieben. Die dem letzto-enannten Werke entnommenen
Stellen sind stets roth geschrieben.
Anfang, 4X*j Lei ^^aLoI ^^j-j^X-'I soLä J^ |.iL*^ (sie) ^^ä^ (^(Xil xD tX^-i-l
10. Fol. 100''; eine türkische Bearbeitung der arabischen, angeblich
aus indischer Sprache übersetzten Schrift ^jL*«j^l *.J'vjJ( liS'h^^)' 'j^LxJI »twc,
welche in den Gothaischen Handschriften Nr. 1265 und 1266 (II, 451
und 45 2) enthalten ist. Als Verfasser des arabischen Originales wird hier
Muliyi al-dm ihn lAmhJ (f 638, beg. 23. Juli 1240) genannt.
Anfang: ti^A-w^i' »(^.Äjp'^ cj>J.i5 »S' '^y^j vi^\ö3 >_wi.Lo J^l iji^}^. ^^ tX-»-^
Am Ende nennt sicli als Schreiber ''') ein gewisser Dar/rPs Husain al-Na(2S-
bandi und datiert die Vollenditng dieser .seiner Arbeit vom Jahre 1131
(beg. 24. Nov. 1718).
11. Fol. 10 6'': eine Abhandlung über c>.äL. isL^il, die Anzeichen der
(letzten) Stunde, d. h. des jüng.sten Tages, im Wiener Kataloge III, 4 75
(Nr. 1982,3) wird eine Schrift mit dem Titel o^rL^ kL^^ von Misri erwähnt.
Anfang: ijiXxolAi' *ji^ ^i\xi^ jJL'LxS' u>2.»jj ^jt^r^^*^ w^-? «Aj^'j^' j-^».
') sie! es soll wohl viyLoiLc heilscn.
*) oder als Verfasser der Uebcrsetzung? Es hei!'!: .^a^I s.}\uu^\ ^^^jj o>.*J
J.I \^J.T.XS.i\ J.AÄ iXj i^ä . . . ^c^T*^'
i Türkische Handschriften 2. Vermischten Inhalts.
12. Fol. 113'': mich ein paar Notizen und arabischen Gedichtchen
auf Fol. 112"'' folgt ein Aufsatz über einen gelehi'ten und heiligen Mann
namens Xälid ihn Zaid, bekannt unter dem Namen Ähü Aiyüb al Ansäri,
welcher in der „kleinen Burg" von Konstantinopel begraben liegt (s. die
Anfangsworte). In dem Inhaltsverzeichnisse ist dieser Aufsatz als J^l^i
vjyl yi\ angeführt.
Anfang (nach der Basmalali) : ^^tX/3 s^^xävjxL^s» ätXJ^AjL'«,! io^jI bt J^i
Nach einem kurzen arabischen Gebete auf Fol. 121)'' bildet endlich den
Beschlufs der Handschrift :
13. Fol. ISO*": eine Erzählung der historischen Ereignisse des Jahres
1143 (beg. 17. Juli 173ü), überschrieben wäJIj «jLc^ (J-ajijvIj öJj x.k^ /V.'^'j-
Anfang: jtiL^jLot üSoUit ^U. öy^^ c^^"' oV' '^■'^♦'° ^^ )j^^ ^jösJ^ ^y>^l
146 beschriebene Blätter; 20X1'*)'^ <^'"- Verschiedene Nasyl- und
A^astoä/jg'-Hände.
2. [Ms. Orient. 8". 78.]
1. ,jLÄ.ÄJi jtsy«, dasselbe Gedicht, welches auch in der Handschrift
Nr. 435 enthalten ist; man vgl. dort. Der Verfasser wird hier, wie in den
meisten Handschriften, Lattfl genannt; der betreffende Vers lautet hier
(Fol. lö'', Z. 10): ('v:>^l i>b (^AixIaJ xJUiCikJ. Anfang wie in der anderen
Handschrift; doch ist hier i^d-^S statt (JcXäjI geschrieben. — Deutliches,
vocalisiertes Nasiaüiq mit 15 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite. Ab-
schrift datiert vom Jahre 1130 (heg. 5. Dec. 1717).
2. Fol. 16": in Prosa, eine kurze Abhandlung über ^^^vs» ^^-s^^', clei^
partiellen (d. h. durch das göttliche Verhängnifs, stXi"^ Lää, beschränkten)
freien Willen. Der Verfasser, welcher ehi Schüler des Nun Efendi war,
nennt sich nur waäj tXxe ^ oder j*li ^j, ohne seinen Namen anzugeben.
Verschieden von Nr. ;)l.j, I, ri.
Anfang, btXl*« J^ j.i^.L.JI^ 'iyk^l\^ ^*JiU^ SajLäJI^ ^jj^\.*i\ ^^ xiJ J^l
&i=» yj ^jCijLJkio »tV*j^ jj.JvjcLyi jj.AAAk!l ^j-fJu=-\ «-^s^5 »-''; <^~<^
Fluchtiges Nastaülq, 14 Zeilen.
') Metrum /«/>/■ der Form
.^^ — ^ -
Türldsche Handschriften 3. Vermischten Inhalts. 5
r
3. Fol. 20'', (' y^j^'l >-»/, ein mystisches ÄlaOiia wi-Gedicht der ^imat-
allaJi, welche sich mit ilirem Dicliteniamen Sid<ii muiiite und im Jahre
1115 (beg. 17. Mai 1703) starb; s. Hammer, Osman. Dichtkunst IV, 12,
Servan de Sugny, La Muse Ottomane p. 3 I l ^) und 370, Gibb, Otto-
man Poems p. 1 1 1 und 212, sowie einige Bemerkungen über dem Anfange
der vorliegenden Abschrift. Das Jahr der Vollendung des Gedichtes wird
am Ende mit dem J^r^'r^/-Vers (.Uj ^ctX-'^' v^^ x^j^S jt iX«^^ angegeben,
was meiner Eechnung nach 1085 (beg. 7. April lt>74), nicht — wie der
Schreiber beigeschrieben hat — 108 4 giebt.
Anfang : \d^~>- .1 (jL»-l '^^.l y»*^j' ''^' i5)^-^ |»-'s<^^' «l-J.»*«..'
Gutes Nastaüiq ohne Vocale mit 15 gespaltenen Zeilen auf der vnllen
Beite. Einige Bemerkungen, Ta'riy- und sonstige Verse shid noch auf
einigen sonst leeren Blättern (z. ß. dem letzten) und Seiten von verschie-
denen Händen eingeschrieben.
99 Blätter; 20,5 X 13 cm. — Auf einem dem Vorderdeckel von auisen
aufgeklebten Zettel steht: o^s)..äj ijj'^-* i^^-^ 'k^).^^ ({^' ^^A:>^ öAJtXi. ) (_>Lx5
3. [Ms. Orient. 4". 15 1.]
1. Am Anfang defect, eine Sammlung von Kasiden, welche säinnit-
lich dem Gefühle der Zerknirschvuig über begangene Sünden und der
Sehnsucht nach V^ergebung Ausdruck geben. Den Verfasser ausfindig zu
machen, ist mir nicht gelungen.
Anfang: ^^y^jSS Xä=>. ^J^^ tj-'r^ ^)?^ cZ-V^ tidA^.«^.« e>J.ÄÄ «->^jy^ ji'!
2. Fol. 26'': (.iV*u1 j^l^, C'in Katechismus, Fragen und Antworten
über die Grundlehren des muhammedanischen Glaubens; s. Gotha Nr. I,i6
und 49,5, wo dasselbe Schriftchen vorliegt. Andere Handschriften, aufser
den zu Gotha 49,5 angeführten, finden sich in Leiden Nr. 2135, Budapest
^) Fol. 27'' Z. 5 T. u. und Fol. 98^ Z. 8. — Hammer und nach ihm ü i b b geben
ßls Titel des vorliegenden Gedichtes jl^J^I OhÄ.^ au ; das ist aber sprachlich unmöglicb, da
es doch nur entweder Jjj| ^»iJ^oder )'}.J^I — o hcifsen kann.
*) wo der Taxallus der Dichterin mit arabischen Buchstuben ic^iJ^-" geschrieben ist!
') durchstrichen.
6 Türkische Handschriften 4. Vermischten Inhalts.
Nv. LH fol. 2 6% vielleicht auch Wien Nr. 1687,5 (III, 128); vgl. aucli
Halle Nr. XXXVII, b, sowie die hiesigen Handschriften Nr. 5,2. 4 2,6. OS
und 9 4,1 (wo man s.).
Anfang : i^ajI ^j->.j ^j-aa^jI^X»**» wl*.-\^.o *j I .... (j^*.Jl*JI ^_>^ aij tX+il
3. Fol. 30*': eine anonyme Abhandlung über das Gebet, an deren
Ende auch einzelne Gebete (darunter auch einige arabische) mitgetheilt
werden.
Anfang: saJIä oy^äs. ja.«.xaj .... ^^^^x+JJ «asI*.'!^ jJ.A4JLaJI lo^ jüJ tX+s.1
64 beschriebene Blätter; 20,5X15,6 cm. Deutliches (in Nr. 1 voca-
lisiertes) türkisches NasyJ mit 13 (in Nr. 1 gespaltenen) Zeilen auf der
Seite; Abschrift mehrfach datiert vom Jahre 99 1 (beg. 25. Jan. 1583);
Seiten und Spalten mit doppelten rothen Linien umzogen. Die Gebete
auf den 41 letzten Seiten von anderer Hand geschrieben. — Auf einem
vorgehefteten Blatte steht, von alter Hand geschrieben: „Volumen hoc
continet a) poemata Turcica; b) catechesin Turcicam".
4. [Ms. Orient. 4". 14 8.]
1. Fol. 2'': Eine anonyme, nach Jahren geordnete Geschichte der os-
manischen Dynastie, von ihrem Ursprünge bis zunr Jahre 878 (beg.
29. Mai 14 73) und den von Uzun Öasan hervorgerufenen Wirren. Offen-
bar dieselbe Schrift ist in dem Wiener Codex Nr. 983 (II, 207) enthalten,
nur dafs die vorliegende Handschrift sowohl am Anfang als am Ende ein
wenig mehr hat, als die Wiener: am Anfang ein einleitendes Gedicht
mit der Ueberschrift J^i^;' r-jT^ "i^*^^ '^'^"^ Beginne: (?) ^^ »t)öl ,ctXj;l
«Jj.£^vl j^i*r, und am Ende eine Fortsetzung um zwei Jahre. Wie Worte,
welche Flüp-el als die letzten der Wiener Handschrift anführt, stehen
hier in der Mitte von Fol. 1 10^
Anfang der Prosaerzählung (Fol. 3'', letzte Zeile) : ^jUic Jl ■f'-^.jy^ ^ Jj'
>c\Ai.J^I »ilj stXjLov ^ Jl »S vIäj^ä v^L^ Y>^Ä (?) '^y^*^ )<>
Abschrift datiert vom Gamäda 1 965 = 19. Febr. — 20. März 1558.
2. Fol. 112'': eine in Prosa abgefafste Schrift über den jüngsten Tag,
überschrieben »Jol ^Laj oxilxi' JL^I \Ö^ und nach der Basmalali mit
den Worten ^tXxj Jj-»>Lo (sie! 1. Jwj^ä) y^yi'.f' beginnend. Schriftchen über
Türkische Ilaudschiüften 4. Vermischten Inhalts. 7
denselben Gegenstand linden sich z. B. in Leipzig Nr. 351, Wien Nr.
1700,3 (III, 140), Upsala Nr. 107, i u. 7 und 411; sie sind aber alle von
dem vorliegenden verschieden.
Abschrift (in welcher die zahlreichen arabischen Stellen roth ge-
schrieben und vocalisiert .sind) datiert vom lä 'I qouhi// '.)G5 = 15. Aug.
- 13. Sept. 1558.
3. Fol. 1 lO'': |.iL.v,/-'l x-Jx Jy-^) '^'w^äji. k:>jKs., eine Erzählung in 2faO-
wawl- Versen von dem Leben und den Wundern des Propheten, beginnend:
j»JIjO cioltX^s jvio ä>jLää |vS5 Ct^-'"' ^^^t?^-^ ^JO^JJ( JJ
Abschrift datiert vom Jahre 9B4 (beg. 4. Nov. 155ü).
4. Fol. 15 7*': Jt^j »i-'l ^S JsÄ v^yw^ack |jIä*»,I>>, eine ebensolche Er-
zählung- von dem Leben und den Timten des lAIl. Vo-l. unten Nr. G
dieser Handschrift und Nr. 13 3,«.
Anfang: i^ijy*«' y-''-*^' j^ i*-^ 07^**^. ^r^ i5' )'^.' '^
5. Fol. 162'': ein kurzer Abschnitt, gleichfalls in JlaÖ/KuvJ-Veraeu^
über Ytlinis.
Anfang: xJ^^ i*r^^ ^y^^ *-iLj ä*«J.S' ycl ^y5 yi ,^_^
6. Fol. 163": noch eine metrische Erzählung von i^ill, J^e. ^jLa*>,Io,
beginnend :
xIjI jüJI ij^S' igjj^ |JL.ix.k> \Xj) sJJl |V*-J vJ)^*" i*-''-^^'^'?
und datiert, wie Nr. 3, vom Jahre 1164.
7. Fol. 166'': eine gleichfalls in J/rt^wf«(;«- Versen abgefalste, aber mit
einer kurzen Einleitung in Prosa versehene Erzählung von Moses, ooKä
^^^. Anfang der Verse:
jJj^Av ^ÄÄ4.Xä. ^ÖJjijlXs ^j-b! ijSyJ >uj,\.xj (3^.
Abschrift datiert vom Saibän 964 = 30. Mai— 27. Juni 1557.
8. Fol. 174'': ein Abschnitt in Prosa, zur Biographie des Propheten,
nach Ihn Hisäm (vgl. Gotha, arabisch Nr. 1781).
Anfang : ^i' ^yiy (?) ^ ^ uS^if ^^tUx^Jj^ (.UiP ^\ o'^f' ^)^)
Abschrift datiert vom Gumädä I 965 (wie Nr. l).
187 beschriebene Blätter; 21,5X15 cm. Vocallose Dftüän^-Schrift,
welche sauber und in ihrer Ai't gut, aber doch oft recht schwer zu lesen
ist; durchgehen ds die gleiche Hand; die poetischen Stücke zweispaltig ge-
schrieben; Fol. 176 und 181 gelb und braun marmoriert. — Auf Fol. 2"
(Fol. r enthält nur einige Verse) steht von einer alten Hand, welche
g Türkische Handschriiten 5. Vermischten Inhalts.
vielen hiesigen Handschriften der alten Sammlung richtige und im all-
o-emeinen genügende Bestimmungen eingeschrieben hat, folgendes: l) An-
nales familiae Ottomanicae, 709-878 (1309-1473 p. C). 2) de resurre-
ctione mortuorum. 3) de prophetae adventu, carmen. 4) de raajestate
propli. Ali. 5) de sanctis".
5. [Ms. Orient. 4". 14 6.]
Diese Handschrift enthält neben persischen und arabischen die fol-
genden türkisch geschriebenen Stücke, meist Fragmente:
1. Fol. 183—24 7, ein Stück aus lianidts Gedicht l-^isj *-ä^^ (s. Nr.
173 ff.), bestehend aus fünf stark verbundenen Fragmenten; nämlich: I,
fol. 233, 235, 232, 234 = foL 9*' Z. 1 bis 13'' Z. 7 v. u. der Gothaer
Handschrift Nr. 100; II, fol. 183, 203-220, 230 u. 23 1 = Gotha fol.
22" Z. 5 v. u. bis fol. 45*", unbestimmt'); III, foh 221-229 = Gotha
fol. 46" Z. G bis 56'' Z. 4 v. u.; IV, fol. 184-202 rmd 237-247 =
Gotha fol. 5 7^' letzte Zeile bis fol. SO"- Z. 1; V, fol. 23 6 = Gotha fol.
98" Z. 9 bis 99" Z. 10.
Anfang :
2. Fol. 281 u. 282, den Anfang der Glaubensfragen, welche auch in
den Handschriften Nr. 3,2. 4 2,g. 9 3 und 9 4,i enthalten sind. Als Verfasser
nennt sich liier Lufßß. ihn iAhd ol muitn.
Anfang: äX**^ cJ^"!^' ^^^^) *'*'^^ ,jL*jifl {J^^ ^fj.-'! idi tX«.i.|
(sie) JlÜJI tX+i-l &i y« ^'^^ ^^...^■..^X!jjl+-L«./0 yXM\yO
3. Fol, 282-283'', das Ende eines jwbsL. Die drei vorhandenen
Capitel (»jL handehi über ^U^-l ^^^'^ »^^il^'l, £U4' (e>*) tr^^' ^"^"^^ ^^''
Anfang (sie): i^L iXJjl ^cr^^^' S-'^^ \J-^^ ^'^^' S^i^s- jjl üS-IäcUö ä^Jljw
4. Fol. 283''-284, daini 301-306, den Anfang (Einleitung, Inhalts-
verzeichnifs und die zwei ersten Capitel) desselben Schriftchens über Phy-
siognomik (iwbo^iLö), welches in Nr. 38,7 enthalten ist. Der Verfasser
wird hier (Fol. 28 4" Z. 3 v. u.) Mnllammad ihn hjüzl genannt.
•) Die Verse, mit welchen Fol. 231'' schliefst, fehlen in der Gothaor Handschrift.
Türkische Handschriften 5. Vermischten Inhalts. 9
Anfang: (.l*v.=>.f «i' kaäjoIlV.=«j e^J^=.^l (sie) ^=»15 '^ Jjl [j^^*J i^^ y^
i^jkA-bl (sie) v^»^ i^'^^) r"^"^ (*^i^) O't* it-^^StXJi jt^jS^ (sitj) »;öU«.j|
5. Fol. 361—379: eine in höchst geschinlickteni Styl geschriebene
Abhandlung, welche der ungenannte Verfasser selbst (Fol. 374*' Z. 4) IÄp
^j.*i.JI »jLäXJI nennt. Zwei Faiwü (?) vom 14. ]\fnliarrinit 9 48 (= 10. Mai
1541; Fol. 374 Z. l) und 15. Rahll II 947 (= 19. Aug. 1540; Fol.
37 7*, Z. 6 V. u.) sind eingefügt.
Anfang: ' «>ol*v. 'cjLi.Ui.1 (sie) (C->öLs 'LgJCjliit *Jt>.Ä >X-«ij '■^ItXÄjiil *.-^iäÄ Jl^ä.
6. Fol. 508 u. 509: zuerst ein per.sisches RuhäU von Xioü(jah NaqS-
handi'^ dann ein Ta'ny^ von Fauri Efendi auf den Tod des Sultan Suloi-
män I., welcher hier in das Jahr 973 (beg. 29. Juli 1565) gesetzt wii'd;
dann ein i-ftj».ci Xs.0 genanntes Gebet , welches man , utu die reichlichste
Sündenvergebung zu erlangen, an jedem Freitag sieben mal beten soll;
endlich, unter der Ueberschi-ift saü'^ ^^y^«..«;, ein Muster für eine Stiftungs-
urkunde. Dieselbe beginnt mit den Worten: tX*i.| Jjcl L ^j^\ liXi lfcV.+Ä
7. Fol. 512 — 524: Fi-agment einer theils in Prosa, tiieils in Versen
geschriebenen Biographie des Propheten; dasselbe scheint dem gleichen oder
doch einem ähnlichen Werke wie die Gothaer Handschriften Nr. 162 oder
163 anzugehören. Auf Fol. 5 22'' lieifst es: cVaä (^ yyxX^M ooKi» jj^tj-il J^.«aj
Anfang: 'JkJ^I x^'v.^:a. ^-ik^ax) 'JOji'^^Jjl J^l (V^..:i. i'l'
Ende: 'jctXjl jj.j| äS+J^i t£<+Ä.wt »^==-'
8. Fol. 525": eine Tabelle zur Traumdeutung, mit Gebrauchsanwei-
sung; überschrieben «.«Ljjaaäj und beginnend: tX^I ySyJvXAJü (jiji> J;<>^ jJ
^^JJJ ,j.+jCä Sv\I i3^j.=>-. Die Tabelle führt die Buchstaben des arabischen
Alphabetes in der Alni(j(id-Ovdiim.\\g an, und fügt jedem eine Deutung bei;
es kommt darauf an, mit welchem Buchstaben der Name des Gegenstandes,
von welchem man geträumt hat, beginnt.
9. Fol. 525": zwei Talismane, um ehien „Gebundenen" zu lösen
ia5U-Ä.«i JL«J und um einen Zauber wirkungslos zu machen ^j^-^äl J.Jeb *^.
^) sie! 1. x«.Äi.A-w = n^aJIs*^ „es wird gesprochen, berichtet".
TürkiäCbe Haadschritten.
10 Türkische Handschriften 5. Vermischten Inhalts
10. Fol. 526'' und 527": ein Madncnvl -Gedicht mit dem Anfange:
Zu stark beschnitten.
11. Fol. 5 27*- 535: Briete, darunter einer (Fol. 531'') von iAI'd al
faul Efendi an Öiwizädali. Efendi und (Fol. 5 34^) der von Sultan Qorqud an
seinen Bruder, den Sultan Salhn 1. (reg. 918-9 26 = 1512—15 20), geschrie-
bene Brief, welcher aucli in der Handschrift Nr. 502 enthalten und bei
Wickerhauser S. ft'A und 244 in Text und Uebersetzung mitgetheilt ist.
12. Fol. 5 37 — 539: Titulaturen, mit welchen Würdenträger (Sul-
taninnen, Veziere, Statthalter u. s. w.) brieflich anzureden sind.
Anfang: üja**.'! ^A,ilyii.l ,jUal»« »JaxJI ^j^\y^ v_jIäJI
LajJ.JI x*xa.£ LjXt d^/> iUi&4..'l |j.AJiyi.< ^jLlai.«/ U^^'-^
13. Fol. 540 u. 54 1: das Ende einer suiischen Abhandlung. Das
vorliegende Fragment beginnt mit einer Aufzählung der sieben „Stufen"
iui'j.«; nämlich: xjyÄjl cy^XLo jJLc »^SjA — ,j**äj |JL& Äxiy« ■ — |JLä »aj-x
J.ÄÄ — v_Jlä |JLe »AJ'v« — Y-' [J^ *^y« — " 1^^) (♦-'■* ^^jy* — '^l'^^^ **^j*
14. Fol. 542: eine Bittschrift an einen Pascha, beginnend: xJJl J^^l
&JÜI g.^yi ^LiLftJl i_j^' ij vr^"^? '''^•' '-r*^ ^* c>'° <^* *^^-' J^-*^ '-^''^ J^^ cj'
15. Fol. 543 — 552: am Anfang nur wenig defect, eine Abhandlung
llber Physiognomik, o/^lji und o^iLö, oder besser noch eine kurzgefafste
Anthropologie. Auf Fol. 5 44'' erklärt der ungenannte Verfasser, wie es
2ücbi_.A-wl und Äxbvb, Bücher über Pferde und Falken, gebe, so wolle er
nun ein jooLj^jL*-.j| , ein Buch über den Menschen, .schreiben. Dasselbe ist
eingetheilt in zwei Fa.^l . von welchen der erste über die äufseren, der
zweite (Fol. 55 0^) über die inneren Eigenschaften des Menschen handelt.
Anfang: |vJLc ^5^'^ r? >^>^*^ »i^' oi^i^ÄJ' ^^-ai£<«i 5^X»o ^d-MjS^jjo üSLjo
16. Auf den Rändern von Fol. 543''— 545": ein ä/jLjXw, d. h. eine
kurze Abhandlung über das vorbedeutende Gliederzucken, welches auf
arabisch j^^^-Äi.' genannt wird, vgh Nr. 10,3 u. 4. 27,3. 11,8. 125,4,a und
unten AI. 22 dieser Handschrift. Stark beschnitten, wodurch die Anfangs-
worte verloren gegangen .sind.
') Hs. jwsLä. ^Jö.
Türkische Handschriften 5. Vermischten Inhalts. II
17. Fol. 553—556: Fragment eines Werkes, welches allerhand Anek-
doten und Ueberlieferungen vom Propheten enthält.
Anfang: ^d^y^, U-^)y^y i5<^' (5?^ ^'^)h ^ «y>-«ä=* i^^j
Ende: \^\^\ <5^'^ '^'^y? ^^
18. Fol. 5 60*-5 62'' und fortgesetzt auf den Rändern von Fol. 5 62*'-
5 64'': nach dem Ende einer anderen Schrift dieselbe Abhandlunor über
Metrik (jc^vc, welche auch in der Handschrift Nr. 70, t entlialten ist.
Anfang: ijöjjfi r»^ J^^ ^j-^:*-^^ «-''j tX-«-^" *^ J^ ü^JLaJIj sJ^ «JJ cV^t
19. Fol. 565 — 571: Fragment einer Schrift über die Namen Gottes
und die Wirkung, welche dieselben angeblich tiaben sollen, wenn man sie
eine bestimmte Anzahl von malen ausspricht. Vgl. Nr. 44,6.
Anfang: jajj.JLJUe. iUjj.iJuiLc »aS*-Lfc »j w»■^*^ KXjJy*J^ J^^ Vy^ja ^Oyi.iXif^
Ende: ^j(yj^^ ^iCo ^ i^\ ^^\ J^l ^5<>-«l
Durchaus vocalisiert.
20. Fol. 608 — 617: a) einige Anekdoten vom Propheten und von
'All. — b) Die Namen Gottes, zum Theil mit ßeischreibung des Zahl-
werthes ilirer Buchstaben (vgl. Nr. 5*,6i); ferner Gebete und Talismane.
Anfang : »Oajsl sS^ Km^ jS> \d^\ /vi-w^ *^s'^ *^' J^^ r^^'J^S? ij'^*^.'Y^ ;4XJ><"
21. nach einigen Blättern, welche oftmals den Ausruf J^ L mit
darunter gesetzten Puncten, und aufserdem ein paar ganz kurze Notizen
enthalten, folgt auf Fol. 622''— 633 eine medicinische Schrift über die Wir-
kungen einer oovaXHI ^^Lc „ Schwefel wasser" genannten Mixtur, verfafst von
MuRammad ihn Hamzali, zubenannt Äq Sams al-dln. Die Abhandlung ist
betitelt cio>-Jül <-Lo yjo\ys> und beginnt: *_jLäX3I sJ^aä J^ Jyit ^äJJI xÜ «X^sLI
^j-xiiLjLJ ^^cXff. Am Ende datiert vom Jahre 1047 (beg. 26. Mai 1637).
22. Fol. 635—640: Fragment eines iwbjXw, eines Büchleins über das
vorbedeutende Gliederzucken; .s. oben AI. 16 dieser Handschrift.
Anfang: sijjüw eui.o kx)c> (,3-L=» \j^\ y^ «.wjXw jcXaj
Ende: ^Lu.^Xw< ^Ls ^}yo üS^^jüLwU S\
23. Fol. 641 u. 642: ein paar Briefe; vom ersten ist nur das Ende
vorhanden; der zweite beginnt mit den Worten: iXaa ^ |VJUaA..w ^ä+äwc *jls
v_)l^ ijl yi ^Lä. |V«mä- ^\^^\ ^5^ (jc>öJjjl ^S Jaj 5lA.i.Uj' i^AÄc wijÄ ;3^Äc
2»
12 Türkische Handschriften 5. Vermischten Inhalts.
24. Fol. 644-659": das Ende eines Uol .
Anfang: ij^y»' '■^ s^* i^^ ^^^V-^^'^t^' »Lc ^iL^I «^^r? tX«'
25. Fol. 660—666: allerlei Gedichte, z. B. von BäqJ, Ni^cinü u. a.
26. Fol. G77-6S2: das Ende eines ajcb^y^xi (s. Fol. 681'' Z. 6), d. b.
einer Schrift über das asketische Leben. Vgl. Dresden Nr. 65 u. 266,
Upsala Nr. 4 79, Gotha Xr. 45, i, München Nr. 20.
Anfang: _jv -iLwJl. S^i-Ä-'i xaIä viS.iUjiÄ' ^^ af t^tXXi) yct ^^i>j' >^,.«aAjo
27. Fol. 687 — 69 2: Fragment einer Schrift über die Trennung von
der Geliebten, deren Reize sehr eingehend geschildert werden. In der
Vorrede heifst es: j^^ xjJ.I iiLyc*i.| xatsv j^Liöl i^Liwuo. |^'>Äil L«Lj tXj^«ö' w*-«^
Anfang: ^^jtgj i>t^ J^ jj (jy^i ^-> "^LxXj stXÄi>La-j
Ende: jjL« (j^A^jy* *-jI >-? (j<^l
Verschiedene Hände; Gröfse der Handschrift 23 X 15 cm.
5*. [Landberg 589.]
Eine Sammelhandschrift, welche einiges Arabische und Persische (s.
S. 105 2 des persischen Kataloges), zumeist aber Türkisches enthält. Die
türkischen Stücke von einiger Bedeutung sind die folgenden :
1. Fol. S*"— 12": atÄö.|jw Lc^lisjue, ein hier und da von einem kurzen
Abschnitt in Prosa unterbrochenes MaOnaiot-Gedicht über die Himmelfahrt
des Propheten, im Jahre 11 18 (beg. 15. April 1706) — nach Ahmad
äanifzädah bei Flügel H. X. VI, 631, 14 948 — verfafst von lAhd al
Bäqi Efendi lÄrif (s. das Schlufsgedicht , x^ylhXji |VÄis>), Avelcher im Jahre
1125 (beg. 28. Jan. 1713) starb; s. über ihn Hammer, Osman. Dicht-
kunst IV, 72.
Anfang (ein wenig anders als bei Hanlfzädah):
2. Fol. 40"': einige Gebete, U*>.
3. Fol. 45^-48'': eine Sammluno- von 63 Traditionen. Eine Einlei-
tung fehlt ganz; die Traditionen werden arabisch mitgetheilt, und jeder
ist eine Paraphrase in zwei türkischen Bau beigegeben. Ueberschrieben
ist die Sammlung: ^j~t^s\ s^aj^^Lä.! cjUTIi^j».
Türkische Handschritten 5*. Vermischten Inhalts. 13
Anfang: Jp\ ^\SjJL üH JU^bH U*l öo^xil
J.«£ V*~'' o>^->«'^>^ 'r^^^' lO^^T* y^*"^^ ^»-^
Jf-^) ^•^)y-tr-? «i-'L/j-Ä-'L-j JL»_£i't L ►-jf
4. Fol. 4 8^': die acht ersten von den sogenannten Sprlicliwörtern des
iAli, arabisch; jedem derselben ist eine, aus je zwei Baii bestehende tür-
kische Pai-aphrase beigegeben. Die Ueberschvift lautet: \^yc^ j.ii.-UJLS' ft4.Ä.jJ>
x.^j ^'S J^s.. Verschieden von Nr. 4 18*,7 und 435 fol. 24*'.
Anfang : l-^y^. ^^^i^)' ^ ' Uix-'l oLiy J
c>iv*^'' 7^ 15^^ r^* ^■^/j^ *^;^ u*^
5. Fol. 4 9"'': Copie eines Schreibens des Ushudän MnJlmüd Efendi
an Halyrädl Mimirl Efend.i (vgl. unten AI. 7 und 8) über das beschau-
liche Leben i^yA.^. Ueberschrift ^t\Ji,_jl t>»4-s' ^^xltVjO.I ^.^ÄJi^\ jsjjX-s
iCvAÄJwii i_;*JcX;e |^wL2k>>*^ jL*uvl 5<XäjLj ü5^oJ-w &ÄJ .Jj>«.<C-:& ^ctXÄi' ^OjÄ/? (^.3t JLIj
Anfang: ijjie y*' ;3ä i^oJs xS' x»a,'.I (»i^Äl. Ljjl j.iLJl.'l cXjij juLä^v»; *,*Xi
6. Fol. 4 9*: zwei Auszüge aus ^ajü::!*.'! ^';.j^ ; s. Gotha Xr. 59. Wei-
tere Auszüge aus derselben Sclmft finden sich auf Fol. 157 u. 158, 173"'',
192" u. 195'.
Anfang: «Oö^j ^c^L:^ sOj-j i^y^ ^^JuJÜI ^UJ ^tX^j ^J-t «^'' ^•«-='; J'»* (»l-*'
7. Fol. 50": ein Schreiben siV^y des 2Iumn Balyrädi (s. oben AI. 5),
welcher sich ^»aäJL .x^^Ut vJ^aXLI ^^ >a*^I>j' untei'zeichnet.
Anfang: |.ik.«,ili v-äj'-is^ LjbIwiJ ULcl Lo J^ «dJ J.*i'
8. Fol 5 3''-94" und 125-13 1: ^L*i5'N| >_jLaJ (s. die Ueberschrift),
eine sufische Abhandlung nebst ^uÄj■ (von Fol. 9 2° an) desselben MunJrl
Balyrädt, in welcher über die ädäb der verschiedenen Berufsarten gehandelt
wird. Auf Fol. 223'' steht ein Duplicat des Anfangs dieser Abhandlung,
und dort lautet der Titel derselben (iji der Ueberschrift) k_iL»;üIifl (_jlxaj;
der richtige Titel ist i_,L^:i(t cjbT. '^L«JüiH ljLäj (s. Fol. 125" Z. 2 v. u.).
Die einzelnen Bestandtheile der Abhandlung .sind in der Handschnft in
folgender Weise verbunden: die erste Seite ist, wie gesagt, zweimal vor-
handen, als Fol. 53'' und 223*', dann müfsten P'ol. 125-134, dann Fol.
54—94 folgen.
14 Türkische Handschriiten 5*. Vennischten Inhalts.
Anfang: (' |»*>l ^ lixS JJiJ^ xS' 'xxJwli'j-^Ä. JL*.j (jltX-Ä. Jjl ^l^^j Jk»a.
9. Fol. 95''-100*: das Ende — die 3'° und 4'" Randak und die Xä-
timnh ■ — eines Werkes, welches über den Projjlieten, seine Tugenden, seine
Gebote u. s. w. handelt. Als Titel des Werkes wird (Fol. 9 7^ Z. 3) _Ü
JoU^ *^j)^ 'J^L**,^ angegeben. Ich finde dasselbe nirgends erwähnt.
Anfang: »«>Jjij*.ii '^r^^ tf50w«ä:a. J^l ^JwlJLw^ _Lj' »i.<Ö^^ j-SJ^a..! üüLilt &«ö.Jl
10. Fol. 10(V'-107*: eine Abhandlung über die Kinder, Frauen, Skla-
vinnen, Oheime, Tanten u. s. w. des Propheten. Dieselbe ist, wie die
Unterschrift besagt, fler von iAbd cd Bäql (dem berühmten Dichter Bäql,
t 1008, beg. 24. Juli 1599) verfafsten türkischen Uebersetzung der ara-
bischen, ÜAjjJLJI ^aJcI^JI betitelten Prophetenbiographie des ARmad al Qa-
staläni (t 9 23, beg. 24. Jan. 1517) entnonnnen; s. die Gothaische Hand-
schrift arab. Nr. 1795 (Katalog 111, 3 7 0). Der türkischen Uebersetzung
des £äq1 kommt nach H. X. VI, 24 7 der Titel ^j-aä^" iJl** zu; dieselbe
ist auch im Jahre 1261 (1845) in Konstantinopel gedruckt erschienen
(Zenker 11, 1201, Wien, Sitz.-Ber., Hist.-phil, CL III, 136, 254).
Anfang; '^^^'v^ i^^ifj' |Ji*«j **iÄ JUu jJlJI Js^ *^rs^ |J^ J^' «JL«'; ^
'^y«>*^ '(sie) <Sy^}^} 'v^y*:?;^} '^S;^y^)
11. Fol. 117*"— 119": das arabische, Ks^^iÄjl »jkA^aüJI betitelte Gedicht
des Tauzar i (s. Gotha, arabisch Nr. 1539, Katalog III, 164), mit beige-
gebener türkischer Umdichtung, welche auf ^' reimt, und in welcher jedem
Bau des Originales auch ein türkisches Bau entspricht. In den einlei-
tenden Worten wird der Verfasser der türkischen Uebersetzung nicht ge-
nannt; der Verfasser des arabischen Originals, welcher sonst gewöhnlich
Ahü 'l fadl Yüsuf ihn MuHamviad al-Tauzan genannt wird, erscheint hier
unter dem Namen Abu 'l faM Yüsuf al Mayribl ^). Es wird von ihm ge-
sagt, dafs er ein Zeitgenosse des berühmten razäll gewesen sei, im Westen
dasselbe Ansehen genossen habe, wie jener im Osten, und auch in dem-
>) Qur. XVII, 72.
') Tauzar liegt in Ifrlqiyah (im jetzigen Tunis, wo es auf den Karten als „Toeer"
erscheint).
Türkische Handschriften 5*. Vermischten Inhalts. 15
selben Jahre wie Fazäh, nämlich 513 (beg. 14. April 1119) gestorben
sei *). Das erste Bai'f lautet im Original und in der Uebersetzung :
.. ^^
Anfang der Einleitung:
gf (sie) vk>^i"; (•_y*J'j i5=»- J^' <^-*^ 15J (^'-«"Jj '<^^^ (5^ <^~»^
12. Fol. 119''-122^ verschiedene Tar§Ji- und 2'arM - Gedichte von
YaHt/ä (talschlich als »Joyaji bezeichnet), Qahn und Daftarl. Anfang des
Gedichtes von YaJiyü:
13. Fol. 122'': ßuchstabenspielereien, auf iÄh zurückgeführt.
14. Fol. 123": ein kurzes «jcbkäAA-oj von KamäljjaSazädah (f 940, beg.
23. Juli 1533, nach Rieu, Catalogue II, 5 14'').
Anfang: x!| "3 ^1 tXjxöj ^äj ^^^I U IJljd jJ.aJI*J| v^^ xJJ <X»i.l
15. Fol. 123'': ein j..g.xe s^JLo genanntes Gebet mit Erläuterung.
Anfang: ^(>.j| x^^y ä-UI j.-S' ^^ v:y..ö„s» rj^ »^.«s o^i.^
16. Fol. 12 4"'': zwei Traditionen, von denen die eine als die 14'°, die
andere als die 18'" bezeichnet wird.
Anfang: v-'jJi^ vs? &äJ^I J^yji, _L=i jl «-Ls^ »t^' »^-i^ (*^V ^'^^-^
17. Fol. 136^'': ein paar Briefe, der erste von Si/laimäi/. Efendl an den
Grofsvezier Miüiammad PaSa über j^, die Mahlzeit, welche während des
Ramadan vor Anbruch des Tages gehalten wird.
Anfang: (sie) ^4X♦J^S'L^. 5tXj^LJj ^jLäxiN _^ vJkJOiccgJI ■■U*«! ^jLojoj
18. Fol. 1 SS"— 141": eine Erzählung von Xadir /li/ila imd Ja 'l qar-
nat'n, mit angehängtem tXiJ.
Anfang der Erzählung: s^JLäJI iuJ.Ä (.sicj -..äs. ^j^a^ ^j-xj-Jüt ^j ^tX-iX*.,!
des J.ij: *jl** yJ^I *^ jjJjl xj^aä v'^)'.? '^^t^ v-jLäs'I iua^. ^on — -oj yi
«4X.iiik^jl *älj »JkÄ*wÄ.Uv ^ <\ >jl ^^jl \y-fA^ *sSjy^ >OwLw»jl ■ razäli starb aber
bekanntlich bereits im Jahr 505 (beg. 10. Juli 1111).
16 Türkische Handschi-iften 5*. Vermischten Inhalts.
19. Fol. 14 0''— 14 1'': allerhand Gedichte: das erste eine Kaside von
Ahmad Efendi, einem Einwohner von läS-w^l; dann folgt ein Ghazel von
Snltan SulaimCin, dann TcCri% u. s. w.
20. Fol. 14 3": eine Angabe darüber, für wessen _^n man in jedem
Monat den Qur'än. lesen oder lesen lassen solle: im Mullarram für die _jn des
äasan, des li/isim/. und ihrer Nachkommen, im Hafcir für die sämmtlicher
Propheten und Heiligen LJ^Ij LaajI äJL».=», im Rahli I für den des MuJiavi-
mad jJ.Jf ^AAi», im Rahli II für die der „Gefährten" ^■■-fg.A^ u. s. vv.
Die Ueberschrift lautet: <:j'^\ 's 5j>.jI v-ä ^^^äjI e.'^^^-v^ ^^j'--^-' &^^^ (jM
21. das.: unter der Ueberschrift .«*«/ o^ää ^Lj .:> „über die sieben
Siebentel", eine Anweisung, wie man den Qur'än einzutheilen hat, um
denselben in einer Woche ganz durchzulesen (um ein x^ää zu machen).
Anfang :
22. Fol. 144"- 146^ (Rand): Hymnen ^^I| , zum Theil mit Angabe
ihrer Melodieen (i*^, ^y^)'^ dann andere Gedichte von Uskudäri MaRmüd,
ATimad, Lnttjt, Qid)Tü, ßCiqJ, MiiMudwuuI Efendi, Hadri.
23. Fol. 146": eine Anweisung, wie man in den einzelnen Nächten
des Ramadan beten soll, überschrieben (^=»b^>Uä sjkjjjw£v.f ^iy-^^ ^j'-"^;
v(>..i.Jjl ojIj xIjI x*a.^ö "^^h) *^ ;'^ )''*^ ^^""^ beginnend: ^^s vi>JLo ^j.j ^A
24. Fol. 14 6'', am Rande: zwei kurze Auszüge aus (.^*«yi t>UÄ (vgl.
die Handschriften Nr. 10 0-102) und der s^tXä J%J3\ j^A-i Liil^ kJLw^
jLxj jJÜi x+i>v t>^a.wJI ^jl ^_^^Ä:£sJ| . Weitere Auszüge aus der letzteren
Abhandlung stehen auch auf Fol. 147"'', US"**, 189\
25. Fol. 147": ein arabisches Gebet, genannt ^«— «,1 cc> »sl säL-.-,f (s.
Fleischer im Leipziger Kataloge S. 408'', o), mit türkischer Einleitung.
Der Unterschrift zufolge den ^X^\ 3y^^ des äasan ÄqMsän (f 1025, beg.
20. Jan. 1616) entnommen, welches Werk von ä. X. I, 339, 853 erwähnt
wird, in Leipzig Nr. 231, Dresden Nr. 177,2 und Wien Kr äfft Nr. 4 75
handschriftlich vorhanden, und von Gar ein de Tassy im Journ. Asiat.
IV, 213-226 und 283-290 übersetzt ist; das obige Gebet steht daselbst
auf p. 224.
Anfang: ^^iXj| ^JJs Luö yij*^ sJüJlI s^Lsä--! ^r JjCL SvUi*vf '<^\yLo
Türkische Handschriften 5*. Vermischten Inhalts. 17
26. Fol. 149*, die Lebensdauer der Propheten von Adam (l 000 Jahre)
bis Muhammad (63 Jahre).
27. Fol. 149'': ein Abschnitt über Gebete und Cäriinonien bei Be-
gräbnissen, übei-schi-ieben »Jö-io JUj> jj^Uijl stU^JL^v-« rjL<w< ^)Uj »vLäs.
,o und beginnend: ^^> stUjLo JU^ l^^;' »tVjvUi svUa... Der Unterschrift
zufolge einem Werke des Titels XisiJI entnoTunien.
28. Fol. 15 1": erst ein ^.ci*i|j v'^'j 7^^'' r'^i ^'^^\ J^ü ^ ^-Lk«,
beginnend: »tXÄcL^ s^is piLw.JI «u-U. ,^*«y v:i)~o.i» ^j^f wj sS^ yiX-iu^Xf 8>>»Ai»-
ijiTjJol ojLä.Läxi und, der Unterschrift zufolge, einem Werke mit dem Titel
J^yi sK-cixi (vgl. H. Z. V, 557 f, sämmtlich arabisch) entnommen; dann
eine Erzählung ojK=» aus demselben Werke, beginnend: ^lia^^ y^^ o
29. Fol. 15 3": die geheime Bedeutung ^^ijuo l) der voces memoriales,
welche erdacht sind, um die Abgad- Ordnung des arabischen Alphabetes
dem Gedächtnisse einzuprägen (tX=;', \yo, ^^ u. s. w.), und 2) der ein-
zelnen Buchstaben in der gewöhnlichen Ordnung desselben Alphabetes (I
= Jj , 10 = okjil , cj = jüCwl, lij = |V.iltXJo u. s. w.).
30. Fol. 153'': derselbe Brief 2Iuräd'ü I an Ewrenos Beg , welcher
aucli in der Handschrift Nr. 260,3 enthalten ist; man s. dort. Auch hier
ist der Brief aus der ersten Dekade des Sauwäl 788 datiert.
Anfang: ^lia. ^\^*.L^ ^-^ (.»a/j! j^^ildJ-» xS' siXJjl ^S^ ^y?y*^ ^y'j yi
3 1. Fol. ISS**: ein Ghazel von Tuyrä'i mit dem Anfange: ^.y*^ x.<äj
^0»:>ÜDwj Jt juai. S-S y^\ ein desgl. von BahiStT, und einige Murahbai, zu
deren beiden ersten die Tonarten ^y^to und ^^^L*ikj angegeben werden.
32. Fol. ISB^'-ieo^: Auszüge aus cj^L**- ^U*j/ (vgl. Nr. 26,2), ^ly(
,j>^iLiljJf (s. oben AI. 6), ^yi^o «>JVi?- (auch fol. 192'; persischer Text mit
türkischem Commentar, wolil von illmi^)\ s. H. X. V, 3 76, Dresden
Nr. 162, Wien Nr. 525, Dorn Nr. 596, 1, Budapest Nr. 33, 1), «^Lg-Ä^
^.JoLäJI (s. Gotha Nr. 77; weitere Auszüge auf Fol. 192'', 195=' u. 197').
33. Fol. 160'': ßlS Ufix. (Fol. 161" Z. 13), dieselbe, in acht Bah
eingetheilte, allgemein ethische Abhandlung des Ahmad al Muhammadi,
') betitelt ^£yj.JL^i\ »äÜI k^ul»».! c^LäJ; vgl. Nr. 35,2. lieber illmi {Bedch), welcher
im Jahre 1025 (beg. 20. Jan. IGIG) starb, handelt Hammer, Osman. Dichtkunst III, 161.
TArkiBche Handschrifteu. 3
18 Türkische Handschriften 5*. Vei-mischten Inhalts.
bekannt unter dem Namen Farldän . welche von H. X. VI, 11, 12 560')
erwähnt wird und auch in der Wiener Handschrift Krafft Nr. 489 ent-
halten ist; nach und zu dieser Handschrift giebt Krafft den Inhalt der
acht Capitel, und zwar mit der vorliegenden Handschiift übereinstimmend,
an. Dasselbe Schi'iftchen ist wohl auch in dem Drucke von Konstanti-
nopel 1289 = 1872/3 enthalten, welcher \m Joiirn. Asiat. 1873, I, 549
Nr. 4 4 beschrieben wird; freilich soll derselbe nur sieben Capitel, gegen-
über den acht des vorliegenden Schriftchens, enthalten. Was die Zeit der
Abfassung betrifft, so sagt der Verfasser, dafs der Titel zugleich als Ohro-
nogramm dieselbe angebe''); es konnnt also darauf an, in welcher Form
der Titel zu lesen ist, ob arabisch 'ill.\ —ixka (wie in der vorliegenden
Handschrift und im Drucke), oder persisch cyJ^> ^Uäx (wie bei H. 7.. und
in der Wiener Handschi-ift): im ersteren Falle erhalten wir 1013 (beg.
30. Mai 1604), im letzteren 982 (beg. 23. April 1574) als Jahr der Ab-
fassung. — Eine andere, von einem gewissen Ahmad auf Wunsch eines
Lülü PaSa verfafste mid in acht Ma^Us, deren Inhalt von Fleischer zur
Leipziger Handschrift angegeben wird, eingetlieilte Abhandlung gleichen
Titels ist in Dresden Nr. 42 und 82, i, in Leipzig Nr. 221,i iind wahr-
scheinlich auch in Cambridge (Palm er S. 87^)1 vorhanden; endlich ein
drittes, gleich betiteltes türkisches Schriftchen ist im Jahi'e 127 4 (185 7/8)
in Konstantinopel gedruckt erschienen (Dorn, Catalogue des ouvrages etc.
p. 2 nr. 5).
Anfing: tf ^c> l^j ;JjÜ' ».^^{j.^ ^ '^\^ Ss^-fJ^ vvjU J^I {' JL.^jI ^ 0<4^
33". Fol. 163*' u. 164'': persisch, eine Zusannnenstellung und Erläu-
terung einer kleinen Anzahl sufischer Kunstausdrücke. Der Anfang lautet:
^l> *iy-«ol ILtJS tXÄÄ. ^J.J\ 4X*J 1*1 (J-aJUiJ! VJ^ äJJ Jk^^l
') hier heifst der Verfasser ^M.SyXi\ tX*^! ^jjoji.
"j a. a. 0.: ^ctUii' -^Xj^ s^^mjS ^ji> s1A.\ _Lxäx>.
^} für die Identität dieser Cambridger Abhandlung mit der Dresden-Leipziger spricht,
trotz der Tcrschiedenen Einleitungs- und Endworte, die Dedioation an Lülü PaSa. Die An-
gabe des Verfassers {Al'mad al Tmtgili) und des Abfassuugsjahres (982) dürfte wolil Pal-
me r ohne Nachprüfung dem oben citierten Artikel des //. X. entnommen haben.
",) sie! es ist wohl JL.j;ul Lj zu lesen.
Türkische Handschriften ö*. Vermischten Inhalts. 19
34. Fol. 165'— 166': eine kurze Geschichte der osmanischeii Dy-
nastie, überschrieben **'rJ <->^ ijUic Jt ■4>^.)y^ \J^*r^. )^, 'i'ifl mit der
Thr(Mibesteig-Hng MurCuTa IV. (im Jahre 103 2 = 1623) endigend.
Anfang" »jOiriAj ^jl*v.Xlw Sj^äJI kiLÄ_jj.Jj>woo (♦-^'*_5 ^^^ iiL*J' *J-'' i^-^ «Sjl?^ ^^^y^
35. Fol. 167': im Innern eine Erzählung ool5^, welche von Xu'äfjah
Aümod al-sädiq al-Naqßhandi (vgl. den Katalog der persischen Handschriften
in Gotha, S. 123* Z. 4) handelt; am Rande ein ^\yi JU mit dem An-
fange: iiisA«-lj| o^xj (jj.4Äj| e>«4.Ä^ 5 -Ävi*/ ^j.^3.
36. Fol. 168": eine Zusammenstellung der Inschriften, welche angeb-
lich MuTiammad, die vier ersten Chalifen, Sidaimän, sowie einige andere,
für heilig geachtete Männer in ihrem Siegel führten.
Anfang: ^^ i^J\X^^ CNi*J ^j*^^»^'' J^'; ^ä-'^j^ )^. j'-^j u^iX^-s» \cjy.<ä^
37. Fol. 168'': Personalbeschreibung äaIä. des Propheten und — am
Rande — des Abu Bahr und des iUrtinr. Die des Propheten ist über-
schrieben, ^j.aJL*JI 1-jn Jy-*'^J (sie) ^j-aaäJI |vjL=>- ^U,jL§=» Jt^Ä. >4^x äaJLä.
tXJl s«^;}' c^-'r?- |*-'-*"5 ''•f^ iiL*J' Ä-Ui i^-o i—äixÄ-o jLf.Ä' .
38. Fol. 170*"- 171*: eine Abhandlung des &ai-/_ nl isläm Xwä^ah Ce-
lebi Efendi über die jiLJyi d. h. die Perser, deren Tödtung gleich im
Anfang als gesetzlich erlaubt bezeichnet wird, so dafs derjenige aus dem
Heere des Islam d. h. der Türken, der gegen sie kämpfe, (^xLc und
derjenige, der von ihnen getödtet werde, cVA^-i sei. Es wird gefragt:
(^sli m^Vj' tM* ^Sy^^ |J«3*Xa»/I y\Mi^ '--')^)' J^^ ij'-^ Lc«-w (iJCÄ^uJLftjLb (jiüjyi
^)yiy\ «Xj^S-"^ 7^^' Jy^ stVjJülj, und diese Frage wird bejaht (^^jO-
39. Fol. 17 2^—173'': allerhand kurze Auszüge; so aus i^SlÄil (JjU.>
von Kamälpa^azädah'^) (s. Nr. 176 des persischen Kataloges), aus ^aJ
i_5,L«+JI von Siiräri^) (s. Nr. 489 des vorliegenden Kataloges) und aus
^xJüiL*J| .1^1 (s. oben AI. 6).
40. Fol. 17 4": ein Stück (lo Bm't) ans der xjJ*-*.^ des Yazigi-oyli;
s. Nr. 37 If
Anfang: Lyö^fl tX*.wl J^l luüi jj 5i\«v£ n>j5' Lav^I iXj^ J^I |va^ J>tXjl oo'j;
(S. 7 7 der Ausgabe von Kasan 1845).
') ^e»-Lcl j^A:a.Jt> ^jL>o, zwei Zeilen.
^) (^wf ^-Äjjjuj und cUä-I uttjjij.
30 Türkischo Handschriften 5*. Vermischten Inhalts.
41. daselbst: eine Angabe darüber, wie oft jeder Buchstabe des Al-
phabetes im Qur'än vorkommt; vgl. Nr. 14,'ii des persischen Kataloges.
Hier werden folgende (zum Theil handgreiflich falsche) Zahlen angegeben :
I f^Avit, ^ tit't'v, o i.pcv, cy «ti^'f, ^ erriet', _ öt'irv, ^ öt^«.t", o ««i'ir, j
«Hrf , s elf ff, ^ eleu, ^j« öIoI"), ji «fllo, ^j* «fA«A, ,^0 <slf\f, is «ir^t^. Je eoAff,
c elf 11, c ert"), o elAM, ^ elAlt", liS" t.eff, J Weff, j. ftlfA, ^j fllee, ^ Ia.a«,
8 eefAl, Ü fevH, ^c f evM ; als Gesammtzahl aller im Qur'än vorkommenden
Buchstaben wird \"'V**i' genannt.
42. das.: Angabe über die Zahl der oLö^.«ais., welche im Qur'än vor-
kommen, d. h. über diejenigen Verse, welche sich auf einen besonderen
Punct des muhammedanischen Dogmas beziehen; wie (>.As.yi 100 2 Verse,
ü^JLö 66 Verse, *La.«o 3 2 Verse, L 200 Verse, lyi. 7 3 Verse u. s. w. Die
Ueberschrift lautet: vj» (sie) «yL3^.»a=^ cJ^^' '^i'j '>'^'-^'' ;»^^^ u't**
43. Fol. 174'': ein Auszug aus den cjLj^-U., welche in den Hand-
schriften Nr. 108 u. 108* enthalten sind. Die Ueberschrift lautet: iljl
^JLsi (jLaj ^\ stX-cikJ^I jü\y Ä-bl (^J^i? xi LS"*^'^' u'*^' ' '^'^^' -^-Uszug beginnt
mit den Worten : »-Ljs.^ ^j lS'*-^' ^"**« u''^' sJoLiaÄ*i».c ^_}Lxf «Li äjO^«*/)
4 4. das. am Rand: ein Fahoä des yl5z7 '1-sulüd; Fol. 175'': zwei Aus-
züge (Entscheidungen, oS:) aus den ^Liöl des J^^/^ Öelebi und des i^/?
45. Fol. 175*'— 183'': eine sufische Abhandlung ohne Angabe eines
Titels oder Verfassers, ausgehend von einem Citate aus dem Werke juajo
^^^^jJLsLäJI (s. Pers. Nr. 265). Ein Citat aus diesem Werke, aber türkisch,
steht auch auf Fol. 194\
Anfang: ^)i\ ^j^ «JiJLb. J^äv,! J^ »yliiJlj ^1^1, JiLii ^Ij ^jJl aJJ «xU-t
4 6. das. am Rande: eine Anzahl Fatwä von ÄViviod ihn Kaviäl d. i.
KamäljjaSazädah, Abu "l-suiüd u. a.
47. Fol. 178" am Rande: eine Anweisung, wie man an den einzelnen
Wochentagen beten soll.
Anfang: (^.^sjol ^*i.j| ^j (äX^JLi^ S\
48. Fol. 184": ein kurzes Lehrgedicht in 39 (sie) MaOnawi- Bait,
überschrieben sj^ eJjl ^.j ^■j^^ ^'' fj^ J^ cjs-ö^ \f J-g^- LoLjoj und
beginnend :
Türkische Handschriiten 5*. Vermischten InhaHs. 21
Es ist dasselbe Gedicht, welches auch in Nr. -llS*,« steht und dort dem
Dichter lAzmi zugeschrieben wird; mau vgl. das dort Beigebrachte.
49. Fol. 184*': ein anonymes, in Ma6iiaicl-\ eisen abgefafstes Lehr-
gedicht über Waschungen ('^« und J.*»**) und Gebet (»jXo). Die Ueber-
schrift lautet S^LaJI isj»-^^ c''-»:!- ' ^Uäa5^ jj ; der Anfang :
50. Fol. 186"— 187": Varia; zuerst 3IadnaiüJ-\erse über die iüjIIsjL«/!
a^^\ (Anfang: ofJLa cjU^^**^ \iXM.i (s*y^. (J^<^ y■^^)^ ^^uf fol. vers. eine
Aufzählung einiger der wichtigsten Daten aus dem Leben des Propheten,
u. dgl. m.
51. Fol. 187''- 188^: die „hundert" (genau 101 ) Namen Gottes.
Den arabischeji Namen ist 1) der Zahlwertli ihrer Buchstaben mit Ziffern,
und 2) eine Erläuterung ilires Sinnes in türkischer Sprache beigegeben.
Anfang; _ «^ I
\'6\ i"\\ tl
jy j_s.j.x.wl C^--' ^-^^^ ^5)*-^' t^-Uax »jilö
5 2. Fol. 188'': eine kurze Angabe darüber, wozu gewisse Zeiten und
Stunden gut sind, cjLcL«,j «üUy tXrljj'. Diese Art des Aberglaubens pflegt
sonst cl>I^Lxä.^(| |wlc genannt zu werden: vgl. Persisch Nr. 309.
53. Fol. 190": eine Entscheidung, o^ *)5-^' datiert aus der letzten
Dekade eines Rahli I; das Jahr wird nicht genannt.
5 4. Fol. 192'': eine kurze, anonyme Abhandlung, welche von der Er-
schaifung des Menschen aus (jiot, J^, ya und ^jU^ ausgeht und mit
den Worten: xllt ^^ye ^\ ^ ^^.x^ iülj tXl.s' äÄaj J^ 'iyLä}\y ''»^y^ <J^^I
^;oU£ (^ÄjJLj-«is. (iljüj üS\Lj beginnt.
55. Fol. 19 4'': erst ein ^^UjI oü^jü' {sC> \d^~>. ooLlä ^L»jI Jkicl, ^^UjI l^
^o |^**etjy soL.g.*i , x<> (^aIs isJUjo^ (jUjJ (jrV) 'i- **■ "•)) th'^"ii (j')jL ^i"*? ^^^"
sammenstellung von Mafsen imd Gewichten (»aü', icl~Jül, i^^j u. s. w.).
56. Fol. 196"— 19 7'': dieselben 40 Traditionen, mit derselben türki-
schen Paraphrase, wie beides auch in der Handschrift Nr. 8*,i enthalten
ist. Man s. dort. Ueberschrift : ,j.a*j;' Oj^X^^.
Anfang: i\.sis.M\^ <>m*,^sj 2iij-Äj »t^ i^^ (j.*J tcX*^.
57. Fol. 198^—201": Biographien aus einem Werke des Titels v_ajiLä/>
23 Türkische Handschriften 5*. Vermischten Inhalts.
Anfang: ^jJ>jtX^ xT nJ juv-.i' J^l ^ s^*^ JIjus jJJI u-tVJ» i^yl v'j^ y'
58. Fol. 202*— 209'': Jl^i-'l »Tyo, dieselbe Abhandlung des iÄll, welche
nucli in der Handschrift Nr. 3G,i enthalten ist. Man s. dort.
Anfang: y\^L>^^~j_ L9-''-='5 )^'^'^ «jLc Jjl \U»«.j (j-'-:v^
5 9. Fol. 213": ein Traum deutebuch, jwÜj-iajij , keinem Geringeren, als
dem Propheten selbst zugeschrieben.
Anfang: ^}i^=>S ^.^j^Xs. Jl*j' xJJt (jI«-<ö^ ^\S \^\.^\ p^^*Jt s-Jx. j-;-tJuo \^^ y^
60. Fol. 216^-217^ Faiwä von ^Ä?7 "l-sulüd u. a.
61. Fol. 2 17"'': ein paar Auszlige aus jLäJI w^Lowc; s. //. X. V, 495,
Dresden Nr. 235,2 und lioyili Ptisa N. 651. Aus dem Artikel H. X.'a er-
fahren wir, dafs der vollständige Titel des persischen Originales oLow*
jUJI JI ltXA*Jl ,^ 'J-L*.'! lautete und der Verfasser desselben Na^ni al-dln
aha Bnkr iAhd-nUäh {hu Mnücmunad ihn Sähädiir al Asadi ol-Bäzl, be-
kannt unter dem Namen Däyalt hiefs; ferner dafs der türkische Ueber-
setzer, Qäsini ihn Mnlhnüd aJ QaraJiisOri, seiner Arbeit, welcher er den
Titel oLaJI oLaCj-* s*=.j.j J, '■ o\jJ\ JI ^jJovJ' oLivI gab, dem Sultan
Mriräd II (reg. S24— 85 5 = 142 1 — 145 1) zueignete.
6 2. F<d. 218''-219^ ein Schreiben, von Aha 'l-sulüd an Sultan Su-
laimün 1 gerichtet, als derselbe sich auf dem Feldziige gegen Szigeth be-
fand: y\y*SijM ;t>Owlj'»,^~v ijLia. jjUaJLw (jUaX**, sUjJLc 8l/ik>Lj p^r« i>^Ju«Jl ^1
Anfang: 'JLiNfj i(t>LjuL.'t ,j.aas. sie 'Jik^-Ij s+kjiJI J^-Ji'l sj^
63. Fol. 222"'': der zweite Fad aus irgendeiner Schrift, welcher ^
L^Äj J^ «jLa-*=-'' LNi*J (Ju.«iij handelt; diese roth geschriebene arabische
Ueberschrift wird daini türkisch übersetzt: ^=»1 ijaju wIjc*ä.o yaju ^^'~>
\iXi\ ^JLAJ i^Ä.jJ.t wücXjijäi sjOnv.I.
64. Fol. 224"— 231": ein immerwährender Kalender, jueLivjN, mit vielen
Tabellen und Kreisen.
Anfang: JjCJLs 'Jou Ixl ',j.aji+2»( jJIj (JÜä' xaaj J^ s^JLäJI^ XA.y aXi iX^\
') sie? 1. »J
y y»?
Türkische Haudschriften 5*. Verniischteii Inhalts. 23
65. Fol. 23 1'': ein a^bs-i von Bcnjazid ßtstäml; erst ein einleitendes
Ghazel mit dem Anfang:
^My-Ä_>l (ä5L»--Lj j^»_j&j.£ ^cl (.Jw-JL-jI fjhj -(a»«. ,_C_«,
Dann da.s eigentliclie jwLs-ä, aus Buchstaben bestehend. Ein ähnliehe.s
jüobsjÄ, welches dem Ahü ^l-suiüd Efendi zugeschrieben wird, steht auf
Fol. 233*.
66. Fol. 2 34*'— 24 1*: eine, in eine Muqaddimah und drei Bäh einge-
theilte Abhandluno- über den Freitagsg-ottesdienst. Schief geschrieben, von
anderer Hand als die übrige Handschrift.
Anfang: J^l ^J *JLJI J^_w^ ^ ^iL^'^ s^-«!.'!^ (sie) &JU J^il «JJ tX^il
67. Dazwischen stehen auf Fol. 23"'' und 23S" allerhand Verse, von
wieder anderer Hand geschrieben. Den Anfang macht ein Ghazel von
iAh PaSa, dem Statthalter Jl^ von Baydäd.
68. Fol. 2 4 1*'— 249'': von wieder anderer Hand schief geschrieben,
das jwbsjljit. oder iwbautsl. des Waisi, welches auch an erster Stelle in
der Handschrift Nr. 28'* enthalten ist. Man s. dort. — Am Ende nennt
sich als Schreiber i:i;b.tX>l S-oäü ^J.s■ (' w.«iÄJl \Li<^ und giebt an, dals er
seine Arbeit am 16. Saihün llu2 (= 15. Mai 1691) vollendet habe.
Anfang: (^JLjJbyÄä^ jj.jjjl^L.^2>. »Lii^b J.l Li. J>.»~v ^5';'(j-*^ |*^y-*J
69. Fol. 25 0": allerhand Recepte, zuletzt ein solches zu einem Apfel-
trank, welcher gegen Herzschwäche gut sein soll, eui*.ö ^^>Jb' -,\Ji3 ooj-i
vjjiib.
Die ganze Handschrift hat 253 Blätter von 26,5 X 13 cm. Der gTofste
Theil der Handschrift ist von einer guten Nastaihq-iia.nd correct ge-
schrieben.
6. [Diez A. 8». 82.]
Ein Collectaneenbuch n^**-^ buntesten Inhalts. Durch die ganze
Handschrift hindurch kehren immer Gedichte eines Mannes wieder, wel-
cher sich des Taxallus ^~^^Xi Nüzuhl bedient; da nicht selten (wie z. B.
auf FoL 9\ 10'', ll^*", 15^ff.) Gedichte desselben mit dem Beisatze ^yy^
mitgetheilt werden, so wissen wir also, dafs dieser Näziüä derjenige war,
') yÄ^ , Gericbtadiener.
24 Türkische Handschriften 6. Vemiischten Inhalts.
welcher die ganze Handschrift zusammenschrieb. Auch die Zeit, in welcher
er lebte, läfst sich mit grofser Wahrscheinlichkeit bestimmen. Auf Fol. 45*
nämlich wird ein Verzeichnifs der osmanischen Sultane mitgetheilt, und
zwar wird von jedem derselben (übrigens vielfach unrichtig) das Jahr seiner
Thronbesteigung (j-^=» und die Dauer seiner Herrschaft angegeben; der
letzte aufgefülu'te Sultan nun ist Ihrälüm I, von welchem aber nur das
Jahr der Thronbesteigung (1049, beg. 4. Mai 1639), nicht auch die Dauer
seiner Herrschaft angegeben wird, so dafs wir also schliefsen dürfen, dieses
Verzeichnifs und mit ihm die ganze Handschrift sei unter der Regierung
dieses Sultans geschrieben. Auch wird auf Fol. 8* ein von Näzuki ver-
fafstes Ta'rlx auf ein Ereignifs aus dem Jahre 1042 mitgetheilt.
Aufser den Gedichten des Näziilä enthält die Sammlung folgende
Stücke, welche der Erwähnung etwa werth sein dürften:
1. Gedichte von ßairäm PaSa Fol. 7''; Wm'sl Fol. 35"; Nauli-züdah
Efendi Vol. 4 7"; BajjänT das.; AdcVl, Fol. 4 7"; Bäqi das., 5 0", 51", 52",
108"; Imn Fol. 5l"; TanT Fol. 67" {mit s^jJäj von NcizvM, s^^^^J); Yaliija
Efendi Fol. 71"; Dafrmü Fol. 76"; IlciM Fol. 77"; Öanäni (?) Fol. 97"
(ein TaxiiiJs)-^ Jlhm Fol. 10 2"; Naynti, JäU, Nauli Efendi, Xusruu Beg,
Ruqicäi, Mnih Fol. 108"; lÄzlzi, Rumüzl, RfJil, Sanjari, Baßql Fol. 109";
Xayäh Fol. 108", 109^ Ferner: ein ^5v^3Cilis ^L^ ytj\^ g A Fol. 14";
Gedichtchen in den Tonarten ^J'Lo und l*.^ Fol. 74" und 97"; ein Gedicht
in MaOnmoI -Yer&en, überschrieben Uj^L.^ »Li ^JU*ul^J I^äaj (' d^i^ J'^l
Fol. 8l"; endlicli, auf Fol. 37", eine pei-sisclie Kaside des Niimat-alläh
Wall^) (t 827, beg. 5. Dec. 1423) mit dem Anfange:
Metrum Xafif: h^__|w_w_|~_
2. Stücke in Prosa: a) Fol. 48", Naturgeschichtliches über Pferd,
Esel u. s. w. — b) Fol. 54", eine Erzählung von Bäyazld Bistßmi —
c) Fol. 58", ein paar Recepte oder Rathschläge, welche, wie es scheint, auf
einen Chirurgen des Namens Sai/l zurückgeführt werden; Ueberschinft:
^cVjI^ '■:>jI-^> ^d-iyüXjn (Hs. ^tXAÄ.i) |jjL^*i (sie) — Ij-s» — d) Fol. 64",
Figuren und deren Erklärung aus der Punctierkunst oder Psammomantik,
>) Hs. ^iU, d. i. eS'iU.
*) s. die persischen Hnndschriften Nr 856 — 858.
Türkische Handscliriften 7. Vermischten Inhalts. 25
JkXiN (s. Gotlia, arabisch Nr. 1314) — e) Fol. 7 2^^, persische Wörter mit tür-
kischer Erklärung — f) Fol. 8 5" ff., ein Stück von dem biographisch-antlio-
logischen Werke des Laijfl (s. Nr. 29 4), und zwar der erste Fa,d {Galäl al-dvn
Rwm nnd elf andere snfische Scheiche) nnd vom zweiten (Sultane und
Prinzen) die Einleitung bis zur Ueberschrift der ersten Biographie, der Mu-
rnd'ü 11 — g) Fol. 95' u. 96'': Recepte gegen eine Krankheit, welche ^iJil^s
Joiwf jt^v^j genannt wird, und gegen das Fieber, ^ — h) eine tabellarisch
angeordnete Personalbeschreibung des Propheten, ^^^l'I SjJ,s> .
122 beschriebene Blätter; 20 X '3 cm; mehr oder weniger flüchtiges
Nasfadlq', auf Fol. 115'' u. 116" ist eine Anzahl von Siegeln abgedilickt. —
Auf einem dem Vorderdeckel von aufsen aufgeklebten Zettel steht: \^ixf
\d yXjyM »tXxAai'j C.)LAjy£ X£k4-:^.
7. [Ms. Orient. 8°. 35.]
Das wenige Türkische, welches sich in der vorliegenden Handschrift
zwischen arabischen imd persischen (s, Nr. 230 des persischen Kataloges)
Stücken findet, ist folgenden Inhalts:
1. Fol. 3 1": eine Entscheidung des Gerichtes zu ÄntähiyaJi vom Jahre
946 (beg. 19. Mai 1539), überschrieben (sie) ^\j^i »^tJov ^^A^Liaj| x^X^äsj;
darnach noch einige (nicht medicinische) Recepte.
2. Fol. 35*: zwei Ghazelen eines Dichters wmwQwa Baliärl. Hanuner
kennt nur einen Dichter dieses Taxnlhis, w^elcher im Jahre 958 (beg. 9. Jan.
155 1) starb; .s. Osman. Dichtkunst II, 260.
Anfange: «^jL-^ |vJLw v^JjI ^J^U^ yS' stJJoU
und: nS' dijyi lj^a+ä-Läj j.\j.S' J,xJ.j ^cl yX&\
3. Fol. 10 8''— 10 g*": verschiedene Faf/cä über cU*«, den Tanz der
Derwische. Ueberschrift: ^o ,^)j-^ iSJiiSyX: ^'^^\ ^dJ-ä^ ^*^^'- Anfang:
4. Fol. 14 7": die Worte, welche die Bevollmächtigten der Braut und
des Bräutigams, J-k5^ y und J^ J, bei einer Eheschliefsung zu sprechen
haben.
Anfang: eüJt wob e^e-i J.^ ^^r xL'l J«-*»'^ «•i*«*-' *-^'l j»'^ «IjXäjI J-a^ y
(sie) e&ji^i ^Ji ^"^s ^J^'s (j.A^ (sie) ^^ ^i>^j
5. Fol. 218": neun Räthsel, jedes aus einem Bait bestehend. Die
Auflösung ist übergeschrieben.
Türkische HaDdschriften. ^
26 Türkische Handschriften 8. Vermischten Inhalts.
Autkng: o sjo^ wj'l &J^I i>Li ^Ji> jv^Xc >_>.=> Ias vjj
^ ^-^ Jl-i- ^5^^ (j';j^ ;v-'~ ;^^' tr^ iJ^'
6. Fol. 313": ein Bittschi'eibeii ijöys. von einem Manne, dessen Namen
ic-li niclit lesen kann, an einen gewissen Xndrr (Xüjr) Efendi gerichtet
und beginnend mit den Worten: oL?!^ ^)^) ^r* *^'' i*'*^' tS^U-s' »-»ü» 'iyä^
7. Fol. •326'' (letzte Seite der Handschrift): drei Sinni-äthsel viJ, ein
arabisches imd zwei türkische, auf den Tabak (jl-^o. Das erste türkische
beginnt: _«,8^Ls x*v..y (jj-^'l s^Xs (sie) &^^yi^ JLo.
Verschiedene Hände; Gröfse der Handschrift: 15 X 11 ^'"i-
8. [Ms. Orient. 4". 14 5.]
Neben arabischen und persischen ') enthält diese Handschrift die fol-
genden Stücke in türkischer Sprache:
1. Fol. i''— 28'': iji.L*J>i' ^^X^ &.oJ>, die von einem Ungenannten in
äufserst schwülstigem Stil abgefafste Erzählung von den Kriegen des Sul-
tans Scdlin 1 (reg. 9 18 — 2 G ;= 15 12 — 20) gegen die Perser, welche ver-
ächtlich „Rothköpfe" jiLJji ^) genaimt werden. S. Hammer, Osman.
Reich II, 40 3 ff.
Anfang: yiLJyi' r^'^y^ u*' . V^ ».jsL^ &.oi> ^IJ-äjI j^IJi.äjI
<^i-> |^-J-.v^ ^jUai^ (sie) ^t^j j»j^ pj^i ^jlx>j.^i' ^\^'i v_A2.l-o c'^=.
Gutes, mit sehr wenigen Vocalen versehenes, 17 zeiliges Dltcänl.
2. Fol. 30' — 78: Fragment eines Romanes von den Thaten des Miq-
däd ihn Asioad, welchem als dem einzigen berittenen Kämpfer in der
Schlacht bei Badf der Ehrenname -il^^^'l ^j^Xi beigelegt wurde; s. Ihn
Khallikan, tran.sl. by Slane III, 5G2,". Die Blätter von 07 an scheinen,
obgleich dem Gustos nach an das Vorhergehende anschliefsend, doch einem
anderen Romane entnonnnen zu sein; wenigstens ist in ihnen nicht mehr
von Miqdüd, sondern liauptsächlich von '/.adl^jali die Rede.
Anfang: jv^ J^^XJl '^j';^ v+^ ^' )^)^) '■^^}^^ )^^^ ^J^*^^^ ;'"*^' ij^j';
') B. Nr. 85 des Kataloges der i'ersischen Handscliriftun.
'-') H am 111 er, Osumu. Reich II, 343.
Türkische Handschriften 8. Vermischten Inhahs. 27
Gutes, 2Uzeiliges Nastaüiq ohne Vocule; von Fol. 67 au nur noch 17—19
Zeilen auf der Seite.
3. Fol. 79 u. SO: ein paar, in höchst bhimigem Stil abgefafste
Schreiben, das erste ein (jövä.
Anfang: SijwiJI Jooü'^il *.:V^' r-"'^ JLoSU sx.ÄftJI ä+Jr^'l ij^Ls^l (.^^J tV»J
4. Fol. Sl''-84: Allerhand zur Arithmetik. Der erste Fad handelt
oL*il JvU>o ,3, der zweite ^^jL^I ^olö ^j u. s. w,
Anfang: i'.l Lgjjwö^ ujL«.il JvU-o ji, Jj^tl ^J^jas L^ij *_)LA*il JvLix) ^j J-.flj
Deutliches, vocalloses türkisches Nastailiq mit 3 1 Zeilen auf der Seite.
5. Fol. 85''-94: Gedichte (Kasiden, Ghazelen, Muyammas, Targ7l-Ge-
dichte) verschiedener Dichter. Auf Fol. SG*" oben steht ein Ghazel von
Bäqt (Anfang: »v^sjj xj J3> e5s.'L«sj ^-.j» ^o syCj sjXaä äj, Lithographie von
1276, S. 209\ die iibrio-eu Gedichte aber finden sich in dem Dlicän dieses
Dichters nicht.
Anfang (eine Kaside): Jvl JsLki. JtC^il ^JiJij ^5*♦•Ä.^ «-i^jI
Gutes Nastaüiq mit 17 meist gespaltenen Zeilen auf der Seite.
6. Fol. 95''— 100": eine Abhandlung über den Kampf gegen die Un-
gläubigen und was in demselben zu beobachten ist, lyc. ljIi>Ij t>^-^ j.Ks-1 ;
eingetheilt ist dieselbe in eine Muqaddimah, zehn Fasl und eine Xätimak;
ein Verfasser wird nicht genannt.
Anfang: jJ!^ tX*^ xiLä. wJ>. ^^ [.^LUt^ SjX^ily 'jj.aJLj«JI i_jv aJJ tX^i-l
lyc v'*^'} '•>^g> j.K=»l «r vv> jJL^x jj ^j i^xj L.<l |j.A**a.l JiA:äPj
(»tXJji >.^^J'yJ' **J»);' X4J'ü&. v^ [.] ij^xs-i ^j.lj JuetXiw vJ StXijLo
Flüchtiges, 1 7 zeiliges Nastaüiq.
7. Fol. 1 Ol*— 103: eine Abhandlung sutischen Inhalts, von welcher
weder der Titel, noch der Verfasser angegeben wird. Arabische Citate
sind zahlreich eingestreut und stets roth geschrieben.
Anfang: >a l-,*v u~UJIj ^j.A.\ (^JU* o>y\ ^->..-6^ ^ trW» ^s' 7^5 Lr-^-^> '-"-^
Flüchtiges, doch deutliches türkisches Nastaüiq. 26 Zeilen auf der Seite.
8. Fol. 10 4—112: Das Brouillon zu einer anonymen Abhandlung über
Räthsel, welche in den einleitenden Worten U»^ iXs^yJi y'> Ixxjt ^j sJLv^
stjOsbll nJö J^ vL^Äi»! \^.j-^ r? genannt wird.
28 Türkische Handschriften 8. Vermischten Inhalts.
Allfang : x^ nd^=>\ Jy\ t>v=» i^ <^*:*=^ i*'*^)"'' e^*^r" '^^■^ 1*-^^
Sehr flüchtiges Nastaüiq, nach verschiedenen Kichtungeu geschrieben.
9. Fol. 115—123: Muster von Schreiben in höchst geschmücktem Stih
Anfang: ^IJuo iJjU^ s^ ^^a5^ (Cw^Lw^^ JJj^wa«
Zierliches Dlwüni-nasyisi mit 17 Zeilen auf der Seite.
10. Fol. 124—132: Briefmuster; das erste Blatt scheint mit den fol-
genden nicht zusammenzuhängen.
Anfang : cj.XLc ^y^ ^öy^>>
Flüchtiges Diioäni, 1 1 Zeilen.
11. Fol. 141—15 2=': eine am Anfange defecte Schrift über Veterinär-
wissenschaft, hauptsächlich Hippologie, in nicht gezählte Bäh eingetheilt.
Anfang: aü^f >I«j j^jI «y! &-to^
Schwer zu lesendes Duväm, 22 Zeilen.
12. Fol. 15 2'': ch-ei Äxbv:iJ^.
Anfang des ersten: (»Li^JI XJ^>^J «^U^''^ '^^■h^} (.Uil ü/XiLAi ^^\^\.^ «yL«^
Gutes, kleines Dlwänl-nas'/lsi, 28 Zeilen.
13. Fol. 153—158: Fragment eines Briefstellers. Das erste ganz vor-
handene Schreiben ist ein Muster einer Bittschrift, JU. (jävc; dieselbe be-
ginnt mit den Worten: xjl^stXÄj ^IJ..^ ^y-^ »tXÄii'-ä/s cio^^-j.^ lt^Jj ^^^^'-^ trägt
die Ueberschrift : svVjl v-j»-Lwl ^ JU» \J>fy ^yiSic xo wbdÄii ^tXjLoj^/c .
Gutes, vocalisiertes Dlioäm, 13 Zeilen.
14. Fol. 15 9 — 169: Varia, von klehier, flüchtiger, doch deutlicher
NastaÜic[-'EKuA (35 Zeilen) zusammengeschrieben. Den Anfang machen
Ta'rix in Prosa und in Versen auf Ereignisse aus den letzten Decennien
des 10''° Jahrhunderts d. Fl., dann folgen Gebete u. dgl. mit Erklärung
(jJäÄl *A«I oUo, oi^Jül ^_jL^I ^J>\y^, ^i^i»t -Uo u. a.); dann eine Anzahl
Fatwä von QädMzädah, Abu 'l-suUld, Ohoizädah u. a. ') ; endlich ein Gedicht
in Strophenform mit der Ueberschrift ^y^y*^^ tS(>>Äil ^cjt^Ls )^)^) <^}^ )'
und dem Anfange:
^cJJ5l J^i ^hy^ ^y=r ^ i^t)J^' ij^^ ;^' 7^' tiSÜLU.
15. Fol. 1 70''— 173: der Anfang — wie es scheint des Brouillons —
einer Abhandlung ohne Angabe eines Titels oder des Verfassers, in wel-
') das erste ist überschrieben : ^XjI ^-a^LcI ^j^J) LiLs |V^t«j| (j^y yrtS) ^^
Türkische Handschril'ten 8. Vermischten Inhahs. 29
eher Sprüche und Anekdoten RÄJvAi öi.j.nL=.I^ 'i^Jr^ cjLjI von MuKammad,
Sulaimän, Yüsuf, iUiiiar, dem Clialit'en Mansär , einem indischen Könige,
dem Chalifen Ma'müii und dem Scheich tiihli zusammengestellt sind.
Anfang: ^^*j ,^jJl (sie) ivJvXI'I ^^^'I^ ^*-^.*^ i-)^Jt3JI -Aij ^cj^jl «JJ j^l
Ende: sA.jI oÜaJ v^jj^ Lj ijUj'^ |»>Jj v'j-^ *-^ sjoj^ ^"j^V=' Ji' ij-J
Sehr flüchtiges Nastaülq.
16. Fol. 174—177: das ßrouillon eines in äufserst bombastischem
Stil abgefafsten Aufsatzes, dessen Zweck das Lob des Sultan Ibrähim,
Bruders des (damals noch reglerenden) Sultan Mar öd IV (1032 — 49 r=
1623—40) zu sein scheint.
Anfang: »oLsJt <iSJLo L wsL^-o-'l i_äsl. L>
Flüchtiges Nastaütq, dem die diakritischen Puncte grofsenthells fehlen.
17. Fol. 178-195: oojj.| ^..^\ (Fol. 180"Z. 6), vierzig Traditionen,
zusammengestellt und erläutert von Oq[czädah MuTminmad (f 1039, beg.
21. Aug. 1629); s. Ü. X. J, 23 1, 3 84 und besonders 168, 132') = Büläq
I, 4 4 '). Auszüge aus diesem Werke stehen auch in der Wiener Hand-
schi-ift Nr. 25 7 (I, 24 9). — Die vorliegende Handsclu-ift ist nicht voll-
ständig, sondern bricht bereits in der fünften Tradition ab.
Anfang: LijtXi» xÄJl ^j-« ^j(X<o| ^^ oocVil ^^^\ Jvj ^iX}\ xJj tX^^I
Ende: w^b. ^Ly^'j '^) äJIcUaI t\a. ijtX-'iLit! h^JM |^i(X,a.o
Gutes, deutliches, 19 zeiliges NasfolJlq ohne Vocale.
18. FoL 238—244: erst einige vereinzelte türkische Verse, dann (von
Fol. 238'' an) das y^L.^ genannte Gedicht des iAzJ:ä, \Yelches von
Hammer in den Fundgruben V, 178 u. Osman. Dichtkunst III, 323 aus-
zugsweise herausgegeben und übersetzt ist.
Anfang: vlj^j xAjI Jo ySis vbCi \Lw,jJä^^ )^ r^ i*^ i^s' <^^
Derbes, deutliches N^nstaihq mit 19 gespaltenen Zeilen auf der Seite.
19. Fol. 245—247: o^Jl <X*ä ^=*'^ ^^jl^) Erzählung vom Xicägah
lAbd al-Bct'uf aus Brusah und seinen Erlebnissen auf einer Handelsreise
nach Persien; am Ende defect. — Dieselbe Erzählung ist in München
Nr. 68 fol. 8 2''-93 vorhanden.
') die hier von H. '/.. citierton Vcree stehcu in der vorliegenden Handschrift ouf Fol,
180-"' Z. 8.
30 Türkisclie Handschriften 8*. Vermischten Inhalts.
Allfang: jjL«\l ^ Ls^sJ-A-Ui ■— ^'j-c ijIvailajOj ^U^-^ ^LäslXjJ» v_*jL# ^jl^yj.^
Ende: ^;L«\j ^'tX.jU e;'"S'^ j^XX^^/x^-L J.äjI Jvj^ i^tXvcl
20. Fol. 3 11''— 314: die drei ersten Blätter eines Lcöl von MaslM Beg.
Allfang : ' xäL-öJI^ Xji>^a*JI x^aä. «^^ d^xi
Ende: sd^suo^ xXjI Jlxajl ^^ ^LaÄia.| jJ^^IjS
Gröfse der Handschrift: 24,5 X 16 cm.
8'*^. [Landberg 598.]
Eine Saninielhandsclirift ') , in welcher die folgenden Abschnitte tür-
kisch sind :
1. Fol. 4 4''— 48": vierzig Traditionen, arabisch mit türkischer Para-
phrase. Nach einer kurzen Einleitung in türkischer Sprache werden die
Traditionen roth geschrieben und arabisch niitgetheilt, und einer jeden ist
ein schwarz geschriebenes, dieselbe paraphrasierendes , türkisches Bait bei-
gefügt. Dasselbe Schriftchen findet sich in Wien, Hofbibliothek Nr. 1979,2
(in, 4 7 1) und in der hiesigen Handschrift Nr. 5*,56.
Anfang: 'sUia.olj tX+Ävj xi>-i^ 'sLav iJv-Iä. ^J ftV^-i»
2. Fol. 70*': am Rande, ein kurzer Auszug aus den ^j^ä ^i^-s.! ; s.
unten Nr. 15 0.
Anfang: Xau,JjI d^jn'i -.w iyb-\ xä*»*^ jJ »^ ^jj_w*J.| isS^*.!.».«.
3. Fol. 7l'': ein kurzer Abschnitt über i-jvaj, den alten Namen von
nl 3Iadmah] angeblich auf eine Mittheilung gestützt, welche der Prophet
dem Mulldzädah in einem Traume maclite.
Anfang: scU^x*j'l. ,j— CjI ^^vt>-« ciOtXil ^ö »olv<Xui.« ^y.:^jK lovi'J ^_*Jii<
v_>.vfc5 j^L>,AJl |^l.kJ.*v i:i>j„<is.
4. Fol. 72''— 73': eine kurze Abhandlung ohne Titel, der Ueberschrift
zufolge jv^JI^I^ *^\ys\^ .^jl.*L»..'l ^s. ^xls}\ «Äxi j3 handelnd, und als ein
Sendschreiben von (dem damals schon verstoi-benen ^yss-yio) Saixzädah Sa/'x
Uiißlqfa Efendi an einen Qädl geschickt, >vXi*x> Jö^ au -.öUwj .
Anfang: ^^-<äiw ys. Laj xJtX»^ IäJ xä^' tX*j^ (J..aJL*J| yv nXi tX^^I
5
ijLi t<>.A:s.l
i;^'' LS3JI-S ^^A^ii ^j..-j-«
5. Fol. 92'': der über Ismäul Ätci handelnde Artikel aus einer tür-
kischen Uebersetzung der ursprünglich persischen slArLl jj-aä CJL^^ von
•) Vgl. den Katalog der persischen Handschriften S. 1047 Nr. 86*.
Türkische Handschriften 8*. Vemiischten Inhalts. 31
lAIi ihn al Hiisain nl trüliz al Käsifi, bekannt als al-Safi-^ vg-l. Kr. 600
des persischen Kataloges. In der gotliaisclien, dasselbe Werk entlialtenden
Handschrift Pers. 32" (S. 121 des Kataloges) steht der Ai-tikel über Ismänl
Äia auf Fol. 9''. Was den türkischen Uebersetzer betrifft, so wird als
solcher in der Ueberschrift des vorliegenden Auszuges lÄrif Celehi genannt ;
eine von einem Manne dieses Namens verfafste Uebersetzung finde ich
sonst nirgends erwähnt, sondern nur eine andere, als deren Verfasser
MuHammad al Mairüf ihn MuJlammad al-Sanf <iJ lAbhäsi (f 10o2, beg.
27. Sept. 1593) genannt wird; s. H. X. III, 463, Hammer, Osnian. Reich
VII, 592, 66, Zenker Nr. 969'), Ambrosiana Nr. 24 1 mid wohl auch
de Sacy Nr. 356.
Anfang: '-JjJ.jI jjtV.Ä.wLtt-L=. X^ eXjo>Jj'*Adi» LI d^*.M 5s..u/ Lf~tXj Ül Jl^L».*„|
t> CO
6. Fol. 93': kurze Angabe der Aussprache von f ^-jÜ'jS' und f ^jLäa^vI
aus den ^L^>, und von ^^i'Jöl aus einer türkischen &A*iL=. zu den i.:i>L^
des Gäml.
Anfang: '^^^-^ eSJ&J.4-s.-o Jlo^ 'ts^>^ '^r^J 'iS^-* ^»V** is^^^^
7. Fol. 112'' u. 113": zwei Fafwä des AI/R "l-siaüd über Länderei-
Verhältnisse, überschrieben ,JoJ^5^Äi (^.Llco &.< -öU uS.JoJj^.ö^ i>^*JlJl j.j|
imd beginnend: ^>^& (jänI 8J»>X:L5' (Cv*» ^J if J;;^*J *j SiXüLj aJU«*vo^j
S. Fol. 113'': eine Tabelle, welche angiebt, an welchem Tage oder
an welchen Tagen der Monate des syrisch-abendländischen Kalenders lkLo ,
nochmals O^U, jjI«*aj , j^jL», ^jI^j^, ^j^yX^^s.^^ J^f ^^^co', ^^jLi ^^j^Aj,
wi»! ^jyj^ ein bestimmter Planet den gröfsten Einflufs hat, regiert, denn
dies bedeutet doch wohl i3«j^;> o>-i.
Anfang: ^^\ »^jjl pUj stXJv^äis ^jjl ^j'^o o«.*c. SwS>; stXAj^ ^^ySi^ ü^j^U
»j.t> Oj.*u ij«^ 5~? ij»**-^ stXÄJjj ^^\».j.' tDi>\L«
Verschiedene, durchweg gute Hände, niei.st NasiailJq; Gi-öfse der
Blätter 27 X 16;'^ <^''»- — Iii der rechten oberen Ecke von Fol. 71'' ist ein
■) vgl. auch Journ. Asiat. 1843, II, 56 nr. 201.
32 Türkische Handschriften 9. Vermischten Inhalts.
Siegelstempel abgedrückt, in welchem zu lesen ist: '^^üj; ^iS^^ xJlJl ^^jf^=^
l.ft" C<1^ <wJt wsÄiJt (1043, beg. 8. Juli 1633).
8'*"'^. [Landberg 55 6.]
Anfang und Ende dieser Handschrift sind türkiscli; was dazwischen
liegt ist arabisch. Die beiden türkischen Abhandlungen sind die folgenden :
1. Fol. l"'-8'': ^\yf ^IaJjI, '|.LIat Ä^jf XÄ^*^ (so in der Ueberschrift
genannt), eine Aufzählung aller der „Propheten" und heiligen Männer,
welche in Iconium oder dessen nächster Umgebung begraben liegen. Der
Abschnitt über die „Propheten", zugleich der Anfang des Schriftchens,
lautet folgendermafsen : ' |*>j^ J' (j~*^7'" ^' i*-^ l*^^J^' u'-^^^^' c^** ■^ ^)^^
LäJlö ^^^ sJJl iii>L-Lo (»LiaÄ ""yyjl ^;^^l (j^tA-^o 5tXÄs.\Lia.. ^^.ii»lt> X'AJ^j' xÄ^tX»
«Lft^ilxjo i_jL^?t. sjoclxi^x (wjLjvI x.> v<XsjJ.AjoLtut üNäj»JjL.öjs. ^a**=>-I |V.g.^JLe.
4>Lj xJyj i>ltX«j i^yXjuyMi fL**»,! Dj-o ^ifcÄJ.I J.ÄJ i^tXxilvS sycl (j^M ^5wL.;».La
wx^iAj _. jlj vA+»Aj (jl*4-« v^**^. (j?*^^ T+**^- f^y r^***v ('*) U**^' )5"^"'^'
WA4JUO jj SjotÄSjjO |»lj yJt>.55Li. siXlyil^ StXÄJwi' ^jLkJ-*« lo«.Ä*J ^5)>-<ö (c^i^
j^XjI (»Lj j-tv..w. jMj.>oUo. ^JoJ.itXx) wMÄAj 'ii')5'^ StXÄJvJi ^^wifljo. vtXJjJtX-« »a^jLo _.I
(j.A**=>.f (V^aAä xi.Jl '^\yX^ sJO^iJk^e j.A*ixj. Gutes, vocalloses, tüi'kisches
Nas/l mit 15 Zeilen auf der Seite. Abschrift von Mvsiafo. RuSdl al Qü-
nawi, bekannt unter dem Namen liamdizädnh im Jahre 1260 (beg. 22. Jan.
184 4) angefertigt.
2. Fol. 77''-90-: xlj^*ia s-IsLä^ ^jyLä (Fol. 78'', letzte Zeile), eine
anonyme Abhandlung über die Kunst des Disputierens, eingetheilt in eine
M'uqaddimnli, vier Fad und eine XätimaJi. Die vier Fad handeln über
1) Fol. 79'' Jüü, 2) Fol. 80' l^fiJ», 3) Fol. 87'' ob^', und 4) Fol. 88*'
Anfang: viA£.Lj ^"^^^ ü^-Lo sxivbij »La. (sie) oijoß^l st^sL Läjj iXt^ *'«?''^
Sehr hübsches, vocalloses Nastailuj mit 15 Zeilen auf der Seite.
Nicht datiert, aber neu.
Gröfse der Handschrift : 21X14 cm.
9. [Ms. Orient. 8". 321.]
1. \i\fy sIä, König und Bettler, J/«ÖHa?c7-Gedicht von YaJlyä (f um
Türkische Handschriften 9. Vermischten Inhalts. 33
990 oder 15 82). Mau vgl. Nr. 412, wo ein zweites Exemplar dieses Ge-
dichtes vorliegt. Fragmente desselben sind auch in Nr. 411,2 enthalten.
Anfang: uLä5' ljU J^äj --Lää« i^JJ^I ijLJi'l y.}y\ ^cl jJüf |Vwwo Jom
Kräftiges, deutliches Nastaillq mit 1 5 gespaltenen Zeilen auf der Seite ;
eine Anzahl Blätter (z. B. gleich das erste) ergänzt. Ueberschriften der
Abschnitte farbig oder mit Gold geschrieben ; Seiten und Spalten auf den
beiden ersten Seiten mit Gold, sonst roth umzogen. Abschrift datiert (und
zwar in Goldschrift) von der ersten Dekade Jj'^I des Bahn II 1003 =
14-23 Dec. 1594.
2. Fol. 73": ('xLL? klLwj (Fol. 97" Z. 6), eine Abhandlung über die
religiösen Praerogativen, welche der Stadt Bäh cd abwäh {Darband) und dem
in der Nähe derselben befindlichen , unter dem Namen „ der gröfsere ^)
Wall des Alexander" (^^vJaJCv. ^Säs.\ ö^^ Fol. 74'' Z. 5) bekannten Gränz-
walle von der muhammedanischen Legende zugeschrieben werden (vgl.
Hammer, Osman. Reich IV, 89). Obgleich der Anfang der Abhandlung
fehlt, ergiebt sich doch aus dem Vorhandenen, dafs dieselbe ursprunglich
persisch geschrieben war, dann aber auf Wunsch eines iUOmän PaSa, unter
welchem jedenfalls der Eroberer von Däyistän^) zu verstehen ist, von
einem gewissen lAdh in das Türkische übersetzt, und dafs diese Ueber-
setzung im Jahre 989 (beg. 5. Febr. 1581) in Bäh al abicäb selbst be-
gonnen wurde. Möglicherweise könnte also der Uebersetzer der vorliegen-
den Abhandlung mit dem Dichter lAdli, welcher von Hammer, Dicht-
kunst III, 169 kui'z besprochen wird, und welcher im Jahre 1028 (beg.
19. Dec. 1618) starb, eine und dieselbe Person sein. — Ein früherer Be-
sitzer der Handschrift verstand unter Bäh al abicäb irrthümlicherweise die
hohe Pforte, d. h. Konstantinopel, und schi'ieb deshalb über den Anfang
') (^tj ist die Nishah von v_>lyjil| »_}L: , s. Luhb al-luläb ed. Veth p. 25. — Die
vorliegende Abhandlung ist natürlich ganz verschieden von dem durch Kazem-Beg heraus-
gegebenen und übersetzten «jcljjLijjii (Mem. pres. k I'academie de St. Petersbourg par
divers savants. Tome VI. 1851), und ohne allen geschichtlichen Werth. — Nach Klaprotb
in Nouv. Journ. Asiat. III, 439 Anm. soll auch von dem türkischen iüeljcXwLJsb> eine Hand-
schrift in Berlin sein, aus welcher er seine dort gedruckten Mittheilungeu entnommen hat;
wie mir Herr Dr. K 1 a 1 1 versichert, ist indessen diese Handschrift in der Berliner Bibliothek
nicht vorhanden.
*) Es giebt bei Darband auch einen kleineren jjLtal Wall des Alexander; s. Ka-
zem-Beg a. a. 0. p. 473 und 648.
') 8. Hammer, Osman. Reich IV, 88 und Kazem-Beg a. a. 0. S. 651 Anm. 79.
Türkische Handscliriften. 5
34 Türkische Handschriften 10. Vermischten Inhalts.
y.;hih,.,v ^>lj (' xxäjL s.'L.,^ (ausgesti-ichen) -^^i eine Angabe, welche
auf einem vorgehefteten Blatte wiederholt ist.
Anfang: 'v5-'?' u*4^ *^' s^}^ \j^^ u~'-!-' S"^ sJ^xiLo 'v_jL-«,yi w*a*'*^
Gutes, 15 zeiliges, vocalloses A^«.<;/T ; die Seiten mitrothen Streifen umzogen.
3. Fol. QS*": *ä5JL-Jl slwc, dieselbe Reisebeschreibung des Kätibl, welche
auch vollständig in der Handschrift Xr. ISS. unvollständig in Nr. 189
enthalten ist. Man vgl. das zu Nr. 18S Gesagte.
Anfang: x^ 5«>^'^ r*^' v^'*5 ^'^^y v^'j ^V »J^tX** ^^ ^s'-^^'j *>j<X^'-J lX*^»
Gutes, 17 zeiliges Nasfadiq ohne Vocale; die Seiten mit rothen Linien
umzogen; auf blaues Papier geschrieben.
123 beschriebene Blätter von 17 X ^1 c™-
10. [Ms. Orient. 8°. 5 4.]
1. Ein in Versen abgefafstes persisch-ttirkisches Vocabular, in seiner
Einrichtung ganz ähnlich dem i^JjcLi &i^ genannten, welches als Nr. 144 f.
unter den persischen Handschriften beschrieben ist. Dem vorliegenden
VVörterbtichlem wird in der Ueberschrift der Titel ,^*x^ (sie) kxi gegeben,
und dafs in der That LämiiT (f 938, beg. 15. Aug. 1531) der Verfasser
desselben ist, ergiebt sich aus dem vorletzten Baii:
Dasselbe Wörterbüchiein ist in der Gothaischen Handschiift Nr. 42 ent-
halten; unter den Werken des Lämül finde ich es nur bei Zo^r/f-Chabert
S. 272 Anm. 114 Nr. 20 erwähnt.
Anfang: '.>LyJ «Jbvxl ^ s5^'j' |*-''^ *^ "^'^ ^s"^^ <^ ^^j' ^9 l*'"''^^'
23 beschriebene Blätter; gutes Nas/i mit 7 Zeilen auf der Seite; vo-
calisiert; Wörtern gleicher Bedeutung sind roth gleiche Zahlen unterge-
schrieben.
2. i_ftjwi ijci^l viJLyÄi, türkische Abhandlung über die jjfiiLä.^1 i^y^
d. h. die 1 1 2** Sure des Qur'än und ihre angeblichen geheimen Eigen-
schaften. Ein Verfasser wird nicht genannt.
Anfang: 'tX^I I^äT aJ ^ J. ' öJ^, ^J, jJL ^' 'iX^I J.'l 'jo.t xL'l yc Jö
7 beschriebene Blätter; türkisches, vocalisiertes, 1 1 zeiliges NasyJ.
Es folgen zwei ganz kurze arabische Abschnitte über günstige oder
ungünstige Eigenschaften der sieben Wochentage, um an denselben das
*) sie! offenbar, weil Fol. 97* Z. 6 scheinbar so steht.
Türkische Handschriften 10. Vermischten Inhalts. 35
ßesclineideu dei" Fingernägel oder das Zuscliueideu neuer Kleider vurzu-
uehmen (vgl. Gotha, türkisch Xr. l,2i,c, S. 6 des Kataloges).
3. ein türkisches jwb_iLÄi.l oder xjeijJiu^, d. h. ein Büchlein über das
vorbedeutende Gliederzucken, wie deren auch in den Handschriften Nr.
27,13, 41,s und 125,4 enthalten sind. Man vgl. die zu Nr. 41,s beige-
brachten Nachweisuno^en.
Anfang: ,jj);' ^i'^^rW^ J-äj>. ,^Jue^ ;>?CoJLj\-«ic». (^^^-xjJi-'l .3 i^jLcT *j
y > y^
15 beschriebene Blätter; gutes, vocalisiertes Nas/i, 13 Zeilen auf der
Seite; die Seiten mit rothen Linien umzogen. Abschrift datiert vom Neu-
mond SyÄ des Eagab 10 4 3 = 1. Januar 1634.
4. eine andere Abschrift desselben Büchleins, älter als die vorige, und
wahrscheinlich die Vorlage für die letztere.
12 beschriebene Blätter; deutliches, vocalisiertes Nas/l mit 13 Zeilen
auf der Seite; die Seiten mit rothen Linien umzogen.
5. JL» c^ÄAÄ=. — • 5 0 *) Blätter — , der Ducän des Mustafa Jihnt cd
Uskübl; Titel und Veriasser ergeben sich aus den beiden Schliifs-^a?V des
einleitenden Gedichtes:
Auf dieses einleitende Gedicht folet zunächst eine orleichfalls auf I reimende
Kaside, in welcher die Suren des Qur'än aufgezählt werden; dann kommen
Ghazelen in alphabetischer Ordnung. Auf Fol. IQ* steht ein als _Joe
sjji>f bezeichnetes Gedicht, auf Fol. 20'' ein anderes mit der L'eberschrift
vJULjljvb stX^jjy t^^yÄMu ijUiÄ ^^UaJLw; dann folgen ein ^es^, ein ^*ma2 ,
verschiedene Muster für poetische Episteln ^^yxSie i^yo und zwischen den-
selben eine Bittschi-ift JU* \jöjs.^ so^äe einige Briefmuster in Prosa; dann
noch eine Anzahl kürzerer Gedichte, meist JLa. oJuÄi. überschrieben: da-
zmschen zwei To^ny auf die Jahre 1032 und 1035, wodm-ch also das Zeit-
alter des Dichters bestimmt ist: endlich o;Lä«_«»5, am Ende defect. —
Fragmente desselben Djicmi s. in Xr. 55,?,a.
Anfang: L^l^ IjOfl ^Jo (^1 ^J' L,il.> cJr^V '^^'' *^> '-^♦■^
Gröfse der Handschrift: 16,ä X 12 cm. Dem ersten Blatte eines jeden
') das 20^'* Blatt ist doppelt vorhanden; die Foliierung geht deshalb nur bis 49.
36 Türkische Handschriften 11. 12. Vermischten Inhalts.
der einzelneu Sclu'iftclien ist eine meist wenig genügende Angabe des In-
haltes in lateinischer Sprache von einer alten Hand aufgeschrieben.
11. [Ms. Orient. 4". 203.]
1. Erzählung vom König iÄd und seinen Söhnen oadid und Saddäd,
in osmanisch - türkischer Sprache, welcher jedoch, besonders im Anfang,
osttürkisclie Formen beigemischt sind. Daran schliefst sich noch eine kurze
Tradition über den jüngsten Tag an.
Anfang: ^^C>yi^>> J^£-^\ (?) t>Lo oU i^tXJ/ (sie) Lijilj -_» l'^^'^Sy ^^5' »am
,^<>.4-wo i^:^- tVJtXAÖ oltXxi ^5jj tXj<X<ii ^5»J ^"^^S tj^j' 15^-' 'ä^'^^
2. Fol. S'': ein kurzer Abschnitt über die vtVüJl »JUi und die Frage,
auf welches Datum dieselbe fällt. Der Verfasser entscheidet sich für den
278teu ^Jiamadän). Osttürldsch. Die Ueberschrift lautet: y^Ji ^ ^jIjo ^^^j■
Anfang: ^^•r^. ^5-"^*^ !i>^jäJI t^y^. ^5-*äJ'J lk>(jii-? i^^'y^?. ^5^*^ j^ (sie?) njnIj^L)
^^jt (sie) ^\y (sie) i:i^«.s^^ Lxf y^y?.'^ ^yO byjC«, 15^^^ (^"*^*^ '^15^
(J^l xDt^ tiS"^ īJ;-? '^(5*^ t5'*7^:? 1*^ (si^') )'^
3. Fol. O*": ^c^Jf (ä, {j*>~> »^^ r**«*ÄJ" (-jLäS' (so in der Ueberschrift ge-
nannt), ein in osmanisch - türkischer Spraclie abgefaßter Commentar zur
36^'™ Sure des Qur^än. Als Verfasser wird gleich zu Anfang Maulänä
Farimt (sie) angegeben.
Anfang: oIIiäL miy^i^ i^^^^l N;^' i-jLäXJ| 5t>.A£ J-s. Jöl t^<Xi\ (sie) x-UI tX*i(
ivAkjJI J^iJlj (sie) oJLu-Jf
34 besclu'iebene Blätter; 20,5X16 ^"i- Deutliches, derbes, unvoll-
ständig vocalisiertes Nastadlq mit 15 — 19 Zeilen auf der Seite ; in Nr. 3
ist der arabische Text roth überstrichen. — Auf der letzten Seite noch
eine kurze Tradition vom Propheten in arabischer Sprache.
12. [Ms. Orient. 4". 186.]
Aufser einer arabischen Abhandlung auf Fol, 5 2'' — OO"* enthält der
vorliegende Codex die folgenden Schriften in türkischer Sprache:
1. Fol. l*— 11'': fj\JJ\ tXcU cjUJ', anonyme Abhandlung über Joj^>
richtige Aussprache bei Recitieren des Qur'än. Es ^^drd in zehn Fad
über ^j.S'Lw ^Jy>^ yj-rty^^ ij'5'Lw |VAX, (Hs. (jtX») s«X« |»L«j(|, vx*.ö püe u. s. w.
Türkische Handschriften 12. Vermischten Inhalts. 37
gehandelt. Aelinliche Schriften unter gleichem Titel: Leipzig Nr. 230,»
und Lee Nr. 19. Ueber denselben Gegenstand handeln sonst noch: Gotha
2,2, Leipzig 100,5, 101,1«. 2, Wien 1995, 20 «. 2t, Krafft 405, de Sacy
358,7, Ambrosiana 27 (osttüi'kisch) und (metrisch) ein in Wien. Sitz.-Ber.
VI, 223 erwähnter Druck.
Anfang: ^aS^ J^Xllj tXxj Ixl ^aää+JJ xasLxJI^ ^^JL»-'! v_jv «JÜ Jk.*il
^(Xö*i ^J-^JJ^I Ä-^J i^.}'^ ^LiJl *AilÄ ijly^'
Flüchtiges, vocalloses türkisches NasyJ mit 15 Zeilen auf der Seite.
2. Fol. IS""— 51": »I-*^;? ^^i^ Glaubenslehre des MuJiainmad ihn Flr lAli
{Birgeli), welcher 9 SO (beg. 14. Mai 15 72) oder ein Jahr später starb.
Die Ueberschrift lautet ^^Juil ^s^^j~> (•^^t'* «-'L^^- Man vgl. das zu Gotha
Nr. 49,2, wo dieselbe Schrift vorliegt, Gesagte. Die Münchener Hand-
schriften sind in dem neuen Kataloge unter Nr. 4 foL 15'', und 5 bis
8 verzeichnet. Lieber Drucke s. man auch Journ. Asiat. 184 3, II, 3 2,12
und 55,195, sowie 1859, I, 524,3. - — Dieselbe Schrift in Nr. 99.
Anfang: S^-LäJI haXs. tN.*.^ iwl ^^ 1-j>-'*?-j |»^-wiU LjItVio ^cjJl &-U t-V^il
Von gleicher Hand geschrieben wie Nr. 1.
3. Fol. 32' — 112': iiJj\.xjS' k!\.^^^ eine in zwölf JJäb getheilte Abliand-
lung über die Rechenkunst, insofern dieselbe dem Finanzbeamten nöthig
ist, von Yüsuf ihn Miillammad, bekannt unter der Bezeichnung s -ffLi.x! ^^
„Besoldungssecretär" '). Was den Titel betrifft, so erläutert der Verfasser
denselben mit den Worten: (_^^» c^LaauL^ ^v^I uj^y ,^1 ^^XjI ^^\ jcUu yo
(»iXJLsl ^u♦v.^j■ ^0 xajL*ä$' tc^*^ tc^.*>^'-*^ L'Lvu s yi uwL v^ ».jxäav . Kauaau-
ähnlich (kanaanisch) ist die Abhandlung offenbar deshalb, weil sie, der
Eintheilung des Jahres in zwölf Monate entspi'echend , zwölf Bäh um-
fafst, gleichwie Kanaan von zwölf Stämmen bewolint war; ob der Ver-
fasser vielleicht auch in dem Worte ,J,.^^ einen bezüglichen Doppelsinn ge-
funden wissen wollte, da ,j^K nach Frey tag, Biberstein-Kazimirski,
AVahrmund, Cuclie (2'° Auflage) und Butj-iis al Biistanl neben der Be-
deutung „Anfang" auch die andere „grofser Volksstamm" haben soll, will
ich dahingestellt sein lassen.
•^ ^ . -^ >
*) über die Bedeutung von 5 joLiwo b. Dozy, Supplement I, 79G".
38 Türkische Handscbriftcn 13. 14. Vermischten Inhalts.
Anfang: xüJLkx (jöLi^ jÜä. v:ywo-=» V^^ C U*'-!^-" i^' 7^'*^J L/''-*- is^ (X*^
Gleichfalls von derselben Hand wie Nr. 1 u. 2 gescluieben.
13. [Ms. Orient. 4°. 4 3.]
In dieser son.st arabischen Handschrift finden sich anch folgende zwei
Abschnitte in türkischer Sprache:
1. Fol. 79"'': das Ende einer Abhandlnng, in welcher — soviel sich
aus dem Vorhandenen erkennen läfst — zehn Puncte aufgezählt werden,
in denen ein Schüler des Sufismus J07'« ^üe Biene nachahmen soll. Das
Vorhandene beginnt mit dem fünften Puncte; derselbe lautet: »(X';t ^^^-.^.io
^(Jöl JLej^^ ^jOw.cLb »JCo ^tXil >li\ ;•-►**• *<^' (' »Haj^ ^^Jj' i'jl ^^1 »^
^^tXjl XjJof s^jw aüybl (^^.JUijdff (5-i-^L> Ny jiS' ^jyy ^i»> Jowc '~;;;^ »tXj'-i
sjol v:>jlvA« ^tAAÄJti stXjLi SjJsUi Jjsl sJC^.
Gewöhnliches, deutliches, meist vocalisiertes Nastaüiq mit 16 und 17
Zeilen auf der Seite.
2. Fol. 137^—139^: Erzählungen von dem berühmten Asketen und
Heiligen Bäyazid {Bistämi, f um die ]\Iitte des dritten Jahrhunderts d. Fl.).
Den Anfang macht ein Bericht von einer angeblichen Himmelfahrt des-
selben, überschrieben JovjLj (sie) _,lotJI.
Anfang: alS ^j.ijii |v5'vJol ■■^\a}\ »va», aJ..'l ij*-tXi' tXJVjL? "-^U».«
Ziemlich rohes, mit einzelnen Vocalen versehenes Nastaüiq; auf der
Seite stehen 20—23 Zeilen. — Gröfse der Blätter: IS X 13 cm.
14. [Ms. Orient. S*'. 319.]
1. JljC'l ^xc .*•:> 3 'JIäX^JI isi, Abhandlung eines Ungenannten über
die Abwehr des büsen Blickes. Dieselbe zerfällt, wie in der Vorrede an-
ffesreben wird, in zwei BäJ^ und eine ZätimaJi.
Anfang: jo..:s?'. tJl^ tX*^ ^^) >>^ j.i^*«Jl^ SwLa-'lj ^j-aJI».'! w>^ äJJ tX*.il
2. Fol. iT': der Z)z«-(7?i des Waxjdl (f lOSO, beg. 1. Juni 1609;
s. Hammer, Osman. Dichtkunst III, 4S0 '), Ghazelen (alphabetisch nach
*) sie! (1. i. Jyis i-Jj^, ganz voll.
') dafs es in der That dieser Wagdl ist, dessen B'nvün hier vorliegt, ergiebt sich
Türkische Handschriften 15. Vermischten Inhalts. 39
den Reimbuchstaben geordnet), Jluqattalüt, V'^ierzeilen, RätLsel «uLl*/) und
ein TarJclb-band enthaltend. Dem Diicän ist auf Fol. 'd^ und 10* eine
ra'n/-Kaside vorausgeschickt, in welcher die in das Jalir 10 GS (beg.
9. Oct. 165 7) fallende Eroberung der Burg von »^ durch Koprüa 2I)i-
Tiammad Pasa oefeieii; wird. — Andere Handschriften dieses Diicän finden
sich in Wien Nr. 709 (I, 66 1) und im Bvit. Museum (Rieh Nr. 185,:).
Anfang des Ducän: fjuo ^J^«>> ^^•> ^y^^ ^,J^^T aJÜCä-'v *_t
3. Fol. 2S'': einzelne Ghazelen von Busdl, ilzzafi, lA-nm dem Bosnier
(t 1122, beg. 2. März 1710; Hammer, Osman. Dichtkunst IV, 40), Fä'iq
dem Lahmen —^sS (f 1127, beg. 7. Jan. 1715; Hammer IV, 80), I'anä'l
(mit dem Beisatze j»^yxi).
4. Fol. 29^: eine reiche Auswahl aus dem. Dtioän des Bahä't (f 1064,
beg. 2 2. Nov. 165.3; Hammer, Dichtkunst HI, 406). Den Anfang machen
Kasiden, zuerst zum Lobe des Sultan Aluräd (IV, reg. 1032—4 9 = 1623
—40), darauf folgt ein Ta'ny^ auf ein Ereigniis aus dem Jahre 105 3 (beg.
22. März 164 3), dann kommen Ghazelen, MuqattaiCd und Buhäilyüt.
Anfang: «^J^ )^ i^t^Oo' ,£^^ Cy^*^ '-'^^s«=^'
39 Blätter, von welchen S, 27, 3S und 39 leer .sind; 19,5 X II cm.
Taihq von verschiedenen Händen und mit verschiedener Zeilenzahl auf
der Seite (Nr. 1 hat 24 Zeilen); die Zeilen mit Au.snahme von Nr. 1 und
2 schief laufend; die Seiten mit einer rothen Linie umzoo-en: auf den
ersten Blättern ein Fleck ; mehrere Blätter als zu breit einffeschlaffen : auf
Fol. 1" der Abdruck eines Siegels mit der Inschrift ^iia^cx Joüw. — Auf
einem aufsen aufgeklebten Zettelclien steht „106 Muchlinski 111".
15. [Ms. Orient. 4". 637.]
1. Eine am Anfano- defecte Sammluno- tüi-kischer Musterbriefe, wie
dergleichen Lijl genannt zu werden pflegen. Das erste ganz vorhandene
Schreiben ist ein vom Neumond sie des Gumädä II 94S = 22. Septbr.
15 41 datierter Bericht über die zweite Eroberuuff Ofens durch die Türken,
aus dem Umstände, dafs die zwei von Hammer auf S. 481 übersetzten Ghazelen hier auf
Fol. 21^ u. 22'' stehen.
40 Türkische Handschriften 16. Vermischten Inhalts.
^cjLj oö^ ,i> ,j^<X? Ä*Jj »xibisi; s. Hanimev, Osman. Reich, Ausgabe in
vier BäTiden, II, 172.
2. Die Briefsanimlung endigt auf Fol. 79'' mit einem von der ersten
Dekade JjI^I des Ralnl 11 1005 (= 22. Nov. - 1. Dec. 1596) datierten
Schreiben. Hierauf folgen zunächst einige Recepte, und hierauf eine am
Ende defecte, titellose und anonyme medicinische Schilift über allerhand
Schmerzen und deren Heilung. Den Anfang macht der Augenschmerz
(sie) ^5->*'yj■| )*^- Fol. 80 gehört vielleicht an das Ende.
Anfang des InSä,: (oJj-j JftVXwl )J^ i^ti^v^ JltX=.j
der medicinischen Schrift: ij'^\j ^s» i^JLi» J.l u*-Ijö ^ r^j o^^-^j J>-4.^
(^>>\jJo SO^^« |^t\/)tVe 'ii}\t>y^yje j,jS iLf^yXXi ^j*tXäj. jLjti'
88 beschriebene Blätter; 20 X 14,5 cm. Die Briefsammlung mit
gutem, doch oft recht schwer zu lesendem, elfzeiligem Dlwänl, die medi-
cinische Schrift mit ziemlich rohem, doch deutlichem, fünfzehn zeiligem
Nastalliq geschrieben.
16. [Wetzstein H, 175 8.]
Diese Handschrift entliiilt neben verschiedenen arabischen Schriften
(unter welchen sich auf Fol. 7'' ff. die Burdali mit türkischer Paraphrase
von Saiyid Hasan RidCi'l befindet) die folgenden dci- Erwähnung werthen
Stücke in türkischer Sprache:
1. Fol. 45: ein juristisches Lehrgedicht, dessen Anftxng felilt. Aus
dem noch Vorhandenen ergiebt sich indefs, dafs dem Gediclite der Titel
»LaüüI 'ik:ä zukonmit, und dafs der Verfasser AqsanVl- liä(^(jt- Efendi-oyli
hicis; Fol. 45*' Z. 4 u. 5 heifst es nämlich:
j^^.A*JljJI ^o^ (^tXJol XJLa-o 2(->l_ö.-s j_J j.AÄi y*^\ v(JuJ-C«f ,^J<Äil ^_=>.La. ^l«-wJ>l
j^^aaJUs (^I ^^itäsi iJiyjJii \yiy\ vA-äi» (j*^ sLoäJI &isf ^cJoO» ^^^^*^ «J 7^7^ (.5«^^'
In einem der Handschrift vorausgeschickten Inhaltsverzeichnisse von frem-
der Hand erscheint der Name des Verfassers in der Form al-Saiyid Ilasan
Ridä'l; bei Ö. X. VI, 63 6 heifst er vollständig al-Saii/id al fläßg Öasan
Bidä'l ihn al-saiyid iÄbd al-RaJiviän al Aqsarä'i] ebenda erfahren wir,
dafs er im Jahre 1074 (beg. 5. Aug. 1663) starb.
Anfang :
Tüi'kische Handschriften 17. Vermischten Inhalts. H
2. Fol. 63\ 'Jr u. 120'': ciiiig-e Gliazeleu desselben lüdä'l] Anfang
des ersten (Fol. 63"):
^3A«| u^iJyj (^JJ^I ^Oä-U=. (j^ u'^'r? ;>5y^^ ^ 15!
3. Fol. 63'': jJlyiJI üL^o, ein kurzes Lehrgedicht über Erschaffung und
Inhalt der sieben Himmel, oder, wie es in der Ueberschrift lieifst, ^Lj
j.t>^i| tM cjU^-L,^i|. Als Verfasser wird in dem bereits erwähnten Inhalts-
verzeichnisse derselbe Rida'i ffenaimt. Verschieden von der oleich be-
titelten türkischen Schrift, welche in den Handschriften Nr. 5*,js und 3G
enthalten ist.
Anfang: ÄjUla.4a/) tX*^ tjy^^^ »^.o ÄolJ>is. ^^Jwa. (»isjol äjI^Xä.
4. Fol. 67^: ein aus zehn Bait bestehendes Gedicht zum Lobe des
iAhd al Qadir Gilünt (f 561 = 1166), in welchem das 2% l"", 8'", 12'%
16% 20''° Misräl eben nur aus dem Namen ^)k^ ^Oi\si\ ^Xaä bestehen.
Anfang: ^^jik^f ^liUJI iUä ^^jliaJL« ^yJL^^\
5. Fol. lig*": zwei Bau aus einem medichiischen Lehrgedichte eines
gewissen Sarifzädah, mit Commentar. Anfang: Sl>!i> -ic t5^*J) iiL»j' ^3^».
I^;5; Ueberschrift: (»tXJljl —l-^x*«! ^t^Äjl^r i25L».xX!=. -b »oKi-äjj.^.
Die ganze Handschrift hat 120 beschriebene Blätter von 20,5 X 1-4 cm.
Sowohl die paraphrasierte Burdali, als auch oben Nr. 1 und 3, und aufser-
dem noch einige andere (arabische) Abschnitte der Handschrift sind, wie
eine Bemerkung ') am Ende des mehrfach erwähnten Inhaltsverzeichnisses
sagt, von der Hand des Verfassers al-Saiyid Uasaa Ridä'l selbst ge-
schrieben.
17. [Ms. Orient. Fol. 389.]
Der bunte Inhalt dieser Handschrift ist der folgende: Fol. P ein
Gebet und einige ßecepte; — Fol. l**: Verzeichnifs der Propheten und
Patriarchen von Adam bis Mulkmitaad , im ganzen einundvierzig; — Fol.
2*; ein Verzeichnifs der Hinterlassenschaft cjLäJÜ^ des Propheten, beginnend
mit einem Kaftan aus KameelwoUe ijlÄÄi" ^^«X.äJ^. s^j; — Fol. 2*": die
Genealogie des Propheten ; — Fol. 3*" : ein kurzes Dynastieen- und Fürsten-
') p^jJI '-äJ^-^.'l iai» ^A Äfi^*..^l (sie) ItViS ^ Lo cyK^XX-^JI (sie) I jjo
iÜlAul. S4.^^ &aA£ !iXi\ ä*Ä.N ^\^) (^^S> tVA*»JI
Türkische Handschriften.
4^ Türkische Handschriften 17. "Vermischten Inhalts.
verzeichnüs, von Adam bis Sultan MuHammad IV (105S); — Fol. 5*':
Tabellen über Erbtbeilung, öUa..«Ju u^y J^'— ^ Ubersclirieben ; — Fol.
11*: ein medicinisches Eecept; — Fol. 11^: Muster für gerichtliche Aus-
fertio-ungen c>w^, sowohl in arabischer als in türkischer Sprache; — Fol.
19'': Tabellen, um die Stunden des Tages zu erkennen, o- — • — *_-c J.tX—»-
bcj.x c^LcL« (Hs. «yyjLc!); der Zweck ist, wie die beigegebenen Erläuterungen
beweisen, hauptsächlich, die Stunden des Gebetes erkennen zu lehren; —
Fol. 2 2': ein Ghazel mit der Ueberschrift ^^lc |J.j(XjL*JI ^\ »•!V"-'I saäJ'
jUjt; — Fol. 22^: eine Sammlung von Faticä, die ersten von einem iÄlt,
die folgenden von Qädi-yän u. s. w. — Fol. 28'': ein Qänün-nämah über
Abgaben von Grundstücken, o-äs- ^^^^^ und ^^ää c>Äa. (vgl. Hammer,
Staatsverfassung I, 187); — Fol. SO*": ein Aufsatz über die geographische
Lage u. s. w. der bedeutendsten Städte des osmanischen Reiches; das
Nähere ergiebt sich aus der Ueberschrift: ^y\r,..fi siXj^^ &Lj ol»^t L'Lwj
Äi>j^ J-", ;jJLc« J ^^.>gjyJaÄia.w»j: ^y>yi ^ (,Hs. iiS^"^, ^^1) S-jkkß^ ^üijl
^^Jü^ ;tXjl ^Lo ^_j^ (Hs. ^^.-^1) y^S'i ^;l^ (Hs. l\^\) J>igl, ;^
au^'.l oJLü.; den Anfang macht natürlich Konstantinopel (|vJjl euÄl2Äk».5
II ij^^l xÄi-k ^'»xs. (11,^1 jJötXwrU»); — Fol. 37': eine Abhandlung über
eine Schwefelsalbe und ihren Gebrauch; Ueberschrift: ^Lä- ^j^ &JL«p
C^J^I »^o ^L oovA^ j^iju oo^; — Fol. 39"': ein Lehrgedicht in
Strophen von je vier Zeilen, von welchen jedesmal 1, 2 u. 3 einen Reim
unter sich haben, während 4 stets (und in der ersten Sti'ophe auch 2) auf
(fijoil ^.>_ reimt; das Gedicht ist überschrieben wUjI ^yi &xä^ und be-
ginnt:
Fol. 40': Recepte, das erste ^um Schwarzfärben des Bartes, \J~*^-f^ JLius
Anfang: i^ji^^ |»is^>> »j ^jJ».*^ ^ äu.-J^I _i^ xX}^ jü^^I i_^b ^1 J-«ai
i^^Ji äfÜ^a. w'L&'.i.o o &J>jt
38 beschriebene und eine grofse Anzahl leerer Blätter; 27 X 12,5 cm.
Verschiedene Nasyi- und Z)F£Cö«T-Hände mit 26 — 31 Zeilen auf der vollen
*) Die Handschrift schreibt sehr unorthographisch: ^^wAi oOjjj ijcL». ^'^j^ «JL».
^J.I (i^O ^e^L? ^r*^-
Türkische Handschriften 18. 19. Vermischten Inhalts. 4$
Seite; wie sich schon aus den wenigen mitgetheilten Zeilen ersehen läfst,
ziemlich incorrect geschrieben.
18. [Wetzstein II, ITTS.]
Diese Sammelhandschrift enthält die folgenden türkischen Stücke:
1. Fol. 14 6*— 15 P: eine Abhandlung über den von ^aix, lÄbd al Ko-
rim Gilänl in seinem Buche, welches den Titel i-ä^ (d. i. '|VJkiJI. '.°.^fl(
(♦.A^^l ,j-.,-Ä.Jl xJUI jv-J ry-^ ^' '^' '^" ^' ^^"' ^^^^9) trägt, über-
lieferten Ausspruch des Propheten (ob^-i öotXs..): x-'y-JI wj:JC'I ^j, U JT
kJaJLül 3 k^. Weder ein Titel, noch der Name des Verfassers wird ge-
nannt; als Zeit der Abfassung aber wh'd am Ende der 14. Ja '/ Tiijgah
983 (= 15. März 15 76), als Datum der Abschrift der Neumond sie des
Eajah 1046 (= 29. Nov. 1637) angegeben. Als Schreiber nennt sich
ebenda Abu Bakr ihn Wah.
Anfang: v.yJÜLc L> 1^'i 'öJ^Läx ^ Uj^' olo 'vr^'' -^t-" ^. «-^' <J^'
2. Fol. 15 3": eine kurze anonyme Abhandlung über die Buchstaben,
welche einer Anzahl von Siu'en des Qur'än vorangestellt sind.
Anfang: Jjl f,^*^) ij^;-^ *ur^' «^"^-»^ ^)f^ o^^' ^^} ^■^}}^ f}y^
3. Fol. 166'' bis zu Ende: dasselbe «wb^^jU aus der Zeit /S'«/a^'??^ä^^'s I,
welches auch in der Handschrift Nr. 261 enthalten und doii; ofenauer be-
schrieben ist. Die beiden letzten Blätter enthalten ein von fremder Hand
geschriebenes Vei'zeichnifs der CapitelUberschriften , welche im Texte roth
eingeschrieben werden sollten, aber weggelassen sind. Da indessen die
Ueberschriften im Register numeriert und die gleichen Nummern überall
da, wo ein neues Capitel beginnt, an den Rand des Textes geschrieben
sind, so ist es trotzdem leicht, sich in der Handschrift zurecht zu finden.
Anfang : ^ Jö ^^ Ji^ Jkc xlllj \jöy^\^ cjL*! \\ täjJLo aj ^5 jJI ^JJ ö^\
Verschiedene, mehr oder weniger gute A^as^al/i^- Hände; Grofse der
Blätter: 20,5 X 14 cm.
19. [Petermann II, 4 92.]
Diese Handschrift enthält, aufser einem kurzen Aufsatze in arabischer
44 Türkische Handschriften 19. Vermischten Inhalts.
Sprache über die s^JLoJI is^wi auf Fol. 184''— 186'', die folgenden Schriften
in türkischer Sprache:
1. (^ (jLffLi ää:^', ein Werk über die ,jJtX.'f Pjv»? dessen Inhalt nach
einem Konstantinopeler Drucke vom Jahre 1258 = 1842 von Hammer
in Journ. Asiat. 1844, I p. 21 9 f. näher angegeben wird. Den Verfasser,
den ich in der vorliegenden Handschrift nicht genannt finde, nennt
Hammer daselbst Abil '/ Baqä KaffawT und theilt zugleich eine kurze
Biographie desselben mit; aus ihr ergiebt sich, dafs er im Jahre 1094
(beg. 31. Dec. 1682) starb.
Anfang: '^LaJÜJI ^jje jd (j-iXo^ *,jlj ^>j^ J^ »-Ut J.«.^
2. Fol. 117": eine sufische Abhandlung, von welcher im Texte selbst
weder Titel, noch Verfasser genannt sind; am Ende aber steht jüLwj o>.+j'
«J jJjl (^ yks. JUL,^ tXA*«.JI vaääJI tXj J^ (sie) f£d^y»j.i\ äLov^ÜIj xajoIÜI , was
doch wohl heifsen soll, dafs die Abhandhing den Titel x^y^^ »^>^^ &Jl*«^
trägt, von einem gewissen Sarmadi verfafst und von einem Manne Namens
al-Saiyid Gum'ah geschrieben ist.
Anfang: xJLöäj UJ ajüI UJ LXii jXwl^ 8oLa£ J^ ssi^ v^; \j'*^ ^^ tX*»!
3. Fol. 138": tXjUj ;J-;l«< J^ ^vä^ 'J^jUä C;;!^? ei» Werk über die
lAqä'id, die Gi'undlehren des Islam. Der Verfasser wii'd, soviel ich sehe,
nicht genannt; derselbe hieis aber, wenn anders das von H. X. HI, 216,
5000 mit den Worten ^Ji OoIäxJI ss4> angeführte Werk mit dem vor-
liegenden identisch ist, nach jenem Bibliographen lAhd al Magid al-Suoäsl.
Ein Verzeichnifs der (nicht gezählten) Capitel nebst Blattweiser ist voraus-
geschickt. Ueber seine Quellen sagt der Verfasser in der Vorrede: \^\yj>
Auf Fol. 139* ist ein Siegel abgedruckt.
Anfang: LääJI Ljby JoUä (sie) tXjljJb Lj^Iü iU*«JI (sie) OtXJ |j.J itX*i>
4. Fol. 187": ^^jjjt ^^i^ ^ '^^V-ai-l C^^-^i^ (Fol. 188" Z. 0 v. u.),
*) die Handschrift schreibt Fol. l"" Z. 4 ^^UcLiJI ki^ ; vgl. den persischen Katnlog
S. 1275, Nachtrag zu S. 84 AI. 2, wo von ähnlichen Iiybriden Bildungen die Rede ist.
^) Hs. wÄt &]L|.2>. .
') Fol. 140'' Z. 3. Die Handschrift schreibt ganz deutlich OvJ» statt ^sM
*) Die Handschrift schreibt wiederholt (joä- statt ^■/■»^ , wie es doch wohl heifsen
mufs.
Türkische Handschriften 20. Vermischten Inhalts. 46
das in zehn Bäh eingetheilte Werk eines ungenannten Verfassers über das
Gebet, Das erste Capitel ist überschriebeti «yl^JLo n^y^s i5*''^> tii^il^Jj SSb
»vtXJj ^jJbliMj ,j.jJljlp, das letzte cj»^ä (^ä^ »S' »tX^I jjL-u («JU^ J^
^i\-ii.*^j_}| Jöy^ ^jtV.>ci^->«JI äaJ^ J^-^»'^. Die Einleitung ist in Versen ge-
schrieben.
Anfang : ItVii'l «J.l xÄxiikS' csJ^jI Jt^ Ijöjf (3^. J.^=> syj »cXas^I.
235 beschriebene Blätter; 20X13 cm. Kleines Nastailiq mit 21
Zeilen auf der Seite; die Seiten mit einer rothen Linie umzogen. Die
ganze Handschrift ist von derselben Hand, nämlich der des Saiyid Gumlah,
geschrieben, welcher sich am Ende von Nr. 2 und von Nr. 3 als Schreiber
nennt; an letzterer Stelle datiert er diesen Theil seiner Arbeit von einem
Freitage, 29. Muliarrcm 1086 = 25. April 1675.
20. [Diez A. 4°. 5 7.]
1. (' ^LKil ^Lä., eine Sammlung von Erzählungen von dem Pro-
pheten MuTtaminad, Hasan Basn, Jesus, Ihrähim (Abraham), Müsä
(Moses) u. a. m. Jedes Vorwort und sogar die Basmalah fehlt; die Samm-
lung beginnt sogleich mit dem Anfange der ersten Erzählung: j.j ooKjs.
^5JuiJ| ^d^^ cJ^*^ J'^ (J^.).?"^?' stXJjl *i^.A»Ji äuAx Jr") OJ^' l^iese Erzäh-
lungen sind fast alle in Dieterici's Chrestomathie Ottomane p. 18 f.
hei-ausgegeben und drei davon p. 8 1 f. übersetzt.
2. Fol. 11": eine Erzählung von Jesus, beginnend: xaIc ^c*«.a£ ooKj=»
^o^^yi^\ &J.ajUs?I ^j^ vj (.iLwJI. Auch diese Erzählung ist von Dieterici
a. a. O. p. 30 nr. 15 herausgegeben.
3. Fol. 12'': Betrachtungen eines gewissen Ähli über die Hindernisse,
welche die Menschen abhalten, sich für den Uebergang in das Jenseits
vorzubereiten. Es werden deren sieben aufgezählt.
Anfang: ^i.i «XLe ^iL Jjl ^^^Ljt> ^^U ^ »tXicJl sf ^Ck^S jL.^ ^J^^\ J^\
4. Fol. 13": (Mj>JI Ä^icU Lj^-^;j Lehren des Proj^heten an seine
Tochter Fcäimah über das Verhältnifs zwischen Mann und Frau.
Anfang: ^ i^jkisys. (^JocjI &jl..gj^ «-UI ,^^ x^icLi ^j^S' yi (.^^*JI 2tA-lÄ ^y*')
^iXi i^yXÄ^ 5(>.j^s.l <^)y^ *^yV.J **^^)>'
1) Hb. äjKII.
») Hs. ^5^yi .
46 TürkiäcLe Handschriften 20. Vermischten Inhalts.
5. FoL 16*: eine knrze Belehrung über die Segensformelu , mit wel-
chen der Schriftsteller sein Werk beginnen soU.
Anfang: - ^^ \5*^ scX-y t^\jS' ^^Ool ..ä > » ^ ^ ^^^»Jkjjk^^ <j^jl.>£^ ^
6. Fol. 16": eine Abhandlung, deren Inhalt und Tendenz sich aus
den Anfangfsworten ergiebr: »Jö ijUjt By<3 sf ^öSS aCJw' jüC'.I *Jjl« ^:I
7. Fol. 2P: eine auf -4JjZ lAbd-dRah al-Dainaicaft zurückgeführte Er-
zählung von Fragen, welche angeblich ein griechischer Kaiser dem Muiä-
wiyah vorlegte, und durch deren Beantwortung der Kaiser sich zum Krypto-
Muhammedanismus bekehren liefe.
Anfang: -'■ >^ vj-^* o*jUä x*JLr ^y ~*i-ö s^ «Jol JLäj ^»^jJt aJLfl tX** »j'
SJUiU'x -Äi^L=>. 2U£ sJJ' -j£^ S-'.Lxa-
8. FoL 31^: ein Abschnitt über die Verheirathung des Propheten mit
der Xadi^aJi. Derselbe scheint einem gröfseren Werke entnommen zu sein,
da er als Jl' ^-JL^ bezeichnet ist.
Anfang: ^^-^ ^4>j' ^Lo ^.tUia.!^ (* ^^^! s^iXä. J;— ^ vSjw.dÄ J.t ^j-J^
..«y o &^J^ t^ «Ji-:' >JLi .=^l>< sJL.^ &aJ^ SJJ' &4.»« ^e~<=->
9. Fol. 37'-: Unter der üeberschrift .>..4^ «..^wc oöLJ jj Jj (' Iu^p
(* s'^M JuLie LiL die Lebensbeschreibung des im Jahi^e S79 (heg. IS. Mai
1474) hingerichteten MaÜmüd Pasa, welche durch F. Dieterici's, nach der
vorliegenden und der Dresdener Handschrift besorgten Ausgabe und Ueber-
setzung (Chrestomathie Ottomane S. 1 — IS u. 63— Sl) bekannt ist. Üeber
MaRmüd PaSa, welcher auch, und zwar unter dem Namen lAdani, dichtete,
s. man besonders Hammer, Osman. Reich H, 122, Osman. Dichtkunst
I, 13S, Gibb, Ottoman Poems p. 15 und 173. Andere Handschriften
finden sich: in Dresden Xr. iSl.s, München Xr. 19 fol. S6 und Xr. 106,
Wien (Flügel Nr. 1Ö35,2 und 1036,i [H, 250] und Krafft Nr. 307,
zwei Exemplare), imd Leiden Nr. 961. Auch besitzt die hiesige Biblio-
thek in Nr. 1,6 und 245 zwei weitere Handschriften dieses Aufsatzes.
*) äel Es soll vennutUich ^diJid^^\ heifsen.
*) d. i. ^wcLäl „unsere Mutter".
*) sie! 1. «ix^P; s. die Münchener Handschrift 19 und oben Nr. 1,6.
*) sie! 1. slj- ^IJs.
Türkische Handschriften 21. Vermischten Inhalts. 47
Anfang: «Jot ^Lo J'^' ^j^^l ^'j ,jX> xäjÜ^ Ü scXäjLcv LiL J^.^^ i*^*^
5 0 beschriebene Blätter, 21X15 cm. Grofses, kräftiges und deut-
liches Diwäm-nasyJsi mit 17 Zeilen auf der Seite. Am Ende von Nr. 7
nennt sich als Schreiber ein gewisser Bakr und giebt an, dals er seine
Arbeit in der Madrasah des Häj^t-o/Ji in der Stadt .... (für mich
unleserlich) gethan habe; am Ende von Xr. S nennt sich als Schreiber
iAbd-aüäft und giebt als den Ort seiner Thätigkeit die Madrasah des HäggJ
Sinän und als Zeit der Vollendung der Abschrift einen Freitag im Jahre
1111 (beg. 29 Jimi 1699) an; dasselbe Jahr der Vollendung wird am
Ende von Nr. 9 angegeben, wozu sich ein Leser am 5. Ramadan 1180
(= 4. Febr. 1767) eingeschrieben hat. — Auf Fol. 1* stehen noch ein
paar Verse.
21. [Petermann II, 425.]
Eine Handschrift mit verschiedenen Aufsätzen astronomischen, astro-
logischen und mantischen Inhalts; nämlich:
1. Fol. P: ujJjLc. wi-'Lft ^Lo o, eine auf Aristoteles zurückgeführte
Anweisung, bestimmte Schlüsse auf Sieg oder Niederlage zweier Feinde
aus dem Zahlwerthe der Buchstaben in ihreu Namen, in denen ihrer El-
tern u. s. w. zu ziehen. Vgl. den Katalog der arabischen Handschriften
zu Gotha HI, 13 7.
Anfang: ü5s*jJ.Jü^ (jU» -^ > -^ '^ ^c^jl sf .^ y^ J^j^ »i'Us.i^ w<Jow. -JLc
2. Fol. 1": eine Zusammenstellunof der wichtig-sten astronomischen
Kenntnisse, ohne Angabe eines Titels oder Verfassers. Die Abhandlung
berinnt mit der Erschaflunsr der neun Himmel und endiqt mit einer Ta-
belle über verschiedene Acren. Aus der letzteren ist zu ersehen, dafs die
Abhandlung im Jahre 1016 (beg. 2S. Apiil 160 7) unter der Regierung
AMiTiad's I vertaTst wurde.
Anfang: '^j^ Ji.-j Lc Jjl'I. ^ ^yjy ^^ ;J-'Lä- J«' '3ou ^' Äii. '(X=. ^< cX*^.
3. Fol. ll'': eine Abhandlung ohne Titel, in welcher der ungenannte
Verfasser sich die Aufgabe stellt, diejenigen, welche behaupten, dafs (.JLt
>4Xs»j ,,^1 (^jÜXX:^ Jtx_wcX-Ljc. «U.ä.f , in ßeziehtmg auf die Astronomie
eines Besseren zu belehren. Viele Kreise und Tabellen sind eingefügt:
48 Türkische Handschriften 22. Vermischten Inhalts.
auch findet sich, wie es scheint nur als ein zur Ausfüllung der leeren
Seite eingefügtes Notat des Schreibers, eine Anweisung zu der J^; ge-
nannten Art der Weissagung; vgl. Gotha, arabisch Nr. 1314 (11, 4 87).
Anfang: ^jl=»j ^^j^ ijlj,^^ ^^U^«!; ^^>j>o^ ö-'*^ '-'^' \j^h ^ ;^; cjS*;-* '^♦^
4. Fol. 45'': *..^5CLo Jül tÜ^ j^^Lc ^^U^r jT ,j*-^J^ p:?;'^'? eine Zu-
sammenstellung sännntlicher osmanischer Sultane, von lüOmän, dem Gründer
der Dynastie, bis zu Malhnüd I (seit 1143, beg. 17. Juli 1730). Den
Namen der Sultane ist das Jahr ihrer Thronbesteigung und die Dauer
ihrer Regierung beigeschrieben.
Anfang: (sie) jj^^^l ^^LiiA*« tj"^^=» (5)'-^ u^^ (jU^ä tr^J-=
».2»
2U,
5. Fol. 4 6": das Ende einer astronomischen Schrift. Das Vorhandene
beginnt mit j^jaj ^jm^-ä J-.^^^ ü^;' i«j^aX;o 54>wAi^Ä Lo'l wl;^».o ,j**.«Lii.| J„tai
,0 stXÄjLj ^.Ä.jw.*.j ciLÄjyJJjItXa. ^jJiLi; dann folgt >-ä_;L.^s' ;j«l>LwJ| J..Äi
sJOoIaj e^j-AJ.IcX.^ _.j_^.j K.«<..4..Ä. SvLa-w J..j^.^ U 5 5^^-»*^ Si^xjL5stJ\l^ii
,0 u. s. w. Den Beschlufs macht ein Abschnitt über Chronologie und
eine tabellarische Zusammenstellung darüber, wie viele Jahre seit gewissen
Ereignissen vergangen seien. Da hier die seit der Hf^rah verflossene Zeit
auf 1217 Jahre angegeben wird, mufs die Abhandlung also in diesem
Jahre verfafst sein.
5 6 beschriebene Blätter; 21 X ^5,5 cm. Verschiedene gute NastalJiq-
Hände mit wechselnder Zeilenzahl auf der Seite; bis Fol. 45 gelbliches
Papier.
23. [Petermann 694.]
Zwischen arabischen Abhandlungen enthält diese Handschrift die fol-
genden zwei Abschnitte in türkischer Sprache:
l. Fol. 4 8-'— 5 7'': eine Art politischer Ethik, welche in den einleiten-
den Worten als ÄÄxkJ ^jULo^; ^äj^cö ^Laj ^xol bezeichnet wird; ein Ver-
fiisser wird nicht genannt. Die Abhandlung ist in die folgenden vier
Bah eingetheilt: l) Foh 48^ ^\ ^jjj, ^IoT^ jji^l <J-ä^ ;^ — 2) Fol.
5 3-'': .Ä.W yXiO-i ;0 — 3) Fol. 5 5'': ^i> »cXäjLo xÄjys. ^ajJJ — 4) Fol. 5 7^':
Türkische Handschriften 23. Vermischten Inhalts. 49
Anfang: (Xcly> ö^^^ oJjO ^J\^^\ t>-v**»J ^Äxkl i^Ll^s^^ **Jr-^ ^'-•^ »**^l
«jf<> ^(ÄÄlaJLu. '•■■I I ff"
Schönes, mit einzelnen Vocalen versehenes NasyJ.-^ auf der Seite stehen
15 Zeilen,
2. Fol. 64"- TS*": 0>yuJI ^1 Loülx^j, das Gebetbuch des Abu 'l-sulüd
(t 982, beg. 23. April 1574; s. Hammer, Dichtkunst II, 352). Der
Verfasser sagt u. a. in der Vorrede: ö^joL=.I ».tX-bl ».«.-^ «üoLiLc»^ jo 5C>Lot ^
(sie) XJv=i ÄAÄ^' ijtXJ^X! ^LjIj jjtVJ^ÄÄX ^L^i^lj ^Ojt^«.CI CjL3!^v[^] ^OitÄsSP
J.I vO *iLj Äx^c^äjl Leo ij^-s\j| <^lwo j>^ ^-«U»-' D^s Buch ist einem vor-
nehmen Manne zugeeignet, welcher in der vorliegenden Handschrift nicht
genannt wird; nach H. X. III, 228, 5081, wo das Buch besprochen wii*d,
hiefs derselbe MuUammad PaSa al lattq, nach den Handschriften von
Dresden, Leipzig und Coburg aber vielmehr lAlt PaSa. Der Inhalt ist in
eine Muqaddimah und sieben Bcd) eingetheilt; der Inhalt dieser Abschnitte
wird von H. X. a. a. O. mitgetheilt. — Andere Handschriften finden sich
in Dresden Nr. 143,2, 262,2, 289,3 und 337, Leipzig Nr. 113,3 und Co-
bui'g Nr. III, c. Auch ist in der hiesigen Sammlung ein zweites Exemplar
in Nr. 38,2 vorhanden, welches den Gönner des Verfassers gleichfalls lAh
PaSa nennt.
Anfang: cjI^jJI >— *a.^j of^i^t (sie) «xiLo J.l (j^-Lö ^ Axjy ^\.f^^ tX^^
Flüchtiges, doch nicht undeutliches Nastailiq mit 20 Zeilen auf der
Seite; Randbemerkungen sind zahlreich vorhanden.
Gröfse der Blätter: 21 X 16 cm.
23. [Diez A. 8«. 121.]
Folgendes ist der Inhalt dieser Handschrift:
1. Zwei Anweisungen mit Tabellen zu der Art des Prophezeiens,
welche JU genannt wird.
Anfang der ersten: iu!^ x^\.i Sj^ i_>^iaJb jöyi! ^^isXjHyi cjjI^ä |»*^ J'-» ■^^
,„>jtÄJI Ä>Läx) sJOä^ t5*"T^'
2. Fol. 2": unter dem Titel sj^ «juLo „wunderbares Kunststück",
eine Anweisung, zu errathen, in welcher Hand einer Person, die in der
einen Hand einen goldenen, in der anderen einen silbernen Ring verborgen
hält, sich der erstere befindet.
Türkische Handachriftea. <
50 Türkische Handschriften 23. Vermischten Inhalts.
Anfang: «u«juÜsLo ^^}*> '^)y- ur^}^ »tX^JI ^jj ü^^t? c^^^' 5t>-ül ^j |»oI ^j
•LxJ y^ &Jl gr^^Ö i-jl^ itwijl Jl^*« ^^ ^4> StXjl ^^i' üfjj.J ijyJ'
3. Fol. 3'': unter der Ueberschrlt't Jüoo!ÜI '^yy^ Ij^ eine alphabetisch
nach den Anfangsbuchstaben geordnete Sanimbmg türkischer Sprichwörter.
Die Abtheilungen mancher Buchstaben, wie li) und 3, sind ganz leer ge-
lassen, die anderer nur sehr schwach versehen, die Buchstaben ^e, jjö,
Jfl, Ja, c, c, o, ij, J, [•, j, ^5 endlich sind nicht einmal angeführt. Die
umfassendste Sanmilung türkischer Sprichwörter ist bekanntlich die von
0. V. Schlechta-Wssehrd herausgegebene (Wien 1865. 8'^); reiche Zu-
sammenstellungen linden sich auch in Wicker hause r's Wegweiser (zu
Anfang) und im Anhang zu Jaubert's Grammatik; auch in Konstan-
tinopel sind ähnliche Sammlungen mehrfach gedruckt worden: s, Journ.
Asiat. 1859, I, 552, 63; 1863, 11, 269, 143; 1871, 11, 147, 22; 1873,
1, 547, 37. Handschriftlich sind deren in Upsala Nr. LXXVI, in Wien
Nr. 649,3 (I, 615), in Paris (mit französischer Uebersetzung ; s. Journ.
Asiat. 1859, I, 583 Anm.) und in den hiesigen Handschriften Nr. 34, i
(vgl. 203), 155 und 156 vorhanden.
Anfang: yoxÄj^l ^ ^\ (Schlechta Nr. 12; ^aä ist für ^T geschrieben).
4. Wenn man die Handschrift umdreht, so hat man nunmehr als An-
fang derselben eine Sammlung der Schwanke des Na^r al-din Xioä^ah vor
sich ; s. das zu Nr. 4 61, welche Handschrift ein anderes Exemplar der-
selben Erzählungen enthält. Beigebrachte. Ebenso wie jene, wurde auch
die vorliegende Handschrift von Dieterici zu seiner Chrestomathie Otto-
mane benutzt; s. daselbst p. II der Vorrede. Auch die Handschrift Nr.
462 enthält dieselben Schwanke. Die Ueberschi-ift lautet in der vorliegen-
den Handschrift: j^l ^^xj^^jÄ izyLI^Ä. (ja*j aSwc^Ä^jo ^jJJI »^aj (sie) to^
Anfang: ^y)S »Xjss ^>j.>j' x^äj^j ts5UjJoLil ^JJI yoj (sie) lus-y^ (ifjs ^5^ aSUJ ^^^■
25 ^) beschriebene und, haujjtsächlich zwischen 3 und 4, viele leere
Blätter; 19 X H ci'i- Gutes Nastaüiq\ 18—21 Zeilen auf der Seite. Auf
einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: J>.i.o <-)y^) *^>-'^ (j^»J^' r^ i_>LäJ'
•) nämlich Nr. 1 — 3 dreizehn, Nr. 4 zwölf Blätter.
Türkische Handschriiten 21. 25. Vermischten Inhalts. 51
24. [Diez A. 8°. 140.]
1. (NUj^'I si\^cL> (Fol. 2'' Z, 5 V. u.), ein Schriftchen, in welchem der
Verfasser lAhd al Karim ihn Mtüiammad Ausspruche berühmter Männer,
wie des Buzurjmihr ^) , des Hippokrates, des Alalik ÄSraf, des iSaqTq
Bal/l u. a. m., zusammenstellt, in welchen gewisse Dinge und Handlungen
angepriesen werden , vor anderen gewarnt wird. Die Zahl Vier spielt in
allen diesen Aussprüchen eine grofse Rolle. — Andere Handschriften dieses
Aufsatzes jJL*,> linden sich in Wien (Kr äfft Nr. 490) und in München
Nr. 262 fol. 47.
Anfang: '»Jlc *>^-^ /"'-«aj [j^-tß i^ pUj^ ,j..Laavj <\^i^
2. Fol. 15"" folgt, nach einigen Schreibereien auf fol. rect. dieses
Blattes, der Anfang derselben, Jo^ ^j.*«^ betitelten Allegorie des Lämül,
welche ganz in den Handschriften Nr. 400 — 402 enthalten ist. Das vor-
liegende Fragment bricht mit den Worten Luä oow.ä xjU.. (Nr. 400 fol.
6'' Z. 7) ab.
Anfang: xi' (sie) jj-üjl^ (j^' o^l-s» J^' u-^" ^ oJuo^ ,j*/Lywj wCi
20 beschriebene Blätter; 16,6X11 cm. Nr. 1 schönes, ziemlich
neues, mit einzelnen Vocalen versehenes, 1 1 zeiliges Nasxl, in welchem die
Stichworte meist mit Gold geschrieben sind; Nr. 2 ausgezeichnet schönes,
ziemlich altes, reicher vocalisiertes, 19zeiKges Nas^i.
25. [Diez A. 8«. 62.]
Eine Sammelhandschrift, in welcher der Anfang (Fol. 1 — 12) arabisch,
die Mitte (Fol. 13-52) tUrldsch, das Ende (Fol. 53-56) persisch') ist.
Von den türkischen Stücken sind die folgenden in Prosa: Fol. 13^ ein
Verzeichnifs der Hinterlassenschaft ^:i>LÄiiä' des Rustam PaSa, mitgetheilt,
übersetzt und erläutert von Diez, Denkwürdigkeiten von Asien I, 95;
Fol. IS'' (verkehrt geschrieben) eine Ueberlieferung des Gühir ibn {lAbd
*) überschrieben i.^t die Ahbaiidlung «ji«l=» klLvu» , weil der Scbreiber die Anfangs-
worte der Einleitung (fol. 2'' Z. 2) ' jMk>j-=«-Lft/) ^»; ^LÄJe «>l*jCs. ' ajwls» kJLwv yi Jju L<t
•1} \i> «<> mifsverstand.
') vgl. Diez, Denkwürdigkeiten von Asien II, 47.
') s. Nr. 117 des Kataloges der persischen Handschriften.
5Z Türkische Handschriften 25. Vermischten Inhalts.
allall) voai Propheten, über das Gebet; Fol. IS*" äjiXjl* äjuJ-j» sx>Ljis-s,
Schreiben über die Eroberung der Burg von Candia im Jahre 1080 =
1669, von dein Eroberer Fädü A/imad PaSa an den Sultan {Muliammad IV)
gerichtet und mit den Worten: »Jt\.x> '*.JL*JI ^\hj '*Äxi *a-ä./> 'pv^ ^^äa«i>
'>_^-UJl yÄs>Xi )y^*i-^ ;«-*' beginnend; Fol. 26'' ein ebensolcher Bericht über
die Eroberung von Cypern (im Jahre 9 79 = 1571), beginnend: k/ibisi
(sie) (JkJl jj Ä-b^K^li' oül| ^5^j tj'^^ ^;j'^ ijy '^'^^ ^'^' '^ )'^ y^ LTrH'
ytx.jJ.I 5tXÄ*v5y.oLs' vL^I^; Fol. SS"" Anreden, wie sie in Briefen an her-
vorragende Personen zu gebrauchen sind; Fol. 44"' ein Erlafs des Sultans
MuTiammad IV, welchem hier der Titel i^SJ\^ beigelegt wird, an den
Qädi von Konstantinopel |^*«.a.öU J^Lä*-I bü^^, über Aufhebung der Wein-
schenken in Konstantinopel und Brusa, datiert von der mittleren Dekade
iAM.\^\ des Rahii I 1081 = 29. Juli - 7. August 1670; endlich Fol. 47*'
eine Betrachtung von KamälpaSazädak über die Nichtigkeit des mensch-
lichen Lebens, beginnend mit den Worten: xai ,jjXwj(i ^^jiLcjl |.ol yj ^^\
jjywjl. Unter den Gedichten sind besonders zahlreich Chronogramme
.„jj.Lj und unter diesen wieder solche auf die — wie schon oben bemerkt
im Jahre 1080 erfolgte — Eroberung von Kandia vertreten; Ta'rix finden
sich auf Fol. 13^ lö^-lS", 23''^ 24*, 25", 26% 28''-35'', 37% 43"", 44",
49"", 52\ Ferner sind vorhanden: Ghazelen von BuMl Fol. 4°', Kunst-
ghazelen (JjJoc, *La>o, JtXj ^j, i^l ^) Fol. 35" und 36"; von Fanni Fol.
35% 37" und 5l" (J^jjuc), Madäql Fol. 37" und 5l", Nujäzi Fol. 42";
eine auf I— i-eimende Kaside mit dem Anfange: (.L^K^^^ j.Lä ^^pv iJJl JL*j"
Ia«w**ä. Fol. 24"; Kasiden zum Lobe des Pi'opheten Uu^yä <i/jü ^c> Fol. 39",
40'', 45" (von lldi)\ eine Kaside von lAhd al Karim, mit einer Nach-
ahmung von Usüll und einer TrtscZ?« - Erweiterung von HäUmi Fol. 46";
eine Kaside von ildi mit dem Beisatze ^^y^ Fol. 48"; zwei künstliche
ra'n;f-Gedichte, ein Ghazel und eine Kaside, auf Fol. 34": in dem Ghazel
giebt der Reihe nach jedes Misräi das Jahr des Regierungsanti-ittes eines
Sultans, von iUGmün-i yazi bis Sulaimän I, in der Kaside giebt allemal
das erste Misräi eines jeden Bait 926, das Jahr der Thronbesteigung Su-
laimän! s, I, das zweite 929, das Jahr der Eroberung von Rhodus; Räthsel
finden sich auf Fol. 36" und 38"; eine Improvisation des Fäzi Giräy Xän
nebst vier Nachahmungen s-jJhj von Sultan Sulaimän, Sah Tahnäs, tLur-
rati ^ami mv^ Fannl Fol. 40"; ein Talmis Fol. 42''; endlich zwei Gedichte
Türkische Handschi'iften 26. Vermischten Inhalts. 53
in MadnawT-V ersen, um dem Gedächtnifs die Namen der Propheten und
der ^J^yf \^\.^\ einzuprägen.
Die ganze Handschrift hat 5 6 beschriebene Blätter von 23,6 X 13 cm.
Verschiedene Hände. Manche Seiten sind durch aufgemalte silberne Blumen
und Blätter mehr verunziert, als verziert (so Fol. 13% 16\ IS'', 2 7'', 29%
31% 36% 39% 41*'); einzelne Blätter sind gelb oder blau. Zwischen Fol.
13 und 14 befindet sich noch ein (nicht mitgezähltes) halbes Blatt.
26. [Diez A. 8% 31.]
1. Eine Biographie des Saix Muliammad Äq Sams al-din (vgl. Ham-
mer, Osman. Reich H, 248), als deren Verfasser sich sowohl in der Vor-
rede, als auch am Ende ein gewisser Ämtr Musain Unsi [Insil Anasi?
^-wjl) nennt. Äq Sarns al-dln wurde im Jahre 79 2 (beg. 20. Dec. 1389)
in Syrien »Jool*o sL)4> geboren, machte im Jahre 84 7 (beg. 1. Mai 1443)
die Pilgerreise nach den heiligen Stätten in Arabien, und wohnte später
der Eroberung Konstantinopels bei. Eine Angabe über das Jahr seines
Todes habe ich in der vorliegenden Schrift nicht finden können. Auf
Fol. 20'' (Ende) S. finden sich Mittheilungen über die Lebensumstände
seines Sohnes, des bekannten Dichters Hamdl (geb. 853 = 1449/50,
t 909 = 1503/4).
Anfang: aujjk^t ^y^ ^j.xiX*}^ *_)^' ^^ i^jJ! «JJ ö<*A.\
Flüchtiges, doch leserliches Nastaihq mit 21 Zeilen auf der Seite.
Am Ende hat sich mit fremder Hand ein Besitzer Namens lUmar am
17. Eamadän 1130 = 14. Aug. 1718 eingeschrieben und darunter sein
zierliches Siegel mit der Inschrift ^♦ä »J^ ^^äS^ »tX^^ iJJI ^^a**.j> abge-
druckt. Auf Fol. r steht, von schöner A'i:<.s;^I-Hand geschrieben: ^\Li>
^5sLJI (sie) äUa-yl &-J.£ ij-"*^' tr^-i ;jl [»^r*-
2. Fol. 23'': der Anfang einer türkischen Uebersetzung des ^^^*r^
'üiöXjuM betitelten Werkes des Fazäli (f 505, beg. 10. Juli Uli), über
welches man vgl. Nr. 248—250 des persischen Kataloges. H. X. V, 285,
10998 erwähnt verschiedene türkische Uebersetzungen dieses Werkes; in
dem vorliegenden Fragmente nennt sich der Uebersetzer nur JjJü ^«ajü ^
xcLäJI. Das Fragment der «yoL*-« ^5l.x_♦_AJ' endigt mit dem vorletzten
Blatte; auf dem letzten Blatte hat dann noch ein Fälscher einige Zeilen
hinzugefügt, um der Handschrift den Anschein der Vollständigkeit zu
54 Türkische Handschriften 27. Vermischten Inhalts.
geben. — Fragmente der türkischen «yoLiu« ,^L-mj^ s. auch oben in Nr.
5*,32, sowie in den Handschriften Dresden Nr. 15,i und Upsala Nr. 448,5
und 460.
Anfang: 'jJoj„»*J^| (j^uJI äJIj 'q-LDI »iSJLo J^l '(j-LkJs ^ J-^i..[j] (j-La—^ jCi
Ende: ^Ji'iJ ^^ ');^;' u*y^ ^s^j ji^sßtXx JJic ciwJ-jl ^Xs
Gutes, türkisches Nas^i ohne Vocale, mit 17 Zeilen auf der Seite.
Die ganze Handschrift liat 36 beschriebene Blätter von 20, s X 14 cm.
Nach einem auf einem vorgehefteten Blatte gegebenen Inhaltsverzeich-
nisse (tXJLÄJI Ijüc [sie] ÄAi Lo) sollte die Handschrift aufser den zwei wirk-
lich vorhandenen Stücken noch enthalten: l) Juou-«^ JyM-i'l j-^Li-<aj« sX^^
^5jJLi« r')'"**' "^J/^' c5t)«.Äil, und 2) soKxäajI ^\^yjM *jLkJL« ^-a-L?- LoJöä^o — -j.-^.
Beide müssen mit dem gröfsten Theile der Klmiyä vei-loren gegangen sein.
Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: ^^Lki-*, i^Jii\ yA [»^v« ^^^^
l^.t sO xJLuN (-XjI cjiJLji.w (sie) tfl-A^i^ i^JooKr». (j>JtXJt [j».^ (^1 »JOoLov tXJI^.
27. [Diez A. 8". 159.]
Eine Sammelhandschrift buntesten Inhalts, aus welchem ich die fol-
genden Stücke hervorhebe:
1. Fol. 1—4, 8—29, 34—38, 59 und 60 sind drei verschiedenen Hand-
schriften des Diwans eines Dichters entnommen, welcher sich des Taxallus
^4Ji:~» Xatmi bedient. Vgl. Hammer, Dichtkunst II, 412 und III, 89.
Anfang: t^U-jC/i iS*^^ 5'^ *^.' ^'^^.) t^y-uaj (^tXJ^I ^.'^ ^i^ ,jf^ i'i>
2. Fol. 5, 6, 92, 93 u. 98 sind einer Handschrift entnommen und
enthalten Gedichte von Bosnawl YaÄi/ü, Xayüli, Nacjäti, Ähli Gelebt (ein
Taxmls)^ Jätl, Säbirl, Safiit, Bäqi, Samll-dedeli , iUlioi (iÄlawi?), UsüU
und Raliml ((' J^>ä StX-yai», am Ende defect).
3. Fol. 7, 30 — 32, 39 — 58, 61 und 62 sind einer Handschrift vom
Diwän des Sahzl (Hammer, Dichtkunst II, 431 oder IH, 5 22) entnommen.
Den Inhalt bilden zum kleineren Theile selbständige Gedichte des Verfassers
(gewöhnlich mit jAÜa. ^y^ bezeichnet), zum gröfseren Theile aber von
ihm in Nachahmung *aä3 anderer Dichter verfafste Gedichte. Als solche
von Sahzl, nachgeahmte Dichter werden erwähnt: Amri, MaSrabt, No^ätl,
^) Anfang: J.ÄJj.i" xjÜßLi j.*«.il ^y*^ »tXJLiJU^ also verschieden von dem in Nr.
339 fol. Tö* stehenden iüoLjJiiJJ) .
Türkische Handschriften 27. Vermischten Inhalts. 55
iAmri ^5^w.*_c, Xayüli, Qadl Islläq Öelehi, Baqi, Jäii, Nawä'l, liairatl,
Galfar Cdehi, Nauli, Baioänl, Yürsuz, MuRibhl (sLoJlc sLioL, d. i. Sul-
tan Sulaimän 1), MaslVä, Iladä't, Salim, BahiSti, Alhnad FaSa, Rahrril,
ruhän, lUbaidi, Saixt, Mihri, Bnliyi Beg, Samsl Äya, Kamäl Celebi, öalal
Gelebi, Fiyäni, Snltän MuRaminad Xän, Hilah, NiSäni, Sahzädah Sultan
Bäyazid, Yaizmt, WäliM, Fadlt, Qädiri Efendi, Samil.
4. Fol. SS*"": Ende einer und Anfang einer anderen Kaside, beide
von Martini; die erstere reimt auf ^aJ^»— , die letztere auf f^i^y^f ^—.
5. Fol. 63—86: das Ende eines anthologischen Werkes. Zuerst kom-
men einige Stücke in Pi-osa (u^xCc ^:y^^-o, &j«Ljj^jJL^ ä-'Lun, ,3 i.^.l.. q-'y^^
KM^yi y^)-, dann folgen Verse (darunter solche von Jäti, Fol. 67"), zuletzt
ein längeres Gedicht in AIa6nawi-\Qvs,&i\ mit der Ueberschrift »JL«» (jjo
cjLsjjJü und in acht, zum Theil wieder in Fasl zerfallende Qism einge-
theilt; diese Qism handeln: l) oLäaüäJI ij, 2) cjUjjlJI ^j, 3) und 4) ?
(Lücke zwischen Fol. 68 u. 69), 5) c^Kj t^ ä J( ^j, 6) cjLI^äJI 3, 7) desgl.
«yLl4Äjl j^, und 8) ^dLäLäüJI ^j. Aus dem Schlufsverse der Xütimah:
erfahren wir, dafs das Gedicht hu Jahre 941 (beg. 13. Juli 1534) voll-
endet wurde.
6. Fol. 87—91: zwei Erzählungen in Prosa, dann eine auf ;>»j)l ;—
reimende Kaside.
7. Fol. 94: ein paar Ghazelen von Yafiyä und von Mü'i ^^ye■
8. Fol. 95: das Ende einer Kaside, in welcher jedes Bau mit den
Worten »iXäj^ o^ajLö Jjt endigt.
9. Fol. 10 2*: Hk^ oXm, V-*!?-; 5^ *^)5v "V '''^•'^) Cy^) <J}^^ CJ^^J ^^^'
Ra§ab 984 entspricht 24. Sept. — 23. Oct. 1576, und XÄ^^. ist vielleicht
Pyrgos.
10. Fol. lOS*": ein längeres J/aönö?üi-Gedicht, übei-schrieben :
^tX-U*:» ^^tVxj (5^^^ (ifjjLiö (sie! 1. »4-i) i5>4«
und beginnend:
»JjyLl |viäj Jxw £,3 o S;>4)^ (?) iJ^J^Uw S*-ui yoX^ yj oa.wI
11. Fol. 113*"': Ghazelen von Xallll, ÖalfmT, Akt, Na§atu
12. Fol, llS'**: Räthsel auf Namen und Appellativa, wie -jU>, ^yäk*2><i,
Jl<£, omjü u. a, m.
56 Türkische Handschiiften 27. Vermischten Inhalts.
13. Fol. 120'': ein jwIjja.« d. i. Jwobj^, ein Büchlein über das vor-
bedeutende Zucken der Glieder, arabisch —iLci».!^!. S. den Gothaischen
Katalog, Arabisch Nr. 1324 u. 1325 (II, 492). Die Fortsetzung der vor-
liegenden Schrift s. auf Fol. 124\ — Andere Schriftchen über denselben
Gegenstand s. in Nr. 10,3 und 4, 41,8 und 125,4,a.
Anfang :
ii^Mj} \yJM yi\ SmJLm (sie! 1. ^^jj") ^"^^ cLo S\
14. Fol. 125'': ein Gedicht, überschrieben ^U» rvA-L« i^jLiiJL»/ iy*^ und
beginnend : *Ju zvAiL» ^s\ \ji>\y^ ^5*-"-^ fS'^)i^} or^ •
15. Fol. 128'': ein Tar^B-hand von iAskarl Celehi, beginnend:
16. Fol. 129*': ein Taxmls des Samil auf ein Ghazel von Xalili.
Anfang : >t JuJli' ^c-*aa=>. ca-^v j^' oji-Uo [ßjS^ ^5!
17. Fol. 130": ein längeres J/aönaiüF-Gedicht, beginnend: ^^^^jJL» ,Jü
18. Fol. 134*'': kurze Zusammenstellung wichtiger Daten aus der os-
manischen Geschichte; das letzte erwähnte Ereignifs ist die Eroberung von
Szigeth im Jahre 974 = 1566.
19. Fol. 135'': die arabischen Buchstaben mit Angabe ihres Zahlen-
werthes, gewöhnlich jjyi' (),♦=► genannt; vgl. Gotha, Arabisch Nr. 83,3.
20. Fol. 137'': die erste Seite eines astrologischen Schriftchens mit
der Ueberschrift JLüb (1. o+X!^.) ^-ä^XLä. «♦Ajo^ ^^'-^i» ^"'^ '^^^ Anfang:
^ sj^ ^dJl ^^ (sie) |jO>LÄ.!i)| ._**S' ^yX*.Ji oolj^ äxc jJJI ^^^ (sie) ^ß)yS^ ^f
21. Fol. 138'': ein Ghazel von Bawäni und ein in Prosa abgefafstes,
aber wie Verse geschriebenes euiboJL^ mit dem Anfang: «yLöLe «yLx^' o^l
22. Fol. 139^ ^.LäjJI i_)L_Ä_y „das Buch der Rathschläge" enthält
Anekdoten, die erste von Kamäljpa^azäddli.
Anlang :
(jOstiKLüLJUS' (c**:? U^i is*^ ub?*^ >_>iaj ÜJLJf SiXtX P^L^ftÄJl 'id^\
142 beschriebene Blätter von 19,5 X 12,6 cm, und aufserdem ein klei-
neres, an die Innenseite des Vorderdeckels angeklebtes Blatt. Verschiedene,
durchweg mehr oder weniger flüchtige Hände; nur Nr. 5 ist mit gutem,
17 zeiligem Nas/l geschrieben.
Türkische Handschriften 28. Vermischten InhaUs. 57
28. [Diez A. 8". 34.]
1. Dei- Bericht eines Ungenannten über die Vertheidignng der Festung
Kanisclia gegen die belagernden Oesterreicher durch Tiry&kt Öasan PaSa
im Jahre 1010 = 1601; s. Hammer, Osman. Reich IV p. VI nr. 14
und S. 315, Nalimä I, 135 ff. Der Bericht trägt hier die Ueberschrift
5iA-ü> &*JU[j]LiL ^j.-wi. ojKi» usLÄr Ijje, während er sonst unter dem Titel
Lib ^.*«.Ä. ^\l~c ^^.■f ^'>y^ ^^^ erscheinen pflegt; s. Wien Ni\ 10 33
(II, 248) fif., München Nr. 89 und Krafft Nr. DVIII (S. 193). An der
letztgenannten Stelle steht durch einen Schreibfehler K rafft's tX4.i>l statt
Anfang: '^^jjLaJI »^ xJLJI. xJLJl ^j61j Sj^i^ '^ oa-Lc x-LaIs iui (^^ a.S'
2. Fol. 64'': unter der Ueberschrift jJJl Jj-w; Ä>oLjc>-yfl^ |j.;o eine Le-
gende, in welcher ein gewisser Saix AJimad, Hüter am Grabe (^I^^.J^Ja
statt ^l^>^UJj■) des Propheten, erzählt, wie ihm eines Nachts Muliammad er-
schienen und über den Verfall des Glaubens geklagt habe; von 70,000
Personen, welche in der Zeit von einem Freitage zum anderen in die
andere Welt übergegangen seien, hätten nur sieben den wahren Glauben
gehabt. Hieran knüpft MuTiammad Lehren und Ermahnungen, mit deren
Uebermittelung an die Gläubigen er den Saix Alimad betraut. Auch
Prophezeiungen von Landplagen für die Dekadenjahre des elften Jahrhun-
derts d. Fl. von 10 20 bis 109 0 sind eingefügt. — Dieselbe Schrift steht
auch in Nr. 133,8.
Anfang: iy.^^\ ^^yi U^^' 15)'*^))^ 'l*^5 ^•^'^ '^^ ^-^ 'tt^' ^T^) *^r*^^
3. Fol. &1^: eine kurze Legende von der Erschaffung des Adam, Jxai
(.^LJlJl xaJLä j.i>l kiyw.ÖÄ oJiis. «^fjüijl ^3. Als Autorität wird am Ende der
Scheich MuliyJ al-din iArahl genannt.
Anfang: *,A^tXj| ^3*'^ r^ (j'^'y^ cs^- i5'^)5^'? 'lJ^''' lJ"* 't*^ (3-''-^ 15^'
68 beschriebene Blätter; 19,5 Xl<^ cm. Schönes, durchaus vocali-
siertes Nas^t mit 1 3 Zeilen auf der Seite. Am Anfang ein einfacher
iUnioän'^ die Seiten, mit Ausnahme der beiden letzten, mit rothen mid
blauen Linien umzogen.
Türklsclie Handacliriftpi]. 8
58 Türkische Handschriften 28*. Vermischten Inhalts.
28*. [Hamilton 34 4.]
1. An erster Stelle in dieser Handschi-ift steht der „Traum" —
Ä/iLjLjlj.i> oder joobxjüilj — des Waisi (f 1037, heg. 12. Sept. 1627; s.
über ihn Hammer, Osman. Dichtkmist HI, 20 3). Ueber den Inhalt vgl.
man besonders Hammer, Osman. Reich V, 663, sowie Kr äfft imd
Flügel zu den betreffenden Wiener Handschriften. Die Schrift ist im
Jahi'e 125 2 (1837) in Büläq gedruckt worden (Zenker Nr. 1355, Journ.
Asiat. 1843, II, 47 nr. 132); handsclu'iftlich ist dieselbe vorhanden in
Gotha Nr. 3,2 und 140, München Nr. 68 fol. 61'^, Wien Hofbibliothek
Nr. 843,2 (II, 77) mid 1039-1042 (II, 252), sowie Krafft Nr. 250, in
St. Petersburg (Asiat. Museum S. 208), und nochmals in der hiesigen
Sammlung als Nr. 5*,68.
Anfang: o^.«;jl (j*^v^ xJK.«^ K ^^^-üJI jö ^JoXmI o^.«-! j5*«»J.^ ijt^«^ v'^
2. Fol. 11"— 12% auf dem Rande: ein Auszug aus der von demselben
Waisi verfafsten Biographie des Propheten, welcher, nach Id. X. III, 201,
4 92 7, der Titel ^l;*J' v_a=»Lö iy*^ ^ V*^' h'^ zukommt.
Anfang: jüLs" ^ xJUt x+A-w ,^<>.Äil jc*v,j^ ^^jm2.s:^ 7***-* f**« iV" d<^ \l »jK-^»
3. Fol. 20'': eine Schenkungsurkunde äjols^ über ein Waqf, welches
ein gewisser Banwäh MuTiammad Beg der von ihm restaurierten Moschee
des Hamzah Beg zu Saloniki zuwendete, verfafst von Nargisl und datiert
vom 21. Bahn I ( 10)29 = 25. Febr. 1620. Das soll doch wohl die Ueber-
schrift >_Äji. KÄ«xU>. uJyo sw^ ^5^<XXjI \.*a\ ««^ tX*^ v'?^ stXCxj^Lw &w*>.^
jUa« heilsen. Darauf beginnt die Waqflyah selbst mit den Worten : ^c**«^
4. Fol. 22'': Briefe und Schreiben, theils amtlicher, theils privater
Natur, von verschiedenen Verfassern, wie Qäfzädah Efendi, CeJehi Efendi,
Oqüizädah Efendi u. a. Den Anfang macht ein Schreiben des Qäfzädah,
Tilrldsche Handschriften 29. Vermischten Inhalts. 59
in welchem derselbe, als er Qä<ll von Saloniki wai-, dem lAll PaSa zur
Uebernahme des Grofsvezierates gratulierte; dann folgt ein Schreiben des-
selben Qäfzädah an den Saix ol islüm Aslad Efendi u. s. w. Auf Fol.
32'' steht ein Schreiben ÄJhnad's I an Süh iÄbhäs (Anfang: Ja_ia. ^;LäJi
'(^li>w o^xiLc^ 'j_jLi'Li.); Fol. SS*" ein von Oq^izädah verfafstes Schreiben
an den Schah von Persien (»Ij^^sLi), mit dem Anfange: ^^ 'c^^AÖa. JLc
'jiyc i^j^^ '^ii^;) Fol. 4 7'' ein persisches Schreiben des Schahs an den
Grofsvezier lÄll PaSa, datiert aus dem Jahre (10)29 (beg. 8. Dec. 1619)
und beginnend: ^j^ J<c ^xäxiL^JI v^jof 'eülj [äaJLc] äÄJI J>-o i^2^ *-*.LäJI ^_jI
JLftJ^f (sie) i;yltXJsLjuo 5vJ>ÄJ ^yj^. 1-^ J^' ^^ ' *^^ «>ciL.wj cjI^-Lo yJUb ^1
'ol*>^_Jlj; Fol. 5 4^' der fünfte, über Glückwunschschreiben ^^Lg.Äj| han-
delnde Fasl irgendeines Lisä, u. s. w.
5. Fol. 122'': ein TarjU-hand eines Dichters Äsaf, mit dem Anfange:
126 beschriebene und ziemlich viele leere Blätter, 24,5X16,6 cm.
Verschiedene Hände; die Strophen von Nr. 5 mit goldenen Streifen ein-
gefafst. Auf Fol. 1^ der Abdruck eines Siegels mit der Inschrift: ^y^
^^4.'! lJJoJ y^SiLie. — Von alter europäischer Hand in verkehrter Richtung
und unvollständig foliiert.
29. [Diez A. 8". 50.]
Eine J/oY/miZJa/t-Handschrift, Auszüge in arabischer, persischer ') und
türkischer Spraclie enthaltend; von den letztgenannten sind die folgenden
hervorzuheben: l) Fol. 2'': Entwürfe cjn^ zu gerichtlichen Ausfertigungen,
deren erste sich auf eine Erbschaftsangelegenheit in Ofen ,j^Ji.j om^j^ be-
zieht und vom 26. Bamadän 1080 =: 17. Febr. 1670 datiert ist. —
2) Fol. T: ein Ghazel von Sahülu. — 3) Fol. 13": eine Kaside von
iAdani, aus 209 Bau bestehend und mit dem Misräl L b'^J e5i*i.jo jiji'
Lj^=» ciA-i-Ci. yff^=- beginnend. Auf Fol. 4P kehrt der Dicliter lAdani
Efendi wieder, und zwar hier mit dem Beisatze -^j-Jf; es scheint also,
dafs nicht an den alten, im Jahre 879 (beg. 18. Mai 1474) vei-storbenen
Dichter dieses Namens (Hammer, Dichtkunst I, 138), sondern an den
jüngeren im Jahre 1095 (beg. 20. Dec. 1683) verstorbenen (Hammer
') s. Nr. 59 des persischen Katalogcs.
60 Tüikische Handschriften 29. Vermischten Inhalts.
III, 532) zu denken ist. — 4) Fol. 21'': em in eine gröfsere Anzahl von
Abschnitten zerfallendes, aber durchaus auf i^* reimendes Lehrgedicht über
Waschung und Gebet, im Jahre 994 (beg. 23. Dec. 15S5) unter der Re-
gierung J/«rö(fs III (reg. 9S2— 1003 = 1574 — 95) von einem Dichter
Namens Saldi verfalst; im ganzen 275 Bait^). — 5) Fol. 32^ MaOnam-
Verse von Fudüli, verkehrt geschrieben. — 6) Fol. 35*': ein Ghazel von
Naun (t 1007, beg. 4. Aug. 159S; Hammer III, 108). — 7) Fol. 36:
ein paar Ghazelen, das erste von Nagätl (f 914, beg. 2. Mai 1508;
Hammer I, 162). — 8) Fol. 43'': ein Brief an den Qädl von Uskiib,
datiert von der letzten Dekade > -S.1.1 des Gumädä I 1037 = 28. Ja-
nuar - 6. Febr. 1628. — 9) Foh 47: ein Faticä. — 10) Fol. 5 4': ein
Freiheitsbrief jwIjijUä, von der in Ofen wohnenden iÄyisah hint lUmar
für eine Sklavin ausgestellt; ein anderer Freiheitsbrief auf Fol. 72*. —
11) Fol. 55^: Die arabischen Namen der Finger*) und andere Kleinig-
keiten. — 12) Fol. 61*: je ein Ghazel von '/,ayäli (f 964, beg. 4. Nov.
1556; Hammer H, 271, Gihh p. 52 vmd 196) und Yaliyä Efendi (um
990 = 1582; Hammer II, 32, Gihh p. 75 und 200). — 13) Foh 61":
ein Tfl^Tx-Gedicht des Oähit (f 1124, beg. 9. Febr. 1712; Hammer
IV, 46). — 14) Fol, 66*: verkehrt geschi-ieben , ein paar Ghazelen, das
erste von Näij'qi. — 15) Fol. 67*: ein Ghazel von Bäqt. — 16) Fol. 68*:
ein grolshen-licher Erlafs an den Qädj von Belgrad ^^m^\s >>'yJiJj '-^-y'j
datiert vom 2S. Sauwäl 10S3 = 16. Febr. 1673 und durch eine bei-
gesetzte Bemerkung vidimiert. — 17) Fol. 69*: einige anonyme 2Ia9nam-
Verse und ein ^/««/i - Gedicht von Ihn Kamälpasa (f 941, beg. 13. Juli
1534; Hammer II, 205). — 18) Fol. 70*: allerhand Verse, darunter ein
Ghazel von einem Faidi, welches TaxaUus Hammer nicht weniger als
zwanzig Dichter aufzählt. — 19) Fol. 7 2*: ein Abschnitt in Prosa, über-
*) Anfang:
drittletzter Vers :
' J.j.> .1 woij) w«Jj ""^"^^H ^^T*- *-''-='^ v5^5 "^^^^yi '^)3^ TT^"^ äjI*-- ****7^.
' JjJ»> (1. yCJJs-) <>»<■*••> il**^r^ **%"^
Türkische Handscb-iften 30. Vermischten Inhalts. 61
sclu-iebeu ^^1 Ij!^'^ L'Lw^ ^ und über jv-'Lc J^l, clie sieben Himmel, den
Thron Gottes u. s. w. handehid. — 20) Fol. 73'' ff.: ein Briefsteller oder
eine Sammlung von Kunstbriefen. Weder Titel, noch Verfasser wird ge-
nannt und alle für Rubricationen bestimmte Stellen sind leer gelassen.
Anfang: JUyi .UjJ Lk^^^ c^xül JU.^ eLLb» Jlj Sf J^NII ^p\ J.^'1
tUJÜI. — 21) Fol. 100": Erklärung der tU^y» ^JLT d. i. J^ sl'l lif'l sJI ^^
xL'l öy^j. — 22) Fol. 100" ff.: Verse des Masiüd Efendi auf den Pro-
pheten; dann Ghazelen von Maüi, Lutfi, Bazmi, Alisri, Gärt, MaSäql,
NaSüti, Säil, Gamli, Daicätt; dazwischen kurze Gedichtchen und zuletzt
noch ein Muxammas. Auf Fol. 10 3* ist ein Ghazel des Mi'.v-i (wie sich
aus dem ^nd -Bai't ergiebt) überschrieben S;y^; wenigstens dieser Theil
der Sammlung ist also von Misri selbst geschrieben.
107*) beschriebene Blätter; 19,5X13 cm; verschiedene Hände und
Schriftarten.
30. [Diez A. 8". 73.]
1. Arabisch: juaJI^ J^Lil i^JLe: J^ '^ua^'I (Fol. 3*' Z. 11), eine Ab-
handlung über arabische Sprachfehler, welche nicht nur von Unwissenden,
sondern auch von Gebildeten begangen werden. Der Verfasser \\Trd innerhalb
des Schriftchens nicht genannt; in der Ueberschrift aber, welche mit den
Worten jll^l oLkiü« vielmehr den Inhalt, als den Titel des Schiiftchens
angiebt, wird als solcher Ihn Kamäl al irazir (d. i. Kamaljjasazädah, f
941, beg. 13. Juli 1534) bezeichnet. Der Inhalt ist in zwei Qism getheilt,
von welchen der erste (weit kürzere) über falsche Vocalisation fertiger
Wörter, der zweite, nach den Buchstaben des Alphabetes, mit welchen die
behandelten W^urzeln beginnen, eingetheilte über den Gebrauch falscher
Formen handelt. — Ö. X. II, 4 29, 3634 (= BüL I, fe«) kennt die Ab-
handlung, nicht aber den Verfasser; dieselbe ist gedruckt in „Primeurs
Arabes, presentees par le Comte de Landberg. Fascicule I" (Leide,
E. J. ßrill, 1886. 8") p. t^— fl, und eine andere Handschi'ift befindet sich
in München Nr. 89 2 fol. 145.
Anfang: ^jyi^ (j^4>-'l ^ LJ-*^ f>^) '|wU ^j^ iy^ ^/s Lüju?. ^jJ\ idi (X»i.(
',JIX.'I
Kleines Taüiq mit 21 Zeilen auf der Seite.
') Die vorhandene Foliierung geht bis 108, weil sie gleich mit 2 statt mit 1 beginnt.
63 Tiü-kische Handschriften 31. Vermischten Inhalts.
2. Fol. 12: ein türkisclies QänTm-nämah. Dasselbe beginnt ohne alle
Einleitung — selbst obne Basmalak — mit einer Auseinandersetzung dar-
über, was Rechtens sei in Beziehung auf itLs-Ivi^ uöjl und auf Jo**i.Ä ^k\
d. h. doch wohl Land, von welchem Abgaben in Geld und solches, von
welchem ein Zehent in natura gegeben werden mufs. Am Ende (Fol. 2 2'')
steht: Uvl yh.y y^j y^ LNi*? xxbjj^U" v_jU5'.
Anfang: vi> aj xjt-^^ ^)h ^^'t^ u*)' ^-*:?r*^'' 67*^'' V^**^
Gutes, grofses Nasta'Jiq mit 17 Zeilen auf der Seite.
3. Fol. 23'': eine Sammlung von Sentenzen in arabischer, persischer und
türkischer Sprache, in der Ueberschriffc oLc^Jju! "--ft^ genannt; z. B. Jc^c^
Jj-*iwi iöfci.^. Jj-»-iÄvo. Neues, flüchtiges NastOollq, nicht in Zeilen geordnet.
4. Fol. 33: eine Erzählung ooK^. in türkischer Sprache. Sie handelt
„von einem possierlichen Manne, dem die Frau die Scheidung ankündigte,
wenn er sich nicht ein Amt anschaffte, wodurch sie einen gewissen Rang
erhielte, um im Bade anderen nicht mehr weichen zu düi-fen". (Diez.)
Anfang: wj cy.jLc i^CijOUv^ (?) ^'v? j^i"^l J*-^' r^-" ^ >^ 7^)'^-^ ooKs-
Nastadlq von türkischem Zuge; schief geschrieben.
35 beschriebene Blätter; 20,6 X 13,5 cm. Auf Fol. 1 stehen nur
zwei arabische Distichen von Ihn Saräijä (d. i. Safi cd -dm al Hillt', s.
Gotha Nr. 2300), und auch auf Fol. 32 nur ein paar Zeilen (türkisch).
31. [Diez A. 8". 14 4.]
Eine zierliche, kleine Handschrift, welche die folgenden Stücke enthält:
1. xjoÜo/jLö, ein in J/«^na?üf- Versen des Mafses ^(7/'|/'m^__ ' w_w_ !C73_
abgefafstes Lehrbuch der Physiognomik, von Hamdl (f 909, beg. 26, Juni
1503; s. Hammer, Osman. Dichtkunst I, 151, Ö. X. IV, 590, 9685).
Nach unserer Handschrift berichtet über dasselbe Hammer, Osman. Dicht-
kunst I, 179'); andere Handschriften finden sich in Wien Nr. 1512 (II,
5 89) und in Upsala Nr. 302 und 330,3.
Anfang: ij^^*^) tX.=>- xäaä+jü ))<y^^. {j^^^^^y t^t^ '^.y ^^^ TT^-'
•) und zwar in dem einem späteren Haynäl gewidmeten Artikel, obgleich er selbst
zweifelhaft ist, ob dieses Gedicht und das «jcLnIw«! nicht „dem früheren Hamdi" ange-
hören. Dafs dies in der That wenigstens mit dem 2wLj^:>iLj> der Fall ist, sagt H. X.
a. a. 0. ausdrücklich.
Türkische Handschriften 31. Vermischten Inhalts. 63
2. Fol. 9^: iucLjcjj -A ,f , ein il/aö?ia?t7- Gedicht im Metrum Haza^
^ ]^ 1^-- über die Freuden der Geselligkeit, verfafst von dem im
Jahre 930 (beg. 10. Nov. 15 23) verstorbenen Baioäni; s. Hammer, Os-
inanische Dichtkunst I, 187 fi"., wo S. 189 über das vorliegende Gedicht,
und zwar nach der vorliegenden Handschrift, berichtet wird. Eine andere
Handschrift findet sich in Wien, K rafft Nr. 214.
Anfang : X-bl (J-«i^ ^ «J>.J ^e'^'^ ci'-«-:^' aij\ ijJÜS ^J>^ |* yJ ^c^^
3. Fol. 37: ^wb^lJ.*vf, ein im Versmafse Mudüril __w|_w__||__w|_w__
geschriebenes J/oöna«ü2-Gedicht, welches ein Streitgespräch ') zwischen Opiat
^1^ m\ (daher der Titel) und Wein (^--^e, ^^ ^^ ... , olv-ii) enthält. Nach
Hammer, Osman. Dichtkunst I, 179, wo über das Gedicht nach der vor-
liegenden Handschrift kurz berichtet wird, ist dasselbe von demselben
aamdi, wie oben Nr. 1. In dem auf ein vorgeheftetes Blatt geschriebenen
Inhaltsverzeichnisse ist es des analogen Inhaltes wegen mit dem Gedichte
saüj c^Jü von Fudrdi verwechselt und als solches bezeichnet.
Anfang: ^L> ^\ -JostXjt ^ju« ^^iX^^c> »^ p^
4. Fol. 42'': eine Kaside eines Dichters Namens JsMq. Dieselbe \vii'd
in der Ueberschi-ift Ä>ob,_AÄ..LÄ genannt, ist im Meti-um Bamal _w__|_w__|
_w__|_^_ abgefafst und beginnt:
Ä*jlvi>-I ^Ä^S' «•tXJ'Lj «^ cy».Äx. (ji-^fc ä+jLjLj jw J^I J.S' jUa^? f»'^'^ *^?2^
5. Fol. 44: !ue[j,j^/yj, eine in geschmückter Prosa und Versen ge-
schriebene und dem Sultan Sulmmän H *) (reg. 926-974 = 1520-1566)
zugeeignete Abhandlung zum Lobe der Stadt Brüsa. Als Verfasser nennt
sich (Fol. 5 6'' Z. 3 v. u.) Sunn, wahrscheinlich derselbe Dichter, welcher
als „Ssanii IX" bei Hammer, Osman. Dichtkunst II, 458 besprochen
wird. Eine andere Handschiift findet sich in Wien Nr. 649,2 (I, 614).
Anfang: j^v-bj ^j^s. jj*-U=.f ijJU. J^l '^^^bi" ^^ (sie) j (j~bf*>'j t^-^so 4X*i>.
&Jv(>J' O it^P
^) über solche Streitgedichte, Tenzonen c^l JäUjc s. H. Eth^ in den Verhandlungen
des Berliner Orientalisten-Congresses II,i S. 48 £f.
*) 80, ^b ^JUAJLw, wird er ausdrücklich Fol. 47'' Z. 2 v. u. genannt. Wahr-
scheinlich ist aber darunter Snlaimän der Grofse (gewöhnlich der erste genannt) zu ver-
stehen, indem — wie oft — Sulamän, der Sohn Büyaziä's I Yildirim, als der erste des
Namens betrachtet wird.
^ Türkisclie Handschriften 32. Vermischten Inhalts.
öS ^) beschriebene Blätter; 16,5X10,5 cm, und auTserdem ein vor-
geheftetes Blatt mit Inhaltsangabe. Sehr schönes, kleines, durchaus voca-
lisiertes Nas/i mit 13, in den poetischen Stücken gespaltenen Zeilen auf
der Seite. Ueberschriften der Abschnitte, sowie Umrandung der Seiten
und Spalten von Gold; am Anfang jeder Schrift ein hübscher iUnicän,
dessen goldenem Mittelschilde der Titel mit weLTser Farbe etageschrieben
ist. Auf Fol. 31* ein Büd, in dem die Gesichter verwischt sind. Hüb-
scher Originalband mit Klappe.
82. :Ms. Diez A. 4-'. 124.]
„Vermischte Sammlung von Aufsätzen in türkischer Sprache. Unter
diesem Titel habe ich verschiedene einzelne Blätter vereinigt, welche auf-
bewahrt zu werden verdienen und folgende sind: S. 1 u. 2 ein \'erzeich-
nifs der in der ersten Druckerei zu Constantinopel gedruckten Schriften
mit ihren damaligen Preisen. — S. 3 u. 4 eine Wahrsagung eines ge-
wissen Muhammed behai nakschibendi über dasjenige, was sich vom Jahre
der Flucht 1175 bis 1204 im osmanischen Reiche ereignen werde. —
S. 5 Verordnung von 17S9 an den griechischen Patriarchen wegen der
Kleiderordnung der Unterthanen. — S. 6 VerzeichniTs des Aufzuges bei
der Säbelumgürtung oder Inthronisirung des Sultans Selim IH. — S. T
Eeise-Ferman , welchen ich mir von der Pfort« nach" Brufsa hatte geben
lassen. — S. S. 9 VerzeichniTs der türkischen Flotte. — S. 10. 11 Tew-
dschihat defteri oder Vertheilunsr der Statthalterschaften. — S. 12. 13 des-
gleichen für die Aemter bei der Pforte. — S. 14 VerzeichniTs des Braut-
aufzugs einer türkischen Prinzessin. — S. 1 5 Grabschrift des Ahmed Pascha
oder des bekannten Grafen Bonneval [vgL die Handschrift Xr. 229]. —
S. 16 ^Memoire des preußischen Gesandten wegen des Berats für einen
Dollmetscher. — S. 17 Reisepais. — S. IS desgleichen. — S. 19 Recept
zu einem Elixir nach Gralenus." (Diez.)
Anfang des ersten Schriftstückes:
ZX' '^)*' ^f ^^' ^-'^f' '^^" y'^^'^f ^^./^y=- ^ ^ i.^cj'j ^^'
') die vorhandene alte Folüemng, nach welcher anch citiert ist, geht nur bis 57, weil
mit 9, resp. 9» n. 9^, zwei Blätter bezeichnet sind.
Türkische Handschriften 33. 34. Vermischten Inhalts. 63
Einzelne Blätter verschiedener Grölse, zum Theil etncresckburen , mn
die ganze Handschrift atif eine Gröfse von 27 X 20 cm zu bringen. Wa.?
Diez „Seiten" nennt, sollte vielmehr „Blätter" heifsen.
[Diez A. 4\ 6S.]
1. ^tXjJI J^A—, eine von ungenanntem Verfasser aus arabischen Quellen
hanafitischer Schule zusammengestellte Schrift über ^Uj5^I (FoL 2*), s.LtkJI
(FoL 4*) und SJLaJl (Fol. 14''). Die beiden letztgenannten Abschnitte sind
wieder vielfach untergetheilt. — Andere Handschriften finden sich in
Dresden Xr. 143,i und 144,7, Erlangen Nr. 44,a (wo man s.) tmd Upsala
Nr. 446.
Anfang: (Cwc.wU^Lr «JL-^ ä)I.>L.s. Jo^wJ ä-T o ..^^js-:' sJL'I J^ iX*^
Ziemlich deutliches Bvxärä mit 15 Zeilen auf der Seite; viele Ru-
bricationen.
2. Fol. 43: eine Sammlung von Mustern officieller Schreiben, ohne
Einleitung oder zusammenfassenden Titel, sowie auch ohne Angabe eines
Verfassers. Den Anfang macht ein Bericht an die hohe Pforte, über-
schrieben <JL\b 5«v.i (sie) v_;JL^.I .-: <ä^&- w<<«.^ aüLuilcOljLi« sjUlu^L Am
Ende eine Zusammenstellung der Si'^ägaÄ-Zahlen von l bis S6.
Anfang (nach der oben mitgetheilten Ueberschrift) : 5i^^L. <IJofj5JLi sSJ".^
«äSli» wl£^ So. .'iXÄtJO 5w ^«-t aü.-l«j ^fjtÄi' .i.j.i'
Flüchtiges , sehr schwer zu lesendes Diwäni mit 1 1 Zeilen auf der
Seite. Abschrift im Jahre 1050 (beg. 23. April 1640) gefertigt von der
Hand des Mustafa ihn ÄRmad al qädi.
Die ganze Handschrift enthält 58 beschriebene Blätter von 19,äX
15 cm. Auf einem vorgehefteten Blatte steht: „Not. Liber hie Turdcus
MS'^X^^^pt^^ autem eft anno Hegirae 105 0, i. e. Chriiti 1640) infcribitur:
liber originis directionis i. e. verae f. Moslamicae religiouis, per manus
Mui'tapha ibn Ahmed. Ex bibliotheca Gel. Schulzii triginta sex grossorimi
pretio mens factus est, locumque nunc habet in libris Petri Immanuelis
Hartmanni, Haien Iis".
34. [Diez A. 4°. 31.]
1. ^£■^.^ Jljl, eine Sammlung tatarischer Sprichwörter. Die Ueber-
schrift lautet: ^v^-~ JULs ^^ i ■'■■ , 'l awü^ä^l (sie) cjULS' ^ i.'L.J' s jkJJ , und
66 Türkische Handschriften 34. Vermischten Inhalts.
auf einem aufsen aufgeklebten Zettel stellt: \^yä «j^jUb^ ^^ awbyi^l oLä5'
vt' N4> JXo, Ueber die vorliegende Sammlung handelt ausfühvlicli Diez
in seinen Denkwürdigkeiten von Asien I, 157— 2Ü5 und 11, 288-331 ; ebenda
werden aucli die 4 00 ersten Sprüche (bis Fol. Q*" Z. 8 der Handschrift)
tatarisch und deutsch mitgetheilt. Eine Auswahl aus den Sprüchen der
vorlieo-enden Handschrift findet sich auch in dem jooLjv-tjf, welches in
der Handschrift Nr. 20 3 enthalten ist; s. Diez, Denkwürdigkeiten H,
4 00. — Die im Jahre 1288 unter dem gleichen Titel ^\y^ JbT gedruckte
Sammlung osmanischer Sprichwörter ') hat mit unserer Sanmilung offen-
bar nichts zu thun: ebensowenig die von Hammer (Morgenländisches
Kleeblatt S. 6 3 f.) unter dem Titel „Ogusname" mitgetheilte Spruch-
sammlung.
Anfang: ^^JLi^ '-Ji^». auÜÄvs J^l ",j.a»Xm(J xj^ '(»as.JI '^^^^.^äJI 'jJJI |V*«j
Die Sprichwörtersannnlung endigt auf Fol. 41'' mit den Worten ^^LJ
o^*j j.!^L«.Jt5 und der, wie ich glaube, von Diez beigeschi'iebenen Bemer-
kung: jwbyi^l vii/^j. Darauf folgen noch:
2. Fol. 4 2*: eine Zusammenstellung von Gerichten mittlerer Güte,
wie sie sich zum Reisevorrath für Veziere eignen. Das lieifst doch wohl
die Ueberschrift : «^Jjl j^-i^b ^■^'^ '^y'^r*^^ oiJ-X-« v.:i»_jLä zS ^6^, 15-^7^
'si> ^^y ^^♦J ^5Äla+i. «s5ofvVj ^'^1 JLii (sie) «ikwj;*.«; Anfang: (»^Jjw jJj^
^o ^JJJl ü5^ ^^> ^\ '■ ^d^^yi «^ y? '^>l "-*Jr^' Derselbe Abschnitt
kehrt auf Fol. 47" Z. 3 ff. Avieder.
3. Fol. 4 3^*: Beschreibung und Kostenberechnung der Feste, w^elche
bei Beschneidung der Prinzen Boyaztd und Galiängir im Jahre 946 (beg.
19. Mai 1539) stattfanden. Ueberschrift: d^^j-ji}^ (jUa-Lv ^jLLa-L* p^_Ä.^
vt)ovÄi>> vÄjljuä; Anfang: j^;Jt ^j.^? yi,^tXj (5^/^ ''y-°"^ 7*5 ^- ''r*^ 15^7^
'^0 ^^>*AJ ^1>^J> ^^^t.
4. Fol. 4 8'': Bericht des Prinzen Sallm (späteren Sultans Salim 11)
an seinen Vater Sulaiman I über die Schlacht bei Kenia (966 = 15 59;
Hammer, Osman. Geschichte IH, 368); dann ein Schreiben Sallm's au
Sah Tahnäs nebst Antwort des letzteren, beide aus dem Jahre 967.
') Journ. Asiat. 1873, 1, 528,i8.
Türkische Handschriften 34. Vermischten Inhalts. 67
Anfang: (sie) sl^<tX^ stS'viXj ^jOÜu*wij ,jL_ä. *ji-L>, (jLk-JLw sjucbiij v:dx«^
5l^<b. ' vÜI>:i.'w>aJ !slS\o 'yj^+.'t |.j.ä.j.«JI ^^Li» ^jI^a-L«; ^Lla-L«, cv-oä
' >LIä.'I w.aLL'1 (.sie) ^:u^,ÄxJ ^}j.^ Jl) !^ ' ^b>^^i
5. Fol. 61*': eine anonyme Abhandlung über die Usrd und die Furül
al-dln.
Anfang: xL'l (sie) xä-^^y »^:V>^ ^^' [»läÄ^I j»Lcif| JU '(^a^^JI ^j-^s-UI &L'I |V*«j
'(jL-^Ls ijjtXxij^ ^jL^JÜLj <I it ye ^^Uj^II Jl*j"
6. Fol. TT**: JwC«*Ä («•^'^ ij"^)' 5tX-oL«\ |jL=» tN-JjjLj ^jlki^ >.Ä)L«j (•>^r*
sO »tXÄjLo, Verzeichnifs der Qädt-laskar unter Bciyazid II (886 — 918 =
1481-1512).
Anfang: j.^> »Xlwuc j^xiU" ^-Lä.*^ (^t>J' ^^■^^ \S3yxi 'if.l i-jü^ä ^y^-*^ >^-'.y^
7. Fol. 79' : eine Anzahl von Gebeten.
Anfang: j^aT Jsjol «yjii'o ääjvVjI .^^ S) iUvÄ^t &J'^ ^;>SwiJa (sie) £iu«.»5' o
8. Fol. 80^: fünf Ta'rv/^, angeblich sämmtlich auf das Jahr 1033,
welches, wie sich au.s dem Inhalte einiger der TaTv/, ergiebt, das der
Thronbesteiffuns: Muräd's IV sein soll, während doch dieses Ereignifs be-
kanntlich bereits ivn Jahre 1032 stattfand. In der That ergeben drei der
mitgetheilten Ta'rix das Jahr 1032, nämlich sLioL ^fitXJ^I *jN C>\yx ^IkX^ —
*>Lxi ^^UaJL« ^5ÄXl>o volvj (cjJl vjjol <Xg^ und sjlc ^£i^iy\ »Li ^g^tXj jj^l
alwc »Li; 1033 dagegen giebt ^^^-vü^l Joij (j-***^' [»yy? ^''^^ fünfte (xIä*-?
ol»x ^J^i2JLw>/ (j«^Ji.=>- (ÄtXJ'l) sogar 1044.
9. Fol. 80*: ein in T«/?«7s-Form glossiertes Ghazel.
Anfang: '^L*«j| jj^.' ij*^ y^wl bJOuoLä« oJLöä Li
10. Fol. 81*: Gebete (zum Theil arabisch); Verse; ein Ta'rl//, noch-
mals Verse; eine Mittheilung über die Gewerbe, welche angeblich Adam,
Ibrahim, Däicud, Sulaimän, Zahariyä, MuUammad, Abu Bakr, iUmar, iJJO-
män und lÄli betrieben; nochmals Gebete, zuletzt ein solches, welches man
bei der Abwaschung »JöjJI o^JoT beten soll. Dies letztgenannte beginnt
mit den Worten: '^ÜaJt (sie) ^iUl J^ xJÜ ö^M^ '^LL'I .LJI J^ &I'I ,v«j
86 beschriebene Blätter, 20,sXl4,5 cm. Nasyl von tatarischem Zuge
mit 17 Zeilen auf der Seite; auf den ersten Seiten vocalisiert; später ist
nur noch Madd und FatU vor Älif, beides roth und das letztere perpen-
diculär beigeschrieben. Ziemlich neu. Eine Eigenthümlichkeit der Schrift,
9*
68 Türkische Handscliriften 35. Vermischten Inhalts.
wie sie mir sonst nie vorgekommen ist, ist die, dafs der Buchstabe j stets
4 geschrieben ist. ,
35. [Diez A. 4». 27.]
1. Fol. 1': zwei Gedichte, das eine von NasüM, das andere von
NiyäzJ.
Anfänge: t^^ (sie) cjIjw« j^*i,xjLi>. Ji> und i^Jv»' viAÜjJs ^\
2. Fol. 2'': eine Schrift in Prosa, überschrieben ^O^mk^^jj aSos^iJ^Jlc
„dies ist die Erläuterung des illmi-dedeh". Der Inhalt ist eine weit-
läufige mystische Erläuterung des persischen Verses
welche mit den eine türkische Uebersetzung dieses Vei'ses enthaltenden
Worten ^tXi'^J \yi Jjl id^'^y^^ \^ \j^ >JJL^ ^U y)0<Jlj f»»— *äj beginnt.
Ich vermuthe, dafs der Vers, welcher der siebente im MaOnam des Galcü
al-dtn Büvvl ist, hier der ^yd^ ^y^-'f^ ^^^^ ^^^ Erläuterung desselben dem
von lllrm {Dedeh) zu dieser Auswahl des MaOnawi verfafsten und väjL^
^yXx^\ »äxJI ^i>L»J betitelten Commentare entnommen sein dürfte. Ueber
lllml {Dedeh) und sein Werk vgl. man oben Nr. 5*,32 (S. 17).
3. Fol. 4^: &>Xs. jJjl X4Ä.N j.A«yujs UL jwIj (' stU^ ItXi», dieselbe Schrift
des Baha Qaiyusiz (s. über ihn Hammer, Osman. Dichtkunst III, 356),
welche auch in der Gothaischen Handschrift Nr. 78 (Katalog S. 7 3) ent-
halten und unter dem Titel ^UoLaa ja*^j '^Lä-cilÄ yüJ (welcher ihr neben
den anderen e!5IcXj JuJ*^ und ^jlob jLsi. gleichfalls zukommt) im Jahre
1288 (1871/2) in Konstantinopel gedruckt erschienen ist (Journ. As. 1873,
I, 533 Nr. 37). Die Wiener Handschrift Nr. 1993, i (III, 489) = Ham-
mer 380,1 enthält offenbar dieselbe Schrift, während das von Hammer
(Osman. Dichtkunst a. a. 0.) besprochene Werk des Qaiyusiz, weil in
Versen abgefafst, von der vorliegenden Prosaschrift verschieden sein mufs.
In meiner Beschreibung der Gothaischen Handschrift habe ich, ofi'enbar
irrthümlicherweise, angenommen, dafs Hammer seine Mittheilungen seiner
eigenen (jetzt Wienei') Handschrift entnommen habe und dafs diese des-
halb ein Gedicht, nicht eine Prosaschrift enthalten müsse. — Vgl. auch
unten Nr. 144,3.
') sie! 1. tXÄj.
Türkische Handschriften 36. Vermischten Inhalts. 69
Anfang: äa^s»^ xilj tü^ LjjJav J^ (.^LL'I, 8^JLäJ|[^] ^^jiJLxJI ^_,. Jj tX^i-l
^«j (3.i.Le jÄiiJj (sie) its^^j J«-*-'«^ IwjLä.^ ^ sS iSyXi ,j-ou=»1
J^>> ^J» ^lob JLaäj >J»J»> (sie) (JJijlws
4. Fol. 16": (' LJjl c^LoüLo, eine Abhandlung über die Stufen der Hei-
ligen, als deren Verfasser in der Ueberschrift AluJiyl al-din iArahi, in der
Vorrede (in welcher dem Namen des Verfassers die Formel »Jöj^o iJÜI slj
beigefügt ist) erst MuKammad Beg lArabi, dann Muliammad ihn lArahl,
in den Dresdener Handschriften Nr. 93,3 und 121 Muliammad ihn Üamzah,
bekannt unter dem Namen Muliyi al-din Beg, endlich in der Dresdener
Handschrift Nr. 264 Gaifar Sädtq genannt wird. Die Abhandlung wurde
in Folge einer Vision verfafst; eine Eintheilung in Bäb ist nur im An-
fang (i Fol. 17" Z. 2, II Fol. ll"- Z. 2 V. u., HI ?, IV Fol. 18" Z. 4
V. u., u. s. w.) vorhanden, hört daiui aber auf.
Anfang: ju^^j xJTj J-Zä» \jöJ.mj J^s. |.^OIj ü^^^^ ^j-^-^«-'! V; ^■' <^*^'
^y*^) )^ i5^'-=* idJ^JLc ^♦i» ^ (.sie) jJJI Jjl ^;.^.<i■ Sd*J ^j>a*+ä.|
5. Fol. 51*' u. 5 2": zwei Gedichte, deren ei'stes ^Jl überschi-ieben
ist und beginnt:
yjn ^Kil eXÄ-iLc *j lo »tXJjJk-fl (sie) ki^A»
6. Fol. 5 2'': eine kurze Erzählung von der Liebe des Majmin und
der Lailä.
Anfang: üS-sj.äjl« jjtXÄijtX-J^I ojLc ^^ä-ü^ (.sie) jo«-La3 <2>öy^ »jCäj v;>jb^
^54X-cUjjl p^^tXx jj.A£ ^lö> xS^ x.'^l ^ctXÄ^Jjl (sie) ^^IJ) lüS'o
5 2 beschriebene Blätter, 21,.^ X 15,6 cm. Verschiedene Hände; Nr.
2, 3, 4 und 6 flüchtiges, aber deutliches, 19 zeiliges Nastaülq.
36. [Diez A. 4°. 7 3.]
Der Inhalt dieser Handschrift ist folgender:
1. |JI^'I slv«, ein Sammelsurium alberner Märchen in Beziehung auf
Erschaffung der Welt und Urgeschichte; s. Ü. X. V, 4 84, 11736. Wie
Anfangsworte und Eintheilung beweisen, ist es unzweifelhaft, dafs wir die-
selbe Schrift vor uns haben, welche auch in der Wiener Handschrift Nr.
') s. Fol. 17" Z. 2.
70 Türkische Handschril'ten 3ß. Vermischten Inhalts.
863 (II, 94) enthalten ist; dennoch wird hier nicht, wie in der Wiener
Handschrift, als Verfasser iÄlt Efendi, sondern Husämi — in der Schlufs-
schrift noch al-MariaSi zubenannt — , als Jahr der Abfassung nicht 995
(beg. 12. Dec. 1586), sondern 1021 (beg. 4. März 1612), und, dem ent-
sprechend, als Sultan, für welchen die Schrift verfafst sei, nicht Muräd HI,
sondern ÄJimad I genannt. Auch U. X. a. a. 0., sowie die Münchener
Handschriften Nr. 105 fol. 288'' und Nr. 262 fol. 29*' nennen iÄh Efendi
als Verfasser. Die dieselbe Abhandlung enthaltende hiesige Handschi'ift
Nr. 5*,5s stinnnt in allen ihren Angaben mit der Wiener überein, nur
dafs sie den Verfasser (Fol. 20 3" Z. 9) lÄll Sahir nennt. — Ein Lehr-
gedicht gleichen Titels über die sieben Himmel s. in Nr. 16,3.
Anfang: xääjwä v_jUä. ^^c>^^yJ i^Ai.^ '(sie) vli" )^i^^ «jLo JjI '^LA*^o ijXf~^
r-
Die Schlufsscln'ift , welche die Abhandlung als (JLiJI (sie) «ylwo «.♦s.-i'
bezeichnet, ist datiert vom 26. .fü 'I llijjfjah 1147 ==■ 19. Mai 17 35.
2. Fol. 19*": Ä.xiLjiwä.ol , ein Lehrbuch der Ethik für Veziere, von dem
im Jahre 94 8 abgesetzten und — nach a. X. IV, 502 und Flügel zur
Wiener Handschrift Nr. 843,4 (II, 78) — im Jahre 950 ') (beg. 6. April
15 43) gestorbenen Lutfi Pasa, dessen Werke von Hammer, Osman.
Geschichte III, 7 03 aufgezählt werden. Der Inhalt der vier Bäb, in welche
das Buch zerfällt, wird deutsch von Krafft zur Handschrift Nr. 4 76 der
Wiener Akademie (S. 181 des Kataloges) mit der vorliegenden Handschrift
übereinstimmend, türkisch von Flügel zur oben genannten Wiener Hand-
schrift, und zwar in Beziehimg auf den Inhalt des zweiten Capitels ab-
weichend, angegeben. Aufser den beiden bereits genannten kann ich noch
folgende Handschriften anführen: Wien Nr. 1001,3 (II, 226), Dresden
Nr. 18 1,4, München Nr. 116 fol. 26, Leiden Nr. 1971 und 19 72, Upsala
Nr. 468.
Anfang:
') nach Krafft und dem Leidener Kataloge dagegen erst im Jahre 957 (beg. 20. Jan.
1550). Weder in dem einen, noch in dem anderen Falle kann indessen sein Geschichts-
werk, wie Hammer, Osman. Geschichte III, 212 will, zwölf Jahre über seine Absetzung
hinausreichen.
Türkische Handschriften 37. Vermischten Inhalts. 71
3. Fol. 3 2'': eine Schrift, welche, ohne Angabe eines Titels oder Ver-
fassers, die Erzählung der Revolution vom Jahre 1143 =: 1730 enthält,
welche zu der Entthronung ÄIlmacTs III und der Thronbesteigung MaJl-
müd's I führte. Nach Diez (im Kataloge seiner Handschriften) ist die
vorlieo-ende Darstellung; das Orio-inal der „Relation des deux rebellions
arrivdes k Constantinople etc. h la Haye 1737" (Hammer, Osman. Ge-
schichte VII, 382 Anni. b), nicht aber des anderen Berichtes über die-
selben Ereignisse, welcher in ßüsching's Magazin VI (l77l) S. 2 ff. ab-
gedruckt und (nach Diez) auch in das Deutsche übersetzt ist'). Das erst-
genannte Buch ist mir zur Vergleichung nicht zur Hand. Die Erzählung
beginnt mit einer kurzen Darstellung der durch den Einfall der Afghanen
in Persien herbeigeführten Ereignisse und endigt mit dem Tode des Ispin-
zädah (Hammer, Osman. Geschichte VII, 394).
Anfang: üJoLüI ^jl~» L>y*^ ,j-XjI ^jI^I ü5JL«jo »Li ^^Lep i^^ltXü.« kx^ \y3^\
SiXämLäjI _u/!^LyLwl &jL^.Äx3|
81^) Blätter, von welchen Fol. 16 leer ist, und aufserdem je ein vor-
gesetztes und ein nachgesetztes Blatt; 22X15 cm; Nr. 1 mit Nastaüiq
(17 Zeilen), Nr. 2 und 3 mit Nas'/i (17 und 13 Zeilen) deutlich ge-
schrieben. Auf dem vorgesetzten Blatte ist ein Siegel mit doppeltem, in
entgegengesetzten Richtungen geschriebenem, verschlungenem tXt^l abge-
drückt. Auf einem dem Vorderdeckel aufsen aufgeklebten Zettel steht fol-
gende, meder kreuzweise durchstrichene Inhaltsangabe: (sie) i:y^_« i^jUcT
l'tl' JLjI ^jLo (sie) ^.yi^i i^"^ äjLaJ*> S^\ c;'^!*'^' 'CJyä^ ^}i\y*i\ .
37. [Diez A. 4». 100.]
Diese Handschrift enthält folgende Stücke:
1. eine Anzahl von Liedern, wie sie die Derwische zu shigen pflegen.
Die Melodie, nach welcher dies geschehen soll, ist meist angegeben (wie
^5jljcj, |v:=?, jjLä, ijUwÄ, sl^s^. u. s. w.), selten der Verfasser (wie z. B.
^Us LL auf Fol. 5").
>) „Eines türkischen Effendi's merkwürdige Nachrichten von dem Aufruhr in Constau-
tinopel. Danzig 1773. 8"."
'') eine vorhandene OriginalfoUierung trifft nicht zu, besonders weil derselben zufolge
zwischen den einzelnen Schriften Blütter auegefallen sind.
Veiinischten Inhalts.
Anfang: i^j*-*) o^^)
sjj\ J^) ^ (*^'y v^)' er? (^7* ^^'-'^^^ (j' • •
2. Fol. 23'': Gedichte von FmStakyzädah, Käbl, Eiflat, FanfPi, Ga-
näm, BägJ, Mä'üi (?), Läiniii, Eaicä'l, Oäbit, Baliyl, RüTu, Faidi, Nafil,
Mulidi, Hasani, iAunT\ daneben auch zwei persische Gedichte von öäirä
(Fol. 24") und von Öaläl al-dfn Rümi (Fol. 28*').
Anfang: LJ.t ^"^ Ijjs
liXs»- fcX«^ USIo ^wmJ^I (SS-> tjüol &JLJLm*o Jus 2LÄjt ^
3. Fol. SS"": ^jUiü >li5Lj JU loUT, ein Bxd Luqinän zurückgeführtes Fäl-
Buch, welches mit je vier an einen Baum angeschriebenen Buchstaben operiert,
zu welchen dann je drei andere Buchstaben in Beziehung gesetzt werden.
Anfang: oLä^ ^ r^T"'' u^^y *^'' l***^ (**^ '-"-* c;^ ^^ (-»UT Ijoo
juJjl auifc^'c^i^^o JtÄ-LftI jj-*Aulyj v-Jys» *^)>>^ «r?-'-^' jJ f^ )'^ y^ (^^^) J't^'
4. Fol. 46^ ^UiJLw icJOif tX^jS- 5.>I^^^U ^5Iä£l3 iX*^ ^^IkJLu, 8JJ^-^ÄÄ*.I
%*> ^ sJouai' jjJi^OvJ^ jJjJbJc oLS2».Äj[.] tVÄj xajJL5...»£.s». j>I>.c, eine sich
über dritthalb Seiten erstreckende, auf ^<_ mit dem Radif J.( jji-tJj rei-
mende Kaside, welche Qädlzäddh Muliaramad Efendi (f 1044, beg. 27. Juni
1634; s. zur Gothaer Handschi-ift Nr. 17,i), Prediger (an der Moschee) des
Sultans MuUammad zu Konstantinopel, an den Sultan Muräd IV (reg.
1032 — 49 = 1623 — 40) richtete, um ihn auf die Gebrechen des osraa-
nischen Reiches aufmerksam zu machen und zur Abstellung derselben zu
ermahnen : ein Seitenstück zu den zur gleichen Zeit von Waisl verfafsten
„Ermahnungen an Islambol", welches Gedicht von Diez zuerst in den Fund-
gruben I, 249 ff. und dann auch separat (Zenker II, 5 88) herausgegeben
worden ist. — Eine üebersetzung des Gedichtes des Qädlzädah, von Diez
auf zwei Blätter geschrieben, liegt bei. Dieselbe Kaside steht in Nr. 4 6,t.
Anfang: Jjf ^ji.^ ^Ua-Lw »aJjLo «ij^^ ool oltJ JoLt
Jjl (ji-t-ü ^jL+ift J I (iS'fcX-i (^<^-Jjl >-ftA«.ö yjo
5. Fol. 4"'': allerhand nützliche Lehren, wie dieselben 8j._jl j ge-
nannt zu werden pflegen: zuerst eine Anleitung zum Deuten der Träume
ÄxLi-juju, später die Namen der Sieben Schläfer und ihr Gebrauch zu
mantischen Zwecken, ein Mittel gegen Flöhe u. a. m.
') Hs. xi^o.
j
Türkische Handschriften 38. Vermischten Inhalts. Ja
Anfang: s(Xii>^\—f^ »j.Jol .»♦^ »L4J>ä i^'j' stXÄjLov ^jcLii^L j... ^joL*-Lc. vJücjI.x
48 beschi'iebene Blätter von verscliiedener Gröfse; die gröfsten 21 X
15,5 cra. Verschiedene, durchweg zwar gewöhnliche und flüchtige, aber
mehr oder weniger deutliche Hände.
38. [Diez Foh 13.]
In dieser Saninielhandschrift sind die folsrenden Stlicke türkisch:
1. Foh 10": j-^üJI JvLjuo ^Lo 3 S-'Lwv, eine Abhandlung von unge-
nanntem V^erfasser über die 28 Mondstationen. Eine türkische Abhand-
lunof über denselben Geo-enstand, und also vielleicht mit der vorliegenden
identisch, findet sich in Wien Nr. 2ol2,4 (111, 54 6). VgL auch unten
Nr. 4 5,3.
Anfang: 'xäJL», ^^♦äc Jul> Lei '^xä+^I «jl^ '*^y J<^ S^JL^.''^ äw-y'J X^\
'sJy^ y^^ ^^.C,_ ^J f^^ '(sie) ^J ^} ^.1 o'v: /=
2. Fol. 13': jwÜLcJ», das von Abu 'l-suiüd {f 982, beg. 23. April
15 74) verfafste und einem ',Ah PaSa ') zuffeeio-nete Gebetbuch. Dasselbe
ist in eine Muqaddimah und sieben Bäh eingetheilt, deren Inhalt von
H. '/.. III, 228,5081 mitgetheilt wird. Ueber den V'^erfasser s. man Ham-
mer, Osmau. Dichtkunst li, 352. — Andere Handschriften finden sich:
in Coburg Nr. III, Dresden Nr. 143,2, 262,2, 2S9,3, 337, Leipzig Nr. 113,3
und in der hiesigen Nr. 22,2. — Abschrift vollendet in der ersten De-
kade Joljl ^ des Rabli II 1045 = 14.-23. Sept. 1635.
Anfang-: w*^!^. 'v;^!^.^!^! (sie) *<Lo Jjl '(_-.La_s ^.j jioU-w. ',j-.U-.. ^v.*^
' -■' -cX-'i
3. Fol. 22'': ein medicinisches Lehrgedicht von demselben Xida't'')
') 80 steht in der vorliegenden, der Cuburger, der Leipziger und den Dresdener Hand-
schriften; H. '/.. nennt dafür Mullammad Pusa al-lat'tq, und in der hiesigen Handschrift
Nr. 22,2 stehen nur die Titulaturen, nicht aber euch dtr Name des ilaunes. Es scheint
zwei KecensioLien des Büchleins zu geben.
^) nur so nennt sich der Verfasser sowohl hier (23^ Z. 6):
ool ^"1 yj yiSjf SjöLja» yi ool yoXiS |»i^ is^'«^ '^
als auch in seiner anderen, gleich zu erwälmendeu iSchrifc. Der Name des Qaisünizädah,
welchen Hammer für eine Person mit Nidä'l hält, erscheint weder hier noch dort; viel-
mehr soll, nach H. X. a. a. O. und Wien Nr. 1470, eine Abhandlung des QaisünUädah die
Vorlage für das Lehrgedicht des Nldä'i gewesen sein.
X&rkUcha HsndschrifUo. 10
74 Töifcisdie Handsduinen 38- Vexmiscliten Inhalts.
im Jahie 975*) ihes. S. Jnli 15ö7i, und also unter der R^erung Sa-
ilm's n Terfaf-?*. welcher r früher eine aus Prosa und Versen ge-
miäciiie. _ - - Abhandlung mit dem Titel _-.' «^wU
2öschrie ' -i Nr. 2SlV In dem letjsteren We: . . S2^
der GotL schriit 2sr. 106 = Berlin Nr. 2%l foL 116*) be-
richtrt 2iidä^ von äch selbss, dafe er auf seiuen Reisen zum SoRAgfiräy
'/_- ;*e--i 5^'_=. g-e worden sei; in dieser Stellung sei er
T:n ZSe: - Sultan iS ~ : vor dem
r rhrrach mit dem Tode be-
ul -. j\(r^r ais 5- - Kerker zugebracht: erst nach seiner Be-
fteiTi . aci er V .. fast hundertjährigen Greise in
der- :c^«^cs^r " ' ^ alle seine Erfahnmgen
rpic oiitsretheiit ai^a giö j^-^^Izjj, g=^eoeii; bald darauf sei dieser
brcii i-estorbe. . : " "' ~-" '-:::t —UJI «Ls-x enthalte die Lehren des-
.. / — Ue ^ !. .-gedieht vgL man Ä /.. ni, 431,
DZc^ :-j.rri JZL. ;.. T . T'' ' -'- - -t JJ. 541. Andere Hand-
schr .--1 sich: in uri ^-^^.. l-.. -.... m Coburg Nr. Vll,c*),
Mün.._T.- >r. 241,1, Wien Nr "- foL S3^ (1, 71S), Nr. 1470 (ü, 539)
und Nr. 1999,9 (III, 517», 'j^: .^ Uri Nr. 74j, und wohl auch Dresden
Nr. 143 foL lOS**). — I>le Abschrift ist datiert vom tiefsten Winter, der
lütte des Gumöia I 1003*^1 •= 26. Januar 1595\
Anfen?: »«^s ..»Li ^S 'JlCj^^~> «a>.^. _=.. .y>ÄÄ.. »^X^ i'
»: Fol. 22* Z. 14:
Dasselbe Jsir Benncn die Cobarger Hsl .ad die Wiener Xr. 1Ö99^, während Wien
Nr. 776 &1. c3* yieliüeisr das Jahr 67; üg.iiu
*j Der ADfsLgsrers dieses FrsznieEteä, dessen Zagehörigkeit Dorn nicht erkannte, steht
;a der Torr.esrikde^ Handssbrift anf Fol. 22* Z. 6 r. a. uni fehlt ia Xr. 41^, während nm-
gekebrt der EniTe» des Gobarger FrsgineBtes dort aaf Fol. 12* Z. 1 steht und hier fehlt.
*> „Capat seoficcm p&etBstis tnmci de medieina. Ho« eapite de morbLs eonuaqne
c-otatic-B« «gilcr^; in deni Torii^enden üeciehte handelt das zweite C&pit^ «— 't— r S**'
.. i:öl!jtx. ..IjoN« ä^ju:. .,L-j^»^ ^^«wcJ ü.i*Äij.
* Per EoI<»boB iaat«-. lüJ» ijLi ii-..l i JuL'f ii— . Ä «J! •'' äiXÄ .^.-Jii'
>T-^ - -y - y • w y
Tt-^ . iS.
(9
4. FoL 36*: c^— ' **»-=» • ^--^ »"'^•2 i-it, «L L MuM^'^ ---'
(j lOöS. beg. 24. Juli 1599: s. Hammer, Cfeman. DichikoBSi III, 115")
verr'^^e ^nd «iem Snään Miaräd HI (reg. öS2— 1#*3 = 1574 — 95 1 zri-
otT . -- i, welche in drei Bäh über : r 5^ hsndelt
8. Hammer O. S. 119 Sr. 3 nnd Ä Z. I! . 4526. Eine
andere Handschrift befand sieh \:iBk de Sacy'ä, Kr. 357.
Anfang: ^\Ju~Jt .Lxi^ i>L^ zJ^ .v-' «J.*:^
5. FoL 55': .^.jlCc o, ein KaiecMsinuä . i a. eine zun: ei?: in der
Form Yon Frage _: :i A::twori gehaltene Glänbensleiire — ^;t; «Jü^^ J.^
ff^v : , 1 <- J^-Ls — . auf Vei& ^- eines S: - : Ton J^^M a-
tbn 1[ rd al Aidini ai-Tlrasci'^t rerhls: i 5_ä ~t5
Babu I ic^ = 26. Dec. 1459 Tollendes ^s- oäi £jL-iev Als S:
nennt äch am En^e ein gewisser Ml~ ' " sz '
An fange steht, röih geä-'"- '- Js?'«^ ^— ^ ;r-*= j^- -;-^ ^ — ;
Anfang: '^^ ^ ^._^ w-- JJ J/ ^ ICi, Ja,- J>^
6. FoL 77*^ folgt, nacii ei^^^ :' = :Iien Schriit. weleiie üe .>rnen
73*— 76* enmimmr. ein Ma6^\:.~-j-^:^ im Ver-— "-■ —"oä
über die v9 jder 100 Xam-' '"j^— es. gr» ;-,4' c^U^^
genannt. In den iLndTersen ne"' -';_ _„ v er&ser ilsä und giebt als
die Zeit, zu weicher er sein Tir— :5.;_i.es Gedieht veröJste. '-- ^ahr y4S
ibeg. 27. April 1541» an. — Andere Hands<ibriÄen ües^ G: :;i nnden
ich in UpsJa Xr. 210.: und 213 nni in Wien Xr. Iy93.-s HI, 492>
Die Wiener Handschrift beginnt wie die ^erlie-rende : der An&nr ^cn
üpsala 2 1 ö,i Sicht Mer aiit FoL 7 7' Z. 2. : . ^iie Vers, mit - : - ; _
Upsala 213 b^innt, fehlt hier.
Anfang: *^' s-sv.- *.>' i Juii' 50«ä^ -jü' wU cJls.' sf aj'-«s ^-.
■-, "r - VW j ' j ,«.w- ^^%^y
7. iSach einem kurzen, nur eine Seite n: len Abschmt» mit der
üeberscbriffe aJJ &♦=►. =*«=i -C^ J^ =^^^^=^ «^^- ' ^-—^ «--i--^ ^r=-
aujLs JL*j auf FoL 93* folgt auf FoL veis. äu. ix\Äs>,»^ d. h. an Lehr-
buch der Phvsic j Per Vermsser, J. - "'. sagt in der
Vorrede, das beste \> erk über Phyäognomik sei das im .jähre 757 it-eg.
5. Jan. 1356 Teriafeie des Abu lAod aaöÄ Mi^ ' ^ ~ : a.
" 7 — ^, Sotfeers II, 4±5.
70 Türkische Handschriften 38. Vermischten Inhalts.
Ansärl al-Dimasqi, welches «leu Titel JaxJi |J.* ^ '(' JLwLJülj ^S^\ i^LxT
»j*l äJL trage. Nach diesem arabisclieii Werke sei denn auch seine vor-
liegende Sclirift türkisch bearbeitet, aber unter Beiziehung folgender an-
deren Scln-iftsteller, von denen jeder mit einem besonderen Buchstaben
citiert werde; nämlich ^, bedeute den Plato, is den Aristoteles, ^ den
Mansür, c den Imäm ^äfiii, ^ den MuJliß al-din al-lÄrabi, ^ den MuJiam-
mad Räzl, u- den o-jj^^-j' [»^J^, * alle die Genannten zusammen, und ein
Citat ohne Buchstaben den lAhd al-razzäq. Der Verfasser hat seine Ab-
handlung in 26 Bah getheilt, von welchen das erste »cXäjUj f^^^» üS-iü
vO, das letzte o siXajLj j^Laj uX^^I ejfj-i.Äj t^^^^j lisJijl^AÄ überschrieben
ist. ^) — Den Anfang desselben Schriftchens s. in Nr. 5,4, ein Gedicht
desselben Titels in Nr. 3t,i.
Anfang: ^^3«^'-**»^' |*L»=.I ^ 2axjltX=»^ 'ii<iiys.JI ^s>'j J^i 'ij"L*J' ,«■? y^
8. Fol. 10 8'': eine Abhandlung über den Wein und gegen den Genufs
desselben, von Faidl Efendi, einem Sohne des liaidar aus Kaffah in der
Krim. Die Ueberschrift lautet: y*.=> t»S.ijJ.Äil ^^-^^J »'^'s^tX^s» ^^ r.J"^7"^
vJyj*u«.JLvy ^!^'.l »cUi^ . Die Abhandlung beginnt mit den Worten: oaxi
'(j.Uji_j ^yki ^5j)L &5' &.wb^ j^=. ;'^^;57'? 'ij-^-"^' (5^ LT^-L^] ""^ schliefst
mit einer Kaside, deren erstes Bait lautet:
Der Inhalt ist in eine Mvqaddimali. drei Fasl und eine Xätimah vertheilt.
Verfafst im Jahre 1017 (beg. 17. April 160 8), 137 Jahre nach der Er-
oberung Kaffah's durch die Osmanen, welche also im Jahre 880 (beg.
7. Mai 14 75) stattfand (s. li. X. Tab. chronolog. p. 1Ü9).
9. Fol. 116*': eine Anzahl von Kunstbriefen vornehmer, meist fürst-
licher Personen; nämlicli: a) Brief des Sidtün lAhl aJ-dm Farämarz al-Sal-
^üqi an Suhän lüOmän 1, nebst Antwort des letzteren; — b) drei Briefe des
Tlraür an Stdfän Bäj/azJd 1, und Antworten des letzteren; — c) ein Schreiben,
in welchem Sidtän Sulaimän I einem Talimüs Bahädtir seine Thronbesteigung
notificiert. Der Ueberschrift zufolge soll der Adressat Sali Tahmas sehi;
') 80 korrigiert aus ^LläJI. .
*) im Texte selbst läuft Bob IT in VI übrr; III, IV und V fehlen gnnz.
Türkische Handschriften 39. VeiTnischten Inhalts. 77
dies ist aber nicht möglich, da dieser selbst erst vier Jahre nach Svlai-
män I (nämlich im Jahre 930) zur Regiening kam, und im Jahre 926,
als letzterer den Thron bestieg, erst sechs Jahre alt war; — d) ein Schreiben,
in welchem Sulaimän 1 über seine (im Jahre 94 1 vollbrachte) Eroberuno-
von Baydäd berichtet; verschieden von dem in Nr. 4 5,in stehenden Bericht
über dasselbe Ereignifs. Geschrieben in der letzten Dekade yi>'j' ^ des
Bahn 11 104 2 (= 4.-13. Nov. 163 2); — e) ein Erlafs ^^Ufls L~» Mv-
räd's 111, bezüglich auf den ungarischen Feldzug vom Jahre 100 1 d. FL,
welcher mit der Eroberung von Raab endigte UTid deshalb hier (3_jL_;
^yÄM, genannt wird; — f) ein in Versen abgefafstes Sendschreiben des
Said al-din Efendi an Fäzi Giräy Xän, nebst Antwort des letzteren und
nochmaligem Briefe des ersteren; — g) Schreiben des Statthalters von Ofen
^j>kj Midlamm.ad PaSa. Sohnes des Sinäti Pa^a. in welchem derselbe dem
deutschen Kaiser Jl -i" .^.^ die Tlironbesteigung MitJlaminad's 111 (im Jahre
100 3 = 15 95) anzeigt, nebst Antwort des Kaisers (Rudolf UV
Anfang des ersten Briefes: )y^^yi ^-JtXJi ^-iLc ' ^j,aaxJ.JI j.xxI ^L»yJ ^^
197 beschriebene Blätter, 28,.''X16 cni. Durchweg gutes Nasfaihq
mit 1 9 Zeilen auf der Seite, entweder von einer Hand, oder von mehreren
sehr ähnlichen Händen. Papier zum Theil farbig (grün, violet, gelb);
eine Anzahl — besonders grüner — Blätter stark zerrissen und defect,
am meisten Fol. 28, 29, 39 und 70.
39. [Diez A. S". 2 4.]
Eine Majmüiah in *S'(7/b?flZ',-Forni, welche, wie aus einer Notiz auf
Fol. 1'' hervorgeht, ursprünglich einem gewissen Mvstnfä Efendi gehörte,
dann von dessen Sohne Ikdifjat Efendi ererbt wiu-de, und nach dessen am
16. Ja '/ qaidaJi 1168 (= 24. August 175 5) erfolgten Tode in den Be-
sitz des ungenannten Schreibers dieser Notiz übergieng.
Von dem äufserst bunten Inhalte der Ma^mviah scheint folgendes der
Erwähnung werth zu sein: Fol. 2" ein Lied ^^.j' des Ahmad Pasa, Statt-
halters von Baydäd, an Sultan Miiräd IV, auf die Eroberung dieser Stadt
(im Jahi-e 1048); Anfang: ^Jiix=^ ^-Is. ^\ jcJJ,! [.Uj vj^o — Fol. 4": ein
in sehr blumigem Stil geschriebener Bericht von der eben erwähnten Er-
78 Tiii'kische Handschriften 39. Vei-mischten Inhalts.
oberung von Baydäd {Awf-Aug: 'v^^' '•■*>5 t-^ i£^'^ ^^*'^ Lojüwj '^Ijj ^)j
vgl. unten tbl. 1 7'' und Nr. 40,3 — Fol, 8": ein Schreiben ^j^jUs^ mU des
türkischen Kaisers an Sah iAbbäs von Persien — Fol. 9'': ein desgl. an Sah
Takmäs — Fol. II'': ein Friedenstractat ^A*<jwb «Js^L^Laä J.^ zwisclien
der Pforte und Persien — Fol. 13'': Schreiben des Sultans an Imäm- ([uli
Xän, Yo\. W an den Zaren, xäJI_s j.ä.w.x; — Fol. 15* jjf.v Ä*JLi' k-obisi,
Bericht über die Eroberung der Burg von Raioän (in Arrän, s. Gahän-numä
p. ni, Norberg I, 5 5 5); — Fol. \T Bericht über die Eroberung von
Baydad, c>L.^Li^Ä.g.J i>l<>.*j Iwü^; — Fol. IS^tf. Schreiben an den Kaiser
vu)i Indien, au den Tatai'enclian , an den Schah von Persien, an den
deutschen Kaiser xJi^ ^■^♦J? fl^n König von Polen äaJI.* xaJ, an SaraJ
Xän, als er die Perser -^LJj.* verlassen hatte und zu den Osmanen über-
gegangen war; — Fol. 23'': ein Schreiben des deutschen Kaisers; — Fol.
25'': ein Sclu'eiben an Mahmud, den Beliei'rscher »^U» von Täyistän, ge-
schrieben zur Zeit, da Hadrat Pa§a Kairaakam war *..^lj' L..ÄL «y..«ä.Ä u'^) )'^
-Ux; — Fol. 3 2'": Bestallungsschreiben für einen Pascha von Ofen, jj^tXj
vtV-AJv^ ^^K^ oJb! ciXA^^lAtL; — Fol. 36*: Schreiben des Timür an den
Sultan von Aegypten und Antwort des letzteren; — Fol. 36'': ein aus-
führliches Fatioä, von dem Saix cd islüm Asiad Efendi dem Sara XaJlfah.
dem Lehrer xs.!^ des Scdi iAbbäs, er th eilt; — Fol. 41'': ein k/ob>_jLii.'l
^jtjUs^', d. h. ein Eingang zu einem grolsherrlichen Erlal's; — Fol. 4 2'':
ein Sclireiben der Pforte an den San/ von Mekka, ä^.a.j>..ä ^-^^ &-j_*J'
>t\..ww*J>Lj ; — Fol. 44": Vertrag iocLJcV..^-c mit dem deutschen Kaiser
x-äJIj; ^j, datiert vom Jahre 984 = 1576 (Hämmer, Osman. Reich
IV, 27); — Fol. 4 5'': Bestallungsdekret des Seldschuken lAlCi al-dln für
iUOmän ibn Toyrul Ben, ^^'^^ Stammvater der osmanischen Dynastie; datiert
von der ersten Dekade Juljl des Sauwäl 688 = 18.— 27. Oct. 1289. Die
Uebersclirift lautet: ^j.i ^^I+JCä ^5j.Jj>,.«iÄ. ^sy^^^ tj-^A-^ ""^ ^^UaA.*« ^x^y°
vtXAJvy.o vsNjLTcoL*.*« v:yL_j ^^S^c>vtXJ^ xlA ^Liob ^y^^', — Fol. 58'': ein
J^^vs Lobojyoj, überliefert von Saix Ahmad Xädim, und beginnend: tfyw,ä5>.
' j-iisAaj! tXZs' Ls. v^ V ,«xÄ.,i ' LaajI )^y^^^ ^7^ J;-*-; 5 ^"' Ende steht die Be-
merkung: ^j.AÄAAwj i5cX.=»f &*.<*' li s^y^+.'l xÄJ(X».JI ^^ ^Lä. i»j^*4.J' v_jyXJl Ijjß
i-dJ^'l lX*j; — nach einigen kurzen Erlassen folgt auf Fol. 61'' das Diplom
für Murtada Pasa als Sardar, Fol. 64 das für Öiisain Pasa als Qa^u-
Türkische Handschi-iften 40. Vermischten liihnlts 79
dan, u. a. m. ; Fol. 67': ein x/jLsäJ^-Lc, d. h. ein den Besitz reg-elnder Erlafs
für die Mutter des Sultans, ^jkjy^c:. ^jLkJL^w Sj-Jl,; — Fol. &%^&.: Titu-
laturen für Würdenträger; — Fol. To'': Verzeichnifs der Sultane (bis lAhd
ul Uamld)^ Fol. 7l'' der Grofsveziere ; — Fol. 75*"— 90'': vennisclite kurze
Verordnungen, überschrieben J...ii_j ^t>.xr.Lj| ».^ ^o ääjj.^ j.K=.i. slXs. yA*\
^^JoJ^I; — Fol. 91*': ein Abschnitt — der längste im ganzen Buche —
über die Jahreszeiten J..o.i und die syrischen Monate, was man in ihnen
thun soll und was gewisse in ihnen vorkommende Ereignisse zu bedeuten
haben. Der Abschnitt mufs einem grüfseren Werke entnonnnen sein, denn
die Ueberschrift lautet: {^i L«^ i-t^^-J^ ;i-4-^-" u'^^ 3 (j~jL.^<.JI J^^äJI. Ge-
schrieben von einem gewissen Muskifä ihn Ymiif und datiert vom Jahre
10 60 (beg. 4. Jan. 1650); — Fol. 105": V^erzeichnifs der Hinterlassenschaft
uyUliä' eines Sinän Faste, mitgetheilt von Diez, Denkwürdigkeiten von
Asien I, 101 ; — Fol. 105*': unter dem Titel ^jLkLw Lob^^yiU" eine grofs-
herrliche Verordnung über Lehensverhältnisse; — Fol. Mo'': Vei'zeichnifs
einiger Dynastien, sowie der Moscheen, Quartiere u. s. w. von Konstan-
tinopel, \(X?\ ioLaj i^^yX^y..^-^ ^yxi.^ c^i^^S'. t^s^Lv..«. ,«^1^?» e>JjjjLÄ.*vl (dcr
letztere Abschnitt mitgetheilt von Diez, Denkwürdigkeiten II, 372); —
Fol. lll''fif.: eine grofse Anzahl von Schreiben und Briefen; zuerst ein
Schreiben von Sultan Muräd IV an Zusraa Pasa, als derselbe Oberbefehls-
haber im Kriege gegen die Perser war; — Fol. 137°'ff. : Briefe von Sultan >S'«-
laimän I, zuletzt ein solcher vom persischen Schah Muliammad Xudahandah.
143 ganz oder theilweise beschriebene Blätter; 14 X 19,5 cm. Vei--
schiedene Hände, recht gute und recht schlechte.
40. [Ms. Orient. 4°. 15 3.]
In dieser Handschrift sind nur die 13 ersten und die 6 letzten, zu-
sammen also 19 Blätter, beschrieben; die dazwischen liegenden 39 Blätter
sind leer. Der Inhalt der beschriebenen Blätter ist folgender: l) arabische
Gebete mit türkischen Einleitungen; und zwar ^^^'1 iol As.c> (d. i. Qur.
H, 256) mit ^^jS3\ JüT Jisl^, und Jj.4-1 (sie) cy^O (vgh Gotha, Arab. 777,7,i-
und 1258; 778,v, 782 und 786) — 2) Fol. 3*' f.: Talismane, um Feind-
schaft oder Liebe zu erzeugen, die Nestel zu knüpfen oder zu lösen, Kopf-
weh zu heilen u. s. w. ; zuletzt wird von einem magischen Becher gehan-
delt — 3) Fol. 13": olJuui ^xjJLä ^i, der Anfang eines Berichtes über die
80 Türkische Handschriften 41. Vermischten Inhalts.
Eroberung der Uitadelle von Baydäd im Jahre 10 48 (Fol. 6^ Z. 1); s.
Hammer, Osman. Reich V, 246. Vielleicht ist der Bericht einem der
Werke Wien Nr. 1054 (II, 261), Leiden Nr. 953 oder Paris Nr. 125 ent-
nommen. Auf dieselbe Eroberung Baydäd's bezieht sich der (von dem
voi-liegenden verschiedene) Bericht in Nr. 39 tbl. 4'', während die in Nr.
38,9,d und 45,10 enthaltenen Berichte von der Eroberung Baydäd's im
Jahre 941 handeln. Anfang: ^JyS' ^zkJiu, üSUä.» sLo kXm höS^lJyo »JL«/ ^.^1
v_jj.l Jk~»lo &Ä*.,5j.Äifl üfjtjüu xjuLi ^j-AÄjl (.^j — 4) auf den letzten Blättern
türkische Verse und Gedichte, darunter ein dem Bäcji zugeschriebenes Mu-
rabhal mit dem Refrain ^j ;«^-';' ^.•'. ^^i}-'^ J>^ ^.i welches in der Litho-
graphie o. 0. 127 6 nicht enthalten ist.
Gröfse der Blätter: 20 X 14 cm. Verschiedene Nastaillq-H.m\AQ\ nur
Nr. 3 ist mit Nasyi geschrieben, und zwar, wie mir scheint, von der
Hand eines Europäers. — Auf der Innenseite des Vorderdeckels steht, vnn
alter Hand geschrieben: „Collectanea Astronomica et Astrologica. Acce-
dunt hl calce varii versus Turcici. Cod. Türe."
L. [Diez A. 8". 26.]
Eine Sammelhandschrift, welche einiges Arabische, etwas mehr Per-
sisches'), zumeist aber Türkisches enthält, neben längeren Stücken so viele
blolse Verse und Notizen, dafs Alles zu erwähnen kaum möglich ist und
jedenfalls die darauf gewandte Mühe nicht lohnen würde. Von türkischen in
der Handschrift enthalteneu Stücken verdienen die folgenden Erwähnung:
1. Fol. l*": dasselbe medicinische Lehrgedicht des Nidä'l, welches auch
in der Handschrift Nr. 38 an dritter Stelle enthalten ist; man s. dort.
Der Vers, in welchem Nidä'l als das Jahr der Abfassung seines vorlie-
genden Werkes 975 angiebt, fehlt hier.
Anfang : f^'^^^ c)^ l*"7^ NiX^'^AÖ^ l»tV^ ^- |*^V^j ^*^^ i^'
Gutes, durchaus vocalisiertes, türkisches Nasxl mit 21 gespaltenen
Zeilen {Bau) auf der vollen Seite.
2. Fol. 21'': eine Anzahl von Musterbriefen privaten Inhaltes; zuerst
eine Anzahl jwüo^^, dami ein jwbjLy^J", dann wieder mehrere iwbox^,
dann eine yojc oJbl <l^,'!^j ^^-fi^j dann ein &»b|jLa.^l u. s. w.
^) 8. Nr. 58 des persischeu KatulogüS.
Türkische Handschriften 41. Vermischten Inhalts. 81
Anfang des ersten Schi'eibeiis : i5LiL5 ^yä.=>. *_}L.oJcj4>ljtw i_>Lov:>JiL=» i_>U:s.
Gutes Nastadtq mit einiger Neigung zum Diwänl; auf der Seite stehen
19 Zeilen.
3. Fol. 5 6'': türkische Gedichte; zuerst zwei -SmzcZ- Gedichte von
iTJlwJ und FaxrT, dann Ghazeleu von Xayali, RöSani, Safioati, Gaifar C'e-
lebi, lUbaidi, Jia'Wi, Nauii, Sanii, Italtmi, ihjänt, Ma/^fi^), iÄh, Sirri.
Anfang des ei'sten (5anc?-)Gedichtes : sJS ^c> ysa Jäj J/j' ^o ^^ Jl JvSiy ^^l
Türkisches Nastaülq.
4. Fol. 61'': nach einem ü/a^wa^w-Gedichte von 61 Baif, dessen Vei--
fasser nicht genannt wird, folgen Musaddas- und J/«/rtm??ias-Gedichte von
iühä, Südiq (die meisten), lübaidt (Mit/anwias auf ein Ghazel von Mu-
Mhbi), Käsi, Rasmi, Zaim {Muxarmnas auf ein Ghazel von lUbaidi), Sa-
mäll {Miixammas auf ein Ghazel von Ra^ä'l), ^s^^\ (sie! vgl. Gotha Nr.
12,1 und 172, sowie Nr. 333 des vorliegenden Kataloges; soll wohl ^c^^
heifsen, vgl. oben Nr. 10,1; Taymis auf ein Ghazel von 3Iaqäh), Bäqi
(desgl., Ghazelen von Salvrn, Sultan Sulaimän und Nacjäti)^ Umidi (desgl.,
Ghazel von Najütl), Sädiq (desgl., Ghazel von iUbaidl), aamdl (desgl.,
Ghazel von Bäqi), Sulttdl (desgl., Ghazel von Bäql), ein Muxammas
von IsTiäq, ein Musaddas von Hudä'l ^^lJk5^; auf den Rändern Ghazelen
von Sädiq, ÄmrT, Bäqi, Räzl, lUlici, Maqült, Fadli. Ferner, von Fol. 75
an, eine gröfsere Anzahl Ghazelen von Ähi (f 923, heg. 24. Jan. 1517,
s. Hammer, Osman. Dichtkunst I, 209); dann (Fol. 8 8" ff.) Ghazelen
von Mardumi, Sali ^*^, Xäican (Hs. (5>^U.), Sälil, Bahisti, Daifi, Ra-
wänl, Muiini, Ynl/.ijä; dann (Fol. 9l''tf.) Tnrgll-band von Säii el ^,
Hätifi, Fubäri, ein llusaddas von iülwT, ein Mu^nrnmas von 'Ah, und
endlich noch Ghazelen von Bahäri, Faribl, lAmri und IsTuiq Celebi.
5. Fol. 104'': eine Kaside von üsüll, zwei Ghazelen von Baliyi und
Xuld'i, eine Kaside von Fiyäni^) auf die ßeschneidung o^u. des Prinzen
Sultan Mustafa, eine Kaside desselben zum Lobe des Ibrähfm PaSa ^), ein
Trauergedicht xajjx» des Iiairatl auf seinen Sohn t>^ ij'>?" i5'r" Grhazelen
von FiyänT, Isliäq imd anderen, die letzten von Bäql.
») Hs. MaUfi.
*) t 933, beg. 8. Oct. 1526; s. Hammer II, 18, QM p. 36 und 188.
s) dieselbe, deren Anfang Hammer a. a. 0. S. 19 übersetzt.
Türkische Handschriften. 11
82 Türkische Handschiüften 41. Vermischten Inhalts.
6. Fol. 119'': fünf Ghazelen von Bäcß. Anfang der ersten:
(' i^m^V""^ ^7^ ä^tXx*i^^ tf*^;' >^')^7* '^)^)^ '^^ 1*^*^ t5^^' ^'^^ /^"^
7. Fol. 121': eine Anweisung, um Flecken aus Kleidern zu entfernen,
nach der Praxis der Schneider von Xuräsän, Sträz und IsfaJiän, über-
schrieben xjLÜ xJj^.<i ^üü(^j'Lw^ ^jÜcLäoj s'ytV^j (J^'t^ o'^'^^ äjoÜjJO und
beginnend: ÄA»J5^t> ijij.^ xjLääü j.S'I; vgl. unten Nr. 166, sowie die arabischen
Handschriften in Gotha Nr. 1330 und 1906,3. Es folgen nun, untermischt
mit allerhand Persischem, türkische Verse, Recepte (Fol. 126 ff.) u. dgl. m.;
darauf:
8. Fol. 150'': ein iwbjCw, d. h. ein Schriftchen, welches lehrt, aus
dem Zucken der einzelnen Glieder des Körpers wahrzusagen, eine Kunst,
welche im Arabischen _^Äis.yi genannt wird; s. darüber das zu der Go-
thaischen Handschi'ift Türkisch Nr. I,i7 (S. 4 des Kataloges) Beigebrachte
und aufserdem die dortigen arabischen Handschriften Nr. 93, ts, 1324,
1325 und 1472. — Andere Schriftchen über denselben Gegenstand s. in
Nr. 10,3 und 4, 27,13 und 125,4.
Anfang: iojiXjI »-rV^' (j-^J^'j ic^t^ (^JUcläI üS^L^o ti$>A**jo *i>l \^\jS' ^j
Gutes, türkisches Nastalliq, 18 Zeilen auf der vollen Seite.
9. Fol. 15 2'': Ghazelen von Jätt, Samit, Nauli, Daiifi, Fadll, XätimJ,
Samäil, NiRüfi, iülwi, Xayäh, Daift, Fudiill u. a. m. Gutes DiwCml.
10. Fol. 160'': unter der Ueberschrift (sie) tXjl^ÄJf ^^ JÜL«!)! Ijkff
c^-Jj-aXDI jj.»JJI eine kurze Abhandlung von zwei Seiten über eine ^^t>
j^ÄA_M« genannte Schwefelsalbe, welche gegen alle möglichen Krankheiten
helfen soll. Der ungenannte Verfasser hatte dieselbe vom Saiy^ Mullammad
Fardl kennen gelernt, bei welchem er sieben Jahre lang in der Lehre ge-
wesen war. Dieselbe Abhandlung ist in Gotha (Nr. 106,i,b) vorhanden.
Anfang: ^aJucJ.*!] x♦Ä.^J eU.^^ ^*sxj>} ^d^sn ^Jl Jü( Jyit ^d^\ xi! «X»il
11. Zuletzt noch allerhand Notizen und Vei'se, auf Fol. 169"' ein paar
Ghazelen von Sairi und von Wusült.
Die ganze Handschrift hat 170 beschriebene Blätter von 20 X 12 cm;
viele verschiedene Hände.
*) Lithographie von 1276 p. 239.
Türkische Handschriften 42. Vermischten Inhalts. 83
42. [Ms. Orient. 8". 19.]
Neben Abschnitten in arabischer Sprache enthält diese Handschrift
die folgenden türkischen Stücke:
1. Fol. 1—8 und 14—17: Abhandlung über ein Verfahren ^^.sottL.« Jo
d. h. um Jemanden unter Anwendung verschiedener Gebete und Talismane
„die Zunge zu binden". Vgl. Nr. 122,i fol. 151" und 128 fol. 43\
Anfang: xJJ ^ä5o^ o J.aj' jj ysn ^j-cw^l j»^^ol t^AJ' ^54Xj jj^ÄjJiLj Jo >_jLj
2. Fol. 9—11: der Anfang einer Erzählung von einem König sLijb
von Baydäd und seinen vier Sclavinnen, drei weifsen, k_j^JJiJI »yj, x^^o
^^LoyJI und jjLä genannt, und einer schwai'zen mit Namen ,j1.s>->j« •
Anfang: (sie) (a5i»LwöLs yi ^iiy^^\ stXj..g.xi 4>ltX*j ^5»^)'5 (^i^) s'^'^k'. r? r^
;5c>;lj (sie) ^5-«b;U ^jl
3. Fol. 36-43: ein arabisches Gebet, welches (Fol. 39'') LSy; A^o
genannt wird, mit türkischem Commentar; defect am Anfang und am Ende.
Vgl. Göttweih Nr. 8,i7 (Wien. Jahrb. Bd. CX, Anz.-Blatt S. 31).
Anfang: iujj4JLj (sie) o^^y oL»j b |V^I »jJJ» b eSi^tXs sjtXä ^.
4. Fol. 5 2£f. : Fragment einer Schrift über Astrologie (Horoskope)
und Talismane; auf Fol. 5 9'' beginnt ein Abschnitt, welcher *JLb v_jU5'
Jk^l A-'lisj t>J^JI überschrieben ist. Die Blätter dieses Fragmentes sind
alle mehr oder weniger verstümmelt; die letzten sind fast ganz ausgerissen.
Anfang (sie) : (ausgerissen) . . ^^i:S yi cyLfJI J-'^.'j «^U^ «-P i^y^
5. Fol. 87—94: ein Abschnitt, überschrieben (^ cjL»*4-I jLLJ s^-Lo v:>-Lyäi
und beginnend: (j.f ^^^xäT x«»'^ a-T -;» );^i^^ |*i^«wJ| Ju^e «yw^js. -axiLäaj
&iMwb \LtJ «;>Jt5\
6. Fol. 122—125: eine am Anfang defecte Abschrift derselben Glau-
bensfragen, welche auch in den Handschriften 3,2, 5,2, 93 fol. 166* und
94,1 (wo man s.) enthalten sind.
Anfang : SI^^ TJ^"^ ivtuw ^ >->^ v'^^ ij^*' 15^^' ^yt^ ^ y^)T^ T^'
jvJjc^' (»-^J *^^ *-'^-'' vi"^ '^' (^^^) •J^*"T""
Verschiedene Hände ; Gröfse der Handschrift 1 6,5 X 1 1 f.ni. Ein frü-
herer Besitzer der Handschrift hat im Jahre 1704 den einzehien Frag-
menten derselben kurze, i-ichtige Inhaltsangaben aufgeschrieben.
1) sie! 1. ü.w,4(.
11*
84 Türkische Handschriften 43. Vermischten Inhalts.
43. [Ms. Orient. 4». 40.]
In dieser Handschrift finden sich, zwischen arabischen nnd persischen ')
Schriften, folgende Stücke in türkischer Sprache:
1. Fol. 15 1""— 15 2''': ein Ma9nawl- Gedicht im Metrum Hazaj ^ |
w |w__ niit der Ueberschrift ^Jl>S y/u^^Xj iJjJ» und also Vorschriften
über die Art der Wahrsagerei enthaltend, welche o.j-rLi »jv*»Jo genannt
wird; vgl. Nr. 159,3.
Anfang: (^ t^y^'' 5'r^' »tXivI iXi()<i [JLä Xxm, (3^1^. -Uj
JLmmS» kJUj^ J>^^ b'^) &'^ ^ 2U-mJ> «-^ I^smJJI (sie) ij"f*j v_^Ü0 ut
Deutliches Nasia^Iiq, viei'spaltig geschrieben, im ganzen 4 3 Bait.
2. Fol, 157*'— 160'': u^jt-J v^? ^i"^ Abhandlung über Erbtheilung,
der Ueberschrift zufolge von Jihrä Uskühl verfafst, über dessen Zeitalter
die Handschrift Nr. 10,5 Auskunft giebt. Den Anfang macht ein Gedicht,
welches nach der (roth geschriebenen) Segensformel ^jLkA-L!l ^jji aJjL j^t
*jys.lJI mit dem Bait
beginnt; der Anfang der Prosa lautet dann: jOo^-wJ^I -^JL*/) sylÄaJIj cX«^! Jou
^uJt Ls&«.4J.£. Ijdjl^t (.^XJ' |vXw. K<yl£ iJJl iJwO J4.M^ v:i>wiä& 8jt.Äı>. (jöjtji
^jjJL*,j-Jt Jyww weil ilLuüol ^jjJuny^ y^o *JLj«JI vjLaJ L^L», das Ende des
Vorhandenen: t£vÄ*uxSlj iu^Äi»!^ *^5) ^i) '^f^^. *!?(5^^'^ jaA«ji=»^v _,^\ J^^Ajj
3. Fol. I6I''— 162*': Fragment eines geschichtlichen Werkes desselben
Verfassers, welcher hier sich Jihnl Mustafa ihn Muliammad Ushiibi nennt.
Das Fragment handelt über Schöpfungs- und Propheten -Geschichte; auf
Fol. 162'' findet sich die roth geschriebene Capitelübei'schrift : «_:K J^^^ii
>t> 8J.ÄjIaJ i^i^tXf ^^Ä51 <Jl^^ KamJI« tä^üo^LMJl i^aAa cXxj^\m i^My
Anfang: üJ^s Jj; s^JLäJl^ LääJU» tX»^. 4\äj
Nr. 2 und 3 mit gutem, 21 — 23zeiligem Nas/l von türkischem Zuge
geschrieben; Gröfse der Handschrift: 22,6X16 cm.
*) vgl. Nr. 304 des persischen Kataloges.
*) 80, ohne Reim!
Türkische Handschriften 44. Vermischten Inhalts. 85
44. [Ms. Orient. 4". 18.]
1 — 4. Vier IlaOnatci- Gedichte religiösen oder beschaulichen Inhalts,
ohne Angabe von Titel oder Verfasser; sie stehen auf Fol. l*"— 9'', 18''— 2 3",
ai*- 32"' und 46''-49\
Anfänge: ' miSk^k ^^xyc*»,.!^ 5j-''^ ^ »JoM x.JL>l n^Xc JL*j" ^Jä
(.JLjiLiI &-Lj>>I «J-'t ^c^} r* (.JL>i^<io Vk*u itJL>*>l
xJÜI
^gj^l ^ ^^1 J^l ^jf ji:.^:> 15^;^ jr^^' CJr^ 7^ Ü^ "^^
cjyi ^'b ^Jo'^' ^'' tK*'' £5r^ 1*^-^ ')>**' ^.'^' '^''
5. Fol. Q*"- 18^: eine gleichfalls in il/a6'?ia«-I- Versen abgefafste Ei-zäh-
lung von NösJricän dem Gerechten und einem Derwisch. Dieselbe ist
überschrieben (sie): ^j'^J' Jijj &.^j ob ^^i 4>b ^b:..v|j und beginnt mit
dem Verse:
worauf die eigentliche Erzählung mit dem siebenten Bait folgen dermafsen
anhebt :
6. Fol. 23''- 31": X^\ tX=*lj Ut}\ ^^ JL« &iJI «=U*^I ^ _^'l Ijsje
aJI^ I_tj xJiLs. J^-»-, eine türkische Auseinandersetzung über die „1001"
Namen Gottes und auf dieselben sich beziehenden Aberglauben ; diese
Namen selbst, zu einem Gebete vereinigt, folgen auf Fol. 28'' unter der
Ueberschrift (sie) <-äj>^l ^»b ü5o y\ya -^Leo Ijüc; jeder Name ist hier mit
b oder yc ^ b eingeführt. Die Zahl 1001 ist als eine stark überti-ei-
bende Abrundung zu betrachten; denn wenn auch bedeutend mehr, als
die gewöhnlichen 99, 100 oder 101 Namen angeführt werden, so sind es
doch auch bedeutend weniger als 1001. Vgl. Nr. 4 5 6,19.
Anfange: f<^i *^^ ^' i/^ (j*^rH*:9. (5*"^' ij^^ "Jj' ;'^' '^^S) '^'^^^'
und: AjJLt b »xän b ,j-»-=»^ b jJJl b ^5Ä*«*^' i»SoU«.b fcä5Ü^I ^^1 |V^'
v_äjj-i b >-ä*Pi! b ^S b iv^^^ b |V*-b». b |»J Jj' b
86 Türkische Handschriften 44. Vermischten Inhalts.
7. Fol. 33*— 41^: Fragment einer in Maglis eingetheilteu Prosasclirift.
Vorhanden ist das Ende des zweiten, der dritte, der vierte und der An-
fang des fünften Maglis. Der dritte Maglis handelt über J\Uj aJLib, der
vierte über ^JjJLj-äi uJüjf ^^jW*-^; «i^' V^;? ^^^" füJ^ft^ über «^»äjI ij^-^äjn)
;^w'>t (^Ub jffÄ^tJ
Ende: Uü»' -'jt's' ^ä-^-*^ o'y^ '^'*^ ,«*^' '^'^/' i^-*^ ^^j' ^'-»äxj
8. Fol. 4 2^ — 43'': einige Talismane und Recepte; in Bäh eiugetheilt.
Anfang:
9. Fol. 44' — 45^: .0 ._' &L'I Ju.£ w>li. ^jLo ,j, ein J/ö^wöm:!- Gedicht
über den Tod des lÄbd aUäh, des Vaters des Propheten.
Anfeng: ,c*--^' »5»^' i«*^''^ wW»' JW ^5*-^' ^^y^^ J^l ,j^l Js-ULa.
10. Fol. 45''— 46*: ».> _5 .^ ^ vj:_ä. ^Lä.> IJlS, ein in MaOnawi-
Versen abgefaßtes Gebet, welches dazu bestimmt ist, nach Beendigung der
Lectüre des Qur'än gebetet zu werden.
Anfang: Ü. %*3 sLe U.^ Iäo sLx. |»jI JJ. iXI^m. |JLc >Jo «(Xo J^I
11. FoL 50*— 59": verschiedene kürzere J/aö«a?rr-Gedichte, meist auf
Fätimak bezüglich, wie (sie) ^cjdJI sjcli Jl^l ,jLo ^^, jtJsLs (sie) ^^jLj ^i>
und (sie) ^-Jfiv'l xJbU äj»x. Vgl. Nr. 133,1.
Anfang: ^g*^ C v5'^'y' s*^ c»*^'^; i*^ <5*'''/^' ^^^ sftX^' <X^:'
12. FoL 60*— 69*: Fragment (das Ende) einer Erzählungssammlung.
Die erste vollständig vorhandene Erzählung beginnt mit den Worten:
69 beschriebene Blätter, von nicht ganz gleicher Gröfse; die grölsten
messen 20,5X1-15* cm. Verschiedene mehr oder weniger deutliche, zum
TheU vocalisiert« Nas/1- und A'as^al?lg - Hände mit 12 — 27 Zeilen auf der
Seite. Auf Fol. 1* steht, zwischen Strichen, welche ein roher Versuch zu
Verzierungen zu sein scheinen, in der Mitte „de Fatima. p. 48", und
unten „Carmina theologica et preces cum caruni [verbessert in: curani]
commentarüs ".
») sie: d. i. ^Jj.l K>.
Türkische Handschriften 45- Vermischten Inhalts. 87
4o. Pls. Orient- 4*. 15.]
Diese Handschrift enthält hauptsächlich astronomische Tafeln; atifser-
dem als Beigaben Abhandlungen und Fragmente solcher, meist astrono-
mischen oder astrologisch-m antischen Inhaltes, auch einige Gedichte. Die
in persischer und türkischer Sprache abgefaTsten Stücke sind die folgenden:
1. Fol. 33 — 40, ein persisches Fragment astronomischen Inhalts. Wie
eine nähere Untersuchung lehrt, ist dieses Fragment dem Texte zu den
Tafeln des Uluy Beg entnommen und entspricht S. 63,4 Xjs}:\ bis S. 94,5
^*,J wL«£j 1 1- \\ der Ausgabe von Sedillot (Zenker EL, S99). Hand-
schriften dieses Werkes sind als Xr. 337 f. im Kataloge der persischen
Handschriften (S. 358) beschrieben.
2. FoL 43 — 51: gleichfalls persisch, das Ende einer astronomischen,
in 30 Fad eingetheUten Abhandlung. Es ist, wie eine Vergleichung mit
der Wiener Handschrift Nr. 14 24,i (H, S. 490 des Flu gel' sehen Kata-
loges) darthnt, die (J^^ii) ^^— L'L.,s genannte Abhandlung des Nasir al-cbn
Tust, welche Ton Ö. X. HI, 642, 7352 erwähnt wird, und von welcher
Stücke auch in Nr. 327,3 des Kataloges der persischen Handschriften ent-
halten sind. Das hier Vorhandene beginnt im achten Fasl mit den Worten
3. Fol. 5 2 — 59: ein und zwei Blätter ttirkisch, dann ein Blatt per-
sisch, dann wieder vier Blätter türkisch, sämmtlich astronomischen Inhalts.
Die letzten vier Blätter handeln über -iJ Q JxLue oi jw und beginnen mit
den Worten: si> 8cVJU,x.->>j ^_äS!ö viS=>-jw' ^ 5Jlj»5'vj ^s^Jj. Vgl. Nr. 3S,i.
4. Fol. 60 — 63: tüi-kisch, das Ende einer astrologischen Schrift. Den
BeschluJs macht ein auf den Imäm Säfin und den Imäm Fazäh zurück-
geführter Talisman gegen die Pest (^JcjJj, ^ -> J'-^ i*^'} ^5*-*'-* (•'^'
Anfang: »äSUjwLÄje. ^23ol (j'y-* •-? -^'« äju-'j' j>L~»w,j ^j^^^ ^'J-ä
5. Fol. 64*: zwei kleine türkische Gedichtchen in der Tonart üusairil
i_iju-Ä -Iä« v.>, wie über denselben angemerkt ist.
Anfang des ersten: Kj ^^«Xj' U^ iJr^ 15* *^'' ^s*^!^
6. Fol. 64^-66'': eine kleine, anonyme Abhandlung über die musi-
kalischen Tonarten. Am Ende heilst es: »JJI jj**j ixä-t-.»*.'' äJl—JI
1) Es. J\Lx.
88 Türkische Handschriften 45. Vermischten Inhalts.
JljLj, und dann: ^ü w jä-ülf «jo^ .4*0 ^l^t (j r:?r^' ^^ (==^ 17.— 26. Juli
1576).
Anfang: (' ^vU ^j>j<X'I j^^'-J' '^^.'^j iS^d^
7. Fol. 67'': ein türkisches Muxcimm.as mit der Ueberschrift wA.Ä.il
^ääLw ssJiÄj, was doch wohl heifsen soll, dafs der Verfasser des Gedichtes
SäiaÜ hiefs (vgl. Hammer, Osman. Dichtkunst II, 428) und dafs das
Gedicht hier von seiner eigenen Hand geschrieben ist.
Anfang: (vjL=» x^ )-"-*=* »tJ^i^ y^ xX^iüi) *jlJ^ _^> fXs- 54XJ^yi ^aJ^J ^5l
8. Fol. 69 und 69*: x^l\ «i>j^, eine Horoskopentafel mit 12X19
quadratischen Feldern, von welchen 12X4 wieder dui'ch eine Diagonale
in je zwei Dreiecke zerlegt sind. Im Anhang zum Burhän-i qätii heifst
es (nach »xs d. i. Miülammad Safii aus Siräz) : ^j L«U*i «JUs x^ o»-maJX.ä «^svjK
9. Fol. 137—167: ein auch im Innern mehrfach defectes Fi-agment
— und zwar das Ende — einer tiü-kisch geschriebenen kabbalistischen
Abhandlung (über j.ä4-' t*^): welche durch Deutung des Zahlwerthes der
Buchstaben, aus welchen Eigennamen bestehen, Prophezeiungen für die
Regierung des Sultans Sulaimün I und der folgenden Zeit zu geben ver-
sucht. Aus den Schlufsworten ergiebt sich, dafs die Abhandlung den Titel
\yS^ \y/iK >_ä,ciy trägt und vom Scheich Maßd cd-din AqliisärJ im Jahre 965
(beg. 24. Oct. 155 7) — also unter der Regierung /SwZamän's I — verfafst
wurde. Die Abhandlinig pflegt sonst den kürzeren Titel sy^' )^-^5 zu
führen; so bei //. X. III, 480, 6532, bei Hammer, Osman. Reich IX,
200, 5 2, bei Kr äfft Nr. CCCI und bei Flügel, Wien Nr. 1502 (II, 581).
Hammer, K rafft und Flügel geben auch den Inhalt der 12 Fnsl, in
welche die Abhandlung zerfällt, an, Hammer und Kr äfft deutsch, Flügel
türkisch. Im vorliegenden, wie bereits bemerkt mehrfach lückenhaften
Fragment sind die Ueberschriften zu Fad 3, 4, 5 und 6 vorhanden.
Anfang: o>~a. »j -^o Jy> jvgilj' \<> ^Ij J stXÄi"^ ^ '")).?' V-^V *^^'
10. Fol. 165—172: ein am Anfang und am Ende defecter Bericht
über die Eroberung von Baydäd im Jahre 941^) (1534); verschieden von
dem in Nr. 38,a,d enthaltenen Berichte über dasselbe Ereignifs.
*) sie! Es ist wohl ^KLäJI yoj yi\ gemeint.
«) B. Fol. 167* Z. 1.
Türkische Handschriften 46. Vermischten Inhalts. 89
Anfang : ^5tX♦i.l ,j-v^ jjj*^ OöLjw JjI s Ju JL^tX-LI J.yj
Ende: (ji»i.s. ^-u<jjLc(sic) .iia cVä«^ (jLotlaJI. ^äXDI ^luLoL^-ö
11. Fol. IVS*" lind 174: Fragment eines Verzeichnisses der Reise-
stationen und einer Beschreibung einer Reise zwischen Konstantinopel und
Äq-Sahr.
Anfang: ^o (sie) jJLj^j JsU/j ,jl5ljl *i'l^ *^)'5 *7-"^0 (j*^J»*jLi*»'' Lw.j..^
Ende: ^JI JiLölj cy»>lji^j JL/jlj yc
12. Fol. 1 Vö*"— 17 7'': der Anfang eines grofsherrlichen Ei-lasses, ))«X<o.
Anfang: (^^ ',.b^(| ^U^ ü5ÜL»x) ^iSJLxi 'J.i^..w^l( ^^isi^..- ^jLkJLw 'iu...y jJLjjI
yxil c5vAjwXi....^_=» 'sXojj jj'-waJ »^k^:?') '*Äi^Üs. ejtXJLi» '(»K^iiL -tC^s.'^l
Verschiedene Hände; Gröfse der Handschrift: 22 X 15,.5 cm.
46. [Ms. Orient. 4°. 19 2.]
Unter der Ueberschi-ift i^yXjiyäs,- ^i^^\ soK^U sJ\.^^ enthält diese
Handschi'ift zunächst dieselbe auf J.l jL^)<^ ^^— reimende Kaside , welche
auch in Nr. 37,4 enthalten ist (man vgl. dort); dann Fol. 6'\ mit x). ein-
geführt, ein Tarji'-band, worauf (Fol. ß"*— 9'') noch verschiedene andei'e
Gedichte folgen. Danach kommt, bis Fol. 10*', einiges Arabische (eine
Tradition und eine Aufforderung zur ßufse, am Ende defect); dann Fol.
11" das Ende eines ifaönawf-Gedichtes, Fol. 15^ gleichfalls ein MaOnaicl-
Gedicht ■), Fol. 19" ein desgl. (anknüpfend an verschiedene (^wr^än-Stellen,
wie II, ] u. s. w.); endlich Fol. 21" ein Prosa- Aufsatz mit der Ueberschrift
(^ c^i» ^5)^*-' (5^*^.5 '^ x>cLjjjCi yi Ij*.», und Fol. 24" ein anderer ohne
Ueberschrift, in welchem die zwanzig Eigenschaften aufgezählt werden,
welche Gott nothwendigervveise zukommen (Anfang: v_*^l^ stUi^» JLxj' ^cvXj
Anfang der ersten Kaside:
Jjl iji.*-b |jL*aXw liSLo vijJj oajI j|t> JtXft
J.l jji«.*.o |oU-ic Jl 5..x*i ^clXJ.I u.a..\«.<g laJo
24 beschriebene Blätter; 21 X 15 cm. Schönes, grofses, meist voca-
lisiertes Nas^i niit 1 1 Zeilen auf der Seite.
*) mit dem Anfang:
vL> jJO ^)y^ »^^Vä i^^yJj «jL-J )'r^ *^^ oaax^ lX-«.=>. ^j'i'j*
*) sie! 1. t%*i-=» )'-»J.
Türkische Uacdschriften. 12
90 Türkische Handschriften 47. Vermischten Inhalts.
47. [Diez A. 8". 91.]
1. ^Lfl.j.xxi, eine Anzahl von Rechtsfragen nebst Antworten, von dem
Mufti Ahfi 'J-suiad (t 982, beg. 23. April 1574; Hammer, O.sman.
Dichtkmist II, 352) dem Sultan Sulaimän I (reg. 926-974 = 1520-1566)
vorgelegt und von diesem als Richtschnur für die Entscheidung der be-
ti'effenden Rechtsfälle genehmigt. Dies ergiebt sich aus der an einen spä-
teren Sultan gerichteten Vorrede; dieser Sultan wird zwar ni(;ht genannt,
da aber am Ende steht xjLxj^ ij"-*^ *ä-*- JLäjw.iJl StXxäJf ^^3 (?) ijk ^ \ys>.
i_fiJl. , so mufs es AUmad II (reg. 1102—1106 = 1691 — 95) gewesen sein.
Die Frao'en und Antworten sind nach den in ihnen behandelten Rechts-
Verhältnissen eingetheilt, wie dies von K rafft zu seiner Nr. CDLXVI
(S. 17 7) des näheren angegeben wird. Aufser den beiden a. a. 0. bei
Kr äfft beschriebenen Handschriften finden sich deren noch in München
Nr. 113 — 115, in Up.sala Nr. 4 70,2 und in der Kaiserl. Bibliothek zu
Wien (Flügel III, 25 1 Nr. 1816).
Anfang: »^\^ ^^^aXw-JI tN-Ä-w ,^ -iLDfj »^-LoJl^ ',j-aJLaJI i^n xJJ d<^\
^AiaXj^ klijy.« ^ijiiL».**, tX*j Lot (j.A**=.l au^P« &JI ^^^y (sie) (^^.ÄaäJI
2. Fol. 18'': (' JotXÄ Lobjjy>Ls, das „neue" Qänün-nämah desselben
Abu 'J-suiüd. Ein ähnliches Qänün-nämah i.st in den Handschriften Gotha
2,4 und Upsala CDLXXII enthalten; ob vielleicht, trotz vei'schiedener An-
fangsworte, die Handschriften Up.sala CDLXX,i, Lund LXIX und München
Nr. 113—115 dasselbe Gesetzbuch enthalten, könnte nur eine Vergleichung
dieser Handschriften entscheiden. Abschrift datiert vom Jahre 1120, beg.
23. März 1708. — Vgl Nr. 18,3 und 261,i.
Anfang: ^^jS exJLo yj^l ^Lls xäJLc^I ä.«*jI s\^ i^j' kiioxÄ*«.*^ (j^'jl ^i^y^ ^j'
'^Jol JLflÄJl
3. Fol. 29*': von anderer Hand geschrieben eine Anzahl Fafwü, von
llzzeüi (?) lAll Efendi für Nisän^i Pasa ausgestellt.
Anfang: (jj^tjö^ ^ ^i' jifjö-s vi ^_>^_jÜ' sJkijJjl J^-L^ **;>•* **^ T^
') die Ueberschrift lautet: .t> sJutXsk lixiLj^jjjLi» L^ J>««<.
Türkische Handschiit'ten 48. 49. Vermischten Inhalts. 91
F-
4. Fol. 33": ein Brief mit dem Anfange: bbl^^c ^Lajo^uv-i i_>Ujjx
3 3 beschriebene Blätter; 19,8X13 cm. Verschiedene Hände; Nr. 1
und 2 mit flottem, kräftigem, deutlichem, 1 7 zeiligem Nastalllq geschrieben ;
die ersten zwei Seiten mit goldenen Leisten und schwarzen Linien, die
übrigen Seiten mit rothen Linien eingefafst. Auf der letzten Seite ein
schlecht ausgedrücktes oder verwischtes Siegel. Auf einem aufsen auf-
geklebten Zettel steht: t»ft" •jh.y»' (sie) IjUi 4>^»aDI f>\ «ijLäjsjtx i^\jS'.
48. [Diez Fol. 74.]
Diese Handschrift enthält eine Anzahl von Fragmenten und einzelnen
Blättern, welche zumeist auf Blätter europäischen Papieres von 48,5 cm
Höhe und 36 cm Breite aufgeklebt sind, und zwar in verschiedener Rich-
tung, d. h. so, dafs, man mag die Handschrift halten wie man will, ein
Theil der aufgeklebten Blätter immer auf dem Kopfe steht. Die Frag-
mente sind arabisch, persisch und türkisch ; von den letzteren verdient nur
Erwähnung: ein Fragment von 8 Blättern (21 X 1^,5 cm) aus einem ^^LiSj;
mit dem Anfange : y=>\ ^iJ\^ »«JoäjI ^'^, yS^ yi^ ^CiL^ x!jl scXjI ^ *^^
«tXjLtl i^J^i (das letzte Blatt defect und ausgebessert); und 2) ein Brief,
unterzeichnet ül^ ^-fr^yH 15--^-^' 15*'*^' """^ ^^^^ ^^® ^^^^^' pi"eufsischen
aufserordentlichen Gesandtschaft ü5UI.a..s\JL)I «j^^I, welche bei Gelegenheit
der Thronbesteigung Salim's HI im Jahre 1203 = 1789 zur Gratulation
nach Konstantinopel geschickt worden war, zu gewährende Verpflegung
bezüglich.
49. [Petermann H, 459.]
Dieses Bändchen enthält, aufser einem türkischen Druck, zwei Frag-
mente, das eine über mathematische Geographie handelnd (Anfang [sie]:
^Jkjlo IS ^^*,*AAi*j t«5yyfl>l ^>ia-w ^^1 ^jJ^I (5;^^; ): f^as andere ehiem Brief-
steller, dessen Briefe aus dem Jahre 12 04 (beg. 21. Septbr. 1789) datiert,
sind, entnommen (Anfang: [sie] ^yoy^ ö^tLj iö^i\yc\ js^yMS.Xjc tX=»v-- idäil^^
19 und 32 beschriebene Blätter, und aufserdem noch einige Blätter
mit werthlosen Schmierereien ; verschiedene Hände ; Gröise der Handschrift :
20,8X14 cm. Hie und da Abdrücke unbedeutender Siegel.
12*
92 Türkische Handschriften 50-52. Vermischten Inhalts.
50. [Petermann 372.]
In dieser Handschrift steht folgendes Türkische: l) Fol. 19 — 34 eine
Sammlung von Briefen; gegen das Ende (Fol. 32''— 3 3^) ein Ghazel von
Nähi mit dem Anfange :
^yi ^jt>JLi3£ J-^l^ **j'-?;' ;r^^' ^7^ cJ'^y?^ ^s^ y^IaJ ^y^ ^5tXJ^I
dann 2) Fol. 60—62 und 68—75, Tanzliedchen ^^U*«, nicht selten mit
Angabe der Melodieen, nach welchen sie gesungen werden sollen.
Flüchtiges, meist schief geschriebenes Nastaülq; Gröfse der Blätter:
16 X 10,5 cm. Auf Fol. 29'' der Abdruck eines Siegels mit der Inschrift:
d. i. ;r*^' J^ *i ^■' ^ <^ t' ■
51. [Ms. Orient. 8". 72.]
Eine aufsen als l»i= ij^)^ ;t> '^y*^) ^^-ä-AoT ^^'^^ i_jLä5' bezeichnete
kleine Sammelhandschrift, welche neben vielem Arabischen und wenig
Persischem auch einiges Türkische enthält. Die vorhandenen türkischen
Stücke sind Briefe und Gedichte; den letzteren sind zum Theil (Fol. 26'' f.)
die Melodien, nach welchen sie gesungen werden solle'n, beigeschrieben.
58 beschriebene Blätter; 19X12,5 cm. Verschiedene Hände; die
Zeilen laufen in den verschiedensten Richtungen der Blätter.
ö^
52. [Ms. Orient. 4". 45 3.]
Siebzehn Blätter verschiedenen Formats mit Rechnungen , Pässen,
Quittungen u. dgl., nicht alle türkisch, sondern zum Theil auch persisch
und in verschiedenen indischen Sprachen (Telugu, Tamulisch, Hindusta-
nisch) abgefafst. Unter den türkischen Stücken befinden sich drei — wie
sich aus den aufgedrückten Stempeln ergiebt — Quittungen über die erste
Stufe der Kopfsteuer ,j*-IJl ä-jj-ä. ^■~&\ aus den Jahren 1173 und 1174
(1759/61). Von drei beigehefteten Blättern europäischen Ursprungs ent-
hält das erste die Bemerkung: „Türkische Rechnungen, Unterschriften etc.
zum Theil in der Schlacht bey Choczim erbeutet"; die beiden anderen
suchen die diütte Kopfsteuerquittung als einen Zollpafs zu erklären.
Türkische Handschriften 53-55. Vermischten Inhalts. 93
53. [Ms. Orient. Fol. 508.]
In diesen Pappband von 43 X 29,5 cm sind fünfundzwanzig Blätter
des verschiedensten Formates zusammengebunden. Dieselben enthalten,
natürlich von verschiedenen Händen geschrieben, Briefe, Pässe, Rechnungen,
ein Gebet (^-äa«, j^UiJ; vgl. Gotha, arabisch Nr. 22, .i, 5 17,4, 779, 782,
786), die Tuyra Solans III {ihn Mustafa) u. a. ni.
54. [Ms. Orient. Fol. 132.]
Mit dieser Nummer ist ein Pappkasten bezeichnet, welcher eine An-
zahl von Packeten mehr oder weniger \yerthloser Fragmente enthält. Die
meisten dieser Fragmente sind arabisch, ein Packet aber enthält türkische
Fragmente: Abfälle (einzelne Blätter) aus anderen Handschriften, Briefe,
Reisepässe, gerichtliche Erkenntnisse, Rechnungen u. dgl. m., zusammen
83 Blätter vei'schiedener Gröfse und Schrift. Siegel sind häufig beige-
druckt; auch ist hier und da eine Erläuterung in deutscher Spraclie bei-
gefügt. Eines der Schreiben, welches mit ganz besonders flüchtigem Dl-
wänl geschx-ieben ist, steckt in einem alten, mit roth geflannntem Papier
überzogenen Futteral von 16,5 X 8 cm Gi'ölse.
55. [Ms. Orient. 4". l80^]
Ein Cai'ton mit Fragmenten — grofsentheils nur einzelnen Blättern —
arabischer, persischer und türkischer Handschriften. Türkisch sind fol-
gende Stücke:
1. Collectaneen eines Europäers oder mehrerer Europäer. An erster
Stelle liegt eine Umschrift des Anfanges des ^wb^^UÄ (bis „zu unsin
farzaki efradi" = i>lj_s( »5' La^i ^J*►j! jö» S. 27 Z. 12 der Ausgabe von
Büläq 1251 = 1835), an letzter eine Zusammenstellung sprichwörtlicher
Redensarten, arabisch, persisch oder türkisch mit lateinischer Uebersetzung,
ausgezogen aus der ersten Ausgabe von Meninski's Lexikon, deren
Seitenzahlen mit „M" citiert werden (Anfang: ^aS' ^\ jLt.j nxf\ instar
canis qui acum deglutivit M. 361).
2. Ziemlich umfangreiche Fragmente einer Glaubenslehre, ähnlich dem
jücbokÄ-^^ des Birgeli, dem dieselben jedoch nicht entnommen sind.
Anfang: >t> stXC-L? jj-^rJ läJoJUü" ^liJl uü Jjl
94 Türkische Handschriften 55. Vermischten Inhalts.
3. Sechs Blätter aus einem kurz gefafsten persisch-türkischen Wörter-
buch, und deshalb eigentlich vielmehr zu den persischen Handschriften
gehörend.
4. Fünf Blätter Prosa. Das erste enthält ein arabisches Gebet wider
die Pest ^^^Lb pLccJ nebst Einleitung in türkischer Sprache (vgl. Nr. 111;
113; 117; 120,i); die übrigen die Erklärung oder Gebrauchsanweisung
einer Horoskopentafel JjJ^, die selbst aber nicht vorhanden ist.
5. Eine gröfsere Anzahl einzelner Blätter mit Gedichten, resp. Frag-
menten solcher. Den Anfang macht (auf zwei Blättern) ein Auszug aus
L-^^'v, ^_w^_j von äamcli (Gotha Nr. 190 fol. 19 6* f.); s, unten
Nr. 390 ff.
6. Zwölf Blätter in Schmal-Folio mit Rechnungen in Siyäqah-^chYiit.
7. Eine kleine Sammlung von Briefen und amtlichen Schreiben.
8. Dreifsig Blätter, alle von derselben Hand beschrieben. Dieselben
enthalten Fragmente folgender Werke:
a) desselben Dlwän^s von Jiknl, welcher vollständiger in Nr. 10,6 ent-
halten ist; man vgl. dort. Das Ende der dortigen Abschrift fällt
hier auf Fol. 8'' Z. 3 v. u., so dafs jene Abschrift, obgleich an sich
vollständiger, doch hier durch die VDrliegeude ergänzt wird.
b) Fol. 13: einer in Prosa geschriebenen und, wie am Ende' gesagt wird,
im Jahre 10 44 (beg. 27. Juni 1634) abgefafsten Schx-ift desselben
Jihiü über Ju^', die richtige Le.sung (Recitation) des Qm-^än. Fol.
17, 27 und 29 sind Duplicate von Foh 18, 28 und 28'' Z. 8 bis 28''
Z. 1.
c) Fol. 30: der Anfang einer, wahrscheinlich gleichfalls von Jiknl ge-
reimten J^; *<v^' Nach einer kurzen Einleitung in Prosa beginnen
die Verse :
Türkische Handschriften 56. Encyklopädie und Bibhographie. 95
II. Encyklopädie und Bibliographie.
56. [Diez A. 8". 76.]
^j-Ä_»JI ij-u-Ls"^ 'jj^läJI ^Ui, eine kurze Encyklopädie, in welcher
zwölf) Wissenschaften (,v>J;tj Fol. 9=^ — c>.*X[=. und c>Ixsc Fol, 32" —
^ikr Fol. 34'' — Äxi J^l und oikj» Fol. 39*" — wy-Äj Fol. 47^ — oj-oJ"
Fol. 50' — -Lj^yi wy.ju.- Fol. 5 3' — ^;^5 ^5-^; Fol. 5 7" — ^ Fol.
59" — o^iij Fol. 62'' — p^ lOft Fol. 64^ — ^^j JU Fol. 69=") be-
handelt werden. Den Verfasser, welcher seine Quellen auf Fol. 3" auf-
zählt, finde ich in der vorliegenden Handschrift nicht genannt; es ist aber
bekannt, dafs dies der von Hammer, Osman. Dichtkunst HI, 108 be-
sprochene und im Jahre 1007 (beg. 4. Aug. 1598) verstorbene YaRyä ihn
Fir lAll ihn Isasüh. genannt 2i!aull, ist. S. Ü. 'L VI, 296, 13 557, Wien
Flügel Nr. 28-31 (I, 44fr.), Krafft Nr. 5, Dresden Nr. 84 und Ham-
mer, Encyklopäd. Uebersicht S. 22. Der Besprechung der Wissenschaften
ist eine Erzählung vorausgeschickt, in welcher ein Muhammedaner einen
Juden i>^-^, einen Christen L*,Ji, einen Heiden yf^ einen Dualisten ^yü
und einen batinitischen Ketzer ^c-ÜsL tX:^ niederdisputiert; eine andere
Erzählung, die von Basir und Sädän, welche von Hammer, Encyklopäd.
Uebersicht S. 24flF. übersetzt ist, ist der Besprechung der Wissenschaften
angehängt (Fol. 72''). Das Ende dieser Erzählung steht, dem vorliegenden
Werke entnommen, auch in der sonst ai'abischen Handschrift Wetzstein
H, 1807 auf fol. 118''-119\
Anfang :
'iot(Xöl ** j^'b **«l i-äJI s^ '(sie) juljoil ^ i\sJ tXs. ^ t>-fÄ.
84 beschriebene Blätter; 18,5X13 cm. Gewöhnliches, deutliches
Nastaihq mit 17 Zeilen auf der Seite. Bemerkungen und Nachträge auf
den Rändern sind sehr zahlreich vorhanden. Auf einem am Ende bei-
gegebenen Blatte noch einige unbedeutende Schreibereien, auch Verse.
') ü^ t/' c;?' Fol. 3» Z. 2 V. u.
96 Türkische Handschriften 56*. Encyklopädie und Bibliographie.
56*. [Laudberg 787.]
iwljoJy*« (Fol. 2*" Z. 1 7), eine von Ibrahim Haqqi ^) verfafste (Fol. 1 *",
Ende) und im Jahre 1170 {heg. 26. Sept. 1756) vollendete (Fol. 2' Z. 17
und 18) Encyklopädie, deren Inhalt in eine Muqaddimali, drei Fann und
eine Xättmah zerfallt; die drei Fann sind wieder in Bäb, Fasl und Naul,
die Muqaddimah und die Xättmah in Fasl und Nau' untergetheilt. Die
Hauptabtheilungen sind folgenden Inhalts: ci^^jjc (Fol. 2*") ljLxXDI x.>!(Xä>o
oLjSj ^_^Iwc|^ 7*'^ o^Lo (Fol. 14'') J^l ^j.i '^tXij »-Lsl J^i ^^^^^ ^yo^Lwl
j^ ... -
^^Ijol (sie) cjIwo (Fol. 8 6'') ^^Lj jj.i 's^<>.A,j xIjJ ».jIj _jI ^^.oUd JtUi'^ ^5^''*
Fol.) viJLj |j.i 'vrJkXj äjL^aXjs. «AjI i_)L ji.J ,5J'-Si-. |VW=» «tj.*iji. ..^y-Xö *J^ ij^j'
jJjI i_;L> ^Jio i5J''>VJ cj'-'r^; ts^^S '^^^^^^ .f^r^^ V^j' v^^' (^^*^) ^'y* (i^ö*
J^i äJLuIS';!, wt^foJiAr ^^äJ^^ ijJU. o^öP (Fol. 302'') 3^LäX!| S4.jL=- ';;tXJ^
jvOJLj jJLjI XJ^^t . — Figuren , Karten und Abbildungen sind reichlich bei-
gefügt. — Eine andere Handschrift des Werkes ist mir nicht bekannt;
doch ist das.selbe bereits zweimal — 1251 und 1255 = 1836 und 184 0 —
in Büläq gedruckt worden; s. Journ. Asiat. 1843, II, S. 45 nr. 109 und
S. 52 nr. 175.
Anfang: '«Xs»l i>-_s cXäIj y.j 'tX_jy.» ,^l^Jj 'iXÄ ^-.j j-^^^^ 'tX-^ ^c-j t>— ».-s»
&)o«.MJ«t &ÄJ«JLji»,»a.~»
322 mit Originalfoliierung vei-sehene Blätter, und aufserdem 11 vor-
geheftete Blattei-, auf welchen in Tabellenform der Inhalt sämmtlicher Ab-
schnitte des Buches angegeben wird; 27 X 16 cm. Schönes, kleines Nasxt
ohne Vocale; auf der Seite stehen 37 Zeilen. Die beiden ei'sten Seiten
sind sehr reich verziert, und überall, wo ein gröfserer Abschnitt beginnt,
sind mehr oder weniger reiche iUnwän angebracht. Das Tabellennetz
des Inhaltsverzeichnisses besteht aus goldenen Leisten, schwarzen und
rothen Linien; ebenso sind die Seiten eingefafst. Die Abschrift wurde von
Svlaimän ihn Säh'h, einem Einwohner von Erzerum ^JV^I sjJj jj i^S'LJI
|.^IJI, in der ersten Dekade J^_jI^I des Maliarram 1240 = 26. Aug. —
') al Faqirl setzt noch der Kolophon hinzu. Er war ein Sohn des Haqlr alläfi und
Schuler des Faqir alläh; am Ende seines unten zu erwähnenden Briefes heifst es: ^j^
^JJI (sie) (f^*^\ «JUI yAÄi JOyO xJJI yXÄÄ i^jI ic^^ *^' ki s_*^^l •
Türkisclie Handschriften 57. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 9?
4. Sept. 1824 vollendet. Auch der Kolophon, dem diese Daten entnommen
sind, ist reich verziert (Fol. 321*'). — Auf das ÄX'boö-jt* folgt noch ein
arabischer Brief des Ibrüklm HaqqJ „an einen seiner Brüder in Gott", mit
der Ueberschrift aJjf ^ äjI^I (>i*j Jl ^^i=» *Aio|ol ^y^ i^yo »jüs und
dem Anfang: Juuj '»L^äs-I (J.-«^ 'sUk^ÄX J^ ^JJI J-o^ 'äJÜ tX^if '^JJ| j^^j
'jJJI (j ^^1 Lgjl. Schöner Originalband; die Handschrift steckt in einem
mit Leder überzogenen Futteral, auf dessen Klappe steht: *Jüclyjl LoLjviOjjuo
^5^-
Ueber Bibliographie (die ersten Drucke von Konetantinopel) wird gehandelt in
Nr. 32 S. 1 u. 2.
IIL Grammatik, Metrik, Lexikographie.
57. [Diez Fol. 31.]
„Grammatica Italiana; Et Turca | Dedicattorio | A Lor' Alte Potenze |
Potentissimi Sig" Stati Generali Di Sette Provincie | Vnite Di Paesi
Bassi I &c. &c. &c. | In Foglio | Di Mfe | Marc' Antonio Rosa.|" Gram-
matik der türkischen Sprache nebst Wörter- und Gesprächsammlung, von
demselben Marc' Antonio Rosa, welcher die unter Nr. 75—83 beschriebenen
Wörterbücher in den Jahren 1741 und 1742 verfafste, zusammengestellt und
den Generalstaaten der Niederlande gewidmet. Eine genauere Angabe
über die Zeit, in welcher das vorliegende Buch verfafst wurde, findet sich
in demselben nicht. Am Ende der Zueignungsschrift nennt sich der Ver-
fasser „Dragomano"; man vgl. über denselben das zu Nr. 75 — 77 und
81-83 Mitgetheilte.
Das ganze Werk ist in sieben Theile (Parte) eingetheilt, von welchen
die fünf ersten die Grammatik, der sechste eine nach Materien geordnete
Wörtersammlung, der siebente türkisch-italienische Gespräche enthält.
Das eigentliche Werk schliefst, wie die dort angebrachte Bemerkung
„Finis coronat opus" beweist, mit pag. 341; auf den übrigen Seiten (bis
35 7) folgt noch ein Anhang oder ein Supplement, in welchem die Namen
der Sonnen- und der Mondmonate, der Zeichen des Thierkreises u. s. w.,
Tfitkiache Handschriften. 13
98 Türkische Handschriften 58. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
zuletzt die Namen der musikalischen Instrumente und der Winde mit-
getheilt werden. Das Türkische wird durchaus sowohl in Originalsclmft,
als in Umschrift gegeben.
183 beschriebene Blätter; 28X20,6 cm. Die Schrift ist nicht schön,
aber regelmäfsig, so dafs man sich in dieselbe ohne grofse Mühe einlesen
kann. Auf der Titelseite ist oberhalb des oben mitgetheilteu Titels ein
schlechter Kupferstich der Jungfrau Maria aufgeklebt; um denselben herum
steht, gleichfalls gestochen, „Immaculata beatae Mariae virginis conceptio
sit nobis salus et protectio", und dann im unteren Oval, vom Verfasser
geschrieben, „In te Virgo Immaculatae Conceptionis Spes Mea Marci An-
tonii Rosae".
58. [Petermann U, 354.]
Diese Handschrift enthält an erster Stelle (Fol. 1 — 44) eine Gram-
matik und ein Wörterbuch der osttürkischen Sprache. Keine Einleitung
ist vorhanden, weder ein Titel, noch der Verfasser wii'd genannt. Die
Grammatik ist in persischer Sprache geschrieben und in derselben Sprache
werden die Vocabeln des Wörterbuches erklärt; die letzteren sind in eine
grofse Anzahl von Abschnitten nach ihrer Bedeutung zusammengestellt.
Die Zeitwörter machen den Anfang (Fol. ll^'flf. ^3JL*i■ x.XjJjiil |jLa.j si>
(>.jvl4> oiwwOo, Jövli> Lxj i3-ljii' itXlJLxil, «>.j\li> *j--;SVj ;3-Iaj' xXlJL*il, tXxiijti}
(^j^b ,_JLj (JJLäj u. s. w.), worauf Fol. 20* ff. die Nomina folgen, welche
mit den Zahlwörtern oI^XäI ^U*«! beginnen. Den Schlufs macht folgendes
Ruhäii, mit Hülfe dessen die Thiernamen des tatarischen Cyklus dem Ge-
dächtnisse eingeprägt werden sollen:
~ S- " ' ' '
Das Büchlein verdiente, obgleich es Belegstellen nicht anführt, doch wohl
ausgebeutet zu werden. Ueber ähnliche persisch-osttürkische Sprachbücher
vgl. man Favet de Courteille, Dictionnaire Turk-oriental, p. IV, V.
Anfang: ^>.j^Lo Ji5^ owoiLa -» w«l \l Jou c/wwl j^l ^Ji (5l.§ijyo J-ol ^^Xjlt^o
Grofse der Blätter: 18,6 X 12 cm. Flüchtiges, doch leserliches Nas-
taikq mit 14 Zeilen auf der Seite.
*) Hs. (j^ , ohne . .
Türkische Handscbrii'ten 59. Grammatik, Metiik, Lexikographie. 99
59. [Sprenger 1645.]
1. Ein osttürkisch-persisches Wörterbuch, dessen Inhalt in zwei Mar-
tahali lind eine Xätimah geordnet ist. Die erste Martabah enthält fast
nur Verba und Verbalfornien , alphabetisch nach den Anfangsbuchstaben
geordnet; die zweite Martabah (FoL 73*) zunächst Nomina, ebenso ge-
ordnet, und dann die sämmtlichen Zahlwörter von 1 bis 10 00, vollständig
ausgeschrieben; endlich die Xätimah (Fol. lOT) enthält Verschiedenes ^^-ä*J
jüZääx, wie es in der Ueberschrift heifst: zuerst Redensarten, dann Nomina,
ihrer Bedeutung nach zusammengeordnet (wie Fol. 111'' die Glieder des
Körpers u. s. w.). Als Verfasser nennt sich in der persisch geschriebenen
Vorrede ein gewisser Ihr Saiyid ausain, als Schreiber in der Endschrift
ein MuHihh alläh walad-i Saix Sah- Miüiammad ihn 8ai% %Ahd al-ralimän
Sähäbädi, und datiert ebenda seine Arbeit vom 19. Safar (»iw!) im ersten
ßegierungsjahre des iÄlamgir II d. i. 1168 = 5. December 175 4.
Anfang der Vorrede (Ramal _w__|_.--__|_^__|_^_):
' oLääJI *o Li' 5t\ÄjL) i^v..^^ (^-l.i' j"* yJ
des Wörterbuches: c:>l (•j)^^' i^^^' \J''')y^)^ >*>'
i_,^Avl |.i\jl^i&. *jl^^4J *j|^ixc tj'>^
2. Fol. 119": am Anfange defect, eine persisch erklärende Formen-
lehre der osttürkischen Sprache, betitelt ^Ji ^^L-l^ voUiJI j^b' (Fol. 120''
Z. 3 V. u.) und von Mir ilsä-oyN ÖäjjJ ääsl TüSkandi, welcher sich
selbst ^i^jtyjo Jöjuci nennt (Fol. 120"^ Z. 6 v. u.), im Ramadan des Hammel-
jahres 1090 (FoL 120*', Anfiuig: ^jLöjCj IJoJLo ^5^" ItXjLviijj üJ^Ly» >s>J;b
ItX-Ä-jl t<S\LJI) geschrieben und einem Sultan Xwüjah Ahmad zugeeignet.
Als Schreiber nennt sich am Ende derselben, welcher auch Nr. 1 dieser
Handschrift schrieb.
Anfang: i^y^^ (jJi^ )^<5<-"-^ ^j^ ^ i_^UJU v^i/^^ä-f jwL~» aj^
147 beschriebene Blätter; 22,& X 13 cm. Flüchtiges, grobes Taillq
mit 12—16 Zeilen auf der Seite. — Auf einem vorgehefteten Blatte euro-
päischen Fapieres steht, von Sprenger's Hand geschrieben: „A Voca-
bulary of the Chaghatay language also the conjugation of Chaghatay
verbs." Viele Blätter ausgebessert, mit Verletzung der Schrift Fol. 113
und 114.
13»
100 Tüi-kische Handschriften 60. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
60. [Diez A. 4». 132.]
Der Inhalt dieser Handschrift ist der folgende:
1. Wörtersammlung nebst grammatischen Bemerkungen für das Mon-
golische und das Türkische. Die Schrift, welcher kein Titel beigelegt ist,
und deren Verfasser nicht angegeben wird, zerfällt in zwei Qisra, von
welchen der erste über das Mongolische, der zweite über das Osttürkische
handelt. Der das Mongolische behandelnde Abschnitt umfafst wieder 25
Capitel ^Lj, deren Inhalt theils nach der grammatischen Form der Wörter,
theils nach Materien zusammengestellt ist; jedes der ersteren Capitel pflegt
mit einer Vorschrift über Bildung der betreffenden grammatischen Form zu
beginnen, worauf mongolische Wörter dieser Form nebst ihren arabischen
Aequivalenten aufgeführt werden. Nicht nur diese Uebersetzung der Wörter,
sondern auch das kurze Vorwort und die grammatischen Bemerkungen sind
in arabischer Sprache abgefafst, ebenso wie auch das IMongolische durchaus
mit arabischer Schrift geschrieben ist. Das erste Capitel ist ganz kurz und
enthält nur sechs auf Religion bezügliche Wörter ; das zweite Capitel beginnt
folgendermafsen : (^.^ ^jl (c^iU-'l J.*iJI xäaäs. '^tA.öU''l JLxs^l ^^ i^^^ '-r''">^'
Gl ^y^ W ij^.^'<ö ^ )y^ '^ i5^j'
Das vorletzte, 24"% Capitel (Fol. 14*') enthält die Zahlwörter, welche von
eins bis zehn so geschrieben sind: ^_^)Cö \nigeii\, yjyji [khoijar], ^jLjjJi [ffhor-
ban], ^JL_J^4> [darben], ^^Lb [tabun], ijLcy?- [Jirffhoghan], ^i'^o [dologhan],
^jUjLj [nayman], ^j^**^ [yisim], ^J^y£^ [at-ban] *).
Der zweite, das Türkische behandelnde Qism (Fol. 17^) ist anders
angeordnet, indem die grammatischen Bemerkungen im Zusammenhange
vorausgeschickt sind und dann das Wörterverzeichnifs, nach Materien in
24 Bäb getheilt, nachfolgt. Die erläuternde Sprache ist auch hier durch-
aus die arabische.
Anfang: (sie) |Jl£ j.J(j iCuSii:. Jla*». ^^ ^^Ll^ ,v^l^ (.yi ^cjJI sJJ ^-»jll
») Hs. &eiLc.!
*) die mongoliache Aussprache ist nach Leon Feer, Tableau de la grammaire Mon-
gole. Paris o. J. Fol. pag. III gegeben.
Türkische Handschrü'ten 61. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 101
2. Fol. 57*: J^ ^^t j.iky ^jo (sie) L-ÜLo ^"^ m^^ ^y«j' i ^-jLy'l
»JLc^ ^uJL£ äJUI, eine Anzahl arabischer Sprüche niit persischer Uebersetzung.
Der erste Spruch lautet: (sie) Lj^jüf^ J^^jl!) »iS'iiLo = c^MJ'Lä- Lff;l^ «jLow*»
Juib ^^, der letzte: o»^! Juv»4-' J>« = r*4J (j*^?^ (^^^) ^5^^-
3. Fol. 59^: ^5^1^ »-yi Jsä wkx •^xi, ein alphabetisch geordnetes Ver-
zeichnifs osttürkischer Wörter, nebst Angabe ihrer Bedeutung in osmani-
schem Türkisch. Verschieden von dem (mit dem Worte nÄ^yj^ beginnen-
den) Wörterbuche, welches sonst als wyi J«£ wyo oiJ vorzukommen pflegt.
Anfang : Q 'tJ^' cs^*^' jr*^' ' J lt^'
sJö^l JsJo' cs^*^ ««J^' J^>>
66*) beschriebene Blätter; 21,5 X 14,5 cm. Nasyj, mit einzelnen Vo-
calen; regelmäfsig, aber, väe, es scheint, mit zitternder Hand geschrieben
und deshalb nicht immer deutlich. Auf der Seite stehen 19 — 20 Zeilen.
Auf dem letzten, sonst leeren Blatte steht, von Diez geschrieben, „13 Ok-
tober 1786".
61. [Diez A. 4". 95.]
Diese kleine Handschrift, welche Diez von Ibrähim Efendi, seinem
Lehrer im Türkischen, im Jahre 1201 (beg. 24. Oct. 1786) für sich zu-
sammenstellen liefs, enthält:
1. unter der Ueberschrift ^Ji o*-« <^\:>S' I Jjd eine Anzahl von tür-
kischen Wörtern und Wortformen, die ersteren wohl als Lese- imd Me-
morier-Uebung, die letzteren als die äuTsersten und freilich sehr unzuläng-
lichen Umrisse einer Formenlehi-e.
Anfang: (3j>jI \Jy>^ &y (sie) yol JLe ^Ijuu-i
2. Foh 8'': unter der Ueberschrift ^JULloI ^Lu ^^ i_}Lj eine Auf-
zählung von 193 Handwerken oder Gewerben, welche in Konstantinopel
betrieben werden , oder vielmehr der türkischen Bezeichnungen der Per-
sonen, welche jene Handwerke und Gewerbe betreiben. Auf einem bei-
liegenden Blatte europäischen Papieres hat Diez eine Uebersetzung dieser
Handwerkernamen gegeben.
') es scheint ijLfjudl dazustehen.
*) die Torhandene Originalfoliierung, nach welcher ich citiert habe, geht nur bis *)« ,
weil, wie häufig in orientalischen Handschriften, das erste Blatt nicht mitgezählt ist.
108 Türkische Handschriften 62. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
Anfang: ^ilÄ^I (sie) ^=»^Ls ^jL<uol cLi> ^U^l ^\yS
10 beschriebene Blätter mit Originalpaginieruug ') (2 1,5X15,' cm),
und aufserdem das von Diez beigegebene Blatt. Deutliches Diwänl-Nas-
Xlsi ohne Vocale; auf der Seite stehen 13 Zeilen.
62. [Petermann 123.]
(' ^jd'A i^LäJ', ein Büchlein , welches die hauptsächlichsten Abwan-
delungsformen einer Anzahl von Zeitwörtern osttürkisch mit ihren per-
sischen Aequivalenten enthält. Das erste der abgewandelten Zeitwörter ist
ijiXol {= (^♦-L^), und hiernach ist dem Schriftchen obiger Titel beige-
legt, ganz ebenso wie ein ziemlich verbreitetes persisch-türkisch-arabisches
Wörterbüchlein nach dem ersten in ihm erklärten Worte ^x«jb i^jLäS' ge-
nannt wird (s. die Gothaer persische Handschrift Nr. 13). Die behan-
delten Wörter sind ^jjool = täS^JL^^, jj..ä_ss = jjLuL, ^jX&f = ijI.*äjI,
u. s. w. Das letzte Wort ist ^tV.^ = (' üS^^ .
Anfang: )<^*A^ ;(^J^ ^0J<^ i^^J^
20 beschriebene Blätter; 22X12,5 cm. Flüchtiges Nastaüiq mit
1 0 Zeilen (5 Doppelzeilen) auf der Seite ; das Türkische schwarz geschrieben
und mit rothen Vocalzeichen versehen, das Persische roth geschrieben und
nicht vocalisiert. — Aus einer doppelten Bemerkung auf Fol. 20*' ergiebt
sich, dafs die Handschrift früher einem gewissen MuUammad lÄbd alläk
Xän Balladur gehörte; auf Fol. 1°" ferner ist das Siegel eines gewissen
ruläm-Mutahliar-iÄll Xän Bahadur^) mit der Jahreszahl 1211 (beg. 7. Juli
1796) abgedruckt.
^) in welcher die Zahlen 17 und 18 vi und At geschrieben sind.
*) die roth geschriebene Ueberschrift lautet: x«ä.o U ^Ji ,j^y^ ^tX-Xit loUS'
Türkische Handschriften 63-64*. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 103
63. [Ms. Orient. 8". 128.]
Eine Abschrift desjenigen Tlieiles der Von-ede des i5j^_*-i t^ÄJSw.;,
welcher von der Bedeutung der einzelnen Buchstaben des arabischen Al-
phabetes für die persische Grammatik handelt, von Fol. 4° Z. 5 v. u. bis
Fol. 9'' Z. 14 des Ditickes von Konstantinopel 1155 (Zenker I Nr. 66).
Den über den letzten Buchstaben pLJI \Jy^ handelnden Abschnitt hat der
Schreiber weggelassen.
Anfang : ;^^' (j^J x-S**';'-* (sie) tX^f^i SsVjl «y^^ iS^-r^ ^ luot^Äa i^
23 beschriebene, mit rother Originalpaginierung versehene Blätter;
18,5 X 11 cm- Neues, kleines, vocalloses A^as;^? von türkischem Zuge; auf
der Seite stehen 12 Zeilen. Geglättetes Papier,
64. [Ms. Orient. 8°. 109.]
Auf S. 429—431 dieser sonst arabischen Handschrift stehen in tür-
kischer Sprache Bemerkungen und Vorschriften scX-äU über gewisse Er-
scheinungen der arabischen Aussprache und Orthographie, hauptsächlich
über die verschiedenen Arten von (.Lcj[ und von iX-m; vgl. de Sacy,
Grammaire ? § 51, 147 u. 14 8.
Gutes Nastaihq; Gröfse der Blätter: 19 X H cm.
64**. [Landberg 444.]
Diese Handschrift enthält fünf Abhandlungen eines gewissen Mullam-
mad ihn Mustafa ^^So^'^S (al. ^^_jl_i5^^)l ) , bekannt unter dem Namen
^5J4AiJG^), von welchen die vier ersten arabisch sind, während die fünfte
und letzte (Fol. 112*'— 124) in türkischer Sprache geschrieben ist. Die-
selbe handelt über Erläuterung der arabischen gi-ammatischen Kunstaus-
drücke J|Jo^l|, Ji^.*:^!, ^U*>ill, oj^l und y^)\ '-ä.AÄiä.
•) In der vorliegenden Handschrift könnte man auch ^j..^*iXj lesen und an YeniSehr,
die bekannte Stadt im Nordosten von Brüsah , denken. Indessen ist — die Identität der
beiden Wörter vorausgesetzt — *_j als Anlaut der Nisbah durch Nr. 166* gesichert, wo
ganz deutlich ^^j,.^xijCAJ »oK^Äixi steht. Allerdings ist mir ein Ort ~^*iXj oder wg^XLo
(„Fürstenstadt"; auch die doppelte Schreibweise spricht für die Richtigkeit dieser Lesung)
nicht bekannt; ebenso wenig aber eine Stadt, auf welche die Nisbah „JeMehrl", wie Abl-
wardt (Arab. Handschriften I, 36) schreibt, zurückgeführt werden könnte.
104 Türkische Handschriften 65. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
Anfang: ^5t3Jl O*-»^ J^ (•iV.*Jlj s^X«aJf^ "^^r^' 7^^}^- |*"^ <^'^^ *^ tX*^'
Flüchtiges, doch deutliches Nastailtq mit 11 Zeilen auf der Seite;
nur einzelne Wörter vocalisiert. Am Anfange einer jeden der fünf Ab-
handlungen findet sich ein hübscher lUnwän\ die beiden ersten Seiten
sind mit goldenen Leisten und schwarzen Linien, die übrigen Seiten blofs
mit rothen Linien eingefafst. Als Schreiber nennt sich ein Faid alläh ihn
lAhd al qädir ihn Ismälll, und giebt die Zeit, zu welcher er seine Arbeit
vollendete, in folgender Weise an : (sie) s j^ ^ ^^ Lo ^y^ ,j«^ s't*" /^5 *^^5
yL.g.xÜI (^(i^j^l ^gäk^xi ^ 4X4.^? bl^^x»^ bjUUuf oIäJLj ^jjo tXX^I
j-jUJt »**J( yS^ t5tX!l 1»^ S-UJ »_ä^j ^j ^j§-ciXo jJLtot^ '"'r*' c>^
(j.* (sie) Jj^ll i-ÄAfljÜI ^j^ ;j«oL*Jl ^j«tX*«.JI ^ 15^^' e^lül ^^ Jjl^t wÄolII (^
&iyjji\, d. h. an einem Montage (^^UJI «a.«J|), dem zehnten*) Tag (j-äjiJI
jjiUJI öJli)l ^A! Jjüll) des Gumüda II (Jjifl oLaJI ^/> ,j*,i>L.w.JI u*J.*JI) im
Jahre 1176 (= 27. Dec. 1762). — Die Handschrift hat einen hübschen
Einband von dunkelrothem , mit Goldpressung verziertem Leder. Gröfse
der Blätter: 17X 10 cm.
65. [Ms. Orient. 4*. 271.]
Drei sehr bekannte mid verbreitete, in arabischer Sprache geschrie-
bene Schriftchen über arabische Formenlehre sind betitelt »LäaJI ^\jf^ loUi'
Oya&4i\ und t5V*il oLäS'; s. meinen Katalog der arabischen Handschriften
in Gotha, Nr. 194,2,d— c — b. Eine von einem Ungenannten angefertigte
türkische Uebersetzung dieser drei Schriftchen ist in der vorliegenden
Handschrift enthalten. An erster Stelle steht j^LäJI i^IäS' (Anfang : i^jLä^ ^I
»Job Ji^ \^^\ ;5vbb i^yo *Jx Läaä^ »'^^ (j-**» «j^^*^ U^j' |jJ.ÄjL.i); hierauf
folgt p. 40 OyiiÄjfi i«jLä$' (Anfang : i^j^Ja xS' ^*X:d\ stX-o^AaiS' JuJLju xXJI 4X4.0.
Nt> ^-slJ>.jl ÄAfli iJbl euiJLu» 5JLui|/» jjj ), und endlich p. 101 (jyc i^il.Äj' (An-
fang: ^l> &Ä.^^I tj^' *^' (J*^^ 'iä^T^*^«-''"»^ /*^*^ l*^^?"" c>*^r' *^' i»*^)-
78 beschriebene, mit Originalpaginierung (bis \6<f'^)) versehene Blätter;
*) Unter dem ersten Tag des zweiten Monatsdrittels sollte man allerdings eigentlich
nicht den 10*™, sondern den 11'™ vermuthen; es mufs aber doch der 10'* gemeint sein,
da der 1 V^ auf einen Dienstag fiel.
') die erste (leere) Seite ist nicht gezählt und p, tU überhüpft.
Türkische Handschriften 66. 67. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 105
23X18 cm. Gutes, zehnzeiliges, mit einzelnen Vocalzeicheii versehenes
Nas^i von orientalischem Zuge, aber, wie es scheint, von einem Deutschen
geschrieben; der Schreiber nennt sich nämlich am Ende J^L^Vj^LsI, worin
doch wohl eine Zusammensetzung mit „Fleisch" (Fleischhakel?) zu er-
kennen ist. Auf europäisches Papier geschrieben ; die Seiten mit schwarzen
Leisten umzogen. — Auf einem vorgehefteten Blatte steht: Oy^öje^ Li_j
66. [Wetzstein II, 105.]
Auf Fol. 99"' dieser sonst arabischen Handschrift stehen acht türkische
MaGnawi-Bait, in welchen gelehrt wird, wie die arabischen J.x)l^ in Classen
einzutheileu und wie viele Juil^ in jeder dieser Classen enthalten sind.
Erläuternde Bemerkungen auf den Rändern und zwischen den Zeilen sind
reichlich vorhanden.
Anfang: isJS\ t^tXi^l j.^ o*i» |c*"tX> ^^\ xJlio ^fJJjl \^ ^^^^s. J^'^ä
Taihq ohne Vocale ; Gröfse des Blattes : 17X11 ^^»i-
67. [Ms. Orient. 8". 55.]
Ein anonymer türkischer /?rä5-Commentar zu den 'Awäim'I des iAbd
al qähir ihn lAhd al-raJimän ol Gurjäm (f 4 74, heg. 11. Juni 1081),
und zwar bis zum siebenten Naui einschliefslich. Da die Abhandlung des
Gur^äni mit der Basmalah mid der Hamdalah beginnt, so werden auch in
dem vorliegenden Conmientare zunächst diese Formeln grammatisch er-
läutert. Dies hat zwei frühere Besitzer der Handschrift zu dem Irrthum
veranlafst, dafs dieselbe lediglich der Erläuterung dieser Formeln gewidmet
sei; auf Fol. 1' steht nämlich von alter Hand: „Liber turcicum [sie] Ex-
plicans orationem bismilla et Alhemdolilla", und auf einem vorgehefteten
Blatte von anderer, gleichfalls alter Hand*): „Ex Adami Olearii Biblio-
theca Orientali N. 13. Explicatio Voti Initlalis Actionum Bismillahi (in
nomine Dei) et Finalis llhemdo Lillahi (Deo sit laus). 61 foliorum".
Anfang: (sie) >ij jj..^" ;)r^ U^ i**»-' -f?- Oj.=» Lj i^^^r" c^*^r" *^'' l***^
ü5wk**^l ^<Xy^*,^tJI oLiivo ;^j-^ UääJ (sie) iJÜI tSi\ iji**-'»' oLax' o>olj
') Nach einer Mittheilung des Herrn Prof. Dr. L. Stern ist es die des Bibliothekars
Chr. Hendreich (f 1700), nach der Fassung Chr. Rauo's (t 1677).
TftrkUche HaDdscbriften. 14
106 Türkische Hand^clirilten 68—70. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
62 Blätter, von denen das erste nicht zum Werke gehört, sondei-n
nur die oben an zweiter Stelle angeführte lateinische Bemerkung enthält;
14,5 X 9 j^ C'iii- Flüchtiges, vocalloses Nastalhq mit 11 Zeilen auf der
Seite; Stich worte roth geschrieben.
68. [Wetzstehi II, 183G.]
Auf Fol. 8 6*'— 8 Q*" dieser Handschrift steht, nntten zwischen arabischen
Schriften, ein anonymer, türkisch geschriebener Aufsatz über die Rection
in der arabischen Syntax. Derselbe beginnt mit den Woi-ten: äJUs j_> ^
•J-\ J>*Ä J^*A/i> J.xiLc vtX***ä ^jl \^i Jy\ nJ'J "ic-Ä )^J ^lS' viX/Jvül ju^.*».
Gewöhnliches Nastadlq mit 17 Zeilen auf der Seite; Gröfse der
Blätter: 21 X 14,5 cm.
69. [Wetzstein II, 104.]
In dieser sonst arabischen Handschrift stehen am Ende, auf Fol. 86**
und 8 7^, Bemerkungen über arabische Syntax in türkischer Sprache (An-
fang: Jyjisuo J.aLs yA~> IlXäax! icX-ö-^t (jjl L-yil (ji^jl (j';^'^ ätXjL:^ &Ä*«»JI ) Und
auf Fol. 87*' einige türkische versus memoriales über die JxiI^ä (Anfang:
Gröfse der Blätter: 19,5 X 14,5 cm; Taülq und -Nastadlq.
70. [Diez A. 8°. 126.]
1. Ein Lehrbuch der Metrik uö^>ft ohne Angabe eines Titels oder
des Verfassers, überhaupt ohne jede Einleitung. Es beginnt mit den
Worten: u^jy* ä.S' J..CJ.J Jou Uol ^aä^^I aJI^ j^yj Jv.£ s^-LaJl^ xJJJ iX*J^\
ijioj.£ jo lj.j\ ^^y UJ)?^ (^;'-**>^' *-^*->^*" 1»^ *■? )^y-^ s».'&A*>«.4,> j_jLij4J.I ,«.*.»
J.I vtXj(jA/o. Zuerst werden die verschiedenen Dichtungsformen, wie oaj,
^^Äivc, ^«•fcWj) Ä*iaä, SiX^Aaj', «A=>.J>, Jji u. s. w. aufgezählt und erklärt,
dann folgt die eigentliche Metrik. Dasselbe Schriftchen steht in Nr. 5,i8.
2. Fol. {b^: ein zweites Schriftchen über Metrik, als dessen Verfasser
sich am Anfang ein gewisser FidiVl (vgl. Nr. 7 2) nennt. Es wird erst von
') sie! 1. PjJ •
") sie! 1. ^^2.^ia.^l (mit Nr. ö.is).
Tüi-kische Haudschi-iiten 71. 72. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 107
den Versfüfsen, dann von den Versniafsen gehandelt; Kreise und Tabellen
sind beigegeben.
Anfang: äa^Pj äJ'j tXZ^ UJj.«,v J^ä piLUlj i^^l^ ^-t».JL*JI i_j^ nX.i t>.».Ä.t
&f yli yi (jLoÄJ ji |^A*5' »lN-JO; ij'^^'^ tS'^yJ UÖT« tVjU Lot j^A**^l
27 beschriebene Blätter; 17 X H cm. Gutes iVas/l, in Nr. 1 gröfser
mit 15, in Nr. 2 kleiner mit 11 Zeilen auf der Seite; neu, für Diez in
Konstantinopel abgeschrieben.
71. [Wetzstein II, 1119.]
Auf Fol. 4 7—5 7 (Ende) dieser Handschrift steht ein gereimtes Lehr-
buch der türkischen Metrik, in welchem jedes Metrum durch einen Muster-
vers erläutert wird. Als Verfasser nennt sich in den einleitenden Versen
ein gewisser lAflf al-dln lAhd alläh; das vierte Bait lautet:
aJÜI iXj<s. ^JtXJI i-ftAÄc xäaJÜj *Iäj y^ V'•^*«'
Nach Fol. 47 und 5 3 scheinen Lücken vorhanden zu sein.
Flüchtiges, doch deutliches Talliq mit 11 Zeilen auf der Seite; Gröfse
der Blätter: 15,6X10 cm.
72. [Wetzstein II, 111 .]
^Ijö &ft^', ein in Form von Gedichten vei'schiedener Versmafse imd
Reime abgefafstes arabisch - türkisches Vocabular, von MuTmmmad, mit
seinem Schriftstellernamen Fida'i genannt (Fol. l'' Z. 3 v. u.). Der Ver-
fasser, welcher, wie er in der Einleitung sagt, aus lAintäh gebürtig war,
später aber in Tarähiäus lebte, wollte in bewufster Nachahmung der *i^'
(' ^4\pLi für das Arabische dasselbe leisten, was jenes Wörterbüchlein für
das Persische leistet; er sagt in der Einleitung:
^jUä^ (5*^^; ^>-^'-^^) ^-'i' o^y-^ ^^tX*>» jl ^y^ ^ct^JsLi
(.0^' ^cJ.ltXi ÄAsl' (sie) Äxib (•tX.J'^ ^^y?" 15^'-*^ ^^ C5^'^ tJ"^
') s. den persischen Katalog Nr. 144.
14*
108 Türkische Handschriften 73. Grammatik, Metiik, Lexikographie.
In der, gleichfalls in Versen geschriebenen Xätimah wird zuerst der Zahl-
werth der einzelnen Buchstaben des arabischen Alphabetes angegeben ;
dann folgt ein Ta'rlx *) > aus welchem sich als Jahr der Abfassung des
Büchleins 1148 (beg. 24. Mai 17 35) ergiebt; endlich sagt der Verfasser,
dafs er seine vorliegende Arbeit in elf Tagen vollendet habe:
Auf Fol. l' steht zweimal folgende Bemerkung: (sie) ^cIJls '\s.:ä. ^Ui' IJüe
('&A^,jJI oäJÜI^ Mj^'' o^'' |*i*^' ^^l^ ,^> ^'*^ ys> ^CiXicUJt ^_,U5'j^
xj>L9 äj «Äj^ »,A.'»x jL*j' sJL'l |V=>^, und darunter: juv Jl wuüJl JyjJI jtxJÜs
Anfang: (jL**' [•»S'l y54>-Ls j.ol (j''-^ (^'^r;? i*^ t^' tV-»^
19 beschriebene Blätter; 20,5X1'! cm. Gutes, vocalisiertes Nasyl
von türkischem Zuge mit gleichen Zahlen unter den gleichbedeutenden
Wörtern; auf der Seite stehen 15, meist gespaltene Zeilen. Abschrift von
Mustafa ihn Hasan al lÄlä'i am 10. Grumädä 11 1126^) = 24. Juni
1714 vollendet.
73. [Wetzstein II, 223.]
1. ijwijl jüLi^ o«-*-', ein von Firistah-oyh lAhd al-Iafif in Versen
(Gedichten verschiedenen Versmafses und Reimes) zum Gebrauche seines
Enkels (* ^^jl i«;-*-^;' 'Äbd al-raUmän verfafstes arabisch-türkisches Voca-
bular. — Andere Handschriften finden sich: in Wien Flügel Nr. 109—
112 (I, 116; man vgl. das dort Gesag-te), und Krafft Nr. 16, München
Arab. Nr. 788 u. 897,i, Pers. Nr. 309 fol. 40 (Auszug) und Türk. Nr.
254 fol. 96 u. 261 fol. 18, Gotha Nr. 36 u. 38, Paris Nr. 231,i u. 232,
im Brit. Museum (Rieh Nr. 265), in Upsala Nr. 20, in der Ambrosiana
Nr. 112 und bei de Sacy Nr. 358,2; die unter dem Namen iüj>^_^aP be-
*) sie! 1. eujj*J(.
') Es mufs also entweder 'Uese Zahl oder oben das Ta'rlx falsch sein, da das Büch-
lein doch nicht früher geschrieben als verfafst sein kann.
■*) in der Gothaischen Handschrift Nr. 36 steht ursprünglich blofs |JLe.l und ich habe
deshalb in meinem Kataloge gesagt, das Vocabular sei von dem Verfasser für seinen Sohn
geschrieben worden. Indessen ist, wie ich eben sehe, auch dort am Rande noch JLä.I
nach |JL£<t eincorrigiert.
Türkische Handschritten 74. Grammatik. Metrik, Lexikographie. 109
kannte Erweiterung: in München Pers. 304,2 und Türk. 219, Leiden Nr.
168, das. Akademie Nr. 35,2, Paris: St. Germain des Pres Nr. 637 (nach
Dozy); ein arabischer Commentar zu dieser Erweiterung: Leiden Nr. 169.
Anfang: v^oUcj ^£i^y-> ^dA^Xa |*-'Le j*_S' (sie) jJjl Jjl ^vtXÄj 51 US", tX.»^.
2. Fol. 17'': ^,LoJJI w***»J5 'uLlXaJI ,_*jyaj, ein ähnliches, aber arabisch-
persisches Wörterbüchlein, von al Hasan ihn lÄbd al mWmin; dasselbe
ist, wie der Verfasser selbst in der (persisch geschriebenen) Vorrede an-
giebt, nach dem ^Lu-«aJl k_>LaJ des Ahü Nasr Farähl (s. Nr. 154 des per-
sischen Kataloges) gearbeitet. Erwähnt bei H. '/.. Vi, 350, 13 824.
Anfang: ^^^ill ^iH ^^'1 JU sJUl,'!, ^^^xi^-'l ^^^'1 'JL*.'I JL' J^l
32 beschriebene Blätter; 19,5 X 1^ c™. Gutes Diwäni mit einzelnen
Vocalen; auf jeder Seite stehen neun bis zwölf Bait (gespaltene Zeilen),
zwischen den Zeilen viele Erläuterungen.
Ein Blatt aus dem arabisch -türkischen Vocabular des FiriSiah-oyli b. in Nr. 95; die
arabischen Namen der Finger in Nr. 29,ii.
74. [Diez A. 4°. 28.]
^j.jJi^ kxyJa-i-* (Fol. 3^ Z. 4), ein in bewuTster Nachahmung (Fol.
2'' Z. 2) der bekannten |Ct3ücLi »Jl^ (vgl. Persisch Nr. I44flf.) gearbeitetes,
also in Versen abgefafstes, kurzes türkisch-arabisch-persisches Wörterbuch.
Der Verfasser, welcher aus dem am Meere gelegenen Qädi-koy gebürtig
war, aber in Konstantinopel lebte ') , nennt sich sowohl im Titel, als auch
im vorletzten Verse ^) kurzweg Keskin „ der Schneidige ", sein Ism scheint
aber Mustafa gewesen zu sein ; denn der Schreiber der vorliegenden Hand-
schrift, welcher sich im Kolophon ,jjJC»JC' ojv*JI ^^aIs^ä« ^ (jUit nennt
») Fol. 3^ Z. 7 u. 6 T. u.:
a-A-LjJl J^ |j_Ä s_J_'l 1 ttl , -s X .i.UiU ... V UL) ;CtX— y *LLjC
110 Türkische Handschriften 75-77. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
und ebenda als das Datum seiner Arbeit das Jahr 1185 (beg. 16. April
1771) angiebt, war doch wohl derselbe Sohn des Verfassers, von welchem
dieser Fol. d^ Z. 5 sagt:
sJLw n^^ |oU-a£ ■ytXs.J ^£^XM^XJ xJ\.M\ yi *X:<^ sJ^'iXi«! «Uö
Da nun, einem am Ende gegebenen TcVri% zufolge') die Abfassung des
vorliegenden Wörterbüchleins in das Jahr 1172 (beg. 4. Sept. 175 8) föllt,
so mufs iUOmän im Jahre 1169 geboren und somit im Jahre M85, als
er die vorliegende Handschrift schi'ieb, 1 6 Jahre alt gewesen sein. Gleich-
wie der Sohn, hiefs auch der Vater des Verfassers lUBmän, und starb, als
sein Sohn zehn Jahre alt war ^).
Anfang: ^J'^y.^ O^^J ;'^^ i*^ 0^^;j LT)'^^ '^>?' r^^
22 beschriebene Blätter; 21X16 cm- Gutes, vocalisiertes Nasxi mit
15 gespaltenen Zeilen auf der Seite. Gleiche Zahlen sind den Wörtern
gleicher Bedeutung beigefügt, wie dies auch in den Handschriften des «iai
(jJueLi der Fall zu sein pflegt.
75_77. [Diez Fol. 5 4-5 6.]
„ L'Abbreviato Dictionario Di Quattro Lingne, Turca, Araba, e Per-
siana Col Suo Ttaliano. Dedicattorio A Lor' Alte Potenze Potentissimi Sig"
Stati Generali, Di Sette Provincie Vnite (Di Paesi Bassi) &c. &c. &c.
Tomi Tre, In Foglio. Di Mfe Marc' Antonio Rosa".' Dies ist der Titel
des ersten von drei Bänden in Schmalfolio (2 8 auf 9,5 cm), welche ein
türkisches Wörterbuch enthalten. Die Arbeit scheint eine ganz unnütze
zu sein, da dieselbe, soweit ich verglichen habe, nur ein Auszug aus
Meninski ist; und zwar sind die Bedeutungen der arabischen Ausdrücke
mit den Worten von Golius-Meninski lateinisch, die der persischen und
türkischen Ausdrücke mit den Worten Meninski's italienisch gegeben.
Der erste Band enthält nach dem Titelblatte (welches mit einer rohen
Abbildung der Jungfrau Maria mehr verunziert als verziert ist) auf zwei
Blättern ein „Dedicattorio" an die Generalstaaten, und dann noch auf einem
>) Fol. 22" Z. 1: ;jl>^jl=. cjL::. J^ |.xäs! ^^I = 1172.
2) Fol. 2-^ Z. 2 u. 3:
Türkische Handschriften 78-80. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 111
Blatte eine VoiTede an den Leser, alles auf eingeschlagenen Quurtblättern ;
hierauf folgt in dem langen und schmalen Format p. 1 — 1880 des Wörter-
buches mit den Buchstaben ' — ^, dann im zweiten Bande p. 1881 — 3469
mit j^ — jjo, endlich im dritten Bande p. 6820 — 8277 mit J und ^. Es
fehlen also zur Vollständigkeit des Wörterbuches p. 3470 — 6819 mit
yjö — iS und p. 82 78 — ? mit ^ — ^.
Was den Verfasser betrifft — denselben, von welchem auch die Hand-
schriften Nr. 5 7, 78 — 80 und 81 — 83 herrühren') — so nennt ihn Diez
zu Nr. 81 (Ms. Orient. Fol. 28) „den verstorbenen Dollmetscher Rosa, einen
Ragusäer, welcher am Ende darüber veiTückt geworden, dafs er keinen
Verleger hat finden können, um seine Werke der Welt bekannt zu
machen". Weiter sagt Diez: „Der Verfasser hat lange in Constantinopel
als Dollmetscher gedient theils in Geschäften der Republik Ragusa, theils
bei holländischen Gesandten, welche er in der Dedication namhaft macht.
Ich habe das Werk mit den nachstehenden Rosa'schen Schriften (unter
Nr. 31, 54—56 in Folio und 177—179 in Queer-Octav) ungebunden'"') von
einem Verwandten des Verfassers für 175 Piaster gekauft. Man hatte
1000 Piaster gefordert, weil man die Schriften für wichtiger hielt, als sie
sind". Schrift wie in Nr. 57; Gröfse: 28,s X 1^> cm.
78—80. [Diez A. 8". 177. 178. 179.]
Ein Auszug aus dem vorigen Wörterbuche, gleichfalls von Rosa selbst
») auch ist die Wiener Handschrift Nr. 973 (Flügel II, 194; Abschrift des o— !;Lj
_LÄ_«- aus dem Drucke Zenker I, 929) von seiner Hand geschrieben. Was die Angabe
Flu gel' B betrifft, dafs diese Abschrift im Jahre „1141 (1791)" angefertigt worden sei, so
ist zunächst die Gleichsetzung von 1141 d. Fl. und 1791 n. Chr. nicht richtig, da das
muhammedanische Jahr 1141 vielmehr am 7. Aug. 1728 begann. Ferner ist der von
Flügel mitgetheilte Kolophon, der der Ausgabe, welchen Rosa mit abschrieb, und es
ergiebt sich aus demselben, dafs die Abfassung des Werkes (wie auch Flügel auf
S. 194 selbst sagt) im Jahre 1141, der Druck desselben im Jahre 1142 vollendet wurde.
Vielleicht ist das von Flügel genannte Jahr 1791 das Datum der Abschrift und die Bei-
fügung des Hiyrah-Jahtes 1141 nur ein lapsus calami.
') Diez hat also die Handschrift erst binden lassen, und von ihm rührt offenbar auch
die jetzige Eintheilung derselben in drei Bände her. Nur so ist es zu erklären , dafs die
Handschrift, obgleich unvollständig, doch die auf dem Titelblatte für das vollständige Werk
yerheifsenen drei Bände umfafst.
118 Türkische Handschriften 81-83. Grammatik, Meü-ik, Lexikographie.
geschrieben; auch dieselbe Widmung und Vorrede sind vorausgeschickt.
Der erste Band umfafst p. 1 — 694 und die Buchstaben I — ,-;-, der zweite
p. 695—1331 und die Buchstaben o — Je, der dritte p. 1332—1762 und
die Buchstaben c — s^'). Ein vierter und letzter Band fehlt. Auf dem
Titelblatte wird das vorliegende Wörterbuch „Dictionario Succinto" (statt
„Abbreviato") genannt; sonst ist der Titel in diesem und dem vorigen
gleich. Gröfse: 12X20 cm.
81—83. [Diez Fol. 28-30.]
„i^Ur v:>iJUI J^AAoia. 11 Diffuso Dictionario Di Quattro Lingue; Cioe
Italiana, Turchesca, Ai-aba ed Persiana. Dedicattorio A Lor' Alte Potenze
Potentissimi Sig" Stati Generali Di Sette Provincie Vnite (Di Paesi
Bassi) &c. &c. &c. Tomi Tre In Foglio Di IIb Marc' Antonio Rosa".
Der Inhalt ergiebt sich hinlänglich aus diesem Titel. Auf das Titelblatt
folgt zunächst die Zueignung an die Generalstaaten; dann noch ein Titel-
blatt (auf welchem das Werk tüx-kisch |_jLx5' ojlI genannt wird); dann eine
Vorrede, aus deren Schlufsworten sich ergiebt, dafs der Verfasser sein vor-
liegendes Werk in den Jahren 1741 und 1742 zusammenstellte. Hierauf
folgt das Wörterbuch mit der Ueberschrift „*aä1II ij-4-^p' ''-Ül |V^. In
Nomine Dei Misericordis, Miseratoris"; und zwar umfafst der erste Theil
auf p. 1—816 die Buchstaben A— J, der zweite auf p, '817-1584 die Buch-
staben L — Sc, der di-itte auf p. 1585—2350 die übrigen Buchstaben nebst
einer km-zen Aggiunta, welche geographische Eigennamen, Titulaturen
türkischer Beamten u. dgl. m. enthält. Das Wörterbuch scheint eine selb-
ständige und nicht unbrauchbare Ai'beit zu sein.
Von derselben Hand geschrieben, wie die übrigen Werke des Rosa.
Dem Titelblatte ist dasselbe Marienbild aufgeklebt, welches sich auch auf
dem Titelblatte von Nr. 5 7 und, in roher Nachahmung, auf dem von
Nr. 75 findet.
Dem dritten Bande ist ein Verzeichnifs der Rosa' sehen Manuscripte
nebst einem von dem früheren Besitzer derselben, R. Bettera, geschrie-
benen und von Pera, 5. Mai 1790 datierten italienischen Briefe an Diez
beigelegt. In demselben wird für die Manuscripte eine Summe von 920
*) und zwar bis zum Worte „Foricario, Vuotacesso -«a. gii<^ n sia
Tüi'kische Handscliriften 84. 85. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 113
Piastern verlangt und in Beziehung auf den Verfasser u. a. gesagt, dafs
derselbe am Ende seines Lebens in seine Vaterstadt Ragusa zurückgekehrt
sei, daselbst von einer ihm von der Republik Ragusa ausgesetzten Pension
gelebt habe und „ vor wenigen Jahren " (über) 9 0 Jahre alt ') gestorben sei.
84. [Ms. Orient. 8". 25 3.]
Auf einem vorgehefteten Blatte steht: „Dieser Band bildete die ein-
geschossenen Blätter eines mir gehörigen Exemplares von Hamm er' s
encyklop. Uebersicht der Wissensch. d. Orients. Das türk. Glossar scheint
mir wegen der Stellenangabe nicht werthlos, wefshalb ich es der k. Bi-
bliothek schenke. Febr. 1875. Steinschneider".
Den Anfang machen Abschriften von gedruckten Recensionen oriental-
ischer und einiger musikalischer Werke; an erster Stelle steht Rückert's
Recension von Dursch's Ausgabe des Ghatakarparam , aus Jahrbb. f.
wiss. Kritik 18 29, März S. 5 2lff. Darauf folgt das türkische Wörter-
buch, welches in der That nicht ohne Werth ist, wenn ich auch von den
vorkommenden Citaten (WW, FH, Ferh. N., Chodscha u. a. m.) nur WW
mit Sicherheit zu deuten weifs: es bezeichnet diese Abkürzung „Wicker-
hauser, Wegweiser", welches Buch nach Seite und Zeile, und zwar
sehr häufig, citiei-t ist. Mit Chodscha ist vielleicht irgendeine Ausgabe oder
Handschrift der Schwanke des Nasr al-din Xwä(jah gemeint, und bei
Ferh. N. könnte man an das in der Kopenhagener Handschrift Nr. XX
(p. 59) enthaltene iwLj^iCuCjj denken; das Citat FH aber endlich, welches
sehr häufig — ebenso häufig wie WW — , und zwar mit nachfolgender
römischer und deutscher Zahl vorkommt, weifs ich gar nicht zu deuten.
Faslfs (F.) Gül und Bülbül von Hammer (H.), woran man wohl
denken könnte, ist nicht gemeint.
Das Wörterbuch hat 5 67 beschriebene Blätter von 19 X 11,5 cm.
85. [Diez A. 8». 14 3.]
Sehr verbreitet ist im Orient ein osttürkisch-osmanisches Wörterbuch,
welches hauptsächlich bestimmt ist, dem Verständnifs der Werke des Mir
lAli ^er (t 906, beg. 28. Juli 1500; s. über ihn die zu Nr. 384 beige-
') „nonagenario" heifst es im Briefe, „di etä di piu lii 90 anni" in den Begleitworten
zum Verzeichnifs der Manuscripte.
Töikieche HaDdachrifW'n.
15
Il4 Türkische Handschriften 85. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
brachten Nachweise) zu dienen, und nach dem ersten in demselben er-
klärten Worte }uLä^\ genannt zu werden pflegt. Wie Pavet de Cour-
teille, Dictionnaire Turk-Oriental (Paris 1870. 8°) p. Vflf. auseinander-
setzt, giebt es von diesem Wörterbuche zwei Eedactionen: eine ausführ-
lichere, welche sofort dai'an zu erkennen ist, dafs ihr eine in Versen ge-
schriebene Einleitung vorausgeschickt ist, und eine kürzere, deren Ein-
leitung in Prosa abgefafst ist. Die ausführlichere Redaction ist zuerst von
H. Vambery in das Ungarische übersetzt (Pest 1862. 8*.) und dann von
Weljaminof - Zernof mit einer iiissisch geschriebenen Einleitung heraus-
gegeben worden (St. Petersbiu-g 1868. 8*'); die meti'ische Einleitung hat
auch Pavet de Courteille a. a. 0. p. VIff. herausgegeben und über-
setzt. Was die kürzere Redaction betrifft, so kannte Pavet de Cour-
teille dieselbe nur aus einer Mittheilung, welche ihm Sinäsl Efendi nach
einer Konstantinopeler Handschrift gemacht hatte, und ein zweites, früher
dem Grafen Suchtelen gehöriges Exemplar scheint sich in St. Petersburg
zu befinden (Weljaminof p. 28 Nr. 2). Wie es die von dem franzö-
sischen Orientalisten gemachten Angaben (Einleitung und Anfang des
Wörterbuches) beweisen, enthält die vorliegende — und ebenso die fol-
gende — Handschrift gerade diese abgekürzte Bearbeitung des ÄbuSqa-
Wörterbuches. Uebrigens hat diese kürzere Redaction doch auch ihren
besonderen Werth, indem sie zwar Artikel der gröfseren Ausgabe wegläfst
und die beibehaltenen kürzt (doch ohne die Belegstellen zu unterdrücken),
auf der anderen Seite aber auch wieder einzelne Wörter hinzufügt, welche
in der gi-öfseren Ausgabe fehlen ^). — Exemplare der ausführlichen Re-
cension finden sich in Leiden Nr. 204, 205, München Nr. 221, Wien
Nr. 91 und 92 (I, 103, 104), St. Petersburg (Manuscrits et Xylographes
Nr. 594 [vgl. ZDMG n, 243] und Asiat. Museum S. 379 Nr. 5) und
Paris Nr. 209; Auszüge in Leiden Nr. 206 u. 207 und Wien (Flügel
Nr. 780 fol. 5" [I, 722] und Krafft Nr. 28).
Anfang: «jSäavk-jLmI^ o«£^Lj r*-^} ts!'^*^^-7^*^ '^-^) <ä^>ÄAv2üL^^ v:>a^ (^"^
') wie z. B. gleich das in der Mittheilung Payet de Courteille'e (p. X) an zweiter
Stelle stehende, in der vorliegenden Handschrift zwar fehlende, in der folgenden aber vor-
handene iw^\ •
Türkichse Handschriften 86—88. Grammatik, Metrik, Lexikographie. 115
87 beschriebene Blätter; 15,5X11 cm. Gutes, altes Nasyl rnit 13
Zeilen auf der Seite; die Stichwörter roth geschrieben; Fol. 1 beschädigt,
aber ausgebessert. — Auf Fol. 2^ ist ein Siegel abgedrückt, in dessen In-
nerem steht: Jo yj\ vxääJI; die Umschrift lautet:
^5^^( jjk^ sj-o i:i*jj'LÄ <S))^) *)) h'*^^ y^
86. [Diez A. 8". 48.]
Dasselbe Wörterbuch in derselben abgekürzten Redaction.
Anfang: ti^wyywsjLwl^ o<>£^^ r*"^} is"^y-'ir''^ '^) *^^^>Ä^y^^U^. oy.^ {^•^t'
73 beschriebene Blätter, deren letztes ein wenig beschädigt ist; 19 X
13,5 cm. Zehnzeiliges Nastadlq, die Stichwörter schwarz überstrichen;
Abschrift datiert vom Jahre 1116, beg. 6. Mai 1704. — Auf einigen am
Ende beigehefteten Blättern stehen noch allerhand türkische Verse.
87. [Petermann 11, 163.]
Nochmals dasselbe Wörterbuch in der kürzeren Redaction.
Anfang: i^JuMSj\~£i^ o^-ci^* /-**^j 'ic^ '-♦*:>. ;^'^-' '^) *sSwi-«,«jLÄjo o».*.^« (^3""i*
68 beschriebene Blätter; 26 X 14 cm. Schönes, kleines NasyJ mit
17 Zeilen auf der Seite; die als Belege angeführten Verse sind bis Fol. 42
vocalisiert, die zu erläuternden Wörter roth geschrieben.
88. [Petermann 11, 637.]
Dasselbe Wörterbuch in der ausführlicheren Redaction; der Text der
vorliegenden Handschrift weicht aber, sowohl was die Auswahl der er-
klärten Wörter, als auch was den Wortlaut der Erklärungen betrifft, von
dem Texte wie er von Weljaminof-Zernof gedruckt und von Vambdry
übersetzt ist, bedeutend ab. Die Handschrift ist am Ende defect, bricht
aber erst in dem letzten Abschnitte, welcher die mit ^ beginnenden
Wörter enthält («..^,.^,11 A^\ ^^b), ab; die in diesem Abschnitt erklärten
Wörter sind: ^^^y^.-, vy*^? ;^, ^';;J, (j;;;t?) '^'^*^'^)y?.i x-ö^L«^, Kj;^,
^LcttXLs, lj^J»j — fast durchweg andere Wörter, als die bei Weljaminof
15*
116 Türkische Handsckriften 89. 90. Grammatik, Metrik, Lexikographie.
und Vambery erklärten. Die einleitenden Gedichte sind dieselben, wie bei
Weljaminof; auch ist im Anfange des Buches die Uebereinstimmung des
Textes zwischen Handschrift und Druck eine gröfsere, als gegen das Ende.
Anfang: j^ol ^jjJöI M J^jo )i>s>-S ' J^ J.^ JjI ^ji> \i:>^^sua^ ^ Kjf tVt-a. ^^
'JLs- ^-^y^
Ende: ItXJ^ äaXjujLs. \^I ^^b>.o
232 beschriebene Blätter; 18,6X12 cm. Gutes TaJ/f^ mit 12 Zeilen
auf der Seite; Ueberschriften der Capitel, die zu erklärenden Wörter und
die Stichwörter (L-^l, oyo u. dgl.) roth geschrieben. — Auf den Rand
von Fol. Qö*" ist mit Bleistift eine längere Variante aus der Erklärung des
Wortes k:yl_j geschrieben, und zwar entspricht diese beigeschriebene Va-
riante dem Texte der Weljaminof sehen Ausgabe (p. Ilf).
89. [Sprenger 164 9.]
Ein osttürkisch-persisches Vocabular ohne Belegstellen, von Turkmän
tbn Bairam-lAli Biy ^ Äya (?). Die zu erklärenden Wörter sind alpha-
betisch nach den Endbuchstaben geordnet.
Anfang: (»of ^Ji t^*io cl^l \l t^ \\ ^^a«^ ^j! v^ uiobiwj (j«Lj*«[j] d^^s».
des Wörterbuches: Läl Lo ^iVi'voLj ^j^/i\i\ ^J^:^ yö\~i Ü1 soLj bl sjo bl
61 Blätter, welche, mit Ausnahme des ersten, nur auf einer Seite be-
schrieben sind; 20,5 X 15,5 cm. Die zu erklärenden türkischen Wörter
sind roth mit Nasyl geschi'ieben und vocalisiert, das Persische schwarz,
zum Theil auch mit Nas^i, zum Theil mit Nastaillq, alles deutlich. Die
Abschrift ist ganz neu und wahrscheinlich erst für Sprenger angefertigt;
europäisches Papier.
90. [Sprenger 1646.]
Ein gereimtes, osttürkisch-persisches Wörterbüchlein, welches ohne alle
Einleitung sofort mit den Worterklärungen selbst beginnt. Auf Fol. 1*
steht, von derselben Hand, welche den ganzen Codex schrieb, roth ge-
schrieben ^Ky» (1. i^r^) iJy^ i-jbaj, auf einem vorgehefteten Blatte von
Sprenger'« Hand: „A Rhymed Vocabulary of Chaghatay Turkish ". Das
Ganze ist in Gedichte verschiedener Versmafse eingetheilt, welche meist
Türkische Handschriften 91. Glauben und Recht. ll?
Kasidenforni liaben. Die türkischen Wörter sind durch ein untergesetztes
rothes icj als solche bezeichnet.
Anfang: ^cU-u^» ^^^XsLus^ sK J^j xS' ^5'tXi» ^5JXo'J (' ol*«jIäI. ^\^I
^51=» wO ^jU-wl üS^ vj' '^^•'^^ uS^lis- ^Jjl*i^jj 1^1 ^j 1^^ /**)'
CD k;^) ^:y *:d CD ^o
28 beschriebene Blätter; lOX^'^'v' cm. Gutes, ziendich altes, nicht
vocalisiertes Tulllq mit 9 Zeilen auf der Seite.
Ein osttürkisch-persisches Wörterbuch ist auch in Nr. 59, 1 enthalten; ein osttürkisoh-
osmanisches in Nr. 60,3.
In dieses Capitel gehören noch : Nr. 6,2,0 und 55,3 (persisch-türkische WörterTerzeich-
nisse) — Nr. 10, 1 (desgl., .-Ji/o^ oiJ) — 5*,39 (Kurzer Au.fzug aus j__^jLäÜ i^.jLst> ,
der persisclien Synonymik vou KamälpaSazädah) — 180 (mehrere Buchstaben eines Baum-
alphabetes).
IV. Glauben und Recht.
91. [Petermann ü, 3 75.]
1 . Unter der Ueberschrift (" i.:ijl=>L:il ^Li' »LfttXj i:i>U»Uxi eine alpha-
betisch geordnete Aufzählung von Eigenschaften des Propheten , sowie
Dingen und Personen, welche zu ihm in Beziehung stehen ; für jeden Buch-
staben des Alphabetes drei. So I: tX+.^ '^-jS '^♦-^ JL.«äif^ tX.^^ Jl; i-j: iiSo
tX+^s" ^ioLi^ tX*..:^' (^- '■J5 i^-*^ ; <^' '■ iX*^ ^^i'^j iX*^ cjP^j^ tX.*.^ tXJjj" ; ^ :
tX+.Ä' <— ''j-ii tX*.:^ <^'^jum tX*.S' i^l-^ ") ^' tX*.^ ootA+Ä.. iX*^ J^Ls.^ iX*-^ J^^T^j
u. s. w. Daran scldiefst sich (Fol. 6^tf.) eine Anweisung, wie man diese Be-
zeichnungen der Eigenschaften u. s. w. des Propheten, ferner einzelne Qur'än-
') ^jLftl ist ^[si\ = ^jLcji und ^^i^t bei Pavet de C ou rte ille ; ^£\^\ vermuth-
lich „er selbst" (s. Zenker u. d. W.), als Bezeichnung Gottes.
2) Hs. öUUf.
118 Türkische Handschriften 91. Glauben und Recht.
Verse und die Namen Gottes zur Erwerbung von Geld und Gut, Speise
und Trank, Kleidung u. dgl. verwenden könne. Persiscli.
Anfang : ^U^ ^-j scN.jLsj vLa*»^j v'^^ (5^^-*^**' VT^.? <s^-) f^^ ^jy'^ *^.J t5^
2. Fol. 10'': (.i^^wJI &a1c ILa cj^^i.. &JL^^, eine Abhandlung in ost-
tlirkischer Spraclie über den Propheten SaliJL Vgl. Tabari, traduit par
Zotenberg I, 130 und Hammer, Rosenöl I, 39,
Anfang: -üx^uU ^Kä.ä.j( ^j^xxX^ LiL.o **U>I ^^jf
3. Fol. 5 6*: eine Reihe von Gebeten, in welchen Gott unter Beru-
fung auf den Jacl >ij^ d. i. ^Abd al qädir Chläm (vgl. ZDMG X\^I, 3 1 2)
angerufen wird. Arabisch mit nachfolgenden Erläuterungen in osttürkischer
Sprache. Den letzteren sind auch Zeichnungen von Talismanen eingefügt.
Anfang: ^*.«^l |Jacill ^^ ^xJ.JJi.'l ^^ i_}Llajs!il| ^_*ki v.:>^wi>j cjvjij j^.^1
Nach einem arabischen Gebete auf Fol. 71"^". folgt dann:
4. Fol. 78*: unter der Ueberschrift o^.«.xjI ^"^^ ^i» ^jIaj yO in ost-
tUrkischer Sprache eine Auseinandersetzung über die „sieben Segensfor-
meln", welche zuletzt (Fol. 83*) aufgeführt werden. Es sind dies die fol-
genden §M/-'ä»-Stellen: XXXVI, 5 8 {^^^ J^ ^ ^l^i' ^ii».--); XXXVII, 7 7
(^xjLxJt ^ ^.i j^ p:iL«); 109 {f,^»^\ j^i^ ,.:i-); 12Ü {^yo j^ ^-^^
^j^-5>j); 130 (^j.a.wLaJI J.& i*^*"); XXXIX, 7 3 (LÄ^ii:.jU ^iuls |vXJ.ä j.iL^
^^jjLi^); xcvii, 5 {y4J\ ^x ji^ ^ ^y<^).
Anfang: \yM .i> j» ,^yx«.iAj ^tX^-^ ^aia^>£Ljo Jy-^^ ^S'^yr') V^^^*-j'
5. Fol. 84": ein Abschnitt, überschrieben ^^ ^^j^\ --lXx 3 ^^^^^^ J-^ai-'l ,
mit kurzem osttürkischem Nachwort.
Anfang: ^1 J,l -^Uail ^^^ ^^^o üä.w ^^«-.-^2
6. Fol. 88": («.lajuo ol^ J-^j^. i^Lt^, ein arabisches Gebet, in welchem
vierzigmal der Buchstabe i^ vorkommt; mit angeliängter Erläuterung in
osttUrkischer Sprache.
Anfang des Gebetes: v^X^ja^j *S' e5os iS^sif
der Erläuterung: va*v.ajj -j^si e'tXJl ^aäj (.sie) ^»1 jjUü.^'^ jj.jO ^I^*^äx> Ul
91 beschriebene Blätter; 13 X '^v'^ ^"1- Flüchtiges Nastaihq mit G-9
Zeilen auf der Seite. Neu. Auf einem vorgehefteten Blatte steht: as-y^
^\JaiuL] ^y.- J^i^ ^j^U| J.tf^i.
Tüi-kische Handschriften 92. 93. Glauben und Recht. 119
92. [Diez A. 12". 5.]
Diese Handschrift enthält im wesentlichen Arabisches, ^wr'äre-Suren
und Gebete; dazwischen stehen folgende türkische Abschnitte: 1) Fol. 48'':
i_ftjwi (jmj iajtwi, Regeln für Benutzung der 36"'"° Sure, mit dem Anfang:
JLjü aJJl JOä — 2) Fol. 5 4*': eine andere Unterweisung über denselben
Gegenstand, Joo cyj iaj'j-i überschrieben und beginnend: vä*^ )'^'^'j)
^c^.y^ U**J. ^)i-**' 5)5^ '«JkÄ «JJI ^c.<ö> '^jtXi'iiLfl — 3) Fol. SS*": ijCLo »;»*« Jsy*«}
ebenso über die 67''° Sure — 4) Fol. 5 6*': ^^JOI äjT Jcy^, ebenso über
den „Thronvers", d. i. Qur. 11, 256. — 5) Fol. eT*": oLs^i ^i s\^ iajl;-^,
ebenso über die 48'*° Sure. — 6) Fol. TS*": ein arabisches Gebet, ^^U^i
>.g4.L überschrieben und mit den Worten 'LjLci> >_*ä*« |V.^I beginnend,
nebst einer türkischen, auf einer Ueberlieferung von Sikäb al-dlii Suhra-
loardi {i£i>)) i^T-J-^') zurückgeführte Erläuterung oder Gebrauchsanweisung. —
7. Fol. ST: oLit *j;' ^r^i Regel für die Benutzung der „vier Verse";
diese letzteren werden dann Fol. 82''if. mitgetheilt; es sind Qur. II, 247,
III, 177, IV, 74 und V, 30. — 8) Fol. 88*: ein arabischer Talisman
jo^' mit türkischer Erläuterung. — 9) Fol. 100*: eine türkische Erläu-
terung zu einem vorher mitgetheilten arabischen „Schmerzensgebet" A&ii
|JI. — 10) Fol. lOO*": die iajl^ des „Gebetes der Aufrichtigkeit" (joiU»l
^,yi> (Gotha, arabisch Nr. 791). — 11) Fol. 105 : eine auf Mnlnß al-din ihn
iArahi zurückgehende Erläuterung des v„fcA*JI JLÄ.^ genannten Gebetes (Gotha,
arabisch Nr. 111^t^<\, Berlin persisch Nr. 4,^4 und Leipzig Nr. 112,9 [S. 406*]);
Anfang: ',j^^u«jo ^j-*)o^ '■^.k^ A^ ^sS' yi^ l^-' ^J^-»^ J5' i3Jüaxi cX^-^.
Im ganzen 109 beschriebene Blätter von 14,5 X 10 cm. Neues, gutes,
durchaus vocalisiertes Nas/l mit 1 1 Zeilen auf der Seite. Die Seiten sind
roth umzogen.
93. [Wetzstein II, 1798.]
Diese sonst arabische Handschrift enthält in türkischer Sprache auf
Fol. 65*' eine Ueberlieferung o^JlJ^ von Moses und auf Fol. 166*— 168*
eine Abschrift derselben Fragen und Antworten, welche auch in den Hand-
schriften Nr. 3,2; 5,2; 4 2,6 imd 94,i enthalten sind. Man vgl. dort.
Gröfse der Blätter: 15,5 X 10,b cm. Flüchtiges Nastaillq mit 13 Zeilen
auf der vollen Seite.
180 Türkische Handschi-iften 94. 95. Glauben und Recht.
94. [Diez A. 12"°. 13.]
In dieser sonst arabisclien Handschrift steht folgendes Türkische :
1. Fol. 64'': ^lA*>-ti JoL*«x i.jLäS', eine Anzahl von Fragen nebst deren
Beantwortung, welche einem Manne durchaus geläufig sein müssen, der
sich für das Imamat eignen soll; die letzten Worte lauten nämlich: ^j
>jJi^ ow,>0 ^Ä-LcLct ÄA^jJ^ (w)!.^ }iyXi\t.M, Der Verfasser wird nicht ge-
nannt (vgl. jedoch Nr. 5,2), und auch der oben angegebene Titel ist nur
der Ueberschrift , nicht dem Texte des Schriftchens selbst entnommen.
Jede Frage ist mit den Worten yL^^yo S\, die dazu gehörige Antwort
mit ciol eingeleitet. Das ganze Schriftchen ist von Diez in seinen „Denk-
würdigkeiten von Asien" I, 230 — 238 besprochen und übersetzt. Andere
Abschriften finden sich in Nr. 3,2; 5,2; 42,6 und 93 fol. 166\
Anfang: kj^^ «Jt^ tX*^ ^y*") *^ j»^^*!!!« »^-«flJlj '^jyJLjJI ^_j» jJj jL».i.|
2. Fol. TS'': unter der Ueberschrift äJUm^/i eine Abhandlung über das
Gebet (zunächst über das JiyiS genannte), an deren Schlufs auch einige
arabische Gebete («j^" ^Lc^, ö^^i*'i 'X£.l>^ ol^X^a «^LciJ, ^a/oI A.s.c>) mitge-
theilt werden.
Anfang :
Die ganze Handschrift hat 86 beschriebene Blätter von 13,5 X 9,5 cm.
Gutes, vocalisiertes , neunzeiliges Nasxlj jede Seite ist mit einer rothen
Linie umzogen.
95. [Diez A. 8". 192.]
Diese am Anfang defecte Handschrift enthält ein Ilaßnaiol - Gedicht
des Versmafses Haza^ ^ |w |w__, welches eine Anzahl ausgewählter
^Mr'ä«-Suren commentiert. Die in dem Vorhandenen zuerst commentierten
Worte lauten ^j.^^ ^Lo| ^ sU^Aas^l -^ j^ XXXVI, 11; auf die 36^'^ folgt
dann Fol. 42" die 67''", auf diese Fol. 87'' die 78''" Sure; mit dem Ende
dieser Sure schliefst das Gedicht.
Mit dem Anfange der Handschrift fehlt auch der etwa vorhanden ge-
wesene Titel des Gedichtes; aus dem vorletzten Verse aber
Türkische Handschriften 95. Glauben und Recht. 121
erfahren wir, dafs dasselbe im J. 950 (beg. 6. April 154 3) vollendet wurde,
und der letzte Vers
soll doch wohl besagen, dafs der Verfasser Liwäyl hiefs. Von einem
Dichter dieses Namens, welcher zur angegebenen Zeit lebte, weifs Ham-
mer (Osman. Dichtkunst II, 519) nichts zu sagen, als dafs er Xtdr ge-
heifsen habe, ein Janitschar aus Konstantinopel, eine Zeit lang als wahn-
sinnig eingesperrt und Verfasser von vielen Schriften, so in Versen als in
Prosa, gewesen sei.
Das Vorhandene beginnt mit dem Verse:
97 beschriebene Blätter; 19X12,5 cm'. Gewöhnliches, deutliches,
vocalisiertes Nasxi mit 15 gespaltenen Zeilen auf der Seite; Seiten und
Spalten roth umzogen. Die Abschrift wurde von einem gewissen Mustafa
im Jahre 978 (beg. 5. Juni 15 70) angefertigt.
Ein vorgeheftetes Blatt ist dem (vollständig in Nr. 73,i enthaltenen)
arabisch -türkischen Vocabular des FinStah-oyH entnommen (= Gotha Nr.
36 fol. 30^ Z. 2 v. u. bis fol. 3l" Z. 3); von den drei nachgehefteten
Blättern enthält das erste ein Fragment eines türkischen 3Iaßnaiä-Gedichtes,
gleichfalls imjersmafse Eaza^ (^--|.___ |.__); Anfang:
Auf den beiden letzten steht, neben einigem türkischen Geschreibsel, fol-
gende Notiz: „Gott Lob! denn 6. Augustj Anno 1685. Allfs wir Unter
Comando Sr. Drchl. Herrn Herzogen von Lottringen und Fürsten von
WaldEck bey Gran dem Türckischen Bluthund in die Flucht Geschlagen,
Habe ich Unter andern auch dieses Buch inn Nachhauen bekommen, Wel-
ches ich zwar nicht zu dem Ende mitgenommen, und aufgehoben, dais
etwann was darinnen Gelernt werden Könne, das Nuzen schaffete. Sondern
Vielmehr zu ihren Schümpff und SPott: dar Neben aber gleichwohl ihi-en
Fleifs zu verwundern, in Schreibung ihrer abGöttischen Bücher, wellches
wir, dem Einigen waaren Gott zu Ehren nicht thun , Gott vergebe Unfs
1) wie ich soeben sehe, sind die Verse der Vorrede des ^JucU %J^ betitelten
Wörterbüchleins entnommen (s. die persischen Handschriften Nr. 144 ff.) und entsprechen
Fol. 2'' Z. 8 bis Fol. 3" Z. 3 in der üothaer Handschrift Persisch Nr. 14.
Tüikitche Haadvehriften. .^
Ib
122 Türkische Handschriften 96. 97. Glauben und Recht.
unsere Nachläfsigkeit, und Gebe unfs bessere andacbt und Ej^er, helflfe
auch dem Feinde Volgendts dempffen zu seinem Lob undt Ehren. Amen.
Jeremias Kohl
Fom-ir vom Haidesdorffischen Regiment : vom Fränckischen Craifs
zu Fuefs, von Prinz Carl Augusti Mgg. zu Brandenb. Culra-
bach p. Compag."
Auf der Innenseite des Vorderdeckels steht von Wilken's Hand:
„A. Ms. or. In Octavo No, 192. Biblioth. Diez. A. Carmina mystica, quo-
rum argumenta desumta sunt ex locis selectis Corani, qui ibidem singulis
carminibus praemittuntm*, tiu'cice. Initium deest."
96. [Diez A. 4". 5 5.]
Derselbe metrische ^wr'än-Commentar, welcher in der vorigen Hand-
schrift enthalten ist. Der Umstand, dafs die vorliegende jüngere Hand-
schrift am Anfang genau denselben Defect hat, wie die vorige ältere, zwingt
fast zu der Annahme, dafs die erstere eine Abschrift der letzteren sei, ob-
gleich der Schi-eiber nicht nur die Vocale weggelassen, sondern auch (ab-
gesehen von häufigen Schreibfehlern) die OrthogTaphie und nicht selten
sogar Lesarten geändert hat; vielleicht schrieb er nach Dictat.
Anfang: ic^U» u*^' r* (sie) i^os siXääLö ^-jI jj \vj äjJ-jI ;3aä=^ ^
Der ^Mr'ä7i-Conmientar schliefst mit dem drittletzten Blatte, und zwar mit
der Bemerkung, dafs die Abschrift von Saiyid XaM im Jahre 1088 (beg.
6. März 1677) zu Ofen ^^.i>.j vollendet worden sei. Hierauf folgen noch
auf den zwei letzten Blättern , von derselben Hand geschrieben , Vor-
schriften zur Anfertigung von Talismanen, welche zur Erlangung verschie-
dener wUnschenswerther Dinge, u. a. auch der Liebe des geliebten Wesens,
verhelfen sollen.
83 beschriebene Blätter; 20,5X14,6 cm. Ziemlich deutliches DttcänJ-
7iasyisi mit 18—20 Zeilen auf der Seite.
Ueber die 3** Sure hamlelt der Anfang von Nr. 232, über die 36*'* Nr. 11,3, über die
112'« Nr. 10,2.
97. [Ms. Orient. 4». 77.]
Diese Handschrift enthält zwei Schriften über Jojsi, die richtige Aus-
sprache bei Recitation des Qur'än. Das erste dieser Schriftchen ist das
Türkische Handschriften 98. Glauben und Recht. 12S
arabische Lehrgedicht, welches unter dem Titel Juy»4-' *^tXÄjl sehr bekannt
und verbreitet ist, und über welches man vgl. Gotha Nr. 5 62 (1, 4 38);
darauf folgt, von Fol. 21*' an, eine Abhandlung in türkischer Prosa, ohne
Angabe eines Titels oder des Verfassers. Dieselbe ist in nicht gezählte
Bäh eingetheilt und beginnt mit den Worten: i^l^" J' Liwxl ,jjJI ^Jü «X^t
(•^JL*>« [sJCo] ^jtXJv? 'Jo^äJLj jö'-I^ LüJI j-^^ 'Jo^jsJLj ^j'-jüI
siX^^ji «J";;-e; 5vl |Jjü" ^1 -s äJLjI Jo^' jiXJ^I . — Andere Schiiftchen über
denselben Gegenstand, welchen E. Seil in seiner Abhandlung „'Ilm-i-
tajwid, or the Art of reading the Quran, with an Account of the Rules
for the Rasm-ul-khat, and a List of the various Readings of the last Sura"
(Madras 188 2. 8") ausführlicher behandelt, sind in Nr. 12,i (wo man vgl.)
und in Nr. 55,8,b enthalten.
38 beschriebene Blätter; 21 X 14,5 cm. Die türkische Abhandlung
mit schönem, durchaus vocalisiertem Nasxi geschrieben, die Seite zu 17
Zeilen. Die Abschrift ist datiert vom Jahre 1097 (beg. 28. Nov. 1685). —
Auf der Innenseite des Vorderdeckels steht „Grammatica Arab. accedunt
Turcica de lectione Corani".
Auf den Qur''än beziehen sich noch: Nr. 5*,2o (für wessen _.» man in jedem Monat
den Qur''än lesen soll) — 5*,2i (über Eintheilang des Qur''än) — 5*,4i (wie oft jeder
Buchstabe im Qur'än vorkommt) — 5*,42 (die '■■_<[ -r. .vr^ im Qur'än) — 18,i (über den
Punct unter dem v->j welches die Basmalah beginnt) — 18,» (über die Bachstaben, welche
am Anfang einer Anzahl von Suren stehen).
98. [Petermann II, 671.]
In dieser sonst arabischen Handschrift steht an erster Stelle ein Auf-
satz in tüi-kischer Sprache, welcher, ohne alle Einleitung, Belehrungen
eines gewissen Däwud über allerhand theologische Gegenstände enthält.
Jeder Paragraph beginnt mit den Worten äS' '3^\ ^y^^*jc , weshalb der ganze
Aufsatz in der Ueberschrift als i^oL^'l «.-yU aJÜI s+äv (jJolsI »>jb cüLo^Jjw
bezeichnet wird.
Anfang : ^^-X^ ^\^ ^^H'^.'j^ '^^.r^y^'^ ^LxÜI |<*hg et-UI (sie) <^'!i^\ (•^J**
12 beschriebene Blätter; 21 X 15,5 cm. Gewöhnliches Nastadiq mit
25-26 Zeilen auf der Seite.
16"
134 Türkische Handschriften 98*. 98**. Glauben und Recht.
98*. [Sachau 112.]
In dieser sonst ganz arabischen Handschrift enthalten die Blätter 22''
—25' eine anonyme türkische Abhandlung über den Begriff des Glaubens
jjI^jI. Die Bedingungen desselben werden mit folgenden Worten ange-
geben: Swxia. ^«XäJlj vÄ.i'l [»^-''j X.^"^«^^ ^*^^ xZJoiV..«j X-UL oUxl ^^UjI iö-Xu
^^Ijij jJUI ^^;o »1ä^ . Die einzelnen Bestandtheile dieser Definition werden
dann commentiert und in diesen Commentar ist auch eine Erläuterung der
«y4>l4-i &♦!$' eingeflochten.
Anfang: i3.4jIäjI xJLaJUs lo^tX^I \\-^\ 'i-^A «^JjJi> ^^cXj oJ^ ^jjO ^^LmI (jUjI
Gewöhnliches, deutliches, vocalloses Nnsxi von türkischem Zuge mit
17 Zeilen auf der Seite; Gröfse der Blätter: 22 X 15?^ c™-
Ueber jjL^jbll handeln noch Nr. 5*,55 und 20,6.
98**. [Landberg 35 7.]
Mitten unter arabischen Schriften steht auf Fol. 124*'— 14 6'' dieser
Handschrift eine türkische Abhandlung, über deren Zweck, Titel und Ein-
theilung der ungenannte Verfasser in der Vorrede sagt : jji^^+AJb" >_jU$' ^j
oJWv-i i'-S^'^ S'^^r^' ^'-*^^' 5^^' JtX-Li ^tX-Lrb ur^"' ^^ ;'-4-^' "^'r*
vLgJct Xä.wjJJÜ» y3^ '^^(XJj.^Äs:^ J^io^ iS^- 'j*^^^-' ^^^^/-^ ^^^'[j] S*^^^-^.'
^y^i (cXjI ^^jI ' ^^-U^^.> tXAÄ^' »JLu> JtÄ*.*vl <^IäS ^J ^jtV-AJ-**« ^^ßjtXJjl jj^ÄÄ=»
iys\ia.^l '^^t>.A.J ^^;:*jwxi i^^aJ 15^?^' S;«^-'-? ^*>Uä£| J..«ai (^XU^I ',jJ-üjl ^jLo s^^Jl
*>»tVX3 (c^'ji^ y^^ (J^.o.i j^ÄCij '>^tXXj j_Ä-kiLb" J..Äi j^^k^^jO 'vvtXlj ^-ajI.« J^^a-i
(Jk.<ai |^2ij.XAu 'vvtX-L ^^Lwj| (^-sLää i^-tai ^e^tXj '^J)*^^ »^^^^ J..»Äi ^äXäJI
ooj^ J-<ai ^5S^jJl '^;tXAj ^Jw^jju üJoLjlsIj J>^i ^^^yüs 'p;<^'? cs^^-*^ f'^^
ssJJLj ^-äJCs». Nur die sieben ersten FasI sind in der Handschrift wirk-
lich vorhanden. Ueberschrift : i^.Jo i (' i^t'*-*^^' ^-^^^l «-^.y^ äJLw^ Ijjo
l^AÄ^' Jkicij IwJjäJI, sUj"^) (sie) ojL.>aÄJI; zur Erläuterung dieser Ueberschrift
können die Worte der Vorrede dienen: J.pI J^jI ^^äju s«Xi*4-Lj| st>(».u*i> —jlj
^) Hs. iUj(XA:&ö'.
Türkische Handschriften 99. Glauben und Recht. 1?5
LöjJt (.äJU ^ß.^sio y<>.Ji> J.äI sJJ\ (j-icl 'ji^-Äls i:y*Äf J^l ^5J>ÄJ«^ 'iji^^Äis Uj>>
^JÜl jißi J^ 0^'/=* '-^^ '"^^f J^' J^ r'/^ *>^"^'5 V^^' ^' ^ r'7^
Anfang: 1-.^^ S\ <i^Lü-w^l Lcj J,[xj xL'l JU . . . . (J-aJLjiJI ^_>^ Jj cX^I
Ende: >^jl *jslj M>b ''-«'^j-'j' j-^.l oüLfs»
Gröfse der Blätter: 21 X l^)" ein- Flüchtiges, vocalloses Nas^l von
türkischem Zuge; auf der Seite stehen 15 Zeilen.
99. [Diez A. 4°. 136.]
jwbo^jya^, ein kurzes Lehrbuch des inuhaminedanischen Glaubens, von
Multammad ihn Pir iAli, welcher aus Birgali {Perga) gebürtig war und
deshalb gewöhnlich arabisch Birhawi oder türkisch Birgeli genannt wird;
er starb im Jahre 980 oder 981 (1572—74). Man vgl. über ihn und sein
vorliegendes Werk, welches besonders durch die Uebersetzung von Gar ein
de Tassy (Zenker Nr. 1468) bekannt geworden ist, das zu der Gothai-
schen Handschrift Nr. 49,2 Beigebrachte'). lieber Ausgaben, Ueber-
setzungen u. s. w. sehe man Zenker Nr. 1463ff., II Nr. Il92ff., Journ.
Asiat. 1843, II, 32 Nr. 12, das. 55 Nr, 195 und 1859, I, 524 Nr. 3. —
Dieselbe Schrift steht in Nr. 1 2,2.
Anfang: s^JLaJI at_*_lfc tXÜL^ Lei ^j./! L^JLas.^ 'j.i\.*.,iü bItX» ,äJJ| äJÜ ii^\
43 beschriebene Blätter; 22X15 cm. Gutes, türkisches Nasxi niit
19 Zeilen auf der Seite; vocalisiert. Die Seiten sind, mit Ausnahme der
drei letzten, mit doppelten rothen Linien umzogen. Abschiüft datiert vom
13. Bahn I 1194 = 19. März 1780. — Auf einem vorgehefteten Blatte
steht, von Wilken's Hand geschrieben: Preces et meditationes religiosae
turcice. — Eine Anzahl von Blättern ist durch eingedrungene Feuchtig-
keit befleckt.
') in den neuen Katalogen der Sammlungen von München und Wien sind die Hand-
schriften des vorliegenden Werkchens dort mit Nr. 4 (Fol. IS*"), 5, 6, 7 und 8, hier mit
Nr. 1687,1 (III, 127) bezeichnet.
126 Türkische Handschriften 100. 101. Glauben und Recht.
100. [Diez Fol. 34.]
-iLi/^il oUä, „die Säule des Islam", ein Werk über Glauben, Gebet,
Almosen, Fasten und Wallfahrt, nach dem persischen Werke -iLvIiff stX^x
des Maulänä lAhd al laziz ') türkisch bearbeitet von iÄbd al raJimän ibn
Yüsuf. S. Gotha Nr. 61. Andere Exemplare finden sich in Leipzig
Nr. 222 (wo man s.), Dresden Nr. 163^), München Nr. 14 u. 15, in der
Ambrosiana Nr. 59 und bei Bäyib PaSa Nr. 458.
Das vorliegende Exemplar ist defect und verbunden; es hängen zu-
sammen Fol. 1 — 50, 51-179, 180 — 200, 201. Das Ende der Handschrift
und somit auch das Verzeichnifs der vom Verfasser benützten Werke fehlt;
der Anfang des letzten Blattes entspricht Fol. 220*', Z. 1 in der Gothaer
Handschrift; die Xätimah beginnt auf Fol. ITg"", letzte Zeile, es shid aber
nur die ersten Worte derselben vorhanden, da mit Fol. 180 ein anderes,
weiter nach vorne gehöriges Fragment (Fol. 184" ^yai\ ^^) beginnt.
Anfang: O^ajü t^ül ^^jJJI (.^ «sJLo '|*^^r^' (J-«^t-" v:^^^'^^'' V; *^ 4^-^'
201 beschriebene Blätter; 28,5 X 19,5 cm. Deutliches Nasxl von tür-
kischem Zuge mit 23 Zeilen auf der Seite. Beigelegt ist ein Blatt euro-
päischen Papieres, auf welches der Anfang des Buches mit lateinischer
Interlinearübersetzung aufgeschrieben ist; darüber steht von Diezens Hand:
„Ist des Abts Lichtensteins zu Helmstädt Hand und war zur Nachricht
für den Abt Hencke geschrieben".
101. [Diez A. 4". 112.]
Eine zweite Handschrift desselben Werkes, welche, ohne am Ende
defect zu sein, doch die letzten Abschnitte der Gothaer Handschrift (von
^KJI (J.jLvu« Fol. 391° an) nicht hat. Auch das hi der Gothaer Hand-
schrift vorhandene Quellenverzeichnifs fehlt. Die Xätimah. beginnt, ohne
als solche bezeichnet zu sein, auf Fol. STO*" Z. 2 v. u. Das letzte Blatt
gehört nicht zum Wei-ke und enthält Schreibereien von fremder Hand, zu-
letzt ein ^^1 überschriebenes Gedicht. Auf Fol. 1* und 2" steht ein In-
^) vorhanden in den hiesigen persischen Handschriften Nr. 187 und 188 meines Ka-
taloges.
*) al ÄqsaräH setzt die Dresdener Handschrift zum Namen des Verfassers hinzu.
Türkische Handschriften 102. Glauben und Recht. lä?
haltsverzeichnifs mit Angabe der Blätter, auf welchen die einzebaen Ab-
schnitte beginnen.
Anfang: 'Jujü i^Q '^j>j<^JI ,.;j <äJU ',v^;-' 'ij-*^/" 'ij^^'' V; *^' '^■^'
374 beschriebene Blätter; 21 X 14,5 cm. Flüchtiges Nas/l, welches
man bisweilen wohl als Diwäni-nasxisi bezeichnen kann; auf der Seite
stehen 17 Zeilen; Abschrift von einem gewissen Muliamviad vollendet zur
Mittagszeit ^läJl ci^^'j ^ des Sonntags juÄ/iX» in der letzten Dekade vä-I^I
des Saibän 1055 = 15. October 1645. — Eine vorhandene Original-
foliierung fangt ganz willkühi-lich auf Fol. 30 an und springt von 109
auf 200, von 219 auf 300, von 309 auf 400 u. s. w.
102. [Petermann 493.]
1. Noch ein Stück aus demselben Werke. Am Anfang ist ein Blatt
verloren gegangen, so dafs das Vorhandene mit den Worten jj»-s? ^LyJJ
xJt ^L.iJ|, Fol. l"" Z. 3 V. u. in der Gothaer Handschrift Nr. 61, be-
ginnt, und auf Fol. 110'' hat der Schreiber seine Arbeit abgebrochen.
Der Schlufs entspricht Fol. 14 1^' Z. 3 in der (aus 395 Blättern bestehen-
den) Gothaer Handschrift. Am Ende ist von fi-emder Hand angemerkt:
iiiU. (' LftI 4X*:=.| ^_^l o^*.s? ikxi JLo \(Xs^ , und darunter ist ein
Siegel mit der Jahreszahl 1209 (beg. 29. Juli 1794), dem Namen MaU-
müd und noch einem Worte, das ich nicht mit Sicherheit lesen kann
((.LiLo?), abgedrückt.
2. Fol. HO*': !s^JLö.Jl L^yXi ^L, verschieden von dem ähnlichen Schrift-
chen , welches in der Handschi'ift Nr. 1 0 7 enthalten ist. Ein Verfasser
wird nicht genannt. ^_^
Anfang (nach der Bas7nala?i): ^JJoyij lifjUj ujL ^ s^XöJI isjwi i^L
(sie) ^jXÜ^t J5^' )'^ (sie) yCw »ajUj ^£>Xisy^ (iS'^Uj ^ ^g^J ))'^^
118 beschriebene Blätter; 20 X 14 cm. Gute Schrift zwischen Nasx^
und Nastailtq mit 15 Zeilen auf der Seite.
Zwei kurze Auszüge aus -iLwill i>U£ stehen auch in Nr. 5* «4.
*) überschmiert.
188 Türkische Handschriften 103. Glauben und Recht.
103. [Ms. Orient. 4^ 15 0.]
iiXi\f ljIäS', ein Lehrbuch der muhammedanischen Glaubens- und
Sittenlehre, von Abu Nasr ihn Tähir ihn Sara^sl ') zusammengestellt ( »^=^
,ji*JL)l) und von Muliammad ihn Bull, welcher sich Jyi J-soLÄi^ uäaä.ö y-o
nennt, in der vorliegenden Form bearbeitet. Ein Inhal tsverzeichnifs ist
vorausgeschickt, welches mit den Worten beginnt: ^^> i^iLÄT s Jovl* oLxS' ^
>i> v_jIj (c^I iJV^; es sollen also, wie in der Upsaler Handschrift, 4 6 Ca-
pitel sein, sind aber in der That, wie in der Gothaer, nur 45. — Andere
Handschriften: Gotha Nr. 68, München Nr. 12, Upsala Nr. 4 62 und
Auszüge daselbst in Nr. 448,5. Die Wiener Handschrift Krafft 434
scheint, nach ihrer Eintheilung in fünf „Hauptstücke" zu urtheilen, trotz
des gleichen Titels und des im allgemeinen gleichen Inhalts, doch ein von
dem vorliegenden verschiedenes Werk zu enthalten; sollte es vielleicht das
ursprüngliche Werk des Abu Nasr al-Saraxsl sein?
Anfang (Fol. 4" Z. 6): i^j^ ü?"'') ijtXJl aaS' (sie) vj'tX^ y« (j*Lx*^j Sju,
Das obige Werk, welches mit gutem, vocalisiertem, 13 zeiligem NastaÜiq^
von einem gewissen Muliammad ihn Mustafa geschrieben und an einem
Sonntage im Safar 1018 (beg. 6. Mai 1609) vollendet ist, endigt auf
Fol. 134*'; dann folgt noch zunächst (Fol. 135'''') ein kurzer Abschnitt in
arabischer Sprache, und dann (Fol. 136*'— 149'') in persischer Sprache ein
von dem Schreiber unvollendet gelassenes Buch über Traumdeutung i^jLäJ'
\^\ys^ r***j' (vJ>Ä )'>■, welches, wie sich aus einem der Vorrede einverleibten
Inhaltsverzeichnisse (in welchem jedoch die Uebei'schriften der Capitel aus-
gelassen sind) ergiebt, in 59 Bäh zerfällt. Ueber Titel, Verfasser und
Zeit der Abfassung heifst es in der Vorrede : <->\y^ rt:^ ^^ )>> ^[Jif ^}
si> <Xw 5i>L^ üS^-LJI jLftsi (jii./'lj^ ^Ax/ol*Jt j.Axl ^y^ tX*s»l «jI uäxjLoj ^^*^ )'
(sie) juU*.'f (sie) «Lw ;;-g-*i- Die letzten Worte sollen vermuthlich heifsen
äjUjujI «jU/ ^y^AJ, ^o. Bei Ö. X. II, 241, 2674, wo, wie Titel und Anzahl
') so wird er hier Fol, 4" Z. 6 v. u. genannt, Fol. 4'' Z. 4 dagegen Abu Nasrl (sie)
ihn Muliammad al-Sara/sl; in der Upsaler Handschrift 462 heifst er Äbü Nasr ihn Tähir
Muliammad ihn al-Sara/sl. Die zugleich richtige und vollständigste Form des Namens wird
wohl die der Gothaer Handschrift sein, nämlich Äbü Nasr ibn Tähir ihn Muliammad al-
Sara/sl.
Türkische Handschriften 104. Glauben und Recht. 129
der Capitel zu beweisen sclieiuen, von demselben Buche die Rede ist, wird
der Verfasser Alm '1 lAhbäs Alimad ihn Xalaf ihn Alimad al-Sijistänl ge-
nannt; freilich miilste, da etwas anderes nicht angegeben wird, das von
B. X. besprochene Buch in arabischer Sprache geschi-ieben sein.
149 beschiüebene und danach noch viele leere Blätter von 21 X ^-^ ^^'n-
Das Hauptwerk {niXiyf ^Ixf) beginnt auf Fol. 3''; auf Fol. 2*" steht: „Ex
Adami Olearii Bibliotheca orientali Nr. 6. Turcicus Über Theologicus,
dictus Gusidfe 46 tractatuum , quorum 1"" agit de unitate Dei, 2dus de
onniiscie.ntia, 3. de aniore Dei etc. 158 foliorum".
104. [Ms. Orient. 4". 302.]
Fragment einer Glaubens-, Pflichten- und Sittenlehre, welche ihren
Inhalt in Capitel ^b, Abschnitte J..oi und Fragen äJU*«./! gliedert. Das
Vorhandene beginnt in der die VoiTede abschliefsenden Capitelaufzählung,
aus welcher Avir erfahren, dafs das NYerk, wenn vollständig, achtzehn Ca-
pitel umfafst, und bricht ab in dem (achten) Capitel ä^LjJlj iXa-oJI ^b
jU.ÄS'^ilj (Fol. 62^). Aus den Worten, welche das erste Capitel einführen
(itl Jj' ujLj 8kX*jjÄÄ^.**<o ujIäJ') erfahren wir, dafs das Buch den Titel v_)US'
»AÄ**«^ führt. Eingehende Mittheilungen über dasselbe und seinen Inhalt ')
macht Flügel zur Wiener Handschrift Nr. 17ül (III, 14 1), welche das-
selbe Werk enthält; aufserdem findet sich auch noch eine Handschrift des-
selben in Erlangen Nr. 44,b.
Anfang: y^öJieJ^ hiX^i^jo «^„li" k_)lj viXjI (•^J-*>« i^;' stN-kxli' k_>L yjC> (' yijijc\S
Ende : (' ^ejJ^b■ . . . Ams . . . *iLljl x^jJ^ ^t*")
67 beschriebene Blätter; 22X1» cm. Gewöhnliches, kräftiges und
deutliches Nasyi mit einzelnen Vocalen ; auf der Seite 1 3 Zeilen ; Rubri-
cationen wie gewöhnlich. Durch eingedrungene.s Wasser stark, nicht selten
') und zwar stimmen Flügel's Angaben mit der vorliegenden Handschrift ii berein,
nur dafs die Wiener Handschrift die Capitelüberscliriften durchweg arabisch, die vorliegende
womöglich türkisch giebt; so handelt z. B. das vorletzte (17'") Caiiitel in der Wiener Hand-
schrift (jäJj+JI Üi^be x< in der vorliegenden 54XiL«s»..<o ir*-««
^) sie! 1. »JlÄPl^oder ^JUüiffl-S'.
') zum Theil abgeschabt.
Törkteche HaüdecbrifteD. 17
130 Tüi-kische Handsclmften 105. Glaubeu uuJ Recht.
bis zur vollkommenen Uuleserlichkeit, beschädigt; Fol. 6" ist vom Schreiber
leer gelassen (ohne Lücke).
Hierher gehören: Nr. 3,ä ( (.üLw^l ^jclj^ , ein KatechiBmus) — 5,s (Glaubeiisfragen;
dieselben in Nr. 42,6 — 93 fol. 106^ — 94,i) — 5,5 (^ytwCi '^Ixf) — 5*i4 (iwboJyOj
von Kamälpasazädah) — 19,i (^jljsL-w SLä^ ) — s ( (^jjLw Jkj vjX. 'tVjLiLc s\0
JoLs. ) — 20,4 (f -ff-JI «.»JbLi üLa. ) — 7 (Fragen, welche ein griechischer Kaiser dem
Muiüwiyah vorlegte) — 28,2 und 133,8 (J».w\ &x!Üc>jyoj) — 33, i (^^<X^| t)-«-»/ ) —
34,6 (Jj-ol und Cjj-») — 38,5 (jj^_ÄjCo vO , Katechismus) — 39 fol. 58'' ( LcLjojuo.
Jj->«,)) — 55,2 (Glaubenslehre) — 255,2 (c^IoLaä, v:i>iLol«.« und icyLyic).
105. [Ms. oiient. 8", 129.]
oL^s» JkjLdi, eine Abhandlung über die Verdienstlichkeit des Kampfes
gegen die Ungläubigen, ursprünglich von einem gewissen Nüli Aya ihn
lAbd al mannän zur Zeit des Sultan Büyazid (doch wohl des zweiten, reg.
886 — 918 = 1481 — 1512) arabisch geschrieben, und sodann von einem
Ungenannten türkisch bearbeitet und einem gewissen Fadanfar Aya zu-
geeignet. Unterabtheilungen fehlen gänzlich. Ueber den Anfang hat eine
fremde Hand geschrieben: ^JuJjLü^ ws»( üJ'jjLjä.^ Lc ^_jU5'ljjt.
Die verbreitetste türkische Abhandlung des Titels oLgjs. J.jLai ist die
nach dem Arabischen des MuJiyi al-dln Alimad ibn Ihrähim al-naliliäs
al Baydädi gearbeitete Schrift des Bäqi, welche von a. X. IV, 447, 9121
und V, 5 45, 12046 erwähnt wird, nach Flügel im Wiener Kataloge 11,
481 in Büläq 1251 (1835) gedruckt, von Hammer auszugsweise in das
Deutsche übersetzt ist (Zenker 11, 1361) und sich handschriftlich in
Dresden Nr. 410, Wien Nr. 1414 (II, 481), Erlangen Nr. 37 und St. Peters-
burg (Asiat. Museum S. 602 und Bulletin scientitique Vll, 368) findet;
ohne Angabe eines Verfassers finden sich gleich betitelte Schriften in
Leipzig Nr. 224,i, in der Ambrosiana Nr. 36 und in der hiesigen Hand-
schrift Nr. 8,t>.
Anfang: jOj'wää '»i^l vaAs ^^y^J^ v^'.? J;' 'OjAjw ^aa eUij 't>j(>.js?b tX*s»
Jjol äJLjI ^^*vä4J^&jJ [Qirr. 111, 160] xJUI Jou-w 3 I^Ls af ^yj^\
Türkische Handschriften 106. Glauben und Recht. 131
19 beschriebene Blätter; 20 X '2 cm. Gutes, neues Nas'/i von tür-
kischem Zug, ohne Vocale; 21 Zeilen; die Seiten sind mit goldenen, rothen
und schwarzen Linien und Leisten umzogen.
106. [Petermann 11, 718.]
i fc*5Lu,Lju«, ein Lehrgedicht in il/a^?iaM'I- Versen des Metrums Sani
_^jv^_|_ww_|_w_ über die auf der Wallfahrt nach Makkak und al Madinah
zu beobachtenden Gebräuche. Abbildungen der heiligen Orte sind zahl-
reich beigegeben. Als Verfasser nennt sich auf der drittletzten Seite ein
gewisser Baxtl^)^ unter welchem weder der Sultan AJimad I (f 1026),
welcher sich als Dichter dieses Taxallus bediente (Gibb, Ottoman Poems
S. 207), noch der von Hammer, Osman. Dichtkunst IV, 216 erwähnte
Dichter dieses Namens, welcher zwischen 1100 und 1143 d. Fl. lebte,
verstanden werden kann. Das vorliegende Lelu'gedicht ist nämlich im
Jahre 105 6 (beg. 17. Febr. 1646) geschrieben, wie sich aus einem am
Ende mitgetheilten, sehr künstlichen Chronogramm ergiebt. Es heifst dort
nämlich :
und darunter steht folgende Berechnung:
f K V
üj-
Das heilst: ziehe 290 isSy--^) weniger 3 (ulSLSS _^l), also 2S7, ab von
^.ftJI. ^j.xa«*-=.^ o^, d. h. nicht etwa von der durch diese arabischen Zahl-
wörter ausgedrückten Zahl 105 6 (welche vielmehr das Facit des ganzen
Exempels sein wird), sondern von der Zahl 13 43, welche man erhält,
wenn man die einzelnen Buchstaben von ^Ij ^j.A*vw».i:.^ o-*»- als Zahlbuch-
staben betrachtet und ihrem so erhaltenen Zahlwerthe nach addiert. —
Ein anderes Exemplar dieses Gedichtes ist mir nicht bekannt.
Anfang: JUJI ^^LJ joSLs UlS JU* ji" J^ isic) &JJ tX^^I
xjUjs». ic*^ 's^yja *J«^^ <£rf^^ "-^ ^ )^ y^
>) in dem Verse: JoJö. jjüü. cLiXj ^IXs? J-iIä ^ »^y^ ^j^-'l i^tX-^S
133 Tüi-kische Handschiüften 107. 108. Glauben und Recht.
39 beschriebene Blätter; 20,5X14,5 cm. Gutes, durchaus vocali-
siertes Nasxl mit 15 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite; am Anfang
ein iUniüän] die Seiten, die Spalten und die roth geschriebenen Ueber-
schriften der Abschnitte mit goldenen Leisten und schwarzen Linien um-
zogen; Abbildungen auf Fol. 7^ 9^ 10\ ll\ 12\ 14% 15% 16% 18% 19%
21% 31% 33% 34% 35% 36% 37% Auf Fol, 1" sind drei verschiedene Siegel
abgedrückt: l) das eines gewissen Muliammad oarif, welcher sich in einer
beigeschriebenen Notiz soKLüLOooLä ^--.-^.^ fr*"^' nennt; 2) das eines al-
Saiyid Öusm'n vom Jahre 1218; und 3) das eines al-Sayid Ahmad Na^lf
vom Jahre 125 3. Hübscher Originalband mit goldgeprefster Rosette.
107. [Petermann 122.]
üJl.^ Je^wxi i»jLä5', eine kurze, anonyme Abhandlung über die zur vor-
schriftsmäfsigen Verrichtung des Gebetes nothwendigen Bedingungen. Tür-
kische Schriftchen über denselben Gegenstand finden sich hier in der
Handschrift Nr. 102,i, in Wien Nr. 1653,5 (Ul, 80), München Nr. 261
fol. 36% Upsala Nr. 4 28; Drucke: Hammer, Osman. Reich VH, 589
Nr. 47, Wien. Sitz.-Berichte VI, 223.
Anfang: &S -j^-f ^j^^l stU-ws^-xi-is käS._)\Uj l^^^r' tj~*^r' ''^'' l***^
(^♦Jl onAwjol äJj! y^ 'S^, ic^-'5' H'^ rti^*^ y^y^-^ isj-w »Jj|
13 beschi-iebene Blätter; 20X12,5 cm. Gewöhnliches, deutliches, vo-
calisiertes Nas^l niit 9 Zeilen auf der Seite. Abschrift datiert vom
25. Ra§ah 1262 = 9. Juli 1846.
108. [Petermann 120.]
(' viijG^J.^ „Süfsigkeiten'% ein Werk des Ahü 'l Öasan Ismä'll ihn
Ibrälnm ihn Isfandiyär ihn Bä[yazid-i\ ^) indil ihn amlr Yaiqüh ihn Sams
al-din ihn Y?min öandär, welches in 66 ') Capiteln über das Gebet und
was damit zusannuenhängt (Waschungen u. s. w.) handelt. Dem Beginne
des eigentlichen Werkes ist ein Verzeichnifs dieser 66 Capitel, in welchem
') Fol. 3'' Z. 9. Nach anderen Angaben trug das Werk den Titel ^-SoLw «i)LjjJ.Ä.
{H. X.) oder _iUaA_u/ c.)üjJU>. (die Handschriften).
*) ausgerissen; Fol. 3* Z. 1.
') 80 die Torliegende Handschrift; andere Handschriften haben 70 (Paris), 77 (Wien
und Halle) oder 78 {H. X.) Capitel.
Türkische Handschriften 108*. Glauben und Recht. 133
jedoch das vorletzte, 65°'", ausgelassen ist, vorausgeschickt. Das Buch wird
von ä. X. III, 108, 4616 erwähnt und ist handschriftlich auch in Wien
Nr. 1681 (III, 122), Halle Nr. XXXVI und Paris Nr. XIU vorhanden.
Vgl. auch oben Nr. 5*,4 3.
Anfang (Fol. 2"): ^j>^JUU ioLw X.^'3\ J^U> ^Lxil Z>) aJÜ *xJ.I
137 beschriebene Blätter; 30 X 20,& cui. Häfsliches, doch verhältnifs-
mäfsig deutliches, vocalisiertes Diwäni mit 22 Zeilen auf der Seite; blasse
Dinte, keine Rubricationen ; arabische Stellen überstrichen ; von Fol. 3 ist
die obere äufsere Ecke abgerissen. — Sowohl auf einem voi'gehefteten Blatte,
als auch über dem Anfange des vorausgeschickten Inhaltsverzeichnisses steht
der falsche Titel ^"XJ^S o\^^ resp. ,.iL«l JoU*! (vgl. oben Nr. 100 und 10 l).
108*. [Landberg 1017.]
Dasselbe Werk, aber nur bis zum 34^'*" Capitel einschliefslich , also
reichlich die erste Hälfte des Ganzen. Fol. 289 endigt mit den Worten
sjcä? wj 8tXÄÄ*S^ Jjl (iSvL^-J «r, Fol. 83* Z. 15 der vorigen Handschrift;
hierauf folgt eine Lücke, und was dann auf den acht letzten Blättern steht,
kann ich in der vorigen Handschrift nicht finden. Ein Fälscher hat durch
Ausstreichen der acht letzten Zeilen auf Fol. 297'' und Hinzufügen von
,j-yol o^j und ^aJI*JI t_jJ lV.^1^ cX«.^ LjJi.a*», J^ J-^^ o^', sowie durch
Beischreibeu der Jahreszahl tttt" (beg. 22. Dec. 1748) der Handschrift den
Anschein der Vollständigkeit zu geben versucht. Ein Verzeichnifs der in
ihr enthaltenen Capitel ist auch dieser Handschrift voi-ausgeschickt.
Anfang: 'SoU «^ULxJl^ ',j.a*JUJL! si>L« 4!AAj^l| JoiU. '^xJljJl G) «-Ü tX<J.|
297 mit Originalfoliierung *) versehene Blätter, und aufserdem am
Anfange zwei Blätter, welche das Inhaltsverzeichnifs und die erste Seite
des Textes enthalten; 20 X 14 cm. Gutes, vocalisiertes Nasxl von tür-
kischem Zuge; auf der Seite stehen 13 Zeilen. Auf den letzten Blättern
sind die Räume für roth einzuschreibende Stellen leer gelassen.
•) in welcher jedoch fol. 110 überhüpft ist und mit 145 zwei Blätter bezeichnet
sind; aufserdem sind bei den Zahlen 17 und 18, 27 und 28, 37 und 38 die Zeichen für
7 und 8 vertauscht.
134 Türkische Handschriften 109. 110. Glauben und Recht.
lieber das Gebet handeln noch: Nr. 3,3 — 5*,23 (wie man in den einzelnen Nächten
des Bamadän beten soll) — 5*,47 (wie man an den einzelnen Wochentagen beten soll) —
5*,49 and 29,4 (Lehrgedichte über Waschungen und Gebete) — ö'^.so (die iüjLaäL«*^ des
Gebetes) — 17 fol. IQ*" (die Stunden des Gebetes zu erkennen) — 19,4 ('^^^jyas.1 |j-<aÄ.
.^jj' ^>-*>uo Ä) — 25 fol. 15* (Tradition vom Propheten über das Gebet) — 42,5
(ä*J>I ^ 5^ oJLaaü) — 46 fol. 21» (^Ui WÜ^) — 94,2.
Das Gebetbuch des Abu 'l-suiüd {0.jl^\ »jI LcLjLäi^) s. in Nr. 22, ä und 38,».
y
109. [Petermaim II, 146.]
Aus dieser sonst g-anz arabischen Handschrift wäre hier nur etwa
eine kurze Abhandlung (Fol. lOe*"— 118'') zu erwähnen, in welcher arabische
Gebete verzeichnet werden, welche, zufolge beigegebener türkischer Erläu-
terungen, zu gewissen Zeiten und in gewisser Weise von denjenigen ge-
betet werden sollen, welche dem Orden der NaqSbandi-Dei-\visch.e ange-
hören und die wäjj^ä »^v*^ «^I;}' studieren. Diese Auräd beziehen sich, wie
die Leipziger Handschrift Nr. CXV (p. 406) lehrt, zunächst auf die Secte
der jfJs.sö^Z-Derwische, welche also wohl der der iVor^s^a/zc^f-Derwische sehr
nahe stehen mufs.
Anfang: scX-iiiKjl v_ft_>y-*i x^äü v_jJjI v^üiaäs» sI^ a^L« stXjtXÄAAÖJu ci»jijJö
Gröfse der Blätter; 15,5 X ^^ cm. Gewöhnliches, neues, deutliches
Nas'/l mit 13 Zeilen auf der Seite; die arabischen Gebete schwarz, die
türkischen Erläuterungen roth geschrieben. Der Schreiber nennt sich am
Ende cd äägj Sickr ihn al marUüm al-Saiyid MuRammad und giebt an,
dafs er seine Arbeit im Ja •/ qaldah 1135 (= 3. Aug.— 1. Sept. 17 23)
vollendet habe.
110. [Diez A. 8». 125.]
Diese Handschrift enthält wesentlich Auszüge aus dem Qur^än und
Gebete in arabischer Sprache ; daneben finden sich türkisch folgende Stücke :
1) (Fol. 109*) jÄvJf ^_j^ -y^ (vgl. Gotha Nr. 7 79 der arabischen Hand-
schriften); 2) Fol. 119" IJI v>^ p^ (^gl- ^'Pi'" P- ^'^^N Calcutta S. 21,
Türkische Handschriften 111. Glauben und Recht. 135
Nr. 650 und 1146); 3) Fol. 122*': iLeUl ^^1 J^ ol^jl _^: 4) Fol. 134*':
JCmolII *ijJ -^wi, (vgl. Calcutta 24,i24o); 5) Fol. liZ^: ol uÄJwi jI^^I ^
(^tXÄil OyuJI (der arabische Text dazu auf Fol. 148'); 6) Fol. 217*: ^
(.L-cl 5i>yjO SuiiÄ. <=Lti> (vgl. München arabisch Nr. 187, Lund Nr. 31,
ZDMG. II, 76); 7) Fol. 23 8\ ob^ J\^ v:yUU>o ^; 8) und 9) Fol.
24 2* und Fol. 27 P zwei verschiedene Abschnitte unter dem gleichen Titel
^-jL^ fcCsP wo -^LäJ» _wä (vgl. München türkisch Nr. 262 fol. 9 0'' und
Nr. 263 fol. l), der zweite anonym, der erste von einem hai^ äasan ihn
iAli verfafst. Auf Fol. 2 7 8* ff. ist dem Commentare ein kleines Wörter-
buch eingefügt, welches die in dem Gebete des MuUammad BahcPi vor-
kommenden arabischen Wörter in alphabetischer Reihenfolge aufführt und
türkisch erklärt. Talismane werden auf Fol. 246=*, 276^, 286* und 289''ff.
mitgetheilt. Alle die angeführten Stücke sind auf die Blattränder ge-
schrieben; nur das letzte geht auf Fol. 2 89* ff. in das Innere der Seite
über. Die Anfänge der beiden letzten (längsten) Abschnitte lauten: Jt^l
^^Ai^'l jüTj ^-.ä,k.<gjl Jw^ i£)*i^ y^ J^ -i^-Dlj (sie) syLäJI^ J^Ä^f JjlII «JU,
und: \J ^l♦Ji' ij Jj \yj vjiis kiLo ^K.l jj jjCJb xJLsk-i s_JUe i^\ .
Die ganze Handschrift hat 308 beschriebene Blätter von 17 X H cm
und ist von verschiedenen, deutlichen jVffÄ/z-Händen geschrieben; nur das
Ai-abische ist vocalisiert.
111. [Ms. Orient. 8". I8l.]
Diese kleine Handschrift enthält zunächst eine Anzahl von Suren aus
dem Qur'än, nämlich 6,1-49; 36; 48; 55; 59,14—24; 67 und 78; dann (von
Fol. 5 6'' an) folgen arabische Gebete, zum Theil mit türkischer Erläu-
terung ^y^i wie Jai «^Lcii, ^J\'o\ cLo, oL),-i oLeJ», >yi «-LäJ u. s. w.; ferner
(Fol. 7 4* f.) arabische Gebete mit türkischer Gebrauchsanweisung gegen
allerlei Leiden und Gebrechen, wie Kopfweh, Seitenstechen (^ä-ö), die Pest
(^^^Uö!), ^XJI ^d^ u. dgl.; femer (Fol. 83*, 8 7* f.) Zahlen- und Buch-
stabentalismane; endlich noch ein paar arabische Gebete mit türkischer
Erläuterung, das letzte aus Sentenzen bestehend, von denen jede der Reihe
nach mit einem Buchstaben des arabischen Alphabetes beginnt. Auf der
letzten Seite, von fremder, roher Hand geschrieben, eine arabische Anwei-
sung zum Gebrauche des folgenden Talismans:
136
Türkische Handschrifteu 112. 113.
Glauben und Recht.
f 1 V
r d V
A ( 1
dessen Zahlen, in beliebiger Richtung zusammengerechnet, stets die Summe
15 geben.
99 beschriebene Blätter; 10,5X7,6 cm. Gutes, in den Auszügen aus
dem Qur^än vocalisiertes Nasxl ; später Nastaülq ; auf der Seite 7 Zeilen ;
bis Fol. 78 rothe Umrandung. — Auf einem nachgehefteten Blatte steht:
„NB. Ce manuscrit fut ti-ouve dans la poche d'un officier Türe qid fut
tu^ et ä, qui on enleva le drapeau k l'affaire de Radowatz prfes du Timoc
et vendu le lendemain h mon fils par un soldat du Regiment de Rochau
en Septembre 1737. Willemey."
112. [Petermann 600.]
In dieser fast ganz arabischen Handschrift werden auf Fol. 4 5'' — 5l''
die sieben unter dem Namen sLoi» cyÄ» (Leiden Nr. 2207, Vaticana Nr.
238, i) bekannten, hauptsächlich aus ^«r'äjz - Versen zusammengesetzten
arabischen Gebete mitgetheilt; denselben ist aber (Fol. 42''— 45*') eine tür-
kische Einleitung vorausgeschickt, in welcher erzählt wird, wie der Sultan
Ihrähim von raznin (reg. 451—492 = 1059—1099) sich mit Hülfe dieser
Gebete eines AngTiffes des Xioärazm-Säh erwehrt habe.
Anfang der Einleitung: jj jJjO sLi-vs!^ ^f JjtXj' ^9.'^; ^.y^ T^)h
i^iXi} »JoiäJI ^Lojj ujSjI ^cXs^f.. ;5^^'i C))^)^ ''^<^:?' i'j sLiijL
des ersten Gebetes :
{Qur. XVn, 4 7) ^1 Jj.iii\ Jlj.j IJl, ^^1 ^♦^^T ^JJI ^^
21 X 15»^ cm; schönes Nasxl mit 15 Zeilen auf der vollen Seite;
das Arabische vocalisiert.
113. [Wetzstein H, 1694.]
In dieser sonst ganz arabischen Handschi-ift stehen auf Fol. lO"" und
ll'' türldsch geschriebene Älittheilungen über den Nutzen zweier arabischer
Gebete. Das erste, auf den Propheten selbst zurückgefühi-t , soll, wenn
auch nur einmal gelesen, Vergebung der Sünden und milde Behandlung
beim jüngsten Gerichte verbürgen; das andere, augeblich zuerst von Mu-
Türkische Handschriften 114-116. Glauben und Recht. 137
Uammad ihn lAbd al iazlz Xahfah zu Tabriz angewandt, soll gut gegen
die Pest (^j^lis! zweimal) sein.
Anfang: eLt^i yi f,*.f ysn »Jul *l-*j *:V^ ä-*-'' ij^^ ^^Äia-Ä+Jl Jl».^? vä^_«äi»
Gutes, vocalisiertes Nas/J; Grölse der Blätter: 19 X 1 'j"* t;'"-
114. [Ms. Orient. 8". 12.]
In dieser fast ganz arabischen Handschrift (15 1 Blätter von 15 X
lü cm) stehen auf Fol. 14 6" f. zwei gleichfalls ai-abische Gebete, denen
aber Einleitungen in türkischer Sprache vorausgeschickt sind. Das erste
ist überschrieben J^. JLw *Lä*> luid soll also gegen Warzen gut sein , das
zweite xxi^Jj -kjl _JLkJ ^^LäO Ijjc und soll also dazu dienen, Regen bei-
zuziehen oder zu vertreiben. Auf der letzten Seite endlich (Fol. 15 1*')
steht noch ein Talisman mit Gebrauchsanweisung, überschrieben s^x^\ v_jIj
vcXjw^' ool* ij^' ^^^^*^ beginnend: J.( (-»jS^j »J-il^ sAj „^f [^^]^xi ^^j\ ^j.
115. [Ms. Orient. 8". 3 6.]
Mitten in diese sonst arabische Handschrift sind als Fol. 5 5 — 6 ü sechs
Blätter aus einer Sanmilung arabischer Gebete mit Einleitungen in tür-
kischer Sprache eingebunden. Die vorhandenen Gebete sind t>.A.^j i^Lc^,
^jLjI ^Iä.> (Gotha, arabisch Nr. 516. 7 7 7,7,n. 7 7 8,2, v. 7 80), (J^4.=> ^Uo
(Gotha Nr. 776. 781. 785. 786), (' j=^tX-i" tfL^J (Gotha Nr. 776. 777,7,r,.
778,2,a).
Anfang: JUj ^3^ Löjl ■yf; Ende: sJyj Jais. (J>.i.j ^c>^yf ^^\.c:> yj
Gröfse der Blätter: 14,5X10 cm; flüchtiges, neinizeiliges, vocalisiertes
Talliq; fleckig in Folge ehigedrungener Feuchtigkeit. Verbunden; die rich-
tige Folge der Blätter ist diese: 55. 5 7. Lücke. 56. 59. 58. 6ü.
116. [Hamilton 64 3.]
Ein Gebetbuchlein. Den Anfang macht die FätUiah. Dann folgen
Gebete gegen verschiedene Krankheiten, wie Kopfschmerz (Fol. 98"),
Wechselfieber Ux«,l (Fol. 98'') u. s. w., ein Gebet, Avelches bewirken soll,
dafs eine Schwangere einen Sohn gebiert (Fol. 94*') u. dgl. m. Auf Fol.
*) übersetzt in Curiositäten VII, 335.
TflrkUciie HaudschrifteD. lo
138 Türkische Handschriften 117. 118. Glauben und Recht.
40*" u. 39" stehen Amulete; dann folgen ein ^y ^Lcii _j.*i (Fol. SS*") und
yi^*JI Jt^ Xs.0 _vÄ (Fol. 23"). Am Ende ist ein Blatt ausgerissen.
Anfang: ^t-^y'^ (J-*^t-" (J-**^'-*^' V; ^ tX»^l (*^^y-" U^^r" *'^' l***^
Ende: i^v-*} y-'r^-^''" J^ iwjLs\,w*xi ^jyoJLßt> Jj'
106 beschriebene Blätter, welche von einer alten europäischen Hand
in verkehrter Reihenfolge (von links nach rechts, als ob es ein abend-
ländisches Buch wäre) foliiert sind^); 10,6 X 7,5 cm. Gewöhnliches tür-
kisches Nasyi von verschiedenen Händen; auf der Seite stehen 7—13 Zeilen;
Fol. 25 und 15—12 sind beschmutzt.
117. [Ms. Orient. 8". 179.]
Eine Sammlung ai'abischer Gebete mit türkischen Einleitungen «^j-«*;
defect am Anfano- und am Ende. Vorhanden sind die folgenden Gebete:
S^ tt.)!^ ^U^ Fol. 11' — J.L0I ^\ jjjl -Lä>> Fol 41'' — J<^\ »Uj>
Fol. 46'' — ^j^äUs -Uo. Fol. 51' — C^j((jib -U*> Fol. 57" — ^\^ *U^
Fol. 5 7" — jv^kc ^Jj- öLj Fol. 69" — y_y^ Xs,i> Foh 85" — ^^ pL*i>
Fol. 91" (98") — ^^^Aj Xt:> Fol. 103" — JU=« ^Ui> Fol. 113". — Talis-
mane finden sich auf Fol. 67", 68"", 8l" und 82"; ein |»..w«.ib ob^ -y^
auf Fol. 89".
Anfang: ^j-^yol jjUaJww &iJI ül; Ende: ^j «aJ-jüs «j^o iJ-:^«' (j'j'-^ii"
115 beschriebene Blätter; 9,5X6,6 cm; von fol. 104 und 105 ist der
Rand abgeschnitten. Gutes, türkisches NasyJ mit sieben Zeilen auf der
Seite; die arabischen Gebete vocalisiert; Lücke zwischen fol. 90 und 91.
118. [Ms. Orient. 8". 5 7.]
Ein ebensolches Büchlein, welches die folgenden Gebete enthält: Xcö
iy*j^y:s Fol. 1" — |VAiaÄ A&O Fol. 4 6" — ^\y^ ,.LcJ> Fol. 5 0" — Ji^l -Lc^
|vla*jl Fol. 65" — ^Iä«*x! -Uo Fol. 81"; ferner Fol. 31" einen Abschnitt,
übei'schrieben ^ Jjti\^ J^v^'? Fol. 32" ein anderer, überschrieben l-Aa-wJI (^Sw.^,
mit der Abbildung eines Schwertes; endlich viele Abschnitte mit der Ueber-
*) oben ist nach dieser Foliierung citiert.
ä) Sic! 1. ^jL^)L.
') Hs. Owiaj.
Türkische Handschriften 119. 120. Glauben und Recht. 189
sclirift i^L> und des verschiedensten Inhaltes: der erste (Fol. 55*) zählt 7 2
Arten der Sühne övUf auf, der zweite (Fol. 58'') giebt ein Gebet gegen
Kopfweh an, u. s. w. Talismane werden Fol. 60''f., Fol. 81", Fol. 86''f.
mitsfetheilt.
Anfang: ^^ isjJLo ^ jj**j| (Vas»JI ^♦^s.il jJJI |Vw»j tX^Ä^f sLci> ^^r^
96 beschriebene Blätter; 7,5 X 5 cm. Flüchtiges, türkisches Nas/l
mit 6 Zeilen auf der Seite; das Arabische und zum Theil auch das Tür-
kische vocalisiert. Auf Fol. 1* steht: ^**i.. ^j.j J^ <2>JLc^ -j/äI-.o; darunter
von alter Hand: „über precationum Turcicarum cum dissertationibus de
sacris reliquiis quibusdam".
119. [Ms. Orient. 8». 20.]
Ein ebensolches Büchlein kleinsten Formates (6X4 cm). Inhalt:
,^ämJ.I U.wI »U*^ Fol. 1" — f^Jati -Uc> Fol. Q"" oder (^^Lxi Aj::> Fol. 26* —
üS'^Ljo^^ ^L£>> Fol. 32'' oder ob wi ^y> ^Uj Fol. 4 4" — Jy^^ J^:> Fol. 5 7* —
Jla4^ ^Uj Fol. 82* — J^Ä^ pUo Fol. 105* — Jk^JL^J- ^LäO Fol. 131'' —
oi.*^ -Uj> Fol. 145* — oLxJI ^b pUo Fol. 165* — ciS^Lyo ^LJj> Fol. 173* —
^^>^ 7^ Ir* '■^^ ^'^^' ^^^* — (' ».i^ ^^ (>Lci>; zuletzt noch eine Anzahl
kurzer Gebete zu bestimmten Zwecken, wie gegen Rückenschmerzen U\l
^ys^j^\ Fol. 1 9 O*" , zum Besprechen von Pfeil und Schwert ^^^ ^Jy\
^Jys.\ Fol. 191'' u. s. w.
Anfang: |vJ-wj auXc ^JJ| J^^ icj>-<£ls. J^avj ^^y^ y^ j^Ä*».il U-f (^LctJ ItX»
205 beschriebene Blätter; gutes, vocalisiertes Nas^i von türkischem
Zuge; 5 Zeilen. — Auf einem vorgehefteten Blatte steht: „Preces c.
comment. turc"; auf Fol. 1* „ Jacobi Eberti libellus". — Verschmiert sind
Fol. 6 2", 88*, 125'', 133'', 134*.
120. [Ms. Orient. 8". 16.]
Ein ebensolches Büchlein, etwas gröfser, dessen Inhalt der folgende ist:
1. Gebete: ^kcl ^^\ pLä;> Fol l" — ^^j Aco Fol. 15" — öI^JLo cUi>
Fol. 36* — ^ys pUi> Fol. 7 7" — JÜ ^y^ pU^j Fol. 90'' — f^jw -Ui>
Fol. 121* — ,j.A«js. J,.*«.^ ^Uo Fol. 137" — ljLäw» -Ui> Fol. 144" — ^Lo
») Hb. LJx; vgl. Gotha, arab. Nr. 778,«,w.
18'
140 Tüikische Handschriften 121. Glauben und Recht
^jL^vL Fol. 164" — ^A*^ ^«.a» (Hs. tUjvü) tXÄ^5^b -Uo Fol. 170" und
nochmals Fol. 209" — (' ^tXi' -Ui> Fol. 175" — ^j.Äi' -Uo Fol. 198" —
^jUjI pUo Fol. 2 00" — ö.ls? ^Uo Fol. 203" — (Hs. cXäj^L) Jajj^L .Uo
i»äjwä Fol. 218"' — ci^c> ohne weitere Bezeichnung-, Fol. 220" und 230" —
id^ll oUj» Fol. 224" (vgl. üS";^ ^LaC> in Gotha arab. Nr. 7 85 und 792,
und in Trübner's Record Nr. 41 p. 363") — (^J^I.i^) obj »U.^ Fol.
246" — J^=^ ►U^ Fol. 248" — ^y^.4^ cUo Fol. 25 6" — J^^ .>Lrj Fol.
280" — ^O^f .U:> Fol. 34 0".
2. Fingierte Siegel und deren Erklärung: c^jf/J v^ Fol. 30", ob ~ii ^^
Fol. 68", 197", 215", 24 2" und J^^ ^xi Fol. 85" — ^^^ Fol. 135" —
^j^Ul (Hs. y^^ä^) y^^ ^^ Fol. 244".
3. Talismane: Fol. 117" {^y yi,), 269"f., 337".
4. ^L*JUI JcÄÄ Fol. 235" — ^b^ ^Lj Fol. 265" — ^kc ooT Fol.
268" — ij-^i JjCjJO _^ Fol. 27 2" u. 274".
5. Folgende Suren des Qur'än: I Fol. 335", lI,i-5 Fol. 235", XXXVI
Fol. 310", LXVH Fol. 325", LXXVHI Fol. 33(i", CXH-CXIV B^l. 333".
Anfang: xaä xJJI ^^y ^ü>j.*£ i^jv-äa. ^lN-aJ^I <^.^y) i^^^r'^ (j-^^r" ^'' f»-^
35 6 beschriebene Blätter; lOjsX'^,^ cm. Hübsches, kleines, vocali-
siertes Nasxi mit sieben Zeilen auf der Seite. Die Seiten sind erst mit
einer goldenen, später mit einer rothen Linie umzogen; auch die Uebei'-
schriften sind erst mit Gold, später roth geschrieben. lUnwän und sonstige
Verzierungen auf Fol. 199", 200", 280", 310"; roth sind Fol. 45, 46, 65,
66, 85, 86; in den Rand von Fol. 82 ist ein Loch geschnitten. — Auf
Fol. 1" steht, von der Hand Wilken's geschrieben: „Variae precationes
cuTu commentariis turc: et talismanica: denique Sur. 36, 67, 78, 114, 1, 2
(v. 1—5) mystica; talismanica"; auf der Innenseite des Vorderdeckels von
der Hand Chi-. Hendreich's: „Precationum Libellus Arabico-Turcicus".
121. [Ms. Orient. 8«. 18.]
Noch ein ähnliches Büchlein mit folgendem Lihalt:
1. Die Suren I, XXXVI, LXVH, LXXVHI, LXXXVI, CH-CIX,
nochmals I, dann H, i- 4, 121, 122 und XXXVII, iso— 132 des Qur^än.
2. Gebete, arabisch und meist mit türkischem Commentar versehen:
1) Vgl. S. 137 Anm. 1.
Türkische Handschriften 121. Glauben und Recht. 141
.J> .L&0 Fol. 28*" — iJöäI ^I ^Uo« Fol. 39" — ij^lJI C^-öi» pLiO Fol.
4 6" — ^UjI oLä^ Fol. öS*" — iwLj4X^ »Lc>> Fol. 59'' — pLcl ^^.1 jj,! ^Uj>
Fol. 63" — jiUy o.> *Lc>> Fol. 66" — ^j^^ »Uo Fol. Sl" — ^jU^ pUo
Fol. 84* — ein Gebet, welches mit aufgehobene!' Hand i_>^v.jj.j( Jl ge-
sprochen werden soll, Fol. 26'' — ein andei'es, welches man nach dem
Frühgebete dreimal lesen soll, juöjl y^;t s^Xl^aJiid+j xj^, Fol. 52" — ein
anderes, welches man beim Anziehen eines neuen Kleides lesen soll, xl>
«aSjI ^^j^ sJJitXAi' ^LJ, Fol. 104' — vei'schiedene, von welchen eines (Fol.
71") ü5\L>uo ßLeo genannt wird, Fol. 70" f.
3. Gebete und sonstige Mittel gegen Krankheiten, wie Kopfschmerz
u. dgl.: Fol. 10 4" f. und 12 3" f.
4. Angabe über die Tage, an welchen man ein Kleid zuschneiden
ü5L4.-Ä_j ij<-l_«J oder die Nägel schneiden iä5i.*.«*J' (3_j-io soll, Fol. 78"
und 8 0" — ferner ein Abschnitt, überschrieben ^Lixiv^ ^jLoui. ^^) r"?*^
Fol. 121".
5. Fingierte Siegel, meist mit Erklärungen; und zwar verschiedene
des Propheten MiiUammad auf Fol. 90", 92", 95" und 96" — oLu,^ ^
Fol. 9 2" — u^LaJI (Hs. v_-ä_i.) ^ vi ^ y..j^^ Fol. 93" — fenier die
Abbildung und Beschreibung des Schwertes Jü 'I faqär, vUiJf ^6 c>aaä
Fol. 94".
6. Talismane, Fol. 9 6" f. und 10 5" f.
131 beschriebene Blätter; 9,5 X 7 cm. Nas'/l oder Nastalliq mit 7
Zeilen auf der Seite; das Arabische vocalisiert; einzelne Blätter blau oder
roth gefärbt; Fol. 118 eingerissen. Abschrift datiert von einem Sonnabend
«.*jJ^ im Monat { j^ ;^-^'-) GimCidä II 1068 (= 6. März-3. April 1658);
als Schreiber nennt sich (sie) vL.oav.jI (sie) jj~j ^A tX+.sP. — Auf einem
vorgehefteten Blatte steht, von alter Hand geschrieben: „13 1 Bl. Sur: 1,
2, 36, 67, 78, 86, 103-111, 1. 2 (init.), preces et commentar: Talis-
manica"; darunter, verkehrt geschrieben: „Dieses Buch sampt dem Cin-
gulo hab Ich den 23. 8br. 16 75 in der [sie] bey üywaros in Ober
Vngern mit den Turcken vndt Rebellen gehaltenen treffen von einem
Turckischen Mufti den wier gefangen nahmen, bekommen. Johan Krieger,
Rittm."
') Hs.
j ■^•^ .
148 Türkische Handschriften 122. Glauben und Recht.
122. [Ms. Orient. 8". 15.]
Ein ähnliches Büchlein folgenden Inhalts:
1. Gebete: SSifjt ^l&o Fol. l'' — (' J^l p oLcj Fol. 21*' — s^^ »Uo
(.Ljüill Fol. 22" — iJj\ S^) -Lä«^ Fol. 24' — ivx^yi ^^ .\^o Fol. 24'' —
C Usxi Gl .Uo Fol. 25" — J^l JüT ci^5 A^o Fol. 25" — äJLT ^U*> Fol.
74» _ ^^j,xxi ^Uo Fol. 75* — C-^Jö ^Uo Fol. 75" — oJj*> .>Uc> Fol. 91" —
(i^^Ly> icyl^lo ^L£t> Fol. 112'' — ^^ pUi> Fol. 120" — (H.S. j^ä^) yeLs, A^ii
^LJI Fol. 130" (vgl. 136") — (*ob ^^ ^Lca Fol. 140" — J^ *Lc^
^l> Fol. 151".
2. Folgende Sm-en des Qur^än: XXXVI, von V. 35 an, da der An-
fang verloren gegangen ist; XLIV, LV, LXVII, LXXVIII, LXXIX, XCIX
bis CXIV; Fol. 3"- 21".
3. ^ztr'öw-Perikopen oK.I auf sämmtliche Tage der Woche, vom Frei-
tag, Kx^t (.^j, angefangen; Fol. 35"— 74". Auf jede der Perikopen folgt
ein Gebet, welches nach derselben gelesen werden soll.
4. Zwei ji-cbJU mit Hülfe des Qw'än, Fol. 174" und 180"; das zweite
kürzer, als das erste. Die Bedeutung der einzelnen Buchstaben wird durch-
genommen. Das erste ist überschrieben (sie) s&xib /vJvÖI ^J\ ,ä}\ JU, das
zweite (sie) ejwb ^l^£!l JU.
5. Siegel ^_gjo (zuerst das des Propheten) Fol. 18'4'' u. 185", und vier
Talismane ^jj^, Fol. 18 5"- 18 7".
Anfang der Handschrift: StJ^cXj' J^^-^ r"-^' »tXJoLo; -iLUt äjuLc Jy*») SjL^p
187 beschriebene Blätter; 13X^0 cm. Gutes, in den arabischen
Abschnitten vocalisiertes Nas^l mit 9 Zeilen auf der Seite. Die zwei
ersten Blätter von anderer Hand geschrieben; zwischen Fol. 2 und 3 eine
Lücke. Auf der Innenseite des Vorderdeckels steht, von den Händen
Chr. Hendreich's und Fr. Wilken's geschrieben: „Preces Arabice,
cum commentationibus Turcicis, et quibusdam Capitibus Alcorani", und
„Sur. 36 (v. 35), 44, 55, 67, 78, 79, 99-114. Preces c. comment: turc:
Talismanica. mystc : "
■) Qur. III, 148.
») Qur. XLVIII,!.
») vgl. S. 137 Anm. 1.
*) Hb. ;>Lä.-»<.
Türkische Handschriften 123. 124. Glauben und Recht.
143
- 123. [Ms. Orient. 8°. 212.]
Noch ein solches Büchlein. Den Anfang macht die 36"° Sure des
Qur'än, vollständig bis auf wenige Worte, die am Ende fehlen. Dann,
von Fol. 11 an, folgt eine am Anfang defecte Sammlung arabischer Ge-
bete, welche meist mit türkischer Einleitung versehen sind. Diese Gebete
sind im Anfang ohne Ueberschriften gelassen; später finden sich folgende
Ueberschriften : U^ ^t^j^j .Uj> obi^\ (soll wohl heifsen olJU,l ^1^^ »U^
Lii) Fol. 74"; iJjl ('^^^ ^^b ^jjJI cXa*^ ^^U «yULx^ Fol. 75^; .Uo
■yjy. Fol. 77" und (verschieden) Fol. 10 2''; ^ö ^ oUU- Fol. 78"; ^
Cv;>^^ ey.*^Äj| IJ.Ä Fol. 79''; u^Lä*«uo cLcO Fol. 81''; ^\ ^| pUj> Fol.
85^; «y;^ .Uo Fol. 87"; ^T^| ^|^ ^^ Fol. 93"; ^,ys. ^^ Fol. 96";
«yUU .Uo Fol. 100"; ^^^\ .U^ Fol. 106"; C ^^yOf xj .Uj Fol. 107^
^^^ijo .Uj Fol. 108"; JL*j- ^^L, |.Lj owÄÄ Fol. 110"; endlich x*b b ►lx<>
Fol. 111". ^
Anfang der Handschrift: «aSJl ^xXil yjl^l, u-^ ,v^^l ^^^Dl Jjl |V«o
115 Blätter, von welchen das 24"'° leer ist; 10 X "7 cm. Verschiedene
Hände, Nasxl und Diwänl; das erstere vocalisiert. Vielleicht am Ende
defect.
124. [Ms. Orient. 8». 1.]
Ebenso. Die namhaft gemachten Gebete sind die folgenden : y^ .>Uj
oü^ Fol. 6"; y:^ .Uo FoL lO"; ^tXi' .Uo (vgL S. 137 Anm. 1) Fol. ll";
^^ pUi> Fol. 33"; [^ yA^ ..Uj Fol. 55". — Auf den ersten und den letzten
Blättern kurze Abschnitte verwandten Inhalts.
Anfang: xl)| J^^ ^^ [Qur. LIX, 2l] Ju.:^ JU ^1^1 |j^ UJ^| ^
7 8 Blätter; 10,6 X 7,6 cm. Deutliche.s, siebenzeiliges, zum Theil vo-
calisiertes Nustaülq. Auf Fol. 1" steht ^^U^ä |*^ |v.o; darunter „Preces
cum comment: turc: et Talismc."
') sie ! 1. it4^ . .
*) sie! vermuthlich soll es (.ly,»«-)»^ heifsen.
*) d. i. Qur. 11, 256.
*) sie! 1. Ow-ÖÄ = J^y nicht (,j#-LJ|) -öi». .
144 Türkische Handschril'ten 125. 126. Glauben und Recht.
125. [Ms. Orient. 8". 17.]
Noch ein solches Büchlein folgenden Inhalts:
1. Die Suren 36. 44. 67. 7S. 112-114. 1. •2,t-4.
2. Folgende Gebete: ^^-^^^ ■='-&:> Fol. 2 7*' — jL~»j..^ <>Uj' Fol. 3 6" —
(^>Lx ^Lo Fol. 51' — J^Läj ^l&^ Fol. 55^ — ijUaJL» ^j> oLft.> Fol.
59' — JOj^^L? -U:» Fol. 109" — ^\^\ yd~. -Lä^ Fol. 138" — ^^ ^U:>
Fol. 154'' — {'0^=- ^U:> Fol. 166^ — ^UjI ^U:> Fol. 17S^ — ^^ pUj
{i^sl^) Fol. ISO" — Ji=.j Ca Jy) ,.Uj Fol. 197 ,
3. Talismane mit Erklärung, in v_}L3 eingetheilt: Fol. 6 3" f.
4. Wahi-sagebücher , und zwar: a) jwLijJL«- JLi (vgl. Nr. 10,3 und 4,
27,13 und 41,s^)): Fol. 92" — b) g.^^ gjj\ ^S J^ ^^ JU, über Punctier-
kunst oder Psammomantik , auf lAli zurückgeführt: Fol. 112" — c) JLi
(Jl>j yr. [sie] JjÄj ^JJ)^. Fol. 116" und nochmals Fol. 218*.
2 20 Blätter, von welchen das erste und das letzte ganz, das zweite
fast leer ist; 10 X "^ cm. Theils Xas/I, theils Diwänl, das Arabische
meist vocalisiert; 7 Zeüen auf der Seite. Abschrift datiert vom Jahre
978 (beg. 5. Juni 1570). Als Schreiber Ojv^l ^1^ nennt sich am Ende
ein gewisser (^ ^U?. c>\~s. »-a.<äj a«-^; daneben als Besitzer ^jo ,_äia„.fi>!
(?) ^^y^'
126. [Ms. Orient. 8*. 7.] '
Noch ein ähnliches Büchlein. Der Inhalt ist folgender: l) Die Suren
6. 3 6. 4S. 5 5 und 5 6 — 2) Talismane Fol. 3 9" f. (hauptsächlich gegen
verschiedene Schmerzen) und Fol. 7 6' — 3) Gebete, und zwar ^y^ pLcJ»
i>ü Fol. 45" — x^' iU.> Fol. 5 4" — ^\yL£ cUj Fol. 5 9" — Gebete ohne
Titel, Fol. 1" u. 74'.
76 Blätter, von welchen 60 — 73 leer sind; 1 5,s X lOj^ cui- Mehr
oder weniger gutes Nas/j mit 9 Zeilen auf der Seite; das Arabische vo-
calisiert; bis Fol. 45' Randeinfassung von doppelten rothen Linien. —
*) so über dem arabischen Texte auf Fol. ITi"" genannt; über der türkischen Einlei-
tung (Fol. 166*) wird noch xaC,< (sie) hinzugesetzt.
*) an allen diesen Stellen ist fälschlich ->!«< statt «xLw gedruckt, was ich zu ver-
bessern bitte.
^/ sicl Vielleicht ist die Stadt Gradadatz in Bosnien gemeint.
Tüi-kische Handschriften 127. 128. Glauben und Recht. 145
Auf Fol. 2* stellt, von verschiedenen alten Händen geschrieben: „Ce liure
sapelle henaan ') — qui traite de la loy et Croyance Mahometane — en
arabe"; darunter: „Pars Alcorani de Pecoribus, cum quibusdam aliis
partibus ejusdem Alcorani, et commentatiuncula Turcica"; endlich wieder
darunter: „Sur. 6, 36, 48, 55, 5 6. commentatio turc: de Talismanis et pre-
ces cum commentariis".
127. [Ms. Orient. 8^ 172.]
Ein aufgerollter Papierstreifen von 3 m 68 cm Länge und 7,5 cm
Breite. Der Anfang ist abgerissen ; das Vorhandene zeigt zunächst eine
Anzahl magischer Kreise, worauf ein roth geschriebenes Gebet in arabischer
Sprache folgt, welches mit dem Qw^än-Y erse II, 256 (i.1 yo ;^'| a,'l ^ 8]j\)
beginnt. Hierauf folgen die arabischen Gebete ;^L-« ^yj ^Lcj und »LcJ
äi^L^-iJI üIäJI, das erste mit vorausgeschickter Einleitung in türkischer
Sprache. — Die Abschrift wurde, einer roth geschriebenen Schlufsbemer-
kung zufolge, am Abend ^LijJI oö^ 3 eines Tages in der ersten Dekade
J3U des Saibän 1046 (= 29. Dec. 1636-7. Jan. 1637) vollendet. Der
Schreiber nennt sich nicht; wohl aber hat ein früherer Besitzer der Rolle,
nämlich tX^^ ^i ^jiijovJs, seinen Namen neben die Schlufsbemerkung ein-
geschrieben.
128. |>Is. Orient. 8". 154.]
Noch ein (am Anfang und am Ende defectes) Gebetbüchlein, welches
folgende arabische , mit türkischer Erläuterung versehene und mit Talis-
manen vermischte Gebete enthält: ^-saJl v_jys. ol&o Fol. 6'', c>L> ^y^ »Uo
Fol. SS*", (-5^LiiL.t -Uj. Fol. 40^ ^^L. Jo^ ^U:> Fol. 43" (mit dem Bei-
satze rjoljs': vgl. unten Fol. 6S*), Jyil |^' »Lä^ Fol. 48% Ja&\ *-»<l oLä.>
Fol. 56"; ferner Fol. IQ'f. eine Abschrift der 36. Sürak; Fol. 68'' ein
Gebet, um Zunge und Auge des Feindes zu bmdeu (Ueberschrift [sie]:
«Jjl yXxi (fi)»^ \i-> uf. JbU-i^j &-Uä. xäjvvI \^)y*^ sxäivj yi ^-jlj) ; endlich Fol.
75" einen Kreis, welcher, einer beigegebenen Erläuterung zufolge, zu Pro-
phezeiungen beim Neumond angewandt werden soll.
*) sie! d. i. (.Ixil, nämlich (»Lxjill S)m> > die erste der mitgetheilten Suren.
*) Vgl. oben Kr. Ö*,S5 (S. 16), ferner E. Lane, Modern Egyptians (5*'' Ed., London
1860. 8") S. 260, und M""' Carla Serena, Hommes et choses en Ferse (Paris 1883. 8«)
S. 94 f.
TAikische Huisohriften. 19
o
U« Türkische Handschriften 129. 130. Glauben und Recht.
Anfang: |vjI^ Lj » Ha Ht Uio j^aJ^ L
Ende : * I * ^ llt ff Ioaä ivJvS' L)
79 beschriebene Blätter; 10 X 7 cm. Gutes, vocalisiertes Nasyß mit
7 Zeilen auf der Seite. Die Seiten sind mit einer Goldborte und 2 — 3
schwarzen Linien umzogen, das Netzwerk der vorkommenden Tabellen
(z. B. für die Namen Gottes, auf fol. 63''— 68') von goldenen Linien ge-
bildet, die Ueberschriften theils roth, theils mit Gold geschrieben. — Auf
Fol. l*" steht: „Monasterii in Teistungeburg " '), auf der letzten Seite:
„Monasterii SS. Apostolorum Petri et Pauli in Teistügeburg" '), auf der
Innenseite des Vorderdeckels: „Bellermann". Etwas von Würmern an-
gefressen, doch ohne Verletzung der Schrift; die letzten Blätter aus-
gebessert.
129. [Ms. Orient. 8". 211.]
Noch ein Gebetbüchlein, aus welchem die ersten Blätter und ein Blatt
zwischen Fol. 35 und 36 ausgerissen sind. Von den Gebeten, welche wie
gewöhnlich in arabischer Sprache abgefafst und türkisch erläutert sind,
finde ich mir Juol^ »L^o» Fol. IT (wo 1^ statt J-ylj^=» steht!), ^L&o
«yL=>l.Ä>o Fol. 62*' und ^ß>^J '-Lc4> Fol. 69'' genannt; Talismane stehen auf
Fol. 65''-68\
Anfang: ^jx "^j-*^ U^*^ •^J |*4*J>^ ^j i*-^'^.' [J^ ^ f^ri *JiLj it| stXic
(Qar. II, 25 6) ^U U? ^"i »J^
87 beschriebene Blätter; 8,5X65* cm. Das Arabische mit gutem,
neunzeiligem, vocalisiertem Nas/J, das Türkische in verschiedenen Schrift-
arten und von verschiedenen, zum Theil recht schlechten Händen ge-
schrieben; die letzten Blätter mit sehr flüchtiger und verblichener Schrift
verkehrt beschrieben. Auf fol. vers. des letzten Blattes steht: „liber Ma-
hometanus precatorius lingua arabica et turcica", und darunter, von an-
derer Hand: „Unde?"
130. [Ms. Orient. 8". 5 6.]
Desgleichen. An arabischen Gebeten mit vorausgeschickter türkischer
Erläuterung sind vorhanden: (^ jiy»JI ajS'p^I&i> Fol. ö*", (" _ JJi «^IäJ FoL 41'',
') in der Proylnz Sachsen, nicht weit von Worbis gelegen.
*) sie! 1. jiwC ^jS' oder Jij*}\ jäT; vgl. oben Nr. 116 fol. 23\
3j Vgl. S. 137 Anm. 1.
Türkische Handschriften 130. Glauben und Recht. 147
syj rLci> Fol. 71% dasselbe mit anderer Erläuterung Fol. 85'', f,^y\ rUj>
^£^1 Fol. lll\ «yUluc cLco Fol. 115" und ^^^ ^Uj> Fol. lig'; zwei
arabische Gebete ohne türkische Erläuterung U7id ohne Angabe eines Titels
Fol. 139'' (Anfang: bij J^ oöl il| Jl V ^^!^ ^( c^CU-'l aJL'l oJl ^Jl
(iJ'tU*) und Fol. Ho*" (Anfang: Jk5^ jj t5<>-^^ ^^ ^- o>^ (5*^ ^^«h«»'!
^ju^ x.ijJo); endlich Talismane Fol. 96"- HO". — Fol. 1-6", 111^ und
134—138 sind mit grün ausgemalten Kreisen verziei-t, welchen hie und da
(Fol. 5', 134'', 135", ise**, 138") Anrufungen und kurze arabische Gebete
eingeschrieben sind.
Anfang (Fol. 6'') : »^rV=* (*^^r'' c^*^r'' *^'' 1**^ U*?*-'' ^^ 'Lc^ _ yi,
<-*-" /*♦?► JbL^SP ^i^\\Ji\ (»iL^Jl ÄA^ft jjucLäaj ^ji' o JiS' >4>ui.tJi' *J^yi
155 beschriebene Blätter; lOX^v' cm. Flüchtiges, mit einzelnen
Vocalen versehenes NaMaillq mit 7 Zeilen auf der Seite; die Seiten meist
mit einer rothen Linie umzogen. — Fol. 16—25 sind vei'kehrt eingebunden.
Auf einem vorgehefteten Blatte steht von alter Hand: „Liber precat: c:
commentr: et difsertat: de talism:".
Gebete stehen noch in den folgenden Handschriften : Nr. 3,3 — 5,6 (i»äjyXi *L£i>) —
5*,2 — (.^.j>£ »«.i..^) — 2S fSvLisLwl *Lci^) — 27 (für Bcgräbnisse) — 8,n (cLck>
jjacl *-.!, oi^jOl i_}L^fl \jo\y^> ijfi^^l ''Lä*^ u. a ) — 17 fol. 1* — 34,7 und lo —
40,s (^^J0\ XJT<^UJ> und J^4-' ^^>>) — 42,3 (LjJi ^Uj) — 44,6 (<ä3o ,|-JC -^Uj»
objji -b) und 10 (^1 JL'I |vä~» rLc^) — 53 (v-ä-yw oLti>) — 55,4 (^^Uc rLcJ) —
91,6 (|Juw ol^ t^i. ^cU.^) — 92,6 (>^4-W "^l^^) — » (|*-'' '^'>^> — '^ ('''-^'^
^jciL=..l) — 94,2 (jj. fLc^J, cj^' ■■Lä^, tX.^.^' »Lei, olJLö cLäs^, ^axI rLfttJ) —
160 (väJI »oys- «^Ltv:», ^jc!iLi.l rU>i, «uIä-U. Xs.<:>) — ito.s (snLsv-wI -^Ix.?) —
257 — 328 fol. 109'' (,^-ycl Xs.0 , gereimt) — 433 {yOJlS v>^ '^•
Hierher gehören ferner: Nr. 1,9 (über den Mahdt) — 5, 19 und 20,b (die Namen
Gottes) — 5*,5i (desgl.) — 68 (4j\y»}\ s\y^, Erschaffung der Welt ^ Nr. 36,i) —
66 (Freitagsgottesdienst) — 11, j ( » JJL'I &JLJ) — 20,3 (was den Menschen abhält, sich
auf die Seligkeit vorzubereiten) — 28,3 (Erschaffung des Adam) — 29, 21 (die «.«-Jj
Jk-A-a.j-2) — 38,8 (gegen den Weingenufe) — 44,6 (1001 Namen Gottes) — 46 fol. 24»
(zwanzig Eigenschaften, welche Gott nothwendig zukommen).
19*
148 Tüikischo Handschriften 131. 132. Glauben und Recht.
131. [Diez A. n"». 12.]
(•iL«*JI xaJLc (c-w-v» «yL=»Ujo , eine angeblich durch Kalb cd allbar ') über-
lieferte Legende von einem Gespräche, welches Moses auf dem Sinai mit
Gott hatte. Wesentlich dieselbe Schrift ist in den Gothaischen Hand-
schriften Nr. 1,14 und 52,1 enthalten; man vgl. das zu der ersteren Ge-
sagte. Eine kurze Vorrede, welche in der vorliegenden Redaction voraus-
geschickt ist, in den Gothaer Handschriften aber fehlt, beginnt mit den
Worten: ;tXi'^ ^j^ (3^)' o'J^^' 1*^7^^' *^.j' 7^ tX*^l; der Anfang des
in den Gothaer Handschriften enthaltenen Textes {^\ [sie] ^LÄ.!ÜI .»^j^
J.I )y^ "^^h) *•** '^ ^'^^^* ^^^^ ^'^ ^^^ viertletzte Zeile der ersten Seite.
3 2 mit Originalpaghiierung (bis If") versehene, beschriebene Blätter;
1 4,5 X 10 cm. Kleines, vocali.siertes , mit etwas zitternder Hand geschrie-
benes, doch leserliches Nasx.1; auf der Seite stehen 13 Zeilen. In seinem
Kataloge sagt Diez von der voidiegenden Handschrift: „Ich habe diese
Schrift hinter einem arabischen Gebetbuche, welches der Herr Director
Bellermann zu Beidin besitzt, angetroffen und habe mir wegen ihres
nützlichen Inhaltes die gegenwäi'tige Abschrift davon genommen, deren jede
Seite nicht mehr und weniger Wörter enthält als sich auf den Seiten des
Originals gefunden."
132. [Ms. Orient. 4". 312.] -
Auf Fol. 4 5 — 76 dieses Codex steht dieselbe Schrift, gleichfalls mit
der in den Gothaer Handschriften fehlenden Einleitung. Es ist das Ori-
ginal der von Diez gefertigten, in der vorigen Nummer enthaltenen Ab-
schrift; denn, wie sich aus einem beiliegenden Zettel ergiebt, gehörte die
voidiegende Handschrift früher J. F. Bellermann in Erfurt, welcher sie
seinerseits von dem Coadjutor v. Dalberg, der sie in Wien gekauft hatte,
zum Geschenke erhalten hatte.
32 beschriebene Blätter; 16,5X^2,5 cm. Gutes, vocalisiertes, tür-
kisches Nasxi mit 13 Zeilen auf der Seite.
lieber Traditionen handeln: Nr. 5*, 3 — is — 5 6 — 8,17 (öotX^I |^«^(«kÄ.| ) —
') Die vorliegende Handschrift schreibt , ebenso wie die beiden Gothaer Exemplare,
AAä.i)| statt ^L^ill.
Türkische Handschi'iften 133. Glauben und Recht. 149
8*,i (= 5*,66; vierzig Stück) — 354,5 (i.| Ä«xij ijw_c ^^) — 378 fol. 1» — 485
(von Malik ihi Anas) — 499 S. 26.
133. [Wetzstein II, 713.]
Diese Handschrift enthält, theils in Versen, theils in Prosa geschrieben,
eine grofse Anzahl von kurzen, zumeist anonymen und titellosen Schriftchen
theologischen Inhalts, vielfach Legenden über Mvliammad und seine Wunder
icjlj^*, Fäfjmah, lAll, den Satan u. s. w. Als längere und näher zu be-
zeichnende Stücke hebe ich die folgenden hervor:
1. Fol. 1*: Jlya>t iuJsU ioLäT, ein Gedicht in MaOnawT-NQvmw des
Mafses Bamal über die Lebensumstände der Fäiimah, der Tochter des
Propheten. Dasselbe Gedicht findet sich als Nr. 3 der türkischen Hand-
schriften iu der Bibliothek der DMGesellschaft (II, 39 des Kataloges), und
auch nochmals in der hiesigen Handschrift Nr. 44,ii.
Anfang: ^^aJU. (sie) ^jiy^y J^l »J^' is*^'^^'' x+isLi ^£<Xa\ Juöl
Abschrift datiert vom 9. Gumüdä II 1165 = 24. April 175 2. Darauf
folgen noch verschiedene Gedichte über Wunder «yk-^^xi des Propheten
(mit dem Datum 3. du '/ Tii^^aJi 1149 = 4. April 173 7 auf Fol. 15''),
ein kurzer Pi'osa - Aufsatz über 32 Pflichten djöj-i ^-JCst \yi\ i^IjüT Fol.
30") u. a. m.
2. Fol. 39*": (^^w^ij" «usiU v-jUS', ein türkischer Commentar zur ersten
Sürah des Qur'än. Derselbe Commentar scheint, nach den Anfangsworten
zu schliefsen, in der Wiener Handschrift Nr. 164 3,i (III, 79) enthalten
zu sein; sonst vgl. man auch noch Wien Nr. 1642, Uri Nr. 80,5, Dresden
Nr. 264,4, Kraflft Nr. 412, Journ. Asiat. 1868, I, 480 und 1871, II, 130.
Anfang der Einleitung: iX^Ai] |»Afajtll o^iJI (sie) *3li> <\a.ilf *JtXÄJI xlj tX*i.l
der eigentlichen Erzählung: Jjlj (.ol jJj jJL, J^fj ^ilc ^lX^ (sie) Juo J^l
3. Fol. 50": w«.ÄJt jjMJyi v_jb, ein kurzer Abschnitt über eine ^Jujyo
yji^\ genannte Gebetfolge, welche den dieselbe Betenden am jüngsten Tage
besonders zugute kommen soll.
Anfang: \Uj ok*5^ (c^' »jXcljJljvUj «Lä-ia.l a^ )))5^ |»i^^l x*-Lfc yA.«juo
150 Türkische Ilandscliriften 133. Glauben und Recht.
4. Fol. 51": ^\f^ (jJä oLäS', das „Buch der vierzig Fragen", welches
durch Zenker's Ausgabe (II, 1204 seiner Bibliotheca orientalis) be-
kannt ist. Der Verfasser wird hier, wie bei Zenker, ^\^ bii^x» genannt;
über abweichende Formen, in welchen dieser Name in anderen Handschriften
erscheint, vgl. man Zenker p. III. Vor dem Ei-scheinen der Zenker'-
schen Ausgabe war das Buch bereits zweimal (1840 und 1848) in Konstan-
tinopel gednickt worden (s. Zenker, Von-ede und Bibl. Orient. I, 1414
und II, 120 3); andere Handschriften finden sich in Leipzig Nr. 193 (auf
welcher, neben der Ausgabe von Konstantinopel 1840, Zenker's Ausgabe
beruht), München Nr. 3, Leiden Nr. 2128, St. Petersburg Nr. 509, Up-
sala Nr. 412. — Der Inhalt der Schrift wird ausführlich von Fleischer
zur Leipziger Handschrift, etwas kürzer von Hammer nach dem Drucke
von Konstantinopel 184 8 in Sitz.-Ber. der Wiener Akad. III, 314 an-
gegeben.
Anfang: ».Jl^ <xi^ &äl^ y-f:-=- J-^ |»i*^l; H^XmsJ^^ ^x*JL»JI k_>p xli J.*il
jjjl s^lio ^'M bi'^-c ^^gxLax^ is^y' (^^^) ij^^ y^ ij-^***-' ^■^^'j
Abschrift (auf Fol. ITT) datiert vom Jahre 1166 (beg. 8. Nov. 175 2);
als Besitzer ,_,,.ÄLfl nennt sich ebenda ein gewisser Muliammad Efendi.
5. Fol. 17 l*": die Legende von Muiäd ihn Öabal; vgl. Gotha arabisch
Nr. 40,1 und 2722. Die üeberschrift lautet: iül ^^^ »x^ ölxje Sj^!
Anfang (nach der BasmalaK): «uic jJJI J^-<o ^y-*") »^«ä.^ J->=» i^J '^^^
)y*^y^ >^}y) ,jtXJ>«5
Am Ende (Fol. 185") datiert vom 19. Öumädä I 1176') = 6. December
1762.
6. Fol. 185'': unter der üeberschrift ^^U^xb ^bS" \jjt, eine in 3Ia9-
nawl-Versen abgefafste Redaction der Legende von Abraham (Xahl) und
der von ihm beabsichtigten Opferung seines Sohnes, unter welchem be-
kanntlich die Muhammedaner den Stammvater der Araber Ismael, nicht
den Isaak verstehen.
Anfang: . . . t\)Cftk! tiSiriü Ji-jl ^ J-^*^ J>' (sie) t>^*-^' ;-+«*^' »^.y^
1) 80 steht mit Worten da; daneben aber mit Ziffern 1167, was 14. März 1754
geben würde. Dies ist, wegen der Uebereinstimmung mit den anderen Daten der Hand-
schrift, wahrscheinlich das richtige.
Türkische Handschriften 134. Glauben und Recht. 151
7. Fol. 200*: dasselbe jwbjj^ des Sulaimän Öelehi, welches auch in
den Handschriften Nr. 363 und 364 enthalten ist; man s. dort.
Anfang: i'^i' ^ ^Ouit xl^ ^jJ,! v_*=^lj ^(5l ^^Jol ^b ^^jI JJI
Auf eine arabische Notiz über den Einfall der Franzosen in Aegypten auf
Fol. 234" folgen verschiedene türkische J/a^nazt-l-Gedichte über die cyl-..^
des Propheten; dann:
8. Fol. 240": ein 2wboy^.^j des Propheten, und zwar dasselbe, welches
auch hl den Handschriften Nr. 28,2 und Nr. 39 fol. 58'' enthalten ist; man
s. dort.
Anfang: 5(>JJC/)tX=». t^^^^Jt^yi, *^^; (*^5 *^'^^ '^^ i^-^ Cy^' '^>~*"} '■-w--^^
tS ^cXJl '>^'S) i^v^ tX*^! ^>-;y*' lo'^'i'
9. Fol. 268*: eine Erzählung von iAlT in i/aö/iat«;?- Versen, über-
schrieben ^tX.AÄ^(jJjl (j-AvlT ooKä. Jw£ (sie) ^iyä^^ und beginnend:
o*^^ )^ ^)^ ^' tM y^ j"? (j'^5' t^^*-^ tM^ 1^' ;'^^"j
vgl. Nr. 4,4 und 6.
305 beschriebene Blätter; 22,5 X 16,5 cm. Rohes, aber deutliches und
durchaus vocalisiertes Nas'/l von türkischem Zuge; auf der Heite stehen
11 — 13 Zeilen ; die poetischen Stücke sind zweispaltig geschrieben. Von
Fol. 233 ist ein Stück abgerissen.
134. [Peterniann H, 682.]
«-cbc>-cl- (Fol. 4* Z. 6 V. u.), ein Buch über „die Stunde" xax f|-
^XWt d. h. die Stunde der Auferstehung, von Haihat alläli ihn Ibräkfm
(Fol. Z^ Z. 2 V. u.). Dieselbe Schrift findet sich in LJpsala Nr. 408, wo
der Verfasser Haibat alläJi GauM genannt wird. Vgl. auch die MUnchener
Handschrift Nr. 263 fol. ig*".
Anfang: aOJI Jjf iJl &JI ^i ^1 J^l, '1^^ piUilt Jou^ ^jJl sJÜ cX^I
60 beschriebene Blätter; 30 X l^?* cm. Schönes, grofses, vocalisiertes
Nas-/i mit 15 Zeilen auf der Seite; nicht nur die häufig eingestreuten
arabischen, sondern auch türkische Stellen, auf welche die Aufmerksamkeit
besonders gelenkt werden soll, sind roth geschrieben. Am Anfang ein
roher lUnwän; die Seiten mit einer Goldleiste und drei schwarzen Linien
umzogen. Abschrift gefertigt von der Hand des Mulla MuRammad ihn
152 Türkische Handschriften 135-137. GHauben und Recht.
1iä^§i Sqfar al-saliliäf cd Jiäfiz und datiert vom (ersten?) Dienstag -»j ^j
ÜiUII des (jj^) (xumädä II 1170 (beg. 21. Februar 175 7). Am Ende ist
ein kleines Siegel abgedruckt; auf den letzten Blättern findet sich ein
brauner Fleck.
185. [Petermann 4 91.]
Dasselbe Werk; und zwar scheint, soweit ich verglichen habe, die vor-
liegende Handschrift eine Abschrift der vo]-igen zu sein. Anfang wie dort.
56 beschriebene Blätter*); 28X18,5 cm. Gutes, vocalisiertes Nasxl
mit 17 Zeilen auf der Seite; Abschi-ift vollendet an einem Sonntage (je^.
tXa.^t|), 5. Öuviädä II 1213 = 14. Nov. 1798^). Die Handschrift ist in
ihrem Aeufseren der vorigen sehr ähnlich.
136. [Ms. Orient. 4". 20 6.]
Noch eine Handschrift desselben AVerkes in selbständiger, von den
beiden vorigen Handschriften unabhängiger Redaction.
Anfang: äSJlJI «JUI il| Jl ^) ^1 d^\^ \]yJ> |.:iLwif! J*=. ^5JJl Jj J,Ul
^(>w«.i3. ;>Jol i^iXäX; (_LyL.«2.j' i^Lx> y3 (^»^4.31 (^.«.Aajl (.>«.4..^sJt
(jJüJäaäW (sie) JJi^.tMtS' (ci-^ ^(AJI^I >^jL^ ^5^*^
79 beschriebene Blätter; 22,6 X 1'7 cm. Flüchtiges, vocalloses Nas^l
mit 14—18 Zeilen auf der Seite. Grobes, bläuliches Papier.
üeber den jüngsten Tag handeln noch: Nr. l,ii (v^^w^L*.., islw*ul) und 4,2 ( Jl^„.i»|
ouoLö).
137. [Petermann II, 305.]
^UjaJI -;-SyJ |JLt Jly^lj eine in zwanzig „Fragen" jJLli«^ eingetheilte
Abhandlung über den Zustand der menschlichen Seele zwischen Tod und
Auferstehung. Die Abhandlung ist von einem Ungenannten ^.aa^ 7*^=» yi
yjyaüÄJI aus dem Arabischen übersetzt; als Verfasser des arabischen Ori-
ginales wird Abu lAhd allüh al-§aix Muliammad tbn al-Saix Aiyüh Gauzi,
bekannt unter dem Namen Ibn Qaiyivi (f 751, beg. 11. März 135 0) ge-
') deren erstes auf die vordere Einbandschale aufgeklebt ist.
*) welcher Tag aber ein Mittwoch war.
Türkische Handschriften 137*. Glauben und Recht. 153
nannt; unter den von H. X. aufgefülirten zahlreiclien Schriften dieses
Autors (s. VII, 1214 Nr. 8032) finde ich keine, welche mit Sicherheit als
das Original der vorliegenden Uebersetzung betrachtet werden könnte ').
Der Inhalt der zwanzig Fragen wird (mit Angabe des Blattes, auf welchem
jede derselben beginnt) am Ende der Vorrede angegeben; die erste Frage
lautet ^5>»;y^l ovLft iuLLa.1 «i)vL>\ öLaä ^ <L)\yti\^ die zweite ^j ol»vol _(jJ
Anfang: ^^ »>^=»^' v*^'^ Jj' '15-*^ '^i '^r'. ^ is'^'j 'Lä^jo ^^^ tX^jj tU^a-
83 beschriebene Blätter^); 20,5 X 13 cm. Gutes Nastadlq mit 21
Zeilen auf der Seite ; Cajjitelüberschriften u. dgl. roth geschi'ieben, arabische
Stellen schwarz geschrieben und roth überstrichen; am Anfang ein ein-
facher iUnwän.
137*. [Landberg 362.]
Muliammad ihn Farämarz, bekannt unter dem Namen Xusrau (f 885,
beg. 13. März 148 0), verfafste ein Werk über die jüüJf J^l, welchem er
den Titel J^Nil ^ Jl 'J^^l äUy gab (Fol. 4" Z. 10); dasselbe wird
von H. X. V, 497, 11819 :^ Büläq II, 255 besprochen und ist in Bologna
(Bibl. Italiana LVI, 31 nr. 340')) und bei Ibrahim Pasa Nr. 4 79 hand-
schriftlich vorhanden. Dem arabischen, mit goldenen Linien überstrichenen
Texte dieses Werkes ist in der vorliegenden Handschrift eine türkische,
commentierende Paraphrase, x«.^.^' genannt, beigegeben. Der Titel dieser
Paraphrase lautet J^a^l JLc Jl 'J^as^I 'i\Syo Ju4*»*j (Fol. 3" Z. 8 v. u.);
») von der III, 1, 4363 erwähnten Schrift ^\f^\ o)kj Jl V'^;^' i5«>^^ (Leiden
nr. 2023), an welche man noch am ersten denken könnte, pafst die Eintheilung (in 70
Capitel) nicht. Dafs die Eintheilung in 20 Fragen aus dem arabischen Originale über-
nommen sei, sagt der türkische Uebersetzer der vorliegenden Abhandlung ausdrücklich. —
Arabische Schriften über denselben Gegenstand, aber von anderen Verfassern herrührend,
finden sich in Gotha Nr. 756 und besonders 757.
*) Die vorhandene Originalfoliierung zählt das erste Blatt nicht mit.
') Hammer nennt hier den Verfasser „Mohammed Caranor" ; das letztere Wort dürfte
eine Verstümmelung von v, ^t-, * sein. — Ein von dem Verfasser selbst geschriebener
arabischer Commentar zu seinem vorliegenden Werke, welcher den Titel äUy^JI äf** trägt,
ist bei Ibrählm PaSa Nr. 478 u. 480 vorhanden; die Vorrede zu diesem Commentar in
Leipzig Nr. CIX,s« (S. 388 des Kataloges).
T&rkiiehe Haiidsclirift«n. 20
154 Türkische Handschriften 138. Glauben und Recht.
als Verfasser derselben nennt sich (Fol. S"', Ende) lUOmän ihn Mustafa,
welcher aus Gallipoli gebürtig war, dann aber in Konstantinopel und
später in Äiyüb wohnte (j^j^j!i!| |vj J^AJÜLw^f! ^ J^aa-UUI).
Anfang des arabischen Originales: x^^^i tVj'^ e^''^' J[^-«=' tX^ \j-*^] 'tXx^
der türkischen Pai-aphrase: 'x-bal ^j.jo LÜji=»^ '&AJtV.J bItXio ^^jJI jcU ö^\
'«Jj.Auv. JUAJ lX«.^^^ LsjyXi. 'iüjj.Äj j^xi LÄ4.Xa L4J L*.i..«di.
208 Blätter, deren erstes leer ist; Originalfbliierung ; 25 X 15 cm.
Schönes, vocalloses NastaÜTq mit 23 Zeilen auf der Seite. Am Anfang
ein schöner lUmoän; auch der Kolophon ist hübsch verziert, und die Seiten
sind von einem goldenen Streifen und drei schwarzen Linien eingefafst,
die beiden ersten Seiten von zwei goldenen Streifen imd fünf schwarzen
Linien ; Schlagwörter u. dgl. meist mit Gold geschrieben. Abschrift von
Al-saiyid Xalll ihn al-saix 'Ali vollendet im Bajah 1157 :^ 10. August
— 8. Sept. 174 4. Hubscher Originalband (Leder mit Goldpressung), von
ilem aber die Klappe abgerissen ist. — Die ersten Blätter waren zusammen-
geklebt und sind unvorsichtig auseinander gerissen worden, wodurch dort
die Schrift vielfach beschädigt ist; auch die oben in den Anfangsworten
des arabisclien Originales in eckige Klammern eingeschlossenen Worte sind
in der Handschrift auf diese Weise zerstört und aus H. X. (Ausgabe von
Bäläi/) ergänzt.
138. [Diez A. 8". 7.]
Eine Sannnlung von Mustern zu gerichtlichen Ausfertigungen (^»jCo,
von Mulla inmnd, bekannt unter dem Namen Baldirzüdah soIvjjJJLj, welcher
während einer langen Praxis viele solche Formulare in arabischer und in
türkischer Spi'ache gesannnelt hatte, und dann auf Rath einiger Freunde
^^I^Js»! uästj die türkischen in voidiegender Sammlung xä^*^ zusammen-
stellte ixnd veröffentlichte. Der Stoff ist in eine Muqaddimah und zehn
Bäh getheilt; die Muqaddimah zerfällt wieder in folgende drei Fasl:
1) \\lX^ ^X/o»L> ^:i)^V..mIv.«. X^^'-:? 5 2) ^^«XAJ cs''^)-- ''-'y*^ ^.ic-^^ )^' ' '^) l-**??^
>vJJIj is*^)^- ^^W^ *'^' ^^^5 y)*^^ ^'°M''> ^'^^ zehn Bäb handeln über:
1) Fol. IT': y^MS ij^^! i^^XxXjo »üjyj. &Äftj w.jt>.Äj^ j^iUa^ t^ — ^^ Fol.
I!)'': ^|Liui! .jiwlj^. v:iv.jLÄS^ >jjjJo'^ 1^'-*^ — ^) Fol. 26": 5\L=»lj ju*^ «aj
^y^ c^^?' i3-J-JtÄx äj-Aj^-j. — 4) Fol. 40'': »tXÄ.M/X.gö.L/0 y^juo itJ^^^ cH*^ ^'t*'
U.i;l ^N^l ci^b — 5) Fol. 45'': ^jÜÖjiäxjj I-sI^ A^y ^y^o — 6) Fol. 5 0":
Türkische Handschriften 139. Glauben und Recht. 155
^IäXxX^j >J^f=>j xj^L-ö^j ^I^^J ^^^ — ") Fol. 55\- ('vcjLJoI ,JC=»j ^:DbU=v
yyo ^j^;' ^3AJlÄxl lOJi^f ü5*J.jl^ — 8 ') Fol. 5 7'': oJ^^ *^b'Lv./'j ,^&Jyi —
9) Fol. 5 9^ j»j^^5 soLj-wi JiJÜ glyil — 10) Fol. 69": ob\, JliXu«-!^ ioob^ii,
^'IjlUäa) iSyXjyi^ is^}j V^-^.j ^-*-^ *r;'"^j^ • Mehrere der mitgetlieilten
Formulare sind aus den Dreifsigerjahren des 1 1 . Jahrhunderts der Flucht
(1620—1630 n. Chr.) datiert, wodurch also die Zeit, zu welcher der Ver-
fasser lebte, festgestellt ist.
Anfang: xäjLäs. f^\ ^jl^^j '|JU ijili. (sie) J5I ^^yo^lj ^jCij '^^ tX^i.
80 beschriebene Blätter; 19,5 X 13,5 cm. Gutes, 17 zeiliges Nastalliq,
nicht datiert, aber der Abfassung des Buches ungefähr gleichzeitig. Auf
dem Rande von Fol. 40* sind einige Siegel undeutlich abgedrückt. — Auf
einem dem Vorderdeckel von aufsen aufgeklebten Zettel steht: x^X^ ^bS"
139. [Petermann 11, 223.]
Eine Sammlung von Fafwä, welche aus den betreffenden Werken des
Abu 'l-sulüd {Zwä(fak Gelebt Efendi), KamälpaSazüdak {Alimad Celebi
Efendi), Giwizadah Efe^idi {Muliammad Um Ihjäs; erwähnt bei Ö. X. IV,
429), Saidt Celehi Efendi und lAli Celebi Efendi al Gamäl von Wall ihn
Yüsuf zusammengestellt ist. Die Fahoä erscheinen als Frage äJU*»uo und
Antwort i-j!»^»-, beides meist kurz, und am Ende der Antwort wird der
Name desjenigen genannt, welcher dieselbe ertheilte; in beiweitem den
meisten Fällen ist dies Äbü 'l-sulüd. Die Fatioä sind in der gewöhnlichen
Weise in Kitäb und Bäb eingetheilt; 5,L^JI i^UT beginnt auf Fol. 2^", ^\sf
s^JLcJt Fol. 8", j.^1 ^Ixf Fol, 28'' u. s. w. — Auf drei Blättern ist ein
Inhaltsverzeichnifs mit Blattweiser vorausgeschickt, welches aber nicht zu-
vex'läfsig und aufserdem am Anfange defect ist.
Anfang: öSJjL^v^ JI btXfflj 'ij-öyL'lj 5U.cuiJI ^Jj b tÄottXc ^IxJ Uäi^
270 beschriebene Blätter mit confuser Originalfoliierung, und aufser-
dem die drei vorgehefteten Blätter des Inhaltsverzeichnisses; 22 X 15 cm.
*) sie! Es soll wohl der Plural des arabischen ^Ijof (vgl. Comte de Landberg,
Primeurs Arabes p. « Z. 7) sein.
') vom Schreiber irrthümlich als (j<*xLä. v_jb bezeichnet.
20»
1B6 Türkische Handschriften 140. Glauben und Recht.
Gewöhnliches, leserliches DiwänT-nas)^isi mit 24 Zeilen auf der Seite. Als
Schreiber nennt sich am Ende Ismälil ihn MuMammad, aber ohne für seine
Arbeit ein Datum anzugeben. Auf einem nachgehefteten Blatte stehen
Bemerkungen aus den Jahren 1099, 1100 und 1102 (1687-91). — Am
Anfang des Textes findet sich ein roher iUnwän, und am Ende des In-
haltsverzeichnisses hat eine mir unbekannte Hand angemerkt: „Fetavah
Abu Send Geschichte von Constantinopel während der Verfasser daselbst
Kadi war".
140. [Petermann H, 230.]
Eine i^aiwä-Sammlung, welche in der gewöhnlichen Weise in Kitäh,
Bäh und Matldb eingetheilt ist; doch stehen die Äi">.ÄÄ/i JoL*«/!, welche der-
artige Bücher sonst zu beschliefsen pflegen, hier voraus; dann folgen ^\j^
ol^LjLil (Fol. 24''), Ljj (3X*ÄJ Lo^ v:>IJ( J^ ä^JLÜI ^L (Fol. 35'), ,_JLkx
^^'J\ (Fol. 39"), ^^1 ^)<ia^ (Fol. 46") u. s. w. bis LLö^I ,_JJax (Fol.
266^), womit das Buch schliefst. Eine Einleitung, aus welcher etwa der
Name des Verfassers ersehen werden könnte , ist nicht vorhanden '), und
auch sonst finde ich denselben nirgends erwähnt; nur soviel ist sicher,
dafs wir weder die Fatioä des Abu H-suiüd, noch die des Qädi Xän oder
des Äsiad cd-dln vor uns haben, da diese (ebenso wie verschiedene arabische
JF'aitüä-Sammlungen) wiederholt am ßande citiert werben.
Anfang: ^j.xslü^ \yi\\ bl ^^k^a^Jf p^-^I *UXa.^ i5>^' ij':?'^' tL«Jx ^J^^»*x
272 beschriebene und mit Originalfoliierung versehene Blätter und
aufserdem vier vorgeheftete Blätter mit Inhaltsverzeichnifs und Blattweiser;
21X12 cm. Schönes Nas^i mit 19 Zeilen auf der Seite; die Seiten mit
doppelten rothen Linien eingefafst. Der Schreiber nennt sich am Ende
iXIj^ iLue JlmjÜLj ^^x is i> (J.J iXf^ ^j y^XiJI <Xy^ (sie) LäiJI [.ItVSl i-jl>~>
SeJi ^J^ imd giebt an, dafs er seine Arbeit am Ende d^ li des Jü (Ij) 'l
qaidah 1129 = 5. Nov. 1717 vollendet habe. — Auf der ersten Seite
hat sich ein gewisser Mustafa PaSa als Besitzer der Handschrift ein-
') selbst die Basmalah fehlt.
Tüi'kische Handschriften 141. 142. Glauben und Recht. 157
gezeichnet und sein Siegel beigedrückt. — Auf dem Schnitte steht ^\sf
141. [Diez A. 8". 32.]
Eine Sammlung von Fatwä und gerichtlichen Entscheidungen täSyjCo;
das letzte derartige Schriftstück ist datiert vom Jahre 1150 (beg. 1. Mai
1737). Vorausgeschickt ist ein arabisch geschriebener Aufsatz über die
Glaubensartikel, welcher tiLäXc^'l ^Lj ^ oLj überschrieben ist und mit
den Worten (jjj««aj^ xLlL nI Jil yß ^jUj!^I oLLCJt ^^ J^ÜI v-^l^l ^Lj JLel
jj.jiJ.L3 beginnt.
25 beschriebene Blätter von nicht ganz gleicher Gröfse; die gröfsten
20,f> X 13 cm. Flüchtiges, doch gutes Taillq mit ungefähr 25 Zeilen auf
der Seite. Eine Anzahl von Blättern hat eine bläuliche oder grünliche
Farbe. — Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: (sie) I.LÄi loLii'
vv j-L;».** ^&•~ki^yo S^^^j.
Hierhergehören ferner: Nr. 5,6 (2(AÄi'. i:i>\^„o) — 7,3 (Fatwä iihcT cU.w ) — 4 (Ehe-
Bchliefsung) — 5*,44, 46 und 6o (Fatwä von Abu H-sulüd u. a.) — 63 (o».^ '))"^ ^ — '
7,1 (eine Entscheidung) — 8*7 (Fatwä des .46m 'l-suiüd) — U),i (SLo-äJI sä^ , Lehr-
gedicht) — 17 fol. 5'' (yd-sl-j) — fol. 11'' (gerichtliche Ausfertigungen) — fol. 22''
(Fatwä) — Nr. 29,i (tSyJL^) - 9 (am Fativä) - lo (Freiheitsbriefe) — 39 fol. Se*» (ein
Fatwä) — 43,2 ((j«dj|j_9) — 47, i (e.jl_ö.j_»..x) des Abu H-suiüd) — 47,3 (Fatwä) —
54 (Erkenntnisse) — 170,6 (Fatwä) — 219 fol. 72 f. ((jäjlji) — 260,5 (Fattvä des
Abu 'l-suiüd) — 1 (desgl. des Sa\d al-dm).
142. [Petermann II, 9 2.]
Jt^^ J^j das bekannte religionsgeschichtliche Werk des SahrastänT,
in das Türkische übersetzt von dem im Jahre 1070 (beg. 18. Sept. 1659)
verstorbenen NüM ibn Ilusfafä. Ueber alles Weitere s. das zu den Hand-
schriften Gotha Nr. 82 und Wien Nr. 976 (II, 199) Gesagte. Von Hand-
schriften findet sich ferner noch ein zweites Exemplar in Gotha (Nr. 83)
und eines in Upsala (Nr. 311). Die beiden Bäb beginnen in der vor-
liegenden Handschrift auf Fol. 12" und 76", die Xätimah auf Fol. 132\
Anfang: {üo^mJ^I jajJLjyä.s. '^y=>yiS (' v_*äLö JjI o^tX^Lj (X»ä.
>) sie! 1. ^^1,.
158 Tiii-kische Handschril'ten 143. Mystik.
171 beschriebene Blätter mit Originalf bliierung ') ; 19,6X14,5 cm.
Gutes, sehr deutliches Nas/l mit 1 5 Zeilen auf der Seite ; am Anfang ein
roher iUnwän; Umrandung erst von Gold, dann roth. Abschrift vollendet
im Bahn I 1114 = 26. Juli— 24. August 1702; neben dieses Datum
hat sich — doch wohl als Schreiber — der Höjjl MuJtammad al KütäM
angemerkt.
Eine Abhandlung über die (iljjwj als Ketzer steht in Nr. 5*,38; das Abkommen
MtiKammad's mit den Christen in Nr. 260,6.
V. Mystik,
(Suflsmus.)
143. [Diez A. 8". 77.]
{\\yj'^\ .-^LA.taxi. S'yJ^I ;=.-'-*^) eine von einem Ungenannten verfafste
türkische Bearbeitung der persischen Abhandlung über metaphorische Aus-
drücke der Süß, welche als Nr. 230,2 des persischen Kataloges beschrieben
ist. Ueber Titel und Verfasser des persischen Originales sagt der türkische
Uebersetzer Fol. 4" Z. 5 v. u. : tXj^s j^^ä &^ !*^y^ isU*«-! ^j »aäj j>Jii:» y.j
I^Lwl ^U-i' ^*-wf i_jal «♦S»- jJJl 2l♦Ä^ (sie! 1. ^liyMS.^) ^y/ä^ h]'-^ v;;':?*^''
yoLb läJCIcLÄji «.f Li' tjS'tXÄjf &*Ä.j._i' Xa51j (^ ^;^ÄXJ^ Lji^is <jd^>} siojyö s«>.Ä=.|
i.1 (■'y^A+.^ijO &xjaljw ^JtU:s.^^.k.ol . Diese Worte sind doch wohl so zu verstehen:
l) iAnav schrieb eine Abhandlung mit dem Titel ^^^Lwl j^^Uj über sufische
Ausdrücke ; 2) er schi'ieb auch zwei Kasiden (gleichen Inhalts) ; 3) auch der
Verfasser der vorliegenden Abtheilung schrieb eine solche Kaside (persisch);
') dieselbe geht nur bis lv», weil sie dos erste Blatt nicht zählt. Oben ist nach dieser
Originalfoliierung citiert.
2) Fol. 4'' Z. 2.
3) d. i. Mi-^V.
^) d. i. J&A>rf^.c>.
Türkische Handschi-iften 144. Mystik. 159
4) derselbe redigierte dies ganze Material in der vorliegenden Abhandlung
zum Frommen seiner Landsleute tUrkiscb. Was der Verfasser über von
lAttär und ihm selbt verfafste Kasiden saoft, kann ich weder bestätio-en, noch
bestreiten; dafs die persische Abhandlung, deren er sich hauptsächlich als
Vorlage bediente, den Titel ^_>eLwl j^Uj ti-ägt, scheint richtig zu sein (vgl.
die persische Handschrift Nr. 230,2). Dafs aber der Vei'fasser dieser Ab-
handlung lAttär sei, wird in derselben nicht gesagt und kann auch nicht
richtig sein; denn seine Werke werden sowohl in dem persischen Original
(s. den Katalog S. 273 Anm. 2), als auch in der türkischen Bearbeitung (Fol. 3"*
Z. 3) neben denen des Graläl al-din Rümi und des (um hundert Jahre jüngeren)
Faxr al-dtn llräql als die Hauptquellen der Abhandlung genannt *). —
Die Eintheilung der vorliegenden türkischen Bearbeitung ist dieselbe, wie
die des persischen Originales. Die erstere ist benutzt von Tholuck,
Ssufismus (s. p. 25), das letztere von H. Frank, Beitrag zur Erkenntnis
des Sufismus nach Ibn Haldün, Leipzig 1884. 8". S. 19.
Anfang: 'icjjaÖä. isLv.j (jKJLau t^\ cy-wl cyl-Ä^ilAsI «j.IäÄ/). )y^><> (»^^ liyLxitVJjo
19 beschriebene Blätter; 19,.'iXl3 cm. Hübsches, 17 zeiliges Taillq
mit vielen ßubi'icationen. Abschrift von *j|.yj ^j^ _^vf vollendet am Neu-
monde 5.Ä des MuUarrami 969 = 11. Sept. 1561.
144. [Ms. Orient. 8". 51.]
1. ^eA2j1 i^jdJLa^ sufische Abhandlung von iAzJz ihn MuHammad al-
Nasafi, eingetheilt in sieben Capitel uL, deren Inhalt von Flügel zur
Wiener Handschrift Nr. 1965 (III, 457) und von Andreas Müller in der
über die vorliegende Handschrift handelnden Dissertation (Zenker Nr.
1853) p. A3 vers. *) mitgetheilt wird. Die vorliegende türkische Redaction
der Abhandlung ist, aufser in der bereits erwähnten auch noch in der
Wiener Handschrift Nr. 199 3,3 (III, 489) enthalten; aufserdem existiert
dieselbe Abhandlung aber auch persisch, s. Nr. 237*,6 (S. 105 2) des per-
*) aus dieser Stelle hat auch der Schreiber die Ueberschrift |«,x&JI ^j.^j^yi\ aJ.)l ammj
(sie) JtÄSÜI JütÄ.^ (sie) |»äI^'I kJUI ^\1s (5*'^ (J-Jt^-" y^ f^^ (S^ componiert.
*) die Dissertation ist nicht paginiert.
160 Türkische Handscbiften 144. Mystik.
sischen Kataloges, Gotha Nr. 6,11, Trinity College p. 70, Brit. Museum
II, 834'' Nr. XXV. Welche von beiden ßedactionen , die persische oder
die türkische, als Original, welche als Uebersetzung zu betrachten sei, ist
nicht sicher; doch scheint es, dafs der persische Text der ur.sprlingliche
ist, denn abgesehen davon, dafs türkische Schriften des Nasafi überhaupt
nicht bekannt sind, nennt auch die Wiener Handschrift Nr. 1993,3 aus-
drücklich einen gewissen Ibrälilm ihn lAhd alloh als türkischen üebersetzer
(s. Flügel zu Nr. 1965). Wenn Palmer ') sowohl im Kataloge des Trinity
College, als auch in Oriental Mysticism p. IX Anm. ^) angiebt, die türkische
Redaction sei das Original, und diese sei von Xwärazm-Sah in das Persische
übersetzt worden, so scheint diese Angabe lediglich auf einem Mifsver-
ständnisse der allerdings nicht sehr klaren Worte H. X.'s (VI, 90, 12791
= Brdäq II, 3 22) zu beruhen: dieselben geben aber vielmehr Anlafs zu
der Auffassung Rieu's, dafs das Original arabisch geschrieben und aus
dieser Sprache von dem im Jahre 845 (beg. 22. Mai 1441) verstorbenen
Maulä Kamal al-dln Hiisain cd Xwärazmi (in das Persische')) übersetzt
worden sei. Von einem Vorhandensein des Buches in arabischer Sprache
ist mir nichts bekannt.
Die türkische Redaction — und zwar die vorliegende Handschrift der-
selben — ist von Tholuck, Ssufismus benutzt (p. 23, Texte p. 13 u. 33),
die persische ist die Hauptgrundlage für Palmer's Oriental Mysticism
(Cambridge 1867. 8").
Anfang: xJLyä 8tX*j Uf 'jj^^üU^JJ jUäljiJI^ '^j.aJL*J( i_>j xiJ Jt^t
jj s^ ^JoMjJi\ (X*^ ^ oyc 'UjjJI (.sie) (•'>l-»-^ 'I JLäJI i-i*.öl >(>.jt
2. Fol. 33"": drei kurze, anonyme Aufsätze sufischen Inhalts. Der
erste beginnt: rtXjjL^ ^ij sJoLwUiw iSj.^^XS' xIJI üf| «Jl y, der zweite: xJ^"
jj.*a.J| Sxyö J^ i5r=^' '^}}) liy '^)y^ »^ l**^' i3^ "^^ u' li'^» ^®^' dritte:
*) und nach ihm Garcin de Tassy im Journ. Asiat. 1867, I, 419.
*) an beiden Orten schreibt er stets falsch Nafasi statt Nasafi. Die Nisbah bezieht
sich bekanntlich auf v_ft*«j = v_mS*^, Lttbb S. fif, Maräsid III, l'»!" —
') dies wird nicht gesagt, ergiebt sich aber aus dem Umstände, dafs Xtvärazmi ein
persischer Schriftsteller war und — nach Ja. X.'s Angabe — von Xwändamlr als solcher
gelobt wird.
Türkische Handscliriften 144. Mystik. KU
3. Fol, 40'': unter der Uebersclirift: kkJLij (»jUS' ^1 (Hs. yä.1) j^t
\y^yk*ji ^5LäJÜi> eine aus Versen und Prosa geiuischte , sufisclie Schrift.
Obgleich mir der Sinn dieser Ueberschrift nicht recht verständlich ist,
scheint sich aus ihr doch so viel zu ergeben, dafs die Abhandlung dem
Qaiyusiz („der Sorgenfreie") zugeschrieben wird, von welchem bei Hammer,
Osman. Dichtkunst III, 35 6 die Rede ist. Von diesem Schriftsteller kennt
man zunächst Ghazelen (Gotha Nr. 173,2) und dann eine Schrift, welche,
durchaus in Prosa geschrieben, unter den Titeln y^yk*^ »_}Lä5' oder JuJj
B^tUJI oder (^ (j'>l-.o j.A*x^ (' (^aöLc w1ü;> oder ,jloLj JLs» oder iooLiJuL» in
der Gothaischen Handschrift Nr. 78, sowie in der hiesigen Nr. 35,3 (wo
man vgl.) enthalten ist. Da Hammer die von ihm a. a. 0. gegebene
Uebersetzung in Versen aus einem „Buch der Abdale", nicht der Wiener,
wie sich aus Flügel HI, 489 zu ergeben scheint, gleichfalls in Prosa ge-
schriebenen Handschrift Nr. 1993,i entnommen haben dürfte, so weifs ich
nicht, woher dieselben stammen : jedenfalls ist es mir nicht gelungen , in
der vorliegenden Handschrift das Original der von Hammer mitgetheilten
Uebersetzung aufzufinden.
Anfang: *-UJLj ^jvtJüi/o jJaS' stXÄJw t^x? ^yi'. *^L=» ^Jo^ ^\ (sie) J5'
der Prosa (Fol. 4 6*): jJLsl .hj -j ».Xj,siiys- täir>.w ^ J^/il^ JJLc ^1
4. Fol. 72'': ein längeres Madnawl- Gedicht sufischen Inhalts, von
welchem ich weder Titel, noch Verfasser habe ausfinden können. Es be-
ginnt :
104 beschriebene Blätter; 19,5X12,5 cm. Schönes, vocalisiertes
Nasxl mit 1 5, in den poetischen Stücken gespaltenen Zeilen auf der Seite.
Die Seiten sind mit rothen Linien umzogen, die Spalten ebenso getrennt.
Am Ende hat der Schreiber den naiven Vers angebracht:
JLg,j oo^ xöli' ^tXS^ (^ ;5*»''^' *^yy^ fS^}^ (•'-^
Auf den beiden letzten Seiten einige ßeischriften. — Auf einem vorge-
') al. ^IJuoLä und ^jLsi^La.
2) Bic! 1. j^LuJul?
Türkische HasdsehrifUD. 21
162 Türkische Handschriften 144*. Mystik.
hefteten Blatte steht: „Serenissimi sui Principis et Domini Clementissimi
Bibliothecae Berolinensi MStum hocce Arabicum, Varsaviae emptum, hu-
millime offert S. ä Kanitz. A. 1662 20 Augusti".
■*&'
144*. [Landberg 621.]
1. Der zweite, wieder in sieben ^Js und eine Xätimah untergeth eilte
Qism einer sufischen Abhandlung. Der Inhalt wird in den einleitenden
Worten folgendermafsen angegeben: ^j^yL^^ yj^^ (c*^*-? '^j^^.})'^ (V^j i»***^'
'rjol jjLo jjjj-LjilU». (X-^;j i:yLftj1^ Si>S4X3Lo wJD^ '^JyÄj^ ^Ji sJuoLäjo yc^
»tX+A^ic ,j'/.J" ^^% (M» 0"=^ ^ %tV-LfÄ*«jo aL»jUa. wj. (sie) t^^^-Is (^tXj |Va«*j» ^ L«l
'siX.j| s'vL-wl &->2(jo1JLw* ^^^;) t:i>lxi^'. iu«.iAÄe v::.)IaJ)vJ' «-j^ (' MJst |vXliLÜ> JJ»>
|»LÄX) öJÜ »jJs SiXjI lol-^J LS'^ (»LiLc ic^^' )^-iö ')iV.I (j'-iy? (C****^ (»LL« JjI ^^
e;'-*-? (5^15*^ c'-'^ i;*KxLi. ^jJs '^tXjf ^Lo ^5^ (.Uxi ^1^ ^^ '^tXjl ^^Lj ^^^^
i_ä.i> z«*^' r**^? '''-^•*-'' ij '■*^ '^ 5*^ (^jJliajo '»Lää-I -LiLc ^Lv n^ 'j^T^'^ 15^'^
'vjol ^Laj x-vi».<fl ^::jl.s.iUi.ol jc-äjijj xa.j3I o^Läjc jt»jiiö. 'Jjj4>. Die sieben
Taur beginnen auf Fol. 2", 11", 17'', 22^ 28^ 30'' und 32'', die Xätimah
auf Fol. 34*. Es ist mir nicht gelungen, auszufinden, den zweiten Theil
welches Werkes wir vor uns haben. Mit Hinblick ,auf die sieben j^is, in
welche derselbe zerfällt, hat eine fremde Haud auf Fol. 1" geschrieben:
o^A2jdl (j J^^it i.jbi'; noch nichtssagender ist die mit Bleistift darüber
geschriebene Notiz: ^^y^'^ o^...ä;c'I ^ ^\.xS'. Ebenda hat ein früherer Be-
sitzer mit rother Dinte die Bemerkung eingeschrieben: JjjJI ,_Ajot^ ^
|vAiDlwl sjidxib Jk^ip (?) A^^ YiVß'äJl stXAÄ ^|l |vJ JCII und darunter sein Siegel
mit der Inschrift (VAÄ^ ^*st\.~i\ gedrückt.
Anfang: jüiLlt jj oXoj Jii, u';')^ ^y*^ .... ^jjlJLjl!! C>\ ^ <X»^I
2. Fol. 5 7^ 2JL1ä L'U^ (Fol. 68" Z. 7 v. u.), eine sufische Abhand-
lung, von Sultan Muliammad ihn Xioä^ah Maulänä-i Bw/ßri in der ersten
Dekade des Öumüda I 955 (= 8.— 17. Juni 1548) vollendet (Fol. 6 7''
Z. 7 V. u. und Fol. BS*" Z. 5 und 2 v. u.). Es werden sehr viele per-
sische Verse und zu denselben eine türkische Erläuterung ?t,,~. v mitgetheilt.
») Qur. LXXI, 13.
Türkische Handschriften 145. 145*. Mystik. 163
Anfang: '^,LJI ^tj* '^jL«iNI| ^^JLi*^ ' Jyii\ ^ ' ,j^}i^ «Jü JlJ.1
69 beschriebene und viele leere Blätter; 22,sXl^ ciii- Sehr schönes,
vocalisiertes Nasxi mit 19 Zeilen auf der Seite; die Abschrift wurde von
iAbd aliah ^ämlzädah im Jahre 1176 (beg. 23. Juli 1762) angefertigt.
Zwei lünwän am Anfang und sonstige Verzierungen am Ende der beiden
Abhandlungen; die Seiten mit einer goldenen Leiste und drei schwarzen
Linien eingefafst. Schöner Originalband mit Zunge (Leder und Gold-
pressung). Jede Seite ist aufserdem durch sieben goldene Linien quer
getheilt, ohne ersichtlichen Zweck.
145. [Ms. Orient. 8". 125.]
('oJ.i5 yxwi'l, eine ethisch -mystische Abhandlung von Nargislzädah
Miillammad Efendi (f 1044, beg. 27. Juni 1634; s. Hammer, Dichtkunst
III, 229), welche einen Theil seiner Xamsah büdet; s. Flügel's Wiener
Katalog II, 264 Nr. 1059,i. Wie der Verfasser selbst in der Vorrede
(S. 6) berichtet, ist seine vorliegende Schrift die türkische Bearbeitung
eines Abschnittes aus razülfs, cji^Iju- ;5U*aS', und zwar des fünften Asl
aus dem zweiten Rukn (cyiLcljw ij^))i welcher Asl nach Gosche, Ghaz-
zäli's Leben imd Werke S. 301, letzte Zeile, L? c>a^p \J^ ^0)\öJ' ^o
ijii» handelt. Diese Beziehung zu dem Werke des razäh ist wohl die
Ursache, weshalb die vorliegende Schrift selbst bei Hammer a. a. O.
S. 230 Nr. 2 geradezu unter dem Titel i^ji^Lju« ^fLsH^ erscheint. Aufser
der erwähnten Wiener ist mir eine weitere Handschrift nicht bekannt
Zwei Ausgaben der Xamsah werden in Journ. Asiat. 1869, H, 85 Nr. 20
erwähnt.
Anfang: i^'j^' ij^^l '^5j^; LS^-^ lA?'^' 6ÄÄi.'tX.^ si>&Lk^\/) soli^ ijIj ÄJi^
71 beschriebene Blätter mit Bleistiftpaginierung ; 19,5 X 1^ cm.
Hübsches Nastalllq mit 15 Zeilen auf der Seite; hie und da Eandnoten. —
Auf einem nachgehefteten Blatte steht: „Ex Libris Franciscj Älichaelis
Schmid".
145*. [Landberg 847.]
LjLi^*JI ^U«o (Fol. IS''), eine andere Abhandlung aus derselben Xam-
sah, s. Wien 1059,5. Die vorliegende Handschrift ist mit sehr vielen, wie
») S. 8 Z. 8.
21»
164 Türkische Handschriften 146. Mystik.
es scheint von der Hand des Verfassers lierrührenden Nachträgen und
Veränderungen versehen.
Anfang: ^>^^> jXäaj i^Ij» «^'y-VJ »^5^ y^>^ i'r^ *=?''-!^'^
77 beschriebene Blätter; 16,5X9 cm. Hübsches, 15 zeiliges, mit ein-
zelnen Vocalen versehenes Nasfailiq; die Poesie zweispaltig, die Correc-
turen von sehr flüchtiger und kleiner Hand geschrieben; die Seiten mit
goldener Leiste und schwarzen Linien eingefafst; am Anfang ein blofs in
Gold ausgeführter lUnwän. Auf Fol. l* steht als Titel .-Uö^l «yL=.iUa^l
xa^IäJI jüJUI (j; ebenda sind zwei Siegelstempel abgedrückt: in dem oberen
steht iX^^ Jl 8j «^Lä- J^, im unteren — dem des Sarifzäddh Hamzdh
Häviid PaSa — '-äJvi tXZ^ ^<X9 'v_äAkJ t-ak)\ oL . — Auf dem letzten
Blatte steht noch , von fremder Hand geschrieben , ein J'a';'f;f-Gedicht auf
die Ernennung des Ismalil PaSa zum Statthalter *jCc j.j\j von Aegypten;
das Ta'rJx — vjvä »wOjo jü yc LiL J^*^-«.! (^tXJjl — gi^ht, wie auch richtig
beigeschrieben ist, 1107, während nach Hammer, Osman. Geschichte,
Ausgabe in vier Bänden, HI, 936 sein Vorgänger bereits im Jü 'l qaidah
1106 abgesetzt wurde. — Die ersten Blätter sind oben, doch ohne nennens-
werthe Verletzung der Schrift, beschädigt.
146. [Diez A. 8". 11.]
sxySaXje ,jt^i>^ 'sn^'JUi i:y(i>jf^, Prosa - Aufsätze und Gedichte sufischen
Inhalts, von Al-saiijid HäSim Mustafa al üshudärl cd Galwati^), welcher
sich S. 237 Z. 1 noch weiter 8ijK^^«jevJüL) Bandurmali-zädah nennt und
gleich zu Anfang seine geistliche Genealogie mit folgenden Worten an-
giebt: |vj ^viXÄxJI ^\^ »aj '»Ji*«)J ^•jyi-'l jJÜÜI sjJI. yjA \^Jai\ Jlö.1 ^.
^5»jy;^( jjoLäJI (j.JiX'( J5 >>x-i (Hs. ^;A*üt ) v>*-^l e>* j^l y»j ^JjoCwlill
^Ui iX+Ä" ^-A-iJI LLLit säaJÜs.. ^jjyiJl (Hs. ^A.wJ() ^-yi ^-c iX-i»! ^.-i^}
jj.xLoipi ui)^ äAJI ^^I J..«5j_JI jlULj o^^JJl ij^ j^l ycj (CfcVÄit oJi=» J^L >a4-uJ|
Jk.öLäJI^ 0^ju**Jl 4Xaa«JI jüü JaJI ^ylo\ tXgJCS'^ iüLüLil ^5— I /V*^ vJ-^V^^^' tVÄ*«ue
a-UI LÄAWtXi' (^sIlXXwÜl (^J-Lsl Öy.^^ T-^-J*^ 7^-^' (C-:?'«^'-* Y^ li^wiÖÄ. t>M^JI
(»Ä.lwwl^ 8^l-*«b JLjü. Auf seine Abstammung vom Propheten thut sich
^) |VS&Ij ^'•JLs.f steht da, um bestimmt festzustellen, dafs es eben so und nicht
etwa al Xalwati (s. Lane, Manners and Customs of the modern Egyptians, ö*** ed., Lon-
don 1860, 8«, p. 244) heifsen soll. Vgl. Gotha, arabisch Nr. 901 (11, 178).
Türkische Handschriften 146*. Mystik. 166
der Verfasser sehr viel zugute und versteigt sich sogar (iu dem ersten der
Prosa- Aufsätze, S. 237 und 238) zu der Behauptung, dafs das eigentliche,
innerliche, geistige Chalifat ^yXxjc^ i^-f^ o^i^Lä., von welchem das äufser-
liche Chalifat i^jäUs o^i^Lä. nur der Schatten sei, nur in der Familie der
Haschimiden habe forterben können.
Der Anfang der Handschrift, in Prosa geschrieben, enthält eigentlich
nur eine Einleitung zu den von S. 14 an folgenden Gedichten. Diese
letzteren schliefsen auf S. 229; auf S. 230 — 278 folgen dann dreizehn
sufische Aufsätze in Prosa. Die meisten dieser Prosa-Aufsätze sind datiert,
und zwar der älteste (S. 24 7) vom 5. halbem 1161 (=: 31. Juli 1748),
der jüngste (Ende der Handschrift) vom 12. Ramadan 1197 (= 10. Sept.
1783), wodurch also das Zeitalter des Verfassers bestimmt ist. Einer
dieser Aufsätze wird in der Endschrift (S. 24 7) äxLjvL«,! »A-il, ein anderer
— ein von dem Verfasser auf Geheifs seines Vaters verfafstes Sendschreiben
an einen oaix lÄhd alläh — in der Ueberschrift (S. 249) x>ebj^ genannt;
die übi'igen Aufsätze sind ohne Titel gelassen.
Anfang (nach dem Titel, dem Namen des Verfassers und der oben mit-
getheilten geistlichen Genealogie des letzteren):
Üj -^tXx sjol *$' ^l^ixjLä. ^^\i> ^^J ^^Äkxixi i5<X'j' Y-^J^-o SwCij J.*». xX^X-tM^
138 *) beschriebene Blätter; 19X12 cm. Gutes, neues, vocalloses
Nas/i mit 21 Zeilen auf der Seite. Der Schreiber, Äl-saiyid lAhd al-
ralimän al üshudäri, nennt sich am Ende der vorletzten Abhandlung
(S. 275) und datiert ebenda seine Arbeit vom 23. Ra^ah 1204 (= 8. April
1790). Wie Diez in dem Kataloge seiner Handschriften angiebt, wurde
die Abschrift für ihn auf Veranlassung des Nuimän Beg, des Schaiches
vom Kloster zu Galata, angefertigt.
146*. [Petermann H, 195.]
In dieser sonst arabischen Handschrift stehen auf Fol. 65''— 70' neun
mystische Bau des Yünus Amram mit Commentar des Misrl. Was den
Namen des Dichters betrifft, so steht hier wiederholt ganz deutlich {j>^yi
') die in den unteren äufseren Ecken vorhandene Paginierung geht bis 278, weil das
erste, ganz leeie Blatt mitpaginiert ist.
166 Türkische Handschriften 147. Mystik.
-jjoI, während derselbe sonst in der Form s^l (j«.j*j zu ei'scheinen pflegt;
s. Hammer, Osman. Dichtkunst II, 566 und III, 431, Flügels Wiener
Katalog I, 636 u. 717, III, 491 u. 492 und Ä 1. V, 483, 11733.
Anfang: ^>^ ^Sy^Y^^-^ (ÄjJ.il |^>-ojo (^^^ 'iy^ T^ täSÄJj.Xi'j..iäÄ. -»xl u*«j»j
^^\^" (j>A«j.J üJvJO o^AäU ^^1 ^^Iä*«^ vS*.?)?' (•'^- '''^'
Flüchtiges Nastayliq mit 24 Zeilen auf der Seite; Gröfse der Blätter:
20,5X14,5 cm. — In einem vorausgeschickten Inhaltsverzeichnisse wird
dieser Abschnitt als o^äJI ^ 15^^^ ^^^' r^y^ bezeichnet.
147. [Petermann 498.]
Diese am Anfange defecte Handschrift enthält ein Werk über die
Adäh der Mystiker ^.j^ J^l . Den Verfasser finde ich in dem Vorhan-
denen nicht genannt; als Titel wird aber Fol. l*" Z. 1 ^ '(^jUijJI -^bcÄ*
(3jLftil^ 'iyjisi\ ijLj angegeben. Der Inhalt ist in Fasl getheilt, welche
nicht gezählt werden und bisweilen auch keine Ueberschrift haben. Der
erste Fasl (Fol. l**) beginnt mit den Worten: oiü Ja ^J^^ ^Üo ^^1 JXb
•1\ »JJLwfjl üyj Jk5>l jvaS' ^xljJl ^ &JUI (^(X»«t, der folgende (Fol. 8*"): ^y^
•IS ^54XA^ BtXjyOj (^tX-LI ^ xaJLc «JJI (sie) sl^jJLo -i^l; der folgende (Fol. 9*')
ist überschrieben: |.iLJI äaIc (V^sjIvjI cjpi ^^Lj ^j, der nächste (Fol. lO*")
kUI Jj-*^ tVZiS' tX-i ijUj (j u. s. w.; der letzte handelt Jljl*« u^jij y;Lj ^^>
v'^r
Anfang: st^ ■^:?'j-*" tirtX..wj ^^^-«^ «Xw» <«^ol jili>_s J^. Li J^^
90 beschriebene Blätter; 20,5 X 14, b cm. Gutes Nas'/i mit 13 Zeilen
auf der Seite. Die Abschrift — t.Vj^«j', wie sich der Schreiber bescheiden
ausdrückt — wurde von Ra(jah ihn Mustafa zu Baydäd am Donnerstage
in der ersten Dekade Jul^l ^ des Gumädä II 1109 (m) =r 19. December
1697 vollendet.
Hierher gehören noch ; Nr. 5,i3 (Ende einer sufischen Abhandlung) — 26 (jocLäuylÄi) —
5*,5 (Schreiben über das beschauliche Leben) - 6, 32 und 39 (Auszüge aus ^j.^JLiljJI \\yi\) -
8 (i^UmJ3 jl| oli>l^ '(«jLw.Äj^| k_>LÄJ) — 32 (aus cjtiLjUw |^LA4.x^und (^yjuo 8jjy=») —
33» (Kunstwörter) - is (eine Abhandlung) - ei (oL*J( jLo^) — 8,7 (eine Abhandlung) —
13,1 (die Biene ein Vorbild für den Micrid) — 19,2 (xÄxvlJf^ äIjiJI 1IL,n) — 26,«
Türkische Handscb-iften 148. 149. Philosophie. 167
(c.>t>L«-w ■cLx^jkS') — 35,2 (aus i^yJLMO 5oy=>-, mit Erklärung des illmi-dedeh) — s (LobtXÄJ
•wA^yUä Lb) - 4 (LJjl *:yLoLäx)) — 38,4 (JU►^ xaLs.) — 353,4 (j^UT feÖÜJjXww^ ,
Lehrbuch des Sufismus in Versen).
VI. Philosophie.
148. [Wetzstein II, 179 2.]
Auf dem letzten Blatte dieser kleinen Handschrift steht der Anfang
einer türkischen Abhandlung philosophischen Inhalts. Sie ist überschrieben
i^äJÜ r»^rJl t54XÄil i>'rJ äJL*«x s jüo , beginnt 'iyLa.l\y ^kJ^xW lo^ äÄJ d4.ii
(' äJC+jIJ)^ &XlJb sja5^^. 0-^5' 1^3' (j'-^ 8«Xä.äJI (*SLä.**/&4.x)J^_o 5 jJ.iLfc ^L-jI
viXÄ+JLsl ^si iiiid bi'icht ab mit den Worten ^S)yr^ "^y ^Xäx*-« viXääU^.. .
Wenn der Verfasser, wie wahrscheinlich, eine Person mit demjenigen
Muräd Efendi ist, welcher bei H. X. VII, 1179, 6670 erwähnt wird, so
lebte er in der Älitte des zwölften Jahrhunderts d. Fl. oder in der ersten
Hälfte des vorigen Jahrhunderts unserer Zeiti'echnung.
Gewöhnliches, deutliches Nastailiq; Gröfse des Blattes: 20,5 X 14 cm.
149. [Wetzstein II, 1796.]
In dieser sonst ganz arabischen Handschrift steht auf Fol. 130" unter
der Ueberschrift ^J«.Äj^l. ijU^I 3 ein kurzer Aufsatz, welcher sich die Auf-
gabe stellt, Kräfte, Erscheinungen und Köi-per der Natur und des Weltalls
zu den Kräften des menschlichen Geistes und den Theilen des mensch-
lichen Körpers in Beziehung zu setzen; also den Zusammenhang zwischen
Makrokosmus mid Mikrokosmus nachzuweisen. So werden z. B. die vier
Elemente in Beziehung gesetzt: i>b zu ^5;, b) zu Jüiä, jb zu Jo^, i^Lä.
zu ^j^Jij; femer die Bilder des Thierki-eises : Ju-a. zu (J.3^", ^^ zu ^j-j^,
\\y^ ZU Jl, ^JJoyM zu J^uxl, «Xu-I zu aÄA*K, eJLa*« zu (^a^Ju u. s. w. Ein
Verfasser wird nicht genannt.
^) sie! 1. x*».>U?.
168 Türkische Handsctriften 149*. 150. Philosophie.
Anfang : JkJ' Jj ^^jou-s-f J-wJ! J^ j»iLJI^ s^-LaJI^ ,j-)jJL*JI i»jj aJj «>^l
2u« o>£ Xa«;^ ^r^ c^' ^
Ziemlich gutes Dtwänl, im ganzen 32 Zeilen; Gröfse des Blattes:
21 X 14,5 cm.
149*. [Landberg 4 08.]
^s.^Lyj^l, die Einleitung in die Logik, elgaycoy^, des Porpliyrius,
arabisch bearbeitet von A9ir al-din [Mufaddal ihn iUmar) al Abhari (s.
Gotha, arabisch Nr. 1171 [11, 3 8 2] ff.); dem roth geschriebenen arabischen
Texte ist hier eine türkische Paraphrase von M-saiyid Muhammad Sädiq
ibn MuViammad Aslad al viudarris al-SaJin beigegeben, welcher seine
Arbeit, wie er am Ende mittheilt, am 20. Rahii II 1256 (= 21. Juni
1840) vollendete. Die kurzen einleitenden Worte sind arabisch geschrieben.
Anfang: '^^IjaJIj («-gÄlL? LjujüI; '^jLJÜI^ ^^iaJL LuowTI (^jJf xJÜ d^S
45 beschriebene Blätter; 12,6X9 c™. Sehr hübsches, im türkischen
Theile mit einzelnen Vocalen versehenes Nasxl mit 1 1 Zeilen auf der
Seite. Am Anfang ein hübscher iUnwän; jede Seite ist mit einer Gold-
leiste, drei schwarzen und einer rothen Linie umzogen; die beiden ersten
Seiten sind noch reicher verziert. Abschrift von Muhammad Zuhdi in
demselben Jahre 125 6, in welchem die türkische Paraphrase verfafst wurde,
vollendet. — Die hübsch gebundene Handschrift steckt in einem schlecht
gehaltenen Futteral.
150. [Ms. Orient. 4". 273.]
^-jiLe ^iLä.|, ein ethisches Werk, welches lAll ihn Amr alläh, zube-
nannt auf Arabisch Ihn al. Mnnä'l, auf Türkisch Qinälizädah (f 979, beg.
26. Mai 1571; s. über ihn Hammer, Osman. Dichtkunst II, 341) für den
Beglerbeg von S3a-ien lÄli Pasa im Jahre 972 (beg. 9. August 1564;
s. Peiper S. 410) verfafste. Man vgl. über das Werk hauptsächlich
6. X. I, 203, 280, Flügel zur Wiener Handschrift Nr. 1879 (III, 304)
und Peiper, Stimmen aus dem Morgenlande (Hirschberg 1850, 8°) S. 1 ff.
und 403 ff., sowie Desselben „Kapitel von der Freigebigkeit" (Zenker
II, 1050) passim, besonders S. 75, 98, 128.
Das Buch scheint im Jahi-e 1248 = 1833 in Büläq gedruckt worden
zu sein; s. Joum. Asiat. 1843, II, 40 Nr. 68 = Zenker I, 1357, wo
j^iLc ein Lesefehler für ^-j^ä sein dürfte. Handschriften finden sich: in
Türkische Haudschi-iften 151. Philosophie. 169
Wien Nr. 1879 und 1880, Halle Xr. XL VI, St. Petersburg (Manuscrits
et xylograpLes Nr. 517 und 518, und Asiat. Museum S. 363), Pai'is
Nr. 15 8; das Autograph des Verfassers befindet sich in der Bibliothek des
Räyib PaSa Nr. 966. Die italienische Uebersetzung des Giovanni Medun,
welche als Handschrift Nr. 4 7 (Gildemeister p. 114) in der Bonner
Bibliothek aufbewahrt wird, scheint auch gedruckt worden zu sein ; s. T o -
derini, Litteratur der Türken, deutsch von Hausleutner, S. 99 '). —
Ein kurzer Auszug aus den ^^'^ o^*^^' steht auch in Nr. 8*,2.
Anfang: 'u^oLä-«/. (j<-Ij.av ^t*is \^ 'Üj^ <X»^ r^^yy i;«^
197 beschriebene Blätter mit unrichtiger Originalfoliierung ") ; 23 X
13 cm. Kleines, verhältnismäfsig altes Nastaüiq mit 25 Zeilen auf der
Seite. Als Schreiber nennt sich am Ende iAh ibn Husain ^g>'^^\ Jyy^'>
ohne seine Arbeit zu datieren. — Von elf vorgehefteten Blättern sind
zwei ganz leer, drei haben nur mit rothen Linien gezogene Quadrate, die
nicht ausgefüllt sind, 1—5 enthalten ein Inhaltsverzeichnifs (auf 3 — 5 in
Quadrate eingeschrieben), grofsentheils mit Blattweiser, von neuen, schlechten
Händen geschrieben; auf dem 1 1**" Blatte und auf Fol. 1^ des eigentlichen
Werkes stehen, mit schönem Tadlq theils schwarz, theils roth geschrieben,
allerhand persische Verse, z. B. von Gämi und aus Jww!^l ^J>-^, und aufser-
dem Bemerkungen früherer Besitzer, die auch ihre Siegel beigedrückt
haben.
151. [Petermann H, 110.]
(^^^^L*JI LT-ül, die von iAzvii: (f 990, beg. 26. Jan. 1582) verfafste
türkische Bearbeitung des persischen Werkes ^c^^^^" o^^'j "^^^^ welchem
Exemplare in dem Kataloge der persischen Handschriften Nr. 274 flF. be-
') So scheint es allerdings nach der deutschen Uebersetzung, welche besagt, die
Arbeit (ies Medun sei „erschienen"; im italienischen Original aber (I, 95) heilst es nur,
das türkische Werk („Alti Costumi ossia sapienza pratica") sei von Medun übersetzt worden
(„volgarizzata").
*) nach Fol. It"v und l«> ist je ein Blatt überhüpft; mit (t'v , ti« und lio sind je zwei
Blätter bezeichnet; M», tit und Hf sind verloren gegangen.
^) Dieser Titel wird in dem Verse angegeben, welcher zugleich das Chronogramm des
Abfassungpjahres enthält. Wenn das Werk von Hammer, Osman. Dichtkunst III, 30,
unter dem Titel isi^l i*)!^ erwähnt wird, so scheint dieser Titel mit Unrecht aus dem
Anfangsverse gefolgert zu sein.
T&rkiiche EaiidsebrifUn. 2S
170 Türkische Handschriften 152. Philosophie.
schrieben sind. Von der vorliegenden türkischen Bearbeitung findet sich
eine Handschrift auch in Gotha, s. Nr. 93 meines Kataloges; man vgl.
das dort Gesagte. Der auf der vorletzten Seite Z. 2 v. u. mitgetheilte
Vers ^jkivUJi (j-.AJl &jLb ^50JJl sJJ J.*^. enthält nicht nur den Titel, son-
dern, als Chronogramm betrachtet, auch das Jahr der Abfassung des
Werkes; dies ist also, wie auch in der Gothaer Handschrift richtig an den
Rand geschrieben ist, 974 (beg. 19. Juli 15 66), nicht, wie hier fälschlich
steht, 964. Andere Handschriften finden sich, aufser in Gotha, noch in
München Nr. 58, in Wien Krafft Nr. 488 und Flügel Nr. 1882 (IH, 308)
und in Leipzig Nr. 225. Fleischer und Flügel theilen die Ueberschriften
sämratlicher Abschnitte des Werkes mit, und eine Uebersetzung aus dem-
selben enthält das von Zenker II Iü5ü aufgeführte Buch Peiper's.
Anfang: ij^^f ^)^ )i^i^} {^.^^ o^^ )'^ j' [*^ '^-'J' ^^>^
194 beschriebene Blätter, zumeist mit Originalfoliierung ; 23 X 1-1 t^"»-
Gutes Nasxi mit 19 Zeilen auf der Seite; am Anfang ein hübscher iUn-
wän\ die Seiten sind mit einer goldenen Leiste, einer rothen und drei
schwarzen Linien umzogen; rothe Linien trennen metrische Stellen von
der umgebenden Prosa; Rubricationen sind voi-handen; nicht datiert, aber
verhältnismäfsig alt. Auf fol. rect. des letzten Blattes ein Siegelabdruck,
der nur unvollständig gekommen ist *). Das erste Blatt ist aufgezogen ;
auf fol. rect. desselben hat ein Besitzer im Jahre 125 9 zweimal den falschen
Titel ^x;-«.äJI JUs.» aufgeschrieben.
152. [Petermann 7 26.]
Eine zweite Handschrift desselben Werkes, am Anfange defect "). Das
Vorhandene beginnt mit den Worten ^JJJÜI ^j^-^y^ '^)y^- '"^'^ ^)^- U'^^V
ävL 5^L (Fol. 4'^' Z. S der vorigen Handschrift).
136 beschriebene Blätter; 27X14,5 cm. Deutliches Nasxl mit 21
Zeilen auf der Seite; die Seiten mit zwei rothen Linien umzogen. Ab-
schrift von äusaiii ihn iAli ul kätib al Baydädi am ü. Mullarraiu 1096
(=:= 13. Dec. 1684) vollendet.
') zu lesen ist: iuJj« ^^ mLJ ^^ ^^^^ Jk . . . vgl. Keinaud, Monuments du
Duu de Blacas II, 139.
') es fehlen, wie sich aus der vorhandenen Originalfoliierung ergiebt, drei Blätter.
Türkische Handschriften 153. 154. Philosophie. 17t
153. [Petermann II, 182.]
J\Lä_JI <^\S\, ein Buch hauptsächlich über die Adäh der einzelnen
Faniilienglieder und Hausgenossen als solcher, iji das Türkische über-
setzt '); weder der Name des ursprünglichen Verfassers noch der des
Uebersetzers wird genannt; arabische Citate, oft von bedeutender Länge,
und Erzählungen sind zahlreich eingefügt. Die (nicht gezählten "'')) Fa.sl,
in welche das Buch zerfällt, tragen folgende Ueberschriften : Fol. l'' ^
«.^yt jjyi^ — Fol. 3'' CJAJaJÜL'lj JLioilL pLÄjl ijAÄ^" ^ — Fol. 24' i
y;,jjc'ipi J^Ä <>>ijyi ^y^ — Fol. 38^ o^j^l J^ ^JtX-'ipi ^fÄ^ 3, — Fol.
4 4": ^y^iltj '^Z^' \J}^ i — Fol. 4 6'': J.2L.^x!^ ^:i'Lil^lj ftXi-l 0^=" i
t\A.cL.'t — Fol. 5 2": JU^i J^ .'L.JI ^yi-. 3 — Fol. 7 2": jUyi ^iJi^ ^
.UäJI J^ — Fol. 79'': «yUl^'l ^l^-JI J^l-Lü ^ — Fol. 82": ^-ÜK^ 3
~L„ji.t( — Fol 10 1": ^Ul J^ ;Lil j-^Jb^ ^j — Fol. lll": äiL^I ^^ ^j
L^ ijlftij 1^^ &i-'l i u'^^l, — Fol. 121": jJL^Jl, yJiS3\ JöLl'I ^j — end-
lich Fol. 135*': «♦jliJ.I ij. — Eine andere Handschrift dieses Werkes findet
sich in Paris; s. Wiener Jahrbücher Bd. 9 2, Anz.-Blatt S. 5 9 nr, 36.
Anfang: ^/i Iä* ,^1^ Li Ij^';'^ i^**-^ ^-^^ rV— -'j '-^-';-<' y^ ^<^'' '^ 0^'
14 0 beschriebene Blätter, deren letztes (mit nur einigen Zeilen) von
fremder Hand ex-gänzt ist und schwerlich den wirklichen Schlufs des
Werkes enthält; 31,5X20 cm. Kleines, gutes Nas^i mit 29 Zeilen auf
der Seite; die arabischen Stellen roth geschrieben.
154. [Diez A. 8». 21.]
Ein Adal>-V>\\(i\\^ von welchem im Texte selbst weder Titel noch Ver-
fasser genannt wird. Der Name des Verfassers wird auch sonst in der
Handschrift nirgends erwähnt; an Titeln, welche von fremder Hand bei-
gefügt sind, ist aber ein wahrer Ueberflufs vorhanden: auf der Aufsenseite
des Vorderdeckels wird das Buch <.iLäjL.'l »L/i genannt, und derselbe Titel wird
') aus welcher Sprache, wird nicht gesagt. Es heifst in der Vorrede: ..-^»J ec^*-*^ J^
*) mit Ausnahme der beiden ersten und des neunten (sollte heifsen achten , Fol. 72")
Fad, die gezählt sind.
') sie! 1. Jy;..,aÄJI^?
22*
172 Türkische Handschriften 154. Philosophie.
auf der Innenseite des Vorderdeckels wiederholt, wo aufserdem die anderen
Titel ^;**JLäJI (JjU und daneben — kleiner geschrieben — (j'/*^' ^J-^'-»
angegeben werden; über dem Anfange des Textes steht, grofs geschrieben,
ij-JLsJI slv»/»« und daneben , kleiner geschrieben , ^JJLÄJI i3 J5; ; fiuf einem
nach dem Schlüsse des Werkes beigefügten Blatte endlich steht — alles
von fremder Hand — jj-^iLäJI «^L-^^f^ "h'^T^h '^>'^' ^^-'fi^ v_)LäS' IJ-ä
ij.jyLoUJ| oLJLäJI. ^JoIäJI. Unter keinem dieser Titel finde ich das Buch
sonst irgendwo erwähnt.
Das Werk ist in 15 Bäb eingetheilt, deren Inhalt am Ende der
kurzen Vorrede mit folgenden Worten angegeben wird: »tXÄilAj J-ää Jjjl loLa
ä^LäJ. JLaxI. Ow4,X=>. ywjoLi» wL >0 8tX.Ä-jljU (sie) ^j~-)^t>^ \y*^ ^\\ VjL?
(sie) i^AjUi^J (*-^^ v'-? J*^' 1^^ li?"">^' l3-^^'*"i'^ tj«;>L« loV )'^ 5(\j^j>
— ^^(>>Xj ^♦•^5 j-^iy J^j' ij-^'-' 'r»'-? — ;'^' ij*-^ (^i*^- ^- u;/-^) (J*^;/**
ijUo j^jw«i/o öS'^JLK^j^ ^jJ>wy-»A/ tjSyXJj.-;! wCix i^iJLä ob — ^^^t^.-LJ ^j.iL3Jb
i^jj^ ^1 ww^ iisJU" ob — );^*^ c^"-^ *ä^y.' "•'r*-"" r'i^ ^5^'-^' v'-? — ;<^"'
kä>*Jj.5* \U jaöuc «jK ob — ^4X>I ^jUj (Hs. ^wLääj ) ^ji Jäääj lio^i- y«^Jj
vv^jJb ^jv^ö («♦isj u^y^} ^"^ r^*^ ^Ju.As*■ ob — ^t^j' ij^-^? c'^''^- Di^se
Capitel beginnen: I Fol. \\ H Fol. lß\ IH Fol/ 23^ IV Fol. 26\ V
Fol. 32^ VI Fol. 3 6\ VII Fol. 40^ VIII Fol. 4 4^ IX Fol. 4 9% X Fol.
57% XI Fol. 66% XII Fol. 70% XIII Fol. 73% XIV Fol. 77% XV Fol. 78"
und XVI Fol. 82*'; im Texte des Buches selbst ist nämlich das sechste,
über die Freundschaft handelnde Capitel in zwei, als 6'''' und 7*'^ bezeich-
nete Capitel mit den Ueberschriften pOl i^yi^j 15*-*)'^ )>> ^ind 0>*^ ^^
^JLÄ*u.^^ zerlegt, so dafs also im Texte 16 statt der in der Vorrede auf-
gezählten 15 Capitel vorhanden sind.
Anfang: 'iJiVja. Jjs» 'HjäJI os ^yä^ 'tXc ^^ '»Läjj 'tXa» ^^ iX*^
89 beschriebene Blätter; 19,5 X 14,5 cm. Neues Nas^i von türkischem
Zuge mit 15 Zeilen auf der Seite; auch die Innenseiten der beiden Ein-
banddecken sind beschrieben , u. a. mit Talismanen. — Auf einem dem
Vorderdeckel von aufsen aufgeklebten Zettel steht: «S^-U iLäjül viAyj» oIäS'
f t^t" so ob 0**^ Mj' Y^y*" '— '?<^.' '.:> JCV..O ,'1 y1*^.' M)ji •
Türkische Handschriften 155. Sprichwörter. 178
Zur Philosophie gehören auch: Nr. l,io (^l*v.jil| |JL*J| (iS'Ki^i) '^LjlJI sL* , über
Makrokosmus und Mikrokosmus) — 2,« (über ^•>:, a» sl.x-Ä_ä.| ) — 5,4 = 38,7 (ein
iooüojtj*-» ) — 5>>* (desgl., ein anderes) — 5*,ss (Vorzug der Bescheidenheit) - a» ( —.Lää*
älil von Faridün) — a (Anthropologie) — 24,i (Aussprüche weiser Männer, um gewisse
Dinge und Handlungen anzuempfehlen, Tor anderen zu warnen) — 25 fol. 47'' {Kamälpasa-
eädah über die Nichtigkeit des menschlichen Lebens) — 31,i (ein ä;cLjoöLaj> in Versen) —
315, I,s (über &Ajy2>. si>ljl) — 499 8. 23 (über Gepaartsein der Dinge in der Natur und
über das Dasein üottes, von iAzle Efendi).
VII. Sprichwörter.
155. [Diez A. 8". 113.]
Zwei Sammlungen von Sprichwörtern, wie sie JLuol >->^»-o genannt zu
werden pflegen. In der ersten Sammlung, welche sich bis Fol. 25*' er-
streckt, sind die Sprichwörter alphabetisch nach ihren Anfangsbuchstaben
geordnet, in der zweiten dagegen sind sie ohne ersichtliche Ordnung zu-
sammengeschrieben. Die erste Sammlung beginnt mit dem Sprichworte
\UI JtX^I ÄÄjjJjl 5>>^l «y( d. h, das Pferd, welches zu Hause bleibt, ge-
winnt den Rennpreis nicht '), die zweite mit dem folgenden : »t>^ljL) iäSo^J»
^3^.b^.l aj j-Äjl „was hat der Fuchs im Bazare zu thun?"
Eine andere Sprich Wörtersammlung ist an dritter Stelle in Nr. 23
enthalten; dort ist auch von der gedruckten Litteratur der türkischen
Sprichwörter gehandelt. ^)
') Wiokerhauser führt dieses Sprichwort als Tiertes an, liest aber ^iXi^S statt
JtXSlI und übersetzt es gar nicht.
*) Ton der Sammlung des Binäsl Efendi (Journ. Asiat. 1863, II, 269, 143 und 1871,
II, 147, 22) hat die Herzogl. Bibliothek zu Gotha soeben eine dritte, in der ^1 luuJx«
Lji-^iJI zu Konstantinopel im Jahre 1302 (1884/5) erschienene Ausgabe erworben. — Aufser
den bei Zenker II, 403 — 405 angeführten Sprichwörtersammlungen kann ich den zu
Nr. 23,3 gemachten bibliographischen Nachweisungen noch die folgenden Drucke, welche
die Herzogl. Bibliothek zu Gotha besitzt, hinzufügen: 1) Gio. Battista D o n a d o , Raccolta
curiosissima d'adagj Turcheschi , trasportati dal proprio Idioma nell Italiano e Latino — .
174 Tmkische Handschriften 156. 157. Geheime Wissenschaften.
38 beschriebene und eine Anzahl leerer Blätter; 18 X l'^j^ cm. Ge-
wöhnliches, derbes, deutliches Nas/l mit 15 Zeilen auf der Seite. Die
Handschrift wurde für Diez in Constantinopel geschrieben.
156. [Diez Fol. 25.]
Ein grofses Blatt geglätteten orientalischen Papieres von 75,-5 cm
Höhe und 5 2,5 cm Breite, welches 275 numerierte türkische Sprichwörter
enthält. Die l'eberschrift lautet ^^.JtXJI »xaj (sie) x=»^ aJ^S^ jcJU ^ji^JäjI
sLV.jJj.iOol ^^c> JUajI Vjr*' CV^*' o^Ä_o,Jj om.^ ^^ys^ya y-yS. ^(Xol , uud
die mitgetheilten Sprichwörter werden somit als theils von den Vätern
überkommen, theils von dem durch seine Schwanke oijLkJ berühmten
Nasr al-dm Xiväjah (vgl. Ethe, Essays S. 23 3 tf.) lierrührend bezeichnet.
Das 148"'° Sprichwort ist schwarz überschmiert; das erste lautet: ^j\y^ yi^\
vJLs xjJjl ^jU4JUoi> (v. Schlechta, Osman. Sprichwöi-ter S. 33 Nr. 98). —
Ziemlich gutes Diioäm.
Ferner: Nr. 5*, 4 (die Sprüche des iAll mit I'araphrase in türkischen Versen) —
23, s (JLwo^l k_).wö, türkisch) — 30, s (Sentenzen, arabiscli, persisch und türkisch) —
34,1 {f£\yM Jtj'l) — 408*,7 (die Sprüche des iAll mit ParBj)hra8e in türkischen Versen) —
435 fol. 24"' (desgl , mit Paraphrase in persischen und türkisclien V^ersen).
Vril. Geheime Wissenschaften.
157. [Diez A. 4°. 4 7.]
Eine Sauuiilung von Abhandlungen über die Punctierkunst oder
Psammoraantik, Jl«JI |»J..ä, über welche man vgl. die zur Gothaer ara-
bischen Handschrift Nr. 1314 (II, 4 87) beigebrachten Nachweise, sowie
Tn Venezia 1688. 9,". — 2) Eine Lithographie, welche in der Druckerei des lÄsir Efendi
(zu Konstantinopel) in der letzten Dekade des Gumäclä I 1275 (= 26. Jan. - 4. Febr.
1859) vollendet wurde; 8° oder Klein-40. — 3) Türkische Sprichwörter ins Deutsche über-
setzt von A. Merx. Venedig 1877. 12''. (Der türkische Text mit armenischen Buchslaben
gedruckt.)
') Hb. ^I .
Türkische Handschriften 157. Geheime Wissenschaften. 176
auch 6. X. 111, 478 und Steiuschneider in ZÜMG. XXXI, 762'). In
dem vorliegenden Bande sind die folgenden Schviftclien enthalten :
1. Eine am Anfang defecte •) Abhandlung in 16 Capiteln k_;b, von
welchen das erste (jL-i^'l *5Cix ^, das letzte ^^j JaJI j^Xis. ^ handelt. Das
Voi'handene beginnt mit einer Tabelle. Da der Ueberschrift des ersten
Capitels die Worte Jx Jl iÜLu/s tljajl ItXff vorausgehen, so ist, wie es scheint,
das V'orhergehende als Einleitung zu der eigentlichen Abhandlung zu be-
trachten.
2. Fol. 6*": eine über die 16 &jli» und ihre J.jCi handelnde Abhand-
lung mit der Ueberschrift: «it^ sjJLSlci (^ ^5*** äjU». {^ ^^ü3 k25-Lc^ J-^ai ^j
)^^} ij'^ i^l^v-=>-l taSol ^l>.Ai>.^•J•l.
Anfang: x^^tSol v^J^ij «u^^'jl «i1j sOwU» J^l >J.jlAi " JXi e>o«jÜ:» J^l
3. Fol. 15": ein kurzer, nur eine Seite füllender Abschnitt über die
aus Strichen und Functen bestehenden , ^öLi» genannten Figuren, um über
den Geliebten zu prophezeien; vgl. Wien 2012,6 (III, 545).
4. Fol. 15'': eine anonyme Abhandlung mit dem Titel ^LA^b'! ^Uax),
In nicht gezählte J^^ii und ^JLA.«^x eingetheilt. Scheint von der gleich be-
titelten und über denselben Gegenstand handelnden, aber in vier Maqälah
(„Reden") eingetheilten und umfangreicheren Schrift bei Krafft Nr.
CCGLXXI verschieden zu sein. Am Ende vom Jahre 1184 (beg. 27. April
1770) datiert.
Anfang: Lei ^ajl^^.! jÜI^ Jl^jS" J^ |.iLJI^ S^-LaJlj ^j-aJL*JI ^s xJJ J.*i.(
yö «^1)5' rr-yi ^5^' ^^\ J^i |vLt pK^I Jj' »l^lj d^^-i tX*J
5. Fol. 24'': ein Abschnitt von zwei Seiten über ^yX!icu(^ >_^JUo ; vgl.
Leipzig S. 4 24'' und Wien Nr. 7 7 6. In der vorliegenden Anweisung wird
aber gleichfalls mit 7i!a//;/-Figuren operiert.
6. nach einigen ganz kurzen Abschnitten analogen Inhalts folgen
Fol. 28'' vierunddreifsig auf Punctierkunst bezügliche Fragen x-U*^, über-
schrieben nJ^jI ^Lo ^j-jÜLLL.^ <iSXo> ^Xc-.
') Eine aus 52 Seiten in Kl. -8" und einer Tabelle in Kl. -4** bestehende, o. 0. u. J.
erschienene Lithographie eines türkischen iJrtm? - Büchleins besitzt die Herzogl. Bibliothek
zu Gotha.
*) und zwar fehlt, wie die hier yorhandene Originalfoliierung ausweist, ein Blatt.
176 Türkische Handscliriften 158. Geheime Wissenschaften.
7. Fol. 31^: eine Abhandlung mit der Ueberschrift lüdy^ Joe^l i^jUS^
(.iLJI Ä.JLfe ^iJ\ JLjb. Der Prophet Daniel spielt bei der Punctierkunst
der Orientalen überhaupt eine Rolle; vgl. die folgende Handschrift, Gotha
Nr. 8,3 und Wien Nr. 1814,9, sowie Ö. X. III, 479.
Anfang: &JU JLjIo 4xJ J.K=^^II^ J^yi jJU oLiÜ" j.iUJI isSU^'l JÜ J^l
8. Fol. 39'': Tabellen, um mit Hülfe der Punctierkunst alle möglichen
Ereignisse vorherzusagen. Ueberschi-ift: ^(^J^I J^^ä^.
9. Fol. 47*': eine anonyme Abhandlung über Punctierkunst, die um-
fangreichste der ganzen Sammlung. Am Ende wird von den tcjL;iiix!, d. h.
den Gruppen von je drei JSa7?i/- Figuren, gehandelt; vgl. Wien Nr. 15 13.
Abschrift datiert vom 8. Gumädä I 1137 = 23. Januar 1725.
Anfang: JsiJol ^^Lwl ^X^ ^ ('5JLcJ.äa.« Js^Xj! ^jLo ^^♦Xc (),~«j ^^Uj ^o
|VA^ (sie) ^^X=»LÄiS' itf-Lc ^j (sie) |»Lc ^Lb. 2tl»s.^
92 beschriebene Blätter von 21 X 15 cm; verschiedene Hände. Fol.
37'' ist leer. Fol. 89 hat einen groisen Rifs; auch die Innenseiten der
beiden Einbanddecken sind mit mantischen Figuren und Notizen beschrieben;
desselben Inhalts sind zwei beiliegende Zettel, ein viereckiger und ein
runder. • — Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht : ^lw*i)l _1:cax) t_,U5'
158. [Ms. Orient. 4". 154.]
Eine ziemlich ausführliche, in zehn Fasl eingetheilte Schrift über
Punctierkunst. In der Ueberschrift {^J^ ^ j.iLUl äxIc JUjIj ^^jj}\ •^Kj^
J^Iil) wird dieselbe dem Propheten Daniel zugeschrieben, während in den
einleitenden Worten sich als Verfasser (f^^'yi dJ^jliJ'^) ein gewisser Z)äil
Muna§^im Xair al-dln (^ ^jvSäJI nennt. Es ist dies w^ohl so zu verstehen,
dafs die Prinzipien, nach welchen die Schrift gearbeitet ist, angeblich auf
den Propheten Daniel zurückgehen sollen (vgl. Nr. 7 der vorigen Hand-
schrift), während die Abhandlung selbst in ihrer vorliegenden Form von
dem genannten Schriftsteller, welcher aufserdem angiebt, aus dem Persischen
') sie! 1. sJLjJUa,«.
') sicl Vielleicht ist ^»jIäJI gemeint.
Türkische Handschriften 159- Geheime Wissenschaften. 177
übersetzt zu haben (-.»^yjöj ju.'j ü<-j (jtXJo ^^-^)^. (•<^'>'^ «-oJc^ kä^j ^),
herrührt.
Anfang: (' ♦X-kffLiob wiffLijL J.l v;:oL.^ ^ jCij o-Jlc ,c-J (sie) yiXt^
i_5^vjl oLwaj (sie) l^ji' Swj^ ^5Jöjj |JLc
37 beschriebene Blätter; 18X13 cm. Schönes, vocalisiertes Nas/i
mit 1 3 Zeilen auf der Seite ; viele Tabellen ; Ueberschriften , Schlag-
wörter u. s. w. Gold. Abschrift von FatJi oUäh ihn iAhd cd kanm in
Yaman (Hs. ^-^^=11) ^^^Lil ^äSJUl (J-».>jJ vollendet am Neumonde J^^x»«./! des
Gumädä I 897, einem Mittwoch = 28. Februar 1492. Die Handschrift
wurde, wie mit Goldschrift in einem Kreise auf Fol. 1" angegeben wii-d,
für ^yj die Bibliothek äjlyi. des Qünsüh aJ raun geschiieben, welcher
hier — also im Jahi-e 89 7 — iLw^j_^l iu^JL^I iüCJUJLj i_jL^I ...AÄLfl ge-
nannt wird. — Die beiden letzten Seiten gehören nicht mehr zur Ab-
handlung, enthalten aber auch auf Punctierkunst bezügliche Tabellen. —
Auf der Innenseite des Vorderdeckels steht von alter Hand: „Daniel de
scientia Raml. Türe."
Ueber J./jJl JLe handelt noch Nr. 12.5,4,
159. [Diez A. 8°. 22.]
Eine Anzahl kleiner Abhandlungen über Mantik, hauptsächlich Buch-
stabenmantik ; näTulich :
1. ^tXi» ^yol^ kJLwv „die Abhandlung Süviüi-'s, des Indiers", welcher
als der Vater der Buchstabenmantik gilt; s. M. '/.. II, 6ü5 und III, 128,
4 674, sowie Hammer, Encyklopädlsche Uebersicht, S. 620 und die ara-
bische Handschrift Nr. 1277 in Gotha (II, 460 des Kataloges).
Anfang: ^j d^'j aüLs\.w ^j^ 5tXAjU.^=» |»töf! jJJl j.«, vtVjivcU. ^\j^ yjJi-\
i^JkÄjl ivaJLxj" jw^Lwa-'I f-jS^ Äj _Ä.o (»J>i ^'v-ÖÄ 'cs^ ■) T"
2. Fol. 24*': &*A«, ~^\ySy o«^j iXx^ ^LJl kA'b.:^-LtLw C 15^ r^ 'J^> eine
astrologische Schrift ohne Angabe des V'erfassers. Sie zeigt, wie man mit
^) (1. i. S' &ÄieLiJ>ü.
*) sie! 1. ^^.
Törkiache Uuudscbiifteu. 23
178 l'ürkisehe Haiiclschriften 15',). Geheime Wissenschaften.
Hülfe der Pkiiieteu die glückliclieii und iiugllickliclieu Tage und Stunden
berechnen soll. Eine Tabelle findet sich auf Fol. 3ü\
Anfang: »./ii^jX^jl ^.,.!^ ^j-^wüoVjI i_)Lw.=* lO--"^' ic-^'-^'j i^*^' ^«.üa>oj ,_»Jlia xXlj
(^v-voitXjl ^ Ja
3. Fol. 35^': (^^Ji cyl^^Äi, ein im Metrum TIazaj ^ |>^ |w__ ge-
.schriebencs Madnawi- Gedicht über ßuclistabenmantik. Die erste Hälfte
des Gedichtes wird auf den (hier Saix genannten) Sämür und dessen Schrift
(' ÄA-Li^ VJ..O. (vgl. //. Z. V, 79, 10ÜS2) zurückgeführt, die zweite (Fol.
3 9" ff.), welche über i^i^ yA*v.5o handelt, einem Sai'x Äbä H Qäsiiti zu-
geschrieben. Ueber (oj.^l) ^^^^Sis handelt auch oben Nr. 43, i. Vgl.
Gotha, arabisch Nr. 1307 (II, 482).
Anfang: ^^x^ i'j-*"' ß8i3-j<l cVjlXj -.tX*'' ■^^::^yM j.5> JLii bl
4. Fol. 44": Ä*«.:il i-U.**,! (^i^ slw^J ("S.JLv,, eine Abhandlung über die
Geheinuiisse der Anmiete, welche durch Aufschreiben der Namen Gottes
erzeugt werden. Ohne Angabc des Verfassers.
Anfang: |j.ji>Ä4.s.t x^^s?. «.Jl. J..^.^' J^ä ^^A^-iJi^ Sj-I^aJI. j^a*,JLäJ| ^v jJ.J j-^il
vO Sl.VajLo üXJ _äav.s.I sl*«.! \ljf yj-vlj eNJü. J«-»ol ^JLuu^ ^ <^-*J^
5. Fol. 4 7'': ^-ijyvi ^i^ cj^j.x3j tXiLä, „Regeln und Gestalt eines edlen
Aniulcts"; olnie Angabe eines Verfassers. Citiert wird u. a. das awüi^yLaL«
(s. oben AI. 2 dieser Handschrift), Säniär der Inder (mit dem Beisätze
üaIä äJJi S4.:^x ) u. a. m. Tafeln mit Zahlen und einem als ._^j bezeich-
neten Felde sind beip-efüo-t.
tn^
Anfang: j.Ai' o Ix^ ijcXSltXxS^ ^i^xS ^^a«äJ.I (^AäAjo x^i^c ^^jc i^.,^yXjii> Ji I.
6. Fol. 5 7'": v5..oLv (^ L.«aj L!La*.v, eine Abhandlung über ßuchstaben-
Mantik. Wie der Titel sagt, soll dieselbe auf Sämür den Indier zurück-
gehen; aufserdem wird auch Jiäm, ein Hauptschriftsteller der Araber über-
geheime Wissenschaften (vgl. Gotha, arabisch Nr. 1262), citiert. Als Ver-
') (las sogt diicli wolil der Vctb:
Ucbtr XAilib. vf^l. Ootha, nriiliisch Nr. 1253.
^) H.S. JjL.«,^ .
^) ilifKcr Ausdruck, auf Buchslaben -Mautik angewandt, findet sich auch iu der ara-
bischen Handschrift Gotha 12o4,i.
Türkische Handschriften 160. Gehchne Wissenschaften. 179
fasser wird in der Ueberschritt ') ha.ix-i (ikhar geiiaimt, mit welcliein Elircii-
titel Muliyi d-dln ihn iAraU (f 638, beg. 23. Juli 1240) bezeichnet bu
werden pflegt (vgl. li. X. VII, 1212, 79 84 und Gotha, persisch Nr. 5, I, 3).
Das Ende der Abhandlung ist astrologisch.
Anfang: ^ ^^ si s ^ \ ,j-U^ y^ O))'^ xA.j"L*k.(ix '■~i^y=^ [«■^Kr' wj^-Uax) '3^\
68 beschriebene Blätter; 19,5 X 13, .5 cm. Deutliches, ziemlich neues
Nasxi niit 1 t Zeilen auf der Seite; die Seiten ruth lunzogeu.
Zur Üuchstaben-Mimtik gcliöroii uocli: Nr. 5*,i3 (Spielereien, auf iAll zurückgeführt) —
29 (Gehyime Bedeutung der Uuchstabeu) — 21,i ( ^_^»..JLi..^j ^^ JL_c ) — 45,9 (*._JL_t
wä4-I ) — 170,9 (Prophezeieu mit H.ilfe vou y\jS i}.^^).
160. [Ms. Orient. 4". 20.]
Den Hauptinhalt (Fol. 2—118") dieser am Anfange defecten Hand-
schrift ^) bildet ein in nicht gezählte Bäh eingetheiltes Werk über Talis-
mane, welchem, einei- Bemerkung auf der Innenseite des Vordexdeckels
zufolge^), der Titel 'x~xA.\ ^Lä.w zuzukommen scheint. Mitten in demselben
steht — auf Fol. 65* — das ^s\i\ »-»j-^ ^Lci> genannte Gebet. Nach
Schlufs dieses Werkes folgen noch allerhand kurze Abschnitte verwandten
Inhalts; darunter ^jc^^i^^ AcO Fol. US*', «yUU »Lc^j Fol. 121'', ein Gebet
ohne Titel, mit türkischer Einleitung, Fol. 130''; ferner Recepte Fol. 120''f,
und vier (* ^jTj" Jli Fol 122'' (vgl. Nr. 122,4 mid r25,i,r).
Anfang: (sie) ^^^L^I (_^<^Jl ^^^Jt ^^♦.iL.gJI ^^j^*Ji (xJ^^^^)
130 beschriebene Blätter; 17X14 <^™> Ziemlich rohes, aber voca-
lisiertes Nas'/t mit 1 1 Zeilen auf der Seite.
') dieselbe lautet: äaJLc »JÜI x+c»« ySS v>a.w Uii^*} \yA.M ia*vO L'L*,v \d^
^) die von alter europäischer Hand beigefügte Foliiiruug beginnt mit 2 ; das erste Blatt
scheint also erst, nachdem diese Blnttzahlen beigesohrieben waren, verloren gegangen zu
sein. Diese Foliierung geht bis 131; da nun aber auf der Innenseite des Vorderdeckels
eine noch altere Hand angemerkt hat „l'ol. 133", so scheinen noch zwei weiter'; Blätter
verloren gegangen zu sein.
') vO fcj (abgerieben) . . . jA.\ rLö.«/ i_)üiXDl .
*) Hs. J^\
23*
180 Türkische Handschriften 160*-162. Geheime Wissenschaften.
IßO*. [Sachau 190,2. 3.]
Diese.s Fragment enthält, aufsei' einigem Arabischen auf den beiden
ersten Blättern und den Rändern der folgenden, von Fol. 2'' bis zu Ende
unter der üeberschrift —Läj L cjLi»jj_JI i£<Xi ^1x5' Ijjo eine am Ende de-
fecte, türkische Abhandlung über Anfei'tigung von Talismanen unter Be-
rücksichtigung astrologischer Verhältnisse. Der Anfang lautet: ^^^fue vcXäjIjv
vtXjLc Jjl vi^oLc »tXÄÄjl üJiÄjJU-Le, das Ende: jj.a^s.IJI (v=>^l b eSÄ4Ä.-.j i_.»bo^JI
Das ganze Fragment hat 10 Blätter von 21 X 15,5 cm. Die türkische
Abhandlung ist mit gutem, türkischem, vocallosem, 15 zeiligem Nas/l ge-
schrieben.
Ueber Talismane wird auch gehandelt in Nr. 5,9 {(^i^^MM «JULi ) — 40,2 — 42,4 —
44,8 — 91,3 — 92,8 — 114 — 116 — 120,3 — 121,fi — 122,5 — 125,3 — 126.3 —
128 — 129 — 130 — 24.3 (^j^^jI c>L^) — 281 — 285 (gegen Fieber) — 288
(gegen Viehseuche) — 493, Ende.
161. [Ms. Orient. 4". 105.]
In dieser sonst arabischen Handschrift steht auf fol. r. des letzten
(65^*°°) Blattes ein alchymisches Recept, welchem zufolge von sieben Me-
tallen nach deren Beziehung zu den sieben Wochentagen je 1 bis 7 Dirliam
genommen und zusammengeschmolzen werden sollen. Die arabische üeber-
schrift lautet — mir wohl wegen technisch - alchymischer Ausdrücke nicht
recht verständlich — : JjtX^ jUä ^ äJLötX-'l *_jLj ^J^ t-"^^^ '^' 1.5*^'^* ''^
^j.aJL.^1 iüb Jij o JiJ t_jb ltX.§i. Das Recept trägt also den Namen: Jüb Jo
^-JLaJl „Verfahren der beiden Gleichen".
Anfang: >.Jö^.sjvjI 'iS li^ J.l aSix^xiS jj-^^-ti ^jl ^i>JLj(>.äx) (jJo ^*üjü(
Flüchtiges Nastalhq, im ganzen 10 Zeilen. Gröfse der Handschrift
24 X 16 cm,
162. [Ms. Orient. Fol. 916.]
('vv«t*Jl Jwl^, ein umfassendes Werk über Traumdeutung, nach per-
*) B. Fol. 3* Z. 5 V. u. und die UeberBchriften der einzelnen Capitel.
Türkische Handschriften 162. Geheime Wissenschaften. 181
siscber Vorlaije (Fol. 2'' Z. 4 v. u.) von 2Ilr AizamSäh Miskin (Fol. 2'
Z. 3 V. u.) in osttürkischer Sprache bearbeitet. Das Werk ist in eine
(nicht weiter untei'getheilte) Muqaddimah allgemeinen Inhalts und 29 Bäb
eingetheilt (Fol. 3* Z. 4 v. u.); die geträmnten und zu deutenden Gegen-
stände Averden in diesen 29 Capiteln, von welchen eines für jeden Buch-
staben des arabischen Alphabetes bestimmt ist, nach ihrer persischen
Benennung alphabetisch zusammengestellt. Mit dem 27"'™ Capitel hat der
Schi-eiber seine Arbeit abgebrochen, so dafs die zwei letzten, für ^ und
it bestimmten Capitel fehlen. Die citierten Autoritäten sind hauptsächlich
Um SirJn, der Imäm Galfar ßädüi, Gähir Mayriln und Kinnäm ') ; in der
bibliographischen Zusammenstellung oneirokri tischer Werke, welche N. Bland
in seinem Aufsatze „On the Muhammedan Interpretation of dreams" im
JRASoc. XVI, 153 giebt, werden die einschlägigen Werke dieser vier
Schriftsteller an zweiter bis fünfter Stelle angeführt.
Ueber seine persische Vorlage spricht sich der Verfasser, soviel ich
sehe, niclit näher aus; wahrscheinlich ist aber als solche, obgleich hier die
dort vorhandene Eintheilung der Muqaddimah in 16 Fad nicht vorhanden
ist, das gleich betitelte W^erk des Aha 'l fadJ Husain ihn Hn-älmn ihn
MuUammad al-Tifliffi zu betrachten, welches von II. X. V, 25, 9732,
Bland a. a. O. S. 155, Mehren zur Kopenhagener Hand.'^chrift Nr. CXXXIV
(p. 45 des Kataloge.s) und Khanykov im Bull, hist.-phil. de l'Acad. de
St. Petersbourg XIII, 188 = Melanges Asiatiques II, 5 22 mehr oder
weniger ausführlich besprochen wird. Von deinselben W'erke giebt es auch
eine osmanisch-türkische Bearbeitung, welche von H. X. a. a. 0. erwähnt
wird und in Kopenhagen (Nr. XXIV, p. 6o) gleichfalls handschriftlich
vorhanden ist.
Anfang: y^y^tX:^ (' )^^ i-jIcXä Uä^ Xä«*». «»^^1 ^j,5 iÄ*«Ä LöjJf ,j Lüil Läjs
JUä. ^j.>m\Xj} eJwUj^^Xi^ ^.iLc«-.o jva5 |^jltX.ia. J.l (sie) ui cV»-^
(iOiLsl sl^'s^JU^ «i^l3
293 beschriebene Blätter; 28 X 20,5 cm. Schönes, kräftiges, sehr
deutliches Nastaülq mit 19 Zeilen auf der Seite. Auf der Innenseite des
Vorderdeckels steht von der Hand des Herrn Dr. Klatt: „Geschenk des
*) d. i. Ibrählm al Kirmäni.
«) Qur. II, 197.
183 Türkische Handschriften 163. Künsle und Fertigkeiten.
Sir Rob. Shaw , Polit. Agent Yarkand (durch Dr. Jagor). 187 6", und auf
einem vorgehefteten Blatte (mit Bleistift): „Inhalt: Ein Traumdeutebuch
in türkischer Sprache. Die gedeuteten Gegenstände werden persisch be-
nannt und in alphabetischer Ordnung aufgeführt. Jeder Buchstabe bildet
ein Capitel. Die gewöhnlichsten Gewährsmänner für die gegebenen Deu-
tungen sind Ihn Sirin, der Verfasser eines berUlimten Traumbuches, ferner
der Magribiner üjabir, der Perser Girmani [sie] und die angebliche Schrift
des schiitischen Imam Dja'fer Sädik. Das Buch ist ca. 25 0 Jahre alt und
geschrieben, nicht gedruckt, d. 29. Octbr. 1876. Dr. J, G. Wetz-
stein." Am Anfang und am Ende je ein Siegel {Amin Beg und sein
Sohn).
Ueber Traumdeutung handeln noch: Nr. 5,8 — 5*,69 — 37,5 — 315, I,i.
Von Magie und Mantik ist noch in folgenden Handschriften die Rede: Nr. 23, i,
37,3. 122,4 und 125,4c (JLs) — 5,ig «nd 22, 10,3 und 4, 27, 13, 41,8 und 125, 4, a {J%.'ji=>\,
Ji^) — 42,1, 121,1 fol. 151% 128 (^^.Ä.j| cLJi>) — 5, 19 und 44,6 (Namen Gottes) —
5*,62 (v:i)f)lAÄ.Äl im allgemeinen) und 121,4 (an welchem Tage man ein Kleid zuschneiden
und die ISügel beschneiden soll) — 14, 1 (Abwehr des böseu Blickes) — 128 (Kreis zu
Prophezeiungen beim Neumonde) — 353,s (mautische Diagramme).
IX, Künste und Fertigkeiten.
163o [Ms. Orient. 8". 304.]
jt.^b^5-ji, ein Schriftchen über die Kunst des Bogenschiefsens , von
MuJtammad ihn Yünns al-Düräzl (s. die Anfangsworte), oder — wie in der
dieselbe Abhandlung enthaltenden Oxforder Handschrift Ui'i Nr. 5 6 steht —
al-Darwäzl. Der Verfasser behandelt seinen Gegenstand hauptsächlich
unter Anlehnung an arabisch mitgetheilte und hier roth geschriebene
Stellen des Qur'än und der Ueberlieferung. Die Abhandlung ist in nicht
gezählte Bäh eingetheilt. — Andere türkische Schriften über denselben
Gegenstand sind in Paris Nr, 164,i, Lund Nr. 10,2 und Dresden Nr. 39
vorhanden.
Türkische Handschriften 164. Künste und Fertigkeiten 183
Anfang: JU ^a*4.=»I «JIj tX+^ J^a (»i^«*.'!^ <s^J_.äJL ^aJL»JI ^^ xi,' tX*:il
Nach dieser Abhandlung folgt noch ein Fragment von zwei Blättern einer
o-leichfalls türkischen Abhandlung über das Lesen bestimmter arabischer
Gebete, und dann — am Ende defect — eine arabische Abhandlung über
sJLaJl isjj^. Sehr ähnlich ist die in der Gothaer Handschrift arab. 117,6
stehende Abhandlung.
45 Blätter, von welchen das 3 7"'* nur den Namen des SäMr Efendi mit
dem Datum 3. Rab'ii I 1267 (= 6. Jan. 1S51) trägt, Blatt 40 aber,
welches mit 41 zusammengeklebt war, ganz leer ist. Die Abhandlung
über das Bogenschiefsen mit gutem, nicht neuem, vocalisiertem, 13 zeiligem
Nas'/i geschrieben. — Auf Fol. 1" ist das Siegel des Sultans Mustafa IV
(reg. 122 2 — 23 = 1807 — S) abgedrückt; er führte in demselben den
gleichen §Mr'(7?z-Spruch (VII, 41), wie sein Bruder und Nachfolger MaJi-
müd II (s. Reinaud, Monumens Musulmans du Duc de ßlacas II, 23 4
Nr. 99), nämlich: J\ iU icJocjJ ü^ U, \d-^ (sie) LotXic ^d3\ uli tX*i.l
xJUI (sie) LotXiß.
164. [Diez A. 4». 131.]
(^ o>Ll.öLs Jlj vL.-.>ll i^JLä ^iJ ' v^yLoLüv-'l^ ^\jS3\ ^ ^Ikjt, ein abwechselnd
in Madnaici-Yevsen und in Prosa geschriebenes Lehrbuch der Musik, von
dem A§rt// Dlk ahü 'J-Nih aj^f ^1 ^£sjiO (S. 6 Z. 6). Kreise und sonstige
Figuren sind, wie es in Büchern über Musik der Fall zu sein pflegt, reich-
lich vorhanden. Bemerkungen in französischer, bisweilen auch in latei-
nischer Sprache sind hie und da beigegeben; mit Bleistift sind dann und
wann Fragen in arabischer Sprache an den Rand geschrieben (wie S. 4 7:
JUi-Cl 5J^ ^j^jLxi Lo, S. 61: ^-yU»; r»' J^r*; i*-^' '*^* J^j S. 62: X*i.J> tXj^i
iüK;i.l sjjc u. dgl. m.). Auf einem vorgehefteten Blatte steht: „Traite en
vers turkes, sur la Musique, intitule ^lw.,ü'l j^ä ^y cjLoLäJI^ J^o^i'l li, *JiM
vi^LyöLJI^ Ma'tia fy '1 adoüar w'el maqamät we fy elm el asrilr
w'el Ryadyat. On lit ;\ la fin du volume un es.sai sur les insti-umens
nommes äoüd i>..ä, chachta Lx-i^, tchenk eSj-a-, et Nay ^ab".
') sie! 1. ,_JiJU|? oder ^iAJI?
^) dieser Titel ist der Titelseite und der Ueberschrift entnommen. In der üeberschrift
steht k:i)LäljJl. statt visLy^Uw'!. .
184 Türkische Handschi-iften 165. Künste und Fertigkeiten.
Anfang: ^.öLääI <:^\ J-a. \jL^f (?) nXx'iy.^ <s^^-) 1*^*' V-"-^ t^' ^'
37 beschriebene Blätter von 19 X 1^ c™5 und aufserdem zwischen
Fol. 28 nnd 29 (S. 5 5 und 5 6) ein gröfseres, eingeschlagenes Blatt; die
Handschrift ist mit Originalpaginierung (bis 73) versehen, aber nur die
ungeraden Zahlen derselben (welche Fol. vers. bezeichnen) sind ge-
schrieben. Gutes DuDüni mit 1 4 Zeilen auf der vollen Seite , die in
MaBnam-N &YS,&n. abgefafsten Stücke zweispaltig geschrieben. Europäisches
Papier. Wenn eine Bemerkung auf Fol. 1'' sagt: „Ce Ms. avait et^ copie
en 9 45 [heg. 30. Mai 1538] de l'hejyre", so ist dies offenbar von dem
Originale, nach welchem die vorliegende Copie gefertigt wurde, nicht von
dieser selbst zu verstehen.
165. [Diez A. 8«. 72.]
J.jI, ein VVei'k über Musik von Xidr (Hs. *.«ä.s.) ihn lAhd alliih '). In
der Vorrede erzählt der Verfasser, dafs er von Muräd 11") (reg. 824—85 5
= 1421 — 1451) zur Abfassung des vorliegenden Wex'kes aufgefordert worden
sei und dieser Aufforderung habe nachkommen müssen, obgleich er vor-
gestellt habe, dafs ja am Hofe des Sultans bedeutendere Musiker vorhanden
seien; als solche werden Hä(j(ji iÄlt, Sinän, Husain, iAll, Aiinin ,j-»jt,
MuUammadi genannt. Aeltere, bei Abfassung des vorliegenden Buches
benutzte Werke wei'den, soviel ich sehe, nicht oder doch nur gelegent-
lich angeführt.
Der Verfasser holt soweit wie überhaupt möglich aus, denn er be-
ginnt mit Erschaffung der Welt und kommt erst mit dem 2 8 "''''' FasJ
wirklich zu seinem Gegenstande, zur Musik. Der Inhalt der 4 8 gezählten
Fasl, in welche das Werk zerfallt, ist der folgende: l) Fol. II'': ^Laj >l>
^JLä J^.S\ — 2) Fol. 13'': _5^JI <ÄJLi ^Lj ^o — 3) Fol. 17": J^i ^o
i(joL*j' XSaj\ — 4) da.s. : jüL5^.ij.s> vlläil ^^xxx |^Lj ^c> — 5) Fol. 18'': ^o
*) Titel des Buches und Name des Verfassers werden Fol. 4'' letzte Zeile mit den
Worten J.I ijs-^ r? »*> JLi^ xS' äÄJI J^aä ^^j 7'*^'^ t<*"P° ^)^^'>^ y~? angegeben.
*) es steht da (Fol. ö'^ Z. 6 v. u.) (^Lä. tXjjjL ^j oKjo ^JUa-L*v ; dies mufs aber
ein Schreibfehler sein, da es gar keinen Sultan Muräd gegeben hat, welcher der Sohn eines
Bäyasld gewesen wäre. Es ist offenbar tX-^-rS" jo—?' ausgelassen: Miirüd, ein Sohn des
Muliammad, welcher seinerseits ein Sohn des Bäyasul war, ist eben Muräd II.
Türkische Handschi-iften 165. Künste iind Fertigkeiten. 185
x*j^l ^L*j ÄjLfsjyil^o -yy^ o^A*^ ^Lj — 6) Fol. 19": ^^ i*^\*io ^^ )>>
Hj-iiA ^\ — 7) Fol. 21=': ool^- y j^j J^)^-:/^ ;U-i J^i ^o — 8) Fol.
21": Jä.^ uUi ^Laj ^J) — 9) Fol. 2 2": ^^Ä.i^ läjJU ^Laj ^o — 10) Fol.
23": .^'y> läjOi J^ ^o — ll) Fol. 23*': ^UiT «sOi ^Uj ^o — 12) Fol.
25'': 8^^ üS-U J^ ^O — 13) das.: o^\iaA ^sjJLi ^Laj ^i> — 14) Fol. 26":
y^ ^äUi ^JLo ^»> — 15) Fol. 26'': xjuvl ^Uä ^Lo .c> — 16) Fol. 27":
C^ JjdI _iUa.oL> s^LIav ^I^ ^^Laj ^0 — 17) Fol. 2 7'': ^j^^ Jolw ^Laj o
»jLL« Suu-w v_a5"I^ — 18) Fol. 30": ^^ ^j^iXjI v_a^I^ x-w ijt-o ^.> —
19) Fol. 30": ^^ (j.J;Jöl ^f/'ucLA..ä^ ^Lj ^j. — 20) Fol. 31": ^Lo ^o
J^\ ^^ vj^ — 21) Fol. 31": ^L/iJsi^^i^l ^L^ yO — 22) Fol. 32": ^o
^jLäjI ^5Lfl^J>.Äi ^jLo — 23) Fol. 35": ^^U-i^ ^y^^ is^j*^} (^r-^^ U^ i*^
^UjI — 24) Fol. 35": ^\.^) tsW^; u'"^ ;'^ "~ '^^) ^ol. 36": ^L« ^J
^jU.ä:ii>l — 26) Fol. 37": Läxl ^j ^JL.ci.Äj^lJ» ^Lo ^o — 2 7) Fol. 37": ^j
ijL_w-jk_«i^li>.. ^I'^s'j' (jjy^ — 28) Fol. 3 9 : ^JLtMyo *Xe (Jk.«sl ^jIaj vJ —
29) Fol. 49": «X^b «^Laä^' *:?> sl iteUjI |«.iÄ ^jIaj ^o — 30) Fol. 5 2": ^o
o'-k»,! Jk.«a.Ä<jc (c^5 J-'*a.Ä/! (C^J U*'*H 5'^ *^ P^y' e.jy^'? — "^0 f ol> 53 : j»>
^UjI -L^jU^ jjLo — 32) Fol. 55": Jjf ^L^ jjLaj^o — 33) Fol. 5 6": Ju^ ^o
ci;k*uwö (^>X»x «io3 ^Xj (^jUOyiij Jjl >Iaä JLuc — 34) Fol. 5 7 : ^LAÄ ^jyo )^
^^b — 35) Fol. 5 8": ^Lül ^bso^c ^Lj ^v> — 3 6) Fol. 7 3": ^jIaj ^o
50j-«J ijl-a^' Lj^'-^ij' <5^^^y^ — "^'^) -^^1- 81": Jy.Ä '^»^r' *^ «yLoLüxi i^Laj m>
^^Jf — 38) Fol. 90": OA.I J.^1 &$" boy^T ^Lj ^j — 39) Fol. 9 2": ^o
(sie) LgJ^.olj Lg.j>-ö i-L^Lj ijUj — 4 0) Fol. 9 7": xS' ^-iy oj^ ,jL«.j vJ
.:jw.^ — 41) Fol. 99'': ohne Ueberschrift — 4 2) Fol. 103": ^Lyj ;*>
(sie) 5I ^Laj _jj> ^üoj.^ — 43) Fol. 106": ^y^\ ^Iaj ^i5 — 44) Fol. 106":
tXJ.1 5»>^J' o^A.**J ^■^-=T'r~? *-^ (' '^'^re. o'-^^ ;'^ — 4^) Fol. 107": ^JLo ^^
tXjl sayT cy.A*«j Ä*AA« ^^I^jCj äS' ^^b>j>^. — 46) Fol. 108": ^»,wö yjLo ^o»
v:>*«jkj Si>L>\ (jiwi vi ;v^."i^ x^'vfjOl — 47) Fol. 109": ^;o jji^ ^5' ^^1 ijLo ^a
^0\ JoLj ^ 1^-^ *J;^ u^ — 4 8) Fol. 109": ^^^jj ^ »«^yJ r* e;^ ^"^
liy^ ^ xs. giSsjLv. . Diese Capitelübersehriften werden — aber nur bis
zum 37='™ einscliliefslich — aueh am Ende der VoiTede mitgetheilt. Naeh
dem 48"'"' folgen noeh einige nicht gezählte und zum Theil nicht einmal
mit Ueberschriften versehene Fasl Tabellen mid Kreise (daher der Titel)
sind reichlich beigegeben. — Das gleich betitelte und gleichfalls über
') sie ! 1. sf ^Uoijjj .
TürkiBche HandsclirifteD. 24
186 TUrkisclie Handschrif'teu 166. Künste und Fertigkeiten.
Musik Landelnde türkische Werk, welches in der Leidener Handschrift
Nr. 14 28 enthalten ist, ist gleichwohl von dem vorliegenden Wei'ke ver-
schieden. Das letztere Ist benutzt von Kosegarten; s. dessen Alii Is-
pahanensis liber cantilenar um magiius, Prooemiura p. 36.
Anfang: |^ jj^*.*Jjl »J;);' lt^'j ij-^ LS-''-^' ^i^ lt^ ^ lt^-^j <^'»-='
156 beschriebene Blätter; 18,5X12,5 cm. Schönes, vocalisiertes
Nas/l niit 1 3 Zeilen auf der Seite. Auf einem vorgehefteten Blatte steht,
von fremder Hand geschrieben, als Titel des Buches (sie) j^ii-ay ^j^' ; auf
Fol. r das Datum ttt^t' ..^^ {= 30. Dec. 1731-28. Jan. 1732); auf der
letzten Seite ist ein Siegel mit der Inschrift xL.jlx,y..^ ij->"-=» J^^sixi ^_jj b «J^l
(Rein au d, Monumens du Duc de Blacas II, 17 2) abgedrückt.
Ueber Musik handelt auch Nr. 45,6.
[Wetzstein I, 63.]
Auf der letzten Seite dieser sonst arabischen Handschrift steht in
türkischer Sprache eine Anweisung, wie man Flecken aus Kleidern ent-
fernen soll. Vgl. üben Nr. 41,7, sowie die arabischen Handschriften Nr.
1330 und 19ü6,.i zu Gotha. Die Ueberschrift lautet: ija*.j sax-ä^j y~>
sjol ^La-j _iLc sJitXJ ^J.*iJ^> (' a.jLxAvl s^äj s-liLÄii jiL^j , der Anfang: yi
Gutes Dlwänl-, Gröfse der Blätter: 18 X 10 cm.
Hierher gehören noch: Nr. 5*,S5 und 315, 1,2 (Metrologie) — ö*,6s ( ydju Jj^xüj
La»^aj Js.Ä «jU.»ä-'l ) — 1" iol. 40" (ein Mittel, um den Bart schwarz zu färben) —
23,2 (Taschenspielereicn) — 34,2 (Kochkunst) — 800 fol. 20° (Recept zu einem Räucher-
werke) — 315, 1,1 (Recepte zu bunten Dinten).
') 1w)La.w!, Tallrlf l'iir i_}|jj1; s. die Wörterbücher unter ^_jL-w(.
Türkische Handschriften 166*. Mathematik, Astronomie u. s w. 187
X. Mathematik, Astronomie (nebst Kaleiiderkiiiide)
und Astrologie,
166'*. [Landberg 820.]
Wie der Verfasser, MuJiammad Saiid ihn al Jiä<j() MaRinüd, zubenannt
Mufüzädali ^5^^^jC^_i *) (Fol. 3^ Z. 2), in der Von-ede auseinandersetzt,
hatte er ein Instrument hauptsächlich zum Gebrauche für Artilleristen er-
funden, welchem er den Namen „Sinusquadrant mit zwei Bogen" ^«— j;
(^Auyül ^ö \->^ (Fol. 3'' Z. 3 V, u.) gegeben hatte, und welches es mög-
lich machen sollte, wenn von einem Dreiecke eine Seite und zwei Winkel
gegeben waren, nun auch — ohne Messung — die beiden anderen Seiten
und den dritten Winkel zu finden (Fol. 3'' Z. 5 v. u.: ^^«JLä jJ cfSiLöo jjo
strument unterbreitete er dem TJrtheile des Muliammad Plnzädah Efendi
(t 9. Eajnh 1162 = 25. Juni 1749; Hammer, Osman. Geschichte
Vni, 120), und dieser legte es dem Sultan Malimüd I (reg. 1143 — 68 =
1730 — 54) vor. Auf Befehl des letzteren nun vervollkommnete Mufii-
zädah das von ihm erfundene Instrument noch in der Weise, dafs man
mit Hülfe desselben, wenn von einem Dreiecke zwei Seiten und der von
denselben eingesclilossene Winkel gegeben sind, nun auch die dritte Seite
und die beiden übiigen Winkel finden kann (Fol. 5" Z. 5 : tsJoau^j ^XjI -tf
^XJI tä^jÜljLo yi (sie) ^^j.ÄA«k*xJ.I \jX\S lJ*l-;JLo j.A£ ^K äSo«iL«»jO «\XJ ^^55t\iÄAJ
i^^äJÜ» JoJ ,c^>.> JUä' oaäaJ^ 15^"/-^ (ä5U*»,U.'jl 1*;-^ *'^' i*«^«^)- ^i^ ^^"
Schreibung der Einrichtung und Handhabung dieses „neuen Instrumentes",
welchem kein anderer Name als eben dieser (stVotXs> c:^.'!) gegeben wird,
bildet den Inhalt der vorliegenden, dem Sultan Malmüd I zugeeigneten
imd im Jü 'l qaidah 1149 (= 3. März-1. April 1737) geschriebenen
Abhandlung (Fol. 3" Z. 4), welche (Fol. 5^ Z. 6 u. 5 v. u.) in iU^ ^
aL*j'L~k o t>j..oJw o ItXy >j xuhXäjc »j eingetheilt ist. Dem Texte sind sowohl
») i5y4*iXo i^K^ÄÄ^J Ici^Jl; vgl. oben Nr. 64* (S. 103 Anm.).
^ 24*
1S8 Tfirkisclie Handschriften 167. Mathematik, Astronomie u. s. w.
am Eande, als besonders auf zehn Tafeln reicKliche Abbildungen und geo-
metrische Figuren beigegeben.
Anfang: jv.,^ wj'..> >'Jij1 '«-T ^L^^Xj^^»^ -^-L^i*.- ^j-L^-; A*^ -r'^^
'(sie) (_».L=»^ iS^} fi^ ^T^i '&=»>Lä. ^JkA^y^UjI
24 beschriebene Blätter, und auJserdem die erwähnten zehn Tafeln
mit Figuren; Gröfse der Handschrift: 22X16 cm. Schönes Nas/i von
türkischem Zuge; auf der Seite stehen 13 Zeilen; Schlagwörter roth, grün
oder mit Grold geschrieben; Trennungspuncte von Grold. Am Anfang ein
schöner lUnicän; die Seiten mit einer goldenen Leiste und schwarzen
Linien einoT'^fafst.
o
167. [Ms. Orient. 8°. 171.]
Handschrift astronomisch - astrologischen Lihalts. Die einzelnen Ab-
schnitte sind die folgenden:
1. FoL 1': ein Kreis mit Erläuterunor. Die letztere beginnt mit den
Worten: »J^-i-JÜG&. i?! A.'»?iv! *j-tij ,.>j.^o J'^i.t. .>j-'sjLä. ^'\}c s^b »j.
2. FoL 3*: eine Anweisimg, das Horoskop zu stellen, _l»si-^) ^i Juii
jJLkJI: beginnt mit einer Tafel, welcbe die Seiten 3° und 4* einnimmt.
3. FoL S*: ^«-i-'l ^lisx, eine Tafel über den Aufgang der Thier-
kreisbilder für die Breite von Konstantinopel; übersehrieben:
j.-iJ ».Ik* _U-'. ^>:>i!-., ?" ^oti ;^.w^'l *.'lk< J.J^
4. FoL 9': eine kurze Abhandlung über einen <=,'«jwJt ij***5 genannten
Vorgang mit den Bildern des Thierkreises und seine Bedeutung für die
Astroloofie. Die Abhandlung beorinnt mit den Worten: «JUb &=►>.> 5J.»U.>j
'<^jol ji^Jkjl -J-^ 5'»»' w^-*s-sj SW^^ ^M cH?-'*"^'^' • ^^'' Hauptinhalt sind
Tafeln.
5. Fol. 17': eine Tafel nebst Erläuterung über die (nach orientalischer
Auffassung zwölf) Planeten und deren Einflufs auf die Schicksale des
Menschern Ueberschrift : ijhi' ^-Ls.l J.Jk=».
6. FoL 21-: Äli.iüi^l .i.-Mi'. ilc^ -ISsl ,.,LJ.I JU»;;..' sJ^-Oj. «?« Jo
o, Belehrung über die Zahlen und Siglen, welche in astronomischen
Schriften und Tafeln angewandt zu werden pflegen. Interessant und nütz-
lich. Vgl. Anonymus Persa de sigHs Arabum et Persarum astronomicis
(ed. Jo. Graviuäj. Londini 1648. 4°. (fehlt bei Zenker).
Türkische Handschriften 168- Mathematik. Astronomie u. s. w. 18$
7. Fol. 25*: Abhandlung über die zwölf Planeten nebst ihren „Bläu-
sem" (oAAj oder xjLä.) und ihre astrologische Bedeutung.
Anfang: .:> S6^ Jyj^ 'viS-UJI w-L. '^j«i>: 4XJ.^ WUs Jö. Jpf» o^l
S. Fol. 35': eine Tafel nebst angehängter Erläuterung: überschrieben:
9. Fol. 37': Belehrung darüber, welche Handlungen vorzunehmen
sind, je nachdem der Mond in einem der zwölf Büder de^ Thierkreises
steht: Ueberschrift: .isü.l vLxü.' s.>sJ;.ic -ff 5>>.i iJ-Aitl < c^'.< sjJ.Lx ..^
10. Fol. 45": si;l,Lü.l L'L^». eine ähnliche Abhandlunor in welcher
gleichfalls auseinandergesetzt wird, welche Zeiten für die Vornahme be-
stimmter Handlungen günstig oder ungünstig sein sollen. VgL oben
Nr. 5*,52.
Anfang: -is. Jol«. ,j 8fc.Vi^«.<\x >i;Ls.^Ui-s' «'-^y^' '*^ *^;*^ J^t f»*^'*^
'x^Jo.N sX*i.-' ^Lü^i. w-Lsijl
/ J- ~ / ~ ' ■
11. FoL 52": Tafeln über die Bewegung des ^.*.ä-4.' wlC'l genannten
Sternes für das Jahr 1110 (^beg. 10. Juli 169S). w-y^' wIC'l „die roth
ofeförbte Hand" heifst bei den arabischen Astronomen der hellste Stern in
der Cassiopeia f|_.«.JC'l <=jI3): s. Ideler, Stemnamen S. Sl. Die Ueber-
schrift lautet: ^-^ m. ^üuJ üjcw^JI ^L-J-L s.i_tf^'' ^.^-It ^iTJ.jLs..
5 9 beschriebene^) und ziemlich viele leere Blätter; 23X1^5^ •^™-
Verschiedene Hände, alle mehr oder weniger gut und sauber. Auf einem
vororehefteten Blatte steht: -•-si-'' ä Sw.^. ^a.^4.' ._ä<'L'Lw. aif..^.^.
168. [Ms. Orient, 4". 196.]
LLl^'I ioiLb. (Fol. 1*^^ Z. 13), ein Lehrbuch der Astronomie, unter der
Regierung des Sultans Sulaimän I (reg. 926 — 974 = 15 20—1566) nach
dem Persischen des iAh-i Qüsgi türkisch bearbeitet von Saiyidi iAh ibn
Öusain, genannt Kätibi BümJ-) (Fol. 1* Z. 9 v. uX Ueber das persische
Original und dessen Einth eilung, welche auch in der vorliegenden tür-
kischen Bearbeitung beibehalten ist, vgl. man die hiesige persische Hand-
*) Fol. 27 hat nur ein nitht ausgefülltes Tabellencetz Ton rothen Linien.
*) Er starb im Jahre 970, b^. 31. Aug. 1562; s. Hammer, Osman. Dichtkunst
II, 306. — Ein anderes Werk Ton ihm ist in den Handschriften Nr. 9j und 188 ent-
halten.
190 Türkische Handschriften 169. Mathematik, Astronomie u. s. w.
Schrift Nr. 331 (S. 351 des Kataloges) und Kr äfft zu Nr. CCCXLVI
der Wiener Akademie. Die vorliegende türkische Bearbeitung finde ich
nirgends erwähnt; eine andere, von Mulla Parwez heiTührende ist z. B.
in der Gothaer Handschrift Nr. 15,i (S. 24 des Kataloges) vorhanden. —
Die vorliegende Handschrift ist niclit vollständig, indem sie im zweiten
Fast (heg. Fol. 1 2'' Z. 1 3) des sechsten Bäb {heg. Fol. 1 0'' Z. 2) der ersten
iiaqälah abbricht.
Anfang: ^j ff^^i «».XTa^L rvjs^^ Jj' lt^^-* ^ u*^^^^^ o"^^ is-r ltV;-*
Ende: JofwCx: ^c^»-^ J^ jJs yJ-^l d^^ jÜL».w (.^ajuä-a» (^tX.JjL« ^Ja^^
12 beschriebene Blätter; 21X15 cm. Kleines, deutliches Dlioäni-
nasxisi mit 27 Zeilen auf der Seite; viele Figuren, besonders Kreise. Mit
blasser Dinte geschrieben.
Zur ABtronomie gehören auch: Nr. 21.« — 3 — 8 — 38, i ( y_»_JLjl J\LjLje) — 45, s
(desgleichen).
169. [Ms. Orient. 4". 15 6.]
Diese Handschrift enthält (Fol. 54*'— 63*") nach ' ein er persischen Ab-
handlung über Metrik, welche im Kataloge der persischen Handschriften
als Nr. 118 (S. 188) beschrieben ist, einen anonymen, am Ende defecten
Aufsatz über Horoskope und Nativitätenkunde, Ci^yj" .«JUs ^l:;^. Es werden
die einzelnen Bilder des Thierkreises durchgegangen, deren jedem ein be-
sonderes Gapitel gewidmet ist; in dem der Zwillinge (s\^-=»- statt l)^-=»)
bricht die Handschrift mit den Worten (?) ^ta-wül^j^ ^i> yö 5t>j»j Lv.aäS' ^^^\
.o ab. — Die gleich betitelten Schriftchen Wien 1431 (II, 4 9 8) und
Leipzig CIjXXVJn,2 (S. 450) sind von dem vorliegenden offenbar ver-
schieden.
Anfang: (X^ss bjoL*/ ^^ iJLöJI^ ^^JixJJ «aüIjüIj j^a^JLjl)! i«>^ xJJ (X»jil
tMCJb ^y^f, (sie) jiUb b ^:?^lLii ^^kjt ^*^i jji.
^i> ^yiy<i ß^^ »«jb:^' fJ ^
Gutes, altes, vocalisiertes Nas'/l mit 17 Zeilen auf der Seite.
Türkische Handschriften 170. Mathematik, Astronomie u. s. w. 191
Ueber Astrologie handeln auch: Nr. 8*,8 — 27, 20 ( JLöl^ o>.»JC=>. x, -A /»^ juoLij.j) —
42,4 (cU^I J*i^} ■:>yij-J\ ^Lb ^ixf) — 45,4-8 (Horoskopentiifel) — i>5,i (desgl.) —
159,« {SJU.M, vy>5'lj5^ u^-s^j (Xxm |»L>I LcLicyLfcL«» Äi-r**) — 160*.
170. [Diez A. 8«. 59.]
Die Ueberschrift lautet: »i^Ujüd j2L«<^ ^'-Pj <-M v:i;liux! «jw «•>«lj)^; 'tX*
Li. -^^ Jt-Läj sxt^JjiJI; es ist also ein Kalender, und zwar, wie die meisten
derartigen Tabellen, nach den Prinzipien des Saix Wafä gearbeitet (vgl.
Wien Nr. 1426 und das Buch von Velschius, Zenker I nr. 1077).
Den Anfang machen drei Kreise mit ihrer Erklärung (über jcjLkJL, \y»j,
_yjiJt JLs., und L»AxS' d. i. ju>,-v*^, das Schaltjahr) ; dann folgt ein äxÜsIä
mit Erklärung, dann Tabellen über die .syi-ischen resp. fi-änkischen Monate
(vvl d. i. rl3t = <^^.xl, ^jLvJö = J^r?'? ;^' = Lr-:?Lx! u. s. w.) mit |.KäI
UjC=» überschriebenen Prophezeiungen am Rande; dann folgen Tabellen
(Fol. ll"*!?.), welche für die Zeit vom Gumädä U 1099 bis zum Bahn II
1130 angeben, auf welchen Tag nach christlicher Zeiti-echnung der Anfang
eines jeden muhammedanischen Monats fällt, und was für ein Wochentag
derselbe ist'); dann kommt (Fol. 15") eine Tabelle, welche lehrt, auf
welche Wochentage die muhammedanischen Feste (wie ';^— ^1 e ^y-i =
10. MuMarram, ^^aJI ^^v« = 12. Bahn I u. s. w.) in den Jahren 1098
bis 1140 fallen; dann Fol. 16"" ein jwbs^i., d. i. eine Tabelle, aus welcher
zu ersehen ist, auf welchen Wochentag der erste eines jeden IMonats in
den Jahren 1097 bis 1109 fällt; dann Fol. 19'' und 20" zwei Tabellen,
aus welchen ^5i»^ »Äiio und sie JL*« erkannt werden sollen; endlich Fol.
21'' und 22" ^jJo-i c>.*L».j v^r^ '' '^^^r' ^^j' \j^ J^^- — Ueber das
Kalenderwesen der Muhammedaner vgl. man, auTser dem bereits citierten
Buche von Velschius, besonders noch: l.«) xä-w (sie) f>->.yÄx}\ sive Ephe-
merides Persai'um per totum annum — nunc Latine versae — a M. Fr.
') in diesen Tabellen scheinen indefs die Jahre falsch eingeschrieben zu sein. 80 soll
z. B. der erste MnKarram 1100 auf einen Sonnabend haxm den 16. October fallen, was aber
nicht richtig ist. Es scheint der erste 3IuTiarram 1101 gemeint zu sein, welcher nach
Wüstenfeld auf einen Sonnabend, 15. October (1689) fiel, und also von der Angabe
der vorliegenden Tabelle nur um einen Tag abweicht.
192 Tüi-kische Handschriften 171. Mathematik, Astronomie u. s. w.
Beckio. Aug. Vindel. 1695. 96. Fol. (fehlt bei Zenker), Chardin,
Voyag-es en Perse, nouvelle edition par L. Langlfes (Paris 1811. 8°)
IV, 35 0 fi'., und Navoni im vierten Bande der „Fundgruben des Orients".
Auf die leer gebliebenen Seiten und Blätter dieser Handschrift sind
noch die folgenden, nicht zum Kalender gehörigen Dinge aufgeschrieben:
1) Fol. l** zwei Ta'nx auf die Jahre 1118 und 1121 — 2) Fol. 9" ein
paar Notizen, die beiden letzten über die Thronwechsel, welche in den
Jahren 1168 mid 1171 stattfanden — 3) Fol. 10*: ein Tarjli-band mit
dem Anfang: )i^\y^ '^.<^ iJ-J^ä^ ^y^.y <^^ ^'r!i=* y^ — ^) ^^^- ^^^'- ®"'
Lied von lÄStq lümar — 5) Fol. 17'': Angaben über die Ascendenten
und Descendenten des Propheten — 6) Fol. 18"'': einige i^a^zoa, die beiden
letzten von Abu 'l suiüd und von MuTiammad ihn Said al-dln — 7) Fol.
21^: Qufän XXIII, 117 u. 118, mit schönem l^asyil geschrieben am
15. Bahn II 1160 (= 26. April 1747) von einem gewissen Monlä Su-
Jaimän — 8) Fol. 23": ein arabisches Gebet, (' s^Iäm-I ^Ut> genannt, mit
kurzem türkischem Vor- und Nachwort — 9) Fol. 24'': unter der Ueber-
schrift >.*> yi ^cJ^*»-^ y*^ d-*^ ei»e Zusannnenstellung der arabischen Buch-
staben mit ihrem Zahlwerthe (vgl. Gotha, arabisch Nr. 83,3), nebst einer
(türkischen) Anweisung, mit Hülfe derselben zu prophezeien — endlich
10) Fol. 25'': unter der Ueberschrift o^U J^tX=^ eine Tabelle der Stunden,
welche für den Coitus günstig (j.) oder ungünstig (^) sein sollen.
27 Blätter; 19,5X13 cm. Sauber geschrieben und gut gehalten.
Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: ^5! ^^joolj^j^ Uj p-A-i »»»LäT
11 JLsy* icjLwas. m^*- — -^^^^ ^^^ Innenseite des Vorderdeckels ist ein tür-
kisches Bau, wie es scheint, in das Leder eingebrannt.
171. [Diez A. 12"°. 9.]
Ein Pappkästchen, welches drei als 9", 9'' und 9" bezeichnete Rollen
enthält. 9° ist ein griechischer, 9^* und 9*' aber sind türkische Kalender,
und zwar bezieht sich 9'' auf die Jahre 1176 und 1177, 9" auf die Jahre
1198 — 1283. Auf der Rückseite von 9'' steht: cet Almanak de 1763
& 1764
commence et tinit au 9 de mois de mars. dedi^ ä Mademoiselle C: K:
») sie! es ist s.LsäL^I zu lesen; s. Leipzig Nr. CXVII,2o (pag. 408'') und pag. 414%
sowie oben S. 145 Anm. 2.
Türkische Handschriften 172. 173. Kalenderkunde. 193
Nr. 9* bat, tibgeseben von einem ledernen Vorstofs, eine Länge von
75 und eine Breite von 9,5 cm; 9"' ist 86,5 cm lang und 9 cm breit;
beide sind zierlicb geschrieben, 9" gut gebalten, 9'' ein wenig zerrissen.
172. [Sprenger 1980.]
Ein immerwährender Kalender, ewbvjv. Auf der ersten Seite steht
ein Kreis, genannt ^^LkJL*- (sie) ^\))^ 8^jb, auf der zweiten ein anderer
Kreis zur Bestimmung der Schaltjahre x-m^aa^, beide mit Erläuterungen;
dann folgen zwölf Tafeln für die zwölf Monate des syrischen Jahres, von
cjjLo jcÄ*J {^^^) )'^' '^^ bis (sie) (j* J^Jj ts"*^" Jslj-w 51x1 .
Anfang: vjv^j ^j^^l as'j sOxä^ J_s^ i^^^'j *JLw ^^-yS^^ is^^^- (jjJLw ^e^jj
8 beschriebene Blätter; 20,5X11»^ cm. Die erläuternden Bemer-
kungen mit gutem, türkischem Nas/l geschrieben; die Linien der Kreise
und Tabellen, zum Theil auch die eingeschriebenen Zahlen und Buchstaben
roth. Viele Randbemerkungen. Das letzte Blatt zerrissen und etwas ver-
stümmelt.
173. [Ms. Orient. 8". 141.]
JotXs. Lcbv^v, ein Röz-uämcüt , welches von einem gewissen DarweS
Tälib (s. die Ueberschrift) für einen Muliumniad Pasa, welcher mit den
überschwänglichsten Titulaturen versehen wird, im Jahre 10 17 (beg.
17. April lüOS) zusammengestellt wurde. Der Verfasser stellt sich die
Aufo-abe, die Mäno-el und Schwierigkeiten des bekannten h'öz-näiuah von
Saix Wafci (vgl. oben Nr. 170) zu beseitigen'), und nennt deshalb sein
Eöz-nümah „das neue", während er das des ]Vafä als „das alte" &^Lj\^i
{^Jjjis. bezeichnet. Den Anfang macht eine Einleitung mit einer Muqaddimah,
sechs ßcd) und verschiedenen Fash^ dann folgen viele Tafeln; den Beschlufs
macht ein Kreis.
Anfang: i^*^ (sie) J^v J^ piL-^itj !(jXv2.JI^ '-l^l^if^ )y^^^ (' ^ *^' '^♦^'
') Oleich dor erste Ab.schnitt (Fol. 2^) trägt die Ueber.schrift : .^_>._w ixLjVjy XjcJJLo
>t\j| ^Laj ^Ji\ vJ.I v**»Aj X.SXJ ^.^.^ t^jXJJiiuO zsJ StjUj
•) So scheint dazustehen; es ist aber mit AI. 3 der folgendeu Handschrift J,.^ d. i.
Jf^ zu lesen.
Türkiacha HandEcbriften. 2D
194 Türkische Handschriften 173*. 174. Kalenderkunde.
33 beschriebene Blätter; 15,5X10,5 cm. Der Text mit hübschem,
1 3 zeiligem , tüi"kischem Nas/i, die Tabellen klein und sehr sauber ge-
schrieben. Umrandung der Seiten und Eintheilung der Tabellen von gol-
denen Leisten gebildet. Abschrift datiert vom Jahre 1048 (beg. 24. Mai
1735).
173®. [Sachau 68.]
1. Fol. 2": ein Kreis nebst Gebrauchsanweisung, um den Tag der
Frühlings-Tag- und Nachtgleiche ^UoXm, \yyj zu finden.
Anfang: (^oJlc &ä.w »i>L«aaS' s~j\j> xS ;iX-'jl )y^^ ^JiUaJ-u* \^^yj sjJ.J^ ^j
2. Fol. 2*': eine Concordanz zwischen alexandrinischer, christlicher und
arabischer (IIi(jrah-) Aera.'^ dieselbe triö't aber niclit zu, da Higrah 1084 =
alex. 1985 = 1594 n. Chr. sein soll.
Anfang: l»! ^Jt^j^ '^ri)^ ts^V ö5\<^^^**'' '^0^
3. das.: als Hauptinhalt der Handschrift, dieselben Nachträge und
Erläuterungen zum liüz-nämaJi des Wafä, welche auch in der vorigen
Handschrift enthalten sind. Ein Verfasser wird hier nicht genannt; doch
ist die Schrift auch hier einem Muliammad PaSa zugeeignet. Die in der
Anmerkung zur vorigen Handschrift citierte Ueberschrift der Muqaddirnah
lautet hier: (sie) ^1=. (sie) ^j.jjJUJ.Xf-i.^j J^ JkXxix _Ls so(sic)&jLsj ^^l-JSj; lamöJijo
^^t^.J.J ^j| v^^l v*«j^x) xÄi. In wie weit die Texte beider Handschriften
übereinstinnnen oder vei'schieden sind, kann ich nicht sagen, da mir die
vorige Handschrift zur Vergleichung nicht mehr zur Hand ist.
Anfang: tX*.s? xj^ws J<^ |.^LlJlj «i>i>..^fj 'i^l^^^^'j n-J-^' (' J>^ x-Ü tX*:^!
pbNf ^
37 Blätter, von welchen das erste nur ein paar Notizen in arabischer
Sprache enthält; 24 X 1^ ^^m; verschiedene Schriftarten; über dem letzten
Kreise eine neus3a'ische Bemerkung.
174. [Petermann II, Nachtr. 2.]
Die Einleitung zu einem türkischen Kalender, hauptsächlich Prophe-
zeiungen enthaltend. Das Ganze entspricht vollkommen der Gothaischen
Handschrift Nr. 102, nur dafs hier die Mittheilungen über den ost-
•) d. i. J^
Tüi'kische Handschi-iften 175. Kalenderkunde. 195
asiatischen Kalender, sowie die Mondfinsternifsbereclinung fehlt. In der
Beschreibung der Gothaischen Handschrift nmfs ich berichtigen, dafs 1) hinter
den Worten |.Ki.^l ^ g^r-^' stehen sollte 11, da der die Prophezeiungen
einleitende arabische Spruch nicht nur jene Worte, sondern mehrere Zeilen
umfafst; 2) dafs die Berechnung der Monate nicht vom Neumonde des
Ramadan, sondern von ^^LLLw Sm^», d. h. von der Frühlings-Tag- und
Nachtgleiche beginnt; und 3) dafs die Einleitung sich also nicht auf das
muhammedanische Jahr 1143, sondemi auf das Sonnenjahr 1143/44 be-
zieht.
Das Jahr, auf welches sich die vorliegende Einleitung bezieht, wird
nicht angegeben; wenn mich meine Berechnung aber nicht täuscht, ist es
das Sonnenjahr, welches am 21. März 1683 = 22. (21.) Ralll I 1094
begann. Der erste der angeführten Monate erstreckt sich vom Nauröz-i
sultäni bis zum 24. Rahii II, der letzte vom 30^'™ Safar bis wieder zum
Naurüz-i sultäm des nächsten Jahres.
Anfang: il täSjLÄw ',.^1 ^yJf eSJUi xl'f tXÄ£ ^Jlj '^Ka.bl| ^ gj^^l
17 beschriebene Blätter; 20,5 X 12,5 cm. Gutes Nas^i mit 23 Zeilen
auf der Seite. Die Seiten sind mit goldenen Leisten eingefafst, die Perioden
durch goldene Puncte getrennt; Ueberschriften und Schlagwörter roth ge-
schrieben.
175. [Diez A. 4«. 33.]
5v^.j.cL« ^J^j JLv Jlj^ 'üyxje JjJä-, ein Kalender auf das Sonnen-
jahr, welches mit dem NaurUz (26. Gumädä I) 1167 begann und mit
dem 7. Gumädä II 1168 endigte. In der Vorrede ist der Kalender dem
Sultan MaJimüd I (f 1168, beg. 27. Oct. 1754) zugeeignet. Der Kalender
ist in sechs Spalten getheilt, von denen die erste und die letzte breiter
sind, als die zwischen beiden liegenden übrigen vier; die erste (rechts) ent-
hält Angaben über Bewegung der Sonne, des Mondes und der Planeten,
über Feste u. a. m., die zweite die Wochentage, die dritte und vierte die
muhammedanischen und christlichen ( J^-o^jJI ) Monatstage , die fünfte die
Bilder des Thierkreises, in welchen die Sonne an jedem Tage steht, endlich
die sechste die «yKLkÄÄ.! d. h. eine Angabe darüber, zur Vornahme welcher
Handlungen die einzelnen Tage günstig oder ungünstig sind. Den Tafeln
25*
196 Türkische Handschriften 176. Kalcndcrkimde.
gellt eine Mittlieilung über den damaligen Stand verschiedener anderer
Aeren (der persischen, koptischen u. s. w.), sowie zwei Tabellen x^oi^ über
das tatarische Jahr ^^y.'j JL^v und über den Aufgang der Zodiakalbilder
in Konstantin opel voraus. — Ein ganz ähnlicher Kalender, aber auf das
Sonnenjahr 1210/11, findet sich in Wien Nr. 1429 (II, 495).
Anfang: «■L.d^il clKäjIj äjv.*j JUuo ^^i. J^& iJ.-1-s.l (J.i.i> ^«tXJI &JJ cX+s-t
8 beschriebene Blätter; 24 X 16 cm. Sehr schönes Nas/l, zum grofsen
Theile mit Gold und Farben geschrieben. Auf einem der Aufsenseite des
Vorderdeckels aufgeklebten Zettel steht: ^L*«.» ^;^S^ ^5! ».x^j ^j |vJ^*^" <->^x^
176. [Ms. Orient. 4". 115.]
In dieser sonst ganz arabischen Handschrift findet sich auf Fol. 5 72
—5 80 einio-es Türkische; und zwar zunächst unter der üeberschrift ^ItN-Äjl
o.yi^ jjJü eine Anführung der zwölf Monate des syrischen Jahres (von
»Ä>vLo bis isL.Ä) nebst Angabe der Geschäfte, welche in denselben vorzu-
nehmen rathsam sei; auch, wie lang in ihnen Tag und Nacht sind, sowie
meist auch, wieviele Tage sie umfassen, wird angegeben. Ein ähnliches
(wohl nicht dasselbe?) Schriftchen unter gleichem Titel ist in Paris Nr.
187 vorhanden. Anfang: *Äi.j ^^ ;^**^ c>^) '"^"' >^ '^^^ (^UiA.w ^^^^
V Jjl yj~^Äjo . Hierauf folgt noch, ohne alle Einleitung, eine kurze Abhand-
lung über Krankheiten, Temperamente u. s. w. und deren Behandlung.
Anfang: scXj^JLä ^Liw ^■^^ S-" (J.=^ |V^5" ^tVJjt Jjl. Den Beschlufs machen
einige Notizen verwandten Inhalts.
Zur Kalenderkunde gehören noch: Nr. 5*6 4 (xxliv.*) — «5 (jwIj5j.ä) — 11,2 (ost-
türkisch, über die v^XÄ-'t äJLaJ) — 39 fol. 91'' (über die Jahreszeiten und die syrischen
Monate) — 48,i (ä «L_j\.0 — 361, letzte Seite (Kreis, über Länge der Tage und der
Nächte) — 490,2 (arabische und syrische Monate).
Ueber .\ritlimctik handeln: Nr. 8,4 — 12,3 ( xIjLxäS' äJL/^ ) — 27,i9, 170,9 und
328 fol. 37'' ( yju.S' J_»Ä. ) — 490,2 (über die vier Species und den Zahlwerth der ara-
bischen Buchstaben).
Tüi'kisclie Handschriften 177. Kosmographie. 197
XL Kosmographie und Geograpliie.
177. [Diez Fol. 19.]
Eine Kosmographie, von einem Ungenannten nach einem arabischen
Werke des Titels i;i>lo^s.^Jf v_*jIvc^ ' ^ciiU^LäJI v_/.3L^ türkisch bearbeitet ').
Wenn, wie kaum zu bezweifeln ^), nnter diesem arabisclien Werke das des
-Qazioinl zu verstehen ist, so ist der türkische Bearbeiter mit seiner Vor-
lage sehr frei und willkührlich vei'faliren. Die ganze Anordiumg des
Stoffes ist eine verschiedene, viele Artikel des Qazimnl sind weggelassen,
andere hinzugefügt, der ganze Umfang des Werkes bedeutend reduciert;
manche Artikel aber stinmien aucli ziendich genau überein (man vgl.
z. B. den Abschnitt über ^jXiy^ J^Ai» hier Fol. 62'' mit p. Ilf bei Qaz-
ivinl ed. Wüsten feld). Der Türke liat sein Buch in eine Mvciaddimah
und fünf Mffqälah folgenden Inhalts getlieilt: iä\_j'lo.w=.y> (Fol. 4") xxtXiü?
(Fol. 15") t' xJUx '^o 5tXAjL-o üNJ&I^ vüT (Fol. S") ( x-'U^ '^0 »JooLo *A«Jij
vL^ilj xL^5 vLkii v-jU^ (Fol. 20'') r aJUx '^i> »aÄjLo ^Q^ ^Lvj üS,i»^
»JOjUj |.L*^=»I J^ (Fol. 84") f xiUx! '>0 5(>.AjLo üS^lsl^ J^-i>=»; ;'-jlj or^^
^-jy c^bl-Aji». ^joLju! «o »lXJ^äxi \5' vO. Jede IIcKjälaJi ist wieder in i>äi
untergetheilt. Von der letzten, vierten, Maqalali ist, obgleich die Hand-
schrift den Anschein der Vollständigkeit hat (am Ende steht ^.^LäXI'I o«-«j
i^LiOwJI iäjU.*.'! ^y*^) doch nur der Anfang (lO Zeilen) vorhanden. Von
dem «ijUJ^äJI v_>^L_^ betitelten Werke des Yaz{ßi-oyli_ Bi(jän, dessen An-
fang in der Handsclirift Nr. 181 enthalten ist, ist das vorliegende ver-
schieden.
Anfang: ^ 's>>^l ij!^^~!^^ '^^^^ >-*=*'j '^}^ 'OjcNji/^Lj ■»Iäjj 'o^Jk.^lj tX*^
*) Der Verfasser sagt Fol. 2" Anfang: ^jLi. xjLäS' |»lj üdU^A-^JI ,_*j1-:^ ijj^^j'
k_>^Ji' i.:i«.*«ls Äj|j»kÄ.^.'l , wobei xj'li.>^=»fc*-'l aus «:^tt>j_=»fc4-'l fjcändert ist. Es ist ohne
Zweifel zu cmendieren: o^^wK xjLäS' -Li iiy'>^fci>-«-JI >_>j^Ijä« i^yU^-^JI .^\^ LrLäJ'l
^) es ist nicht nur das berühmteste Ton den ziemlich zahlreichen arabischen Werken
mit dem Titel «ijU'j.JLS:J( v_ajL^, sondern meines Wissens auch das einzige, dessen Titel
noch den Beisatz k:i7ti>^>.«Jt ,_^t«£* hat.
198 Türldsche Handscliriften 178. Kosmographie.
84 beschriebene Blätter; 25X17 cm. Gutes, neues, vocalisiertes
Nasxi mit 15 Zeilen auf der Seite. Auf einem dem Vorderdeckel aufsen
aufgeklebten Zettel steht: ^^'LjI^a.^ ^^^'^I soL-öo i^^Lj^äJI ,^_jL:^ ^\jiS
178. [Diez A. 8». 27.]
1. (' ^^^.äXo \:>, eine Kosmographie, in welcher aber hauptsächlich
wunderbare und unglaubliche Dinge vorgetragen werden, verfafst von
Ahmad BtfjCm (Yaziji-oyU) , dem Bruder des vorzugsweise Yazicji-oyli ge-
nannten Verfassers der jJtUas (s. unten Nr. 371); über beide Brüder, welche
in der Mitte des 9"° Jahrhunderts d. Fl. lebten, s. man Hammer, Osman.
Dichtkunst I, 127 ff. und Gibb, Ottoman Poems p. 169. Der Inhalt der
achtzehn Bäh, in welche das Werk zerfällt, wird von Hammer ebenda
S. 128 Anm. 3 deutsch, von Flügel zur Wiener Handschrift Nr. 1450
(H, 5 1 8) türkisch mitgetheilt. — Das vorliegende Werk des ARmad Bi(jän
wird von 6. X. HI, 191, 4 873 erwähnt und ist handschriftlich noch vor-
handen: in Gotha Nr. 8,2, Dresden Nr. 269, Wien Nr. 1450-1452 (H, 518
—520; vgl. auch Hammer Nr. 159), Leiden Nr. 2119 und Paris Nr. 160.
Anfang (nach dem Bismüläli) : v^yLslbl \jc>s'3\^ «i>l^4.«*JI ^j ^1 jL*j' «J.JI Jus
C ^p\ ^^ \:^ L^ ^^ps ijJL^ iL*i- J.II JLü (' ^xA^JU
2. Fol. 163*: SäjJJI xaJLä i;«.aJLjI x.^ä, eine Erzählung von Muliammad,
lÄijisah und dem Satan, von einem Ungenannten aus dem Arabischen
übersetzt; vgl. die Handschrift der Bifailyah Nr. 4 26 (§ 1 1).
Anfang: xavLä jL*j' äJÜI ^^ d^.*^ xiy^s J<£. S^JJ!^ jyU»J Jv£. ^JJ tX+il
180 beschriebene Blätter; 19,5 X^ 2, s cm. Gutes iVas;^^ mit 15 Zeilen
auf der Seite. Beide Stücke sind von derselben Hand geschrieben; am
Ende von Nr. 1 nennt sich der Schreiber Muliarram um Mußtafä imd
giebt an, dafs er seine Arbeit am 29. Sa/ar 1063 (= 29. Januar 1653)
') Fol. 2'' Z. 4, wo v..\ statt ji> resp. j«i>, was gemeint zu sein scheint, steht. In
der folgenden Handschrift (Fol. 2" Z. 9) ist der Titel ganz weggelassen.
2) Qur. XLV, 2.
3) Qur. XXXVI, 36.
Türkische Handschi-iften 179-181. Kosmographie. 199
vollendet habe. — Auf der letzten Seite noch ein kurzes arabisches Gebet
mit der Ueberschrift iuil s-Xlo (jtXjlJI.
179. [Diez A. 8". 18.]
Dasselbe Werk. Anfang: |JÖ^^'I^ v:yl^-»-«J( (sie) (^JLi.! ^j J,l ^Lxj" xJJI JU
J^l .... L^ ^(j^l^f ijJLi^ Jljü- Jjl JU, ^j.xÄx^JU (sie) üUy
(3JLä. ;^-^l^ cyUJJäJt (J^*=»^ u^;^'? öl^4-Ul t^JLs. (^jJI (sie) jJJI
154 beschriebene Blätter; 20 X i'i cui- Deutliches, vocalisiei-tes
Nas^i mit 15 Zeilen auf der Seite; Rubricationen häutig, auch alle ara-
bischen Stellen roth geschrieben; die Seiten i-oth umzogen. — Auf einem
aufsen aufgeklebten Zettel steht: üSvajL^ y^^^ ^7^7^ (5^ '■♦^c''-4^ i^jLäS'
Uff •J^.y*''
180. [Petermann 499.]
Nochmals dasselbe Werk, in der Ueberschrift ^jy*^ v5;5'^- genannt.
I
Anfang: |^^.axä*«j äj. (V^ä)-" io.*.=»JI «-UI |V*»*j (*^V=»)-" ^j'-^^^^y*^' e?^ *JUL 3j.äI
113 beschriebene Blätter; 22 X '5 cm. Grobes, deutliches A'^ffs/z mit
19 Zeilen auf der Seite. Am Anfanof ist ein Siep-el, in welchem ich nur
^-^ lesen kann, zweimal abgedrückt. — Auf einem vorgehefteten Blatte
steht ein Bericht in arabischer Sprache über eine grofse Theuerung iiyä
«iUJI im Jahre 1235 (20. Oct. 1819). Auf Fol. 1* mehrere Buchstaben
eines sogenannten Baumalphabetes; vgl. die Gothaer arabische Handschi'ift
Nr. 1373 (III, 34).
181. [Ms. Orient. 4". 191.]
Die zwei ersten Lagen eines anderen kosm ©graphischen Werkes. In
der Vorrede berichtet der Verfasser, derselbe Yazüji-oyli AJimad Bl^än,
welcher auch das in den vorigen Handschriften enthaltene kosmogTaphische
Werk schrieb, dafs er das vorliegende Buch auf Vei-anlassung seines oaix,
des Häj^l Bairam {J,^ ^^r^ (^^ i^Aüä^l >_J2J" j^jLiJI ^LkX.w |vs^*i
nX*JiJü> ), zum Nutzen seiner Landsleute nach einem arabischen , atis der
Zeit Alexanders stammenden Originale in Gallipoli zur Zeit der Eroberung
Konstantinopels, im Jahre 857, verfafst habe. Ein Titel wird nicht an-
300 Türkische Handschriften 182. 183. Geographie.
gegeben; derselbe lautete aber, der Angabe M. X.'s (IV, 187, 80 70) und
anderer Handschriften (Dresden 68, 2 64,2 und vgl. 82,5; Wien, Flügel
Nr. 145 3 und 1454; Upsala Nr. 318, 319 und 320,2; Breslau, Maria-
Magdalena Nr. 3; Paris Nr. 161 und vielleicht auch 162) zufolge, einfach
Anfang: &JI. iXi^ i3-^i' Jouvul J^^ |.^^*Jtj i'^-LaJIj ^j-a+JIuJI ^-js «-U tX*it
j>Lg.ÄAJI (•'^'-i»'^ ^UJ-äJI v_*.s? lVäj L*I i^a*4.c>I &{.^^«
Ende: i^-li» v^j' '■•*-*^ "^^ '^r^T^ ^))'^)}'^ ^)y^- 7^
24 beschriebene Blätter; 22 X 15,b cm. Schönes, vocalloses NasyJ
mit 13 Zeilen auf der Seite; die Rubricationen sind meist ausgelassen.
Zur Kosmographie gehören auch: Nr. 5*,68 und 36, i ( *J()Jl!I ilyo) — 29, 19 (über
die sieben Himmel, den Thron Gottes u. dgl.).
182. [Diez A. 8«. 164.]
Eine anonyme Abhandlung über den Nil und die Vorzüge Aegyptens,
in der Ueberschrift yo^ (j^wL.^^ ü5'>LJI J^aJI üjKä. genannt. Es ist dieselbe
Schrift, welche unter dem Titel J^aj oL.ojI 3 'J^xa^JL«, i.jUs' auch in der
Gothaer Handschrift Nr. 104 enthalten und in dem Kataloge der Gothaer
Sannnlung ausführlich beschrieben ist. Die drei Bäh, in welche das Büch-
lein zerfällt, beginnen hier auf Fol. 2*', 21"' und 2 2''.
Anfang: '«a^Pj aJfj 'Jk.*.s? btXx*», ^s. (.^*^Jlj s^-L^JIj '^aJLjiJI i_js nXi t}^.^L\
'äJLÄXI ,^-JI yf.\aM>.'i v_A..i>yO. XJL-U/V jj-jt yJj^ ^^A«, t>.*J L/0| *-Ln/^
31 beschriebene Blätter; 19,5X13 cm. Grofses, deutliches, unvoll-
ständig vocalisiertes Nasyi mit 13 Zeilen auf der Seite.
183. [Diez A. 8«. 95.]
Eine statistische Beschreibung China's im 1 0'™ Jahrhundert d. Fl.
S. über dieselbe A. X. IV, 501, 93G0 = Bültui H, |.r, M. Norbergi
selecta opuscula academica ed. J. Norrmann, Pars H p. 7 1, Fleischer
in den Berichten der Sachs. Gesellschaft HI (1851) S. 317, Zenker in
ZDMG. XV, 785 und Schefer in Melanges orientaux (Paris 1883. 8«)
Türkische Handschiüften 183. Geojrraphie. 20 t
p. 37. Eine andere Handschrift findet sich in Dresden Nr. 71 '); auch ist
das Buch — und zwar, wie auf S. 1 versichert wird, nach dem Auto-
graph des Verfassers |j4\ä*uX^\j i-öjuax) — im Jahre 1270 (1854) zu Kon-
stantinopel lithographiert worden (s. Wiener Sitz.-Berichte, hist.-phil. Classe
XVII, 171, ZDMG IX, 627 nr. 15, Zenker II, 820, Schefer p. 37'));
ob der Konstantinopeler Di-uck vom Jahre 1295, welcher im Journ. Asiat.
1880, n, 428 nr. 111 als ^gsl^ü jjj^ erwähnt wird, eine neue Auflage
jener Ausgabe ist, kann ich nicht sagen.
Was zunächst den Titel des Buches betrifft, so wird dasselbe von
H. X. a. a. 0. als (Lü.)Lk=»^ ^^^ä- ääIjjj^L» angeführt, offenbar nach den
Anfangsworten der Vorrede: ,jj^^ (J''^5 '■^^ v'^^J'-T^ t-jLk*,«^« oI.äS'o
^JkA«ÄJob^^L9 (^ÄJwlip^ ^As.Lo^; in der Lithographie heifst es: •a^X'i »^^y^
^jOÄ-Lo^ (j-*^ )'^^^'i endlich wird es auch xjolj^Lkä. (Dresden 71) oder tt'^^
^^^vLi" ,j.As.Lc^ 0~^r=^i (J""*-^.? (Aufsentitel der vorliegenden Handschrift;
Fleischer a. a, 0. S. 318) genannt. Wie wir aus der Vorrede erfahren,
wurde das Buch unter der Regierung des Sultans Muräd III (reg. 982 —
1003 = 1574—1595) aus dem Persischen übersetzt, und von diesem per-
sischen Original, über welches Ch. Schefer a. a. 0. S. 29—84 ausfühi'lich
handelt, befinden sich, nach v. Schlechta-Wssehrd in den Wiener Be-
richten a. a. 0., in Konstantinopel zwei Handschriften; die eine derselben,
welche der Bibliothek des lÄMr Efendi gehört, ist nach Schefer p. 35
das Autograph des Verfassers Saiyid lAli Äkhar Xatä^i^), und von ihr
besitzt Schefer eine genaue Abschrift. Was den türkischen üebersetzer
betrifft, so nennt sich derselbe, soviel ich sehe, nicht; von Norberg aber
') Die Angabe Schefer's (S. 37), dafs sich auch auf der Leipziger Bibliothek eine
Handschrift befinde, scheint auf einem Irrthum zu beruhen, und nach welcher Handschrift
Norberg arbeitete, weifs ich nicht. Dafs er nicht etwa blofs das Gahän-nitmä vor sich
gehabt haben kann, ergiebt sich z. B. daraus, dafs er p. 73 richtig Jus 13'''' Capitel citicrt,
während im Gahän-mimä eine Eintheilung in gezählte Capitel überhaupt nicht yorhanden ist.
*) Diese Ausgabe, von welcher nach Schefer nur eine sehr geringe Anzahl von
Exemplaren abgezogen worden und welche deshalb sehr selten ist, liegt mir Tor. Eeich-
liche Auszüge aus diesem Buche , sowie auch aus dem älteren Kciseberichte des riyäO
al-dhi (s. Schefer p. 33 und 37 Anm.) hat auch H. X- seinem Gahän-numä einverleibt;
s. p. 111 fif. der Konstantinopeler Ausgabe und I, 44 ff. der Norberg' sehen Uebersetzung.
8) so nach Schefer; nach v. Schlechta-Wssehrd a. a. 0. S. 171 soll dieselbe
Handschrift vielmehr „den Astronomen Ali Kudschdschi" als Verfasser nennen.
T&rUsche Handschriften. 26
203 Tüi-kische Handschriften 183. Geographie.
(p. 73, Ende) wird er Ihrähim Efendi genannt. Ueber die Zeit der Ab-
fassung femer finden sich in dem Buche selbst sehr verschiedene Angaben.
Zunächst heifst es Fol. 19' Z. 2 (= 16,ii der Ausgabe) ganz bestimmt
ji> II» &Xm sf s^iJS' xjLov o ; dies scheint aber ein Zusatz des Uebersetzers
zu sein, welcher, wie bereits erwähnt, unter Muräd III und also um diese
Zeit schrieb; denn dieses Datum kann nicht von demselben Manne her-
rühren, welcher Fol. SS'"* Z. 8 (= Ausgabe 28,12) sagt 8i>joU*a«5 jU*« ^U.
und in der Ausgabe S. 46 Z. 10 v. u. w )y^ *^"r=^ '^■)^'' i*^' ^-**''^^5
J.f i-sJ^' »t\-Z->i'^ J^f w (^ ^g.u/XJLw ^^ÄÜol; aufserdem vertragen sich aber
auch die beiden zuletzt angeführten Daten unter einander nicht, da ein
Schriftsteller, welcher das Jahr 900 als Gegenwart (^U.) bezeichnet, doch
nicht an einer anderen Stelle seines Werkes von einem Ereignisse aus dem
Jahre 902 sprechen kann. Noch verwickelter wird die Frage nach der
genauen Entstehungszeit des Buches dadurch, dafs, wie Schefer a. a. 0.
mittheüt, das Autograph des persischen Originales vom Jahre 922 datiert
ist; auch Ö. X. sagt ja, das Buch sei unter der ßegierung des Sultans
Saltm (I, reg. 918 — 926 = 1512 — 20) verfafst. Der Perser mag eben
seine Arbeit stückweise, einen Theil im Jahre 90 0, einen anderen erst
einige Jahre später, jedenfalls nach 902, geschrieben und die letzte Hand
im Jahre 922 angelegt haben. Was endlich den Verfasser des persischen
Originales betrifft, so wird als solcher von Manchen, nach B. X., iAll-i
QüSji, der im Jahre 879 (beg. 18. Mai 1474) verstorbene Gehülfe des
Uluy Beg, genannt; worauf diese in-thümliche Angabe beruht, setzt Schefer
p. 39 auseinander. Aus dem Konstantinopeler Autograph des pei-sischen
Originales ergiebt sich vielmehr, wie schon bemerkt, dafs derselbe iÄli
Äkhar Xatä'i hiefs. Er scheint ein Kaufmann gewesen zu sein, da sowohl
6. X., als auch Hazärfann (Fleischer a. a. 0. S. 319) einen solchen als
den Verfasser bezeichnen ; freilich könnte dies auch ein auf dem Umstände
beruhender Irrthum sein, dafs „ein Kaufmann" bisweilen von dem Vei*-
fasser als Gewährsmann genannt Avird (vgl. die Anmerkung).
EingetheUt ist das Buch in 20 Capitel oL?, deren Inhalt von Fleischer
S. 321 mitgetheilt wird.
*) sie! 1. sJjumSJu«; Handschrift (56%4): sJüJot \y^ )y^' Aufserdem steht auch
statt ^Jul ^XjAje in der Handschrift: )*Äi.t JJü ^l>^L^ U^JU.
Türkische Handschril'ten 184. Geographie. 203
Anfang: J^J"^ ü5\Lo Jö^IJl=>. -Lj yj bij »Oyo 0^ nS «j ^'^ xLtf
85 beschriebene Blätter; 21X^2 cm. Flüchtiges Nastaülq mit 17
Zeilen auf der Seite; Fol. 61 ist vom Schreiber leer gelassen, jedoch ohne
dafs vom Texte etwas fehlte. Die Abschrift ist datiert vom Jahre 1141,
beg. 7. Aug. 1728. Gegen das Ende durch eingedi'ungenes Wasser be-
schädigt. Auf einem aulsen aufgeklebten Zettel steht: ^j-t^ (j>*^.5 ^^^^^
184. [Diez Fol. 57.]
Ein Atlas von 50 Seekarten, welche die Inseln und Küsten des
Mittelländischen Meeres (im weitesten Sinne) darstellen. Jede der 5 0
Karten ist in der Mitte gebrochen und jede der so entstandeneu vier
Flächen ist gewöhnlich mit einer besonderen, in sich vollständigen und
unabhängigen kartographischen Darstellung versehen. Erläuternder Text
ist den Karten auf den Rändern häufig beigegeben. Die Zeit, zu welcher
der Atlas entstand, ergiebt sich aus der Beschreibung von ßhodus, die bei
Diez, Denkwürdigkeiten I, 5 8 f. abgedruckt und übersetzt ist; der Atlas
wm'de hiernach im Jahre 928 (beg. 31. Nov. 1521), ein Jahr vor Er-
oberung der Insel durch die Türken, abgefafst. Diese Zeitangabe macht
es sehr wahrscheinlich, dafs wir den äJj.^ genannten Atlas des Plrl Ra'ts
ibn al Jiä^cj MuRammad (t 962, beg. 26. Nov. 1554) vor uns haben,
welchen H. X. II, 22, 1689 als in den Dreifsigeijahren des zehnten Jahr-
hunderts') "Jf"« jLlm/ O^Jlä ^ (im Uj^ji.g,-> S. 12 Z. 1 steht dafür v^ \yJiio
8tXJi^j4>^) dem Sultan Sulaimän dargebracht erwähnt. Auch ist dies, ti-otz
des nicht ganz gleichen Namens des Verfassers — Hamstrzädah Kamäl
Plrl Ba'ls ibn al Uäjg Haqlri — wohl derselbe Atlas, welcher in Wien
Nr. 1275 (n, 428) und Dresden Nr. 389 vorhanden ist; nach der letzteren
Handschrift wird derselbe kiu'z in Fl eis cher's Katalog beschrieben''). Die
>) Vgl. ZDMG. V, 79.
^) Nachdem ich Obiges niedergeschrieben hatte, habe ich durch die üüte des Herrn
Geheimen Hofrathes und Oberbibliothekars Dr. Förstemann in Dresden die Handschrift
Nr. 389 der dortigen Königl. Bibliothek einsehen und mit der vorliegenden Berliner ver-
gleichen können. Diese Yergleichung hat das Kesultat ergeben, dafs beide Handschriften
allerdings dasselbe Werk, wenn auch in bedeutend verschiedener Kedaction enthalten. Der
Unterschied besteht, abgesehen von vielfach abweichender Anordnung, darin, dafs in der
304 Türkische Handschriften 184. Geographie.
in den Exemplaren von Wien und Dresden vorhandene Einleitung ') fehlt
in dem vorliegenden; hieraus erklärt es sich, dafs Diez in dem Atlas
eine Angabe über den Verfasser nicht finden konnte, und deshalb darauf
verfiel, als solchen einen etwas mysteriösen „Murad Kaptan" (j''^^ i^';^
zu vermuthen.
Erst nachdem ich, mit Benutzung des Diez'schen Kataloges, die fol-
gende Beschreibung dieses Atlases niedergeschrieben hatte, bemerkte ich,
dafs eine solche bereits in den Denkwürdigkeiten I, 33 — 71 gedruckt ist.
Trotzdem habe ich meine einmal abgefafste Beschi-eibung hier stehen lassen,
da die Diez' sehe von Druck- und Lesefehlern nicht frei ist ^).
Die Karten (bei deren Beschreibung ich mich soviel wie möglich der
von Diez in dem Kataloge seiner Handschriften S. 6 5 f. gebrauchten
Worte bediene) sind folgende:
I. 1) Die Insel Syvii ^Sxj^ zwischen der Küste von Kleinasien und
Rhodus, die dabei gelegenen drei Inselchen JLuifwa., nebst elf anderen in
der Nähe gelegenen Inselchen, welche ohne Namen gelassen sind; Be-
schreibung der Insel Sijmi und der gegenüber gelegenen Küste von Ana-
tolien. — 2) Die kleinasiatische Küste vom Vorgebu'ge |J,L)v^ bis zu
einem Orte, welcher J;l^J „Quellen" genannt wird; nebst Beschreibung. —
3) Die Inseln ^yJS, ^^ (s. XXVÜ, 4), o^f^yi^, ^^y^. tj (S. Giorgio?)
und äJo.äaj üf (S. Nicola), nebst Beschreibung der ' erstgenannten , welche
hier unter dem Namen xJL^ erscheint und wahrscheinlich das alte Calymna,
Berliner Handschrift die Karten als die Hauptsache betrachtet sind, welchen nur gelegent-
lich Text beigegeben ist, während in der Dresdener Handschrift umgekehrt der Text die
Hauptsache ist, welchem zur Erläuterung Karten eingefügt sind; in der letzteren ist des-
halb der Text weit Tollständiger , in der ersteren sind die Karten zahlreicher und auch
fleifsiger ausgeführt. Wo aber in der Berliner Handschrift überhaupt Text vorhanden ist,
da stimmt er, soweit ich verglichen habe, mit dem der Dresdener Handschrift wörtlich (natür-
lich von Varianten abgesehen) überein. Man vgl. z. B. die bei Diez, Denkwürdigkeiten
I, 58 abgedruckte Beschreibung von Rhodus mit Dresden fol. 43''; ferner die Beschreibung
von Corfu, Berlin XLlV,i, mit Dresden fol. 71", die der Marmara-Insel , Berlin XXVII.s,
mit Dresden fol. 167'', u. a. m.
') nach H. %. soll es deren in verschiedenen Exemplaren eine längere und eine kür-
zere geben.
*) so gleich im Anfang I, b Turnali jLJ^^J^, c Gharonor ^j^yiyyS , II, b Sarüja
\\.j ^5)Lo u. a. m.
Türkische Handschriften 184. Geographie. 205
jetzt Calmine, ist. — 4) Die Inseln Rhodus und Synii ^^XJUwx, nebst dem
gegenüberliegenden Stücke der kleinasiatischen Küste von ^j;*j xs^t bis
j^U^J i^T^T*«; femer 21 kleine Inselchen ohne Namen; Beschreibung von
ßhodus.
II. 1) Die Küste Kleinasiens zwischen Samos und Chios, vom Vor-
gebirge Äyi ^^^^ ^^.1 (in der Nähe der Vogelinsel ^^aJsl ijiy») bis zur
Stadt Svya^iq (3s»L*a3 (SSW. von Smyrna); so aufgenommen, dafs Süden
oben, Osten links ist. Beschreibung von ßryajiq. — 2) Kleinasiatische
y
Küste von «J)^ (s- V, 1) und Svyajiq bis C'e§me und dem Vorgebirge
vL t5>l-»fl, nebst Beschreibung; mit gewöhnlicher Orientierung aufgenommen. —
3) Die Inseln Psai'a und Klein-Psara »»..ojI und iy-a^} i^-s^S^ nebst der
Nordspitze der Insel Chios; mit Beschreibung. — 4) Die Insel Samos
f.\^yo und ein Stück der gegenüberliegenden kleinasiatischen Küste; nebst
Beschreibung. Auch die kleine Insel ^^nloS jiy» „Vogelinsel" (s. II, 1).
III. l) Ein Stück der Ostküste Italiens, von Santa Maria ^u^Lc eUiLa
bis Fermo yx^ä sJJLJ. — 2) Stadt und Hafen von Ancona, nebst Beschrei-
bung. — 3) Sinigaglia ajJLc^jL/ö sjJ3 und Umgebung. — 4) Dieselbe Küste
von Fermo bis (' ^ö■^>^yL! lutJLs oder (* aü'i^^^ .
IV. l) u. 2): Die Insel Caudia i^iS »jjys», nebst ausführlicher Be-
schreibung. — 3) Die Inseln Cerigo äS^ ^) , Cerigotto äaJLjC»*, , und Ela-
phonisi (skacpov vijriog) ^-«siJI LiL, nebst anderen, in deren Nähe gelegenen
kleinen Inseln; das Vorgebirge Malia ^^^^ k-^J-ä-j und die Spitze von
Candia; nebst Beschreibung. — 4) Die Spitze von Cerigo und die gegen-
über gelegene Küste des griechischen Festlandes, von Cap Malia bis zu
einer kleinen, JU LiLio genannten Insel.
V. 1) Küste von Morea, auf der einen Seite vom Meerbusen von
Lepanto ^^yJ^yS |_ä^.&^I über die Landenge nach dem Meerbusen von
Athen und bis zur Landspitze Tuzia «J)^; auf der anderen Seite von
Nauplia J*-j>bl bis zu derselben Landspitze; verschiedene Inselchen; mit
Beschreibung. — 2) Stück von Negi-oponte mit Qizii-Msar, gegenüber
ein Stück vom Festlande mit Athen joiol »*JLä und verschiedene Inseln;
') was ist das? Loreto, wie Diez will, kann es nicht wohl sein, da es südlich von
Fermo liegt. Die Eaite ist mit gewöhnlicher Orientierung aufgenommen.
') mit dem Hafen «Jjä. y>^^,; das ist doch wohl Porto Cerigo.
306 Türkische Handschriften 184. Geographie.
auf der anderen Seite ein Stück der Insel Andros ^^tXil »7^^=*; ™it Be-
schreibung von Andros. — 3) die Insel Andros und ein Stück von Tenos
J.J4UÄ*«! »y:?y=»; mit Beschreibung. — 4) der Meerbusen von Nauplia; mit
Beschreibung.
VI. 1) Der Busen von Barka (?|^wiv^Äiy njyje, grofse Syrte?) —
2) Tunis mit Küste von yjiJjuo bis Axi »y». — 3) afrikanische Küste von
XAjLöjü ÄxJLä bis i^Iää 0"^^ (d. i. Buna, s. die Gothaer arab. Handschrift
Nr. 1540). — 4) das Neumondsgebirge J^io J^aä. in Tunis und die ent-
sprechende Küste von jjLäJLs bis ^Jb^l u-N-
Vn. 1) Die dalmatische Küste, von einer kleinen Insel, auf welcher
ein Kloster des Namens Sant' Andrea abgebildet ist (vi> JkJ^mo ^iJ^t^jf «.ÄjLa)
bis Pola; mit Beschreibung. — 2) Cittä nuova eS^jJJ^ *jüi »j^ ^yo »*Ai'
in Istrien und Küsten zu beiden Seiten; mit Beschreibung. — 3) Parenzo
x.MJl^. bis Orsera »vLws^l. — 4) Orsera bis Rovigno xaäj^>; sämmtliche
Karten, die letzte ausgenommen, mit Beschx-eibung.
VIII. 1) Küste von Anatolien, vom Cap Marmara (so nach Diez)
^jvj.j »y-?*^ bis zum Hafen Qara-ayal. ■ — 2) Insel Karpatho v^S-, nebst
kleinen, in ihrer Nähe (zwischen Candia und ßhodus) gelegenen Inseln. —
3) Insel Stampalia u. s. w. — 4) Küste von Anatolien, vom Hafen Qara-
ayac und Meerbusen von Marmara bis zum Hafen tXA+Ji' ^W-? der Insel
Rhodus gegenüber.
IX. 1) Spitze der Insel Stankio (^^JoLjCwl und die gegenüberliegende
Küste von Anatolien; mit Beschreibung. — 2) Dieselbe Insel, ebenso. —
3) Der Meei'busen von Budnnu /»^^o^ (Halicarnassus). — 4) ein Stück
kleinasiatischer Küste in jener Gegend; alles mit Beschreibung.
X. 1) Küste von Afrika, von Tlemcen bis Oran, — 2) ein Stück
genuesischer und piemontesischer Küste, um Nizza. — 3) Küste von Pisa
bis Genua und Savona. — 4) ein Stück algierischer Küste.
XI. 1) Küste des türkischen Albaniens von Ayasunda bis zum Flusse
Pischturra SsyC/iij. — 2) Venetianische Inseln Cherso und Osero im adria-
tischen Meere , und Küste des österreichischen Dalmatiens , von Pofritscha
Ä43oji^_ bis Qaraday (Montenegro). — 3) Venetianische Insel Vegia und
ein anderes Stück der österreichisch - dalmatischen Küste. — 4) Küste des
(früher) venetianischen Dalmatiens und türkischen Albaniens. — Mit Be-
schreibung.
Türkische Handschriften 184. Geographie. 207
XII. 1—4) verschiedene kleine, voi-niaLs den Venetianevn gehörige
Inseln im adriatischen Meere.
XIII. 1 — 4) verschiedene Theile der syrischen Küste.
XIV. l) 3) und 4) die afrikanische Küste; 2) die französische Küste
von Marseille bis Toulon.
XV. l) und 4) Küstenstriche von Kleinasien; 2) und 3) kleine Inseln
des ägäischen Meeres (Santorin u. s. w.).
XVI. l) Inseln bei Sicilien (Stromboli u. s. w.); 2) und 3) italienische
Küste bei Pisa (mit Elba) und Civitavecchia (mit Rom); 4) Sicilien; mit
Beschreibung von Sicilien und Malta, von welcher letzteren Insel nur ein
kleines Stück kartographisch dargestellt ist.
XVII. 1—4) Corsica und die Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und
Fornientei'a).
XVIII. 1 — 4) die Küste des venetianischen Istriens , in vier Abthei-
lungen; nebst Beschreibung.
XIX. l) Küste von Morea, von Navarin und Moden bis zum Vor-
gebirge Weti'os; mit Beschreibung. — 2) ßagusa und seine Inseln; mit
Beschreibung. — 3) Cattaro und Umgebung. — 4) Zante und die gegen-
überliegende Küste von Morea; mit Beschreibung.
XX. 1 — 4) die Küste von Apulien, in vier Blüttei-n; das dritte
(Malfetta-Trani) mit Beschreibung.
XXI. l) eine ä^-s^L? genannte Insel, die Spitze der Insel Milo i»5U.ä»»53
und einige kleinere Inseln. — 2) und 3) zwei Striche der algierischen
Küste, mit einer Abbildung der Stadt Algiei*. — - 4) die Insel xji^yXi^
und eine Spitze von K».\^b.
XXII. l) 3) und 4) Stücke der afrikanischen; 2) ein Stück der sy-
rischen Küste.
XXm. 1—4) Küstenstriche des schwarzen Meeres.
XXIV. 1) und 4) Striche der ägyptischen Küste; 2) und 3) Theile
des Nils.
XXV. 1) und 2) die Stadt Cairo nebst den Pyramiden; die Häuser
von Cairo (wie überhaupt die aller dargestellten Städte) sind mit spitzen
rothen Dächern gemalt, was vemnuthen läfst, dafs die Zeichnung von der
Hand eines Europäers herrühren dürfte. — 3) und 4) Theile des Nils.
XXVI. 1) und 2) Theile des Nils; 3) und 4) fehlen.
808 Türkische Handschiiften 184. Geographie.
XXVII. l) die Inseln ^^AxlLs. (Hydra), ^dsl\^J (nach Diez: Sidron)
und eine Inselgruppe, genannt J«»-^Xl>( . — 2) einige Inseln im Marmara-
Meer, nebst der gegenüberliegenden asiatischen Küste; mit Beschreibung. —
3) die Insel Marmara mit Umgebung; nebst Beschreibung. — 4) die In-
seln ^cäS' — nach Diez Tragonissi ') — , üSXaJLjI und ^jÄjjuaa» .
XXVIII. l) und 2) Konstantinopel und Skutari; mit Beschreibung. —
3) die Küste des Schwarzen Meeres von einem Leuchtthurme . ;.-^ bis
^^y^" 5/J'' — 4) die Insel J^ jjye — nach Diez Kalolimno im Marmara-
Meer — und ein Stück gegenüberliegender Küste; mit Beschreibung.
XXIX. l) und 2) erst eine Spitze von Mitylene JJ(\x und dann diese
Insel ganz, nebst dem gegenüber gelegenen Festlande von Anatolien; mit
Beschreibung. — 3) die kleinen Inseln jjK^I und \^;^J und das gegenüber
gelegene Festland mit den Städten ics»^ &jsuX> und JvtXÄ^; mit Beschrei-
bung. — 4) die Insel Tenedos ^^-«/kJsI x_==.\^ nebst einem Stück von
Kleinasien; mit Beschreibung.
XXX. 1) Küste des Schwarzen Meeres an den Mündungen des Dniestr
und des Dniepr. — 2) Meerbusen von Lepanto ^sy)}^ ^-ä^käjI; mit Be-
schreibung. — 3) Insel Leucas xj'lJLäJ nebst einem Stück albanesischer
Küste; mit Beschreibung. — 4) die fünf Donaumündungen.
XXXL 1) Cypern. — 2) die Cypern gegenüber gelegene Küste von
Syrien. — 3) Küste von Palästina mit Ramie , ' Ghaza und 'An§. —
4) „Küste von Genua und zwar von unterhalb Capo Fino bis über die
Inseln Altun Beschtemo hinaus" (Diez).
XXXII. 1 — 4) und XXXIII. 1 — 4) verschiedene Küstenstriche Unter-
italiens und des früheren Kirchenstaates; mit Städteansichten (ßrindisi,
Tarent u. s. w.) und Beschreibungen.
XXXIV. l) die Insel ^^XJLjI d. i., nach Diez, Piscopi; mit Beschrei-
bung. — 2) die Insel ^^^^JLjI — nach Diez Lijiso — , nebst der Spitze
von (J^.aJLS' (Colmine ^) nach Diez); mit Beschreibung. — 3) Insel Patmos,
\^^Lj; mit Beschreibung. — 4) Inseln x-ö^^ und sSijSH — Limonia und
Carchi nach Diez — ; nebst Beschreibung.
*) nach Diez, Denkw. I, 43 nr. l,c ist ^c'sS vielmehr = Capri. — Die Insel heifst
also offenbar „die Ziegen- oder Bocks-Insel" und wird demgemäfs von den Türken jc-SO
xist , von den Griechen Tragonissi, von den Italienern Capri genannt.
^5'
*) wohl Calmine = Kalymna; vgl. oben I, s.
Türkische Handschiiften 184. Geographie. 209
XXXV. l) das Asow'sche Meer. — 2) die Strafse von Jenikale
[Yem-qahak, hier ^Lais.> ^^Xj genannt) und ein Stück Küste des Schwarzen
Meeres. — 3) leer. — 4) Karte der Qrim.
XXX VI. l) Insel (ij— ^1 — nach Diez Nicero — und Umgebung;
mit Beschreibung. — 2) Küste Dalmatiens von Curzola JL«/>yi bis Zara
vecchia (' »>l r*^'? • — ^) Ansicht von Venedig und den Lagunen , mit Be-
schreibung. — 4) die Inseln LL j^y», ij^*^;') *^^t*. und sJj-üLu«l, nebst
Beschreibung.
XXXVII. l) Küste des Kirchenstaates von ßimini bis Guardia, —
2) von Cesenatico bis ßavenna; — 3) die Mündungen des Po mit Fer-
rara; — 4) Küste der Cinque Terre, von Vernazo ».s^j»^ bis Forta ^c^^yi■,
nebst dem befestigten Inselchen Sta Maria im Busen von La Spezia.
XXXVIII. l) einige venetianische Inseln (äJjI u. a.); 2) und 3) Küsten-
stiiche von Morea; — 4) Insel Milo i^Sj^Sci.
XXXIX. 1 — 4) Dalmatinische Küstenstriche , nebst den vorgelegenen
Inseln; mit Beschreibung.
XL. l) Insel Samos ^^yo nebst einigen anderen in der Nähe ge-
legenen Inseln und die entsprechende Küste Anatoliens; mit Beschreibung. —
2) die Insel Chios väL«, ebenso. — 3) die Küste Kleinasiens, von der
Insel (jljjt bis zu einer ^j\^*i (.5r^' genannten Bucht; mit Beschreibung. —
4) die Inseln ^^I^UÄ. und ^\y^i nebst Beschreibung. —
XLI. l) Küsten von Koussillon und Languedoc. — 2) Strafse von
Gibraltar. — 3) Küste von Valencia. — 4) Küste von Valencia und Ca-
talonien, von Denia bis n\yj^.
XLII. l) Meerbusen von Salonichi, mit Beschreibung, — 2) SjL»-«
(_5w9j^, der Busen von Megaris oder von Aegina. — 3) die Dardanellen
mit den Inseln v.yxil Imbros und ^5 Jxisl üS;*il Samothrake "'') , mit Beschrei-
bung. — 4) die Insel Negroponte v^-äI, mit Beschreibung.
XLIII. 1) die Insel xä5^, nach Diez Miconi, nebst zwei anderen
kleinen Inseln; mit Beschreibung. — 2) Inselgruppe, deren zwei gröfste
Inseln ^y^ und x^l^ genannt werden; mit Beschreibung. — 3) die Insel
Amorgos ^c_c^^Ls mit der befestigten Stadt ;-ä;L« Marco, nebst einigen
*) d. i. slawisch „die weifse Stadt".
^) der Lage nach; doch heifst Samothrake sonst (i$\JkJU.*"> s- XLVI, 1 — 3.
Türkische Uandscbriften. M
210 Türkische Handsckiiften 184. Geographie.
kleinen Inselchen; mit Beschreibung. — 4) die Insel Tino JoJoä«,! und
ein Stück von Andros; mit Beschreibung.
XLIV. i) Spitze von Corfu yij^, die Inseln ^Xi^s? und ^-iJ'Lj 15^'?
d. i. nach Diez Passo und Antipasso, nebst einem Stück rumelischer
Küste; mit Beschreibung. — 2) Inseln ^^y-s und xS^yibl nebst Küste mit
den Städten ^S JJ^\ (befestigt) und äjj.a*3; mit Beschreibung '). — 3) In-
seln Cephalonia und Ithaka ^c^^*^ ; nebst Beschreibung. — 4) Corfu und
die gegenüberliegende Küste; mit Beschreibung.
XLV. 1 — 4) verschiedene , früher venetianische Inseln des Adria-
tischen Meeres.
XL VI. 1 — 3) die Inseln Thasos v^-AöLb, Lemnos iL-^-^-UI und Samo-
thi-ake (i$\(>.Ä4^ , nebst entsprechenden Küstenstrichen ; mit Beschreibung. —
4) Rumelische Küste von )jya*" ijUaJ bis ^jj;^ s^ä; mit Beschreibung.
XLVn. 1 — 4) Süditalienische und sicilianische Küstenstriche ( 2) Bar-
letta-Manfredonia, 4) Messina und Reggio), zum Theil mit Beschreibung.
XL VIII. 1 — 4) Küstenstriche von Karamanien und Syi-ien.
XLIX. 1) die Inseln Syra s^uo und Andros Svjöl, mit Beschreibung. —
2) Faros 5^L und Antiparos »xbstXJl nebst einigen kleinen Inseln, mit Be-
schi'eibung. — 3) Insel Naxos x. ci_iL_j, nebst Beschreibung. — 4) die
„ Staareninseln " J>JL=»jJt_o und wU=»yLo, nach Diez Delos, welche Insel
sonst auf Türkisch xJjt*^ heifst; mit Beschreibung.
L. 1) die Inseln Jk-juiv^i^ und sl-j;^', niit Beschreibung. — 2) Alexandria
und die nächstgelegene Küste. — 3) ein weiteres Stück der ägyptischen
Küste. — 4) die Insel KiS ^^ä-l „vermuthlich Nicaria oder Nakaina" nach
Diez, nebst der kleineren Insel (3_;^Lc^Js und den JLj^Äjj_i genannten
Inselchen ; mit Beschreibung.
Die Gröfse der ganzen, nicht gebrochenen Blätter beträgt 42 X 55 cm.
Die Ausführung der Karten ist eine saubere; auch ist der Atlas gut ge-
halten. Jeder der verschieden orientierten Karten ist eine Windrose bei-
gegeben, welcher eine Spitze durch einen Stempel angedruckt, nicht an-
gemalt ist. Diese Spitzen zeigen aber sonderbarer Weise auf verschiedenen
Karten nach verschiedenen Himmelsgegenden; so z. B. auf I, 4 nach
Süden, auf II, 1 nach Osten, auf II, 3 nach Norden u. s. w.
*) statt „Ajani Kolla" bei Diez ist „Aya Nicola" sJ*Juj Li zu lesen; dies ist ein nm
südlichen Ende der Karte einsam gelegenes Kloster. Vgl. oben 1, 3.
Türkische Handschriften 185. Geographie. 211
185. [Diez Fol. 5 8.]
Tu diesem Bande von gröfstem Folio sind 17 türkische Karten u. dgl.
zusammengebunden; eine Anzahl derselben ist in Kupfer gestochen und
also in einem Verzeichnisse türkischer Handschriften nicht zu berück-
sichtigen ; die übrigen sind folgende :
1. eine Karte von 22 X 32,5 cm, die Insel Candia darstellend.
2. eine Karte von 39,5X44 cm, das Mamiarameer , das Schwarze
Meer und das Asow'sche Meer, nebst den um dieselben gelegenen Küsten-
ländern darstellend.
3. eine flüchtige Skizze, 31 X 43,5 cm, des Weges von Constantinopel
nach Adrianopel und der Insel Lemnos ^^jdsl äa*aJ.
4. Karte (41,5X^0 cm) des Marmarameeres und des südwestlichen
Theiles des Schwarzen Meeres; fast nur die am Meere gelegenen Orte sind
angegeben; eine halbe Windrose ist beigefügt.
5. eine Karte der türkisch-russischen Gränzländer, s-öUic äaJ^ oJ^i?
vO (' j^_«.xk>-_i. käSJüJk>jt\..s. ^^JCJUx) xJ^yÄ^jc xIjI. Das Terrain der Karte,
welche 108 cm lang und 61 cm hoch ist, ist gestochen und nur die
Namen sind mit rother Dinte eingeschrieben; ein wenig günstiges Vor-
urtheil gegen die Correctheit der letzteren mufs es erweckeii, dafs der
Dniestr (an welchem die Städte Aqkerman, Bender, Soroki, Mohilew u. s. w.
richtig angegeben sind) als Donau ajyia ^^ bezeichnet ist. Oben in der
rechten Ecke befindet sich ii^x^\3 «.*JLs *^^ d. h. ein Plan der Festung
Kamenez-Podolsk.
6. eine Karte von den Küsten des Schwarzen und des Asow'schen
Meeres, mit drei Windrosen; Höhe 51 cm. Breite 74 cm.
7. eine bildliche Darstellung einer Belagerung von Mehadia, recht
naiv, im Stile der Neuruppiner Schule; Länge 43 cm, Höhe 32 cm.
8. und 9. zwei Exemplare einer ganz flüchtig entworfenen Skizze eines
Kriegsschauplatzes an der Donau ; auf dem zweiten Exemplare ist den
türkischen Ortsbezeichnungen von Diez die Umschrift in lateinische Buch-
staben beigeschrieben; auf der Rückseite dieses selben Exemplares steht
die rechte Hälfte eines türkischen Briefes; Länge 37, Höhe 25 cm.
1) Hb. ,^xh.
27*
313 Türkische Handschriften 186. Geographie.
10. Zunächst folgt eine Karte des Asow'schen, Schwarzen und Mar-
mara-Meeres mit Ortsbezeichnungen in griechischer Sprache, und darauf
noch auf zwei Blättern die Abbildungen zweier Kriegsschiffe. Das erste ist,
wie die Flagge ausweist, ein englisches, das andere ein türkisches mit
grünen Flaggen und der Inschrift ja — ^5wsi i^Le am Stern. Gröfse dieses
Bildes: 54,5 X "^ 7 cm.
186. [Petermann 492.]
Bericht über die Reise ( ä/iLojU*« ), welche Muliammad Efendi („der
Achtundzwanziger") im Jahre 1132 (1720) als Gesandter der Pforte von
Konstantinopel nach Paris und zurück machte; und zwar enthält die vor-
liegende Handschrift den vollständigen, ausführlichen Text dieses Reise-
berichtes, wie derselbe in Paris herausgegeben ist '), nicht die Abkürzung,
welche von Ra^id in sein Geschichtswerk (III, 82''— 92'') aufgenommen
worden ist und sich z. B. auch in der Gothaer Handschrift Nr. 148 findet.
Welche der beiden Redactionen die französische Uebersetzung enthält,
welche von Krafft zur Handschrift Nr. CCLXXX (S. 106) seines Kata-
loges erwähnt wird, kann ich nicht sagen, da mir dieses Buch nicht zu-
gänglich ist. Vgl. über die Reise auch Toderini, Litteratur der Türken,
übersetzt von Hausleutner II, 277 (:= III, 185 des Originales).
Anfang: ^^J-^^JI^ »L^ö^^l cU*- J^ä (.iLJI^ 'iyL&i\^ tj>AjL»J( <^y xJU JlU-I
O*^'*^ • *^^^^.*^' ^^^ oJ^iJ yh"^^ jf. 7**=* y^
Der Reisebericht endigt auf Fol. 33''; darauf folgen noch verschiedene
kurze — zum Theil arabische — Auszüge und Notizen; hervorzuheben
wäre etwa (Fol, 3 6" ff.) eine etwas längere, türkisch geschriebene Aus-
einandersetzung über Reinigung und Gebet.
45 ^) beschriebene Blätter; 21 X 15,5 cm. Gewöhnliches, deutliches
Tailiq mit 21 Zeilen auf der Seite; auf fol. vers. eines jeden Blattes der
Reisebeschreibung steht ein arabischer Denkspruch. Am Ende der Reise-
') Relation de l'ambassade de Mohammed Efendi (Texte Turk) ä l'usage des Kleves
de l'Ecole royale et speciale des langues orientales Vivantes. Paris 1841. 8". — Vermuth-
lich dieselbe Bedaction („redige par lui-meme") ist in der Konstantinopeler Ausgabe vom
Jahre 1282 (Journ. Asiat. 1868, I, 485) enthalten.
*) Fol. 35 — 45 sind mit Originalfoliierung II — vf versehen.
Türkische Handschriften 187. Geographie. 213
beschreib mig nennt sich als Schreiber ein gewisser al Mu^lh ihn Husain
aus Mlxüli^ (bei Brüsah) und datiert seine Arbeit vom Jahre 1142 (beg.
2 7. Juli 17 29). Auf Fol. 1" ein paar unbedeutende Siegel.
187. [Diez FoL 15.]
Dieser Codex enthält unter der Ueberschrift k:i)w-o..^ ^j^L»-» o^Js
>J>.jo Jij >ä5Uj JJyj ^£j..ül ^ik-cix ^^ jjiLjs^Aj ^j-fffjü den Bericht des /fo^?
Mustafa Efendi über seine im Jahre 1161 = 174 8 nacli Wien unter-
nommene Gesandtschaftsreise ; s. Hammer, Osman. Reich VIII, 1Ü6. Den
Anfang macht ein kurzer Ueberblick über die damaligen Verhältnisse des
deutschen Reiches resp. Oesterreichs, worauf von Fol. 3" an der eigentliche
Gesandtschaftsbericht folgt, wie derselbe von dem Reich shistoriographen
ilzzi in sein Geschichtswerk (Fol. 19 0"— 196'' der Ausgabe, Zenker
Nr. 937) aufgenonnnen und von Hammer in Hormayr's Archiv 1823
Nr. 27 u. 28 ff. übersetzt worden ist'). Dieser Bericht schliefst auf Fol. 40",
worauf die beiden folgenden Seiten noch eine Nachschrift des Verfassers
enthalten , in welcher von der Ueberreichung des Berichtes an den Grofs-
vezier erzählt wird. Fol. 4 2'' und 4 3" ferner enthalten ein äuiserst flüchtig
geschriebenes Verzeichnifs der von dem Gesandten dem Kaiser und der
Kaiserin überreichten Geschenke (vgl. Hammer, Osman. Reich VIII, 497
und 4 99); auf der letzten Seite endlich steht, aufser einem türkischen
Bait, ein Verzeichnifs der arabischen Monatsnamen mit Umschrift theils
in griechische, theils in lateinische Buchstaben. Auch auf den Rändern
der ersten Seiten ist der türkische Text vollständig und bis Fol. 7'' theil-
weise in griechische Schrift umgeschrieben.
Anfang: vi r.j-^ j*-.^^^^ »xiaj ^^—vuüxij' oIjlJLj sJ-ÄA^aUA« je-^.' i^-'' \y-^. ^äX^j
Dasselbe mit griechisclien Buchstaben : j-inlv jvC iXi Ixl aeveaevr^ i^Jiely(ia3
y.alfal y.anaiveC (sie), Tta/i(j Gex(jyid(Ji a/J/iiyxiQl Sa/t'/. oKÖaxTiv
aovQa
') Über die Abreise dieser Gesandschaft von Konstantinopel berichtet llgzl Fol. HO^ff.,
und tlieilt die dersolbeu Tom Sultan übergebenen Schreiben an Kaiser Franz und Maria
Theresia mit. Dieser Abschnitt ist auch bei Wickerhauser abgedruckt und übersetzt
(S. irv und 141).
814 Türkische Handschriften 188. Geographie.
44 Blätter; 28,5 X 16 cm. Schönes Nasxi ohne Vocale mit 15 Zeilen
auf der Seite. Die Umrandung der Seiten, welche aus goldenen Borden und
schwarzen Linien besteht, ist auf den beiden ersten Seiten breiter, als auf
den übrigen.
188. [Diez A. 8». 181.]
a5Jl<„Jf !i\jjo von Smyidi lAll ihn Husain al kätib al-Rümt, als Dichter
Kätihi genannt (f 9 70, beg. 31. August 15 62; s. Hammer, Osman.
Dichtkunst 11, 306). Der Verfasser erzählt zunächst, wie er im Jahre 961
(155 3) auf Befehl des Sultans sich von Halah nach al Basrah aufgemacht
habe, um eine dort liegende türkische Flotte von 15 Fahrzeugen durch
den persischen Golf und das rothe Meer nach Suez zu bringen. Unterwegs
bestand er einer übermächtigen portugiesischen Flotte gegenüber zwei glück-
liche Kämpfe, verlor jedoch hierbei mehrere Fahrzeuge und wurde endlich
durch einen schweren und lang anhaltenden Sturm an die Küste von Gu-
dscherat geworfen und so auch des Restes seiner Flotte beraubt. Von
Indien nun, wo er am kaiserlichen Hofe längere Zeit zurückgehalten wm-de,
kehi'te er nach dem Tode des Humäyün (f 11. Rabli I 963 = 24. Jan.
1556) zu Land mit einer Anzahl seiner Gefährten nach Konstantin opel
und Adrianopel, wo er zu Anfang des Ra^ah 964 (April 155 7) anlangte,
zurück, und die Beschreibung dieser Reise ist der hauptsächlichste und in-
teressanteste Inhalt des vorliegenden Buches. Näheres über denselben mit-
zutheilen, ist nicht nöthig, da der ganze Bericht von Diez in seinen
„Denkwürdigkeiten von Asien" II, 133 — 267 mit vorausgeschickter Ein-
leitung übersetzt und diese l'ebei'setzung wieder von Morris im Journ.
Asiatique IX, 27 — 299 imd X, 4 6—112 in das Fi*anzösische übertragen
worden ist; an letzterer Stelle werden auch Mittheilungen über das Buch,
welche Hammer vmd de Sacy gemacht haben, erwähnt'). — Eine andere
Handschrift findet sich oben in Nr. 9,5, eine di-itte in Wien Nr. 1276
(II, 4 28); von noch einer Handschrift wird sogleich die Rede sein, und
die zweite Hälfte ist in der folgenden Handschiüft enthalten.
') nämlich in Transactions of the Literary Society of Bombay. Vol. II
(London 182 0. 4".) und danach in Journal des Savans, 18 2 1 p. 13 2. Aehnliche
Mittheilungen sollen nach Journ. As. Soc. Bengal III (1834) p. 545 Anm. *) auch im
Asiatic Journal stehen; ich habe mich aber vergeblich bemüht, dieselben zu finden.
Türkische Handschriften 189. Geographie. 815
Ueber den Verfasser und seine Werke im allgemeinen wird gehandelt:
von a. X. in seiner ('vLXJI JLäji' (Konstantinopel 1141) Fol. f*'' = trans-
lated by Mitchell (London 1831. 4") p. 72, Hammer, Osman. Reich III,
416, Mehren in Annaler for nordisk Oldkyndighed 185 7 S. 72 nr. 3 2,
S chefer, Chrestomathie Persane II, 220 und Rieu p. 120'.
Von dem anderen Hauptwerke des Kätihi, welches den Titel La^I
trägt, berichtet zunächst Hammer zu seiner Handschrift Nr. 184 (Wien.
Jahrbb. Bd. LXVII, Anz.-Bl. S. 5 4), dann Flügel zu derselben Hand-
schrift als Wien Nr. 1277 (II, 429), ferner Hammer im Journal of the
Asiatic Society of Bengal Vol. III (1834) p. 545, V (1836) p. 441, VI
(1837) p. 805, VII (1838) p. 767 und VIII (1839) p. 823, endlich Rei-
naud, Geographie d'Aboulfäda, Introduction p. CLXVI und CDXXXIV.
Nach Reinaud an ersterer Stelle soll a. X. sehiem Uj^jL^ä (S. 5 9 f. der
Ausgabe) wörtliche Auszüge aus dem ia^i^ eingefügt haben.
Anfang: w*ill ,_,;_icljj •^y^y^^ >-"— s^lj J^l ^jtXjw -aä »Üjj O^cX S'b tX ^_a.
86 beschriebene, mit Paginierung (bis 169) versehene Blätter; 20,6
X 13,5. Kleines, deutliches, obgleich mit etwas zitternder Hand geschrie-
benes Nasxt; auf der Seite stehen 15 Zeilen. Wie wir von Diez a. a. O.
S. 137 erfahren, wurde die vorliegende Handschrift von ihm selbst aus
einem Codex der Univei-sitätsbibliothek zu Frankfurt a. d. 0. (jetzt in
Breslau) copiert.
Die beiden letzten beschriebenen Blätter der Handschrift (S. 168 und
169) gehören nicht mehr zur Reisebeschreibung, sondern enthalten eine,
mit Nachträgen aus Hazärfann (s. Nr. 199) vermehrte Personalbeschrei-
bung des Propheten, wie dergleichen oü^Ai »aJä. oder ähnlich genannt zu
werden pflegen.
189. [Diez A. 8». 28.]
Die zweite Hälfte derselben Reisebeschreibung, von dem achten Ab-
schnitte bei Diez, Denkwürdigkeiten II, 95 = S. Ii^ Z. 3 v. u. der
vorigen Handschrift, an.
') Hier wird auch eine Analyse der vorliegenden Reisebeschreibung mitgetheilt.
216 Türkische Handschriften 189*. Geschichte.
Anfang: ^sl^ sJwjlÄ^^tU^c ^Lji> ^Lj ^y^tiSU xA^^^^j «S^ij^AT o^^j ^^^|
"^ -f-tA ^yä^ ^dJJf ÄjU-Lo ^^ üt-l ^U.>o^ j^Ä^tX5^ ^iij|
o;b) Jjl |v«4^; ^^jÄJI ^tX^ ^A^^ ^jÖJI ^ o^, Gy- ^jJl
36 beschriebene Blätter; 21X14 cm. Gutes Nasx^ mit 21 Zeilen
auf der Seite; Randeinfassung aus drei schwarzen Linien und einem gol-
denen Streif bestehend. Abschrift datiert von Konstantinopel, erste Dekade
JjI^I des Bahn II 1009 = 10. Oct.-7. Nov. 1600. Eine von fremder
Hand beigefügte Ueberschrift lautet: ^^iXäjI ^^:ys s.yl^^l o\yo (Xl:^ v^A-i
('^t\.Aj>L.sx..A_w; auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: v_^äLÄ^ »_,Lä^
ff^ ;>•*"')' iJ*-^ ^5j'U■i^.xl xL^^yj jj>jLi.;Oj ^U.*jtXjjo.
Zur Geographie gehören noch: Nr. 8*,3 (über i^jJb) - 6 (die richtige Aussprache von
iS^^^> i-jIäaa«( und ^^'tVJlj — 9,2 (ül)er Büb al abwäbj — 31,5 ( jocü^-o^j , Lob
von Brüsah) — 39 fol. HO*' (Moscheen und Quartiere von Konstantinopel) — 45,ii (Sta-
tionen zwischen Konstantinopel und Äq-Mir) — 49 (Matliematische Geographie) — 2öO,i6
(Territorial-Eintheilung und statistische Verhältnisse des osmanischen Reiches).
XII. Geschichte.
1) Einleitung und Awä iL
189*. [Landberg 366.]
( ^^^1 ij' — i3_i-_*»_)l ^c^ö ^x) i^io^ *flL_c, die Muqaddimali des /Z>?? Xaldün
(t 808, beg. 29. Juni 1405), in das Türkische übersetzt und dem Sultan
MaMmüd I (reg. 1143-68 = 1730-5 4) zugeeignet (Fol. 3" Z. 3) von
MuJiammad Plrizädah (Fol. 2'' Z. 12 v. u.), welcher nach ä. X. IV, 18
und Öanifzadah bei Ö. X. VI, 55 7, 14 622 im Jahre 1162 (beg. 2 2. De-
') So scheint dazustehen; jedenfalls steht nicht das offenbar gemeinte »(^jOäLaa« da.
*) Fol. T"" Mitte. Nach äanlfzädah und Flügel zur Wiener Handschrift soll der
Titel vAaJI (jl^Äfi lauten ; ich kann in dem vorliegenden Exemplare davon nichts finden.
Türkische Handschriften 190. Geschichte. 217
cember 1748) starb. Wie der Uebersetzer Fol. 2'' Z. 8 v. ii. ff. erzählt,
begann er seine Arbeit im Jahre 1138 (beg. 9. Sept. 1725), und brach
dieselbe nach fünf Jahren, im Rahil I 1143 (14. Sept. -13. Oct. 1730),
ab, nachdem er zwei Drittheile des Ganzen ^2jLiJLi■ vollendet hatte. Diese
Berechnung trifft fast genau; denn die Uebersetzung geht bis S. 219
Z. 7 V. u. der ägyptischen, 316 Selten umfassenden Ausgabe des Originales
von 1274. Das letzte, von Pirlzädah nicht übersetzte Drittel der Muqad-
dimak ist neuerdings von öeiodet Efendi übersetzt und, zusammen mit der
Arbeit des Ptrizädah, bereits zweimal gedruckt worden; s. Journ. Asiat.
1859, I, 528,12 und 548,58; 1860, II, 332,ioo; 1863, II, 225, i26; 1868,
I, 467; besonders aber 1868, I, 471 (Konstantinopel 1277 = 1860).
Handschriftlich ist die Uebersetzung des Pirlzädali in mehreren Exemplaren
in Wien vorhanden; s. II, 5 2 f. des Flügel'schen Kataloges.
Anfang der Einleitung: äaäjI ii^yäXio ^"^^ '■nOyXjMja JuoL^ Stxi^JäÄx! Jotjj
der Uebersetzung: #.J^I•j■ ^i &^^^X>c^JJlx ssL.^aJC*«!^'! ^^b >Läj^'I JjI (jLJLc
479 beschriebene Blätter; 26X 15 cm. Sehr schönes und deutliches
Nastaüiq mit 27 Zeilen auf der Seite; nicht vocallsiert. Am Anfange der
Vorrede und des Werkes je ein farbenprächtiger ^Unwän; auch am Ende
der VoiTcde eine schöne Verzierung in Gold von älterem und besserem
Stil, als die iUnwän. Die Seiten sind mit drei Goldleisten und sieben
schwarzen Linien umzogen. Vorausgeschickt sind noch vier Blätter, deren
Seiten durch Goldleisten und schwarze Linien in Quadrate, welche ein
Register aufnehmen sollten, getheilt sind; auch hier steht am Anfang ein
schöner iUnwän. Hübscher Einband mit Kapsel. Die ganze Ausstattung
der Handschrift ist pi-ächtig, doch nicht mit dem alten, guten Geschmack
ausgeführt, wie er uns besonders in persischen Handschriften des S""" bis
1 1'"° Jahrhunderts d. Fl. so häufig erfreut.
190. [Ms. Orient. 4". 185,]
Ein Werk über die Awü'ü, welches zur gröfseren Bequemlichkeit der
Leser seinen Stoff alphabetisch anordnet, oj>a- i»jiUiJU '^*;^mj3 ljU^' ^.^^-2^
\S*jJ^\ v'^y? ;U*^' 8;)^' 154^'» ^ö es Fol. v" Z. 4 v. u. heifst. Als
Verfasser nennt sich Fol. i«** Z. 5 v. u. lüOmün ihn MuJiammad Düqah-
TürkiBchd HacdBcluiften, 28
218 Türkische Handschriften 191. Geschichte.
kln^); den Titel des Werkes finde ich in demselben nicht angegeben, denn
^■|yül vl^l i^jUT, was eine fremde Hand auf einem voi-gehefteten Blatte
als solchen angemerkt hat, ist aus den Worten im Anfange von Fol. V'
ii'rthümlich gefolgert. H. X., welcher das vorliegende Buch in einem be-
sonderen Artikel I, 261, 545 bespricht, nennt den Verfasser d^^ ^j.j (jUic
^.«jJl s^jk^xJxJi.Jkj ojjtjl und sagt, dafs derselbe im Jahre 1013 (beg.
30. Mai 1604) gestorben sei; als Titel giebt er JiSl^ilt >^.o^ ^ 'JSU^-' }^j
an, wofür S. 490 desselben Bandes ^jj^Ki^C) ^^ JoU^I XsiS steht; die
Ausgabe von Bidäq (I, 70 u. 133) hat an ersterer Stelle wie Flügel, an
letzterer JL^I statt JoU2i; vgL Flügel VII, 630. Nach ä. X. widmete
der Verfasser sein Werk dem Sultan Muräd III (reg. 982-1003 = 1574
— 95), in der vorliegenden Handschrift (Fol. I'') vielmehr dessen Schwieger-
sohne, dem Dämad Ihrälüm PaSa (f 1010 = 1601, s. Hammer, Osman.
Reich IV, 313). Vielleicht giebt es also von dem Buche zwei Ausgaben.
Am Ende giebt der Verfasser Rechenschaft über die zahlreichen von ihm
benutzten Quellen. — Nach H. X. wird das Buch auch von Gosche, Die
Kitilb al-awäil S. 36 erwähnt; eine andere Handschrift ist mir nicht be-
kannt.
Anfang: |v^ xjIJUjI iL» J^l Jjl l^i ^ iX*^^ |*Jt^i■ »-ä^ 5\^ -fl> Jjl
109 beschriebene Blätter mit Originalfoliierung ; 25,5 X 18,5 cm.
Schönes, grofses Nas'/% ohne Vocale mit 17 Zeilen auf der Seite; zum
Theil auf gelbes Papier geschrieben. Auf einem Rückenschilde steht „De
viris illustribus Turcice. — Ms. Orient, in Qto. 185". Frühere Besitzer
der Handschrift haben sich, zum Theil unter Beidrückung ihres Siegels,
am Anfang und am Ende eingeschrieben ; eine dieser Notizen ist datiert
vom Jahre 1112 (beg. 18. Juni 1700).
2) Allgemeine Geschichte.
191. [Petermann U, 323.]
^cjaIo ^j>Lj, ein Stück aus der türkischen Uebersetzung der persischen
Abkürzung des grofsen Geschichtswerkes des Tabari. Das Vorhandene be-
ginnt, nach der Basvialali, mit dem Abschnitte „Muäammad geht nach
') Vor BuqaJikln scheint ihn ausgelassen zu sein ; s. H. Z.
Türkische Handschriften 191. Geschichte. 819
Ta'if'-'-, (s. das von Rosen mitgetheilte Inlialtsverzeichnifs dieser Ueber-
setzung in ZDMG. 11, 165" Z. 9), und geht zunächst bis „Regieiiing FazFc^'s",
(das. S. 166" Z. 15 V. u.). Hiermit endigt, einem Kolophon zufolge, der
dritte Band ^^iili JoU. (iü.jwAJb -^.j^ (Fol. lOl''); nach einem leeren Blatte
beginnt dann, wieder von der Basmalah eingeleitet, ein neuer Güd mit dem
Abschnitte „Märtyrertod des Husain ihn lÄli", und geht bis zu dem Ca-
pitel „Abu Musliin erhebt sich in XuräsCm] Macht der Abbasiden", S. 168''
Z. 8 V. u. bei Eosen. Hier hat der Schreiber seine Arbeit abgebrochen.
Die türkische Uebersetzung des Tahari ist bereits zweimal in Kon-
stantinopel gedruckt worden: 1260 (Hammer in Journ. Asiat. 1846, H,
25 8) und 128 8 (Journ. Asiat. 1873, I, 534 nr. 4 0); nach der ersteren
Ausgabe wird der Abschnitt über die Geschichte von Taharistän von
Mordtmann in ZDMG. H, 285 in Text und Uebersetzung, das. IX, 85 0
der über den Krieg zwischen Qcdarl und Muliallah in Uebersetzung, der
über die Eroberung Persiens von J. P. Brown im Journal of the American
Orient. Soc. I, 4 35 und II, 207 gleichfalls in Uebersetzung mitgetheilt.
Ueber türkische Tflöan-Uebersetzungen im allgemeinen vgl. man das zur
Gothaer Handschrift Nr, 145 Gesao-te. Aufser dieser finden sich noch
Handschriften: in München Nr. 63 und 64, Leipzig Nr. 218,6, Jena (Kose-
garten, Taberistanensis Annales I p. XVI), Cassel (J. H. Wepler bei Hir-
sching, Beschreibung sehenswürdiger Bibliotheken Teutschlands. Erlangen
1786flf. 8«. II, 1 S. 257), Wien Nr. 872 (II, 103), Paris Nr. 51, 52 und
54, Upsala Nr. 233, St. Petersburg (Bulletin scientif. I, 158 nr. 6 und
Asiat. Museum S. 91 [Nr. 582 und 582'' nach Catalogue des manuscrits
et xylogTaphes p. 466]), und in der Ambrosiana Nr. 242; eine dschagha-
taische Uebersetzung findet sich in St. Petersburg, Catalogue Nr. 519 und
Asiat. Museum S. 347 nr. 2.
Anfang (nach der Basmalah): Jw*dil juic cjLI ,j.Iy)j uyLoK' (sie) x».^ Jjt
122 beschriebene Blätter; 31X^0 cm. Schönes Nasxi ohne Vocale;
auf der Seite stehen 33 Zeilen. Nach dem Kolophon am Ende des dritten
(xild (Fol. lOl**) hiefs der Schreiber Mavid Yüsln al Baydädl al tlanqfl
al Qüdiri, und vollendete diesen Thcil seiner Arbeit am 12. Bajab 1154
230 Türkische Handschriften 192. 193. Geschichte.
(= 23. Sept. 1741) unter dem Grofsvezierate des AJimad Pasa (28. Rabti
I 1153 = 23. Juni 1740 bis 1. Safar 1155 = 7. April 1742).
192. [Petermann ü, 628.]
Auf Fol. 1^ dieses grofsen und dicken Folianten ist von fi-emder
Hand aufgeschrieben: NtXxäJU v^i^ |j-?' c^J'J^ J^xil^^ (3*^ iJLä -^.^-i •■•?;
es soll also die (nach H. X. II, 25 und dem Kataloge des Ihrählm Pasa
von MaUmüd ihn Muhammad ibn Düsäd verfafste) türkische Uebersetzung
des jLjLg.ÄJlj x_sl4X_*JI genannten universalgeschichtlichen Werkes von Ihn
KaOir (vollständiger llmäd al-din Abu "l fidä Ismäiil ihn lUmar al-
Dimasqi, f 774, beg. 3. Juli 1372) sein. Eine Vergleichung mit der In-
haltsangabe dieses Werkes, wie sie von Hammer zu seiner Handschrift
Nr. 160 (S. 178 im Separatabdruck des Kataloges) mitgetheilt wird, be-
stätigt diese Angabe, und zwar lernen wir aus derselben zugleich, dafs
der vorliegende Band dem vierten Bande des Hamm er' sehen (arabischen)
Exemplares vom Anfang (den Ereignissen unmittelbar nach dem Tode des
Propheten) bis zum 2 1 6**° Abschnitte, der Lebensbeschreibung des Marwän
ihn Hdkam (Fol. 4 04* vjl ^Iaj ^JMwU/^ iiXjCs. ^^.j ,j'jv<>) entspricht. Ueber
das arabische Original vgl. man den Gothaischen Katalog III, 198; Hand-
schriften der türkischen Uebersetzung finden sich in Paris Nr. 97 (Theil
VII) und in der Bibliothek des IbräJüm Pasa Nr. -892- 896 (Theil I in
duplo, II, III und IV).
Anfang (nach der Basmalah): ^Jy\ «jü^^l »^^ stXJj i^-^y? (j^l ij^^V^
(^Jöl ttjU^ -i^AwJI «a-Lä jjjcUaj ^j.iJLx.j (j»J' ÄAJui ji> (sie) »JOLw.äJ'
407 beschriebene Blätter; 33 X 22 cm. Schönes, durchaus vocali-
siertes Nasyi mit 21 Zeilen auf der Seite; am Anfang ein hübscher lün-
wän\ die Seiten mit doppelten rothen Linien umzogen; auf Fol. l'' hat
sich ein früherer Besitzer aus dem Jahre 1110 (beg. 10. Juli 1698) ein-
geschrieben.
193. [Diez A. 4°. 13.]
Dasjenige universalgeschichtliche Compendium, welches unter dem
Titel ^c^Uio fSy^S >j>J)'-* bekannt und häufig handschriftlich vorhanden
ist, und als dessen Verfasser gewöhnlich Muhammad ihn Ramadan, von
Flügel zur Wiener Handschrift Nr. 846 aber Jaü Mustafa Efendi ge-
nannt wird. Man vgl. über dasselbe und seinen Inhalt die Beschreibung
Türkische Handschriften 194. Geschichte. 221
der Gothaer Handschrift Nr. 146 (S. 117 des Kataloges), sowie Flügel
zur genannten Wiener Handschrift und Hammer, Osman. Reich IX, 182
nr. 5. Die vorliegende Handschrift behandelt in der Abtheilung über tür-
kische Geschichte, ebenso wie die Dresdener Handschriften, nur noch die
Regierung Sulaimän's I, ohne dessen Tod zu erwähnen (vgl. den Gothaer
Katalog S. 118 Anm.), d. h. das Ende dieses Abschnittes entspricht dem
Ende von Fol. IIT*" der Gothaer Handschrift, in welcher letzteren dann
die osmanische Geschichte noch bis Fol. 206" fortgesetzt ist. Andere
Handschriften werden zu der erwähnten Gothaer Handschrift aufgezählt;
ich kann jetzt noch zwei Leidener Handschriften, Nr. 934 und 935, hin-
zufügen, und bemerke, dafs die Wiener Handschriften in dem neuen
Flügel'schen Kataloge die Nummern 846 — 851 ti-agen.
Anfang : (' i^r^'l "rV=>- »^ J^ S JL.»aJI^ ' jUJuJl üLkJI J<Ä «Jj Jwi'
126 beschriebene Blätter; 20,5 X 14 cm. Gutes türkisches Nas/l mit
17 Zeilen auf der Seite; jede Seite ist mit einem goldenen Streifen ein-
gefafst; am Anfange befindet sich ein einfacher und roher lünwän. Ab-
schrift von IbräJiim ihn lÄhd alläh vollendet im Jahre 104 2, beg. 19. Juli
1632. Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: L^-i^' '^■'}y^ ^J^
(•t»= vJo^ (sie) ^-xJjUiÄj . — Durch Feuchtigkeit etwas beschädigt.
194. [Diez A. 4«. 4 8.]
(^ ^,_jvi^_*J( «jcLs«, ein Handbuch der allgemeinen Geschichte, von
Kätih Muliammad zaUm^) verfafst und dem Grofsvezier Miüiammad {SoqoUi)
zugeeignet. Das Werk wird von 6. Z. 11, 508, 3889 erwähnt; über
den Inhalt s. Flügel zur Wiener Handschrift Nr. 852 (II, 84) und
Hammer, Osman. Geschichte XI, ISO nr. 2. In der VoiTede erwähnt
der Verfasser die Thronbesteigung Muräds III, welche am 8. Ramadan
982, einem IVIittwoch, (= 22. December 15 74) stattfand, und sagt, dafs er
selbst zu gleicher Zeit sein 43^**^ Jahr vollendet habe ^). Davon, dafs, wie
*) im Gothaer Exemplare finden sieh diese Worte auch, es sind denselben aber die im
Kataloge angegebenen noch Torausgeschickt.
») Fol. 4» Z. 1.
') d. h. dem Inhaber eines oweLe\ genannten Lehens.
*) etwas anderes können doch wohl die Worte (Fol. 2' Z. 2 t. u.) j^ (ÄjjUa^
l50of (jik*Äj| \öS SJM _.l ijJi lyJtXÄJ" (Ji)l»^xjL+Jj-5' nicht heifsen. auUj-5 soll
228 Türkische Handschiiften 195. Geschichte.
u. X., Flügel und Hammer wollen, das Jahr 982 auch das der Voll-
endung des Werkes sei, ist, soviel ich sehe, nichts gesagt; in der That
könnte eine solche Angabe auch gar nicht richtig sein, da z. B. in dem
Abschnitte über osmanische Geschichte (Fol. 47 6"), wie auch Hammer
(Osman. Geschichte IV, 53 Anm. b) selbst bemerkt, noch die in das Jahr
984 fallende persische Gesandtschaft des Toqmaq MuUammad 7,än erwähnt
wird. — Stücke aus diesem Geschichtswerke werden mitgetheilt von Diez,
Denkwürdigkeiten von Asien I, 213, und von Hammer, Origines Russes
p. 61 u. 120; eine dritte Handschrift findet sich im Asiatischen Museum
zu St. Petersburg (s. Dorn's Buch S. 78).
Anfang: sf &Xi\ss=- ^-^) ^^'^^. j' «^■=>- jc^ 4^^ f'*r*^Y^ iA^) f^j^ '; *^'-'
485 beschriebene Blätter mit Originalfoliierung ; 21 X 14,5 cm. Deut-
liches , zum Nastalhq neigendes , türkisches Nasxi niit 1 7 Zeilen auf der
Seite. — Ueber dem Anfange der Handschrift steht : (c-i-«*«^' ff-*^ loLxS' Ijjs
iXi^ oLäaJI (sie) vilXJI iJÜI i.^^s Jl -^Lä^I oL*JI Äil Ä*=>o ■^^yy^\ ^^.
auJ^ äJJI iU^v ijlä. Ci\yc jjLkXw 5t\xj rv^cJI ciSAj, auf einem dem Vorder-
deckel von aufseu aufgeklebten Zettel: b ^Jocc»! cy~ö_=. -^y^ÄJI ^L=» \^\jS
195. [Diez Fol. 8.]
(^ .^vl^l i^y", die chronologischen Tafeln des tlä^ßi Xallfali (eigent-
lich Mustafa ihn iÄbd alläh, auch Kütih Celebi genannt, f i™ -^^ '^ Iiij^ah
1068 := 30. Aug. - 28. Sept. 1658). Dieselben sind hauptsächlich be-
kannt geworden durch die Ausgabe, deren Druck zu Konstantinopel am
Neumonde des MuJiarram 1146 (14. Juni 1733) vollendet wurde, nachdem
schon voi-her (Venedig 1697) eine mangelhafte italienische Uebersetzung
erschienen war (Zenker I nr. 924 u. 925). Eine lateinische Uebersetzung
doch wohl äjL+jI.J' sein; freilich ist es sonderbar, dafs der Verfasser sich erst bescheiden
KÄxtJ nennt und dann von seinem eigenen Leben diesen stolzen Ausdruck braucht.
*) so wird der Titel vom Verfasser selbst sowohl am Ende des Werkes, als auch in
seiner Selbstbiographie (S. Ili^ Z. 5 in Wickerhauser's Wegweiser) angegeben. In den
der Konstantinopeler Ausgabe vorgedruckten ,_^'Llo wird es (gegen das Ende) •^-'jb' (»Jj-ftj'
genannt, und in der Einleitung seines Werkes selbst spricht der Verfasser immer nur von
Türkische Handschriften 196. Geschichte. 223
von Reiske ist handschriftlicli vorhanden (s. Manuscrits de S. de Sacy
nr. 364). Mittheilungen aus dem Werke s. bei Toderini, Letteratura
Turcliesca UI, 143 {= Uebersetzung von Hansleutner S. 24 6); auch
hat Diez in seinen „Denkwürdigkeiten von Asien" II, 3 75 ff. den Abschnitt
über die verschiedenen Zeitrechnungen übersetzt.
Die Tafeln J^tXs. sind in dem vorliegenden Codex auch wirklich als
Tafeln geschi-ieben, während der Druck dieselben in der Form fortlaufen-
den Textes giebt; das letztere vermuthlich , weil damals, in den Anfängen
türkischer Druckerkunst, der Satz in Tabellenforra Schwierigkeiten geboten
haben mag. Die einzelnen Abtheilungen des Werkes sind zwar alle vor-
handen, doch sind sie zum Theil nicht so weit fortgeführt, wie in der
Ausgabe; so reicht gleich der erste und hauptsächlichste Abschnitt, J.Jus.
*jLsj, hier nur bis zum Jahre 1093, in der Ausgabe dagegen bis 1146').
Ebenso sind die Abschnitte Jvlsbf ^^L.^ Lüü J^tX=> (bis Ausgabe 201,2),
^^Uit Jl (jlito-lya. J^tXs. (bis Ausgabe 205, h) u. a. m. hier weniger voll-
ständig, als im Druck.
Andere Handschriften finden sich: in Leipzig Nr. 273 (wo man s.),
München Nr. 60 und 61, Gotha Nr. 147, Wien (Hofbibliothek Nr. 866 und
Oriental. Akademie Nr. 252), Leiden Nr. 937, Upsala Nr. 251 und 252,
Paris Nr. 45.
Anfang: >— *j'r^ V'-T^ x^ äj^Lc. Ji=»- J.l <»ljo-o Jjl 'Lg.Äjl ^ t^j 'Loj tX^.^^
J^,\ «yUi-|_5 ^L=e iöjö, '^\j^_\^
99 Blätter, von denen 70 — 76 leer oder so gut wie leer sind, und
aufserdem je ein vor- und ein nachgesetztes Blatt; 27,6 X 16)^ cm. Gutes
türkisches Nas/J mit 25 Zeilen auf der Textseite. Am Anfang ein hübscher
iUnwän\ die zehn ersten Seiten mit einer Goldborte eingefafst. — Die
Handschrift scheint aus der Bibliothek des Sultan lAhd al Hamid I (reg.
1187—1203 =: 1773 — 89) zu stammen, da dessen Tnyra auf Fol. 1^ ab-
gedruckt ist.
196. [Diez Fol. 9.]
Dasselbe Werk; doch enthält die vorliegende Handschrift nur die
') Bchon das in der Handschrift Enthaltene kann indefs nicht mehr ganz von dem
bereits im Jahre 1068 verstorhenen Häggl Xallfah herrühren, lieber die im Drucke ent-
haltene doppelte Fortsetzung dieses Abschnittes vgl. Hammer, Osman. Reich I, xxx,6.
324 Türkische Handschriften 197. 198. Geschichte.
Vorrede, den Abschnitt über die verschiedenen Aeren, die ojJI ^Ls^ »-^^
jJLä •^.)^ )' xÄ-'Lu und den /«-j'-J'^ Jjt^—» genannten Abschnitt bis zum
Jahi-e \»\'i, die letzten Jahre schon ziemlich mager und unvollständig; die
^tÄ J und Jj4X=>- sind hier gleichfalls in Tabellenform geschrieben,
Anfang wie in der vorigen Handschrift.
24 Blätter mit Oi'iginalfoliierung; 32 X 22,5 cm. Nas/i von tür-
kischem Zuge, im fortlaufenden Texte mit 21 Zeilen auf der Seite. Rothe
Linien.
197. [Petermann 494.]
Nochmals dasselbe Werk. Der Abschnitt ^jLs^ J^tX^ geht bis 1059,
und von den folgenden Tafeln ist die letzte die über die Qädi von Kon-
stantinopel, auf welche gleich die ä^JÜs. und die x+j'ült iUJ'Lia. folgen.
Anfang ebenso, doch ist c>*«>.gi statt (j->.ji geschrieben und das letzte
Wort ^jül^l weggelassen.
80 beschriebene Blätter; 21,5 X 15 cm. Hübsches Nasxl mit 27 Zeilen
auf den Text-Seiten ; Linien der Tabellen und Umrandung der Seiten roth ;
auch ist alles, was hervorgehoben werden soll, roth geschrieben.
198. [Petermann 324.]
In dieser sonst arabischen Handschrift stehen auf Fol. 48 — 52 Aus-
züge aus denselben chronologischen Tafeln nü^ji XaJlfalis. Fol. 48''
enthält zunächst ein Verzeichnifs von 18 Dynastien, Angaben, meviele
Regenten jede zählte, wo sie residierten u. s. w., nach S. 161 f. der Aus-
gabe tabellarisch geordnet; dann folgt auf Fol. 49"— 52'' eine chronologische
Zusammenstellung der wichtigsten Ereignisse von der Vei'heirathung des
Adam (im Jahre 100 nach Erschaffung der Welt) bis zur Flucht des Pro-
pheten von Makkah nach al Madinah (im Jahre 6216) = Ausgabe
S. 12-25.
Gewöhnliches, deutliches Nastailiq mit 27 — 28 Zeilen auf der vollen
Seite; Gröfse der Blätter: 20,5 X 15 cm.
Ein Stück aus Häggi Xalifah's chronologischen Tafeln steht auch in Nr. l,i.
Türkische Handschriften 199. Geschichte. 225
199. [Diez Fol. 6.]
<iJ^ •ip^.jy^ 1^:^)3 1 Compendium der allgemeinen Geschichte, von &l-
sairt, bekannt unter dem Namen liazärfann, am Neumonde des MuTwrram
1081 (21. Mai 1670) begonnen und am 24. ^auwäl 1083 (12. Febr. 1673)
vollendet (s. den Schlafs). Als die von ihm hauptsächlich benutzten
Quellen nennt der Verfasser in der Vorrede eine arabische, das Geschichts-
werk des (jranähi [fl. X. 11, 124, 2198), eine persische, die U.«aJI SLö.v des
Mirxioänd, und eine türkische, den ^Lis.il| t/jf des iÄll Efendi (Ö. '/.. V,
260, 10 95 0). Der Inhalt und die Vertheilung desselben in neun (wieder
weiter getheilte) Hauptstiicke v_jLj und einen Schlufs ') wird von Hammer,
Osman. Reich IX, 184 ausführlich mitgetheilt (vgl. auch Flügel zur
Wiener Handschrift Nr. 874); der Abschnitt über die griechischen Philo-
sophen (Fol. 19 6^' ff. der vorliegenden Handschrift) ist von Diez in seinen
„Denkwürdigkeiten" 1, 71 ff. übersetzt. —
Andere Exemplare finden sich: in Wien Nr. 874, 87.5 und 876,
München Nr. 67, Paris Nr. 102, St. Petersburg (Dorn, Manuscrits et
xylographes Nr. 5 20 und Asiat, Museum S. 7 2 und 78) und bei Häyib
PaSa Nr. 997. — S. auch Ä X. H, 451, 3676 und VI, 564, 14 653; in
dem ersteren Artikel, welcher in der Bulaqer Ausgabe (I, 261) ganz fehlt,
wird als Jahr der Abfassung iiTthümlich 1103 angegeben.
Anfang :
|va5 8>l^sJoji( Ji^i' [£^ cj>,«n~» J.l Jk«~. cX-^j 1X4.2»
275 beschriebene Blätter von 22X16>5 cm; gutes, türkisches Nasyl
mit 1 9 Zeilen auf der Seite ; die beiden ersten Seiten mit goldener Um-
randung und einem ebensolchen einfachen iUnwän verziert. Abschrift von
Muhammad ihn al hä^j Ahmad in der letzten Dekade des Saihän und
zwar in der Nacht des 23. dieses Monates, im Jahre 1122 (= 15. Sejit.
L710) vollendet. Auf den letzten Blättern einige Lücken, in welche wohl
Tabellen und Figm-en eingefügt werden sollten.
*) Diese Abschnitte beginnen in der rorliegenden Handschrift: Bah I auf Fol. i"*, II
Fol. 17^ III Fol. 23% IV Fol. 27\ V Fol. 148^ VI Fol. 194% VII Fol. 201'', VIII Fol.
228», IX Fol. 265% y.ät. Fol. 270». Eine zuletzt noch angehängte s^\Ä\ « , vi ^ han-
delt über Zeitrechnung.
Törkische Handschriften, 29
236 Türkische Handschriften 200. 201. Geschichte.
200. [Diez A. 4». 1.]
Dasselbe Werk. Die Capitel ^_jL beginnen hier auf Fol. S*", 12", 16",
19% loa*", 141", 14 7'', 171" und 208*', die Xätimah auf Fol. 216', und der
von Diez übersetzte Abschnitt über die griechischen Philosophen steht
hier auf Fol. 143^0".
Anfang wie in der vorigen Handschrift, doch ist hier fS statt |».a5' ge-
schrieben.
218 beschriebene Blätter mit Originalfoliierung '); 27,5 X 17 cm. Kräf-
tiges, deutliches Nasxi mit 27 Zeilen auf der Seite; die Seiten roth um-
zogen; gegen das Ende einige Lücken.
Bemerkungen aus Hazarfann s. oben in Nr. 188, Ende.
Zur allgemeinen Geschichte gehören auch: Nr. I,i3 (Ereignisse des Jahres 1143 d. Fl.) —
17 fol. S"" (Dynastien und Fürsten Ton Adam bis Muliammad IV, 1058) — 39 fol. 110''
(Dynastien) — 204,2 (historische Anekdoten).
3) Urgeschichte des Islam.
201. [Petermanu II, 98.] ■
Die Geschichte der Eroberung von a;^ iäSJU>«^ o't*^ r^)^'^} '"'^?) u^jl
^^Lwl-Ä. i>^*, nach Pseudo- TFä^tc?* von einem Ungenannten türkisch be-
arbeitet. Als nächster Gewährsmann des Wäqidi wh*d im Anfang Mtt-
Uammad ihn Zaid, als dessen Gewährsmann Ahü Galfar Säyili genannt,
lieber die Werke des Pseudo - Wäqidi und türkische Bearbeitungen der-
selben vgl. man das im Katalog der arabischen Handschriften in Gotha
zu Nr. 1599 (III, 225) Gesagte.
Anfang: i^J^^j v*i. l5o yiCi (Xi\ ^j iXi^ ij'^'^) cH «^♦^' j.tU^I vJi> (^Jj'Ij
^Lu,l-=> Oi^J^ *:^ li'OUx'^ l?'t^^ J^^'^^J **^; Lf^)' f^^ y-"^ >^'
«♦». siyM>\ tX^i\jC ^^ yJ (5>Lajt. (^Jj.=»LgjO j^jJjwläÄ ÄÄC jL»J x-Ul
') Dieselbe zählt das erste Blatt nicht, iiberhüpft aber dann 137, sodafs von 138 an
die Zählung richtig ist.
Türkische Handschritten 202. 203. Geschichte. Vi^
114 beschriebene Blätter; 21,6 X 15 <iiii. Deutliclies Nasxi mit 15
Zeilen auf der Seite: am Ende datiert vom 10. Rabli 11 1149 = 18. Augr.
1736. — Auf der Innenseite des Vorderdeckels ist zweimal ein Siegel in
Siegellack abgedrückt, dessen Inschrift lautet: J^ ^jj ^^r*-'^ biXac JjI bJOj.
202. [Diez Fol. 14.]
(' S-^y Jljü xJJl [»»^ ÄÄ£ äÜI ^^^ J^ j»Lof ^^.AÄjC^t >.*/l| LoLjoJI«Xä ,
die Instructionen, welche angeblich lAh dem ^5^l>j■l tiSJLo (soll heifsen (äJJLo
-Xwü^ll) ertheilte, als er ihm im Jahre 38 d. Fl. (beg. 9. Juni 65 8) die Ver-
waltung Aegyptens übertrug; s. D. Price, Chronological Retrospect 1, 344,
Weil, Chalifengeschichte I, 241.
Anfang (nach der Doxologie): ^„JUs ^1 (JJ J^ ^^j~käxJ\ -Lx!^ jjjOxi^I ^I
i_j.Jof Jl. jOäJCJL+xi y^ax ^5^*>;l «SJLc ä-^j X-Ut --S^ 'xia jJÜI ^-«is
^ 'l^yX« ^^> ^jj.«-.ävO (^C>\L> (sie) SüoboJItXc ^ Li I StXÄS^OsJÜ^
'(^(Xxol sj'olju« xJmj^ (sie) ^^ 2(5' 2>JL>I cLajI ^J•.u/^ o^Lu^. s.<djl«i
27 beschriebene Blätter; 28X1'^ cm. Schönes, grofses, vocalisiertes
Nas/J mit 1 1 Zeilen auf der Seite. Die Seiten sind mit Goldleisten und
schwarzen Linien eingefafst und der Text ist mit grofsen goldenen Punkten
in (willkUhrliche) »^ getheilt. Fol. 2", 26'' und 27" sind durch Verwischen
der Schrift beschmutzt.
4) Geschichte der Türken, besonders der Osmanen.
203. [Diez Fol. 61.]
;>y^Js 8i>i> i«jL*S', lU'sprünglich wohl auch (^ jwLjj^I genannt, ein in
osttürkischer Spi-ache abgefafstes Buch über die Schicksale und Kämpfe
der inneren z>jI und äufseren jiU Oghuzen, grofsentheils einem Manne des
*) Bo die Ueberschrift.
*) Vgl. Diez, Denkwürdigkeiten II, 402. Unter dem Titel «job [)^jl. T*^'J )>^'
existieren noch wenigstens zwei andere Werke: eine Sammlung alttürkischer Sprichwörter,
welche auch den Titel i^j»*« JIjI führt (s. oben Nr. 34,i), und das historische Büchlein,
welches in der Wiener Handschrift Nr. 1001,« enthalten und — was Flügel entgangen
ist — von J. F. W. Lagus herausgegeben worden ist (Helsingforsiae 1854. 8").
29»
328 Türkische Hanclschril'ten 204. Geschichte.
Namen-s Dedeh Qorqud in den Mund gelegt, womus sich der erste Titel
des Buches erklärt. Näheres Über den Inhalt s. man bei Fleischer zur
Dresdener Handschrift Nr. 86 und in Diez, Denkwürdigkeiten von Asien
II, S. 399. • — Die vorliegende Handschrift ist eine von Diez gefertigte
Abschrift des Dresdener Codex '), dessen Seitenzahlen (303) auch am Rande
angemerkt sind.
Anfang: JtJ»^ '■J'l "^y')^ (j*^'?^ '^^^ ij-f^. "^^j j»!A*«.Jf xaXc J^*"^
37 beschriebene Blätter; 24,6X17 cm. Gutes, regelmäfsiges Nas/t
mit 3 4 Zeilen auf der Seite; die Seiten roth mnzogen. Auf der Titelseite
(Fol. l") steht i^ls^^l ÄÄjLis (jLJ Jss^ ''V;>^ ^'^'^ v'-^^i ^^oher der oben ge-
o-ebene Titel entnommen ist.
204. [Diez A. 4'\ 14.]
Der Hauptinhalt dieser Handschrift ist:
1. Fol. 12 — 232: ^5^y>■ »y^ (Fol. 14", letzte Zeile), die in osttürkischer
Sprache geschriebene Geschichte der Mongolen und Tataren, welche von
Abu H yäzi Balladur Xcin, einem Nachkommen des Öingiz Zän im Jahre
10 74 '•') (beg. 5. Aug. 1663) begonnen und nacli seinem bald darauf erfolgten
Tode vcm seinem Sohne Aha "l Muzaffar wa H Manmr Anusa Muliammad
Balladur vollendet wurde (Desmaisons, Traduction p. 343). Die neun
Capitel v_jb, in welche der Inhalt getheilt ist, uiub von welchen nur die
zwei ersten mit Ueberschriften versehen sind^), beginnen auf Fol. IS"*,
24", 80", 135", 142'' letzte Zeile, 152' 1. Z., 156-' L Z., 162" u. 168".
Ueber Ausgaben und Uebersetzunofen s. man zunächst Zenker Nr.
tV5 1—95 5; die neueste und beste Ausgabe mit Uebersetzung aber ist die
von Desmaisons besorgte (St. Pdtersbourg 187 1 und 1874, zwei Bände).
*) nach der Art, in welcher Diez in seinen „Denkwürdigkeiten" a. a. 0. von der
vorliegenden Handschrift spricht, könnte man daran zweifeln, dafs die Abschrift von
Diezons Hand herrührt. Dafs dies indessen in der That der Fall ist, zeigt nicht nur
der Schriftzug, sondern wird auch von Diez in dem von ihm niedergeschriebenen Kataloge
seiner Handschriften ausdrücklich gesagt.
*) so steht richtig in den Ausgaben (Qazan p. t" Z. 13 und Desmaisons p. I" Z. 10);
die vorliegende Handschrift hat dafür 774 '^\»-J mÜ-^äJ Sj-J la*^. '^ ' ' '"t "^ '■^.)^''
(Fol. 14% Z. 2 V. u.).
^) Das erste obendrein erst nachträglich und von fremder Hand.
Türkische Handschriften 204. Geschichte. 229
Die älteren Uebersetzungeu werden von Frähu in der Vorrede zur Qazaner
Ausgabe (Zenker 951) besprochen. Hierzu habe ich zii bemerken, dafs
es ein IiTthum ist, wenn daselbst p. IV der in der „Allgeni. Historie der
Reisen zu Wasser und zu Lande" (Leipzig 1750. 4") VII, 113tf. gedruckte
„Ursprung und Geschichte der Mongolen und Tartaren" als ein Abdruck
der Messerschniidt' sehen üebersetzung bezeichnet wird; es ist vielmehr
dieser „Ursprung" ebenso wie die in der „Histoire gcindrale des voyages"
(i\ la Haye 1749. 4". IX, 38 und Paris 1749. 8". XXV, lOO) gedruckte
,^Origine et histoire des Mongols et des Tartares" ein blofser Auszug aus
dem Werke des Ahü V yäzJ, und zwar (wie die Titelblätter jener Samm-
lungen besagen) ein xu'sprünglich in englischer Sprache abgefafster und aus
dieser erst in das Deutsche und Französische übersetzter. Ob es vielleicht
dieser englische Auszug ist, von welchem Fr ahn a. a. O. p. III als von
einer im Jahre 1730 erschienenen, von ihm aber nicht gestehen en englischen
Üebersetzung der französischen Üebersetzung vom Jahre 1726 (Zenker
Nr. 95 2) spricht, kann ich nicht entscheiden. Ein kurzes Stück ist auch
von A. Jaubert im Journ. Asiat. X, 271 übersetzt.
Die vorliegende Handschrift wird von Desmaisons im Bulletin scien-
tilique de l'Academie de St. Petersbourg IV, 230 besprochen und ist von
ihm auch zu seiner Ausgabe benutzt worden. Sie ist ziendich schlecht
und leidet besonders an vielen Auslassungen. Das erste Blatt, welches
fehlte, ist auf weifsem, europäischem Papier ergänzt, und zwar — wie eine
auf fol. rect. mit Bleistift aufgeschriebene Notiz besagt — von Des-
maisons.
Ueber die von Desmaisons benutzten Handschriften vgl. man dessen
Vorreden; sonst finden sich noch Handschriften des Werkes in Upsala
(früher dem Schweden Schönström, welchen auch Frähn p. III er-
wähnt, gehörig) und in Paris (s. Journ. Asiat. VIII, 320 und X, 231).
Anfang der Ergänzung: ^-äjj ^^L**.,! ^Jij wyu<(ä5Ljj_i^ i.A*«L^lj yx*-lcXÄj|
der lu'sprünglichen Handschrift: ^^Jtiü'jlj ^äSLÄj-Jotj^fj LjI vä)LÄ-yj|jl-i.
(Desmaisons p. 1 Z. 7 v. u.).
Schlechtes Nastaülq mit 9 Zeilen auf der Seite. Abschrift von iX^
^j^ i^Ul ^-=-La. ,j.j| zu St. Petersburg sJüLwxjJüj täJV^jjJ an einem Donners-
tage, 15. Safar jī-! 1150 = 14. Juni 1737, vollendet. Auf den inneren
3S0 Türkische Handschriften 205. Geschichte.
Rand des Hinterdeckels des Einbandes ist eingestempelt: „A S. Petersb.
reli^ chez E. Backmann". Wie Diez in seinem Kataloge sagt, erhielt er
die Handschi'ift von dem Abt Hencke zu Helmstädt, welcher sie seiner-
seits wieder von dem General Grafen von Anhalt zu St. Petersburg er-
halten hatte. Vielen Wörtern ist die Aussprache mit lateinischen Buch-
staben , nicht wenigen auch die Bedeutung in deutscher Sprache beige-
schrieben, beides nicht etwa von Diezens Hand.
Vor und hinter der Geschichte des Abu 'l yäzl sind in die Hand-
schi'ift noch einige unbedeutende Stücke eingebunden; nämlich:
2. Fol. 1 — 11, Fragment einer Sammlung von kurzen Erzählungen
oder Anekdoten historischen Inhalts. Dieselben beginnen fast ohne Aus-
nahme mit den Worten : ^X siX?} ooI^in ^^\s LoI .
Anfang : ^5 J»lt>w«/ xäa^ä ti^AjULä-^ v^i> ^^x^ ,^L)_ ;£Üa.LJL5' xS" (?) »jj^jol
Gutes Diioäni-nasxtsi mit 18 Zeilen auf der Seite.
3. Fol. 232''— 234", eine Genealogie der Giray-Gh.s.\\Q der Qrhi, von
Gingiz Xän an.
Anfang: )y*-f:'J {£^''y^ y^}^ *^5^' U^ t5^>^ y^}^ '^^^^ o^ 7^^
Flüchtiges, 14 zeiliges Nasiaillq, wie es scheint von dei'selben Hand,
welche Nr. 1 schrieb.
4. auf den übrigen Blättern, von verschiedenen Händen geschrieben,
kurze Aufzeichnungen vermischten Inhalts, darunter auch noch einiges zur
Geschichte der Tataren.
238 beschriebene Blätter; 19X14,6 cm.
205. [Diez A. 8°. 51.]
Diese Handschrift enthält die folgenden vier Stücke zur türkischen
Geschichte :
1. ein doppeltes Verzeichnifs der osmanischen Sultane, mit Angabe
ihrer Namen , des Jahres ihrer Thronbesteigung und der Dauer ihrer Re-
gierung. Das erste Verzeichnifs (Fol. l'') ist von anderer Hand geschrieben,
als die übrige Handschrift, und geht bis MiiJlammad IV (seit 1058); das
zweite enthält einen Sultan weniger, indem es nui' bis Ibrähmi I (seit
1049) geht. Dem letzteren Verzeichnisse sind auch ein paar Zeilen als
Einleitung vorausgeschickt, welche mit den Worten beginnen: i»>L*S' Ijü»
Türkische Handschriften 205. Geschichte. 231
2. Fol. S"*: VerzeichniTs und ganz kurze Geschichte der Statthalter
von Aegypten, seit der Eroberung im Jahre 923 bis zum Jahre 1056.
Der erste, nach der Eroberung eingesetzte Statthalter, welcher bei Hammer
Xodr Beg der Tscherkesse genannt wird, erscheint hier unter dem Namen
<»tj.xül| (i)wLo <iSj 5w^; der im Jahre 1056 eingesetzte hiefs Ilaidar-Aya-
zädah Multammad Pasa.
Anfang :
'i*^:?' ij^ ;5r"-^^ \J^ 5-.«x« o^ji'* 'jv? ^jtX^lili» i>.i
3. Fol. le"": der Verfasser iAli Kätih, von welchem wahrscheinlich
auch die beiden vorhergehenden Abschnitte heiTühren, erzählt in der Vor-
rede, bei der Ankunft des ebengenannten Statthalters IJcddar- Aya-zädah
MuUammad PaSa in Aegypten sei von einem der Höflinge die Aeufserung
gefallen, dafs eigentlich die Verwaltiuig aller Statthalter mit dem Namen
MuUammad für Aegypten unglücklich gewesen sei. Um die Richtigkeit
dieser Bemerkung, welche ihm sofort auffiel, zu beweisen, schrieb der Ver-
fasser das vorliegende Büchlein, in welchem er von der Verwaltung fol-
gender sieben Statthalter, seinen Zeitgenossen, handelt: l) Sarif Miüiammad
PaSa (Fol. 17*; bei Hammer Saiyid MiiTiaminad Pasa genannt); 2) Gür^i
MuUammad PaSa (Fol. 20''); 3) Qara MuUammad PaSa (Fol. 23*; bei
Hammer Oyuz Mu/iammad PaSa); 4) Süfi MuUammad PaSa (Fol. SS*");
5) Beh- MuUammad Pasa (Fol. 37"); 6) LiU cV.*:s? |_a«IJlsä5' (*So^e«Lfcl Jy
(Fol. 38*; bei Hammer „Tabanyassi" MuUammad PaSa); endlich 7) Gu-
wän qapu^i-basi olan MuUammad Pasa (Fol. 4 0*"). Zuletzt wird noch
Haidar-Aya-zädah MuUammad PaSa als der soeben in sein Amt eingetretene
Statthalter erwähnt und die Hoffnung ausgesprochen, dafs seine Verwaltung
eine glücklichere werden möge, als es die erwähnten gewesen waren.
Anfang: ^tX'l v^ '^j^Xj' yif^i ^^"^ (j^'-*^ f^-^y^ T^i 'r^*^' r!^ r?
4. Die letzte halbe Seite der Handschrift ist angefüllt mit dem An-
fange eines Berichtes, welcher die Ueberschrift wöU» ^x ^Cuä &/i\jJlm
(.^^ trägt und mit den Worten -ol ^^ Sjjov JL*il )y^y 'JLe Jl^l s^ be-
ginnt. Verfasser ist wieder lAli Kättb, und die Ereignisse, welche erzählt
werden sollen, datieren aus dem Jahre 1056, als iAll Secretär des ver-
storbenen SäliU Beg war.
43 beschriebene Blätter; 19,5X13 cm. Sehr deutliches, in seinem
332 Türkische Handschriften 206. Geschichte.
Zuge etwas zum Diwänl neigendes Nnsxi mit 15 Zeilen auf der Seite.
Auf Fol. 35"'' und 43" sind längere Stellen ausgestriclien.
206. [Diez A. 4". 76.]
Eine in i/aö?iff?t'7- Versen des Metrums Haza() ^ |^ 1^-- S^'
schriebene Geschichte der osmanischen Dynastie, von deren Ursprünge bis
zum Jahre 930 (beg. 10. Nov. 15 23), in welchem das Buch vollendet
wurde (s. den letzten Vers). Als Verfasser nennt sich mehrfach ^) ein ge-
wisser Öadldl, von welchem Latifl -Chfihßrt S. 131 und Hammer, Osm.
Dichtkunst II, 4 02 handeln. Einen Titel finde ich innerhalb des Buches
niclit angegeben^); auf einem Voi'setzblatte , auf Fol. 1*, auf dem Schnitte
und auf einem aufsen aufgeklebten Zettel wird es jo«Lj,jU>-Lw genannt,
Hammer a. a. 0. nennt es ^oobsLi, 11. %. II, 111, 2156 führt es imter
dem allgemeinen Titel [(.Jäj-«] jjUie Jl ■^.■^ a.uf. Den Anfang machen
Abschnitte zum Lobe Gottes, des Propheten und des Sultan Sidaimän I,
sowie ein Capitel v_jb5' *.^ ,_^.w ^c>\ der letzte Abschnitt handelt über die
Einsetzung des Grofsveziers Ihrüläm Pasa (im Jahre 929, beg. 20. Nov.
1522).
Das Buch -wii-d, aufser von H. X. und von Hammer a. aa. 00., auch
von dem letzteren in der Geschichte des osmanischen Reiches, I, xxxix, 37
erwähnt. Hammer kennt nur die vorliegende Handschrift; vielleicht ist
eine zweite im Britischen Museum (Rieh Nr. 1S7, s. Fundgruben IV, 122)
vorhanden. Wie schon B. X. sagt, spricht sich Said ol-dln über den
Werth des Buches sehr ungünstig aus; Said nl-din's Worte werden von
Hammer, Dichtkunst II, 403 und Osman. Reich I, 627, mitgetheilt.
Das erste Blatt der vorliegenden Handschi-ift ist von fremder Hand er-
gänzt und zwar, wie schon das verschiedene Versmafs beweist, nicht richtig.
Anfang der Ergänzung:
»Lu*/ äJJ x.s^jL> oolJvi' i^*?' iuikA^Ji^ sl-i x-Lsl cji^ljuv ^^^i'.( (<$mwJ(> »S'I
von Fol. 2:
i^j~fM>^ **^.l (sie) J^j-s?- (jtXJ^ (j'**-'^' Ä^L»*' »t3*j' (»^^y^^ iäS^s>
1) Fol. 2'" Z. 4, Fol. 4=» Z. 11, Fol. 196» Z. 5.
*) möglicherweise könnte ein solcher im Anfange genannt gewesen sein, wo die Hand-
schrift defect und nur scheinbar ergänzt ist.
Türkische Handschriften 207. Geschichte. 233
196 beschriebene Blätter'); 20,5X14 cm. Gutes Nasyl mit 17 ge-
spaltenen Zeilen auf der Seite. Seiten und S])alten i-oth uinzog-en. Ab-
schrift datiert vom 17. Sauwäl 1027 = 17. Oct. 1618. — Auf einem der
Aufsenseite des Vorderdeckels aufgeklebten Zettel steht: ^jHaJl«, äxÜ^^UaJL*-
207. [Diez Fol. 32.]
yiUifi Jl .^jnLj, eine Geschichte der osmanischen Dynastie von ihrem
Ursprünge bis zum Jahre 956 (beg. 30. Jan. 1549). Die Erzählung ist
nach Jahren geordnet. Aus dem Jahre 956 wird nur die am 1. Jü '1
Ri^jah erfolgte Rückkehr des Sultans (Sulavmän I) nach Konstantinopel er-
wähnt, und zwar mit den Worten: t^itsvil ^^3 sJoUwjJl JJ^ w v^äis <S>^y^
^Jol ^1^ *_>j^Af ^JywlÄ«,T »tXJLwslc = Gotha Nr. 150 Fol. 83'' Z. 2.
Nach Hammer, Osman. Reich I S. xxxvii Nr. 32 und H. X. 11, 112,
215 7 hiefs der (in der Handschrift nicht genannte) Verfasser des vorliegen-
den Werkes Mnlhji al-dtn Gamäli und ist eben dieses Geschichtswerk das-
jenige, welches Gau d i er ^)- Spiegel in das Deutsche übersetzte. Diese
Uebersetzung wurde von Hans Lewenklaw von Amelbeum herausgegeben,
aufserdem von demselben (Joannes Leunclavius nobilis Angrivarius) in
das Lateinische übertragen und auch so veröffentlicht ^). — Andei*e Hand-
schriften dieses Geschichtswerkes finden sich: in Wien Nr. 10 00 (U, 223),
München Nr. 82 und 83, Gotha Nr. 15 0, im Brit. Museum (Rieu p. 4 6*
und 251*'), endlich im Privatbesitze Emilio Teza's in Pisa. Den anderen
Handschriften (und auch der Uebersetzung von Gaudier-Spiegel) gegen-
über ist der Anfang in der vorliegenden Berliner Handschrift bedeutend
erweitert: den ersten drei Zeilen der Gothaer Handschrift entsprechen in
der Berliner If Seiten.
Anfang: jJjI ^ )C> ^I^ Jj^Kä ;5>aäj ^ö ^tj ^^Uaä Jl pJ^Cy »iXjLäS' ^j
5kS yiS'olj sJwAu »JCo fjiijÖjS' *JotXJ^I j^ ^l> »JoLäT
') Leer gelassen ist Fol. 77'' (ohne dafs etwas fehlte) und ein Stück von Fol. 140''.
*) So wird der Name in den Originalausgaben von Lewenklaw resp. Leunclavius
geschrieben; Hammer schreibt üaultier.
*) Es liegen mir die Ausgaben deutsch Frankfurt a. M. 1590 und 1595 (beide in
Folio), lateinisch das. 1588 (4«) und 1596 (Folio) vor. Bei Zenker fehlt das Buch.
Türkische Handschiiften. 30
ZSi Türkische Handschriften 208. Geschichte
115 beschriebene Blätter; 28,6Xl'7,' cm. Grofses, sehr schönes,
äufserst deutliches Nasyi mit 21 Zeilen auf der Seite. Die gewöhnlichen
Rubricationen.
208. [Ms. Orient. Fol. 4 00.]
i^^Äj ^^'•■»j Geschichte des osmanischen Reiches von Sulaimän I bis
zum Tode Muräds, IV (1049, 1640), verfafst von Ihrälnvi Beg , welcher
von seiner Vaterstadt Fünl'kirchen ') in Ungarn den Beinamen ^5^_^__>
trug ^). Er soll nach AJiniad Öamfzädah bei a. X. VI , 5 37, 14536 im
Jahre 1061 (l65l) gestorben sein; diese Angabe kann indessen nicht richtig
sein. In der Gothaer Handschrift Nr. 1 5 1 nämlich ist dasselbe Geschichts-
werk enthalten, aber — und hierin ist der Katalog zu berichtigen — mit
zwei, nicht von PeSewi selbst herrühi'enden Fortsetzungen, deren erste
vom Tode Mar acta IV bis zum Jahre 105 9 2:eht und auf Fol. Ml'' mit
|.ikXJI ^^^^\ endigt; die zweite führt dami die Erzählung noch bis 1061
fort und wird am Ende gleichfalls mit -^JOI ^.g.ijl als abgeschlossen be-
zeichnet. Der Verfasser der ersten Fortsetzung nun schickt (Fol. Va-p" und
föd") derselben eine kurze Einleitung voran , in welcher er sich zwar nicht
nennt, sondern nur als (iLcLäJI JaIü) jx^aüJI j*SS' y*.'a ^j bezeichnet, aber
angiebt, dafs er im Jahre 1059 schreibe; zugleich nennt er den Verfasser
des von ihm fortgesetzten Werkes, den Ihrähim Efendi [PeSewl) (.j-äj*^);
der letztere mufs also im Jahre 1059 (164 9) bereits todt gewesen sein.
Ueber Pe^ew« und sein Werk vgl. man Hammer, Osman. Reich III S. v
nr. 4, IV S. 600 imd IX S. 196 nr. 44, imd Rieu p. 55.
') auf ungarisch Pecs; Tgl. Fundgruben III, 261.
*) Auch wurde er nach Hammer, Osman. Reich IV, 386 „der junge Beg" genannt.
Auf dem ersten Vorsetzblatte der vorliegenden Handschrift steht denn auch mit Bleistift ge-
schrieben i^i i^jJoLjf üS^-Svi' •^►J^Li'; auf dem Schnitte aber i^ *a*I>oI (^j.a|\J -^-jAj-
3) Fol. fel^'' Z. 4 T. u.: jtJLc ^U. ^^U-yl* ^UiX^ r>"^7^ i5»J^' iv^'t-?' ij^}
*5 Läü^ xaLöaJI J^Jj »a.oü>JI y/SS' jjJii yi ^j.^ji^\ jJj.=^ cS^'.JJ* »J-'^^
xJ..^ i_5^iXij| >Jj^ Cy^T^ ^5^^*^' |*^*'r?' Jl-*J' it-Ul cX*r^ '-'ji^ol o>j-iLA;o iU^yiy:d.
iiXfjtXXjl )y^^ ^f^^ |«<J^' r'"*^'^ 7"f^ )'^*-^^) i^'y» ijLkJLw cdU^ sS^ (J-*^*^
^t> 'U_ys£' kxM ))^ (5^' ^^^ ^ X^Jl5^ ^1^1 y> ^^(Xoli. ^^jOyS^yX i>\yje ^UsJLu
' (v^J-?' ;^/^5 ^r^ <s^'^^y^ o*^' ;r*^
Türkische Handschi-iften 208*-''. Geschichte. 235
Die Geschichte der eiuzehien Sultane nach Sularniün I begmnt auf
folgenden Blättern: Saltm U Fol. 104*, Muräd III Fol. 113'', Maliammad III
Fol. löl'', ÄUmad I Fol. 184^ Mustafa I Fol. 20 2", iUemän II Fol. 20 3",
Mustafa I wieder eingesetzt Fol. 210^, Muräd IV Fol. 212"'.
Stellen aus dem Werke des Pe^ewi werden in Text oder Uebersetzung
mitgetheilt in: Fundgruben III, 261, Archiv für Geographie, Historie,
Staats- und Kriegskunst XIII (1822) S. 471, Hammer, Wiens erste auf-
gehobene türkische Belagerung (Pest 1829. 8") S. 98 und 139; das ganze
Werk ist 1281 und 1283 in zwei Bänden in Konstantinopel gedruckt
worden (Journ. Asiat. 1868, I, 471 u. 484, Trübner's Record Nr. 68. 69
p. 138" = Catalogue p. 112). Handschriften finden sich: in Gotha Nr. 151,
Wien Nr. 1057 u. 1058') bei Flügel und Nr. 266 bei Krafft, Dresden
Nr. 381, Kremsir (Archiv für Geographie a. a. 0.), Upsala Nr. 283,
Leiden Nr. 955, St. Petersburg (Catalogue des manuscrits et xylographes
Nr. 530 und Asiat. Museum S. 382 Nr. 28), Paris Nr. 7 2 (s. Fundgruben
a. a. 0.), und bei de Sacy Nr. 354. In allen diesen Handschriften, mit
Ausnahme der Gothaer, von welcher bereits gesprochen ist, und der einen
Wiener, geht die Erzählung bis zum Jahre 1049.
Anfang: ^ ^jjU ',_***=. ^ LoiLw^ 'JlJ6 iXaä ^ 'J^^l vr*' '^'•^
235 beschriebene Blätter; 29 X l? cm. Kräftiges, hübsches Talllq^
mit 31 Zeilen auf der Seite; die Seiten mit einer Goldleiste und drei
schwarzen Linien umzogen; am Anfang ein lUnwän. Auf einem vor-
gehefteten Blatte steht von alter Hand „Francisci Hock m. pia." (?) und
darüber „ex lib. Adolf Wagner. Vindob. 1/7 842".
208*"^ [Ms. Orient. 1308-1313.]
Eine Geschichte des osmanischen Reiches, von der Thronbesteigung
Sultan AlimcuVs, III am 5. Bahn 1 1115 (= 19. Juli 1703) bis zum
5. Rahll I 1238 (= 20. November 1822), nach den officiellen Reichs-
geschichten des RäSid, Celehizädah, Säml-^ähir-SuhTä, llzzi, Wüsif Anwari,
') II, 263 und 264. Nr. 1057 geht bis 1049, 1058 nur bis 1045 (nach Flügel's
Angabe). Von einer Handschrift, welche, wie die von Hammer, Osman. Geschichte III
und IX a. aa. 00. beschriebene nur bis 1041 gienge, ist in dem Flügel'schen Kataloge
nichts zu finden.
30*
236 Türkische Handschriften 208*-^. Geschichte.
Nüri Beg, lÄsini Efendi, Sänizädah und Asiad Efendi bearbeitet von Is-
mält Ralimi, Stattlialter des lyälat der Inseln des Weifsen d. h. Mittel-
ländiscben Meeres, Juwä^ ».^ r^'j^ oJLsl ^\y is*"^) <J^^^-**'' • Ismail Ealiml
bezeiclinet sieb selbst nicht als Verfasser, i-äJ^x oder Uü-^je, sondern als
„Anordner" v-aS** des Werkes, und in der That ist dasjenige, was von
ihm selbst herrührt, von sehr geringem Umfang, während seine Haupt-
arbeit darin bestand, die Geschichtswerke seiner obengenannten Vor-
gänger dadurch abzukürzen , dafs er Abschnitte , welche ihm unwichtig
schienen, aus denselben entfernte. Den Anfang von Nr. 1308 machen
Band 2 und 3 der gedruckten Ausgabe des Bäsid (Zenker Nr. 934, wo
fälschlich 4>-yi^ statt iX-wU gedruckt ist), und die Art, wie dieser Druck
von Ismälll RaJimi für eine künftige Abschrift bearbeitet ist, ist für das
von ihm beobachtete Verfahren besonders lehrreich: lange Pai-tien sind
mit Bleistift oder mit rother Dinte durchstrichen, ja ganze Blätter — wie
z. B. gleich II, Fol. 4 bis 17 — ausgeschnitten, und dafür ist nur Weniges
am Rande hinzugefügt.
Auf diese beiden gedruckten Bände des RäSid folgt in Nr. 1308 die
in der angegebenen Weise umgearbeitete Geschichte des Celehizädah , von
einer deutlichen türkischen iVas;(I-Hand ohne Vocale mit 31 Zeilen auf
der Seite geschrieben; Anfang wie in der Ausgabe (Zenker Nr. 935).
Das Ende des CeleMzädoh fällt auf Fol. 412*'; auf Fol. 413" steht dann
der Abschnitt ^\y^\ JU. JL*Ä.t aus Sämi- Sahir- Suhlii (Zenker Nr. 936)
Fol. 4" Z. 3 V. u., und die Auszüge aus diesem Geschichtswerke gehen
nun fort bis Fol. 9'' Z. 12 v. u. des Druckes; darauf folgt noch ein Ver-
zeichnifs der Grofsveziere und der Saix al isJäm unter Älimad III, und
hiermit schliefst dieser Band, welcher also die Geschichte der ganzen Re-
giei'ung des genannten Sultans, von seiner Thi'onbesteigung bis zu seiner
Entthronung, enthält. Auf Fol. 1 0"" findet sich das Porträt des Sultans
(und eines seiner Söhne?). Der ganze Band hat, die beiden gedruckten
Bände des Räsid, welche Fol. 1 — 279 füllen, eingerechnet, 420 Blätter
von 30 X 19,5 cm. Auf Fol. l" ist das Siegel eines gewissen ÄTimad
(vollständiger, wie darüber steht, ^jaöSv/i iJ^^\ ^jI tX*a.f ^^^) abgedrückt.
In Nr. 1309 folgt zunächst, von der gleichen Hand wie die vorige
Handschrift geschrieben, nach ein paar einleitenden Worten die Fort-
setzung des ^jäao^ j^^^ J5*l« i^i^ (erstes Capitel: ■1\ ^j^^-*^ u-^-^- ^y^j
Türkische Handscliriften 208* '^. Geschichte. 337
= Ausgabe Fol. 9'') bis iS. 549, wo dieses Geschichtswerk mit dem Capitel
cjoL**», «jLuuL Liü ^^^'^y^!^ cJ*^' ßi^digt. Nach einer leer gebliebenen Seite
(550) folgt dann von S. 551 an das Geschichtswerk des ilzzi, imd zwar
von den Worten »i^tjJLüx Ja**j^ /^'-'^ -^^=^ ^^^ (Fol. 2^ Z. C der Ausgabe,
Zenker Nr. 937) bis zum Schlufse auf S. 9 33. Die letzten Seiten der
Handschrift, 934 — 945, enthalten dann noch ehi Stück aus dem vs>-j;^'
^£tXXi\ i-ä^l^, beginnend mit den Ereignissen des Jahres 1166 (S. 7 letzte
Zeile der Ausgabe von Büläq 1246, Zenker Nr. 939) und schliefsend
mit den Worten (^lXJjI ^Ij>>j i>^ii>. (das. S. 27 Z. 8 v. u.). Die Hand-
schrift enthält also gerade die Geschichte der Regierung llalimüd's J, 1143
—68 = 1730 — 54, dessen ßild aiich dem Anfange beigefügt ist. Ein
Verzeichnifs der Grofsveziere und der Saix «^ islüm, welche während seiner
Regierung fungierten, ist am Ende, eine Aufzählung der einzelnen Capitel
mit Blattweiser am Anfange hinzugefügt. Von S. 5 51 an eine kräftigere
A^as;^r-Hand. Die Handschrift ist mit rother Originalpaginierung versehen,
welche bis If^« geht; dazu kommen noch 16 Blätter Inhaltsverzeichnifs und
das Blatt mit dem Porträt des Sultans; zusammen also enthält die Hand-
schrift 490 Blätter.
Nr. 1310 enthält, wieder von derselben Hand wie Nr. 1308 und die
erste Hälfte von 1309 geschrieben, die Geschichte der Regierungen iU6-
mänJs, IH und Mustafas HI, 1168-71 = 1754-57 und 1171 — 87 =
175 7 — 73, aus dem Werke des Wäsif. Nach einer kurzen Einleitung des
Ismälll EoJimt folgt Wäsif I, 28 J.I ^c*^ c^Jt>..o j-j^äJj La.?! bis H, 170
Z. 4 i5JJLjI JSjo. Am Anfange werden auf acht Blättern sämmtliche in
dem Bande enthaltenen Capitel aufgezählt mit Angabe des Blattes, auf
welchem jedes beginnt; dann folgt das Poiträt lüQmän's HI, während das
Mustafas, zwischen S. 3 1 und 3 2 eingefügt ist. Rothe Originalpaginierung
bis t"«*); Gesammtzahl der beschriebenen (resp. bemalten) Blätter 164.
Nr. 1311 enthält die Geschichte der Regiening des Sultans iAhd al
Hamid, 1187—1203 = 1773 — 89, nach Wäsif und Anwarl ; s. Zenker
Nr. 940^), Hammer, Osman. Reich IX, 209 nr. 105, besonders aber
V. ScJilechta-Wssehrd in Deiikschr. der Wiener Akademie, Phil.-hist.
Cl. VHI, 3. Der Band enthält erst 10 Blätter Inhaltsverzeichnifs, dann
*) Die Ausgabe des Anwarl ist mir nicht zugänglich.
238 Türkische Handschriften 209. Geschichte.
ein Blatt mit dem Porträt lAhd al Ramld's, dann 25 3, die Geschichte ent-
haltende Blätter, welche mit rother Dinte von 1—506 paginiert sind.
Dieselben zwei Hände, wie in Nr. 1309.
Nr. 1312 umfafst die Geschichte der Regiermigen Salim's III (1203—
1222 = 1789-1807) und Mustafas, IV (1222-23 = 1807-8), erzählt
nach Wäßif, Anwari, Nun (s. Hammer, Osman. Geschichte IX, 223 nr. 107
und V. Schlechta- Wssehrd a. a. 0. S. 9) und lÄsim (v. Schlechta
S. 10); diese seine Quellen giebt der Verfasser ausdrücklich in einer eigen-
händigen Bemerkung auf Fol. 2^^ an. Ein Inhaltsverzeichnifs fehlt diesem
Bande; auf Fol. 1 und 282 finden sich die Porträts der genannten Sul-
tane; der Band hat 345 beschriebene Blätter und ist ganz von der dün-
neren der beiden erwähnten Hände geschrieben.
Nr. 1313 endlich enthält die Geschichte der Regierung MaMmüd's II,
von seiner Thronbesteigung im Jahre 1223 (1808) bis zum 5. Bahll I
1238 = 20. Nov. 1822. Die Quelle Ismäill BaJiml'ä für den vorliegen-
den Band ist zunächst Bänizädah MuJiatnmad iAtä-alläh (v. Schlechta
S, 11), wie dies Fol. 2*" Z. 3 v. u. ausdrücklich gesagt wird; dafs es von
Fol. 322'' an Aslad Efendi (v. Schlechta S. 12) ist, ergiebt sich mit ziem-
licher Sichei'heit aus einer Vergleichung mit den Capitelüberschriften dieses
Werkes, wie dieselben v. Schlechta S. 43 Anm. 26 mittheilt. — Dieser
Band enthält 34 2 beschriebene Blätter und ist zum gröfseren Theile von
der kräftigeren iVas;^I-Hand geschrieben. Weder Inhaltsverzeichnifs, noch
Porträt des Sultans sind vorhanden.
Saffianbände mit Goldverzierung, die vier ersten grün, die zwei letzten
braun.
209. [Diez A. 4«. 53.]
&Ä.<iK*Jl j^, eine vorhersagende Geschichte der tüi'kischen Herrscher
bis zum 70"''", resp. 60"'™, ursprünglich verfafst von einem Derwisch Mu-
Uammad und dann wieder hergestellt und erneuert von einem Manne,
welcher gleichfalls Mullammad hiefs und sich deshalb MuHammad den
zweiten ^ü tXZ^ nennt. Diez sagt über das Büchlem: „Das Meer der
Entdeckungen soll nichts anderes als eine prophetische Geschichte des Os-
manischen Reichs sein, die bis zum siebenzigsten Regenten hinaufreichen
soll, obgleich in meinem Exemplar das Büchlein mit dem sechzigsten ab-
Türkische Handschriften 209. Geschichte. 239
schliefst Das Werkchen wird in der Einleitung einem Derwisch
Muhammad zugeschrieben und es wird gesagt, dafs, da es in vielerlei Hände
gerathen, sich manche Fehler eingeschlichen hätten, wodurch der Sinn
entstellt worden, und dafs deshalb der Herausgeber damit beschäftio-t ge-
wesen, die richtigen Ausdrücke wieder herzustellen , so dafs nun das Buch
unterm Titel „Meer der Entdeckungen" erscheine. Der ursprüngliche
Verfasser habe sonst im christlichen Mönchsstande gelebt. Nachdem er
sich aber zum Islam bekehrt, habe er vier Jahre lang im Dienste des
Scheichs Abdurrahman Buchari gestanden. Die angebliche Unterredung
zwischen beiden macht also den Inhalt des Büchleins aus.
Der Derwisch nämlich hat die Nachricht erhalten, dafs Murad III im
Kriege mit den Oesterreichern nicht glücklich gewesen. Der Scheich
tröstet ihn aber bald nachher mit dem Gesicht, welches er gehabt haben
will, dafs Muhammed III, Murads Nachfolger, über den Feind gesiegt
und die Vestung Eghri (Erlau) in Ungarn erobert habe. Der Derwisch
hndet dies auch hinterher durch die öffentlichen Nachrichten bestätigt.
Dies giebt ihm Gelegenheit, tiefer in die Osmanischen Angelegenheiten
einzugehen und der Scheich äufsert darüber grofse Hoffnungen für die
Zukunft, und so nimmt das Prophezeien seinen Anfang, Der Verfasser
des Büchleins will glauben lassen, dafs beide Personen unter Muhammed III,
der von 1003 bis 1012 (1594—1603) regierte, gelebt hätten, und dafs
alles, was von den nachfolgenden Kaisem gesagt werden wird, als Vorher-
sagungen angesehen werden müfste. Denn diu*ch des Scheichs Wunder-
thätigkeit wird der Derwisch mit ihm um Mitternacht dem grolsen Thore
gegenüber hinversetzt, was in den Kaiserlichen Pallast führt, und der Der-
wisch wird von ihm aufgefordert, auf die Zeichen, welche geschehen sollen,
aufzumerken und sie aufzuzeichnen. So kommt denn aus jenem Thore
jeder künftige Sultan, einer nach dem anderen, mit gewissen Kennzeichen
hervorgetreten. Der Derwisch sagt, was er sieht, und der Scheich erklärt
aus den Zeichen die künftigen Begebenheiten des künftigen Sultans, welchen
er jedesmal mit Namen bezeichnet. Da alle als künftig vorgestellte Sul-
tane bis zum Sultan Ibrahim, der von 1049 bis 1058 (1639—1648) re-
gierte, bei den Namen genannt werden, welche sie geführt haben: so ist
kein Zweifel, dafs die Posse unter der letztgedachten Regierung geschrieben
worden. . . . Nach Ibrahim aber, als dem 18**" Sultan, erscheinen alle
340 Türkische Handschriften 21Ü. 211. Geschichte.
Sultane unter Namen, welche von denen, die bis jetzt auf dem Throne
gesessen, nicht geführt sind . . . .".
Anfang: 'uö>*Jlj J^kJL L^ J ^j '^_;ö^!^'l ^ j.jT J.ji=» i^jjf sli J.*i.(
26 beschriebene Blätter; 2u X l'*)^ cm. Gutes Nas/i, in den arabischen
Stellen vocalisiert; auf der Seite stehen 13 ZeUen. Auf einem aufsen auf-
geklebten Zettel steht: l»ll JoUic p^-}-' Ä**il^l 7=? U^.
210. [Diez Fol. 77.]
Eine Sammlung von Briefen, Erlassen und Staatsschriften jeder Art,
auf die Geschichte der Türkei im allgemeinen und den Verkehr der Pforte
mit der Preufsischen Gesandtschaft und Regierung im besonderen bezüglich.
Die grofse Mehrzahl der vorhandenen Schriftstücke ist französisch oder
italienisch abgefafst; der Friedensvertrag von Kutschuk Kainardsche Avird
Fol. 1 11 ff . italienisch und gnechisch mitgetheilt. Türkische Aktenstücke
und Briefe finden sich auf Fol. 181 — 188 und Fol. 329 — 386, sämmtlich
mit lateinischen Buchstaben von Diezens Hand geschrieben und zum Theil
mit französischer oder italienischer Uebersetzung versehen. Der Inhalt sind
ofticielle Schreiben und Briefe halb officieller, halb privater Natur, die
letzteren zum Theil von Diez an türkische Würden ti-ägrer gerichtet: auch
TaVTpf-Gedichte finden sich auf Fol. 334, 335 imd 337. Der Umstand,
dafs die mitgetheilten türkischen Schriftstücke sämmtlich auf halben Stand
geschi'ieben sind, auch vielen derselben am Rande eine Art Präparation,
hie und da auch zwischen den Zeilen eine theilweise Uebei'setzung beige-
fügt ist, läfst vermuthen, dafs Diez diese Ab- und Umschriften zu seiner
eigenen Uebung im Türkischen angefertigt haben dürfte.
Ein Band in Grofsfolio (38 X 24,6 cm) mit 387 beschriebenen Blättern
verschiedener Gröfse und Schrift.
^^ll* [Petermann 725.]
Der im Jahre 930 (beg. 10. Nov. 1523) verstorbene Idrls al BadllsT
verfafste in persischer Sprache eine Geschichte der acht ersten osmanischen
Sultane, welcher er den Titel o^;;>.^,.,; ^:>-cijo „die acht Paradiese" gab;
s. H. X. VI, 50 0, 14406 und die zur hiesigen persischen Handschrift Nr.
440 (S. 430 des Kataloges) beigebrachten Nachweise. Die vorliegende
Handschrift enthält, aus diesem Werke (welches hier stets oui^. owcijo!
Türkische Handschriften 212. Geschichte. 341
genannt wird) ausgezogen und türkisch bearbeitet, die Geschichte des Sul-
tans Murad II (reg. 824 — 855 = 1421 — 1451). Das Ganze ist eingetheilt
in 24 Abschnitte, welche in der Vorrede J-*2j, in dem Buche selbst ^LÄ*>,lii
genannt werden; vorausgehen statt der in der Vorrede (Fol. h'", letzte Zeile)
angekündigten n^KdJifi ^^^l, mehrere Abschnitte, welche über Ereignisse,
die der Thronbesteigung Ilwäd's vorausgiengen , luid über diese Thron-
besteigung selbst handeln; der erste Dästän beginnt dann auf Fol. rt\
Als Verfasser nennt sich in der Vorrede (Fol. f", ei-ste Zeile) Abu Bahr
al mufii ^) ihn al vmfti *). Ein (nicht ganz richtiges) Inhaltsverzeichnifs
mit Blattweiser ist auf zwei Seiten vorausgeschickt.
Anfang: ^^ jjijj .ilj Uaj JiLii ;3 yöVi ^JtXij Ljly> jj^^ i3-'Lä- J^l tXvs»
111") beschriebene Blätter; 21 X ^^ <'ui' Neues, flüchtiges, doch im
ganzen deutliches Nastalliq mit 1 7 Zeilen auf der Seite. — Auf zwei
nachgehefteten Blättern steht noch, von fremder Hand geschrieben und in
arabischer Sprache, eine Angabe darüber, in welcher ßeziehiing und wozu
die einzelnen Monatstage gut oder nicht gut sein sollen.
212, [Diez A. 8°. 79.]
Anekdoten aus dem Leben und vom Tode des Sultans Sallm I (reg.
918 — 926 = 1512 — 20), von Hasan, dem Lieblingsdiener des Sultans,
seinem Sohne mitgetheilt, und von diesem (der seinen Namen nicht nennt)
niedergeschrieben. Das Büchlein ist besprochen und, mit Ausnahme der
Einleitung, ganz übersetzt von Diez, Denkwürdigkeiten I, 25 6 — 302. Eine
andere Handschrift findet sich in Wien Nr. 987 (II, 210), zu welcher
Flügel über den Verfasser handelt.
Anfang: i^yj^as. yS^ aS x^al^vO ^LJI eSJLxi 'u-Lö ^ 7^^ 'lt'-^^^ «^^^^
L_9«(Xjt o^aAJS yJ^M ^^JyÄ/i cXa£ »J
Die Schrift über Sahm I endigt auf Fol. 52*'; auf fol. rect. des fol-
genden, letzten Blattes steht noch ein Gedicht mit der Ueberschrift \yjey
*) nicht ganz deutlich geschrieben; doch glaube ich nicht, dafs andere gelesen werden
kann.
^j die vorhandene Originalfoliierung geht bis IH, weil sie die beiden ersten Blätter
nicht zählt und von a1 statt auf I» gleich auf (♦♦ springt.
TOrkiacho Uaudschrifteu. 31
343 Türkische Handschriften 213. Geschichte.
jjjXc xJUI ji-f-i., ,^j_-fl..x) und dem Anfange: vvO ~a^( ^^jo vOwLi^o JLiüts>
J>ol. Der einzige Dichter des Namens Misri, welchen Hammer (II, 196)
bespricht, starb im Jahi'e 939, beg. 3. Aug. 1532.
5 3 beschriebene Blätter; 19,6X12,5 cm. Sehr schönes, ganz vocali-
siertes Nas^i uiit 11 Zeilen auf der Seite; die Seiten, mit Ausnahme der
letzten , mit einer Goldleiste und schwarzen Linien umzogen ; am Anfang
ein hübscher iünwän. Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: ljLä^
Auf Fol. 1" sind zwei Siegel (das eine zweimal) abgedrückt; in dem
einen steht, neben vielen Verzierungen, blofs >-b, w^ , im anderen äaJLI
218. [Diez A. 4». 43.]
Eine Geschichte des türkischen Reiches, von dem Feldzuge MuJlam-
mad's I. gegen Kaffah (Hammer, Osman. Reich H, 138) bis zur Belagerung
Ofen 's durch die Kaiserlichen im Jahre 937 = 1530/31 (Hammer a. a. O.
III, 105). Die Erzählung beginnt nach dem BismüJäh ohne alle Einlei-
tung sofort mit den Worten: ÄJL4.J j-Li^wj! «laJI^^L*. xaS' J^m\ Jwc ^y=>-
J.I v-J^iXjI «JsUa.! jjj|-Jöl i^i^yJ^ y^. j-^t^-^' P^T^ »vL^Ä »wol.S? i_j^j.a5^.
Innerhalb des Textes wird ein Verfasser nicht genannt; auf Fol. 1*
aber hat eine fremde Hand angemerkt: i^öJJ^ «^'^ ^)'^ (^ «ixs, und
in der That enthält die Handschrift zunächst eine sehr abgekürzte Re-
cension der betreffenden Abschnitte aus dem ^^lyJI _lj genannten Ge-
schichtswerke des Xwä(jah EJendi, d. i. Said al-dln (f 1008, beg. 24. Juli
15 99); s. die Ausgabe von Konstantinopel 1279 Bd. I S. 55 4 Z. 14 bis
Bd. 11 S. 401. Mit dem Tode Salwi's, I (918 = 1512) endigen (auf
Fol. 121") die Auszüge aus Said al-din, dessen Werk sich ja überhaupt
nur bis zu diesem Ereiofuisse erstreckt; die Erzählung- der folo-enden Er-
eignisse, bis 9 27 d. Fl., mufs von dem Epitomator, ohne dafs dies irgend-
') so: / \
Oi-w^J
Türkische Handschriften 214. Geschichte. 243
wie gesag-t oder angedeutet wäre, entweder selbständig hinzugefügt oder
irgendeinem anderen Werke entnommen sein. Denn dafs diese Fortsetzung
der von Said al-dln selbst angefertigten, aber nicht veröffentlichten Fort-
setzung seines Werkes, welche //. X. II, 9 2, 2045 erwähnt, entnommen
sein sollte, ist doch wohl nicht anzunehmen.
Das Werk des Said aJ-din ist im Jahre 1279 (beg. 29. Juni 1862)
in zwei Bänden von 5 86 und 619 Seiten zu Konstantinopel gedruckt er-
schienen (vgl. Journ. Asiat. 1863, II, 262) '), nachdem dasselbe von Bra-
tütti, Fodesta, Lewenklau und Schlözer bereits benutzt worden war (s.
Flügel im Wiener Kataloge II p. 244 Anm.). Einzelne Abschnitte daraus
sind von Garcin de Tassy (Journ. Asiat. 4,347; 8,306 und 340; 9,153) und
von Gibb (The Capture of Constantinople. London 1879. 8") übersetzt
worden. — Handschriften finden oder fanden sich in Dresden Nr. 386
(wo man s.), München Nr. 76-81, Wien (Flügel Nr. 1026-1029 und
Kr äfft Nr. 26 3), Leiden Nr. 947-949, Paris Nr. 63-65, Oxford Uri
Nr. 1 und 4, in der Ambrosiana Nr. 24 3, in der Vaticana (Bibl. Ital.
XLVI, 35,116) und in der Bibliothek des Bäyib PaSa Nr. 977.
159 beschriebene Blätter; 20X14 cm. Gutes, 17 zeiliges Nas/i von
türkischem Zuge; Abschrift datiert vom 13. Salhän 1078 = 28. Januar
1668; als Schreiber nennt sich Midiammad, bekannt unter dem Namen
lAuni-züdah. — Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: J>Ls i^jUi'
vf ^.^ (sie) J^ljCwf (sie) ^ti&StXJU JöUit »Liob iXi^ ^UaJLw; diese Auf-
schrift ist aber dann kreuzweise durchstrichen.
214. [Wetzstein II, 408.]
Auf Fol. 24 8'' und 24 9" dieser Handschrift steht unter der Ueber-
schrift joUaJ-w «JUI tXXb» ^üs- ö\yo ^jLkLJl Sj-ää. \j>-y^ [<X=>- i\yo eine tür-
kische Proclamation des Statthalters von Syi'ien ( ^-a^^^Xj^-LJo ^L-i, bil^>o
pLi kwjw^J ♦S'y.l), hl welcher die am 8. Ramadan 982 (= 22. Decbr.
') nach Zenker I nr. 945 und Flügel im Wiener Kataloge II, 244 Anm. soll eine
von Kollar besorgte, den türkischen Text und eine lateinische Uebersetzung enthaltende
Ausgabe des Werkes bis Muräd I im Jahre 1755 in Wien erschienen sein. Nach einer
gütigen Mittheilung des Herrn Dr. J. Kai t enleitne r hat das auf der K. K. HofLibliothek
in Wien befindliche Exemplar dieser Ausgabe kein Titelbhilt und bricht mit S. 64 ab; die
Ausgabe scheint also im Druck nicht vollendet worden zu sein.
31»
244 Türkische HandscKriften 215. Geschichte.
1574) erfolgte Thronbesteigung des Sultans Muräd III (ihn Saltm) bekannt
gegeben wird. An den Rand ist ein Tn'rix auf dieses Ereignifs (t>lj-JI f<ÄjD
= 982) geschrieben.
Anfang: '(.ly:^:^", ;tXii.'t ,3 '^ÜäJl .TyJ3\ y^ ' .\^\ ^y^l| ^1
Derbes, deutliches Nastaütq; Gröfse der Blätter: 20,5 X 13,5 cm.
215. [Diez A. 8°. 17.]
Die unter dem Titel üSaj (' xs.^" L'Lu> bekannte Staatsschrift über die
Ursachen, welche den Verfall des osmanischen Reiches herbeiführten, von
Qoja Beg im Jahre 1040 (heg. 10. Aug. 1630) verfafst und dem Sultan
Muräd IV (reg. 1032 — 49 =: 1623 — 40) überreicht. Dieselbe ist von
Behrnauer in ZDMG. XV (l86l), 272ff. übersetzt^) und zu gleicher
Zeit (im Jahre 1277 [1861]) in Konstantin opel gedruckt worden (s. Biblio-
thek der D. Morgenl. Ges. I, 26 nr. 463 und Journ. Asiat. 1863, II, 231
nr. 134); auch ist ein Stück daraus (= ZDMG. XV, 275 f.) in die li^
jujUic cyLwol des Ahü 'l-diyä Taufiq (2*' Auflage, Konstantinopel 130 2,
8", p. 31—36) aufgenommen. — Hauptsächlich über die vorliegende Schrift
handelt auch das Buch von W. D. Smirnow „Kyinöeii röMiopÄ»aincKiS ii Apyrie
ocMaHCKie nHcaxejH XVII Bfea, o npH^iHaxi. yna^Ka Typrün" (St. Petei'sburg 1873.
S"'); eine russische Uebersetzung derselben findet sich dort auf S. 7 Off.
Die roth geschriebene Ueberschrift lautet in dfem vorliegenden Codex
folgendermafsen : \yJ^'^ JtXCji> ü^ xä-ö' Jxs.»ji' -^^Ji »äSyo to-^— » L'Lw*
«jJiL* )^'^ xÄJji> jjojö v-sjJ^I \jc\^ f>j^ Xuisy^^^ lilyjc ^UaJL« olJJu (sie) ^JiLi
^^y^\yji ^iXiMjtyim i^ySJue sLiijLj. y?.y^ (^ic) ULvn >^ sJjJLXlw cjUsjkiso (^jJLxÄjo
\(XMkt.^i )y^^ {S*"\ ***»»^ )'-^' O?^ i«j«-'«l v_*A*«/ yM.*>.U LaäI »^ö3 .
Andere Handschriften finden sich in Wien Nr. 1045 (II, 255),
München Ni-. 9 6 und St. Petersburg (Manuscrits et xylographes p. 4 76
Nr. DXXXIV). Wenn die vorliegende Handschrift zur Zeit, als Behr-
nauer seine Uebersetzung arbeitete, in der Berliner Bibliothek nicht auf-
gefunden werden konnte (ZDMG. XV, 328), so dürfte dies daran gelegen
haben, dafs dieselbe von Hammer, Osman. Reich V p. IX nr. 12 und
1) 80 hier; sonst wird er auch i^xi ,^i^ genannt.
») vgl. dazu XVI, 271.
') Hb. iuwa» .
Türkische Handschi-iften 216. 217. Geschichte. 245
auch von Diez in seinem Kataloge al.s S", auf einem aufsen aufgeklebten
rothen Schilde aber al.s 4" bezeichnet i.st und also wahrscheinlich untei* den
Octaven gesucht wurde, aber unter den Qnai'tanten aufgestellt war.
Anfang: 'JLiLo toLoO ^U ^5lyj^^\ 'JL*ävo ^\(X^ (X*^ atXÄjLi" ^^0
39 beschriebene Blätter; 19,5 X 13,5 cm. Gutes Nas'/i mit 15 Zeilen
auf der Seite. Die (von Diez in seinem Kataloge übersetzten und nach
dieser Uebersetzung in ZDMG. XV, 329 und 330 abgedruckten) Capitel-
Uberschriften sind roth geschrieben, die Capitel aber nicht gezählt.
210. [Diez A. 4«. 75.]
Geschichte des osmanischen Reiches von 10 99 (1687/8) bis 1110
(1704/5), nach Jahren geordnet. Da die Handschrift ohne alle Einleitung,
ja selbst ohne BismüJäli beginnt und auch ohne irgendwelche Schlufsformel
abbricht, so scheint es, dafs wir nicht ein in sich abgeschlossenes Werk,
sondern nur einen Theil eines gröfseren Werkes vor uns haben. Au.szu-
finden, welches das letztere sein möchte, ist mir nicht gelungen; dem
Werke des Räsid gehört, wie eine Vergleichung mit der Konstantinopeler
Ausgabe beweist, der vorliegende Band nicht an.
Anfang: rJ-^j ia*^ sJö>.*oft ^L+aJLw ^jLkJ_w ndJ^MüXjM vyiis jjLwJüs kä5üu
ivliicl J-r?}} 5j-^-»0 ^JtXÄA»;ÄJlJ:. ;^»i-w ,0_> ÄtXi'l i^icVj^ ^tX»JLs. (J^V
iüLxAuLflv f^j.jjj^ V)"'?' 1*^'^^^ r:!'^5 '">~^ i**^'»-?' ^ r'^ 'J-äj L<iL> ^ili.«2-c
i_}fcAjvJ. ^^}'>? T^ *:?*-*"^? iv)^*-^ (^•-^•■T^ *^. ^•^'' C)'^)')5
309 beschriebene Blätter; 22 X l-^v'' cm. Schönes NasyJ mit 19 Zeilen
auf der Seite. Die Seiten sind mit einer sfoldenen Leiste und drei schwarzen
Linien umzogen; am Anfang findet sich ein hübscher iUnioän. Auf einem
dem Vorderdeckel von aufsen aufgeklebten Zettel steht : ^UzJL» wsr?;'^' ^LxS'
welche Angaben nach dem oben Mitgetheilten zu berichtigen sind.
217. [Ms. Orient. 4». 30 7.]
Zwei politische Actenstücke zur türkischen Geschichte; nämlich:
1) Der türkische Text des im Jahre 1699 zwischen der Pforte und
dem Kaiser geschlossenen Friedens von Carlowitz. Der lateinische Text
desselben ist abgedruckt bei Dumont, Corps universel diplomatique Tom.
346 Türkische Handschriften 218. Geschichte.
VII, 2 p. 44 8; den türkischen Text der zwanzig Artikel desselben hat
Räsid in seine Geschichte aufgenommen (I, Fol. 242" Z. 5 v. u. bis Fol.
245" Z. 4). Sehr sonderbar ist, dafs das Friedensinstrument hier nicht,
wie es sein sollte, vom 24. Rajab 1110 {RäSid a. a. 0.), sondern vom
Ende JsA« des Rabii I 1127 (= 5. April 1715) datiert ist.
Anfang: ,j^JI (J-aä^JI S^üil ^ö _LääJI iv-vs»)-" (j-'^^T^' *^' l****^ *^.J
2) Fol. 20'': die vierzehn Beschwerde- Artikel, aufweiche hin die Pforte
am 2. Jü 'l Jiigjah 1126 = 9, Dec. 1714 den Krieg an die Republik
Venedig erklärte; s. Räsid II Fol. 100*' Z. 6 f. und Hammer, Osraan.
Reich VII, 175.
Anfang: iSX^ t^t^jj j^^Sj.jy=» »v^ (' soxajI^Xc (^L^^o «I^ i_j-ji
19 und 12 beschriebene Blätter; 23X17 und 23X16 cm. Zwei
verschiedene i)ZiiJä?2j-Hände , beide schwer zu lesen, die erste aber noch
schwerer, als die zweite; in beiden Abschnitten stehen je 9 Zeilen auf der
Seite. — Der Innenseite des Vorderdeckels ist ein Blatt mit richtiger Be-
stimmung des Inhaltes der Handschrift aufgeklebt.
218. [Diez A. 4°. 5.]
Diese Handschrift enthält drei Stücke, welche §ich sämmtlich auf den
Aufstand beziehen, der, in Konstantinopel am 3. Ralüi I 1115 (= 1 7. Juli
1703) begonnen und daiui nach Adrian opel überti-agen, zur Absetzung
Mustafas II und Thronbesteigung ÄJhnad's III (am 10. Rabi^ II =
23. August) führte. Von allen drei Schriften wird weder Titel noch Ver-
fasser angegeben. Es sind die folgenden:
1. eine Geschichte jenes Aufstandes, benutzt (und zwar in der vor-
liegenden Handschrift) von Hammer zu seiner Darstellung desselben (Ge-
schichte des Osman. Reiches VII, 74 — 86).
Anfang: ^xis^^u xil^ 04.fl> o*./)) NLjuiciJi^sli» ^(jumJS. jLjio»»'«).(^.> (jLäau^j
2. Fol. 51": ein Gedicht, bestehend aus vierzeiligen Strophen, in wel-
chen die beiden ersten Zeilen [Misräi] gar nicht, die dritte und vierte
aber stets auf ^tX-y» ^ i:y -^ reimen. Der Inhalt ist eine Satire auf die
') zum Theil verwischt.
Türkische Handschriften 219. Geschichte. Ü'S
durch jene Revolution ans Ruder gelangten Beamten, voran den Grofs-
vezier ÄJhnad PaSa.
Anfang :
\lX*Jl! y^ c>.jLjk> &jLüO ,^t\.Aj| *AJ |_^i^ l^^V* ^■? ^^^J^?)-"* (»^-=» l5t\^ie^J<-'^^ (ffS^
3. Fol. 55": eine Erzählung, welche ihre satirische Spitze gleichfalls
gegen die Aufruhrer von 1115 wendet. Es wird berichtet, wie in der
8tadt der Kindheit 5tUjlx.o SojJoc die Schüler sich gegen ihren Lehrer em-
pören, schliefslich aber gegen einige Concessionen wieder Frieden mit ihm
schliefsen. Derselbe Aufsatz steht in Nr. 327 Fol. 45'', und wird dort dem
Nabi Efendi (f 1124, beg. 9. Febr. 1712) zugeschrieben.
Anfang: äT^j» ^ '-öj'yJj' &äa.«j >aJ2«o v^^^ v-äjLk! (sie) sJUi^ »j»^' v_*a«,
59 beschriebene Blätter; 22,6 X 16 cm. Gutes, türkisches Nas/j mit
12 Zeilen auf der Seite. Alle drei Stücke sind im Jahre 120 3 abgeschrieben,
das dritte am 15. Ralni I dieses Jahres (=: 14. Dec. 1788) vollendet.
Diez hat die Handschi'ift, wie er in seinem Kataloge angiebt, für sich in
Konstantinopel schreiben lassen. — Auf einem der Aufsenseite des Vorder-
deckels aufgeklebten Zettel steht: ^^ikX^ JL^ ^Jy\ xi> ^-^sA'iy aövol »«jLäS'
219. [Diez FoL 12.]
Eine Anzahl von Aufsätzen, welche sich unmittelbar oder mittelbar
auf die Geschichte des türkischen Reiches beziehen und Ereignisse behan-
deln, welche um das Jahr 1135 d. Fl. (beg. 12. Oct. 1722) oder in diesem
Jahre selbst stattfanden. Die Mehrzahl dieser Ereignisse ist unwichtiger
Art, wie Ein- und Absetzung höherer Beamten, Feste, welche türkische
Würdenträger in Konstantinopel oder L/iräyän gaben, Verordnungen über
die kaiserlichen Moscheen u. dgl. m. Von gröfserer Wichtigkeit ist ein
Aufsatz (Fol. 5*' — 40^*), welcher über die Ursachen und Ereignisse handelt,
welche den Verfall der ^'a/fwüZ - Dynastie und das Emporkommen des Af-
ghanen Mir MaJimüd in Persien herbeiführten (oIäa^ |V=£^ oJ^>> Jf^\ ,_>a*«
^jl^ioL? c>y*^ y*je j^L-ftJs), und ein anderer (Fol. 5 9''— 60") über die Er-
obeiiuig der Citadelle von Tiflis (^j**aJLäj äaJj> ij-i).
Die Aufsätze scheinen kein selbständiges Ganze zu bilden, sondern
nur ein Ausschnitt aus einem gröfseren Werke zu sein. Welches dies
248 Türkische Handschriften 220. Geschichte.
Werk etwa sein könnte, habe ich nicht ausfinden können; nur das kann
ich sagen, dafs die Aufsätze nicht etwa denjenigen Werken entnommen sind,
an welche man zunächst denken mufs, nämlich denen des RäSid und des
Öehhi-zadah (Zenker Nr. 934 und 935).
Anfang: sl-iJi.^ ^iy^ «.ÄJtX-x ^51.aqj äaj\ ^*~'j-^ (*~=^T^' ä»^-**^' *^' i*-*«*^
Die beschriebene Sammlung geschichtlicher Aufsätze, welche mit sehr
schönem, grofsem, 15 zeiligem Nas^l geschrieben ist, endigt auf Fol. TO**;
die Ubi'igen Blätter der Handschrift sind theils leer, theils mit mehr oder
weniger unbedeutenden Schreibereien bedeckt. Hervorgehoben zu werden
verdienen noch auf Fol. 7 2'' ff. Anweisungen zur Vornahme gesetzlicher
Erbtheilung.
83 beschriebene Blätter; 28 X ^'^ cm. Auf einem der Aufsenseite des
Vorderdeckels aufgeklebten Zettel steht: ej>^.o J^-jLüJIj xjoLjj i^^^yi i_>Lä5'
220. [Ms. Orient. Fol. 322.]
Zwei Staatsschriften des Bäyib Mtülammad PaM (f 1176 = 1763;
s. Hammer, Osman. Reich Vlll, 254 und Osman. Dichtkunst IV, 177);
nämlich :
1. ij.>ö^j (J^jÄsi (Fol. 5" Z. 3), der Bericht über die Friedensverhand-
lungen zwischen der Pforte und Nadir Sah im Jahre 1149 = 1736,
welchen Rayih selbst als Bevollmächtigter beiwohnte. Eine andere Hand-
schrift dieses Werkes findet sich in der Bibliothek der Orientalischen Aka-
demie zu Wien Nr. CCLXXVII, S. 105 des Kataloges, woselbst Kr äfft
über den Inhalt ausführlich berichtet; jene Handschrift ist offenbar die-
selbe, welche früher dem Grafen Kzewuski gehörte. Osman. Geschichte
Vll p. VI nr. 10 sagt Hammer, dafs sich eine Handschrift dieses Werkes
auch in seiner eigenen Sammlung befinde; ich kann dieselbe aber in dem
Kataloge seiner Handschriften nicht finden, und in die K. K. Hofbibliothek
zu Wien ist sie auch nicht mit den übrigen Hamm er' sehen Handschriften
gelangt.
Anfang: sl^vl^ ^5Ü*^v.>_AJ>jJi J^l 'Jou if ^ijU«^ r^j '*^^^ <^^y ^^^*^
2. Fol. 81": Bericht über die Eroberung von Belgrad und den auf
Türkische Handschriften 221. Geschichte. Zi9
dieselbe folgenden Frieden mit Oester reich im Jahre 1739. Dieser Bericht,
welcher hier luJU (?) ä^LciJtX.:^? LiL (Xj^ v^') i^^—f^^U")'^r^ (jK.jov»^Jia>-
st\.A_wUjvL^I &AÄi jjüjJf Ä4jLä »Jj^oKa» |^jA.^^j' (iS'jLj^-' i''^ '^'r*^ über-
schrieben ist, pflegt die i^jL^a^y^' des Räyih PaSa zu beginnen; s. die
hiesige Handschrift Nr. 4 26; in Nr. 4 27 steht er auf Fol. 35^ K
Anfang: i^jL*.*«! v_Ajyx. 'cjwvaj. \^i k_jt*^i ö-ä» ^j»^ '"-^i^y* Las eJj LÄ.s\i ül
96 mit Originalfo liierung versehene Blätter, von welchen 75 — 80 und
93 — 96 leer sind; 26,5 X 1 ^ cm. Hübsches tüi-kisches Nas'/i mit 25 Zeilen
auf der Seite. Auf Fol. 1" zwei türkische Gedichte.
221. [Petermann H, 537.]
('äjoÜ—jj, eine poetische oder wenigstens in Verse gebrachte Erzäh-
lung von den Kämpfen und Verhandlungen zwischen AJhnad Pasa, dem
Statthalter von Baydäd, und Nadir Sah von Persien; s. Hammer, Osman.
Reich VIII, 3 8 ff'. Als Verfasser wird zu Anfang von einer fremden Hand
am Rande al-Saiyid lÄbd alläh Efendi, bekaiuit unter dem Namen Fa^ri-
zädah, genannt, welchem der Titel ^f^jJI ^^ beigelegt wird. Das Ge-
dicht wurde zwischen 1160 und 1175 verfafst; nämlich nach dem im
Jahre 1160 =z 1747 erfolgten') Tode des ARmad Pasa, welcher (Fol. 4^")
l*^Äwo genannt wu"d, und während Sidaimän PaSa Statthalter von Baydäd
und Basrah war (Fol. 7°' Z. 2 v. u.); der letztere aber starb nach Ham-
mer a. a. 0. S. 244 zu Baydäd im Jahre 1175 = 1761.
Anfang: ^L^j' \l .ojr? i^S^äj. fjJ~f^ (j<,Lu«/« 1X4..=^ *J»-^§^^ JJ^ItXi».
25 beschriebene Blätter; 21,6X 15,5 cm. Schönes, grofses Nas/l mit
13 gespaltenen Zeilen auf der Seite; Ueberschriften (Inhaltsangaben) der
Abschnitte roth geschiieben ; Seiten und Spalten von goldenen Leisten und
schwarzen Linien eingefafst; am Anfang ein einfacher iUnwän] auf Fol. 1*
sind einige Siegel abgedrückt, deren Inschriften unleserlich sind.
») Fol. 24'' Z. G V. u.:
I»Lää. i^^xi &J^I ls.C) ^ i^S pl^J ijj-t-i i^tXJjl ^f^ '^^TT'f
In der Ueberschrift ist daraus der zwar verwischte, aber doch noch deutlich leserliche Titel
sJUÜI Ok*j _jä[JI] geworden.
*) Hammer a. a. 0. S. 99.
Türkische HandecbritteD. 32
350 Türkische Handschriften 222. 223. Geschichte.
222. [Diez A. 4». 30.]
^jL^JC-c^'t K-oiLia., der von dem kretischen Renegaten Rasmi AKmad
Efendi (f bald nach 1202 oder 1786 ')) als Augenzeugen verfafste Bericht
über den türkisch -russischen Krieg- von 1768—1774, welcher mit dem
Frieden von KüS'dk Qainar^a endigte. Der Bericht "^) ist bekannt durch
die von Diez — und zwar nach der vorliegenden Handschrift — ver-
fafste und im Jahre 1813 veröflentlichte Uebersetzung desselben (Zenker
Nr. 9 49). Auch das türkische Original ist bereits zweimal in Konstan-
tinopel gedruckt worden: 1282 (JAs. 1868, 1, 4 78) und 1287 (das. 1871,
11, 148 nr. 27). Andere Handschriften finden sich in Wien: in der K.
K. Hofbibliothek Nr. 296 (Flügel II, 296, wo auch die Ueberschriften
der Abschnitte türkisch niitgetheilt werden) und in der BibKothek der
Orientalischen Akademie, Kr äfft Nr. CCLXXVII (zwei Exemplare, deren
eines vernmthlich das Autograph des Verfassers ist).
Anfang: »^a«^ !(^A..o ^^aIöj i^f«^!^ J^s:. tXJ^ItV-i- (^Lä^. cX » ~. i^^äjI
äS' sO »j f>\S^ ^tS-S^ ^t^j' U^^7*^ C Sj^-^i^^^L^i»
45 beschriebene Blätter; 23 X 15,5 cm. Schönes, deutliches Nasyi
mit 19 Zeilen auf der Seite. Abschrift nach einem „aus des Verfassers
Hause gekommenen" Exemplare für Diez in Konstantinopel verfertigt
(Wesentliche Betrachtungen S. 52) und am 2. du H qaidah 1202 (=
4. Aug. 1788) vollendet.
228. [Diez A. 4«. 126.]
„Sammlung von Berichten, Befehlen und anderen Nachrichten, die
sich auf den Krieg des osmanischen Hofes mit ßufsland von 1787 be-
ziehen. Türkisch.
Während meiner Gesandtschaft zu Constantinopel liefs ich mir im
Gefolge des guten Einverständnisses, das damals zwischen dem PreuTs.
*) so nach Diez, Wesentliche Betrachtungen S. 105, der im Jahre 1202 noch zu-
gleich mit ihm in Konstantinopel war. Es ist somit ein Irrthum, wenn ihn Belin im
Journ. Asiat. 1868, I, 478 bereits im Jahre 1197 sterben lafst.
*) über den Werth desselben spricht sich Hammer, Osman. Geschichte VIJI, 331
Anm. a aus.
') Hs. mit _ am Anfang.
Tiükische Handschriften 224. Geschichte. 251
Hofe und der Pforte heiTsclite, von allen erheblichen Verhandlungen, die
den Krieg von 1787 betrafen, Abschriften von der Pforte geben, welche
hier zusammengebunden sind. Die wichtigsten Stücke sind S. 3 das Mani-
fest der Pforte gegen Rufsland vom 13. August') 1787, ein Meisterstück
im gedrungenen Ausdruck, und S. 25 — 26 der zwischen dem Preufsischen
und Osmanischen Hofe im Januar 1790 von mir geschlossene Allianz-
Tractat mit den Unterschriften und Siegeln der türkischen Bevollmäch-
tigten als des Kaziaskiers von Rumelien Mustafa und des Reis Eflfendi
Raschid." (Diez). Dieser Allianz-Tractat ist nicht mehr vorhanden; das
osmanische Kriegsmanifest beginnt mit den Worten : äju«jn jÜL»! ä-J-c oJjiJ
(" »Li. i»5>ÄAAjlÄ (^l_3Lt> ^_jxil_o— « /«-*U 5<^'»^;Lj (^tX-j (jLv^Xlw 3(>>ÄÄAj ^.ÄJ.k>
Die Zählung der Blätter geht bis 25 (wobei aber die 5 aus einer an-
deren Zahl verändert ist); 23 ist leer, mit 9 aber sind zwei Blätter be-
zeichnet (9 und 9''). Verschiedene Gröfse, wo nöthig durch Einschlagen
der Blätter auf 24X21,b cm reduciert.
224. [Diez A. 4«. 127.]
„Sammlung von türkischen Uebersetzungen , die sich auf den Krieg
von 1787 beziehen. Diese Uebersetzungen sind theils von Memoires ge-
macht, welche ich der Pforte in Bezug auf die Begebenheiten der dama-
ligen Zeit übergeben, theils von anderen Nachrichten, welche ich der
Pforte von anderen Vorfällen in Europa mitgetheilt habe. Nur Seite 8 — 9
macht davon eine Ausnahme, indem es eine rohe Handzeichnung der Ge-
fechte ist, welche der Capudan Pascha Hassan Pascha in Egypten zur
Unterjochung der Beghs von Egypten geliefert hat." (Diez.)
Anfang des ersten Stückes: »JU^-'-? Lxi^_«_c «-LI ^^y^ v»)Lä-j>LwL9> «ä^
20 Blätter verschiedener Gröfse, wenn nöthig durch Einbiegen auf
eine Gröfse von 24 X 20 cm reduciert.
Zur türkischen Geschichte gehören noch: Nr. 1,7 (Eroberung Konstantinopels und
Aegyptens) — 4,i (Geschichte der osmanischen Dynastie bis 878 d. Fl.) — 5*,3i (desgl.,
') nämlich alten Stiles, 11. Jü 'l qaldah 1201.
*) so scheint dazustehen; 1. Li..
32*
252 Türkische Handschriften 225. Geschichte.
bis 1032 d. Fl.) — 68 und 28*,i ((c*«^} »-«LjK»il. ) — 8,i Kriege Sallm'B I mit den Per-
sern, 918-926 d. Fl.) — 20,4 (Tabelle der Sultane, bis Malimüd I) — 25 fol. 18'' (Be-
richt über die Eroberung der Burg von Candia, 1080 d. FI.) — fol. 26'' (desgl. von Cy-
pem, 979 d. Fl.) — fol. 44=* (Erlafs MuJiammad'a IV, die Aufhebung der Weinschenkon
in Eonstantinopel und Brusa betreffend, vom Jahre 1081 d. Fl.) — 27,i8 (v?ichtige Daten
aus der osmanischen Geschichte) — 28,i (Vertheidigung von Kanischa gegen die Oester-
reicher im Jahre 1601 n. Chr.) — 29, le (ein grofshorrlicher Erlafs vom Jahre 1083 =
1673) — 32 S. 3, 4 (Prophezeiung über die Ereignisse des Jahres 1175 d. Fl.) — S. 6
(Aufzug bei der Säbelumgürtung Salmi's III) — S. 8, 9 (Verzeichnis der türkischen
Flotte) — S. 14 (Brautaufzug einer türkischen Prinzessin) — S. 16 (Memoire eines preu-
fsischen Gesandten) — 34,3 (Kosten der Feste bei Beschneidung zweier Prinzen) — 4 (Be-
richt über die Schlacht bei Iconium, 966 = 1559) — 6 (die Qädi-iashar unter Bäyazld II,
886-918) — 36,3 (Revolution von 1143 = 1730) — 38,9, a und 45,io (Berichte über die
Eroberung von Baydäd im Jahre 941 d. Fl.) — 39 fol. 4* und 40,3 (desgl. über die Er-
oberung im Jahre 1048 d. FI.) — 39 fol. 11" (Friedenstractat zwischen der Pforte und
Persien) — fol. 15* (Bericht über die Eroberung der Burg von Rawän) — fol. 17" (desgl.
über eine Eroberung von Baydäd) — fol. 44* (juolJ4X.^£, Vertrag zwischen dem deutschen
Kaiser und der Pforte vom Jahre 1576 n. Chr.) — fol. 45'' (Bestallungsdecret des Seld-
schuken iAlä al-dln für lüOmän, den Stammvater der osmanischen Dynastie) — fol. 61''
(Diplome) — fol. 70'' und 71* (Verzeichnifs der Sultane bis lÄbd dl Hamid, und der Grofs-
veziere) — 170,2 (Thronwechsel in den Jahren 1168 und 1171) — 204,3 (Genealogie der
Giräy-Ch&ue) — 4 (zur Geschichte der Tataren) — 260,i5 (Bericht über die Eroberung von
Temeswar im Jahre 1552) — 499 fol. 34, 35 (Befehl der Pforte an die Hospodare der
Moldau und der Walachei über 1785 dort errichtete preufsische Consulate) — 503 (Briefe,
den persischen Krieg von 1101/2 = 1592/3 betreffend).
5) Syrien.
225. [Petermann 727.]
Ein am Anfang und am Ende defectes Fragment einer Beschreibung von
Syrien und Damaskus. Auf Fol. 1*" beginnt Bäh IV mit der Ueberschrift :
ijöjl ^-« (sie) U^„*.*.'> L/!^ \^.iü.^d^\ (3 eIa^j^I y^ tjyi ^J^ >^i> ij /*?Q^ v'-^^'
JjCII äjI^JI ^ Ljxi (jj4> fj.xi^ (.LiLtI, auf Fol. 82* Bäb V mit der Inhalts-
angabe: jJUl (sie) ju«*=» (*Li vbi> siXäaujoU» t_jU <äJoUj(j.jwAÄcj (S^UoXm^jo kjbi'^
Jbt. — Vgl. die folgende Handschrift, in welcher ein gleich eingetheiltes,
aber viel kürzeres Werk über denselben Gegenstand enthalten ist.
Türkische Handschriften 226. Geschichte. 353
Anfang: 5tXAj.2«.LÄX sÜjI |»(Xw^(> ^^^i '[»t^NtVÄj ^«.JuiS' xää*«.! (c*«*J.yJ
Ende: «y«.AiÄ. ^jt\ji>vl rwj^^^ J^l^ '^tXj>> ^iXt.^y>> (j'^'^J^ ^gXLiltXjjj" jj' jiuj
115 beschriebene Blätter; 25X^4 cm. Gutes Nastaihq mit 21 Zeilen
anf der Seite; die Seiten mit doppelten rotheu Linien umzogen.
226. [Diez A. 8°. 112.]
(' i»ftj wii -Li »>J^Lj', Legenden über Syrien und die dort befindlichen
Heiligthümer. Der ungenannte Verfasser spricht sich über Quellen, Inhalt
luid Eintheilung seiner Schrift in der Vorrede folgendermafsen aus: x-b^-i
^_*»,AAi*j &^ ^(XM^\Li '-Jv'-'jl r''?"^' ;j'^T-^'-^ i^-'^y^ äJL«^ *-? j^r iU (•^-'jw
uiT-jw^ U^j' (jr*'^'* '"^*-^^!' lO'^^'^Vy' (c*^-*^*^! 5<^' ij'-*'? |>JLjLäi <i»ijoLi oo^j
^Jjt5\LAXi «xäLxi j^*«.A.*ä*j. vtXjl (jLaj jjoLaJ.I. (jL^pI (c^i^j St^' (j'-^'? ^jJjLäi
S^XjI ^;tAj Jo^^J U^j' sJuIä ü>J%Ji i^Läi (ji'^l 5(X«Li '.liol^j Jll i^L SjoL
^LäJjI ^O »tXjü>^ pLi (j^jl »^iJ^ (jJLaJjI^ (^L^pI ^5i>i>5 (j'^^-y' /^'; v^
^^tS ^^*«^ JjVJ ^t)ol ^jL*J ^_jOI^ ij^^' »4XjL«\ jis.| ,j*,oL*. *_jLj ' \tVjl ^^Iaj
j^xf^ (^ Ji'iLffj (i^jjj frif^ v2\A*j|y>j 1^5*" JL=>i^ ^jwä-j. Im Texte des Buches
selbst stimmt der Inhalt der drei ersten Capitel mit vorstehender Angabe
überein; dann folgt aber als viertes Capitel (Fol. 6''): Sy^^^iu^, ^j^ %i\s <J^
5^4' \J^ ^5*^5*^5' ^y^'^ ^'•^ "'^rt? '"j t5*5'^"l?^ (5^'-?"' dann folgen 5=4
und 6 = 5 der Inhaltsangabe, während Cap. 6 der Inhaltsangabe im Texte
ganz fehlt. — Aehuliche Schriften sind in der vox-igen Handschrift, in
Wien Nr. 1286 (II, 437), Upsala Nr. 255,2 und München Nr. 95 vor-
handen ^).
') so wird das Büchlein in der Ueberschrift genannt.
*) Die Wiener Handschrift, welche die Titel -Li J^SLiü oder (»Lik^ooUi»- (»Lw ^J>>J
oder t, q V ■•'■ -»Li -^-jxL) trägt, scheint (wegen der ganz gleichen Ueberschrift des vierten
Capitels) dasselbe oder doch ein sehr ähnliches Werk wie die hiesige Nr. 225 zu enthalten;
das in Upsala vorhandene Werk ((»LiJf JoLqj i^jLäS') steht an Umfang zwischen den
beiden hiesigen.
354 Tiü-kische Handschriften 227. 228. Geschichte.
Anfang: ^f^y-t i^r-^'^ ^^lÄJliX^ )*^y~i'. lij' "^ xJ^yäc^- ,JL*j äJÜI J.I \iX^^
18 beschi-iebene Blätter; 19X 12 cm. Sehr hübsches Nas^i von der
Hand des Derwisch lAli; auf der Seite stehen 17 Zeilen. Am Anfang
findet sich ein goldener iUnioün; die Seiten sind mit einer Goldleiste und
schwarzen Linien eingefafst.
6) Persien.
227. [Diez A. 8°. 1]4.]
('iwcbo^^Lj, eine türkische, in sehr blumiger, zwischen Prosa und
Versen wechselnder Sprache geschriebene Bearbeitung des persischen Werkes
AS? iSy^ rLil ^ '|V^«>« v_jLä$', einer Geschichte der alten Könige Persiens,
welche in den Handschriften Nr. 428 und 429 des persischen Kataloges
enthalten ist. Ueber Fadl alläJi, den Vei'fasser des persischen Originales,
vgl. man das dort Beigebrachte; der Verfasser der vorliegenden türkischen
Bearbeitung hiefs Kamäl-i zard aus Pergamon ^y^yJiS^ und vollendete, wie
er selbst am Ende angiebt, seine Arbeit im Jahre 894 (beg. 5. Dec. 1488).
S. li. X. V, 628, 12 382 und Hammer, Osman. Dichtkunst I, 285.
Anfang: ^_ä«*s5 xX^ y^A'^ tXjjItXi. i5*-"*r.5 ^L? 7* )^ i5'<X=>
224 Blätter, von welchen die drei ersten und. das letzte nicht zum
Werke gehören; 19X12 cm. Gutes Dvwäni mit 18 Zeilen auf der Seite,
die Poesie zweispaltig geschrieben. Am Anfang und am Ende ist ein
Siegel abgedrückt, in dessen Innerem zu lesen ist tX+=.l ^j.j ti^s.\ vaäjÜI;
der darum stehende Vers ist nicht deutlich gekommen. Abschrift voll-
endet an einem Dienstage, 15. Sauwäl 983 = 17. Januar 1576, und zwar
von der Hand eines gewissen Bt'dioän ihn Miüimnmad ihn Mmkifü. Auf
einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: ^^^ i^wA:*i«o ^c^'j 15-*)'-' ^i^Ljo^^
228. [Petermann 730.]
—ll.«; -^zt)^, eine Geschichte der persisch -afghanischen Kriege in der
ersten Hälfte des 12'^° Jahrhunderts d. FL, sowie der Herrschaft der
*) so wird das Buch in der üeberschrift des letzten Abschnittes genannt; sonst pflegt
es unter dem Titel oixiU ^L^sa-jj' citiert zu werden.
Türlcische Handschi-iften 228. Geschichte. 355
Afglianenfürsten MaJimüd und A^raf über Persien, welche eine Folge dieser
Kriege war. Das Buch ist bekanntlich ursprünglich von deni Jesuiten-
missionar Thad. Kr usinski lateinisch geschriebe)i, dann (von Krusinski
selbst oder von dem ungarischen Renegaten Ibrähim Efendi'i) in das Tür-
kische übersetzt und in dieser Sprache zu Konstantinopel 1142 (= 1729)
gedruckt, endlich aus dieser Sprache wieder von J. Chr. Clodius in das
Lateinische zurückübersetzt worden'); s. Zenker Nr. 920 und 930, To-
derini, Letteratura Turchesca 111, 34 = Uebersetzung von Hausleutner
II, 187, Flügel zur Wiener Handschrift Nr. 9 73 (II, 19 4), welche das-
selbe Werk enthält. Eine Fortsetzung dazu ist in der Handschrift Nr.
262 der Wiener Oriental. Akademie (Krafft S. 98) enthalten.
Ebenso wie die Wiener Handschrift ist auch die voi'liegende nichts
als eine Abschrift des Druckes; es ergiebt sich dies auf das deutlichste
daraus, dafs der Abschreiber in dem Register ursprünglich auch die Zahlen,
welche sich auf den Druck beziehen, mit abgeschrieben hatte und die-
selben erst später der Abschrift entsjirechend änderte; bei der &4JÜs. aber
hat er dies zu thun vergessen : derselben ist noch die Zahl 1v beigesclirieben,
welche sich auf den Druck, nicht auf die Handschrift bezieht.
Anfang: i^Le^Ä,*ajo (sie) tX^v«^ cjLäjI^ F'^'^ ^i^ ^'-^') tX-ol-^
167 ^) beschriebene Blätter; 22 X 16 cm. Gutes, sehr deutliches Nasxi
mit 17 Zeilen auf der Seite. Abschrift vollendet am 23. Miüiarram 1143
(= 8. August 1730); der Schreiber bezeichnet seinen Namen ndt den
Zahlen si^aI d. i. Jl»^1, wenn man für die Zahlen die gleichwerthigen
Zahlbuchstaben substituiert und annimmt, dafs mit f (zum Unterschied
von dem darauf folgenden s = 4) 4 0 gemeint sei.
Briefe über den türkisch-iieraiachen Krieg von 1101/2 = 1592/3 stehen in Nr. 503.
') nach Flügel im Wiener Kataloge II S. 196 Anm. ist diese Uebersetzung des
Clodius im Jahre 1840 von Mitford wieder in das Englische übertragen worden. Von
der türkischen Uebersetzung ist auch im Jahre 1277 resp. 1283 eine neue Auflage in Kon-
stantinopel erschienen; s. Journ. Asiat. 1868, 1, 484.
*) die vorhandene Originalfoliierung geht nur bis II», weil sie erst auf Fol. 8, mit
dem Anfange des eigentlichen Werkes, beginnt.
366 Türkische Handschi-iften 229. Geschichte.
7) Das Abendland.
239. [Diez A. 4«. 96.]
Ein Promenioria über die Verhältnisse des deutsclien Eeiches, für den
Grofsvezier ') ursprlinglicli in französischer Sprache verfafst und dann in
das Türkische übersetzt. Der Uebersetzer wird innerhalb der Schrift selbst
nicht genannt; eine Bemerkung^) eines früheren Besitzers der Handschrift
aber auf Fol. 1" nennt als solchen den Renegaten Ibrühim Efendi, welcher
die Druckerei in die Türkei einführte und ebendeshalb hier «jUs „der
Drucker" genannt wird. Als Verfasser nennt der Uebersetzer den Artillerie-
Chef |jLa=»j.a.4^ wu. ARmad Beg, und berichtet von demselben, dafs er ein
geborener Franzose, zuerst im Dienste seines Vaterlandes, dann aber in
dem des deutschen Kaisers Carl VI gewesen und also mit dem hier von
ihm behandelten Gegenstande vertraut sei; es ist sonach klar, dafs der
Verfasser kein anderer gewesen ist, als der bekannte Abenteurer und Re-
negat Graf Bonne val (f 1747). Aus dem Gesagten ergiebt sich, dafs die
dem Ende der Handschrift beigeschriebene Jahreszahl 1115 (beg. 17. Mai
170 3) nicht richtig sein kann; ebendiese Jahreszahl erklärt aber auch,
weshalb der Schreiber der Notiz auf dem Rande von Fol. 2*' unter dem
dort im Texte erwähnten Grofsvezier den liämi Pasa verstanden wissen
wollte. — Diez hat dem Kataloge seiner Handschriften eine ausführliche
Analyse des vorliegenden Schriftchens, sowie eine Biographie des Grafen
Bonneval^) einverleibt (S. 217 — 231).
Anfang: JLc slj\t> |jLAÄ.w<.^~i. jm, !^IU». ^)ljuo ooLxt J-jLjj \J-*^) ooIJl» v^ia^
60 beschriebene Blätter; 20,5 X 14 cm. Gutes Nasxt mit 15 Zeilen
auf der Seite. Auf Fol. P sind zwei Siegel abgedrückt, in deren einem
die Inschrift äJUL ^I SyJi il äJUI Li Lo mit kutischen Buchstaben, in der
anderen Iv* ^J ^ää ^'«X^ ^2Äla.o^ _Li| wLiLäJI k:Dl5Ü-»JC;o ^jjo (1175, beg. 2. Aug.
*) nach einer Bemerkung am Bande Ton Fol. 2'' Rämi PaSa (.24. Januar— 22. August
1703), was unmöglich und deshalb auch in Ymin ivVjJo PaSa (19. Dec. 1737 — 23. März
1739) geändert ist.
') seine Grabschrift b. in Nr. 32 S. 15,
Türkische Handschriften 230. 231. Qeschichte. 257
1761) mit Talhq geschrieben zu lesen ist. Auf einem aufsen aufgeklebten
Zettel steht (sie): ^äaIaj" vsJLu (Xi>^I ^jL=»jjjo^ ww ^M^~y-yi vsJväjJuLsI *Aff1vjl
1.11 .0 ^.ivf^ K^4J •
230. [Ms. Orient. Fol. 451.]
Auf Fol. 1* dieser Handschrift steht zunächst der türkische Titel:
j«\ju*,x_,_=»J) (ifJiuib i>olySk ^\i> S/-ft-»«5 (äS-Ok ^j^jl, und daneben die fran-
zösische Bemerkung: „ti-aduction des piöces concernant les guerres qui
out eu Heu l'an 1806 et 1807 entre la France et ses allids et la Prusse
et ses allies. le Caire F^vi-ier 1853. NB. d'aprfes le jugement d'un con-
naisseur du turc Mr. H. Michel c'est une trfes-bonne traduction. H. Brugsch."
Die Handschrift enthält in der That nichts anderes, als eine Abschrift der
(nach Bibliothfeque de Silv. de Sacy HI p. 190 nr. 4793 von Kieffer
verfafsten) türkischen Uebersetzung der auf den französisch-preufsisch-rus-
sischen Krieg von 1806 und 1807 bezüglichen Bulletins und Friedens-
schlüsse, welche auf Befehl Napoleons I in der Staatsdruckerei zu Paris
erschienen ist. Diese Ausgabe, welche von Zenker, wo sie im ersten
Bande nach Nr. 948 stehen mUfste, nicht angeführt wird, befindet sich in
der Herzogl. Bibliothek zu Gotha; sie umfafst zwei Bände in 4* von 328
und 259 Seiten. In der vorliegenden Abschrift beginnt der zweite Band
mit Fol. 140.
Anfang: ^| v^j JLu «Jüo so JsijUl jjii^xj^l ,jLo Ju«J»^ ^^JLXjJoo ,jlx*«
245 beschriebene Blätter; 28,8X19»* cm. Derbes, verhältnismäfsig
deutliches Diwänl mit 15 Zeilen auf der Seite.
8) Städtegeschichte.
231. [Diez A. 4«. 29.]
tuiüaiioMS ^slyj, eine, wenigstens in ihrem älteren Theile, soweit die
Zeit vor der Erobeining durch die Türken in Betracht kommt, ganz fabel-
hafte Geschichte von Konstantinopel. Dieselbe beginnt mit Gründung der
Stadt durch Yanqö ihn Madyan, welche 2288 Jahre vor der Eroberung
Tbkiich* Handtchiifteii. 33
258 Türkische Handschriften 232. Geschichte.
stattgefunden haben soll, und geht bis zum Jahre 886 (beg. 2. Mäi-z 1481),
d. h. bis zum Tode MuMamma(Fs II. Der ungenannte Verfasser schrieb
im Jahre 891 (s. Fol. 10'', Anfang). Ein anderes Exemplar desselben
Schriftchens scheint sich in Dresden Nr. 113 zu finden ; vgl. auch Wien
Nr. 843,2 (II, 7 7).
Anfang: y^ ^j^.i>^ yj-^ ^äj 5^)' ^^ ^ yi>.'^ KAikila*«.* ^^Iy> u^LäT I jcs
^jt\J\.l oLaäj xjjuü^iih V
21 beschriebene Blätter; 21,6 X 16 cm. Gutes, vocalisiertes, türkisches
Nas/i mit 21 Zeilen auf der Seite. Am Ende ist die Handschrift datiert
vom letzten Safar 1021 (= 13. Mai 1611); dieses Datum kann sich aber
nur auf die Handschrift beziehen, welche dem Schreiber der vorliegenden
Copie zur Vorlage diente, da die letztere erst für Diez in Konstantin opel
gefertigt wurde (s. dessen Katalog),
232. [Diez A. 4«. 5 2.]
icjLKä ^^MäJLiy &/Jy^ iu\j iuikdxwj' v>jJ^', eine zum grofsen Theile
fabelhafte Geschichte Konstantinopels und der Aja Sofia, welche mit der
Erbauung der Festung von Konstantinopel XAjdaxkwJ' x*JL» beginnt und mit
dem Berichte von der Erbauung der SuImmänii/ah-Moschee in den Jahren
957 — 964 (= 1550-5 7) schliefst. Der Verfasser, iAll ol iArahl Ilyäs,
nennt sich (Fol. 2'' Z. l) einen Lib J^ .... yJ)^' i:i>vAä=» ouotX~> .i> jvJLjw,
und giebt an (Fol. 2*, letzte Zeile), dafs er sein vorliegendes Buch im
Jahre 972') (beg. 9. Aug. 1564) verfafst habe. — Andere Handschriften
dieses Werkes finden sich in Paris Nr. 14 7,i und in Wien Ni*. 1661,6
(III, 97); vgl. auch Hammer, Osman. Geschichte I, xxxix, 40. Ein ähn-
liches Schriftchen ist in Konstantin opel gedruckt erschienen; s. JAs. 1859,
I, 532 nr. 22, und vgl. auch 24.
Anfang: ^^ (sie) *Akel J^l '^_«.Iaj^ tJ'^sjj «\_«_äj '^Lwilf *JtXj ^^^-^^
Am Ende steht nocli unter der Ueberschrift _^i «y-ÖÄ. Luä*» -,.~mj \6^
^s. yK^xM^ und mit dem Anfange !"♦♦ cKt> Ljä*ä I« cKö L^^'^ If"" ^)^ ^J^^y^
eine genaue Angabe über die Mafse, welche angeblich die Arche Noah
hatte.
•) in der Wiener Handschrift steht dafür 970.
Tiu-kische Handschriften 233. Geschichte. 259
74 beschriebene Blätter; 21,5X16 cm. Deutliches, türkisches ^o^/«;
besonders arabische Wörter sind oft sehr incorrect geschrieben; auf der
Seite stehen 1 1 Zeilen. Die Abschrift wurde von Maslüd ihn Ibrählm
ihn Tmri'i 'lläh ihn lAhdi am 14. Safar 104 6 c= 1. Juli 1605 vollendet.
Am Anfang noch eine defecte, auf die dritte Sarah (^^w-,^ ij'r»* J') ^^'
zügliche Bemei'kung. — Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: «s»:?)'?-'
fir wL>^.w v;>.jlx2> ^JaJt.^m S.fjy^ LjI» JyjJuiM] .
üeber Städtegeschichte handeln noch: Nr. 1,2 (Gräber heiliger Männer in Konstanti-
nopel) — 4 (Adrianopel) - b , 7 und s (Konstantinopel) — 8**,i (Heilige Männer, welche
in oder bei Iconium begraben liegen) — 9,8 [Bäb al abwäb d. i. Darland} — 28*,3 (eine
2üLiJs. für die Moschee des Hamzah Beg in Saloniki) — 39 fol. 110'' (Moscheen und
Quartiere von Konstantinopel).
9) Prophetengeschichte.
233. [Ms. Orient. 4«. 5 88.]
Ein starker Band, welcher die Geschichte der von den Muhammedanern
als solche anerkannten Propheten enthält. Den Anfang macht die Erzäh-
lung von Muliaimnad und Abu (xahl, welchem letzteren natürlich gewissen-
haft die Prädicate ^^^Lo oder ^*jt.i gegeben werden. Dann folgen die
Propheten vor Mullamniad: Hüd, Adam, Näli, Ibrählm, Ismäill, IsJiäq,
Esau ^— «aj^ und Yaiqüh u. s. w. Den ßeschlufs macht Sulaimän, und das
letzte Capitel enthält ;j/*aäJLj *ä ,jU^JLw j-;-=».
Der Anfang der Handschrift ist überschrieben «Jv^ia (' -/^i^y^ \J^ I jjo .
Als Quelle für die vorliegende Darstellung wird also hier die türkische
Bearbeitung der persischen Abkürzung des Geschichtswerkes von al-Taharl
angegeben, und diese Angabe mag auch richtig sein, obgleich die Erzählung
der des Tabarl nur selten wörtlich folgt; bisweilen ist aber auch dies der
Fall: man vergleiche z. B. den Anfang des Capitels, welches über den Tod
des Ibrälmn handelt. Derselbe lautet in der Gothaer Handschrift des tür-
kischen Tabarl (Nr. 145) Fol. 48* folgendermafsen : tM^b» jvAScLjf cyUj j
U, So
*) sie! Es soll natürlich v^J^ljJ' heifsen.
33*
260 Türkische Handscbrifteu 234. Geschichte.
&)Cj^ fj^jüy jüLä*« äJUI ))0^^ uH'^.J t^^-t^'r?' ')y^ yi (»iLIJI iuXe ^♦ä.JI
^4X (3=.^ J^^l (J^j tf'^^;:?^ (J^'Jj'^ CD^I |vJ»5 (J^^ii (sie) LaJjO iUAÄl^l
■IS |»jjo4xjy vijT vIj^ l ^o> ÄÄ*«j xj^j (^jojI (^4UA=f ^^oy^'^ ^^^^ ^^^- ^^^''' >^
ii5»:ä^JLÄj ääJ^I (»Uj' i^r** i^^^r:?^ iJ^J*^ «wj^l ^) cH^J'^ '^'^ r^***:> (V^'r?'
(^cX..iooit4^^i> ^1 ^aJL(üo u^Umm^' ^i^x^l ^jt>jj.*Äjo *Afflol ^5tX*i^(i jjl ^aJULo (äS\L.xi
Anfang: jü^jiLo J^a» ^1 ^j^ >-j si^Jj^ 1*^3 ''^V^ ti^ ^' »^-^ ri"**^-
326 beschriebene Blätter; 20,5X14,5 cm; zwei verschiedene, rohe,
doch deutliche Hände, deren zweite mit Fol. 2ü5 beginnt; beide schreiben
türkisches, 15 zeiliges NastaÜTq mit einzelnen Vocalen. — Auf die innere
Seite des Vorderdeckels ist ein Blatt Papier mit einer im ganzen richtigen
Angabe des Inhaltes der Handschrift aufgeklebt.
Eine Schrift von JUml über Schöpfung und Prophetengeschichte steht in Nr. 43,s ;
über den Propheten SälUi wird in osttürkischer Sprache gehandelt in Nr. 91,«.
10) Biographie.
a) Sauuuelwerkc.
234. [Petermann II, 26.]
.>tt\3ul!l iüiJcXÄ (Fol. 4*' Z. 2 V, u.), eine von dem berühmten Dichter
Fudüll (t 970 = 1562; Hammer, Osman. Dichtkunst II, 293, Gibb,
Ottoman Poems p. 196), welcher sich Fol. 4* Z. 4 v. u. selbst nennt,
unter Mitbenutzung anderer Schriften verfafste türkische Bearbeitung des
persischen, «T<Xg^l ä-ö^x betitelten Werkes von Uusain al wälig al Kä-
Ufl, welcher hier (Fol. 4*' Z. 6 v. u.) unter dem Namen Kamäl al-dln
Türkische Handschril'ten 234. Geschiclite. 281
Husain-i icäliz erscheint. S. H. X. III, 41, 4456 und 500, 6648. Ueber
das persische Original vgl. man Nr. 569 fF. des persischen Kataloges; die
zehn Capitel i^Lj, in welche der Inhalt getheilt ist, tragen in der vor-
liegenden türkischen Bearbeitung die folgenden Ueberschriften : (Fol. 5*) I
liifyÄs». (Fol. 29 ) f J«X>I y;v>J vJ^r^T^' ^^)y^ ^^T 'J'"**'^^ (•LtlÄ ''LA.^jl (J«3JLJ
tXZw vajj*^-* (Fol. 40") t" — \d- — jl ,jljo ^5wJLä=» ^^dS^ ^J^Ui^3 <ä}J»^»
^^Lo ^j-iU^ t^l^v Ä^U v:ywCL=. (Fol. 49'') i' — ^4^Jl ^jLo ^jöU^ täJüjyLwjJI
«y^.cÄ (Fol. 78'') 1 ^(Jul y;Lo ^j-JÜ, (^Löi^Ä cj^Ä (Fol. 63'') « — ^Jul
lJl>^aJ<^JO iS^xjuMj^ Ajd\ 'iijyjöA (Fol. 87*') V — »jul ^jLo ,j.Jlj^l läCLuo». -Lol
i^'U. (i^JjuLe |vA,*«uc i^wvis» (Fol. 100 ) A — \d^\ ,^Lo ^^JlitXÄjl 21:^>J° usjCe
yj^^i^S t^yj liS^S i^tixXjO *^Juyu.Ä (•Ul 0>-<äÄ. (Fol. 113'') 1 — »Jot ^^Lo
— .J*^' iJ^ |vH'^"-S-^ ^ii''^*^ ü5kÄAA«.Ä (»Lei ow«Ä=» (Fol. 129") U — ))>^ lO^
— C;tXj| ^jLaj ^yii^Jüi' iwU yjO':L>yf SjJii J^l «yl^JeS? (Fol. 161'') ä^jL^
Das Werk ist bereits zweimal im Orient gedruckt worden: Büläq 125 3
(Journ. Asiat. 1843, II, 49 nr. 144) und Konstantinopel 1273 (Wiener
Sitzungs-ßerichte XXVJ, 34 2, 317); Handschriften finden sich: in München
Nr. 101, Wolfenbüttel Nr. 80, Wien Nr. 1216 (vgl. auch Nr. 990),
Leiden Nr. 2643 (V, 232), Upsala Nr. 305, Paris Nr. 47, 92, 108 bis
110, und im Britischen Museum (Rieh Nr. 54). Auch die andere, von
ä. X. erwähnte türkische Bearbeitung der ^IJljäJI ä.«ö^s, welche den Titel
jwb^yoLx«/ trägt, ist in Paris (Nr. 48) handschriftlich vorhanden.
Anfang :
Jy» (sie) f^ÄÄj) ^jjLJ yjje »iXÄc J-La-fj ((^(5^1) li y^.y (5;tX<ö J ^r-i' y;
179 beschriebene Blätter; 20,5 X 13 cm. Verhältnismäßig gutes Dl-
*) Dies soU, dem am Ende der Einleitung mitgetheilten InhaltsTerzeichnisse zufolge,
der Inhalt der XätimaJi sein, und dieser Abschnitt beginnt, wie angegeben, auf fol. 161'',
aber ohne hier als Xätimah bezeichnet zu sein. Ein als Xätimah bezeichneter Abschnitt
mit der üeberschrift sjof ^^Lo ^^'oL^ jJbl cji^Lu» >ä>>*Awj> «Lot ta>^<ä~»- (also =
Cap. X) beginnt bereits auf fol. 148*. In der folgenden Handschrift ist dieser, hier als
Xätimah bezeichnete Abschnitt als elftes Capitel bezeichnet und trägt die richtige üeber-
schrift yii^\ ^^Laj y^'oL§.i. liijüsiLiiLc^l ^j.A*vo» (»Lol c^w.äÄ., und der Abschnitt über
die J,\ oKjJf trägt ebendort die Bezeichnung als 214J'Iä-.
*) eincorrigiert.
262 Türkische Handschriften 2S5. Geschichte.
wäni mit 21 Zeilen auf der Seite; Absclirift datiert vom Jahre 1081 (beg.
21. Mai 1670). Auf Fol. 145*' steht die Schrift verkehrt.
285. [Petermann II, 119.]
Dasselbe Werk, aber in elf Capitel und eine Xätimah eingetheilt (s.
unten Anmerkung l), welche auf Fol. 8\ 62^'), 87"'), 109', 13o\ 161%
178*, 208% 237", 271'', 309* und Xäi. Fol. 337* beginnen. Merkwürdig
ist, dafs die vorliegende Handschi-ift , obgleich denselben Text wie die
vorige enthaltend, doch anstatt der osmanisch- türkischen durchweg ost-
türkische Sprachformen zeigt ^). Es wäre nicht unmöglich, dafs Fudüll
selbst, welcher auch hier (Fol. 7* Z. 2 und nochmals in der Nachschrift
des Schreibers) als Verfasser genannt wird, da er nach Gibb aus dem
Sprachgebiete der osttürkischen Dialekte gebürtig gewesen zu sein scheint,
sein vorliegendes Werk ursprünglich osttürkisch geschrieben hätte; doch
ist dies nicht wahrscheinlich, da er dasselbe in einer, auch in der vor-
liegenden Handschrift vorhandenen Widmung dem osmanischen Sultan Su-
laimün I zueignete. Wahl-scheinlicher ist es deshalb , dafs die vorliegende
Handschrift nur von dem Schreiber, welcher, wie sich aus der Endschrift
ergiebt, aus Andikän^) gebüitig war und in Maryinän^) arbeitete, in den
ihm geläufigeren osttürkischen Dialekt umgeschrieben worden ist.
Anfang :
JuiS fjÄ.f Käj (äSJoüoL.Ä «Kikl J-ö lJ>A^ stXxAJuÄÄ 5> i«jn L>
387 beschriebene Blätter; 22,5X1^3 cm. Gewöhnliches, flüchtiges,
derbes Nastalllq mit 13 Zeilen auf der Seite; fast alles ist roth über-
strichen, auch wo ein Grund, bestimmte Wörter oder Phrasen hervorzu-
heben, nicht ersichtlich ist; Fol. 29'' ist vom Schreiber leer gelassen. Ab-
schrift von ^jKjj.jt &a.|ys. cji>Ljuv ij.—}\ &»-I;-=' ;jLixj| zu Maryinän (hier
jjLääj^I geschrieben) an einem Mittwoch im Rabiil 1223 (= 27. April —
28. Mai 1808) vollendet. Von der langen Endschrift des Schreibers fehlt
*) als J -^ < bezeichnet.
*) weshalb ein früherer Besitzer der Handschrift auch auf Fol. 1^ angemerkt hat:
»jJJi ^5^*J' ,eSlla»> ^jL«Jo iJjuJI «iLj<X=>- •
') 80 nach dem Kolophon; die arabischen Geographen schreiben die Formen AnduTcän
und Maryinän vor.
Türkische Handschriften 236. 237. Geschichte. 26S
der SchhiTs, statt dessen ein von fremder Hand in arabischer Sprache be-
schriebenes Blatt vorhanden ist.
236. [Diez A. 4». 72.]
v_^UJI «JLuN, Biographien dreier im Gerüche der Heiligkeit stehender
Scheiche, von welchen die beiden ersten in Brusa, der dritte in Balikseri
{Gahän-numä S. 661, Norberg U, 482) begraben liegt. Die drei Scheiche,
von welchen jeder in einem besonderen Capitel i_5Lj behandelt wird, sind:
l) iAIä al-dtn Efendi, 2) Ahü IsJiäq Efendi und 3) Multammad Efendi,
ein Sohn des iAlä al-din und der Scheich des ungenannten Verfassers.
Da von lAlä al-dln gesagt wird, dafs er ein Zeitgenosse Sidaimüns, I (reg.
926 — 974 = 1520—1566) gewesen sei (Fol. 4' Z. 2 v. u. ff.), so mufs
der Verfasser, als Schüler seines Sohnes, inn das Jahr 1000 d. Fl. gelebt
haben.
Anfang: (^SU jji>JLU=» i^'-*-';' sv«) &5' jü Jj,.*ii. J^« -*; JIj«j »-UI J.' «.v^-s»
20 beschriebene Blätter; 20 X 14,5 cm. Rohes, aber deutliches KasyJ,
wie auf Fol. 1* bemerkt wird von der Hand (jty^) des MuHammad ihn
al-sai'x Ra^ah Efendi. Darunter steht als Titel: jlwo i>^Lj «JÜI »LuU ^Ux,
während der oben gegebene Titel der Vorrede entnommen ist. Die ersten
Seiten sind mit rothen und schwarzen Linien umzogen.
237. [Petermann 690.]
In dieser sonst ganz arabischen Handschrift steht auf Fol. 66' — 6 7*"
ein Verzeichnifs für heilig geachteter Männer, nebst Angabe der Orte, an
welchen sie begraben liegen und an welche man also ihnen zu Ehren wall-
fahrten soll. Die üeberschrift lautet •^\^^\ ^Lu«.
Anfang: JL<^ ioJLc «JUI Jwo v-äjwi »I^ovLx s.wuc iÄJtV^ s-L" ^y^) ^y^'^
ÄÄÄ ^JÜI ^e^N oijw»i sl^vsi^Lsx sJUj-s J^« r^ ^' S^-ää
Flüchtiges Nastaihq, vielfach kreuz und quer geschrieben; 20,5 X 15 cm.
Ueber heilige Männer, welche in Konstantinopel begraben liegen, wird in Nr. l,s ge-
handelt; über solche, die in oder bei Iconium begraben liegen, in Nr. 8**,i.
264 Türkische Haudsclu-iften 238. Geschichte.
238. [Diez A. 8°. 104.]
Der im Jahre 1136 (heg. 1. Oct. 1723) verstorbene ÄHmad cd-tä'ib
iüGmän-zädali verfafste sechs Jahre vor seinem Tode das Werk jüüiX^
«^Kv^l, welches die Biographien aller Grofsveziere vom Ursprünge des os-
manischen Reiches bis Rämi Muliammad PaSa (1115) enthält {H. X. III,
42, 4462 und VI, 569, 14 681, Wien Flügel Nr. 1096,3, 1244, i und
1245, K rafft Nr. 317); zu diesem Werke verfafste zunächst iUmar Di-
läwar - Äya-zädah eine Fortsetzung, welche bis Däinäd Ibrählm PaSa [liid)
geht {Ö. X. III, 42, 4462 und VI, 576, 14710, Wien Flügel Nr. 1096,4
und Kr äfft Nr. 318); eine fernere, bis Salid Muliammad PaSa (1169)
reichende Fortsetzung lieferte Sahri-zädah Muliammad Salid (Wien, Flügel
Nr. 1244,3 und 1246); eine weitere (aber mit Ueberspringung des zunächst
auf Saud Muüamviad PaSa im Grofsvezierat folgenden Mustafa PaSa,
1 Ra^ab 1169 bis 10 Babr. I 1170) Öäwld Ahmad Beg (unter dem Titel
ip« ijj^, Wien Flügel Nr. 1247, i), bis Diyä Yüsuf PaM (1213); end-
lich eine letzte, welche den Titel (^StJ^I o^^ trägt und bis MuTiammad
RuMi Pasa reicht, wurde von Rifiat Efendi verfafst und im Jahre 1283
zu Konstantinopel gedruckt (Journ. Asiat. 1868, I, 486). Eine Ausgabe
des Grundwerkes mit sämmtlichen Fortsetzungen, wobei jedoch für die
zuletzt aufgeführte eine andere , von lAbd al fattäli Sawhat Baydädi ver-
fafste und nur bis zum Tode Salim's III (1222 = 1807) reichende sub-
stituiert ist , ist bereits im Jahre 1271 in Konstantinopel erschienen,
s. O. V. Schlechta-Wssehrd in Sitz.-Ber. der Wiener Akademie, Phil.-
hist. Classe XX, 4 62 Nr. 313.
Die vorliegende Handschrift nun enthält unter dem Titel (' La-jv JkJ*
*) Vorletzter Vers des einleitenden Oedicbtes:
^jJ.i ^^^.^mI |*<X;^ tos i}^^ |vu) iijiwO «^«Jt i»(XJLw:ilj
Wenn Flügel zu den Wiener Handschriften Nr. 1244,3 und 1246 als Titel der Fortsetzung
des Sahrl-zädah (^yXje ^^iiJ>.S' &ng\ebi, so beruht dies auf Mifaverständnifs Terschiedener Stellen
in der Vorrede, in welchen der Verfasser von einem anderen, Sultansbiograpbieen enthalten-
den Werke, welches gleichfalls lUOmän-zädah verfafst und dann er, Sahrl-zädah, fortgesetzt
hatte, spricht; diese beiden Werke trugen die Titel tiJ'jJUJI sÄitXs^ (das Grundwerk) und
iS%Xji ^j..wJLy' (die Fortsetzung). Wie sollte auch eine Sammlung von V e z i e r 8 biographien
zu dem Titel (^jJLe ^j.mJL5^ »Rosenbeet der Könige" kommen?
Türkische Handschriften 238. Geschichte. 265
die Biographien der Grofsveziere von Nisän^i AJimad PaSa (1115) bis
SalTd Muliammad PaSa (1169), d. li. also diejenigen beiden Fortsetzuno-en,
welche in anderen Handschriften dem lümar Düäwar-Äya-zädah (1115 —
43) und dem Sahri-zädah MuRammad Saud (1143 — 69) zugeschrieben
werden. In unserer Handschrift dagegen nennt sich als Verfasser des
ganzen Buches, wie es hier vorliegt, Sahri-zädah Muliammad Salid^\ in-
dem er angiebt , dafs er seine Arbeit im Jahre 1161 begonnen (oder viel-
mehr wieder aufgenommen) habe ^) , und zwar unter Benutzung eines
Brouillons des iUmar Efendi, früheren Baftardär'^ von Belgrad, womit
doch wohl kein anderer, als iümar Düäwar-Äya-zädah gemeint ist ^).
Dies Verhältnifs dürfte der Grund sein, weshalb beide Fortsetzunofen
(1115 — 43 und 1143 — 69) zusammen hier dem Sahri-zädah Muhammad
Saud, in dem von O. v. Schlechta-Wssehrd a. a. O. beschriebenen
Drucke dem lUmar Diläioar-Äya-zädah zugeschrieben werden.
Der Anfang, dessen erstes Bait dem Anfange des Jw.*^'t ^jyi^ von
Nizärra entnommen ist, lautet:
^JU\ yyy^ äJÜJI läJÜLo ^'-^p' ^-Z *^' <^'-^'
39 beschriebene Blätter mit Originalfoliierung, welche jedoch das erste
Blatt nicht mitzählt und deshalb nur bis I"a geht; aufserdem zwei vor-
geheftete Blätter, welche ein Inhaltsverzeichnifs mit Blattweiser enthalten;
Gröfse: 19,5 X 12,6 cm. Kräftiges und deutliches Nasta>hq mit 29 Zeilen
auf der Seite ; Abschrift von der Hand des Ahmad Tähir im Jahre 1180
*) demselben wird auf fol. r. des ersten Blattes der Titel _jLIaJL*« ij'jJ«^ ij'^^'r^
gegeben. Dafs die Pluralform ,jL>»2»(}_=» auch als Titel eines einzelnen Beamten verwandt
wird oder wurde, bezeugt Diez, Denkwürdigkeiten I, 120. Aehnlich ist es mit |^IaäI .
') ein Geschichtswerk, welches bis zum Jahre 1169 geht, kann natürlich nicht, wie
Flügel angiebt, bereits im Jahre 1161 „verfafst" sein.
') Die betreffenden Worte der Vorredy lauten (Fol. 2* Z. 10 v. u. der Handschrift):
TArkiBche Handschriften. 34
266 Türkische Handschriften 239. Geschichte.
{heg. 9. Juni 1766) gefertigt. — Auf Fol. 1' sind zwei Siegel abgedrückt;
in dem einen steht blofs <>.4.=.l, in dem anderen jjoUs 4X4.Ä.I >aääJI v_aäS' (>j«
X.XS. ^^Äc; aus dem letzteren erfahren wir also, dafs der Schreiber auch der
Eigenthümer der Handschrift war.
Hierher gehören ferner: Nr. 5*,a6 (Lebensdauer der Propheten von Adam bis Muham-
mad) — 36 (Inschriften auf den Siegeln des MuHammad und der vier ersten Chalifen) —
67 (aus iLkJ^ill v^Loc) — 38,4 (JL&.J «aJIc*-. berühmte Süfi).
\)) Der Prophet Miülatninad.
239. [Petermann II, 125.]
i5(X»»f v:yp:i JoU^i^ '^cJ.^.Ä' «ylxj J^^^^ (Fol. S*" Z. 15), eine ausführ-
liche Biographie des Propheten, nach dem persischen, -.^ltX>« ^j'] s^Jf ^)^
[sIZftJi betitelten (Fol. 3^ Z. 10 v. u.) Werke des Murin Misklv ^) (das.
Z. 18) türkisch bearbeitet von Muliammad ihn MuRamviad, bekannt unter
dem Namen AUi-jjarmaq („Sechsfinger"), welcher nach Hammer, Osman.
Geschichte IV, 605 Anm. k im Jahre 1033 (beg. 25. Oct. 1623) starb.
Man s. über das Werk und seine Eintheilung in eine Muqaddimah (Fol. 3''),
vier Rah) (Fol. 48'', 112*', ise*", 256'') und eine Xätwiah (Fol. 417") be-
sonders Fleischer zur Dresdener Handschrift Nr. 385, Flügel zur
Wiener Nr. 1231 (II, 391) und Hammer im Journ. Asiat. 1843, I, 263.
All letzterer Stelle wird ein Druck von Konstantinopel 125 7 (l84l) be-
schrieben; Handschriften finden sich, aufser den erwähnten, noch in Wien
Nr. 1232, München Nr. 103 und 104, üpsala Nr. 310 und in der Bi-
bliothek des jRäytb PaSo Nr. 980.
Anfang:
'Lä£)| i^JuOj ..LäJI laSsJ 'IkiJI v_ä^l^ Lj 'Uajiil v_aäIj L »äSJ (X^\
442 beschriebene Blätter; 24 X 14 cm. Hübsches, ziemlich kleines
Nas/j mit 33 Zeilen auf der Seite; arabische Stellen stets roth geschrieben.
Abschrift von der Hand des lümar ihn Hü//<^ AJimad vollendet an einem
Donnerstage, 10. Jü 'l M()(jah 1137 = 20. Aug. 17 25.
') vorhanden in Nr. 545 — 547 der hiesigen Sammlung.
Türkische Handschriiten 240. Geschichte. Xß?
240. [Ms. Orient. Fol. 433.]
Auf Fol. 7'' wird Eintheilung und Inhalt des vorliegenden, theils in
Versen, theils in Prosa abgefafsten Werkes mit folgenden Worten ange-
geben: J^jlxü ^j ^c^^\ loUII '(.iLvJlj »^JL*aJl ^^AJLt ^c**^' J^^-«" i ^5^' vM'
Jui\ 'IL.^'1 J*Ä.'I 3 cJUJI vM '^;^' *^S ^^^'' 'J^^'j cH^'^'/ '"i^^J^
«JUaJl JL4XI j^ /*^M'* ^^^ diesen vier Bäh ist in der vorliegenden Hand-
schrift nur das erste, über das Leben des Propheten handelnde, ent-
halten. Dieses Capitel ist wieder in zehn FasP) untergetheilt, und diese
zerfallen meist wieder in cjj oder «jt*J genannte Abschnitte. Was den
Titel anbelangt, so steht auf Fol. l", wie es scheint von derselben Hand,
welche den ganzen Codex schrieb: xL't Jy^^ icyj-«äÄ. oLo^l <t> ÄJtX»^ tjUci'
(JL«j auuL^ xL'l ^xs, und ebenso — nur mit Weglassuug der Segensfonnel —
auf dem oberen Schnitte. Den Verfasser finde icli nirgends genannt, wenn
nicht vielleicht in dem drittletzten Bm't
l^ljÜLAUjO La y^Xs JkAJS jj &<LjUjt \yj {^''*^ )*^?' I*-*^*-^ (C!?*-^ I»'^'-*:?' *^'
eine Anspielung auf den Vex'fassernamen iÄtä'l zu erblicken ist. — Der
fünfte Fad handelt über die Wunder «yly^^o des Propheten; im Anhange
hierzu (Fol. 6 7* ff.) wird auch weitläufig über die Wunder der älteren Pro-
pheten, des Adam, Noah, Ismael, Joseph u. s. w. gehandelt.
Anfang: k*« jcülj» y;Ool ^^C>^ *i3i«s>l ^^y l<Xi> ^Os?' '^^} ^s''^}=?■) *^^ («'
171 beschriebene Blätter; 29X^9)^ di. Gutes, grofses Nasx' ohne
Vocale, 19 Zeilen auf der Seite. Die Poesie theils zwei-, theils di-eispaltig
geschrieben. Fol. 49 und 5 0 durchlöchert, wie es scheint durch In-
sectenfrafs.
Auf die Biographie des Propheten beziehen sich noch : Nr. 4,3 (über sein Leben und
seine Wunder, in Versen) — s (Prosa, nach Ibn HiMm) — 5,7 (Prosa und Verse) — 17
und ao,a (Anekdoten und üeberlieferungen) — 5*,i (joya-low) — 9 (jus.j. 'JoLwx r-l— j
J^jU-«ii) — 10 (seine Kinder, Frauen u. s. w.) — S7 ( XaJLä. des Propheten, des Ahü Bahr
und des iÄl'i) — to (die wichtigsten Daten aus seinem Leben) — 6,2,h ( («.y SuJLä , in
Tabellenform) — 17 fol. 2» (seine Hinterlassenschaft) - fol. 2'' (seine Genealogie) — 20,8
•) Dieselben beginnen: I fol. 7^ 11 20% III 32% IV 38% V 46% IX 122% X 141%
Die Anfänge von Fasl VI, VII und VIII sind nicht bezeichnet, wahrscheinlich weit auf Fol.
64 — 73 und 113^117 die Rubricationen und Ueberschriften ausgelassen sind.
34«
268 Türkische Handschriften 241. Geschichte.
(seine Verheirathung mit Xadigah) — 28*,2 (Auszug aus seiner Biographie von Waisi) —
55,8, c ( Jj.«,x Äx<L=k in Versen, von Jilinl'*.) — 121,5 und 122,5 (Siegel des Propheten) —
170,5 (Genealogie seiner Familie) — 188, Ende (^_ftjj«w äaJIs» ) — ^"^^ (seine Genealogie
bis auf Adam).
c) Verschiedene Personen.
241. [Wetzstein II, 402.]
«äjOä. ^^i\ -Lci!| ^'U>o, ein Buch über das Leben und die Verdienste
des Ahü Hamfah, seiner Lehrer und Anhänger'), ursprünglich arabisch
geschrieben von MuTiammad tbn Muliammad al Kurduri^)^ und dann unter
der Regierung des Sultan Muräd II (824-855 = 1421-1451) von Mu-
Jiammad tbn lümar al Halabt in das Türkische übersetzt. Das Ori-
ginal, die vorliegende und noch eine andere türkische Uebersetzung werden
von H. X. VI, 145 erwähnt; ebenda wird der Inhalt der liuqaddimah
und der elf Capitel (v_;l j, wieder in Jw.a_s untergetheilt) mit der vor-
liegenden Handschrift übereinstimmend angegeben ^). Die elf Bäb beginnen
hier auf Fol. 63" (nicht bezeichnet), 173", 190", 20 2", 210", 213", 22 0",
222", 223", 223" und 225". Enie andere Handschrift der vorliegenden
Uebersetzung ist mir nicht bekannt; auch kann ich weder von dem arabi-
schen Original, noch von der anderen, von H. X. erwähnten türkischen
Uebersetzung (des Husain ibn al Jiäj^ Hasan aus Adrianopel) eine Hand-
schrift nachweisen.
Anfang: 'xjU*»*]!^ \jö\'^\ i_jj LAiill \^i\j3- Jj{ '^4*jl ^^ i>5^j 'LäJül ^^ tX^a.
241 beschriebene Blätter; 20X^3 cm; eine vorhandene Original-
foliierung ist ganz confvis. Gutes, bis Fol. 46 vocalisiertes NasXi mit 17
*) fol. 3°': iSj^Li^/i, i^j^ulÄ äJUI «■♦■j»s xäaää ^f *.Ja-£t [»Lx)! ^«aJCiS' yj
^t> stXxöLxi (jd*j (sie) t^UjJLjLLs^
') so wird in der vorliegenden Handschrift fol. S'' Z. 6 ausdrücklich vocalisiert. H. X.
nennt den Mann ,^\LaJLj o^j.*4.JI ^vOjXJI iXt^ ^ ö-*.^ (»Lo^l, und Flügel trans-
scribiert Kerderi; die Maräsid schreiben II, i'w die Aussprache Kurdar vor, aber offenbar
nur durch ein Versehen, da ihre Quelle, Yäqilt, Kardar hat (IV, f«v). Er starb nach
ä. X. (= ed. Biä. 11, frv) im Jahre 827 (beg. 5. Dec. 1423).
*) das letzte, elfte Capitel ist hier überschrieben : \^X*u jjj jJI. uL^P^I i_^i'lÄ^ ,3
jUft l^t\Ä.|j jjj (jy ^j./! XJI .
Türkische Handschi-iften 242. 243. Geschichte. 269
Zeilen auf der Seite. Abschrift von Yüsuf ihn Plr (?) Alimad Um Alwän
^(^1 ihn Isääq in der mittleren Dekade ia-wl^t 3 des Eabli I 995 (=
19 — 28 Februar 1587) vollendet. Am Anfang und am Ende noch ver-
schiedene Notizen und ganz kurze Auszüge theils in türkischer, theils in
arabischer Sprache.
242. [Diez A. 4°. 137.]
Diese Handschrift enthält in tatarischer Sprache und unter der Ueber-
schrift 1^ \}0 yi ÄxbyjiXia. Ijjo eine kurzgefafste Geschichte des Gingiz Xän,
seiner Vorfahren und Nachfolger. Der letzte Abschnitt (Fol. 19'') ist über-
schrieben ssjc> ^5^bl\^ (c****^ kJ'^ (sie) ÄÄvoT (jlxwO. Ganz ähnliche Hand-
schriften scheinen in Feters biu'g zu sein; s. Beresin -Zenker in ZDMG.
I, 345 nr. 6 und 34 6 nr. 9. Auch ist eine tatarische Geschichte des
Gingiz Xän im Jahre 1819 (1822) in Qazan gedruckt worden ; s. Dorn in
M^langes Asiatiques V, 541.
Anfang: J.l ;5Jol sL> (^ ». ^jKjiJ iSr^ *JLc sJULsvjf i^Jp-Si> ixl sJüLov J^l
i^tXj.l ij>-=>- tjyJl ^5'^' *äS>AJ^Lä. »a^AJw^-w
Das letzte Blatt enthält noch ein türkisches Recept gegen Kopfschmerzen
und ein arabisches Gebet.
23 beschriebene Blätter; 21 X ^5»' cm. Türkisches Nastadlq mit
Vocalen ; auf der Seite stehen 1 3 Zeilen ; von Fol. 1 7 an bläuliches Papier.
Auf Fol. 1' steht von fremder, wie mir scheint Diezens, Hand: i»>LäJ' \jjd
siXi} ^J'-o (^^.aJLöI (sie) «5iÄJ>iXia. ^JLä. ■Ai^\y>.
243. [Diez A. 4". 109.]
Eine Geschichte des öingiz Xän und seiner Nachfolger, von einem
Ungenannten in türkischer Sprache aus dem Werke nLäxi^I w^si d. h. dem
persischen Geschichtswerke des Wassäf (s. Nr. 434 des persischen Kata-
loges) ausgezogen und bis zum Tode des Timür (f an einem Mittwoch,
11. Saibän 807 = 11. Januar 1408) fortgesetzt. Sowohl der Auszug aus
dem Originalwerke, welcher bis zum Jahre 719 reicht und auf Fol. 61*
schliefst, als auch die Fortsetzung ist mager. Auf Fol. 1* steht als Titel
(sie): oL.^^ is^r*^'-^ ^"/■' **^7-' v^^^^5 "' ^^^ Unterschrift des Auszuges
auf Fol. 61" wird als Titel des persischen Originales »Jj=!j vLÄXiill xj^'
sLafil^l statt »Lfl.ÄÜl| SA=»y3^ '^Laxlifl Sj-sI angegeben. — Der Abschnitt, in
welchem Wassäf von der Emission des Papiergeldes durch Kai^utu lian-
270 Türkische Handschriften 244. 245. Geschichte.
delt, ist von Munjf Efendi in das Türkische übersetzt, diese Uebersetzung
in einem wissenschaftlichen türkischen Journal {^y*i xc^-t-s») gedruckt, und
schliefslich im Jonrn. Asiat. 1863, II, 251 ff. von Bianchi in das Fran-
zösische übertragen worden.
Anfang:
'oLöJt ^LJ Xjlki*« vjLc^l ,_^jJu ^jX y^'l J"^' tj^ 'r? J^L^t-^
64 beschriebene Blätter; 23 X 16)* cm. Sehr schönes NasyJ von tür-
kischem Zuge mit 15 Zeilen auf der Seite. Abschrift datiert vom Jahre
959 (beg. 29. Dec. 1551). — Auf Fol. 1" wird noch ein Talisman zm*
Erweckung von Liebe ^j-^} «.^JLsp mitgetheilt.
244. [Ms. Orient. 4". 632.]
^^^yyf ^y^ ffi-^.)^ , die Gcschichte des Timür, nach dem Arabischen
des Ibn iArabMh (Gotha 1840 — 4 2) türkisch bearbeitet von Nazmi-zädah,
welcher im Jahre 1130 (beg. 5. Dec. 1717) noch lebte; s. ä. X. IV, 191
Anfang. Die vorliegende Uebersetzvmg ist bekanntlich als eines der ersten
Producte der Konstantinopeler Presse im Jahre 1142 (1730) gedruckt
worden (s. Zenker I, 749, wo jedoch das Jahr des Erscheinens falsch an-
gegeben ist, und Toderini, Letteratura Tiurchesca III, 75 = Haus-
leutner U, 209). Der vorliegende Codex enthält einfach eine Abschrift
dieser gedruckten Ausgabe, ein schliefslich aller Beigaben, welche sich ledig-
lich auf den Druck beziehen : nur der Kolophon ist dahin abgeändert, dafs
in ihm der Schreiber, Mäfiz Sulaimän ibn AUmad, sagt, er habe die vor-
liegende Handschrift zu Kars -^»^„-öJ ^A s in der letzten Dekade des
Rahli II 120 7 (= 5.— 14. Dec. 1792), an einem Montage, zur Zeit des
Sonnenunterganges v_>/*^' ^^j vi vollendet.
Anfang: üSwüUä. oUyL.%3-« >^^^; w'USK' ccX*^ J^l <^\^\\ tXxL^
168 beschriebene Blätter; 21,5 X 15,5 cm. Gutes Nasyi von türkischem
Zuge mit 1 9 Zeilen auf der Seite ; die Seiten mit rothen Linien umzogen.
Auf dem unteren Rande von Fol. 2* steht eine armenische Bemerkung.
245. [Ms. Orient. 4". 368.]
Dieselbe, durch Dieterici's Ausgabe bekannte Biographie des MoJl-
müd Pasa, welche auch in den Handschriften Nr. 1,6 und 20,9 (wo man
sehe) enthalten ist. Varianten sind nicht selten mit Bleistift an den Rand
Türkische Handschriften 246. Geschichte. 271
geschrieben, und auf den beiden ersten Seiten ist die französische Ueber-
setzung einzelner Wörter zwischen den Zeilen beigefügt.
Anfang: LiL c>».t^ ^Luo
,^j-CjI JUS'L», 5tXj^lil i^Jj'wdi. XjJ^ iJJ' äi4Js>.> ^«Lc (jLsfc Olwc jjUaJL*.
20 beschriebene Blätter; 21 X 16 cm. Gutes, vocalloses Nas/l von
türkischem Zuffe mit 15 Zeilen auf der Seite.
246. [Diez A. 8^ 139.]
^SsLj\ s*a4.ä., eine von Mir lÄll §er (f 906, beg. 28. Juli 15 00;
s. über ihn die zu Nr. 3 84 beigebrachten Nach weise) im Jahre 899 oder
900 (s. Joum. Asiat. 1861, I, 237) in osttiirkischer Sprache verfafste, dem
Andenken an seinen Freund Gärni (f 898, beg. 23. Oct. 1492) geweihte
Schrift. Dieselbe ist in Prosa und Versen geschrieben und ordnet ihren
Stoff in eine Muqaddmah, drei Maqälak und eine Xätnnah (Fol. 2'', Joum.
Asiat. 1861, I, 303); auf diese Fünftheilung des Inhaltes bezieht sich denn
auch der Titel der Abhandlung. Dieselbe ist, nach einer etwas abgekürzten
Recension, von Belin im Joui-n. Asiat. 1S61, I, 300 ff. übersetzt. — Eine
andere Handschrift findet sich in St. Petersburg, Manuscrits u. s. w. Xr.
5 60; aufserdem ist die Schrift in den gesammelten Werken des Mir iAk
Ser (Naicä'i) zu suchen, von welchen sich Handschriften in Paris (Hammer,
Osman. Dichtkunst I, 9 Anm. 1 und Joum. Asiat, a. a. 0. S. 176 Anm. 1),
Wien Nr. 2003, ss (lU S. 527), St. Petersburg (Manuscrits u. s. w. Nr. 558
und ZDMG. II, 248) und im Privatbesitze Belin's (Journ. Asiat, a. a. 0.
S. 175) befinden.
Anfang: Li -jij yj .^ i^S'^'yy^ jJLci>l j^S' üij tX*». \»j sJuc^ki. Jl& JJ
Die Schrift des Mir iAIi ^er endigt auf Fol. 4 2^; auf den übrigen Blättern
stehen noch einige Gedichte von Güral, und zwar zuerst sein Trauergedicht
^uiy« auf den Tod seines Sohnes Safi al-dln (Anfang: J^ ^^S' cLi ,j-jJ' ^^1
^»0 OL.wjLi. ^cJLjj) und dann noch zwei Kasiden (Anfänge: sf ^}jt} ^^^-y-ijl
o*-^^^^ y?/-*^ '^ ^"^^ '^^^ '^;'5 '; 15^ <^^ )' cJjT* r^ j' *^')-
48 beschriebene Blätter; 20,sXlO,5 cm. Durchaus von derselben
272 Türkische Handschriften 247. Geschichte.
hübschen Nasfailiq-Kand mit 17 Zeilen auf der Seite geschrieben. Am
Ende der Abhandlung von Mir 'Ah 8er nennt sich als Schreiber Mustafa
ihn iAhd al mu'min ihn Sulaimän und giebt an, dafs er seine Arbeit am
6. öumädä 11 931 (= 31. März 1525) vollendet habe. — Mehrfach ist
in der Handschrift ein hübsches Siegel mit der Inschrift
abgedrückt. — Auf einem vorgehefteten Blatte allerhand Notizen ohne Be-
deutung.
Zur Biographie gehörea noch: Nr. I,i2 (Xälid ihn Zaid dbü Aiyub al Ansärt) —
4,4 und 6 (jSÄli) - B {Yünus) - 7 (Moses) — 5*,3 7 (^oJLa. des Propheten, des Ahü Bakr
und des lAli) — 8*,6 (Biographie des ismäHn^l^ä, aus 8«j^t ^^^ ^;yL^y) — 13,2 {Bä-
yaeid Bistänvi) — 25 fol. 13'' (Hinterlassenschaft des Rustam Pasa) — 26, i (MiiKammad
Äq Sams äl-dln) — 32 S. 7 (Reiseferman für v. Diez) — S. 15 (Grabschrift Bonneval'a) —
39 fol. 105^ (Hinterlassenschaft des Sinän Faso) — 44,ii = 133,i ((Jt^..=-t x^JsLi, Ge-
dicht) — 121,5 {iAU, Abbildung des Schwertes Jü H faqär) — 330 fol. 43*' (^^JjULjc
11) Genealogie.
247. [Diez A. 4^ 37.]
(' .Lä-^I JtsXw, ein genealogisches Werk, welches sich zur Hauptaufgabe
stellt, die directe Abstammung sowohl des Propheten, als auch der osma-
nischen Sultane von Adam nachzuweisen. Dasselbe besteht aus Namens-
schildern, welchen gelegentliche Erläuterungen in türkischer Sprache bei-
gegeben sind. Den rothen Linien, welche die genealogischen Schilder der
osmanischen Dynastie verbinden, ist bis zu Nüli aufwärts, von wo an dann
ein Irrthum nicht mehr möglich ist, als Wegweiser ein ,jLxjUaä (J*£ oder
auch ^jLöUic J,_«ö beigeschrieben. Sonst pflegt dieses Werk auf einen
langen Papiei'streif geschrieben zu sein; in dem vorliegenden Exemplare
erscheint es in der Form einer gewöhnlichen Handschrift, und der An-
schlufs der Genealogieen ist durch rothe Linien, welche von einer Seite
auf die andere übergreifen, gekennzeichnet.
*) so steht in der vorliegenden Handschrift fol. l*" Z. 4 t. u. In anderen Hand-
schriften dieses und ähnlicher Werke steht für ^LLSk^l gelegentlich auch «Iaä.^1 .
Türkische Handschriften 247. Geschichte. 278
In einer kurzen Einleitung nennt sich der Verfasser Yüsuf ihn lAhd
(tl-laüf und giebt seinem Werke den oben angeführten Titel. Er giebt
ferner an, dafs er sein Werk nach einer persischen Vorlage ') unter Sultan
Sulaiman I (reg. 926-974 = 152Ü-66) verfafst habe. Das Werk des
Yüsuf ihn lAhd al-latlf kann also ursprünglich nicht weiter, als bis zu
diesem Sultan (Fol. Zh^) gegangen sein; in dem vorliegenden Exemplare
ist aber eine Fortsetzung in gleicher Ausführung bis zu Älimad III (1115
— 1143 = 1703—1730), und dann noch eine flüchtigere bis lAbd cd Hamid
(seit 1187 = 177 3) hinzugefügt. Als Dynastien resp. Dynastiengründer,
deren Genealogie in dem Werke zu finden ist, werden in der Vorrede
aufgezählt: (^ ^Lj|>^ — ^LoLS' — ^L-öbCil — ^Löl-*/Lx, — :Lk*l ^j —
i^Lu^Ule — ^LajLjLw — (■' i^aXäXaa« — Ä_*JL_Ji> — (sie) ^Lyo^^»i». —
Das vorliegende Werk ist dasjenige, nach welchem Schickard seinen
„Tarich, h. e. Series reguni Persiae etc." (Zenker nr. 856) arbeitete, und
zwar befindet sich die von ihm benutzte Handsclu-ift gegenwärtig in
Wolfenbüttel und ist dort mit Nr. 31 bezeichnet; s. Lessing, Zur Ge-
schichte und Litteratur III (Werke, herausgeg. von Lachmann, erste Aus-
gabe IX, 65), Schnurrer, Nachrichten von ehemaligen Lehrern der he-
bräischen Litteratur in Tübingen (Ulm 1792. 8") S. 212, Br uns in Paulus'
Memorabilien IV, 21; vgl. auch Jenisch, De fatis linguarum orientalium,
vor der zweiten Ausgabe des Thesaurus von Meninski, S. CXXX, u.
Aufser in Wolfenbüttel findet sich dasselbe Werk noch in Wien
Nr. 869, St. Petersburg (Manuscrits et xylographes Nr. 522 und 523),
Paris Nr. 46, vielleicht auch in München Nr. 66 und in Oxford (Uri
Nr. 6); verschieden, wenn auch sehr ähnlich, scheinen dagegen H. X. 111,
575, 7006, Wien Nr. 867 und 868 zu sein. Das in Konstanthiopel
zwischen 1853 und September 1854 erschienene Werk, welches in ZDMG.
IX, 627,20 erwähnt und in den Wiener Sitz.-Ber. XVII, 173 beschrieben
wird, ist entweder dasselbe oder ein gleichfalls sehr ähnliches Werk.
Anfang (sie): sf »♦Jr^ (*^5 ^f^.<^ 1*^^ J^' 'OtX^ ^ ^^ i5^-^^ ^^ c5^5 '^-►^
*) dieselbe scheint in Wien Nr. 839 — 842 vorhanden zu sein.
•) sie! 1. ^Ljk>ljUi.AJ.
») Hs. ijJcXaXI»-« .
*) d. h. die Assasinen oder Ismailiten.
TOiUsehe Handschriften. 35
t'J4 Türkische Handschriften 248. Geschichte
46 beschriebene Blätter; 21,5 X 1» cm. Türkisches Nastailiq. Die
Abschrift der Vorrede ist datiert aus der ersten Dekade des MuHarram
1122 = 2.-11. März 1710. — Angebunden und als Diez A. 4". 38 be-
zeichnet ist die Ausgabe des _LLu ^;Li>, Konstantin opel 1142 (Zenker
Nr. 929; vgl. oben Nr. 228). — Auf einem auTsen aufgeldebten Zettel
steht: .JjI ,jIaj ^jJJw*j t^iXx^ytJ eXÄscLi^L J^jL^is ü jjjucol cjwiäs. k^LiS'
iTt ^O ^US' ^gXJI JU-ftj vjj^b- ^Jyi^y ■
Eine Genealogie des Propheten bis auf Adam steht auch in Nr. 447; Angaben über
die Ascendenten und Descendenten des Propheten in Nr. 170, Anbang 5.
248. [Ms. Orient. Fol. 131.]
Eine auf gi'obe Leinwand aufgezogene PapieiTolle von 3 m Länge und
3 1 cm Breite. Auf eine in türkischer Sprache geschriebene Einleitung
folgen Genealogieeu , deren Namen in Kreise geschrieben und gelegentlich
mit Erläuterungen versehen sind. Eigentlich sollten vorhanden sein die
Genealogieen der Patriarchen und Propheten, die der vier altpersischeu
Dynastien, femer die der s^j^l ^^äj siuls, ^JLA-wlIÄ xäaI», ,jUjL^Lw »iül»,
ijLsvLLo &äaJo, jl»JL).> **^> ^;•*^-^■^*>' *-M^7 ij^'^;'»^ ^-M*» (j^t-^**' ^^'^^j
^b JtJL« *äaJo, 54>>Ä.ik/> ÄJüifl, ^jLi» vaXJo. kÄjis und endlich ,jLjUic &äJc.
Da ein offenbar grofses Stück der Rolle aber abgerissen ist und fehlt, so
sind in der That nur vorhanden die Genealogie der Patriarchen bis oLw^j
(.iLJI äaIc und die der altpersischen Könige bis oLäaS', bei dessen Namen
iui Kreise steht: (iS^i! J^^-»^lj y<.LJlj J.aj'v=^ i5t>J^i (»^^^-^'ib J«o i^^y^. )yi
wLjjy stXÄjLev, und daneben:
Anfang: ^d^ pOl ääjJo v^ij^ä. s_aä. .... (ausgerissen) j (j^Ls«^ «X»^
Gutes Nasyl ohne Vocale; hie und da, besonders am Anfange, be-
schädigt.
Türkische Handschriften 249. Fürstenethik u. s. w. 275
Xni. Fürstenethik, Politik, Statistik.
249. [Diez A. S\ 103.]
(' >lj-.^l| ~«, ein äuge blich von Aristoteles für Alexander geschriebenes
Buch über die Kunst des Reo^erens, welches arabisch unter diesem und
dem anderen Titel s*«bJI >joJo ä 's.u.Lk*JI wU^im Oriente weit verbreitet
und, bereits im Mittelalter in das Lateinische übersetzt, in fast alle abend-
ländische Litteraturen Uberofeofansren ist. S. die Gothaer arabischen Hand-
Schriften Nr. 1S69 — 1S71-). Als Verfasser der vorliegenden türkischen
Bearbeitung nennt sich gleich am Anfang ein gewisser IhräTäm ihn Ytusnf
(^^eJyJI, welcher angiebt, dafs er im Jahi-e 1133 (»«Xu^sju- _ji \p^\ -»j;
beg. 2. Nov. 1720) das Amt eines Qüdl in Ghalata bekleidet habe.
Das arabische Original, nach welchem die vorliegende türkische Be-
arbeitung gemacht ist, zerföllt in zehn Capitel, welche von Flügel zu der
Wiener Handschrift Nr. 1S27 (HI, 25S) aufgeführt werden. Die türkische
Bearbeitung soll, der Angabe der Vorrede zufolge (Fol. 7*'), nur acht Ca-
pitel enthalten, und zwar würden, nach der in der Vorrede gegebenen Auf-
zählung derselben, dem arabischen Originale gegenüber die Capitel 5 und
7 fehlen. In der That aber sind in dem Texte selbst zwei Capitel als
„fünftes" bezeichnet (Fol. 30* und 32''), von welchen das erste dem fünften,
das zweite dem sechsten des arabischen Originales entspricht, so dafs nur
das siebente *) Capitel des letzteren ^vii-klich fehlt. Die in der türkischen
Bearbeitung vorhandenen Capitel sind also die folgenden: I (= arab. I)
beginnt Fol. 8*; H (= arab. H) Fol. 11': HI {= arab. IH) Fol. 19';
IV (= arab. IV) Fol. 22*; V' {= arab. V) Fol. 30*; \^- {= arab. VI)
Fol. 32^ \T (= arab. VHI) Fol. 33*; Ml {= ai-ab. IX) Fol. 36^ ^^^
(= arab. X) Fol. 5 6\ — Eine andere Handschrift der türkischen Be-
arbeitung ist mir nicht bekannt.
1) Fol. 2'' Z. 11, Fol. 3* Z. 3.
*) Vgl. jetzt auch: Eich. Foerster, De Aristotelis quae feruntirr secretis secretornm
commentatio. Kiliae 1888. 4".
*) Vgl. unten Nr. 260,9 fol. 237.
JUJjIjO ;y:l ^
35*
276 Türkische Handschriften 250. Fürstenethik u. s. w.
Anfang: ^ J!if| -aä. «JIj tX*^ J^ (.i^.*Jf^ s^-LaJI^ JU* Jk5' |J>£ «JÜ ö^d^\
63 beschriebene Blätter; 21 X 12 cm. Flüchtiges, doch kräftiges und
deutliches Taihq mit 19 Zeilen auf der Seite; die Seiten sind mit doppelten
rothen Linien umzogen.
250. [Diez Fol. 2.]
2wib(j*^U', eine FUrstenethik , persisch von Kmkä'üs ihn Ishandar ihn
Qäbüs ihn Wahngir für seinen Sohn Gtlänsäh im Jahre 4 73 ') (beg.
22. Juni 1080) verfafst und dann für den Sultan Muräd II (reg. 824 —
855 = 1421 — 1455) von Marjumak ÄTimad ihn Ilyäs in das Türkische
übersetzt, welche Uebersetzung an einem Freitage, 23. Salbän 835 =
25. April 1432, vollendet wurde. Das Werk ist bekanntlich von Diez
nach der vorliegenden und den beiden folgenden Handschriften in das
Deutsche übersetzt worden (Zenker Nr. 1359), so dafs weitere Angaben
über den Inhalt überflüfsig sind. Ueber das persische Original vgl. man
die persische Handschrift Nr. 266, über die drei türkischen Uebersetzungen,
in deren Reihe die vorliegende die zweite Stelle einnimmt, Diez a. a. 0.
S. 179 und Krafft zu Nr. 486; über ein gleich betiteltes, aber ver-
schiedenes Werk in persischen Versen die Gothaer Handschrift Nr. 40,5.
Das 35^'" Capitel (über Dichtkunst, P'ol. 162" der vorliegenden Handschrift)
ist auch von Wickerhauser in seinem „Wegweiser" (Zenker II, 394)
türkisch (p. fit") und deutsch (p. 287) mitgetheilt. — Andere Handschriften
finden sich: in Wien (Krafft Nr. 4 86), München Nr. 59, Oxford (Uri
Nr. 47), St. Petersburg (Dorn, Asiat. Museum S. 208^)), Paris (Wien.
Jahrbb. XCII, Anz.-Blatt S. 59 nr. 18) und im Brit. Museum (Rieu
p. 116^).
Anfang: sS\^ iX!IL^ jüiii. yfJs> J^s. -iLlJf^ 5il..ciJt^ 'jj-xJUJI vIj> «-U d^^\
220 beschriebene Blätter (29,6 X 19 cm), von denen das letzte nicht
mehr zum Qäbüs -nämah gehört, sondei'n nur einige von zwei fremden
Händen geschriebene Notizen und Verse enthält. Schönes, grofses, voca-
') nach der persischen Hanilschrift Kr. 266 ist die Arbeit zwei Jahre später, im Jahre
475 (beg. 1. Juni 1082) angefangen worden.
") unbestimmt, welche Uebersetzung.
Türkische Handschriften 251-253- Fürstenethik u. s. w. 277
lisiertes Nasxi mit 15 Zeilen auf der Seite; Randeinfassung von zwei
rothen und einer blauen Linie, auf den ersten Blättern von Goldborden
gebildet; am Anfang ein hübscher iUnwän, auf Fol. 2* eine ähnliche
Verziei-ung. Datiert vom Jahre !!♦ d. i. 1110, beg. 10. Juli 1698.
251. [Petermann 723.]
Ein zweites Exemplar derselben Uebersetzung des Mor^umah Alimad
ihn Ilyäs.
Anfang: ,^£. «X«.^ xüJLä. j.xä. ^/^ [.iL«JI^ s^LaJlj (J.x*JLjiJI o^ äJJ tX*Ä.I
209 beschriebene Blätter; 21,bX 15 cm. Gutes, deutliches Nas/l mit
15 Zeilen auf der Seite; neu. Die Seiten sind mit doppelten rothen
Linien umzogen.
253. [Diez A. 4«. 60.]
Nachdem die in den beiden vorigen Handschriften enthaltene Ueber-
setzung des Qäbüs-nämah von Marjumah veraltet war, verfafste Murtadä
bekannt unter dem Namen Nazvü-zädah (Fol. 3^ Z. 4) auf Veranlassung
des Öasan PaSa (Fol. 3^ Z. 4 v. u.) im Jahre 1117 (beg. 25. April 1705;
das. Z. 9), und also unter der Regierung des Sultans Älhiiad III (das. Z. 3)
eine neue Uebersetzung desselben Buches, welche in der vorliegenden
Handschrift enthalten ist. S. Diez, Buch des Kabus S. 180, wo auch
von der vorliegenden, nicht sehr correcten Handschi-ift die Rede ist.
Anfang: 'j.i.1 äj^ l^l, 'ÜU)I XA^=i ^f lj^*-=^ 'tX*^l c>ysi\ <■ d^'3\ äJÜ d-^i.\
168 beschriebene Blätter mit Originalfoliierung ; 21 X 14,6 cm. Gutes
Nasxt mit 17 Zeilen auf der Seite. Abschrift vollendet zu Asow ,jKI am
Neumond (c = s^?) des Safar 1126 = 16. Febr. 1714. — Auf einem
aufsen aufgeklebten Zettel steht: tjS'Ji ^^JU^» ljLj «yjji^ (j'yJ «job(j*,^U ljLäS'
(♦Aö siX.ü«J^\ Ä4Ä.Ö'. Auf zwei vorgehefteten Blättern ein Inhaltsverzeichnifs
mit Blattweiser; Nachträge auf den Rändern häufig.
253. [Diez A. 8». 60.]
Eine andere Handschrift derselben Uebersetzung, nach Diez weit
cori'ecter, als die vorige; s. Buch des Kabus S. 181.
Anfang wie in der vorigen Handschrift, aber oJoJl statt JjJl.
168 beschriebene, mit Originalfoliierung versehene Blätter; 20,5 X
278 Türkische Handschriften 254. 255. Fürstenethik u. s. w.
12,5 cm. Ziemlich neues, deutliches, vocalisiertes Nas/I von tUi-kischeni
Zuge (oder Diwäni-nasxlsi) mit 17 Zeilen auf der Seite.
254, [Petermann ü, 486.]
Nochmals dieselbe Uebersetzung ; Anfang wie in der Handschrift Nr. 252.
1 1 6 beschriebene Blätter und aufserdem ein vorgeheftetes Blatt mit
Aufzählung der Capitel und ihres Inhaltes; 20,5 X 15 cm. Deutliches
Nas-/l mit 21 Zeilen auf der Seite. Abschrift vollendet am 22. Bamadän
1174 = 27. April 1761.
255. [Diez A. 4«. 46.]
J^jLwJI _l.^Ävoj 'JjL^JI _b' (Fol. 13% letzte Zeile), eine von MuRam-
mad ihn Mustafa, bekamit unter dem Namen Qädl-zädah '), für den Sultan
Muräd (IV, reg. 1032 — 49 = 1623 — 40) verfertigte Uebersetzung des
[»aäJIj (c^Uf Ä.'^'^^i ij 'J^'iS^r^' «awLaa-J' betitelten arabischen Werkes von
Ihn TaimJyah; s. die Endschrift -)• ä. X. III, 633, 7 303 erwähnt das
ai'abische Werk') und zugleich sowohl hier, als auch V, 631, 12 396 eine
andere, xJltXjJf rX^J^^ 'jÜL>!i)| j^l>Jw betitelte, von Plr Muliammad ihn lAli
al iASiq verfafste und einem Sultan Salim zugeeignete türkische Ueber-
setzung, aus welcher ein Stück in AI. 3 der vorliegenden Handschrift und
in Nr. 258 fol. 50" ff. enthalten ist.
Anfang: kS^Ajo »^^.ä.o ^J!^AÄ x5' Äj^JLiibk o^.»js? J.I l.g^l ^^^ «yjk.*:s?
Wie sich aus der oben mitgetheilten Endschrift auf Fol. 15 4" ergiebt,
schliefst daselbst die Uebersetzung des Buches von Ihn Taiviiyah, und die
beiden noch folgenden Abschnitte, als Muqaddimali und als FaMil'ah be-
zeichnet, sind eine Zugabe des üebersetzers oder wohl vielmehr des Schrei-
bers, welcher sie vielleicht beide, jedenfalls aber die Fad'h'kak der anderen,
i.( xJLsü'l «-U*^ betitelten Uebersetzung desselben arabischen Originales ent-
nahm. Es sind dies die folgenden:
•) Fol. 14" Z. 6 y. u. Er starb im Jahre 1044 (beg. 27. Juni 1634); s. die Gothaische
Handschrift Türkisch Nr. 17,i.
*) Fol. 154": |_u,it».=>-YJ' «ä^US' ^A«XAÄj.Ai ciu«Lw, (sie) (»SLJiu+AJ ^j.jI f^OxX^ yi
*) welches in Paris Nr. 946 u. 980 und in Oxford (Uri Nr. 330, vgl. Pusey p. 578)
Torhanden ist.
Türkische Handschriften 256. Fürstenethik u. s. w. 279
2. Fol. 155'': eine Abhandlung in drei Qism, welche über die iäjI^jLx,
die v:yiLoL*rf und die «ybJLe handeln.
r
Anfang: ö^ijU.!^ ^JI ^^\.^:i' sS^ <J^^jüjo «.JU» »S" ^dSS jJ-Jjl cy^*^ ^j'
3. Fol. 177'': eine Abhandlung, welche in 40 Bäh über den Krieg
handelt, ^1 [»st^^ i-*j=> v_)fol vi> «üCJtJö. Diese Abhandlung ist von Diez,
Denkwürdigkeiten I, 122 ff. übersetzt und findet sich auch in Nr. 258
fol. 50''lf., wo man sehe.
Anfang : j5^')-ß^ 'tX-^f ^4>^ S^ ^i ^5♦^■^' C laSJakJL*« ^yol xT .c> -^Lix
203 beschriebene Blätter und aufserdem ein vorgesetztes Blatt mit
der roth geschriebenen Inhaltsangabe JoLw^l (sie) «-^-ä^ JoLwIJI _b ^J^JvS'
i^iXxi\ soK^^U'; 20,5X14 cm. Gutes, vocalisiertes Nas/l mit 13 Zeilen
auf der Seite; die Seiten roth umzogen; Fol. 15 4'' und 155" leer. Auf
einem aufseu aufgeklebten Zettel steht: \i\yS aolv^—öLi' <JkjL.3l _b ^UT
256. [Diez A. 8«. 64.]
(" ^J»iAA4.l ijwJü'? eiii Rathgeber für Fürsten, ursprünglich arabisch von
einem Ungenannten verfafst, dann persisch bearbeitet von Hä^^i ihn Is-
mälll Tabrm'), endlich für Muräd II (reg. 824 — 855 = 1421-1451) in
das Türkische übersetzt von einem gewissen Qäsivi ihn Saiyidl al Jiäfiz
Änqarl (s. Fol. 3'' und 4"), welcher in der Wiener Handschrift Nr. 15 23,2
(11, 602) als Verfasser einer arabisch geschriebenen Abhandlung über den
partiellen Willen älj^J-' »^JU^' erscheint. Die in der vorliegenden Hand-
schrift beobachtete Orthographie ist eine sehr eigenthümliche ; so werden
z. B. (ebenso wie in der Gothaer Handschrift Nr. 206) Sylben, besonders
Endsylben, häufig ohne Vocalbuchstaben geschrieben, welche denselben
sonst stets zu haben pflegen (wie z. B. yjwö = ^yjwö", Oslj = ^Si^?) i'j
u. s. w.), die Postposition jjj wird häufig fi.> geschrieben, u. dgl. m. Das
ganze Buch ist in eine Anzahl nicht gezählter Fad eingetheilt.
1) Hs. fciJUÄkJL.!
«) Fol. 4\ 5^
^) Fol. 3^ letzte Zolle: ,jiucvjüj> xa*«>Ls vJ Trtf^ iiS' J^aäU-wI ^j\ ^-äU*.
280 Türkische Handschriften 257. Fürstenethik u. s. w.
Anfang: (sie) tXA^/i.31 t\AJuUf ^^lkJ.*JI JÜiLu- ^ r'T^' ^^^^^ ^*^'" «^-*^l
iXa^! yjyxJl iX-VT^'-Äj tXr'vt'-'l ^^UaJLw y&^ 2JUI ül
94 beschriebene Blätter; 18X13 cm. Sehr schönes, durchaus voca-
lisiertes Nas^l mit 9 Zeilen auf der Seite. Am Anfang ein hübscher
iünwän mit einer Inschrift in Qannatt, deren Anfang ich nicht lesen kann;
das Ende scheint äJ i^,yü ^ zu heifsen.
257. [Diez A. 4». 140.]
Diese am Anfang defecte Handschrift enthält eine Ftirstenethik, wel-
cher, wie sich aus der Endschrift ergiebt, der Titel «^$'^^1 xäoj zukommt;
ebendaher erfahren wir auch, dafs das Buch aus dem Arabischen übersetzt
und im Jahre 977 (beg. 16. Juni 15 69) vollendet ist '). Eine nähere Durch-
sicht lehrt, dafs wir eine freie, vielfach abgekürzte, aber auch mit ganzen
Abschnitten vermehrte türkische Bearbeitung der ursprünglich persisch ge-
schriebenen, aber nur noch in arabischer Uebersetzung vorhandenen Königs-
ethik ((^JUt 2L:^.o_j) des FazäU (f 505, beg. 10. Juli Uli) vor uns
haben, welche in den Gothaischen Handschriften Arabisch Nr. 1874 —
1877 enthalten ist. Die Handschrift beginnt mit einer Aufzählung der
alten, fabelhaften Könige Persiens, welche, bis auf Adam zm-Uckgehend,
mit Alexander jj.AJJdl jj nJoJCu/I endigt; hieran schliefst sich eine Anzahl
von Erzählungen. Es konmien dann folgende Capitel: Fol. 17* (?) JJlc
Xx^l, ^jUaJLJl, Fol. 26^ «.wU^I, JcX*J(, Fol. 39' Mj^I, «X^I, Fol. 45^
^LiaJLJl .T^^^, Fol. 62" ^3Jj-Lo Jo, Fol. 66' ^t^^ ;J>J'^, Fol. 70" Jjül!!
pLxiüll Ä-iLä «^, Fol. 99" (' yy^ ij~*r^i O^f-.^ vj>-";^' 7^;^^' ^°^- ^'^^^
^Jot J^ uP'^^l (iS'J^Z^ o.xl, Fol. 11 7'' JJI Jaa.w ^j pyJl, Fol. 125" \yt
^^äjI ^^li, Fol. 128" ;;<JJLj ^^^y^ (sie) ijUi"! ,j^l bJ^I^ (^ st^Lfi. — Eine
andere tüi'kische Bearbeitung desselben Grundwerkes findet sich im Trinity
College zu Cambridge (Palm er p. 59); unter ganz oder fast gleichem
Titel ganz verschiedene Werke enthalten die folgenden Handschriften:
1) Wien Nr. 1884 und 1885*), sowie Leiden Nr. 1973 — 2) Räyib PaSa
') Die incorrecten Worte lauten: |^ jl»J" aXi\ i^f*-? (iJj-^JI vs*-^-«aJ IwiLä^ o
*) sie! 1. entweder vJL» . . . jjJI^I, oder ^*-»Jj' • • • (JLäI .
3) Hb. »Olj^.
^) Diese Handschriften sind also im Katalog der arabischen Handschriften zu Gotha
III, S. 426 Z. 2 zu streichen.
Türkische nandschriften 258. Politik. 281
Nr. 9 70 (von iAhd nlläh ihn Mullmnmad cd QustanUnt) — 3) München
Nr. 255 fol. 116. — /?. Z. VI, 35 3 sagt von dem Werke des razäll:
Anfang: 'vj^ i'-^*^' £&«*♦$' i25L'»j ^^ '^j(>.j*i.lcjl
134 beschriebene Blätter; 21 X 15 cm; Fol. 5 8 ist ein eingeklebtes
kleines Blatt mit einem arabischen Gebete und dessen türkischer Erklärunsr
_ww. Grobes, vocalisiertes Nas/J mit 14 Zeilen auf der Seite; Schreiber:
^^tX c (•Lä^j olyo ^ J.AÄJ. Auf einem vorgebundenen Blatte steht, von
Wilken's Hand, aufser der Nummerbezeichnung der Handschrift die fol-
gende Inhaltsangabe: „(iS^Ul o^Ä«aJ ^l'xf (scr. a°. Heg. 977). (Historia
priscorum Regum, Mohammedis ejusque prosapiae.) manca in initio."
258. [Diez A. 8". 128.]
«^Ijjoill j^l^Äx, Wegweiser für Regierende, vei*fafst und in eine Mtiqad-
dimali und drei Fad eingetheilt von Ahü Adam Dedeh Xätvin, welcher
dem Orden der NaqSbandl angehörte '). Die Miiqaddimali handelt über
J»4\_sLi ud*j, die drei Fast sind überschrieben: I (Fol. 12") (^«.JüsLö^jb
^0 »tXÄjlxj ^^y^^^ vl'^-=»'; It (Fol. 28") i^l^t> V^;S *^^' 'J'*'^ '^T^f')^
yO sJkAjLo i^y^ (sie) t^-J.,^5 cSJiiUJLcj; III Fol. 50') v_*jö^" »»vjt ob ,j j'
_L^[j] iJLsü'l f^^f'^ ';i5 »JujLaj t^ÄÄ. (sie) i^yXMy\^ Vr-^ vjli^' ^(^.i-^jJJ^
^yjy\ Jüj ^jtXjUr -Li «JliXjJi . Dieser letztere Auszug aus dem Werke «-Iy*j«
kJljuül ^Lj^^ J^M' (^- '*^- III, 631, 7303 und V, 631, 12396) ist als
selbständige Schrift mit dem Titel ^1 [»s'^j vr^* v'*^' )'^ «J^'<3^ auch in der
Handschrift Nr. 255,3 enthalten, und eine nach diesen beiden Texten ge-
fertigte Uebersetzung dieses Abschnittes findet sich in Diez, Denkwürdig-
keiten I, 122 ff.
Im Anfang des 37^'^" Bäh des dritten Fasl blicht die Schrift des
Dedeh Xütim ab^); die übrigen Blätter (72 — 84) der Handschrift enthalten,
von gleicher Hand geschrieben, ein am Anfang defectes, arabisches Schrift-
chen verwandten Inhalts in drei (Japiteln.
*) er nennt sich in der Vorrede: JoüovLaj |«jLi». »00 (.ol j.jI 1— öa^ ic'^''-* >— "i**-^ ;v*
*) mit den Worten: täJoXÄjUo -iC. vO SvV.I oLä*o(. cIöI. , Ende von Fol. Tl*".
Tfirkifche Handschriften. o6
283 Türkische Handschrifteu 259. 260. Politik.
Anfang der türkisclien Schrift: ujU=» täiUjjCa. ^JiLs. v;yw«i=. J^l «Xt^^ Uj
84 beschriebene Blätter; 17X11 cm. Gewöhnliches, deutliches Nasy(l
mit 1 5 Zeilen auf der Seite ; rothe Umrandung. Am Ende des arabischen
Schriftchens nennt sich der Schreiber Mustafa und datiert seine Arbeit
von einem 16. Gumädä I, ohne das Jahr anzugeben. Neu. Die Eänder
sind hie und da beschrieben; Fol. 50 ist etwas gröfser, als die übrigen
Blätter.
259. [Ms. Orient. Fol. 529.]
Abhandlung über Nationalökonomie, (^aäLj j^ö^'f economic politique,
auf türkisch Jj.ä/i vAjtXi", nach französischen Werken, hauptsächlich denen des
^^L^ ytMjyja d. i. Monsieur (J. B.) Say und oö^ JjLi Charles Comte
gearbeitet und in eine Muqaddiviali und dreifsig Band eingetheilt. Auf
einem vorne eingeklebten Zettel steht: „Geschenk Sr. K. H. des Prinzen
Regenten, eingesandt am 6 Mai 1859 unter dem Titel: Abro Ef feudi,
Direktor der auswärtigen Correspondenz der h. Pforte, Traite d'economie
politique appliqu^ ä la Turquie". Der Verfasser lieifst also ^^^^JJ^ j*-jf;
innerhalb des Buches selbst finde ich denselben nicht genannt.
Anfang: »s\Jjo Kx/iy^s- ootiÄx) stXjLev ^'»^♦ä. »-^^^ ^jjjJjl i»^^^ »♦JLc äxJüü)
105 mit Originalpaginierung vei'sehene Blätter, und auTserdem drei
vorausgeheftete Blätter, welche ein Verzeichnifs der 30 Band mit ihren
Ueberschriften enthalten; 25 X 16,6 cm. Sehr schönes, vocalloses Nas^l
mit 17 Zeilen auf der Seite. Das in rothen Saffian mit reicher Gold-
pressung gebiuidene Buch steckt in einem mit violettem Saffian über-
zogenen und gleichfalls mit Goldpressung verzierten Futteral.
260. [Ms. Orient. Fol. 1271.]
Diese Handschrift enthält eine grofse Anzahl mehr oder weniger
kurzer Notizen und Aufsätze, zumeist politischen Inhalts und aus dem
Ende des 1 0. und Anfeng des 1 1 . Jahrhunderts d. Fl. herrührend. Er-
wähnenswerth scheinen die folgenden:
1. Fol. 13*: ein ^^Uä LoLi^yLs oder ^^Uic ^y^\^ Lcb^j^U ge-
naimtes Qänün-näviah, welches, von Mustafa Beg redigiert, Verordnungen
enthält, welche Ganäbl PaSa, der frühere — damals schon verstorbene —
Türkische Handschriiten 260. Politik. 283
Begierheg von Anatolien, um die Mitte des 10. Jahrhunderts d. Fl. er-
lassen hatte.
Anfang: '|jKx>oä=» 'äJ ;^-äi^j Ty^7'° 'cJ^'j' *^^ '^'.J^j' 15*^^7''^ li^Li'
2. Fol. 19": dasselbe Qanün-nämah, dessen Inhalt von Kr äfft zu
Nr. CDLXX (S. 178) seines Kataloges genau angegeben wird, und welches
auch in den Leidener Handschriften Nr. 1922 und 1923 (III, I8l) ent-
halten ist. Ein Verfasser wird nicht genannt. Abschrift datiert von
einem Montage, 24. Gumüdä I 1013 = 18. October 1604.
Anfang: '^jU^^^I^ JtX»3L> ^L '^jJl ,Jil «jJU-'l xl) d^J-\
3. Fol. 42'': das hier aus der ersten Dekade des Samväl 788 (=
28, Aug. — 6. Sept. 1386) datierte Schreiben Mwüd's I an Ewrenos Beg,
welches auch in den Handschriften Nr. 5*,3o und Gotha Nr. 146 fol. 216''
enthalten und bei Diez, Denkwürdigkeiten von Asien H, 113 ff. übex'setzt
und herausgegeben ist'). Vgl. auch Dresden Nr, 7 0 Fol. 45, Kr äfft
Nr. XCIX (datiert vom Jahre 806) und de Jong Nr. 210 (datiert von
Brusa 780).
Anfang: 'äAjI ^jU^-Lw j^sLe fr^^i (V.ilj>.j J> '&J' >üJjl >Cjv ^^jL+jo «ajj ^i'«.J
Die roth geschriebene Ueberschrift lautet hier: ^y=*y> cJ^^' '^"f:^ iC>(^ i^^^^jo^
^Juü^wo üäjIjj j^4>-jj xXj i_r«j;;l »-y^ '^-^-'l (sie) X4.=>.> tS)'-^ \j^ '^'7^ ^LkLw
4. Fol. 44": einige Schreiben oder Erlasse alter osmanischer Sultane,
das erste von iTJBmän ihn TJry^än, datiert aus der letzten Dekade des
Eahil II 759 = 1-10 April 1358.
Anfang: 'sj^^rff .^ <^)r^ ks^ V^;'^V t5*^ ^ ^
5. Fol. 55'': eine Sammlung von Fatioas, des Abu '1-snlüd (f 982,
beg. 23. April 1574; Hammer, Dichtkunst II, 352) über Fragen, welche
sich auf Ländereien beziehen. Auch auf Fol. 341" steht noch ein Fatwä
von ihm. Die Ueberschrift der vorliegenden Sammlung lautet: ^^ =»j.^
s4> ^M}yjii i^XxXjo iu^^^]\\ *a5>J>->j.Jj'w«Q.i». ^_5<Xol i>ys.MJ\ jjI iü >j_fti>o. , der An-
fang des ersten: '^j.aJL*JI Jj» J^^. »äaJL~»^ '(J-^-«) ^5j; c;^i'L^ l_>Uö..
6. Fol. 62": das (arabisch geschriebene) Abkommen, welches angeb-
^) die Handschrift Diez A. 8". 19, nach welcher Diez gearbeitet hat, fehlte, wie
eine Bandbemerkung im Kataloge seiner Handschriften besagt, bereits im Jahre 1818.
^) d. i. Kossowa, das Amselfeld (vgl. Hammer, Osman. Reich I, 208).
36*
284 Türkische Handschriften 260. Politik.
lieh Maliammad mit den Christen getrofi'eii haben soll, und welches bereits
mehrfach herausgegeben und übersetzt ist '). Dem arabischen Texte ist
hier eine kurze Einleitung und ein längeres, erläuterndes Nachwort (>a*«.Aj
xSSiiMO «^1^ u^«j) in türkischer Sprache beigegeben, in welchen jenes Ab-
kommen als Grundlage für die Steuerverhältnisse der christlichen liüiäyä
behandelt wird.
Anfang der Einleitung: sjol jjLo Jlj.^«! (j^^' i^^huJo xJLjl ooo
des arabischen Textes: ^\li\ «iK Jl 'ä1)( J^aä ^jj tXi^ äaäJ' i^jLi' ItXÄ
7. Fol. 69'': ein Fatwä des SflJcZ al-din Efendi über den Militärdienst
der Raiäyä: ^-^Ia*« ^AvXÄjLb LjLcn <ä:>Ujj-L)'w«äL=» ^tXJLil ^.jjJI tX*^ fJ^T^
8. Fol. 70*': ein Insä und Qcmün-nämah, viele Staatsschriften und
Verordnungen, welche sich vornehmlich auf militärische, Handels- und
Gewerbsverhältnisse beziehen, aus dem Ende des 10'"° und dem Anfange
des 1 1 '"" Jahrhunderts d. FL, enthaltend. Jede Ueberschrift fehlt und auch
den Namen eines Veiiassers resp. Redactors finde ich nicht genannt.
Anfang: ^Üj^Äjl ^^La-w si^JUjLs» JjI »jjJ.j^^ JLs. (jöve (sie) -iLw 8li\t>
9. Fol. 130: ein sjoLj^^Ls über Ernteverhältnisse ((^L^ää), beginnend
mit einem Fatwä des Abu. 'J-sunid' ferner (Fol. 175'') ein solches für Qara-
mün (vgl. Leiden Nr. 1924), Fol. 237 für das Liwä Büli (in Kleinasien,
s. Galiännumä p. ^^\ = Norberg II, 459), Fol. 251'' über Pferdeknechte,
Viehtreiber, Feldwächter, Hirten u. s. w., Fol. 261'' über Weideplätze ^^y,
Fol. 272'' über Landvermessung ^) , Fol. 274*' nochmals über Weideplätze,
Sommer- und Winterquartiere ü^Jb^ r?'-"^ (S^T^} ^^'^^^ (j-^ü^ O^V
v^jl Sc> sf jj sJaiLo yLoy^^ ;iU/>l, Fol. 285'' über Gärten und deren
') Zenker Nr. 1430 — 1433. Aufserdem liegt mir eine Ausgabe mit Uebersetzung
(Opera et studio Johannis Georgii Nisselii. Lugd. Bat., Jo. Elzevier 1G55. 4") vor, welche
bei Zenker fehlt. Sie gehört zusammen mit dem bei Zenker als Nr. 1378 aufgeführten
Buche, wie ein gemeinschaftliches Titelblatt, welches neben den zwei Separattitelblättern
vorhanden ist, beweist.
2) vgl. Gotha Nr. 134.
^) überschrieben nJoI ^^[^ ^äjJo i^.»4-;' ü5Ü-Lj und mit Figuren unregelmäfsig
gestalteter Grundstücke ausgestattet.
Türkische Handschriften 260. Politik. 285
Ertrag an Nüssen, Kastanien und Eicheln, Fol. 30 6" über Lehen >Uaj,
u. s. w. Alles aus dem Ende des 10'°" und dem Anfange des ll'^" Jahr-
hunderts d. Fl.
Anfang (Fol. 130''): ^s».^^' ^\^-^ )>> ^t\j| ^Lo J,\ya.\ ^jül^l [jIxXjo soLiä
i*Uj° l^sSJi öL-j^.^ v:>J>« 2ÜJ«_w {^'y^i Vi)\y-jO ^c^t*J»yu\ L^Lj 5W^
10. Fol. 341*': ein Qmnm-nämak über Grundpacht yjJo itnd dessen
Ueb ergang auf Erben.
Anfang: s^ \(XJ^.s^l J«.; (j^^l (3ä*wo i^.y^ ^'^{Srfi" u*>'
11. Fol. 365"': ein Qänün-nümaJi über Ackerfelder, ^'^jl eS^ui^^ F^"^"
»Jol ^^Laj ^5^^;^' überschrieben, und begimiend: Oj-ai' J>j (ifwÄ-i-c xJU«.4.r w
BfcXi^JüL**,! t>^j-:;j 5wis.l ^jöJ ;_>i»Lo sjj'jjjjl cj^ ^J.)o^t(^Jl . Immer aus der-
selben Zeit.
12. Fol. 393'': ein Qänün-nämaJi über Darlehen \jö3 und Kauf.
Anfang: jjl—5 (^ »^'j (^ i->Ia«,I L^ ^ji.+J-j^ l/öJs sOJCLw.^i' «j »sSuxi*«^ jj illl
13. Fol. 397'', 401 und 409: Titulaturen.
Anfang: i_»ljül xäau&=>.I^ vl^Jü.ltXä.^ ^IjC«.ä (5^^5 r»'-'^' (V^
14. Fol. 4 00*: ein Brief des iÄbd cd karJm al Hasani ^^Ä^i^l, be-
ginnend LaILj ,jUifc yXjö\juu^ y^'j^ ' 1**^) v-''-^ 1*^7^ "^'^^ rrjy* *^' > ^"^ datiert
vom Jahre 100 2 (beg. 27. Sept. 1593).
15. Fol. 405'': Bericht über den Feldzug des Afimad PaSa in Ungarn
und die Eroberung von Temeswar (im Jahre 155 2); überschrieben: ^fsLc
Anfang: s.\^\ styxxxyX^ Jo,! (»Jöl ^^^tXj^
16. Fol. 411": Terntorial-Eintheilung und sonstige statistische Ver-
hältnisse des osmanischen Kelches; am Anfang defect. Der erste voll-
ständig vorhandene Abschnitt ist überschrieben : ^(XXJyiyJO ^J^^\ *i'lj »*> j^bl
syüjl wJo x5'l , und beginnt: 'i_äj-yi -Li ^ i~äjw>v. (j/»Jö ^^)y^ LljJuo 'oijwi LoiS'
'tJuol 'j.^v^^vt '0IJ.ÄJ 'v-jJ^^ 'j.CS>0.
1) d. i. TaKrJf für ol^t.
*) sie! Ea ist wohl i^l. „und ein Pferd" gemeint.
286 Türkische Handschriften 261. Politik.
322 beschriebene Blätter ^), von welchen viele kleiner, als das Format
der Handschrift (29 X 1'^ cm), und nachträglich zwischen die gröfseren
Blätter eingeheftet sind. Meist schönes Nastalliq mit 23 Zeilen auf der
Seite. Die Ränder vielfach beschrieben. — Auf einem vorgehefteten Blatte
steht von der Hand des Herrn Dr. Klatt: „Gekauft Febr. 1884 von
J. A. Stargardt, Buchhandlung in Bei'lin, für 20 Mark"; auf einem nach-
gehefteten Blatte (mit Bleistift): „Miscellanea Turcica. Prof. Mahn".
261. [Petermann H, 279.]
Ein unter Sulaimmi I (reg. 926 — 974 = 1520—1566) zusammen-
gestelltes, hauptsächlich auf Lehens- und Steuerverhältnisse bezügliches
Qänün-nämah , welches aus einer grofsen Anzahl zur Gesetzesgeltung er-
hobener Fatwä des Abu 'l-sulüd (von welchem auch die ganze Samm-
lung zusammengestellt sein soll) , AJimad ^) , Muliammad Bahä'i ') , YaJiyä
Efendi, lAhd al lazlz u. a. besteht. Dieselbe Sammlung findet sich auch
in der hiesigen Handschrift Nr. 18,3, ferner in Upsala Nr. 4 70, München
Nr. 113-115, Wien Nr. 1816 (HI, 250) und im Brit. Museum (Rieu
p. 247**); sie ist von Hammer in seiner „Staatsverfassung des osmanischen
Reiches" benutzt, wo z. B. gleich das erste Fatwä, die Frage MA=»l*ia. ^^1
sJ.I wlix <^ykj,yyM jjLo ^A.ÄÄj sjvj ÄJvxLc \jci\\^ nilt Autwort des Abu 'l-
siiiüd, auf S. 346 des ei'sten Bandes übersetzt wird. — Am Rande sind
nicht selten Nachträge beigefügt.
Anfang : i^Us. ' vJiXj ^^ Ji' ^^e ySi^ uö3\^ cjt^4.*«Jl üS-Lo xj ^5 jJI xJJ d<^\
Gröfse der Blätter: 21X^3 cm. Das Qänün-nämah erstreckt sich
bis Fol. lö''; der Rest der Handschrift (bis IM") enthält Abschnitte ver-
wandten Inhalts, aber in arabischer Sprache. Die Abschrift wurde am
Anfang s^ des MuEarram 1191 = 9. Febr. 1777 vollendet. — Ein Siegel
ist mehrfach abgedrückt.
*) eine vorhandene Originalfoliierung zeigt, dafs eine Anzahl von Blättern verloren ge-
gangen Bein mufs. Oben ist trotzdem nach dieser Originalfoliierung citiert.
*) d. i. Kamal-PaSa-zädaJi; s. Nr. 139.
') Er war unter Muliammad IV wiederholt Mufti und starb im Jahre 1064 (beg.
22. Nov. 1653); vgl. Hammer, Osman. Dichtkunst III, 406.
Türkische Handschriften 262. 263. Politik. 887
262. [Diez Fol. 24.]
Ein jüoljjj^üf mit der Uebersclirlft : J^icUI^ ^^LJ^ 0*-^^^ Lebyj^Lä
(iö'jjjoit. (iLivcf täJ'Jb^. i^L^wi'^ . Den Anfang macht ein Strafgesetzbuch,
welches die für Unzucht, thätliche Beleidigungen, Todtschlag und Trunken-
heit zu verhängenden Strafen festsetzt. Es folgen dann Bestimmungen
über die Lehen der Kriegsleute >Uxj, die Pensionen der Ausgedienten, die
Zölle, Zehenten und anderen Abgaben in Rnmelien und Anatolien, in Qa-
ramän und anderen Ländern des osmanischen Reiches.
Am Ende steht: KjL»jt~ö. ,jOj..cLc. *a**/ xä*« v_jLiJl eSU-Jt x-L'l (jy^ o^'
LJLa.*^ (JwcU^ yt.sJ>-\ jj^tX-l «•*•=> r^ÄÄil «;7-=» '^^^ ■ Nach diesem Wortlaute
bleibt es unsicher, ob das angegebene Datum 927 (beg. 12. Dec. 1520)
sich auf die Vollendung des Gesetzbuches oder auf die der vorliegenden
Abschrift bezieht, ob also das Gesetzbuch aus dem Anfang der Regierung
Sidaimän's I (seit 926), oder vielleicht schon aus der eines seiner Vor-
gänger stammt.
Anfang: L«*J.( J^t ij^^' Lj)^ l*«.i^l v:yjlj alf-^jM &.wJ.i' Ij\ ^L*!«** ^.j ^a«x*j-ä.
42 beschriebene Blätter; 30 )< 1 <^ cm. Schönes, vocalisiertes Nasxi
mit 15 Zeilen auf der Seite. Jede Seite ist mit einer rothen Linie um-
zogen, die Ueberschriften der Abschnitte sind roth geschrieben. Auf einem
der Aufsenseite des Vorderdeckels aufgeklebten Zettel steht: jmIj^^U" i^\.'xS'
Uli" >(>.jl ^jIaJ jJ JyÄ£» yjjo <^tJtJ L>äjU .
263. [Diez A. i\ 123.]
Diese Handschrift enthält eine, um die stets wiederkehrenden Anreden
„Mon trfes-puissant Empereur", „Mon trfes-heureux Seigneur", „Mon trfes-
cl^ment Seigneur" u. dgl. gekürzte und aufserdem in Paragraphen und
Capitel eingetheilte Abschrift eines Buches, welches unter dem Titel
„Canon de Sultan Sulelman 11. Represente a Sultan Mourad IV. pour son
Instruction, ou Etat politique et militaire, Tire des Archives les plus se-
crettes des Princes Ottomans, et qui servent pour bien gouverner leur Em-
pire. Traduit du Türe en Fran^ois par M. P****« im Jahre 1725 zu
Paris (chez C. L, Thiboust, Place de Cambray, vis-ä-vis le College Royal)
erschienen ist'). Abschrift und Original stimmen bis Fol. 51" der ersteren
*) vorhanden in der Diez'schen Bibliothek als Nr. 338.
288 Türkische Handschi-iften 264. Statistik.
und S. 218 des letzteren überein; dann folgt im Drucke ein Abschnitt,
überschrieben „Oiigine du Grand Vizir Mehemed Pacha, dit la Dent de
Sanglier ') ; et de son fils Ahmed Pacha qui prit Candie ", wofür in der
Handschrift sich zwei ganz kurze Abschnitte, „Supplement en abregt"
genannt, über die Regierungen Sulatmän's !'■') und Muräd's, IV finden.
Darauf folgt in der Handschrift noch: l) das alphabetische Verzeichnifs
der tüi-kischen, in den Anmerkungen erläuterten Ausdrücke, welches im
Drucke voraufgeschickt ist; und 2) diese Anmei-kungen selbst, zusammen-
geschrieben, während sie im Drucke unter den Text gesetzt sind.
Anfang: Preface. Quoique l'Empire Ottoman nous semble trfes conuu
7 6 beschriebene Blätter; 26,6 XI '^5^ cm. Sehr deutliche Handschrift.
264. [Ms. Orient. 4". 195.]
Das unter Alhnad I (reg. 1012 — 26 = 1603—17) auf Veranlassung
des Grofsveziers Muräd PaSa von i Arn- i All Mu'aödin-zädah verfafste
Qänün-nämah, welches theilweise von Belin im Journ. As. 1870, I, 239 f.,
ganz von P. A. v. Tischendorf in seinem Buche über „das Lehnswesen
in den moslemischen Staaten, insbesondere im osmanischen Reiche" (Leipzig
187 2. 8^) S. 5 7 f. übersetzt ist. — Das vorliegende Qänün-nämah ist nach
Belin a. a. 0. S. 238 Anm. von AJimad Wafiq Efendi herausgegeben
worden; handschriftlich findet sich dasselbe in Leipzig Nr. CCXXXIH,!,
Gotha Nr. 133,1, Dresden Nr. 233, i, Wien Nr. 1818-1821 (III, 252),
— zu welchen Handschriften allen die beti-effenden Kataloge nähere Nach-
weisungen beibrino^en — und in München Nr. 116,i.
Anfang: ',Jl*JI ^j Lo ^jt^^l jJäLj '|^JLij ^ (sie! l. k^\j) ^j^ä\j ^^
2. Fol. 45*': ^^Uic Jl ^LitXÄJ «-^ly-« (j'^^-^^^Äxisj äJLwv, eine finanz-
statistische Schrift, von demselben Verfasser im Jahre 1018 (beg. 6. April
1609) zusammengestellt. Dieselbe ist gleichfalls auszugsweise von Belin
im Journ. Asiat. 1864, H, 24 7 übersetzt und handschriftlich neben dem
Qänün-nämah des Verfassers in den zu Ni*. 1 angeführten Handschriften
(mit Ausnahme von Wien 1818) vorhanden.
Anfang: «y^r«?- (v"-^ »'^;'-? y^'^^ ^^^XJLo äjUU ^jl^»> v_*ji^
') Gemeint sind MuTiammad Kqprili (f 1072 = 1661) und sein Sohn Älimad Ko-
prili-zädah (t 1087 = 1676).
*) auch in dem oben mitgetheilten Titel sollte es Sulaimän I statt II heifsen.
Türkische Handschriften 265. 266. Politik. 289
3. Fol. 66'': unter der Ueberschrift ^tXJL*^*! ^^^y^ <iS;-(xLsw ii«-s3yjj
^lXi^~JX?. die Abschrift eines Auszuges aus einein grofsherrlichen Befehle,
die Buchung, Uebertragung und Verwaltung der T^wiär- Lehen im San-
dschak Nikopoli betreuend. Dassellje Schriftstück ist der Abschrift von
Nr. 2 in der Leipziger Handschrift angehängt.
Anfang: yjL-a Svv.l Jlyjo yj ^^JLäjwi. yx} v»W->wbyö.2» sLu^JLc sLiob ^jitl
68 beschriebene Blätter; 21,&X15,5 cm. Gutes, derbes Nasyl ohne
Vocale; 13 Zeilen. Durch ehigedrungenes Wasser fleckig, doch ohne
wesentliche Beschädigung der Schrift.
265, [Ms. Orient. 4°. 190.]
Der Anfang desselben Qänün-nämaJi, welches als Nr. 1 in der vorigen
Handschrift enthalten ist. Das vorliegende Fragment bricht mit den Worten
^ÄA». ji 54XXI0 ^Jio ^■Ji^i'> ;Uajj, Fol. 22" Z. 2 der vorigen Handschrift, ab.
Anfang: *JL«JI ^j Lx ^j'^l *isLi '|V-U —^ sx^?ö ioLä^
24 beschriebene Blätter; 21,5X15 cm. Schönes, sehr deutliches
Nas/i ohne Vocale; auf der Seite stehen 12 Zeilen.
266. [Diez A. 4». 7 = 144.]
Die roth geschriebene Ueberschrift lautet: Vj_j i^Saj ^^ ^i> aüob^^Ls
C '^15^';' ^tX-i-«-«Jjl (jö;-^ i5^.>-^ t^^r" ^' c)j' «5«-»—5'^'*JiJ' i^»^ |^*-xx*.. (' ^iXi ^^1
^t^j»jLj" t^Ijüüc. Es ist also ein am 11. Jü 'l qaidah 1117 (= 24. Febr.
1706), und somit unter AJlmad HI, hohen Ortes vorgelegtes Qänün-nämah,
welches sich auf Territorial- ^j-äU (und Lehens- ^.Uo) Verhältnisse bezieht.
Die Bestimmungen desselben greifen übrigens vielfach auf ältere Qänün-
nämah zurück; wie denn gleich der Anfang dem um gerade hundert Jahre
älteren (aus dem Jahre 1017 herrührenden) Qänün-nämah entnommen ist,
welches sich in den Handschriften Gotha Nr. 135 und St. Petersburg
Nr. 535 (p. 4 7 7) findet; später wird auch das Qänün-nämah des Äbü 'I-
suiüd (aus der Zeit SuJaimän's I; s. Nr. 261), u. a. vielfach benutzt und
angezogen. Häufig ist der Inhalt in die Form von Frage und Antwort
gekleidet und als Autorität wird im Anfang hauptsächlich 2hüiammad Bahä'I
^) mit schwarzer Dinte überfahren.
Türkische Handschriften. 37
29« Türkische Handschriften 267-274. Fürstenethik u. s. w.
(Vgl. oben S. 286 Auni. 3), später auch Ya/lijä Efendi, Galäl-zädah, Abu '/-
suiüd angeführt.
Anfang: )y^.r-.^ «-ü-cjf ;^^l ^»j 0^5' J^-L^ ü>oLi^;oc
88 Blätter mit Originalfoliierung (auf fol. vers.) ; 21,5X 16 cm. Deut-
liches, türkisches Nas/l niit 1 7 Zeilen auf der Seite ; die Seiten mit rothen
Linien umzogen; Nachträge am Rande besonders im Anfang häufig. Das
letzte Blatt gehört nicht mehr zum Qänün-nämah. — Auf einem aufsen
aufgeklebten Zettel steht: J-j^^ ^^Üj^Li' ^^^^ x-Us» i^.O^ Lcb^yU' ^UT
Uöl. Fol. 64'' und 65 durch einen grofsen Dintenfleck beschädigt.
267. [Diez A. 8». 13.]
Betrachtungen über den Zustand des osmanischen Reiches und Vor-
schläge zu nothvvendigen Neueiimgen JoJcs. *-otXj in der Civil- und Mi-
litärverwaltung desselben, verfafst, an einem Montage, 13. oauwäl 1190 :=
25. Novbr. 177 6, vollendet und dem damals regierenden Sultan iAbd al
Ranäd überreicht von al Hü<j^i iAlt Pasa, welcher sich selbst ,jjwl Js ^yij
yJoöLs. J.^jS'. , Statthalter von Trapezunt und Steuereinnehmer von Ganulx
[Gahän-numä S. 623 = Norberg II, 4U2) nennt. Ein anderes Exemplar
dieser Schrift findet sich in Wien; s. Hammer, Osman. Reich VII S. VII
nr. 20 und Flügel's Katalog U, 293 nr. 1107,i.
Anfang (so; von dem der Wiener Handschrift abweichend): ^ jo (jJü'Joo jj
sJy^LwOL) ■^■y.a.:^ (^[.a^4^\ JLm.-^JI vj^UjO ^«XLumJjO oÜÜä' a)>J>>.J*
'^JLfi i^iiCw i^Je o Ja ÄAA=^ culi'Li. ^J^ *)^-^
55 beschriebene Blätter'); 21,5 X 14 t;m. Gutes, türkisches Nas^i
mit 17 Zeilen auf der Seite; die Seiten mit rothen Linien (Fol. l*" und
2^ mit blauen Streifen) umzogen; am Anfang ein roher iTJnicän von Gold.
Auf Fol. r' steht, von fremder Hand geschi-ieben : J^ tt'^' >i^^» i^yJk^
>Ji.jLäS' i^JLS'cXjiJ tXJtXs. v'^^y ki^^j^-^^) ^^uf einem aufsen aufgeklebten Zettel:
ffe rO jc^'j^ '"«*'-:'. i^'^ ?-^' ^^jW" J"<a.:^ JutXs. ''P^)'"' '^'-*^'
268—274. [Ms. Orient. Fol. 111. 112. 113. 15 3. 4 62. 4 74. 49 2.]
Sieben Rechnungsbücher in dem bekannten schmalen und hohen Octav-
oder Folioformat; säunntlicli mit ÄT/ä^a/i- Schrift geschrieben, welche so
') die vorhandene Originalfoliierung geht nur bis «i* , weil mit li zwei Blätter be-
zeichnet sind.
Türkische Handschriften 275. Fürstenethik u. s. w. 291
schwer zu lesen ist, dafs ttir die Türken selbst besondere Lehrbücher der-
selben verfafst wox'den sind '). Von diesen Rechnung-sbüchern handelt Nr.
111 (70 beschriebene Blätter von 42 X ISv"" ^^^) Wher den Ertrag aus
Verpachtungen v:yL*ioljLo von KronsgUtern x.^Lä. ,^1 i" ^^KP) im Jahre 1087
(beg. 16, März 1676), Nr. 112 (28 beschriebene Blätter von verschiedener
Gröfse, die gröfsten von 32X11 t'jn) über die Scliatzkainnier der Kron-
güter von Ofen ^JJt)o k^L~» Jljl oysJ» Nr. 113 (74 beschriebene Blätter
von 31 X 10,5 cm; in Lederfutteral) über das Lrwä Syi-mien -ww ^t^J im
Jahre 997 (beg. 20. Nov. 1588), Nr. 153 (13 beschriebene Blätter von
41 X 14,6 cm) scheint sich auf Verhältnisse der Janitscharen zu beziehen,
Nr. 4 62 (9 beschriebene, meist in der Mitte eingerissene Blätter von 4 2,5
X 14 cm) handelt über Zeugschmiede und Kanoniere jjL^^-isj ,jLa.XA=»,
Nr. 4 74 (18 beschriebene Blätter von 3 0,5X1'^' cm) über die Kopfsteuer
der Ungläubigen ^l^jiS' xjys. (vgl. Wien II, 441 und 451 ff.), und zwar
der Ungläubigen lAr xJU« v^'^ C^i^^^^?- **^" ».^i^^^; Nr. 492 endlich (45 be-
schriebene Blätter, die gröfsten von 33 X H cm) stammt aus dem Jahre
950 (s. Fol. 3 7'') und scheint sich auf Abgaben von fahrendem Volk zu
beziehen; wenigstens glaube ich die Worte L.jjCJ ^ L^LJLbj Lg^-Lsa. zu lesen.
275. [Petermann II, Nachtr. 1.]
(* ^j^Jo oob'^ »;> ^^.j.;c«.jl riy Juäijc yXsi> „detailliei'te Rechnung über
das Liwä jj^j^jü^jI im Wiläyat Ofen". Rechnungen in Ä^äga/«- Schrift,
') ein solches ist z. B. in iler hiesigen Handschrift Nr. 502 enthalten; bei Beschrei-
bung dieser Handschrift sind noch andere derartige Sehriftchen nachgewiesen,
^) auf einem eingeklebten Zettel steht, von alter, guter Hand geschrieben: „Nach der
Anzeige unseres Hofdollmetschers Frangopuli ist das, von des König!. Kriegs- und Domainen-
Baths, Herrn Feldmann, Wohlgebohren, mir zugefertigte, und liierneben wieder zurückfolgende
Manuscript, nichts anders, als ein Tarif, von gewissen Gefällen, welche der Tiircksche
Kayser, von gewiesen Städten und Dörfern, unter dem Nahmen Garatsch [d. i. _lj~>.], auf
ein, mit seinem Pettschaft, bedrucktes Blatt, einzufordern pflegt; und es ist solches, in
Türckscher Sprache abgefafst, und auf Papier, von Baumwolle und Leinwand [sie] ge-
schrieben". — Auf einem auf die Innenseite des hinteren Einbanddeckels aufgeklebten Papier-
streif ist gedruckt „Ex bibl. Frid. Jac. Roloff."
') d. i. das ungarische Comitat Csanäd (im jenseitigen Theisskreise).
*) dieser Titel steht auf einem Zettel, welcher der Außenseite des Vorderdeckels auf-
geklebt ist.
37*
392 Türkische Handschriften 276. Medicin.
VOM Farhäd ihn lÄbd alläJi uuter der Regierung Sallnis II im Jahre 9 78
(beg. 5. Juni 157 0) geschrieben. Letztere Angabe ist einer Bemerkung
auf Fol. 1" entnommen. Auf Fol. 2" steht sehr grofs die Tuyra des
Sultans.
84 beschriebene Blätter; 42,6 X 15 cm. Auf Fol. 1* ist das Siegel
eines Europäers in Siegellack abgedrückt. Ein Dintenfleck auf Fol. 34".
Hierher gehören noch: Nr. 17 fol. 28'' (ein xxjLjj^jjLs über Abgaben von Grund-
stücken) — 22,1 (xÄAkJ |^L5L.«o.. XÄJ**i ^sjL«aJ) — 27,9 (ein «joU^j^Ls über die
loLc) in Äßjo) — 30,8 (ein desgl. über Abgaben von Ländereien) — 32 S. 5 (Kleider-
ordnung) - S. 10, 11, 12, 13 (i^wCiO viyL^AÄy») — 36,2 ( jooLjn_i^T, Ethik für Ve-
ziere) — 39 fol. 67^ ( ^^LkJLc sjJlj LoÜtäjJLe) — fol. 75'' bis 90* (vermischte Verord-
nungen) — 45,1» (ein grofsherrlicher Erlafs, s.tX.o) — 47,2 (JotXi»- &xiLj(jjjLis von Abu
'l-SUiUd) — 52 bis 54 (Steuerquittungen, Pässe u. ligl.) — 55,6 Rechnungen in Siyäqah-
Schrift) — 309 (über Beamten-Üesoldungen) — 315,1,4 (Verzeichnis der Waqf, welche
unter Aufsicht der Pforte stehen) — 505 bis 510 (allerhand Schreiben politischen Inhalts;
in Nr. 508,i der Vertrag zwischen der Pforte und England vom Jahre 1086 = 1675).
XIV. Medicin.
276. [Ms. Orient. 4«. 625.]
Eine Anzahl nicht gebundener, sondern lose in einem Umschlag bei-
sammen liegender Fragmente, anfangs arabisch, zuletzt türkisch. Die letz-
teren folgenden Inhalts:
1. Fol. 33—35*': eine Zusammenstellung medicinischer Recepte, unter
denen sich auch Talismane und Gebete befinden; ohne Einleitung oder
sonstige orientierende Beigaben. Das erste Recept ist in Versen abgefafst.
Anfang: ')**► iß'y^ (•'^J^J (jJ^tXj v-^ä ji is^\m ^y*SS\ Jjo v_*i»'
2. Fol. 35*"— 42: (* tV^ix, eine medicinische Schrift von Yüsuf ihn iAli,
welche in vier Capiteln handelt über die Krankheiten l) des Kopfes;
2) der zwischen Hals und Geschlechtstheilen liegenden Körpertheile ; 3) der
') oder Juijc i^Iä$^? In der Vorrede heilst es: yiii (X^V^^ "^^-i^ yi-
Türkische Handsclu-iften 276. Medicin. 293
Geschlechtstheile und des Afters; 4) des ganzen Köi-pers. Die Handschrift
ist am Ende defect; sie bricht im dritten Capitel ab.
Anfang: J&««J>I iLcxx aJU^^ j-j j^-y' ^j-"^" <ii^^L*j' (^3^=» \S' «-*JsSj' ^'jj« J*-i
Ende: jüj ^"^jy^ _j1 u^'o« ^„Xla^x) jcÄÜ jjI^äcv
3. Fol. 43—48: eine Lage aus einem jwLjsL . Der Anfang handelt in
mehreren Faßl über die oIsLä~»I des Coitus, d. h. über die für denselben
günstigen oder ungünstigen Zeiten (Tage und Stunden). Darauf folgt unter
der Ueberschrift k_ftJj./i (' ouyoj ein in 1 7 Capitel lob eingethellter Abschnitt
über aphrodisische Mittel. Ln fünften Capitel bricht das Fragment ab.
Anfang : ^tVi^J 15-!^ ij-^^^ 5^-jj xJC+j'l pU^ oöj ü^j-^ s^Jj-Läj. ^sj^ xS' JLw.*äjI
Ende: x^JL? >-L)<.J' äaaäjI lolj-w J.l
4. Fol. 49: ein Blatt, durch Papier und Handschrift von dem vorigen
Fragmente unterschieden, enthält Vorschriften über denselben Gegenstand,
angeblich von Avicenna, hier Abu lÄll Siuä genannt, auf Befragen
einem jungen Manne mitgetheilt.
Anfang: -jjol eS'iüo ^jtU5' (äS«»ol wj| 5^Ls. ^j Kj S\ i^jJ^I -La ^^0 l5o
5. Fol. 50—53: einige Reeepte. Den Anfang macht das Ende einer
Abhandlung über Theriake; dann folgen Reeepte zu Augen- und aphro-
disischen Salben; dazwischen eine Anweisung, wie ein sLüJI (' ^a* \-f>-
genannter und aus sieben (/«r'cTn- Versen (deren erster IX, 14 ist) zu-
sammengesetzter Talisman, und ebenso ein anderer, aus den Namen der
siebcTi Schläfer und ihres Hundes bestehender zu Heilzwecken angewandt
werden können.
Anfang :
^^ ;<^' is'f <s^'^ ^^ ö-^-f y^ 1***^:?' >^ M^s^ ^5^7=*' y^
Gröfse der gröfsten Blätter: 20,5X15 cm. Verschiedene, mehr oder
weniger deutliche Nastadiq- und iV«sx?-Hände, am besten die von Nr. 5
{Nasxi).
*) Hs. ^^ÄA.^^.
*) Hb. ijVAjJl . Es Bcheint damit iAbd alläh ihn MiOiammad al Miyüngi al Hamadäm
et 525, beg. 4. Dec. 1130) gemeint zu sein; s. ä. X. VII, 1029, 1076. — üeber ^-^LaJI
8. Maräsid lU, 182 und 183.
294 Türkische Handschriften 277. 278. Medicin.
277. [Ms- Orient. 8". 58.]
1. Eine medicmische Schrift ohne Titel, angeblich von dem ^niyi und
Arzte Ähü MuTiammad ,c.üLftJI auf Veranlassung- des Chalifen Jla'mün aus
persischen Büchern zusammengetragen. Den Inhalt bilden ohne Ordnuno-
zusammengeschriebene Hausmittel.
Anfang: xaIc xJÜI «.<-=.> jlLJL&. ^yf^ 'S jjLss-i" |vas.1!I ^j-^i>wl &jÜI *-.*j
I»Xj^»j. JäxÜ &JLi(_ir( cXjLe lÄi>^^l XÄiiU>
2. Fol. 11^: eine gleichfalls medicinische Abhandluuof, welche in der
Ueberschrift j.iLLJ( auJlt ,^a;-'' vlJs ^^^ genannt wird. Die gegebenen Vor-
schriften sollen also, wenn dies auch nicht ausdrücklich ausgesprochen
wird, auf den Propheten zurückgehen. Eingetheilt ist das Schriftchen in
folgende fünf Bäh: — ,,jJb cJLewe \S Y — >,jJb ^JLäwc jü^süx x-iL t
J^o « — >><>~L: CwLi^ j^J-lxix 5wLi_0 f — <»0J..' cJLöwC 'dJjLXx S'^fil f
^^t>-b ^cJ-öw« ^3^-*^ iU.^,^'. Mit der gleich betitelten arabischen Schrift,
welche im Orient lithographiert (Perthes Nr. 42) und von Perron in das
Französische übersetzt worden ist (Alger et Paris 1860. 8"), hat das vor-
liegende Büchlein nichts zu schaffen.
Anfang: jiLÄxi.Ä. S\ ^wU.iLe ii<.JLcwe ^^\ (J-Lüu x-iL JjVI i_jLJI
3. Fol. lO*" und 15'' stehen Verse, Fol. 14*' ein.Recept mit der Ueber-
schrift .Jo.^ sjws. und dem Anfanse: J.' ^' %»j *j2.o v^äis.
15 beschriebene und zwei leere Blätter; 18,3X12,5 cm. Sauberes,
doch oft recht schwer zu lesendes Diicäni mit 15 Zeilen auf der Seite.
Auf der Innenseite des V'orderdeckels steht, von alter Hand geschrieben:
„Libelli duo medici integri quorum alteri titulus: liber medicinae pro-
phetae ".
278. [Petermann II, 391.]
1. Ein alphabetisch geordnetes Wörterbuch der einfachen Heilmittel.
Kein Wort einer Einleitunsr oder Vorrede ist vorhanden: vielmehr begfinnt
das Buch, nach der Basmälah, sofort mit Erläuterung von J^Jcll. Nach
einer von fremder Hand geschriebenen Notiz auf Fol. 1* (vsjIo^ä* ^U^ ttXff
»Uajjo ,^1 ^c*-'^) soll es eine türkische Bearbeitung des bekannten Werkes
von Ihn al battär sein (s. Gotha, arabisch Nr. 200 Ij, welches allerdings
auch in das Türkische übersetzt worden ist (s. Dresden Nr. 5 4 , üpsala
Nr. 362 und 363); die Abweichungen des vorliegenden Werkes von dem
Türkische Handschriften 279. J[edicin. *9ö
Texte des Ihn al haüär sind aber zu grofs ' i, als dafs das erstere tiir eine
üebersetzung oder auch nur Bearbeituug des letzteren gelten könnte.
Anfang: , :t) Js &-Uj;>. j: Jo -iL' .,^-; aJ.I ^ o i^ Jiü^ J^Jsll
1. Fol. ISS': ein medicinisches Werk ohne Titel, vun LsKäq^ ihn
Muräd im Jahre 792 (beg. 20. Dee. 13S9) vertafst. Dasselbe zerfällt in
zwei Abschnitte »-»i. von denen der ei-ste die einfachen Heilmittel in al-
phabetischer Ordnung autzählt und bespricht, während der zweite Anlei-
tung zur Heilung der Krankheiten (_deren Aulzählung mit denen des
Kopfes beginnt) giebt.
Anfang : > JJCif jjJL'jl ^ (^sic) LJU. Jyysf . <\t*^^ (sie) LI-'I^ Ij^*^ sJÜ j^l
234 beschriebene Blätter; 26 X 1" cm. Ziemlich gutes Xastaiuq mit
1 9 Zeilen auf der Seite. Durch einen durch die ganze Handschrift ore-
drunoreueu starken Na^el oder Pflock ist der äufsere ßand, welcher viel-
fach beschrieben ist, stai-k verletzt. Am Anfang, am Ende und zwischen
beiden Werken stehen noch allerhand Eecepte, darunter (Fol. 186*) eines
von Qutb al-din ^räzl (^f '10 = 1311: s. Wüstenfeld, Arab. Aerzte
Nr. 24 7). — Zwei Siegel, schlecht abgedrückt und schlecht gehalten, finden
sich auf Fol. 1*.
279. [Diez A. S". 49.]
1. Ein medicinisches Buch, welches ohne alle Einleitung sofort mit
Angabe von ^linelu gegen Kopfschmerz beginnt. Die Capitel w-L-, hi
welche das Buch eiiigetheilt ist, sind im Anfang (^bis Cap. 40, fol. 'H'') ge-
zählt, dann nicht mehr. Unter den Mitteln, welche empfohlen werden,
spielen Talismane eine grofse Rolle.
Anfang: (-^^05^^ ^^^ysS .J.L J^y\ ^^XyJ ;iXib ^. ;wV5.wtf (?) ^U-*
2. Fol. Iir': Dasselbe, ^Li.>L; i^LcbsL genannte Buch über den Coitus,
welches auch in der Handschrift Nr. 2S6 enthalten ist; man s. dort.
Anfang: jc-^i _^ .^Ij^xl *5' (sie) 2lajsJI w-— i^ -Li" ^' wCi. -.'w.-~. Ju-=»
3. Das a-cbsL? endigt auf Fol. irS* Z. 2 ; hierauf folgt noch eine Zu-
*) so fehlt z. B. gleich ^wa«JII , der erste bei Ihn al Baitär vorhandene Artikel. Der-
selbe ist hier erst auf dem Bande nachgetragen.
*) siel 1. v.54Xa5'= .»Jlx5' „macht gehen, entfernt".
5
) Handschrift kxü^ .
396 Türkische Handschriften 280. Medicin.
sammenstellung von allerhand Mitteln, sowohl eigentlich medicinischen als
anch talismatischen ; darunter, Fol. If»'' Z. 3 v. u., ein «ybLxil *iUxi Uber-
schriebener Abschnitt.
159 Blätter mit Originalfoliierung ') ; 19X13 cm. Ziemlich rohes,
vocalisiertes Nas/l mit 1 3 Zeilen auf" der Seite ; Rubricationen sehr zahl-
reich; Abschi'ift am Ende datiei't vom Neumond sie des Bahn I 1033
{== 23. Dec. 1623); ebenda nennt sich als Schreiber Hasan (oder Husain?)
ihn MuRammad ^jU^X^Jül (oder ^-jLoJCa. -äJI?); auf dem letzten Blatte der
Abdruck eines Siegels mit dem Namen ^c*^' — -A-uf einem aufsen aufge-
klebten Zettel steht: vl^ ^^ sXm^ o i^^^^ia wyaj stXÄÄJIj «JLws w ^^i>^_Js
280. [Diez A. 4«. 62.]
Ju^.g.*«.j , das bekannte Compendium der Heilkunde von Häj^i PaSa,
welcher unter Bäyazld I, und also um 800 d. Fl. oder 140 0 n. Chr. lebte.
Ueber den Verfasser und seine Wei'ke vgl. man Flügel zur Wiener
Handschrift Nr. 14 66 (11, 5 3 6), sowie die Gothaischen Handschriften Tür-
kisch Nr. 110-112 und arabisch Nr. 1938.
Die drei Ba/S, in welche das Werk zerfällt, und deren Inhalt von
Ö. X. II, 296, 2995, von Flügel a. a. O. und von Fleischer zur Leip-
ziger Handschrift Nr. 268 (p. 5 15 des Kataloges)r angegeben wird, be-
ginnen in dem vorliegenden Exemplare auf Fol. 2", 32* und 62*". Das
drittletzte Blatt schliefst mit den Worten ^Lv ^JSoJ<j] iS^ f^^. (Gotha
110 F^ol. 43" Z. 2); die beiden noch folgenden Blätter schliefsen nicht an
und ich kann den Inhalt derselben in der Gothaischen Handschrift Nr. 1 1 0
überhaupt nicht finden. Auch am Anfang ist die Handschrift ein wenig
defect, indem von dem ersten Blatte die obere Hälfte und damit die zwei
ersten Zeilen abgerissen sind.
Andere Handschriften, aufser den bereits erwähnten, finden sich noch:
in Wien Kr äfft Nr. 381, Dresden Nr. 5 2 und Paris Nr. 169.
Anfang: s(.> ;j*-LUl «ääj ^x ^jXjJ\ y*^ xS' -jJj ^^^ ^öJiyS' ^l^XSa oJ[iLö
72 beschriebene Blätter; 20 X 14 cm. Gutes, durchaus vocalisiertes
Nas/l, mit 13 Zeilen auf der Seite. Auf Fol. 1% und zwar auf dem zur
Ergänzung des abgerisseneu Stückes angeklebten leeren Papier, zwei Siegel.
*) fol. I und V sind zusammengeklebt, fol. I» ist ausgefallen, und mit Itt" sind drei
Blätter bezeichnet.
Türkische Handschriften 281. 282. Medicin. 897
281. [Diez A. 8». 187.]
y*,ÜJl (' «iL-uj, ein Lehrbuch der Heilkunst, von NidtVl~), und zwar
das in Prosa abgefafste, während das in Versen geschriebene in Nr. 38,3
und Nr. 4 1,1 enthalten ist. Der Inhalt der Gü Capitel y_jLj, in welche der
Inhalt getheilt ist, wird zu Anlang angegeben; das letzte, 60"'", Capitel
(^J bJooLj ^_jb:^ iwäJLj ^^^) beginnt auf Fol. 117* Z. 3, ohne dafs der
Anfang desselben ii'gendwie bezeichnet wäre. Die Vorrede, welche in an-
deren Handschriften das Werk beginnt, fehlt hier; nach der Ueberschrift
j^tUil ^^Ijo büi^ C^lsJI 3 u-L^-" (•i'j •^^ Ijoa folgt vielmehr gleich die
Aufzählung der Capitel mit ihren Ueberschriften. — Andere Handschriften
finden oder fanden sich: in Gotha Nr. Iü6,2 und 114, München Nr. 241
fol. 36 (vgl. Nr. 24 3 foh 15 4'') und bei de Sacy Nr. 335.
Auiang: ^I-^j (J--»';«^^ JU^ cX^j^Jo^Adi» J^j i^jr^ 5joL*v.jf w^*^' v'-^ *X^.'jl
Das Werk des Nülä'Z schliefst auf Fol. 117'' Z. 3 v. u. Den übrigen
Theil der Handschrift füllen ßecepte (darunter auch Talismane) und An-
weisungen zu Curniethoden (darunter auch chirurgische), z. ß. gegen Stein
und sonstige Blasenleiden (Fol. 14 4^"''). Obgleich dieser Theil der Hand-
schrift kein äufserlich oder innerlich abgeschlossenes Ganze bildet, kommen
doch hie und da i^«Ä/-Ueberschriften vor (Fol. ISS'' der fünfte, Fol. 148''
der .secliste, Fol. 154'' der dritte Fasl)^ welche vermuthlich der Compilator
aus den von ihm ausgezogenen Werken mit abgeschrieben hat.
157 beschriebene Blätter; 20 X 1<^ cm. Flüchtiges, doch deutliches
Nas'/l von türkischem Zuge; auf der Seite stehen 19 Zeilen. Abschrift
datiert vom 7. Eab'H H 109 7 := 3. März 1686. Das letzte Blatt ist zer-
rissen.
282. [Diez A. 4«. 67.]
^L4-L*^ v_jU5' (so in der Ueberschrift genannt) von lAli ihn lUGinän
(Fol. 4" Z. 4). In den einleitenden Worten sagt der Verfasser, dafs er bis
zum Jahre 987 (beg. 2 8. Febr. 15 79) die vorkommenden Feldzüge mit-
*) in der Ueberschrift der vorliegenden Handschrift steht fiir «iLuo fälschlich *J)\j .
*) Fol. 116" Z. 8, Fol. 157* Z. 3. An eratercni Orte spricht der Verfasser von seinen
Lebensschicksalen; s. oben zu Nr. 38,3.
Türkische iiuudcicUrit'ltiO. 38
298 Türkische Handschriften 283. Medicin.
gemacht ^-^^^j sJ-iu« jj^^' ^'5 und in denselben sich verschiedene Krank-
heiten geholt habe; seine dadurch erzwungene Mufse habe er nun dazu
benutzt, aus verschiedenen renommierten Werken ^^iyü^juo ^_^ das vor-
liegende Handbuch zusammenzustellen. Dasselbe behandelt die verschie-
denen Krankheiten und die gegen dieselben anzuwendenden (auch talis-
matischen) Mittel in 89 Fad, von denen der erste {^^IxXjo xä^^j^Ü jiLj
x^l-»^, der letzte über verschiedene Heilungen LLi ejLiljw handelt. Auf
den zwei ersten Blättern ist ein Vei'zeichnifs dieser Fad nebst Blattweiser
vorausgeschickt; in demselben sind aber Fad 7 1 und 7 2 (JltX^ und Jyo)
ausgelassen, 75 (cLAä^I = ^J.♦^^i■) als zwei Fad (l. ^^^y und 2. ^5>.AJtXj!)
o-ezählt, so dafs dieses vorausgeschickte Verzeichnifs nur 88 Fad statt der
wirklich vorhandenen 89 aufzählt.
Anfang: jüiJLi> y^ J^s- j.^*«*Jl^ s^-LäJIj ^j^JU+JJ jLöL*Jl^ ^xJLjJI >_)> «-Ü tX+i.!
jj.jjioLL!t ^^.AjLxkJI xJI JsÄj |Jla^^ i<As. xUI J.^ eJÜI (sie) J^- Jl cX*:s?
140 beschriebene Blätter; 21 X '^7^ cm. Gutes DnoCml-Nasylsi mit
1 7 Zeilen auf der Seite. Am Ende noch 7 theils leere, theils mit Notizen
u. dgl. beschriebene Blätter; am Anfang und am Ende sind viele, meist
sehr schön geschnittene Siegel deutlich abgedrückt.
288. [Petermann H, 456.]'
^IäjNI ÄjLe it4.=»vJ ti '(jlJo!^ll Joojj, die von Musfßfci ihn Miüiaiimtad
verfertigte türkische Bearbeitung des arabischen Werkes ^ '^LJLiifl iüLi.
jmL^öNI r;t)>-J 7*JtXJ' von Sälili Efendi (d. i. SälUl ihn Nasr allah al Halabi,
genannt Ihn Saläui] f 1080, beg. l. Juni 1669). (Jeber das arabische
Original vgl. man IL X. IV, 294, 8490 und die Gothaer arabischen Hand-
schriften Nr. 1940 und 1941 (Hl, 480). H. X., welcher a. a. 0. auch
die vorliegende türkische Bearbeitung erwähnt, sagt, dafs der Verfasser der-
selben, Mustafa ihn AllmaJ, den Beinamen Watwät „die Fledermaus" oder
„die Bergschwalbe" trug, Oberarzt an dem Krankenhause der Moschee des
Sultan Älimad war und sein vorliegendes Werk im Jahre 1141 (beg. 7. Aug.
1728) vollendete; die letzte Angabe kann ich in der Handschrift nicht
linden, wahrscheinlich weil dieselbe nur die ei'ste Hälfte des Werkes enthält.
Die Eintheilung des Wei'kes stimmt in der türkischen Bearbeitung (s.
das Ende der Vorrede) nicht mit der des arabischen Originales, wie die-
Türkische Handschriften 284. Medicin. S99
selbe in der Gothaer Handschrift Nr. 1940 gegeben wird, sondern mit
der Angabe des H. X. überein; es scheint mir deshalb niclit unwahrschein-
lich, dafs H. X. seine Angabe gar nicht nacii dem arabischen Original,
sondei'n eben nach der ihm wohl leichter zugänglichen türkischen Bearbei-
tung gemacht liat. Wie bereits bemerkt, enthält die vorliegende Hand-
schrift nur die erste Hälfte des Werkes, d. h. MdJiülah 1 und II, welche
auf Fol. 6' und aI'' beginnen; auf P'ol. vf''tf. finden sich Abbildungen von
Retorten, Oefen u. dgl.
Anfang: sjJuaJl öL.i.ly=» fljt> xjJJ ^j./) {J^*-?} )>'*^' J^ *^-" (^7^- c^" l*'*"^
268 beschriebene Blätter'); 20,5X15 cm. Flüchtiges, grobes, doch
im ganzen deutliches Nastaüiq mit 17 Zeilen auf der Seite. Abschrift
datiert von einem Freitag, der Mitte des Jü '1 qaidah 1216 = 19. März
180 2. — Auf sieben Blättern ist ein Inhaltsverzeichnifs mit Blattweiser
vorausgeschickt.
284. [Diez A. Fol. 59.]
i_Äjj-w ^j.i\ ^LlSb, ein Handbuch der Heilkunde, von Ihn Sarlf, dessen
Zeitalter u?ibekannt ist. Das Werk wird von n. X. VI, 507, 14443 nur
eben erwähnt, der Inhalt desselben aber von Fleischer zur Leipziger
Handschrift Nr. 269 (p. 515) ausführlich mitgetheilt. Eine Xätimak ist
in dem vorliegenden Exemplare weder vorhanden, noch wird eine solche
auch nur erwähnt. Die letzten behandelten Krankheiten sind y^yi (Hä-
morrhoiden) und ü5oj);J (Gesichtsrose?). — Andere Handschriften dieses
Wei'kes finden oder fanden sich: in Leipzig die bereits erwähnte Nr. 269
und 2 70, Dresden Nr. 17, München Nr. 242 und 24 3, Gotha Nr. 108
luid 109, in der Bibliothek der DMG (S. 37 Nr. l), in Paris Nr. 168
und bei de Sacy Nr. 334.
Anfang: S^UiJLj 'ijl^l tXi!^ J-^ 5*i,.*Dlj 'a^Xs? »oLt J.'i^'^ '■ ^\j*l\ xJU d<4jL\
221 beschriebene Blätter von 3 0 X f9 cm, und aufserdem sowohl am
Anfang als am Ende je ein leeres und ein mit einigen Notizen und Recepten
beschriebenes Blatt. Schönes, mit einzelnen Vocalen versehenes Nas'/i mit
21 Zeilen auf der Seite; viele ßubricationen. Abschrift von MmkiJ^ä ihn
') die vorhandene Originalfoliierung geht nur bis H», da sie die sieben Blätter des
vorausgeschickten InhaltsverzcichnisseB und das erste Blatt des Textes nicht mitzählt.
38*
300 Türkische Handschriften 284*. 285. Medicin.
Xuiä()ah Gäv (sie) gefertigt im Jahre 981 (beg. 3. Mai 15 73). Auf der
Innenseite des Vorderdeckels steht ^-y^ La, auf Fol. T ist ein Siegel ab-
gedrückt.
Auf dem zweiten Vorsetzblatte stellt : „ Hie Liber, Turcarum Civitatis
Budae, Praefecto munitionum appertinebat , vocabatur Praefectus Osman
Schidai , quem captivum abduxi tempore occupationis Budae, in cujiis
Domo hune Librum, et alia plura inveni et pro praedä accepi. Ao 1686.
d. 2/12 Fbi'. in civitate Buda. horä 4*' pomerid. David Henricus a
Schmettau". —
284'^. [Landberg 916.]
v.>jyja (JLc. IÜL«^, eine Sammlung von medicinisclien Recepten; den
Anfang macht ein „Kräftigungsmittel" ^Ä;^_Ä_x, dessen sich der (damals
schon verstorbene ^j-äi^j Cy^'f) '^'^^^^'^ Bäyazld zu bedienen pflegte. Der
sich am Ende nennende Schreiber, ßurekji-zädah Mustafa al-Nüri, ein
Schüler des lAli ril Xulüsi Efendi, ist vermuthlich auch der Compilator des
Schriftchens.
Anfang: i^**'^ (j'/-* (5^.?*^.?' ^''"))^^ *^^^' v^^'j vJj' ^-äj^ (' 0^<>..^^b tXtÄ.
15 beschriebene Blätter; 18,5 X '3 cm. Schönes, vocalisiertes Nas)(l
mit 17 gespaltenen Zeilen auf der Seite; der in Prosa abgefafste Text
füllt aber nicht erst die eine Spalte, um dann auf die andere überzugehen,
sondern läuft auf jeder Zeile von einer Spalte auf die andere über, als ob
es Verse wären. Die mitgetheilten Recepte sind roth geschrieben. Auf
der letzten Seite steht noch ein besonderes, nicht zur Abhandlung ge-
höriges Recept.
285. [Ms. Orient. 4". 114.]
Auf den zwei letzten Blättern (Fol. 196 und 197) dieser sonst arabi-
schen Handschrift stehen einige medicinische Recepte und Rathschläge zur
Anwendung derselben. Den Anfang macht eine Salbe ^j^^oo, welche gegen
22 verschiedene Schmerzen gut und bereits von Galenus, Avicenna und
Luqmän empfohlen sein soll; den ßeschlufs eine „erprobte Fontanelle"
y»L) yi oy.??. — Auf fol. vers. des drittletzten Blattes steht ein Amulet
oder Zaubersegen gegen Fieber (>tXjLs' ooLä (j^-s?ol ^^=^)■
^) sie! 1. i>jjkä?b (\»A..
Türkische Handschriften 286. »Ul JLä 301
LJI ^r
Anfang; ^_J«yuJLc► JjJj' ^j^j ^^jLo^l> «ji> JvO^ ^1 (sie) »^ kä^^.:^ ^
Gutes Nasxt ohne Vocale; 18 X 13,6 cm.
Ein mit gewiihnlichem, deutlichem Tailiq geschriebenes Recept nebst türkischer Anwei-
sung zur Zubereitung desselben steht in der Handschrift Wetzst'-iii II, 1849 auf Fol. 76''.
Zur Medicin gehören noch: Nr. 5,«i (über v:i»jj„jC!l ^^Uo) — 5*,69 und f),2,g (Ke-
cepte) — 6,«,<! (Chirurgie) — 15,8 (Mittel gegen Schmerzen) — IG, 5 (Lehrgedicht des
Sartf-eädah) — 17 fol. 1» und 11^ (Recepte) — fol. 37" (desgl., zu einer Schwefelsalbe) —
32 S. 19 (desgl., zu einem Elixir, nach Galenu.«!) — 38,3 (Lehrgedicht des Nidän) —
41,10 ((_ÄA*u ^0) — 44,8 und 160 fol. 120^ (Kecepte) — 176 (über Krankheiten
und Temperamente) — 309 (Recepte) — 315,1,8 (desgl.) — 407, 422 und 435 (desgl.).
286. [Diez A. 8". 23.]
1. j^ffLioL (' L/oLjsLj , ein Buch über den Coitus, von einem Un-
genannten aus dem Persischen des Nas7i- nJ-dln Tüsl (f 672, heg. 18. Juli
1273) in das Türkische übersetzt. Die Schrift, von welcher ein zweites
Exemplar in Nr. 279,2 enthalten ist, zerfällt in 18 Capitel v_jLj. Auch in
Gotha befinden sich zwei Bearbeitungen der Abhandlung des Nasir al-din:
Nr. 124, dieselbe wie die vorliegende, und noch eine andere, Nr. 105
fol. 68\ Vgl. auch Dresden Nr. 172,9, Paris Nr. 173, Wien Nr. 1439
(II, 5 38) und Ambrosiana Nr. 297.
Anfang: (sie) Ijuol ^^ )!> (sie) &XxSiyiy\ <^-jj£ls> JjI ^jXxi ^ y^^ o~'-^V*j '^*=*
2. Fol. 27*': Aphrodisische Mittel, gegen Impotenz.
Anfang: el«"> \>> sJOijLo ^s»iLc täSJUiJiX'j' \~s.>juö läXeU^ »•-» (5^*:? s'-^'' '-a*^
29 Blätter, von welchen 1, 2 und 29 nur einige Notizen und Siegel
') dafür steht hier (in der Ueberschrift) LoLijJ&L)!
303 Türkische Handsclu-iften 287. 288. Veterinärwissenschaft.
(Fol. T einen Brief) enthalten; 20 X 13 t;»i- Hübsches, kräftiges Nastaüiq
mit 1 5 Zeilen auf der Seite.
287. [Wetzstein II, 1640.]
In dieser sonst arabischen Handschi-ift steht auf Fol. 124"'— 132* eine
Abhandlung in türkischer Sj^rache. Dieselbe ist überschrieben kJL.wv Ijcjo
UjC=» Jys ^-^ '3r'.r^ und enthält allerhand Rathschläge für die physischen
Beziehungen zwischen Mann und Frau; zuletzt Recepte zu aphrodisischen
Mitteln. Der Kolophon beginnt mit den Worten: 'ic>\Xj '^J^'3\ t)-jUil o^'
J.I iJ^JLävJI oijL^I tXj (j 'li^l üSJLJh vielleicht ist also hieraus (sie) J>Ä^t J^jL^^I
als Titel des Schriftchens zu schliefsen.
Anfang : ^^XJI xLeU. (V)5^ tiJ^JU»*.^ »j x^ ))^^ l»^*vJt x-t^ xL'l Jyu ^ ^e=><^^
Gröfse der Blätter: 14,.'iX 10 cm; deutliches türkisches Nas/I mit 9
Zeilen auf der Seite. Abschrift von der Hand des Mustafa ihn al liä()(j
iAli ihn al Mä(f(^ iTJmar Äzali vollendet in der Mitte des Rabll II {y-^ ^
oLaj ^"SII «aj^) 1161 = 14. April 1748.
Ueber sLJt |vJLc handeln auch: Nr. 5, s (Ende eines ^ooLj5LJ ) — 170,io (welche
Stunden für den Coitus günstig oder ungünstig sind) — 276,3 und 4 — 30t) ((J»..j k_jLj
\LN.*iLj Xa*Jj«,(0 und &w.J.f okAWA*. i^yS'ö (^xiijl wj v_jLj ).
&c
Veterinärwissenschaft.
288. [Diez A. 12- 6.]
LnUsaj (Fol. 8'' Z. 5), ein Buch über Kenntnifs der Pferde und Be-
handlung ihrer Krankheiten, von Hä(j<ji Muliainmad Um Häxjfjl lAh aus
dem Persischen übersetzt (das. Z. 6 und 7). Der Vorrede zufolge soll
das Buch, wie dies von ähnlichen Schriften häutig behauptet wird (vgl.
z. B. Gotha 105,5, 127 und 128), von Aristoteles für Alexander d. Gr.
geschrieben worden sein , als während einer langwierigen Belagerung in
dem Heere des letzteren eine Pferdeseuche ausgebrochen war.
Der Stoff ist in zelm Bäh getheilt, welche wieder in Fad untergetheilt
sind; die Bäh, welche auch am Ende der Vorrede aufgezählt werden, han-
deln: _j^L)^ ^1 aSybl (Fol. 16") Y — ^"^ ^^<yf'i ^1 ^y^\ (Fol. 11'') T
Türkische Handschiiften 289. Veterinärwissenschaf't.
»tU^L ySUJi (Fol. 2 2") 1= — i5;JUL?j ^^JLi^J üSUit (Fol. 20') t" — ^^xJl^
üSybl (Fol. 4 4") 'T — yi^; ^,b>jl »tXiÄj^J ii^l (Fol. 4r) e — ^^ ,^>ij|
(Fol. 63") A — yi^^ |J^>5l »tXJyiiül i^Jbl (Fol. 50') 'v — ^y^j i^t^^-^'
(Fol. 79^) r. — ^5=>iU^ ^^*.^t^JCu,l tiSyijl (Fol. T?') ? — ^L^^ ^J^^^s:>^f iiyh\
^Äj^isj ^jJ-AjJö" eSyLil. — Am Ende ist die Handschrift defect; doch kann
nicht viel fehlen, da das V^orhandene bis in den vierten Fad des zehnten
und letzten Bäb reicht.
Anfang : jjtXxtXÄ jJLc jvaT iüiJU> &=-^ J^l Aä ^ ^Ly».^ tXji. ^^j (sie) i^yJCi
Ende: i^L»- (_jÄj^t>rä j»Xäj (j.^y> (j^*i^
82 beschriebene Blätter; 14X9 cm. Gutes, vocalisiertes Nastaihq
mit 7 Zeilen auf der Seite. Auf einem vorgehefteten (nicht mitgezählten)
Blatte steht ein Zaubergebet gegen Krankheit des Viehes.
289. [Diez A. 8». 69.]
Ein ebensolches Buch, in dieselben zehn Capitel eingetheilt, und we-
sentlich dasselbe, wenn auch mit verschiedenen Worten, sagend; die Ueber-
schrift lautet kA^ JL*^ i.jLäJ' I<\sö. Am Ende sagt der Schreiber oder Re-
dactor, dai's er das Buch nach einem ihm vorliegenden Originale zum
Frommen des Lesers gekürzt habe ^), und dem entspricht, dafs statt aller
Von-ede nur eine Doxologie von drei Zeilen vorhanden ist; sonst aber ist
dieses Buch ausführlicher als das vorige. Der Anfang der vier ersten
Capitel ist nicht bezeichnet; dann aber beginnen V Fol. 36", VI Fol. 4 2'',
VII Fol. 45", VIII Fol. 63', IX Fol. 78", X Fol. 79'.
Anfang: '|»iLl!|^ »yLÄJlj '^j.aJL*JI ^^ sli d^\ '(V^^JI ij-»^r" *-^' f-'^^
yi\ ''hSyo ijJlj^j Lei tX*j Uöl jj.AJu^l '^u^P. '^JI. J.*^ Lj4>.x.wx i}^
87 beschriebene Blätter; 18 X 12 cm. Gutes, vocalisieites Nas'/l mit
9 Zeilen auf der Seite. Abschrift (oder Abfassung? I^J;^) datiert von der
ersten Dekade Jol^t des MuRarram 1000 = 19-28 Oct. 1591.
Ueber Hippologie handelt auch Nr. 8,ii ; Naturgeschichtliches über Pferd, Esel u. s. w.
steht in Nr. 6,2,a.
*) &A4_'jl OMÄ\ &J^L) x^ i^'i^Jj' vAaili^ yj J^ i^tXjl JjJa^ V? ö'<^^ t^bi' ^j
304 Türkische Handschriften 290. Botanik.
XV. Botanik (Gärtnerei).
390. [Diez A. 8«. 58.]
Die Ueberschrift, welche, roth geschrieben, über dem Anfange dieser
Handschritt steht, lautet ^UXj o^^jlJI ^jI^-L^. «./jL^jÄ ^ v^ s/iLui^iLs.
Diese Ueberschrift ist so zu verstehen, dafs der Ausdruck jwLuJa-iLj die
zwei Abtheilungen, in welche der Inhalt zerfällt, zusamnienfafst , wäh-
rend &_>cL_j^j e sich nur auf die erste dieser Abtheilungen, ein Lehr-
gedicht über ßaumzucht, bezieht. Als Verfasser dieses Lehrgedichtes wird
also Pahlawän (der Ringkämpfer), bekannt unter dem Namen Kaviänl
(der Bogenschütze), genannt; den letzteren Namen wiederholt auch der
Verfasser selbst am Ende der Einleitung, und giebt zugleich als das Jahr,
in welchem er seine vorliegende Arbeit machte, 1047 (beg. 26. Mai 1637)
an. Das betreffende Bau lautet:
wjLä5' 54>-i«otXJ tj/-* ^^ i^'^V )^-^.^ >^L*«.s. [»«J^:?! C^*^'-? [S^^ tS^**^? UsaJ
und das Gedicht beginnt mit den Worten:
Am Ende dieses Lehrgedichtes (Fol. lö*") steht nochmals »,^LA;cÄi^.i o^^J,
worauf die Ueberschrift eines auf der nächsten Seite beginnenden, von der-
selben Hand geschriebenen zweiten Lehi'gedichtes lautet äxiLääs-^SÜ .^IJüjI ^J>
^s»L=>. ,^>Äj ÄJ^Xi; die noch folgenden Worte —Jö^jvj v_*ajjj ^J beziehen
sich dann auf den ersten, über die Zucht der Narcissen handelnden Ab-
schnitt. Dieses zweite Gedicht handelt also über Blumenzucht und ist ver-
fafst von Peleli ') Yiä^ßi. Der Umstand , dafs ein Bait aus der Einleitung
des ersten Gedichtes als vorletztes des zweiten Gedichtes wiederkehrt, läfst
vermuthen, dafs beide Gedichte von demselben Verfasser herrühren dürften;
in der That können auch die in beiden Ueberschriften genannten verschie-
denen Namen recht wohl einer und derselben Person zugehört haben, welche
sich über dem ersten Gedichte nach ihrem Berufe, über dem zweiten nach
ihrer Heimath und dem Umstände, dafs sie die Wallfahrt nach den heiligen
Orten unternommen hatte, bezeichnete.
') das ist wohl soviel wie Fedewi, aus Fünfkirchen (in Ungarn) gebürtig; ?gl. oben
Nr. 208.
Türkische Handschriften 291. 292. Botanik. 305
Das zweite Gedicht beginnt mit dem Bau:
22 he.schviebene Blatter; 21 X • 2,^ cm. Hübsches JVas;(7 mit 19 Zeilen
auf der Seite; die Seiten sind von doppelten rothen Linien umzogen.
Datiert vom Jahre 1165, heg. 2ü. Nov. 1751.
21)1/ [Diez A. 4". 83.]
Ein Lehrbuch der Gärtuerei, in der Ueberschrift x^cLjow^iki, in der
Vorrede aber (Fol. 2'' Z. 7) ^jLä.^^j l3^^) genaimt. Der ungenannte Ver-
fas.ser, welcher in der Niihe von Adrianopel lebte, theilt sein Buch in sechs
Abschnitte ein, welche er in der Vorrede als vier Fasl, eine Tdiimiiuilt
und eine Xäiivia]/ bezeichnet'); in dem Texte selbst ist die (auf Fol. 3o''
beginnende) Tatiiinnali gar nicht bezeichnet, während die vier Fusl auf
Fol. 2'', 4'', 17'' und 23\ die Z(7/™r//; auf Fol. 34" beginnen; am Ende der
Vorrede endlich werilen diese sechs Abschnitte als sechs Fad aufu'ezählt
und der Ldialt derselben (richtig) mit folgenden Worten angegeben: i^j^i
,0 »tXÄjL^o is^-^-^5 ^-^*-^;^ ^^-t^ jjj.oL.uw. J..o.i '\i> sJjjLaj ^a^Ljv. . ^ Andere
Handschriften: Leipzig X, 6 (]). 33S, wo man s.), Bamberg V, 15 fol. 8o",
Upsala Nr. CCCLX, Oxf)rd (Uri Nr. XLU, i); Drucke: Konstantinopel
12GÜ (Journ, Asiat. 184G, H, 278) und 1282 (das. 1868, I, 479).
Anfang (nach einer vierzeiligen rothen Ueberschrift): jCxi^ 'ijLjLj j tX*.^.
3 7 be.schrlebene und eine Anzahl leerer Blätter; 20,5 X 1^ em. Gutes
DlwCiw mit 19 Zeilen auf der Seite. Aufsen auf dem Vorderdeckel steht:
292. [Diez A. 8«. 111.]
(^ yLssv^l (jlvA/i, eine Abhandlung über den Tulpenbau, vom Schaich
Multammad Lülah-zärJ *), welchem der Sultan in Anerkennung seiner Ver-
') (»UjI ^^*JjI v-*?"* *))^' '^^^ 7^5 '-♦^ 7^^ **:>^' J^-«a-s ^5-i>•'^ e&JL«\ jj
*) Hs. hier J^^ , auf Fol. 17'' aber richtig J^^j .
') Fol. 7" Z. 3. ■*) Fol. 6'' Z. 1.
Türlciscbe Uand^clirifteü. 39
306 Türkische Handschriften 293. Botanik.
dieiiste um den Gartenbau den Ehrentitel ^Kj^xi^^ „der Blumenzüchter"
verliehen hatte*). Die Abhandlung, welche zufolge einer Bemerkung auf
Fol. 1* auf Veranlassung eines gewissen Ibrahim PaSa geschrieben wurde "),
ist von Diez in seinen „Denkwürdigkeiten von Asien" II, 1 fl'. besprochen
und daselb.st S. 12 ff. mit Weglassung des blofs doxologischen Theiles der
Vorrede übersetzt worden %
Anfang: mf yC> Wm, s->^^^ jjJi.i.S' X^j ^^ l>^*-» £<^^ lT^^ tX*^» ^-äjLlaJ
33 be.schriebene Blätter; 19,5X^2 ein. Deutliches, vocalloses Nas/J
mit 10 Zeilen auf der Seite; datiert vom 27. (rumadci II 1157 = 7. August
1744. Auf dem letzten Blatte, von fremder Hand und verkehrt geschi'ieben,
noch ein türkisches Distichon und darüber ein paar persische Verse von
iübaid ZahänJ (s. Persisch Nr. 9,9). Auf einem dem Vorderdecke! von
aufsen aufgeklebten Zettel steht: LIa stXjl _tX>o ^^iX^t &Ji) ^L5^^!ill ^^Iva/i.
293. [Diez A. 8". 52.]
Ein Lexikon von mehr als tausend Tulpenarten. Jede Seite ist von
oben nach unten in acht Spalten und jede dieser acht Spalten von rechts
nach link.s in zwei kleine und ein grofses Feld abgetheilt. In jedem ersten
Felde steht, rolli geschrieben, der Name einer Tulpe, und zwar sind die-
selben in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt; in dem zweiten Felde folgt
dann der Name desjenigen Blumenzücliters, welcher den Samen ^ der
Tulpe besafs, und im dritten, gröfsten Felde folgt eine Beschreibung der
Tulpe, ihres Aussehens, ihrer Eigenschaften u. s. w. Ganz ausgefüllt sind
nur die ersten neun Seiten; die zunächst folgenden nur theilweise, und im
weiteren Verlaufe des Buches stehen auf den meisten Seiten nur die Namen
der Tulpen und der Samenbesitzer; viele Seiten sind aucli ganz leer ge-
lassen.
Die drei ersten Seiten sind anders, als die übrige Handschrift abge-
theilt; nändich in je zwei grofse Columnen, welclie wieder von oben narli
unten in dreizehn Spalten, von rechts nach links in je ein kleineres und
ein gröfseres Viereck getheilt sind. Die zweite mid dritte dieser Seiten
sind ganz leer gelassen; auf der ersten sind nur die beiden Hauptspalten
») Fol. 6^ letzte Zeile.
*) ^tXx*^xJLA«^ aJit j^jJ^JoU ü5oL.ciL *.AicLj| [««^vc
*j auch besondere erschienen, Halle unil lieiliu 1815, 4U S. 8*".
Türkische Handschriften 294. Botanik. SO?
cjLLöjvo uud v:i)L>yU«ua. überschrieben, und in die kleineu Vierecke der Spalten
sind zweimal die Zahlen von t bis V eingezeichnet.
Vgl. Diez, Denkwürdigkeiten von Asien II, 9, wo nur durch einen
Druclcfehler „in 4." statt „in 8." steht.
Anfang (Fol. 2"): oL'ÜI (sie) o^
(sie) ^'
jcJ«li>L? Jj^ÄJw wA^j Jkj^ ^^xjÜ5^ J^^ (sie) ,Jjii^^ LlS Lei iX»^i cj^Ljl», JLoI
SJuJCo OAAis j^^JUyJ ^sJ-5l JLjI *J'jJ 54XäJ«-> ,^;^AJ\k*u
^' (JJ>*^ LS^^ <^*j^
130 Blätter, von welchen die letzten 7 ganz leer, auch nicht einmal
mit einem Liniennetze bezogen sind; 18,äXl-l5* t^'"- Gutes Nastaillq]
neu; europäisches Papier.
XVL Dichterbiograptiie und Anthologik.
294. [Diez A. 4". 122.]
(^ '^l juiJI Sji'jJ, ein biographisch-anthologisches Werk über osmanische
Dichter, welche bis zum Jahre 953 (beg. 4. März 1546), d. h. bis zur
Zeit der Vollendung des Werkes, lebten (S. f. Z. 5, S. n^ Z. 8 v. u.).
Der Verfasser ist iAhd al-lallfl (sie! 8. f« Z. 4 v. u., S. ni Z. 1) aus
Qastanmnl, welcher sich als Dichter LaMjl nennt und unter diesem Namen
bekannt ist. Sein vorliegendes Werk ist auszugsweise von Thomas Cha-
bert übersetzt^); in der Einleitung zu dieser Uebersetzung (p. Xtf.), so-
wie bei Hammer, Osman. Dichtkunst III, 28 und bei Rieu S. VS"* linden
sich biographische Notizen über den Verfasser. Der den Sultan Sahm (I)
betreffende Artikel ist nach der vorliegenden Handschrift (S. vt=fif.) von
*) nur so finde ich das Werk in der vorliegenden Uandacbrift (S. Te) genannt; andere
Handschriften setzen noch cL4.JL)tJI iyjoj^^ oder cUioJt SwtOAJi. hinzu.
^) Latifi, oder Biographische Nachrichten von vorzüglichen türkischen Dichtern, nebst
einer Blumenlese aus ihren Werken. Aus dem Türkischen des Monlu Abdul Latifi und de»
Aschik Hassan Tschelebi, übersetzt von Thomas Chabert. Zürich 1800. Klein 8". Fehlt bei
Zenker.
3»*
Türkische Handseliriften 294. Dichterbiographie und Anthulogik.
Diez in seinen „Denkwürdigkeiten von Asien" I, 244if. in Text und Ueber-
setzung mitgetheilt. Das Werk \vird von II. '/,. II, 261, 2814 erwähnt;
andere Handschriften finden sich: in Dresden Nr. 83, jMUnchen Nr. 150,
Wien Nr. 879,2, 1221-1224, Leiden Nr. 2645, Upsala Nr. 302, Paris
Nr. 29 7, St. Petersburg (Asiat. Museum S. 208), in der Anibrosiana Nr. 183,
in der Mediceö-Laurentiana Nr. 5 06 und im ßrit. Museum (Rieu a.a.O.);
ein Stück auch in der hiesigen Sauunelhandschrift Nr. 6,2 f.
Anfang: «<j.IhA.c tX^^l.^ 'i^tNJ' (»^^^ U.j)^-'* ,«AEa^ '^-k^Jl ^♦äJI xAJI *«*j
Der Inlialt der eigentlichen TcuVnroh ist in drei Haiiptab schnitte ^^ci
getheilt. Der erste (S. t^l) behandelt zwölf berühmte sufische Scheiche,
welche in Bmi lebten {Galäl al-din Rüim, ßadr al-dm Qünaicl, iÄsiq Pasa,
Alioän älrüzJ, Sm'x Wafä, Srti/^ Rösam. lAbd alläh JJoIä, Sams al-dln
Buyän, Ihrähim Gulsaiü, Yazigizädah Muliammad Celehi, Sidaimän (Jdehi,
i^aix Baynzid\ der zweite (S. t«) sieben Sultane mid Prinzen (Szdtän Mu-
räd JI, IIvManwwd 11, Bäyazid II, Garn, Qorqud, Salim I, Sulaimün I),
der dritte endlich (S. va, in der vorliegenden Handschrift nicht als solcher
bezeichnet) enthält die übrigen Dichter in alphabetischer Ordnung. Dem
Anfange dieses Abschnittes ist (auf S. vi — At) ein Verzeichnifs der in dem-
selben behandelten Dichter (285 an der Zahl) vorausgeschickt; dieselben
sind (wie sie in dem Verzeichnisse — meist in Bustrophedon-Ordnung —
angeführt werden) die folgenden:
1
S. üV
Alimad Pasa. AUmad Gelebt Miißl (d. i. Kamälpasazädali) , Ahmad
Dan, Ahmad Zaum, Alimad Ridwän, Azliari, Isliäq, Ußüh, Äftäbi, Anwart,
Amin, Amiri, Ähl Celehi.
S. r.'»
Ball, Bäqi, Bazml, Basirl, Bahärl, Bahisü, Bahüti-i imiiz, BaUüL-i
sahlali-ywän, Bayäni.
Vi)
S. W
TabiiJ, Täjt, Turähl, Tamanna'i.
Türkische Handschriften 294. Dichterbiographic und Anthologik. 309
S. it*
Oänl, Oanä'l, Oiyähl.
S. Ilv
GaglrJ, öämi Rümt, GanähJ, GamlM, Gamäli, Galciil, Gahh (drei ver-
schiedene), Galfar Gelebt Tä^zädah, Ganäni.
z
S. in
Häßz-i iA^am, Häfi^ Slräzl, Häßz Qünawl, Hülatl, Hablbt, Hudüri,
Husaim, Hasan Cdebi, Hasan Rümi, Harlml, Harirl (zwei verschiedene),
Hadldi, Hallinl, Hamdi-i qadim, Havidl Celebi, Hayäti (zwei verschiedene),
Haidar, Hairati.
t
Xäkl (zwei verschiedene), Xäwarl, Xudu'I, Xadirl oder Xidrl (zwei ver-
schiedene), Xallli, XaM-i zard, Xafl^ X^ayäli Celebi, Xayäll Beg.
o
S. M
Däit, Darünl, Durrt, Duiä'l, DiUrl.
S. \öH
Jätl, Jaka'l, Jtknt.
)
S. hl«
Rä% Ralimi, RaHiqT, Rasmt, Rtdä% Ra/lql, Ramzl, Ramzl Cdebi, Ra-
wärä, RüM, Riyädi (zwei verschiedene).
;
S. Iv«
Zäri (drei verschiedene), Zaviäril, Zainl, Zainah.
S. «vi
Säiatl, SäyirT, Säql, Sabzl, Su^üdi, Saxä'7, SaRäbl , Surän (zwei ver-
310 Türkische Handschriften 294. Dichterbiographie und Anthologik.
schiedene), Saldi, Saldi. Garn, Saldi Efendi, Saldi-i qadlm, SalVl ÄidiM,
Sallql, Sinän Celehi, Sozi, Saht Beg, Sayähi.
S. Mi
Scwil, Sänl, ääwarl^)^ Sahidi^\ Sc/M, SukrJ (zwei verschiedene), SamM
Daftari, Samsl-i qädt, Samsl Adwäri, Samsi Hisärl (zwei verschiedene),
Samsi Äya, Samli, Sauqz, Sahdi, Saix^, oeri.
S. W«
Sabin, Salin Celehi, Säfi, Sabä% Suhlk Efendi, SidiUl Brüsawl, Sadri,
Safl, SifaU, Safä'i, Sanli-i kätib, Sanli Beg, Sanll Iznuß, Sanll-i sißüJä,
Sanli Saläniki.
Dailfl (zwei verschiedene), Damiri, Diyä'l.
Tälill, Talibl, Tariql.
Zarlß, Zahlrl, Zuhürl.
t
lÄrifi, lÄSiqi, lAbd al-raJhnän Celehi, lAhdi, lAtä'l, iUqi (drei ver-
schiedene), lAshari, lUdri, lldarl, lAdni, lAtä üskübi, lUlwi-i qadmi,
lUlwl-i mudarris, lAll Celehi, lAmrl ^s^j*^, lAndallbi-i qadim, lAndalihi-i
/iäfis, lAhdi-i kätib.
t
Fuhärl, Farthl, razäll.
*) im Texte selbst steht dafür Sawar.
*) im Texte werden zwei Dichter dieses Namens angeführt.
Türkische Handsclu'il'ten 294. Dichterbiographio und Anthologik. 311
O
FänJ, Faxürl, Fayi'i, Firtuß, Farruyj (zwei verschiedene), Fardi, Fir-
dnusi, Farldl, Fadh (zwei verschiedene), Fiyäm-t qadlm, Fiyäoii, Faqlrl,
Fikri, Faun, Fahim, Faidl.
O
S. fvt
Qädiri, Qäniii, Qadrl, Qudsl, Qandi Sirüzi, Qandl ßrüsawl.
iS und S
S. fvt'
Kätihl (zwei verschiedene), Käsifi, Käziml, Käfi, Käml, Ka^fl, Särü-
XCim, Ka^fl, GuUanl, Kamähädah (sie), KamäJ Xalwafi, Kamäl JJmmi.
J
S. fAA
La'äll, LämilT, Lä'il'ä, Lutfl, Laih, Laqä'i.
r
S. flv
Ma'äh, MaMj-aml, MoTiwl, Masil, Maslhl, Mdsrahl, Mulanimä'l, Miiiidi,
MaliM, Muniri, Malidl, MihrJ, Mlrt, Mirale.
S. rit
Najäti, Na^ml (zwei verschiedene), Nasliiä, Nasrl , NiSfini, NizümJ,
Nazml, Nagjfi, Niqüht, Niyülil, Nahäri, Nihüh , Nihänl, Nüri (drei ver-
schiedene), Namazi, Niyäzi (zwei verschiedene).
5
8. ri*»
WäMdl, Wäi^iil, Wälihl (zwei verschiedene), WaTidl, WaMdi, WaRyi,
Wisäh, Wasfi.
8
S. rat
Hälift, Häh'ml, HaläM QaramänT, HaJäkl, Hüäll (zwei verschiedene),
Humämi.
312 Türkisclic Handschriften 295. Dichterbiograpliie und Anthologik.
S. t"*1
Yäri, Yattm, YaRyä.
184 beschriebene Blätter mit Originalpaginierung-, nach welcher ich,
obgleich sie falscli ist'), citiert habe; 21 X 14 cm. Gutes Nas'/Jl mit 15
Zeilen auf der Seite. Auf Fol. l'" ein paar Bemei'kungeii und ein blasser
Abdruck e.i)ies kleinen Biegeis mit (?) v^jL^i ^ ^x^ »J^aä.
295. [Diez A. 8». 117.]
pUäJI «4.^ j-ÄÄiS', ein Auszug aus der umfangreichen Blüthenlese aus
den Werken türkischer Ghazelendichter, welche der nach tl. /.. III, 318,
5718 {= Büläq 1, 401) und VI, 355, 13 852 (= Balaq II, 394) im
Jahre 95 5 (beg. 1 1. Febr. 1548), nach Hammer, Osman. Dichtkunst
III, 61 dagegen erst im Jahre 996 (beg. 2. Dec. 15 87) verstorbene iVosm?
veranstaltete. Das grol'se Werk des Nazml selbst ist in Wien Nr. 693
(I, 64 6) und in der Barberina (Bibl. Ital. L, 108 Nr. 25 1) vorhanden; dafs
die vorliegende Handschrift wirklich nur einen Auszug aus demselben ent-
hält, wird von Hammer, Osman. Geschichte III, p. VII nr. 19 und IX,
243, 142 bestätigt.
Was die Anordnung der Gedichte betrifft, so ist dieselbe zunächst
die in den Diwanen gewölmliche ; d. h. die Gedichte' sind in der alphabe-
tischen Reihenfolge der Reimbuchstaben zusanmiengestellt. Innerhalb der
so gewonnenen Abtheilungen wieder sind die Gedichte nach den Vers-
mafsen, in welchen sie abgefafst sind, zusammengeordnet, und zwar zu-
nächst nach den Hauptversmafsen luid innerhalb dieser wieder nach den
Unterabtheilungen oder Varietäten derselben "). In jeder dieser Abthei-
lungeu wird das erste der mitgeth eilten Gedichte mit i^"^) (jlsl, die fol-
genden mit (m^) 8yA,Iaj, das letzte, welches also von dem Sammler selbst
verfafst ist, mit äJj. J eingeführt. Der Ausdruck soJäj ist also hier — und
somit auch in dem Titel — im Sinne von „gleichartiges, analoges, fonn-
gleiches Gedicht", nicht in dem sonst gebräuchlichen Sinne von „bewulste
*) sie geht zwar richtig bis ^A, aber mit \r^ und r«, h« und 11t, ("ff und rff
ist nur je eine Seite bezeichnet, dagegen mit f11 drei Seiten hinter einander.
') Diese ünterabtheilungen pflegen als jXsti pyii eingeführt zu werden.
Türkische Handschriften 296. Dichterbiographie und Anthologik. 813
und absichtliche Nachahmung eines fremden Gedichtes" (s. Katalog der
türkischen Handschriften in Gotha S. 37 Ainii. 2) aufzufassen, üeber In-
halt und Eintheilung der ganzen Sammlung berichtet ausführlich Hammer,
Osman. Dichtkunst III, 63 ff.
Biographische Beigaben fehlen in dem voi-liegenden Auszuge voll-
ständig. In dem Originalwerke scheinen dergleichen vorhanden zu sein,
da sonst nicht einzusehen wäre, wie Hammer dazu käme, die Sannnlung
unter den Quellen zu seiner osmanischen Geschichte anzufüln-eu.
Anfang: Jjo^ *=? ljÜI Or=>-
i;i)il,ÄLi ^j'iLftU ^jjiV^Li ^j^LäU ^J«JlAiaÄj■
113 mit Originalfoliierung versehene Blätter, und aufserdem drei vor-
geheftete Blätter ; 18X12 cm ; nur Fol. 1 — 109 enthalten das Werk des
Nazmi '), die übrigen Blätter unbedeutende Schreibereien. Gutes Diwäni
mit 15 Zeilen auf der Seite; die Poesie zweispaltig geschrieben. Auf
einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: i::jLaJj.ä ^jl*Jt> (c+^j rJ^^-' ^^ <^\sf
296. [Diez A. 8". 10 0.]
^j*oUÄJt ^;*kJL_^, ein Werk, in welchem der berühmte Mir iAli Ser
Nawä'l (t 90 6, beg. 2S. Juli 1500; s. über ihn die zu Nr. 384 beige-
brachten Nachweise) in dschaghataischer Spi'ache Notizen über zeitgenös-
sische osttürkische und persische Dichter und Proben aus ihren Werken
mittheilt. Das Werk ist im Jahre 896 (beg. 14. Nov. 1490) gesehrieben
(s. Fol. 18'' Z. l) und zerfällt in acht, Ma<)Us genannte Abschnitte, welche
in der vorliegenden Handschrift auf Fol. •d\ IS^, 45*', 62"^, 78*, 83^ 90"
und 95'' beginnen. Die Ueberschriften dieser acht Ma^h's werden in Ueber-
setzung von Belin im Journ. Asiat. 1861, I, 177, von Flügel zur Wiener
Handschrift Nr. 1209 (II, 373) und von Rieu S. 273'', dieselben und
aufserdem die Namen aller in dem Werke besprochenen Dichter von
') aber am Ende ein wenig defect. Daa letzte Gedicht, von welchem noch die vier
ersten Bait vorhanden sind, gehört einem Dichter des Namens ^[..^ an, reimt auf ^1 —
und ist im Metrum \„»a> i.j%LäXio abgefal'st.
llüikiaetie Ua.ndackriftea. 40
314 Türkische Handschriften 296*. Dichterbiographie und Anthologik.
Hammer nach und zu Nr. 243 seiner Sammlung ') mitgethellt. Die Vor-
rede und der siebente Maglis sind von Bei in im Journ. Asiat, a. a. 0.
S. 239 ff. und 28ltf. herausgegeben und übersetzt. — Andere Handschriften
der Ma^älis, aufser der bereits erwähnten Wiener, finden sich noch : in St. Pe-
tersburg (Man. et xylogr. Nr. 55 3, wo auch eine als a, 281 bezeichnete
Handschrift des Asiatischen Museums erwähnt wird), im Brit. Museum
(Rieu S. 273' und 274''), in München Nr. 148, in Paris TUrk. 327,2 und
Pers. 285,4 (Journ. Asiat, a. a. 0. S. 235 Anin. 2), und aufserdem in den
Handschriften der ojI-a.I^', welche sich in Paris „Nr. 108" (Joui-n. As.
a. a. 0. S. 247 Amu.), in St. Petersburg (Man. et xylogr. Nr. 5 58, ZDMG.
II, 248 und 251) und im Privatbesitze Belin's (Journ. Asiat, a. a. 0.
S. 175) befinden oder befanden.
Anfang: '^L^.^ Ji^ ^ji>v_ijv^ v^ t-»^.' ' ^'■**"r(j'-^ ^LwL ^ KjT Jw^ \^
1(17 beschriebene Blätter; 21 X 12 cm. Sehr schönes TaÜJq mit 13
Zeilen auf der Seite; am Anfang ein schöner iUnioän] die Seiten mit
schwarzen Linien und einer Goldleiste umzogen ; Abschrift von Muzaffar
iÄh im Jahre 982 (beg. 23. April 1574) gefertigt. — Fol. 26*' ist leer
gelassen, doch scheint nichts zu fehlen.
296*. [Ms. Orient. 8". 5 2.]
Dasselbe Werk. Anfang wie in der vorigen Handschrift. Die acht
Mo()Hs beginnen hier auf Fol. 3", n'', 33\ 51^ 64^, 69% 75" und 79\
86 beschriebene Blätter; 19,5Xl2,s cm. Hübsches, kleines Nasyl
von türkischem Zuge. Schlagwörter u. dgl., welche sonst roth geschrieben
zu sein pflegen, sind hier gelb geschrieben; Fol. S*", 6"^, 14% 17"", 34'', 3 7",
39', 4 1*", 5 0", 83'' und 84" sind blau marmoriert. Abschrift datiert vom
18. ^miu-rd 966 = 24. Juli 1559.
Das Ende eines anthologiachen Werkes steht in Nr. 27,5.
') aufser dieser besafs Hammer noch eine Handschrift, des vorliegenden Werkes als
Nr. 147; aber nur Nr. 'l\'i ist — als die erwähnte Nr. 1209 des Flügel'schen Kata-
loges — in die Wiener Bibliothek übergegangen.
Türkische Handschriften 297. 298. Poesie. 315
XVn, Poesie.
1) Sanunelhandschriften.
297. Piez Fol. 12.]
Eine Ma^mülali, welche neben einigen ganz unbedeutenden Abschnitten
in Prosa viele Gedichte enthält, und zwar hauptsächlich Ghazelen; da-
neben aber auch Lieder (^^Ux-, ^*j', (' ^cjUS^) und Chronogramme (Fol.
5*, 40"); auch einige persische Miifrad auf Fol. 19°'' und ein arabisches
Gedicht (12 MaQnawT-Baii, Ra§az) über die Namen der v_ä^X.'I ««jL^Pf, als
dessen Verfasser Gamäl al-din ahü 'I Yamin MuUaiamad ihn Zain al-din
al Maräyi al Madani'^) angegeben wird, auf Fol. T"". Von türkischen
Dichtern kommen die folgenden vor: Nabi Fol. 6\ 13% 25", 26% 27% 29"
-36% 38''-39% 48% 67=; NaMfi FoL 7% 12% 17% 45'; Bäqi Fol. 8% 13%
26% 40% 60% 63''; Sabagi Fol. 8'': äifzl Fol. 9"; Nafii Fol. 9% 37% 45"
-47'': Na^atl Fol. 10"; AnwanYol. 10"; Darwe^YoX. 10"; Rafiql¥o\. 11";
WaMdl Fol. 11"; lUboidl Fol. 11''; Fahim Fol. 14"; ßähit Fol. 17": lArnhl
Fol. 19"; §öyj Fol. 20"; '/.ayäll Fol. 25*'; Sairi FoL 26": Räyih PaSa
Fol. 26'; iiSqi Fol. 37'; iAtjtl Fol. 37"; iJJlwJ Fol. 37"; Nkäm? Fol. 37";
YaHijä Fol. 37''; Wahhl Fol. 40"; Fanni Fo\. 41"; RämlFol 41''; Uskudän
Fardl Fol. 4 2"; Salim Girüy '/Mn Fol. 44''; Nadlm Fol. 60''; Niyäzi (?)
Fol. 69\
70 beschriebene Blätter von verschiedener GrÖfse, die gröfsten 19,5 X
12 cm. Verschiedene Hände.
298. [Diez A. 8% 127.]
Von dieser ganz neuen Hand-schrift sind nur die 6 ersten Blätter
(^17,5X 12 cm) beschrieben, und zwar mit Liedern {^S>2 resp. («5^^% ^^^^
j^Uio resp. j^U5^y>% und ^5^JoJLi■) und zuletzt einigen Mnfrad. Als Ver-
fasser werden Ganhari, iÄsiq iUraar, lAhdl, Saiyidl und Qul-oyli genannt.
Auf Fol. 5" steht ein Gedicht, überschrieben J^AS.«lj«i% wa.? ich nicht ver-
stehe ^).
') Fol. 28*; Tgl. die Anmerkung zu Nr. 32". Die Handschrift sehreibt '«L*^ J>" .
^) wenn es nicht etwa ^^w«öJO <-ltX5^ „der betende L'idtler oder Derwisch" heifeen soll.
40*
816 Türkische Handschriften 299 301. Poesie.
2dd, [Diez A. 8». 54.]
Diese Haudschiüft ist auf einem aufsen aufgeklebten Zettel als ^[.xS'
ir »J(C-w c'5)*-'* (5^J «i'LjPvi^ bezeichnet; auf Fol. l'' steht in einem wenig
eleganten lUnwän ^Joil Ls! ^\yiC> . Die erstere Angabe ist die richtigere,
da die Handschrift Gedichte verschiedener Verfasser enthält, während einer
Handschrift vom Diwän des Yalhjä nur das ei'ste Blatt angehört. Auf die
zwei auf dieser ersten Seite stehenden Ghazelen (Anfang des ersten : ^
ItXAj «J.l (^o.l üSÜLÄJi äS' 5tX3c>) folgen zunächst Gedichte (Ghazelen u. a.),
deren Verfasser in Ueberschriften nicht genannt sind und auch sonst nur
selten zu ermitteln sein dürften; von Fol. 18 an kommen dann Ghazelen
von Jäti, flamdl, Tluda't, Maümüd Efendi, nochmals EtidtVi; daim als
4XAÄ.y bezeichnete Gedichte von Maliniüd und Budä?i\ dann von dem
Letztgenannten drei Ghazelen über die Eigenschaften c^oü des Propheten,
und dann noch andere Ghazelen von demselben; es schliefsen sich an Ge-
dichte von MaJimüd, Mustafa^ §afm (ein Taymls auf ein Ghazel von
Faüri, Fol. 25"), ein Musaddas von DarweS, ein TnuTild von Yallyä, dazu
eine Nazirah von Qanhart^ endlich ehdge Gedichte von AlimadJ.
30 mit Originalfoliierung versehene Blätter; 20 X 13 cm. Verschie-
dene gute Taüiq- und iVastol%-Hände. Als 31''"" Blatt ist ein dem Hinter-
deckel aufgeklebter Papierstreif mit zwei Gedichten von No<jäti gezählt.
Einband von lappigem, blauem und goldgeflammtem Leder.
300. [Diez A. 8». 110.]
Erst Hymnen ^^1 mit Angabe ihrer Tonarten; dann eine Anzahl
iSsy'i genannte Gedichte, welcher Ausdruck wahrscheinlich als = ^Ji zu
betrachten ist; dann (Fol, 16'') das Muster .eines Schreibens vom Ober-
Eunuchen an den Scherif (von Mekka), überschrieben (^Läl 5ol**«JI ^b
5»\.l JUjwc y^ ^j-<i ijtXJ JLi"j.-n.Ä. ; dann ein Ghazel von Saiyid Stdat7)iSn,
ein paar Nazirah von Fanni^ FasiJi-dede, Fiyäni und Sahrl Turhahdär
(hier ;'(>Jyj geschrieben); ferner (Fol. 20*') ein Recept zu einem Räucher-
werk ^fc^^ v_AA^i', endlich ein ai-abisches Gebet.
21 beschriebene Blätter; 19 X 12,5 cm. Verschiedene Hände.
301. [Diez A. 8". 107.]
Sammlung von Liedern, ^Ji (auch j^jUSw Fol. 34" und 47''), ^^Js-ci,
Tüi-kische Handschriften 3U2. 303. Poesie. 317
^Uav, ^sJoJj genannt. Die Tonarten (von welchen sich ein Vei'zeichnifs
ouAij.^ auf Fol. 48" findet) sind fast regelmäfsig , dagegen die Verfassei*
nur selten beigeschrieben; von den letzteren sind Nazvü (Fol. IT', 13''),
Gauhan (Fol. 13^ 15"'^), Fcmlit (Fol. 13'^), lÄsiq lUmar (Fol. n^ 15''),
SidtCin uUimad (Fol. 16'') und Bähä TüMr (Fol. 28'', 32'') vertreten.
5 6 beschriebene Blätter; 20 X 12 cm. Von Fol. 12 ist oben ein
kleines Stück, von Fol. 25, 38, 4 4 und 50 die untere, von Fol. 41 die
obere Hälfte abgerissen; zwischen Fol. 25 und 26 sind zwei, zwischen 3 7
und 38 ist ein Blatt ausgerissen. Verschiedene Hände. Eine vorhandene
Originalfoliierung beginnt mit fl.
302. [Diez A. 8°. 93.]
Eine Sammlung von Ghazelen und anderen Gedichten verschiedener
Verfasser, wie lUmrl, MuxH^, Nisüm, Bcuf u. a. Auf fol. r. fast eines
jeden Blattes steht oben ein arabischer Denkspruch.
4 2') beschriebene Blätter; 18,5 X 12 cm. Verschiedene Hände, meist
ein grobes, grofses, ziemlich leserliches Nastailiq' Fol. 33 — 38 verkehrt,
d. h. so beschrieben, dafs man das Buch umdrehen mufs, um die Gedichte
zu lesen.
308. [Diez A. 8". 118.]
Der erste, bis Fol. 103 einschlielslich reichende Theil dieser Hand-
schrift enthält Lieder (^-äwi, ^^^.^^^ 15^)' ^^ denen selten der Verfasser
(wie z. B. Gauharl), dagegen häufig die Melodie oder Tonart angegeben
wird; dazwischen steht wohl auch hie und da ein Ghazel, wie z. B. auf
Fol. 25" ein solches von EäMl. Der zweite, mit Fol. 104 beginnende und
bis zu Ende reichende Theil der Handschrift enthält, fast durchweg von
derselben zierlichen Taihq-Hand geschrieben, Gedichte — vorwiegend Gha-
zelen — verschiedener Dichter, von welchen ich die folgenden namhaft
machen kann: iisqi, nairatJ, iUbaidt^ Wagilü^ iUlm^ Sabzi, lAhdt (Fol.
107*' ff.), Murädi, Ridit, Gaun, Püki, näsih^ ßäqi^ Nä'ilij Mamdi, Tähir,
Sä'ih^ Salm, ilzzati, Sqflil, Qadri, Sahn, Yalii/ä, Kaliid, Nazmi, Nazirt,
Nasim, (?), Rasml, Kallm, Firäql (?) u. a. m. Das letzte Gedicht ist ein
1) eine vorhandene Originalfoliierung geht nur bis t^i ^ ^uj] gje gleich nach Fol. I ein
Blatt überhüpft.
:J18 Türkische Handschriften 304. 305. Poesie.
Gliazel von Bcuß (Anfang: ^^'L v:iOs:äP ^ '^y^ ij^} &^ ^^^'^j P« ^^^ der
Lithographie von 1276, in Hammer's Uebersetzung das letzte Ghazel).
Auf Fol. 112'^ steht ein Ta'r'ix auf das Jahr 1119 (beg. 4. April 17 07).
146 beschriebene Blätter; 17,5X10,5 cm.
304. [Diez A. 8«. 119.]
Eine MagmRiah ohne alle Ordnung und in den verschiedensten Rich-
tungen der Seiten zusammengeschriebener, unbedeutender Gedichte, zu
welchen nicht selten die Tonarten oder Melodieen angegeben werden. Als
Verfasser erscheinen z. B. Sandä, tSrnäs?, Nähl, derselbe im Verein mit
iAhdt PaSa (Fol. lO''), FaslJi^ iltn, Faidi u. a. m. Aufser Ghazelen sind
auch Tanzlieder vorhanden; unter denselben auf Fol. 36'' auch ein Dreh-
lied x*Jj.)o von Farid-oyli.
95 beschriebene Blätter; 18,5X11 ^i"- Verschiedene Hände und
Schriftarten.
305. [Diez A. 8". 102.]
Eine Sammlung von Gedichten, meist Ghazelen, welche nach den
Tonai'ten , in welchen sie gesungen werden sollen (o^-^K, i^jl^^i »I-^^^äj
u. s. w.), in Fosl zusammengeordnet sind. Vorhanden sind Gedichte von
Tiaqqi Fol. l''; Nürl Fol. l'', 3', 1 o", 14\ 28", 30-\ 58*', 60"; Ka^fiYol. 2";
rafarl Fol. 2\ 10", 23", 28^ 29^ 34'', 45", 58"; ^uhüdt ¥o\. 2", 6", 27",
31% 37", 53"; Wäll Fol. 2"; NaqM Fol. 2", 6", 16", 30', 33"; Nazmi Fol.
3% 6", 7", ir, 13", 17", 24% 30", 32% 34% 37% 38% 47% 56% 57% 58%
59% 60"; NaMfi Fol. 5% 56% 57"; Nnjäzi Fol. 5% 11"% 18% 20% 21% 28%
29"% 30% 33*, 39% 4i", 47% 50% 51% 60"; Hmlün Fol. 5% 9% 11% 13%
14% 20% 21"; DanoeSl Fol. 6"; ^Abd aJläh Fol. 6"; Kanzi Fol. 6% 16";
iAdli Fol. 7"; WaMdl Fol. 11% 19"; Hmmat Foh 13", 23% 33% 36% 4 3%
48"; Mw-J Fol. 14% 23% 24% 26% 27% 29% 31"% 32% 34% 37% 50% 51%
59"; Ra(ja'7 Fol. 14"; ASraf-oyli Fol. ]4"% 23% 5l"; TäW) Fol. 14% 28"";
(^asvü Fol. 15"; Öäfh Fol. 16"; BeSärah Fol. 9% 22"; Ihdhß Fol. 17%
24% 31% 55"; Sinätil Fol. 24"; Saüjül Üusain Fol. 24% 29"; Fadli Fol.
26"; Xakoatl Fol. 27"; ^arnsi Fol. 29% 43% 50% 5l"; lAhlfi Fol. 30";
MaRwl Fol. 31% 43"; Örmmll Fol. 32"; lAhd al lia.iy Fol. 30% 32% 36";
^äldn Fol. 32"; Rafn Fol. 34"; Barwes iUGmän Fol. 31% 34"; FatM Fol.
34", 51% 58"; QaddüsJ Fol. 35"; Sulaimän Fol. 44% 59"; Yaliyä Fol. 39";
Türkische Handschriften 306. 307. Poesie. 319
Anwarl Fol. 39"; iUlwl Fol. 38''; Wajdi Fol. 40''; ^.ifzl Fol. 45*'; Fahml
Fol. 45''; Scmjid Nizäm-oyli Fol. 48'', 57''; üftädali Fol. 48'', GO''; Amuni
Fol. 48''; Nizämi Fol. 5 1"; Ra'äfi Fol. 53''; EoSanl Fol. 56''; Nallml Fol.
5 7"; FanCÜi Fol. 5 7''; Qädirl Fol. 59''; lAhdl Fol. 59''. Sonderbarerweise
ist jedem Gedichte «ü^ übergeschrieben, auch wenn dasselbe von einem
ganz anderen Dichter, als das vorhergehende vexiafst ist.
63 beschriebene Blätter; 20,5 X 11 ci>i- Verschiedene Hände, aber meist
liUbsches, in drei Spalten schief geschriebenes TaiUq; dui'ch eingedrungenes
Wasser beschädigt, doch nur selten bis zur Unleserlichkeit.
806. [Diez A. 8». 98.]
Eine Ma(f7nüiah, welche hauptsächlich Gedichte, Ghazelen und Lieder
(^l^^, ^Jij^ u. dgl.), häuüg mit Angabe ihrer Tonarten, enthält. Von
Verfassern werden genannt: Huditi Fol. 6'', iÄSiq iümar Fol. 14", Niyazl
Fol. 19", Gauhan Fol. 21'', Räyib {Pasa) Fol. 22" und 46'', Naht Fol. 25",
Fiusain Efendi Fol. 3 6", Mtüiyt Efendi Fol. 36'', Misrl Fol. 38'', NaqSi
Fol. 55'', Eidii Fol. 60'' und 61"; von besonderen Gedichten sind zu er-
wähnen: ein Ta'rlx auf den im Jahre 1173 (beg. 25. Aug. 175 9) erfolgten
Tod des Naqshandi Sai'/, iAU Efendi Fol. 9'', ein Taxmls des Bäcii auf
ein Ghazel des MuMhhi (d. h. des Sultans Sulaiviän I; Anfang: ^^p &xL=»
i^A^ ooiAi. J.J ÄÄJLb. ^t>(tXib.; fehlt in der Lithographie von 1276) Fol. 73*";
y
ein persisches Ghazel des riains-i Tahriz (d. h. des Galcd aJ-dln Rüini)
mit dem Anfang: v:>.*»Oi.>l ,jL«ji ^ sC> ^^1=. hJS' ^b >o «^=.1..=. Fol. 4 4"; end-
lich ein arabisches Tayriäs des Imdin. Naioawl auf eine Kaside des Imäiit
Sä/in (Anfang: (sie) »as^ (Jl^il ijS' sJ ^j-jo L), Fol. 75''. Eine Sammlung
von türkischen ßriefmustern steht auf Fol. 63''ft".
86 beschriebene Blätter; 2ü,5Xl'^)* (^m- Verschiedene mehr oder
weniger flüchtige Hände; auf Fol. 83" der Abdruck eines Siegels mit der
Inschrift IHI <Xip ^l^ (1191 beg. 9. Febr. 1777).
807. [Diez A. 8». 120.]
Eine Sammlung von Gedichten, hauptsächlich Hymnen cjLI-,?-"? zu
welchen meist die Tonarten, aber nur sehr selten die Verfasser (wie Wäll,
ASrqf-oylt) angegeben werden. Zum Theil (besonders Fol. 41 — 56) ver-
kehrt geschrieben.
320 Türkische Handschriften 308. 309. Poesie.
77 beschriebene Blätter; 18X^2 cm. Verschiedene Hände; zwei-
spaltig und schief geschrieben; Seiten und Spalten roth umzogen. Auf
einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: t"A vO a.*;-»-?? cyLl»!i(l k-ilÄT.
308. [Diez A. 8«. 142.]
Eine Sammlung von Liedern oder Hymnen, deinen Tonart stets an-
gegeben wird. Von Verfassern werden die folgenden genannt: Oanä'l
Fol. 2"; Gamalt Fol. 3", 20'''; Yümis (bisweilen mit dem Beisatze DarweS
oder iÄSiq) Fol. 4% 6", 7% 8'', 9^ 15'', 16^", 20", 23^ 2b% 26\ 27=", 28"'',
30\ 32'', 33", 34", 35"'', 36', 37'', 39'', 41% 44% 45", 46% 48% 51% 57";
ÄSraf-oyli Fol. 4% 36% 37% 38% 46% 52"; Alisrl Fol. 5% 29% 33", 43%
44% 47% 49"; iAzlzl Fol. 5% 13'% Himmat Fol. 6% 17% 19% 32% 34% 38%
39% 43% 44^^; Sinän Fol. 7% 41"; RöMril Fol. 8"; ^mnsi Fol. 9% 39% 41";
Nürl Fol. 10% 14% 15% 50"; Niyäzi Fol. 10% 14% 25% 30% 3^% 34% 36%
38% 42% 48% 50% 51% 56"; liudcVI Fol. 11% 37""; Fanä'i Fol. U"; Yaiqüb
Fol. 12% Sazä'l Fol. 12% 45"; ^Us' Fol 13'% (?) j*^^ ;r">^ Fol. 18";
äa^(jl Bairäm (Hs. [»Iv^Ls) I^'ol- 18''; ^("f '^'^^^1'- Foh 19"; Saüjid Nizäm
Fol. 21"; Kanzi Fol. 2l"; Muliyl Fol. 2 2% 29% 49"; Zain al iäJndm Fol.
24"; Jähirl Fol. 26"; Tähir Fol, 26"; Maliivt Fol. 29"; iAbd al-mmad
Fol. 29"; Nizäm-oyN Fol. 33", 42"; Talib Fol. 35"; Naqst Fol. 40';
Maulänä (?) Fol. 40''; YnRijä Fol. 4 3"; ^ams-i TalSriz (türkisch) Fol. 43";
lAhd al iaziz Fol. 44"; Faxrl Fol. 5 2"; lÄsüi lUmar Fol. 54% 58% 59".
Die Daten 1171, 1172, 1198 und 1199 linden sich auf Fol. 2% 5% 23%
5 7" und 6l". Auf Fol. 1" steht ein Verzeichnifs der Tonarten oLoLä«.
62 beschriebene Blätter; 16Xl'J5^ cm. Verschiedene, meist grobe,
doch deutliche Hände; Fol. 53, 55 und 58 sind mit ganz blasser, kaum
lesbarer Dinte geschrieben. Auf einem auTsen aufgeklebten Zettel steht:
309. [Diez A. 8% 145.]
Eine kleine Ma^mülah buntesten Inhalts. Neben Gedichten (Jyc,
'»wi, ^5^% äJ>^% o^, i^ysue), zu welchen als Verfasser gelegentlich iVä^f,
Sälä, Bäcß, iÄsiq lUmar, Lisärii^) genannt werden, stehen am Anfang
und am Ende der Handschrift Angaben über die Besoldmigen einer An-
•) von ihm steht ein s^>.,^uaj genanntes Ghazel auf Fol. 49''.
Türkische Handschriften 310-312. Poesie. 321
zahl von Beamten (zuerst if ^^►j |J.*-..=>- iüLs. _^jlCo |JL*>o säxJsj), auf Fol.
12", 27'', so' Briefe, auf Fol. ^9^&. Recepte (^tUib lUkh^a Jo ^L, dann
&*J^I OA*^-^ iSy^'^ e5wcol vj *oLj u. s. vv.) und andere unbedeutende Dinge
mehr. Am Ende steht die Jahreszahl 1186 (beg. 4. April 17 72) sowohl
mit Zahlen, als auch mit Worten.
5 8 beschriebene Blätter; 16X1*^?' t^'"- Verschiedene, kleinere und
gröfsere, durchweg gute Nas/iS-ände.
310. [Diez A. 8«. 108.]
Eine wenig umfangreiche Sammlung von Gedichten: zuerst Lieder
(von iÄSiq lüniar u. a.), dann (Fol. 21 f.) einige Ghazelen, zuletzt (von
Fol. SO*" an) Kasiden zum Lobe des Sultans Sulnimän '). Hie und da am
Rande Recepte und sonstige Bemerkungen.
87 beschriebene Blätter, von welchen das 19'° und das letzte (nicht
mehi* zur eigentlichen Sammlung gehöi-ige) zerrissen sind; 19,5 X 11>* cm.
Schönes Nas/J. Jede Seite ist mit breiter silberner Leiste umrahmt und
jedes Bau, deren von Fol. 21* an auf jeder Seite fünf stehen (drei schief,
zwei der Längsseite entlang geschrieben), von doppelten silbernen Linien
eingefafst.
311. [Diez A. 8°. 146.]
Eine ganz unbedeutende Sammlung von Liedern, ^^■fi ^^jLo d. i. ^-ajm,
und (cij-i, auch einigen Ghazelen. Die Tonarten werden hie und da an-
gegeben. Auf Fol. 1 3" steht ein Ghazel von Narmi, auf Fol. 1 7" Verse
von Sahratl und Oäbit, auf Fol. 20'' ein Brief.
23 beschriebene Blätter: 16 X 10 ein. Verschiedene Hände.
312. [Diez A. 8". 75.]
Der Haupttheil dieser Handschrift sind die Blätter 3—28, auf welchen
jede Seite mit einer goldenen Leiste umzogen und durch schmälere Gold-
streifen in zwei bis drei Spalten getheilt ist. Diese Blätter enthalten, mit
hübschem Talliq geschrieben. Liedchen, welche nach ihren Tonarten ge-
ordnet sind; Verfasser werden nur sehr selten angegeben, wie z. B. zu
einem auf dem Rande von Fol. 7'' nachgetragenen ^^äI-^-*- ein gewisser
lOiküche Uandachriften. 41
823 Türkische Haudschriften 313. Poesie.
Muräd Äya. Auf den übrigen Blättern der Handschrift stehen, von ver-
schiedenen Händen geschrieben, Gedichte, hauptsächlich Ghazelen, ver-
schiedener Verfasser; als solche werden genannt: Ahü 'J-sißüd Fol. 1^;
Waisi Fol. 1'': Sabri Fol. T; Nähl Fol. 2", 34', 35"; MuMhhaU (sie) Fol.
■29"; lÄll Fol. 29''; QaHq^i Qara Mustafa (ein ^j-S^J?) Fol. 30'; Kämi
Fol. 30''; FasiJl Fol. 31»; NciHlr Fol. 31"; Tälih Fol. 31"; Oäbit Fol. 31^
Tabu Fol. 31"; iUhaidt Fol. 32"; Tuhärl Fol. 32"; FaläM Fol. 36", 39"",
40", 42"'); Äfail Fol. 36"; Bävü PaSa Fol. 36"; ein Gedicht zum Lobe
des Pi'opheten (Anfang: II ,j~wJ^I ij"»^) steht auf Fol. 30", das Trauer-
gedicht des Bäqi auf den Tod des Sultans Sulaimän ((^ c^^ ^o ^güL» Juiyi
^^U. ^jL^aJL*; Anfang: J.I tXÄj^L ^5!, Lithographie von 127 6 S. tt, Hammer
S. 3 6) auf Fol. 43", ein (türkisches) Gedicht, überschrieben (sie) ^^süj: ,.ikS'
jjIjjI vO ^tXÄil auf Fol. 4 6"; auf Fol. 38" ist ein Biihäil des Nalti Muhara-
mad Öelehi mit sehr schönem, grofseni Taülq geschi'ieben , auf fol. vers.
desselben Blattes mit derselben Schrift der Anfang des dritten Ghazels im
Diwan des ääfiz ( ■1\ »(.>L ^^ »^^i Rosen zweig 1, 8). Schlechte oder
undeutliche Siegel sind mehrfach abgedrückt.
48 beschriebene Blätter; 21 X 13 cm; Fol. 3 7 und 38 etwas kleiner.
313. [Diez A. 8". 85.]
Eine Sammlung von Liedern — meist ^Ji resp. ^;^' genannt - — ,
als deren Verfasser hauptsächlich Gauhari, aber auch Bazrm, iÄlim, iAsiq
iUmar u. a. angegeben werden. Auf Fol. 3 und 4 sind in roth umzogene
Quadrate die Anfangswoi-te aller in dem uniformen, bis Fol. 5 7 reichenden
ersten Theile der Handschrift enthaltenen Lieder eingeschrieben und die
Zahl des Blattes, auf welchem jedes derselben beginnt, ist hinzugefügt.
Auf Fol. 2" hat sich ein gewisser Ul ^^L*a£ {^ rJ^ ^sjl'^y^'")' am 19. Sauwal
1126 (= 28. Oct. 1714) als Besitzer w^^Las eingesclirieben. Auf der
Innenseite des Hinterdeckels steht unter der Ueberschrift Jo>i ^^^ eine An-
zahl griechischer Wörter mit türkischer Uebersetzung; das GriecMsclie ist
') hier wird der Nnine des FaläKi mit dem Beisatze Ssw^sJ genannt; er scheint also
diesen Theil der Handschrift gesammelt zu haben, und zwar im Jahre 1121 (.beg. 13. März
1709); 8. Fol. 39'' und 4P.
') zwei Zeilen zu hoch geschrieben.
') sie! es soll wohl heifsen ^LLb .
Türkische Handschriften 314. 315. Poesie. 323
mit arabischen Buchstaben geschi'ieben , z. B. ^U ^1 (d. i. dno, xaTU)) =
^1 vi; LJLiUxu.1 (d. I. aracpvXia) = o)}^- U?5^--*-jl (d. I. (np\na) = (^JLj
u. s. \v. Die griechischen Wörter zu identificieren ist nicht immer leicht.
77 ') beschriebene Blätter; 20 X l^,* cni. Verschiedene Hände.
314. [Diez A. 8». 96.]
Eine ebensolche Sammlung; die Lieder, unbedeutend und von wenig
sauberen Händen zusammengeschrieben, werden als ,c^y>, (V'-^^r^i lc*)-^»
^U*«, hXm^ bezeichnet. Sowohl Tonarten, als Vei'fasser werden nur sehr
selten angegeben; als Verfasser erscheinen z. B. iÄsiq iUraar (Fol. 12",
37"), Gaukart (das. und passim), Mausül Efendi (Fol. l?*"), iÄSiq GannaÜ
(Fol. 37"), Hasan Öelehi (Fol. 51"), lUemän Öelehi (Fol. 56"). Ein Theil
der Gedichte ist verkehrt geschrieben.
66 beschriebene Blätter; 19,5X1^ cm. Verschiedene Hände.
315. [Diez A. 8». 84.]
Ein Sammelsurium buntesten Inhalts, aus welchem mir etwa Folgen-
des der Erwähnung werth zu sein scheint:
1. Prosa: l) Fol. T ein Traumdeutebuch, awL wyjü; man sucht in
der beigegebenen Tabelle den ersten Buchstaben der arabischen Benennung
desjenigen Gegenstandes auf, von welchem man geträumt hat, und findet
die Deutung des Traumes dabei geschrieben. — 2) das.: eine Zusammen-
stellung arabischer Gewichte ((^»«j = 62 400 Dirliam\ y/Jüi = 12 400 Dir-
ham; cLo = 1040 Dirham; JwJ5> = 130 Dirham; ^LÄA^,I = 6^ Dirham;
JLäixi = 20 Qträt; ^jo = 260 Dirham; *-»;»> = 14 Qirät-, (J-Jb =
'/« Dtrhain] istyö = V* Dänaq^). — 3) Räthsel in Prosa finden sich auf
Fol. 3", 9"ff., 15", 116^ — 4) Fol. U": Verzeichnifs der WaqJ, welche
unter Aufsicht der Äya der hohen Pforte, des Harems und des Schatzes
stehen. — 5) Fol. 13'': xlSja. sijUI ULwv, Abhandlung Über den partiellen
li'eien Willen, von Muhammad Äq-Kirmanl, ausgehend von der Stelle Qur.
*) Originalfoliierung ist auf der Rückseite der Blätter nur im ersten Theile der Hand-
schrift vorhanden (bis vi, wobei die leeren Blätter mitgezählt sind).
') Wenn 1 Dänaq = '/s Dirham und 1 Qirät = '/s Dänaq, so ist 1 Qlrät =
'/i» Dirham oder 1 Dirham =12 Qirät und nicht, wie gleichwohl deutlich dasteht, =
14 (ttJ^O^jl) Qlrät.
41*
384 Türkische Handschriften 316. Poesie.
76,30 und 81,29: jjjf »Lijj ^\ ^f ij^'-'^ ^}- ^^^^ Schriftchen ist in Con-
stantinopel 1283 gedruckt erschienen (s. Journ. Asiat. 1868, I, 480, wo
der Sinn des Titels sonderbar mifsverstanden ist); andere Schriftchen über
denselben Gegenstand finden sich in Wien Nr. 1523,2 (arabisch) und
1990,1-2 (türkisch). Vgl. auch oben Nr. 2,2 (S. 4), — 6) Fol. 16^ IT'',
5 6''ff. und TO*": Briefe und Schreiben. — 7) Fol. 112''; Recepte zu ver-
schiedenartigen Dinten. — 8) Fol. 122* und 123": niedicinische Recepte,
das letztere gegen Katai-rh xJXj. — 9) Fol. 73'' (verkehrt geschrieben):
ein arabisches, dem iAh zugeschriebenes tUj.vL fLciJ; Anfang: L> ».^JL'I
;^ji^>iLl (Jk^ (sie) j-öLä. Ls. >^*^ d^ 7^'"^ ^^.5 F.?*"^^"^ ^ ^Lo .
II. Gedichte: l) Räthsel, und zwar Sinn-, nicht Buchstaben - Räthsel
(yü, nicht ^J^suo) auf Fol. 22''ff., 32"!?. (von Asadi-zädahl), 1\% 78''flF.,
lOS'ff., 113''ff., 116% 124" (von Aslad Efendi), 126*', 129''ff., 133"flF..
135"flF. ; häufig beigeschriebene Zahlen scheinen die Auflösungen zu ent-
halten. — 2) ra'n;f-Gedichte auf Fol. 12"!?., 75\ 76% 78% 9 7' ff., 103%
113% 118% 119% 128% 140% — 3) Fol. 5 3'': ein Lobgedicht auf Sultan
Muräd, (Anfang: ji^yA^ ij^^ ***-:?'-?^ «X^^Li ^^))- — 4) Fol- ^^^'- ei"
Taxmts von Nä^l ^jU auf ein Ghazel von Balutl. — 5) Gedichte von
Räyih Efendi (mit einer SjjJäj von KäSif Efendi) Fol. 71% von Käfth-
zädah Efendi Fol. 72", von Saiyid Mähir Fol. 84% — 6) endlich von
persischen Versen finden sich zwei RubäM von illmar Xaiijäm^) auf Fol. 8'
und Gedichte von Sü'ih (s. Nr. 956 des persischen Kataloges) auf Fol.
26''ff. und 101%
145^) beschriebene Blätter; 20,5 X 13 cm. Fast durchweg von der-
selben flüchtigen T'alfeg'-Hand geschrieben; die Zeilen laufen meist schief;
Fol. 85 ist nur ein halbes Blatt.
316. [Diez A. 8% 78.]
Eine Sammlung kleiner Gedichte, Liedchen, Derwisch-Tanzlieder und
Hymnen {^^■f■, (-äU«', ^e.^'')? deren Verfasser nur sehr selten angegeben
werden {Bäbä Tähir Fol. 29% MisH Fol. 35% 38%. Dagegen wird häufig
*) Das erste fehlt in der Ausgabe von W hinfiel d, das zweite ist dort Nr. 398.
Ueber iTJmar vgl. Nr. 35,4 des persischen Kataloges.
*) Die Foliierung geht nur bis 144, weil mit 26 (resp. 26 und 26*) zwei Blätter be-
zeichnet sind.
Türkische Handschriften 317 318. Poesie. 325
die Tonart angegeben , in welcher die Lieder gesungen werden sollen : so
^^•Lu Fol. 20", SQ*"; ^^Äx.-^ Fol. 26", 45*, 5 1'', 82"'; ^-U^ Fol. 12"; jjU
Fol. 18"", 67"; c^^\^ Fol. 8% 2l", 22", 64": La-o Fol. 13", 23": (' ^U^
Fol. 42", 44"; ^LS: Fol. 46"; 1^ Fol. 5", 2V; .sSJLw^ Fol. 22", 62"; ^
Fol. 31", 80"; s^äLc Fol. 28". Auch die einigemale übergeschriebenen Aus-
drücke |»x*«Jü" (Fol. 46"; „Vorspiel" nach Zenker) und o^ä^j Jua* (Fol. 40",
4l"; ,}..,.&i „die musikalische Begleitung, Taktmarkiernng" nach demselben,
und o>ÄjJ bei Kiesewetter, Beilagen S. XII nr. 14) haben nnisikalische
Bedeutung.
84 beschriebene Blätter; 20 X '2?^ <^"iii. Verschiedene Hände und
Zeilenzahl; meist zweispaltig und .schief geschrieben: von Fol. 5 2" an ver-
kehrt geschrieben, d. h. so, dal's man das Buch herumdrehen mul's, um die
Schi-ift lesen zu können; Fol. 29 und 51 etwas zerrissen. Auf Fol. l" die
Abbildung einer Rose, auf 2" die einer Nelke und (nicht farbig) einer Hya-
cinthe : auf Fol. 84" die einer Schwertlilie (gladiolus).
31.7. [Diez A. 8". 149.]
Eine Handschrift der Art, \\äe sie Sqfmnh oder Gunk genannt zu
werden pflegen, d. h. ein Buch in Quer-Octav, welches vennischte Gedichte
— im vorliegenden Falle hauptsächlich Ghazelen und Derwisch -Lieder
(je5lj, ^yii iS)'^''^) — enthält. Als V'erfasser finde ich die beiden
Dichter genannt, welche in solchen Sanmilungen die Hauptrolle zu spielen
pflegen, nämlich Gauhan und besonders iÄsiq iUmar. Häufig werden auch
zu den mitgetheilten Liedern die Tonarten, in welchen dieselben gesungen
werden sollen, angegeben (wie ^^jIaj, ,v^, Lyc, i^*^»"^ n- '<^- "••)•
196 Blätter von 10X20,5 cm. Verschiedene flüchtige Hände; am
Ende steht das Datum 15. Muharram 1188 = 28. März 1774.
318. [Diez A. 8". 150.]
Eine ebensolche Handschrift, welche auch viele Tanzlieder («^U-^ von
Tüzün-zädak, iltrl u. a. enthält.
119 Blätter von 10,5X19»« cm. Verschiedene Hände.
*) 80 wird hier stets geschrieben, ebenso wie auch bei Kiesewetter, Musik der
Araber S. 38 und Beilagen S. XIII. Vullers und d. W. zieht die Lesart -1 ' ^ ■•>■ vor;
doch dürfte jt ^ g ••:•■ wohl das Eichtigere sein, da das Wort doch wohl „Königsvergnügen"
bedeuten soll.
326 Türkische Handschriften 319-321. Poesie.
319. [Diez A. 8». 151.]
Desgleichen. Die mitgetheilten Lieder sind nach den Tonarten ge-
ordnet, nach welchen sie gesungen werden sollen. Eine vorausgeschickte
Tabelle zählt diese Tonarten — im ganzen 56 — auf und giebt das Blatt
an, auf welchem die betreffende Abtheilung beginnt. Die fünf ersten Ton-
arten sind oA*«lj, i^5*J^;, s'-S^^JSJo, ('v^y^ und ^L^i^f, die sechs letzten xjU,
—Ijvüfl Äi.K, X^ »*«o, _jl, ^L^L* und ^yi*si ^ycLc. Von Verfassern wer-
den iltri, ääfiz, Na&m.. Bakr Äya, Tahli, Qapudan-zädah, Ra^ah, Näbl,
Tüzün, u. a. genannt.
291 mit Originalfoliierung versehene Blätter, von welchen aber viele
leer gelassen sind; aufserdem zwei vorgeheftete Blätter mit dem erwähnten
Inhaltsverzeichnifs ; It) X 2" cm- Hübsches Nastaülq, durchaus von der-
selben Hand.
320. [Diez A. 8». 15 2.]
Desgleichen. Von Dichtern werden genannt: Gauharl, Majnünl, {'ÄStq)
iUmar, Öusainl, iÄSiq ßüdäq (Fol. 2*'), lUGmän, [iÄMq) XaM, Ihrähim,
Qadrl, Kor-oyli, Mä'ili, Sipähl, Kätibt, Alustafa, Lattfi, Yatlml, Durrl,
KaSß, Mahiri, Saiyidl^ Qul-oyli^ Stdatmän, Aämadj Mad/llj TurkmänJ ''').
Am reichsten sind, wie gewöhnlich in solchen Handschriften, Gauhari und
'ÄSiq lUmar vertreten. Tonarten oder Singweisen sind nur selten an-
gegeben.
68 Blätter, von welchem 50 — 63, 65 und 66 leer sind; 10,5X18,6
cm. Deutliches türkisches Nas'/l\ jede Seite ist mit einer Goldleiste um-
zogen und durch eine ebensolche in zwei Spalten getheilt.
321. [Diez A. 8". 153.]
Desgleichen. Verfasser werden aufser iÄsiq iUmar (Fol. 17 ff.) nicht
angegeben, sondern nur die Art der Dichtung (^^4^, ^y^) und die Ton-
arten ({^^1, *i5JL*y, ^5jUt u- s. w.).
107 beschriebene Blätter von 7,» X 18,6 cm. Von Fol. 88 ist ein
Stück abgerissen. Verschiedene Hände.
•) sie! = „Nirif" bei Kiesewetter-Hammer, Beilagen S. XU?
*) Verfasser? vgl. unten die Anmerkung zu Nr. 327.
Türkische Handschriften 322. 323. Poesie. S27
322. [Diez A. 8«. 154.]
Desgleichen. Als Vei't'assev wird meist iÄStq }Umar, doch auch Qul-
oyli, Katibl. und Gauhari angegeben. Mehrfach ist ein Siegel mit der In-
schrift (' 1« äJUI t\.A£ «^1 (3ij v_)^ {.s. Reinaud, Monumens Musulmans du
Duc de Blacas II, 218) abgedrückt. Anisen auf den Vorderdeckel hat sich
als Besitzer der Handschrift ein gewisser lAhd alJäli aufgeschrieben (^
5 2 Blätter von 8,5X22 cm; verschiedene Hände; Fol. 9—11 und
21 — 24 sind leer gelassen.
323. [Diez A. 8". 155.]
Desgleichen. Die Handschrift zerfällt in zwei Haupttheile, welche
durch die leeren Blätter 60 — 75 von einander getrennt sind. Der erste
Theil enthält Gedichte — 15*7*^ ; is^^ (^^^)' '^T* ^'^^ 15**^ resp. _iLo ge-
nannt — von Xadi^ah, Qul-oyli, XaW, iAUq iUmar, Gauhan, Tanbüri,
Kätibi, Oksuz iAHq, 3Iä'{li, Mustafa, LatmJ, iUBmän, Yäli Beg-oyli, iÄsiq
Tahir, Bäqi, iÄh'q Sädiq. Der zweite Theil (Fol. 75 — 79) enthält Zu-
sammenstellungen von WörtergTuppen ; nämlich l) Die Namen der Thore
von Konstantinopel (^ i^r^'? is^yt^ *j;»^'? {S^yff Vj^ ^* •^- ^'O! "^) unter
der Ueberschrift JUj^v* ^ die Namen von Orten, welche in der Nähe
von Konstantinopel zu beiden Seiten des Bosporus liegen (wie )yi*Jj «jüUaJL*,
J^jiykcä., JJtXÄji u. s. w.); 3) Namen von Dichtern; 4) Namen von Schma-
rotzern, «J.jl (jLj ^^JUjLs J\o; 5) Namen von Buhldirnen aus früherer Zeit,
,(Jol ^Lj (sie) iäJ^JU^I iSJy^^y\ »tXjLov ^jJCm/I; 6) Namen ungläubiger Völker,
^Jol ^IjC) i^Jwii^ oJLo , wie ywölwi, yxiXjl, (^l^KJ. , J^^Uam/I, &^SJ , JLmjO, l^yi,
u. s. w.; 7) Verzeichnifs der einzelnen Artikel, welche zum Anzüge eines
Derwisch gehören ; 8) eine Zusammenstellung von Ausdrücken, welche der
Ueberschrift j^X-cs. Luä*« — wenn ich richtig lese — zufolge die Theile
eines Kriegsschiffes zu bezeichnen scheinen; sie sind mir meist, auch mit
Hülfe unserer Wörterbücher, unverständlich: sJuXio iiuU>J\ , L^ v 8>jj , xLj^L*oI ,
j^^^LJLö, Sjj^iLu u. s. w. ; wenigstens zum Theil dürften diese Aus-
drücke wohl dem Italienischen entnommen sein; 9) die Namen der Farben,
») daB soll wohl heifsen 1095, beg. 20. Dec. 1683.
828 Türkische Handschriften 324 325. Poesie.
vjoi ^Lu ^jXjy-, 10) Namen von Fischen und Früchten, welche man für
Gesellschaften zurechtzumachen pflegt, «Jbl s^jyc jJjl'Lj ^-»«k^ovjij (j-J-s»; end-
lich II) Namen von Tulpenarten, «Jol (jt-jk-j ^J>A♦*-I Jsi'3 . Die letzten
Blätter (80 — 89) sind wieder leer; nur auf dem letzten ist dreimal ein
Siegel mit folgrender Inschrift abo^edrückt:
89 Blätter von 9,5X20 cm. Deutliches, türkisches Nas/l, auf Fol.
7* vom 2. ^aihän 1200 = 31. Mai 1786 datiert.
324. [Diez A. 8". 15 6.]
Desgleichen. Die mitgetheilten Gedichte sind meist als ^y^ oder
^jj", c*L**^ oder ^-^'1, bisweilen auch als Jyc oder ^vtXÄJli' (Fol. 86), be-
zeichnet; als Verfasser werden lÄsiq iUmar, Oksuz (Fol. 24), Abu Bahr
Äya, Nidä'l (Fol. 39), Häsiral (eine J*---; J' ~^d^-« überschriebene Kaside
auf Fol. 44), Qabüh (ein aus lauter unpunctierten Buchstaben bestehendes
Ghazel, «JaÄi |-j Jyc), Gauhari, Sultan AHrnad (Fol. 86) genannt.
88 Blätter verschiedener Gröfse, die gröfsten 8,« X 18 cm. Von ver-
schiedenen Händen geschrieben: die Abschrift eines Gedichtes auf Fol. 13
ist vom 15. Muharrarit 1185 = 30. April 1781 datiert.
325. [Diez A. 8«. 15 7.]
Desgleichen. Der Inhalt dieser Sammlung sind Tanzlieder «yLZcU*» ,
zu welchen fast durchweg die Melodieen oder Tonarten (»Läxi, aber nur
einigemale im Anfange die Verfasser {Häßs, Mustafa Aya, 'Itn, Fudüll [Hs.
Jj2i], Akani, Wa^hi^ Oähit) angegeben sind.
110 Blätter, von welchen 3, 7, 15—17, 97, 101, 102, 107—109 ganz,
eine Anzahl anderer bis auf das übergeschriebene Wort «yLxÄU*- oder den
Namen einer Tonart leer sind; zwischen Fol. 5 2 und 53 ein kleineres,
nicht mitgezähltes Blatt; eine vorhandene OriginalfoHierung geht bis tn,
da sie erst mit iv anfängt; auf Fol. 1* ein Siegelstempel mit ^yj . j h o
-^1 mid darunter —aT (?) i^lyo; Gröfse: 8,5 X 18,5 cm.
Türkische Handschriften 326. 327. Poesie. 329
326. [Diez A. 8°. 15 8.]
Desgleichen. Der Inhalt sind Lieder (häufig mit Angabe der Melo-
dien oder Tonarten, hier J^ai statt wie sonst Aix genannt) und Ghazelen,
auch Rubäli. Von Verfassern werden genannt Uälati {== i Azmi - zädah^
Fol. 28, 36; Hammer, Osman. Dichtkunst III, 214: f 1040, beg. 10. Aug.
1630), As'od, yltrl, Ibrälilm Ä'/a, YaKyä, Xädiri, ils7nafj, Nazirl, Riyädi,
Na/il, Bäqi: verschiedene ToTix auf die Eroberung von Boydäd (im Jahre
104b, beg. lö. Mai 1638) werden mitgetheilt auf Fol. 31, ein Ta'riy_ von
Mustafa PaSa auf Fol. 44".
83 Blätter von 6,5 X 1S,6 cm; Fol. 29 ist schmäler, als die übrigen
Blätter; Fol. 11, 14, 16 und IT sind leer. Von Siegeln sind folgende vor-
handen und lesbar : auf Fol. 5 1 und 5 2 mit ^j-il^'l ^.äia.ox' ^ ^Uia
(sie) ^-ixJl löJUiU, auf Fol. 61 mit ^^ tn ä /o ^_) Juju*-! und auf
Fol. 82 mit ^^^..Ä-e ^ ^5-*** ^'«Xb» oikJ. Verschiedene Hände.
327. [Diez A. 8^ 74.]
Eine ähnliche Sammlung. Die Lieder werden, abgesehen von einigen
Ghazelen und Kasiden, (' ^^Slj', ^^'.-i. ^^4-'l< ^5*^«, ^nJuJLs genannt, und
als Verfasser erscheinen iÄsiq iUmai; GanJian, Äsiad Efendi, Mähiri u. a. m.;
später folgen Ghazelen von Fä't'dl, iAtä'i, Fahim, ein Tar^ll-hand von Yaüyä
und eine Kaside von DänisJ, zuletzt Ghazelen von RüJit, iÄll, NafiJ, Fydüll,
und ein Tayjius des NiiwedJ auf ein Ghazel des Fudrdt. Aus den wenigen
und kurzen Stücken in Prosa, welche mitgetheilt werden, ist (Fol. 45'') ein
solches von Näbi Efendi (f 1124, beg. 9. Febr. 1712; Hammer, Dicht-
kunst IV, 49) mit dem Anfange xiü*j ^jJa-wJi ^>s>.j^^ ^-äjUaJ sS*ß^ 1^7^ ,„<-*—
{* sS" \ii yi ^I/Js zu erwähnen. Ueber die Schriften des Näbi., Prosa und
Verse, s. besonders die Wiener Handschinft Nr. 721 (I, 67 i).
78 beschi-iebene Blätter, die gröfsten von 14 X 20 cm. Verschiedene
Hände. Auf Fol. 49* ist em Siegel abgedrückt, in dessen Innerem mit
') auch die üeberschrift -jL^Stj" kommt, wie auch in anderen entsprechenden Hand-
schriften, bisweilen vor. Dafs damit nicht eiu Verfasser, sondern eine Dichtungsform ge-
meint ist, scheint sich aus der hier auf Fol. 20' stehenden üeberschrift: (sie) -jL^^yi
■j^£. ^^m\^ zu ergeben.
*i Derselbe Aufsatz steht in Nr. 218,9, wo man sehe.
T&rkisciie UasdsckhfUu. 42
:3S0 Türkische Handschrilteu 328-330. Poesie.
schwarzen Zügen ^U^i-w »«Xajc steht, während sich auf den vier Seiten
noch, mit weii'sen Zügen geschrieben, der bekannte Spruch:
(^Reinaud, Monuniens du Duc de Blacas II, 282) erkennen läfst.
828. [Diez A. 8^ 10 1.]
Desgleichen. Von Verfassern werden genannt: Ihrähl, Gmikari, bähl,
Qara^i Oylan ^^^^^1 ^^-=»s^', lÄsiq MtiHammad, lÄUq iUmar^ Mazlüm
Ahmad, Stpäln, Firän. Bähä Tähir. Von neuen Diclitungsforiuen ist zu-
nächst eine ^iX-yuiJiJ (Fol. 11") genannte zu erwähnen, d. h. offenbar: ein
für Aajsftawrf?- Derwische bestimmtes Lied, ebenso wie die für Qalandar
bestimmten ^J^J.-JLi■ genannt werden (vgl. D. 8. 149, 156, 74, 127, 107);
auch kehren hier (Fol. 7 3", 7 6'', 102^) die bereits zu JSir. 309 erwähnten
„Drehlieder" &JJo' wieder. Eine Zusammenstellung der Buchstaben mit
Angabe ihres Zahlwerthes ( .ju.S' J.+=. , vgl. oben Nr. 27, 19) s. auf Fol. 37*";
eine Anzahl gereimter Gebete, ^.y»' '^^«^ genannt, auf Fol. löge'S".; ein
arabisches u^jwi (>aäo' auf Fol. 117''; eine Anzahl von iZö^f-Hymnen mit
Angabe ihrer Tonarten auf Fol. 119'' ff. Ein paar rohe Siegel sind ab-
gedrückt auf Fol. 18% 28" und 34". Das Datum 1193 (beg. 19. Jan. 1779)
ist auf Fol. 22=^ und 24% 1195 auf Fol. 6u' Gedichten beigesetzt.
144 beschriebene Blätter, die gröfsten von 10 X 20 cm; viele sind aber
kürzer (besonders 32 und 33) oder schmäler; von Fol. 108 ist eine Ecke
abgeschnitten; die Schrift auf Fol. 65" ist verwischt. Verschiedene Hände.
3.29. [Diez A. 8^ 130.]
Deso-leichen. Als Verfasser erscheinen: il&i, Gauharl, Bähä Tähir.
Auf Fol. 6'' und V findet sich, ebenso wie oben in Nr. 319, eine Tabelle
der Tonarten nebst Angabe des Blattes, auf welchem die in der betreflfen-
den Tonart zu singenden Lieder beginnen ; tlie Blätter sind aber rlurch-
einander gebunden.
40 beschriebene Blätter von 13X16,' i"n- Kleines, ziemlich gutes
Taihq.
330. [Diez A. 8^ 134.]
Desgleichen. Die Handschrift besteht aus zwei Theilen, von welchen
der erste (Fol. 1 — 31) bedeutend kleinere Blätter hat, als der zweite (Fol.
Türkische Handschriften 331. Poesie. 331
32—46). Im Anfange des ersten Theiles ist die Dichtungsart J)[x (d. i.
^Ä*x>) vorhen'schend : auf Fol. 6^" steht ein Räthsel U*^; auf der letzten
Seite wird einmal Gonhari als Verfasser genannt. — Im zweiten Theile er-
scheinen als Vei*fasser: Nähi, Ntlt, iÄsi'q iUm^ir, Mihrl QädtrJ, Suküfi (ein
Muxommas, Fol. SS**), Qodrl. Saudä'i, Ramzl; Räthsel Ujw stehen auf Fol.
3 3'' und 34", ein Gedicht mit der Ueber.schrift ,jlj-y'>> --Joe und dem An-
fange iüli». Jo jvjLjfcS^I —iXx: ^ auf Fol. 34'', ein kurzer, als jts.'»^ ^"Lu
J^j\ j^iai bezeichneter Abschnitt in Prosa auf Fol. 43'': auch die oben (in
der Anmerkung zu Nr. 3 27") erwähnte Dichtungsform ^Uili' kehrt hier
auf Fol. 4 5'^" meder.
4 6 beschriebene Blätter von 9,5 X 14 und 1 1 X ' 6,» cm. Der er.ste Theil
ist mit fluchtigem, dickem Nastaihq. der zweite von verschiedenen Händen
geschrieben.
331. [Ms. Orient. 8". 4 7.]
Desgleichen. Der Inhalt sind Gedichte: TurkJ (Fol. 36\ ö""*, 62"', 70\
SO*"), verschiedene Mufrad [z. ß. Fol. 4 f.) u. a.. hauptsächlich aber Gha-
zeleii folgender Verfasser: Xayäli Fol. l'', 21": IsMq Fol. 5*', 6% Q'', 10''f,
18"", 29="*'., 32", 34'', 3ö\ 37", 46', 87*^; Yaliyä Fol. 6'', 16', 62»; Ramzl
Fol. 8', 45': iAtß Öelebi Fol. 15% 22'', 23''; iAtä'l Fol. 17'', 55=; Ähl Fol.
19", 21', 25% 37% 43% 59'', 82"; Wasfj Fol. 19", 40°; Nabän Fol. 20":
Masllv! Fol. 20"; Furaxi Fol. 22^; ^e?? Fol. 23% 24% se*"; Samii Fol. 25%
26", 33"; iAdivl Fol. 26% 87"; Nagäil Fol. 27% 36% 38% 48% 51% 66%
69"; äairan Fol. 27% 36", 54% 64% 68"; Bahärl Fol. 28"; Raldi Fol. 28":
Xalill Fol. 31'; Mmad (PaSa) Fol. 32", 33% 44"; iAmrt (iümrt, iUmari?)
Fol. 35", 39'% 54", 88"; §ahidl Fol. 37"; Säql Fol. 40"; razälj Fol. 4l":
TälüT Fol. 43"; il^-at? Fol. 44"; Müildr Fol. 45", 65"; Surüü Öelebi Fol.
46"; Nizäml Fol. 4 7"; Salami Fol. 49"; Öadidl Fol. 5l"; Jätl Fol. 5 2";
Asiri Fol. 5 3"; Raicänl Fol. 56% 86"; iUql Fol. 58"; iAzm Fol. 59"; Mast!
Fol. 60"; Firäql Fol. 60"; Nasimi (als f»;-^v« bezeichnet) Fol. 61": Niyäzi
Fol. 64% 75"; Muslilu Fol. 66"; Kamäl{i) Fol. 67", 86"; iAbdi Fol. 73";
Turäbl Fol. 73'; Qaiyusiz Abdäl Fol. 75*"; Nasibl Fol. 76"; Qiyäsl Fol.
77" (dazu eine ^ iyAii Fol. 7 7"); (j^aifar Fol. 80"; Yatlmi (?) Fol. 81";
Fänl Fol. St""; jj.s?'^ Pasa Fol. 83"; 0anä'l Fol. 87" (ein (' vr^ J)-c):
jVtÄäfe Fol. 87*"; Xitäbi Fol. 88".
•) Tgl. Riickert, Rhetorik der Ptrser, iiLue Au^sji- >. 109f.
42»
SS3 Türkische Handschriften 332. Poesie.
Anfang : ^Us' ^ iU=. »i>^j?l stX^^ w |*^ JLaä-
101 ') bescliriebene Blätter; 6X 1-^?^ cm. Verschiedene Hände. Am
Anfang ein hübscher lUnwän in Blau und Gold; die beiden ersten Feiten
von goldenen Leisten eingefafst. Auf dem letzten Blatte und auf der
Innenseite des Hinterdeckels einige thörichte Bemerkungen in lateinischer
Sprache, von alter Hand geschrieben. — Ein paar persische, in der vor-
liegenden Handschrift enthaltene Gedichte sind in dem persischen Kataloge
als ^Jr. 712 beschrieben.
332. [Ms. oi-ient. 8«. 214.]
Eine ebensolche Handschrift, die aber zum gröfsten TheUe leer ge-
lassen ist: nur an den beiden Enden sind 6 und 8 Blätter beschrieben.
Zuerst — der Anfang der Handschrift ist durch einen iUnwän auf der
Innenseite des einen Einbanddeckels gekennzeichnet — werden mehrere,
als äääT bezeichnete Vierzeilen nebst dazu gehörigen Nachahmungen — ^I»ä.
oder SwJij — mitgetheilt: von Sultan Mustafa (IH) und Räyih Pasa, von
Uskübl iA^am-zädah cd-Saix (sie?) Efendi und Dqftardär iAhdl Efendi,
LaxkSi (Hs. i^jJsJ) Efendi, MaMmüd Eferndi, Saix d islnm Wall al-dln
Efendi; femer Gedichte von MuRammad Misrl Efendi, DarieeS Wa^id
Efendi, Fahim Efendi, Wasiyatl Beg und Na^iml; endlich Gedichte, welche
^^U*., ^^'1 und obwÄ ojü überschrieben sind. Auf der anderen Seite
beginnt die Sammlung mit dem poetischen Wettstreite, welchen Sultan
MuHammad IV und sein Mifti YaMyä Efendi in dem Hauptkloster jiL
»jJo zu Äq-Sahr veranstalteten, und welcher von Hammer, Osman. Dicht-
kunst HI, 356 übersetzt ist; dann folgen TiMr/ä-Gedichte ; dann ein Ta'rlx
des Saix al isläm Aslad Efendi auf die Einweihung der Lö/oÄ/t-Moschee
im Jahre 1177^); endlich noch einige Qalandan- und /7äÄ?-Gedichte.
Anfang des von Muhammad IV in Äq-^ahr verfafsten Gedichtes:
*) Die von alter Hand beigesehriebene Foliierung (nach welcher auch oben citiert ist)
geht nur bis 98, weil dieselbe nach Fol. 37, 75 und 87 je ein Blatt (37*, 75*. 87*) über-
sprungen hat.
') Hammer, Osman. Geschichte VIII, 264. Das letzte {Ta'rix-)Misräi lautet: Jüt*
yä sO \i]n-r/i ^UaJLw. ^.cLkCN «xlsk . In der Handschrift steht _jIä£x und _ÄixAX ,
was in obiger Weise zu ändern das TO'rix gebietet.
Türkische Handschriften 333 Poesie. 333
14 beschriebene Blätter; 11 X l^}" *^'"- Verschiedene Hände; die
Seiten mit einem Goldstreif und drei schwarzen Linien eingefafst; eine
Anzahl Blätter roth, gelb oder violett geförbt.
333. [Ms. Orient. 8". 46.]
Eine Saflnah mit Gedichten (und zwar, wo nichts anderes angegeben
ist, Ghazelen) folgender Verfasser'): iX^^I Fol. 5 3" — iS~i tX»^! Fol. 54\
119" — LiLj 0.*^l Fol. 54% 56'^ — jUM Fol. .37", 54\ 55" — ^.xl
Fol. 31", 39'", 43*, 44% 50% 69% 70*% 86*^8 94* — ^cUxl Fol. 50% 51%
119* — ^^1 Fol. 45* — jAj Fol. 2"*), 5" bis 21% 47% 50% 53% 111* —
^^ii^ Fol. 37% 4 1% 48* — ^iL> Fol. 54% 55* — ^\^ Fol. 44'' — ^Ü
Fol. 117" — ^U Fol. 58' — ^Ä*=> Fol. 40" — JiU (d. i. S^ JiU i
Fol. 31% 38" — ^U=. Fol. 116" — JU Fol. 43' — ^;r^^ F"^' ' ^'^'
(ein ^J<.(^«^) — ^^iW» Fol. 28% 29% 7 2* — ^)'}^ F"'- »8* — ..«ls. Fol.
45% 50" — (?) ^tUi:. Fol. 38" — JLi^ Fol. 28% 29% 37% 48% 49% 51% 57%
78* bis 85^ 116*'' — ^\ö Fol. 22* bis 27% 56% 57% 61% 68% 69*. 74*
bis 77% 118" — ^3 (Hs. ^y. Fol. 33% 5 2" — ^«1^ Fol. 4 6" — ^^^
Fol. 94" bis 99* — -juis Fol. 55' — ^w-v Fol. 48* — ^UL. Fol. 46* —
^^♦jJL. (d. i. Sultan Sallm 1) Fol. 31% 3 2' — ^^^ Fol. 39' — ^U Fol.
41* — ^U Fol. 30" — ^^.«..^ (d. i. UL ,j>^^\ Fol. 29% 33% 4 2" —
^♦.i Fol. 28* — ^yäj Fol. 40* — jjLo Fol. 4 7% 59' bis 61* — ^U
Fol. 119" — ^;<Xtf' Fol. 46" — (?) ^^ü^ Fol. 114* (ein ^ j.-.^ ) — ^y^
Fol. 46" — ^A^ Fol. 108* (ein JUj^^ys) — ^Ly^ Fol. 45% 48" —
j,lx Fol. 120' — ^tU-.£. Fol. 5 1% 58% 62% 100' bis 104% 120* — ^JL^
Fol. 111" (ein ^j-tL«-c) — ^yi^ Fol. 55% 71* — ^^iüix Fol. 33" —
c:*«-aÄ Fol. 115" — ^y^ Fol. 32% 34% 35* bis 36% 38*. 40% 44% 49*%
57% 62* bis 66% 117*% 120*' — ^^ Fol. 33' — Uä* Fol. 32% 45* —
^5^Li Fol. 32* — ^ji Fol. 119" — ^Üü Fol. 58% 72" — ^y*Äi Fol.
US*" — ^^ Fol. 4 2% 43" — ^^yi Fol. 43% 6l" — ^U Fol. 53* —
^JOlU Fol. 114* (ein ^ju-uo) — ^^ Fol. 57" — ^^^ Fol. 28% 52" —
^^ÄJaJ Fol. 41' — ,^ip Fol. 41* — viSÜL« Fol. 115" — JU;e Fol. 38* —
') ich habe die Namen der Dichter alphabetisch geordnet; citiert ist nach einer von
alter europäischer Hand beigeschriebenen Foliierung.
') die Frühlings-Kaside zum Lobe des Grofsreziers iMi Paia , welche in der Litho-
graphie TOD 1276 auf S. 41, in Hammer's Uehersetzung auf S. 15 steht.
S34 Tnrkisehf Handschriften 334. Poesie.
^^Lsr (d. i. Sultan Suhmnän I) Fol. 5 3'', 5 6°, 66'' — ^■>\y<> (d. i. Sultan
Mwäd III) Fol. 30'' — ^j^ Fol. 31" — ^_^^ Fol. 52" — ^^ Fol. 5',
44\ 52'. 67", 68°, 73" — ^iX^=^^ Fol. 7f — J^, Fol. 117" — L^ Fol.
36", 3ft", 105'' (ein cUj^^^i"), IIP, 116", 118". — Eine anonyme Qi'üah
steht auf Fol. II 3\ ein ebensololies Mufrad auf Fol. 115".
Auf Fol. 1" stehen, von altei" Hand geschrieben, die lieiden Büchei'-
titel: „Itinerariuni Orientale R. P. F. Philippi a SSina Trinitate (yavmelitae
difcalceati ab ipso conlcriptuTu. Lugduni IR4fl" imd „Aulicn.^ Politicus
diversis Regulis Praeceptis &c. inftructus Cura et opera Duri de Pafcolo.
Suniptibus Publ. Lips. 1597".
1 20 beschriebene Blätter; 9 X 2*^ cm. Hübsches Talliq. zweispaltig,
in jeder Spalte .stehen gewöhnlich fünf geschriebene Bait\ die Seiten sind
mit rothen und schwarzen Linien umzogen, die Spalten durch rotlie Linien
getrennt. Eine Anzahl Blätter sind röthlich oder bläulich : dunkelblau sind
Fol. 4, 9, 13, IK, 20, 27, 2», 36, 65, 73, 76, SL 90. I 13 und 118, mar-
moi'iert Fol. 30", So", 4 2", 4 7'', 71'' und lio''. — Auf die Innenseiten der
Einbanddecken ist je ein Spruch mit grofseni, .schönem Taillq eingeschrieben;
verschiedene Siegel sind auf vielen Blättern abgedrückt.
334. [Ms. Orient. 8». 5 3.]
In dieser Handschrift sind von verschiedenen Händen Gedichte —
und zwar, wenn nichts anderes angegeben ist, Ghazelen — folgender
Dichter zusammengeschrieben '):
f
(^^i>l Fol. 266'' (Ta/nns auf ein Ghazel von ^^xjL*« ) — ^UiT Fol.
*91' — ^fFol. *170'' — ^^T Fol. 25'', 27'', 57*f., 68'', 70"'', 71", 73",
125" (TaxviU auf m\ Ghazel von ^*Ji], 129", 132", 136", 138", 139",
149'', 152'', 154"', 170", 172", 175" — (C Üb ) Ju^l Fol. 12"'', 14" bis
23", 48"'', 106", 135", 149", 1 5 1 ", 177", 219", 221", 223" (vijix>), 230",
232", 262" (s^A^J auf ein Ghazel von ^^^y) — ^y^' Fol. 239" {Taxmls
') ein beigesetzter Stern bedeutet, dafs die Zutbeilung des betreffenden Wedichtes an
den genannten Dichter nicht ganz sicher ist.
*) Nur die auf Fol. 106», 223" und 262'' »tehenden Gedichte werden ausdrücklich
dem AKmfid PnSn (Hnmmcr, Osrtmii. Dielitkunst I, 19S) zugeschrieben.
Türkische Handschriften 334. Poesie. 335
auf ein Gliazel von ^£X^^) — ^jl^l (bisweilen auch -i'L^I irfiiannt) Fol.
45'', 55", 62', 64", 65^ 86* bis 89'', 97', 129", 137", 150', 171)'', 172*,
191" (t^iiä-), 204", 206'', 208", 220'', 245" [Taymls auf ein Gliazel von
^^xkc) — ^^\ Fol. 13 2" — Xy^S Fol. 1 !()'' (mit Tax>n%s von JLä),
126" {Talmis auf ein Ghazel von ^♦^-^v.jj, 156", 179" — ^Uil *170'',
♦lOÖ" — ^wol Fol. 233% 267" {^Ta^mU anfein Ghazel von UL ^iUij) —
^^^1 Fol. 142".
^yjo Üb Fol. 264* (.»»^iaj ZU einem Ghazel von Jiwya.) — JsL Fol.
*133°, 23 7" (7V?//»Lsj, 248" \i\\\X, ä*xiaj von J^a.^ ), das. (eine swJäJ auf ein
Ghazel von Ji^) — ,V^^ '^"'^^- 2^3" ( SyAlaJ auf ein Ghazel von ^^^. ) —
^^i Fol. 96", 97", 130".
1.^
^jwjj Fol. 153' — ^L*^. Fol. *177".
^^Aaj- Fol. 237" [^'^), 246" (desgl.).
^jLo '''l 55", ''20 8" (zweimal dasselbe Ghazel) -- ^yj^ Fol. 119", 120".
^^jwU. Fol. 9"f., 13"", 188" — ^*i. Fol. 7'f., 24", 32", 53'f., 62",
7 7" f., 114" f^3-iiU Jl^), 19 2" (mit Ta^mU von ,j^Ä*S).
^j^^ Fol. IbS", 19 2" {Taxmu auf ein Ghazel von ^gi\^).
C
iäiU Fol. 117'', 143", 171". 193" [Taxmis auf ein Ghazel von ^y*^)-,
196" — ^^JuJ^ Fol. 15 1', 154" — t5*->^ i'ul. 265" (»wJaJ auf ein Ghazel
von ^^laPj — (sie) ^^ Fol. 95'" — ^♦aJU» Fol. 196" (mit s^JaJ von ^Y^-i
oder ^Lül?), 245° (»jxlaj zu einem Ghazel von _»x^), 261" (desgl. zu
eiuem Ghazel von ^^} — ^js> Fol. 223" — ^''■*=» ^'^^- ■*''' — 5*^^*^
Fol. 151'' — ^5;«Jhs». Fol. 240" (ra/?/4fo') ^ ,5^«S^ l"'»!- ^9^ l*^!'; 123" (mit
Taxnäs von ^UT), 130"", 138", 140'', 144" (J^xx>), 146"', 156", 170",
173", 174"", 175"', 185", 193" (mit Taxnils von iäiU ), 204", 206", 22l",
336 Türkische Handschriften 334. Poesie.
223\ 224", 235", 264" (mit s^JciJ von ihm selbst, von J^ und von LL
t
^•U> Fol. 24 2" Rand (mit s-xkj von ^y^^) — ^^J'U» Fol. *103' —
^^^U Fol. *198'' — >£yy*^^ Fol. 24 8" (s^xlij auf ein Ghazel von ^ö^&
oder ^<X>j^) — ^y^>^ Fol. 134" — j^jUii:. Fol. 206'' — ^^JÜLb. Fol. *155'',
*203* — JULä» Fol. 32'', 142'' — JLi^ Fol. 99"", 116", IIV", 119"", 125"
{Taunus auf ein Ghazel von ^^■|ö ), 132'', 135", 137*", 171", 177'', 178\
188'', 198", 232'' {Taxviis), 247" (mit s^tij von ^JÜLo), 263" am Rand
( SjjJaj auf ein Ghazel von ^\jS').
O
^y^o Fol. 3 0" ^ ^^^ Fol. *132".
ö
^^\j Fol. 5 7", 125" (mit Taxmls von JUä), 131", 138", 152", 169",
172'.
;
^y\) Fol. 173" — ^1^ Fol. 117" — ^^\^ Fol. *173" — JU^ Fol.
247" (mit s^jJäJ von ^:>itL^) — ^^^^ Fol. 188"", 195"", 198", 203", 208",
24 2" (s^aIöj zu einem Ghazel von ^e^J'U».) — ^s**">- ^'^^' '^^^^ [Talmis auf
ein Ghazel von ^\iiü) — ^Lö^ Fol. 209" — ^^^ Fol. 95", 220" —
^^^ Fol. *176" — ^y^ Fol. 100"'', 153" -— ^Ij^ Fol. 33", 34", 37", 57*
Rand, 69'", 120", 136"", 137", 142", 150", 152", 169", 173", 179" -- ^vb^
Fol 188" Rand — ^L,^ Fol. 133".
^5^1^ Fol. *171".
^^L*v Fol. 236", 247" (SwAiäj auf ein Ghazel von JU-^) — ^L*
Fol. 240" Rand (»v^ zu einem Ghazel von ^JL^\ 243" {Taxrms), 244'
(desgl.) — ^-^ Fol. 141" — ^o^ Fol. 30" — ^^^^ Foh *59", 180",
185"", 200", 218'', 219" — ^^^ Fol. 246' (Taxmts) — ^iL. Fol. l"
(Strophengedicht), 205" — ^^üJ^ Fol. 145", 240" (Talmis) — ^^*>1^ (d.i.
(vaJL. ^jlkJLu,) Fol. 94", 119", 121" (mit HjjJäJ von ^^Jäi\ 148", 198", 248"
(mit »wJöJ von ^^ju^), 266" [^ö^^/i\ 266" (mit Taxinls von ^€j6l) — i^^^^^
Türkische Handschriften 334. Poesie. 887
Fol. *128'' — J^s6-^ Fol. 248' {iyxioj auf ein Ghazel von ^l>) — ^^J^^
Fol. *15 3'' — Jff^ Fol. 121" (^jwx), igi' (desgl.) — ^^^ Fol. 30'.
LT
^5JiffU Fol. *24' — ^U Fol. *175'', 266' (ij-JLw.) — ^^^»ä Fol.
101" — ^j^*-i Fol. 12S" — ^^^ Fol. 52'', ÖS' bis ST*", 72'', 73", 76",
US*", 131'', 132», 134"'', 137", 138", 13^)', 140", 146", *153", 176"", 221",
248" (iykiaj zu einem Ghazel von *-J-w ^UaJL«) — ^>^,A Fol. 228" —
^5tXx^j.Ä Fol. 149" — ^^^yi, Fol. 90'.
^Ls Fol. 129'\ 141", 155", 233" — ^31-^ Fol. 98", 204" — ^yy^
Fol. 92" bis 93" — ^^(X^ Fol. ■*204", *208" — ^yo LL (»^xlaj auf ein
Ghazel von ^^y*r^) Fol. 264".
^^Juui Fol. 143" {^J.,^.^) — ^5***^ Fol. 84".
^Ub Fol. 15 2" — (sie) ^Us Fol. 98".
ic
^^^ Fol. 135".
e
^^U Fol. 148" — 3^U Fol. 155" — ;3>iU Fol. *22l" — ^5iS'U
Fol. 230" — ^JU Fol. *200" — - JU Fol. 110" {Taxmis zu einem Ghazel
von J^l) — v5t^>v^ Fol. 266" {Taxnils zu einem Ghazel von ^j^) —
^yft Fol. 238" {Taxmis) — ^cjC*-x Fol. 241" Rand (dazu auf dem Rande
von Fol. 240" eine Sjjjäj von ^L*) — ^5^^-^ Fol. 115" (ein ^v«, »md
dazu eine SwaIöj von ^^v^j, 248" — ^yXs: Fol. 30" Rand, 242" (^j,.^\
249"" (^^^), 250" (*I*-x), 250" bis 253" (^Ju-»), 25 3" bis 255" dj-A^Ji),
255"", 261" (mit 5jjt^ von ^,^), 261"f. (Kasiden; zuerst eine iKi^s, stX-yaJ»,
gedichtet, als Salim II gegen seinen Bruder Bäyazld zu Felde zog; dann
die xU». vjöl sls. StXjyflü, von welcher Hammer, Osman. Dichtkunst lll, 20
spricht') u. s. w. — Jlt: Fol. 83" — ^y^ Fol. 24", HS', 134", 139"
') vgl. auch Persisch Nr. G87,4.
Türkisch« Uttodechrifteu. 4$
53(<i 'riirkisclic Hauilsclirlttoii ;;:!i. Poesie.
Rand'), 15 6» — ^<Lxä Fol. 24 1'' [a^^) — ^cX^a Fol. 14 1' — ^^tU£
Fol. •248" ( äjxlflj mif (.'in Ghazel von ^^yjj^h. }.
t
Jiy: Fol. -236" — ^5^11* Fol. S2''f.
^'Ui Fol. 118" - ^Äi Fol. -22 1'' — ^ItXi Fol. 149% 177% 268" —
^üLi Kol. I4:V', 228', 235' - ^Zi Fol. 154" — J..Äi Fol. DS', 186^
((j»Ju»^), 238'' Rand -- ^^^y^^ i''"l- '1"° (u-^*^") — J-^^ l*'^l- l'^ß^' —
^jLü Fol. 1 13^' (Kaside), 243", 244' ( 7 a//;^7.s-), 268" (mit Ta/jins von JÜw) —
^wXÄi l-'ol. 124' (7V////7.S), 145'' (mit s^aIü von ^aj), 179* — ^.»^j Fol.
223'' — ^♦^V^^ '''>'• ^l'>" ('"'* »;^ ^'"" ^^V^ > - ^)}^ l''"^- 1*5', 189'f.
(Btrophengediclite), 222' (^liJn), 228', 261* [^yi^i ;iuf ein Ghazel von
^j.JL£ ) — (C-^^» i"'"'^!- il"'^'' (sr*^-^ "*'* "^i" Ghazel V(jn ^w^äi ), 19 2" {Tayjiiils
zu einem (ihazel von ~A*i. ), 20 5".
ü
^^oU Fol. 8 4", 15 6", 205'' — ^-wLaj Fol. 125" {Taxiiüü zu einem
Ghazel von ^»').
^_5Ä^t< Fol. 14 2^ — ^j^r Fol. 170^— ^^fFol. 29", 15 3' — ^^♦JLS'
Fol. 105", 109"' — JUr Fol. 143" - sol-jULJU-^ Fol. 188''.
^il^f Fol. 18 5' — ^j^kS'VoX. 20 6" — ^UrFol. 123' [Ta/mis zu
einem Ghazel von ^"^ajä. ), 263' ( »waIsj auf ein Ghazel von JLaä ) — ^5*'^
Fol. 147'', 209°.
.xx>
^l Fol. 84' — ^-iJa.' Fol. 14 1", 148' - ^UJ Kol. *153'.
r
^'U Fol. 2 4 7' ( 5 w«iaj auf ein Ghazel von JLaä.) — ^^^Ls- Fol. 140''
2 6 5" (mit iy^laj von ,jAa«js>), 266' (mit Ta/uns von ^cXaaä) — iV^r^ i''*^l
120' (vi-JU!) — cV^ Fol. *138" — ^=»tU) Fol. 24 8' — ^o\^< Fol. *lt)3'' —
') liiur wird der Nuuie d(-8 Dichtt'is Lfv*^ vocalisiert.
Türkisch« Handschriften 3.'U. Poesie. 3S9
^^x Fol. 1S(i" .c^sj.-*'' ^'^'^'- -'"^"N f"''? l'l' 'f'" '^;^' >^'y-^' '"^"^
Ende (lefect), 1 1 S% 1:30'', i:n'', \:\:\% 135'', l3ß", 1 10'', 14 2% I47'. 1 jo»,
150\ löl", I7S", 233', 23'.)'' (mir Ta/jnls von ^cycä-l ) — ^iia^a^ ^^Lial...
Fol. 126'' (viou!, (lefect), "IGS'' (ykxx,), — ^^ji^-a^o Fnl. 59*' - .^^^^ ^""l-
24Ö" {Ta/mls ixni ein Ghazel von ^iL^li — ^i^*^ Fol. 98'' — Jljw Fol.
267* [y\i/iii7s ;iut" ein Gliazel von ^^Ua.. ), 268'' (desgl. auf ein GliHzel von
^Lii) - ^<iU Fol. *17S'' - ^^jCLo Fol. *1S0' - ^^^ Fol. 267'' —
^»4*^ Fol. S2"', 189" {^j.*-d\ 2(18", *234".
^b Fol. 29'' Rand -- ^Lai Fol. 3 2", 3 4", 3.5'' bis 4 4^ 4 8', 4 9" bis
56'', 58*'", er, 62^ bis 63'', 72'', 118'', 120% 129'', 1 3(l'', 135*', 136', 146',
147'', 148', 15(i'', 151", 152", 156'', 192'' (mit Ta/jms von ^ J'U. |, 222".
232'', 261'' (mit s^xläj von ^^Jlx ), 267'' (mit Taynn.s von ^^iL?. ) — j^^**'
Fol. 126" (mit Tnymls von ^yo\) — ^^^-^ F«^!- '••5*, 267" (mit TayjinU
von ^^1) — ^liaj Fol. 31"'', 33'', 34''f., 146'', 154\ 268'' (mit TaymU
von ^c»-w » ) — ^/-^' F<^1- *208'' — ^^ I''"l- '2l'' ( T'fl/?«?.^ auf ein Ghazel
von |vaJL- c;^-'*^) ~ i*-*^ ''^^^- ■^2'*'' ~ t^^'r' ^'^^- ■■^'^^'' '^^^' ~~ v^)'-^
Fol. 82".
^yS' Fol. llö' (».AiöJ auf Pin Ghazel von ^>Ua* ) — JüU Fol. 82',
94*^ 1 16".
5
^^4i». Fol. 262'' (mit B^Jcü von LiU Ju^a-I), Fol. 263' (desgl. von
^iL?) — ^5^'tX:^j Fol. 225" - jLsj Fol. '245'' — ^i^j Fol. 59'', 96'" —
'•U. Fol. *1()4' - _w Fol. 268" iTdymls auf ein Ghazel von IL.^ '.
^KÄi Fol. *14r, I8ü'' — ^Äsi Fol. 122' (^jU^ ^UoJLv ^\ji s<XyÄi
jiLJwi' _ft.w sJ> iyxxi iüJI v-cl), 127" (wiJi.«), 15 7'' ( |vi^ \ ^ivJ .tfy^->< ^^ **^V
LäÜ, vgl. Hammer, O.sman. Dichtkunst lll, 38), 176".
Ferner: Ta'rJjif-Gedichte Fol. 209'' lauf die Jahre 949 und 95(i, be-
zeichnet alss^^ÄJ). 259'' (auf das Jahr 9 75), 28(i'' (auf di-n im Jahre 1 D 1 2
erfolgten Tod eines ge\vi.s.sen AlUnod Ber/) — vii-'UcLsv Fol. 226'' — Jl^
8vbx/c ^yüjuc <^\y^ »vLsswo ^__i.ÄLÄ F"ol. 114" (ein .l/''/6'//f/"-f-Gedicht| — ein
TaymJs Fol. 247" — verschiedene Tnymlx und '/''/.sv/y.s- |-"ol. 269" bis 2*15" —
48»
340 Tarkische Handschriften 335. Poesie.
allerhand Gedichte Fol. 157 bis 162') — Liedcheii, zum Theil mit An-
gabe der Melodie, nach welcher sie gesungen werden sollen (vvie Ix^s, »IXäj
Persische Verse stehen auf Fol. 211'', 256* (von ^W), 25 8* (von
«JkXÄ, lebte um 957, beg. 20. Jan. 1550, s. Sprenger, Oudh p. 423),
257* (cjLIäLv, nicht von iUmar Xaiyäm), 258" (von ^jÄ^T, f 920, beg.
26. Febr. 1514; s. Saßnah S. 249).
29 0 beschriebene Blätter; 18,6X12 cm.
335. [Diez Fol. 33.]
Diese Handschrift in der schmalen Fonn der Dafta r-Encher enthält
Gedichte folgender Dichter: iUvtar Fol. 3""'), 4'', 5'"', 7', 8='\ 11', 13'^' (ein
Räthsel Cpw) — Näm Fol. 3" — Öaqlqt Fol. 4" — Xatrrä Fol. 4'", 5^^
e'"", 9'' — Szpähl Fol. 7\ 12'', 14" — Saudä'i Fol. 7*' — Gavkärl Fol.
12^ — Naqdl (?) Fol. 10' — MuMbhi Fol. 10' — Kätihi Fol. 1 0^ 11' —
Kämil Fol. 13' — Ziihün Yo\. 9" — Latjfi "PiA. 14*' — Wahyi (i Wahbt?)
Fol. 14*' — Kätib lUßmän Fol. \^2^. Einer Anzahl der genannten Dichter
ist vom Schreiber das Prädicat (^xiLft beigelegt (wie iÄsiq iümar, iAk'q
Xatmi u. s. w.); man vgl. darüber die Bemerkung auf S. 34 7.
Von anonymen Gedichten shid ^U-* (Fol. T, ll**, 12', 13"), ^^i,
(Fol. 11*', 12'), j^jJuüLi (Fol. 13'') und ehi JjCi^ überschriebenes Gedichtchen
von vier Bait (Fol. lo'') zu erwähnen.
Die beiden letzten Blätter, etwa.s schmäler und von anderer Hand ge-
schrieben als die übrigen, enthalten eine gröfsere Anzahl meist unzusammen-
hängender Verse, wie es scheint von dem früheren Besitzer der Handschrift
als Loci memoriales aus seiner Leetüre zusammengestellt; der erste Vers
lautet : i^jiÜ' jOjLo xj^ -i> «js **.Jjf (sie) y^ juitA-Ä .
Anfang des ersten (von iÄsiq iümar vei-fafsten) Gedichtes: Ä**iJLi'L> j^jL»
\6^^y*j> |VJtXij ^^^■f \S^-
14 Blätter von 34 X ' t,6 cm. Die vorhandene Foliierung (bis \^ Ori-
ginalfolüerung) geht bis 16, da sie gleich mit r beginnt; es scheinen also
am Anfang zwei Blätter verloren gegangen zu sein. Flüchtiges Dlwänl.
*) darunter das bereits erwähnte satirische Trauergedicht des TaUyä auf den Tod
seines Feindes Bmtam Pasa.
*) ich eitlere nach der Originalfoliierung.
Türkische Handschriften 336-338. Poesie. 341
Auf der ei-steii Seite unten findet sich eine Datierung vom 11. .In •/ r^«;-
dak 1168 = 19. Aug. 1755.
336. [Ms. Orient. 8". 4.]
Diese kleine Handschritt in Safinah-Y oww enthälr eine Saniinluiicr tür-
kischer Gediclite, welche niei.st in der Ucbcr.scIn-itV als ^Ji resp. ^)y^
bezeichnet werden; docli finden .sich auch ^JC^ Fol. l''; ..^äL«-»*- Fol. 18'',
29'' und \W\ *L*kj Fol. 20'; ^^-j^^^ ^yi Fnl. 2.5": ^«...i allein Fol. HO";
Cijsu) Fol. :!!" oder ^~i Fol. 3 0''; ^L^ Fol. 3 1'. und ^1 Fol. 35". Auf
Fol. 20'' findet sich eine Ueberschrift, die ich niclit lesen kann: .sie sieht
aus wie JeaüS' (etwa JxÄÄf*?).
Anfang ( ol. 35"): stU^cLi' xjljl j»tX>: Lajv Lj \L. Lj ^^.^I
35 beschriebene und eine Anzahl leerer Blätter; 7 X 2*^)' <^""'- Ver-
schiedene flüchtige Hände. Auf einem vor- (rcsp. nach-) gehefteten Blatte
.steht „Ms. ex Bibl. J. J. Brunsii CoUectanea ()sn];uii cnjusflnm ci'ntinentia
Poeiuata parva vel Initia taliuni lingua Turcica."
337. [Ms. Orient. 8". 213.J
Eine kleine Sammlung türkischer Gedichte, meist Ghazelen , in der
Ueberschrift und im Kolophon kurzweg «£**:s' genannt. Die Handschrift
ist mehrfach defect, indem .sich nach F"(d. 2, \ und 7 liücken finden. —
Es sind folgende Dichter vertreten: Noswn (am Anfang und am Ende der
Handschrift), Bedil {¥o\. 5^, nur das End-i^f/?V eines Ghazels ist vorhanden),
Maümüd (das.), Yär-Ahmad (Fol. 5''), Fntni (Fol. C*"), Mägir (Fol. 7").
Anfang: «tX^jjvjü». »^ (5^'r?" *^).?^ '-'j' *-" ^-
9 beschriebene Blätter; lüX'*J ''"i- Ausgezeichnet schönes Taihq
mit 9 Zeilen auf der Seite. Die Abschrift wurde von Sultan Hnsam an
einem Donnerstage, 20. Rnmadüv 89 6 == 27. Juli 119 1, vollendet.
338. [Ms. Orient. 8". 183.]
Ein Büchlein in Saflnah-Y oviw^ enthaltend Gedichte verschiedener Vei"-
fasser, hauptsächlich i^a^cZ- Gedichte, doch auch Ghazelen, Buhäii m\A
Ta^rix- Die letzteren beziehen sich auf Jahre aus dem Ende des zwölften
Jahrhunderts d. Fl. (1191 Fol. 2 1^; 1194 Fol. 4"). Von Dichtern werden
genannt: ^^Lä^ Fol. 4'' imd lO'', ^^tiX/> Fol. 7", »;>|^UL ^1^ Fol. 12",
342 Yürkische Handschriften 339. Poesie.
(?) p^ Fol. 1-2'', ^j^ Fol. 15^ ^ö<xi\ 1JJ.L0 Fol. ifi', ^d^xj\ ^_^, F'ol. 16",
^tVÄil ^JJ Fol. 17'', ^J.xjl >_*jl^ Fol. 18'' und ^5Juit ^^y^ Fol. 2 F'.
25 beschriebene Blätter von 19 X 'N^ <''^; flüchtiges NastaÜlq.
839. [Die/ A. S". 138.]
Eine Sammlung von Gedichten — Ghazelen, j^-ä, ,5^7-^1 15-**-»-^?
^5nJijCLs, jc-iJ^, auch ^\jf g'eschrieben — verschiedener Verfasser: am Ende
nennt sich als i»5ÜL«j ,_a;:;»L.o des Buches, welchem er den Titel xf^t<y
v_s^^JuJI SJ'jtXÄ.»o[j] 'i_äjUaiJt giebt, ein gewisser <Kj «.♦£ «jÜ ^Ia..Ä.« i^.Äx und
datiert diese seine Bemerkung vom Neumond s-ä des Giimncla 1 (l ». )
des Jahres II« d. i. il9(l = 18. Juni 1776. Zugleich spricht er folgende
Befürchtung und Hoffnung in Betreff seines vorliegenden Buches aus:
iUu^i^ Äjlolj J.S>L> *»NÄ.'.t (^J f'vi')}-* ujLxJ *-«..«il scX-ulS' *JL&- i^^w^Lä. u^j..t.£
Xau«J Jülyb^i ^jUJLjI oLj xAj! v/~i. V *~^-.) UJ) »--J (»vi <0.l Ä_Ä_Ä_.0»_Ä. t^>_J>._C
Die ineisten der in der vorliegenden Sannnlutig enthaltenen Gedichte
sind von iA.^i(/ ') iUiiinr. niclit viele anonym. Aufser ihm werden als Ver-
fasser noch genannt: Jifufi Fol. 66''; Tniiß<i Efendi Fid. 150''; Hatml^)
Fol. 4 2"; Hnsav Fol. 39^'; Hulcvü Fol. 18^'; I^aväd Fol. 6()''; SijxlJil Fol.
20", 32*; I^arifi Fol. 96'': ,S'a//r7 Fol. 28"; Täln'r faqlh Fol. 1.5 1"; fhiMäf
Fol. 7"; Gnlsnnl Fol. 35''; (Janlidn Fol. 6'' (mit dem Beisatze ^L^i'v.i'),
16'\ 17^^, 28'', 32'', 33^ 34", 36'', 4(1'', A:y\ 46", 47-'', 87'; Ltdf oUäh Eferuli
Fol. l.M)\ /^^w^Z Fol. 22" bis 27'', 29", 30"'', 31"'', 47"; Mapnm Fol SS*";
Muyjnr Fol. 1.5 1''; Mustafa Fol. 28" (Sidtrw. mit einer s^Aläj von Jiäyi'h
PoM)^ 82"; iWakkt Efendi Fol. 15o'': Niyäzl Fol. 36". Ein anonymes
(' x>eb (sie) J^xÄJjj' mit dem Anfange ääjvI. »vLs J^I ,^.^ Jy^äjjj' 15' steht auf
Fol. 75"; von Tonarten werden ^\^ (Fol. 7'', 126"), j;Ux (Fol. 1.5 8») und
die mir unbekannte (^ |»ljjc genannt.
173 Blätter, von welchen 99-124, 130-149 und 155-170 leer sind;
20 X llj* cm. Gutes J^astnihq; auf der Seite stehen gewöhnlich acht Bait;
') die Handschrift schreibt stets io^mX-^ . Beide Theilc des Namens sind häufig in
einander verzogen, so dafs ein ä zugleich zu ^ixiLc und zu -^ä gehört.
*) 1. Xatmi} Tgl. Nr. 27,i und 335.
') vgl. Nr. 27,s.
*) wiederholt: dnfs es wirklich eine Tonflrt ist, ergieht sich aus dem Beisätze Ajje
auf Fol. 127" fpL^e pLiLc vi> ^gS^)-
Türkische HandBchriftcii 34(i. Poesie. 343
die Gedichte auf Fol. 6 r und so'' sind verkehrt geschrieben (so, dafs man
das Buch umdrehen mul's, um sit- zu lesen). Ehiband von biegsamem
Leder mit ziemlich reicher Guldpressung. Auf einem dem Vurderdeckel
aufgeklebten Zettel steht: IH j^£. jj-iLt ^'r^j ^■^ v_>Lx^.
840. [Diez A. 8". 105.]
Eine Handschrift in SdJhKth-Format, i7i welche Gedichte verschiedener
Verfasser zusammengeschrieben sind. Die letzten zwei Drittheile der Hand-
schrift, von i'^ol. 27 au, enthalten hauptsächlich Tanzlieder für Derwische
(^U.*»,, aucli sjLaj^ überschrieben), zu welchen nicht selten die Melodien
(o^l>, äl^^»^, |V^, o'r-*? (j-^*~"=>) angegeben sind. Die ersten 26 Blätter
enthalten Gedichte, ineist Ghazeleii, folgender Verfasser: s^IvvtX .'I j^I,
welcher sich, wie es scheint, des Tuyallus S^" bedient Fol. 3''; ^^aj^I
Fol. 22'; ^Lj Fol. 21''; ^yUU^j Fol. 2"; ^^ju^ Fol. l", 10% 21^'; &j|v,^^_t
mit dem T<ixalliis ^JU Fol. :r, 4'''', 7% 8", 12", 1 ;V"; 14", 1 6"'', 19% 20^';
sj|v^tX.ül ^j.^^^ Fol. 6"; ^^JLä. JLia. Fol. O*"; jcjUäj ^'^ Fol. IT'; ^s.^
Fol. 0^ ^Lo^ Fol. 25"; ^0lj.xj ^^5^ Fol. l", 2", ;V, 5", e*-, S'', lo'', l l",
12% \T\ 20''; ^L)^ Fol. 14^% 16", 25''; ^•»«a.w Fol. K)''; ^^.feyi Fol. 21";
^^ Fol. r, 4% 22"; ^LJo Fol. 2% 5»; sol^^Ji, Taydhis ^xis Fol. 4",
21"; J^äJc Fol. 21"; ^Juil jU Fol. 6", 7""; ^^J^aaä Fol. 6": ^Ä.ci.£ Fol. 4";
^^x.-«xc Fol. 3"; s>.>l\JI^, Taydlus Ji^ia^ Fol. 3''; solv^^^, TayaUm ^Lkt
Fol. II", 2o"; ^^ Fol. 5": ^^U Fol. S*; ;5Jovi Fol. 25*'; ^^^ItUj J^
Fol. 16" (eine SwaIsü auf ein Gediclit von iinJif) und 2l"; J^aj Fol. 9";
^^Lo Fol. 4"; Sultan Alarüil Fol. 22"; (' s^l^^[JI J.aä], Tayallus ^^j\j Fol.
5'", 20"; ^^b Fol. 4"; ^«j Fol. l", 4", o", 6", 9% 10", 13'", 14"; ^^^.^
Fol. 2"; ^jOil ,_^ pÜ^will j^-yi Fol. 2", 3', 11", 12", 14"", 16"", 2o", 22"".
Persische Verse (von NizOnü. ömiil, \\'(i}'m, Faidl, Ahll, T'J'lib, Zaiiir Fü-
ryäbl u. a.) stehen auf Fol. 15" und 26".
Anfang des ersten Gedichtes, eine.s Ghazels von (jruinil:
7 5 beschriebene Blätter; 1 l,"" X 18 cm. V^erschiedene flüchtige Hände;
hie und da buntes (gelbes, grünes, rothes) Papier; Fol. 7 1 zerrissen.
') 8. Hammer, Usman. Dichtkunst III, 178.
344 Türkische Handschriften 341 344. Poesie.
341. [Diez A. 4^ 89.]
Gedichte von Kätibt, Gauharl, Mähi, lÄHq 'üinar, Kätib lUdmän,
'Äsim-zädak, iArdt, FannJ, Saldi, Lutfi, aallmt, Sipähi, XaM, Bäql, May-
büni, Xallh, Nazvü, AmrJ, Sabrl, ansan Efendi, Hifgl, 'Uhaidl u. a. m.
Anfang- : »^ ^j*^^*^ (sie) lü^iXJ^ ^^Xf J^l (^Jjl (^-iU
3] Blätter, von welchen das 17'" leer ist; 21 X 16,5 cm. Deutliches
Nas'/ji; auf der Seite meist 18—20 o-espaltene und schief laufende Zeilen.
342. [Diez A. 4". 90.]
Gedichte dreier Dichter, des Gaiihan, des iÄSiq Mustafa und des
Kätibl; und zwar ist, wie auf Fol. P angemerkt ist, der erste mit 4 5, der
zweite mit 3, der dritte mit 2 Gedichten vertreten.
Anfang (von Gauhari): jJoJ.4.*i>Lj k^^ ^^_y^>^ *ä^ »yj
22 Blätter, deren erstes nur die obige Angabe über die Zahl der vor-
handenen Gedichte enthält, während die fünf letzten ganz leer sind; 21 X
1 6,5 cm. Gutes Nastailiq mit 1 7 zweispaltig und schief geschriebenen
Zeilen auf der Seite.
348. [Diez A. 4^ 86.]
Liebesgedichte der Art, wie sie JS^ji (in der vorliegenden Handschrift
stets ^-f^y-j geschrieben) oder auch ^^j-^ genannt zu werden pllegen;
s. unten die Bemerkung auf S. 3 4 7. Auf einem Blatte abweichenden For-
mates, welches am Ende eingeklebt ist, stehen noch drei Ghazelen von
Nauil (t 1007 = 1599; Hammer, Osman. Dichtkunst III, 108), iUhvi
und iAzlz.
Anfang : i****^ i^*^ i«^«^^' T^)^ \^y^ ts^'-^ H
24 beschriebene Blätter von 20 X l^ c"^ imd aufserdem das am Ende
eingeklebte Blatt. Gutes, vocalisiertes Nas'/i mit ungefähr 20 zweispaltig
und schief geschriebenen Zeilen auf der Seite. Auf einem aufsen aufge-
klebten Zettel steht n ^^s^yt^ ^'f '
344. [Diez A. 4°. 87.]
Liebesgedichte, wie sie ^Ji oder ^^y^ genannt zu werden pflegen,
von lÄSiq lUmar: s. die Bemerkung auf S. 34 7.
Anfang: ^^ «jL»=fc jäS\Ly! Lääj (sie) J^j? i^tJ*^ »r**»
Türkische Handschriften 345 347. Poesie S45
24 beschriebene Blätter; 19,5 X 14, i cm. Flüchtiges Dlicänl- nasylsi
mit 12 gespaltenen, schief laufenden Zeilen auf der Seite.
345. [Diez A. 4«. 88.]
Ebensolche Gedichte desselben Verfassers. Auf einem aufsen aufge-
Iclebten Zettel steht: Uvf »♦£ j^j-iLc ^-f^ i5*r^ »jU^.
Anfang: syi Sjjcl LiU-s «-«ot vjol Aji' vsSj^ s sLe
1 8 beschriebene Blätter ; 21X16»^ ^m- Gutes Nastalhq mit 14—16
zweispaltigen, schieflaufenden Zeilen auf der Seite.
846. [Diez A. 4°. 128.]
„Sammlung von türkischen kleinen Gedichten. Es sind gröfstentheils
Gelegenheitsgedichte, besonders Chronogrammen [sie] oder Tarichs und
einige Liebeslieder, wovon mir Abschriften auf einzelnen Blättern zuge-
kommen sind, welche in gegenwärtigem Bande habe vereinigen lassen."
(Diez.) Auf dem letzten Blatte einige Talismane.
Anfang: sJüUaJL^ (' o^si »j »j v^'^^' »-'•*-"^ *^'' J^ Oy^^*^ l^iaj
39 Blätter verschiedener Gröfse, die gröfsten von 22 X l"* cm. Na-
türlich auch verschiedene Hände.
347. [Ms. Orient. 8°. 184.]
Eine Sammlung in Versen abgefafster Sinnräthsel, yJ (nicht Buch-
staben- oder SylbenrätTisel ^e^, s. Rücke rt, Rhetorik u. s. w. der Perser,
neue Ausgabe S. 317 und 336). Die meisten dieser Räthsel beginnen mit
,tXJ.| =z .c> nj J.l, wie im Persischen mit ^^U.wjij> = ^jl .j>.»».xr> (Rückert
S. 33 6). In rothen Ueberschriften werden bald die Verfasser (wie gleich
auf der ersten Seite Käml, Yäzl (?), Saiyid Wahbl)^ bald die Auflösung
(wie ebenda «^-$5), bisweilen auch Beides (wie ebenda l'ubäri und ^~ÄfS)
genannt. — Eine ähnliche Handschi-ift s. bei Krafft Nr. 229.
Anfang: ^Kj Jjo' J^y^ ■-> »,jS >Jü JjI
Auf den fünf letzten Blättern allerhand Schreibereien, darunter einiges
Astrologische.
31 beschriebene Blätter; 21,5 X '3,5 cm. Die Räthsel mit hübschem
Nastadlq zweispaltig geschrieben; auch die Ränder sind beschrieben: die
*) Hs. ooi.
TOikiieh. Budaelmft«o. 44
S46 Türkische Haudscliiiitcn 348. 349. Poesie.
Zeilen laufen etwas schief, von rechts unten nach links in die Höhe; in
jeder Spalte stehen 7 — S Btiil , und um Rande g-e\vöhnlich mehr, als in
beiden Spalten zusammen. Auf fil. vers. des ersten Blattes, welches, ob-
ofleich auch ein Räthsel enthaltend, doch noch nicht zur eio-entlicheu Räfhsel-
Sammlung- gehört, steht zweimal die Tuyrn des Sultans Sallm 111 (reg.
1203- 1222 = 1789- 1807).
348. [Sprenger HOL]
In dieser Handschrift stehen, neben Abhandlungen und Gedichten in
arabischer und persischer Sprache, die folgenden türkischen Gedichte:
Fol. 4 1'' ein il/?«/«7/;7»f/i-Gedicht, in welchem abwechselnd je drei Bait tür-
kisch und ebensoviele arabisch sinil, zum Lobe eines S\.j^»}\ .^\i verfai'st
von dem Schreiber der Handschrift Sv-^, d. h. Nnrl^ von welchem dann
auf Fol. 48' ehi Gedicht zum Lobe Saifiua 11 (reg. 974-982 = 1566-
74) und auf Fol. 19*' ein vom Jahre 9 79 datiertes Ghazel folgt; s. S. 69 4
Anm. 3 des persischen Kataloges; — Fol. 5 2" eine Anzahl Räthsel; —
Fol. 5 2'' Kasiden des ARnuid i'nsa (f 90 1 oder 9 0 2, beg. 21. Sept. 14 95
und 9. Sept. 1496; s. Hammer, Dichtkunst 1, 198 und Gibb, Ottoman
Poems p. 21 und 177): — Fol. 63" zwei Ghazelen von baniU (f 936,
beg. 5. Sept. 1529, Hammer, Dichtkunst II, 15), ferner je eines von
MuRihbl (Sidawinr) 1) und von BäqT] — Fol. 7 9'' eine Kaside von unge-
nanntem Verfasser, welche durchaus auf |JLc ^^l— reimt; überschrieben ist
sie (JLä stX-yai': — Fol. so'' und 81" am Rande je ein Ghazel von Saix^
(Hammer, Dichtkunst 1, 104); — Fol. 83* je ein Ghazel von Suiäil
(d. i. Bilnl Celebi , Nä'ib von .!(/ Kirmün) und lAhd nl yanl Efendi] —
Fol. 9 0" ein Gedicht ,j^"^'l ^j von dem Schreiber »xääJJ (also doch wohl
Nrirt'^ vgl. den persischen Katalog a. a. ().).
Die ganze Handschrift besteht aus 1 1 9 beschriebenen Blättern von
21 X 15)'' ^'"i ini'l i'^t durchweg mit gutem, meist neunzehnzeiligem Nastal-
hq zumeist von einer und derselben Hand geschrieben.
849. [Petermann \\, 731.]
Diese Handschrift enthält zunäch.st unbedeutende und unsaubere
Schmierereien; erst V(m Fol. 5 5 an, von sauberer Hand geschrieben, Ge-
dichte verschiedener 1^'orm und verschiedener Verfasser: Uubäil, Mufrad,
Turkl, Samäil, ein paar Glossen, hauptsächlich aber Ghazelen von Lümiii,
Türkische Handschriften 350. Poftsip 347
Eillii. Mofjnüm, FxdüJl, Mayfl, Ynhjä, Qnfis Efpitdi, Nw/iT, /iäi/J, Mnylriml.
Kn$iß. Ntlhl, Hdidnrl, N(i()äf7, N",vni7 n. a. Auf Fol. ßO'^ uiul T.V werrlpii
Gedichte eines gewissen Oäfjifi mito'etlieilt, dessen Name mit dem lieisatze
»>I-£j (genannt wird ; er ist also der Schreiber dieser Sammlung. Ueber
einem seiner Gedichte anf Fol. 09' steht 5j>k^UL ^^4Ä,Jl ^j,^,l ^Ü »vJäJ;
er war also ans Ardiräm gebürtig und Ijekannt unter dem Namen Amän-
zädah.
80 beschriebene Blätter; 2 1 X ' •''^ '''>i- I^ie Gedichte mit gutem Nas/^
zweispaltig und mit I o in schiefer Richtung laufenden Unit auf der Seite
geschrieben. Von Fol. 2, 23, 27, 31, 38 und 4 9 sind Stllcken abge-
schnitten oder abgerissen: Fol. 6 7 inid 7« sind eingerissen.
üeber türkische Volksliedchen Reigtlichen und erotischen Inhalts — _ßL**u, all ,
^vtXxJ^i'. c*V^' l5^T^ ' L^"*** "• ''^''' — ' ^''^ ^^^ '" '^^" vorstehenden Handschriften viel-
fach enthalten sind, vpl. man; Hammer, Osiiian. Dichtkunst I, 17 und 18; ferner das
liuch ühiiT Kor-oyli von A. Cli o il z k o (Z e nke r nr. 184-t u. ISir)) und «JLc.l jji' &jtC=» ,
31 Seiten in 8", orientalische Lithographie o. 0. u. J. ; endlich: Anatolische Volkslieder
aus der ,, Kuba dili", von Leopold Grünfeld. Leipzig 1888. 8", und dazu A. Vamb^ry
in der Münchener Allgeni. Zeitung, Beilage zu Nr. 361 vom 30. Decbr. 1887, S. 5331. —
Ueber die Bedeutung des den Namen vieler Volksdichter vorgesetzten rä..iuLc (vgl. Register III)
sagt Chodzko a. a. O. p. 12 Anm.: „Aushek signifies properly ,enamoured'. In nor-
thern Persia, this word designates the professional singers, who singly, or in Company of
jugglers, rope-dancers, and sometinies monkeys, peramhulate the towns, villages and encamp-
irients of the nomades, attend the wedding ceremonies and festivals , amuse the people with
music, puns , songs etc." j^_^^Lc heifst also „Fahrender Sänger", oder (nach Zenker)
„Einer, der in den Kaffeehäusern (Jedichte vorträgt". Barbier de Meynard sagt (Dic-
tionnaire Turc-Fran(;ais II, 342'') : „ «JJüiLc acheqlnr ,le8 amoureux', surnoiii des poete«
nomades qui improvisent en s'accouipagnant de la mandoline: leur patron est tonnu sous le
nom de Acheq Eumer" [.,(>■ lä^xiLc].
850. [Ms. Orient. 4". 44 0.]
Diese Hand.schrift besteht ;nm einzelnen Blättern und Lagen verschie-
dener Gröfse, welche anderen von verschiedenen Händen "-eschriebenen
Handschriften entnommen sind. Der Inhalt sind Gedichte, theils arabis(
•11«
848 Türkische Handscbriften 351. Poesie.
(Fol. 21), theils persisch — s. Nr. 698 des persischen Kataloges — , theils
türkisch. Die türkischen Gedichte sind folgende:
1. Fol. 1—8: Ghazelen aus dem Diwan des Nasiiril (s. Nr. 367), den
Buchstaben v bis J angehörend.
Anfang :
2. Fol. 9 und 22*' nochmals Gedichtchen, wie sie ^y^ genannt zu
werden pflegen; auf Fol. 22* stehen ebensolche Gedichtchen, welche durch
die Ueberschrift t^yS^y^ dem schon öfter erwähnten Volksdichter Gauharl zu-
geschrieben werden.
3. Fol. 10: ein i5a«rf-Gedicht und ein osttürkisches Ghazel von Na-
wä'l {Mir iÄli f^er f 906 = 1501; s. Nr. 384) mit dem Radif i^J^^I-
4. Fol. 11 und 12: ein Ghazel von einem Dichter des Namens Sidqi.
Anfang: 1^? ^j^i' ^Alajoi.^1 (»>ä^ y^M kS^
5. Fol. 13 — 17: Ghazelen von Amn, Latiß, FudüJi , Xalillf YaMyä,
iUlvn, Gaifar, HälatJ und Xayält. — Auf Fol. 13*" ein Siegelstempel mit
der lnschi"ift:^y^Ä bif^ sL^o sJü,j.
Anfang :
0^)y^y^ »tXJüi ^jL^f ^-iU i^\ ^ajKju i^^v Jj.j bJljIä Ji\ ij^\itxi kS^ »xj je
351. [Petermann II, 625.]
Diese Sanmielhandschrift enthält neben vielerlei Arabischem folgendes
Türkische :
1. Fol. 25': eine Reihe von Gratulationsgedichten verschiedener Ver-
fasser an MuHammad Amm PaSa, den Sohn des Grol'sveziers al Hä^^ Hu-
sain Pa§a, als er im Jahre 1156 zum Amir al wnarä (d. i. Begierheg) er-
nannt wurde. Dies besagt die Ueberschrift: /-«läJlj ^-*-'W ii>*-" 7-*»-?! ^
tj-h'"^ —Lil fjhxj\ yJS^I ^-j' LwL jjyUit J^.rä? j^xJl Jj (sic) c^w^iä. ^^j
^lji>ill pf jläJI äÄajL^j x^Jkx jj cyjoijl ».lyjci'l wyol ÄAJvJ «-V^l JiJ^<X!l (j^ LäL
Mol äJu« jj 4ä5üj^ .... Das erste dieser Gedichte ist von nl-Saiyid XaWi
Efendi al Basrl und beginnt mit dem Verse:
JLül %J!^ ^\ (sic) ,j.j;l jJl^ J^T yU ivaS' JLxiitl ^jclj J^l ^Li ^^ ^^^^
L^l &Jbt
Türkische Handschriften 351. Poesie. S49
Da.s nächste Gedicht ist von Saiyid Hasan, das dritte von SäliK dem Bau-
meister vUiuJI u. s. \v.
2. Fol. 12»': ein Ta'rlx auf die Geburt des Said alläh ßeg, des
Sohnes des Veziers al Ha<j(j ausain Pasa lAbd-al-(jalll-zädah. Das ge-
meinte Jahr ist 1167 (heg. 29. Oct. 1753).
Anfang :
3. Fol. 208'': ein Ta'rix auf die im .Jahre 11S9 (beg. 4. März 1775)
erfolgte Geburt des iAbd al niagid, eines Sohnes des Sulaimän Pasa iAbd-
al-^aM-zädah.
Anfang :
4. Fol. 229'': ein Gratulationsgedicht des Saiyid Midiainnuid zur An-
kunft (»^tX; des Stdaimän PaSa. Danacli nocii ein kürzeres türkisches Ge-
dicht.
Anfang: ^U^ i5*>^^' ^'f^}) o^^ ^ J^}-^ ^^y^-y?
5. Fol. 236": eine Kaside des L'nSdi Imäia lAbd alläh Efendi zu
Ehren ^^lo des Muüamviad Beg Amln-jiaSa-zädah.
Anfang :
^yi ^aJ^-5' «yOljiA.. ^lXäjI f-y^ joLjO» ^^tXJ.^ jjtXij.*i —yj yi>>Jj xX-'l ,j«aj
6. Fol. 244": ein Gedicht des Mufti al- Saiyid Hasan Efendi zum
Lobe des Amtr al umarä MuJiamiuad Pasa, aus dem Jahi'e I 190 (beg.
21. Febr. 1776); darauf (Fol. 24 5") ein Ta'rr/_ auf ein Ereignifs aus dem-
selben Jahre.
Anfang des ersteren Gedichtes: li\Aj ^tX-U KLcyc 0».^. yc yi (?) JCü
des Ta'rlx: rv^^' ^5:?'-^^ i^s^^äj' ^»ju*, »JLvsi ^>^
7. Fol. 25 3'': ein Ta'rlx auf die Im Jalire 1 Hi 1 erfolgte Geburt des
MaMmüd Beg, eines Sohnes des Mtdiaviiiiud Pasa (jd GaMi).
Anfang: )y-i^^ <i'-»^ tMc ij^S) ^5'; ^.s-Le sLa. cXa^^x äJi_^\ lw«l )lyjy*'
8. Fol. 25 4*": ein Gedicht Jhj des Veziers Häfh PaSa, nebst einer
Antwort des Sultans Muräd IV. Es sind die beiden Gedichte, welche von
Hammer, Osnian. Dichtkunst 111, 355 übersetzt sind.
Anfänge: st^ft^yj ySi^^ si^ljo«! jj>x vj'ri?' ^tXJ^
und: vjuL^^ xl 2tX4.Äjl jt«X«l s^tjju LioiU».
350 Türkische Handschriften 351. Poesip.
9. Fol. 259"^': ein Ta'rly auf rlip im Jahre 1191 erfolgte Gel)nrt des
MoRmüd Befi, welche aucli in dem unter Nr. 7 ano'eführten Gedichte ge-
feiert ist. Der Verfxsser des vorliegenden Gedichtes ist Yünus Efeiidi
WoHdafl, dessen Namen >i)y^ vorgesetzt ist.
Anfang :
JLUI \k.g-ci-* J^^ wi.l sLä- yyj\ sl/! JUsi>.Äi».yi t)Jye r'}^ )'^ y*^' tX***/
10. Fol. 265*': ein Ta'rly auf die Geburt des lAhd al mannän Beg,
eines Sohnes des Veziers S/iJainx'm PaSa , von demselben Yünit!^ Efendi
Walidatt. Die Ueberschrift lautet : x.Lc ^s. ^ctU-sl ij-j^ JLi' ^ ■ Das be-
sungene Ereignifs fand im Jahre 1194 (beg. 8. Jan. 1780) statt.
Anfang: (jLaäI (J-^ä i-*-^ ^i- -ft-^-' »3^ vj'~**^ J' oLol Lc. Jjil*-Le
11. Fol. 281'': ein Tn'ny desselben WaVtdafl Yünus Efendi auf die
äS^L^ 'i.*X=>- des NiiUiulu Ben und die im Jahre 119.5 erfolgte Geburt seines
Sohnes Ibrählin Beg.
Anfang: ^Uj«j j-ax xJLö^L+S' xJ.I lo'-^j.ö-vi i^j'*^)-- '-*^ *^ »^ »c^4>Iju*; \\Ji\ j6 j.j
12. Fol. 290'': ein Tn/mU des Suknmän Beg Fnyrl-zädah.
Anfang: JS^S' *iXJL«s xäj <X*j«I )'^)j) '^^***'* r?
13. Fol. 290'': erst zwei Gedichte des schon oft genannten Yünus
Efendi WaTtdatJ, dann eines von Yüsuf Baslri, welcher sich des Dichter-
namens rarihl bedient.
Anfang des ersten Gedichtes : «.JuX^i xJLji oiia.' i^S XAxiLi. «b ,.tUil
14. Fol. 294*': eine Kaside, wieder von Walklotl Vüvus Efendi ge-
dichtet, inid zwar, als Hiilaimnn PaSa , Steitthalter von Monsil, und sein
Bruder Abu '/ mahärim MuJiaMvind, Paia sich am 5. Gumädä 1196 {=^
18. April 1782) mit ihren Kindern in einem öffentlichen Garten erlustigten.
Anfang: ;_^jJ;L.<ooLjLä i_jl Li. JwLS' ,^JcafN_sf ^s^lki>>>L*** ^ws La*o \ÜI i^iXs*!
15. Fol. 296'': ein JVt'n^-Gedicht auf den von Sultan Alimad III im
Jahre 1130 (beg. 5. Dec. 17 17) unternommenen Bau des Palastes S"id-
ähäd (s. Hammer, Osman. Reich Vil, 3 62). Die Ueberschrift lautet ^;b
Anfang :
10. Fol. 300": einige türkische Gedichte, das erste von f'arlbi (s. AI.
13) zum Lobe des Ainlr aj innarä MuVtmnmad Pahi (s. AI. 6) gedichtet
und beginnend:
Türkische Handschril'teu 35*2. Pocsip. 351
^Lj.5' pK >_^JtU^ wLo x^j^ ^Jj^ii ^Li'.uJi' ^l;jl ^'^^^l ij/J) 'cV.i>- *A.<2 ^UJ
Dann folgen Gedicliti; von liCuj^l Mdr^äd (zum J^obe de.s Sahitunhi I'd^ti,
Statthalters von Slirüs, aus dem J:ilii'c 1198) und nochnuds von Yänas
Wandail.
17. Fol. ol7'': noch zwei Lobgedichtc , das erste von AHiiuid Fayrl-
zädah, ilas zweite von ]l^h(ii<l nJläh liüslrJ-züddJi. Das erste beo-innt:
18. Fol. ;J35*: yr/'n^jf-GedicIite auf einen von Mukammad Ptisa. dem
damaligen Statthalter von Maust! , im Jaln-e I2(iü (beg. 3 1. Aug. 1791)
ausgeftihrten Bau. Das erste ist verfnlst von Vhh/is E/endi WoMdafl und
Ijegiinit: ~-i^*J";_5 tX*-w tX^^j^ >.<aü ^,s^v ^;i>>>L*A»,. J^.s' iuLii^ _sOv
Die Verfasser der folgenden heiisen iUIxiid allah Efendi Busiri-zädah, Mn-
üammod Effiidi F'r/^n-zädah, ol Häjj ävsm'n Efpiidi nl rnläinl, Xalll Aya
ßektu^^), und Ynsnf <il Irlilll JyyJ^^i| . bekannt als <il l'anht.
19. Fol. 359'': JV'/'?/-Gedichte auf die im Jahre 1207 (beg. 19. Aug.
179 2) erfolgte Geburt des Malbuüd Bi^g, eines Sohnes des MuRanunad
FaSa. Die Dichter heifsen: der Ah/fl Alimiul Efendi, der Qädl lUbaid
allah Efendi, MuRammad Efendi ihn Hamid Efendi, MnUä Yäsuf al Ba-
slrl al rarlhl und Mulla MaJirnüd al Ardablll.
Anfang des ei-sten Gedichtes (von al-Sniijid Alimad Efendi al maftt) :
»aXiA.« jAÄ ^\o jLöl jJ^I j.jS'l (^L.äU ü,Aas» ^jUä-
Die ganze Hand-schrift hat 393 beschriebene Blätter von 20 X ' ^ ci»
und i.st von verschiedenen, durchweg guten inid deutlichen Nas/J- und
iVa6/o?/7(/-Händen geschrieben.
352. [Petermann 5 00.]
1. Der Diwan des Niyäz'i {Sai/ Misrl] f 1111, beg. 29. Juni 1699),
über welchen Hammer, Osman. Dichtkunst 111, 5S7f. ausführlich han-
delt. Das erste dort übersetzte Gedicht ist das erste des Diwans; das-
selbe wird von Hammer in Text und französischer Uebersetzuno- auch
im Journ. Asiat. 1846, 11, 262 mitgetheilt. Eine andere Handschrift dieses
') oder wohl vielmehr .Bewteif; Tgl. S. 1063 (Nachtrag zu S. 591) des persischen Ka-
taloges. Für Häygi Bektas, den Schutzpatron der Janitscharen, steht allerdings diese Aus-
sprache fest (s. Meninski, M. d'Uh sso n , C h a be rt, Hammer, B ar b ier de Mey n ard,
Kieuj.
352 Türkische Handschriften 353. Poesie.
Diwans findet sieb in Wien (Flügel III, 475 Nr. 1982, i); gedruckt ist
derselbe in Bvläq 1254 =: 1839 (Jourii. Asiat. 1843, II, 50 nr. 157) und
in Konstantinopel 1260 = 1844 (das. 1846, II, 261); vgl. aucb das. 1869,
II, 75 und 1873, I, 531.
Anfang: Ijöül jJLjI xä«.^ v>y ^tXjv^c J^ J^^ (^'
2. Fol. 41'': »cjjo». (jwCÜ.5^, ein mystiscbes J/aÖ7ifl<OT- Gedicht, dessen
Verfasser in der Ueberschrift SähidJ, von Hammer, Osman. Dichtkunst
n, 258 Sähidf-dedeh genannt wird. Er starb nach Hammer a. a. O.
(wo aufser dem vorliegenden noch zwei ähnliche Gedichte desselben Ver-
fassers, y\y^\ ^*i.JLi^und <XiÄ»j ^^AT, erwähnt werden) im Jahre 95 7, beg.
20. Jan. 155 0.
Anfang: acljl sl. C>sO id^».^ jJLÄxix ad^JJI *.-*! xxb -.^blÄil
70 beschriebene Blätter; 20,.s X '5 ^''i'- Kräftiges, deutliches Naslai-
hq mit 1 7 gespaltenen Zeilen auf der 8eite. Die Abschrift des Diwans
wurde vollendet am 6. Jü '1 M<){jali 1112 = 14. Mai 170 1. Die beiden
ersten Blätter sind ergänzt.
353. [Petermann H, 448.]
1. f^in Gedicht über die körperlichen Eigenschaften, die äufserliche
Erscheinung des Propheten, ^^ ^^^ o(l<?i' '-ä^v^ **^> und zwar ist es
dasselbe Gedicht des Xäqänl (f 10 15, beg. 9. Mai, 1606), welches auch in
den Handschriften Nr. 417, 4l8,i und 418*,2 enthalten ist; man s. dort.
Von der vorliegenden Abscln-ift ist der Anfang verloren gegangen und nur
scheinbar ei'gänzt; denn statt der wirklich fehlenden 33 Bau hat ein
Fälscher auf ein vorgeheftetes, sonst leeres Blatt vier Bait geschrieben, als
ob dieselben den abhanden gekommenen Anfang des Gedichtes enthielten,
während sie in der That mit dem Gedichte des Xüqäni gar nichts zu thun
haben. Der erste, von dem Gedichte wirklich vorhandene Vers lautet:
(Gotha Nr. 6 fol. 144'' Z. 4), der Anfang der Fälschung:
Eine kurze Recapitulation der Körpereigenschaften des Propheten ist — in
Prosa und zum Theil in einen Kreis eingeschrieben — dem Ende des
Gedichtes beigegeben.
') sie! 1. JtXa..
Türkische Handschriften a54. Poesie.
2. Fol. 29'^: v-A*Ä>o. )^-'. )^"%-'> Ä-^J..^, eine als Fortsetzung zu dem
eben besprochenen Gedichte des Xäqäm (s. Fol. 30", Anfeng) von ö-aurt
(t 1065, beg. 11. Novbr. 1654; s. Hammer, Osmanische Dichtkunst
III, 417) im Jahre 1050 (s. den Endvers) verfafste Pei'sonalbeschreibung
der vier „Freunde des Propheten", d. h. des Ahü Bakr, iUmar, iU9män
und ?J/7. Dasselbe Gedicht, welches Hammer a. a. O. nicht erwähnt, ist
auch hl den Wiener Handschriften Nr. 1230,2 (II, 390) und 1881,3 (HI,
307) bei Flügel und in den hiesigen Handschriften Nr. 418,3 und 418*,3
enthalten.
Anfang : JL+s. ^^:^ Ihc- (^tXJLs kk^S JL+T xa»^ jj x^ «•4JUI >i:*Äx
Nr. 1 und 2 von gleicher, deutlicher iVi^s/Z-Hand (der des Mulla IbräJiim)
mit 13 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite geschrieben; Seiten und
Spalten mit rothen Linien umzogen. Abschrift von Nr. 2 im Safar 1218
(beg. 23. Mai 1803) vollendet.
3. Fol. 36"*: einige man tische Diagramme.
4. Fol. SG*": (' -jLäT läSJLijOC*«.'*'» ein in ii/a^Jiawz- Versen des Mafses
Haza^ abgefafstes Lehrbuch des Mysticismus, ol^ai', von BöSäM (f 1209',
beg. 29. Juli 1794; Hammer, Dichtkunst IV, 368). Dasselbe Gedicht
ist in der Leidener Handschrift Nr. 7l5,i (II, 129) und in der Wiener
Nr. 74 6 (I, 695) enthalten. Flügel hat den Titel des Gedichtes nicht
entdeckt, und von Hammer wird es a. a. O. unter dem — wohl nach
dem Inhalte willkürlich gemachten — - Titel Ä/>boJ.Aflj näher beschrieben.
Anfang: i^'U»L.^ u°7^ ^. i*^' "^ y^ «yU^Uxi j»J«.jI^ ^xi' ^ ^^^Jl
5 7 beschriebene Blätter; 21 X 15 cm. Nr. 3 mit deutlichem, aber
nicht elegantem Nastalliq, die volle Seite zu 23 gespaltenen Zeilen, ge-
schrieben. Auf den sechs letzten Seiten wird der Text am Rande fort-
gesetzt. Auf Fol. r steht: t^ ^s^)y^ H^'"*^5 c^LiiC:^ ».k^^^ *^^ 1^-
354. [Diez A. 8». 180.]
J. Das bekannte arabische Gedicht si>j-JI (s. Gotha Nr. 2275 f.), mit
türkischer Paraphrase. Der erste Halbvers des Originales wird türkisch
so umscli rieben:
1) Fol. SO*" Z. 3:
Türkische iUndscliriften. 4Ü
S54 Türkische Handschriften 354. Poesie.
Die Paraphrase ist also verschieden von der in der Ralfs'schen Ausgabe
enthaltenen.
2. S. 70": eines der arabischen Gedichte, welche unter dem Titel
Sa.jÄAji verbreitet sind, und zwar dasjenige, welches gewöhnlich dem Tau-
zarl (s. Gotha III, S. 164, Ende), hier aber dem FazCdi (s. Gotha Kr. 2242)
zugeschrieben wird, über welchen eine kurze biographische Notiz voraus-
geschickt ist. Dem arabischen Texte ist eine türkische Paraphrase bei-
gefügt.
Anfang : ««M'-i' *äU-J ^ Ji Jö ^>ääj" (sie) sXa\\ ^^ö^XmA
3. Fol. 80'': Das arabische Lehrgedicht, welches nach seinen Anfangs-
worten gewöhnlich tX^aJI J«-äj, nach dem ersten Verse aber auch JLoüil ^Jo
genannt wird (s. Gotha Nr. 667 f.), mit türkischer Paraphrase.
Anfang: JLoifi (^ tXj ^ cUäJI Jyü
JJ\._Jb *_Iä_».j tX..A_=.kJcJ
j_^Lo! ^tXjol »,r s^Ä.1 ^^jLä5' J(j (^ (5'^'^5' ij-^-^' tj-Ji^— '' (^-'r--*
4. Fol. 9 7*': eine anonyme arabische Kaside lehrhaften Inhalts, nebst
türkischer Uebersetzung. Anfang:
Es ist die Kaside des ^15« '/ fatll iäIt ihn Miülmmnad al Bustl (f 4ÜI,
beg. 15. Aug. 1(110), welche den Titel ^XA.\ ^I^ä*. trägt. S. Gotha Nr.
2236 (IV, 25 1), wo aus Versehen sowohl die Angabe des Titels, als auch
das Citat ,, Kopenhagen Nv. 24 2,:" weggelassen ist. Auch findet sich eine
Handschrift der Kaside in der India (3ffice Liln-ary, Loth Nr. 1038, vin.
5. Fol. IIO**: eine türkische Erklärung des von MuJiammad über-
lieferten Ausspruches: juv ^»^ JJü iu>Ju o^ä i^xi . Anfang der türkischen
') sie! 1. ys>\ (Meiningeu).
^) sit! 1. cjo (MeiningoD).
*j sie! 1. jc^ijl (Meiningen).
Türkische Handschritten 355. Poesie. 355
Erklärung: siw** ij'^j' )y^'^'° ^'^)^j'' ^:?*^^ '^yH^^-' ^5^5'^^' ^^^ ^^^»-^
57 fortlaufend (bis 112j paginierte Blätter, von welchen S. 68 und 69,
78 und 79 (d. Ii. zwei ganze Blattei") und aul'serdem noch mehrere ein-
zelne Seiten leer gelassen sind; danach noch viele leere Blätter. Von
Diez mit zitternder und deshalb bisweilen schwer zu lesender Hand aus
dem „Buch Nr. 3" der „Herzoglich Meiniugen'schen Bibliothek" abge-
schrieben'); 20,5 X 13,5 cm. Kleines iVas;^?, das Arabische vocalisiert; auf
der Seite 15 Zeilen. ■ — Nr. 4 ist datiert von Temesvar y\y.ü^ ^\y.sP ^
Freitag den 20. Rabil I lÜU (=: 7.') Sept. 1602), vr**^' »>^ '^^^'■> natüi'-
lich ist dieses Datum von Diez aus seiner Vorlage herübergenommen.
355. [Diez A. 8». 86.]
Diese stai-k verbundene Handschrift enthält folgende Stücke :
1. Fol. 1—8, 46, 47, 9—16, 48, eine Sammlung theils türkischer,
theils persischer Gedichte — meist Kasiden , docli auch ^a«cZ- Gedichte
und Ghazelen — eines Dichters Äsafl (Fol. 2**, Z. 9), religiös - mystischen
Inhalts. Die ganze Sammlung ist in sieben, LvO genannte Abschnitte ein-
getheilt, weshalb derselben in der persisch geschriebenen Vorrede der Titel
Lj>o> o*-i» (Fol. 2'' Z. 2) gegeben wird, für welchen m einem der tüi'kischen
Gedichte (Fol. 46'' Z. 1) L.j>o ^äJ-j substituiert ist. Das erste „Meer"
(Fol. 3*) handelt jUj ^^nL (Xf^^i g~JS NiXil , das zweite (Fol. 4*') und das
dritte (Fol. ö*") tUi.y> ;«XjI, das sechste (Fol. 10") iä^^ ^JOl und das
siebente (Fol. 14*) t>^ sjui Jvlj ^ -xycLi-o Oji>> yj sS^ s^iS "ki} ^j| wy^^Ä» .^
o-Ä^( (3^' o-äX^ OjxI ijI lAÄitf fjji' o^ >^j^ \iXj\ . Die Anfänge von
Daryä 4 und 5 sind nicht bezeichnet; doch scheint die Handschrift voll-
ständig zu sein. — Was den Verfasser betrifft, so kann ich nicht mit Be-
.stimmtheit sagen, ob derselbe der von Hammer, Osman. Dichtkunst H, 381
erwähnte Äsaß oder der gleichnamige, im Jahre 923 (beg. 24. Jan. 15 17)
') Diese Hanilschrilt, deren MittheiluBg ich der (nite des Herrn Professord und Biblio-
thekars Dr. E. Koch in Meiningen verdanke, trägt jetzt die Hezeichnung „Manuseript 120".
Den einzelnen in derselben enthaltenen Abschnitten sind von Diez Inhaltsangaben beige-
schrieben. — Eine andere, von G. W. Lorsbach angefertigte Abschrift desselben Codex
besitzt das Asiat. Museum zu St. Petersburg; s. Dorn S. 336.
^) so nach Wüstonfeld's Tafeln; das war aber kein Freitag y«|-^
45*
356 Türkische Handschiiften 355. Poesie.
verstorbene, als persischer Ghazelendichter berühmte Freund des Mir iAli
Ser (s. zur persischen Handschrift Nr. 910) ist. Das letztere ist indessen
nicht wahrscheinlich, da der türkische Dialekt, dessen er sicli bedient, der
osmanische, nicht der dschaghataische ist.
Anfang: tJ^ Lj (sie) jJJL aJJl b'f (vIäj tc**^ 'v^ (') *^ ^)'^ *'^' <^)^^
2. Der übrige Theil der Handschrift, Fol. 17 — 45, enthält eine am
Anfang iinvollständige Abschrift des mystischen Gedichtes xjI^jj^ ^♦-•i
,, Kerze und Schmetterling", von Lämilt (f 938, beg. 15. Aug. 1531:
Hammer, Dichtkunst II, 20), von welchem Hammer a. a. O. S. 102f.
eine ausführliche Analyse mittheilt. Der erste vollständig vorhandene Ab-
schnitt trägt die Ueberschrift ^UaJLw * »U-so».-*-;»-«^ xJJl JkJs cj>.»äÄ —d^
»Li »aJLj ^ ^jUaXw (Fol. 17''), oder wenn, wie mir scheint'), Fol. 45 vor
Fol. 17 gehört, vK ^ ^*'^ *^S^ J^' (5*^' ';l^j' '^r^^'j '^y'^ (J..*ai.Lc (Fol.
45'). Vom Ende von Fol. 44" wird der Text, von unten nach oben ge-
schrieben, auf dem Rande dieses und der nach rückwärts folgenden Blätter
bis Fol. 17*", wo das Gedicht endet, fortgesetzt. Das Ta'ri%, welches die
Vollendung des Gedichtes in das Jahr 9 29 (beg. 20. Nov. 15 22) setzt
(adJI wiÄÄj ^yKAyt^\ j^yÄi), steht auf dem Rande von Fol. 18'' Z. 10. Die
Abschrift ist am Ende datiert vom 6. Eajab 985 = 19. Sept. 1577. —
Handschriften dieses Gedichtes linden sich in Wien Nr. 670 (I, 630 des
Flügel' sehen Kataloges) und in St. Petersburg (Asiat. Museum S. 207).
Anfang des Vorhandenen (Fol. 17):
oder, wenn Fol. 45 vor Fol. 17 gehört:
\t\j> xj yio x*«,äJ.I «äx) w-IjI J>\ (sie) 5tXÄ*Ä*gw«j J; J^l *t>.Jj
3. auf den Rändern von Nr. 1 Gedichte erst persisch, dann türkisch
— ein Tar^il-hand, dann Ruhäil, Räthsel, Ghazelen — eines Dichters Xa-
llll, wahrscheinlich desjenigen, welchen Hammer Dichtkunst I, 225 be-
spricht. Dieser Name des Dichters ergiebt sich aus den End-^a?'* der
Ghazelen, und dafs die Gedichte, die persischen sowohl, als die türkischen,
einem und demselben Dichter angehören, darf doch wohl aus dem ununter-
brochen übergeschriebenen si^ geschlossen werden.
*) Custoden sind nicht vorhanden.
Türkische Handschriften 356. Poesie. 357
Anlang: *jUj ftXi^ xäj' 1-« (vjLj-aS' vcijlj» y-^^ Lo
60 bescliiiebene Blätter; 19,5 X i 2,.'i cm. Gutes Nastaillq mit 16 (ge-
spaltenen) Zeilen auf der Seite; in dem Gedichte von Lämüi stehen auf
den Rändern je 13 Bait.
356. [Diez A. 8°. 66.]
Eine Handschrift, in welche von verschiedenen Händen Gedichte ver-
schiedener Verfasser zusammengeschrieben sind; nämlich:
1. ein Dlioän des Bäql (s. Nr. 414); sehr defect, indem erst infolge
einer Lücke zwisclien Fol. 9 und 10 das Ende der Kasideu und die Gha-
zelen bis in das ^ fehlen, und daini die Ghazelen (Fol. 19'') im s (mit
dem Verse IS o^^v^J ^jK_a_j, 218,i der Lithographie von Konstantinopel
1276) abbrechen.
Anfang :
2. Fol. 20*: das Ende eines und der Anfang eines anderen Band-
Gedichtes; ohne Angabe eines Verfassers. Das zweite beginnt mit dem
Misrar. yjs d:^l Leb ^v ÜJI (i$\L
3. Fol. 21'': Kasiden, zumeist, wenn nicht alle von ^?sä/f *), vermuth-
lich demjenigen, welcher als der zweite des Namens von Hammer, Osman.
Dichtkunst IH, 5 09 besprochen wird. Er starb im Jahre 1087, beg.
16. März 1676. An die Kasiden schliefsen sich einige .ßaJZcZ-Gedichte an.
Am Anfang und am Ende defect.
4. Fol. 34^ Ghazelen verschiedener Verfasser: Bäql Fol. 34''^ 35\
38\ 39**, 40'"'; BiMl Fol. 35"; iAzml Fol. 35^; Äfyünl Fol. 35*'; Na^ätl
Fol. 36*\ 38''; Fiyfml Fol. 37" (ein o^l^), 39"; lübaidi Fol. 37=' (ein
^J^;iö'), 39"; BahiM (Hs. ^^st!) Fol. 37"; Amri Fol. 38", 39", 4 4^ Yaliyä
Fol. 39^ 45^; Qädiri Fol. 40^^; Bamzi Fol. 40^; Xanäh Fol. 40"; Sädiqi
Fol. 40"; äusain Fol. 41^; Sozi Fol. 4^; Faqin Fol. 41"; Raäml'^) Fol.
4l''ö".; Rawänl Fol. 43"; Mäq Fol. 43", 48*; Säfl Fol. 43"; Nizäml
Fol. 44^*; Lämill Fol. 44*; Gamäll Fol. 44" (ein -^.p); San Fol. 44";
Dmi Fol. 44"; Midah Fol. 44"; iAkdl Fol. 45"; Badrl Fol. 45\
*) Die Handschrift schreibt meist J,l -n-^ statt JLoä. .
*) in der üeberschrift steht ^j tX*Ä. .
358 Türkische Handschriften 357. Poesie.
5. Fol. 45"': ein poetischer Briefwechsel zwischen ,jb«-i> »Li, dem Kö-
nige der Schönen, und ^b^_ia., den Schönen selbst. Von ungenanntem
Verfasser.
Anfang: i^^^ "'-^ *■*'-'
6. Fol. 4 7*': Nachahmung- eines MaÜal-Bait des Bäqi, von zwölf ver-
schiedenen Dichtern. Ueberschrift (sie): ^cL*^ yJ^äj ^tUil j-sL? • Säinmt-
liche Misräl reimen auf (ji>)l— ■
7. Fol. 48'': eine Erzählung ooK=., und zuletzt (auf Fol. 4 9") noch
ein Ghazel von Älä.
4 9 beschriebene Blätter mit Originalfoliiei'ung ; 1 9,s X ^ ^ ^™ ; von
verschiedenen Händen zweispaltig geschrieben ; auf der Seite stehen ge-
wöhnlich 16 Zeilen.
357. [Petermann 11, 172.]
1. Der Dltoän des Nadl7)i, welcher unter ARmad III (reg. 1115 — 43
— 1703-30) lebte (Hammer, Osman. Dichtkunst IV, 310 nr. MMXLVII)
und nach Gibb, Ottoman Poems p. 213 um 1140 = 1727 starb. Sein
Dnoän, welcher Kasiden, Ghazelen und kleinere Gedichte enthält, ist in
BüIckj 1255 gedruckt worden (Journ. Asiat. 1843, II, 53 nr. 177) und
handschriftlich in München Nr. 170 und Wien Nr. 716 (I, 667)') vor-
handen; Auszüge aus demselben s. in Muchlinski's Chrestomathie II,
134-147.
Anfang:
Stark nach links geneigtes Nasyl mit 15, meist gespaltenen Zeilen auf der
vollen Seite; Abschrift von einem gewissen Mulla Alvmad vollendet am
7. Ramadan 1175 = 1. April 1762.
2. Fol. 69': Kasiden von Nafil, welcher zur Strafe für seine rohen
und unfläthigen Satiren im .Jahre 1045 :=: 1635 hingerichtet wurde;
s. Hammer, Dichtkunst III, 234, Gibb p. 208, Schlechta in Sitz.-Berichte
der Wiener Akademie, hist.-philol. Classe, XIV S. 85. Der Diwan des
>) nach Flügel in Wien. Jahrbb. Bd. C Anz.-Blatt 8. 14 Nr. 336 und 337 müfsten
in Wien sogar zwei Handschriften vorhanden sein.
Türkische Handschriften 358. Poesie. 359
Nafii ist in Büläq (Journ. Asiat. 1843, II, 60 Nr. 238) und in Konstau-
tinopel (o. J., ZDMG. VIII, 846, 8, und 1269, Schlechta a. a. 0.) er-
schienen; zwei Handschriften finden sich im Brit. Museum, Rieu S. 19 2''
und 242^. — Im Anfange sind Ueberschriften, welche den Zweck der Ka-
siden angeben, vorhanden, später fehlen dieselben.
Anfang: LiL -^^-<äj ,cJii» ,4> jräj stXjyAj
Gutes Nastaihq; jede Seite ist in drei Spalten getheilt, deren jede
zehn in schiefer Richtung geschi-iebene Zeilen (fünf Bait) enthält. Ab-
schrift datiert vom 3, Safnr 1155 = 9. April 174 2.
165 beschriebene Blätter von 21 X 15 cm.
2) Einzelne Werke. ')
358. [Diez A. 4«. 138.]
Ein Gedicht in tatarischem Dialekt, welches die Geschichte des Yüsuf
enthält. Das Gedicht besteht aus lauter Tetrastichen freien Metrums, in
welchen stets die drei ersten Zeilen einen Reim unter sicli haben, während
die vierte durch das ganze Gedicht hindurch auf ^^tX+jl endigt; wir haben
also dasselbe Gedicht vor uns, welches auch in der Dresdener Handschrift
Nr. 4 1 9 enthalten ist. Im letzten Abschnitte der Dresdener Handschrift
nennt sich der Verfasser iAh und giebt an, dafs er sein Gedicht im Jahre
630 (beg. 12. Oct. 1232) vollendet habe; die erstere Angabe fehlt in der
vorliegenden Handschrift ganz, die letztei-e ist nur corrumpiert vorhanden '').
') In diesem Abschnitte sind die Dichterwerke soweit wie möglich chronologisch ge-
ordnet, und die in anderen Handschriften iler hiesigen Sammlung, aufser in den poetischen
Sammlungen Nr. 297 — 357, zerstreut vorkommenden Gedichte siml zumeist an den ihnen
zukommenden Stellen mit kleinem Druck eingefügt Um ;;enau zu wissen, wo überall Ge-
dichte eines bestimmten Dichters in den hiesigen Handschriften zu finden sind, mufs man
das Register III zu Rathe ziehen.
*) Dresden:
Berlin: ^tXfjf (^'^Sj*^ (VV^^ T^ oJ-ouö yj ItXJV^i^ w ^-Xll ^ß,ysis[2
Die Liberalität der Verwaltung der Königl. Bibliothek zu Dresden hat es mir möglich ge-
macht, die dortige Handschrift zu vergleichen.
S60 Türkische Handschriften 359. Poesie.
Das Verhältnifs des vorliegenden Gedichtes zu dem in der Gotliaer Hand-
schrift Nr. 19,1 enthaltenen ist noch näher zu untersuchen'); dafs ein Zu-
sammenhang zwischen beiden besteht, ist unzweifelhaft.
Anfang: SiX»^ J.| J\y\ ^^j i^Xx \ny^\ J.l ijJ-!^mj yS^ (Js*ä.I
Das besprochene Gedicht umfafst 79 Blätter von 20, & X l^:' cm n'"!
ist mit schlechtem, 1 6 zeiligem Nastadlq zweispaltig geschrieben ; als Schreiber
nennt sich Maqsüd ihn Ramadan-^ auf Fol. l"* und 2" rohe Verzierungen.
Ein paar vorgeheftete Blätter enthalten den Anfang einer Anekdote von
Nasr al-dln V^voä^ah (vgl. Nr. 4 6 1 f.), dann , sehr grofs geschrieben , ein
arabisches Gebet und ein paar persische Vei'se; auf fol. r. des letzten
Blattes stehen türkische Verse.
859. [Diez A. Fol. 23.]
Das berühmte mystische Gedicht des ältesten osmanischen Dichters iÄHq
Fa&a (t 733, beg. 22. Sept. 1322; s. /j/aß/^-Chabert S. 39, Hammer,
Dichtkunst I, 5 4), welches gewöhnlich Lib ij..i.Lft ^ji^iJ, von dem Ver-
fasser selbst aber in der üeberschrift der zehnten Erzählung des zehnten
Capitels (Fol. 283'') iwb^jji genannt wird. Man sehe über das Werk,
welches in zehn Bäh zu je zehn Dästän zerfallt, Hammer a. a. O. und
Flügel zur Wiener Handschrift Nr. 650. Auch in Gotha ist eine Hand-
schrift dieses Werkes vorhanden (Nr. 206), und zu dieser werden im Ka-
taloge andere Exemplare aufgezählt, deren ich nur noch eines, Ambrosiana
Nr. 174, hinzufügen kann.
Die vorliegende Handschiüft ist am Anfange defect; es fehlen ihr die
Einleitung, die zwei ersten Bäh und der Anfang des dritten: sie beginnt
mit dem Verse
Fol. 36'' Z. 11 in der Gothaer Handschrift. Dann beginnen: Cap. IV
Fol. 23^ V 47", VI 73', VH 10 7=', VHI 142^ IX 190" und X 238".
') Dies ist vor iiurzem durch Herrn Professor M. Th. Houtsrnain Leiden geschehen;
das Resultat seiner Untersuchung ist mir nicht bekannt.
^) So steht der Vers, nach einer gütigen Mittheilung des Herrn Prof. Dr. Stern, in
der Berliner Handschrift ; in der (lothaer lautet er so :
Türkische Handschriften 3R0. Poesie. 361
289 beschriebene Blätter; 25 X 16 cm. Schönes, altes, vollständig
vocalisiertes NasyJ. mit 17 gespaltenen Zeilen auf der Seite; die üeber-
schriften der Abschnitte rotli geschrieben. Abschrift von iAJl ihn Amir
liCißfi Um j^Lji_*>*_j ') vollendet an einem Sonntage, l 1. Haihän 840 =
18. Febr. 14 37.
360. Piez A. 8". 61.]
Eine ganz unvollständige, sowohl am Anfang nnd am Ende, als viel-
fach auch in der Mitte defecte, und aufserdem stark verbundene Handschrift
eines astrologischen Gedichtes über die zwölf Monate des syi'ischen sowohl
als des arabischen Kalenders. Wie eine nähere Ansicht lehrt, ist es das
x>w«»*.^ oder auch s^Xja genannte Gedicht des SuJll al-dln, welcher nach
Hammer, Osman. Dichtkunst I, 73 unter Bäyazid I (reg. 791—804 =
138 9—1402) lebte. Ueber sein vorliegendes Gedicht vgl. man Hammer
a. a. O. und Fleischer zur Leipziger Handschrift Nr. CCLXII, über
andere Handschriften Gotha Nr. 203, wozu ich jetzt noch fügen kann:
Wien Nr. 14 25 (11, 49 1) und RayU) PaSa Nr. 1210; vgl auch ßrit. Mu-
seum (Rieu) S. 193.
Es ist schwer, sich in der vorliegenden Handschrift zurechtzufinden,
da alle Ueberschriften , welche roth eingeschrieben werden sollten, fehlen,
und der Inhalt nur selten am Rande mit schwarzer üinte kurz angemerkt
ist. Wie die Handschrift vorliesrt, beg-innt dieselbe mit dem Verse:
(Cod. Goth. 20 3 Fol. 15*" Z. 4); doch gehören eigentlich vor das jetzt
erste Blatt die drei Blätter, welche als die letzten eingebvmden sind, und
diese beginnen (Fol. 9 7"):
pyjil,! J5I j^ ^ ^yCj 1^1 ^^J^ o^Ui- (sie) ^^^^ ^\ ^^1
(Gotha 203 Fol. 13*' Z. 2). Das letzte, diesen drei Blättern, welche eigent-
lich an den Anfang gehören, vorhergehende Blatt (Fol. 9 6) schliefst mit
dem Verse :
^';' U>^ '^7^ l*^-*^ *^'^ lA^' ;^' ^j' ^y^ ))^j ^;' LS^' o^'
(Gotha 203 Fol. 84*' Z. 4 v. u.)
99 beschriebene Blätter; 20 X 13,5 cm. Gutes, vocalisiei'tes Diwänl
*) d. i. |xLJwj = tjL^^>j = ijL^I «ji? Vgl. Kasem-Beg, (irammatik § 43.
Türkische HsndBchrifiea. 46
362 Türkische Handsohritten 361. 362. Poesie.
mit 15 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite; Seiten und Spalten (mit
Ausnahme von Fol. ß'i"'— 65^) rotli umzogen.
361. [Sprenger 165 4.]
Dasselbe Werk. Die Handschrift ist Ins auf ein Blatt (das vorletzte,
welches fehlt) vollständig, aber sehr stark verbunden. Die richtige Reihen-
folge der Blätter ist, wie eine Vergleichung mit der Gothaer Handschrift
Nr. 203 lehrt, die folgende: 1-34, 118, 119, 5 1-117, 120-151, 35-50,
152—167, 172, 173, 168—171, 174. Die Blätter 120 und 127 sind er-
gänzt und zwar so ungeschickt, dafs je einige Verse am Ende dieser und
am Anfange der nächsten Blätter (121 und 128) doppelt vorhanden sind.
Auf Fol. 126'' ist auch der Rand beschrieben.
Anfang: Jvt ^ ^>-~ tXjl La^ä^I! (J.JLä. Jw jj («.jcVj ftXJjttXi- ^c'
174 beschriebene Blätter; 26,6 X l'^,* cm. Scliwer zu lesendes Diwänr
mit einzelnen Vocalen ; auf der Seite stehen 15 gespaltene Zeilen; Seiten
und Spalten sind mit rothen Ijinien umzogen. Auf der letzten Seite be-
findet sich ein Kreis, welcher die abendländischen und die syrischen Mo-
nate aufzählt und angiebt, wie lange in ihnen die Tage inid die Nächte
.sind; darüber steht (sie): \yj, -,^\ -j »lXJ-j v;i>^^ i'^^J^ o^^äJ' )jJ ^j' J-*J -f
V J.l ^t ^J^\ . — Die Handschrift hat besonders im Anfange durch ein-
gedrungene Feuclitigkeit stark gelitten. •
862. [Orient. Fol. 149.]
Dasselbe Werk, vollständig. Anfang wie in der vorigen Handschrift.
Auf Fol. l" steht l) ein Verzeichnifs der Hauptabschnitte des Buches, mit
Blattweiser, und 2) eine Anweisung nach HalimJ, um den Neumond HyS.
zu finden, überschrieben : ^«^♦^v'*^' o')' ^y^ r^ )' «iajLö ^Lo ^iX>\ , und be-
ginnend: >0 StXÄjLkJ &kjLöj StXtU' ^^Äjf vi^itX) Syt ^^**J •
5 1 beschriebene, mit Originalfoliierung versehene Blätter von 28,5 X
18 cm. Gutes, türkisches Nastailiq mit 27 vierspaltigen Zeilen auf der
Seite; Seiten und Spalten mit rothen Linien umzogen. Abschrift datiert
vom Ende J^ des Salhän 1067 = 12. Juni 1657. — Auf dem letzten,
sonst leeren Blatte steht: „ti Schöning. Ein seltenes Perfisches Buch:
Hafis jadi divone Chirinito benannt". Derselbe Unsinn ist auf einem bei-
gelegten Zettelchen wiederholt.
Türkische Handsclmftcii 363. 36 1 ■ Poesie. 363
863. [Diez A. 4". 65.]
^aJI o.!ye, ein Gedicht über die Geburt des Propheten, und zwar das
älteste in türkischer Sprache verfafste, von Sulaimän Celehi, einem Dichter
aus der Zeit BäyazuVs I (reg. 791-804 = 1389-1402). Man vgl. über
den Dichter Lafjfi-Gh'Ah&vi S. 51 nr. XII und Hammer, üsman. Dicht-
kunst I, 67 nr. XII; über das Gedicht Ü. 1. VI, 270, 13 448 und be-
sonders Hammer a. a. O. S. 68. Andere Haudschi-iften dieses Maulid
rinden sich: in München Nr. 19 1 fol. 18-67, Nr. 254, i, Nr. 260 tbl. 89
-95, Nr. 26 2 tbl. 5 2' -58, in Wien Nr. 1698,i und 1699, Leipzig Nr.
3 17,4 und Upsala Nr. 221, im Brit. Museum (Rieu S. 240''), und auch
in den hiesigen Handschriften 133,? und 364.
Anfang: "^yi _sc »tUil &!♦=► ^JJ^I w*=»'j -^]' i»-'^'^' r^«^ ^.^ *J^'
13 beschriebene Blätter; 19,6X15 cm. Gutes, vocalisiertes .Mfs;^? mit
15 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite; die Seiten und die Spalten
roth umzogen. Dui'ch eingedrungenes Wasser beschädigt, besonders P^ol.
10*' und 11"; Fol. 1' ausgebessert. — Auf Fol. T steht (verkehrt ge-
schrieben): „CARMINA TVRCICA. Ex Bibliotheca J. C. Clodii, hi Acad.
Lipf. Linguae Ai-abicae F. P. quondam longe celebemmi, sibi acquißvit
F. E. A. Heydenreich. Merfeb: SS. Theol. Cand: Lipf: 1746.«') Da-
selbst steht auch: (sie) &^^ ^^ iJ^^U? >.5*J*^' '-a*«^; «XILoj jlväLo.
364. [Ms. Orient. 4". 369.]
Eine andere Handschrift desselben Alaulid, am Anfange um ein Blatt
defect. Die drei ei'sten Misräl der vorliegenden Handschrift fehlen sowohl
in der vorigen, als auch in Nr. 133,?; das vierte Misräi aber:
bildet in der vorigen Handschrift die erste Zeile auf Fol. 2", während es
in Nr. 13 3,7 gleichfalls fehlt.
Anfang; ,«*«*** sXiyä.:^ vO »jO jj^äaÜI ^d^JLMTiJaä w \^,Xjöys>. sO <~'4~^l
4 2 beschriebene Blätter; 21 X l-^)'' C"i- Gutes, sehr deutliches, voca-
lisiertes NasyJ mit 13 fast durchweg gespaltenen Zeilen auf der Seite. Die
ersten Blätter — besonders das zweite — durch eingedrungene Feuchtig-
keit ein wenig beschädigt.
') Vgl. Nr. 149 und 688 des Kataloges der persisclien Handschriften.
46»
364 Türkische Handschrii'ten 365. 366. Poesie.
365. [Diez A. S«. 16.]
xjcb (*jLyi>i., eiu erzälileudes, iu lladnawi-VeTien des Mafses JJazaj
^ ^ abgefafstes Gedicht von der Liebe der Xursed und des
FarruyMd, verfafst vou Saiy-oyJ[ (Fol. 1 5", letzte Zeile) oder Gamäll-zädali,
und — den meisten Handscliriften zni'olge — dem Sultan Bäyazid I, dem
Sohne Jluräd's 1 (reg. 791—804 = 13S9— 1402), zugeeignet. In der vor-
liegenden Handschrift erscheint an der Stelle dieses Sultans (Fol. 14*') ein
gewisser Bäyazid Be/j ihn TJryän Beg. Andere Handschiiften finden sich
in München Nr. 173, Upsala Kr. 190 und Paris Nr. 314, 315 und 355;
nach der vorliegenden berichtet über das Gedicht Hammer, Osman.
Dichtkunst I, 109.
Anlaug: JCioÜLii. 5jajLi.s| y^^} -Lo
jÄjI üSi-i.jl JS ^-^»J-s ^J— 'U>^ ~!^' ^'' LT-r. «-^'' fV*~J y-=?-
224 beschriebene Blätter; 20 X 13 cm. Nastaihq mit 15 gespaltenen
Zeilen auf der Seite; durchaus vocalisiert. Die Abschrift ist dem Ver-
fasser gleichzeitig, denn sie wurde im Eahli I 80 7 = 7, Sept. — 6. Oct.
1404 vollendet. Vom ersten Blatte ist die untere äufsere Ecke abgerissen.
366. [Diez A. 8». 68.]
^L^,-^l ^too, der Diicän des ARmadi (f 815, beg. 13. April 1412;
s. H. '/.. III, 259, 5274, io/f/f-Chabert S. 85, Hammer, Dichtkunst
I, 89, Gibb, Ottoman Poems p. 166). Die Sammlung enthält Kasiden,
Bruchstücke, Bubän (nebst einigen Sudäsi und Oumänl), Mufrad, Gha-
zelen (alphabetisch nach den Reimbuchstaben geordnet, auf Fol. 39*" be-
ginnend), zuletzt nochmals kurze Gedichtchen {Buhäli u. dgl.) und drei
Ghazelen als Nachtrag. Das Ghazel, welches Hammer a. a. O. S. 90
übersetzt (Anfang: sÄ. ysa ^bL=» ^^^) /r*' ^'-»'p-'^ i^y^X steht hier auf
Fol. 77*. Eine andere Handschrift dieses Diwans ist mir nicht bekamit.
Anfang: »jOö |«^^ cj'^^ f^ (.5*^5' iHs:**-'' vj-'^~" *^'' i*"*^
93 beschriebene Blätter, von welchen die drei letzten nicht mehr zum
Diwan gehören, sondern allerhand kleine Gedichtchen, auch einige Eech-
') so Bchreibt die Handschrift stets statt des gewöbulicheien Juy^^^Ä^ .
Türkische Handschriften :J67. 368. Poesie. 365
uuugen enthalten; 20 X 12 ciu. Kleines DiwOiü mit 25 gespaltenen Zeilen
auf der vollen Seite ; Seiten und Spalten mit einer schwarzen Linie um-
zogen. — Siegel sind abgedrückt auf Fol. l'' (^^L^ic), Fol. 90'' (wtÄiJl
.».„wJa. .vj ^-1,^1 nebst einer nur theilweise lesbaren Umschi'ift) und Fol. 92*
(\i,\'.~^ jj'jyju' .ii.1 'Lac «^Lj ^^' ^ lo; vgl. Reinaud, Monumens du Duc
de Blacas II, 27 o nr. 115).
367. [Ms. Orient. 4^ 152.1
_fcx«ö ij'»J«^) der Diicän des XasunJ (f S20, beg. IS. Febr. 1417;
^. '/.. 111, 31S, 5714 und Hammer, Osman. Dichtkunst I, 124j. Derselbe
enthält zunächst einige Kasideu , dann alphabetisch nach den Reimbuch-
staben geordnete Ghazelen, zuletzt Vierzeilen. Der Anfang des Gothaer
Fragmentes Nr. 216 fällt hier auf Fol. 5' Z. 4 v. u. Der vorliegende
Diwan ist im Jahre 1260 (beg. 22. Jan. 1844) in Konstantinopel gedruckt
worden (s. Jouni. Asiat. 1846, 11, 264 nr. 229''); Handschriften desselben
sind mir aufser der vorliegenden und der bereits erwähnten Gothaer nicht
bekannt; ein Fragment aber ist auch noch in der hiesigen Xr. 350,i ent-
halten.
Anfang: ^t.VJi' ''^^r^ ,J^ *^£' sj^ yS'^^ '^y^ -^^^ ^S^.)•^
83 beschriebene Blätter; 20 X 15 cm. Gutes, kräftiges, vocalloses
Tailiq mit 15 Zeilen auf der Seite, welche mit Ausnahme der F.nd-Bait
der einzelnen Gedichte gespalten sind. — Am Ende noch ein persisches
Ghazel von Sai/l mit dem Anfange: .^i.^— -y=» ~!S"J^ ^vü-iLi o-'Uä. o Lj«sLe.
Auf der Innenseite des Vorderdeckels steht: „Ex Adami Olearii Bibliotheca
orientali Nr. S. Nessimi poemata Turcica. De Spiritu S. habetur fol. 65.
91 Foliorum".
368. [Diez A. i". 7.]
^wyi^ j**-^? ein dem bekannten Gedichte des Nizäml nachgeahmtes
Gedicht über die Liebe des Xusrau und der Sinn, von Saiyl nicht ganz
vollendet hinterlassen und von seinem Neifen Gamäli-zädah *) mit einem
Schlufse versehen und herausgegeben. Saiyl lebte unter den Sultanen Mii-
Kammad I (reg. 816—824 = 1413—1421) und Äluräd II (reg. 824-855
= 1421 — 1451), deren letzterem er sein vorliegendes Gedicht zugeeignet
*) 80 nach Hammer and Gibb; nach H. X. vielmehr von seinem Bruder (ramän.
366 Türkische Handschriften 369. Poesie.
hat. Man s. über ihn und sein Gedicht a. X. III, 138 (= ed. Bülaq
1, ^6^), Laüfl-GliahQvi S. 219, Hammer, Osman. Reich I, 398 und
429, Osman. Dichtkunst I, 107 und Gibb S. 5 und 167; andere Hand-
schriften: Gotha Nr. 199-202, München Nr. 176 und 177, Wien (Flügel
1 S. 617 nr. 65 1 und Krafft Nr. 211), Leiden Nr. 70 4, Upsala Nr. 185
-187, Paris Nr. 323 f., Ambrosiana Nr. 175, ßrit. Museum (Rieu S. 165*'),
de Sacy Nr. 347, und wohl auch Dresden Nr. 49.
Anfang: ivaLäJI ^^\ ^j> xl}\ ^,^y (^A^^^ tX^-^l J^l^'l tX^ai
187 beschriebene Blätter; 20X15 t;m. Flüchtiges Nastalliq mit 19
gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite; Seiten und Spalten roth eingefafst,
Absclirift von MuHammad Um. A'iyäb Äya (?) s^äLajo «Is 3 vollendet an
einem Donnerstage, 24. 8af<ir 1024 = 25. Febr. 1615. Auf der letzten
Seite ist einmal ein Siegel ganz undeutlich abgedrückt und zweimal ein
andei'es deutlicher, in welchem ich jedoch auch nur wj^l eSJuJL (3^1 Jl
tX-'L^ ^j lesen kann; ein drittes Siegel mit der Inschrift »v eJ'Lia.
^^ Ji^ ^'^*- (Reinaud, Monumens du Duc de Blacas II, 15 8) ist auf
Fol. 7 0* abgedrückt. Auf einem dem Einbände aufgeklebten Zettel steht:
(•IT »Ajj.««/ o<-jlXa. ic^J'^ 05)?"'' i/>:?T^'**' 55"^»^ ^_jLäJ .
869. [Wetzstehi II, 206.]
Eine zweite, am Anfang und am Ende defecte Handschrift desselben
Gedichtes. Der erste vorhandene Vers lautet:
^S)y^y '^Ij^'^ &JOjlt> (c-g-^ ^)y^ "^^ 7*"*" x-vv[*»'y'' rs-S^ ')
Fol. 24" Z. 9 in der Gothaischen Handschrift Nr. 199; der letzte:
daselbst Fol. 221" Z. 2 v. u.
198 beschriebene Blätter; 17X11 tii'i- Gewöhnliches, mit einzelnen
Vocalen versehenes Nasiailiq mit 15 gespaltenen Zeilen auf der Seite. Am
Ende ist ein Siegel abgedrückt, in welchem der Name tX^.^' über der Zahl
in zweimal nach verschiedener Richtung verschlung-en o-eschrieben ist. —
Das erste Blatt ist mehrfach verletzt und abgerieben; auf dem ersten der
vorgehefteten Blätter steht ein Recept.
') ausgerisaen.
Türki?rlie Hanclsphriften 370. 371. Poesie. 8«7
370. [Wetzstein 11, 20 7.]
Nochmals dasselbe Gedicht, gleichfalls mivollständig. Nachdem die
ganz dm'cheinander liegenden Blätter geordnet waren — bei den fast durch-
weg fehlenden Custodeu eine recht mühsame Arbeit — ergab sich, dafs
die Handschrift aus folgenden fünf gröfseren Fragmenten besteht: I. Fol.
1-5 = Gotha 199 fol. 32'', 2 v, u. — 38% 7 v. u.; II. Fol. 6-25 =
Gotha 199 fol. 39'', 3 v. u. — 6 P, 3 ; III. Fol. 26-55 = Gotha 199 fol.
62", 7-94'', letzte Zeile; IV. Fol. 56-161 = Gotha 199 fol. 96^4 —
218", 5 V. u.: endlich V. Fol. 165-170 (Ende) = Gotha 199 fol. 227", 4
V. n. bis zu Ende.
Anfang: ^Jy^ ^y^ ^a*-*? ^Sy^ (sif) fy^^
170 beschriebene Blätter; 18 X 12,5 cm. Schlechtes Nastaillq oder
Tailtq mit 1 7 gespaltenen Zeilen auf der Seite ; Seiten und Spalten mit
doppelten i-othen Linien umzogen. Abschrift von der Hand eines gewissen
iAh ihn lAhd alläh in der letzten Dekade vi^f.l 3 des In 'l }ii(j(jah 9 1 0
(= 25. Mai -3. Juni 1505) vollendet.
371. [Diez Fol. 5 3.]
jütXJi^Jl iJLwJI (s. das viertletzte Bait), ein in verschiedenen Formen
und Versmafsen geschriebenes und zu Gallipoli J^aJLs' im Guinädä II 85 3
(= 22. Juli bis 20. Aug. 1449) vollendetes Gedicht von Ynziji-oyU (s.
Fol. 274"); vgl. Gotha 217 und Wien 65 2 (I, 618). Das Werk wird von
IJ. Z. V, 4 29, 11553 erwähnt (wo der Name des Verfassers MuRammad
üm-i kotih lautet statt Yazigi-oyli, wie er sich Fol. 3'' Z. S selbst nennt)
und von Hammer, Osman. Dichtkunst I, 128 f. ausführlich besprochen;
ebenda und bei jLa^f/r-Chabert S. 5 0 wird von dem Verfasser, welcher
nach Flügel im Wiener Kataloge im Jahre 85 4, also nur ein Jahr nach
Vollendung seines vorliegenden Gedichtes, starb, gehandelt. — Ueber Aus-
gabe und Handschriften s. man das zu Gotha 219 Beigebrachte; aufsei'-
dem ist noch ein Commentar in Konstantinopel erschienen (Journ. As. 1843,
II, 5 5,19 1), und die Handschriften zu Wien sind jetzt mit Nr. 618 und
619, die zu München mit 179—182 bezeichnet. Auch finden sich zwei
Handschriften des Gedichtes, eine vollständige und ein Fragment, im Brit.
Museum (Rieu S. 168 und 169).
368 Türkische Handschriften 372-374. Poesie.
Anfang: J,^\ ^i.| oJ^JI «JJI ^ JL*j <^^ iX^I^ xJl
27 7 beschriebene Blätter; 24 X 1" cni. Schönes, vocalisiertes Nasyl
mit 17 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite. Seiten und Columnen
roth umzogen, die Ueberschriften der Abschnitte roth geschrieben. Auf
Fol. 14 8" sind die fünf ersten Bait verwischt, doch noch deutlich lesbar.
372. [Ms. Orient. Fol. 315.]
Dasselbe Werk: Anfang wie in der vorigen Handschrift.
298 beschriebene Blätter; 2S X 19 cm: deutliches, vocalisiertes Nas/J
von tüi-kischem Zuge; auf der vollen Seite stehen 15 gespaltene Zeilen;
die Seiten und die Spalten sind mit rothen Linien umzogen. Abschrift
vollendet in der ersten Dekade J^^l.l ^j des Rabil II 1068 = 6.— 15. Ja-
nuar 1658.
873. [xMs. Orient. Fol. 210.]
Nochmals dasselbe Werk, aber nur die zweite Hälfte, von Fol. 175*
der vorigen Handschrift an.
Anfang: Sxl ^ ^ L^ 131 oLkXls JLjü jJjj
215 beschriebene Blätter; 29 X 20,5 cm. Grofses, vocalisiertes Dlwäni-
nasyisi mit 1 5 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite. Seiten und Spalten
mit rothen Linien umzogen.
Ein Stück (10 Bait) aus diesem Gedichte steht auch in Nr. 5*,io.
374. [Ms. Orient. 4". 199.]
Fragment eines J/a6'??aicZ- Gedichtes religiösen Inhalts, ähnlich der
MuUammadiyah des YaziJi-oyJi, der es jedoch nicht entnommen ist.
Anfang: yS-^ J^ 5.>^^KUic ^ ^y^^^ -yS^ ,J^ cj'-S^ yy^'^ Kj
Ende: -vy^^ **^-';»^ ^5-^ '^-^ Jwiji> ^^AX£L>I ^S^y^ J^£-
8 beschriebene Blätter; 21,5X15,5 cm. Unschönes, doch deutliches
türkisches Nastaillq mit 18 gespaltenen Zeilen auf der Seite; dm-chaus vo-
calisiert.
Türkische Handschriften 375. Poesie. S69
375. [Diez Fol. 21.]
a-cboxXskj (Fol. 18' Z, 4 V. u.), ein mysti-sches, dem des öalül al-dln
Rümi nachgeahmtes Ufa ^«azt'I-Gedicht im Versmafse Ramal _^___,^__!_^_
verfafst und im Jahre 865 (beg. 16. Oct. 14 60; s. die letzte Zeile der
vorletzten Seite) vollendet von einem Dichter, welcher sich Fol. IS* Z. 8
einen „Unwissenden" >. ♦ i-a (Schüler) des Äii Sams al-dln (s. Nr. 26, i)
nennt, und achtzehn Bait später als seinen Namen iÄbd al-ralnm. angiebt;
man s. über ihn Xa^F/V-Uhabert S. 48 und Hammer, Osman. Dichtkunst
I, 118. Er war der Vater des berühmten, im Jahre 909 (beg. 26. Juni
1503) verstorbenen Dichters uamdi (s. Hammer a. a. 0. S. 151).
Dasselbe Gedicht findet sich in der Wiener Handschrift Nr. 19 73
(HI S. 4 64). Nach und zu dieser Handschi'ift, welche früher ihm gehörte
und in seiner Sammlung die Nummer 370 trug, giebt Hammer den In-
halt des Gedichtes ganz ausführlich an; weniger ausführlich, aber unter
Mittheilung von Uebersetzungsproben an der angeführten Stelle seiner Ge-
schichte der osmanischen Dichtkunst.
Was das Jahr der Abfassung des Gedichtes betrifft, so steht in der
vorliegenden Handschrift deutlich, wie oben angegeben, 865 '). Hammer
giebt dafür in der Literaturgeschichte 867 an ; in der Beschreibung seiner
Handschrift dagegen — und ebenso Flügel im Wiener Kataloge — 929.
Wahrscheinlich ist dies letztere vielmehr das Datum der Abschrift des
Codex: dafs das Gedicht nicht erst in diesem Jahre abgefafst sein kann,
ergiebt .sich schon daraus, dafs die vorliegende Handschrift 3 1 Jahre früher
geschrieben ist.
Anfang: ^^J^U» ^tXJLä (sie) IJou ^o\ sf ij<J^^. ^^ ^^ ^'«> »-l^
149 beschriebene Blätter; 24,5X1' cm. Schönes, vocalisiertes A"(7s/f
mit 15 gespaltenen Zeilen auf der Seite; die Üeberschriften der Abschnitte
roth oreschrieben. Abschi-ift von iAhd oRoh ihn iAbd aV.äh in der ersten
Dekade Joljl ^ des Grumädä I 898 (= 18-27 Febr. 1493) zu Konstan-
tinopel is^[ii.\s.j&3 vollendet. — Auf ein Vorsetzblatt hat eine fremde Hand
xxbcJtXÄ.^, auf Fol. l" eine andere oJüvJe o^^äj geschrieben.
'j [cjLio iKMJJI ä-Ljvj-j '-JCw Jk_}. Ebenso in der folgenden Handschrift. Auch
ä. X. VI, 431, 14 198 giebt dieses Jahr an.
Tlirkiecks HaidBchrifUii. 47
S^O Türkische Handschriften 376. 377. Poesie.
876. [Diez A. 8». 116.]
Eine zweite Handschrift desselben Werkes, welches hier in der Ueber-
schrift ewbtU^^", im Texte selbst aber (Fol. 26^ Z. 5 ff.) gleiclifalls MbcjtX=>.j
genannt wird; der Name des Verfassers ,jjJJI ;j**4-i ^ steht hier Fol. 26*'
Z. 6. Als Jahr, in welchem das Gedicht vollendet wurde, \\-ird, wie schon
bemerkt, auch hier 865 angegeben.
Anfang: ^jtXS'Lä. ^J^-Jj■ ItXfcj ^^^i^ ^(^^^ ^^^ «<^^- ^^'"^ '^'^
Auf den drei letzten Seiten steht, von anderer Hand geschneben, noch
ein Abschnitt Jo^i in Prosa Jjca*J' e^**" i"
208 beschriebene Blätter; 17,iXl2>^ cm- Gutes, vocalisiertes Nas/l
mit 1 1 gespaltenen Zeilen auf der Seite. Nicht datiert, aber alt. — Auf
einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: ,j »»sUjJJI (j--«--i jwbtXAÄ^' ^^Ixf
377. [Diez A. 8^ 141.]
äjcLjs:^\i „das Buch der Trennung", ein in verschiedenen V^ersmafsen
und Dichtunorsformen abarefafstes Gedicht des Zahlt, welcher unter Muiiam-
mad H (reg. 855-886 = 1451-1481) lebte; ä. 1. IV, 415, 9030 und
Hammer, Osman. Dichtkunst I, 225. Hammer berichtet daselbst S. 226 ff.
über das vorliegende Gedicht, dem er „ eigenthümUche Erfindung, Einfach-
heit und natürliches Gefühl" nachrühmt, ausführlich, und zwar nach der
vorliegenden Handschi4ft , aufser welcher mir nur noch eine Handschrift,
Gotha Nr. 17 7,2 (mit dem Titel J^j^ ^\yjj), bekannt ist. Das in der
Gothaer Handschrift an erster Stelle stehende Gedicht findet sich hier auf
Fol. 4\ während die vorlieoende Handschi-ift mit einem Gedichte beerinnt,
welches in der Gothaer Handschrift fehlt, und dessen erster Vers
lautet.
197 beschriebene Blätter; 17X9j* cm. Sehr schönes, vocalisiertes
Nasyl mit 9 etwas schief laufenden Zeüen (4| Ba)t) auf der Seite. Ab-
schrift vom Derwisch Uamzah ihn Hä^gi Muräd in der ersten Dekade des
^aihän 890 = 18 — 27 Jan. 1485 in seiner Vatei-stadt p'^^w \) vollendet. —
*) sicl Es ist wohl yjliisvjj, eine Stadt im Liwa Aidin gemeint; s. L.j^L^
S. irv, Uebereetzung von Norberg II, 427.
Türkische Handschriften 378. Poesie. 371
Auf einem nachgehefteten Blatte noch ein Ghazel von Hairatl mit dem
Anfange: |JCj ^^.sx>Jb. >l(X>i3 *aj ^Jo'^ i^^'^- ^^^ einem aufsen aufge-
klebten Zettel steht: n ^J5^y^ «iS'.^U J-fl^ ^cUo^y w^bi'.
378. [Diez A. 4». 84.]
('will -.Uä«, ein Gedicht moralisch-lehrhaften Inhalts, von Garnäll-).
Da derselbe angiebt, dals er bereits früher ein Gedicht mit dem Titel
^Lä_c (j-iJi^ geschrieben habe, welches Sultan Muräd (U, f 855, beg.
3. Febr. 1451) sich beständig habe vorlesen lassen^), und zugleich sein
vorliegendes Gedicht dem Sultan Bäyazld (II, seit 886, beg. 2. März 1481)
widmet, so mufs er, als er das letztere verfafste, schon ziemlich bejahrt
gewesen sein. Auch scheint er hiernach eine Person zu sein mit dem-
jenigen Gamäli, welchen Hammer, Osman. Dichtkunst I, 217 als den
Verfasser eines Gedichtes ^^^Use^ jcUss und eines Diwans erwähnt; der-
selbe lebte nämlich, nach Hammer, unter MvRammad U, d. h. demjenigen
Sultan, welcher zwischen Muräd II und Bäyazld H regierte.
Das Gedicht ist in Madnaict-Verseri des Metrums Rarnal _^__|_.^__ _^_
geschrieben; Ghazelen und Kasiden sind aber eingestreut. Die moralischen
Betrachtungen werden häufig durch Erzählungen sowie Erklärungen von
Stellen aus Qur'än und Hadlß gestützt und erläutert.
Anfang: (v*äIJI c^'^P' *-^'' 1*-**"^ J^-ö-i f^J-^ '^'^— =* v'.?-^' ^^ — '
■>^\kXMji' l* ^Uaia. xi> Luv (* ^yXi i»>L 2>J »Ju' *J-'' (♦— ^ äO'
149 beschriebene Blätter; 21X14 cm. Gutes, vocalisiertes A^as/I mit
13 gespaltenen Zeilen auf der Seite. Abschrift in Algier s>Lg4-' -^'^ (»Lä^J
x,*t<\H jj'y?- von YüsuJ ibn MuHarnmad in der mittleren Dekade ia.wl^l ^
des Safar 989 (= 17-26 März 1581) vollendet. — Auf Fol. 1' steht
') Fol. 27^ Z. 6: yi}\ [jJue K'l ^Oyi^ Ol: auch Fol. 21» Z. 4.
•> passim; z. B. Fol. 5' Z. 4, Fol. 20» Z. 4 v. u. , Fol. 149" Z. 3. Diez sagt
Ton ihm in seinem Kataloge: „ich bin aber auf eine Stelle gestofsen, wo er seinen eigent-
lichen Namen angiebt, MuJiammad Qm Häsin". Ich habe diese Stelle nicht finden können.
») Fol. 22% Z. 5 T. u.:
*} sie! 1. üCi und wühl auch ,_>Li2~».
' ' 47*
373 Türkische Handschriften 379. 380. Poesie.
eine Tradition o.jIjs vom Propheten (türkisch). — Aufsen auf dem Vorder-
deckel steht: ö"? ^j)v« T^.y^ o>.:^.a2j ^yäJI —Lääxi i-jUS'.
379. [Diez A. 8". 129.]
(»s. ijl^i^, der Dlwän des Prinzen Garn, des jüngeren Bruders und
Thronrivalen des Sultans Büyazid II ; er starb, vom Papste Alexander VI
vergiftet, zu Neapel im Jahre 901 (beg. 21. Sept. 1495)'). Vgl. über
^hn H. '/.. in, 27 1, 5358, Z/rt^|/7- C h a b e r t 8. 62, Hammer, Osman. Ge-
schichte II, 251 und Osman. Dichtkunst l, 145, Gibb, Ottoman Poems
S. 174. \)qv Dlwän, wie er hier vorliegt, enthält fast nur alphabetisch nach
den Reimbuchstaben geordnete Ghazelen; nach dem ersten Blatte aber (welches
ergänzt zu sein scheint), findet sich eine grofse Lücke, in deren Folge der
Text gleich aus I in » überspringt. Einige Gedichte von Garn werden von
Hammer, Dichtkunst a. a. 0. übersetzt, und ein Ghazel wird von Wicker-
hauser, Wegweiser p. l"Af und 30 9 in Text und Uebersetzung, von Gibb
p. 19 in Uebersetzung mitgetheilt. Das letztere steht in der vorliegenden
Handschrift auf Fol. 59% — Eine andere, gleichfalls nicht ganz vollstän-
dige Handschrift dieses Diwans findet sich in München Nr. 160.
Anfang : i\jw i^Ue yi aJo i^Jöyj xS ^^<> jj
7 2 beschriebene Blätter; 1 6,5 X ^'^ cm. Gutes, türkisches Nas/l mit
9—10 Zeilen auf der Seite; zweispaltig geschrieben und vocalisiert.
380. [Diez A. 4«. 99.]
^1^ ^J^J-?.|^^ der in osttürkischer Sprache abgefafste Dmän des Alir
iMl Ser, welcher sich in seinen türkischen Gedichten bekanntlich des Ta-
Xcdlus Nawa'i bediente "). Man s. über diesen berühmten Staatsmann, Ge-
lehrten und Dichter, welcher am 12. Gumädä II 906 = 3. Januar 1501
starb, Safinah S. fi*», de Sacy, Diverses antiquites de la Perse p. XIV,
denselben in Notices et Extraits IV, p. 246 und 290, Hammer, Rede-
^) So nach den meisten Angaben, und auch nach Hammer, Dichtkunst, während der-
selbe Osman. Reich 11, 277 den 29. Gumädä II 900 = 24. Februar 1494 als den Tag
seines Todes angiebt. Auch diese Gleichsetzung der beiden Daten ist nicht richtig. In der
Tierbändigen Ausgabe (I, 620) steht 22. Febr. 1495, was dem 26. Gumädä I 900 ent-
sprechen würde.
^J in seinen persischen Gedichten nannte er sich Fänl ; s. Safinah S. V\Pd oben.
Türkische Handschriften 381. Poesie. STS
künste 8. 310, Ouseley, Biographical Notices p. 50, Elliot, Bibliogra-
phical Index p. 114, Elliot-Dowsoii, History of Iiidia IV, 527, Jour-
dain in dei* Biographie universelle I, 655, die Denkwürdigkeiten des Baber
in der Uebersetzung von Leyden und Erskine p. 184 (= deutsch von
A. Kayser S. 341), in der von Pavet de Cour teil le I, 382, Beresin-
Zenker in ZD]\IG. II, 248, Rieu, Persian Catalogue I, 366, Beale,
Dictionary S. 39, besondei-s aber Bei in im Journ. Asiat. 1861, I p. 179f.
Mir iAh Ser schrieb vier verschiedene Gedichtsammlungen ,^1^0, welchen
er die Titel JuäJI v^I^, UujüJS ^olyi, !a^J\ ,ol<.Vo und yjS}\ d^\yi gab
(s. ZDMG. II, 2 19 und Rieu, Turki.sh Catalogue 8. 265'); welche der-
selben in der vorliegenden Handsclirif't enthalten ist, kann ich nicht sagen,
da dieselbe am Anfang und am Ende detect ist. Der Inhalt sind alpha-
betisch nach den Reimbuch.staben georchiete Gliazelen. dann einige Glossen,
endlich Ruhäii.
Andere Handschritten eines Diirün von Mir lAh Ser finden sich: in
der hiesigen persischen Handschrift Nr. 18, II, .o,a (8. 63 des Kataloges),
in München Nr. 161 und 162, in der Bibliothek der DMG (11, S. 41),
in London (Rieu 8. 294'' f.), Paris Nr. 275, Oxford (Uri Nr. 59), St. Pe-
tersburg (Manuscrits et xylographes Nr. 558,«, 561—564, ZDMG. II, 248,
Asiat. Museum 8. 376 iir. 17) und Calcutta 8. 18(> nr. 109.
Anfang : *ä5uJ>^y5' —Üül ^ajI^ d^i\ ^Kas. LViJI ^^>>Ml»i
K.jl ^L♦AJ >jr^ o ■ (^ »äaaaJ v^j oowii _j s.
Ende: auo ,chJ-'I ^j-?.i^ «j*j xJLsI [•*=>. ^
163 beschriebene Blätter; 22 X 15 cm. Schönes Tailiq mit 17 Zeilen
auf der Seite; mit Ausnahme der End-j5a// der Ghazelen zweispaltig ge-
schrieben. Die Seiten sind mit goldenen, schwarzen und blauen Linien
umzogen, die Spalten und Gedichte durch schwarz umzogene Goldleisten
getrennt. Bläuliches Papier.
Ein Ghazel Ton Nawän steht auch in Nr. 350,s ; vgl. auch Register III unter „Mir
iAli Ser Nawä't".
381. [IMinutoli 294.]
[»Kitoj (•Ij-gJj ein Jlfa^wazcl-Gedicht in osttürkischer Sprache über die
Liebe des Bahrüm und der Düäräm. Das Gedicht wvu-de an einem Donners-
394 Türkische Handschriften 382. Poesie.
tage im öumädä II 889 *) (beg. 26. Juni 1484) vollendet, und als Ver-
fasser nennt sich an mehreren Stellen ') [Mir iAll oer) Naioä'i. Unter
den Werken dieses Dichters, wie dieselben an verschiedenen Orten (s. unten
S. 377 Anm. l) aufgezählt werden, wird das vorliegende Gedicht nicht ge-
nannt; es ist aber identisch mit dem sonst üXImj sju.^ genannten Gedichte
(s. AI. l der folgenden Handschrift). Unter demselben Titel wie hier er-
scheint es auch in der Wiener Handschrift Nr. 648 (Flügel I, 613).
Anfang :
173 beschriebene Blätter; 16,6 X 1^ ^^^- Hübsches TaJfeg mit 15 ge-
spaltenen Zeilen auf der Seite. Am Anfang ein iünioän; Seiten und
Spalten mit goldenen Leisten und schwarzen Linien umzogen.
382. [Sprenger 1651.]
Zwei in osttürkischer Sprache geschriebene JIdßnawl- Gedichte des
Mir 'Ah Ser Nawä'i] nämlich:
1. SvLJL^ &)umi „die .sieben Wandelsterne", ein erzählendes Gedicht,
welches ßelin im Journ. Asiat. 1S61, I, 234 nr. 10 einen „roman en
vei's türkis, iniite du Heft-peiker de Nizämi, rt^cit des voyages et aven-
tures de Behrtim-Gour, dedie ä Djami [Fol. If'] et a Sultän-Hucein [Fol. Iv"]"
nennt. — Dies Gedicht, welches unter anderem Titel auch in der vorigen
Handschrift steht, ist in den Handschriften der <d\^aÄS' des Nawä'i mit
enthalten, welche sich in Paris (Journ. Asiat. 1861, I, 176 Anm. 1,
und Hammer, Osman. Dichtkunst 1, 9 Anm. l) und St. Petersburg
(Dorn Nr. DLVHl und ZDMG. H, 248) befinden; in dem Manuscripte
Belin's (Journ. As. a. a. 0. p. 175) fehlt dieses und auch das folgende
Gedicht ebenso wie in der anderen Petersburger Handschrift, welche in
*) nicht 887, wie Flügel sagt. Es heilst Fol. 173« Z. 3 v. u.:
\^y^ Ljü ^Jol (jii.A>j'.l ^jIa«»Xx*», \yi ■ytS./Mi {^Oji} ^^.y^ *^T^
_-jt^-jL£ ^tX-jLsxL) x_A-Ä.xiA-sLj _jUÜI ^öL«^ tsCjLxJl ^1
Die Zahl neun ']*J'*J' ist also durch den Reim gesichert.
») Fol. 13» Z. 3: ;iyLf ;5*:> ^l> &^ Kjl ^ y\^ ^^Sly J^ )^ ic*U^
und Fol. 31» letzte Zeile (Schlufs der Einleitung):
Türkische Handscliriften 383. Poesie. StS
ZDMG. II, 251 beschrieben wird. Das Brit. Museum besitzt es in einer
Handschrift der ^(^j k.^*i»5 s. Rieu S. 292", III.
Anfang: JULo IsCJLü (^tX-'^' ^tV^L^ Jk^j' K-L»! J^' J^ J.j( lOiiJ'Uj^ cJUx^Ly», ^1
2. Fol. 124: ^^y^-^} Jw-S '^'^'^ erzählende Gedicht von der Liebe der
Lailä und des Magnün, natürlich gleichfalls in den meisten Handschriften
der Ktdhyüt und in denen der Xamsali enthalten. In einem Abschnitte der
Einleitung mrd Gämi gepriesen, und das ganze Gedicht ist dem Badll
al-zamän ') Balladur, einem Sohne des Abu '/ yäzi Sultßn Husain Balladur
Xän zugeeignet.
Anfang : \Lc( Jb ,Läj ^ ^uLyoL^I \Le( w«, iJ-o <^J^\ i^it^. ^\
214 beschriebene Blätter^); 22,5 X 13 cm. Derbes, im ganzen deut-
liches Nastaihq mit 2 1 gespaltenen Zeilen auf der Seite ; Nr. 1 datiert vom
7. Safar 1136 = 6. Nov. 1723. Auf ein vorgeheftetes Blatt hat Sprenger
geschrieben: ,,Haft Paykar in Chagatay Turky by Myr Aly Shyr, also
Laylä and Majnün by the same"; auf ein anderes: „Alee Sheer's Turky
translation of the Haft Paykar and of Layla & Majnoon". Durch In-
sectenfrafs einigerniafsen , doch nicht erheblich beschädigt. Die Ueber-
schriften der Abschnitte sind roth geschrieben; als Schreiber nennt sich
am Ende von Nr. 1 MuRammad Baqä (Lw tX*^ >jysi ^)-
383. [Sprenger 165 2.]
Ein Gedicht über Alexander den Grofsen , osttürkisch im Versmafse
Mutaqärib ^__;^__|w-_|w_ gleichfalls von Mir iAIl Ssr Nawä't, und zwar
als Nachahmung des von GämT verfafsten Alexandergedichtes geschi-ieben.
Das Gedicht wird hier auf Fol. 1" zweimal x-oLjvJuüC*« genannt; der eigent-
liche Titel desselben ist aber ^.ö<jSL,\ Jw, (s. H. /.. III, 586, 7060, JAs.
1861, 1, 234 nr. 11, ZDMG. II, 250, e, u. s. w.). Andere Handschriften:
Dorn, Manuscrits et xylographes Nr. 558, s und 560,5, Ouseley, Biogra-
phical Notices p. 50, Brit. Museum (Rieu S. 292, 11) und im Privat-
besitze Belin's (JAs. 1861, I, 175).
') in der üeberschrift auf Fol. ff'' steht ^JtcJ| Jo statt jjLojJI /»Jt^J. wie dann
richtig z. B. Fol. tr° Z. 7 zu lesen ist.
*) von welchen 123 auf das erste, 91 auf das zweite Gedicht kommen. Jedes von
beiden hat besondere Originalfoliierung, welche aber im zweiten nur bis if geht.
876 Türkische Handschriften 384. 385. Poesie.
Anfang : 15^ (^^jJItX^ (' ^ lk>«5' sm ^Iwo Kju« (^jJIJ-ö. *-L»xi LjI'X^
185 beschriebene Blätter; 22 X 13 cm. Kräftiges, flüchtiges Nastalllq
mit 2 1 gespaltenen Zeilen auf der Seite. Die Ueberschriften sind roth
geschrieben. Abschrift begonnen am 7. Jü 'l Jii(j^ah [1135] und vollendet
am 6. AluViarram 1136 =; 6. Octbr. 17 23. Beschädigung durch Würmer
nicht bedeutend. — Auf ein vorgeheftetes Blatt hat Sprenger geschrieben:
„The Secandernamah in Chaghatay Turkish by Myr Alyy Shyr". Ori-
ginalfoliierung, in welcher die Zahlen 9 2—99 mit l.f d. i. 1» + f, 1»t" d. i.
1. + r u. s. w. ausgedrückt sind; ebenso noch einige andere Zahlen; den
Zahlen von lü— 16 ist links eine Null zugesetzt (so ♦!♦, ♦!!, »If u. s. w.);
110 ist ♦!! geschrieben; mit IIa sind zwei Blätter bezeichnet; Fol. IUI ist
ganz, 102 fast ganz leer gelassen. Auf den beiden ersten Seiten zwischen
den Zeilen und am Rande Glossen und Verbesserungen.
384. [Diez A. 8«. 67.]
Dasselbe Gedicht, in der Ueberschrift gleichfalls Ä>ob^tU.jCwt genannt.
Die Handschrift ist von dem Schreiber unvollendet gelassen, indem nicht
nur alle Ueberschriften, welche roth eingeschrieben werden sollten, fehlen,
sondern auch der Text mit dem Verse i.1 i^tX-'j! (Ji^i», Fol. 66'' Z. 8 der
vorigen Handschrift, abbriclit. Anfang wie in der vorigen Handschrift,
auch mit lt>&^.
7 7 beschriebene Blätter; 20 X 12 cm. Neues, flüchtiges Nasfadtq
mit 1 7 gespaltenen Zeilen auf der Seite.
885. [Sprenger 1650.]
oLw^. L«ai', eine in osttürkischen Ma9naun-Y ersen abgefafste Erzäh-
lung vom Leben und den Schicksalen des Yüsiif, wobei natürlich auch
seine Liebe zur Zuhyß eine Rolle spielt. Nach siebzehn einleitenden Baii
folgen zwei Abschnitte mit den Ueberschriften i5)*-w vül8l.ci4>L ooliU. und
^y^\ wL*^ *iaj ^A-»<, worauf die eigentliche Erzählung auf Fol. 7° mit der
Ueberschrift —^\dJiA iäS-^LJLjL*^ ci>»Aia. Lo3 beginnt. Das letzte Capitel
der Erzählung trägt (Fol. 17 7'^) die Ueberschi'ift : ^OüLiäS' *i^.*v.JI ^ujLt vy"^
^J>^sS (cÄ^-jJ ^_*>JL5', worauf noch die Abschnitte rw^j [•y*:"*^ (jUaX«/ -^tXx
yyii\ ^Ur und jjLiJLö ^aJU. ijoys- v_*jb' folgen.
') ^ \i>eS^ ist am Kande geändert in j fjkj'.
Türkische Handschriften 386. Poesie. 877
Was den Verfasser betrifft, so wird von Sprenger sowohl auf einem
vorgehefteten Blatte, als auch in dem gedruckten Kataloge seiner Hand-
schriften Mir iAll Ser als solcher bezeichnet; aber, wie es scheint, mit
Unrecht, da icli weder in dem Buche selbst eine bezügliche Angabe tinde,
noch auch irgendwo ') unter den Werken des Mir iAll Ser ein Gedicht
vom Leben des Yäsuf aufgeführt wird. Aus dem vorliegenden Gedichte
selbst ergiebt sich folgendes: 1) dafs der Verfasser allerdings ein Zeit-
genosse des Mir iAll Ser war, da er am Ende den „Säk Ahü 'I yäzl
Svltän Husain", den fürstlichen l'reund des Mir iAli Ser, feiert; 2) dal's
der Verfasser die Ei-zählung, ehe er sie in osttürkische Verse brachte, erst
in persischer Prosa geschrieben hatte''); und 3) dal's das Gedicht im Jahre
874^) (beg. II. Juli 14 69) verfalst ist. Unter den Dichtern uuu, welche
zu gleicher Zeit mit Mir iAli Ser am Hofe des Sulffm Husam lebten,
und welche hn Journ. Asiat. 1861, 1, 223 f. aufgezählt werden, befindet
sich ein einziger, von welchem ein Gedicht L^')^ '-«-«-^ erwähnt wird,
nämlich Xwä^ah Masiäd Qumini- und dieser scheint, obgieicli ausdrück-
lich als (iJ'Ji bezeichnet (Sprenger, Oudh p. 20 nr. 138 und pers. Hand-
schrift Nr. 6 63, Buchstabe ^ Nr. 11), nur persisch geschrieben zu haben
(s. oben Nr. 296* [^J^UAJi ijJUp] fol. 22'", Saßnah p. ftr, Sprenger
und die Hs. Persisch Ni-. 663 a. aa. 00., Hammer, Redekünste S. 362),
so (! vis an ilm als den Verfasser des vorliegenden Gedichtes schwerlich
gedacht werden kann. Wer als solcher zu betrachten ist, mul's ich somit
dahin gestellt sein lassen. — Auf den Rändern besonders der ersten und
') vgl. Safinah p. \'^<P unten, Ousele)', Persian Poets p. .53, Dorn, ilanuscrits et
xylogiaphes Nr. DLVIII (p. 509), ZDMG 11, 249, Flügel im Wiener Kataloge III, 527
Nr. 55, Journ. Asiat. 1861, I, 233, Rieu S. 265''.
*) Fol. 6» Z. 2:
jJLJ am Anfange des dritten MisräS ist aus y^j corrigiert.
') Fol. 6'' Anfang:
Für 4>Lo am Anfange des dritten Misräi ist natürlich t^Lä zu lesen, und Jol^ö giebt eben
874, und nicht 1074, wie zwischen den beiden Mi§rS> angemerkt ist.
i'uikiMli« UtuiliclirifWB. 46
iiS Türkische fiandselirif'ten 38ti. Poesie.
der letzten Seiten sind viele Verse und ganze Stellen mit sehr kleiner
Schrift nachgetragen; zwischen den Zeilen ist in sehr reichlicher Weise
die Bedeutung einzelner Wörter auf persisch mit rother Dinte beigeschrieben.
Anfang: Jk^t ^^^ ^L^Sl\JO s^^l ^äXXaj Jw> ^ vzsJLc (j«Ly<^ J^«»
184 Blätter mit Orighialfuliierung; 16 X 11 cm; altes, derbes Nastai-
llq mit 7 gespaltenen Zeilen auf der Seite. Durch Insectenfrafa nicht un-
bedeutend beschädigt; am Rande von Fol. 100 f. ein brauner Fleck.
386. [Minutoli 26.]
^jjj^^ ^r*****? ^"* Gedicht über die Liebe des Xusrau und der Slrln,
als dessen Verfasser sich an vei-schiedenen Stellen ') ein gewisser {Ahmad)
RidwOn nennt. Dasselbe Gedicht ist in der Gothaer Handschrift Nr. 196
enthalten ; man vgl. das dort Beigebrachte. Hinzufügen will ich noch,
dai's der Verfasser, wie er in der P^inleitung (Fol. 10" Ende = ebenda in
der Gothaer Handschrift) angiebt, früher bereits ein Stkandar-nama/i und
ein Gedicht über die Liebe der Lailä und des Macjnün geschrieben hatte,
sowie, dai's die vorliegende Handschrift am Ende noch ein Ghazel zum
Lobe des Sultans Bäyazld (U) hat, welches in der Gothaer Handschrift
fehlt.
Wie bereits zur Gothaer Handschrift bemerkt ist, wurde das Gedicht
im Jahre 907 (beg. 17. Juli 1501) vollendet und soll, der eigenen An-
gabe des Dichters zufolge {¥o\. 231'', letzte Zeile), 6308 Bait umfassen.
Hinter dieser Zahl bleibt aber schon die Gothaer Handschrift um ungefähr
60 0 Bait zui'ück, und noch mehr die vorliegende; denn .sie enthält nur
rund 5 0 00 Bait. In der That scheint der Schreiber nach Belieben ganze
Stellen weggelassen zu haben ; so entspricht z. B. der letzte Vers auf
Fol. 5r dem Verse Fol. 5 4% letzte Zeile, in der Gothaer Handschrift, und
gleich der nächste Vers (fol. vers. Z. l) steht dort auf Fol. 5 6'' Z. 2, so
dafs zwischen diesen beiden Vei'sen von dem Schreiber nicht weniger als
45 Bait ausgelassen sind.
Anfang: _Lo ^K*-? *i>>j;<^^ itTU». ^ _l ^^Xjui^" (sie) ^<;^J IJOjIJiä.
>) Fol. 2'' letzte Zeile, Fol. ö'' Z. 3, Fol. 7'' letzte Zeile, Fol. 229* Z. 4, Fol. 232''
letztes Bait des Ciedichtes.
Türkische Handschriften 387. Poesie. 379
232 beschriebene Blätter; 23,5 X lä,j cm. Sehr schönes, g^rofses,
kräftiges Taüiq mit 1 I gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite; am An-
fang eiji wenig eleganter 'Umcän; die Seiten und die Spalten mit Gold-
leisten und schwarzen Linien umzogen: Fol. 51'', 5 2", 66*, 7 7' und 120'
ganz oder fast ganz leer gelassen, wahrscheinlich weil dort Bilder beige-
fügt werden sollten; die Ueberschriften der Abschnitte mit Gold geschrieben.
387. [Diez A. 8". 173.]
Ls^Jvj oLw^, das von aamdi (f 909, beg. 26. Juni 15 03; s. Hammer,
Osman. Dichtkunst I, 151, L«fi/f-Chabert S. 138, Rieu S. 169" und
oben die Handschrift Nr. 26, i) im Metrum Xaftf i^^, __|w_w_| J^_ ver-
fafste ifö6'na?«-Gedicht über die Liebe des Yüsuf und der Zah^ä '). In
dem ersten von zwei seinem Gedichte angehängten Bait ''), welche jedoch
nicht in allen Exemplaren vorhanden sind, nennt Üamdl sich als Ver-
fasser und giebt als die Zeit, zu welcher er das Gedicht vollendet habe,
das Jahr 897 (beg. 4. Nov. 1491) an. Der Inhalt und Gang des Ge-
dichtes wird von Hammer a. a. 0. S. 152 näher besprochen. — Andere
Handschriften finden sich: in Gotha Nr. 190 bis 192, Wien Nr. 65 6 bis
659, München Nr. 183 und 184, Dresden Nr. 239 und 258, St. Petersburg
(Manuscrits Nr. 568 und Asiat. Museum S. 207), Upsala Nr. 192 und
193, Paris Nr. 359, Mailand (Ambrosiana Nr. 176) und im Bi'it. Museum
a. a. O.
Anfang: sLj *Jjl ^T juMjJLiL jü j» jjjl **«l J^l jlwUäJjI So
217 beschriebene Blätter; 14,5 X 10 cm. Hübsches, aber nur auf den
ersten 8 7 Blättern vocAlisiertes Nas^l mit 1 5 gespaltenen Zeilen auf der
Seite. Die Seiten sowohl als die Spalten sind mit doppelten blauen Linien
umzogen^); Fol. 152* ist beschmutzt, Fol. 153' verwischt. Abschrift von
einem gewissen MaHmüd (4>jj._|») am Soimabend in der mittleren Dekade
des ßafar (sie) yiJI ia^ljl ^ 04!" = 3. Juni 15 42 vollendet. — Auf
einem vorgehefteteu Blatte steht, von fremder Hand geschrieben, ein kurzes
Ghazel des KäUf Ötlll (?).
') oder Zulai/ä, wie der Name persisch und türkisch gewöhnlich gesprochen wird.
*) manche Blätter jedoch sind griiu und dnnn meist roth uiuEogen.
•is»
S80 Türkische Handschriften 388-390. Poesie.
388. [Diez A. S°. 135.]
Dasselbe Gedicht, gleichfalls mit dem, das Datum der Abfassunjr an-
gebenden Verse am Ende.
Anfang wie in der vorigen Handschrift, aber iLMJjJij.i statt ju-jJLiL.
190 beschriebene Blätter; 17,5X11 cm. Prachthandschrift, mit sehr
schönem, al)er vocallosem, kleinem Nas/i geschrieben; auf der vollen Seite
stehen 17 ge.spaltene Zeilen. Am Anfang ein schöner ??7rt?Cf7»; die Ränder
von Fol. !*• nnd 2=", 6S'' und 69", 99'' und 100* mit goldenen Arabesken
verziert; auf Fol. 68* und 99'' Bilder, deren Figuren aber von einem Fa-
natiker ausgewischt sind; die Seiten und die Spalten mit schwarzen Linien
und einer goldenen Leiste eingefafst; die Uebei*schriften der Abschnitte
meist mit Gold, bisweilen auch mit Farbe geschrieben. Einband ursprüng-
lich sehr elegant, mit Arabeskenpressung auf Goldgi'und, aber schlecht ge-
halten. — Auf Fol. 1° der Abdruck eines Siegels mit der Inschrift: ^^^jy«*.
389. [Diez A. 8^ 136.]
Dasselbe Gedicht, ohne den Verfasser und Abfas.suugszeit nennenden
Vers am Ende.
Anfancf wie in Nr. 3 S 7 ; doch ist das Wort bLaj" zerstört.
ISO beschriebene Blätter; 17 X 10,5 cm. GntQs Nastoillq^ mit 15 ge-
spaltenen Zeilen auf der Seite. Die Seiten und Spalten sind mit schwarzen
Linien und Goldleisten eingefafst; am Anfang ein kleiner, hübscher iünirän-
Fol. 66 und 67 beschmutzt. — Auf einem dem Vorderdeckel aiifsen auf-
geklebten Zettel steht: «f (j^)«^ '>> i^^cLi ^(X*^ «-cb-i«^ s_jU<'.
390. [Diez A. 8». 131.]
Nochmals dasselbe Gedicht, gleichfalls ohne den TöTJ^-Vers am Ende.
Anfang -wie in Nr. 388.
214 beschriebene Blätter; 1 6,5 X 12 cm. Gutes Nastailiq mit 15 ge-
spaltenen Zeilen auf der vollen Seite. Die 15 ersten Blätter sind ergänzt;
von Fol. 16 an findet sich in der linken, unteren Ecke Originalfoliierung,
welche mit l\ beginnt und mit r'»\ zwei Blätter bezeichnet. Auf Fol. 5 7'
ein Siegelabdruck mit ^^A*-i ^ «X^ (?) ,jo y*JiJii\ in der Mitte und darum
dem persischen Baii: «U-i tX«.^ J' lol^a»-' ^i> >t^ -Lil»*« yt> l^e [LliXä.]. —
Türkische Handschriften 391. 392. Poesie. S81
Ein aafseii aufgeklebter Zettel hat die Nummer t"v, sonst aber dieselbe
Inschrift wie der auf der vorigen Handschrift befindliche.
391. [Petermann II. 121.]
1. Nochmals dasselbe Gedicht, und zwar mit dem Ta^rly-Yers^ am
Ende. Die Handschrift ist am Anfange defect; der erste voi-handene Vers
lautet :
und steht in der Gothaer Handschrift Nr. 190 auf fol. 10' Z. 8.
2. Fol. 162'': ein in Mn 9nawi-W evsen des Metrums Xoflf -^__.^_w_ JU_
abgefafste-s Lehrbuch der Physiognomik, xxb.:i/jLAi". Gegen das Ende (Fol.
166* Z. 5 V. u.) nennt sich äamdl als Verfasser auch dieses Gedichtes'),
welches von Hammer, Dichtkunst I, 179 besprochen wird und auch in
Dresden Nr. 329,2, Wien Nr. 1512 (II, .589), Upsala Nr. 302 und 320,2
und im Brit. Museum (ßien S. 211'') handschriftlich vorhanden ist. Auch
die hiesige Sammlung besitzt noch ein zweites Exemplares dieses Gedichtes;
s. oben Nr. 31,i, wo man vgl.*).
Anfang: (j-La^'. tV-s. jUjüujü MtVs«.J ij^^-^^j '^♦^ ^*r.^ Jj' (sie) f*^^}
167 beschriebene Blätter; IS.sX^)^ cm. Sehr .schönes und zierliches,
kleines, mit einzelnen Vocalen versehenes Nas/f- auf der Seite stehen 1 9
gespaltene Zeilen : die Seiten sind mit goldenen Leisten und schwarzen
Linien umzogen, die Spalten und die Abschnitte durch eine schmälere, mit
zwei schwarzen Linien eingefalste Goldleiste geti-ennt. üeber dem An-
fange von Nr, 2 ist ein Raum leer gelassen, in welclien wahr-sclieinlich ein
iUnwän eingemalt werden sollte. Abschrift von Bahr Um Särh'q vollendet
in der letzten Dekade ^^U des EabJi I 999 = 17-26 .Jaimar 1591.
Dasjenige Blatt, welches jetzt als letztes gebunden ist. gehört zwischen
Fol. 162 und 16 3.
392. [Ms. Orient. 8". 77.]
Nochmals das Gedicht Lsx.'.. <Jl^^ von Hamdi. ohne den Tn'r7/-\'era
am Ende. Anfang wie gewöhnlich, mit iu-jiLij.
*) in der Anmerkung auf S. 62 lese man „sagen ia^f/"i-C h.i bert S. 139 und H. '/..
a. B. (). ansürücklich".
t88 Türkische Handschriften 393. Poesie.
181 beschriebene Blätter; 21 X 14,6 cm. Fluchtige, zwischen Nns-
taÜTq und Dl/ränl stehende Schrift mit einzelnen Vocalen ; auf der Seite
stehen 17 gespaltene Zeilen; die Seiten und die Spalten mit rothen Linien
umzogen; Abschi-ift datiert vom Jahre 104 6 (beg. 5. Juni 1636). -— Auf
der Innenseite des Vorderdeckel.s steht, verkehrt geschrieben, folgende Be-
merkung: „Dieses Buch ist in der Vestung Griechisch - Weisenburg , als
Solche den e*^"" September 1688 erobert worden, erbeüthet und von meinem
Bruder Friderich Wilhelm, welcher der Belagerung mit beygewohnet, mir
vei'ehret worden. Franckfurth an der Oder den 22*'° october 1688. George
Adolph Frherr von Micrander".
Fragmente dieses Gedichtes gtehen auch in Nr. 5,i und 55,8.
Ein xxÜnIwuiI von Hamdi steht in Nr. 31,8; s. auch ,,Uamdl" im Register III.
398. [Ms. Orient. 8^ 317.]
^jj'UsI ^j^y^.'^i die Gedichtsammlung (Ghazelen, nach den Reim -Buch-
staben geordnet, und Bruchstücke) des Na^ätl (t 914, beg. 2. Mai 1508;
.s. über ihn Hammer, Osman. Dichtkunst I, 162,' Gibb p. 22 und 17 9,
Rieu S. 171'). Zwei Ghazelen von ihm werden in den Fundgruben U, 234
und VI, 125 in Text und Uebersetzung mitgetheilt; dieselben finden sich
in der vorliegenden Handschrift auf Fol. 119* und 55'. Die in Prosa und
Versen abgefafste Vorrede, welche in anderen Handschriften (z. B. Wien
661) dem Dlwäii voi-ausgeschickt ist, fehlt hier. — Andere Handschriften
finden sich: in München Nr. 163, Wien Nr. 661-663') (I, 624), Paris
Nr. 262, 281 und 282, Upsala Nr. 194 und 195, und im Brit. Museum
(Rieu a. a. ü.).
Anfang: U*il yj^l «jL> *Ji^ ajbL>. ^j^\\y
159 beschriebene Blätter von 19,5X13 c'") deren letztes nicht mehr
zum Dlwän gehört, sondern, von anderer Hand geschrieben, ein paar
sonstige Gedichte enthält. Gutes Diwänl-nasjßsi mit 1 3 gespaltenen Zeilen
') nach Flügel in den Wiener Jahrbüchern Bd. C Anz.-Blatt S. 17 Nr. 376 — 379
müfeten in Wien sogar vier Handschriften dieses Diwans vorhanden sein.
Türkische Handschriften 394. Poesie. S88
auf der Seite; Seiten und Spalten sind mit r<jthen Linien umzogen '), die
Gedichte ebenso getrennt. — Nach Fol. 48 findet sich eine Lücke, und
am Ende scheint die Handschrift ein wenig defect zu sein. — Auf einem
aufsen aufgeklebten Zettelchen steht „7 3. Muchlinski 111".
Ueber zerstreut Torliaudene Gedichte (ühazelen) von Nagäti s. Register III uuter dem Namen.
394. [Diez A. 4". 64.]
C ^LijuJI (jA*J^, ein aus MaÖnawl-Y ersen, Ghazelen und einer Kaside
bestehendes, für einen gewissen Yünus Beg verfafstes Gedicht. Der Dichter
wird in der Lieberschrift Gaifar cd Qunstantlnaiol genannt und nennt sich
selbst an vielen Stellen des Gedichtes mit dem Dichternamen Kamäll. Eine
in Prosa abgefafste Endschrift besagt, dafs das Buch für Yäitntt ßey am
Neumonde s^ des Rahll 11 915 (= 19. Juli 1509) vollendet worden sei
( J.I i_ftj-iJI v^jLäXJI *j). Mag nun diese Zeitangabe auf die Beendigung des
Gedichtes oder auf die der Abschrift oder — was mir am wahrschein-
lichsten ist*) — auf beides zu beziehen sein, so ist mit ihr, da Yünus
Beg nicht nur hier in der Endschrift, sondern mehrfach auch im Gedichte
selbst gepriesen wird, jedenfalls das Zeitalter des Dichters festgestellt.
Hieraus ergiebt sich, dafs unter diesem Dichter keinesfalls der von Hammer,
Osman. Dichtkiuist 111, 333 besprochene, um das Jahr 1000 d. Fl. gestor-
bene Kamall, wohl aber wahrscheinlich der ebenda I, 180 und bei Latlfi-
Chabert S. 120 behandelte Öaifar Öelebi (f 920, beg. 26. Febr. 1514)
zu verstehen ist.
Anfang: JJ |^ ^^^ jol L-i.'id ijJU> dy. |J ^.ö^ IJü^IiXä. ^^I
Das Gedicht des Kamäll endigt auf Fol. 27"; von den Schreibereien,
welche die noch übrigen Seiten der Handschrift bedecken, ist hervorzu-
heben :
') die Seiten von Fol. 131 an mit goldenen Leisten.
•) 8. die Ueberechrift und Fol. 12'' Z. 4. — Ein von §tr MuTtammad Mu'nis zwischen
1800 und 1804 in osttürkischer Sprache verfarster Diwan gleichen Titels wird von
A. Vambery Scheibaniade S. XIII Anm. erwähnt.
■) Die elegante Ausstattung der Handschrift spricht dafür, dafs wir das Dedications-
exemplur des Yertassers für Yünus Beg vor uns haben.
384 Türkische Handschriften 395. Poesie.
2. Fol. 27'': ein längerer, in Versen abgefafster Freundscliaftsbrief des
Sabin Celebi. Dei'selbe ist überschrieben: (j;)^ JyJ\Jaj k->^t ^J>yc ^yXo
-yls. ^»A-<o und beginnt:
*jUa>Lu/ (?) ^-^^ j^ <uy^^ |«jL-ij ^5'.>^ ('•'*) y^ äjLj ijij-ft
29 Blätter; 2U,5 X 1-4,5 um. Nr. 1 mit schönem, vocalisiertem Nas/l
geschrieben; auf der Seite stehen acht gespaltene Zeilen; die Seiten und
die Spalten sind mit goldenen Leisten eingefafst, die zwei ersten Seiten
noch reicher als die übrigen; die Ueberschriften und der Name i^ u^y^i
überall, wo derselbe vorkommt, mit Gold, der Name JUJ' stets roth ge-
schrieben. — Nr. 2 mit flüchtigem, schwer zu lesendem DlwfmJ in der
Richtung der ßlattdiagonale geschrieben. — Am Ende von Nr. I ist ein
zierliches Siegel abgedrückt, in dessen Innerem jL*JI oUt^sl tU^s? v^äaJI
steht, während vier um dieses Mittelschild gebogene Leisten die bald dem
Galal-al-dln, bald dem Gärai zugeschriebenen, hier nicht vollkommen aus-
gedrückten Verse enthalten :
s. Keinaud, Monumens du Duc de ßlacas II, 282 nr. 121.
395. [Ms. Orient. 8". 316.]
_ä*mx e;'^--'^' ^^^ Gedichtsammlung des MaslAl (t 918, beg. 19. März
1512; s. Gotha Nr. 174, i, ferner Gibb p. 27 und 182, Kieu S. 171'').
Der Inhalt sind Kasiden, Ghazelen und Bruchstücke; nach Fol. 29 hat die
Handschrift eine ziemlich bedeutende J^ücke. Derjenige Vers, mit welchem
die Gothaer Handschrift beginnt, ist hier der erste auf Fol. 2". — Ein
Micrabbui von IlasJfil steht in Muchlinski's Chrestomathie H, 119.
Anfang : L-^j sItXt JS' ^ s^ i^^V* '^^ '^'^5 ■^^'** f**^' ^s*^ 15^**' 'J^ ^■
Auf der letzten Seite stehen noch, von fremder Hand geschrieben, zwei
persische Ghazelen, das eine mit dem Anfange (' i^jLai v'-?;' *+*^ '^)'^ ^5' ^°"
öänil, das andere mit dem Anfange 'jj'jJ^ J»^ LjI«^^ <^^^ )'— « von seinem
Zeitgenossen Äsaji (s. Nr. 910 des persischen Kataloges).
9 5 beschriebene Blätter; 21,5X l"-?^ (^lu- Ziemlich gutes Taülq mit
21 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite. Am Anfang ein hübscher
*) s. Ausgabe von Koiistantiuüpel 1284 IS. -10 Z. 1.
Türkische Handschriften 396. Poesie. 386
lUmcän. Die Seiten sind mit goldenen Leisten und schwarzen Linien um-
zogen, die Spalten und Gedichte ebenso getrennt. Abschrift datiert vom
Jahre 958, beg. 9. Jan. 1551.
396. [Diez A. 8". 168.]
Jj>j (j-w^^j „Schönheit und Herz", eine allegorische Erzählung, der
gleichbetitelten Schrift des persischen Dichters FaitäRl (s. die persische
Handschrift Nr. 12,8) in schwülstiger, mit Versen untermischter Prosa
nachgeahmt von Ähi (f 9 23, beg. 24. Jan. 1517; s. über ihn Latifi-
Chabert S. 105 und Hammer, Osman. Dichtkunst j, 209). Der StoiF
scheint dem Geschmacke der Türken besonders zuzusao-en; denn aufser von
Äln ist derselbe auch noch von Lämhi (s. die folgenden Handschriften)
und von Wäll (s. Dresden Nr. 236) türkisch bearbeitet worden. Die Be-
arbeitung des Ähi wurde, wie H. Z. 111, 67, 4 5 02 bemerkt, von dem Ver-
fasser unvollendet hinterlassen. — Andere Handschriften dieser verbreitetsten
türkisch'^!! Bearbeitung finden sich: in Wien (Hofbibliothek Nr. 432 bis
4 34 und Oriental. Akademie Nr. 162 [s. S. 195 des Kataloges]), Leiden
Nr. 2337, Upsala Nr. 481, St. Petersburg (Asiat. Museum S. 207 und
Manuscrits et xylographes Nr. 584), Paris Nr. 358 und Mailand (Auibro-
siana Nr. 184).
Anfang: ^^Jö pik/ ^1^1 «J.k>o r^r^' *J-^=^r'' *^'' r*^
^^^^jJl.»dJl j'^ slv i<.j'L=k (vH»^ /^f^ «jäXJ »siLi
132 beschriebene Blätter; 18 X 1Ö,5 cm. Gutes, türkisches Nasxl mit
15 Zeilen auf der Seite; die Seiten mit rothen Linien umzogen. Abschrift
vollendet an einem Dienstage im Jü 'I qa^dah 985 =^ 10. Jan. — 8. Febr.
15 78. Gegen das Ende ist die Handschrift durch eingedrungenes Wasser
nicht unbedeutend beschädigt; aus dem voidetzten Blatte sind die oberen
drei Viertheile der Schrift ausgeschnitten und durch leeres Papier ersetzt. —
Auf Fol. 1" sind zwei Siegel abgedrückt; in dem einen derselben ist nur
iX»^l mit Sicherheit zu lesen ; in dem anderen steht innen ^ tV«^l >aäaJI
tX»-;?, danmi (sie): v:y-^^N v_>Lj ^^'t j^i\ U '»^j^ (?) y^ *jL=» j^*>-
Türkischo Handschriften. 49
$86 Türkische Handschriften ;{97-399. Poesie.
Ghazolen von Ähi s. in Nr. 27, u und 41,4; von Hallmi (t gleichfalls 923) in Nr. 27, ii ;
ein Ghazel von Bawäm (t 930) in Nr. 27, 21 ; ein 2üoLji:;jwm>.£ desselben in Nr. 31,2.
397. [Diez A. 8°. 87.]
Jk>^ ij--«*^ „Schönheit und Herz", ein allegorischer Roman, gleichfalls
dem Fersischen des FattäRi (s. Kr. 12,8) nachgeahmt von Malihiüd ihn
lUBmän ihn iÄh, bekannt unter dem Dichternamen Lümili (f 937 oder
938, beg. 25. Aug. 1530 und 15. Aug. 1531; s. Chabert-Zr/^7/i kS. 27 1,
Hammer, Dichtkunst H, 20, Osman. Reich III, 465, Gibb, üttoman
Poems j). 189, Rieu p. 15 6"). Vgl. Gotha Nr. 24 7, wo eine Handschrift
desselben Werkes beschrieben wird. — Andere Handschriften der ßeai'bei-
tuno- des Lnmiii finden sich, aufser in den folg-enden Handschriften und
in Gotha, noch in Pai'is Nr. 27 6 und St. Petersburg, Asiat. Museum S. 20 7;
der Anfang auch in der hiesigen Handschrift Nr. 24,2.
Anfang: &5' jj^LUl . i^ä' Ö""-^ "Jj' ü"^^ 15'^ c>^. ^jX^^^ -Sjij
148 beschriebene Blätter, von deren letztem die Hälfte abgerissen ist;
19X 12 cm. Gewöhnliches, deutliches iVas/? mit 17 Zeilen auf der Seite;
die Seiten u. s. w. rcjth umzogen. Zwischen Fol. 8 und 9 eine Lücke,
welche Fol. 9 — 2 0 der folgenden Handschrift eiUspiücht. — Auf einem
aufsen aufgeklebten Zettel steht: ^^s ^■^}^ 15^7* ts*^- (.S^j^jI-tJ^ ^-jUT
398. [Diez A. 8". 165.]
Dasselbe Werk; Anfang wie in der vorigen Handschrift.
167 beschriebene Blätter; 20 X 12 cm. Gutes Dlwänl mit 13 Zeilen
auf der Seite. Auf den letzten fünf Seiten noch 4 8 Namen Gottes und
einige Gedichte. Fol. 87 — 94 beschmutzt.
399. [Petennann H, 298.]
Nochmals dasselbe Werk; Anfang ebenso.
20 6 bescliriebene Blätter; 15 X ^?^ t;™- Hübsches Nastaillq mit 15
Zeilen auf der Seite; Unu-andung aus einer goldenen Leiste und drei
schwarzen Linien gebildet. Abschrift von MuJiammad Abu 'l fadl, bekannt
unter dem Namen Mulla Fndh , zu Makkah im Jahre 959 (beg. 29. üec.
Türkische Handschriften 399. Poesie. 887
1551) angefertigt. Am Anfang ein einfacher iUnioän. — Auf Fol. 1° ein
tUi-kisches Gedicht.
Eine au.sfiihrliche Analyse der vorliegenden Bearbeitung, welche Diez
dem Kataloge seiner Handschriften (8. 4 62 — 472) einveideibt hat, lautet
folgenderniafsen :
Der erste Abschnitt und eigentliclie Anfang des Werkes, der auf die
obgedachte Zueigining an Sei im I fi>lgt, fehlt leider in gegenwärtigem
Exemplar*). Nur die Ileberschrift ist da, welche anzeigt, dafs der erste
Abschnitt mit einem Gedichte angehoben, hinter welchem die erste Nach-
richt von einem Reisenden gegeben worden, mit dem wir es in der Folge
zu tliun haben. Der Reisende heifst Nazar (Anblick, der alles nur nach
dem Anblick oder nach der äufseren Seite beurtheilt), wie wir gleich hören
werden, und es ist wahrscheinlicli von ihm gesagt, dafs er sich au seinem
Orte wohl befunden, aber demioch ausgegangen sey, um es besser zu suclien,
denn die letzten Worte des ei'sten Abschnittes, die sich in meinem Exem-
plar finden, heifsen
so verliefs er denn die Stadt Affijat (Wohlfahrth) mit durstiger
Leber und mit verbranntem Herzen und reiste ab.
Die Schicksale dieses Reisenden sind nun folgende. Das Bessere aber, was
er sucht, ist die Quelle des Lebenswassers, welches vei-jUngen und unsterb-
lich machen soll. Nazar kam in die Stadt Schochret (Rulim), wo er sich
für einen Kaufmann ausgab. Der König des Ortes hiefs Fachr (Ruhm-
redig), mit welchem sich Nazar über das Lebenswasser unterhält. Fachr
erklärt ihm, dafs dies nur eine bildliche Vorstellung sey, worunter man
eigentlich Ehrenstellen inid Reichthum verstehen müsse. Da diese Ant-
wort nicht nach Nazars Geschmack war, so verläfst er den Ort und gei'äth
an den Fufs eines Berges, auf dessen Gipfel eine Einsiedelung oder ein
Kloster lag, worin ein frommer Mann wohnte, genannt Zark (Heucheley).
Nazar ersteigt den Berg im Anzug eines Derwisches und fragt den
Einsiedler nach dem Lebenswasser. Zark antwortet ihm:
was man Lebenswasser nennt, ist die Paradiesesquelle in der
Ewigkeit und bedeutet Thr.äne in dieser Welt. Wenn du in dieser
*) (1. h. in Nr. 397 (Diez A. 8". 87).
49^
Türkische Handschriften 399. Poesie.
Welt das ewige Wohlleben begehrst, so lafs bittere Thräneii
fliefsen.
Nazar erkannte hierin nicht, was er sucht nnd steigt vom Berge herab
und kömmt in Wälder und gefährliche Wege, wo er viel Mühseligkeiten
ausstehen niuls. Endlich gelangt er ans Meer und steigt zu Schilf. Es
entsteht ein Sturm, das Schifl" scheitert und Nazar rettet sich durch
Schwimmen, uiit Hülfe zweyer ausgehölten Kürbisse. Er erreicht eine
schöne Wiese im Lande des Königs Hümmet (Obhut), der seine Residenz
in einer von ihm erbauten hochgelegeneren Vestung hatte mit Namen Hi-
dajat (Leitung zum Heil). Er begiebt sich dahin und erzählt dem König,
was er bisher ausgestanden und setzt hinzu, dafs er schon lange auf Reisen
sey, um für den Prinzen Dil (Herz) die Lebensquelle zu suchen. Hümmet
versichert, dafs es mit dieser Quelle keine Fabel sey, dafs er (Nazar) sich
aber zu einem König im Oiient, genannt Uschk (die Liebe) begeben müsse.
Dieser habe eine Tochter, mit Namen HUsn (Schönheit), deren Schönheit
alles übertreffe. Üschk habe für selbige am Fufse des GebürgesKaff eine
prächtige Stadt erbauet und den schönsten Paradiesesgarten angelegt. Die
Stadt heifse didar (Angesicht) und der Garten ruchsar (Wangen). In
diesem Garten finde sich eine verborgene und vei'siegelte Quelle, genannt
fem (Mund), aus welcher das Lebenswasser riesele. Niemand aber aufser
Hüsn's Mundschenken habe das Lebenswasser berührt und in der Stadt
würden keine Kaufleute geduldet. Zum Garten fände auch kein Mensch
den Weg, denn in jedem Winkel lägen tausend unerbittliche Feinde und
auf dem Wege hundert beifsige Hunde als Wächter. Aufserdem habe man
in den engen Pässen und Strafsen dahin unzählige Unfälle zu erwarten.
Dahin gehöre das Land Seksar (Lüstling), dessen Monarch ein Dämon sey,
mit Namen Rakib (Nebenbuhler). Dieser sey sehr blutgierig, lieblos, schänd-
lich und schlecht gesiimt. Er sey der Wächter der Stadt didar. Wenn
du, setzt Hümmet hinzu, das Land Seksar durchzogen hast, so kömmst
du vor meines Bruders Wohnort vorbey, dessen Land sehr reizend ist. Er
heifst Kämet (Statur) und ist der Hüsn Fahnenträger. Bist du da vorbey
gekommen, so triffst du das Schlangenziel, welches ein sehr gefährlicher
Ort ist und wenn du auch diesen Ort zurückgelegt hast: so betrittst du
die Grenze der Stadt didar.
Nachdem Nazar dies alles angehört hat, so bittet er den König Hüm-
Türkische Handscliritten 309. Poesie. S89
met, ihm ein Empfehlungsschreiben an seinen Bruder Kämet mitzugeben.
Er erhält es und reist ab.
Er erreicht das Land Seksav und geräth in Angst und Furcht. Er
verkleidet sich und geht in die engen Wege hinein. Er stöfst auf eine
Marmorsäule, worauf in hebräischer Schrift die Woi-te eingegraben sind,
dafs man in diesem Lande nichts als Schrecken und Gefahren zu erwarten
habe! Nazar wird luischlüfsig. Er verläfst sich indessen auf seine List
und setzt den Weg fort. Er wird nun von den Wächtern ergrifi'en und
vor Rakib gebracht und auf die Frage, wer er sey? sagt Nazar:
Ich bin ein Philosoph aus Jonien (Griechenland), ein armer Ge-
lehrter und Wegweiser zu Gott. Ich bin ein Weiser in allen
Künsten, ich bin der Weltumreiser und der Wandler der Zeiten.
Ich besiege die Talismans und werfe die Amnlete zu Boden; mit
Gottes Hülfe bin ich in den mathematischen Wissenschaften
einzig und in der Arzneykunst ein Phönix. In Entdeckung ver-
borgener Sachen bin ich ohne Gleichen und in Aufsuchung der
Schätze bin ich das Sprüchwort geworden; in der Goldmacher-
kunst bin ich Meister und in Offenbarung der Geheinmisse bin
ich auserlesen.
Rakib erstaunte über einen Menschen von so vieler Wissenschaft; am
meisten aber ward er durch die Habsucht auf die Goldmacherey aufmerk-
sam gemacht, weil er schon immer einen Goldmacher bey sich zu haben
gewünscht hatte. Er trug also dem Nazar an, diese Kunst zu erproben.
Nazar erwiederte:
Wenn du alles Gold und Silber zu besitzen wünschest: so mufs
ich die Reise nach der Stadt Didar und nach dem Garten ruchsar
machen, weil daselbst die Bestandtheile zur Zusammensetzung
des Steines der Weisen anzutreffen sind.
Rakib willigte ein, machte aber die Reise mit, um seinen Mann fest-
zuhalten. Nazar wuTste ihn unterwegs durch tausend Listen und ein-
schmeichelnde Ränke noch mehr zu gewinnen und bewog ihn, zuerst mit
ihm nach der Residenz des Königs Kämet zu gehen, um von da den Weg
nach Didar fortzu .setzen. Kämet wunderte sich, Nazar in Gesellschaft des
Dämons zu sehen und fragte ihn aus. Nazar gab ihm das Nöthige zu
verstehen und üben-eichte unvermerkt den Brief des Hümmet. Kämet
890 Türkische Handschrilten 390. Poesie.
versteht die Winke luid ohne sich etwas mei'keu zu lassen, fragte er den
Rakib, wai'um er gekommen sey? Dieser erwiederte nur, dafs er einen
Philosophen gefunden, der ihm für seine Krankheit Heilmittel verheifsen
habe, wozu sich die Kräuter nur in der Ferne antreffen lassen sollten.
Kämet bemerkte, dafs llakib in seinen Reden nicht aufrichtig war, aus
Höflichkeit liefs er das Gespräch fallen und bewirthete seine Gäste. Am
Ende liefs er die Mundschenken fleii'sig herum gehen und als Rakib trunken
geworden, so trugen ihn die Leute aus der Versannnliing weg. Nun zog
Kämet den Nazar auf die Seite und forderte ihn auf, sich zu entdecken
und wie er in die Gesellschaft des Dämons gerathen sey? Der Reisende
erzählt seine Abentheuer und den Zweck, welchen er habe, die Lebens-
quelle zu suchen und bittet ihn um Schutz. Kämet liefs ihn also durch
einen getreuen Sklaven, genaiuit Sak (Leiden) verborgen halten. Rakib,
des anderen Morgens vom Rausche erwachend, suchte den Nazar vergeb-
lich und kehrte trostlos in sein Land zurück.
Nazar verweilte einige Zeit bei Kämet. Indem er aber Willens war,
weiter nach Didar zu reisen: so triü't er in ii'gend einem Garten einen
silberneu Gürtel an, worunter zwey Talismans angebracht waren, die ihn
verhinderten, weiter zu kommen. Er tindet aber daselbst einen Wächter
der Hüsn, mit Namen Zülfi (Locken), der gerade in der Gegend auf die
Jagd gegangen war. Er wird zwar anfangs von ihm hart angelassen —
da indessen sein Vater aus Tnrkestan und seine Mutter aus Indien
herstammt, von wannen Zülfi ebenfalls gebürtig war, so werden beyde
versöhnt, zumal da Nazar voi'schützt, von einem Reisegefährten in diese
gefährliche Gegend geführt worden zu seyn. Zülfi hat Mitleiden und be-
freyet ihn von der Bezauberung und nimmt ihn mit sich. Am Ende wird
zwischen beyden die Freundschaft so grofs, dafs Zülfi ihm etwas von
seinen Haaren gibt als ein Mittel, den Gefahren zu entgehen, welche ihm
bey Fortsetzung der Reise aufstofsen möchten. Nazar hatte noch beym
Schlangenziel viele Unfälle zu erdulden. Er übersteht sie aber und er-
reicht endlich den Ful's des Berges Kaff.
Er langte in der Stadt Didar an im Aufzuge eines Kalenders und
fand durch die eigenen Wächter der Hüsn Gelegenheit, in den Garten
Ruchsar zu dringen, um die Lebensquelle zu suchen. Nim hatte Nazar
einen jüngeren Bruder gehabt, der in der Jugend war geraubt und von
Türkische Handschriften 399. Poesie. 391
den Verwandten getrennt worden. Er hiefs Ghamze dschadu (ßlick-
zaiiberer); er war in den Dienst der Hiisn gerathen, deren Schwerdtträger
er war. Es war ein blutgieriger Mann. Als er Nazar, welchen er nicht
kannte, im Garten antraf, wo kein Fremder sich sehen lassen durfte: so
iibei-häufte er ihn mit Vorwüi-fen und entkleidete ihn, um ilm hinzu-
richten. Nazar bereitet sich zum Tode, ob er gleich Gott noch um Be-
freyung anruft. Die Mutter aber beyder Brüder liatte bey der Entbindung
von beyden Kindern zwey vortreffliche Perlen gehabt, deren W'erth die
kostbarsten Rubinen übei'stieg imd um beyde Söhne vor dem Einflufs
böser Blicke zu bewahren, hatte sie jedem eine Perle an den Arm ge-
bunden. Wie also Ghamze den Nazar zur Hinrichtung entkleidet hatte:
so bemerkte er an dessen Arme die Perle und fragte nach dem Grund
der Sache. Nazar erzählt die obgedachten Umstände — Ghamze er-
kannte hierauf seinen Brudei-, umarmt ihn und führt ihn in seinen Pallast,
wo sie in Freuden lebten.
Die Prinzessin Hüsn hatte nicht sobald von diesem Vorfall reden
gehört, als sie Ghamze zu sich kommen liefs, um von ihm die Sache zu
vernehmen, wobey die Geschichte der Perle nicht vergessen ward. Die
Prinzessin sagte:
ich ei'innere mich, dafs es in meinem Schatze eine vortreffliche
Perle giebt, worauf ein reizendes Bild eingegraben ist, ich weifs
nicht von welcher Engelsgestalt! Niemand hat mir den Knoten
zu lösen vermocht, ob ich ihn gleich Vielen vorgelegt habe. Ich
will indessen nicht behaupten, dafs es ein Talifman sei, der auf
der Welt etwas hilft.
Ghamze fühlte sofort seinen Bruder zur Prinzessin, welche sich mit
ihm über allerlei Gegenstände unterhielt. Am Ende liefs sie die Perle mit
dem Bilde holen, um sie von Nazar besehen zu lassen. Sobald letzterer
das Kleinod in die Hand nahm und das Bildnifs beti-achtete : so erkannte
er dai-in das Bild vom Prinzen Dil, einem Sohne des Sultans vom Occi-
deut imd das Gemälde gab er für das Werk des vornehmsten Malers in
China, des bewundernswürdigen Maui aus. N a z a r machte auch von des
Prinzen Schönheit, Tugend und Macht so günstige Schilderungen, dafs
Hüsn von den bezaubemiden Reden des verschmitzten Nazar s hingei-issen
und in Dils Gesicht verliebt ward, ohne sehie Person gesehen zu haben.
392 Türkische Handschi-iften 399. Poesie.
Sie liefs es sich aber nicht merken, bis endlich nach einiger Zeit das
Liebesfeuer ihre Geduld zerrifs. Sie liefs Nazar allein zu sich kommen
und sagte ihm mit Ablegung aller Zurückhaltung:
da du midi durch Dils Schönheit bethört hast: so mufst du mir
aucli zur Erlangung meiner Wünsche behulflich seyn.
Nazar versetzte:
ich bin ganz zu der Prinzessin Diensten. Es ist aber keine leichte
Sache, des Prinzen Dils habhaft zu werden; denn er folgt nur
den Rathgebungen des Verstandes und verrichtet nichts ohne ihn.
Indessen ist es lange her, dafs er begierig und von ganzer Seele
das Lebenswasser sucht und durch diese Leidenschaft vom Dienste
des Verstandes abgezogen wird. Wenn sich also in dieser Resi-
denz ein Vertrauter linden möchte, der mit mir mit den Wahr-
zeichen vom Lebenswasser abreisen könnte: so würden wir ihn
hoffentlich wie den Zephyr über die Thäler wehen und begierig
ankommen sehen.
Hüsn billigte diesen Vorschlag und liefs Nazar von zwey vertrauten
Sklaven begleiten, deren einer, ein Zaubergeist, Hajal (Einbildung) hiefs
und ihr Spiegelhalter war und der andere Naglime (Klagegesang) ge-
nannt ward und grofse Stärke in der Musik besafs. Aufserdem gab sie
ihm einen herrlichen Rubin mit, womit die Quelle des Lebenswassers ver-
siegelt und der wie Salomons Siegelring ein Talisman war.
Nazar machte sich mit dem Ringe mul den beiden Gefährten auf
den Weg und langte bald im Lande Dils an, von dem er gut aufgenommen
ward. Nazar legte das Zeichen vom Lebenswasser, nemlich den Rubin
vor ihn und bereitete ihn auf Hajal vor. Dieser ward hierauf vorgelassen
und auf Dils Erkimdigung gab er sich für einen Sklavensohn aus Jeru-
salem und für einen Kammerdiener des Königs Üschk und für den Spiegel-
halter der Hüsn aus und indem er den Dil durch die Schilderung der
letzteren zum Wunsche gebracht hatte, ihr ßild zu sehen: so malte er es
sogleich auf ein Stück Atlafs hin mit so vielen Reitzen, dafs Dil davon
entzückt ward imd den Hajal öfter in der Nacht zu sich kommen liefs,
um sich mit ihm über Hüsns Schönheit zu unterhalten, weil er sonst
keine Ruhe hatte. Um ihn zu beschäftigen, empfahl ihm Hajal den
Naghmd zum Gesellschafter, der ihm durch seine Künste die Zeit ver-
Tüi-kische Handschriften 399. Poesie. 393
treiben könnte. Naglime ward also zu ilini geführt, der damit anfing,
ihm seine Herkunft aus dem Lande des Uschk zu erzählen und von sich
zu rühmen, dafs er zvveyundsiebenzig Sprachen rede. Er endigte aber da-
mit, durch seine Musik und Erzählungen den Dil noch verliebter zu machen,
bis dieser endlich mit Hajal darüber zu Rathe ging, wie er zum Besitze
der Hüsn gelangen könne. Es ward ihm gerathen zu Schiffe zu gehen
und Dil entschlofs sich dazu.
Dils Vater aber, Akl (Verstand) hatte einen Wezier Wehim (Be-
urtheilung) genannt, der Dils Absichten und die Ränke von Hajal und
Naghme entdeckt hatte und dem König Akl vorstellte, wie gefährlich
der Ausgang sein würde, wenn man nicht den Prinzen an der Ausführung
seiner Reise verhinderte und die Betrüger, von denen er umgeben sey, hin-
richten lassen wollte. Akl fordert darüber erst Beweise. Wehim rieth
ihm zu .seiner Ueberzeugung, die Erenidlinge in einem gewissen Schlol's,
wo .sie aufgenommen worden, gefangen nehmen und verhören zu lassen.
Dies geschah. Die Leute wurden vor den Kaiser geführt und einer nach
dem anderen vernonnuen. Nazar erschien im Aufzuge eines alten ab-
gelebten Derwisches und Hajal und Naghme traten als ein paar junge
Diener und Schüler von ihm auf. Beym Verhöi*e hatten alle drey, einer
unabhängig vom anderen , die künstlichsten Lügen voi-getragen und mit
so vieler Beredtsamkeit gesprochen, dafs Akl weit entfernt, sie als Ver-
brecher anzusehen, gar sehr für sie eingenommen ward.
Der Wezir Wehim hingegen war anderer Meinung und auf seine
dringende Vorstellung wurden Dil, Nazar und Hajal in Fesseln gelegt
und gefangen gesetzt, Naghme aber ward freygelassen, um über ihre bis-
herigen Geschäfte und Vorsätze noch besser ausgeforscht zu werden. Allein
des Naghme erdichtete und reizende Erzählungen stimmten den König
Akl so sehr zu seinem Vortlieile, dafs Naghme zu seinem vertrauten
Gesellschafter gemacht ward, mit welchem er in Lust und Wohlleben die
Zeit hinbrachte, sodafs die Regierungsgeschäfte ganz vernachlässigt wurden
und endlich Unruhen in den Provinzen entstanden. Dies bewog ehien
alten in grofsem Ansehen stehenden Scheich mit Namen 11ha ni (Ein-
gebung) an den König zu schreiben und ihn von den Gefahren zu unter-
richten, die dem Reiche drohten. Akl ward dadurch aus der Verblendung
Tüikbclie H;indscliiirteo. 50
im Türkische Handschriften 399. Poesie.
geweckt, bereuete das Geschehene, entfernte Naghm^ von seiner Gesell-
schaft und unterzog sich wieder den Regierungs Geschäften.
Unter dieser Sinnes Aenderung Akls hatten Dil, Nazar und Hajal
die Hoffnung verloren, aus dem Gefangnisse befreyet zu werden. Dil aber
hatte bey den vorigen Lustbarkeiten jenen Rubin, das Zeichen von der
Quelle des Lebenswassers, dem Nazar aufzuheben gegeben. Da nun dieser
Ring als Talisman die Eigenschaft hatte, dafs jeder, der ihn in den Mund
nahm, sogleich vor aller Augen vuisichtbar und nach Ruchsar als dem
Orte der Lebensquelle versetzt ward, so machte Nazar davon Gebrauch
und verschwand im Augenblick. Nachdem er eine so geschwinde Reise
gemacht hatte und noch zweifelhaft war, ob er wache oder träume — so
bemerkte er in der Mitte des Gartens einen kostbaren Rubin , worauf vor
Alters ein Bild eingegraben worden. In dieser Gegend befand sich eine
reine Quelle, die man für die Lebensquelle hätte halten sollen, indem sie
sUfser war als Honig und Zuckei*. Allein über die Quelle war ein dia-
mantener Talisman, ein Schwerdt aufgehangen, und aus Furcht vor dem
Schwerdte getraute sich Niemand, aus der Quelle zu trinken. Nazar in-
dessen, der sehr durstig war, neigte sich zu ihr nieder und indem er den
Mund öffnete, liefs er jenen Zauberring aus dem Munde ins Wasser fallen,
die Quelle verschwand darüber aus seinen Augen und die gröfste Uni'uhe
bemächtigte sich seiner.
In diesem Augenblick erschien der Dämon Rakib, schlug auf Nazar
los, schleifte ihn auf und nieder und schleppte ihn ins Land Seksar, wo
er ihn in Fesseln und Banden legte. Alles dies geschah in Rückerinnerung
dessen, dafs er ehemals von Nazar so sehr getäuscht worden war. Nazar
aber erinnerte sich in seiner Gefangenschaft der Haare, welche er einst
von ZUlfi empfangen. Er warf eins davon ins Feuer und ward durch
dessen Zauberkraft aller Ketten entledigt und ins Land Di dar gerade vor
Hüsn versetzt. Als diese ihn sah und die Begebenheiten vernommen
hatte, die ihm und seinen Gefährden mit Dil im Lande Akls zugestofsen
waren: so schickte sie Nazar und seinen Bruder Ghamz^ mit anderen
Zauberern ab, um durch Zauberkünste die Gefangenen zu befreyen und zu
ihr zu führen. Sie kleideten sich als Jäger und langten auf den Grenzen
des Landes von Akl an.
Unterdessen war der Wezir Wehim von Nazars Flucht nicht sobald
Türkische Handschriften 399. Poesie. S95
uiiterrichtet worden, als er den König Akl veranlafste, überall Truj)pen
aufzubieten und alle Zugänge und Strafsen zu besetzen, um die ankoiu-
inenden Zauberer aufzugreiifen und einzuliefern, damit den Unruhen vor-
gebeugt werde, welche von ihnen ohne Zweifel angezettelt werden wUi'den.
Die Befehle wurden erlassen. Unter dem Aufgebote befand sich Tewb^
(Bufse) Commandant einer Grenz Vestung, in deren Gebiet Ghamze und
Nazar angekommen und überfallen worden waren. Allein Tewbe ward
geschlagen und seine Vestung ward eingenommen. Die Zauberer rückten
weiter und verheerten überall das Land. Indem sie sich endlich der Haupt-
stadt Akls näherten, fand Ghamze für gut, mehr Vorsicht zu gebi'auchen.
Zu dem Ende sagte er ein Zaubergebet her und alsbald wurden seiiie Ge-
nossen in Hirsche und Rehe verwandelt, die sich das Ansehn gaben, auf
Wiesen und GebUrgen zu weiden, die aber, sobald sie die Gelegenheit
wahrnahmen, ihre Zauberkünste übten.
Akl war gerade mit seinen Wezirs und andern Beamten im Rathe
versammelt, als die Nachricht von Tewbd's Niederlage und von den Ver-
wüstungen, welclje Ghamze angerichtet, überbracht wai-d. Zu gleicher
Zeit war Dil im Gefängnifs sehr krank geworden und der Wezir hatte
dem Könige gerathen, Maafsregeln dafür zu nehmen. Es ward ein Arzt
abgeschickt, welcher den Prinzen an der Melancholie krank fand und auf
seine Heilung antrug. Akl liefs den Prinzen aus dem Gefängnisse holen
mid liefs ihm eine schickliche Wohnung anweisen. Bald nachher liefs er
ihn zu sich kommen und ermahnte ihn, von Betrügern und Gauklern ab-
zulassen und sich als Thronerbe nicht der Gefahr auszusetzen, in der
Fremde umher zu in-en. Wenn er aber ja reisen wolle: so solle er auf eine
für Prinzen schickliche Art mit grofsem Gefolge reisen, damit er gegen jedes
Unglück, was ihm zustofsen köime, sich zu schützen im Stande sey.
Dil liefs sich seines Vaters Vorschlag gefallen, um nach dem Lande
derHüsn zu kommen, indem es gerade Frühling war. Akl gab ihm den
Feldherrn Sabr (Geduld) nebst vielen Truppen zur Begleitung. So zog
Dil fort und Akl begleitete ihn auf einige Tagereisen. Als sie etwas
vorgerückt waren, meldete man, dafs man in einer grofsen Entfernung eine
Menge Hirsche und Rehe gesehen habe, welches eigentlich die Zauberer
des Ghamze waren. Dil begab sich mit einigen Vertrauten dahin. Die
Tiiiere liefen auf einen Platz zusammen und schaueten die Menschen an,
60*
396 Türkische Handschriften 399. Poesie.
als ob sie sicli verwunderten. Am Ende aber gaben sie sich (ias Ansehen
sich vor der Menge Volkes zu fürchten und flohen nach der Seite des
Landes der Hüsn, wohin Dil ihnen nachfolgte. Es war Abend geworden
und Akl sah Dil nicht zurückkommeu. Er schickte Leute ab, um ihn
aufzusuchen.
Ghamze seiner Seits war erfreut, diese Verwirrung vei'anlafst zu haben.
Er eilte zu Hüsn, um ihr zu melden, dafs Dil und Akl mit vielen
Truppen in Anzug seyen. Hüsn schrieb an ihren Vater Uschk, dafs
einige ihrer Sklaven in Akls Land gegangen und daselbst ihrer Bitte un-
geachtet gefänglich eingezogen worden und dafs selbst Akl, von seiner
Macht aufgeblasen, im Anzug gegen Di dar begriffen sey und das Land
überall verwüste. Uschk befahl sogleich seinem Feldherrn Miclir (Liebe)
Truppen zu sammeln und dem Feind entgegen zu gehen. Die Truppen
lagerten sich vor der Stadt Di dar und Hüsn selbst munterte sie zum
Kampfe auf. Vorerst aber ward beschlossen, Kundschafter abzusenden,
die von Akls Umständen Nachricht einreichen und seine Maafsi*egeln ver-
wirren sollten.
Michr schickte seinen Diener Gham (Kummer) als Gesandten ab mit
einem drohenden Brief, worin Akl aufgefordert wird, sich der Herrschaft
des Königs Uschk zu unterwerfen, widrigenfalls er seines Reichs be-
raubt werden solle. Akl sah wohl ein, dafs er 'sich selbst in dies Mifs-
verständnifs und in diese Verlegenheit o-estürzt habe. Er liefs es sich aber
nicht merken und um seiner Würde nichts zu vergeben, liefs er das
Schreiben dem Gham ins Gesicht werfen und ihn selbst mit Schimpf und
Schande aus dem Diwan jagen. Zu gleicher Zeit sprach er seinen Truppen
Äluth ein zur Gegenwehr. Sie rückten vor und lagerten sich vor der
Stadt Di dar. In den ersten beyden Tagen wird von ihm mit einigem
Vortheil gefochteii, wenigstens hatten sie nicht zum Weichen gebracht
werden können. Hüsn nahm daher einen Zauberer und grofsen Helden
vom Berge Kaff zu Hülfe, der vor Akls Heer im Augenblick auftrat, wo
er war gerufen worden. Es war ein Pfeil abgeschossen, wovon Dil in der
Brust getroffen ward und zu Boden fiel. Dies zog- die Niedei'lao-e von
Akls Truppen nach sich. Dil aber ward von der Erde aufgehoben und
durch die Luft zu Hüsn gebracht. Akl gerieth in Furcht und Schrecken
und da ihm die Zauberer selbst die Flucht unmöo-Hch machten : so ward
Türkische Handschriften 399. Poesie. S97
er mit seinem ganzen Heer gefangen genommen. HUsn über diesen Sieg
erfreut kehrte nun zurück.
Sie liefs Akl nach China in Verwahrung bringen, Dil aber ward in
ein von Silber erbautes Gefängnifs zu Ruchsar gefangen gesetzt und ge-
heilt, wo er nach einem Monate wieder hergestellt ward. Üschk hingegen
liefs es dabey nicht bewenden, sondern liefs seinen Feldherrn Michr in
Akls Land einfallen, um es zu verwüsten. Akls Gemahlin Nefs (Leiden-
schaft) liefs zwar auf diese Nachincht die Vestungen Beden (Leib) und
Hawassi hamse (Fünf Sinne) befestigen und zog viele Truppen zusammen.
Sie benachrichtigte auch ihren Bruder W es was (Zuflüsterung) König im
Abendlande, von der Lage der Sachen und forderte ihn auf, die Regierung
des Reichs von Akl zu übernehmen. Und dies geschah, allein jene beyden
Vestungen gingen verloren und Üschks Truppen blieben überall Sieger,
so dafs selbst Nefs und Weswas gefangen genommen und vor Üschk
geführt wurden, welcher die erstere ins Gefängnifs setzen und den letzteren
enthaupten liefs. So war denn Üschk (Liebe) nunmehr König im Orient
und Occident geworden.
Dil hatte fast zwey Monate im Gefängnifs gesessen und Hüsns Liebe
zu ihm war immer gröfser geworden. Der Feldherr Michr hat eine Tochter,
genannt Wefa (Treue) der sie ihre Herzensangelegenheit entdeckt hatte.
Wefa sagte, dafs sie bey ihrer Wohnung einen schönen Garten habe, vor
welchem ein Leben verlängerndes Wasser vorbeifliefse ; über diese Quelle
sey ein Schlofs gebaut genannt Serai wissal (die Wohnung der Vereinigung)
wohin Dil durch Hülfe des Zauberers Zülfi versetzt und von Hüsn ge-
sehen werden könne, wenn sie unterm Vorwand eines Spaziergangs dahin
kommen wolle. Hüsn war mit diesem Vorschlage sehr zufrieden und Dil,
der schon die Hoffnung der Befreyung verloren hatte, ward plötzlich in
diese paradiesische Gegend versetzt. Nachdem er sich daselbst vom Lust-
wandeln ermüdet hatte, Uberliefs er sich dem Schlaf, wo er von Hüsn
und Wefa belauscht ward. Dil erwacht und ist entzückt über der Hüsn
Gestalt und Schönheit. Er fällt in Ohnmacht. Die beiden Damen begeben
sich ins Schlofs und lassen Dil dahin führen.
Dil fing an die Reize der Hüsn zu preisen und Klagen über sein
Schicksal einzumischen. Hüsn ward nicht minder von ihm eingenommen.
Die Zusammenkünfte wurden seitdem wiederholt, indem Dil immer vom
398 Türkische Handschriften 399. Poesie.
Zaubergeist Ziilfi aus seinem Gefängnisse in den Pallast der Vereinigung
geholt und wieder zurückgebracht ward. Dies war aber wieder vom Ver-
drufs und Kummer nicht fi'ey. Denn der Dämon Rakib hatte eine Tochter
in Hundsgestalt, welche jenen Zusanmienkünften beywohnen mufste und
darüber eifersüchtig ward. Sie beschlofs sich Dils Umarmung zu vei'-
schaffen. Indem also einst Dil in jenem Pallast schlief, während dafs
Nazar und Hajal im Garten im Schlafe lagen, so nahm die Neben-
buhlerin die Gestalt von Hüsn an und umai'mte den erstaunten Dil auf
dem Bette der Hüsn. Dil liefs sich das vermeynte Glück gefallen, was
er so lange gesucht hatte. Hajal erwacht gegen Morgen und da er Dil
nicht im Garten sieht, läuft er nach dem Vereinigungspallast, erblickt ihn
mit dem Dämon auf dem Bette und Nazar im Schlafe. Er eilt nach
Didar, um der Hüsn zu melden, dafs Dil sich mit andern Schönen be-
lustige. Hüsn, um sich zu überzeugen, begiebt sich selbst hin und findet
Dil in den Armen einer Nebenbuhlerin. Sie erzürnt sich und läfst Dil
sogleich aus dem Garten Ruchsar ins Gefangnlfs schleppen.
Rakib erfährt von seiner Tochter, was vorgegangen ist. Er begiebt
sich selbst ins Gefängnifs, um Dil mit seinen GeselLschaftern Nazar und
Hajal zu entführen und sie in eine Vestung genannt Hitschran [sie]
(Trennung) im Lande Seksar zu stecken. Hier safsen also die drey Ge-
fährten wieder bevsamnien. Nazar o'iebt endlich den Rath, dafs Dil einen
Brief an Hüsn schreibe, um ihr die Sache vorzustellen, wie sie sey.
Hajal mufste den Brief überbringen. Hüsn liefs .sich sowohl durch diesen
Brief als durch Hajal (Einbildung) und durch ihre Vertraute Wefa (Treue)
von Dils Unschuld überzeugen und schrieb eine Antwort, welche ihn mit
neuen Hoffnungen erfüllte.
Auf der andern Seite war Akls reldherr Sabr bev der oberwähnten
Niederlage und Gefangennehmuug des ersteren mit der Flucht entkommen.
Er hatte .sich zu .seinem Bruder begeben, genannt Scheich Kanaat (Ge-
nügsamkeit), der an einem Orte mit Namen Tewwekjul [.sie] (Vertrauen
auf Gott) lebte. Daselbst war Sabr von Hajal aufgesucht worden, welcher
ihm Dils Schicksale erzählte. Sabr gerieth darüber in Uimiuth, er
machte sich auf den Weg zum obgedachten König Hümmet in der Stadt
Hidajet und trug ihm Dils Gefangenschaft und Akls Verbannung in
China vor. Hümmet sagte, dafs er sich ihrer annehmen müsse, weil er
Türkische Handschriften 399. Poesie. 399
eigentlich Ursach gewesen, dal's Dil durch Xazar den Weg zui- Quelle
des Lebens gefunden, die für ihn nun eine Quelle des Verderbens geworden.
Er ging also mit groisem Gefolge nach dem Lande des Üschk, um von
ihm die Befreyung Akls und Dils auszuwürken.
Zu gleicher Zeit hatte Hüsn in ähnlicher Absicht ihre Freundin
Wefa an Michr, den Feldherrn Üschks abgeschickt. Indem nun Mi ehr
darauf bedacht war, besonders Dil aus den Händen Rakibs zu retten,
so veniahm er Hümmets Ankunft und Vorsätze. Er vereinigte sich also
mit ihm.
Htimmet wird von Üschk sehr wohl aufgenommen. Er bewiels ihm,
dafs Akl sein leiblicher Bruder sey und um das Land grofse Verdienste
habe, indem durch ihn der Unglaube ausgerottet und der Islam eingeführt
worden. Michr, der bey dieser Unterredung zugegen ist, bestätigt dies
alles. Kurz Üschk wird dahin gebracht, sein Verfahren zu bereuen und
läfst es geschehen, dafs Michr den Akl aus China zurückhole und Hüm-
met den Dil befreye und an dessen Statt den Rakib in Ketten und
Banden lege. Beydes geschieht. Akl wird bey der Rückkehr zum Befehls-
haber und oberstem [sie] Wezir über Üschks Reich eingesetzt und regiert
mit grol'sem Ruhm. Hümmet aber geht mit vielen Truppen nach Seksar
und bekommt den Rakib gefangen. Dieser stellt zwar vor, dafs er auf
Befehl des Üschk und dessen Wezirs Ghairet (Eifer) gehandelt habe,
um so mehr, dafs es zu seinem Amte gehöre, die Stadt Didar und den
Garten Ruchsar zu bewachen. Allein Hümmet achtet nicht darauf,
sondern läfst Rakib gebunden vor sich herfühi'en, als er nach der V^estung
Hidschran aufbricht, wo er Dil, Hajal und Nazar in Freyheit setzt
und Rakib hineinlegt, der jedoch in der Folge hingerichtet wird.
Nun geht Hümmet mit Dil ab. Als sie sich der Stadt Didar
nähern, schickt ihnen Hüsn alle oberen Beamten entgegen, um sie feyer-
lich einzuholen. Sie lagern sich im Garten der Wefa an der Freundschafts-
quelle, wo Michr ihnen zuerst ein grofses Gastmahl geben mufs. Kämet
und Ghamze thun ein Gleiches. Dil indessen hat bey diesen Lustbar-
keiten nur Langeweile, weil er sich nur nach der Vereinigung mit Hüsn
sehnt.
Endlich erfolgt die Vereinigung beyder Liebenden und wird auf wenigen
Seiten beschi'ieben.
400 Türkische Handschriften 400. Poesie.
Dil bleibt aber dabei nicht sieben. Er kommt mit Hyzr zusammen
(einem unsichtbaren Heiligen, der immer die Welt durchwandern soll). Hyzr
zeigt ihm den Weg des Heils imd macht ihm die Grundsätze der Religion
und der göttlichen Erkenntnifs bekannt als die Quelle des wahren Lebens-
wassers. Dil wird auch dadurch bekehrt und endigt damit, das Leben
eines Einsiedlers zu wählen, um sich ganz der Andacht und Gottseligkeit
zu widmen.
400. [Diez A. 8». 137.]
Streitgespräche (' v^l JiljL« zwischen Frühling »L^ und Winter
eine Erzählung in Prosa und Versen geschrieben von demselben, im Jahre
937 oder 93 S verstorbenen Lämiu. Drei JJ/aö«a2a-Gedichte aus diesem
Werke, welche in der vorliegenden Handschrift, auf Fol. 5 0", 53'' und 62*
stehen, werden von W ick er haus er in seinem „Wegweiser" tüi'kisch
(S. fvl) und deutsch (S. 305) mitgetheilt; das letzte dieser Gedichte (An-
fang: ^4^Jye^> IOw«- Jj 5Jo^«-*i ^1 J^) ist auch von Gibb, Ottoman Poems
S. 37 in das Englische übersetzt. Eine Analyse des ganzen Gedichtes theilt
Hammer, Osman. Dichtkunst II, S. 29 f. — und zwar nach der vorlie-
genden Handschrift — mit. Andere Handschriften finden sich in Wien
(Krafft nr. 158) und Paris nr. 165.
Anfang: sJouiSLüs \Juo^ ^J<J^-ö oo>.LaJ ^jLxwUi' ^iLJo «/ Jl^ JiSio Jyi,
94 beschriebene Blätter; 18 X 10,5 cm. Hübsches, deutliches, neues
Nasxi mit 11 Zeilen auf der Seite; die Poesie zweispaltig geschrieben.
Die Seiten und Spalten mit schwarzen Linien und einer Goldleiste ein-
gefafst; am Anfang ein hübscher iUmcän mit dem weifs auf Goldgrund
geschriebenen Titel v^jI JjUJI ^Lä^. Sehr hübscher Originalband mit
Zmige. — Auf einem dem Vorderdeckel von aufsen aufgeklebten Zettel
steht : f •• V Jol -.iXii (" j5ÄÄ^ jik-iy ^i^x^^yi ^5*^^ v:yt JiU.« ^La^.
*) Ueber diese Dichtungsart s. man besonders H. Et he in den Verhandlungen des
internat. Orientalisten-Congresses in Berlin II, 1 S. 48 f. Auth die vorliegende Schrift wird
daselbst S. 79 kurz erwähnt.
*) d. i. der mysische Olymp; s. Gahön-numä S. 660, Norberg II, 480.
Türkische Handscbriften 401. 402. Poesie. 401
401. [Diez A. 4«. 182.]
L^Jv^ ._a,w>j , ein Gedicht über die Liebe des Yüsuf und der Zaliyä
{Zulaixü), dem Persisclien des öämt (s. Nr. 8881". der persischen Handschriften)
nachgeahmt von Kamalpasa-zädali (f 940 '), beg. 23. Juli 1533; s. über ihn
Hammer, Osman. Dichtkunst II, 205, Gibb, Ottoman Poems p. 191
und Rieu p. 141*'). Ueber das Gedicht, welches, ebenso wie das entsprechende
Gedicht des Gämi^ in AlaGnavn-W eY&&u. des Metrums Hazag ^ |^ t'^--
geschrieben ist, vgl. man H. Z. VI, 518, 14 498 und Hammer a. a. 0.
S. 207. Es ist dem Sultan BäijazTd II (reg. 886-918 = 1481-1512)
zugeeignet und umfafst, wie der Eudvei's ^) angiebt, 777 7 Verse, also ein
Multiplum der heiligen Siebenzahl. — Andere Exemplare finden sich in
Gotha nr. 210 und im Brit. Museum (Rieh m". 173 =: Rieu p. 172*').
Anfang (dem des Gedichtes von Gäml nachgeahmt):
261^) beschriebene Blätter; 19X13 cm. Gewöhnliches A^OÄ^aJ/ig mit
15 gespaltenen Zeilen auf der Seite; rothe Linien fassen die Seiten und
die Spalten ein. Abschrift von der Hand des Amin aüäh ibn Yüsuf in
der letzten Dekade j^';' des Safar 941 (= 1—10 Sept. 1534), also ganz
kurz nach dem Tode des Verfassers, vollendet.
Ein Q/7JaÄ-Gedicht des Kamalpasa-zadah s. in Nr. 29,ij.
402. [Diez A. 4«. 71.]
Der Ditcän eines Dichters, welcher sich selbst bald Alimad, bald
ARmadi nennt; über dem Anfange steht ^tX..i.| ^l^o. Der Verfasser ist
derjenige AJimad Beg, welcher von La^?/V-Chabert S. 90 nr. xxv und
von Hammer, Dichtkunst II, 379 nr. ccclxiv besprochen wird; es er-
») s. Rieu p. 142\
>0 i5kXj ij^MJJ so (sie) i^iXo Äo ^Jj >.i (^V r")"^ 5*^*^' (»^ e^)-^ y^
') Die vorhandene Originalfoliierung geht nur bis fl» , weil in ihr mit V^ä zwei Blatter
bezeichnet sind.
Türkische ilandscUrifl«D. 51
Mi Türkische Handschriften 403. Poesie.
giebt sich dies daraus, dafs das zweite der von Latifi als ihm zugehörig an-
geführten Gedichte (Anfang: ^o-io c^ >>^j^} ,jJ^ »V? ^ y^> Nr. 294
pag. 1t" i sich in der vorliegenden Handschrift auf Fol. 5 7*' findet (mit
Variante ,^,~a=» statt p*j). Unser Dichter war ein Zeitgenosse des Lattjl
(t 990, beg. 26. Jan. 1582), welcher von ihm sagt, er sei ^JuU/ljui «;> yt,
starb aber nach Hammer bereits in der Mitte der Regierung Stdaimän's 1
(reg. 926-974 = 1520-66), also um 950 = 1543/4. Nach Hammer
stannnte er „aus der Familie Dukagin"; in der erwähnten Handschrift
steht dafür jjJüJULi^l ^Jai^o. — Ein andei-es Exemplar dieses Diwans
findet si(;h in Kopenhagen nr. XXI (S. 60).
Anfang: (jL>. x^. »>»■•> x^J^ v5>^r25 ')y^ "^ c)W*^3 (**^) ''^- l3"-=* f^
63 beschriebene Blätter, deren letztes nicht mehr zum Diwän gehört;
20,^ X 14 cm; Talliq mit 20 gespaltenen Zeilen auf der Seite; am Ende
datiert vom Jahre 997 (beg. 20. Nov. 1588). Von den beiden ersten
Blättern ist der Rand abgeschnitten, am ersten aber mit europäischem
Papier ergänzt.
403. [Diez A. 8^ 94.]
Der Dlii-ün eines Dichters, welcher sich des Ta/ßllus Nihädl bedient
und nach Hammer, Osman. Dichtkunst 11, 549, wo vier Ghazelen des-
selben nach der vorliegenden Handschrift (Fol. 4% 9', 12* und 13") über-
setzt sind, unter Sulaimän 1 oder seinem Kachfolger Salim II (926 — 982
= 1520 — 1574) lebte. Der Dlwän enthält nur Ghazelen, welche in der
gewöhnlichen Weise nach den Reimbuchstaben geordnet sind; das letzte
vorhandene Gedicht reimt auf ^j, aus den Buchstaben &, j und ^ sind
keine Gedichte vorhanden.
Anfang:
2S beschriebene Blätter mit (zum Theil weggeschnittener) Original-
foliierung: 18,5X12,.-. cm; ziemlich rohes, aber deutliches Nasx^- Auf
der vollen Seite stehen 14—15 Bciit (gespaltene Zeilen); die Seiten sind
aber überall da, wo ein Buchstabe endet, nur zum Theil beschrieben und
oft aucli die nächste Seite leer gelassen, so dafs es scheint, als ob der
Schreiber (oder Verfasser?) sich hätte die Möglichkeit offen lassen wollen,
daselbst noch weitere Gedichte hinzuzufügen.
Türkische Handschrilten •404. Poesie. 403
Zwei Ghazelen toh Bahäri (f 958) 8. in Xr. 7,«; eines desgl. von Xatfäli (t 964) in
Nr. 29,1». Für Beide s. auch Register III.
404. [Diez A. 4". 74.]
^yoj ej'r^'-*' '^^® Gefliclitsaninilung des Fudali (f 970, beg. 31. Aug.
1562; ä. X. III, 300, 5605'), Hammer, Osmaii. Dichtkunst II, 293,
Gibb, Ottoman Poems p. 196 und 5 4 f., Rieu p. 39''). Dem eigentlichen
Diwan, welcher aus Ghazelen, ^aric?- Gedichten und Qitalah besteht, i.st
eine Einleitung iu Prosa voi-ausgeschickt, welche in den meisten Hand-
schriften vorhanden ist, in der Gothaer (Nr. 209) aber (ebenso wie in der
folgenden hiesigen) fehlt.
Der Diwän des Fudüll ist bereits mehrmals gedruckt worden: Büläq
1254 (JAs. 1843, II, 51 und Zenker nr. 606) und Konstantinopel 1284
(JAs. 1869, H, 75, wo von mehreren tinlheren Ausgaben die Rede ist);
Handschriften sind zu der erwähnten Gotiiaer Handschi'ift aufgezählt "),
denen ich noch hinzufügen kann: zwei Handschriften im Asiatischen Mu-
seum zu St. Petersburg (S. 207 und 360), vier im Brit. .Museum (Rieu
p. 207'f.) und je eine in Breslau (Maria- Magdalenen- Bibliothek Nr. 7)
und in München (Ni-. 164). Auch in der hiesigen persischen Handschrift
Nr. 18, II, V (S- ^"^ des Kataloges) ist eine Abschrift die.ses Diwans ent-
halten.
Anfang der Vorrede : sS" sJuiyi\y£t |vIXi« Jjl <X». ^ tX*s.
des ersten Ghazels (Fol. 7*): iJciXiJ' »-'-^ ^LijJJ ,^3-ijL.'l ,bl tXS
105 beschriebene Blätter; 20,* X l-lj' cm. Gi'obes Taüiq mit 15 Zeilen
auf der Seite, die Gedichte wie gewöhnlich mit Ausnahme der End-i>rt?V
zweispaltig geschrieben. Abschrift vollendet an einem Dienstage im Rabli
II 110 2 (= 2 — 30 Januar 1691); als Schi-eiber nennt sich ein gewisser
iÄhhäs. — Auf einem der Aufsenseite des Vorderdeckels aufgeklebten
Zettel steht: Uf« y<> ^5*-)^ U^iy ^y^ \J^y^-'^ V^^i ^i^ Worte »o ^5—;^ sind
aber durchstrichen. Auf den obereix Rjind der Rückseite eines jeden
') Nach U. X- soll der Diwän auch persische Gedichte enthalten ; ich kann deren weder
in der vorliegenden, noch in der Gothaer Handschrift finden.
') Die dort erwähnte Wiener Handschrift trägt jetzt die Nummer 680 (I, 638).
51»
404 Türkische Handschriften 405. 406. Poesie.
Blattes hat der Schreiber einen arabischen Spruch geschrieben (-xt (jüo
cäSV^I ^j u. s. w.).
Auf der Innenseite des Vorderdeckels stehen ein paar ganz unbedeu-
tende Notizen, deren eine vom Jahre 1188 (beg. 14. März 17 74) datiert
ist; auf Fol. 1" erst zwei Recepte gegen Kopfschmerz ^^^^1 ij^L?, daim
ein türkisches Ghazel von lAhdalyarä (f 1108, beg. 31 Juli 1696, wenn
es derselbe ist, von welchem Hammer III, 578 handelt), auf Fol. 105*'
zwei gleichfalls türkische Ghazelen von einem Dichter Namens iAbbäs
(dem Schreiber der Handschrift?).
405. [Ms. Orient. 8". 315.]
Derselbe Diwän, ohne die in der vorigen Handschrift vorhandene Vor-
rede. Anfang der Gedichte wie in der vorigen Handschrift.
92 beschriebene Blätter, von denen die zwei ersten und die zwei letzten
nicht zum Dnoän gehören , sondern , von fremden Händen geschrieben,
anderweitige Gedichte enthalten; 19,.'^ X 12,5 cm, einige Blätter etwas breiter
und deshalb eingeschlagen ; 1 3 gespaltene Zeilen auf der Seite. — Der
Schreiber, Müsä ihn MaJlmüd (mit dem Beisatze jjLä*«.ä.j5' ^j.^Xm^:S>J> ok^Ua»
^iXJLif tX.*^ iLc [S^yo^ Li^jl viAXtXi» ^j) vollendete seine Arbeit am Mittag
-.§iä eines Donnerstags, des 6. MuTiarram 112? (die Einerzahl unsicher).
Gutes, kräftiges Nastcßhq. — Auf einem aufsen aufgeklebten Zettelchen
steht „74 Muchlinski 111". Einband lackiert und mit Abbildung von
Blumen geschmückt.
406. [Petermann H, 24 8.]
1. Nach der Ueberschrift dieses Abschnittes J^-öi »^b^ cjjs^ oUjI
i^oltXij sollte man erwarten, blofs eine Auswahl aus dem Gedichte <^äj
5oLj von Ftuiüli zu finden. Es scheint aber vielmehr jenes Gedicht voll-
ständig vorzuliegen ; jedenfalls kann nur wenig weggelassen sein. Die An-
fangs- und die Endworte, wie dieselben von Fleischer zur Leipziger Hand-
schrift Nr. CCCXXV,3 (p. 5 45*' des Kataloges) mitgetheilt werden, stimmen,
und auch der Umfang der vorliegenden Abschrift (412 Bait) steht dem
des ganzen Gedichtes, wie derselbe von Hammer a. a. 0. und in Sitz.-Ber.
d. Wiener Akademie, Hist.-phil. Classe III, 3 1 1 angegeben wird (4 38 Bait),
kaum nach. — Ueber den Inhalt des Gedichtes vgl. man besonders Ham-
Türkische Handschriften 406. Poesie. 405
mer a. a. 0. S. 295 flf., sowie Fleischer zur Dresdener Handschrift Nr. 362.
In Dresden und Leipzig findet sich, aufser den erwähnten, noch je eine
zweite Handschrift (Dresden Nr. 412,2 und Leipzig Nr. CCUXXVH fol. 76);
auch in Wien Nr. 679 (I, 638) '), St.-Petersburg (Manuscrits et xylographes
Nr. 570) und im Brit. Museum (Rieu p. 20 7"") sind deren vorhanden.
Anfang : \^:>- (sie) Suiö ÄiLä.£ A^ t^'j"^ (3**j ^üLL}K' -yj (jjJ* ^^
2. Fol. 9: ijy^} J^i, das M aOna wJ-Gedicht desselben Dichters über
die Liebe der Lafiä und des Ma^nün\ s. Hammer a. a. 0. S. 294 und
Gibb S. 62 — 66. Der Anfang der in Prosa abgefafsten Einleitung, welche
dem Gedichte vorausgeschickt zu werden pflegt, ist hier verloren gegangen ;
das Vorhandene beginnt mit den Worten: jjtXiJLic &ji>Ij sJüSy^ _.% ^^y-^^
(^ ^^)y^ Jl-«^ kjuioui Jjl . Andere Handschriften dieses Gedichtes finden
sich: in München Nr. 185, Upsala Nr. 201, Paris Nr. 316 (vgl. auch
Nr. 331-334), im Brit, Museum S. 206'' und in Gotha ^); die s^Lj.^
allein in Dresden Nr. 412,3. Auch ist es einmal in Konstantinopel 1264
= 1848 gedruckt (s. Hammer in den Wiener Sitz. -Berichten HI, 311
nr. 280) und zweimal in Tahriz lithographiert (1267 [liegt mir vor] und
1274 [nach Rieu]) erschienen.
Anfang des Gedichtes: (vä>'jJI w*-aL*aJ jCäJIj j.^K4JI .^\yi t\*il
118 beschriebene Blätter; 19 X 14,5 cm. Gutes, deutliches TaÜiq, in
Nr. 1 mit 13 vierspaltigen , in Nr. 2 mit zwölf zweispaltigen Zeilen auf
der Seite. Die Abschrift von Nr. 2 wurde von einem gewissen Mullammad
am letzten Tage J-«, des ^alhän 10 64 (= 15. Juli 1654) vollendet.
Abschriften der beiden eben beschriebenen Gedichte des Fudull stehen auch in der per-
sischen Handschrift Nr. 18, 11,4, e und 5,b; MaOnawi-S qts^ desselben Dichters in Türkisch
29,6.
>) Nach Flügel in Wien. Jahrbb. Band C, Anz. -Blatt S. 16 Nr. 364 und 365 müfste
die Wiener Bibliothek zwei Handschriften dieses Gedichtes besitzen.
*) Es fehlen somit, wie eine Vergleichung der jetzt in Goth i vorhandenen Hülfsmittel
ausweist, nur die Worte: \y.^ (^LiÄi1 jjty.jj.~>.j 8t>»jtj^ ~i:^I.*Ä=>. ^_w ^tJLJ ^^(
B(Xj(XJ)I cH?'' iS^)y^ ^5'-»^^ *'-~y'-»^ (^^ iwJ*tXj|. Wahrscheinlich ist das erste Blatt,
da es nur so wenig Text enthielt, sehr reich verziert gewesen und gerade deshalb aus-
geschnitten worden.
*) Im gedruckten Kataloge noch nicht beschrieben, weil erst vor kurzem erworben.
406 Türkische Handschriften 407. 408. Poesie.
407. [Diez A. 8». 57.]
y^jM~f.kj (^'r? t^'t^j der „Stadtaufruhr" von Yenßehr ^), von RaRml
Öelebi (i 970, heg. 31. Aug. 1562; s. Hammer, Osman. Dichtkunst II, 290).
Die Uebersetzung des Anfanges dieses Gedichtes sowie einiger weiterer
Auszüge aus demselben wird von Hammer a. a. O. 8. 291 und 292 mit-
getheilt, und zwar vermuthlich nach der vorliegenden Handschi-ift, da mir
eine andere überhaupt nicht bekannt ist.
Anfang : (^U5' y^^ ^s^^) ^^^^"^ <5^'' **^' (>^ t^^T' ^r^
8 beschriebene Blätter; 20X 13 cm. Ziemlich gutes, kräftiges Talllq
mit 21, meist gespaltenen Zeilen auf der Seite.
Ein Ta'rix von Fauri Efendi auf das Jabr 973 steht in Nr. 5,«.
Gedichte von Sultan Sulaimän I (Mi(Ribbl, t 974) stehen in Nr. 5*,i9 — 27, s — 41,4.
408. [Petermann 50 4.]
Diese Handschrift enthält folgende zwei Gedichte des Dichters YaRyä
(t nach Rieu 8. ISO*" im Jahre 983, beg. 12 April 1575; s. über ihn
Hammer, Osman. Dichtkunst III, 32, Gibb, Ottoman Poems p. 200 und
Rieu a. a. O.).
1. y^l ,jjJ.f, li. X. III, 176, 4805 und V, 232, 10 835. Am Ende
der Abschrift fehlt ein Blatt, welches den Schlufs (aber nur zwei Bait)
des vorliegenden und den Anfang des folgenden Gedichtes enthielt. Andere
Handschriften desselben Gedichtes linden sich in Dresden Nr. 259 (wo
Fleischer über den Inhalt handelt), hi Leipzig Nr. 321, in Gotha Nr.
220,1 und im Brit. Museum (Rieu p. 181", 182'' und 257'').
Anfang: jv^^j |VaJLc *-le k-Lȟ> i*^^p' tj'^^r' ' i***^
2. Fol. 66": ein sehr unvollständiges Exemplar des Gedichtes (tVi^ »Li;
s. Gotha 224 und 225. Vorhanden sind die folgenden Fragmente: I. Fol.
66-72 = Gotha 224 fol. l" Z. 4 v. u. — fol. 8'' Z. 1; II. Fol. 73-91
') Bekannte Stadt in Kleinasien, onö. von Brüsah.
Türkische Handschriften 409. Poesie. 407
= dort fol. 16" letzte Zeile — fol. 34' Z. 9; 111. Fol. 92-100 = dort
fol. 35" Z. 10 — fol. 44" Z. 8; IV. Fol. 101-106 = dort fol. 46" Z. 5
bis zu Ende. — V^ollständige Exemplare dieses Gedichtes sind iu der fol-
genden Handschrift und in Nr. 9,i enthalten.
Anfang: ^^^-J tJ^ i^^^*^^ )y^ U^-i /*itV *-' ^ i*^ ^ *^7^
106 beschriebene Blätter; 19,5 X H»' ^"i- Nr. 1 mit gutem türkischem
Nasyi, Nr. 2 mit gutem Dlicünl. geschrieben; in Nr. 1 stehen fünfzehn,
in Nr. 2 siebzehn gespaltene Zeilen auf der Seite; in Nr. 1 sind die Seiten
und Spalten mit blauen, in Nr. 2 mit schwarzen Linien umzogen; Fol.
101 ist eingerissen.
409. [Ms. Orient. 4". 155.]
Dasselbe Gedicht l«X^ »Li vollständig, welches unter Nr. 2 in der
vorigen Handschrift defect vorhanden ist. Das Gedicht, welches von n. X.
Hl, 176, 4805 und IV, 12, 7406 erwähnt und von Hammer, Osman.
Diclitkunst 111, 39, sowie von Krafft zur Handschiüft Nr. CCXIX ') der
oriental. Akademie besprochen wird, ist im Jahre 1284 zu Konstantinopel
gedruckt erschienen (Journ. Asiat. 1869, II, 76); Auszüge aus demselben
in Text und Uebersetzung finden sich in Wickerhauser's „Wegweiser"
S. fJv und 322. — Andere Handschriften deutscher Bibliotheken werden zu
dem Gothaer Exemplare Nr. 2 24 aufgezählt; die dort erwähnten Wiener
Handschriften tragen im neuen Kataloge (I, 644) die Nummern 688—691,
und in München sind jetzt drei Handschriften, als Nr. 156 (unvollständig),
186 und 187, vorhanden. Im Auslande finden sich Handschriften: in
Paris Nr. 346-350, 367, 368, i, Oxford (Uri Nr. 29), Upsala Nr. 208,
209, 210,1, Leiden (de Jong Nr. 205) und im Brit. Museum (Rieu
p. 182' und 183').
Anfang: ^^LäT ^L J^äS —\jJüii (5tX';l i-sUJÜI ^1 ^5t iJjl »*»j Ja^
70 bescliriebene Blätter; 20,6 X 13 cm. Gutes, türkisches Nasyl mit
15 gespaltenen Zeilen auf der Seite; Vocale sind nur hie und da einzelnen
Wörtern beigefügt. — Auf Fol. 1* steht, von alter Hand geschrieben,
„Jahjae poemata turc." Von Fol. 59 ist der weifse Rand abgeschnitten.
*) nicht CCIX, wie im Oothaer Kataloge zweimal gedruckt ist.
408 Türkische Handschriften 410-412. Poesie.
410. [Diez A. 4». 26.]
\\s LUÄf, ein Ma6nawi-G&di\c\it desselben Yaliyä. Sein vorliegendes
Gedicht wird von Ö. X. III, 176, 4805 und V, 245, 10 869 erwähnt und
von Hammer a. a. 0. näher besprochen. Wie der Verfasser selbst am
Ende angiebt, vollendete er das Gedicht in weniger, als einem Monat
(stXjl J.J xJljL^Äj), und zwar im Jahre 947 {Ta'nx: ji^Lä.); s. Rieu
p. 182". Ueber andere Handschriften s. Gotha 220,2; ferner ßrit. Museum,
Rieu p. 177* und 18l\ Dem eigentlichen Gedichte ist eine kurze (nur
fünf Zeilen umfassende) Einleitung vorausgeschickt.
Anfang der Einleitung: äJ5\ä. sU. aJUI |»«o ^!^^l *^ax ^Xh^ ^!h&\ ^\ yj
des Gedichtes: »U jijUäS' \^ «J\^ (v'&?'l äJJI |V-*o cj^.'^ ij'^'''^} iJ^
87 beschriebene Blätter; 22 X 15?^ cni. Gutes, türkisches Nasyl mit
15 Zeilen auf der Seite; Abschrift datiert vom 4. Ra^ab 1145 = 21. Dec.
1732. Seiten und Columnen mit rothen Linien, Fol. l"" und 2* mit gol-
denen Leisten umzogen; am Anfang ein roher iünwän. Auf einem aufsen
aufgeklebten Zettel steht: t»fi= y^.y^ >.:>^s-o.j ^Jy\yJO )l; Li.AÄi' ^\jS'.
411. [Petermann 11, 90.]
Dasselbe Gedicht. — Anfänge: ».wj ^'3^\ ^^ *aJUö^ *Ac| *.*»,( ^
vj^jl ^LäI (j(>xi«,2» ^ÄxJI 5Nt>-w Jüwo (sie) jJJ (?) Ji^.=»j »1=» äJLJI
und: sK ^^ÄA^S' v^ *-^J)^ f^'^' *^' l*'**'i' i*^*':?'^ c;<^*^5 ij'^
Das Gedicht umfafst 83 beschriebene Blätter von 18X^0,5 cm; auf
einigen vor- und nachgeh efteteu Blättern stehen allerhand Schmierereien.
Schönes TaiUq mit 19 gespaltenen Zeilen auf der Seite; Seiten und Spalten
mit rothen Linien (auf den beiden ersten Seiten mit goldenen Leisten) um-
zogen. Die Abschrift wurde an dem Freitage der ersten Dekade des Ba-
madün 978 (= 2. Febr. 1571), und also zu Lebzeiten des Verfassers, voll-
endet. Auf Fol. l** zwei ganz undeutliche Siegelabdrücke; ein ebensolcher
auf Fol. 83^
412. [Petermann II, 296.]
Dasselbe Gedicht. — Anfänge: jJUI *.*»o ^J^y\ »,j^ »aJUs^ (Jac! ^\ yi
und: sIs (sie) &äs\5^j*..m, äJ\^ i*-'*^! «^' (»»«j (vJ*j«> \j^'^y o^
J
Türkische Handschriften 413. 414 Poesie. 409
109 beschi-iebene Blätter; 21 X 1-1 cm. Nicht schönes, aber deut-
liches Nastaihq mit 1 5 gespaltenen Zeilen auf der Seite.
Gbazelen von Yaliyä s. in Nr. 27,7 und 29, u ; ein Refrain - Gedicht desselben in
Nr. 5*,is. Vgl. auch Register III.
413. [Diez A. 8°. 30.]
Eine am Anfang und am Ende defecte Handschrift vom Diwän des
Wälüä, welcher als Zeitgenosse des Laflfi (f 990, beg. 26. Jan. 1582) zu
Belgrad lebte; s. über ihn Hammer, Osman. Dichtkunst U, 554 Nr. DCCXL
und den ungerechten, von persönlicher Feindschaft eingegebenen Artikel
des Lauft, bei Chabert S. 305. Das vorliegende Fragment enthält nur
Ghazelen ; es beginnt mit dem letzten Bait aus dem Buchstaben o und
bricht ab im Buchstaben ^ . Die drei von Hammer a. a. 0. übersetzten
Ghazelen stehen hier auf Fol. 27", 38" und 27*.
Anfang:
Ende:
58 beschriebene Blätter, deren erstes nicht zum Diwän gehört, son-
dern nur auf fol. r. ein arabisches Gebet mit der Ueberschrift J^' y5'Lc»>
euijl und dem Anfange ykstiS Zj^ j^ wiJol jv^^l, auf fol. r. die Bemerkung
vj ÄJUjüiwc ij-oLiJ ^^I-äJLj ^e■s-"^ u'.J^-'^ enthält; 21,5X 13,.5 cm. Gutes Di-
zoäni; auf der Seite stehen 17, mit Ausnahme der End-^a«7 gespaltene
Zeilen.
Das awbjOo äes iAemt (t 990) steht in Nr. 5*,48 und 418*,6; ein Ghazel von Nauii
(t 1007) in Nr. 29,6.
414. [Wetzstein I, 188.]
In dieser Handschrift steht an erster Stelle ein Diwän des Hüßz,
welcher als Nr. 843 der persischen Handschinften beschiieben ist. Dann
folgt eine Abschrift vom Diwän des Bäqi (f 1008, beg. 24. Juli 1599;
Türkische Iluodschriften. 52
410 Türkische Handschriften 415. Poesie.
s. über ihn li. X. III, 2G5, 53 17, Hammer, Osmau. Dichtkunst II, 360,
desselben Einleitmig zu seiner Uebersetzung des Diwans, Gibb, Ottoman
Poems p. 22, Rieu p. IIS''). Der Inhalt sind Kasiden, Ghazelen (von
Fol. 3 4" an, alphabetisch nach den Reimbuchstaben geordnet), ein paar
Mu^ammas, Bruchstücke und Einzel-^ßa?'?. — Andere Exemplare sind zu
der Gothaischen Handschrift Nr. 188 aufgezählt; ich füge noch hinzu:
München Nr. 165 und 166, Brit. Museum, Rieu p. 187*' vmd ISS"", Asiat.
Museum S. 20 7, und bemerke, dafs die Handschriften der K. K. Biblio-
thek in Wien jetzt die Nmnmern 648 bis 650 tragen. Der ganze Diwän
ist 0. O. (Konstantinopel?) in der Mitte des Rahil 1 1276 (October 1859)
lithographiert erschienen und bereits im Jahre 1825 von Hammer über-
setzt worden (Zenker nr. 592); einzelne Gedichte sind von Wicker-
hauser, Wegweiser S. M und 314 herausgegeben und übersetzt; auch
sind bei Gibb S. 77 — 96 eine Anzahl seiner Gedichte übersetzt und in
Muchlinski's Chrestomathie (II, 122—129) elf Ghazelen im Originale
mitgetheilt.
Anfang :
^jLk=» j')-^ '^^T^i l*y £ • ^ä^) cJ^^ ^JUaJ.-u/ j»(>.iLo Oww t^j-g^ ^tX-j'
135 beschriebene Blätter'); 16,5 X H cm. Hübsches Talllq mit 11,
meist gespaltenen Zeilen auf der Seite; als Schreiber nennt sich am Ende
Mufiammud ihn Mnzajfar. — Auf den ersten Seiten sind verschiedene,
mehr oder weniger verwischte Siegel abgedrückt.
415. [Ms. Orient. 8». 314.]
Derselbe Dlwän des Bäqi.
Anfang:
1 1 8 beschriebene Blätter, deren letztes nicht mehr zum Dlwän gehört ;
20,5 X''^ cm. Kräftiges, deutliches Tailiq mit 19, meist zweispaltigen
Zeilen auf der Seite. Am Anfang ein einfacher iUnwän] die Seiten mit
rothen Linien umzogen, die Spalten und die Gedichte ebenso getrennt; nur
auf den beiden ersten Seiten finden sich statt dieser rothen schwarze Linien
mit einer Goldleiste. Auf den beiden letzten Blättern sind verschiedene
*j Die giiuze Handechrift hat deren 343.
Türkische Handschriften 416. 417. Poesie 411
Siegel abgedrückt; in einem steht nur, zwischen Verzierungen, tX*^; ein
anderes zeigt in der Mitte die Worte J^ slXaä und darum, in vier Schil-
dern, die Namen der sieben Schläfer und ihres Himdes Qilmir.
Derselbe Dlwän ist auch in Nr. 356, i und — in Auswahl — in der persischen Hand-
schrift Nr. 18, 11,4, e enthalten; vgl. auch den Namen ,,Bäql" im Register III.
Ein -wjiJoL^^ von iÄzlz'i, einem Zeitgenossen des im Jahre 1012 verstorbenen Q
eädah, stellt in Nr. 8,i8.
416. [Ms. Orient. 8^ 318.]
^c—=^)) cj'f-^'^7 *^®^" Dlwän des RüTil (f 1014, beg. 19, Mai 1605;
s. Hammer, Osman. Dichtkunst III, 135, Ü. X. III, 281, 5438), be-
stehend aus Ghazelen (alphabetisch nach den Reimbuchstaben geordnet),
Kasiden (Fol. Gl**), T'or^Z.'-Gedichten, Glossen, Chronogrammen mid Brucli-
stUcken. Das Ghazel mit dem Anfange -IS v^«^' \ßy'^ ij-*'^ <3^^»^i welches
Hammer auf S. 136 übei-setzt hat, steht hier auf Fol. 25''.
Anfang:
IJlä. jmj orLc /-4^ "y^"' ^y^ ^tX.<ijO It^-^Jl i'yil v»^' u~'^ u**^ e^^ ''^'^ '^'
121 beschriebene Blätter; 19X12,5 cm. Ziemlich grobes, doch deut-
liches Taillq-^ auf der Seite stehen 19 Zeilen, welclie mit Ausnahme der
Schlufs-i^ati der Gedichte gespalten sind. Die beiden ersten Seiten sind
roh verziert.
417. [Diez A. 8". 148.]
v_ftjwi »./.Xa, eine poetische, in MaOnawI -Yersen des Metrums Rarnal
_w__|_w__|_w_ abgefafste und im Jahre 100 7 (beg. 4. Aug. 1598) voll-
endete Personalbeschreibung des Propheten , von dem türkischen Dichter
Xäqäm (f 1015, beg. 9. Mai 1606; s. Ö. X. Hl, 113, 4637, Hammer,
Osman. Dichtkunst III, 139 und Rieu p. 25 7*'). Das vorliegende Gedicht
findet sich auch in Gotha Nr. 6,2 und 19 3,i; man vgl. die zu der letz-
teren Handschrift beigebrachten Nachweisungen, welchen ich noch beifüge,
dafs sich Handschriften des Gedichtes auch im Asiat. Museum zu St. Pe-
tersburg (S. 360), im Brit. Museum (Rieu p. 244*' und 257"), in München
52«
412 Türkische Handschriften 418. Poesie.
Nr. 105 fol. 108, 259 fol. 2 und 262 fol. 59, und in Wien Nr. 1881,2,
1229 und 123 0,i befinden'). In der hiesigen Sammlung steht dasselbe Ge-
dicht, aufser in den folgenden Handschriften, auch in Nr. 35 3,i.
Die vorliegende Handschrift ist am Ende defect, indem sie mit dem
Verse
(Fol. 26' Z. 6 V. u. der Gothaischen Handschrift Nr. 193) abbricht.
Das letzte Blatt der Handschrift, welches von anderer Hand geschrieben
ist, ist einem persischen Räthselbuche (so viel ich sehe, nicht dem des
ausainl, Gotha Nr. 9") entnommen.
Anfang der v_(ijwi SuJLa.:
19 beschriebene Blätter; 17,5X8,5 cm. Deutliches Nastailiq mit 20
gespaltenen Zeilen auf der Seite; Seiten und Spalten roth eingefafst. —
Auf Fol. 1* steht noch ein Ghazel von Fadh mit dem Anfang: ^-iLi^ f.La.
iUüU^ ^«XiU.Aj Jjoy».
418. [Diez A. 12». 7.]
1 . Dieselbe Personalbeschreibung des Propheten , welche auch in der
vorigen Handschrift enthalten ist. Die vorliegende Abschrift ist vollstän-
dig; das Ende der vorigen fällt hier auf Fol. 49" Z. 3 v. u. Die Ein-
theilung in Abschnitte, welche in der vorigen Handschrift vorhanden ist,
fehlt hier.
Anfang : j»Lü i^U*je jj Li" «J^l ^i ^'^S isi ivJsJs?' äJLJ.*-«»j
2. Fol. 55'': ein von Nasätl im Jahre 1050 (beg. 23. April 1640;
s. das Ende) als Seitenstück zu dem Gedichte des Xäqänl ^) in gleichem
Versmafse abgefafstes Gedicht, welches die Personalbeschreibung des Adam,
Abraham, Ismael, Isaak, Lot, Joseph, Hiob, Moses, David, Salomo, Johannes,
Jesus enthält. Die Beschreibungen sind kurz gehalten und bewegen sich
in Allgemeinheiten. Dasselbe Gedicht steht in Nr. 418*,5, wo man s.
Anfang: Jl*ä. ^\y\^ (.oT ^ctX-'jt Ji^l tX.o b xT x^Xll «JLo
') auch die herzogl. Bibliothek in Gotha besitzt noch ein drittes — defectea — Exem-
plar, welches im gedruckten Kataloge noch nicht beschrieben ist.
«) 8. Fol. 57» Z. 3 7. u.
Türkische Handschriften 118*. Poesie. 413
3. Fol. 73": ein ebensolches Gedicht des Gauri, welches die Personal-
beschreibnnff des Abu Bahr, iümar, lUGmän und lÄli enthält. Dasselbe
Gedicht steht in Nv. 353,2 (wo inan .s.) und 418*,3.
Anfang : (' JU=» (j'*>*s> Lkc ^iXJ-^' JwOl JU^ &=»^ >j &^ x^'l <i^-i-^
86 beschriebene Blätter mit Originalfoliierung ; 15,5X8,5 cm. Gute.s,
grofses Nastaillq; auf der Seite stehen 11 Zeilen, von welchen jede ein
Misräl enthält. Am Ende von Nr. 1 nennt sich der Schreiber Saix Mu-
liammad, einen Enkel <Xs^=» ^^^ «*^'^/( ^c^^J^«Jl5 ^(XuijiiJt^ ^^'^Jj-I ^^1 tX-i-c
^ JOJCw!^! ^J jZ^I^ -jLaxÜIj , und giebt an , dafs er diesen Theil seiner
Arbeit an einem Dienstage, 26. Rahii II 1159 = 17. Mai 1746, vollendet
habe. — Die Handschrift ist in rothen Saffian mit Goldverzierungen ge-
bunden; auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: ^ejLsLä. &a*U. i^U^
418*. [Landberg 631.]
Diese Handschrift enthält aufser verschiedenen arabischen Abschnitten
die folgenden türkischen Gedichte:
1. Fol. IS"": eine Personalbeschreibung auLs» des Hasan und des nu-
sain, von einem — soviel ich sehe — ungenannten Verfasser im Jahre
1150 (beg. 1. Mai 1737; s. das vorletzte Bau) als Seitenstück und Ver-
vollständigung zu den Gedichten des Xäqänl über die Personalbeschreibung
des Muliammad (s. nr. 2 dieser Handschrift) und des NaSäti über die Per-
sonalbeschreibung der Propheten vor MuJiammad (s. unten nr. 5) verfafst.
Anfang: |V-A-a.jJl ^.^s>J\ &JJi *-*«.j i^tX* ;'t-*"' ''-^-S-?^-^ ;>^
äticl^l Jjl (jJol iji»^ ijiaj s^ «^J-'t (j"'-^i-*«5 '^'"•~=" rv-'siXjt
2. Fol. 25*': das Gedicht des XäqCmi über die äufsei'e Erscheinung des
Propheten, welches auch in den Handschriften Nr. 353,i, 417 und 418,i
enthalten ist. Man vgl. das zu Nr. 417 Gesao-te.
Anfang: (sie) |.UjI ^U.*>o ^ Li' s.'jl isi f^ ,isi a-'s^Xj' s-L;' äü.**»»^
3. Fol. 4 8*': vA^Ä-o nLs Xj^ **-^, die Personalbeschreibung der „vier
Freunde des Propheten" d. h. des Äbü Bakr, lUmar, lUGmän und lÄli,
dasselbe, im Jahre 1050 verfafste Gedicht des Gaurl, welches auch in den
Handschriften Nr. 353,2 und Nr. 418,3 enthalten ist. Man vgl. das zur
ersteren Handschrift Beigfebrachte.
») Bic! 1. JU=»5.
'a"-
414 Türkische Handschriften 418*. Poesie
Anfang: JU=.. ^J~>»^ Lkt ^tXJLö" J^^l JL^ ai». o sT aJÜI v.:i^Äx
4. Fol. SS'': eine kui-ze, anonyme Beschreibung der Person des Pro-
pheten, wie die Anfangsworte vermuthen lassen und in der Einleitung aus-
drücklich gesagt wird, im Anschlufs an das unter ni-. 2 besprochene Ge-
dicht des Xäqänl verfafst. Der \'erfasser bezeichnet sich (fol. 5 4* Z. 6) als
»f,^ ^'«-5^ (J~^ /*r^ (^) bLaäjI -^Uue ^K^;.<" o
und giebt an, dafs er sein Gedicht im Jahre Uli (beg. 29. Juni 1699)
vollendet habe. Jede Körpereigeuschaft des Propheten wird mit zwei Bai't
beschrieben.
Anfang: j.1^ «jcU. v_j.Jol »^'vAT ijc^ (.Uhj xikä /JsrJ^ jdLJU*~?
5. Fol. 57*: eine Personalbeschreibung der Propheten vor MuUammad:
des Adam, Idris, Küä, Ibräläm, IsmaUl, IsHäq, Lüt, Yüsitf, Aiyüh, Müsä,
Däicüd, Sulaimän, Yafiyä und llsä, ein Gedicht des Nasäti, welcher nach
Hammer, Osman. Dichtkimst 111, 497 im Jahre 10S5 (beg. 7. April 1674),
nach Hanlf-zädah bei U. '/.. VI, 570, 14 685, wo sein vorliegendes Gedicht
erwähnt wird, fünf Jahre später starb. Dasselbe Gedicht steht in Xr. 418,2.
Anfang (den von nr. 3 nachahmend):
6. Fol. 63*: ein MaO nawi-Gecläahi von 49 Bau des Metrums Eamd
(_^__ _o__|_^_) mit der Ueberschrift ^'^^ x«.r>Ji:>c ,UaÄ s^eLjtUj &4ja.o ^
^tUjf. Dies ist aber nicht richtig; es ist nicht ein Auszug aus einer tür-
kischen üebersetzung des &cbjuo von iAttär, sondern ein selbständiges Ge-
dicht des iAzmi mit dem Titel jucLjJOj „Buch des Eathes"; s. Wien 1995, 13
(in, 505 des Kataloges). Unter dem Verfasser lAzmi ist wohl der zweite
des Namens (Hammer, Osman. Dichtkunst IH, 30) zu verstehen, welcher
im Jahre 990 (beg. 26. Januar 1582) stai'b ^). — Dasselbe Gedicht steht
auch in Nr. 5*,4S.
Anfang: Ijk^. cX.-=» US'j ..^J i^S!:> Ijuo! Xj3 säjI je xX>\ ^LU*s^
7. Fol. 98*: die sogenannten Sprüche des lAli in einer von der ge-
wöhnlichen abweichenden Redaction, in welcher die Sprüche alphabetisch
') Uanif-zädah liest J^aLj statt Jcto L (nicht gut^ und JL^s» statt ^jl,.ja> (gut). Nr.
418,» hat an beiden Stellen die richtigen Lesarten.
*j Xach Brit. Mus. p. 244*, xi wäre das Gedieht Tielmehr von dessen Sohn , lÄzmi-
sädah Hälati (7 1040, beg. 10. Äug. 1630; s. Hammer, Dichtkunst III, 214) verfafst.
Türkische Handschriften 419. Poesie. 415
nach den Anfangsbuchstaben geordnet sind; dem arabi.schen, roth geschrie-
benen Texte ist eine türkische Paraphrase von je zwei Bau beigegeben.
Zuerst kommt ein kurzes arabisches Gedicht mit dem Anfange :
Hierauf folo^t eine kurze Einleituns: in türkischer Prosa mit dem Anfanore:
l»jjcj J^. Der erste arabische Spruch ist dann ajLJ c>:i (sie) '^y^ '=>-»JI
(Nr. 7 bei Fleischer), die dazu gehörige Paraphrase:
^Li ^tVj uJ^jl yJL « ... , <^ ^^1 )^>^ 5j...;-jJI Jj>
Die in Nr. 435 fol. 24''f. stehende Paraphrase der Sprüche des lÄll (nach
der gewöhnlichen Redaction) ist von der vorliegenden verschieden; ebenso
die in Nr. 5*,4 enthaltene.
Die ganze Handschrift hat 1 1 5 Blätter, von welchen die beiden letzten
ganz leer, 1—11 mit einem Netze von leeren Vierecken bedeckt sind , in
welche ein Inhaltsverzeichuifs eingeschrieben werden sollte ; 2 2 X 1 ■* cm.
Schönes, in den türkischen Theilen vocalloses, in den arabischen vocali-
siertes Nasyl mit 17, in den poetischen Theilen gespaltenen Zeilen auf der
Seite. Hübsche iUnicän auf fol. l*" und ll""; die Seite von einer breiten
und einer schmalen Goldleiste und fünf schwiu'zen Linien eiugefafst. Auf
fol. 1* hat eine sehr flüchtige Hand mit Bleistift geschrieben: SjLC'l xjLjf
^»Jl^ ^^vUJlj i»Ä.yüc J<e. bcXx«J; eine persische Paraphrase — \vie in
Nr. 4 35 — ist aber hier nicht beigegeben.
Ta'rix auf die Jahre 1032, 1033 und 1044 s. in Nr. 34,8; der Diicän des Jihni,
welcher um 1035 lebte, steht in Nr. 10,5 und 55, $,»; Gedichte desselben s. in Nr. 6,i,
41, i, 55, 8, c, 333, 340; ein Gedicht von Näzukl, welcher um 1041 lebte, s. in Nr. 6,i.
419, [Diez A. 8«. 89.]
(*\L*j ^j>-iJi^, ein in J/aÖ«aicI- Versen des Mafses Zq/'f/ - ^ _ .
gesckriebenes Gedicht eines Dichters, welcher sich iAzizT nennt (fol. 65*
■ — w _ w ^.z _
') Fol. 3* Z. 5 T. u. Auf Fol. 1* und auf einem der Haadschrift aufsen aufgeklebten
Zettel wird, von fremden Händeo, fälschlich \L > A \ ^ als Titel des Gedichtes angegeben.
416 Türkische Handschriften 420. Poesie.
Z. 4). Aus lä. X. V, 233, 10 840 erfahren wir, dafs hierunter der Mufti
lAhd al lazlz Qara-öelebi-zädah zu verstehen ist, und dafs derselbe das
vorliegende Gedicht schrieb, als er im Jahre 1043 (beg. 8. Juli 1633)
seines Postens als Richter von Konstantinopel entsetzt und nach Chios ver-
bannt wurde. Hammer handelt von demselben sowohl in der Geschichte
des osmanischen Reiches (V und VI passim), als auch in der der osma-
nischen Dichtkunst (III, 4 26), ohne jedoch sein vorliegendes Gedicht zu
erwähnen. Er starb im Jahre 1068 (beg. 9. Oct. 1657). Eine andere
Handschrift dieses Gedichtes findet sich im Bi-it. Museum, Rieu p. 190", vi,
wo man vgl.
Anfang: ^j'^^f |vJ.ä ,^Laj^<Xo ,j.4.s.JI Läjs ^Ls (^cXäjI
66 beschriebene Blätter; 18 X 12,5 cm. Schönes Nas'/l mit 13 ge-
spaltenen Zeilen auf der Seite. Rothe Linien umrahmen die Seiten und
die Spalten. Auf einem aufseu aufgeklebten Zettel steht: vK ^^y^iJS ioIä^
Ndt" yJ~Sj.*u cy-iÄAaJ (jj)V* (^tXÄil WV*-'! Jo-ß.
Die politische, auf J.l (jM.Jb ^jl— reimende Kaside des Qädl-zadah (f 1044) s. in
Nr. 37,4 und 46,i,
420. [Petermann II, 96.]
Vier längere MaOnaioi-GQ^ichtQ von lAtä allah ibn Yaliyä Nauli-zädah,
als Dichter lAtu'l genannt (f 1045'), beg. 17. Juni 1635; s. Hammer,
Osman. Dichtkunst III, 244, Gibb, Ottoman Poems p. 207, und Rieu
p. 195''). Auf Fol. 1" werden diese Gedichte von fremder Hand genannt:
1) «yL.^ äJLwv; 2) ^^l;~=- onää; 3) ^KJ3\ iU^sf; 4) jJLa«j äxLäj^; in der
That sind es die folgenden:
1. ehi Gedicht mit dem Anfange:
welches nach verschiedenen einleitenden Abschnitten in zwanzig s^ö ge-
') So nach Hammer und Gibb; nach den Quellen Rieu's und H. X- HI, 572,
6993; IV, 98, 7721; VI, 368, 13926; VI, 503, 14418 = ed. Bül. I, 465 und 510;
II, 398 und 433, wo die in der vorliegenden Handschrift enthaltenen Gedichte des iAtäH
erwähnt werden, ein Jahr frülier (1044, beg. 27. Juni 1634).
Türkische Handschriften 421. Poesie. 417
nannte Abschnitte zerfällt. Sowohl dieser Umstand, als überhaupt eine
Vergleichung mit dem Inhalte, wie derselbe von Hammer a. a. O. S. 257
analysiert wird, beweist, dafs wir das >Ljov^)I jL^ betitelte Gedicht vor uns
haben. In der Wiener Handschrift 7 0 2,3 (I, 656) lautet der Anfang dieses
Gedichtes zwar anders; dies ist aber vielleicht dadurch zu erklären, dafs
in der vorliegenden Handschrift die ersten Blätter ergänzt und möglicher-
weise nicht ganz richtig oder nicht ganz vollständig ergänzt sind.
2. Fol. 73: ^l^-ia. <;Jisa. Auch dieses Gedicht wird von Hammer
a. a. O. S. 25 2 analysiert und ist in derselben Wiener Handschi-ift als
Nr. 2 enthalten.
Anfang : (äSosKjv _^' \( jjj,jiJij «äSos^l okÄso cL vLx (sie) (3*-J ^1
3. Fol. 134: ^l5o!!$)| »aäs», ebenda S. 245 analysiert und in der Wiener
Handschrift an erster Stelle enthalten.
Anfang: &3I <X*ä ^JLiU ^^-«o^^ »K ,^c>\j& UU—j |Js43ul
4. Fol. 20 8*": ein Gedicht, welches mit dem Vei'se
beginnt und sowohl auf der vorliergehenden Seite, als auch — wie schon
erwähnt — auf Fol. 1" jwbov-i, bei Hammer a. a. O. S. 268 aber und
als Nr. 4 der Wiener Handschrift joelj^L*- genannt wird. Die letztei'e
Bezeichnung ist dem Inhalte entsprechender.
241 beschriebene Blätter; 20X^1 cm. Hübsches Nastaüiq mit 23
gespaltenen Zeilen auf der Seite. Die beiden ersten Blätter scheinen von
anderer Hand geschrieben zu sein, als der Rest der Handschrift; Fol. 3
bis 4 0 bestehen aus braungelbem Papier. Am Ende nennt sich als Schreiber
ein gewisser Ber'itaS (oder BekfaS?) ihn Mustafa.
421. [Petermann 502.]
Dieselben Gedichte in einer Handschrift, welche mit der vorigen so
genau übereinstimmt, dafs Blatt für Blatt in beiden Handschriften ganz
genau dasselbe enthält. Von dem ersten, ^lfl^v^ll iL£J betitelten Gedichte
fehlt der Anfang (ein Blatt); das Vorhandene beginnt mit dem Verse idzäj
■1\ NOw/Usvi' oOiJ) ö^j, welcher in der vorigen Handschrift das zweite Blatt
beginnt; es folgen dann Fol. 72'' ^\y^ o-läP, Fol. 134^ ;l^^' «^^> dessen
Anfang, welcher auf dem leer gelassenen Blatte 133 stehen sollte, gleich-
Tfirkiscbe Basdschriftei. 53
418 Türkische Handschriften 422 Poesie.
falls fehlt ^), endlich Fol. 207'' das ÄxLjo>-i resp. «^Lj_sLw, welchem in
der vorliegenden Handschrift ebensowenig wie den anderen Gedichten ein
Titel beigelegt ist ^).
240 Blätter, von welchen, wie bereits erwähnt, das 133°'° leer gelassen
ist; 22 X 12 cm. Kräftiges Nastaillq mit 23 gespaltenen Zeilen auf der
Seite. Die Seiten sind mit einer Goldleiste und schwarzen Linien um-
zogen, die Spalten durch schmälere Goldleisteu getrennt ; am Anfange des
zweiten und des vierten Gedichtes findet sich je ein sehr einfacher iUnwän.
Die Abschriften sind — wie es scheint von fremder Hand — datiert vom
Jahre 1154 (beg. 19. März 1741).
422. [Petermann H, 97.]
l^A^ji ,jl»Jt>, der Diir.äii des Dichters Fahim, welcher im Jahre 1U5 4
(beg. lU. März 1644) oder 1058 (beg. 27. Jan. 1648) starb; s. über ihn
Hammer, Osnian. Dichtkunst HI, 370 und Rieu p. I96\ Das erste bei
Hammer übersetzte Ghazel mit dem Anfange j^o cjj— -s. ^JojI (äfli» ^
i^Äiiw^ vUi: steht hier auf Fol. 9 4* Z. 2 v. u. In der vorliegenden Hand-
schrift stehen an erster Stelle Kasiden (Anfang: ^'^ r')'^-' )^'^ i**^ *^j r4*
^..i \j^ ye, Gotha fol. 60"), dann folgen (^fol. 34*') die Ghazelen (Anfang:
Kj (^3-».'.t |vjJ>^ -Jjj^j^j'j-; ..iS'o^s.. 1^1), den Schlufs machen von fol. 9 5*" an
Ta'n;f - Gedichte und Buhäil. — Andere Handschriften: Gotha Nr. 172,
Wien Nr. 7O0 (I, 659), Marsigli Nr. 3 289 und Rieu a. a. 0. Der in
den Wiener Sitzungsberichten lU, 182 erwähnte Druck von Konstantinopel
1262 enthält, wie schon in dem Gothaer Kataloge bemerkt ist, die Ge-
dichte eines jüngeren Dichters des Namens Fahim.
102 beschriebene Blätter; 21,5X14 cm. Gutes, kräftiges Taüiq mit
1 7 meist gespaltenen Zeilen auf der Seite. Abschrift vollendet an einem
Sonnabend') im Rulnl II lit92 ==; 20. April- 18. Mai 1681. Am Ende
M Das Vorhandene beginnt -iS kt./^ > „■^ :^ Fol. 135 der vorigen Handschrift.
'; Am Ende des erstt;n und des dritten Gedichtes wird die ganze Sammlung als «-■■ (^
^Ua£ be^ätichnet ; diese Bezeichnung würde aber nur dann zutreffend sein, wenn, wie
in der Wiener Handschrift, als fünftes Stück auch noch das vjOill ijljJO betitelte Gedicht
(s. Hummer S. 281) vorhanden wäre.
^) Dergleichen sulieinbar unbestimmte Datierungen kommen nicht selten vor. Es muTs dann
doch wohl ein bestimmter Sonnabend u. s. w. im Monat — etwa der erste? — gemeint sein.
Türkische Handschriften 423. Poesie. 419
des Diwans und tiut" dem letzten, niclit mehr zum Diwan gehörigen Blatte
stehen noch, von fremden Händen geschrieben, ein paar Recepte und Verse.
Von Fol. 43 ist ein grofses Stück abgerissen und aus Fol, 98 sind zwei
Baii ausgeschnitten* auch von dem vorletzten Blatte der Handschrift (dem
letzten des Diwans) ist ein Stück abgeschnitten und durch ein Stück ein-
geklebtes Papier ersetzt, welches auf der einen Seite (wo Rubäil des Fahim
standen) leer geblieben, auf der anderen Seite mit einem der erwähnten
Recepte beschrieben ist. — Auf Fol. 1" hat sich unter dem 15. Sauioäl
125 9 = 8. Novbr. 1843 ein gewisser iAhd alläh . Sohn J-ai des verstor-
benen Darwes Äya, als Besitzer der Handschrift eingeschrieben.
Eine Auswahl aus dem D'twän des Bahä'i (t 1064) steht in Nr. 14,4.
423. [Diez A. 8". 109.]
Fünf Kasiden mystisch -paränetischen Inhalts, als deren Verfasser in
einer Bemerkung') auf Fol. 1' ein gewisser Saix Ihrähvm genannt wird;
eine Randbemerkung auf Fol. 13" giebt als Todesjahr desselben 1065 (beg.
11. Nov. 1654) an. Der er.sten Kaside wird, ebenso wie der zweiten, in
einer Ueberschrift der Titel bl^ Jo beigelegt; deshalb nennt die in der An-
merkung mitgetheilte Aufschrift auf Fol. 1' das ganze Buch so.
Die erste Kaside beginnt: Lilo ^'^^\ ^joSlt jujw=: ^-^y^ oa-v» y^ ^.^^i
die zweite (Fol. 3'): (* blo yic> y^^ »joilö &JU=» ^5j^=*; die dritte (Fol. 23'):
«ijlt>^-g-i^ J^ j.j>l ^jl ^1 ;'^^'5 y*^'^ "^iß vierte (Fol. 3 7^): ^15 sjOjLj^^
-jjj ^Jul ^L^. ^>->''^; endlich die fünfte (Fol. 40*"): (sie) ^50.1^1 uSüovsi »ö^
45 beschriebene Blätter; 18 X 15?^ cm; von Diez in der unteren
äufseren Ecke der Blätter paginiert (bis 89). Die Hand.schrift ist von dem-
selben Schreiber {iAhd (d-raliviän al üskudäri) wie Nr. 146 für Diez ge-
schrieben. Grobes, deutliches Nas'/i mit 15 Zeilen auf der Seite.
') Nach diesem Anfange scheint es, als ob dieser Kaside vielmehr der Titel Lilo jjo
d. h. „der Thor und der Weise" zukäme.
h-6*
430 Türkische Handschriften 424. Poesie.
Der D'iwän des Wagdi (t 1080) ist in Nr. 14,» enthalten — ühazelen von Niyäzl
(t 1105) in Nr. 25 fol. 42», in Nr. 35, i und in Nr. 447, Ende — ein Ghazel von lAbd
al yanl (f 1108) in Nr. 407 fol. 1* — eine Satire auf die Aufrührer von 1115 in
Nr, 218,8 — das mystische MaOnawt-QeAicht ^I^J^I jJii' von Sidql (f 1115) in Nr. 2,s —
Ghazelen von iÄsim dem Bosnier (t 1122) in Nr. 14,3 — Ta'rix auf die Jahre 1118 und
1121 in Nr. 170,i.
424. [Diez A. 8». 122.]
('^Mb^5yAÄ., ein didaktisches Gedicht, welches der im Jahre 1124 (beg.
9. Febr. 1712) verstorbene Näbl (s. AHmad Hanlf-zadah bei H. X. ed.
Flügel VI, 570, 14 687, Hammer, Osman. Dichtkunst IV, 49, Gibb
p. 212, Pavet de Coiirteille, Pr^face mid Rieu p. 201*') in AlaO-
navM-Yersen des Metrums Ramal _^__\_<^__\^\j_ für seinen Sohn Abu
H ;(aiV MuJtammad Öelebi (Fol. 2'', letzte Zeile) schrieb. Sowohl auf diesen
Namen, als auf den Inhalt scheint der Titel des Gedichtes anzuspielen.
Dasselbe wird von ARviad nanif-zädali erwähnt (s. Flügel's a. X. VI,
570, 14 687), von Hammer a. a. 0. S. 52f. analysiert, und ist, mit
französischer Uebersetzung , von Pavet de Courteille herausgegeben
(Zenker II, 1051)^), nachdem Auszüge in französischer Uebersetzung
bereits von Cardonne seinen Melanges de litterature Orientale (II, 162 f.)
einverleibt woi'den waren. Auszüge im türkischen Originale stehen auch
in A. Muchlinski's osmanischer Chrestomathie (II, 110—119)^). —
Andere Handschriften finden sich: in Wien (Hofbibliothek nr. 721,3 und
724,1, sowie Krafft nr. 224), in München nr. 94 und 188, bei de Jong
Nr. CCVI, im Brit. Museum (Rieu p. 200", 201'' und 254»), in Paris und
im Besitze des Sinäsl Efendi (s. Pavet de Courteille p. II), endlich
bei Räyib PaSa nr. 1096.
Anfang: sjKxl 5«jto ^d^ üLÜI .vAläc xJÜI J^l iX^s>.
') So giebt der Verfasser selbst (Fol, 4* Z. 3) den Titel seines Gedichtes mit den
Worten iüolj(g>Aä» ^^b «jUL)! an. Sonst wird dasselbe gewöhnlich KjfffÄ genannt.
*) Aus der Vorrede zu dieser Ausgabe ergiebt sich auch, dafs das Gedicht, zusammen
mit dem Diwan des Näbi, bereits im Jahre 1257 in Cniro erschienen ist.
^) Ein anderes Gedicht yon NW}i (J^LiLwl •^yui ^Lu %i>) steht in Muchlinski's
Bußopi Typei;KHXii cxaTen etc. St. Petersburg 1858, 8", p. 49.
Türkische Handschriften 425. Poesie. 481
5 7 ') beschriebene Blätter; 18X12 cm. Schönes, türkisches Nasxl
mit 15 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite; Seiten und Spalten roth,
auf den ersten beiden Seiten mit Goldleisten umzogen; am Anfang ein
roher lUnwän. Abschrift von iAhcl al bäqi ihn ARmad vollendet am
2. Ra^ah 1161 = 28. Juni 1748. In der Handschrift selbst sind die
Ueberschriften der einzelnen Abschnitte, welche vermuthlich roth einge-
schrieben werden sollten, weggelassen ; dieselben sind aber, nebst Blattweiser,
auf einem vorgehefteten Blatte nachgeholt, dem Wortlaute nach mit den
Ueberschriften in der Ausgabe nicht übereinstimmend. Auf einem aufsen
aufgeklebten Zettel steht: ffv yJ-»*-* ^^/-^y&i Kj^yxi-y »jJLä.I ^^^lUyjj:». ^b v-jLäS'.
Ein Ta'rlX'Qedicht des Qabit (t 1124) s. in Nr. 29,3; ühazelen von Fa'iq dem Lahmen
(t 1127) in Nr. 14,3.
425. [Ms. Orient. 4". 643.]
1. Der Dlwän des Mufiammad Plrl-zädah, welcher sich als Dichter
SaRib nennt. Aus den Mittheilungen, welche Hammer, Dichtkunst IV,
2 65 über ihn macht, ergiebt sich, dafs er in der ersten Hälfte des zwölften
Jahrhunderts d. Fl. (des achtzehnten n. Chr.) lebte und im Jahre 1132
(1719/20) Lehrer an einer Madrasah in Konstantinopel war. — Der Dlwän
beginnt mit einer Kaside; darauf folgen die Ghazelen, welche in der ge-
wöhnlichen Weise alphabetisch geordnet sind.
Anfang :
wj> ü &4^l J^Le ^J^iitx 154-)^ ^v' '>->^ ^ »•*^} J^ &AÄA.W ^Jo sJlJLc.
2. Fol. 29*": eine in der Ueberschrift ^jUic jT '^^Lg-i (^ o^ ^-gj ge-
nannte, auf ^cJl— reimende Kaside, in welcher die osmanischen Sultane
von lUOmän I bis MaUmüd I (reg. 1143—68= 1730—54) aufgezählt und
die wichtigsten Daten aus ihrer Regierung mitgetheilt werden, ojGFenbar,
um dieselben so dem Gedächtnisse leichter einzuprägen. Ein Verfasser ist
nicht genannt; der Zeit nach, in welcher es entstanden ist, könnte das
') Die Originalfoliierung, nach welcher citiert ist, geht nur bis t*\, weil sie das erste
Blatt nicht mitzählt.
») Hs. «y^.
4t2 Tüitische Handschriften 426. Poesie
Gedicht Ton demselben SäMib rei-fafst sein, dessen Dlicän vorhero-eht, —
Aehnliclie Lehrgedichte werden bei Krafft Nr. CCLXXIII (S. 103) er-
wähnt.
Anfang :
33 Blätter von 20,5 Xlö,* cm: Nr. 1 mit 1 3 zeiligem Taihq, Nr. 2
mit 20 zeiligem Nas/i geschrieben, beide Nummern zweispaltig; in Nr. 2
die Namen der Sultane und die (mit Worten geschriebenen) Zahlen roth.
Auf Fol. 1* st^ht oben: 8.i'.^»Aj ,_,»s-Ls ^J^•^•>, und darunter von anderer
Hand: au ^ ^IkJL., sJJU ^JjOä l^lj>.. ^Jojl iX^^I ,_.cäLä; auf fol. rect.
des letzten (sonst leeren) Blattes steht oben: ^Uic. Jl ^^Lj-i, darunter:
»* f'^-s. i ^.jLkJL. stXJ'. ^ äxi£ *^bv.» tX+js-t ,jJA.\ iuS^Siju.\ (2 Gumädü
n 1154 = 23. Sept. 1770j. Das Siegel dieses Besitzers der Handschrift,
mit der Inschrift IM (Xt^L ist auf Fol. 1* und 33" abgedrückt. Auf einem
aufsen aufgeklebten Zettelchen steht: „79 Muchlinski 111".
426. [Diez A. 4^ 36.]
Dieselbe Hand, welche die ganze Handschrift schrieb, giebt auf Fol. 1"
den Inhalt derselben mit folgenden Worten an: Lab Ju^ <— ^') r»«^»*-'' >^bäJuo
sj^^ .,!w«j. .^„v'fcj. JoLäj. axwiju ,;i,'Lajj^. . Die&e Worte bezeichnen den
Inhalt der Handschrift im allgemeinen richtig; denn derselbe besteht aus
den sogenannten ^-LiAiiiö, den prosaischen Staats- mid Gratulationsschreiben,
sowie dem Diicän des Räyih MvÄammad PaSa, welcher als Grofsvezier im
Jahre 1176 (beg. 23. Juli 1762) starb: s. Hammer, Osman. Dichtkun.st
lY, 177 und Osman. Reich \in, 254. Die Talyisät beginnen mit einer
Staatsschrift über den im Jahre 1739 abgeschlossenen , für Oesterreich so
ungünstigen Frieden von Belgrad und die Ereignisse, welche in längerer
Reihenfolge zu demselben führten '), und schliefsen mit einem Glückwunsch-
schreiben an den Sultan, als derselbe medicinierte ; über den näheren In-
halt der Tdyjsäi vgl. man besonders*) Krafft zur Handschrift nr. XCHI
*) Diese Staatsschrift steht auch in Nr. 220,».
*) Sonst auch Hammer, Osman. Reich VIII, 2.31 und IX, 626, .3338f. Das dem
Geschichtswerke des NaXirnä entnommene Schreiben des Saßd cU-din 'Ausgabe I, 107*; steht
hier auf Fol. 30» f.
Türkische Handschriften 427- Poesie Ati
der Oriental. Akademie zu Wien (S. 31 des Katalogen). Andere Hand-
schrifceu finden sich in Wien Nr. 317 und 318 (I, 287) nnd in München
Nr. 130.
Auf die Tal^lsät folgen von Fol. 45"' an die Gedichte, der Dficän,
des Räyib, und zwar zuerst Kasiden, dann Ta'fix, Taymls (zum Theü per-
sisch), Ghazelen (alphabetisch nach den Reimbuchstaben geordneij, RuhäSi.
Andere Handschriften: Gotha Xr. 195, Wien nr. 737 (I, 687), St. Peters-
burg (Manuscrits et xylographes Xr. 574 'i und Asiat. Muse tun S. 36ö),
Calcuita S. ISO nr. 174.
Der im Jahre 1253 (beg. 7. April 1837) in Büläq erschienene „Di-
icän- des Räyib enthält nach Kr äfft imd Flügel neben den Gedichten
auch die Taljp.2ät: was es mit der Ausgabe, welche nach Joum. Asiat.
1S43, II. 4S nr. 133 und Zenker nr. 600 nur ein Jahr fiüher (125 2)
daselbst erschienen sein soll, für eine Bewandtnils hat, kann ich nicht
sagen. Gedichte des Räyib sind auch in dem von Zenker II, 583 er-
wähnten Buche, SLvvie in A. Muchlinski's Chrestomathie 11, 147 ent-
halten.
Antang der Tal/fsai: ^>ix ^,^ '-^r^« '-s^J U-s\.r L' •as.J» ^w.äJ' aJJ - j
J'>J!. ajL^ JL>l3 OJuJIÄ «.jLcJ «Ji^«^ w-'wL^I ^^'•^^ «=Jw<^> \«i >^^mj]
^^ j j ^ -• . ^'->' ■>•' j J jj ^ j-
des Dücän:
S4 beschriebene Blätter von 22,* X 1^,* cm; gewöhnliches, deutliches
Talllq mit 19 Zeücu auf der Seite; Seiten und Columnen roth umzogen.
Als Schreiber nennt sich am Ende Xair aUäh ihn al-saii/id Jlustafä. Auf
einem dem Vorderdeckel autgeklebten Zettel steht: ^^L^ xsXj&s^ ^\ji'
rf> y^ &JL.<. Am -Vnfange jeder der beiden Abtheilungen ein lUmcän.
427. [Ms. Orient. 8'. 320.]
Diese Handschrift enthält dasselbe, wie die vorige: an erster Stelle
die Tal/^sät, an zweiter den Dticän des Räyib Fasa; im Innern sind aber
*) Da£3 dies der Biican onsctea £a-yä> ist, zeigen die Anüangswone; s. fol. 54^ der
Torliegenden Handschrift, wo die Abcheilong der Ghuelea beginnt.
424 Türkische Handschriften 428. 429. Poesie.
beide Abtheilungen anders angeordnet, als in der vorigen Handschrift.
Die Staatsschrift über den Frieden von Belgrad z. B., welche in der vorigen
Handschrift die Sammlung beginnt, steht hier auf Fol. db^, und die Kaside,
welche dort an erster Stelle des Diwans steht, ist hier die zweite.
Anfänge: 'üS'ko^l e5\o ^j^ä 2üIö Jk=» 'täfiLsl ,^Li9 ^ü sJüJo i^Lä=»
und : XAjLävev s Juyaü
95 Blätter, von welchen die beiden ersten und die beiden letzten nicht
zum Werke gehören, sondern nur, von fremder Hand geschrieben, aller-
hand Verse enthalten; 23,5 X 14 cm. Unschönes und vielfach unpunc-
tiertes Ta'llq mit 19 Zeilen auf der Seite. Die Seiten sind mit einem
goldenen Streifen und schwarzen Linien umzogen; auf Fol. 3'', SS'', öO*"
und 51'' ziemlich roh ausgeführte iünwän in Gold und Farben.
428. [Diez A. 4". 78.]
Derselbe Dlwän des Räyih, welcher in den beiden vorigen Hand-
schriften an zweiter Stelle enthalten ist. Der Inhalt der vorliegenden
Handschrift stimmt im allgemeinen mit Nr. 4 26 iiberein; doch ist die
Anordnung der einzelnen Gedichtgruppen und Gedichte eine etwas ver-
schiedene.
Anfang wie in Nr. 4 26, doch mit (sie) ^ji\JS: >
41 beschriebene Blätter; 20X14,5 cm. Gewöhnliches Taüiq mit 15
gespaltenen Zeilen auf der Seite. Die Seiten und die Spalten sind mit
goldenen und schwarzen Linien eingefafst; am Anfange findet sich ein ein-
facher iUnwän. Aufsen steht: Uli vt> tj^)^ (5-**'^*=» 7^'^)^^ *^^r^ v'^-
Auf Fol. 1' hat sich ein früherer Besitzer der Handschrift eingeschrieben
und sein Siegel beigedrückt.
429. [Petermann H, 309.]
Ein Madnawl-Gedicht im Metrum Ramal (_^^__|_w__|_w_) über das
Leben des Propheten '). Der Verfasser nennt sich im Gedichte selbst aa-
mfl: Fol. 2» Z. 6 V. u.
k^Lyoo ^ÄAJLsk S\Ls^Aj ^jjjö ^.»Las bU Jom^ lO^ y^
') «-ÄJk^s cjtjJLo 'wÄJww wyw o>«;;>.g 1 ^k.j| , wie es im Kolophon heiüst.
Türkische Handschriften 430. Poesie. 426
Im Koloplion wh-d er Ibrahim Hanlf und in zwei einem vorgehefteten
Blatte aufgeschriebenen Inhaltsangaben einmal ebenso, das anderemal Hanlf
Efendi genannt. Es ist kaum möglich, dals dieser Verfasser identisch
ist mit dem von H annner, Osman. Dichtkunst IV, 225 besprochenen
{Ibrahim) Hamf Efendi, da der letztere im Jahre 1180 d. Fl. (1766/7
n. Chr.) noch lebte und schrieb, während die vorliegende Handschrift be-
reits vom Jahre 1117 (1705/6) datiert ist. Auch wird das vorliegende
Gedicht unter den Werken des von Hammer besprochenen {Ibrähtm)
Hamf von dessen eigenem Sohne, dem Verfasser der .j >LjI, nicht erwähnt
(s. ä. X. ed. Flügel VH, 1097, 3710).
Anfang: ^asj JoLb ^yi)\ tj^y^ y^. V) \J^ ^'<^^ iJ^ ^<J^' «Ji^jJ-^^J
133 beschriebene Blätter; 22,6X14,5 cm. Gewöhnliches, deutliches
Nastailtq mit 17 gespaltenen Zeilen auf der Seite; am Anfang ein ziem-
lich i'oher iUnwän; die beiden ersten Seiten sind mit goldenen Leisten
umzogen, an deren Stellen in der übrigen Handschrift rothe Linien treten.
Die bereits erwähnten Bemerkungen auf einem vorgehefteten Blatte be-
haupten , die Handschrift sei ein Autugraph des Verfassers ; dies ist aber
nicht richtig, vielmehr besagt der Kolophon nur, dafs die Handschrift mit
seinem Vorwissen resp. durch ihn ') collationiert und corrigiert worden sei,
i>^ » Ji.-i x>^RJ'^ &JjUx) jI 00**4-3 . Solche Correctui-en und Nachträge sind
denn auch in der That auf den Rändern vorhanden ; zum Theil sind die-
selben von fremder, flüchtiger Hand — wahrscheinlich eben der des Ver-
fassers — geschrieben.
430. [Diez A. 4". 32.]
Der Dlwän ^) der türkischen Dichterin Fitnat *) , welche , wie die in
dem Dlioän enthaltenen Chi'onogramme beweisen, in der zweiten Hälfte
des vorigen Jahrhunderts lebte. Sie war eine Tochter des Mufti Äsiad
Efendi und nach verschiedenen Nachiichten entweder an einen ihrer un-
würdigen Mann (nach Gibb) oder gar nicht (nach Diez in seinem Kataloge)
verheirathet ; s. Rosen zweig in Fundgruben I, 234 Anm., Hammer, Osman.
*) viöyjuj = ä-IaXsjJw; s. Zenker u. d. W. xiyL« .
*) In der roth geschriebenen üeberschrift wird der Diwan it. ; ''■•.^ > ''iß Dichterin
ijLo'v ^jjy^oo zubenannt.
Tfirkischa Haadschrifteu. 54
42« Türkische Handschriften 431. 432. Poesie.
Dichtkunst IV, 5 05 und Gibb, Ottouian Poems p. 217. Zwei Gedichte
der Fitnat, welche in der vorliegenden Handschrift auf Fol. 14" und 15"
stehen, sind von Rosen zweig- a. a. 0. in Text und Uebersetzunsr mit-
getheilt; ein drittes Ghazel (Anfang: (»tVJjj ^J^j soxäa*« ^^jLwSwi JL_aJ>),
welches Gibb p. 134 übersetzt, kann ich in der Handschrift nicht finden.
Auch in A. Muchlinski's Chrestomathie stehen ein paar Gedichte der
Fitnat (II, 169).
Der Inhalt des wenig umfangreichen Diwans sind Buhäii, Ta/inls,
Lobgedichte, Ta'rlx, Ghazelen (nach den Reimbuchstaben, unter welchen ^
ganz fehlt, alphabetiscli geordnet), Muqattaiät, Mufradät und Räthsel (-jj
und Cjuc).
Anfang: Lyil &-Us. xJCob c>wLw \^y^ l>-^ j^ [»Uaj oL^I c>-cL> ,^1
23 beschriebene Blätter; 21 X 15?* cm. Flüchtiges, doch deutliches
Nasta'hq mit 1 7, meist gespaltenen Zeilen auf der Seite.
431. [Petermann II, 173.]
Diese Handschrift enthält zwischen lauter ai'abischen Stücken auf Fol.
3" bis 1 2" ein türkisches Gedicht über die Kämpfe und Abenteuer des
XäwarSäh, welche auch in der persischen Handschrift Nr. 5Ü,i (S. Iü6 des
Kataloges) erzählt werden. Man vgl. dort, sowie auch „Le Cabinet des
Fäes" T. XIV (t\ Gen^ve 1786. 8"), p. 136. Am' Ende wird die Zeit der
Vollendung des Gediclites mit dem T'a'n;^- Verse Lov -^bl jjI SvU angegeben,
was das Jahr 1140 (beg. 19. Aug. 17 27) ergiebt; wenn darunter lu.
steht, so beruht dies entweder, wenn es eine Umrechnung des To'nx sein
soll, auf einem Rechenfehler, oder es soll gar nicht das Ta'rlx, sondern
das Jahr der Abschrift bezeichnen. Einen Verfasser finde ich nicht ge-
nannt.
Anfang: «^jUI^n sjo^r (sie) ^jl:» cjLK^» )ü>\y^ \j\J*i'
Gutes Nastaillq, in vei'schiedenen Richtungen des Blattes geschrieben;
auf der Seite stehen gewöhnlich 36 Bait\ Gröfse der Blätter: 20,6 X 13 cm.
432. [Diez A. 4°. 79.]
Ein in ziemlich ungeschlachten MaBnaiui-Y ers^n geschriebener Ruman
von dei- Liebe zwischen Mihrbiln und Süh-^ahän. Aveshalb auch eine fremde,
sehr rohe Hand auf Fol. 1' angemerkt hat: ^Lg.=.sLi ^L^-gx ^jU^ (sie) 4XP.
Türkische Handschriften 433. Poesie. 427
Die erste Seite des Gedichtes ist verklebt, die zweite zur Hälfte ausge-
wischt; das Vorhandene beginnt mit dem Misräi: sjK (?) g^ JL*i ^j vJ^j-
204 beschriebene Blätter: 20,s X 1 "1 cm. Dlioäni mit 15 gespaltenen
Zeilen auf der Seite. Statt der Ueberschriften , welche den einzelnen Ab-
schnitten vorgesetzt werden sollten, sind nur leere Räume vorhanden.
433. [Diez A. 8«. 4.]
Ein Gedicht über das Leben und zum Lobe des Pi-opheten, geschrieben
in J/aörtawj- Versen des Metrums Ramal _^__ _^__ _w_, welche hie und
da durch eine Kaside unterbrochen sind. Die Handschrift ist am Anfange
defect; in dem Vorhandenen finde ich weder einen Titel, noch den V^erfasser
genannt. Die Handschrift ist datiert vom 10. G-umädä W 9 74 [■= 23. Dec.
15 66\ und das Gedicht mufs also jedenfalls vor dieser Zeit verfafst sein.
Die &jtX*as' des Yazi^i-oy}i\ an welche man zimächst denken mufs, ist es,
wie eine Vergleichung mit den Gothaer Handschiüften Nr. 217—219 zeigt,
nicht; sollte es vielleicht die von Hammer, Osnian. Dichtkunst 1, 151
erwähnte Jtjjk«^! des aamdl (f 909, beg. 26. Juni 1503) .sein? Eine
Handschi-ift dieses Gedichtes, welche zur Vergleichung herangezogen werden
könnte, vermag ich nicht nachzuweisen. Der Abschnitt über den Tod des
Propheten (Fol. OS"*) beginnt mit den Versen:
^Jjol sl xijJsO ^Ls. JoJ» r?^'^' TT^ cH^J '^♦'^ "^
Anfang der Handscln-ift :
124 beschriebene Blätter von rother Farbe; 20 X ISj^ cm. Gutes,
vocalisiertes Nasyl mit 13 gespaltenen Zeilen auf der Seite: die Seiten
und die Spalten mit doppelten weifsen Linien umzogen; Schreiber: Mu-
Ravimad ihn lAbdl Brüsawi. —
Am Ende sind noch zwei weifse Blätter angeheftet, welche, von an-
derer Hand geschrieben, das arabisclie wa-iJi ^\ s. (vgl. Brit. Museum
LXXXV, 125) mit türkischer Einleitung enthalten (Anfänge: ^y^ _wi ttXse
JUuJ^I ^*^j^ 5jlj>; |«-*iä* o »i' y* >0 .j yicHiS und ^-^ o).»a=» *:i,'Ua*>»j ».jJJI
iSy£L> (sie) >:y.A»<Lcl o^w*v.j^ ). Auf einem aufseii aufgeklebten Zettel steht:
fi* v^ (Jj)^ ^s^y*^ (»i^»JI «jJ-c tV*^ r-i^'i ^'1^ einem vorgehefteten Blatte:
.04'
428 Türkische Handschriftea 434. 435. Poesie.
434. [Petermann 5 42.]
Auf Fol. 1 9"" — 2 1 '' dieser Handschrift steht , mitten unter arabischen
Abhandlungen, der Anfang — im ganzen 146 Bau — eines türki.^chen
MaGnauil-Ge6.\ch.tQ^ zum Lobe des Propheten, des lAll und seiner Söhne
Hasan und Husain. Der Anfang lautet:
|V_J«>>9 s^.>^*^ ^yi jT-«-*?! |*^^r' (^♦^r' *^' 1*-***^
der letzte vorhandene Vers:
Jikfli ^yS" JHyS' J^ä ^1I.*X3 JL»/ »AÜ' «y^ Ä.iXlb JL-.fl
Ziemlich gutes Taülq, in drei Spalten schief geschrieben. Die Gröfse
der Blätter beträgt 20 X 13,5 cm.
435. [Diez A. 8". 20.]
^jLioül iLs\-«; (Fol. 4", letzte Zeile), eine Sammlung von hundert tra-
ditionell überlieferten Aussprüchen des Propheten, welche arabisch mit-
getheilt und dann mit je zwei türkischen Baif paraphrasiert werden ; ein
Vorwort, ein Abschnitt zum Lobe des Propheten, sowie ein anderer über
i_)LäS' ^-äjJb' ^>A*v ist am Anfang, ein stilles Gebet «yUa-U* und ein py-«aJ"
JwA^Ä. 3y^\ JoU' überschriebener Abschnitt am Ende hinzugefügt, alles in
türkischen 3Iaßnawi-Y eisen des Metrums Xqfjf ^^ _ ^\_,_,^_ z^_. Dasselbe
Werk ist in der Dresdener Handschrift Nr. 232,2, in der Upsaler 207
und in der des Brit. Museums p. 25 6", .\in enthalten; in allen dreien wird,
nach Angabe von Fleischer, Tornberg und Rieu, und ebenso in der
hiesigen, nochmals dasselbe Gedicht enthaltenden Handschrift Nr. 2,i, so-
wie von li. X. HI, 5 76, 70 09 = Ed. Bül. I, t^lt als Verfasser Laüß ge-
nannt, in der vorliegenden Handschi'ift dagegen Luffl. Das betreffende
Mtsräi lautet hier (Fol. 18", letzte Zeile): ool oL ^^^äW &JI-jI uSi^ÄiaJ,
wobei B-Äki für ^^ÄkJ (statt ^j^^iiaJ) geschrieben ist 'j.
Anfang: Jjl ^1 dl "^ JjU JJI <>♦=: ^^j (JJU. (sie) ^öIj^
Das Gedicht des Latßfl endigt auf Fol. 1 8'' ; auf den folgenden Blättern
stehen erst noch einige unbedeutende Schreibereien und dann (24*'— 5 2") die
sogenannten Sprüche des iAll, arabisch mit persischer und türkischer poe-
■) In der Handschrift des Brit. Museums lautet der Vers besser: ^^^ijilaJ tX.fSJ>iai
Türkische Handschriften 435. Poesie. 439
tischer Paraphrase von je zwei Bait *). Am Ende noch ein paar türkische
Recepte.
Die ganze Handschrift hat 5 5 beschriebene Blätter von 19,5X 14 cm.
Gutes, im Gedichte des Lfdlfi vocalisiei'tes Naft^i mit 1 3 Zeilen auf der
Seite. Die Ueberschriften und das Arabische roth geschrieben. Auf einem
aufsen aufgeklebten Zettel steht: ,Jol ^^Ä r^'^ ^^' o^'^'^ «.ä*» ^UT
Gedichte Bind ferner in folgenden Handschriften enthalten: Nr. 3,i (Bufs-Kaside) —
■5,10 (MaOnatci-üedicht) — 95 (von Nizäml u. a.) — 5*,ii (x^wäx4Jl, arabisch und tür-
kisch) — 12 (Refrain-Gedichte von Qabrl und Daftarl) — i9 (Knside von Ahmad Efendi,
Ta'rtx u. s. w.) ~ si (Ghazelen von Tuyrä'i und Bahistl, auch einige Murdbbai) — 67
(Ghazel von iAlt PaSa u. a. m.) — 7,5 (Bätlisel) — 7 (ein desgl. auf den Tabak) — 8,6
(Varia) — 14,3 (Ghazelen von EuMl, ilemtt und ranä'i) — 16,s (Gliazelen von RidäH) —
3 (Jl^'l iljvo) " 4 (Lob des iÄbd al qädir Gilänl) — 17 fol. 22" (ein Ghazel) und fol. 39*"
(ein Lehrgedicht in vierzeiligen Strophen) — 25 {Ta'rl/ , Ghazelen und Glossen) — 27, i
(^♦ü. ^jl^.i>) - s (Varia) - 3 (^cjA.^ ^^\y.iO) - ■« (zwei Kasiiien von Uarlmi) -
6 (^Kaside, auf ^»Jjl \Jl reimend) — 7 (Ghazelen von J/w'tj g (das Ende einer Kaside) —
10, 11 , 14 bis IT (Varia) — 28*,6 (ein Targii -tand von Äsaf) — 29,2 (Ghazel von Sa-
büKl) - 3 (Kaside von iAdamt) - n, is, is, 22 (Varia) — 31,4 (Ä<b^_Ai>.Ls. von IsKäq) —
34,9 u. 10 (Varia) — 35, 1 (von NasnKl) uml 5 — 37, 1 (Derwisch -Lieder) und 2 (Varia) —
38,6 (Gedicht über die 100 Namen Gottes) — 39 fol. 2» (^J») — 41,3 bis e , 9, 11
(Varia) — 44, 1 Ms 4 {MaOnattn -Geäichte beschaulichen Inhalts) - s (Erzählung von Nösir-
wän und einem Derwisch) — 9 (Gedieht über den Tod lAhd alläh's, des Vaters des Pro-
pheten) — 10 (jjf JÜI jvü. J-Lei3) - II (ilfa(9waM«-Gedichte , meist auf Fätimah bezüglich;
darunter ^^1^1 ii^io[j = Nr. 133,i) — 45,5 und 7 — 46 (Varia) — 50,« (Tanzlieder,
') die persische Paraphrase ist dieselbe, wie in Fleische r's Ausgabe, die türkische
verschieden sowohl von der in Nr. 5*,4, als von der in Nr. 418*,7 enthaltenen. Der erste
Spruch ist derselbe wie bei Fleischer (d( «^UaiJl ■ q ■■:■.<' t fehlt in Nr. 418*,?), und
die dazu gehörige türkische Paraphrase lautet:
Im zweiten Misräi ist offenbar jjJjj»^ = ij--")))^ = ij^ "— '5)J^ ''" fassen.
4S0 Türkische Handfschriften 436. Poesie.
öUäL**«) — 51 (Lieder mit Angabe ihrer Melodien) — 55,5 (Varia) — 133,6 (Legende
Ton Abraham und der von ihm beabsichtigten Opferung seines Sohnes) — 170,.i (ein
t\_Ä^ *jwÄ. jj ) und 4 (ein Lied von lÄSiq iUmar) — 277,3 (Verse) — 147 (die arabische
Kaside des Tantaränl mit türkischen Glossen; Varia, darunter ein Ghazel von '.Auni) —
485 (Gedicht von Öusain) — 501 und 503 (Varia).
3) Gesänge der Kirghisen.
486. [Ms. Orient. 4". 614.]
Eine Sammlung von acht längeren kirghisischen Volksgesängen. Die-
selben sind W. Rarllüff sämmtlich bekannt: sieben sind im dritten Bande
seine]- „Proben der Volkslitteratur der türkischen Stämme Süd-Sibiriens"
herausgegeben und übersetzt, der achte ebenda wenigstens erwähnt. Es
sind die folgenden :
1. Sain Bafijr. überschrieben Job jJ.jLo und raiiin, - rtartipi. : Radioff
Text S. 166, üebersetzung S. 205.
Anfang: »tXiXJilv (sSo^jJbl ^^Jo'^l sJo^L isSö^jJbl ^^)y^
.52 l)eschriebene Blätter: 22 X IS cm: 8 Zeilen. Gorrecturen sind hie
und da vorhanden ; ein paar mal ist auch einem Worte die Bedeutung-
russisch oder deutsch beig-eschrieben.
2. Hamm, überschrieben ^o ^_j s'w-..» Ä^aj": Radi off Text S. 4 4 3,
üebersetzung S. 5 18,
Anfang (sie): ^1 jIy*«^» Läi>Lj j,j stXjLoK
(sie?) (^tXi'l ».«ajo läSJkjLiijLj i^j-g-i-
23 beschriebene Blätter: 21,.'<X '6 cm; 1" gespaltene Zeilen.
3. Säip'i'ü mäh'k'): Radi off Text S. 521, üebersetzung- S. 597.
Anfang: ^^j^ito ^^Lil ^twj ^vjl üSoL..*.!^^ jj^jT |*Jr^' ^j-f^^^ »^^=» sjJ^I
43 beschriebene Blätter von 22,5 X ' ",* c"i ; Fol. 39 nur halb so breit,
wie die übrigen Blätter. Verschiedene Hände mit 18 — 26, meist gespal-
tenen Zeilen auf der Seite; auf dem dritten und denj letzten Blatte deutsche
Uebersetzungen.
') d. i. täJjLJI oiA.w<.
Türkische Handschriften 436. Poesie. 431
4. „Gesang Boh iorgai^) die Lerche": Radioff Text S. 693, Ueber-
setzung 8. 780; vgl. auch R. Köhler in ZD:\IG. XXIX, ö:53 und Rad-
lüff, Uebersetzung S. XX.
Anfang : ^ jU^T ^L*a£L« <U \^Xj ^ ^JL^ O^;'-' ^J^t^y'y^ ^■'y^ j->
8 beschi-iebene Blätter von '2.2 \ 17,5 cm; auf der iSeite 13 gespaltene
Zeilen; scheint am Ende defect zu sein.
5. „Gesang Sar Baiiiav'-'- '^): Radioff Text S. 714, Uebersetzung
S. 802 (vgl. auch S. XX).
Anfang: ^J^.f^ CO k2NAAjl-JL.wc &JÜI **vo ,c^^ ^^^)y"
6 beschriebene Blätter ; 18X11 cm ; el^ Zeilen auf der Seite. Sännnt-
liche Blätter sind in der Mitte halb oder ganz durchgebrochen.
6. „Gesang Sanum ahjr- (das Ende der Welt): Radioff Text S. 724,
Uebersetzung S. 813.
Anfang: ^ ^Ij. ^«.t ^ (sie) ^T ijf ^\^ (.sie) ^\yj^ ^3^ (sie) ^^axä
8 beschriebene Blätter: 18 X 1' d'i 16—18 Zeilen; von Fol. 6 an
mit Bleistift geschrieben.
7. „ Hussain-Kusasy " d. i. ^^.^juÄJi ^*;m.^ , die ErzähluTig von Husam:
Radioff Text 8. 738, Uebersetzung 8. 827.
Anfang:
^j^'.l vi 5tXjLj=>. „j sJkiUjI -Äjjj.l vL ^jLj^ C ^*»o (sie) ;ÄajLcK
10 Blätter; 22 X 1** <^ni : 14 gespaltene Zeilen.
8. „Der Gesang (des) Ali", von Radi off weder im Texte mitgetheilt,
noch übersetzt, wohl aber erwähnt; s. Uebei-setzung 8. XXI Z. 2.
Anfang: ^jLJ.„<.x «j ^j ^LiJLöl^ ij''^;r' 'J;' CiJ
') bos (Radioff schreibt 603) ^ Vjj „blaugrau"? ^Lcxo ist nach Pavet de Cour-
teil le und Zenker die Lerche, nach Vambery der Staar; Barbier de Meynard sagt
(II, dO^^): „ y£.^yJe tourglwu, espece de passereau qui vit dana In montagne ; on t-crit auasi
*) Der Vers, welcher den Gesang hier beginnt, steht bei Kadlot'f auf K. 694 Z. 3
und 4, während der hier zweite bei Radioff der Anfangsvers ist.
') d. i. io^))l) i.J'imnierzeit".
*) sie! Pavet de Courteille: imjö hiver.
') abgerissen.
488 Türkische Handschriften 436*. Poesie.
41 beschriebene Blätter; 22X^8 cm; 17—18 gespaltene Zeilen auf
der Seite.
Verschiedene Hände, meist Nastailiq von eigenthümlichem (tatarischem)
Zuge und mit mancherlei graphischen Eigenthümlichkeiten ; den meisten
Stücken sieht man an, dafs sie viel und lauge durch nicht allzu saubere
Hände gegangen sind. —
Die vorliegenden Texte, aus welchen man auch ersehen kann, in wel-
cher Weise die Kirghisen ihre Sprache mit arabischen Buchstaben schreiben,
weichen von den von Radioff gegebenen im einzelneu vielfach ab.
4) Uighurische Handschrift.
436*. [Ms. Orient. 8°. 35 8.]
Ein im uighurischen Dialekte der osttUrkischen Sprache verfafstes und
mit uighurischer Schrift geschriebenes moralisches, stark zum Mysticismus
neigendes Gedicht, in welchem die im didaktischen Theile gegebenen Lehreu
häufig durch eingestreute Erzählungen belegt und erläutert wei'den. Das
Gedicht trägt den Titel ^-Jäs „die Schatzkammer", und ist verfafst von
Ahr aaidar Ma(jdid>, welcher im zweiten Jahrzehnte des 15^'" Jahrhunderts
unserer Zeitrechnung am Hofe des Iskandar biräzl, eines Enkels des Timür,
lebte. Pavet de Courteille hat etwa die Hälfte dieses Gedichtes, in
arabische Schrift umgeschrieben und mit französischer Uebersetzung ver-
sehen, nach der voi'liegenden Handschrift, der einzigen bekannten, welche
damals dem englischen Orientalisten Guy le Strange gehörte, zugleich
mit dem uighurischen jjoLj_.L*>o herausgegeben '), und der Einleitung zu
dieser Ausgabe sind die obigen Daten Über das Gedicht, seinen Charakter,
seinen Titel und seinen Verfasser entnommen.
Anfang: sl^^ ^t^_t ^j.js\.jI Jc:a/iI yjo i5tXJ«j sl^ *^^ •-^jyl-Aä ^cj^5^L'»^ J-^^
55 beschriebene Blätter und ein 5 6 '''''% auf welchem nichts weiter
steht, als: „Guy le Strange. Got for me by Sir J. Dickson in April
*) Publications de l'Ecole des langues orientales Vivantes, II* S^rie, Vol. VI. Paris,
E. Leroux, 1882. 8^
Türkische Handschriften 437. Erzählungen. 433
1879. Teheran. I paid for it 10 Tomäns"; Gröfse der Blätter: 19,6 X
12,6 cm. Sehr zierliche uighui'ische Schrift mit 11 Zeilen auf der Seite;
die Seite Fol. 44*' ist in der Ausgabe von Pavet de Courteille auf
p. tf in ganz treuer, vortreÖlicher Weise nachgebildet. Jede Seite ist mit
einer Goldleiste und schwarzen Linien umzogen ; über dem Anfange steht
ein hübscher, in Gold, Blau und Grün ausgeführter iUnioän. Als Schreiber
nennt sich am Ende iÄll Sah Ba/Sl (Pavet de Courteille p. XXII).
Das Datum seiner Arbeit fügt der Schreiber nicht bei; doch ist die Hand-
schi'ift nach Pavet deCourteille's Urtheil ungefähr aus derselben Zeit,
wie die Pariser des äjoÜ—Iju) und der LaJjI s-J^XJ», und diese ist vom
10. Gumädä II 840 = 20. Dec. 1436 datiert. Den vier ersten, dem
siebenten und dem achten Misräi ist von fremder, ziemlich roher Hand
eine Umschrift in Nastalliq beigefügt (nach welcher oben der Anfang ge-
geben ist); das auf der facsimilierten Seite in Umschrift beigefügte Wort
^Li scheint, nach seiner Zierlichkeit zu urtheilen, vom Schreiber der ganzen
Handschrift herzurühren. Auf Fol. 1" linden sich verschiedene Notizen
und Siegelabdrücke früherer Besitzer; ein sowohl am Anfang als am Ende
abgedrücktes Siegel enthält die Worte J.*s\i ,c^lJI bJ-aä. — Die Hand-
schrift ist gänzlich verbunden; die richtige Reihenfolge der Blätter (1. 2.
15. 16. 3. 36. 42. 39. 9-12. 40. 41. 45-47. 33. 38. 48-50. 6. 4. 5, 37.
27. 21. 13. 14. 22. 28. 34. 43. 29, 31. 17-20. 32. 30. 44. 35. 7, 25.
23, 24. 26. 8. 51-55) ist von Pavet de Courteille auf 33 Papier-
streifen und hiernach von Guy le Strange auf zwei Blättern angegeben,
welche in einem besonderen Mäppchen beiliegen.
XVIIL Erzählimgen.
437. [Petermann 729,]
Diese Handschrift enthält die folgenden Erzählungssammlungen:
1. Die Geschichte von den vierzig Vezieren, jj\j jj j" ojt5^; s. Nr.
454, wo eine andere Handschrift desselben Werkes beschrieben ist; femer
Nr. 4 38,1 und 454*. Die vorliegende Abschrift läfst die Einleitung weg
Türkische UandacluifteD. 55
484 Türkische Handschrifteu 438. Erzählungen.
und begiuiit gleich mit der Erzählung- selbst: ^:>yLi^^yS' ^dS^Lc -.^sj^^'
^^J>^t^ sLcijL) (sie) J,ji vJ sJOiCUx! ^ kS', ßelletete p. 1 Z. 3 v. u.,
Behrnauer 8. b.
2. Fol. 4 7'': eine türkische Bearbeitung des ajob^La=; (Zenker Nr.
7 11 — 713), verschieden von den beiden in den Gothaischen Handschriften
Nr. 228 und 229 enthaltenen Bearbeitungen desselben Werkes; auch die
in Halle (Nr. XLVH) vorhandene Bearbeitung ist wie von den beiden
Gothaischen, so auch von der vorliegenden verschieden. Die letztere ist
in zehn Capitel ^L eingetheilt, ebenso wie das persische Original ').
Anfang: »-j^^I ^s^T^)'?^ ^'^^^^ r^ ^7^ |*-*^<^S' T^ ^s^^^ (iS'yx^jJvL) ^US' ^
3. Fol. 6l'': »tX-io.Jl tX*j _-väJ', dieselbe Erzählungssamnilung vollstän-
dig, welche defect auch in der Handschrift Nr. 458 enthalten ist; man s.
dort. Am Ende ist auch das vorliegende Exemplar ein wenig defect; doch
fehlt nur ein Blatt mit dem Schlufse der letzten Erzählung. Die letzten
(nur noch theilvveise) vorhandenen Worte jJ^ax^^' ('' tXJ^) v-j\j i>tV.oi^ y^Uil
stehen in der Gothaer Handschrift (Nr. 234) auf Fol. 288'' Z, 8.
Anfang: ^s^^\ )*^^5'^3^y^ iS-'^ )<^^'^yi (**^ ^}<^^ Jj' tc'-^j T^
20y beschriebene Blätter; 27,5 X 18 cm. Deutliches Nasyl von tür-
kischem Zuge mit 25 Zeilen auf der Seite. Die beiden letzten Blätter
waren beschädigt und sind ausgebessert, wodurch -einige Zeilen des Textes
ganz oder theilweise zerstört woi'den sind. — Auf zwei vorgehefteten
Blättern .stehen allerhand Schreibereien, aus welchen nur etwa ein ara-
bisches Gedicht von Ibrahim (d-Saiir mit dem Anfange J^^ c>.J.*x*il 131
kjkJjiJI (j-LxJl hervorzuheben ist.
438. [Petermann II, 278.]
Die vorliegende Handschrift enthält dieselben drei Erzählungswerke
wie die vorige und ist offenbar eine Abschrift der letzteren, da sie alle
die erwähnten Eigenthümlichkeiten (in Nr. 1 Fehlen der Einleitung, in
Nr. 2 Fehlen des Q""" und Bezeichnung des lü*"" als 9'^" Bäb, ^ ^^ statt
^. ^jjt in den Anfangswoiten) mit derselben gemein hat. Nr. 3 ist aber
*) Das neunte Capitel ist aber im Texte ausgelassen und dann das zehnte als neunte«
bezeichnet.
') 'l- '• i^tXÄj'» er sagte (^Gotha: JwäjI ).
Türkische Handschriften 439. Erzählungen. 435
von dem Abschreiber unvollständig gelassen worden, indem er seine Arbeit,
mit den Worten ^lVj'> (•*J)^' vs*— (^j)j>^ o^''^ '" ^^^' 33^**" Erzählung
(Fol. 184" Z. 5 der voi-igen Handschrift) abgebrochen hat. Nr. 2 beginnt
auf Fol. 35\ Nr. 3 auf Fol. 49".
188 beschriebene Blätter: 31,."iX21 cm. Gutes Nasyi, welches sich
gegen das Ende dem NaMniliq nähert: auf der Seite stehen 29 Zeilen.
Die Ueber.schriften von Erzählung 32 (Fol. 180") und 33 (Fol. 186") des
dritten Werkes sind ausgelassen.
439. [Diez Fol. f,\.]
xxLj^^Uje, die von ;Ah ihn SäliH. gewöhnlich genannt iAh-i Wäsii
(oder Wäsil ; Allst; f 95 0, beg. 6. April 1543) verfafste türkische Bearbei-
tung der persischen j^x.^.*« Jjjl (s. Pers. Nr. 1001 ff.) Nachweisungen über
Werk und Verfasser s. man zu der türkischen Handschrift in Gotha Nr.
227 und besonders bei Rieu p. 227". Von den im Gothaer Kataloge ge-
nannten, in deutschen Bibliotheken aufbewahrten Handschriften des Werkes,
tragen die der Wiener Hofbibliothek jetzt die Nummern 1867—1872, die
der MUnchener Nr. 19 2—197, die der Breslauer Maria-^Iagdalenen-Biblio-
thek ist als Türe. Nr. 6 bezeichnet; aufserdem findet sich auch noch eine
Handschrift in der Bibliothek der DMG. (S. 39 nr. 4).
Stücke des vorliegenden W^erkes sind in Text und Uebersetzung ge-
druckt in den Fundgruben H, 270, im Joum. Asiat. 1848, H, 381 ff., bei
Wickerhauser S. f*. und 271 und in dem von Zenker II, 682 ange-
führten Buche von Adel bürg; das ganze Werk ist gedruckt in Bfiläq
1251 (= 1835 6: s. Zenker I, 738 und JAs. 1843, H, 44,102) und in
Konstantinopel zwischen 1290 und 1293 (s. JAs. 1877, I, 136,74). Ueber
sonstige auf unser Werk bezügliche Literatur s. man besonders Diez, Das
königliche Buch (Zenker 1, 1360), wo auch (S. 10 6) die vorliegende
Handschrift beschrieben und die Vorgeschichte derselben mitgetheilt wird.
Anfang:
267 beschriebene Blätter; 30,5 X 21 cm. Gutes, aber nur auf den beiden
ersten Blättern mehr oder weniger vollständig vocalisiertes Nas/' init 27
Zeilen auf der Seite. Abschrift datiert vom Jahre 962 (beg. 26. Nov.
1554), d. h. also nur zwölf Jahre nach dem Tode des Verfassers. — In
55*
436 Türkische Handschritten 440-443. Erzählungen.
der vorhandenen Originalfoliiening finden sich verschiedene Versehen (cv
ist zweimal gezählt, m überhüpft, fer wieder zweimal gezählt).
440. [Diez Fol. 26.]
Eine andere Handschrift desselben Werkes, von Diez a. a. O. gleich-
falls (und zwar als „erstes Exemplar") besprochen.
AnfaniT wie in der vorigen Handschrift.
340 Blätter; 29,5 X 18 cm. Die vorhandene Originalfoliierung geht
nur bis ("M, weil das erste Blatt nicht mitgezählt ist. Abschrift am Vor-
mittage Löst'l ^^y eines Sonnabends, des 27. Jü 'l ^ig^ah 1123 (= 5. Febr.
1713), zu Damiette is'yy-o xtXuj von SäliK ihn Büol volleudet.
441. [Diez A. 4". 12.]
Ein drittes Exemplar, von Diez ebenda besprochen, als das correc-
test€ der ihm zu Gebote stehenden bezeichnet, und deshalb auch seinen
Uebersetzungen zu Grunde gelegt. — Anfang me gewöhnlich.
317') beschriebene Blätter; l\y^\i^i cm. Gutes Nastaihq mit 21
Zeilen auf der Seite; mit rothen Linien umzogen. Auf einem aufgeklebten
Zettel steht: L-iv o ^^wLi^o ^^-pLsj ^ys. ^o ,_>L cj^^ ^jjl »xb^j^U*.
442. [Diez A. 8». 35.]
Nochmals dasselbe Werk; die Handschrift \vird von Diez ebenda
S. 107 beschrieben. Anfang wie gewöhnlich.
453 beschriebene Blätter; 21X11,* cm. Gutes Nastaihq mit 21
Zeilen auf der Seite. Am Anfang ein hübscher, aber etwas beschädigter
iUnicän; die Seiten mit schwarzen Linien und einem Goldsti-eifen umzogen.
Nicht datiert, aber nicht neu. Auf der letzten Seite, von fremder Hand
geschrieben, ein paar Recepte. Europäischer Einband von rotliem Saffian
mit Goldverzierungen.
448. [ils. Orient. Fol. 4 75.]
Noch eine Handschrift desselben Werkes. Anfang wie gewöhnlich.
377 beschriebene Blätter; 23 X 1^ cm. Hübsches Tadiq mit 21 Zeilen
auf der Seite; arabische Stellen, Ueberschriften , Stichwörter u. dgl. sind
1) Die vorhandene OriginalfoliieruDg, welche bis 316 geht, zählt fol. 1 nicht, überhüpft
131 und bezeichnet mit 238 zwei Blätter.
Türkische Handschriften 443*. 444. Erzählungen 487
theils roth, theils mit Gold geschrieben; die Seiten sind mit einer goldenen
Leiste und drei schwarzen Lhiien umzogen. Am Anfang ein hübscher
lUnwän. Auf Fol. 1* steht (italienisch) die Notiz eines Käufers vom
15. Sept. 16S2; auf dem ersten von zwei vorgehefteten Blättern „E. F.
Mooyer aus Minden. Hamburg 24 Septb. IS47. Humayun namah (Kaiser-
buch). Türkisch", auf dem zweiten ein paar persische Verse.
443^. [Hamilton 336.]
Nochmals dasselbe Werk; Anfang wie gewöhnlich.
349 beschriebene Blätter; 25,5 X^ 5, i cm. Sehr schönes, vocalloses,
verhältnifsmäfsig altes Nas'/l mit 23 Zeilen auf der Seite. Am Anfang ein
sehr schöner iünwän in Gold, Blau, Grün, Roth, Rosa und Gelb, in dessen
Mitte auf Goldgrund mit weifser Farbe geschrieben die Basmalah steht.
Jede Seite ist mit einer goldenen Leiste und drei schwarzen Linien um-
zogen ; auf den beiden ersten Seiten kommt hierzu noch eine kräftige blaue
Linie. Schlagwörter und Trennungspuncte im Anfange meist mit Gold,
später roth geschiieben. Schöner Orighialbaiid. • — Auf Fol. l'' ist ein
Siegel mit der Inschrift ^'*-«ä^ sjcvc abgedrückt.
Der Anfang des Humäyün-nämah in Umschrift steht in Xr. 55,i .
444. [-'»is- Orient. 4". 204.]
Ein am Anfange defectes Exemplar eines Apologenwerkes, und zwar,
wie auf einem vorgehefteten Blatte wiederholt angegeben wird, des iwlj^iLv,^,
über welches mau vgl. das zur Gothaer Handschi-ift arabisch Nr. 2692
(IV, 4 27) Beigebrachte. Von der Eintheilung dieses Werkes, wie sie iu
der arabischen Redaction erscheint, weicht zwar die der vorliegenden tür-
kischen Redaction ab; dagegen stimmt sie mit der der persischen Redaction,
wie sie am ausführlichsten von Dorn, Manuscrits et xylographes S. 406
Nr. CDLXXIX und von Schefer, Chrestomathie Persane II, 194f an-
gegeben wird, wesentlich überein. Der Anfang des ersten Capitels («-»L?)
fehlt mit dem Anfange der Handschrift; Cap. 2 — 8 (welche auf Fol. 7*,
16'', IS*", 26', 29", 4 0*' und 5 1" beghmen) stimmen mit den Angaben
488 Türkische Handschriften 445. Erzählungen.
Dorn's iiberein: Cap. 9 (Fol. 61°) handelt von dem Storch und dem Adler
i^kS^Jc^ «ä$JLC*, und nach diesem folgt noch auf Fol. 68* ein zehntes
Capitel, wie in der Leidener Handschiift Nr. 469, welches aber hier nicht
^vie dort über den König Nekha/i und seine Gemahlin Yönä, sondern vO
jj.Mii> b^ c^-w^^ L> ( ' ^l^tXJVj ^5^^ -4^ «i'«>'j« y;LiJ handelt und zugleich als
v_jU^ OA^üa. bezeichnet wird. — Das erste Blatt enthält Verse und Notizen,
welche nicht zum Werke gehören; mit Fol. 2 beginnt der vorhandene
Text des Werkes; hieran schliefsen sich Fol. 6 f. an. während Fol. 3 und
4 an das Ende gehören und Fol. 5, ebenso wie Fol. 1, nicht zum Werke
gehört; zwischen Fol. 4 und 5 ein leeres Blatt.
Anfang: sjIvvaJLLc ^1. ..,, ^ jLiji ^^Üüa-'o ^^d^} o~-jI ^,ü:*-lj J.l
69 Blätter von 25,5 X^''?* cm. Gutes, vocalisiertes Nastaihq mit 14
Zeilen auf der Seite. Abschrift datiert (s. Fol. 4^) von der letzten Dekade
>i.U des Samccd 84S = 30. Jan. - 8. Febr. 1445.
445. [Petermann II, 162.]
cLjÜ'I ^'«cXä ^ 'cLk^-'l ^^1 JL* , das besonders durch Amari's üeber-
setzung bekannte Werk de.s Ihn Zafar, in das Türkische übersetzt von
MuJiammad Sand ihn Qara Xalll, welcher nach H. '/.. III, 612 (wo seine
vorliegende Arbeit erwähnt wird) unter dem Namen Qara-XnM-Efendi-
zädah bekannt war imd im Jahre 1168 (beg. 18. Oct. 1754) starb. Ueber
das arabische Original s. die Gothaer Handschrift Nr. 2688. Der Ein-
leitung der vorliegenden üebersetzung ist eine kurze Biographie des Ihn
Zafar {<J^ ^ye x^s-o y^ luciy^) eingefügt, in welcher als Todesjahr des-
selben 568 (beg. 23. Aug. 1172), nicht, wie gewöhnlich, 565 angegeben
wird. Ü'ie fünf Stihcönnh beginnen auf Fol. 5^, 35°, "l", lOlMind 137*. —
Eine andere Handschrift der vorliegenden üebersetzung findet sich in Wien
Nr. 382 (I, 357); auch ist dieselbe in Konstantinopel 1285 = 1868 ge-
druckt erschienen (Joum. Asiat. 1869, II, 86 nr. 23). Vgl. auch Trüb-
ner's Record Nr. 41 p. 363^
Anfang: (jäaäx. ._JUix ^s^L^ox |^' i«^*^ ^tj'-J*^' j-^^'-'"* *:?'-^ ,e^ o*^^
Türkische Handschriften 446. Erzählungen 489
163 beschriebene Blätter; 21 X 1^,5 cm. Gewöhnliches Xastailiq mit
23 Zeilen auf der Seite; arabische Stellen rotu überstrichen; die Seiten
mit einer rothen Linie umzogen ; auf den beiden ersten Blättern ein In-
haltsverzeichnifs mit Blattweiser. Die Abschrift wurde von einem Schreiber,
welcher sich (' ...Uülä— ^ Ij^^iS" jk_»_=»l w-Ji<-j ,>jKj ^i-j^l *j-cIoI ^Li'
nennt, am Ende «jLc ^j des Hagali 1146 = 6 Januar 1734 (also bei Leb-
zeiten des Uebersetzers) in Cairo x*,<v'' -, -^. - vollendet. — Auf Fol. 3'
ein zierliches Siegel mit der Inschrift ^^.=.1 (XLJf und einer Jahreszahl,
wie mir scheint 120S.
446. [Diez A. 4°. 19.]
C juib^^Js»Jo , das türkische Papageienbuch, welches durch die wört-
lichere Uebersetzung von Rosen und die freiere von Wickerhauser
(Zenker II, 679 und 6 SO) hinlänglich bekannt ist. Das Buch ist im
Jahre 1253 (1S37 S) zu Boläq (Zenker 730 und Journ. Asiat. 1S43,
II, 4S nr. 138) und 1256 (l840/l) zu Konstantinopel (Zenker 731 und
Wien. Jahrbb. XCVI, 106 nr. 160) gedruckt erschienen'); nach Bianchi
zu der ersteren dieser Ausgaben war der Verfasser der üebersetzunor der
der als Schriftsteller und Dichter bekannte Ra^ls Efendi Sari iÄbd alläh
Efendi, welcher nach 6. '/.. Tab. chronol. S. tTv und Journ. Asiat, IS 73,
I, 526 im Jahre 1071 ibeg. 6. Sept. 1660), nach Hammer, Osman.
Dichtkunst III, 4S2 erst acht Jahre später starb. Wenn ik. '/.. eine tür-
kische Bearbeitung des Tütt-nämah erwähnt, welche nach Flügel's Aus-
gabe (^IV, 172*)) für einen Sultan Bäyazid, nach der Bulaqer Ausgabe
(II, ta) für einen Sultan Sulaimän abgefafst sein soll, so passen diese beiden
Angaben, welche indessen schon durch ihre Verschiedenheit den Stempel
*) Also doch wohl: al Hagg Ibrahim, bekannt unter der Bezeichnung „der Sekretär
des fingerlosen AJimad, des Kyaya der Besatzungstruppen".
*) Die Ueberschrift der vorliegenden Handschrift lautet: ^uLjLuc, wiLKä. ^Lo O
.:>..wjXw sLo ^^iSfcis ._ol«£. ^^'^^.
^) Was es mit dem in Qazan 1851 gedruckten Tüti-nämah, welches Zenker II, 678
und Dorn, ilel. Asiat. V, 556 und 626 Sr. 100 erwähnen, für ein Bewandtnifs hat, kann
ich nicht sagen.
*; Vgl. Bösen p. XII, wo neben anderen Verbesserungen ■, C.iv »L»J hergestellt wird
für »X-i (ji^J bei Flügel un.i jCi ijiLe der ed. Bul.
440 Türkische Handschriften 447. Erzählungen.
der Unzuverläfsigkeit an sich tragen, nicht zu dem Zeitalter des Sari lAhd
alläh', dagegen läfst die Angabe des Upsaler Codex, die Uebersetzung sei
auf Befehl Mustafas 1 (f 1032) verfafst worden , dieselbe als ein Jugend-
werk des Sari iAhd alläh erscheinen. — Ueber das Verhältnifs der vor-
liegenden türkischen Bearbeitung zu ihrem Originale, dem persischen Tütl-
nämah des Na/sabi^) vgl. man meinen Aufsatz in ZDMG. XXI, 5 05 f.
Eine andere Handschrift der vorliegenden Bearbeitung findet sich in Up-
sala Nr. CXllI, während die dort in Nr. CXIV enthaltene von der vor-
liegenden verschieden ist.
Anfang : sS^ ^'^j' ^'■^V^ ^-jUs. JlsX« (^It^-i- «uwää ^^■»a.si it i_^L>.w^ iX*=>
157^) beschriebene Blätter; 22X15,5 cm. Flüchtiges, doch deut-
liches Dvwäril-Nasxisi mit 19 Zeilen auf der Seite. Abschi'ift datiert vom
15 Salbän 1192 = 8 Sept. 1778. Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel
steht: ('♦1 JIjj-* Jf^^^ v^.M^ )>> *J.l^^ u^ lt*^ jwb^^^io. — Die zweite
und dritte Seite enthalten ein Inhaltsverzeichnifs mit Blattweiser.
447. [Diez A. 8°. 14.]
^L*ö^l Ov.<i, eine in Prosa, welcher Verse reichlich beigemischt sind,
abgefafste Erzählung, deren Hauptinhalt sieben Disputationen zwischen
ebensovielen Thiei-en und weisen Männern verschiedener Länder bilden. Die
Erzählung ist in Nachahmung der besonders durch F. Dieterici's Aus-
gabe und Uebersetzung bekannten Abhandlung der I/^wän al-safä („Mensch
und Thier") im Jahre 933 (beg. 8. Oct. 1526) begonnen (Fol. 7* Z. 2)
und in der ersten Dekade des MuJiarram 934 zu Brüsah vollendet (Fol.
187* Z. 2 V. u.) von dem berühmten Dichter Lämili (t 937 oder 938,
beg. 25. Aug. 1531 und 15. Aug. 1531; s. oben Nr. 397). In der Ein-
leitung wird Sultan Sidaimän I gepriesen. Näheres über den Inhalt theilen
Hammer in Fundgruben V, 8 5 f. und Flügel zur Wiener Handschrift
Nr. 436 (I, 421) mit; an ersterer Stelle wird (S. 8 8 f.) auch ein Abschnitt
aus dem Werke türkisch und deutsch mitgetheilt (Fol. 61^f. in der vor-
liegenden Handschrift). — Andere Exemplare finden oder fanden sich, ab-
gesehen von der bereits erwähnten Wiener Handschrift, in Paris Nr. 156
') enthalten in den hiesigen persischen Handschriften Nr. 1025 f.
*) Die vorhandene Originalfoliierung geht nur bis 155, weil sie die beiden ersten
Blätter nicht mitzählt.
Türkische Handschriften 448. Erzählungen. 441
und 15 7, St. Petersburg (Asiat. Mu-seum S. 208), Upsala Nr. 480, Mailand
(Ambrosiana Nr. 192), München Nr. 20 6, im Brit. Museum (Rieu p. 22G''
und 227^), in Bologna {Marsi(/Ii p. 21 Nr. 3350) und bei de Sacy
Nr. 348.
Anfang : |vj Jö ^'^ a>j^ *^Li ^^^r" ij"*^7^' ^"' 1***^
(''i^j-l*Jij *äa3 l-o ■j,>AVkÄÄ*«.j LaS' Ljl 'i^iLj ivSlyLft \^^isX^ LäjLa5' IjiJO
191 beschriebene Blätter; 22X^3,5 cm. Sehr .schönes Nastalhq mit
1 8 Zeilen auf der Seite; Unn-andung von blauen Linien; am Anfang ein
schöner iUnioün, in dessen Mitte mit weifser Farbe JL«jj jüLä:v_w &!.'( yo
geschrieben ist; die Abschrift wurde von Alusiafä ihn Qurd ö^yi zu Makkak
im Gumädä I 979 (= 21. Sept. — 20. Oct. 1571) vollendet. — Auf einem
der voi'gehefteteu Blätter stellt, grofs und kalligraphisch geschrieben, der
arabische Spruch -J^j xjLj Jw«.£ ^^ Aiä y^ ^/i ; auf der nächsten Seite
eine Genealogie des Propheten, zurück bis Adam; auf fol. vers. des letzten
Blattes der Anfang der arabischen Kaside des TanfaränT, welche mit den
Worten Jü JLJLJLj ciJLAJ.j Jö JLJI ^~> b beginnt (A hl war dt Nr. 265),
mit türkischen Glossen zwischen den Zeilen; das. am Rande türkische Verse;
auf einem nachgehefteten Blatte endlich drei türkische Ghazelen, eine von
lAunl, zwei von NifjäzT. — Auf Fol. l'' ist ein Siegel abgedrückt mit der
Inschrift: ^Äia.^>o tXt^ c>.-i j.jLi» Lä.oIj Aj X=>. ^Ij üJ'Li.. Auf einem
aufsen aufgeklebten Zettel steht: ^-JLs^ä. jJUs. tsS^^oT y^L»j!il| Ow_w <^bS'
448. [Diez A. 8». 15.]
Dasselbe Werk; das in den Fundgruben abgedruckte Stück steht hier
FoL 7rf.
Anfang: r^^P' (J^=*p' *"^' i**^
^«wüLwJ Lo Li (^^s-Lj *.XaJ>C (3''^*:? Loli>5' ItXffl. '|vjJÖ -^S' ^ä5 Ä^Li
248 beschriebene Blätter; 20,5X13,5 cm. Gutes Nas/l von tür-
kischem Zuge mit 17 Zeilen auf der Seite. Abschrift datiert vom Sauwäl
1056 = 10. Nov. -8. Dec. 1646. Auf Fol. 1* ein Siegel, von welchem
') Qur. XLV, 28.
Tüikiaclie Uudschiiftoo. 66
442 Türkische Handschriften 449-451. Erzählunffen,
o^
nur noch zu lesen ist f^**»^ i^^^ "tV^j ^in anderes am Ende mit der
Insclirift f.ri ^^ia*a.x! . . (o)Lxä . . . «$"1=». Auf einem dem Vorderdeckel
aufgeklebten Zettel steht: Ufv v^«-^ >^^>.^yaj ^^'^ ^Lmj!^I o^i i«jU5'.
449. [Petermann II, 7 17.]
Dasselbe Werk. Anfang wie in der vorigen Handschrift.
200 beschriebene Blätter und aufserdem ein vorgesetztes Blatt mit
einer Notiz über die Hinrichtung des Ragab Pdsa (Hammer, Osman.
Reich V, 14 2), und ein nachgesetztes mit einem Taymis (Anfang: VJ^*i
P *AAAis (ClXjI); 21,5X 13 cm. Hübsches Nasyl, das aber zuweilen in
Kastalhq übergeht, mit 19 Zeilen auf der Seite; Fol. 130—134 sind er-
gänzt; von Fol. 134*" ist ein Stück leer geblieben, ohne dafs etwas fehlte,
was der Schreiber durch die eingeschriebenen Worte ^s^^s ^jöLo constatiert
hat. Bis Fol. !♦♦ resp. M ist Originalfoliierung vorhanden, welche aber
nicht ganz richtig ist.
450. [Petermann 728.]
Nochmals dasselbe Werk. Anfanor wie in den beiden vorio^en Hand-
Schriften, aber mit ItXff statt IjjOj.
187 beschriebene Blätter; 26,5X1'' cm. Türkisches Nas/J mit 17
Zeilen auf der Seite; ßubricationen ; die Seiten sind mit rothen Linien
umzogen; Abschrift datiert von der mittleren Dekade ia*i,l^l des Gumädä
1 1032 = 13 — 22 März 1623. Am Anfang ein nur angelegter, nicht
vollendeter lUnwän.
451. [Diez A. 4«. 5 9.]
(' xxLjw'^jÄ (ß. X. IV, 182, 8040), eine in zwei Bäh') getheilte Er-
zähluno's- oder Anekdoten -Sammluno', welche von demselben Lämili im
Jahre 9 32 (beg. 18. Oct. 15 25) zu Brüsali verfafst^) und dem Sultan
") S. die Ueberschrift, fol. 5* Z. 7 v. u., fol. 6* Z. 7. Statt dieses Titels findet sich
in anderen Handschriften auch bisweilen der andere L4Jc.)~a£. Die letztere Form hat auch
eine fremde Hand auf fol. 1* der Torliegenden Handschrift geschrieben, und auf dem Zettel,
welcher, wie vielen der D iez' sehen Handschrift, so auch der yorliegenden aufsen aufgeklebt
ist, steht gleichfalls: vt j-^j-»" y-:^}^-^ -r*:?'^ is*^^ L»j«yw«.Ä v_}Lä^.
*) B. II beginnt hier auf fol. 17".
8) S. fol. l"- Z. 6 V. u. und Fol. 6» Z. 5 {Ta'ny,: ^-^jCil käSJLc ^ ^e,\).
Türkische Handschriften 452. 453. Erzählungen. 443
Sulaimän I dargebracht wurde. — Andere Handschriften finden sicli in
Wien Nr. 1873-1876 (vgl auch Nr. 794), München Nr. 205, Gotha Nr.
232 und 233, Upsala Nr. 198 und 199, Paris Nr. 17, 18, 386 und Wien.
Jahrbb. Bd. 9 2 Anz.-BLitt S. 5 9 Nr. 21, endlich bei de Sacy Nr. 35 2.
Anfang :
sS^ (sie) viyje».« j> I*^V^^ o*^ -j i«-*^ J5I tXfc ^^ '^US'^ Jlä. ^ tÄ*i>.
59 beschriebene Blätter; 20,5 X 14,5 cm. Deutliches Nastaihq mit 20
Zeilen auf der Seite; die Seiten mit rothen Linien umzogen; einzelne Vo-
cale sind beigesetzt. Abschrift von Fatli alläh ihn lAbd al harlm an einem
Freitage, dem (sie) xijJI j.^ d. h. 9. Ja 'l Jh'gjah 95 4 = 20. Januar 154 8,
vollendet; hie und da auf den Rändern Nachträge. — Auf Fol. 1^ steht
ein persisches Ghazel mit dem Anfange {Ramal ^^__\^s^__\^^__\ZZ-)'-
(' ^^4Jj ^5-*^ J-S*y-? tVj^'iXXj vLg.j |.bl «cüwiAÄ cXi s^ ^')y^ S^^
452. [Diez A. 8». 167.]
Dasselbe Werk. — Anfang: ^ */JC=> J.\ 'tX^ ^ i£^} '<^'=' ^ t)^*^
1 1 6 beschriebene Blätter ; 18X12 cm. Gutes, türkisches Kas/i mit
17 Zeilen auf der Seite und den gewöhnlichen Rubricationen; über dem
Anfange ein breiter Goldstreif, in welchen, wie noch voi-handene Spuren
zeigen, der Titel mit (rother?) Farbe eingemalt war.
453. [Petermann 11, 431.]
Nochmals dasselbe Werk. — Anfang: 'Jlc ^-j (sie) ^e>y^^ <i-^ ^ Jw^.
150^) beschriebene Blätter; 15X10 cm. Hübsches Nas/l mit 15
Zeilen auf der Seite; Unu-andung von zwei rothen und einer blauen Linie
gebildet. Abschrift von Ismäiil ibn lÄbd alläh al-naliif am Neumond ilk.
des Eahil H Uli (= 26. Sept. 169 9) vollendet. Ueber dem Anfange
steht, natürlich von fremder Hand geschrieben: JvaJL^-' eV-U-'l iüjl J^aü ^
(27. April 1816 =) tCH ea.w U M ^ s^lX^lol -^Ul J^JLb» ,_^tXj( stW J(.
•) sie! ohne Sinn und gegen das Metrum. Ich vermuthe jLäj« JlaJ m-"'i
*) Eine vorhandene Originalfoliierung geht bis tat; das erste Blatt ist aber nicht mit-
gezählt, und Fol. ff und f v sind verloren gegangen.
56'
444 Türkische Handschriften 453*. 453**. Erzählungen
Am Ende noch einige, ganz kurze Auszüge in arabischei* Sprache. Wie
bereits erwähnt, fehlen Fol. fl' und t^v; aufserdem ist von Fol. Af" oben
ein Stück abgerissen ; auch ist die Handschrift vielfach durch eingedrungene
Feuchtigkeit fleckig, doch ohne dafs dadurch die Schrift undeutlich ge-
worden wäre.
453*. [Landberg 827.]
Nochmals dasselbe Werk, auf Fol. 1" von fremder Hand ^etje"^ bUjcjvaä
genannt.
Anfang : ^j |*^^5 iUXs». (sie) -jj |vj^^ Jj' J*-ä ^ci e'-o^ cX-ä. ^^-j t\.*Ä.
xT (sie) o>-ajc»jc
132 beschriebene Blätter; 19,5 X 11 cm. Schönes, reichlich mit Vo-
calen versehenes Nas'/i ; auf der Seite stehen 1 7 Zeilen. Am Anfang ein
schöner, aber schlecht gehaltener iUnioän'^ sämmtliche Seiten von einer
goldenen Leiste und drei schwarzen Linien eingefafst; die beiden ersten
Seiten zwischen den Zeilen mit Gold verziert; zwischen den Text sehr
viele goldene Puncte, hie und da auch sonstige Verzierungen eingestreut.
Mittelmäfsig ausgeführte und nicht gut gehaltene Bilder finden sich auf
Fol. 4 3", 50% 5 5^^, 60'', 61% 64% 72" und 82% Als Schreiber nennt sich
am Ende ein gewisser ÄJimad ihn MuRamviad, und giebt an, dafs er seine
Arbeit im Muliarravi 991 (^ 25. Jan.— 23. Febv. 1583) vollendet habe.
Drei verschiedene Siegel — eines einem DarweS Isniaill, zwei einem Aiyüb
ihn Xusrau zugehörig — sind auf der letzten Seite abgedrückt. Einband
ursprünglich schön, aber nicht gut gehalten; das erste Blatt zum Theil an
den Vorderdeckel ano-eklebt.
'ö"-
453**. [Hamilton 68.]
Zwei Schriften des im Jahre 941 (beg. 13. Juli 1534) verstorbenen
üicliters und Witzboldes Basirl, von welchem Hammer, Osman. Dicht-
kunst H, 213 spricht; nämlich:
1. ^AAÜ-UJI v_/..cLoo (so in der Ueberschrift genannt), die von Hammer
a. a. O. besprocliene Schrift, in welcher der Verfasser an bekannte Zeit-
genossen in scherzhafter Anspielung auf deren Namen allerhand Würden,
besonders Statthalterschaften, vertheilt. In der ersten solchen, von Hammer
angeführten Verleihung steht statt „Boi Abad" bei Hammer hier t.l ^yi
Türkische Handschriften 454. Erzählungen. 415
(Fol. 2'', letzte Zeile); die zweite stimmt mit Hammer Ubevein (Fol. 3*
Z. 3 V. u.). Der Verfasser nennt sich in einem Bau auf Fol. 2" Z. 5.
Anfang: t,jS \^ (j-w »XijMS.:^ -iLt iv-v^ J^l O.tXjixlj i^Uj« o^tXs'Lj tX*^
2. Fol. T"": (' oijlkJlJI oijljJä, eine Sammlung von Anekdoten s^AlaJ,
von demselben Basiri zusammengestellt (s. Fol. S*" Z. 7), welcher auch
selbst als Urheber nicht weniger der mitgetheilten Schnurren und Witz-
worte auftritt.
Anfang: (' **laj il^ **Iäj yo^ a^xls |vcvi9 Jjl tXfi ^^J (sie) ^^Lajj tX^ ^^ jXä
54 beschriebene Blätter; 20 X 13 cm. Gutes, vocalisiertes Nasxi niit
1 1 Zeilen auf der Seite. Als Schreiber nennt sich am Ende ein gewisser
Yüsuf; auf Fol. 1* hat derselbe, als Titel der ganzen Handschrift, oLaJIj
^5j_A„<^J ™it rother Farbe aufgeschrieben. — Auf einem nachgehefteten
(nicht mitgezählten) Blatte steht: ,jLJ ^j &axi^.wI its.La.i (sie) ^iif (sie) fjo»
i-SlxJI questo Libro in Lingua Tui'ca in Mauer della Ritorica P. Dionisio
Ciavis; auf der Innenseite des Vorderdeckels: . . . |JLc .wJaJI, und darunter:
Nouelles de Bufsiri; auf der Aufsenseite: luXs. «JUI ^i♦^>•^ ^5Y^-'aj i_ftjLD.
454. [Diez A. 4". 108.]
(' L«*xij ^La^ {J-^*^)^ 5 gewöhnlich ^jKä. ov^ ^^Js „ die Erzählung von
den vierzig Veziren" genannt, von Saix-zädah zur Zeit des Sultans Mu-
rad \l (reg. 824-855 = 1421-1451), und zwar im Jahre 85 0 (beg.
29. März 14 46) verfafst (s. die Sclilufsworte). Die Erzählung, welche in
ihrer ganzen Anlage unserem Volksbuche von den „Sieben weisen Meistern"
entspricht, ist durch eine französische, ihrerseits wieder in andere euro-
päische Sprachen übertragene Uebersetzung (Zenker Nr. 728) auch bei
uns schon lange bekannt; voi-zugsweise zu nennen sind aber die (nur die
Einleitung und die ersten zwanzig Tage enthaltende) Ausgabe des Origi-
nales von Belletete (Zenker Nr. 729) und die vollständigen Uebersetzungen
von W. F. A. Behrnauer (Zenker II, Nr. 681) und E. J. W. Gibb
(London 1886. 8"). In den Einleitungen zu den Büchern von Behrnauer
*) Hs. (uLsUaJI (in der Ueberschrift).
«) Qur. VI, 14.
ä) Fol. 3» Z. 3: ^l;^^^^! Lw)j -Lya ,j-^*jy ^i}^ ;J ■
446 Türkische Handschriften 454*. 455. Erzähhingen.
und Gibb finden sich weitere Litei'aturnachweise. Ein mir vorliegender,
ohne Ort und Jahr (aber entweder in Konstantinopel oder in Cairo resp.
Büläg) erschienener Druck von 156 Seiten in 4" mit dem Titel ooK^
jj\. ^sJ5 enthält nicht das Werk des Saix-zädah; vgl. auch Journ. Asiat.
1868, I, 484 und 1S69, II, 87. — S. Gotha Nr. 230 und oben Nr. 437, i
und Nr. 438, i, besonders aber Rieu p. 216.
Anfang: ai' ^JJü^ 5<t>j' o*Ji^ xj^yä^ Ji^ ^Xi Jjl L.^iÄxi ^ »Loj cX^ä.
194 beschriebene Blätter; 24 X 16>* cm. Schönes, vocalisiertes Nasyi
mit 13 Zeilen auf der Seite; Umrandung von rothen Linien; Abschrift
von Saru^ah «_=.jvLo ibn MuUammad in der ersten Dekade J^-sl^l ^ des
Ra^ah 901 (= 16 — 25 März 1496) vollendet.
454*. [Wetzstein II, 699.]
Dasselbe Werk. Die vorliegende Handschrift läfst die Einleitung weg
und beginnt gleich mit der Erzählung selbst; mit den Worten ('j^US'^
J.I ^5jy>'-ä• 5Lii.>L5 wj S yJ^t^jl <^)^ ^ ;*> ^ Jj' 1 P- -^ bei Belletete. Die
Üeberschrift lautet: ^JLÄJKÄ üJ^äJLä.I sLij ovj ^j,-Ji (sie) i^'i i_;Iä5' Ijjo. Da-
nach noch ein als ^^\ bezeichnetes Gedicht mit dem Anfange: i^jv?! J>^
139 beschriebene Blätter; 20 X 15 cm. Gutes, kräftiges, mit einzelnen
Vocalen versehenes Nastaihcj, die Seite zu 1 5 Zeilen. Die Abschrift wurde
vollendet an einem Donnerstage, 25. Eabli II 1038 = 22. Dec. 1628;
der Schreiber nennt sich sH\ Jo.* ^j ,jIäJI v^Jü-Jt oilaj ^^-tyi y^^^ ^-s"-''
455. [Ms. Orient. 4". 263.]
Nochmals dasselbe Werk ^), und zwar, unbedeutende Verschiedenheiten
im Ausdruck abgerechnet, dieselbe Eedaction, welche in der Ausgabe von
Belletete und in der Gothaer Handschrift Nr. 230 enthalten ist, und
welche eben dem Saix-zädah zugeschrieben zu werden pflegt; statt seiner
wird indessen hier (in der üeberschrift und S. 11 Z. 5) Alhnad Misn ge-
nannt, welcher sonst als der Verfasser einer anderen, kürzeren ') Redaction
») sie! 1.
*) hier (in der üeberschrift) persisch J-J^ ^')'? oajIxs« genannt.
') Aber auch in der besonders ausführlichen Redaction, welche in der Handschrift Add.
Türkische Handschriften 456. 457. Erzählungen. 447
ei-scheint (s. Leipzig Nr. CCCXXX,4, Dresden Nr. 245, Behrnauer S. XV).
Der genannte Sultan ist derselbe, wie bei Saix-zädah, nämlich Muräd (II)
ihn Miiäammad ihn Bäyazld (S. 10 Z. 8). — Dem Werke selbst ist auf
vier Blättern ein Inhaltsverzeicbnifs vorausgeschickt.
Anfang wie in Nr. 4 5 4, doch mit richtigem ^ö■^tXs■ statt 8>tXi'.
119 beschriebene Blätter mit Bleistiftpaginierung ; 21 X 15 C"i- Ziem-
lich schlechtes Diii:äni mit 15 Zeilen auf der Seite. Neu. Die letzten
Blätter durch eingedrungene Feuchtio-keit beschädio:t.
456. [Ms. Orient. 4°. 14 9.]
Nochmals dieselben Erzählungen in einer ßecension , deren Wortlaut
von dem bei Belletete vielfach abweicht; auch beginnt dieselbe ohne
alle Einleitung nach einer kurzen Doxologie mit der Erzählung des ersten
Veziers, Belletete S. 22.
Anfang: (j-li-l (sie) ^lyjuJ J^ j.iLJlj SJ-oJI^ jJJj^jLaJI C^ (sie) xJI «X^^l
BtXÄjKi. isS' y^l |*JL*jo (sie) J3J3\ Jl» tXxj Lei ,j.A«».->l lu^j x.'lj tX*.:*
sJJjI^I (sie) jcjLc\ JCo jiS' (sie) vjol ool^s äIj^ 7^}h "^ )'^'-^^
80 Blätter, von denen das erste und das letzte nicht zum Werke ge-
hören; 21 X 15,5 cm. Gutes Diwäni mit 15 Zeilen auf der Seite. Ab-
schrift datiert vom 22. Ramadan 975 = 21. März 1568. — Auf der
Innenseite des Vorderdeckels steht von alter Hand: „Kerek Wazir i. e.
de officlis consiliai'ii ".
457. [Petermann II, 280.]
Die aus der 1001 Nacht bekannte Erzählung von dem König Azäd-
haxt (welcher hier ein König von Konstantinopel genannt wird) und seinen
zehn Veziren, in türkischer Redaction. S. die Gothaische Handschrift
arabisch Nr. 2654 (IV, 40 7). Auf der Titelseite steht, von fremder Hand
geschrieben: äjKv.^ ^tJLcJö »je xJ i^^ Lc. iUAxkik^JL'l käSJLe o^^M if^)^
Anfang: ^jjIju» ^ (' . . . . »^c> (jLitX-zS'^ XJ\ ij^Lsüj ^La-äI ^J^.^^) cJju Cöl
7882 des Brit. Museums enthalten ist, wird ÄJimad Misrl als Verfasser genannt; s. Rieu
p. 216 und Gibb p. XI Anm.
') ausgerissen.
448 Türkische Handschriften 458. Erzählungen.
69 beschriebene Blätter; 22X^6 cm. Gutes Nas/% mit 21 Zeilen
auf der Seite.
458. [Diez Fol. 11.]
Dieselbe, »JuiJI tX*j j^-r*^' genannte Erzählungssammlung, welche auch
ganz oder auszugsweise in den Handschriften Gotha Nr, 234 und 235 '),
Upsala Nr. 115, Wien Nr. 798 und wohl auch Krafft Nr. 170, München
Nr. 204, Paris Nr. 377, 382, 384') und Brit. Museum Add. 7883 (Rieu
p. 224''), sowie oben in Nr. 4 37,3 und 438,3 enthalten ist, und deren In-
halt zum Theil in Pdtis de la Croix's „Älille et un jour" (Cabinet des
fees. Genfeve 1786. 8". Tome 14. 15; deutsch von v. d. Hagen. Prenzlau
1827. 12°, elf Bände) übergegangen ist ^). Ein Verfasser wird in den
obigen Handschriften nirgends genannt; nach der Vorrede des französischen
Werkes sollen die Erzählungen nach indischen Lustspielen (!) von dem
„c^lfebre Dervis Moclfes"*) persisch unter dem Titel \j^ aJu y^ff (daher der
Titel der französischen Bearbeitung) zur Zeit des Sah Sulaimän bearbeitet
und dann unter dem Titel iitXxiJI tXji-j c^r-*-" i>^ das Türkische übersetzt
*) Dafs in der That auch diese Handschrift nichts als eine Auswahl aus dem in Nr. 2,34
enthaltenen Werke ist, habe ich bei Anfertigung meines Kataloges nicht erkannt. Sie läfst
zunächst die Einleitung weg, und giebt dann die Erzählungen' 1, 6—9, 12, 13, 16 und 17
der Handschrift Nr. 234.
^) Die Pariser Handschrift Nr. 383 enthält unter gleichem Titel ein yon dem vorlie-
genden verschiedenes Werk , und zwar das in dreizehn Capitel eingetheilte des Muliammad
ihn iUmar al Halali, welches von H. X. IV, 411 erwähnt wird. Die .^nm. 1 zu Journal
d'Antoine Galland II, 7 vermengt beide Werke.
^) So ist gleich die erste Erzählung („Histoire d'Aboulcafem Bafry") in beiden dieselbe;
die zweite Erzählung des französischen Werkes („Histoire du Roi Ruzvanschad et de la
Princesse Cheheristani") entspricht dann der vierten im türkischen u. 8. w. Wie weit über-
haupt der Inhalt des türkischen Werkes in dem französischen wiederkehrt, müfste erst eine
nähere Untersuchung zeigen ; nach den allerdings nicht ganz klaren Worten der französischen
Vorrede scheint übrigens Petis de la Croix vielmehr nach dem persischen Werke \\'>—S0
\*\ (i5^) von dessen wirklichem Vorhandensein ich freilich nirgends eine Spur gefunden
habe, gearbeitet zu haben. Vgl. auch Hammer in Fundgruben II, 306, 171 und Bibl.
Italiana XLVII, 16, 189.
Cr»
*) d. i. wohl tjiaJLiÖ'.
Türkische Handschriften 458. Erzählungen. 449
worden sein. Man vgl. über das Werk: Journal d'Antoine Galland
publie par Ch. Schefer (Paris 1881. 8"), T. II p. 6, und Ebert-Lemcke's
Jahrbuch f. ronian. und engl. Literatur VIII, 4 7 Anm. 3 '). — Eine per-
sische Erzählungssammlung unter gleichem Titel ^) ist in der Handschrift
Sprenger 913 {= Nr. 1021 des Kataloges) , eine arabische u. a. in der
Gothaer Handschrift Nr. 2687 enthalten.
Die vorliegende Handschrift ist schlecht (besonders in den persischen
Wörtern sehr incorrect), defect und verbunden; vorhanden sind folgende
Erzählungen: III Fol. 1, IV Fol. \2\ V Fol. 20^ VIII Fol 4 r, IX
Foh 54", X Fol. 102^ XI Fol. 101\ XIV Fol. 142^ XV Fol. 146'', XVI
zweimal: Fol. 73' und 149^ XVIII Fol. Su", XIX Fol. 82', XX Fol. 93%
XXI Fol. 96% XXV Fol. 15 4% XXVI Foh 170% XXVII Fol. 127" uad
XXIX Fol. 14 1% Wenn vollständiof, umfafst die Sammlunsr 4 2 Erzäh-
hingen (nicht blofs 4 0 , wie eine fremde Hand auf dem Vorsetzblatte an-
gemerkt hat, jyKi» ^y')-
Anfang: ol^_*« y^\yj' »LvioL ^l-_jvj^ 1^ ^L-^ (sie) ^ö ^M »^ cyjl5^
J^O |vJ lil ^^^'j |*;»'^-» r^-^ v? (sie) t^jLoyS'
198 beschi-iebene Blätter (29,5 X 20,5 cm) und aufserdem je ein vor-
und ein nachgesetztes Blatt; auf dem letzteren stehen ein paar Notizen
und eine Anrede an einen Sultan, auf dem ersteren ein mangelhaftes
Inhaltsverzeichnifs, alles von fremden Händen geschrieben. Am Ende des
Textes steht, gleichfalls von fremder Hand geschrieben, ein vom Donners-
tage, 3. Bahn II 1173 = 24. Nov. 1759, datierter Vers; eine Bemerkung
auf dem nachgesetzten Blatte, welche besagt, dafs die Handschrift nur die
Hälfte des Werkes i^sUT i_äAs.j enthalte, ist vom Jahre 1164 (beg. 30. Dec.
1750) datiert. — Auf Fol. 64 findet sich ein grofser Dintenfleck, in Fol.
191 ein kleines Loch.
') Hier wird auf S. 48 eine von mir nach der (iothaer Handschrift Nr. 234 gefertigte
Analyse der dritten Erzählung, mit welcher die vorliegende Handschrift beginnt, mitgetheilt.
In derselben eteht S. 49 Z. 2, 3 durch einen Druckfeliler „von seiner Frau" statt „von
der Untreue seiner Frau".
*) aber nicht das Original für die vorliegende, sondern — wie die gleiche Eintheilung
in dreizehn Capitel vermuthen läfst — vielmehr für die in der Pariser Handschrift Nr. 383
enthaltene türkische Bearbeitung, von welcher schon in Anm. 3 auf der vorigen Seite die
Bede gewesen ist.
Tfirklsche Handachriften. 57
450 Türkische Handschriften 459. Erzählungen.
459. [Diez A. 4". 20.]
Eine Sammlung von 35 Erzälilungen , welche ohne alle Einleitung,
ja selbst ohne übergeschriebenes aJUI |V*»o sofort mit der ersten Erzählung
beginnt. Auf vier Seiten ist ein Verzeichnifs der in der Sammlung ent-
haltenen Erzählungen vorausgeschickt; es sind die folgenden: 1) iSJS^Xj yj
^(XA_M.^u:J^ siL— e — 2) vtXjk-MyX.>rV" K-*Ai-> (j>^')' J*-? ty>iLZo jj — 3) ^^JJiS o
j(X^.>..x->3V ÄJvjl — 4) slX.a-wX.oj äaäX!*«! 5(>..LjjLä^I — 5) (c^l A^"^ v_jLös
>(X.A_w2UsJs gil^ _S 6) sJk.A.«,ii-aS (—öLj 5>Ü> »i>wÜjl j»^v 7) JkjÖ St>wOjO
<(Xx-wiU£Jf _L«-»j 8tX$\L*je — 8) vt)L.A_n<x.oJ' igÄSk väX>U*Ä ^^vj'U,<ij (^ S(Xw —
9) (^ is-ci.1 L»2j 5cX-k.jJ5<^_j — 10) eUs.1 L»aj 84>5_äj| — 11) t5;^l 8>^iu«.jj
13) sjL.A->v\.oJi ajüs.j' 80^ iv^'*»*^ (^ ^'^^»^ — 1'^) *-'tX+Ä'l icT*^ "^'y* is^'"^
»Jl_X_«.XxSJ (»Uä. (^ 8tXw^w} 15) XaJwC xJJI X,» ~>s ^^S.«ci' ^-SLfiyi fÄX^ —
16) ^uaj■ -J'.JuLJj^ ^^^iXS SwOjc solv^—j'^^-^ ^^ — ^ ") (*^ >ii>Lb jJcLä
jcV.A M,auaü ^j^Lj — 19) ^c'C^iXJ^W xJvlxi jJC*a^\-ci jj — 20) XÄAii> StXXjiLw
N(>-A_u;JU2i> — 21) »(Juu»,jusj' (^i.>mJJ yJ isJo^.»^ (J^^ — 22) «jl»^[^] Xjt-A£
sJuk^uJuaS (* eücJUäje. 8,iL.»x[.] »j| JsLi. 2üI-a=». — 23) üJ'jJyc >J sJ&xi^ LI
vjuu«,a,.cj ^Äxlj5' — 24) vfcVA.*>/XAai» ü5^-^. j^äXavI ('^ S(X*«^jj — 25) w^L^ (J>äj^
>Jol »J'j oL;Ui.'[.] ,_^tjÄ. — 26) ^t)uJ*,ÄAii■ yXJUiJLj jiÄviiüi — 27) »(XJLä
^Ju^*^^Loj■ ,c-<äLj> äJLjI 8^l\JyL« — 28) vJi-LAwauaJ» i^^-^S' xJ-st «.il^.^ ^^Lit>Lj yi —
29) ^.».x.oj ^jl»Ä.v_^^ (jCiÄÄÄ. jj — 30) >cX-*.MiX.o.'> JkjL« [ij]'-^'^'-;' r? —
31) sJcAAnjuaS ^cJvJ.ftX-^ Ä-IX.'L« ^ääJLj — 32) sJoy«x.»a3 (c^-iJ *Jjl äJsL=» jJ —
33) st\AwX.tf!i" ^U^ xJLsl ^jLscLe — 34) (sie) o»Li.jJ>^K^ (Hs. s.b;^L)^ ) x-'o^
sjwjy^s-ci — 35) st\ju«x.öj JU4-I ^t)o xJj^Ul oijy*-. Die letzte Erzählung
M d. i. 8k>xIS'.
*) Diese Form wird hier und in den folgenden Erzählungen im Sinne von „die
Dschinuen, Genien" gebraucht.
^) d. i. 8t^2Uw««J.
*) Das sind sechs Arten von Dirnen *jk„.«%.l; statt des 2(_jl JsL-w des Textes steht im
Register 2uo JsLi .
Türkische Handschriften 460. Erzählungen. 451
(vgl. Gotha, arabisch Nr. 2682) beginnt auf Fol. 21 1' und ist die längste
der ganzen Sammlung. Jede der mitgetheilten Erzählungen beginnt mit
den Worten sT >yJjl ool^s.
Anfang: jjLmuc w iCojl fji^\ ^^ ^^^i^ ^l^vL w» 5cV*jJu> (j'-^s »S' ^^^^ ^^^-'j)
w5^^^. JLcLxb (sie) jJ jJ •J^0 JvO euJLS'
266 beschriebene Blätter; 19,5 X 14 cm. Deutliches, türkisches Nas/l
mit 13 Zeilen auf der Seite; die Seiten roth umzogen. Auf fol. vers. des
letzten Blattes nennt sich in einer vom 27 Ramadan 1088 (= 23. Nov.
1677) datierten, roth geschriebenen Note ein gewisser Ibrähim Aya ibn
Iliißtafä Äya als Eigenthümer »aSJLe^ «^^ä-Lo des Buches, auf Fol. 1* ein
gewisser Häjjl Ahmad. — Auf dem letzten Blatte ist ein Siegel zweimal,
aber beidemale nicht recht deutlich, abgedrückt. — Auf Fol. 125'' ist die
Schrift etwas verwischt.
460. [Diez A. 4". 113.]
^y^\ /*^')5 '^' (*>**''' /*^'^' ^^°® Sammlung höchst obscöner Erzählungen,
von IluJiammad Celebi ihn Mustafa (s. die Endschrift ^) , bekannt unter
dem Namen Fazäll (Fol. 3*, letzte Zeile) oder auch >t>'j-? Ji> 5» der närrische
Bruder", für den im Jahre 918 = 1512 auf Befehl seines Bruders Sa-
llm I hingerichteten Prinzen Qorqud ^) zusammengestellt, üeber den im
Jahre 941 (heg. 13 Juli 1534) verstorbenen Verfasser, nach dessen zwei
Beinamen die vorliegende Erzähluno;ssammlunof auch unter den Titeln
Jlyc vijLi'Ljuo und ^■:>\yi Ji^ ci>Lsl5lL=» vorkommt, s. man üa/I/^-Chabert S. 241
Nr. LXXXVl, Hammer, Osman. Dichtkunst II, 198, Gibb, Ottoman
Poems p. 192. Vgl. auch Journal d'Antoine Galland I, 41.
Die Sammlung ist, wie auch U. X. III, 185, 4 837 angiebt, in sieben
Capitel i_jLj eingetheilt; auch in der vorliegenden Handschrift wird dies
(Fol. 4" Z. 7) gesagt, thatsächlich aber fehlt in derselben diese Einthei-
lung, und zwar, me es scheint, nicht nur deshalb, weil in ihr für alle
Ueberschriften leere Räume gelassen sind. Der Inhalt der sieben Capitel
') Hs. ^y^\ , Fol. 4» Z 6.
*J nicht ganz deutlich; sie lautet: (sie) -^v*-'! ^^r'' '■sjJU-'l (J**J o.*..il cy-«J
«jo« (j 'T:?r^ Ijuvtj lÄ«^^■^ J4J.Ä jJJI o-»^^ ^Jihj>£Ljo ^\ i5•^^ tX»^ «-' ^j-äi>oj
ä) Hs. ^5^, Fol. 2>' Z. 6 V. u.
/;^'
57*
453 Türkische Handschriften 461. Erzählungen.
wird von Hammer a. a, 0. S. 199 Anm. 1 lateinisch, von Flügel im
Wiener Kataloge I, 4 27 türkisch angegeben. — Andere Handschriften
finden sich: in Wien Nr. 44 2 und 443, Paris Nr. 394 und Groningen
(Leidener Katalog V S. 281 Nr. 2715,2).
Anfang: vLiJo^iLIaJ hLSI] ^LScX^^ (1. vLx^o^Lib) I jiaÖ oölJi^ ;^>^' ^^^i'b
7 7 beschriebene Blätter; 20,6 X 15 cm. Gutes, türkisches, zum Nas-
tailiq neigendes Nasxi mit 14 Zeilen auf der vollen Seite. Abschrift da-
tiert vom Rahii 11 1125 = 27 April - 25 Mai 1713. — Fleckig durch
eingedrungene Feuchtigkeit.
461. [Diez A. 4«. 16.]
Diese Handschrift ohne Titel enthält die unter dem Namen der ii_ajllaj
&^Lä. lO^JJ! ».*3j bekannten Schwanke, und zwar in einer anderen, als der
gewöhnlichen Reihenfolge, vvie sie in der Uebersetzung von Decourde-
manche (Les Plaisanteries de Nasr-Eddin Hodja. Paris 1876. 12™) be-
folgt ist; diejenige Erzählung z. ß., welche hier die erste ist, ist dort die
achtzehnte. Die vorliegende Handschrift ist von Dieterici zu seiner
Chrestomathie Ottomane p. 31 f. benutzt (s. das. Vorrede p. II).
Am Ende der erwähnten Uebersetzung von Deco urdeman che wird
eine Bibliographie der Schwanke Nasr al-dln's mitgetheilt; ich kami noch
hinzufügen: eine Ausgabe des Textes mit englischer Interlinearübersetzung
und Anmerkungen in W. B. Barker's Turkish Reading Book (London
1854. 8".) p. fv — 1»1, ehie andere Ausgabe in Wahrmund's Osmanisch-
türkischer Grammatik (Giel'sen 1869. 8°), eine in Smyrna 1847 erschienene
Ausgabe mit französischer Uebersetzung (Wiener Sitz.-Berichte, Phil. Gl. VI,
232), eine Bearbeitung in deutschen Versen von Murad Efendi (Olden-
burg 0. J. ') 8°. Zweite Auflage), eine neue Ausgabe der Uebersetzung von
Decourdemanche (unter dem Titel: Sottisier de Nasr- Eddin -Hodja.
Bruxelles 1878, in IG"") und — nach Rieu — eine in Ipswich 1884 er-
schienene englische Uebersetzung von G. Borrow. Ueber die Schwanke
vgl. man R. Köhler in Orient und Occident I, 431 und 764 und H. Ethe,
Essays und Studien, S. 233. Was Handschriften betrifft, so finde ich die
folgenden verzeichnet: Wien Nr. 792 (vgl. auch 794), Kr äfft Nr. 171,
') die „Widmung" ist datiert von „Konstantinopel, 1877".
Türldsche Handschriften 462. 463. Erzählungen. 453
Leiden Nr. 502, 2715, i (Groningen) und 2813, Paris 229, 236 und 395,
Uri 35,2 und 39, Rieu p. 152*' und 224\
Anfang: -j ^^IaJa ijbo^j (sie) s^y^ ^y^ y^ >^ ■^)i^^} J-f^J o-:!^ wL ^
22 beschriebene Blätter; 20,5 X 16 cm. Sehr gutes, durchaus voca-
lisiertes Nas/l mit 9 Zeilen auf der Seite. Am Ende datiert vom Jalu-e
1197 (beg. 7. Dec. 1782).
462. [Diez A. 4°. 139.]
Dieselben Anekdoten in anderer ßedaction. Da die Handschrift am
Anfange defect ist, so beginnt sie mit den Endworten einer Erzählung; die
zuerst vollständig vorhandene Erzählung ist diejenige, welche bei De-
courdemanche als Nr. XLI (p. 38) erscheint. Sie beginnt mit den
Worten: ^jiLyi. ^^yJiS xäj.I i— '^JI y.^ >-? ,jOvKLj (' x=»*.^ (J>^ t^ ojKä
112 beschriebene Blätter; 20 X 14,5 cm. Gutes, türkisches Nasyi mit
11 Zeilen auf der Seite. Abschrift datiert vom Jahre 1197 (beg. 7. Dec.
178 2). Fol. 69'' ist zur Hälfte leer gelassen.
463. [Ms. Orient. 4". 189.]
Nochmals dieselben Anekdoten, in wieder verschiedener ßedaction. Eine
alte Hand hat einem grofsen Theile der Handschrift italienische Interlinear-
version beigeschrieben.
Anfang: wJjLJLw*/) \JoI jji^tXjl iä£^ '—'y^ ^r^ "-^y^ U?^ y^ ootxs»
'YM-jiyyXj ^♦X^^li 5j.AU ^^J
13 beschriebene Blätter; 22 X 15,5 cm. Gewöhnliches, deutliches, vo-
calisiertes Nas/l mit 9—11 Zeilen auf der Seite.
Eine vierte Handschrift s. in Nr. 23,4 ^); eine einzelne Anekdote von Nasr al-din Xivägah
steht in Nr. 358.
*) Die Handschrift schreibt stets so.
*) Diese Handschrift ist es wahrscheinlich, von welcher Vf. Schott in „Orient und
Occident" I, 764 spricht. (Druckfehler: „Dictische" statt „Diezische".)
454 Türkische Handschriften 464. 465. Erzählungen.
464. [Diez A. 4». 85.]
Das zweite Bändchen einer Erzälilungssammlung, übersehrieben ooIsCä.
(sie) ^<XLÄ. ^2ÄXl!( ^cLj ^i\ ^K xXJ (j^Us^ J^S'. Die Erzählungen werden
von Bäy ihn Baräy einem Könige der Brahminen »Li ^A+ißjj vorgetragen,
welchem also wahrscheinlich der im Titel genannte Name Gul-i kumäyün
„Königliche Rose" zukommt. Die erste Erzählung handelt v>-yi ^J^ \C>
^\ LL ^j^y Ü)'t" '^■^^' ^^^ zweite 2dJI J^.^ ^S\ Jy) «yly.^»>o ^jLaj ^i>
Anfang: J^f 'jj.**.8<Xg£ ^^^-w J^^;^ i'^V i^^^V^ *^ 5t>JLs. .... ooKä
5 0 beschriebene Blätter mit Originalfoliierung; 19X14 cm. Gewöhn-
liches, deutliches, türkisches Nasyj, mit 15 Zeilen auf der Seite. Abschrift
datiert vom 27 Muliarram 1150 = 27 Mai 1737. Ein Leser aus dem
Jahre 1175 hat sich auf dem Rande von FoL 27'' eingeschrieben; von
einer ähnlichen Notiz auf FoL 25*' ist die Jahreszahl bis auf v^ väSxs durch
den Buchbinder abgeschnitten; nach Diez hiefs es 1160, also \»_} tä5öo
^Ji-^x.'l. In einem kleinen Siegel, welches auf dem Rande der letzten Seite
zweimal abgedrückt ist, steht:
vJ\ti> wOijtM
wobei der Imperativ ^.jj ausgelassen zu sein scheint; vgl. Reinaud, Mo-
numens Muselmans du Duc de Blacas 11 p. 216 nr. 92.
465. [Diez A. 4». 6.]
}i\jijj<f &Xi\ &2yy v:>j|<l=», eine Erzählung von der Liebe des Waraqah
und der Gulsäh. Sie lebten zur Zeit des Propheten '), gehörten dem ara-
bischen Stamme der iü.A*i ^ *~» an und waren Geschwisterkinder, indem
von den beiden Brüdern Humum und Hiläl, denen unter den Arabern
keiner an Tapferkeit überlegen war, der erstere der Vater des Waraqah,
der letztere der der Gulsäh war. — Eine versificierte Bearbeituno; derselben
Erzählung ist im Britischen Museum vorhanden; s. Rieu p. 209, und vgl.
auch p. 185\
') 8. das Ende der Erzählung.
Türkische Handschriften 466. 467. Erzählungen. 455
Anfang: {^XmsJlkjJs *^•^^ ^^ 15^ stXJÜwÄ JuLö sjJj!! ^jl-xv ^^ ^yJy\ ooKi»
61 beschi-iebene Blätter; 21,5X16 cm. Gutes, vocalisiertes Nasyl
mit 13 Zeilen auf der Seite. Die Abschrift wurde, wie Diez in seinem
Kataloge angiebt, für ihn in Konstantinopel gefertigt.
466. [Diez A. 4«. 35.]
Eine ziemlich sentimentale Geschichte von der Liebe der ÄrzU ') und
des Qanhar yüS. Der Inhalt wird von Fleischer zu der Leipziger Hand-
schrift Nr. CCCXXX,2 (S. 5 48'' des Kataloges), welche dieselbe Erzählung
enthält, mitgetheilt. Atich in Gotha sind zwei Exemplare vorhanden, Nr.
244 und 245, in Wien, Krafft Nr. 167, eines, und ein Druck wird von
Hartmann in ZDMG. XXX, 160,2 beschrieben.
Anfang: ij<i)^ ^j oo'j; ^^.y^ O^cH;^ U-^'-^^ ^"^^^-^.^.-^ (sie) vjLjly
JLiuiLc X^ «LSÜ^Äjl yi ^jJuoJI (sie) VDyOCi. 8<X<il ^5 jXMKiiyy^^ O^jIxä
50 beschriebene Blätter; 23 X 15 cm. Flüchtiges, kräftiges Nastaüiq
mit 9 Zeilen auf der Seite. Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht:
t«At" rh'.y»' i^^il-^ I 'iyM>.xjc {^mX£. (c^I ciOüvLS.« Jjuc j-y^^ (^ic) yi:\^ i_}Lä5 .
467. [Diez A. 8". 147.]
Dieselbe Erzähluno-. Die vorlieg^ende Handschrift stimmt mit der
vorigen selbst in den Fehlern so vielfach überein, dafs sie beide aus einer
gemeinsamen Quelle geflossen sein müssen, wenn nicht gar etwa die eine
eine Abschrift der anderen ist. Auch der Name des Mädchens wird hier
wie dort ^>ä geschrieben.
Anfang: ^o^^ ^y oot;; joL^-ä ^Lv^j^>wCi ^^i^bj ^^Kf^jy^.^ (sie) ijIj';;
yi>»Jj> ^cwLoLj. jjiiw^As ^^y-^ wLiuoLc
98 beschriebene Blätter; 16X^,5 cm. Grofses, deutliches, neues
0 Hb. «_a5j_£, was doch wohl nur schlechte Schreibung für das persische ^\^ ist.
üebrigens schreibt auch der gleich zu erwähnende Druck yöy£- , die Wiener Handschrift
dagegen .\J. Die Gothaer Handschriften schreiben beide yöj.£., die eine (Nr. 244) da-
neben auch v.jX (gleich im Anfang).
466 Türkische Handschriften 468. 469. Erzählungen.
Nas/l mit 9 Zeilen auf der Seite. Auf einigen vorgeliefteten Blättern un-
bedeutende Schreibereien.
468. [Wetzstein II, 1733.]
Auf Fol. 86"— 87" dieser sonst arabischen und persischen Handschrift
stehen ein paar kurze, mit Versen o^sue untermischte Erzählungen in tür-
kischer Sprache. Die erste beginnt mit den Worten: ^^xo yj »tX^uvU ^L3^>
iuÄ-Ä.4.-!& ^\^y.=>. ^ÄxtySl i_ä.<i.5 i^y^ t^'^-^!^} ej'*^"* U ^ jj'™^-* '^ ^5^:?' )^)
Flüchtiges, doch deutliches Nastaülq ; Gröfse der Blätter : 2 1 X 1 ^ cm.
460. [Ms. Orient. 4". 272.]
[Ui.Myi_ i.Jks\ die Erzählung von Yüsuf, dem Joseph der Bibel, in
Form eines fortlaufenden, paraphrastischen Commentars zur zwölften Sure
des Qw'än, deren Worte satzweise schwarz geschrieben und roth übei--
strichen mitgetheilt werden. Als Verfasser (wiJt3JLj ovä«JI vaüj iXaä ^
j.A.(aiiÄJf. ) nennt sich Fol. 2* Z. 3 ein gewisser Muliammad ihn IbrüJdm.
Derselbe beruft sich, als auf seine Vorgänger, auf vier türkische Dichter,
welche erzählende Gedichte von der Liebe des Yüsuf und der Zallyß ge-
schrieben haben; nämlich (Fol. 2" Z. 8 v. u.): KamOlpa^azädah (f 941,
beg. 13 Juli 1534; Gotha Nr. 210), Öamdl (f 909, beg. 26 Juni 15 03;
Gotha Nr. 190), Yalhja (f um 990 oder 15 82; s., 6. X. VI, 519, 14500;
Göttweih Nr. 10; Journ. Asiat. 1869, II, 75 Nr. 29) und Öcigin (d. i.
Sinän Beg, lebte unter Bäyazid U, reg. 886 — 918 = 1481—1512, nach
Hammer, Osnian. Dichtkunst I, 219). Der Verfasser kann also frühstens
als Zeitgenosse des Yaliyä gelebt haben; in der That wii'd am Ende als
Jahr der Abfassung 994 (beg. 23. Dec. 15 85), und zwar sowohl mit Zahlen
als auch mit dem Tcerix &ÄJ>.i (j>a-o.j> ^«^^»1, angegeben. — Eine andei'e
Handschrift dieser Erzählung ist mir nicht bekannt: auch finde ich die-
selbe bei Zz. X. nicht erwähnt.
Anfang: Jjl '^^'.jLs --j ^'^^^ 'ub'r* '^'■■^ (j'/-^' ^ (ja^äüJI ^jm^ j»I.äj
' sS^y^l^ '^));' ^^^■^ y^^ |*:?<^ )'^^
136 beschriebene Blätter; 20,5 X 13 cm. Eegelmäfsiges, doch oft recht
schwer zu lesendes Dlwänt ohne Vocale; die arabischen Stellen mit Nas/l
geschrieben, welchem einzelne Vocale beigegeben sind. Die Seiten mit
rothen Linien umzogen. Auf Fol. 1" steht „Berault".
Türkische Handschriften 470. 471. Erzählungen. 45*
470. fDiez A. Fol. 18.]
Ein am Anfange defeeter Band eines Romanes von Sulaimän. d. i.
dem Könior Salomo. Mit häLü . . . eingetuhi't werden citiert: i^ylx ■^\^,
iv^, ^l- j^jpb-, (?) ^aaT ci:U^Iäs.I| _^jL=f (Fol. 20"), ^^LdAj j^^b. Es
ist vermutlilich ein Stück aus dem jwLj^UaXw, dessen unvernünftige Länge
seinem Verfasser Firdausl den Beinamen des „Langen" ^^jS;' eintrug. Er
lebte unter Bäynztd II (reg. 886-918 =: 1481-1512); s. über ihn und
sein Werk Hammer, Osman. Dichtkunst I, 27 6 und Rosenöl I, XV
ur. vi; vgl. auch Gotha Nr. Nr. ll,i, 208 und 242.
Anfang : ^^\j^ ij-^*^*^ ^t>.j|Jö^ «JS;^ ^^-»-h^ I^^'t^) ^'^^ if^V/^
4 9 beschriebene Blätter; 27 X 18 cm. Erst gutes, dann (Fol. 41 —
46) schlechtes Dlwom mit 25, zuletzt gutes Nasxl mit 23 — 32 Zeilen auf
der Seite. Auf Fol. 4 8"'' und 49" i.st die oberste Zeile beim Beschneiden
der Handschrift fast ganz verloren gegangen. Schmierereien auf dem
Rande von Fol. 3 7', Löcher eingebrannt in Nr. 29 und 47; überhaupt ist
die Handschrift schlecht gehalten. Am Ende steht das Datum (i)l«"l (beg.
14. Juni 1733).
471. [Ms. Orient. 4". 631.]
Fragment eines in Prosa .ij und MaOnaiot- Versen |»iaj abgefafsten
Romanes von den Tliaten Alexanders des Grofsen, auf Fol. l*" von fremder
Hand c-oolj jjokj Jül .3 vlXäjCI genannt; nach der, von wieder anderer Hand
auf Fol. I"" geschriebenen Bemerkung vtViC^JI Ia <yks> soll es der 18"^ Band
.sein'). Vgl. Dresden Nr. 16 und 2i,i, Leipzig Nr. 281 und 282, Wien
Nr. 796 (H, 30) und Krafft Nr. 163, Münclien Nr. 174, Uri Nr. 7.
Anfang: vL ^\ Js^^ *^tVj,.> ^U-'' ;->-^;' ^ ;') *>^ ^^^ i^-^ xi-tus. ^^ -j
Ende: «Jvbo |j^S.js »i>_io jiUai *^ .tVJlj «^j-^ )jJ ^cXj'
83 Blätter, deren erstes nicht zum Roman gehört; 20 X 14 cm.
Rohes, vocalloses Nas/l mit 1 5 Zeilen auf der Seite. — Was das erste
Blatt betrilFt, so steht auf fol. r. desselben zunächst die oben mitgetheilte
') oft erwähnt und stets so, nicht »Äüx geschrieben. Vgl. H. X- ü, 138, 2267 und
dazu VII, 656.
') Auch auf <ler ersten und auf der letzten Seite steht oben die Zahl Ia —
Tttrkiacbe Kjodschritten. 58
458 Türkische Handschriften 472. 473. Erzählungen
Angabe des Bandes, und darunter: ^Lil ^^' Lei tX^^I (sie) ^Liw~j »JOj
IMv xa^ ^.Äf ft^ ^ ^cX>^( JvÄ (22 MuRarram 1197 = 28. Dec. 1782); auf
fol. vers. die oben mito-etheilte Titelanffabe mit dem üatum des IZ. Rabli
11 1197 ;= 18 März 1783, und darunter Lei Jl«^:»! . Wie ich soeben sehe,
steht auch hier noch einmal u (sie) ^jJL=> . — Auf Fol. 69" ein Siegel-
abdruck.
472, [Diez Fol. 17.]
Diese Handschrift enthält einen Band, und zwar der Ueberschrift JJU»
(!) |vÄAiMi zufolge, den sechsten, eines Romanes von Alexander dem Grofsen
(j^xjJüi .3 oder sLi >J>.aJCvuI), Plato ^Jai^jl, Aristoteles j^\JaX^\y u. a.
Einem Abschnitt in Prosa Ja folgt stets ein solcher in Versen fjäj ; die
ersteren werden gewöhnlich mit den Worten «äÜ^' jLä^I , selten mit ^.1»
luöjyji eingeleitet. Es ist offenbar ein Band desselben Romanes, von wel-
chem der Schlufsband in der Wiener Handschrift Nr. 796 (11, 30) ent-
halten ist. — Am Ende defect.
Anfang: »tXJL-.. «.j w^j aJl,j=>« ^^ JsLk-yi j^-a-XIs. ,j*Ä-JLiaÄ<w k insxfjs jLcwmI
Ende: |.^i^i'l &*«vlj ^^^j^xje si>j^ ^ykS^o jy^kx*», ^jic>S
206 beschriebene Blätter; 25 X ''^ *^i"- Schönes, durchaus vocalisiertes
Nas/l mit 17 Zeilen auf der Seite. Fol. 187 i.st unten eingerissen.
473. [Petermaiui 4 88.]
(' iuoLij.ÄÄÄ, der erste Band einer türkischen Bearbeitung des bekannten
arabischen j'-4n/ar- Romanes, über welchen man vgl. das zu den Gothaer
arabischen Handschriften Nr. 2435 — 75 (IV, 363) Gesagte; auch andere
Handschriften der türkischen Bearbeitung werden dort aufgeführt ^). Der
türkische Bearbeiter nennt sich nicht; die eingestreuten Verse sind gleich-
falls in das Türkische übersetzt, nicht, wie in der Bearbeitung, aus welcher
die Dresdener Handschrift Nr. 12 ein Fragment enthält, im arabischen
Originale mitgetheilt.
Anfang: -Ui^x jj ^^d^^yn \j^&3yJi (^L=» i*^^ ^^-«sLs» m_ ^^4XjUa*>*j s^
(noch sechs Bait)
') So iuif Fol. 1* genannt; auch die Bezeichnung als erster Baml J.l jJl^ steht dort.
*) Düüu koaiuit jetzt noch eine Handschrift im Lrit, Museum, Rieu p. 215*.
Türkische Handschritten 474. 475 Ereähiungen 459
j^ ^^zj\, sy.-iJi5 ^i*ji ^^ >jj jwUi |»A^yi e;.*^yi «jui |v~o
f^O^y^ 'J^-')^) "-^ ^' kj'-**^' "-f"^^^ *^'' >i^j '^♦■^ ^-syj; ljJ^-y~
joUsj iU^^j c^LS' (?) ^tXi^ pjl ^ JI^_äI iicijJw-, ^^'13^ JLc
«5' ^^wl-ci-^Äjl ijLoj ^j^st «-Ijj' «»j JCok
159 beschriebene Blätter; 29 X 19,^ «'"• Flottes, deutliches Nastaülq
ohne Vocale mit 23 — 25 Zeilen auf der Seite; am Ende defect, wo die
letzten Worte lauten: io\ ^jj^ r^''*'?' ^^^ ~->}<^} -M '^ ^^ y-> i)^ lj'-^
^Jo^. — Vom ersten Blatte ist ein kleines Stück ausgerissen und durch
weifses Papier ersetzt.
474. [Petermann 489.]
Der zweite Band desselben Exemplares; auf Fol. 1' steht; ^U jJLa.
icobJOÄ. Am Ende hat eine fremde Hand angemerkt: ^JJ.I ««Uj; nicht
nüt Recht, wie es scheint, da die letzten Worte lauten ^owi^^j »iL^i läS-Le
stXiJjl &jlj^ V^.*^ vS)^*^ lA>^ *-'^' iy^'.?^5 '^r^'^.5' •
146 beschriebene Blätter; uniform mit ^ev vorigen Handschrift. Auch
hier ist das erste Blatt etwas beschädigt und ausgebessert.
475. [Petermann 5Ü5.]
^5vLc. JUaj tXl*JI v_jUr, der Roman von dem fabelhaften türkischen
Nationalhelden Saiyid Battal, von einem Ungenannten in wenig eleganten
Gedichten vei-schiedener Form und verschiedenen Versmafses erzählt. Dieser
Roman ist (nach der gewöhnlichen Redaction in Prosa) zuerst von Fleischer
hl Ber. der K. Sachs. Ges. 184 8 (LI) S. 35 und 150 (= Kleine Schriften
IH, 22öf.) ausführlich besprochen und dann von Et he vollständig übersetzt
woi-den '), während eine von !■ leischer in ZDMG IV, 471 in Aussicht
gestellte Ausgabe des Textes mit Uebersetzung nicht erschienen ist. Von
der vorliegenden metrischen Bearbeitung ist mir eine andere Handschrift
nicht bekannt; die Prosa Redaction ist bereits zweimal gedruckt: einmal
o. O. u. J. (Lithographie, s. ZDMG XXX, 164,8), das anderemal in Kon-
stantinopel 1282 (s. Journ. Asiat. 1868, I, 4 78); handschriftlich ist dieselbe
in Dresden Nr. 104 und 123, Leipzig Nr. 284 und 307,2 '), Wien Nr. 801
') Die Fahrten des Sajjid Batthäl. Eiu alttiirkisiher Volks- und Sittenromftn. Zum
eretenmale vollständig üliersetzt von Hermann Ethö. 2 Bde. 8*^. Leipzig 1871
*j Die von Et he angegebenen Nummern 218 und 219 sind die des Accessionskutaloges.
5H»
460 Türkische Handschriften 476. 477. Erzählun8:en.
(II, 33), St. Petersburg (Manuscrits et xylographes Nr. 577 und Asiat.
Museum S. 207), Paris Nr. 318, 338-342, Oxford Uri Nr. 22, Upsala
Nr. 407,6, im Brit. Museum (Rieu p. 214'') und — nach Dorn in Ma-
nuscrits et xylographes p. 522 — in Hamburg Nr. 261 vorhanden; eine
Handschi-ift einer Redaction in tatarisclier Sprache endlich besafs Fleischer
(s. Ethö, Vorrede).
Anfang: ^juw ^^tVl^' vj*^*)*^ ^^ t^r? ^^ '^^•^'•f. ^'^ Jj' (?) \S-j^ t5«^<^
159 beschriebene Blätter; 31,5X21 cm. Derbes, unschönes und oft
wenig deutliches Nastalliq mit 19 gespaltenen Zeilen auf der vollen Seite.
Am Ende steht, wie es scheint von fremder Hand geschrieben, die Jahres-
zahl 1242 (beg. 5. Aug. 1826), und daneben ist ein Siegel mit der In-
schrift ^JUö »iXaä und der doppelten Jahreszahl 1150 und 1261 abgedrückt.
Tälib ist der Name des Schreibers, welcher sich in der Endschrift ausführ-
licher Ul ^^iia^K (!) tUxib- ^x J.4i> ^^' ^f/J' ('.) ^5^^!^ ^^^ ^
(!!) (.iLw Jo^o .>1Jou 3 (!) ^^.ArLJI nennt.
476. [Petermann 490.]
xxb^jLcw^i , dieselbe Erzählung von Qahrmän, dem Sohne des Tah-
müraO, vollständig, von welcher in den Gothaischen Handschriften Nr. 254—
25 7 Fragmente enthalten sind. Ueber den Inhalt vgl. man Fleischer
zur Leipziger Handschrift Nr. CGLXXX inid Mohl, Livre des Rois i
p. Lxxv. Noch andere Handschriften: Wien Nr. 7 99 (H, 3 2), Paris Nr.
321, 343 und 344. Vgl. auch Nr. 1039 des Kataloges der persischen
Handschi-iften.
Anfang: ^\^ u*-*)-'?' C'*) ts^r';'^' "^^'j; ^-7^ 7^^'; "^^ ^•♦^ (' Lr^/-!*
^tXi Ja ^ Uj(Xy (sie) J^Ux ääLä täSwLiyc ^^AS' ^^\ ^^^ ^M*^
113 beschriebene Blätter; 31,5X22 cm. Grofses, kräftiges, nicht
sehr deutliches DlwävJ mit 14 Zeilen auf der Seite; neu.
477. [Ms. Orient. 4^ 378.]
Eine andere Redaction desselben Romans, in der Ueberschrift als
^Lc -^i" ^^Lä^IiJ bezeichnet. Die Einleitung und die Xätimah sind in Versen
abgefafst; die erstere beginnt (sie):
') Tgl. Fleischer'» llittheilungen über die Leipziger Handschrift.
Türkische Handschriften 478. 479 Erzählungen. 461
Die eigentliche Ei'zähluiig ist dann in Pr^sa abgefafst und beginnt mit
den Worten: ^S\ ^aj (sie! 1. o/^ ji^ ) o^cXiy^v ^i^.i'Ljj jJU «pJ^I^' <jI-J)I;
i.1 cyJj Jjl ivaS' r-'^4^.' ^^'j; ^^ kJ*^?"^ i^^j*^ Jl-»il^ UJ"^?^ f"/^ J'^'-
Hiernach scheint es, dafs die vorliegende Redaction des Ronianes wesent-
lich dieselbe ist, welche in der Wiener Handschrift (Nr. 799; II, 32) ent-
halten ist.
178 beschriebene Blätter; 21,sX •& ^^^- Gutes, deutliches Dlwäni-
nasx^si ohne Vocale; 15 Zeilen auf der Seite. Abschrift von lAli XicQ^ah
ihn Sulaimän am 24. MuJlarram 1126 (= 9 Febr. 1714) vollendet für
Ihrühwi Äya ihn aJ hä^fi Ra^ab, welcher im Stadtviertel des Buchhändlers
MuRyl al-dln wohnte, ^^(X" ^^-ss- oLk? sX^sj (Hs. ^jj^L») ^^l-,.
478. [Ms. Orient. 4". 633.]
Nochmals derselbe Roman, in einer dritten Redaction, welche nach
einer der gewöhnlichen Doxologien mit den Worten beginnt: ^^^5'; ^^
. . . sLii^L -j ^JoLclwAJ'. Von dem ersten Blatte, welches aufserdem auf
den Vorderdeckel aufgeklebt ist, ist ein ziemlich grofses Stück ausgerissen ;
daher die Lücke nach dem Worte »LioL. Die üeberschrift lautet ^LäT
114 beschriebene Blätter; 21 X 16 cm. Verschiedene iVasteJ/f^-Hände
mit 13 Zeilen auf der Seite. Am Ende steht das Datum &* IL d. i. 1127,
beg. 7. Jan. 1715. Auf der letzten Seite eine russische und eine arme-
nische Bemerkung.
471). [Diez A. 4". 101.]
Diese am Anfang, am Ende und mehrfach auch im Innern defecte
Handschidft enthält ein Fragment eines Heldeiu'omanes aus der pei'sischen
Geschichte; die einzelnen Capitel, deren Ueberschriften, wie überhaupt alle
Rubricationen, fehlen, pflegen mit den Worten ^Ij-*»-! (ji^JJ^j iW^' u'^^i';
JptXjl o^lj, *JL>^ ;^5; cJ^*-'*"^? '^^^^' S'^^'^ ähnlich zu beginnen; einen
grofsen Raum nehmen Beschreibungen von Schlachten ein. Die Darstellung
scheint, wie das bei solchen Romanen nicht selten der Fall ist, eine ana-
463 Türkische Handschriften 480. Erzählungen.
chronistische zu sein; denn es ist bald von den Heeren des Islam, bald
auch wieder von Personen aus der altpersischen Heldensage, wie TalimüraQ
und DaJiRük, die Rede; auch ein König von Hindostan, ein Mädchen na-
mens XurMd Juuiyb. u. a. in. spielen eine Rolle.
Anfang: ^S' tVcj "i^ r? u'^^J i^«^?' )jy^ '■^^ ^^)^
Ende: ^d^^ Jjl ji'l (?) ^\ ^^Je j^y^ >^} -SjiJ ^_.,^xjjj^l ^d^^Ja.
5 6 beschriebene Blätter; 20 X 15 cm. Schlechtes, schwer zu lesendes
Diwäni mit 23 Zeilen auf der Seite. Wie die vorhaiidene Originalfoliierung
ausweist, fehlen am Anfange neun Blätter, so dafs also das Vorhandene mit
Fol. |. beginnt; ferner fehlen Fol. u und it, ri' — rv, t^l, «. und vf — v»'.
480. [Ms. Orient. 4". 634.]
Ein am Anfange defecter Band eines ganz in Prosa (ohne Beimischung
von Versen) geschriebenen Heldenromanes, in welchem Fzröz-Säk, Muzaffar-
Säk, Kmnän-Sak, Malik Bahman, Bahzäd u. a. die Hauptrollen spielen.
Der Band scheint demselben Romane, wie die Gothaer Handschiift Nr. 253
anzugehören. — Auf einem vorgehefteten Blatte steht (genau so): v.y.ÄL3
wj tX^Ä. _.i j-5t> (sie) it^^kj ^.aAJ-i) JuaÄx iü^i>\ <^y^y<! ^»-'tVxi iuij ^L^xJL«/ Kätsj
oo sjyj , und darunter, von anderer Hand und mit anderer Dinte geschrieben :
jO-HÜ^ äa^J^I v^iJUi: (1124, beg. 9. Febr. 1712).
Anfang: lud ^^ )ir^ j-^'J^j' ^^'j; *^*^:?' ^^ J5' r')^^* '-V *■?
153 ') beschriebene Blätter; 21X15 cm. Gutes, kräftiges Ditoäni mit
21 Zeilen auf der Seite. Nach Fol. 9 2 folgt ein leeres Blatt; Fol. 9 2
und 93 sind nur zum Theil beschrieben. Abschrift datiert vom Neumonde
sie des Muliarrain (1)124 = 9 Februar 1712. — Auf den unteren Rand
von Fol. 1" hat ein Armenier eine Bemerkung aufgeschrieben; ebenda oben
ist ein Siegel mit ^ia.<^>c abgedrückt, auf Fol. Iv" unten ein anderes, in
dessen einer Abtheiluiig steht: oben sju^e, unten iX^»=^l, rechts «Ää ^x wc,
links *Jo ^ Jö (vgl. Reinand, Monumens du Duc de ßlacas H Nr. 118,
abgebildet auf PI. IV).
') Eine vorhandene Foliierung geht biß 151, weil mit fl , if und llf je zwei Blätter
bezeichnet sind, dagegen ti^tt überhiipft ist. Als die jetzige Foliierung beigeschrieben wurde,
tV'hlte der Aufiuig der Uaudschrill bereitci.
Türkische Handschriften 481-483. Erzählungen 463
481. [Ms. Orient. 4". 636.]
V^ier nicht gebundene, sondern in einen Umschlag zusannnengelegte
Fragmente, von welchen die drei ersten (2o, 8 und 21| Blätter) ofifenbar
demselben Romane angehören, von welchem ein Band in der vorigen Hand-
schrift enthalten ist; wenigstens sind die hauptsächlicli auftretenden Per-
sonen auch hier Flröz-Säh und Mah'k Bakman. Das vierte Fragment (vier
Blätter von 29X19,6 cm und deshalb zusammengefaltet) scheint einem
anderen Romane entnommen zu sein, in welchem ein Sarafräz-Mli und eine
XwarSed Bänü auftreten.
Anfang des ei-sten Fragmentes: JL}i>iLiL i*-^^ s^^^Le (sie) ^XäTI^^ i^r'-''
Verschiedene Hände; die des vierten Fragmentes recht schlecht; Gröfse
des Umschlags: 24X1 "^5' cm.
482. [Ms. Orient. A\ 635.]
1. Fol. 1—24: Fragment eines Romanes, in welchem neben dem Sl-
mury, dem Sähib-qirän (Timürl\ einem Bahräm Dew auch ein Sarafräz-
Mh eine Hauptrolle spielt; das Fragment ist deshalb vielleicht demselben
Romaue, wie das viei-te Fragment der vorigen Handschrift entnommen. Auch
Papier und Schrift sind ähnlich, das Format (23 X 18,6 cm) freilich ist
verschieden.
Anfang: vJJLst (sie) jJUä *"'/^ ^^aäLa ^j^^^a.*« r^^
2. Fol. 25*' bis zu Ende: noch ein Band des Romanes von Ftröz-Mh
und Malik Bahvian, welchem die voi-vorige und die drei ersten Fragmente
der vorigen Handschrift angehören.
Anfang; ■^^y^ ^-V^' 15^- r-*^' *^ i*^';^ *^^)j' 7^ '^f^- ^
105 beschriebene Blätter, von welchen das letzte nur einige Bei-
schriften enthält; Nr. 1 mit schlechtem, 1 5 zeiligem iVa.sta?Z?^ auf bläuliches
Papier, Nr. 2 (23,6X16»' ^™) '"i* rohem, gleichfalls 15 zeiligem Nas/l
geschi-ieben.
483. [Sprenger 165 3.]
Ein in osttürkischer Sprache abgefafstes Feen- und Heldenmärchen,
in welchem eine Fee namens Zalfarän Pari die Hauptrolle spielt; daneben
treten aber auch ein König Firöz-baxt , ferner Mährü-dänüwar Xän, Nau-
bahär Sah, Xu^astah-aytar und andere Personen auf. Als Verfasser wii-d
464 Türkische Handschriften 484. Erzählungen.
sowohl auf der Titelseite, als auch in der Endschrift ein gewisser Mirza
QaUl genannt. An ersterer Stelle heifst es : kwc oLu-^j' »jL*«*il Sjs jüLwn
JjUS, an letzterer: |.l*j (' ^LÄ.^^_w t^A-ö^^. (j'r**) *^- 15*^'-^' '^^^'j^}
xt> vJLiJ» >-äAÄ.<aj' j^l JwAÄj IvwX' jv-^S' ^5tXJ^ . S. Brit. Museum, Rieu p. 283'', 11,
Anfang: *aS _J|^jJOj' J.I (^aX^-cIx^. ;^jjyLz«iki' u!^*>« wj
79 beschiüebene , mit Originalpaguiierung (bis tov) versehene Blätter;
21 X 15,5 cm. Gutes, ganz neues Tailiq mit 13 Zeilen auf der Seite;
europäisches Papier mit dem Stempel 184 7. Auf Fol. l'* steht, von
Sprenge r's Hand geschrieben: „A story in Chagatay Turkish by Mirza
Qätil" (sie).
484. [Diez A. 4». 15.]
Auf einem der Aufsenseite des Vorderdeckels aufgeklebten Zettel steht:
i»<ii nJ «jI^ ^5^j' sjwJoLov (sie) yaääaj (sie) ^LxiüL) ^j\jtx>oy J.*-iL». ^';ye-
„Es sind dies" — um im Wesentlichen mit Diez' Worten zu reden —
„zwei Märchen, deren ei-stes die Nachstellungen betrifft, welchen iAli, der
Schwiegersohn MuJiammad's, von Seiten des Harib wjvä-, Oberherrn der
Festung Saläsil, ausgesetzt gewesen, und die sich mit Eroberung der letzteren
endigen. Das zweite fängt damit an, dafs ein König von Saniän, ge-
nannt Abu Said, im Traume die Erscheinung gehabt, dafs er in die Hölle
kommen würde, wenn er sich nicht dui'ch die Annahme des Islams retten
lasse; da er sich nun hierdurch habe bewegen lassen, kurz vor seinem Tode
seinem Sohne aufzutragen, sich nach al Madvnah zu MuVmmviad zu begeben,
um sich zu dessen Religion zu bekennen, so habe der Sohn dies gethan
und sei bei MuHammad verblieben, welcher dann damit geendigt habe, das
Land Saniän zu erobern. In beiden Erzählungen erscheinen Teufel und
Engel, es sprechen Thiere und es ereignen sich andere wunderbare Dinge",
u. s. w. Die zweite Erzählung beginnt auf Fol. 22''.
Anfänge: yc '|j.AjLjtJI Z>y sl} iX^jil Jk*«i^.Ao isi ^'^V^ c^^-iJ (sie) ^^jLKä
und: (j*>)^ y^} <^^^) *^J^ ';'^W (^^^) ^^'t^'^} S^' c'^'^J ';'-?-='' ij^;';
'U,l ^^^ 'LuJi ^^UaJLv jy
*) vsSc^wM bei Pavot de Courteille und tiS^ww bei Zenker, „die Erzählung".
Türkische Handschrifteu 485. Erzählungen. 466
50 beschriebone Blätter: 20, s X ' •'i <'"'• Gutes, türkisches, vocalisiertes
Nas/l mit II Zeilen auf der Seite; die Seiten mit rotheii Linien umzogen.
Abschrift datiert vom 14. Bainadän 1184 = 1 Januar 1771.
485. [L>iez A. 4". 61.]
Der Schlulsband einer romanhaften, mit vielen Versen untermischten
Erzählung von dem Tode de.s IJ usain, wie solche den Titel ^a.-*^. Jjcäx
zu tragen pflegen; auch der vorliegenden Handschritt ist dieser Titel auf
dem Schnitte und auf einem aufsen aufgeklebten Zettel beigelegt. Die
vorhandenen Capitel tragen die üeber.schi-iften : l) Fol. l"* ^ijuift (?) |wL^
>AjI ^Lj ^'^L^ — 2) Fol. 15" ^Lo ,j.5lvjy Ajl^bj' ^OxG ,aW,«.i. ^Lcl
.Jol — 3) Fol. 30°: (" ;tXj' ^Ia: ^.wJljvLä' idjl (' Jojj ySiiJ üW-^^i» cj~«ii^ —
Xätimah (Fol. ()4^: ^Jol ^^Lj ^jJ^cXäS' x^Li ^\äaj JjcI o.-l^tXiS'. Die Zahl-
wörter, welche in den Ueberscliriften dem Worte ^b beigegeben waren,
sind Uberschmiei-t, ofienbar, um den Käufer der Hand.sehrift nicht merken
zu lassen, dafs dieselbe nicht ehi vollständiges Werk, sondern nur das l'^nde
eines solchen enthält; l)ei 2) und 3) läfst sich aber noch deutlich ^:d\yJiio
und ^ÄJo.l erkennen, und die Handschrift enthält also Uapitel 8, 9 und
lö, nebst Xätimah.
Anfang: ^:ij.>L*.v- ~^- .jvi'|JLÄ sLc^ o^'L*^. ijU*-' \y^o.*^ ^iLol ^^^ ,j.äjIj^
84 beschriebene Blätter; 20 X •& f'"- Deutliches Z)?ioäm-iVaÄ;{i.sz' mit
21 Zeilen auf der Seite; Abschrift von der Hand des Salim ihn iüOmän
beendigt am Freitag in der letzten Dekade >^'j' ^ des Gv/mädä I 1060 =
24 Juni 1650. — Das letzte Blatt gehört nicht mehr zum Wei-ke und
enthält auf fol. r. eine Ueberlieferung von ^ä Mnlik ihn Anas in arabi-
scher Spi-ache, auf fol. v. ein offenbar an Husain gerichtetes, türkisches
Gedicht jji^i mit dem Anfange:
\jj^\ xÄJtX^ >L^j ^5j (sie) ^5^Aäj~x! ^^,Uu>J5' J.r ^1
Auf einem aufsen aufgeklebten Zettel steht: ^-u.xjl5L^ ^-s-*^ jUJLc ^ixf
') Haudschrit't Juju!
•) in zwei Fasl gotheilt, deren zweiter liuf Fol. 50" begiuut.
») Qur. V, 59.
iQrluaelie Handschriften. &9
46<> Türkische Handachriften 486. 4H7 Erzählungen.
4S6. [Ms. Orient. 4". 367.]
Ein Roman von dem Lel)en und den Thaten der Zauberer Ähü iAll
Smä und seines Zwillingsbruders ^'^' ;*>';J -^bü '/ liüriß; Prosa, welche
gelegentlich von Gedichten unterbroclien ist. Die Ueberschrift lautet: Ijüc
o>^U.I ^1 t5;>>l;Jj c^ ^j' ooKä s-^LäS'; der Anfang: ^1 ^ä1=. (sie) bljo» ^
KL^ ,0 '^^^-^J (•<^* )' tVx' #>-^-^ ;^ '-*!V*>' (i^-^- — Türkische Bearbeitungen
desselben Stoffes finden sich in Gotha Nr. 250, München Nr. 207, Wien
Nr. 437 (unter dem Titel v^i-^jCs. kiASxi^), iin Brit. Museum (Rieu p. 2 ST,
unter demselben Titel) und in Upsala Nr. 118 und 119. Von diesen
Handschriften enthalten, wie die Anfangsworte zeigen, die Wiener, die des
Brit. Museums und Upsala 1 1 8 eine und dieselbe Bearbeitung, eine andere
Gotha und Upsala 119; eine dritte ist durch München 207 vertreten und
die voi'liegende Handschrift endlich seheint eine vierte Beai'beitung zu ent-
halten. Eine Bearbeitung dieses Romanes ist auch in Büläq (ohne Jahr,
aber nach 1830) gedruckt erschienen (s. Journ. As. 1843, H S. 60 Nr. 233
= Zenker Nr. 736); ebenso in Konstantinopel 1265 = 1849 (s. Ham-
mer in Wiener 8itz.-Berichten Vi, 222, wo auch über den Inhalt ein-
gehendere Mittheilungen gemacht werden).
170 beschriebene Blätter; 20X14,5 cm. Gewöhnliches, deutliches
Nas^l von türkischem Zuge, ohne Vocale; 13 Zeilen auf der Seite. Ab-
schrift datiert vom 2. ^aihän 114 1 = 3. März 1729. — Auf einem vor-
gehefteten Blatte ein paar Notizen von roher Hand.
487. [Petermann 7 24.]
Derselbe Stoff in anderer Bearbeitung, und zwar in wesentlich der-
selben, welche in der Gothaer Handsclmft Nr. 250 und also — wie die
gleichen Anfangs woi-te vennuthen lassen — wolil auch in der Upsalaer
Nr. 1 1 9 enthalten ist. Der vorliegenden Handsclirift felilt am Anfange
ein Blatt, und auch am Ende ist dieselbe nur scheinbar vollständig ; ein
Fälscher hat, wie über dem Anfange die Formel |»*=»r" i^*^r" *-^-" (**-^
(sie) «j. , so auch flie Schlufsvvorte hinzugefügt, um der Handschrift den
Anschein der Vollständigkeit zu geben.
Anfang: »äSAjL^ r^^J '^i'^ »äSJLc ^jLvJt sf ^iXjLs p^ix yi ^^ v5«^;'
») Gotha 250 toi. l' Z. 8,
Türkische Handsc'hrilten 188. Rhetorik und Poetik. 467
43 beschriebene Blätter; 21,5 Xl-"» c™. Schönes, vocalisiertes Nas^l
mit 1 3 Zeilen anf der Seite. Auf" einem vorgehefteten Blatte steht >_jLäS'
[jLKM. J<£. .jI, und am Ende . . . cX*^ ^jI . . . xaäLö (die pnnctierten
Stellen sind zerstört). KUr einzuschreibende Rubricatioiien sind häufig Stellen
leer gelassen.
Erzählungen sind noch in folgenden Handschriften enthalten: Nr. l,s (von iAll, fümar
u. a.) — 4,8 bis T (vom Propheten, iAll, Yünus un<l Moses, in Mafitiatei-\ eisen) — 5,!o,a
(vom Propheten und von iAll) - 5*,ig (von Xadir Ilyäs und Jü 'l qarnain) - s» (von
einem fetten und einem mageren Teufel) 3 6 (von Xwägah AKmad al-sädiq al-NaqSbandi) —
6,2,1) (von Bäyazül Bistämi) — 8,2 (von Miqdäd ihn Aswad) - 15 (von MuKammad, Sa-
lomo, Joseph u. s. w.) - 19 (von XivUgah iAbd al-ra'üf) — ll,i (von König iÄd und dem
jüngsten Tag) — 13,» (wieder von Büyazld Bistämi) — 20, 1 ( cjUKäI ^1=», von Mu-
Kammad, Hasan Basri u. n.) — > (von Jesus) — 27, g bis 22 ( ^^LiajJI i_jLäS') — 30,*
(von einer ehrgeizigen Frau) — 35,6 {Magnün und Laila) — 42,2 (von einem Könige
von Baydäd und seineu vier Sclavinnen) — 4 4, 12 (Ende einer Sammlung) — 133,6 (von
Abraham, der seinen Sohn opfern wollte, in Versen) - 9 (von iAli, in Versen) — 204, a
(historische Erzählungen und Anekdoten) — 21 8, s (Erzählung, gegen die Aufruhrer von
1115 gerichtet) — 856,7.
XIX. Rhetorik und Poetik.
488. [Ms. Orient. 4". 305.]
Auf den vier letzten Seiten dieser sonst arabischen Handschrift steht
eine (mit Ausnahme des Matlai-Bait) auf I reimende Kaside, deren jedes
Bait eine in rother ßeischrift bezeichnete rhetorische Figur zur An-
schauung bringt. Die Ueberschrift lautet: ^L*^!5l( ,«jU.<äj jlI^ääx st)i.x-.flj »jjc
ÄSkLoiJl «JLk« ^ jLciLJl /^^y^ i^y^yc X^m'3\ »jIJo J<f^ der Verfasser wird
nicht genannt.
Anfang: ('•^^r" *i A^^ »j-^'^
') sie! 1. ^U.
69*
M8 Türkische Handschriften 489. Rhetorik and Poetik.
Gutes, aber nicht vollständig punctiertes Nastaihq, im ganzen 39 5a?Y.
489. [Peterniaun II, 643.]
o^''-JU." »=^, das Lehrbuch der Poetik von Surüri (f 969, beg. 11 Sept,
1561). welches auch in der Gothaer Handschrift Nr. 44 enthalten ist Man
5. dort. Die Angabe, dafe das Buch im Jahre 95 6 vollendet sei, welche
sich bei Ö. '/.. 11, 21, 1683 und in andereu Handschriften findet, fehlt
wie in der Gothaer Handschrift, so auch in der vorliegenden. — Andere
Handschriften finden sich in Wien Nr. 2 29 (I. 208), München Nr. 214
und 215, Leiden Nr. 233 und 2811; auch de Sacy besafs eine Hand-
schrift (Nr. 344!. Vgl. auch oben Nr. 5*,S9.
Anfang: «.vV^j UU sJ^. ' ,IJl'' .bs< .,lw^' ^U^ (sici ^Jc'l J.' Juil
1S4 beschriebene Blätter: 18 X H cm. Sehr schönes Taüiq mit 15
Zeilen auf der Seite: I"eberschriften und Schlagwörter mit Roth, Blau,
Grün oder Gold geschrieben; goldene Leisten am Rande, zwischen den
Spalten und vielfach auch zwischen den Zeilen; am Anfang ein schöner
lUnwän, welcher aber nicht gut gehalten ist: der. Titel des Buches, wel-
cher mit Goldschrift auf schwarzem Grunde in der Mitte dieses lUnwän
stand, ist verwischt und undeutlich geworden, und die^ ist wohl der Grund,
weshalb sowohl auf dem Schnitte der Handschrift, als auch auf einem vor-
gehefteten Blatte der falsche Titel o»l*J' »«.=> steht. Auf einem anderen
vorgeheftet^n Blatte und auf Fol. 1 ' sind verschiedene Siegel abgedrückt ') ;
auf Fol. 1* steht zweimal ^-yi' ü . Hübscher Origbialeinband von schwarzem
Leder mit goldenen Verzierungen.. Nicht datiert, aber ziemlich alt.
Hierher gehören auch: Xr. 8,8 '.Abhandlung über Bäthsel) — 8**,ä i 5 JcLix ^»jLs
f,^\\ , ry I — 20,5 (ntwr die Se.seDsformeln , mit w, Ichen der Autor sein Werk beginnen
soUi — 499 S. 19 umj 22 (Tntärschied zwi.schen .i^^Loi '-:"'l o»r^L> ).
»i Inschriften: 1) IUP aJL'' „gja ' j'wc ^t .,t o — 2) sl^ «-'• ü" «JÜI
Türkische Hands<Ariften 490. Stylistik und Epistolographik 469
XX. Stylistilv und Epistologi'aphik.
490. [Petermanu II, 11».]
Zwei Schriften zum Unterricht im ßriefstyl; nämlich:
1. wU«J jLtJLü-M^if sjLijl »jLft, arabische Wörter, wie sie im Briefstyle
angewandt zu werden pflegen, mit türkischer Erklärung; sowohl die innere
Fläche der Seite, als auch ein Sti-eifen am Rande ist beschrieben.
Anfang (am Rande): «ji^>.Ujt<- _.y stXi**: jb ii^ü jocL,— ^J'•->>c
2. Fol. 6': C ^y£.yc '^Lijl 'jo2, der eigentliche Briefsteller, trotz des
gleichen Titels, der gleichen Anfangsworte und der entsprechenden An-
hänge zufolge der anderen von Flügel gemachten Angaben doch ver-
schieden von dem in der Wiener Handschrift Nr. 276,3 (I, 25 7) enthal-
tenen Briefsteller. Auch hier ist, in gleicher Weise wie in dem Vocabular,
sowohl die innere Seite, als der Rand beschrieben. Am Ende eine An-
leitung zm* Behandlung der vier Species, und eine Belehrung über den
Zahlwerth der arabischen Buchstaben, sowie über die arabischen und die
syrischen Monate. — Briefsteller mir dem Titel v>*t* "^LüI finden sich,
abgesehen von der erwähnten Wiener Handschrift, noch in der oriental.
Akademie in Wien (Krafft Nr. 94 und 100 bis 113), in Upsala Nr. 70,
St. Petersbui'g (Manuscrits et xylographes Nr. 385 bis 5S9), im Brit. Mu-
seum (Rieu p. 100% Harl. 5712) und bei Lee Nr. 19 7, H. Sie scheinen,
wie Krafft bemerkt, alle nach demselben, bei den Türken sehr beliebten
Systeme zusammengestellt zu sein.
Anfang: >->L};' »^y^ -^s^ t^ l^' *r** *-'' ^j *-''«J ;vä. jüiL?» J.^. a-L'' jv-o
s.ätk' ooLc Lijl ;vJLc *^' >jJX> ^^J« s«^^y^»r. s-^^j' ^J>J<l-»x
38 beschriebene Blätter; 26 X 18 cm. Grobes DlicänT mit sieben
schief geschriebenen Zeilen im Innern und 1 S — 2 1 ganz kurzen Zeilen am
Rande. Der Kolophon lautet: (' ^ >ö! J-».^ |»a-L. JiJü:^J\ ^Xj^ s.,^.
3) llvA AJtJClvj' y^>* («iL«. . Drei andere sind ganz oder theilweise unleserlich. Der in
Xr. 1 genannte Lidf alläh (i!>w iAbd allüh) hat sich über seinem Siegel im Jahre 1233 als
Besitzer der Handschrift eingeschrieben.
>) Hs. >->>^^:
*) So scheint dazustehen ; es soll aber wohl ^je heifsen.
470 Türkische Handschriften 490*. 491. Stylistik und Epistolographik.
x^ " J.f xaavLs' oLlI^., woraus sich zu ergeben scheint, dafs der Schreiber
Sallm MuRanmiad Ann-nr hiefs, einer von den Sekretären der ei-sten Rech-
nungskannner war, und seine Arbeit im Gmnädä I 1253 (= 3. Aug. —
1. Sept. 1837) vollendete.
490*. [Hamilton 343.]
..L*ij^l| _L.jAX, eine Anleitung zum ßriefschreiben, deren Verfasser sich
nur als *^*xäl^ oLotJI wä=.I ^ oder v*ä^^ y^jü yi bezeichnet, ohne seinen
Namen zu nennen. Die Abhandhxng ist eingetheilt in eine Muqaddimah
und zwei Maqälah, deren Inhalt in der Vorrede mit folgenden Woi'teii an-
gegeben wird: oLl^. .^Lltiä> J.l sJijix 'vO scV-äjLo ^j^iX« J>aI^ jwJJLo LoI
vO scUjLaj cjljj>ÄJ' ^wL^I sajLj L'üüc 'vk> »cV^oLaj v:i;L*js>j; die erste Maqälah
beginnt auf Fol. 5', die zweite auf Fol. 5 8^ Eine fremde, flüchtige Hand
hat die ganze Abhandlung überarbeitet, und namentlich die erste Maqälah
in zwei zerleg-t ( Jäxsjj J&joLi und JL)I»=.^ JjLia-», s. das ßlättchen 2° und
Fol. 5 0"), so dafs also nach dieser neuen Eintheilung die ganze Abhand-
lung aufser der Muqaddimah in drei Maqälah zerfällt.
Anfang: |V^ ^y^^\ lüyJ '^y-^y^^ ^r^S ^j' o"^ 15'^ -^Uj^ ^L>^^ tX^i»
63 beschriebene und aufserdem einige vorgeheftete Blätter mit ein
paar Bemerkungen und V^ersen, sowie fünf von dem Ueberarbeiter nach
Fol. 2, 8, 11, 15 und 47 eingeklebte und beschriebene Blättchen; 14 X
21,6 cm iSafmah-FovniRt). Verhältnismäfsig gutes Dtwärii mit 9 Zeilen
auf der Seite; Abschrift datiert von der letzten Dekade ^=»1^1 des Rabii \\
895 (= 13-22 März 1490). Am Ende steht: ^cXj (sie) ^jLiXJi Ij^
»iCwkÄj iSy^\ S ^-öl5L« (sie) !sU=>-yJ'j ^:i;!i'L--> questo Libro chiamato Libro
di scrivre (sie) Le Lettere alli Prencipi P. Dionisio Ciavis; und auf dem
ersten Vorsetzblatte: Formulario di lettere missiue turchesce In scritura (sie)
divani Et dentro II medesmo (sie) In scritura comune (sie). Diese letztere
Bemei-kung stimmt zu den am Ende von Fol. 5 2'' stehenden Worten „Hn
qua ha ti-anscritto il coggia"; doch kann ich nicht finden, dafs nun mit der
nächsten Seite oder überhaupt im Verlaufe der Handschi-ift eine neue Hand
begänne, wenn auc-h die Schrift gegen das Ende zu immer flüchtiger wird.
491. [Diez A. 8°. 9.]
1 . Eine Sammlung von Briefraustern , welche in folgende fünf Ab-
Türkische Haudsdirit'ten 491. Stylistik und Epistolographik 471
schnitte c^ eingetheilt ist: l) Fol. 4'': ^o Jx^bouiÄ^- — 2) Fol. 27'':
o Jajüiv ^,\ ij^AäÄx! ,Ji,^Lx*^-. w^Lft.i — 3) Fol. ?'): {jä^^ xT nJ> Jajcljvs**:^
vO wOÄx jtiL.il ijö*Ä — 4) Fol. 5 2": sO JUJjl Ji^Läx LjI. »JjocIjoo^j —
5) Fol. 60*: nJ yyc ^J^y\ ^yJio «LälÄiS' »OtXxÄx yölwcl. Der Verfasser wird
in der in sehr blumigem Styl geschriebenen Vorrede nicht genannt: eine
dem am Anfang stehenden iUvwän eingeschriebene Ueberschrift aber lautet:
soK^Läs» vA^-äJl J^xsLäJI iiuLux, und diese Angabe ist auch i-ichtig, nur ist
es nicht ganz sicher, welcher Schriftsteller des Namens Qinälu'^)-zäda}i
als Verfasser der vorliegenden Briefsannnlung zu betrachten ist. Es giebt
deren nämlich drei: lAll ihn Amr alläh (f 9 79, beg. 26. Mai 1571;
Hammer, Osnian. Dichtkunst 11, 341), dessen jüngeren Bruder, welcher
sich als Dichter Karäml nannte (f zwei oder drei Jahre später; Hammer
n, 350) und den Sohn des ersteren, Hasan, den berühmten Dichterbiographen
(t 1012, beg. 1 1. Jvmi 1603; Hammer III, 131). Nach Hammer, Osman.
Reich IV, 6 03 nun soll der Verfasser des Briefstellers Karäml sein; in-
dessen wird das Vertrauen auf die Zuverläs.sigkeit dieser Angabe nicht eben
dadurch erhöht; dafs Hammer sich zugleich zwei Versehen zu Schulden
kommen läfst: erstens, indem er den Karäml den Bruder (statt Vaters-
bruder) des Dichterbiographen nennt, und zweitens indem er als Todesjahr
desselben das Jahr 1000 (statt 981 oder — nach ^. X. III, 303, 5631-
982) angiebt. Richtiger wird aLso wohl die Angabe H. '/C.'ti (VI, 185)
sein, dafs der Verfasser der Briefsammlung iAIi ihn Amr alläh — also der
Vater des Dichterbiographen — sei, eine Angabe, welcher sich auch Krafft
zu Nr. 84, Flügel zu V^ien Nr. 289 (I, 266) und Rieu, Brit. Museum
p. 94, wo Handschriften desselben Briefstellers beschrieben werden, an-
schliefsen .
Anfang: k^ ^jjjjo ^^ys. ijLÜj ,j^LjJI ^_>^ J.*ä. |»*^yi ij-^^r" *J^' (V*«*J
Gutes Nastailiq mit 21 Zeilen auf der Seite, geschrieben im Salbän
*) Dieses mit den übrigen am Ende der Vorrede angeführte Capitel ist im Teste des
Buches selbst ausgelassen.
') Si>l\«_JLil.^ ist die urspriioglichere Form des Namens, indem das türkische LäS
bekanntlich durch TaRrlf aus dem arabischen U,» entstanden ist.
472 Türkische Handschriften 492. Stylistik und Epistolographik.
980 (7. Dec. 1572 — 4. Jan. 1573) — und also zu Lebzeiten des Ver-
fassers — von ARmad Pdang-zädah, welcher auch folgendes persisclie Bau
beigefügt hat:
Auf Fol. r haben sich verschiedene frühere Besitzer der Handschrift ein-
geschrieben; einer derselben hat auch sein Siegel mit der Inschrift 5tX;j
(' ^vL ■j.^aji! 't5;L» J^****-! beigedrückt.
2. Fol. 62: eine Sammlung von Briefen verschiedener Verfasser; weder
ein Titel, noch der Name des Redactors der Sammlung wird genannt; auch
fehlt jede Eintheilung und ist keine Vorrede vorhanden; die Sammlung
beginnt vielmehr sofort mit dem ersten Briefe, dessen Anfangsworte lauten:
*jUaJLw -vtXüJU ycl ^1 ^JLää.L*>w ^^»L»*« j-Ajyc, und dessen Verfasser sich
als (- yo.^ ^UJI ^-ycl (X«^ (jäJ.äJI unterschreibt. — Auf Fol. 62* haben
sich auch hier mehrere frühere Besitzer der Handschrift eingeschrieben,
und einer derselben, Saiyid Alimad Salid, hat auch hier sein Siegel mit
der Jahreszahl 1159 (beg. 24. Jan. 1746) beigedrückt.
Ziemlich kleines und flüchtiges, doch nicht undeutliche.s Nasfaütq
mit 19 Zeilen auf der Seite.
7 7 beschriebene Blätter; 20,.^ X ^ <^v'' cm. Die vorhandene Foliierung
geht nur bis 76, weil mit 46 (resp. 4 6^ und 46'') zwei Blätter bezeichnet
sind. Aufsen auf der Handschrift steht: ^^Xj! ^y»^^ »^^'s (sie) JUi. «Liöl
492. [Diez Fol. 63.]
^Lijl, ein kurzes Lehrbuch des Briefstyles, von ungenaiuitem Verfasser.
Zuerst werden Wörter mitgetheilt, welche in Briefen vorzukommen pflegen
( >yüjl ^Laj JLääJ ^LJjI JUx^I io\.^\ jJU; vgl. oben Nr. 490, i), und dieser
Abschnitt wird am Rande durcli die ganze Handschrift fortgesetzt, wobei
nicht selten persische oder arabische Wörter durch türkische erklärt werden ;
dann folgt (Fol. 3"") ein Abschnitt über den Briefstyl im allgemeinen (Anfang :
^(>♦ie Uixlai -j IäjI Jl* tXAJ Uöl), dann (Fol. 5') einige Bittschriften JLä«*^£,
dann (Fol. 7") Frivatbriefe , dann (FoL IT) Verse, wie sie in Briefen zur
'} sie ! man sollte erwarten ^sL oikJ .,gtö.c oder etwas Aehnliche
') ganz ohne Punctu geschrieben.
Türkisclie H.indÄchi'il'ten 493. Stylistik und Epistolographik 478
Anwendung konmien können, dann (Fol. 12") gerichtliche Ausfertigungen,
wie ein Freibriet" t'lir eine Schivin xjoLj^^aia, ein Wechsel ^JC*>**j jiÄJ^ , eine
Schuldverschreibung ^SCL*.j |JJi>, eine Ueberschreibung eines Lehens o^xLäv
J^jy^, dann die vier Species, endlich euie Aufzahlung der arabischen Mo-
nate. — Da die mitgetheilten Stylnuister säinnitlich vom Jahre 12u8 (beg.
9. Aug. 1793) datiert sind, so ist wohl anzunehmen, dals der Briefsteller in
diesem Jahre entstanden ist.
Anfang : cj.iks» k.ci.*j' dtX.Axjix ikX^^j f^xü:^
14 beschriebene Blätter; 26 X ^''»^ i^'i'- Gutes, zum Theil vocalisiertes,
türkisches Naf</j mit 1 2 Zeilen auf der Seite. Europäisches Papier.
493. [Peterniann II, 3 06.]
«^Läj^M yjS^ ein Lehrbuch des Briefstyls mit Erläuterungen, von Anir
nJJali ihn Na-süli (f 1114, beg. 28. Mai 1702) unter Hulaimän U (reg.
1098—1102 := 1687 — 91) verfal'st und folgendermafsen eingetheilt: t-iu^
J^o &/jLäj"I &Arj>l 1^1 5tXi.^JL,2l yi iS yO sAvC-Laj. An.s der (arabisch geschrie-
benen) V(jrrede ergiebt sich, dals der Verfasser zwei Abhandlungen über
denselben Gegenstand und mit demselben Titel schrieb, eine längere, und
eine iiacli dieser bearbeitete kürzere; die vorliegende ist die kürzere P'as-
SUUg (Fol. l'' Z. 2 V. U. ^Ixiö^l yi.'i^ &X^\ *.*«b &ÄA*.wj iÜj.a.^Ls). S. H. X.
VI, 622, 14912 und Hammer, Osman. Dichtkunst IV, <i m'. MDCL.
Anfang: ^}Sil g^v-^-' i ^^tX^ ^^^*v.i.lj 'JL ^j ^..cl J.J' «-ItXÄjl ^^ yjJs^ -A.i.
52 beschriebene Blätter; 22 X l -^ f^i"- Gewöhnliches, nicht sehr deut-
liches Talhq mit 17 Zeilen auf der Seite; ßubricationen häufig; Umrand-
ung u. s. vv. von einer goldenen Leiste und di-ei schwarzen Linien gebildet;
am Anfaiige der Abhandlung, sowie über den Anfängen der drei SaJilfah
je ein gewöhnlicher lünioän. Abschrift aus rlem Jahre 1099 (beg. 7. Nov.
1687); die Abhandlung nmfs also, da sie aus der Regierung Sulavuian'^ 11
stammt, in diesem oder dem vorhergehenden Jahre verfafst sein. — Auf
einem nachgehefteten Blatte stehen, von fremder Hand geschrieben, ein Ta-
lisman und ein Zauberspruch. — Auf Fol. 1" der Abdruck eines Siegels
mit der Inschrift: ^aJis-^/i luX-.. ^i ^*.^.
Türkische Haudschrit'teu. (>0
474 Türkische Handschriften 494-496. Stylistik und Epistolographik.
494. [Ms. Orient. 4". 198.]
Der Anfang, die erste Lage, einer Brietsammlung Liöl . Dieselbe be-
ginnt ohne alle Einleitung mit dem Muster einer an einen Grofsvezir ge-
richteten Verwendung oder Fürbitte, ^ [ äxLäXc ] Li^ci \*ji_yXjy..>a^. ^ia.&\ ~j\^
12 beschriebene Blätter; 22 X 1^,5 cm. Gutes Dlwäni mit 13 Zeilen
auf der Seite. Durch eingedrungenes Wasser ist die Schrift, besonders am
Anfang und vorzugsweise in den roth geschriebenen Ueberschriften , un-
deutlich geworden.
495. [Ms. Orient. 4". 9 6.]
Eine Sammlung von Muster.schreiben in geschmücktem Styl , meist
«y^^-ö
«jcLjyA*«, üxLj&AA.^' und iLcLj^i. Das erste ist überschrieben ^y*Sii> ^^y.
i^^ soU^wS (' ji.^ \S und beginnt:
Ä_j»t>l_il JL_ji_j' &JIJI (sie) j.j>l ^L_«/._;i:_jl;:u^L i. 'l^J ^L >n^.^l — >t
Äii^L^j &»Jö i^JäI ^-^ \J^i <^*=>^ ij'"'^' O***^ ^^ cX«-«a,JI &AJ| xjUä c^ä-S"
Das letzte trägt die Ueberschrift ^IJ^*j »-i Loljisi und bezieht sich also
auf die Eroberung der Moldau (nicht der Walachei, wie eine alte Hand
beigeschrieben hat; diese heifst bekanntlich ^i^il). Aiif Fol. 1" steht als
Titel : (..x ^L}0 ijLyi«ixi ijäjij ^KI «Jt^Xo «.aJo ,_*xJL.üli.:y_iiiLj ^ajIx^ cy \^-a ,
und unten, von alter Hand geschrieben: „Formukrium epistolare c: his-
toria captae Wallachiae".
50 beschriebene Blätter; 22,5X^0 c"i- Gutes, vocalloses türkisches
Nas/J mit reichlichen Rubricationen ; auf der Seite stehen 19 Zeilen.
496. [Ms. Orient. 4". 194.]
Eine Zusaunnenstellung von Briefen verschiedener Verfasser, soweit
datiert sänmitlich aus dem 11'"" Jahrhundert der Flucht; die Briefschreiber
sind meist hochgestellte Beamte; der erste Brief rührt von Husnii/ PaSa
her, der letzte ist datiert von) 4. lialni I 10 18 = 7. Juni 1609. Da
weder ein Vor-, noch ein Nachwort vorhanden ist, läfst sich über den
Sammler der Briefe nichts sagen.
Anfang: f»';^' '^.y "^^.y^^.j-^ }y'^'~^ ii^jyXjyyÄ=>. (»vä^ Lei yXxxi^y y^'y^
') ausradiert.
Türkische Handsdiriften 497. 4 '.»8. Stylistik unrl EpistolograpliiU. 475
17 beschriebene Blätter; 21X^5 cm. Gutes Ültnlin mit 21 Zeilen
auf der Seite.
497. [Ms. Orient. 4". 581.]
Eine Sammlung von 49 Briefen, welche fast ohne Ausnahme an hoch-
gestellte Beamte gerichtet sind. Als Briefschreiber ei'scheinen MoUäjiq-
zädah IsMq Efendi (welcher vom Sammler wo;tXj ^^JLs• genannt wird), Is-
Mq-Efendi-?Mda]i, Sililidär Mnhammad PaSa u. a.-, oft wird auch der
Schreiber nicht genannt, der Adressat dagegen fast immer. Der erste
Brief ist überschrieben ■^iX^L^jJ ^\ »j^=i' ääj^j ^J.jUs.1, der zweite ^z\ ^tV-a
»4Xä*aJ^I ^_y^ xÄjjJLjj..Ä=» s^Mv^.^^, der dritte ^(,UUJjl ^j^' xäj^'vaää L*ib Lei
u. s. w., der letzte _jtXÄ4.Jjl »j^=i' sjcVÄil S^l ^\si3\ o^"; • Unter diesem
Räsid Efendi ist doch wohl der am 21.0ct. 1733') verstorbene Geschicht-
schi-eiber dieses Namens zu verstehen.
Anfang: _Lj' y^y^ ^XäU-w yixXj.jaS *A.> «tX/i.*jÜ^I y^.'^ **JrJ jji^T'y^'
22 beschriebene Blätter; 21 X '^v'' p'"- Hübsches Nastaihq mit 25
Zeilen auf der Seite; die Ueberschriften der Briefe roth geschrieben; Ab-
schrift datiert vom 23. Jü 'I qaldnli 1212 = 9 Mai 1798. — Auf Fol. l*
steht von sehr grober Hand 'i.j^ jJjl und darunter das Datum „lAi^f — n
August", und auf einem dem Vorderdeckel innen aufgeklebten Zettel chen:
„Türkische Briefe meist an hochgestellte Beamte geschrieben 1212 d. H."
(wenn ich nicht irre, von Petermann's Hand). Das obei-e Viertel des
ersten Blattes ist ausQ-eschnitten. Auf den ersten Seiten stehen am Rande
mit Bleistift geschriebene Bemerkungen in polnischer Sprache.
498. [Diez A. 4". 114.]
Eine Sammlung von ßriefmustern, U.jl. Die ersten Briefe sind von
Niedrigeren an Höhere gerichtet. Am Ende die Zahlen von 1 bis 10 0,
denen wahrscheinlich ihre Siijä<[nh-Y o\-n\ beigeschrieben werden sollte, und
einige Rechenexempel.
Anfang: Jj ^'jr^j y^^'^y^ ^vä ;^;I yi-j^ Kj^el ^ji^b(>( (?) ^<> L.iöl ItXJ»
ivjUoJLm f*iXÄil a.ajÜI
24 beschriebene Blätter; 21,sX15,5 cm. Abscheuliches, für den Un-
geübten kaum leserliches Dlwäm mit zehn hi der Diagonale von rechts
1) Hammer, Osman. Reich, Ausgabe in vier Bänden, IV, 296.
fiO«
476 Türkisclic Hundsclirilten 499. Stylistik und Epistolographik
unten nach links oben laufenden Zeilen auf der Seite. — Auf der inneren
Seite des Vorderdeckels steht: „Pera i Constaiitiuopel d. 7 Febr. 1714.
4'°. Henvic Benzelius".
499» [Diez A. 4°. 129.]
Sannnluiig von Briefen und ähnlichen Schriftstücken.
„S. 1 u. 2 sind zwei Briefe von Nuninn Begh [*äS.AJ ^jUäj], einem
Freunde in Constantinopel und Oheim des jungen Menschen Tahir Begh,
welchen ich im Jahre 1792 von Constantinopel mitgenommen hatte, um
ihn in unseren Sprachen und Wissenschaften unterrichten zu lassen, womit
es aber nicht gelingen wollte, so dafs ich ihn zurückreisen liel's. — S. 3
Brief von dem genannten Tahir Begh. — S. 4-6'' sind Concepte von
drei literarischen Briefen, welche ich an Aziz Eifendi geschrieben, der um
die Jahre 1793 n. 94 Gesandter der Pforte zu Berlin gewesen und auch
daselbst o-estorben ist. — 8. 7 Antwort desselben Aziz Effendi. — S. 9.
1 7 sind Fragen von mir und Beantwortungen von Aziz Effendi über Sprache
und wissenschaftliche Gegen.stände. — S. 19. 2 2 zwei Autsätze von Aziz
Effendi, um den Unterschied der Beredtsamkeit und Wohlredenheit [o-äL^^j
und o^^] zu zeigen, welche die Morgenländer vim einander absondern,
indem sie erstere für Sache der Kunst und letztere für das Werk natürlicher
Anlagen halten. — S. 23 ein Aufsatz des Aziz Effendi über die Gepaartheit
[_.\] der Dinge in der Natur mid über das Daseyn Gottes. — S. 26
Eine Tradition von Muhannned, wie Aziz ßflfendi sie aufzeichnete. — S. 27
Ein Schi-eiben von Muhannned Effendi, der bei Aziz Effendi Imain war. —
S. 28—31 Zwey Schreiben, welche der verstorbene Muhannned Raschid
Effendi, ehemalige Reis Effendi oder Minister der auswärtigen Angelegen-
heiten zu Constantinopel, an mich während meines Aufenthaltes zu Berlin
im Jahre 1790 in Betreff der Unterhandlungen ergehen liefs, womit damals
Azmi Eftendi als Gesandter der Pforte bei unserem Hofe beauftragt war '). —
8. 34. 35 sind zwey Abschriften der Befehle, welche die Pforte an die
Hospodaren der Moldau und Wallacliey wegen des von mir im Jahre 17S5
daselbst errichteten Preufsischen Consulates erlassen hat." (Diez.)
*) Den Bericht über »v'ww (Jes-andtsclinft s. in iler liibliothek der DMG. II, 38 nr. 2. —
Ich ergreife die Oelegenheit, zu bemerken, dafs die do;t in der Anmerkung citierte Ueber-
petzun;j nicht von Diez (s. dessen „Wescntlicdie BetrntJitiingen" iS. 53), sondern von Ham-
mer (Gesch. des osman. Reichs VIII, 215 Anm. a) herrührt.
Türkische Handschriften 500. öOl. Stylistik und Epistolographik. 477
Anfang des ersten Briefes: soxaIc *jIä*»,I LäjLu- ^J^Ai-is ^^^^ ('^^»«A-j';»^
36 Blätter (mit 6 resp. 6 u. 6'' sind zwei Blätter bezeichnet) ver-
schiedener Gröl'se, die gröfsten durch Einschlagen auf 25 X 20 cm redu-
ciert. JSatürlicIi verschiedene Hände; auch Siegelabdrucke sind mehrfach
vorhanden.
500. [Diez A. 4». 50.]
Eine Sanniiiung von Briefmustern, welcher, wie vielen anderen solchen
Sammlungen (z. B. Nr. 49 0,2), der Titel ^-j^^-« >>l.-i.jl „Beliebter Briefsteiler"
gegeben ist (s. die Ueberschrift). Am Ende stehen allerhand Rechnungen,
„wie sie in der Defterdarie der Pforte gebräuchlich sind" (Diez).
Anfang: |V:;JOvil i_.'«Aaa^ ytc. ^Xxt..=>^. j.Aj>.»>o v^'V-c ^-UJ^J
30 beschriebene Blätter; 22 X 15,5 cm. Grofses, für den Ungeübten
kaum leserliches^) Dnoänl; die letzten Blätter (jben durch eingedrungene
Dinte beschmutzt. Am Ende der Abdruck eines Siegels mit der Inschrift
111« ovU tX».sr (1195, beg. 28. Dec. 1780). — Auf einem aulsen aufge-
klebten Zettel steht: t»l v(>.Ai\».o J^^äX/j L/iijl i^L*^.
501. [Petermann 503.]
Eine Sannnlung von Mustern zu Briefen und Schreiben, oft einfach
s^ySim K:Dsy^ überschrieben; doch sind auch genauere Angaben über Schreiber
oder Adressaten nicht selten vorhanden. So Fol. 31'': ^^W iv^^ i^jL-«*, ^lX.^
xaä^j (?) ^jlJ^I JU/vl xjLib d-*^ ^^-ci; (?) ^j'*^^^ ^f^^'' 7'^^ ^L<iLj. J^^ 5^>')
XcXajI^ , Fol. 34': JL*i,vl XUj^XjyjA^ oJ^tXAi-La \Sj^yJjiyjä.=, XaJI vLi-C ^^-=>-t> jJ
yiX^^^y.^ '^♦jb' C^.i^^-?} 1 Fol. 3 5'': |.^k.s*,^l| -^J^-^ 50lv^j.XJ ^<>..g.Ajl «L.W./0 ^IauIj
vi,Vaj\^ D^ls j_CjJoLsI JL*,vI xj^etXÄil , Fol. 3 6'': ^jtXJj.i.Ji-Adi» xaJI ^Li.x^ ~jp JtÄj
ik^Aji ijIäJ«! JLwJ ^jj_äjI »-y-g-i JiAjyAj».«Ä=^ XaJI jc-*?-^ ^_5L^.-i-sl |*iv.*vi'' visA-w
\tX.Ajvfc^, Fol. 38': ^-Av'cXsxj » j\. ^^XXj^^iX^iS ^i>.Ajwlj»-»a.i». xaJI vLä.« 7"-).?
\0 ei..^L_isAA.^' &AJ JLj'vxis. , Fnl. 4 0'': L_ä_^; xÄ*vL_fcl sjLxa^'I Jo ^jOLäI J^S^
xtX_A_«/SAA4i', Fol. 4 3": ij^JcXx xäauLäI Si>L*a«JI Jj> ^joLib t)....^ V^') (.5^*^ ?■''
stXAJ\^, u. s. vv. Den Briefen voraus gehen allerlei Notizen, Rechnungen,
') So ist ganz deutlieh geschrieben; es ist offenbar eine Entstellung Ton „Brandebourg".
^) weshalb ich auch nicht behaupten will, dafs ich nicht vielleicht das eine oder das
andere der mitgetheilten Anfangsworte falsch gelesen habe.
47 S Türkische Handschrilten 50"2. 503. btylistik und Epistolographik.
Gedichtcheu u. dgl., zum Theil in arabischer Sprache; doch koiumeii auch
hier schon einzelne Briefe vor, so dafs es schwer ist, zu sagen, wo die
eigentliche Briefsammhing beginnt.
170 beschriebene Blätter: 15 X l*^ cm. Gutes Dlicänl mit 19 — 20
schief ffe^chriebenen Zeilen auf der Seite.
o
502. [Diez A. S''. 176.]
Erst eine Sammlung von Briefen, welche wirküclj geschrieben wurden,
dann Briefmnster. Den Anfang macht der Brief des Sultan Qorqud an
seinen Bruder Sahm I, nebst der Antwort de^ letzteren, welche beide
Schriftstücke in Wickerhauser's Chrestomathie p. n\f. und 244f. in
Text und Üebersetzung niitgetheilt werden ^). Dann folgt ein Schreiben
des Paricez Efendi an denselben Sahm, Auszüge aus den Schriften des,
Nagätl u. s. w. Von S. 40 an kommen Briefmuster (Eingangsfonneln,
Bittschriften an Grofse. Muster eine^ Kaiserl. Erla.sses .,w''~»p *Si^ ^x-o,
Briefe von Söhnen an Väter, von Vätern an Söhne u. dgl. m.). Den Be-
schlufs macht ein sogenanntes aüeUoöLu* d. h. eine (sehr genaue) Anwei-
sung, die in den amtlichen Rechnungsbüchern üblichen Si'yäqah-ZaMeu zu
schreiben *).
Anfang: ' jJuixjtVj..^ J'fcä>fc5 ..IkJL-. _iljC'-5 &!-' JLj. <;-:•> ,.>Lä. ♦xi-^ ,.,UsJL«
55 beschriebene Blätter mit Originalpaginierung (bis i.aj; IS,^ X 12 cm.
Regelmäfsiges und sauberes, aber doch oft recht schwer zu lesendes Div.ärü
mit 11 Zeilen auf der Seite: die Seiten mit einer schwai-zen Linie um-
zogen.
503. [Diez A. 8^ 123.1
Den Anfang dieser Haudschiift macht ein Abschnitt in arabischer
Sprache, welchem in dem aufsen aufgeklebten Titel blatte, wie es scheint
irrthümlich, der Titel ^^'-X'l ^S^-a. (vgl. Gotha, Arabisch Nr. 7 71,3) ge-
geben wird. Hierauf folgt eine Sammlung türkischer Briefe, von welcher
Diez in dem Kataloge .seiner Handschriften Folgendes sagt: „Diese Samm-
') Der Brief des Stdtan Qorqud allein steht auch in der Handschrift Nr. 5, Fol. 534*.
*) Aehnliche Schriftchen finden sich in Gotha Xr. 4,», Kopenhagen Nr. XIV, Oxford
Nr. XXHI, Leiden Nr. ILXXXIX und Akademie Nr. CXCVIIl, Wien Nr. 106,» und 2012,4,
München Nr. 234 nnd 239.
Türkische Handschriften 504. 505. Stylistik und Epistolographik. 4?9
lung begreift allerley Abschriften von Geschäft-s- und Complimenten-Briefen
in sich, welche jemand wegen der Zierlichkeit ihres Stjls aufbehalten und,
wie es scheint, zum Gebrauch des Publikums bestimmt hat. Es erscheinen
hier Binefe von sehr bekannten Männern, z. B. vom Chan der Krimm
Ghazi Ghirai, vom Kjemal Pascha zade. als er noch Kazi oder Richter
von Thessalonich gewesen . von den Grofs Wezirs Achmed Pascha , Sinan
Pascha und Ferhad Pascha und vom Sultan Murad III und von vielen
andern genannten, aber unbekannten und von ungenannten Personen. Die
Briefe sind sämmtlich im Zeitraum von 1001 und 1002 (1592 und 1593)
geschrieben und betreffen zum Theil den persischen Krieg, der in diese
Periode fiel, wo auch die o-enannten Wezirs nebst Osman Pascha, der hier
ebenfalls vorkommt, gebraucht worden. Einige Briefe sind mit Poesien
gemischt und am Ende finden sich mehrere kürzere oder längere Gedichte
von vei-schiedenen Dichtern aufbehalten oder aus Büchern D:ezooren. Das
ffröfste darunter ist ein Gedicht auf Gotr und dessen Namen. Andere
kleinere Gedichte sind von Ghazi Ghirai Chan und vom Sultan Murad III
aus dem Jahre 999 (1590)." Scheint am Ende defect zu sein.
Anfang (Fol. 7*'): IJ|JU obwi J-i
71 beschriebene Blätter: ISX 11,* cm. Kleines Nastalhq mit 20
Zeilen auf der Seite; die Poesie zweispaltig- geschrieben. Auf einem aufsen
aufgeklebten Zettel steht: i.n ^^ s_)^-JCc w'<^« ^''/^ u*';-=* «j'-*^-
504. [Diez A. 4'-'. 125,]
,, Sammlung türkischer Briefe. Die Briefe, 19 an der Zahl, sind
sämmtlich au mich ') gerichtet. Von meinen Antworten sind nur zwey
S. 19 u. 22 aufbewahit". (Diez.)
Anfang: de^ ersten Briefes: g.,1 :%<-.-. *Jujl JiS.^ JLoLlc JüJ.j »jUsJL.,
Verschiedene Formate; die Blätter sind, wenn nöthig, zur Gröfse von
24,4 X 20,5 cm zusammengefaltet. Zahlreiche Siegelabdrücke vorhanden.
505. [Diez A. S». 6.]
Eine Sammlung von officiellen Schreiben, grofsherrlichen Erlassen,
Pässen u. dgl. Nur die Rückseite der Blätter ist beschrieben, so dafs die
^) Diez wird ^j>^i .^yi -JÜ genannt und «JUil -^ *l betitelt.
48# Türkische Handschriften 506. Stvlistik und Epistolographik.
jeder Textseite gegen überstehende Vorderseite des nächsten Blattes frei ge-
blieben ist. Auf diese freie Seite sollte eine italienische Uebersetzuug
des g^enüberstehenden Textes geschrieben werden; dieselbe ist aber in
der That nur im Antang (^bis pag. tl), in der Mitte pag. «"1 — it" und gegen
das Ende pag. "ii — S> wirklich vorhanden; dagegen ist durchweg, und zwar
am vollständigsten gegen, das Ende zu, dem Texte italienische Interlineai-
Ubersetzung beigeschrieben.
Anfang: Jji^^:..^ ^'-i ^'^. ^Lk-L. ^Kx^L-, ^,U^"U ou^^ ^Uj
49*) beschriebene Blätter; 2ü,ä X 13 cm. Sehr schwer zu lesendes
DiicänT; auf der Seite stehen ntu- 6 Zeilen, imi Baum für die Interlinear-
uoten zu lassen; die italienische Uebersetzimg ist zweispaltig geschrieben.
506. ^Diez A. 4'. 45.]
Eine Anzahl von officieUen Schreiben, welche irgendein Pfortenbeamter
zu seinem eigenen Gebrauche zusammenschrieb oder zusammenschreiben
liefe: auf FoL 3* steht von fremder Hand : (Hs. Jik , iisi ijui' ...os; äuc=.Lo
Ui^f 2lLw (sie) .' ^v^-tf ^SLi., was doch wohl heifsen soll: „Eigeuthum des
YaHyä Efendi, geschrieben von seinem Schüler MvJkumnad im Jahre 1042"
(beg. 19. Juli 1632). Die ersten Schreiben sind betitelt: au-* li_i Jo«l
.JukJ.a-.fi ■J^tJiSi/: .iiL;.ü — .Jut^Likjl >^^we..^wc 5.>'". _a«-L5.^ «jLSeLä .«.^ =-^-> «-" —
/ - /y y w -/ - y - ' y /^S^ y «J^ y
und da stehen neben und zwischen diesen Staatsschriften auch Abschnitte
anderen Inhalts: so am Rande von Fol. 4 8^ f. ein Gespräch zwischen Sa-
lomo tmd chinesischen Weisen über die Ursachen der Kinderlosigkeit vieler
Frauen: Fol. 11 2" f. eine lange, durchaus auf ^— reimende Kaside mit
dem Anfange:
c
^y^^ ^yy y j- \J^ j :■ j w
u. a. m.
') Eine Torbandene Originalpaginierung geht bis 1*^; dieselbe beginnt aber gleich mit
r*, und auTserdem sind die pag. t>, r** und l»l, Uf enthaltendeo Blätter abhanden ge-
kommen.
*; Vgl. Hammer, Osman. Reich III, 282.
Türkische Handschriften 507. Epistolographie. 481
Anfang des ersten Schreibens (an den „König" von Siebenbürgen):
HS beschriebene Blätter; 20,s X l-4>* cm. Erst gates Nastaihq, dann
(von Fol. 28 an) gutes Dlicärü mit 15 Zeilen auf der Seite; zuletzt ver-
schiedene Hände. Am Ende steht das Datum: 9. Sauicäl 114S :=: 22. Febr.
173 6. — Ein dem Vorderdeckel von aulsen aufgeklebter Zettel trägt die
Aufschr-ift: rr .JuJLj.v>s ixÜA-it. Jü-iCc »Lül ^L5'.
507. [Ms. Orient. 4°, 446.]
Ein Schreiben, datiert vom 3. (ruraädä I 1165 = 19. März 175 2,
an den König von England gerichtet und über das ungebührliche Betragen
eines englischen Unterthans Klage führend. Was den Schreiber betrifft, so
untei-zeichnet sich derselbe mit einer tughra-artigen Verschlingung, in wel-
cher ich <>i-«y zu lesen glaube; ein der Rückseite des Briefes aufgedrücktes
Siegel mit der Jahreszahl W\ (beg. 2. Jan. 174S) setzt noch dazu (Xt.&l ,jj.
Es ist darunter vermuthlich der Grofsvezier Amin MuFiammad PaSa Diicit-
dür zu verstehen, welcher sein Amt vom 23. MuRarram 1163 = 2. Jan.
1750 bis zum 17. Salhän 1165 = 30. Juni 1752 bekleidete. Ich gebe
übrigens das Gesagte mit allem Vorbehalt, da ich offen gestehen muis,
dafs ich in der Entziffenmg türkischer Briefe und ähnlicher Actenstücke
nur sehr geringe üebung habe.
Der Anfang des Briefes lautet: (sie) ^(~*X.'I ^LüS' ju>.,..>t.'l *Lk«JI »T^NI^Lsii»
LJU i*jy.ii.'l oUjlk!! (sie) j='.^ IL^ ^.^ ^> <>....'» (sie) v=JLe ^ .ü^
V»Ji~.^ J.l «jLsjLs. JjiöÄa.. JLi-cS' .,^'.1 _c'»-i.>b JÜuLjI. Die Adresse lautet:
Ein Bogen geglätteten Papieres von 62 X •*"}* cm, mehrfech zusammen-
gefaltet; verhältnismäfsig gutes Dlwänl. Vorgeheftet sind drei Briefe von
J. C. G. Adler, F. Temler und O. G. Tychsen, welche sich mit Ent-
zifferung des türkischen Schreibens beschäftigen; nur was Adler sagt ist
der Berücksichtigung werth. — Die Inschrift des aufgedrückten Siegels
lautet: zunächst im Innern cV»t*I ^ JÜ^, dann darum, in ein Hexagon
verschlungen, die Namen der sieben Schläfer und ihres Hundes Qitmir
(ßeinaud, Monumens du duc de Blaeas II, 59), endlich in dem äufsersten
Kxeise: LjxU.1 ^ <^ J^^'• s^JL? ^,i t^ i^--ij ätJ-" •}y^^ * (sie) ^vXj j^,
Tärkiä«^« Huidsciiriften. 61
488 Türkische Handscbritten 508. 509. Epistolographie.
KX flt |*s! (vgl. Hammer über die Siegel der Araber, Perser und Türken,
in Denkschriften d. Wiener Akademie, Pbil.-liistoi-. Classe, I S. 1 9 Anm. 1,
und besser Rein au d a. a. 0. 11, 102 Anm. 2; es ist ein Vers der Bur-
dah, der 135=*' bei Ralfs).
508. [Diez A. 4». 91.]
1. Der türkische Text des zwischen der Pforte und Carl II von Eng-
land in der mittleren Dekade des Gumädä II 1086 {= 2 — 11 September
1675) abgeschlossenen Verti'ages, welcher von Hammer, Osman. Reich
VI, 317 erwähnt wird, imd dessen fi-anzösischer Text beiDuMont, Corps
universel diplomatique VII , 1 (ä Amsterdam et i\ la Haye 17 31. Fol.)
p. 29 7 nr. CXL abgedruckt ist. Abschriften des türkischen Textes des-
selben Vertrages finden sich in Leipzig Kr. 231,i,<', Upsala Nr. 4 73 und
Oxford Kr. 41.
Anfang: _jLs\.i», ooIcNjc ouyi../c. (gj'-?^ ojLää ^yx. »jJLä ^(X*m,
2. Fol. 19: noch ein paar kurze Actenstücke, darunter ein Brief des
Grofsvezirs an Fi-iedrich den Grofsen (verschieden von dem in Kr. 5 1 0
an zweiter Stelle enthaltenen) und die Uebersetzung einer Note des preu-
fsischen Gesandten siXk^k^s-Ji Wj-äJ ^sSaa.^;! Ly*..yj .
Anfänge dieser beiden Briefe:
«LxÄ^t äJjl i (.UsJI ^l^'l Xxjä «y^--oJI ,.Uä*Jl .ybll ^UjjI
und: k»5ok.'LAAi...jj _ej _.l jj^'^' tj'^-'^ sjoi^b L>/.aJj ^j«Js a^J>jl ^Jö^
22 be.schriebene Blätter; 2 2,5X16 cn^- Gutes, dem Nas/i nahe-
stehendes Diwüni-nasylsi mit 15 Zeilen auf der Seite.
509. [Ms. Orient. Fol. 350.]
Zwei officielle Actenstücke, welche sich beide auf den früheren preu-
fsischen Gesandten bei der Pforte, Baron Werther jJjj ^^yr-, beziehen. Das
eine ist ein Schreiben, in welchem er der Aufmerksamkeit und Fürsorge
des XaM PaSa, Commandanten von Widdin (a-L^ vJ^-^^? empfohlen wird,
das andere ein mit der grofsherrlichen Tuyra versehener Pafs für ihn, als
er „der Luftvei-änderung wegen" ^j^-s\jI lyo JotXö sich nach Bräsali be-
geben wollte. Der Pafs ist vom Jahre 122 7 = 1S12 datiert.
Türkische Handschriften 510. Epistolographie. 488
510. [Diez A. 4". 92.]
Drei Staatsschreiben ; näiulicli :
1. ein Brief des Sultans Mustafa III au Friedrich den Grolsen, datiert
von der ersten Dekade JjI^I des Jü 'l ki\gjah 1179 =: 11 — 20 Mai 1766.
Anfang: iuyMJ^\ j.liä*JI ■^\yje'a\ (sie) xLsvsl ^JlXfJ^LiiJ^^ v;y>.öik ^^;U* o^ic
2. Fol. 2^: Brief des Grofsveziers MuRammad Pasa an denselben, ge-
schrieben bei Gelegenheit der Ablösung des preiifsischen Gesandten v. Ze-
gelin durch v. Rexin. Nicht datiert.
Anfang: (sie) oJJ^'l i ^U&.'l J~^X:^I ^ÜLis- ^^y,^\ ^Uä*.'! Jyö\ ^Uül
3. Fol. lO'': Brief desselben an den preufsischcn Minister Grafen
V. Finckeustein, geschrieben bei derselben Gelegenheit.
Anfang: ^Uw«»-oL!l iijUaJI »I-a5' s J.*ä «jtjcy. «>■»'( (sie) oJJLJI ^Iwol s.Jö
13 beschriebene Blätter; 22 X i" cm. Deutliches Nas/l mit 15 Zeilen
auf der Seite; der erste Brief vocalisiert. Dem türkischen Texte ist eine
italienische Uebersetzung beigefügt, welche, nach Diez, „vom Dollmetscher
der preuisischen Gesandtschaft jener Zeit" herrührt.
In diesen Abschnitt gehören ferner: Nr. 5,ii (Briefe) — 12 (Titulaturen) — 14 (eine
Bittschrift) — 23 d. 24 (Briefe) — n (jüebv:>_jjjj) — 5*,7 u. 17 (Schreiben, das erste ron
Munin Balyrädi) - 30 (Brief von Muräd I an Etcrenos Beg = 260,3) — n (Auszüge aus
zwei Insä) - 6» {Äbü H-suiüd an Sulahmn I) — 7,6 (Bittschrift) — 8,3-9-10-13 —
8,1» (drei ewLici«.».^) — 16 (bombastisches Lob Muräd'a IV) — 20 (Anfang des Insä von
Masini Beg) — 8*4 (^jsjLciJI ^^ ^jJtbJI «ix ^j) — 15,i (oö^ \jy'^ "-'^ Lcü^
j-ju) — 25 fol. SB*" (Anreden für Briefe an Tomehme Personen) — 28*,4 (Briefe und
Schreiben Verschiedener) — 29,3 n. 20 (desgl.) — 31,5 (aucLj^j-A-jyj" zum Lobe von
Brüsah) — 32 S. 7, 17 u. 18 (Reisepässe) — 33,2 (Muster officieller Schreiben) — 34,4
(Briefwechsel zwischen Sal'im [II] und Sah Tahmäs; auch Bericht des ersteren über die
Schlacht bei Konia, 966) — 38,9 (Kunstbriefe) — 39 fol. 8» und 9^ (Schreiben des Sul-
tans an Sah iAbläs und Sah Tahmäs) — fol. 13*, 18* f., 23'' f. (Schreiben an verschiedene
Fürsten und Vornehme) — fol. 41'' (jj^Ujc LcljioUJI) — fol. 42* (Schreiben der Pforte
an den Sarif toü Makkah) — fol. 61'' (Diplome) — fol. 68'' f. (Titulaturen) — foL 111''
und 137* (verschiedene Schreiben, hauptsächlich von Sultanen) — 41,2 (Musterbriefe pri-
vaten Inhalts) — 47,4, 48,2, 49, 50,i, 51, 53, 54, 55,7 (allerhand Briefe) — 53 (die
luyra Sal'm'a III) — 260,4 (Schreiben und Erlasse von Sultanen) - s (Erlasse von iU^-
61
•
484 Türkische Handschritten 511. 512. Christliche Theologie.
man ihn Ur/ün und nmleren alten Sultanen) — 13 (Titulaturen) - 14 (Brief des iAbd al
Jcarhn al Hasanl ^^aä^!^'!) — '286 fol. 2"- (ein liricf) — 306 fol. 63'' (Liriefmuster) —
309 (Briefe) — 311 (ein Brief) — 315, 1,6 (Briefe und Schreiben).
XXL Christliche Theologie.
511. [Ms. Orient. 4". 287.]
Fragment einer Uebersetzung des Neuen Testamentes, welche von den
einzigen mir zur Vergleichung zugänglichen Uebersetzungen , der von
Seaman und der in Paris 1827 gedruckten (Zenker nr. 1682 und 1688 ')),
verschieden ist. Das vorliegende Fragnient umfafst Marc. I, 29 — III, 8.
Anfang: k^LovJöi. |j.ji*.w «J^J ÜLi>o^ i^y.&xi »jXtaJj-ivijWiLi. jjOx«*aa5^ M
Ende: äJoltXA-to. ^y--^^ ^iSx^».'S^\ S^<^Xj^^ ^jtX^j^jl »_J0 ^tX-ä-sw-i u^tXJjj \
yXjuXJS Ij I LjjtX-yil ^^'^'-^^' T-^J ö5^j' i3-^^ i:y*i5' *.Alac ^tXÄil-Isl
4 beschriebene Blätter; 21X15 cm. Gutes, neues, vocalisiertes Nasyjl
mit 15 Zeilen auf der Seite.
51^. [Ms. Orient. 4". 193.]
Das in zwanzig Abschnitte loL eingetheilte Glaubensbekenntnifs des
Gennadios (Georgios Scholavios), Patriarchen von Konstantinopel, welches
derselbe auf Verlangen Muliammad II gegenüber ablegte. Dieses Glaubens-
bekenntnifs ist in Mart. Crusii Turcograecia (ßasileae 15 84. Fol.) p. 110
— 119 zuerst griechisch, lateinisch und türkisch, das letztere sowohl in
griechischer als in lateinischer Umschrift, gedruckt, dann türkisch mit grie-
chischen und mit arabischen Buchstaben und lateinisch von Hammer in
den Fundgruben I, 461 luid II, 105, 164, 316, 4 7 0, und endlich von
N. Ilminski nur türkisch mit griechischen und arabischen Buchstaben in
Kasan 1880 herausgegeben worden^). Wie in der Einleitung zu dieser
') Das der Herzogl. Bibliothek in Gotha zugehörige Exemplar enthält nicht nur, wie
Zenker angiebt, das alte, sondern auch das neue Testament.
') üpcÄBapHTejinoe coodmenic 0 Typei;KO)n. nepeEO^i nsjoaceniH «ipLi naxpiapxa
reHHEÄiH Cxo.)iapLa. 23 Seiten in- 8", 0. T. — Ueber Ausgaben ohne den türkischen Text
Tgl. man Wagenmann in Herzog's und Plitt's Real-Encyklopädie, 2'" Aufl., V, 65.
Türkische Handschriften 512. Christliche Theologie. 485
Ausgabe mitgetheilt wird, ist der Text des Crusius „Buchstäbe für Buch-
stabe, und also mit seinen Fehlern" bei Migne, Patrologiae cursus com-
pletus, series Graeca posterior, Tonius CLX, 1866, pag, 33 3 — 351 wieder
abgedruckt; und in derselben Einleitung Ilminski's wird auf eine Mit-
theilung Renaudo t's hingewiesen, der zufolge die Pariser Handschrift
Nr. 2961 den griechischen Text und die mit griechischen Buchstaben ge-
schriebene türkische Uebersetzung enthalte, und zwar in so eleganter Aus-
stattung, dafs es vielleicht dasselbe Exemplar sei, welches dem Sultan selbst
oder doch einem vornehmen Türken aus seiner Umgebung überreicht
worden sei.
Der Name des Gennadios erscheint in der vorliegenden Handschrift
in der Form ^^Jax}^ SM^kik^i Äjot\*j (sie) e&j^*-.«..'! ^w±j.kj (sie) IoSLäj
^J>.^y'h^J^\ ^_4^4JI; der Uebersetzer wird hier (Fol. 2*" Z. 7) >^^^aX=>- 0^*.^
^^M*A^\ji iLj»i 5 j' j5*«LjLj genannt; nach dem griechischen Texte bei Cru-
sius (vjxo T» dyjiUT^ xai^^rj j3t(}Qoias, t« TTCtifJog /iia/auhiT JLfhum^ t« dva-
yQa(fiu)g) hiefs er AKmad '). — Die vorliegende Redaction endlich —
welche für eine neue Ausgabe des Glaubensbekenntnisses von erheblichem
Nutzen sein dürfte — wurde von einem gewissen (''^LL J»-a<, einem
Mainie aus dem Gefolge des Mätl Beg, Woiewoden der Walachei, zu Ter-
govist besorgt, indem er, wie er versichert, den Text mit grofser Mühe
von vielen Fehlern reiniofte. Die betreffende Stelle der Vorrede lautet
folgendermafsen : ^kA «jÜ ^^l->o ^l^^c^ .^.oi'. »=£ w J^s 'tX^ «j »jCis ^t^j';
pLXl'l ^oLäJl v.s?l P»>-^; iS'^^'^y^^ iS^- -'-^ ^^^'^ is'^ (*'^^) *^s^**^'' ^'~^"'
ju.ij.^>.k> &.A_)tX_t_j x.u<.j.^v.'l ojb!^ iil.Ä (sie) Iaä*vj. ^äaXjI (sie) ^jLiCwl
^4X-i.JL5l ^ jJjI oa*:::») ^^^^ ^rT^- ^ ^* ü>^ " Uutcr dem Woiewoden
Mätl Beg dürfte wohl Mnitliä Bessaraba zu verstehen sein , ein tüch-
tiger Fürst und P'reund der Wissenschaft, welcher von 1633 bis 165 4
regierte; s. J. Chr. v. Engel, Geschichte der Walachei (= Fortsetzung
der Allg. Welthistorie Th. 49, B. 4, Abth. 1), Halle 1804, 4", S. 289,
') iu»i 8»5 ist also = Beroea, Rerrhoea. Es ist die Stadt dieses Namens in ilace-
donieu gemeint (s. Mostras, Dictionnaire geographi(iue ile l'empire Ottoman, St. Peters-
bourg 1873, 8", p. 139); in Stieler's Handatlas erscheint die unter dem Namen Werria
d. i. Bt^^oia mit neugriechicher Aussprache.
') Ist dies etwa das walachiecbe Janko?
486 Türkische Handschriften 513. Christliche Theologie.
und M. de Kogalnitchaii, Histoii'e de la Valachie et de la Moldavie,
Berlin 1837, I p. 271.
Anfang: ^Lj*u. >^m^ ö^*^^ xS 80^=»w'f (3^Ls. «uv^ä. J.I 4>.«>.»,«lj fcUj. (>.4.=>.
Anfang de.s ersten Bäh : ;J.JLi. yO Jj äIJI ^j |vS' vj.> stXJvV^I *ä5o^j y«^ jUääI
10 beschriebene Blätter; 21,6X 15» cm. Gutes, sehr deutliches, vo-
calloses Nas'/i mit 16 Zeilen avif der Seite. Der ungenannte Schreiber
giebt an, dafs er seine Arbeit auf Veranlassung |V*vj.j eines gewissen Yüsuf,
welcher ^^l^^^wj xä+j d. h. doch wohl „Dolmetscher bei der K. Deutschen
Gesandtschaft" war, gemacht habe. Das Datum der Abschrift wird mit
folgenden Worten angegeben: ^5^L t^iaj ^^äaj ^jÖ^ksS^^ ^j>aj^'I ^^^^"L>^ cj>.ö.ä
xäA*«^* tiS'^LJI \y^^ j-%-^ Ci^ 3 (sie) siU-w 3 (sie) |^=»vtJsj^' jv-'U (AJjc«*^*
-Lit i^o .Hj..ci Ia 3 ÄA_! (''ic) &-v^\t».il ^^-^ ^.«j ';l'.>f ,.^-vi (c*»J • Das
letztere Datum, welches sich docli wohl auf die Hi()rak- Aera bezieht, ent-
spricht nach dem julianischen Kalender dem 24. oder 25. März 1646; Uff
im christlichen Datum dürfte somit nur für I1t'=t verschrieben sein.
513. [Ms. Orient. 8". 34 2.]
Die Geschichte des heiligen Johannes Chrysostomus, aus dem Arme-
nischen in das mit armenischen Wörtern durchsetzte, Türkisch , wie es die
in der Türkei lebenden Armenier zu gebrauchen pflegen, übertragen. Der
J- itel lautet: ♦Ijuiuii/i'ji f^^» 'uf L n.p^iuli^/r^uirf^n^ii, ijC' TifiLiQ^u^i^ Jkß^ o^ndnlni. ^ , uiltqliir
luPwttßiL (]o'^iu'i,'i,nt. nu/ihpffpiufipi, d. i. Badmutiuu surp yev skantschela-
kordz, we dschümlesine met (d. i. olxi?) olunmus, bizim atamez Johannu
osgeperanen '); in der Ueberschrift steht dann statt des armenischen
u^uhi^lTim^np& das «arabisch-türkische <JtL!i[iLifiP-iJ> d. i. Aj-y^^.
123 beschriebene Blätter^) nebst einem vorgehefteten Blatte, welches
den Titel in (nicht fehlerfreier) Umschrift enthält; Gröfse der Blätter: 14
X 10 cm. Gute armenische Schrift mit 16 Zeilen auf der Seite. Auf
Fol. 1*" eine Abbildung des Johannes Chrysostomus mit der armenischen
') Die arraenisehen Wörter sind gesperrt.
*) mit Originalpaginierung unten auf den Seiten; die beiden letzten Seiten sind durch
ein Versehen des Schreibers beide mit 244 statt mit 244 und 245 bezeichnet.
Türkische Handschriften 514. Christliclie Tlieologie. 4-87
Unterschrift (]o'>iu^ nu^hplriimii '^wjpimubmii ^uipfiluouhui ^iip'/, Jhp: ,,Juhiiiine.s Cliry-
sostomus, der Patriarch, bitte für uns". — Aus der Bibliothek vuu Her-
111 au II Lütze. ')
514. [Sachau 191.]
Diese kleine Handschrift enthält christliche Gebete u. dgl., meist sy-
risch oder karschunisch , durcliaus mit neuem gutem P'Mß geschrieben ;
ganz am Ende stehen zwei kurze Abschnitte in türkischer Sprache, gleich-
falls mit P'Sita geschrieben, nämlich:
1. ein Glaubensbekenntnil's , beginnend: in:;^} ^ )-»5 5i^^ .^.»i d. i. ^^UjI
2. das Vaterunser; Anfang: ^^fCi:J> ^-liu^j (sie) >*io].^i:= Xof jJi!l"a^ ^i
^asii^oj d. i. ^^*J^I (j-tXÄX! »äXa^^I (!) VaxLIj ^!il^l [iC>Jf^f] SOj)^yf^\.
Grüfse der Blätter : 1 1 X 8 cm. Das Glaubensbekenntnifs füllt 3 J , das
Vaterunser 1^ Seiten; auf der Seite stehen 12 Zeilen.
^) Diese Handschrift ist auch io dem Kataloge der armenischen Handschriften von
N. Karamianz als Nr. 51 (S. 39) beschrieben.
Register.
T«iku«k« Eudsdinft«!!.
I.
Coiicordaiiz der alten und neuen Nummern.
31». Orient. F'ol.
111
268
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17
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443
1308
208"
1309
1310
1311
1312
1313
O
31:». Orient. 4*».
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45
149
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507
643
G2*
425
49S
Türkische Handschi-iften.
Register I (Concordanz).
]Ms. Orient. 8**.
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395
393
416
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9
436*
513
I>iez .A.. F'ol.
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5
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54-56
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343
344
345
rkiscl
le Hands
chriften.
Register
I (Concoi'danz).
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380 i
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39
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78
26
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74
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109
4 23
140
24
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179 79
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75
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1 10
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i 1 1
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32
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79
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1 14
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281
34
28
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6
116
376
146
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95
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i 148
417
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279
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50
29
87
397
120
307
150
318
494
Türkische Handschriften.
Register I (Concordanz) .
T>iez J^. 13«.
iioi
1645
120
122
123
324
372
488
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500
502
503
504
348
59
108
107
62
198
50
473
474
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135
186
102
197
147
180
352
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5
6
1646
1649
505
542
60 0
690
694
723
724
725
726
727
7 28
7 29
730
II.
7
26
90
92
288
7
9
418
171
90 I 1650 385
89 I 1651 382
12
13
1652
1653
131
94
383
483
1654 361
1980 172
IPetermaiiii.
475
92
142
278
438
492
19
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96
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279
261
537
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112
97
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351
237
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22
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298
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63 7
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1 1 9
235
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137
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489
487
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4 29
682
134
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191
710
4 90
225
162
445
354
58
717
449
450
163
87
375 _
91
718
106
437
172
357
391
278
731
349
22S
173
431
4 25
21
Nchtr
1 275
182
153
431
453
Nchtr
2 174
195
146*
448
353
1
223
139
45 6
283
234
23 0
140
459
49
411
248
406
486
254
TVetzstein.
63 166
188 414
IL
104 69
105 66
1 1 l
20 6
20 7
2 23
402
7 2
369
3 70
73
241
408
699
713
1119
1640
214
454*
133
71
287
1694
1733
175 8
1773
1792
1 13
468
16
18
148
1796
1798
1836
149
93
68
1849 S. 30 1
Z. 5.
Türkische Handschriften.
Register II (Titel).
495
]yjliiiiitoli.
26 386 1 294
381
68 453'
336 443
Hamilton-
I 343 49U* 1
344
28^
643
UG
IL(aiid[l>eT*ö:.
357 98**
362 137*
366 189*
408 149*
64
444
556
589 5
598 8
*
*
621
631
787
8 20
144*
418*
56*
166*
827
847
916
453*
145*
284*
1017 108=
68 173=
112
^acliaii.
98* 191
514
199 160*
II.
Register der Titel iiiid der titellosen Schriften.
KÄm^jI
85-88.
^^y^ y^^f ^:?'
1 19.
j' n^y-i V;^ ^^^
255,3.
Ojv^- wAÄJ' '"IlVä^I
176.
J)UJI —
153.
«XI l»j.xit [j^y^. '^^'fr^^
14 6*
JuiboLol
36,2.
149.
^j^sil^ ^LBi i
34,1.
^s*"^)y^ o|;** ^^
232 Anfang.
^,ö.l\ ^^^1
8,17.
I^aIsä ^I -S <J<i\
117.
lyt v_jij>Tj oL.j^ j.KäI
8,6.
öooLäI^ ''♦-Jt^ —
8,15.
2U (>.«.=>■ 1
433.
&ÄJ~CÖ
t;;-' ^'L« Ji^^l
137.
jvAiiÄ *.:>tjl
120,4.
r)';^"
496
Türkische Handschriften.
sL-i ^^L
^-f
tV=». sLaÄÄ.! >
I ,0
^
^■^i, ^:^Uf
»L«i^.am1 (ä..^^ 0^...^^'
44,11. 133,1.
4,2.
6,1.
i^. S/oU
2,2.
i«Xaw .
5*,52, 167,9u.lO.
276,3.
150.
58,7.
165.
315,1,5.
5*,3 u. 5G. 8,17.
8V.
454.
5*,61.
167,C.
190.
5,15.
123.
39 fol. 110\
31,3. 146.
159,4.
471.
xiJLÄiä' &.L;uot
Register II (Titel).
.?86.
383. 384.
38,6.44,6.503;s.
auch Namen.
41,2.
1,11.
145*.
5*,61.
61,2.
5*,25.
34,5.
483.
259.
145.
39 fol. 4l\
5*,22. 35,5. 101.
299.307.308.
316.321.324.
327.332.336.
45 4*.
Pers. 102,3.
17 fol. 3 0\
45 6,l.o.
5,23 u. 24. 5*,17.
8,3; 9; 10; 12; 13;
20. 15,1. 29,20.
260,8. 49 1,2.
492.494-498.
501-503.
5*,44.
das.
491,1.
490,2. 500.
Türkische Handschriften
Register
II (Titel).
li^AJ _S5.*.<jC rLxiöl
8,20.
obwCi *^V^^ ^';j'
109.
^■i\yx}\ y^i
190.
Jy^'f -
122,3.
^^AJLcilxJI — •
5*,i;: 32; 39,
^j tX»^ ^l^^f ^v.ci
1 1 U,3.
Lf^^y'^' U*'^'
256.
151. 152.
;S9 ful. 75\
34,1. 203
315,1,4.
likiy^
C5r»r*^'-*J.'
149*.
^jl ob^ t>l^^l —^
110,5.
isj^-«i^ ^Uj'5'I »^*^vj
5*,49.
. (fit\.Aj| J^*^l
ü^i,^!l
497
^^.ä-jI K.« *, *»I kjÜ
114.
»jI^äJI. äjItXAJI
192.
,Joj.^ ooLfc
&Ä.u^
314.
^wb^lJ
5,15.
v^-cL«, i^A^O &i\.j^^
15 9,6.
jüob^ü
286,1-
«^LjoA^i^j
227.
2lyoLj5Lj
5,3. 27 6,3 u. 4.
.uji ^ur
05,1.
^L-it>Lj —
279,2. 286,1.
Si>lj^ ÄiJ
3 1,3. 40 6. Pers
j.iLjai ^
19,3.
18,11,4,0.
0;UJI -
5*,39. 489.
r';^'^.j r';«^
381.
»i.iK*Jl —
209.
v5'-^;>i" >^
4 36,4 (kirghi-
jwLjvLaä^ —
437,2. 4 38,2.
sisch).
iftM/JI jkSIlXj
384.
XXlLj^LiaAJ
8,11. 288. 289
y*^*x9 LLj Si;cbji.ÄJ 35,3. 14 4,3.
)' J — 8 — ?- —
5*,48.
^■yt LcÜJOj i 5*,48. 418*,6
^.;t^xJf ^S 213.
Ljx^c, 'JoUyi - I 25 5,1.
Törkitich« Uandsctiriftea.
^^>oL,l_5 ^oLö^Jf -b 59,2
(Chrono- j^J;'-'' | 2. 5,6. 5*,19. 8,14
gramme) '
25. 34,8. 145*.
170.297. 306.
63
408 Türkische Handschrit'ten.
Register 11 (Titel).
315,11,2.326.
351,15.
332.334.346.
228.
35 1,2;3;6;7;9:
S. 253 Anm. 2.
10; 11; 15: 18: 19.
1 • 1
l»jjjj_w
225. 226.
35 6,4(von(Tfl-
iiiäh).
s>>K^U —
208"-'.
cSXo o^_:^>>kl :f>T'.y^
457.
470.
1,7.
Ix. jii.A^LaAla.wül
191. 233 (Aus-
*jLoJ.j «X X.' ^5^^
zug). 470.
^u;.j .»5 &5ip-jjj
i^tXÄil |V^Lc —
208"-'.
y^'
^? -
187. 208"-'.
l^Uic Jl v£sJ;ij
bis 878: 4,1;
*j;^' ^ —
1,4.
bis 930, in
^u- —
470.
Versen: 206;
^^L*iö t^j.,.«sO —
193.
bis 95 6 von
211.
Midiyi al-dln
(xamäll: 207;
bis 1032:
(^■^ —
5 *, 34; von
»jjijc —
470.
1099bislll6:
aS'^Xci —
216; von 1115
'^ ^f;^-» —
208"-'.
bis 1238:
208""''.
^.;t)«
s- .^;'>J" ^J'
(iJ^-Lo.
iüvv>l ÄA*/.»^
1,4.
k-fl.^1«
.30 s"--^.
^^iXüt i>>*-u'f —
208"-'.
v5^'; —
201.
^;>^'
208'-'.
oLäj —
243.
1^5 '"*='* J —
470.
•^;Li-
s. auch a^/S^.
i5>^ —
208.
i^.AAa.j i-fl-c'u
450*.
o'-^^^;^-*^"
244.
JLt^Jiy 'vL>a>oil| XJ»s!
243.
kooÜ —
29,13.
y^ciii
au=> -
207.
(\j^ lÜLuN
12,1.55,8,b.97,2.
"^'^^g^ ~
208"-'.
&ääJ|
5*,27.
c^^
i8:-i.
^beU iä^'
19,1.
tX^ik —
208"-'.
I^cVäLw
7^. 74. 95 (S.
^j/Ui. ^-xl^ —
208"-'.
121 Anm.).
^s^y^y
^fj.i -
72.
Türkische Handschriften.
^3^y^) ij"
.ÄaJ
^^.
8*>0 ,-♦!.
.£ &t.=>".J
^7^
cXÄJ «AS»-
^/
CC^^^^-
^f
16,1.
Pers. 102,5.
•22(1,1.
34,9. 449; s.
aucli (j*M.is?.
351,1'2,
27,16.
)y
,ÄvJl >_^aSo
315,11,4.
267.
259.
6, 2, f. 29 4.
227.
35,2.
5*,12. 27,15 (von
lAsharl Cele-
hi). 28*,5. 4 6
(von Qndi-zä-
dah). 170,3.
327.
297. 298. 301.
314. 330.
39. 170,4. 297.
298.300. 301.
303, 308-
31 1.313. 314.
316f. 3 23.
324.327. 331.
332.336. 339.
343 — 345.
350,2.
300.
(sie) o^Äj-io oZ^aJ'
Register II (Titel).
5*,12.
31,5.
499
J0ov_a^l5^'
ju)Lj..».AJVj
x.«Ljv>>AKJ>
-*-"' 07—* —
.-=»■1 a3 i
tik.,
o».ftJ^J
xaiU —
(JJ^
UL
.>l.Oxi£o
'^;-*^ ^^;y ^
£aJ
XxLjXAÄ.gJ"
280.
13 7*.
167,4.
375.
5,8. 5*,59. 3 7,5.
315,1,1.
5*,55.
49 9 S. 19 und
22.
27,5.
92,8.
1 1,3.
133,2.
.s. auch ^jl»j'.
81-83.
5*,(53.
1,1. 195-198.
309. 328.
43,1.
159,3.
220, 2. 426.
427,1.
5*,45.
199. 200.
Pers. 496.
28*,4 ibl. 5 4\
41,2. 495 (ver-
schieden).
500 Türkische Handschriften.
Register II (Titel)
yoje oJIjI cioi'j *^*-SJ
41,2.
«^^y
98**. 299.
xjf.] JUÄiaAia«*j' ■^K\yj
231. 23 2.
aL/olj(\A,^»Ji
376.
sjuXA^yi aJL»\
98**.
^;V
s. auch j^>b.
^;^'
300.
15/^ >^ «yLg-ks.y»
32 S. 10 u. 1 1,
t5^*^y
s. ^iUs^i-.
12 u. 13.
c/;.^-
- ^r-
^yy^'i
*>cLä.
194.
«^L,K=l(
—
20,1.
Jb^iit ^b^l J5tX:>
16 7,5
O-cLw
170.
>_*A.«aii.l >»iS'
— •
167,1
^,^'1 ^'Ua^
—
167,3
u«; ^
Jj^ o^^_*^
175.
■f>-?.)^y->} JL«,
8;^4^
cIäLw ci^^ J^cV=» ^ 17 fol. 19\
^;;; _ I
(_5^ÄAX »^va. 5*,32. 35,2.
jÄS. (JLc >^ 45,9.
[^^L^] ^AxJ'J..«j=» j 27,19. 170. 328
I fol. 3 7^
sxLus. nO j 5*,27.
.:iL
r*'^=» 3,2.
Jwb^yxJLa. j 27,5.
jueU'vA^jca. 242.
E
15^;^^' u^^
183.
V
31,4.
S. 153 Änm. .
(arab.)
35,3. Ui,3.
5*,53. 17fol. 11'
354,5.
.IJouJI jüuj^ , 234. 235.
ws\JI i_)y^ ■>Lco
^1 >.^^ ^^
r^'
ji
v>-
^1 -b Jj, ^j.^;
^5*^
ü - -
.25S.
128. 160; _^
1 10,1.
110,2.
433.
396.
24,2. 397-399.
Türkische Handschriften.
Register II (Titel). 501
15-*"
Kt&i ^A.w..=>.
XjASt- o~fiA 112
436 (kirghis.).
112.
19,4.
3> (J-^S-^-^' vj-fi
JL=. oJuÄ=>. 10,-^. 55,8,a
>jLj Jo cjübLa. 460.
ooKi» 30,4. 356,7,
— 466. 467.
eJ.j
^;;'
'^-jjj'-? («'^
^
Lk.
{^cX>U..w.äa.M
tX.A£ X.^a.
O3J!
6,2,b.
28,1.
4,3.
4,4 u. G. 133,9.
5*,35.
1^ — 8,19.
466. 467.
486.
J^'j or*^
35,6,
15*"^ ~
4,7.
182.
^/J ,j-«.Lafj
sLiJLyxJljl si\
.K^
ou
I wü(
.b-
JÜli
<^
<^
465.
5. 44 6 Anm. 2.
19,3.
5*,43.108. 108*.
4 18,2. 418^.
353,2. 418,3.
I 4 18*,3.
41S*,1.
I 38,4.
55,8,0.
188, Ende.
I 4 1 8*,4.
! 394,2.
353, 1. 417.
418,1. 418*,2.
6, 2, h (in Ta-
I bellenform).
5*,37.
287 fol. 124'f.
240.
230.
118 fol. 3l\
C
■1\ »AjL*;:*
365.
185,5.
386.
368-370
5*,42.
38,9,e.
50'J Türkische Handschriften.
ij>*-^5 iJ-^-^j l-^a^
1
^,^[3 ^A^U^
' 183.
1
Jücb^Lias».
Laj^I \n\n<
Pers. 35 7,2.
sLjLebd Jt^iki».
22 2.
s^;i^l —
168.
1*1^1 cJwiäck o^üAä»
28,3.
jj^jt 5tX.A.JL=» »-♦-i»
38,8.
äJLw N jJ
^Ua£ &Mi>«^
421.
Register II (Titel)
(J.J^XäxJI k^*ä.
246.
(\*.^ Stil w*w5«j Ä*>»4Ä
145. 145*.
t5t\Äil
^fAuJ» &>OVJv_j'j^
5*,68. 28*,1.
i-ji.g,0 vjl^l (joLia.
8,14.
JjJÜ\ ^\^ ^^
123.
oaJvaXDI i^Lo (jöl^Ä.
5,21.
jooIjlV.jum>>^
S. 2üelj(XAM/>ia. .
^wlj;JJ.A~►
424.
2UW^
j
,,)UCav'0 (.jLäj
.^;.
J-
_A.
JxäL.
c>b^_.
_j ab
C^v-vi:;»-
cf^} V^--*-^'
^U>lj(>.ÄJ^L>
.L;JI
ä\t>
.«Jl
^ 'tXjUc NNli
«XjU. (3-'^^'**'
133,6.
24 2.
431.
133,6.
44,5.
483.
4,4 u. 6.
477.
4,5.
460.
38,5. 178,1. 179.
180.
9,3 Anm.
28*,2.
19,3.
^Xia.1
tLfij
I As^o
120, 1.
r^' -
Uäü Gl —
(t_äjww) lXaJjvL —
LT >
113.
121,2. 126,2.
127. 160.
40,1. 123.
8,14. 123. 160.
111.
5*,25. 128. 170.
116.
8, 14. 120, 1.
121,2. 123.
128. 130.
119.
92,9.
328.
122,1.
117. 121,2.
[117. 120,1.
120,1. 125,2.
120,1.
120,1.
123.
Türkische Handschriften.
Register
II (Titel). 508
ijj-f:^ "^^'^
117. 125,'-'.
125,2. 126,2.
^Ljj tC^ ^. —
110,8; 9.
j
128.
123.
JJCu. <-Lci>
114.
123.
115.
122,1.
53.
Ö^*:^ 1
119.
^ÄJ^ —
130.
tXAÄ^J
118. 119.
oijjXO —
111. 456,6.
Jyi p -
122,1. 128.
( ü5\La^ ) <^\yX^ —
1 17. 120, I.
122,1. 126,2.
JwAj|wC>
129.
..i^eLb —
5 5,4. 111. 113
JU^ — 1
117.
O*^
7
1 17. 120,1; 8
(J^A^Ä*-
115. 119. 120,1.
7
auch L)j »Lci>
125,2.
7
^k_^Jl ^JLkJ —
1 14.
40,1. 120,1.
/ ^
9 2,6.
118.
^liUtjO ol^ J^^ —
91,6.
117. 1 23 (zwei-
^uu —
123. 160.
mal). 124.
^';- —
117. 118.
jvJar. —
118. 119.
vSS..'l ijV-=»
128. IGO; vgl.
7 • -7
110,1.
*/!ljJ..g.£
121,2.
120,1.
4 4,10 (in Ver-
122,1.
91,3.
121,2.
sen).
J^Lai
125,2.
(j*<LJI j-<äis- —
121,2. 122,1.
/•' -
111.
125,2.
c" -
115. 120, 1
|.Lcl 50y^*i LJais. — ■
110,6.
122, 1. 124
.ikjf *ijj —
111.
130.
^UJo —
4 2,1. 122,1.128;
Loys —
42,3.
vgl. 119.
u^/ —
129.
CiJjO —
122,1.
irr^' ~
117. 120,1.
Jiby _jjc> —
121,2.
c^^ -
120,1.
^UU-. - -
125,2.
i^r -
122,1.
Jy^^ —
119. 120, 1.
ji^i ^ —
116. 130.
1
122,1. 124.
u'^/ —
, 120,1.
^^ ^;- -
120, 1. 122, 1.
^f^~
116. 130.
504
Tiü'kische Handschriften.
Register II (Titel)
dSXj^a t\.£.0
J^ ob
Ul>
Ü«.X^JI ».J
joobLcO
I «..«LiLcO
1 19. 120, 1.
121,2. 125,2.
122,1.
127.
120,1.
110,8; 9,
121,2.
118.120,1.123.
125,2.
120,1.
129. 130.
124.
125,2.
I 119.
123.
111. 116.120,1.
121,2. 122,1.
124. 126, 2.
130.
119.
119. 127.
122,1.
120,1; vgl. «.LäJ.
122,1.
119.
s. auch 5 JLfl ,
\Uj und Ge-
bete.
109-130.
22,2. 38,2.
40,1; s. auch
;4X*^
c:.)«_«..j
Joilo
^:i>^_Ä_i (>~>l—
LjIoJo
blOj Jo
15*^^ IJ.JSO
-.;->.
O.tX-
( Lib ) v_>^K
35,3. 144,5.
275.
268-274.
5*,39.
239. Pers. 545.
119; vgl. .Uo
^bjo.
35,3. 144,3.
4 1,lu.
185,5.
51.
356.1. 366.
356,1.414.415.
Pers. 18,Il,4,e.
14,4.
379.
378.
27,1.
Pers. 18,II,4,d.
377.
10,5, 55,8,a.
426.2. 427,2.
428.
416.
Türkische Handschi-iften.
Register II (Titel). 505
27,3.
Pers. 18,11,4,(1.
425,1.
359.
4 0 4. 4 05. Per.s.
18, ll,4,a.
430.
422.
395.
Pers. 18, II,4,b.
393.
,5*^ —
^tXÄil ^A^
357,1.
350,1. 367.
35 7,2.
403.
380. Pers. 18,
II,5,a.
352,1.
413.
1 4,2. .
299.
)
l*.jxixAj
^^^^;
336.
^xiai\ *..X^ ^j 'sJ\.^\
8*,4.
^Ai.'l JU;
5^^
&JLa»;v
312 fol. 3 8\
92,11.
19,2.
4 5,0.
29,19.
äajL
—
9,2.
ljl^^_ÄÄ_fi_Ai5^
264,2.
^tXÄii ^j^
S. « /ol io^-A.«ö.
^jUaä JI
—
24,1.
91,2.
159,1.
üLa^I ^j.a£ CijL:äi'v
185,5.
S*,5: 6.
ß 2 a ''13
158.
157
*>jt.JI ^Jl
—
5*,24.
157,7. 158
l^y^ \0
«JLuv
5*,5.
^Jl JLöb
äJL.,.^
144*,2-
46.
215.
*-$='^ ^' cY ^ '^)
125,4,b.
159,3.
4 5,9.
212.
äajUäT
—
12,3.
o^:?',;
93 fol. 65\
37S
j^tXÄil jUx
—
148.
Ibl. r.
Türkidcbe ilaodschri
ften.
Ü4
506 Türkische Handschriften.
Register II (Titel).
4>-f^ c^^ ;-A-=» )^^;
25.
JLajIo
«.».Ssj«. 20olj\.\
27,20.
133,5.
234.
151.
K^b^jj^
5*,tU. 4 8,1. 170
-172.
u-L-^
u>-^;; *-"-*";
17 fol. 3 7\
173. 173*,3.
(Nachtr. dazu):
173. 17 3*,3.
313.
154.
;J.AÄÄ Ä'ol-j^j^
173.
I^V^Myi
291.
^^) ;')
*.s>»jt\
;
436,5 (kirghi-
üS.Ä-A.j;_5^_j ^j^i-c^
483.
sisch).
^h-)r^
45,8.
^y) ^^^
499 S, 23
U^
i^xM f*L)t LoLj^iijlfiLu
&JtA.k
15-
Lk.
a5 I^Vj y"2^^
SvLxav &AAAV
^;
i5*'
,k,
mS-iC
15 9,2.
134-136.
4 20,4. 4 21,4.
19,3.
247.
2,1. 435.
38 1. 3S2,1.
33,1.
383. 384.
249.
234.
187.
186.
^.tayO y.X»W>.£ &«Lj^Äa;
rj; V
.31=
.iL
u:.)wii£l.4..w
205,4.
495.
160.
5,16:22. 10,3; 4.
27,13. 41,8.
125,4,a.
91,4.
182.
445.
5*,5.
206. 470.
50. 297. 301.
303. 306.314.
316. 318. 324
Türkische Handschriften
Register
II (Titel). 507
-327.
332.
2ooIjo^üIaaw
502.
i^ÄA^JI i^Ä«., ^j J..«ai
335.336.
376, Ende
330.
429.
»nL^xj ^__^.*iLft Jl^««
334.
• 3 sL^w v(X<^A.«'l w)«ami
472.
_iC. \aX1o oLjw i\fMj
(!) ^1
133,5.
s. (.vi »Jl ^lif
^j ' » *vLA.*^»Jl uIä^
249.
f^ -
S. JüobwÄÄÄ.
S*»/IjJ| >AJtXj
iJe\jyfM
s. sjoLjjJLw.
^j ' »jk£wCÜI S.a>,LaawJI
255,1.
l^^4.JI OLa^^ü
436,3 (kirghi-
äliJI^^IJI iLol
sisch).
U^
^.JÜ«.^ ^^^^i iojlwtlw
<<«JL J *,w ^i 5 ^ U.MJ
ItXl^ sU I 9,1. 408,2. 409.
&cLjsLau 20 6.
204,1.
X^ t.^
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cXaa<^ CJvAd.:^ AJOÜ
JLUI £L|,mI iJ—< -- »AU
tX.i.(^ ojJI ^;c^ jL*j
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92,10.
92,5.
9 2,1; 2.
38,7.
44,6.
9 2,8.
1 10,4.
— 1 2 l ,4.
117.
9 2,4.
XX
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jLa*
lyAW
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.KaÖ
«ji
92,7.
98*.
92,3.
447-450.
420,4. 421,4.
336.
298. 301. 303.
306. 309.311.
314.317. 321.
323.324. 327.
336. 339. 343
-345.
5*,49- 10 2. 107.
494.
8,14.
355,2.
334.
6,1.
64
>•>
Türkische HandächmteiL
■^ J
407.
7,.^
'/"/
S^S.
Raster n (Htd).
-itf. iJCjLil- . ! .7 27,10,
ilx.Jl ..^,7,'l ..Lo Ä 39 fol. 91*.
'/ /''
i-M K«
y^- '^^-
436,1 (Virghi-
oV-^^ *^ "^'yT^
502.
siscli).
45,8.
•
420,3. 421,3.
167,5.
45,12.
140.
495.
X'
61,1.
-y
^<'>- ^._- ^ur
17 fol. 11*. 29,1.
U^^^^ ^vix,- ^,M
13S. 141.
^;; ;^--
s-^'^^'^'y^^
39 fol. 11\
27,5. 503
J 1 - 1
5*,15.
42,5.
, f .. J — —
tXi 3jLiw-i
195.
23.2.
214.
- y yy
- y
5,6.
340.
Jjix" ^-.-ö 23,3. 155. 156.
169.
■' T T -^
Ü_. 2S4*.
^ / j ^ -y '
Js 2S7 foL 124\
^>^Js 161.
~y
b J^^ 446.
^äS'JJL« ^IJr 4 5 3*v2.
Türkische Handächriften.
n (Titel).
o>».>Lä o
255,2.
(aL Ltj) 2ücÜw!«a£
451-453*.
y ■
29,10.
i70.
177.
^ > '
««.J^^wh''
JU -^1 LcU^'j.e
202.
[JU] ^^^
7,6. 8,3: 13.
^y .^^ -
157,S.
^if"
5,i>. 70,1: •;
65,3.
31,2.
_jKIä&3 J^Lä£
19,3.
^LJL't ^
120,4.
^•b.
ixJjLX.
Ji,.t.;.,,f 5.>t j>i< »Xt 490,1.
-.at*s.^ ^-s-^-^ ^j^Xa 35,2.
^.-.auLs ^\i 436,8 (ürghi-
sisch).
j.iLJ5>» ^Uä 5V^10Ö-102.
1Ö8.
'-^L-bf': scX^ 19,3. löO.
ajt'J.JUf 473. 474.
JLi.1 .,'•*£ 354,4.
,I^O. -woJI J^J^ IS 9*.
II '-oll. liXixJI
jLcLjJ-ic 39 fol. 44* (mit
Deutschland).
^\ys. 66—69.
.j^'U^L.^.i 21,1,
^•Jo i • Jsstiy JuU 585.
u
&xL:5.
2üelj^
.5^
)i.
wb >.-£ 290.
^ y
O ,bO.
359.
.ä' ^-"Uä.. f-^ w'Lö' 105.
y - >" y
JbUi.
L'l Xj J
? J^ ^^
»5^ y
.b juc -
^ 25.
324.
^J^ — 331 fol. 57\
^•«.-^ ' 2S.1.
yy
4S4.
cwk.>M 6j jL^b 133,2,
I
^ys^ &«I;b 133,1.
510 Türkische Handschriften.
KXi\ ^yf J.S. Jo«^ JU
sJoU
ijJLäJI —
JUl
s^KULJU^ —
>o] jltX — ij Ä*JLä —
^;3 i 'JljUjI —
XÄm. j
[l.fA
125,4,b.
125,4,a.
23,1.
5*, 35. 122,4.
125, 4,c. 160.
37,3.
3 7,5.
} 154.
140.
139.
139. 140.
139.
140.
139.
141.
s. auch Lxi und
Fatioä.
1,4.
201.
c
14,1.
38,9,(1. 45,10.
39 fol. 4^ 4 0,3.
*b jL_iJLj
Lob
t'
.o'tV-»
o »
Jxjob
i-JvÄ. V_)
X/»b>i<»Äi
.1
dV:
s/ibow/l
!ftV*ikJl t\.«j ^>iJl
C^^
2U>b
^/ ,5^'
Jwbo^jjji
v_)^l »jI JkjLäi
-LcÜI —
Register IT (Titel).
220,2.
34,4.
25.
495.
15,1.
39 fol. 15*.
25.
495.
5,5. 7,3 (über
^U_>.). 8*,7.
17 fol. 22\
29,9. 39 fol.
36\ 47,3. 170;
s. auch Fatwä
und ^c^Läj.
5,26.
15 9,3.
255,3. 258.
5,15.
17 fol. 5\ 4 3,2.
219.
221.
438,3. 458.
221.
336.
133,1.
5,27. 377.
63.
3 76, Ende.
1,12.
105.
225. 226.
437, 3.
Türkische Handschriften.
10,2.
4 2,5.
19,3.
46.
Jl
Register II (Titel). 511
jwüci^^ 290. 291.
xi^Ci LcÜo^^iLi 290.
'■^L.^-^ ^^j^ : 425,2.
Ä/cb,j~^jU
250-254.
Jf
9 5 (gereimter
27,9.
8*,2.
Commentarzu
einzelneu Su-
ren, von Li-
jwLj^^U
1S,3 und 261
wai). — S.
{Sulaiviän 1).
auch ytfMJij .
30,2 (1071?).
Jl^ 07*
133,4.
260 (viele ver-
^K^ ^)j —
437, 1. 438, 1.
schiedene).
454-456.
264(^Äma<:n).
iwbt).AÄjwS
339 fol. 75\
266 (1 117).
4 7,2.
Vgl. 27,2.
(>.jt\.=k ÄxLi^^U'
ijiLJji" yJ> »JL.< N
5*,3«-
'^^; (j-^ —
183.
i^_ft_oj (iäS^Lcj; w^
27,10.
17 tbl. 28''.
39 fol. 105'.
264,1. 265.
423.
356,3.
310.
J^ e/-^-^ ~
.1 fA _^
1
IjUaJ.*«
260,1.
\
25.
35 7,2.
s. auch Kasi-
,:^j —
262.
den.
J^ — :?'n;
o^oKI Ä^ä
457.
a^-i'L-ji,
jL.A«Lc ^J-.._A^_Jl —
178,2.
^' uL-/>
«i.JÜI
^tXi- ^5^,- ^ ^^Uj ^iXü
11,2.
tX.—jkX—i.j k>L.c —
11,1.
o^Lc»! I^»&
OffcV»M^
513
Türkische Handschriften.
jibjy»
u
Up
&ia»
'y^-
,IJaJLw
,La. v4>j| ^Ls.
i^\
Jl
;
0,1.
8,2.
44,5.
436,2 (kirglii-
sisch).
358 (tatai-isch).
385 (osttür-
kisch). 4 69.
334 (S. 339).
334 (S. 337).
— t 27,4.
29,3.
348 fol. 79''.
37,4. 46.
27,2. Vgl. 339
fol. lh\
324.
»xJcLjI —i^y^ BtXjyai
«jLuäJ sJL^JCmjC 8tXA.*aJ'
';
^;
tUJüi
14JU) —
,^(X«^ *Ü —
Register 11 (Titel).
41,5.
488.
5*,U-
336,
29,17.
298. 301. 317.
324. 327.332.
339.
476-478.
5^^,52.
159,5.
12,1.
8,8.
163.
5,4; 15, 38,7.
31,1. 391,2.
wjy.)LÄj| JuOD
162.
^tX^I ^
>,ur
62.
Jl ü , ^Ul
133,1,
203.
475.
5,5.
487.
160*.
____
144,3
103.
—
104.
^
iXaÄx» ^Li/ 276,2.
\yiJ' \yAy ^.JuiS 45,9.
^pS 1 118 (72 Arten
derselben).
^^ ^5Jail ^^Ävoc püi^r 312 fol. 46\
^"^kS ^5
.iLT
vJ-^
LmLü-
7"
Ö^^y^ &.JS i^y^
60,2.
s.Sprtichedes
lÄli.
29,21.
-Uiül ^Äf I 493.
Türkische Handschriften.
Register II (Titel . 613
;
2,3.
199.
lä^Lt 5l^J«.J
103 (Nach-
träge).
^J-C^l v^' «LÄii^
17 tbl. 39'.
(?) a^r
336.
Iw)'«-^) XÄÄJ
332.
L-o; JJ^
238.
■^y^\ ^J.Al^
352,a.
;I,M -
408,1.
i5j..cLj (j*-*:?^' *^ÄAS'^^ 5*,49.
J"
,oLjuw v5U*aS" 5*,i2. 26,ä. lAä.
tyj<:^^i ^>.w.Ai
.955,^
ijUi.fi.
578.
eSyLo —
236.
sU -
419.
.JlX&a
35 2,2.
;y ^ 2,3.
Xi» sÄxÄxf 486.
;';
410-412.
:J.JI
I^JtX."! j 0_J k_AJ
jLkJ 23,4. 461-463.
.^yyZ
-jLä«
0^^,l
AJIS» OJt.
^A^r'S
7'
60,3. 85-88.
73,1. 95.
81-83.
10,1.
60,3.
^^•^
r
&x
b^Ja
] I 7,7. 315. n, 1.
34 7: s. auch
Räthsel.
41,7. 166.
^-saJl ^-Lji+J i.;^'LäJ 5*,32Anni. 35,2.
JLk*^ 'SfiiUl ^ip 4 88.
C>y^^ ^y-=-f o-J>W Ijß. 20,9. 24 5.
^tXiL'l iLU.< ^i 11,2.
cX«.^! #Lj .jkA.:;^'. iJ..aJ 386.
^ycii — — - 406. Pers. 18,
II,5,b.
^1^ - — - 382,2.
s. ^k%K.
^5Jxio ' 27,17.
LaajI *L*-wI \0 i:i.'LjwkAV 25.
Türkische HandsckxifteD.
jj*oLaÄJI i_t^L^
296. 296*.
VijL-^ V_jlj
120,4.
^SllaJI ^:£
295.
i^y*^
307f. 3
337.
65
317f.
514 Türkische Handschrii'ten.
8**,l.
' ^Llä^ "'-^j-y' kfii.*^
«5
138.
139.
;^_jl_äi J._»^' ns.^^jä' 91.
'oL_SLkJlJI is.y^:^ 3 39.
^^äJI ^ I 348.
I - '
iüoüci^AjsP I 8,1-2. 27,'21. 4 1,2.
«J<A4.:^I sJL*vJi
XJi>
5*,40. 7 7S,i. 37 1
-37i.
73,1.
295.
(j^iö- i 4 36* (iiigliu-
risch).
Lwü j>a'a«\ viyLflA.^
<S^
L
25.
39 fol. 10 5".
17 fol. r.
^l^ 4 1,4. 299. 306.
3 27. 330; s.
auch ,j^A4.i.
4 5,7.
pi>.Ä*Jl st
1^
3 5 0,4.
330.
315, li,.!.
91,0. 3 12 fol.
30\
15 4.
5 *,:')?> und 3G,1.
1 6,3,
^l;0^!
■^.x^l\ »!
^iL^jilt |V.'L*JI
Register II (Titel).
Ivxi ! 1,10.
3 !»_.; — io « — »
t5'^J ^k/! y=^
UL.
J l*-"*'l
&A!lj,.>Lv»Xl
^_/0] 'oLätJl Oi^y/l
JA J I j, i
iJ^iS
7-^
(J"^*'
9,3. 188.
1,2.
4 0,4.
312 fol. 4 3\
41,5.
334.
444.
5*,6I.
Pers. 331.
3,2. 5,2. 4 2,G.
93. 94,1.
17 fol. 5\
5*,50.
41,4. 299.
154.
353,4.
9 4,2.
145*.
5*,28.
335.
2 7,5.
26.
16 7,3.
164.
Türkische Handsohril'ten.
_Lg.A^j 'xJLj!5il ^'j*'"
«^■iVriW
11x2kl ^X
l.
j^ÄJW
[Jx."
ÜTÄÄ-'I ,.,l_A_J
L9"
(Tonarten) cul/cliLo
282.
5*,lo.
s. muyije •
133,1.
255,1. 25S.
13,2.
456* (iiigliu-
risch).
5*,1.
5(5*.
47,1.
3U,:i.
98.
7,5. 8,8 (cVrl^i-).
3 30; s. auch
Ruth sei.
31 1. 323. 330.
339.
143.
15 7,1.
147.
378.
278,1; 2. 331,
330.
27 6,2.
1!)/,.
3 08 i()l. l".
35,4.
Register
u;;r' "^"^y vr*^
II (Titel). 515
485.
25 5,2.
<,V.^<..2» ^-..<ö>.i'
T,_J v;yLs.LÄx
er
(_flJw.W
.s^y*
.,UU
»♦aJI JvÜ.«
',b |»^iiÄ/i ^ c
I^juuLa/
^'^
.iJU.'t
oLi/
.cVii
144,1.
Ü5,2.
irn.
394,2.
27,20.
39 fol. 6 7'.
19,3.
14 2.
3 4 8.
360. 301.
123 fol. 7 8"
91,1.
123.
110,7.
13 1. 13 2.
38,1. 45,3.
lOO.
453**,1.
400.
279,:i.
,9 SA 281.
23 6.
26,1.
241.
5*.ö-. 23 7.
516
Türkische Handschriften.
xJUl tLxJ.I ^jil k^ 236.
H^yJ
Jib
^ •^. ÄÄ-l^—ik —
330.
J^h^
L^ilj ii^^Ä" —
1,C. 20,9. 245.
Jlyc ci.'LAi"U.o
460.
f\ , <P . e-L i"iLü^
426.
UL
Si^KjLi —
491,1.
i^)j^*-**' ^^iä^ f^*^
26.
äk>K&AAjl
^j^^A^f^ kxyihX/o
74.
ÄAäIjJIX —
5%1.
J.kJli^SIJ.i —
38,3. 41,1.
^J^ ,J— »-^•'1 ^ Ä
8*,4.
^1 ^SUJI
o-
Register II (Titel).
490*.
5*,32.
1,9.
120,2. 122,5.
120,2. 121,5.
120,2, 121,5.
122,5.
- )
i 120,2,
1 2 1 ,5.
432.
19,3.
XÄJüJLJl ^^1^1 5*,10.
'■Lil^JI x+JffU cy^.« 4 4,11.
tjL.cijül (jj*J«jo 39 4,1.
»♦Ä.'l (j"J»x' ujLj 133,3.
^^Ua-L *b ^^1 OJy! 133,7.363.364.
(j^La.'I /*j''j ä- (j^LäJI «ilÄ.« .
*_Ji_i\j ' ^U*j' *^'-
•LajCwI
'/
\i
5,27.
^^^Ufj'^^^l ^Uj 56. Pers. 894.
S4.=.y> i ' ^jUj^sII iio^j I 283.
5*,8.
';r^' v?/
90.
^jLäjJI ^jUo
27,22.
Jo^l ^i^LaOJ
24,1.
' « s jj vi —
22,1.
xÄAiaJ ^^LjI.^^^
«ücü^aj
146.
oiAA>JI s«.<aj
118 fol. 3 2\
_iL*wJ s.:^^w<aj
309.
iiS'J.4,Jf ÄÄ.OJ
257.
'b)r"; ~ ~
154.
gli .y:^!.
^tV*=.l Lcb«iAÄ.«ÄJ
Pers. 6 88,6.
^Lloj
332. 356,6.
L.ciL> w*^'; »j*t^')
339.
Türkische Handschriften.
Register II (Titel). 517
_jUaA*«< ^jllal.«, »r^^j
27,14.
er^ )U
46.
^^
(j-*^^ \j-*^ )'^^y^
183.
IwAJwCÖ OJÜ
332 (Gedicht).
i«jy»ÄJI —
384.
— «j o*J vi> cjLJ«i
299.
^jlkA^ )j;r^ ;'^
173*,1
jj^j^l CjL;:&J
8*,6.
i^^aaÄL_sLw J^ >^— *J
264,3.
pLjcvill »^
420,1. 421,1.
^(XäJLi^I (J^ * Ä-c
|^4XÄA,CvJiJ
328.
^(Xci.4.J\l.J
.i^.
c:.>-.i..^j c:^xi^
211.
wCjO O.ÄP
385,1.
c;'^ -
4 20,-2. 4 21,2
^;*^ —
355,1.
«« i:>Äff ij^^*^
91,4.
^^Ujc^ ^i*ss> 378.
»Xlby^^L**
55,1. 439
443*.
LT/* J-^*^ ^;^
120,4.
^^il( ji^AÄ
Pers. 3 5 7,>.
yLiLäJI jj o/^ff
121,5.
1^!^^ S^^AÄ.« CjtoJ. 146
^jyoj »;r
';'5
2O0>.lilÄX
^^.^j^ xxbwiälj 5*,68. 28*,1
Jiyi\ 3 JULa^v.« 9 4,2.
jLoLjcJtX=». 375. 376.
\'^ -
.l^ffyi »♦isLi LLo,
^58.
20,4.
27 6,3.
12,2. 55,2. 99.
JL
J^«^ LoljowÄ.^^ 28,2. 39 fol.
5 8\ 133,8.
s
soKLiL
5*,14.
Us, 3 09.
&JÜI Ju.ft v^uLi^ ^Laj jj , 44,9.
iti'r
&AAJ.
120,3, 122,5.
1,13.
5,6. 28*,3.
284.
5,21.
JUjt\*JI^^**j;_jwüy;Lo j 8*,3,
.Li-
:-w^_> ' 5,1. 55,5. 387-
^5tU.=. ^ 392.
518
Türkische Handschriften.
Register II (Titel).
8i:>l\LiL>JL,5' — —
7*^ '■^^ r*^ — —
yi 385.
— 401.
— : 385.
Actenstücke und Briefe zur türk-
ischen Geschichte: 210.
Alchymie, ein ßecept (sieben Me-
talle): 161.
iAlt, Gesang von ihm, kirghisisch:
436,8.
Allianz-Tractat zwischen Preuisen
und der Türkei, vom Januar 1790:
223.
Alphabet, geheime Bedeutruig der
Ah^ad- und der gewöhnlichen Ord-
nung desselben: 5*, '^9; ßaum-Alpha-
bet: 180.
Amulete: 13u*.
Anekdoten von lluRammad: 5,17
und 20; von demselben, Siilaimän,
Yüsnf u. a. : 8,15; von Salim I:
212.
Anthologie: 27,5.
Aphrodisiaca: 27 6,3—5. 286,2.
Arche Noah, die Mafse derselben:
232.
Arithmetik s. S. 196.
Astrologie und Astronomie: 8*, 8.
21,2:3:5. 42,4. 45,3und4. 167. 347.
361.
Atlas der Küsten des Mittelländischen
Meeres: 164.
41,3.
350,3. 356,
Band- Gedichte:
j 2 and 3.
! Bart, denselben schwarz zu färben:
17 fol. 40^
i Baum -Alphabet: 180.
Becher, ein magisclier: 4 0,2.
j Begräbnifs, Gebete und Cärimonien
dabei: 5*, 27.
Belgrad, Bericht über die Erobe-
rung dieser Stadt im Jahre 17 39
und den darauf folgenden Fi-ieden,
von Räyih Pasa: 220,2.
Beschneidung der Prinzen Bäya-
zld und Gqhängir (im Jahre 94 6):
34,3; des Prinzen Mustafa (Ka-
side) : 4 1 ,5.
Bibel, Marc. I, 29 - III, 8: 5 11.
Biographie des Propheten: 4,8. 5,7.
Bittschrift an einen Pascha: 456,14.
Blumen-Lexikon: 293.
Bos torgai, kirghisisch: 436,4.
Brautaufzug einer Prinzes.sin : 32
S. 14.
Briefe und Schreiben: 28*,4. 47,4.
50. 5 1. 53. 54. 55,7. 210. 286.
\ 306. 311. 3l5,I,t;. 499. 504; Brief
des lAbd al yanl Efendi an Ciwi-
I zädah Efendi: 5 , il ; des Sultan
Türkische Handschriften.
Qorqud an seineu Bruder Salim I:
das.; desgl., nebst der Antwort des
letzteren: 50 2; über »♦^: 5*, 17;
MuräcCs I an Etürenos Beg: 5*,30 j
und 260,3; des Ahü 'l-suiüd an i
Sulaimän I, als derselbe sich auf
dem Feldzuge gegen Szigeth be-
fand: 5*,<;2; an den Qädi you Us-
kub: 29,8; Briefe fürstlicher Per-
sonen : 3 8,0 ; Brief eines preufsischen
Gesandten: 4S,:i; Briefe aus dem ;
Jahre 1204: 49; Brief des iÄbd
aJ kanm ul üusani ,_«.AÄ.Äyi: 260,14;
ein Freundschaftsbrief des Sahn
Celebi: 394,2; Briefe au Diez und
von ihm : 5 04 ; Schreiben des Grofs-
veziers an Friedrich II: 50 8,2;
von Sulfän Muskifä und dem Grofs-
vezier MuTiammad au Fi-iedrich II
und den Grafen Fiukensteiu : 5 10;
Brief von Xwä^ah Efendi: Pers.
693,11; s. auch Schreiben. I
Briefwechsel zwischen Sallm II
und Sah Tahmäs: 34,4; poetischer,
zwischen den Schönen und dem
Könige der Schönen: 35 6,5.
Buchstabenspielereien: 5*, vi:
s. auch Alphabet.
Canon de Sultan Sulaimän II (1. I~) :
263.
Chronogramme s. ^j>Ij.
Chronologie: Concordanz zwischen
der alexandiünischeu , der christ-
lichen und der muhammedanischen
Aera: l7 3*,-2.
Register 11 fTitel) 519
Consulat, Preufsisches, für Moldau
und Wallachei errichtet (1785):
499 S. 34 und 35.
Dasein Gottes: 499 S. 23.
Deutschland, Promemoria über da.s-
selbe: 229.
Diplom des iAlä al-dfn für lUßmCLn
ihn Edoyrul (s. Nachträge): 39 fol.
4 5*'; für Murfadä Pam als Sardär:
das. fol. 61*": i'ür Husai'n Pasa als
Qajjudan: das. fol. 64.
Distichon: 292, Ende.
Drucke, die ältesten Konstautino-
peler: 32, S. 1 und 2.
Dynastien und Fürsten: 17 fol. 3';
Dynastien: 39 fol. 110\
Eheschliefsung s. Rechtswissen-
schaft.
Eigenschaften Gottes s. Theo-
logie.
Erb th ei hing, Tabellen über die-
selbe: 17 fol. 5*.
Erkenntuifse, gerichtliche: 5 4.
Erlafs über die Aufhebung der
Weinschenken in Konstantinopel
und Brusa: 25: an den Qädl von
Belgi-ad: 29,i0; ein gi-ofsherrlicher :
45,12.
Erzählungen: 1,3; 5*,18 (von Xa-
dir Ilyäs und Jü '/ qarnain). 13,2
(von Bäyazid Bistäml)- 20,1 und 2.
27,0. 4 2,2. 4 4,2. 44,5 (von Nösir-
icän und einem Derwisch). 204,2
( hi-storischeu Inhalts). 45 9 (35
Stück).
530
TürkisVhe Handschriften.
Evangelien s. Bibel.
Fatioä (von Abu 'l-suiüd, Said al-
dlu, Qädi-zädah, Cnoi-zädah, Kamäl-
jjasa-zädali u. a.): 5*, 4(5 un', 60. 8,ii.
260,5; 7; 9; s. auch I^Äi und (^jUi.
Fermane: 32. 505.
Flecken aus Kleidern zu entfernen:
4 1,7. 166.
Flöhe, Mittel gegen dieselben: 3 7,.5.
F r a gen, welche ein griechischer
Kaiser an Muläwiyah stellte: 20,7.
Freitagsgottesdienst, über den-
selben: 5*,(56.
Frieden von Carlowitz: 217,1.
Gebet: 3,3 (über dasselbe). 5,20. 5*,2;
23 und 47 (wie man dasselbe in den
einzelnen Nächten des Ramadan
und an den einzelnen Wochen-
tagen verrichten soll). 17 fol. P.
34,7; 10 (stX_i-tXJt >.::^.wJ._jT). lll
(gegen Kopfweh, Seitenstechen,
Pest). 1 1 6 (dal's eine Schwangere
einen Sohn gebähre, und gegen
verschiedene Krankheiten). 1 1 0
(gegen Rückenschmerzen ; auch zum
Besprechen von Pfeil und Schwert).
1 2 1,2 (eines mit aufgehobener Hand,
ein anderes dreimal nach dem
Frühstück, ein drittes beim An-
ziehen eines neuen Kleides zu ver-
richten). I 2 1 ,.'5 (Gebete und sonstige
Mittel gegen Krankheiten u. s. w.).
128 (um Zunge und Auge eines
Feindes zu „binden"). 163 (über
das Lesen bestinuiiter arabischer
Gebete). S. auch Ui>, s^JLo und \Uj.
Register II (Titel).
Gedichte: 2 {Ta'rix u. s. w.). 5,io
(ein MaOnawi). 5,25 (verschiedene).
6,1. 8,5 (z. B. von Bäcß). 16,4 (zum
Lobe des lAbd al qädir Gilänf).
25 (besondei-s Ghazelen). 27,2. 35,i
(von NasilJu und Niyäzt). 37,2. 40,4.
4 3,3-7; 9; 11. 45,5 (in der Tonart
Husaim). 51. 14 4,4 (ein mystisches
i¥a6'?^a^tv-Gedicht). 332-335. 338
(i?rt??c:?-Gedichte, Ghazelen, RubäU,
Ta'rtj verschiedener Verfasser).
340-342. 346. 355,3. 398 Ende.
399 fol. 1". 434 (zum Lobe des
Propheten, des iAIi, des Hasan,
des Husatu). 4 85, Ende (an ^u-
sain). 50 6 fol. 112'' (Kaside auf
^j-). Pers. 104, 822 und 8 77
(ein Ghazel); s. auch Ghazelen,
Kasiden u. s. w.
Genealogie des Propheten: 17 fol.
2''. 17 0,5. 44 7; der Patriarchen
und verschiedener Dynastien: 248.
Geographie, mathematische: 49;
Ileisestationen zwischen Konstan-
tinopel und A(2-§oJir: 45,ll; s. auch
Reise.
Geschichte: 27,I8 (Daten aus der
osmanischen Geschichte, bis zur
Eroberung von Szigeth, 974 =
1 5 6 6). 3 6,3 (Revolution von 114 3 =
1730). 38,9,a und 45,10 (Eroberung
von Baydad im J. 941). 39 fol.
4" und 40,3 (desgl. im J. 104 8),
39 fol. 1 1" (Friedenstractat mit
Persien); fol. 15''' (Eroberung von
Türkische Handschriften.
Rawän)-^ fol. 4 4' (Frieden stractat
mit Deutschland vom Jahre 984
= 15 76). 4 3,3 (Schöpftmgs- und
Prophetengeschichte, von Jihrü Us-
IcUbi). 170 (Thronwechsel in den
Jahren 11 68 und 117l). 204,2
(Erzählung-en und Anekdoten lii-
storischen Inhalts); 3 (Genealogie
der (??Vä^-Chane) ; 4 (zur Geschichte
der Tataren). 208^-'' (Geschichte
des osmanischen Reiches von 1115
bis 123 8). 218,1 (Aufstand vom
Jahre 1115 r= 170 3); 2 uud 3 (sa-
tirisches Gedicht und ebensolche
Erzählung über denselben Aufstand).
219 (Geschichte des Jahres 1135
und jener Zeit). 223 und 224 (türk-
isch-russischer Krieg von 1787).
260,15 (Feldzug des AIhnad Pasa
in Ungarn und Eroberung von
Temesvar, 155 2). 449 (Hinrichtung
des Ra<jah PaSa). 50 8,1 (Verti-ag
zwischen England ujid der Pforte
vom Jahre 1086 = 1675).
Gewerbe, welche Adam, Abraham,
David u. s. w. betrieben: 3 4,io.
Ghazelen: s. Jyi, den Abschnitt
XVII (Poesie) und Register III
(Verfasser).
ö/r«^- Chane, Genealogie derselben:
204,3.
Glaubensbekenntnis, christ-
liches: 5 14,1.
Grabschrift auf ßonneval: 32 k>. 15.
Grammatik, türkische in italien-
Türkische IlaDdscliriften.
Register II (Titel). 521
ischer Sprache, mit Wörtersamm-
lung und Gespräclien, von M. A.
Rosa : 5 7 ; osttürkische in persischer
Sprache : 5 8; zur arabischen (über
j.UjI und iXvc): 64; desgl. (Erläu-
terung von Kunstausdrücken): 64*;
persische in türkischer Sprache:
Pers. 10 2, '2.
G r a t u 1 a t i o n s g e d i c h t e : 3 5 1 ,1 und 4.
G r o f s V e z i e r e , Verzeichnifs der-
selben: 39 fol. 1[\
„Hämra" s. n\y^ k^s.
H i n r i c h t u n g des Raxjnh PnSa : 4 4 9.
Hippologie: 8,ii.
Horoskop zu stellen: 4 2,4. 5 5,4.
16 7,2. Pers. 118, Ende.
„Hussein kusasy" s. ^^juLs ^j.^«,^ .
Improvisation des PazT Giräy
Xän, nebst Nachahmungen: 25.
Instrument, um eine Seite und
die zwei anliegenden Winkel eines
Dreiecks zu finden: 166*.
Jurisprudenz s. Reclits Wissen-
schaft.
Kalender, Einleitung zu einem sol-
chen auf das Sonnenjahr 1094 5:
174; die Frühlings - Tag- uud
Nachtgleiche (^^jUa-Lw "»j;^) zu
finden: 173*,i.
Karten des Schwarzen Meeres und
seiner Umgebungen: 185; s. auch
Atlas.
Kasiden: 3,2 (über Zerknirschung
und Reue). 5*, 19 (von Ahmad
Efendi). 27,6 und 8. 41,5 (verschie-
523 Türkische Handschriften.
dene, darunter eine auf die Be-
schneidung des Prinzen Sultan
Mustafa, eine andere zum Lobe
des Ihrälnm PaSa, beide von Ft-
yäm). 3 34. 34 8 (von ÄJimad Pasa).
5 06 (eine Kaside auf ,j.—3—); s.
auch tVjLiÄi' und stXjyaJ' •
Kirg-hisische Gesänge: 436.
Kleiderordnimg vom Jalire 1789:
32 S. 5.
Kochkunst: Gerichte zum Reise-
vorrath für Veziere: 34,2.
Kons tan tinopel: Moscheen, Quar-
tiere u. s. w. daselbst: 39 fol.
HO"; Thore u. s. w.: 3 23.
Kopfschmerz: Gebet gegen den-
selben: 118 fol. 5 8\
Krankheiten, Temperamente u. s. w.
und deren Behandlung: 17 6.
Kreise, magische: 127. 128 (zu
Prophezeiungen am Neumond).
Kries: zwischen der Türkei und Rufs-
land vom Jahre 1787 : 223 und 224.
Kriegserklärung der Pforte an
Venedig im Jahre 1714: 217,2.
Kriegsschiff, Abbildung eines tür-
kischen: 185,10.
Land- und Seekarten: 184. 185.
Leben des heiligen Johannes Chry-
sostomus : 513.
Legenden: 133.
Lehrgedichte: 5*,49 und 29,4 (über
• Waschungen und Gebet). 5*,50(über
die •iyLai\ ^\lsiL^). 17 foL 39*
(von Qur-oyli).
Register II (Titel).
Lexikon s. Wörterbuch.
Lieder: 37,1 (der Derwische). 30 7 f.
317f. 33 4 (mit Angabe der Me-
lodien); s. auch ^5-^', ^' ♦— ^'?
L o b g e d i c h t e auf Grofse : 351,
passim.
Macjh's, mehrere, über freiwillige
Gebete und gute Eigenschaften vei*-
sehiedener Monate: 44,7.
31 ah dl, über denselben: 1,9.
Makrokosmus und Mikrokos-
mus: 14 9.
Manifest der Pforte vom 13. Aug.
1787, beim Ausbruch des Krieges
mit Rufsland: 223.
Mantik, Diagramme: 35 3,3.
il/a^no2rT- Gedichte: 5,io. 29,5
(von Fudüll). 29,17 (von Kamül-
2)asa-zädah). 41,4. 44,1 — 4 und ii
(beschaulichen Lihalts). 4 6. 95.
374 (Fragment, religiösen Inhalts).
Medicin: 15,2 (über allerhand
Schmerzen). 16,5 (zwei Patt aus
einem Lehrgedichte ^qs, Sarlf-züdah,
mit Commentar). 27 7,1 (Hausmittel,
von Ahn MuUammad ^jJis!:\). 278,2
(ein Werk des IsTuiq ihn. Muräd).
285 (Salbe, Fontanelle, Fieber-
segen); s. auch Recepte.
Metrologie: 5*, 45 und 5G. 144*, l.
315,1,2.
Monatstage, die einzelnen, wozu
dieselben gut oder nicht gut sind:
21 1.
Türkische Handschriften.
Musik: 45,ü.
Mystik: 5,13. 8,7. 13,1 (wie der
Säfi die Biene nachahiueii soll).
14 4,-2.
Namen Gottes: 5,20,b, 5*,51- ^98,
Ende; s. auch ^^i.^^\ ^U-wl^ll.
Namen der Thore von Konstanti-
nopel, von Orten am Bosporus,
von Dichtern, Schmarotzern, ßuhl-
dirnen, ungläubigen Völkern, der
Theile eines Derwisch - Anzuges,
eines Kriegsschitfes , von Fischen
und Früchten: 3 23.
Nativität: Fers. US, Ende.
N a t u r g e s c h i c h 1 1 i c h e s über Pferd
und Esel: 6,2,a.
Nichtigkeit des menschlichen Le-
bens, Betrachtung darüber von
Kajiidljjasa-zädah: 25 fol. 4 7^
Note des preufsischen Gesandten an
die Pforte: 50 8,2.
Pafs und Empfehlungsschreiben für
Baron Werther: 509; verschiedene
Pässe: 5 2—5 4.
Pflichten, zweiunddreifsig: 133,1.
Phrasen, türkische: Fers. 139,2.
Poetik, von Ah ihn Husain al
ÄtiiäsT: Fers. 6 0,4.
Prophet M uüaminad, seine Ver-
heirathung mit Zac/f^aZ; : 20,8; Ge-
dichte über seine Wunder: 133,1.
Propheten und Patriarchen von
Adam bis MuUammad: 17 fol. l'';
Lebensdauer derselben: 5*,26.
Register II (Titel).
52:3
Prophezeiungen für die Jahre
1175 bis 1204: 32 S. 3 und 4.
Qädi-laskar unter Bäyazid LI: 34,6.
Quittungen über Kopfsteuer: 5 2.
Quf'än, für wessen _js man den-
selben in jedem Monat lesen soll:
5*,2o; über die sieben Siebentel
desselben: 5*,2i; wie oft jeder Buch-
stabe in demselben vorkommt : 5*,40 ;
über die Buchstaben, welche vielen
Suren vorgesetzt sind: 18,2; ge-
reimter Commentar zu einzelnen
Suren, von Liwä'l: 95 und 96.
ßäthsel: 7,5 und 7. 25. 27,12. 315,1,3
und 11,1. 347. 348; s. auch yj
und U*x.
ßecepte: 5*,69 (z. ß. ein Aepfeltrank
gQgQw Herzschwä(;he). 6,2,?. 15,2.
17 fol. 1% 11" und 40^ 32 S. 18.
41,7. 44,8. 160. 276,1 und 5. 277,3.
278. 279,1 und 3. 281 (gegen Stein
u. s. w.). Wetzst. II, 1849 fol. 7 6''
(S. 30 1). 309. 3 15,1,7 (zu ver-
schiedenfarbigen Dinten); 1,8 (gegen
Katarrh u. ^. w.). 3 69. 4 04 fol.
1" (gegen Kopfschmerz). 4 2 2, 435.
Rechnungen: 5 2—5 4. 5 5,6.
Rechtswissenschaft: 7,1 (Ent-
scheidung des Gerichtshofes in
Antäkiijah). 7,4 (Worte der beiden
Wfikil bei einer Eheschliefsung).
Fers. 7 3,3 (osttürkisch, zwei Ab-
handlungen in 16 und 20 Ca-
piteln).
Redensarten, sprichwörtliche: 5 5,1.
0(3*
511
Türkische Handschriften.
Reisepässe s. Pafs.
Romane: 479 (aus dei* persischen
Heldensage). 480. 4 8l,i-3. 482,2
(von Firöz-säli u. s. w.). 481,4 und
482,1 (von Sarafräz-sOli u. s. w.).
Säbeluniofürtuno- Sahm's III: 3 2
S. 6.
„Säipül mälik", kirgliisiscli : 436,3.
„Sain Batyr", desgl.: 436,1.
Salomo's Gespräch mit chinesischen
Weisen über die Frage, weshalb
viele Frauen unfruchtbar seien : 506.
„Saman akyr", kirghisiscli : 4 36,i3.
„Sar saman", desgl.: 436,5.
Schläfer, die sieben: ihre Namen
und der Gebrauch derselben zu
mantischen Zwecken: 37,5.
Schreiben: 33,2 (Muster zu offi-
ciellen). 39 (von Fürsten, haupt-
sächlich Sultanen); das. fol. 36*
(des Timür an den Sultan von
Aegypten, nebst Antwort des letz-
teren). 260,4 (alter Sultane). 300
(vom Obereunuchen au den Scherif
von Mekka). 505 (officielle, nebst
italienischer Uebersetzung). 5 06
(desgl., ohne Uebersetzung). 507
(des Amin MuUammad Pasa Diwit-
där an den König von England).
Pers. 807 (aus dem Jahre 1161).
Schwert Jü 'I faqär, Abbildung
desselben : 1 2 1 ,5.
S eg e n s f o r m e 1 n , mit welchen Schrift-
steller ihre Wei'ke beginnen sollen:
20,5.
Register II (Titel).
Siegel, Inschriften in denen des
Propheten, der ersten Chalifen
u. s. w.: 5*,36- 121,5. 122,5.
Siyäqah-Zahleu: 33,2. 498.
Sprachlehre, mongolische und türk-
ische, in arabischer Sprache (For-
menlehre und Wörtersammlung) :
60,1.
Sprichwörter: 5*,4. 55,1. 418*,7.
Pers. 302.
Sprüche des iAh, mit persischer
und türkischer Paraphrase: 435
fol. 24''-5 2\
Statthalter von Aegypten, Ver-
zeichnifs derselben: 205,2; die Re-
orierunof der MuUammad genannten
war unglücklich: das. 3.
Sultane, Verzeichnifs derselben :
21,4. 39 fol. 7 0\ 205,1.
Syntax, arabische: 66. 68. 69.
Tage, an welchen man ein Kleid
zuschneiden oder die Nägel be-
schneiden soll : 1 2 1 ,4.
Talismane: 40,2. 42,4. 44,8. 45,4.
96, Ende. 111. 117. U8. 120,3.
121,6. 122,5. 129. 130. 160. 160*
(astrologische). 24 3 fol. 1* (um
Liebe zu erwerben). 27 6,luii'i5.
346. Ende. 456,9 un.i 20. 493, Ende.
To'r 7/ -Gedichte s. -aj^Ij".
Tataren, zur Geschichte derselben:
20 4,4.
Territorial-Eintheilung des os-
manischen Reiches: 260,19.
Türkische Handschriften.
Testament, Neues s. Bibel.
Theologie: 5,2. 4-2,';. 93 fol. 166\
9 4,1 (Fragen und Antworten). 20,3
(über die Hindernisse, welche den
Menschen abhalten, sich auf das
Jenseits vorzubereiten). 20,G (über
den Gläubigen, den Glauben und
MuUamviad). 4 6 fol. 2 4* (zwanzig
Eigen-schaften , welche Gott noth-
wendig zukommen). 5 5,2 (Glaubens-
lehre). 13 3,1 (zweiunddreifsig Pflich-
ten). 186 (Reinigung und Gebet).
Titulaturen und Anreden: 5,12.
25. 39 fol. 68^ 260,13.
Traditionen: 5*,3 und 16. 18,1 (dafs
in dem Punkte unter dem j, wel-
ches den Qiir'ün beginnt, alles ent-
halten sei). 9 3 (von Moses). 485.
499 S. 26.
Tuyra Sahm's III: 53.
Register II (Titel). 525
Vaterunser: 5 1 4 ,2.
Vermessung von Grundstücken:
260,!».
Verse: 5*, 07. S,18. 29,22 (auf den
Propheten, von Maslüd Efendi).
2113. 4 4 7. Pers. 688. Pers. 75 2
(mit Angabe der Melodie).
Vertrag zwisclien England und der
Pforte vom J. 10 68: 508,1.
Veterinär w i .s s e n s c h a f t : 8,ii.
Wörterbücher: 6, 2, p (persisch-tür-
kisch). 58;59,l;89;90 (osttUrkisch-
persisch). 60,3; 85; 86 (osttürkisch-
I osmanisch). 75—80 (tüi-kisch-itallen-
isch). 81—8 3 (italienisch-türkisch),
84 (türkisch-deutsch). 95 (arabisch-
türkisch).
Wunder des Propheten, Gedichte
über dieselben: 13 3,1.
Zauberspruch: 493, Ende.
Arabische Schriften,
welche jjelea'entlich erwähnt werden.
jLöPi ^^.wl ^3, s^^y I 297.
^^Lobll ! 149*.
JLoNi „jo I 354,3 (mit türk,
I Paraphrase).
sJ-Jt I 35 4,1 (desgl.)
^Uil v>J;lj- 199.
(_r
-^ 30 6.
^ '^;;LA_^"I ya^s^ ' 1,9.
I Y^w
iXaäo 328.
s.
>X ä t 'I
^;>^'-
526 Türkische Handschriften.
Oib Jl '^l^;NI ^OU
S. 153 Anm. 1.
^yN,
J/-'' o^t-
5 0 3.
^LaA._'i :^
1,9.
315,1,9; s.auch
Gebete.
r /
30,1.
ikJLoJI is. ^
163.
1,9.
iIjl^jJa.daJI
447.
^Li>l ^ '^5^;^! o^
i"
yix>^'i v^J^Hj^'f
1
i.=iU.'l
116.
uV-''
111. 116. 120-
123. 125,1.
126,1. 12S.
170.
äüjl^kJaJI 5j.A^Ä.l|
s. iüil^iaik'l.
Register II (Titel).
cr-
'wö-^ijai j^
1,9.
»Jcbl| BJ^_sc iiv^l^
^yii'^yijO^XliI ' 18,1
^' I
sU^I älwo 1 S. 153 Anm. 3.
^ Jl 'J.^Jl sLiy : 137*.
^j *— .■•j'j ^' jUJJlJI 9 7,1.
\s.yÄiJ\ 5*,11 und 354,2
(mit Para-
^l^^\ ^L^
^.'^Lui-'t
phrase)
73,2.
73,2.
,,LA.a.'i
JuaJI JyÄj 1 S. i^Lc^l «^Jo.
Abkommen des Propheten mit den
Christen , arabisch mit türkischer
Einleitung und Erläuterung: 260,6.
Abschnitt, ein kurzer in arabischer
Sprache: 103 foh 13 5"'.
Denksprüche: 302.
Einfall der Franzosen in Aegypten:
133 fol. 234*.
Finger, die arabischen Namen der-
selben: 29,11.
Gebete: 130. 178. 300. 358. 413;
s. auch LcJ .
Poesie: 3 54,4 (Lehrgedicht). 4 37,
Anfang (Gedicht von IbräJäm al-
Süiir).
Sprüche: 60,2 (arabisch und per-
sisch). 4 4 7.
Tage, an denen man die Nägel be-
schneiden und Kleider zuschneiden
soll: 10, zwischen 2 und 3; wozu
Tiirkisclie Handsciiriften.
die einzelnen Monatstao'e orut oder
nicht gut sind : 211, Ende.
Theuerunor im Jahre 1235 =
Register III (Verfasser). Tyl7
1819 '20, Bericht über dieselbe:
180.
Tradition xind AufiForderungr zur
Bufse: 46; Tradition: 4 85, Ende.
Die in dem vorliegenden Kataloge gelegentlich besprochenen Ab-
schnitte in persischer Sprache sind in das Register des persischen Kata-
loges aufgenommen; nachzutragen sind noch: Xr. 5*,33' (sutische Kunst-
ausdrücke); 60,2 (Sprüche, arabisch und persisch); 143 (Abhandlung und
Kasiden über sufische Kunstausdrücke); 312 (Anfang des dritten Ghazels
von Häp'z); 33 4 (Verse von Gämi, Haidar, Asq/i . und Vierzeilen eines
Ungenannten); 367 (ein Ghazel von Sai'xf); 435 fol. 24''— 5 2* (die Sprüche
des iAli mit persischer und türkischer Paraphrase).
Aufserdem sind in dem vorliegenden Kataloge noch die folgenden
Sprachen, meist nur mit kurzen Bemerkungen, vei-treten: Armenisch Nr.
244, 47S, 480; Hindustanisch, Tamulisch und Telugu Nr. 52; Sj-risch
Nr. 5 1 4 (Gebete u. dergl., christlich).
III.
Verfasser.
Äbro Efendi 259.
Abu Adam Dedeh Xätim 258.
AdarT 334.
Asof 2S*,5-
Asafl 355.
Afiäh 334.
Afatl 312. 334.
I
Aq Bäldyr-zädah 340.
Ahani 325.
Ahi 27,11, 41,4. 331. 334. 396.
Ayinak-zädah (SirözJ) 26.
Ihrähim 320.
Saix Ibrähim 423.
Ibrahim Aya 326.
528 Türkische Handschriften.
Ibrahim ihn Iskanchtr s. Muniri
Balyrädi 61. 183. 228.
Ihrähim Beg Peüewl 20 8.
Kiiöuk Ihrähim Beg 20 8.
Ihrähim uaq<ii ihn Haqir alläli (al
Faqm) 5 6*.
Ihrähim Ranjf 4 29.
Ihrähim al Kirmäni 162.
Ihrähim ibit Yüsnf ^^^aJ' 249.
ARmad 5*, 22 und 33. 261. 320. 331.
Sultan Ahmad 301. 3 2 4.
Ahmad I 28V-
Baix Ahm od 28.
Mrifn Ahmad Efendi 5*,lfi. 351.
Ahmad Beg 333. 405.
Ahmad Beg (d. i. ßoiineval) 229.
Ahmad Be(jän (Yazi()i^-oyJi) 17 8,1.
179. 181.
Ahmad Pasa 27,3. 333. 334. 503.
Ahmad al-tä'ih UGriu'm-zädah 238.
Ahmad Celehi Efendi s. Kamäljmsa-
zädah.
Ahmad '/.ädim 39.
Muhyl al-din Ahmad ihn Ihrähim
al-nahhüs al Baydädl 105.
Ahmad ihn Xalaf Um Ahmad al-
Si^istani ahü 'l lAhhäs 10 3.
Ahmad Bidivän 386.
Ahmad Fayj'i-zädah 351.
Ahmad, Qüdl von Beroea 512.
Ahmad Qastalänl 5*,lo.
Ahmad al MuhamuiadiFarjdün 5*,33.
Ahmad Misrl 455.
Maslüm Ahmad 328.
Ahü Ahmad 103.
Register III (Verfasser).
Ahmad! 299. 366. 405. Pers. 688,6.
Axtari 334.
Adä'I 6,1.
Adahi-zädah s. Tabli.
Idris al Badhsl 211.
Adihl 340.
Ishäq 3 1,4. 41,4; 5. 33 1. 333. 334.
35 6,4.
Ishäq Efendi Mollägik-zädah: 497.
Is h ä q - Efe n di-zä dah : 49 7.
y
Qädi Ishäq Celehi vgl. 27,3,
Ishäq ihn Muräd 278,2.
Asadi-zädah (?) 315,11,1.
As] ad 326.
Asiad Efendi 39 fol. 3 6\ 20 8"-'.
315, 11,1. 327. 332.
As lad al-din 14 0.
Ismail l Anqirawi 26.
Ahü 'l Hasan Ismälll ihn Ihrähim
ihn Bäyazid-{ lädil ihn amlr Yal-
qüh ihn Sams al-d.in ihn Yumn
Gandär 108.
Ismälll Rahmi 208"-^
llmäd al-dm Ahü H fidä Ismäill
ihn iUmar al-DimaSql Ihn KaOir
19 2.
Aslrl 331. 334.
ASraf-o-/l[ 305. 307. 308.
Isja kam 19.
Usüll 25. 27,2. 4 1,5. 334.
2Ilr AiZam-säh Mishln 162.
Uftadah 3 05.
Afgünl 3 5 6.
Ilälii 6,1. 29,19.
Alt [-par laaq 239. Pers. 545.
Türkische Handschriften. Register III (Verfasser).
Amr nUali ihn NasüTi 493. | Amin 333.
Amrl (ImrJ) 6,1. 4 1,4. 333. 334. Anwari 208"-'. 297. 305. 334.
539
341, 350,5. 356,4; vgl. 27,3.
A in ant 305.
Ummat aUäli Sidifi 2,3.
Uvndl 4 1,4. 333.
Ann Sa Muhammad Balladur 204.
Ahli 20,3. 27,2.
OqSi-zädah Muhammad 8,17. 28*,4.
Ohsuz {iÄSiq) 323. 3 24.
Bäbü Saß 334.
Bäba Taliir .s. Tühir.
Bäbä Qaiyasiz s. Qaiyusiz.
Baqi 5,25. 5*,10und32. 6,1. 8,5, 27,
2und3. 29,15. 37,2. 40,4. 41,4; 5: 6.
105. 297. 302. 303. 306. 309.
312. 323. 326. 333. 334. 339.
340. 341. 348. 349, 356,1:4:6,
414. 415. 456,25. Pers. 18, II,4,e.
»^>(vJ^üo^(^.jlJ s. rd-Saiyid HäStm 146.
Sultan BCiyazid 27,3. 3 8,9,b.
Bäyazld BisfämJ 5*,65.
Baxti 106.
Badri 356,4.
BiryeW 55,2.
Bazmi 313.
Baslri 453**.
Aha 'I haqä Kaffavn 19,1.
B
Bakr Äya 319.
Aha Bakr Äya 324.
Aha Bakr al muftl ihn al muftl
211.
Biläl Öelehi 34 8.
Balcrj 333. 334.
Baliyi 27,3, 37,2. 41,5.
Baliüri 7,2. 41,4. 331. 334.
Bahä'7 14,4.
Bahistl 5*,31, 27,3, 41,4, 333. 340.
35 6,4.
Bayäni 6,1. 333.
Beiarah 305.
Bedil 337.
Hä^^l Bairäm 308.
Bairäm Pasa 6,1.
76?? fl/ haTfär 278,1.
Paki 303,
Peöeli Öa^ji 290.
Jf«//ä Parwez Pers. 331.
Töikiiche Handachriften.
Pahlawan KainänJ 290.
Pafniäni 334.
Plrf 334.
67
530 Türkische Handschriften.
Register IIl (Verfasser).
^ T
Turäbi 328. 331. Tauzart 354,2.
Turhmän ihn Bairäin iAll Biij Äya Taufl(i Efendi 339.
89. ' Teyi 334.
Turkmänl (?) 320. ! Tlmür 38,9,b.
Taftäzänt 19,3. \ Ihn Taimlyah 255,1.
^ 0
Gähit 29,13. 37,2. 297. 311. 312. Qfint 333.
325. Öabäii 334.
eahit Efendi 338. Ouhatl 334.
Oaqib Ardiräiiü Amän-züdah 349. Oanä'l 3US. 331. 338.
C
Öahir MayriU 162.
Öarl 29,22.
Öamill 334.
Gö/ftz 333. 334 (persisch).
(xäwld Ahmad Beg 238.
Öasml 305.
Öalfar 331. 333. 334. 350,5.
öalfar Öelehi 2 7,3. 41,3. 394.
(xalfar Sädiq 35,4. i6,2. 333. 397,1.
(xalfar al Qunstanilnam Kamäli
394,1.
(xalal Öelehi 27,3.
(xalal al-din Rünvl 35,2.
(raw (Prinz) 3 7 9.
Öamäll 207. 305. 3o8. 356,4. 368.
378.
Gamäll-zädah 365. 368.
i Gamii 29,22. 340.
I Öanahl Paso 260,1.
I (xanani 6,1. 37,2. 333.
Gaudat {Geicdet) Efendi 189*.
ÖöcZf .^eW^■ 338.
GaurJ 3U3. 353,2. 418,3. 418*,3-
Öägiri 334. 4<J9.
Öelehi Efendi 28*,4.
Öelebi-zädah 208*~^
^
Öiwi-zädah 8,14.
Öiwl-zädah Efendi MuUammad ihn
Ilyäs 139.
Türkische Handschriften.
Register III (Verfasser). 531
H
ääg§l ihn Ismard Tnhrizl 25 6.
ÖäjJT PaSa 290.
äa^jl Xahfah 1,1. 107. 198; s. auch
Mustafa ihn lAhd aVäh.
Öäj()l MarSüd 35 1,16.
äcisili 303.
Aafiz 305. 319. 325. 334. 35 1,8
{Paia).
tlälati 326. 340. 350,5.
Üäll 333.
äatml 339.
ÖadTdl 206. 331. 334.
Öurratl ^aml 25.
ÖarlniT 27,4.
Husäml al MariaST 36,1.
Öashl 334.
Öasan 339.
Hasan Äq-Jiisärl 5*,25.
Öasan Efendi 341. 351,6.
Hasan Gelebt 314.
oZ Hasan ihn lAhd al nuCmin 73,?.
Öasan ihn lAh 110,8.
Hasan Ri'dä'l ihn iAbd oI-raMmän
al Aq-sara'l 16.
Hasanl 37,2.
Husain 356,4.
Saiyid ausain 3 05.
J/??* Saiyid HusoÄn 59,1.
Husain ihn Ibrahim ihn Muliam-
mad al-Tifhsi Abu 'l fadl 162,1.
Husain Efendi 306.
Husain Efendi FnlSrnt 351,18.
Husa in - Efendi-zädah 340.
Amlr Husain Unsl ^^>^\ 26,1.
Husain ibn al Jiä^j Hasan 241.
Hnsain nl Ztoärazml Kamäl oJ-dln
144,1.
DarioSs Husain al-NaqShaiidl l,lo.
äusain Hazarfann 188. 199. 200.
Husain al wäiiz al KaSifl 2 3 4.
äudürl 333.
Öifzi 297. 305. 341.
ÖafT 3 34.
Öaqql 305.
Öaqlql 335.
Öukmi 339.
äahml 27,11. 334. 34 1.
Öamdi 5,1. 31,1; 3. 41,4. 55,5. 299.
303. 339. 375. 387 bis 392. 433.
456,1. 469. 8. 35 7 Anm.
Qädl Hamid al-dln 123.
Hinnäli-zädah s. Qinali-zädaTi.
äanlf Efendi 429.
Aanlfr 429.
äaunl 334.
äayatl 334.
Haidar 334 (türkisch und persisch).
J/fr Öaidar Ma^Süh 4 3 6*.
Haidar-zädah Faidl Efendi 38,8.
äaidarl 334. 349.
ÖairatJ 27,3. 41,5. 303. 331. 333.
334. 377.
67*
532
Türkische Handschriften.
Register III (Verfasser).
Xätiml 41,9. 334.
Xäqänl 353,1. 417. 418,1; 2. 418*,2.
XäkJ 334.
Xäioarl 41,4. 333. 334.
Xatmi 11,\. 335. 339 (?).
Xadijah 323.
Xusrau 333.
Xusrau [MvJiavimad ihn Farämarz)
137*.
Xusrau Beg 6,1.
Xusraiül 33 4.
Xisäll 356,3.
Xidr ihn lAhd alläh 165.
Xidrl 334.
Xitähl 331. 334.
>§äA Xatan Pers. 18,11,4,(1.
^a^p Mustafa Efendi 187.
7Z)TO Xaldün 189*.
Xuldi 41,5.
^mZ^^ 334.
Xalwati 305.
;i^a/z? 323. 341.
ZahZ J;'rt i?eÄ;fas (Bentas?) 351,18.
Xahh 27,11:16. 331. 334. 341.
350,5, 351,1. 355,3. 377.
Xandl 333.
X wäg ah Efendi Fers. 693,11; s. auch
Said al-din.
Xioägah üelehi Efendi s. ^ö?Z '?-
sulüd.
Xayäli 27,2und3. 29,12. 41,3; 9. 297.
331. 333. 334. 340. 350,5. 356,4.
Dan 356,4. Dances 297! 299.
Dan Munaggim Xair al-din ^yjJiiS Darv-esl 305,
158. \ Dum 320.
DäniSl 327.
Dänyäl 27,20.
Dänyäl al-nabl 157.
Däwud Efendi 98.
Däyah 5*,6l.
Darum 6,1. 334.
Daftari 5*,12.
Dilharl 334,
DeZz huräder 460.
Daioätl 29,22.
Dz^^ a6ü 'Z-JVfÄ; 164.
6 ^
z/ä^? 6,1. 27,2; 3; 5. 41,9. 193. 299. J ihni 6,1, 10,5. 41,4. 4 3,2; 3. 55,8.
331. 333. 334. 333. 340 [Baydädi).
Jakirl 308. I
Türkische Handschriften.
Register III (Verfasser). 53 S
;
Ra'ä'T 41,3; i.
Ratib Efendi 338.
Räz'i 41,4. 334.
Räsid 20 8"-^.
Rädl 334.
Räyih 306.
Räyib Efendi 315,11,5.
Räyih {MuJiammad) Pasa 220. 297.
332. 339. 426. 421. 428.
Räml 297.
Rämi PaSa 3 12.
Rämi-Pasa-zädah 338.
Ääzül 334.
Ra^ä'l 505.
Rigäli 334.
Ra^ah 319.
RaRvii 27,2; 3. 41,3. 333. 334. 340.
35 6,4.
RaKmi Cdebi 407.
Razmi 29,22.
Rasmi 41,4. 303. 334.
Rasml Ahmad Efendi 222,
Rusdl 25.
RuSdl Imäm lAbd alläh Efendi
35 1,5.
Ridä'T 16. 334. 340.
Ridioän 389.
Raidi 331.
Riflat 37,2.
Rifiat Efendi 238.
i?a/«J 305.
Raflqi 6,1. 297. 333. 334.
Ruqiati 6,1.
Raqzbi 334.
RainzJ 331. 333. 334. 356,4.
Rumüzl 6,1.
Raioäni 2 7,3 und 21, 31,2. 41,4. 331.
334. 356,-!.
ÄMÄ'I 6,1. 37,2. 303. 306. 327, 340.
349. 416.
RöSanJ 41,3. 305. 308. 353,4.
Rusdl 14,3.
Ra'afi 305.
Riyazl 334.
Riyadl 326. 334. 340.
Räyi [Ra'yi) 333.
^är? 334.
Zain al läbidln 308.
;
Zaini 41,4.
Säiatl 45,7. 334.
ÄäJi 29,22. 41,4. 334. 35 6,4,
iSäg-Z 331.
^/^^
Sämür Eindl 159,1; 3; 5; 6.
SäJfti 208*-^
/Saizi 27,3. 303. 334.
534
Türkische Handschriften.
Sahaql 297.
SipahJ 320. 328. 335. 339. 341.
Sugüdi 334.
Sarmadl 19,2.
Surürl 5*,39. 334. 489.
Surürl Celehi 331.
Sirrl 41,3.
Sarlri 334.
Sazä'l 308.
ÄrtJcZ al-dln 212 (Nachtr.). 213.
iSaJfZ al-dln Efendi 38,9,f. 260,7.
426.
Saidl 29,4. 341.
Saidl Celehi Efendi 139.
Ähfi 'l-S7liüd 5*, 24; 44; 46; 60; 62; 65.
8,14. 8*,7. 22,2. 38,2. 4 7,1; 2. 140.
170,6. 260,5; 9. 261. 312.
Äbü 'l-sulüd Xwägah Celehi Efendi
139.
Suiadi 41,4.
Sali 41,4.
Salida 304.
Salami 331. 334.
Sultan Muhammad ihn Xioätjah Mau-
lanä-i Buxäri 144*,2.
Salmän 333.
Sahql 334.
Sallm 27,3. 41,4.
Sidtän Sallvi \ 5 02. S. auch Sa-
llml.
Register III (Verfasser).
Sallm, Prinz, der spätere Sallm II
34,4.
Sallm Giräy Xan 297.
Sulaimän 305. 320.
Saiyid Sulaimän 300.
Sulaimän Efendi 5*,17,
S u l a. im. ä n Beg Fayji-zadah 3 5 1 ,12.
Sulaimän Öelebi 133,7. 363.
Sulaimän {Sultan) 5*,U). 25. 38,
V; '1- 41,4. 348.
Sah.ml {Sallm I) 27,14. 333. 334.
Samail 41,4; 9.
Sinän 308.
Sin an Beg Cägirl 469.
Sinän Pasa 5 03.
Sinänl 305. 334.
San^ari 6,1.
Sikä'l 295 (S. 313 Anni.).
Suhaill 334.
Suwärl 334.
Su'äli 334. .
Saudä'l 335.
Saudä'l Ramzi 330.
.Sö^Z 333. 334. 356,4.
Saiyidl 298. 320.
Slratl 340.
Slrözl Aijinah-zädali 26.
*S«/rZ 4 1,11, 29 7.
/in Slrin 162.
Salf allah 308.
Imäm Säjiil 45,4.
/§5Ä;^> 208"-'.
L^
*§ä?2Z 333.
^anl-zädah 208""^
Türkische Handschriften.
Sah Xaia'l Pers. 18,II,4,cl.
^ahidi 334. 352,2.
Sähidl-dedek 352,2.
Sähiti 305.
Sahl 41,4. 309. 328. 333. 334.
SarqJ 335.
Ibn Sarlf 284.
SarlJ-zädah 16,5.
Sarlfl 339.
Suiäil 348.
Suiüri 334.
Safiil 27,2. 299. 303.
Sukafl 330.
>§aTOcS 334.
Sams-i Tabrlz 308.
Samsi 21, '6. 305. 308; = Sams
PaSa 333.
Samil 27,2: 3; IG. 41,9. 331. 333,
334.
Register III (Verfasser). 5S6
Stnasf 304.
^ahratl 31 1.
bahrastänl 142.
&ahrl 303. 339.
Sahn turhahday 300.
S ahrl-zädah Muliaminad Salld 238.
Suliüdi 305.
^ahldl 331. 334.
/§ö;f? 297.
äauql 333.
Saix-oyli 365.
Sai^-i ahbar 159,6.
Saix-zädah 454. 455.
Sai)(^-zädah Saix Mustafa Efendi
8*,4.
Delixi 6,2,c. 27,3. 96. 334. 340. 348.
368.
>§erF 331.
C^ ^
ßabiri 27,2.
Saüib 425.
ßädiq 41,4. 333.
Sadiq Efendi 338.
Sadiql 356,4.
^'ä/? 333. 3^4. 356,4.
SäliJi Efendi 283.
ßältä ibn Nasr alläh al Halabi ihn
Saläm 283.
Sü'ib 303.
Sabä'I 334.
iSuZ^Ä'? 5*,22. 208»-'.
^air7 303. 312. 340. 341. 394,2
(dZeii').
SabüTii 29,2. 334.
Sadrl 5*,22. 333. 334.
Sidqi 2,3. 350.
Safwatl 41,3.
^wZ/i al-dln 360.
Sann {Sitin? Simil?) 31,5, 41,3.
333.
i^ö&ä Sa/? 334,
Sulaq-zädah 1,7,
536
Türkische Handschriften.
Register III (Verfasser).
u^ I>
Daifl 41,4. 333. 334.
Dalifl 41,9. 334.
Tahil Ibrähfm Efendi 229
TaJih 305. 3Ü8. 312.
DarioeS Talih 173.
Talihl 340.
Talill 331. 334.
Täliyl (sie) 334.
Tähir 303. 308.
Baba Tahir 37,i
329.
Tähir Beg 499 S. 3
Tahir faqlh 339.
301. 316. 328.
Ibn Zafar 445.
lAridl 334.
lÄrif Celehi 8*,5; s. auch lAhd al
Ja 2^ iÄrif Celehi.
lÄrifi 334.
lÄsim Efendi 208""^.
iÄzim-zädah 341.
jJ^zg- 334.
lÄ^iq Büdäq 320.
M^/g- Pa^o 331. 359.
>-(l5^"g Crannati 314.
iÄsiq Celehi 5*,44.
iÄSiq Xatml 335.
Diyä'l 333.
Daifl 41,9.
Js T
Tahari 191. 233.
Jo&JI 312. 319. 340.
Tarzf 6,1.
Tuyrä't 5*,3l.
J?/Zz 340.
Tanhürt 323.
Ä7Ä, T ahm äs 25. 34,4.
Tüzün 319.
Tm zün-zädah 318.
Jo ^
Zuhürl 334. 335.
J^^^g Za/?/ 3 20.
jJ^z^ Ä7c^22 323.
Jylsüj TäM- 3 23.
?^^Z2 jZ7»ior 170. 298. 30 1. 306.
308. 309. 310. 313. 314. 317.
320. 321. 322. 323. 324. 327.
328. 330. 339. 341. 344. 345.
iÄsiq Muhammad 328.
iÄsiq Mustafa 342.
iÄsim 14,3.
iÄhifl 334.
iÄlim 313. ':
Türkische Handschriften.
iÄliml (oder iÄlamll) 334.
iÄll 41,3; 4. 312. 327. 333. 334;
s. auch Mustafa ibu AJ'miad.
lÄh Efendi 36,1. 340.
iAhhas 407 fol. 105\
iAhd al häql s. Büql.
lAhd al hüql Efendi iÄrif 5*,i.
lAhd al Jiaiij 305.
iAhd al-ralimän ihn MiiUaimnad
al ÄidlnJ al-TirawT 38,5.
iAhd al-raliinün ihn Yüsuf al Aq-
sarä'T 10 0. 101.
iAhd al-rahliu 375. 376.
iAhd al-samad 308.
iAhd al iazlz 261. 308.
Maidänü iAhd al iazTz loo.
iAhd al iaziz Qara-Celehi-zädali
iAzTzi 419.
iAhd al yani 407 fol. P.
iAhd al yanl Efendi 34 8. 45 6,11.
iAhd-al-yam-zädali s. Nädiri.
iAhd al Ja ffä/l Saiikat Baydädi
238.
iAhd al qäliir ihn iAhd al-raJhnän
al (rur^äni 67.
iAhd al karim 25.
iAhd al karlm Giläni 18,1.
iAd al karlm al Hasanl al iMhi
260,14.
iAhd al harlm ihn Muhammad 24,1.
iAhd al-lafifi (sie) 294; s. auch
Latlfz.
iAhd alläh 305.
Saiyid iAhd all alt Efendi 221.
Sari iAhd alläh Efendi 4 4 6.
Türkisch« Haadschriften.
Register III (Verfasser). 537
Ahn iAhd alläh al-Dainawart 20,7.
iAhd alläh iAflf al-dln 71.
iAhd all all ihn Muliamniad ihn
Sahädur al Asadi al-liäzl {Na^m
al-d'i)i ahü Balcr), genannt Däyah
5*,t;i.
iAhd alläh ihn Mulianimad al Qu-
stantlnl 267.
iAhd al viafjid al-Siwäsi 19,3.
iAhdi 298. 303. 305. 331.
iAhdi Efendi {Daftardär) 332.
iAhdi Pasa 304.
Qädl iUhaid alläh Efendi 351,19,
iühaid alläh Basiri-zädah 35 1,17;18.
iühaidl 27,3. 4 1,3; 4. 297. 303.
312. 333. 334. 340. 341. 356,4.
iUOmän 320. 323.
DarweS iüBmän 3 05.
Sidtän iUG'inän 38,9,3.
Kätih iUOmän 335. 341.
iUGmän PaSa 503.
iUßmän Öelehi 314.
iUOmän ihn Alimad al Wisüql
Pers. 10 2,5.
iUOmän ihn Uryßn 2 60,4.
iUOmän ihn Keskin 74.
iüOmän ihn Midiamiaad Düqah-km
{-zädah al-Rümi) 190.
iUOmän ihn Mustafa 13 7*.
iUOmän ihn Mustafa, bekannt unter
dem Namen Keskin 74,
iA^ani-zädah al-saix (?) Efendi
Uskahi 332.
iAdll 9,2. 305,
iAdnl oder iAdanl 29,3. 331.
68
638 Türkische Handschriften.
iASbl 338.
lAraht 297.
lArdl 341.
llzzatl 14,3. 303.
iAzmi 5*,48. 151. 334. 356,4. 418*,6.
lAzml Efendi 499 S. 2S bis 31.
iAzmi-zädah s. HäJati.
ilzzl 187. 208'-'.
lAziz 342.
iAziz Efendi 499.
lAzlz ihn lAhd allah al-Ncisafl 144,1.
iAzlzi 6,1. 8,18. 308. 331. 419.
iAskarl 27,15. 333. 334.
ilsraU 331. 333.
il^qi 297. 303. 331. 333. 340.
llsmat 33 3.
ilsmatt 326. 340.
iAtä all all ihn YaJiyä Nault-zädali
4 20; s. auch iAiä'i.
iAtä Celebi 331.
iAitär 143.
iAtä'7 240. 297. 327. 331. 334.
340. 420. 421; s. auch NauIJ-
zädak Efendi.
lltri 304. 318. 319. 325. 326.
iAtüfl 305.
lAlä al-dln Fm-ämarz al-Saljüqi
38,9,a. ^
illrrn 5*,32-
lllmi-dede 35,-2.
iülwt') 27,2. 4 1,3; 4; 9. 297. 303.
305. 333. 334. 342. 350,ri.
iAli 334. 358.
Register III (Verfasser).
al ää^^l iAll PaSa 267.
ririth' lAh Efendi 4 7, -3.
Saiyid i Alt Akbar Xatä'J 183.
iAll Celebi Efendi al Gamäl 139.
iAlt ihn Husain al AmCist Pers. 60,4.
lAli ihn Htisain al kätib (oder Kä-
tiU) al-Rümi 168. 188.
lAli ibn Husain al icüiig al KäSfl
al-Safl 8*,.5.
Abu lAli Siiiä 276,4.
Mfr iAll Ser Naioä'i 27,3. 60,3. 85.
246. 296. 334. 350,3. 380 Lis 384.
3S5. Pers. 18, 1I,5,h.
iAll ibn SäliJi, genannt iAll Wäsii
439. 440. 441.
i All ibn abl Tälib 5*,13. 202. 418*,7.
iAll ibn iUOmän 282.
iAll al iArabi Ilyäs 232.
iAll ibn Ainr alläh ibn al Hinnä'i
{Qinäli-zädah) 15 0. 4 91,1.
iAll-i ijüSgl 168. 183.
iAll Qas^l-zädak 5*,44.
iAll Kätib 205,3: 4.
iAll Wäsii s. iAll ibn SälH't.
i Uni ar 335.
iUmar Diläwar-Aya-zädah 238.
iAmri i^^y*^ vgl. 2 7,3.
iAmrl {iUmrl, iümarl?) ^>*ä 4 1,4.
302. 331. 333. 334.
iAnü'i 334.
iAnqä 333.
iAhdl 334. 356,4.
iAunl 37,2. 34 0. 4 4 7.
*} vgl. Fleischer im Leipziger Kataloge p. 550, Anm.
Türkische Handschriften.
lIijänT 41,3.
ildl 25. 334.
llsä 38,6.
Register III (Verfasser). 539
Mir ilsä-oyli /ifi^jl SäSl TaSkandl
59,2.
i Ain-l All Mu'adSin-zädah 264.
Ähä 'l yazi Balladur '/.an 204.
razl GHväy '/.Cm 25. 38,r>,f'. 50 3.
Tubarl '11 fi. 4 1,4. 312. 333.
rubäri Kargaf 347.
/'(irlbl 4 1,4; s. auch Yüsuf Baslrl
und Yüsuf al Irhlli.
Ma idänü Farlml 11 ,3.
/'
I'azah 26,2. 45,4. 257. 331. 334.
354,2. 460.
Faffäri 334.
Tafürl 305.
Tuläml s. H usain Efendi.
I'anä'i 14,3.
Fadil Alhnad PuSa 25.
Fä?^^ 331.
Fä'tdi 327. 340.
i^'ä'/^ 14,3.
Fatal 305. 334. 337.
Faxri 41,3. 308.
F a%ri-zädah 221.
Fida'i 70,2. 72. 334.
J/a ulänä Furäti 1 3 3 ,4 .
Firari 328.
Firacfi 303. 331. 334.
Farämarz al-SaIjüql s. J/lZä al-din.
FarJii 333.
Farruxl 334.
f72M?i Firdausi 470.
Uskudäri Fardi 297.
Firist ah-uyli iAbd al-latif 73,1.
95.
i*' z r ist ah- z ä d u, li. 3 7 ,2.
Farkäd FaSa 503.
Farliäd ihn lAbd alläh 275.
Furüx'i 331.
Farid-oyli 30 4.
Farldün [Älimad al MuRammadl
al-Tauqiii) 5*,33.
Farldl 340.
i^as?7 334.
Fas'ili 304. 3 12.
Fasili-dede 300.
FaslKi 301. 334.
i^a^/ rtZZäÄ ^57.
i^a^Z? 27,3. 41,4:9. 305. 334. 417.
Fudüh 29,5. 31,3. 4 1,9. 234. 235.
325. 327. 340. 349. 350,5. 404.
405. 4 06. Pers. 1 8, II,4,:i und c, 5,b.
Fit na t 4 30.
FiyCiHi 27,3. 41,5. 300. 333. 334.
356,4.
Faqiri 56* Aiini. 333. 334. 356,4.
FalaUl 312.
68*
540
Türkische Handschriften.
Fanä'l 37,2, 305. 30S. 334.
Fanni 25. 297. 300. 341.
Fahmi 305. 333. 334.
Fahim 297. 327. 33S. 422.
Fahim Efendi 332.
Kegister lU (Verfasser).
Fahlml 334.
j Faun 299. 333. 334.
I Faurl Efendi 456,6.
Faidi 29,18. 37,2. 38,8 {Öaidar-
I zädah). 304. 334.
o Q
QädirT 305. 334. 356,4.
Qadirl Efendi 8,14. 27,3.
Qäsim ihn Saiyidi al häfiz Anqari
256.
Qäsim ihn MuKammad al Qara-Ui-
särl 5*,61.
Qädi Xän 140.
Qädi-zädak 8,14. 37,4 [MuKammad
Efendi). 46; s. auch MuUammad
ihn Mustafa.
Qäf-zädah Efendi 28*,4.
Qäniil 333.
Qa'iq^i Qara Mustafa 312.
Qahri o*,l2.
Qahüll 324. 340.
Qajyudan-zädah 319.
i/t>zä ^afl? 483.
Qadri 303. 320. 330.
§i<(£s Efendi 34 9.
Qaddüsi 305.
Qaragi-oylan 328.
Qara-Xalil-Efendi-zädah 445.
Qutb al-dln Slräzl 278.
Qalandar 333.
Qalandari 335.
Qinäli-zädah {iAh ihn Amr alläh)
150. 491,1.
Qinäli-zädah Karäml 4 9 1 ,i .
Qanhari 299.
^o^a 5e^ 215.
Qur-oyli 17 tbl. 39\
Sidtän Qorqud 5,il. 502.
Z>ec?eÄ Qorqud 203.
Qul-oyli 298. 320. 322. 323.
Qiyäsl 331. 334.
Q aisüni-zädah 38,3 Anm.
Qai'/usiz 144,3.
Bähä Qai'/usiz 35,3.
Qaiyusiz Äbdäl 331.
iS« Qaiyim 137.
Kätih Gelebi s. Mustafa ihn lAbd Kätihi Rüml s. iAh ibn Husain.
alläh. Käst 41,4.
Kätib-zädah Efendi 315,11,5. Käsif Efendi 315,11,5.
Kätibi 9,2. 188. 320. 322. 323. Käsif äilli {?) d%l.
335. 341. 342. , Käsifl 334. 349.
Türkische Handschriften.
Kämil 335.
Käml, 312. 333. 347.
Ihn KaOir 19 2.
Karämi s. Qinäli-zädah.
Karlml 333. 334.
Kasfl 305. 320. 334.
Kallm 303.
Kaliml 334.
Kamäl 27,3 (Gelebt). 331 (?). 334.
Kamall 331 (?). 397,1.
/Z>n Kamäl dl icazir s. Kamäl-
Pasa-zädah.
Register III (Verfasser). 541
Kamäl-Pasa-zädah 5*,14; 39; 46. 25.
29,17. 139. 334. 401. 469. 503.
Kamäl-i zard al Baryamaici 227.
Kamäli {Gaifar al Qunstantlnawi)
394.
Kam an {Gumänl) 308.
Kanzl 305. 308.
Kor-oyli 320.
Kaihä'üs ihn Iskandar ihn Qäbüs
ihn Wasmgir 25 0.
Gusadl 339.
Gulähl 334.
GiiUanl 334. 339. Pers. 688,4.
Gumän (Kamän?) 308.
Gunähl 334.
Guwähl 334.
Gauharl 298. 301. 306. 313. 314.
317. 320. 322. 323. 324. 327.
328. 329. 330. 335. 339 (hier mit
dem Beisatze ^^U5^^). 341. 34 2.
350,2.
Lämili 10,1. 24,2. 37,2. 334. 349.
355,2. 356,4. 397 bis 400. 447
bis 453'.
Ladidl Efendi 332.
Lisänt 309.
Lutf alläh Efendi 339.
Lutfi 29,22. 36,2. 34 1. 435.
J L
Latifi 2,1. 5*,2'^. 6,2,f. 294. 320.
333. 334. 335. 350,5. 435.
Liqä'i 33 4.
Luqmän 37,3.
Liv)ä'i 95. 333.
Launi 323. 339.
Mägir 33 7.
Malik 333.
Malihi 334.
r
Mänl 340.
Mähir 315,11,5.
Mähirl 320. 327.
543
Türkische Handschriften.
Mahl 341.
Magill 37,2. 320. 323.
Mi9ah 333. 356,4.
Ma^d al-din Äq-Hisäri 45,9.
Magnünl 320. 339. 349.
2IuRibhatl 312.
MuRihbi 21,3. 41,4. 306. 333. 334.
335.
MaRrami 334.
MuUammad 334.
MuUammad s. Äq-haldir-zädah.
MuRammad der Prophet: 20,4. 113.
133,8. 260,6.
Sultan MuRanimad Xän 27,3.
MuUammad II: 209.
MuJlammad III: 3S,9,e.
MuÄammad IV: 332.
MnUamviad Efendi 5*,22.
Amin AI u Ramm ad Pasa Diwitdär
5 0 7.
Prr 21 1( Ramm ad ihn lAll al iäslq
255,1.
Hä^gi MuUammad ihn Räggi lÄll
2SS.
Dances MuUammad 209.
Saiijid MuUammad 35 1,4.
Kätib MuUammad zaiim 194.
MuUammad Aq-Kirmäni 315,1,5.
MuUammad ihn Ibräkim 469.
MuUammad Efendi 5*,2-2. 499 S. 27; j
der Achtundzwanziger 186.
MuUammad Efendi Fa'/^ri-zädah
351,18.
MuUammad Efendi ibn Hamid
Efendi 351,19.
Register III (Verfasser)
MuUammad ibn Ilyäs s. Ciici-
zädak Efendi.
MuUammad Amin, Qädt von Misr
491,2.
MuUammad ibn lyäs 38,7.
Abu iAbd alläh MuUammad ibn
Aiyüb Gauzi Ibn Qaiyim 13 7.
MuUammad ihn Bäh 103.
MuUammad Buyäräyi 38,7.
MuUammad Beg iArabi 35,4.
MuUammad Baldir-zädah 138.
MuUammad Bahä'I 110,8:9 (Pir).
261.
MuUammad Bahä'I NaqSbandi 32
S. 3 und 4.
MuUammad Pasa Sinän-Pasa-zädak
38,9,sr.
MuUammad Pasa [Sib'Udär) 497.
MuUammad ibn Pir iAll {Birgdi)
12,2. 99.
Mu Uammad Piri-zildak (SäUib) 189*.
425.
MuUammad Gelebi ibn Mustafa Fa-
zäh Deli burädar 460.
MuUammad Häzin Gamäh 378.
MuUammad ibn Üamzah Aq Sams
al-din 45 6,21.
MuUammad ihn Hamzah MuUyi al-
din Beg 35,4.
Sultan Mu Uammad ibn 7aoägah Mau-
länä-i Bu/ßrt 144*,2.
MuUammad Räsid Efendi 499 S.
28 bis 31.
MuUammad ibn Ramadan 193.
MuUammad ihn Said al-din 17 0,6.
Türkische HandschrifleD.
MuKammad Saild ihn Qara Zahl
445.
MiiUammad Sand ihn al Tiä^^
Mahnüd Mufti-züdah ^^v^-iX^j 166*.
Muhammad Sädiq ihn MuJiammad
Aslad al mudarris al-Sahri 149*.
Äbü iÄhd allüh MuUammad ihn ahl
Tälib al AnsärJ al-DimasqJ 38,7.
MuJiammad ihn iArahi 35,4.
MuUammad ihn lUmar al Halahl
241.
MuTiammad Fidä'i 72.
MuJiammad ihn Farämarz X,usrau
137*.
Ahü MuJiammad ^c.JLL'l 2 7 7,i.
Muhammad ihn-iliätib (= Yazigi-
o'/li) 371.
Muhammad LälaJizüri siküfah-par-
warän 292.
Muhammad ihn Muhammad Älti-
parmaq 239.
Muhammad ihn Muhammad al Kur-
durl 241.
Muhammad Muräd 181.
Muhammad Misri Efendi 332.
Muhammad ihn Mustafa ^_jl..iill
^»g m\*^ 64 .
Muhu in m a d ihn Mustafa Qädi-zädah
255,1.
Muhammad al mairäf ihn Muham-
mad al-Sarjf al lAbhäsi 8*,ö.
Muhammad ihn Yünus al-Düräzi
{d-DaricäzVj 163.
Mahmud 337.
Mahmud al Ardahtl 351,19.
Register III fV'^erfasser). 54S
Mohmüd Efendi 299. 332.
üshudärl Mahmud Efendi 5*,5Qnd22,
512.
Mahmud ihn Muhammad ihn Dil-
Säd 192.
Mahwl 305. 308.
MuhyJ 305. 308.
Muhyl Efendi 306.
Muhyi al-dln Beg 35,4.
Muhyl al-dln Gamäll 207.
Muhyl al-dln (ihn) lArabl 1,1ü.
35,4. 159,6.
Maxhünl 341.
Muxtar 339.
Mayjl 41,3. 349.
Muylis 302.
Madäml 338.
Madhatl 334.
Madhl 320.
i/a(}"ä(^T 25. 29,2-2.
<SM//ä?i Muräd 340.
Muräd I: 5*,3<J. 260,3.
Muräd III: 50 3; s. auch Murädl.
Muräd IV: 351,8.
Muräd Äya 312.
Muräd Efendi 14 8.
Muräd Kajjfan IS 4.
Murädl 303. 333. 334; s. auch
j/wrärf m.
Murtada ihn Bamadän Pers. 35 7,2.
Muri a da Naiml-zädaJi 25 2.
Mar^umak 252.
Margumak Ahmad ihn Ilyäs 250.
251.
544
Türkische Handschriften.
Marduml 41,4.
Öa^^i Mar Süd 351,16.
Masti 331. 334.
Maslüd Efendi 29,22.
Xwäjak Maslüd Qummi 385.
Masllii ll^i. 331. 334. 395.
MaslUi Beg 8,20.
MaSrabl vgl. 27,3.
Mtsri 1,11. 29,22. 146*. 212. 305.
306. 308. 316.
Saix Misri 35 2,2.
Mustafa 299. 320. 323.
Svltän Mustafa 334. 339.
Mustafa III: 332.
Mustafa ihn ARmad iÄli 38,4.
Mustafa Äya 325.
Mustafa Be(j 260,1.
Mustafa PaSa 326.
Mustafa Jihni Uskübl 10,5. 4 3,3.
Mustafa ihn lAbd allah 195. 196.
Mustafa ihn llsmat al-Naqsbandi
1,9.
Mustafa ibn MuUammad Jihm Us-
hahi 10,5. 4 3,3.
Mustafa ibn Muliammad Watwat
283.
Qa'iq^i Qara Mustafa 312.
Register III (Verfasser).
MusliJil 331. 334.
Mutlll 334.
Mazlüm ATimad 328.
Ma^lümi 349.
Muild-zädah 8*,3.
Mundf 37,2. 331. 334.
Muiln Miskm 239.
Muitnt 41,4.
Mtiftl-zädah ^j^SUj 166*.
^ö«r al-dln Mufaddal ihn lUmar
al Abhari 149*.
Maqah 41,4. 334.
Makhi Efendi 339.
Malähi 334.
Malik Beg Pers. 18,11,4,1,.
Mulki {MaJikl, Malakt?) 334.
Manfl 312.
Muniri 334. 5*,7unii8 (Balyrädl).
Munlf Efendi 243.
Matilrl Balyradi {Ibrälnm ibn Is-
kandar) 5*,7 und 8.
ilfzVirf 27,3. 333. 334.
Mihrl Qadirl 330.
Mausili Efendi 314.
Mauläna (?) 308.
iftt^J 27,7. 333.
Maill 6,1. 29,22.
iVäil 37,2. 50. 297. 304. 306. 309.
312. 319. 327. 330. 349. 424.
Nadirl 326. 340.
Näzuki 6.
iVä2» 340.
Näsirl äalwä§i Pers. 688,4.
NätiqT 29,14.
iVäm? 334.
JVäwf 335.
JVä'z7f 303. 312.
Türkische Handschriften.
Nä'l 315,11,4.
Nabäti 331.
Na^ätl Q,l. 27,2; 3; 11. 29,7. 4 1,4.
297. 299. 331. 334. 349. 356,4.
393.
NiJiaß 41,9.
Naliifi 297. 305.
Ntdä'I 38,3. 41,1. 281. 324.
Nadlm 297. 357,1.
Nargisl 28*,3.
Nargisl-zädah Miüiammad Efendi
145.
Narmi 311.
Naslml 331. 332. 334. 337. 349.
350,1. 367.
Nasan 29,22. 418,2. 418*,5-
Nisäni 27,3. 302. 334.
Nasr al-dln Xwä(^ak 15 6.
Äbü Nasr ibv Tälirr {ihn Muliam-
mad) al-Sara^si 10 3.
AbtJ Nas7' FaräJii 73,2.
NasüTii 35,1.
Naslbl 331.
Naslr al-din Tüsi 279,2. 286,1.
Saiyid Nizäm 308.
Nizäm-oyli 308.
Saiyid Nizäm-oyli 305.
Ni^aml 238. 295. 297. 305. 331.
334. :J5 6,4. 585. 45 6,25.
Hätifi 41,4.
alSaiyid HäSim Mustafa al Usku-
därt al Galwati (Bandurmali-zä-
dali) 14 6.
Türkische Handscbriften.
Register III (Verfasser). 545
Nazrl 334.
Nazml 295. 301. 303. 305. 334. 341.
Nazmi-zädah 244. 252.
Naztrl 303. 326.
Naglm 303. 319.
Nalti MuliammadÖelebi 312 fol. 38*.
Nuimän Beg 499 S. 1 u. 2.
Nailmä 426.
Naiimi 305.
JVrt/j? 37,2. 297. 326. 327. 340.
357,2.
Naqdi (?) 335.
Naqsi 305. 306. 308.
Nihädi 40 3.
Nihali 331. 334.
Naiväh-zädah iAfjVt 340 fol. 3\
Naioä'i s. Jfw- i^/z /§er.
^«Z? ^^(7, zYw J^M aZ mannän 105.
iV«/i ^■6w Mustafa 142.
iViZr? 208* (.Sey). 305. 308.
Naun 6,1. 27,3. 29,6. 41,3:9. 56.
333. 342. 349.
Nauii-zädali Efendi 6,1; s. auch
Nuioedl 327.
Niyäzi 25. 35,1. 297. 305. 306.
308. 331. 334. 339. 352,1. 447.
Nill 330.
H
IlaSimi 25. 324.
Hihat alläh ihn Ibrälivm 136
(s. die Nachträge).
i?/^r« 3 34.
69
546
Türkische Haudschriften.
Hudä'1 27,3. 41,4. 299. 305. 306.
308.
Hazärfa7in s. Husain.
Ihn ms am 4,8.
HilaU 27,3. 334. 356,4.
Register III (Verfasser).
Ibii Humäm 19,3,
Himmat 305. 308.-
Hawä'i 37,2.
Haibat alläh ihn Ibrahlhi GauM
134.
Wajid Efendi (DarweS) 332.
Wäsif 208»-^
Wäqidt (Pseudo-) 201.
Walihi 27,3. 413.
Wäll 305. 307. 399.
Wajdi 14,2. 305.
Wajhl 325. 334.
Wajihl 303.
W alidatl s. Yümis Efendi.
Waüdl 305.
WaMld 303.
WaRldl 297. 333.
W^assä/ 243.
Wisah 334.
Wasfl 331.
Wusüll 41,11. 333.
Wasiijatl Beg 332.
>§a^■x IFa/fZ 17 0.
PFa/ö'? 334.
IFah z'ö« Yüsuf 139.
IFaZ? al-dln Efendi 332.
TFaÄÄz 297. 335 (?). 347 (Saj^c?
Wahyl (?) 335.
I^a^s^
5*, G8.
6,1. -li
,1 u.
312.
334. 340.
Yär-AUmad 337.
Yärsiz 27,3.
Fäz? (?) 347.
Yaziji-oyli 5 *, 40. i77 {Bl^än).
178. 371. 455.
Yäli-Beg-oyli 323.
Yatiml 27,3. 320. 331. 334.
YaUya 5*,12- 9,1- 27,7. 41,4. 297.
299. 303. 305. 308. 326. 327.
331. 333. 334. 349. 350,5. 356,4.
408 bis 412. 469. Mit Efendi:
6,1. 29,12. 261. 332. 338. 340.
Bosnawi 21^2.
YaRyä ihn Pir iAh ihn NasüR
Nauli 5 6.
Yalqab 308.
I^.3Läj s. Gennadius.
Misirli Ya nnäki 512.
Yüsuf al Irblll (gen. raribl) 351,18.
Yüsuf al Basin (gen. rarlM) 351,
13: IG: 19.
Yüsuf ibn lAhd al-latjf 247.
Türkische Hands^chriften.
Yüsuf ihn lAll 276,2.
Yüsuf ihn MuRammad, bekannt als
s^Lixi ,_^ji^ 1 2,3.
Abu H fadl Yüsuf ihn MuJiammad
al-Tauzarl cd Mayrihi 5*,ll.
Aristoteles 249. 288.
Avicenna s. Ahü lAli Sinä.
Bonneval (Graf) s. Ahmad Beg.
Clodius, J. Chr., 228.
Comte (Charles) 259.
Daniel (der Prophet) 158.
V. Diez 499. 504.
Gennadius 512.
Krusinski, Thad. 228.
Register III (Verfasser). 547
Yünus 308.
Yümis Efendi Walidaü 334. 351,
9; 10; 11; 13; 14; 16; 18.
Yüntls Amravi (svxl) 146*.
Meninski 55,1.
„Moclfes (Dervis)" 458.
Porphyrius 149*.
Rosa (Marc' Antonio) 5 7. 7 7 bis 79.
81 bis 83.
Rudolf II (der Kaiser) 38,9,g.
Say (B.) 259.
Scholarius 512.
Verfasser arabischer Schriften.
ARmad ihn Hagar al HaiGaml Sihäh \ lAli ihn ahi Tälih 315,1,9. 418*,7.
al-din 1,9. 435.
ARmad ihn iAh al-Nühi 1,9.
Bünl 159,6.
GaläJ al-din al-SuyütJ 1,9.
Htisain ihn Kamäl 1,9.
Ihn Xaldün 189*.
Ihn Saräyä = Safi al-dln al Hilll
30.
al-SäJill {cd Imäm) 306.
al-Tantaränl 447.
Ihn Kamäl al vmzJr d. i. Kamäl-
Pa^a-zädah 30,1.
MuRammad Gamäl al-din ahü 'l
Yamln ihn Zain al-dln al Maräyl
al Madanl 297.
al-NaioawT (al Imäm) 306.
Ihn Hisäm d,s.
Yüsuf ihn YaRyä al MaqdisJ 1,9.
69*
518
Türkische Handschiiften.
Register IV (Schreiber).
IV.
Schreiber.
^ffi
r^y c
u\
Mulla Ihrähim 353,1; 2,
(X^Ski wmJLOwJ ^j'lXJ >A.£„w,'l
^UäÄsw-c ItXiir 445.
Ihrähim ihn lÄbd allüh 193.
AUmad ( SfAl) 228.
A Jim ad Palang-zädah 491,1.
Saiyid A Jim ad Saitd 491,2.
AJimad TäJiir 238.
AJimad ihn MuJiammad 45 3\
Ismälll ibn lAbd aUäJi al-NaJuf 453.
Ismäiil ihn MuJiammad 139.
J^L^jibf 65.
Amin aUäJi ihn Yüsuf 401.
2C^t^~>. ici>t>l, ,»., ,A*.
^_jl tol^i
cj*^'
^gjbCjJöt 235
Bektas {Bentasl) ihn Mustafa 4 20.
BaJcr ihn Sädiq 391.
Ähü BaJcr ihn Wall 18,1.
Oäqih Ardirümt Amün-zädah 349.
al- Saiyid GumiaJi 19.
Sultan a usain 337,
Husain ihn lAll al J^ätib al Bay-
dadi 152.
DarweS Husain al-Naqsbandi l,io.
DarweS aamzaJi ihn Häggl Murad
277.
Al-Saiyid Xaltl ihn al-sai-/, iAli J 37*.
Xair all all ibn al-saiyid Mustafa 4 26.
Xair al-dln 262.
Bachab ihn Mustafa 147.
Ridä'i 16.
Eid 10 an ibn MuJiainmad ihn Mu-
stafa 227.
Sallm ihn iUGmän 485.
Salim MuJiammad Anwar 490.
Monlä Sulaiman 170,7.
fiä^2 Sulaiman ihn AJimad 244.
Sulaiman ihn SäliJi 5 6*.
oay)f ÄäA MuJiammad ihn Saix
lÄbd al-raJimän SaJiäbädl 59.
SuJcr ibn MuJiammad 109.
SaJibäz 5*,68.
SarugaJi ihn MuJiammad 454.
SähVi ?■&« -SfeZ 440.
ifz^Zte Talib ihn Xalil 4 75.
iAbhas 404.
lAhd al haqi ihn AJimad 4 24.
al- Saiyid lAbd al-raJimän al Us-
liudari 14 6. 423.
ä^&(^ oi/öÄ 20,8.
iAbd allaJi Säml-züdaJi 144*.
lAbd allaJi ihn iAbd alläJi 375.
io-S ^ dy*^ ^ ^^Xl&Jl JkAAi. 14 0.
l UOmän ibn Mustafa, bekannt unter
dem Namen KesJcin 74.
iAli (der Derwisch) 226.
Türkische Handschriften.
iAll ibn Amlr äüxj^ ibn Btisqäq
359.
iAll ibn liusain ^^j^l J^Jb" 150.
l Ah Xwägak ibn Sulaimän 477.
lAll Sah BaxSi 436*.
iUmar ibn Hä§§ AKmad 239.
Midlä Fadll s. Muhammad abü 'l
Fadl
FatJi alläh ibn lAbd al karim 158.
451.
Farhäd ibn iAbd alläh 275.
Faid alläh ibn iAbd al qädir ibn
Ismälil 64*.
Qanbar ibn Muräd 1hl.
Keskin s . iUOmän ibn Mustafa.
Kam an ibn iAbd alläh 454*.
al Mu^ib ibn Husain al Mixäli^i
186.
MuRarram ibn Mustafa 178.
Muhammad 101. 406. 506.
Muhammad ibn Aiyüb 368.
Muhammad ibn al hägg Ahmad
199. 203.
Muhammad ibn al Hasan 38,f>.
^j'JL^'l ^e^l tXA£ AA.W (X^Ä^ d>-*^ ■/^-t^
f^L_«_A_Mjl> (^cV.lt-m.'l« |^(.XÄX^M.iLiJu
^5yJJCw^f| ^5tü^l^ 418.
Muhammad ibn al-saix Ra§ab
Efmdi 236.
Muhammad Zuhdl 149*.
Mulla Muhammad ibn Häj^i Safar
al-sahhäf al häfiz 134.
Muhammad Celebi ibn iAbd alläh
136 (Nachträge).
Register IV (Schreiber). .549
Muhammad ibn iAbdl Brüsawl 433.
Muhammad iAuni-zädah 213.
Muhammad Abu 'l fadl, genannt
Mulla Fadll 399.
ojU. (?) Ol^ ,^A-a» cUä? 125.
Muhammad al Kütähl 142.
Muhammad ibn Mustafa 103.
Muhammad ibn Muzaffar 414.
\L&£ol öö ^jI Jl*^ 121.
Mahmud (Oj^-f,) 387.
Masiüd ibn Ibrähim ibn Amr alläh
ibn iAbdl 232.
Misrl 29,22.
Mustafa 95. 258.
Mustafa ibn Ahmad al qädl 33,2.
a/ J^ä^^ Mustafa ibn al häjg Is-
häq 1 ,7.
Borek^i- (oder Burgji-?) zädah Mu-
stafa al-Nüri 284*.
Mustafa ibn Xicä^ah Gän 284.
Mustafa ibn Hasan al iAlä'l 7 2.
Mustafa BuMi al Qünaiol 8**,l.
Mustafa ibn iAbd al mu'min ihn
Sidaiman 246.
Mustafa ibn al hä§(j iÄll ibn al
hag§ iUmar Azall 287.
Monlä Mustafa täbii-i iümar Beg
339.
Mustafa ibn Qurd 447.
Mustafa ibn Yüsuf 39 tbl. 9l\
31 uz äff ar iAli 296.
Maqsüd ibn Ramadan 358.
Müsa ibn Mahmud 405.
Näzukl 6.
Nüri 348.
550 Türkische Handschriften.
Maiilä Yäsln al Baydädl al Ha-
nafl al Qädiri 191.
Yüsuf 453**.
Register V (Personennamen).
Yüsuf ihn Plr ÄRmad ihn Älwän
ihn IsHäq 241.
Yüsuf ihn MuUammad 378.
Diez 131. 188. 354.
Bosa (Marc' Antonio) 57. 75 bis 77. 81 bis 83,
V.
Personennamen ausser denen der Verfasser und
der Schreiber.
I
Aya Pasa 497.
Äftähl 294.
Äq^ Sams al-din 26,1. 154. 376.
Älil äelehi 294.
Ihrähim 6. 205,1. 209.
Ihräliim, Bruder Muräd^&YV : 8,16.
Ibrahim Äya ihn al fiögji Rajab
477.
Ihrähim Aya ihn Mustafa Äya 459.
Ihrähim Pasa 41,5. 292,
Däviäd Ihrähim PaSa 190. 238.
Ihrähim Grulsam 294.
ÄRmad 396.
Ahmad I: 36,1. 106. 208. 264.
Ahmad lU: 208\ 247. 252. 266.
351,15.
Ahmad Äya 471.
Barast änl, (?) Ahmad Äya ihn al
hä^g lAll Efendi 4 71.
Ahmad Pasa 21, Z. 260,15. 294. 348.
Ahmad Pasa (Grofsvezier) 191.
Ahmad Pakt, Statthalter von Bay-
däd 221.
Ahmad PaSa {B.asan-Beg-zädali) 506.
Ahmad Uelehi MvftI d. i. Kainäl-
Pasa-zädah 294.
aä^ßi Ahmad 459.
Ahmad Bali 294.
Ahmad Ridtijän 29 4.
Ah VI ad Röznämahgi lAtiq 4 25.
Ahmad zaiivi 294.
Saiyid Ahmad Saiid 491,2.
Xwäjah Ahmad al-sädiq al-Naqs-
handi 5*,35.
Türkische Handschriften.
al-Saiyid ARmad Nafff 106.
ARmad ihn ARmad 227.
ARmad ihn MuRammad 396.
Azkart 294.
Ispiri-zädah 36,3.
IsRäq 294.
Qädl IsRäq Celebi 27,3.
Abu IsRäq Efendi 236.
Asiad Efendi {Saix al isläm) 28*,4.
Iskandar Jü 'l qarnain 25 7; s.
auch Alexander d. Gr.
Iskandar Sirüzi 4 36*.
Ismälll 233.
Ismäiil Äta 8*,5.
Ismälll Pasa 145*.
DarwSS Ismäiil 453*.
Register V (Personennamen).
5äÄ Ismälll 506.
ASraf Sah von Persien 2 28.
?7sMh 294.
Alwän Slräzi 294.
Imäm-quli Xän 39.
-4mr? 27,3.
.^mejz 5e^ 162.
4m?r? 294.
^«2üarf 294.
Ahl-t ^annat Efendi 146.
Ewrenos Beg 5*,30. 260,3.
Ij^j^^' |V*Xä. 38,7.
Atmin 165.
^6m Aiyüh al Ansäri 1,12.
Aiyüb ibn Xusrau 45 3*.
551
^ägZ 27,3. 294.
Bäliyl Beg 27,3.
5ä/l 294.
Bäyazld I: 280. 360. 365.
Bäyazld 11: 34,6. 105. 294. 378.
379. 386. 401. 460.
Sultan Bäyazld 284*. 446.
Saiy^ Bäyazld 294.
Bäyazld Bistäml 13,2.
Bäyazld Beg ihn Ur%än Beg 3 65.
Bäyazld [Sahzädah Sultan) 27,3.
Bäyazld (Prinz, Sohn Sulaimän's 1)
34,3.
Bu^aq-oyli 330 fol. 43\
Badll al-zamän Bakädur 382,2.
Buzur^mihr 24,1.
Bazml 294.
BaSlr Celebi 1,4.
Basiri 294.
5aÄ;r 20,7.
AbüBakr (der Chalif) 34,10. 35 3,2.
418,2.
Bahärl 294.
Bah^at al-zamän 42,2.
BakiStl 27,3. 294.
BakiSil icäliz 294.
BaJilül-i sablah-xioän 294.
^MW« 159,6.
Bayänl 294.
Hä^jl Bairäiit 181.
hii Töi^isc^ Handschriften.
Register V ( Personeimaineii).
PTrJ-zädah 166*. 501.
Tab in
Turähl
294.
Tamanna'i 294.
Tlmür 436^
Sani
Oanä^T
Oiyähi
6
294.
c
G
Gähir ihn lAhd oRäh 25. Gall'lT 294.
(^ämJ 382. öam 294.
ÖämT Eümi 294. (ramäh 294.
Galfar Cäei/i 2 7,3. 294 {Tä^-zädah). Gamili 294.
.4feö Galfar Säyxh 201. (aZ) Ganähl '199. 294.
Öaläl GSebi 27,3. Ganäni 294.
Galäl al-din Büml 143. 294. (?a^än^Tr (Prinz, Sohn <SM7a?'/nän'sI)
Galäl-zädah 266. 34,3.
ÖaläU 294.
^&ö (raA? 233.
^
CäharJ 294 (s. Xachtr. zu S. 309). ; Ciwi-zädah Efendi 456,11.
Öingiz '/.an 204,1; 3.
c
^&ö V därie 4S6. 4S7.
Üafiz ^räzl 294.
Häfi^-i lAgam 294.
näfig Qänam 294.
Türkische "HandJchriften.
äaraid al Müravtl (d BandirrrJ al
UskudärT 146.
Hälati
Öabibi 294.
äadldi \
äarib 4S4.
Uariri \
A - - 294.
Harimi |
iasan (der Sohn des lÄÜ) 5*,50.
Öasan (ein Diener Sahm's Ii 212.
äasan Basri 20,i.
äasan Cdebi 294.
Uasan Pasa 252.
Tiryälä Hasan Pasa 28,1.
Hasan Eüml 294.
aus a in (der Sohn des J.JZl) 5*, 20.
4S5.
ä usain (ein Musiker) 163.
al-Saiyid U usain 106.
ä usain Pasa 39 foL 64. 351^1.
496.
Begister V (Personennamai). ȊS
ä usain Pasa iAhd.-al-gaW.-zädah
351,2.
5«7iäH äusain 3S2,l; 2.
ä usain ihn iJll 201.
(6'äÄ) J^&M *Z yäzi Suliän Husain
(Balladur Xän) 3S2,2. 3S5.
äusaini 294.
Öadrat Pasa 39.
HudürT I
aal mit I
äamdi 26,1.
Uamdi Cdebi 1
^ 294.
H.amdl-i qadim I
Öamzak Beg 2S%3.
äamzah Pasa al-Tau^l 260,9.
Sarif-zädak Hamzah Hamid Pasa
145*.
al Öägg Hamzah Hämid-Pasa-zädah
106.
Hauäti \
Haidar j
Hairati 27,3. 294.
/
><:äitl 294.
y.älid ibn Zaid ahü Aiyub al An-
särt 1 ,12.
Xäwari I
}■ 294.
Zudä'i j
Zadlgah 8,2. 20,s.
Zursed 479.
Zusrau Pasa 39 fol. 111*.
Zadir [Zidr) Efendi 1,6.
Zadiri (Zidri) 294.
Xsrkifcie EutdsciuiäeB.
/a/> 294.
/«/?? (d. L Abraham) 133,e.
Zalil Pasa ( Couimandant von Widdin)
509.
Zahl al Hägg Ibrählm-Beg-zädah
453.
Zalll-i zard \
K 294.
Zalill j
Z wäg ah CeJ.ehi Efendi 5*,3S.
y.vcändamir S. 160 Anm. 3.
70
554 Türkisclie Handschriften.
ZayäJi 27^.
Zayäli Beg ]
Xayall Celebi j
Register V (Personennamen).
Xair Beg (der Tscherkesse) I
2 05. -2.
Dan 294. Dum
Dä'üd ider Prophet! s. David. Diiiä'J \ 294.
DarünJ 294. Dileri
Jätl 27,3. 294.
Jakä't 294.
j ^
Jihni 294.
^S '/ ^"ün J/ilfrl 44,12.
Räsid Efendi (,^.lij3 ,.f-*S.) 497.
Räyib MvÄammad Pasa, 501.
Bäml Pasa 229.
Rämt MuJiammad Pasa 23 S.
i?ö'? 294.
Bagah Pasa 449.
BaFimi 27,3. 294.
RaTiiql 294.
Bustam Pasa -Ib. 334, Buchst. «
i?
Basmi 294.
Bidä'T 294.
Bidicän 443\
Ä a/'l 5 1 I
Bamzi (Celebi) [
Bawäiii 27,3. 294.
.Sa?/ Bös an!
Biyädl
294.
294.
.^ärf 294. Zaini
ZaTcarlyä (der Prophet) 34,10. Zainah
Zamänl 294.
294.
Sälati 294.
L/*
Säyirl 294.
294.
Türkische Handschriften.
Säql
Sahzl
Su^üdi
SaHäbt
Saxä'i
Surürl
Abu Said 4S4.
Said aUah Beg 351,2.
Saidl
Saidi Garn
Saidl Efejidi
Saidl-i qadlm
Abu 'l-suiüd 266.
Saii'l Äidlni 1
SalJqt j
Sallm 27,3.
Sidtwi Sahnt 255,1.
Sallm I: 8,1. 1S3. 20S. 212. 213.
294. 456,11. 460. 506.
Sallm IL: 3S,3. 275. 403.
Sallm III: 32 S. 6. 2uS'. 23S.
294.
294.
Register V (Tersonennamen). äää
Sulaimän (der Prophet; s. Salomo.
Sulaimän Pasa 221. 351,4: 10; 14; 16.
4S0 (?a-ij).
Sultan Sulaimän 446.
t Sulaimän I: 5*,6l. 1S,3. 31,3. 3S,3.
45,9. 47,1. 16S, 193. 20S. 235.
236. 247. 263. 266. 294. 310.
334 (Buckstabe c . 402. 403. 447.
, 451. 456,«3.
Sulaimän U: 31,5. 263. 493.
Sulaimän Paso iAbd - al-galil-
zädah 351,3.
Sulaimän Celebi 294.
Sinän 165.
Sin an Beg 38,5.
Sinän Pasa 39 foL 105*.
Sinän Cdebi
Sozi
SaTil Beg
Siyähl I
Saiyid BattäJ 4 75.
294.
- S
Imam Sajzi i 3 8,7.
ääkir Efendi 163.
Sämi
Säni
Säwarl {Säicar) *■ 294.
Sähidl
Sähi
oaix Sibll 8,15.
Saraf /.an 39 fol. IS' ff.
Saibän (e^,^^\ ...äx ..I^Jo i.La.
454*.
Saqlq Balyl 24,1.
äukrl 294.
Sa ms al-dln Buyßrl 294.
Samsi Äya 27,3. 294.
Samsi Adwärf .
— äisärl 294.
— Daßarl ^
Samsl-i qädi 294.
Samil 27,3. 294. 34S.
Si'häb al-dln Suhraicardl 92,6.
Sahdi\
Sauqt I
§ai/J 27,3. 294.
J^erJ 294.
7ü'
5-5 6 Türkisclie Handschiiiteii.
Register V (Personennamen).
Säbt'rt 294.
SäXt'b Giräy Xän 3S^.
Saru '/.ahfah 39 foL 36*.
Saft 294.
SäliJi Beg 205,4.
SäJiK Cdeiti 1
Sahü'i j
294.
U^ ^
SiibSl Efendi
Suh7il JBrüsaicJ
Sadr al-dln QünaicT
\ Sadrt
i Sifätt
Safari
] SaniT (verschiedene)
294.
DaMäk 479.
Daiifi 294.
^ I)
Damtri \
\ • "> 9 4
Diya^l j
TäUhi I
-^94
Tälir Beg 499 S. 1 2.
Tarlql 294.
ir T
Tahmäs Bahädur 3S,9,p.
■§äÄ Tahmäs 38,9,c, 39.
TahmüraO 479.
J^<-^ .o .^.x.J;, Besitzer Ton 127.
294.
Zufiüri I
Zahlri 294.
(,,
iAbi'r 42^,
lÄsiq Paso ' 294.
lÄsiqJ \
iÄli Efendi 199.
lÄyisah 178^.
iÄyisaJt bird lUmctr 29,10.
*^äÄ Jjiiä« 2S*,4. 39.
Sultan ,'^feJ aZ Jiamld 208^. 247,
267.
lAbd aJ-raTimän 73,1.
lÄhd al-raTimän Cdebi 294.
lAbd al-razzäq 3S,7.
Zicä^ah iAhd al-ra'uf 8,19.
lAbd al qädir GÜünl 16.4.
J^&<? a/Zä7« 322.
Türkische Handschriften.
lAhd alläh (der Vater des Pro-
pheten) 44,9.
iAhd all ah (Sohn des Dances Äya)
4 2 2.
^aix iAhd allah 146.
iAhd allah Ilcdä 294.
iAhd al ma§id 35 1,3,
iAhd al mann an Beg 351,10.
iAhdi 294.
i Uhaidi 27,3.
iüQman (der Chalif) 1,3. 34,10.
353,2. 418,2.
iUOmän (Gründer der osman. Dy-
nastie) 2 l ,4.
Sultan iUdmän 10,5. 208.
Uskudän tahhäx iUOmän Äya 313.
iUenian III: 208'.
iUOmän Pasa (lebte 989) 9,2.
„Osman Schidai" 284.
iAdnl
ildari
^. 294.
iUSrt
i Ashari
Register V (Personennamen). 5.57
ilSqi 294.
iAttar 143.
iAta üskühi I
29 4.
lAtä'l J
iAla al-dln Efendi 23 6.
iUlioi (zwei) 294.
iAli (der Chalif) 1,3. 5*, 48. 34,10.
133,9. 353,2. 418,2. 484; ein an-
derer 145*.
{äa^0) iAli 165.
i Ah Efendi [Naqshandi Sai'x) 306.
iAli Pasa 2S*,4- 38,2.
iAli Pasa (HaJclm-hasi'-zädah) 501.
iAh Celehi 294.
iAli al Xuläsi Efendi 284*.
Abu iAli Slnä 486. 487.
iUmar (der Chalif) 1,3. S,iö. 34,10.
353,2. 418,2.
i Um a r (Besitzer) 26,1.
^,^ 2 7,3. 294.
iAndallh-i liäfiz 1
iAndallh-i qadlm 294.
iAhdi-i kätih \
Fazl Giräy Xän 3 8, 9, f.
Fuhärl 27,3. 294.
Farlhl 294.
Fazäh 5*,n« 294.
Tadanfar Aya 105.
rulam-Mutalihar - iAli 7,än Bahä-
dur 62.
Fatimah 44,n. 133,l.
Fant
± axari j
294.
558
Türkische Handschriften.
•294.
Far mixt
Firdaii si
Fardl
Farid'i
Fadl allüh 453.
Fadll 27,3. 294.
Fiyam 27,3. 294.
Register V (Personennamen).
Faqlr allah 56* Anra.
Faqlri
Fikrt
FahmJ ) 294.
FaurJ
Faidt
o ^
Q
Qädirl Efendi 27,3. 294.
Qänsüli al l'aurl 158.
Qänili 1
Qadrl 294.
Qudsi 1
Qitmir (der Hund der sieben Schläfer)
415.
Q in äli- z ä dali (Hasan) 4 9 1 ,l.
Qandi Slruzi 294; Brüsa wl das.
Qüwat al qulüb 42,2.
Qorqud (Solin Bäyazid's II) 29 4.
460.
Kätibi
Kalif l
Käziml
Käfi
Kävii
Kalfl (Sürüyßrä)
294.
Ka l h al alihär 131.
Ka in ä l Uvirnt 29 4.
Kamäl Celebi 5 7,3.
Kamäl XahcatJ 294.
Kamäl- Pal a-zad ah 27,22. 294.
Ka m äl-zädali 294.
S (^
Gullant 294.
J L
La'äh
LämilT \ 294.
Lä'iRi
Lutf allah ihn lAhd allüh 489.
Lutfl 294.
Lallt
\
294.
Laqa'l j
Luqmän 37,3.
Lala PaSa 5*,33.
Türkische Handschriften.
Register V (Personennamen). 559
21 all Bcg (Woiewode der Walachei)
512.
Ma'mün (der Clialif) 8,15. 27 7,1.
MuRibhl ll^Z. 348.
MnJiraml 294.
MuVisin-zädali (Grofsvezier) 497.
MuTiammad (der Prophet) 5*,20. 8,i5.
20,1. 34,10. 178,2. 418,2. 484.
MuRaitimad (Grofsvezier) 5 *, 17.
173%3. 510,2; 3.
MuTiammad I: 368.
MuRammad II: 1,5. 2 13. 294. 378.
MuUammad III: 38, it,f. 208. 209.
MvJiammad IV: 194. 205,1.
. . . ihn Mulla inmad ... 487.
MuRammad Efendi 133,4. 236.
Mulla MuRammad Efendi 4 0 5.
MuRammad Bec/ Anün-Pasa-zädah
351,5.
Bauwäh MuRammad Beg 28*,3.
MuRammad Bahäyl 266.
MuRammad Pasa (lebte 1017) 173;
Jjxüll wxx<f 35l,G;lü:18; AviJn 351,1;
Oyuz 205,3; Babar das.; „Tahani-
yassi" das.; al Galili 35 1,7: 19; ^\y=?-
^'3^\ ^L) i^^xi" 205,3; Rusdi 238;
SrtJZcZ das.; Saiyid 205,3; Sarl/das.;
Ä{/Idas.; al iatiq 22,2. 38,2; §ara
205,3; ^^ItXsii' *ibj^.«Ul Jy das.;
Gür(ji das.; yl&?7 "/ maliärim 351,14.
MuRammad Plrl-zädah Efendi 166*.
-(4&?7 '/ /azV MuRammad Celehi 424.
Toqmaq MuRammad Xän 194.
Sultä7i MuRammad Xän 2 7,3.
MuRammad, Xudäbandali 39 fol.
13 7\
(Sa?/ MuRammad Päjü 189.
J/?< 7« ''/ ?;; m a d Päzl 3 8,7.
MuRammad. ihn Zaid 201.
MuRammad Sarjf al-liäjg-Ilam-
zak-Hclmid-Pasa-Zädah 10 6.
MuRammad ihn Sarnn 3 9 0.
J/ ?( R a m m a d Sokolh 19 4.
MuRammad ihn lAhd al lazlz Za-
hfali 113.
MuRammad lAIßd. aJlnh Xän Bahä-
dur 6 2.
Sai/^ JIuRammad Fardi 41,10.
MuRammad Fanä'i Akl-i (jannat
Efendi 14 6.
MuRamviad ihn Ic^'i 140.
MtiJiammad ihn MuMafä ihn AR-
mad al Ganänl 7 2.
Mu R a m-madi 165.
MaRmüd I: 21,1. 166*. 175. 189*.
20S\
MaRmiid II: 2 0 8^
MaRmüd (der Afghane, Sah. von
Persieu) 228.
MaRmüd (Beherrscher von Täyisfän)
39.
MaRmüd ihn ARmad Aya . . Räfz
102,1.
iAzlz MaRmüd Efendi al Uskudärl
[Plr Hudäyi) 14 6.
MaRmüd Beg 351,7: y; 19.
560
Türkische Handschriften.
MaFiinüd Pasa 20,9. 245.
MaRmüd Pasa iÄdani 1,6.
MuHyi al-diii (ibn) al lArabl 38,7.
92,11.
~ * 211. 241. 250.
Muräd ü: 5*,6i
256. 294. 36S. 37S. 454. 455.
Muräd rH: 36,1. 3S,4.
is:
5*.34. s.ie.
20S. 209
Muräd K
215. 255,1. 263.
Muräd Pasa 264.
Murtadä Pasa 39 fol. 6l'
Margän 42,2.
Mar u: an ibn Hakam 192.
Mastl 294.
MasiJii 27,3. 294.
Masrahi 27,3. 294.
Mustafa 1,7.
Mustafa I: 20S. 446.
Mustafa IH: 20S'. 510,1.
Mustafa IV: 208*.
190.
34, S. 208.
Register V (Personennamen).
1 Mustafa Pasa 140. 23S.
i al lää^g Mustafa 229.
Prinz Suhän Mustafa 41,5.
(?) 2ü\yjS'^ ^fJr.^<, Besitzer von 125.
Miiiammä'J 1
094
Muudl \
Mi'qdad ibn Aswad S,2.
MaqsimilyäJiüs 506.
Malik Asraf 24,1.
Malik ibn Anas 485.
MahÄi 294.
Mansür (Chalif) S,15.
Mansür (Ph^-siognomiker) 38,7.
MunlrJ 294.
Balyrädl MunirJ Efendi 5*,5.
Makdl 294.
Mihri 27,3. 294.
Müsä s. Moses.
Mtry/tcand 199.
J/FrflZ:|
J/Irz j
294.
Nadir Sah 220,1. 221.
Nagatl 27,3. 294.
, _ _ 294.
Nasimi I
Nisängi Pasa 47,3.
Nisäni 27,3. 294.
Nasrt 294.
Nuiraän Beg 146, 351.ll.
Niqabi 294.
Naqsbandl Saiyi iAli Efendi 306.
Nigähi
Samäzi
Nakäri
Xihäh
Nasr al-din V.icagaJi 23,4. 461. 462. Xihäni
294.
Nizämi
Na^mi
Na 2 2y"l
294.
^Tu^ s. Noah.
jVörl 34S. 294.
Nüri EfendA 2,2.
Türkische B[andschriften.
Nöslrwaii 1,3. 44,5.
.,t,~'l
cJ
1,3. 44,5.
Naioä'J. 27,3.
R^ister V (Personennamen).
NauU 27,3,
yiyäzl 294.
5«1
S
/y
Hätifl \
Hilah 27,3. 294.
TT /■ \ 294.
HaSiml j
HumäTai 294.
Hudä'l 27,3,
Humäyün 1S9.
Halahl (QaramänT)
294.
Ä/Ztf 233.
•
H
Wüßt dl 1
TFg%i
094
Was in J
TF?'§ä?l
294.
Wälthl 27,3.
]ra5/>
iÖa?/ TFö/ö 170.
17
3. 294.
TT'a/l al-dln al inu§äkid al-Tüngä
WaRdi
naliwl 14 6.
OQ 4
>^
r
Tarsuz 27,3.
FöT-r 294,
Yeiiin .saXj Pa^a 229.
^,, - -
Yüsuf 212.
Yazigi-zadah MuRammad Celebi \ Yusuf ( "<U:a.
o \ «^.♦j '; 512.
294.
YänqO ihn Müdyän 1,5. 231.
Yatim 294.
Yatlml 27,3,
YaJiyü 279. 294.
YaRyä Efendi 266.
Ym s «_/' Efendi Ca us-basi Xicägah 363.
i Yüsuf PaSa {Diyä) 23S.
Yüsuf pir-i Oä/tT al BandirmT
al Uskudäri {al - saiyid al - saix)
146.
Yü7ius Beg 394,1.
Abraham: 20,1, 34,10. 233. 41S,>.
Adam: 34,10. 233. 257. 4lS,-2.
Alexander d. Gr.: ISl. 249. 257.
288.
Alexander VI (Papst): 379.
Aristoteles: 3S,T.
„ßenk'o": S. 2 Anm,
Benzelius (Henricus): 495.
Bessaraba s. Matthä.
ßettera (R.): 81 bis 83.
^onuQY ?i.\ {ARmad PaSa): 32 S. 15.
Bru^sch (H.h 230.
Törkieciie H&itdäcliriitea.
562
Türkische Handschriften.
Register VI (Ansah).
Bruiisius (J. J.): 336.
Carl II von England: 5 08,1.
Carl VI, der Kaiser: 229.
Ciavis (Dionisio): 45 3**. 49 0.
Daniel (der Prophet): 15 7,7.
David: 34,lO. 418,2.
E b e r t ( Jacobus) : 119.
Esau: 233.
Feldniann: 268 bis 274, Anm. 2.
Finckenstein (Graf): 5 10,3.
Frangopuli: 268 bis 274, Anm. 2.
Friedrich d. Gr.: 508,2. 510,1; 2.
Guy le Strange: 436*.
Hart mann (P. L): 33.
Hencke (Abt): 100.
Hippokrates: 24,i.
Ho eck (Franc): 208.
Jakob: 233.
„Jenk'o": S. 2 Anm.
Jesus: 20,1; 2. 418,2.
Johannes: 418,2.
Joseph: 8,15. 4 18,2.
Isaak: 233. 418,2.
Ismael: 4 18,2.
Kohl (Köhler?): 95.
Krieger (Joh.): 121.
Lichtenstein (Abt): 100.
Lot: 418,2.
Matthä Bessaraba: 512.
Maximilian (Kaiser, ^ JM)- ^06.
Michel (H.): 230.
Mi er an der (Freiherr von): 3 9 2.
Moses: 20,1. 418,2.
Muchlinski: 14. 393. 425.
Napoleon I: 230.
Noah: 232. 233.
Olearius (Adam): 67. 103. 367,
P e t e r m a n n (Professor) : 4 97.
Plato: 38,7.
V. Rexin: 510,2.
Roloff: 268 bis 274, Anm. 2.
Salomo: 8,15. 34,10. 37,4. 233. 418,2.
506.
Schmid (Franc. Mich.): 14 5.
S c h u 1 z i u s : 33.
Wagner (Ad.): 20 8.
Werther (ßarpn): 509.
Willemey: 111.
Zacharias s. ZaharJyü.
V. Zegelin: 510,2: 3.
VI. Ansäb).
5*,25. 45,9.
16. S. 125,
Anm. 2.
^^/J
^^.'^^
315, 1,5.
38,5. 294
{SaiVl).
*) „Mostras" hezielit sich in diesem und dem folgenden Eegister nuf das S. 485
Anm. 1 citierte Ruch,
Türkische Handschril'ten.
Register VI (Ansäb).
^r^;*^'
241.
15^*^'
260,u (Mostras
^y?^'
294 {^amsl).
p. 17).
J-;l
351,18.
^jj'-e^t
19,3.
J-^'>)^
35 1,1!».
^u
Pers. 60,4.
^^r^)^
349.
^'
294 {Kamäl).
i;»
287.
^jJot
S*,6-
;5^i;'
294 {Sann).
^K^jüt
235.
^yJ^\.'JiMj\
137*.
t5*^'
26,1.
^5J-wt
5*,(il.
^5^l.oil
1,12.
^5;|J^I
5*,5und22. 113.
15/^'
25 6.
146.297.418.
^lo^l (^LL.I)
64*.
423.
|<^|l.>^.X.iU^f
s. ^5>lt>.Xlwl .
^.^1
10,5; 8. 43. 294
i5^>'
S. 35 4 Anm. 2.
{lAiä).
^>^"'
137*.
t^
^W
S. 33, Anm. 1.
^Lk^
5*,65. 13,2.
^'/^
38,1.
^/^
351,1.
^5-^^
211.
j5k>(jju
105. 152. 191.
is^'^^r'
471.
238. 340.
227.
;50(^^
5*,5; 7; 8.
0 ?
12,2.
294 {SubM und
Qandi). 433.
508,2.
146.
110,8. 261.
249.
159,6.
64*(s.dieNacli-
15=^**^
354,4.
ü-äge). 166*.
290.
208.
S. 304 Anm. 1.
59,2.
25 6.
19,3,
^^MJ^XXJÜ
162.
^»y^
5*,11
^iy^
38,5.
71'
14«- *!»-
c
5*1.
**ä.
:!SBlliK
SiL S*T.
.^f. 21««
^««2
•^a?"
1C3.
-43u IM- IWl 2M. 5*«.
1,
-"r
-i'*.
[4l^.
-^ *ri-Sä4-
11 * Un'
l*i_
^^ 143>-
:4ri-
■4. ^S. ~-
««L-
Z-r-:-
^^-
fl -i-TnT.
,,3.^-i
-5^ -i^**
566 Tüi-kische Handschiiften.
Register VI (Ansab).
s
S*,5- 234.
241.
162.
19,1. 38,8.
'8*,6.
137*.
278,1.
5*,33. 418.
297.
297.
36,1.
Nchtr. zu 4 1,10
512.
144,1.
5*,31.
146.
S. 292 Anm. 3
£
U
142.
215.
339.
^^iUf i 16,4. 18,1.
^5^/j
44,12. 332; s.
auch Register
TTT und IV.
5*,ii. 162.
146.
S. 292 Anm. 3.
186.
»
1,10. 5*,35. 418.
^>y
306.
^5^XxS^ 1 15 9,1.
5
^^«,j I Pers. 10 2,5 (vgl. Mostras p. 179).
i^y^fXi j vgl. 64* Anm.
Türkische Handschriften.
Register VU (Geographische Namen). 567
vn.
Geographische Namen.
;^J
45,11. 332.
^Jxisl läSLil
184, XLn,3.
u^/ J
348 fol. 83^
^^LiÄ^I
4 40,7.
jüoT
260,16.
Äxbl
184, V, 2.
sJyLkj L!
184,XLlV,2Anm.
^^Jdst )-0;il
184, XLII,4.
^^A-xicl «w-'yixj LjI
184, 1,3.
J3^\
512.
^^^ J>^. M
184, 1,3.
J^ ^/l
184, XL,3.
C^LjalXjl
S. y:DLj. Jk.jl .
J57^'
184, XLn,3.
^;^ ^^
184, n,i.
a^bi
184, V,l.
SyAüJ und üS^»^'
184, 11,3.
^^^sisl jltJoLjI
184, XLIV,2.
5>.Ojl
ilbl
260,16. 262.
^-»».«isl uSJ.*^J
184, XXVII, 4.
^•L ^;3l
184, XLR',1.
15-^^' *=?7^^'
184, L, 4.
^^\ i^^l
184, XXXVI, 1.
l^AA-jdsl ijä:^^!
184, XXXVI, 4.
u5;r^ ^'
184, 1,4.
&j,jl
291.
^^.w^l _.^tUi
184, V,-' und
J^;l
260,15.
XLIX,i.
r^;c;;;'
5 6*.
j^.*vjdsl 5>bst)ül
184, XLIX,2.
ÄAAJ^ u«;'
201.
^bojöl
235.
n) ^;'
260,16.
«.<Lkjl
7,1.
r5;r^;'
244.
^/JjCil
184, XLIV,2.
ü')'
252.
^j^äJsI jjl^jf
184, XXIX,3 und
^^Läa^I
8*,6.
XL, 3.
^g*-Jtist (5^ La*.-!
184, XXXVI, 4.
0^57^^'
275.
^f^sist xJ^Lwil
184, XXXVI, 4.
5;L,^5l
184, vn,3.
^^*.«icl JkjjokÄ*»!
184, V, 3 und
tiJw^^l
5*,19.
XLIII,4.
uL^,'
184, VI, 4.
iUyd-iSLu.\
184, L.
(^ «ybjjol
5*,68.
^^S^m}
29,8.
c;'7=*'
208*.
') Nach Mostrag
p. 37 ist c.jLi«tXjl zu
schreiben.
568
Türkische Handschriften.
Register VII (Geographische Namen).
184, XXV1I,1.
i^a*/äJoI »Xj\
184, xxxvm,i
.>*xJst ^y>>SJ\
184, XXXIV, 2.
J^l
5Ü7.
^^S Jl,\
184, XXXIV, 1.
^f)^ ^^^
184, A^,l und
^^«Jal &A4.ijl
184, XLVI,1.
XXX, 2.
^I^ill v^
9,2.
uUlc- S^
Bona 184,
^^.wjücl S^b
184, XLIX,2.
VI, 3.
.^xiflt vy.isLj
184, XXXIV, 3.
.S^
29,16. 2 20,2,
^^.^X^aJLj
23 6 (Mostras p.
Ol^xi.
— Zara vecchia
X
45).
184, XXXVI, 2.
r
(Wien) 39, 9,g.
JsLyo^ sd^
440.
506.
^j>.j &/ÜÄJ
184, IV,3.
lXaÄm v^
208"'^
r3;'^r?
184, IX,3.
^^»jxisl ^A..^-..^
184, XLIV,1.
^■^y^
38, 9,g.
I;U?
189.
^!^\ ■^yS.^y,
184, XXIX, 3.
cj;'>^^
(Ofen) 29, 1;10.
*i»f)r?
184, XXVII, 1.
269. 275.
^AujJsl ^!^)*J
184, XXIX, 4.
xils
99.
e'^^:- J-^)y^
3 77 (vgl. Mostras
*^;;^
Brüsah: 25. 64*
p. 55).
Anm. 186. 236.
h^
260,9 (Mostras p.
377, 5; 14. 460.
5 7).
407. 451.
'^^^'3y^
45 3**, 1 (Mostras
^U° L(L:w^j
184, IV, 4.
p. 57).
5j.An.JI
188.
W ^^
45 3**,1.
Ofjij
5*,(37. 45,10. 14 7.
;yu.
323, 11,2.
189. 260,10.475.
v.4äXaj
64* Aura. (s. die
y;ü^
184, 1,2.
Nachträge).
184, IV, 3.
208.
184, VU,3.
5^^A^.
184, XI,1.
184, IV, 3 Anm.
XÄJvi^J i 184, XI, 2.
27,9.
^■fy^-
Türkische Handschriften.
Register VII (Geogi-aphische Namen). 569
f-7^
5^^-
113. 306. 308.
184, XLI,4.
5 wo'
38,5.
C
<^AjL=>-
2G7 (Mostvas p.
J^st J.*^
18 4, VI, 4
73).
T^yr
378.
^^UJ ^U^^5L=►
184, VIII, 4.
J-'^y^
3 23, 11,2.
^
x.s>JLxiLs.
184, XX VII, 1.
oix=>.
273.
u^'7^
219.
(iptx-^-
184, XXIX, 3
r^T^
18 4, IV, Anin.
^^jdol «J^
184, IV,3.
&4.^S.
184, 11,2.
ü-^?-
183.
y^[
^AvxJal (^_3^wA.«ai».
184, 1,1.
184, XX VIT, 4.
^JU I 158. 188. 260,16.
,^.w«Jal ^t^U^ 1 184, XL,4.
183.
(jL^ljis. S^^
201. 440,7
f))^y^
189.
^—UJ&JO] lX,fMJ\yb^
184, L,l.
^^SiXil^^
499 (S. 477 Anm.
jCLjM*i^^y£-\^^
512.
0-
isLjOc>
440.
4>.JO<l>
9,2.
JjSJ
189.
^Axxbl »iSjU/is^
184, XXI, 1 und
XXXVII[,4.
Jo>bo>
189. 201
TüikiBChe Handschriften.
72
570 Türkische Handschriften.
Register VII (Geographische Namen).
&JLe«
184, VI,4.
184, XXXI, 3.
39 tul. 15\
c^l
262.
1S4, MI,4.
v^
184, XL, 2.
IS4, 1,1 u. 4,
9,2.
i_«,«i;t xJjcw
184, XL]X,4.
j^UjJ «^>*"
184, 1,4.
270.
351,15.
\ta.ÄX.»«>
5*,62.
^^aicf ioJX**.
IS 4, IV, 3.
;57^ o
Lr'^"^*"
484.
28*,3 u. 4.
323, n,2.
189.
184,XLn,3 Anm.
und XLVI,l— 3.
184, XLIV,3.
1S4, XLM,4.
351,16.
UuyJi ^U I 260,1G.
U^
\\yjJi. I 440,7,
y^
5b ^vLs 1S4, II,-
saJIc^Lo
184, 111,3.
'V
IS 4, VII, 1.
&j<Ltf sJuLs
184, 111,1.
(^_ä.=.Li«o
184, 11,1 u. 2.
üJi=>«Ä.o
1S4, XL1X,4
U^
^^i^s\ JjL^Jua ; 184, XLrX,4.
,lju_o 484 (vgl. Rieu
p. 302'').
184, VII, 2.
^^.wsisl pLs^ 184, 11,4 u. XL,1.
s.^ aLo«_o
iS^
idsl
^T^y^
184, XLIX,i.
.c^jCiUa : 6,1.
'y '
vwiUs : 184, XLVLl.
«ÜCuojLig
u-.
,^(^
39 fol. 25\
72.
U
^;.. iU;Js j 184, 1,2.
hJo
j-u-xbl ^_3^LcJa
184, n,2 u. V,l.
184, L,4.
Türkische Han'dsclu-il'ten.
Register VII (GeographiBchc Namen). 571
,^ äJJU-
201. 294 {äaßz).
o*>^
257.
ü't^
201.
^^ 1S4, XXXI,3.
i.jLäaa£ t
^U- ol^ii
125.
^^«isl n^.yt I 184, XXXVI, 4.
iwJi.^ 1S4, 1,3.
»^ I 184, XXXI,3.
iisXt. 146. 249.
^JÜi^ j 184, L,4.
^ ÜJC-I I 184, III,lu. 4.
u^ SwS
512.
^y ; 184, xxxvn,4.
o
r^;o' u«;*^'
244.
^^yj^^
294.
^^15^^'
74.
s. Konstantinopel
405.
^jLiö
27,10.
J^/
(?) Sfc*iLyc «Is
368.
\.Juyij (j-'fX*
260,16.
J^
184, \1,4.
L»yki5' (^-5
5 08,2.
J^ö^
323, n,2.
J^f
260,9. 262.
sClaäü
28,1.
^^-1 y
184, Vül,lu. 4.
184, XXX VI, 4.
c;?;^'^ V
184, XL VI, 4.
t5^^' J^.i-
184, XLIV,2.
^;- ^-^^
184, xxvni,3.
-.wXisl ^Lwvjji
184, xxx^^,2.
plO Sjs
184, XI, 2.
^^\ (sie) ^b^^-
184, XL, 4.
U«i sJi
512.
^^.«««iel (sie) )ljj^"
184, L,i.
^ y
184, VI, 2.
C^^aJsl jiyt
184, n,la. 4.
.*y
184,XXXV,4.3S,s.
2UöLc^'
1S4, M,3.
vL&J:* JȊ
184, V,2.
"jj'l^'y
260,3.
c^y
189.
v5^ • y y ■■
1S4, XXI, 4.
•) Ist nach ilostras, Dict. geogr. de l'Emp. ültoman p. 145, Scalanuova.
72 •
6^z
Türkische Handschriften.
Kegister VII (Geographische Namen).
^
Juk;
189.
i_Äj>.w &xai 1
260,16.
^g^aJcl ,;«
184, XLIII,2.
slf '\
38,8. 213.
to,UjLi" ii^y^sS
210. 222.
^^\ ^^<
i 184. 1,3.
{^^\) ^^
184, 1,3;XXVn,4.
15--^' oy*^ \
A. \J .A. ■ -■- m ^^ 0
^^.wxisl ÄJ^y
184, VTn,2.
i^*««Jcl ^y-f:J^
184, XXXIV, 2.
^^^xisl <^JvS'
184, IV, In. 2.
^)^ ^f/
184, vin,i.
^jili^ji^
400.
^^\ y^/
184, XLIVjl.
^
cjIjäT
188.
a^xjLf
371.
u^-**'*^y'
405.
j
jy»s
189.
j^-*«^l äjU'äJ
184, XXX, 3.
184, XLIV,2.
^.w.^1 X*1. t J
184, XXXIV, 4.
'^'^ijy*^{'^'^^y^'^)
184, m,4.
f
»
c^^"^
183.
^T^;/);*^
184, XLn,2.
yf;U
184, XLin,3.
^
447.
y.A v oü;? LLs?
477.
^Ul«
189.
^.J.J|
184, VI, 2.
ii-Cj' 15=»'-=^ L^^tV^
20,7.
J.-o^
189. 351,14; 18
^LiLw ^^»Is» ^U^/^<.^^
20,8.
-*».&iat äu5^
184, XLIII,4.
^^Xio] JJiXiO
184, XXTX,iu.2.
^Z;/""^ *j^
184, VI,1.
SnIjuo LlsJuo
: 260,16.
^L^
186.
e^l-^T^I
235.
(?) S^LwC »Jji
368.
145*.260,16.454*.
^^xisl ^^ ^
i84,xxvin,4.
{lUy^\^
491,2. 501.
u
144,1.
^^&ia\ iUcJÜ 184, XLIX,3.
J^aJCü I 264,3.
Türkische Handschriften.
Register VII (Geographische Namen). 573
^jd.-( »Tsye I 184, XXXIV,4. |
^Uü-jJüJ» 189.
^^äIsI iiAj\y 1S4, XLm,2.
^J^i>'^y 5 09.
äjsö^, I 184, XXXVII, 4.
(£$oJü, i 184, VII, 2 und
XXXVI, 3.
^adfl
b
jLä^ ^
184, XLIII,3.
38,9,e.
184, XXIjlu. 4,
8:^ o
184, XXXV,2.
&=>.
y^ ^ 64* Aum. 410.
y ääJCj IS 4, XXIX, 3.
SȀJ
14,2.
Adrianopel 188. 189. 291.
Aegina 184, XLII,2.
Aegypten 184, XXIV,iund4. L,lund2.
Africa 184, X,]. XIV, i: 3; 4. XXII,
1; 3: 4.
Albanien 184, XI, 4. XXX, 3.
Alexandria 184, L,2.
Algier 1S4, X,4. XXI, 2 u. 3. 378.
Altun Beschtemo 184, XXXI, 4.
Amorgos 184, XLIII,3,
Anatolien 184, I, i ; 2; 4. II, l; 2; 4.
VIII, lu. 4. IX, lu. 4. XV, 1«. 4.
XXIX, 1 u. 2. XL, 1 u. 3. 26 2.
Ancona 184, 111,2.
Ano-ora 189.
Andi-os 184, V, 2 u. 3. XLin,4. XLIX,l.
Antiparos 184, XLIX,2.
Antipasso 184, XLIV,l.
Apulieu 184, XX.
Asow 25 2.
Athen 184, V, 1 u. 2.
! Aya Nicola 1 ^^t n- a
^ 184, XLr\,2 Anm.
„Ayani Kolla" j
Ayasiinda 184, XI, 4.
Balearen 184, XVII.
Bai-ka (Meerbusen von) 184, VI, i.
Barletta 184, XLVn,2.
Belgrad 29,lC. 220,2.
Beroea 512.
Bocksinsel 184, XXMI,4 Anra.
„Boi Abad" 4 5 3**,i.
Bona 184, VI, 3.
Brandenburg S. 476 Anm. 2.
Bi-indisi 184, xxxn u. xxxm.
ßrussa 25. 186. 377,5 u.U. 407. 451.
Cairo 184, XXV, l u. 2.
574 Türkische Handschriften.
Calmine 184,1,3; vgl. XXXIV, 2.
Calymna 184,1,3, XXX W, 2 Anm.
Candia 184, IV, 1 n. 2. Vni,2.
Capo Fino 184, XXXI, 4,
Capri 184, XXX\TI,4 Anm.
Carchi 184, XXXI\^4.
Carlowitz 217,1.
Cataloiiien 184, XLI,4.
Cattaro 184, XIX, 3.
Ceplialonia 184, XLI V, 3.
Cerigo und Cerigotto 184, IV, 3 u. 4.
Cesenatico 184, XXXVII, 2.
Cherso 184, XI, 2.
Chios 184, n,i u. 3. XL, 2.
Cinque terre 184, XXXVn,4.
Cittä nuova 184, VII, 2.
Civitä vecchia 184, XVI, 2 u. 3.
Colniine 184, XXXIV, 2; vgl. 1,3.
Corfu 184, XLIV,iu.4.
Corsica 184, XVJl.
Csanäd S. 29 0 Anm. 3.
Cnrzola 184, XXXVI, 2.
Cvpern 184, XXXI, i.
Dalmatien 184, XI,2; 3; 4, XXXVI,2.
XXXIX.
Dardanellen 184, XL1I,3.
Dehli s. ^^J> .
Delos 184, XLIX,4.
Denia 184, XLI, 4.
Dniepr 1
^ . ^ 184, XXX, 1.
Dniestr J ' '
Donaumündungen 184, XXX, 4.
Elaphonisi ((Impov i'rjaoi;) 184, IV, 3.
Elba 184, XVI,2u. 3.
Erzerum 5 6*.
Register VII (Geographische Namen).
Fermo 184, 111,1 u. 4.
Fen-ara 184, XXXMI,3.
Formentera 184, XVII.
Forta 184, XXX\TI,4.
Frankreich 184, XIV, 2.
Fünfkirchen 20 8.
Gallipoli 181. 371.
Genua 1 8 4, R^, 2 u. 3. XXXI, 4,
Ghaza 184, XXXI, 3.
Gibraltar 184, XLI, 2.
Gradacatz S. 144 Anm. 3.
Guardia 184, XXXVII, i.
Halicarnassus 184, IX,3.
Hydra 184, XXVü,!.
Ibiza 184, XVIL
Iconium 1 ,4.
Jenikale 184, XXXV, 2.
Imbros 184, XLII,3.
Isti-ien 184, XVIII.
Italien 184, IH. XVI, 2 u. 3. XXXIL
xxxm. XLvn.
Ithaka 184, XLIV,3.
Kalolimno 184, XXVIII, 4.
Kalymna s. Calymna.
Kanischa 28,1.
Karamanien lS4,XLVin. 260,9. 262.
Karpatho 184, Vin,2.
Kirchenstaat 184, XXXIL XXXIII.
XXXVII,!.
Kleinasien s. Anatolien.
Konia 34,4.
Konstantinopel 1,2; 7; 8. 25. 74. 175.
181. 184, XXVIII, 1. 188. 189.
219. 232. 375.
Kossowa S. 282 Anm. 2.
Türkische Handschriften.
Krim s. Qrim.
Languedoc 184, XLI,i.
Lemnos IS 4, XLVI,i.
Lepanto (Busen von) 184,V, i. XXX,2.
Leucas 184, XXX, 3.
Limonia 184, XXXR'',4.
Lipso 184, XXX W, 2.
Loreto 184,111,4 Anm.
Majorca 184, XVIl.
Malatia 189.
Malfetta 18 4, XX, 3.
Malia (Vorgebirge) 184, IV, 3 u. 4.
Malta 184, XVI, 4,
Manfredonia 184, XL VU, 2.
Marco 184, XLIII,3.
Marmara (Cap) 18 4, VIII, l.
(Insel) 184, XX\^I,3.
„ (Meer) 184, XXVII, 2.
xxvm,4.
„ (Meerbusen) 184, VIII, 4.
Marseille 184, XIV, 2.
Meer, das adriatische: 184,Xn. XLV.
„ das aegaeische 184, XV, 2 u. 3.
„ das asovv'sche 184, XXXV,i.
„ das mittelländische 208""^.
„ das schwarze 184, XXIII.
xxvm,3. XXX, 1. XXXV, 2.
Megaris (Busen von) 184, XLII,2.
Melos s. Milo.
Messina 184, XL VII, 4.
Miconi 184, XLIII,l.
Milo 184, XXI, 1. XXXVIII,4.
Minorca 184, XVII.
Modon 184, XIX,l.
Montenegro 1 8 4 , XI, 2.
Register VII (Geographische Namen). 575
Morea 184, V,l. XIX,l u. 4. XXXVIII,
2u. 3.
Mytilene 184, XXIX, i.
Nakaria 184, L,4.
Nauplia 184, V,l u. 4.
Navarin 184, XIX, 1.
Naxos 184, XLIX,3.
Negroponte 184, V,2. XLII,4.
Neumondgebirge 18 4, \^I,4.
Nicaria 184, L,4.
Nicero 184, XXXVI, 1.
Nikopoli 264,3.
Nil 184, XXr\\2u.3. XXV, 3 a. 4.
XXVI,lu.2.
Nizza 184, X,2.
Ofen 29,1 u. 10, 38,9,g. 213. 269.
Oran 184, X,l.
Orsera 184, Vn,3 u. 4.
Osero 184, XI, 2.
Palaestina 184, XXXI, 3.
Parenzo 184, Vn,3.
Faros 184, XLIX,2.
Passo 184, XLIVji.
Patnios 184, XXXIV,3.
Pecs S. 234 Anm. 1.
Pera 81-83.
Perga 99.
Perganium 227.
Piemont 184, X,2.
Pisa 184, X, 3. X\^,2u. 3,
Pischtun-a 184, XI, l.
Piscopi 184, XXXIV, 1.
Po 184, XXX Vn, 3.
Pofritscha 184, XI, 2.
Pola 184, Vn,i.
676 Türkische Handschriften.
Porto Cerigo 184, IV,3 Anm.
Psara und Klein-Psara 184,11,3,
Pyrannclen 1 8 4 , XX V, i u. 2.
Pjrrgos 27,9.
Qrim 184, XXXV,4. 38,8.
Raab 38,9,e.
Eagusa 57. 81-83. 184, XIX,2.
Ramie 184, XXXI, 3.
Ravenua 184, XXXVII, 2.
Reggio 184, XL VII, 4.
Rhodns 184,I,iu. 4. VIII,2u. 4.
Rimini 184, XXXVII, 1.
Rom 184, XVI,2u. 3.
Roussillon 184, XLI,1.
Rovigno 184, VII, 4.
Rumelieu 184, XLIV,1. XL VI, 4. 262.
Saloniki 28*,3 u. 4. 184, XLII,l.
Samos 184, n,l u. 4. XL,i.
Samothrake 184, XLn,3. XLVI,l-3.
San Giorgio 184, 1,3.
San Nicola 184, 1,3.
Sant' Andrea 184, VII, 1.
Santa Maria 184,111,1. XXXVII, 4.
Santorin 184, XV, 2 u. 3.
Savona 184, XX, 3.
Scutari 184, XXVIII,! u. 2.
Sicilien 184, XVI, lu. 4. XLVIL
Sidron 184, XXVII, 1.
Sinigaglia 184, 111,3.
Smyrna 184, 11,1.
La Spezia 184, XXX VE, 4.
Staareninselu 184, XLIX,4.
Stampalia 184, Vni,3.
Register VII (Geographische Namen).
Stankio 184, IX, lu. 2.
Stromboli 184, XVI, 1.
Suez 188.
Symi 184, 1,1 u. 4.
Syra 184, XLIX,1.
Syrien 184, Xm. XXII, 2. XXXI, 2.
XLVm.
Szigeth 5*62. 27,18.
Tarent 184, XXXIL XXXHI.
Temesvvar 260,10.
Tenedos 184, XXIX, 4.
Tenos 184, V, 3. XL1II,4.
Tergovist 512.
Thasos 184, XLVI,l.
Tino s. Tenos.
Tlemcen 184, X,i.
Toulon 184, XIV, 2.
Tragonissi 184, XXVII, 4.
Trani 184, XX, 3.
Trapezunt 267.
Tunis 184, VI, 2.
Ujvaros 121.
Ungarn 260,10.
Valencia 184, XLI, 3 u. 4.
Vegia 184, XI, 3,
Venedig 184, XXXVI, 3. 217.
Vernazo 184, XXXVn,4.
Vogelinsel s. ^-wjdal gi^».
Wetros (Vorgebirge) 184, XIX, i.
Widdin 509.
Zante 184, XrX,4.
Zara vecchia 184, XXX VI, 2.
Ziegeninsel 184, XXVII, 4 Anm.
Türkische Handscliriften.
Chronologie der Handschriften. 577
VIII.
Chronologisches Verzeichiiiss der datierten
Handschriften.
4.
807: 365.
840: 359. (436*.)
848: 444.
890: 377.
895: 490*.
896: 337.
897: 158.
898: 375.
901: 454.
910: 370.
915: 397,1.
927: 262.
931: 394,1.
941: 401.
945: 164.
949: 387.
954: 451.
958: 395.
959: 243. 399.
962: 439.
964:'
965:^
966: 296*.
969: 143.
974: 4 33.
975: 456.
978: 95. 125. 275. 411.
Türkische UaDdschrifteD.
Jahre der Flucht:
979: 348. 447.
980: 491,1.
981: 284.
982: 296.
983: 227.
985: 355,2. 396.
989: 378.
991: 3. 453^
995: 241.
997: 402.
999: 391.
1000: 289.
1003: 9,1. 38,3.
1011: 354.
1013: 260,2.
1018: 103.
1021: 231.
1024: 368.
1032: 450.
1033: 279.
1038: 454*.
1042: 193. 506.
1043: 10,:3.
1045: 38,2.
1046: 18,1. 127. 232. 392.
um 1050: 6. 16.
1055: 101,
73
578
Türkische Handschril'ten.
1056:
448. 512.
1060:
485.
1063:
178.
1064:
406.
1067:
362.
1068:
121. 372.
1078:
213.
1081:
234.
1086:
19.
1088:
96. 459.
1092:
4 22.
1096:
152.
1097:
97. 281.
1099:
139. 493.
1100:
139.
1102:
5*,<J8. 139. 404.
1109:
147.
1110:
250.
1111:
20,8; 9. 453.
1112:
35 2,1.
1114:
142.
1115:
2 29.
1116:
86.
1117:
429.
112?:
405.
1120:
47,2.
1122:
199. 247,
1123:
440.
1124:
480,
1125:
460.
1126
72. 252. 477.
1127-
206. 478.
1129-
140,
1130
2,1.
1135
109.
1136:
1137:
1141 :
1142:
1143:
1145:
1146:
1147:
1148:
1149:
1150:
1 154:
1155:
1 157:
1159:
1160:
1161:
(1162:
1165:
1166:
1167:
1168:
1 170:
1 171 :
1172:
1173:
1175:
1176:
1180:
1184:
1185:
1186:
1190:
1191:
1192:
Clironologie der Handschriften.
382. 383.
157,9. 239.
183. 486.
186.
184. 228.
410.
445. 470.
5,21. 36,1. 431 (?).
173. 506.
133,1. 201.
33,2. 204. 464.
191. 421.
357,2.
137*. 292.
418.
170,7.
287. 424.
108*.)
133,1. 290.
133,4,
133,5 Anm. 175.
59.
134.
308.
308.
458.
357,1.
64*. 133,5. 144*.
238.
157,4. 484.
74.
309.
339.
261. 351,9.
446.
Türkische Handschrilten.
Siegelstempel. 570
1194: 99.
1197: 4GI. 462. (471.)
119S:1
308.
1199:)
1200: 328.
1201 : 61.
1202: 222.
1203: 218.
1204: 146.
1207: 244.
1212: 4 97.
1213: 135.
1216: 283.
1218: 353,2.
1223: 235.
1227: 509.
1229: 136 (Nachtrag zu S. 151).
1240: 56*.
1242: 475.
1253: 490.
1256: 149*.
1260: 8**,1.
1262: 107.
(1267): 163.
nach Chi-isti Geburt:
1741/2: 81 bis 83.
IX.
Siegelstempel
sind in folgenden Handschriften abgedx'ückt :
Nr. 1,7. S*. 14. 19,3, 26,1. 28*. 47. 50. 54. 62. 85. 102,1. 106. 134.
138. 140. 145*. 150. 15 1. 163. 165. 180. 186. 195 {Tiiyra iAbd cd lla-
mid's). 201. 212. 221. 227. 229. 238. 246. 261. 275. 278. 279. 282.
286. 306. 322. 323. 325. 326. 327. 328. 333. 350,5. 366. 388. 390. 394.
396. 411. 415. 425. 436*. 443". 445. 447. 448. 453\ 459. 471. 475.
480. 489. 491,1; 2. 493. 499. 500. 504. 507.
Bilder
tinilL-n sich in: 31. 106. 184 (Karten). 185 (desgl.). 208"^°. 316. (386).
388. 453*. 513;
Verzierungen
(abgesehen von lUnwfai und Randleisten) in: 25. 120. 144*. 149*. 189*.
358. 388. 489.
7.'3*
680 Türkische Ilandsclu-iften. Einige Nachträge und Verbesserungen.
Bemerkenswerthe Einbände
haben: 56*. 64. 137. 144*. 149*. 259. 388. 4üü. 418. 443*. 453*.
Verfasser - Autographen
sind: (6). 8,s. 16. 57. 78-84. 348. 349. (429).
Einige Nachträge und Verhesserungen.
S. 2 Nr. 1,5: dasselbe Schriftchen (Geschichte von Konstantinopel) ist
in Nr. 231 enthalten. — S. 5 Nr. 3,2: die Schrift piL*-! >»(;■=> ist, nach
Mel. Asiat. V, 5 76 = Bnlletin XI (1867) p. 335, im J. 1862 zu Kasan
als „Wiederabdruck der Konstantinopeler Ausgabe" erschienen. — S. 13
AI. 4 : diese Paraphrase der Sprüche iÄIfs ist dieselbe, wie diejenige, welche
in der Gothaer Handschrift Arab. 3,25 enthalten ist. — S. 22 AI. 61 Z. 3
V. u. : seiner Arbeit 1. seine Arbeit. — S. 29 AI. 17 Z. 2: Oqf^Szädah
1. Oqgizadah. — S. 35 Z. 2: Vgl. auch Nr. 121,1. — S. 3 7 AI. 3: äJL«^
xajLääT, auch im Brit. Museum vorhanden (Rieu p._ 25 2'', v)- — S. 38
Nr. 13 AI. 1 Z. 5: (' 1. (^ — S. 50 AI. 4 Z. 6 und 7: Auch die Hand-
schrift Nr. 462 enthält 1. Auch die Handschriften Nr. 462 und 163 ent-
halten. — S. 55 Z. 3: Hadä'il. Hudä'i. — S. 5 8 Nr. 2S*,l: das x;cbv_,t^~.
oder ajcljxjüit^ ist, nach Rieu p. 29"', auch in der Gesammtausgabe der
Werke des Waisi von Konstantinopel 1286 gedruckt. — S. 70 Z. 10: iÄll
Sahir -^ die Worte lauten: '(.tX-bl vA*.ci.j ^£^ ö-sS.^ 54\jLj ^ wj.^ JU -^0^ ^
'j»4\J-j| jjy^ äJLa»m y.i (^0^^ iJj| (Jv.(fli ^XjI äJö^4.Aäx) ^j. — S. 7 3 Anm. 1
Z. 2: al-latt<i 1. cd iatiq. — S. 75 AI. 4: JU>J| &J^ s. Rieu p. 19^ —
S. 78 fol. 45*': iUGinnn Um Tuynd Beg; so steht in der Handschrift, statt
des zu erwartenden und in der Handschrift des Brit. Museums (Rieu
p. 84") auch wirklich stehenden lUGmän ihn Erioynd. — S. 81 AI. 4,
letzte Zeile: iAmri 1. lAmrl. — S. 82 AI. 10: dasselbe Schriftchen (über
eine Schwefelsalbe) ist auch in der Bamberger Handschrift V, 15 fol. 15 7^
enthalten. Dort steht i5^>ä statt i^iJji; in der Gothaer Handschrift t^;*-«,
Türkische Handschriften. Einige Nachträge und Verbesserungen. 581
w<as wohl das Richtige sein wird. — S. 99 AI. 2 Z. 7: derselben 1. der-
selbe. — S. 103 Anin.: Bei Mostras, Dict. g^ographique p. 52 heilst es:
„^y^xLÜi Beischdhri (Isauria). — V. de la Turquie d'Asie, dans l'eyalet de
Karaman, liva de Konia, snr le lac du nienie noni". — S. 110 Z. 2
V. u.: ^aX1*xi jj.j ,jUi£ 1. ^j.>X^ ,j.j (jUic. — S. 119 Nr. 9 2,lO: rLco
v-ftjwvi ijoi^.i:.f „Gebet der Aui'richtigkeit " ; es ist wohl vielmehr gemeint:
Gebet, welches sich auf die 112*^" Sure, die yoiU.i'l »;^, bezieht. — S. 126
Nr. 100: die türkische Uebersetzung (|.iL-w^l oL*^) wurde vollendet im
Jahre 950 (beg. 6. April 1543). — Dieses Jahr wird ausgedrückt durch
die beiden Ta'rlx /iXi und ^J£.J; s. Ö. X. IV, 256, 8303 und Rieu
p. 13*. — S. 128 Nr. 103: Den Inhalt der 5 6 Capitel gicbt Flügel zu
der Wiener Handschrift Nr. 1866 (III, 298), wo das Werk unter dem
Titel ^jLiüÄLÄ 5t\jy5^ ersclieint , an. Noch weitere Handschriften finden sich
in Strafsburg S. 42 Nr. 2 und im Brit. Museum, Rieu p. 24 7'',ni. —
S. 132 Nr. 108: Ueber die Familie des Verfassers vgl. Rieu p. 12\ —
S. 134: An das Ende des ersten Absatzes ist zu fügen: Nr. 186 fol. 3 6 f.
(über Reinigung und Gebet). — S. 14 1 AI. 4: Vgl. oben 8. 35 Anfang. —
S. 144 Nr. 125, 4,u: injoljySL^ 1. &xljjXw. Es i.st also das. die Anm. 2 zu
streichen, denn jCw (von üS-ov^, zucken), nicht JCw (Muskel) ist das Rich-
tige. — S. 149 Z. 7 V. u.: Erzählung I.Erklärung. — S. 15 1 Nr. 134-
136: Ueber den Inhalt dieser Schrift vgl. man die genauen Angaben von
Rieu p. 2P. In Nr. 136 heifst der Verfasser, wie in der Handschrift des
Brit. Museums, Jlihat (nicht Haihat, wie in den beiden anderen Hand-
schriften) allah ihn IhräJüni (Fol. 4*' Z. 7). Der Kolophon am Ende von
Nr. 136 lautet folgendermafsen : 3 ^uÄxi^>> -^j ^j, ,j')JI s;*>-äj (j'^j^'l o^'
ij-j i^*-^^?' i^"»^ 1^^ ^jUaX^ ^\s jXmo ^u^ ^i,J rV r^"^' t^ ^ >.*i«-'i o-ij
e>~UI äJJI ^jyJLJ v_)UXl!i v^*j Jl*j jJUl JL^i»^ J( ^jU^U^sJI (sie) 8iLu aJUl Jy.£
^^ü ^jLc vr"; is^^ <>.A»J(^ ^jü v**-''^ ^^^b iail i-jUJIj /*^t*-' *^'; ^Uc^l
tffi Ä-U.. — S. 157 Nr. 142: J^j JJLo ist nach Rieu p. 35'' in Cairo 1263
(184 6/7) gedruckt worden. — S. 203 Nr. 184: Ueber den Piri Ra'is vgl.
auch Hammer, Osman. Reich HI, 414 f., über weitere Handschriften seines
Atlasses das. S. 745 (eine im Vatican, zwei in Bologna = Marsigli p. 19
Nr. 3612 und 3613). — Zu den geographischen Namen habe ich noch
zu bemerken: IX,i Staukio, d. i. das alte Kos; XXXI V,i: Piscopi d. i.
582 Türkische Handsehrit'tcn. Eiuige Nachträge und Verbesserungen.
das alte Telos; L,4: !uS ^i.! = Icai-ia, nach Hammer, ßumeli mid
Bosiia (Zenker m-. 103 2), S. 196; aufserdem XXIX,iu. 2: Mitylene 1. My-
tilene. — S. 2 22 Nr. 195: Ueber den Inhalt der Chronoloo-lschen Tafeln
des H. X. handelt, im Anschlufs an die Beschreibung einer dort anf-
bewaln-ten Handschrift des Werkes, Sim. Asseraani im Catalogo della
Biblioteca Naniana II p. 71 — 192. Eine ai-abische Uebersetzmig besitzt
das Brit. Museum als Nr. MCCLIII (p. 5 7 2*' des arab. Kataloges). —
S. 231 AI. 3 Z. 9 : seinen Zeitgenossen 1. seiner Zeitgenossen. — das.
Z. 14/15: Guwän L Ö-imän. — S. 241 Nr. 212: Diese Schrift ist unter
dem Titel jocLja-a-Lia, als Anhang zu der Ausgabe des ^jvlyJI _Lj von
Said al-dln gedruckt (Konstantinopel 1280); dem Said al-dln wird ja
auch die Schrift von Hammer, Osman. Reich H S. vi Nr. 10 und
S. G34, sowie IX, 20 3, 5 9 zugeschrieben. In Wien ist unter dem Titel
|V-J.-*" (jLia„LA« v_AiLwo noch eine zweite Handschiüft vorhanden (Nr. 1999
fol. 68'- SS'' [III, 5 16]). — S. 24 2 Nr. 213: Ueber das Leben des Said
al-dln handelt R i e u p. 5 1*'; weitere Litteraturnachweise über sein Werk
s. das. p. 5 2\ Vgl. auch Zenker Nr. 919 und 9 22. — das. Z. 4
V. u.: (918 = 1512) 1. (926 = 1520). — S. 257 Nr. 231: Dieselbe
Schrift (Geschichte von Konstantinopel) steht auch in Nr. 1,5. — S. 261:
das Werk !.lj.*.wJI 'iJ.^ö^=^ ist nach Rieu p. 4 0'' auch im Jahre 1261 in
BalcKi g^Axwckt worden. — S. 26 6 Nr. 239: das Werk 11 ^d<l^ ^^i Si^^y
ist nach Rieu p. 36'' auch in Konstantinopel 1273 (185 6/7) erschienen,
und „die Konstantinopeler Ausgabe" ist nach Mel. Asiat. V^, 580 = Bulle-
tin XI (1867), 337 in Kasan 1865 abgedruckt worden. — das. Z. 5:
Alti-parmaq 1. Älti-parmaii. — S. 275: Es ist hinzuzufügen l) am Ende
des Textes: Vgl. jedoch R. Fo erst er im Centralbl. f. Bibliothekswesen
VI, 5 7 ; und 2) am Ende von Anm. 2 : und Ders. in Centralbl. f. Biblio-
thekswesen VI. — S. 276 Nr. 250: Nach A. Querry, Le Cabous Namfe
(Paris 1886, 8°), Introduction p. XI ist das Werk des Jilarcjiimak Ällmad
ihn Ihjas auch in das OsttUrkische übersetzt und diese Uebersetzung im
Jahre 129 8 (1882) in Kasan gedruckt worden. — S. 283 AL 4 Z. 2:
lUOmän ihn TJryän (nicht Urxän ihn lUßniän)] so steht in der Hand-
schrift. — S. 309 unter : Gagtri \. CaharJ. — S. 310 Z. 2: Sayälii 1.
Siyala. — S. 332 Nr. 332 Z. 13: MuliammadlY 1. Iluräd IV. — S. 34 3
Nr. 340 Z. 18: (^ L {\ — S. 347: S. auch „Türkische Volkslieder, mit-
Tm-kische Handschriften. Einige Nachträge nnrl Verbesserungen. 583
getheilt von Ignaz Kimo.s", in: Wiener Ztsclir. f. d. Kunde des Morgen-
landes 11, 319-324 und III, 69-76. — S. 353 AI. 4 Z. 2: RöMnlX. Bö-
sanl. — S. 359 Nr. 35 8: Vgl. über dieses Gedicht jetzt den Aufsatz von
M. Th. Houtsma in ZDMG. XLllI, 69-98. — S. 360 Nr. 359: Vom
soo-enannten Diwän des lÄsiq PaSa beünden sich im Brit. Museum zwei
Handschriften (Rieu p. 160*' und 162''); auch in Bologna {Marsigli p. 20
Nr. 3627) und im Asiat. Museum zu St. Petersburg (Mel. Asiat. V, 460,13
= Bulletin X [1866] p. 166,13) ist je ein Exemplar vorhanden. — S. 377
Anm. 1: Auch in AbuSqa ed. Weljaminof-Zernof p. fl", ed. Vamb^ry
p. 6 werden die Werke des Mir iÄl% Ser aufgezählt. — S. 405: Von Fu-
dfih's Gedicht Lailä und Ma^mn befindet sich auch in Berlin selbst eine
zweite Handschrift als Pers. 18, n,5,b (S. 63 des Kataloges). — Das. in den
Anfangsworten: ^^i^i L v_/^LaJ. — S. 44 8 Nr. 448 Anm. 3: Wie ich so-
eben bemerke, hat bereits H. Zotenberg (Histoire d'^Ala al-din ou la
lampe merveilleuse. Paris 1888. Gr.- 8", p. 27) ausgesprochen, dafs der
gröfste Theil (la plupart) der in den Mille et un jours enthaltenen Er-
zählungen aus dem türkischen Werke »tX.oi.JI tX-»-J ttT"*"" entnommen sei.
Vgl. auch: Alaeddin and the enchanted Lamp; Zein ul asnam and the
King of the Jinn: two Stories done into English froni the recently dis-
covered Arabic Text by John Payne. London 1889. 8". p. XXIHf. —
S. 449 Anm. 2 Z. 2 v. u.: Anm. 3 1. Anm. 2. — S. 471 Z. 17: erhöht;
dafs 1. erhöht, dafs. • — S. 481 Nr. 5 07 Z. 7: diwif (diwlt) ist allerdings
die türkische Aussprache ; persisch heifst es eigentlich dawef. — S. 485
Anm. 1 Z. 3: die 1. sie. — S. 499=^ Z. 10: ^\j> l. ^{j. — S. 515":
*:DLa.L^I ^e^öLs slittXj ;:i)U»LÄx! ist (als persisch) zu streichen. — S. 5 29":
Bahä'T] füge hinzu: 315,11,4. —
Driicli von Friedrich Andreas Perthes in Gotha.
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Druck von Friedrich Andreas Perthes in Gotha.